{"id":18329,"date":"2013-08-19T08:54:10","date_gmt":"2013-08-19T06:54:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329"},"modified":"2015-11-09T13:23:36","modified_gmt":"2015-11-09T12:23:36","slug":"hinweise-des-tages-1946","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h01\">Sch&auml;ndliche Antwort des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h02\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h04\">Ich arbeite gegen meine &Auml;ngstlichkeit an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h05\">&hellip; und raus bist du<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h06\">Euro-Krise: Deutschland spart 40 Milliarden bei Schuldendienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h07\">Milliardengrab Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h08\">Steuerpolitik: Gabriel r&uuml;ckt von Steuererh&ouml;hungen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h09\">Paul Krugman, Moment of Truthiness  &ndash;  Die Stunde der gef&uuml;hlten Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h10\">Richard Koo Interview on the Causes of Economic Crises<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h11\">Audi-Chef Rupert Stadler r&uuml;ckt von Uli Hoene&szlig; ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h12\">&Ouml;ffentlicher Dienst schl&auml;gt Alarm wegen Personalmangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h13\">Die W&uuml;rde des Menschen ist in Deutschland vom Alter abh&auml;ngig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h14\">Handel mit vertraulichen Daten: Millionen deutsche Patienten und &Auml;rzte werden ausgesp&auml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h15\">Das provozierende Schweigen Abes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h16\">&Ouml;calan und Erdogan: Auf dem Weg zum &raquo;osmanischen Frieden&laquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329#h17\">Das Letzte: &bdquo;Die Parasitenklasse&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18329&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sch&auml;ndliche Antwort des Westens<\/strong><br>\nMohammed Mursis Sturz war nichts anderes als ein Putsch &ndash; und die aktuellen Gewaltorgien gegen die Muslimbr&uuml;der sind Massaker. Trotzdem schaut der Westen nur tatenlos zu, w&auml;hrend &Auml;gyptens alte Milit&auml;r- und Geheimdienstgarde die Macht wieder an sich rei&szlig;t. Doch Amerika und Europa f&auml;llt nicht mehr ein, als &uuml;ber die Brutalit&auml;t zu jammern. Ist das nur naiv? Oder zynisch? [&hellip;]<br>\nDie Lage in Kairo ist kompliziert. Aber so kompliziert nun auch wieder nicht: Mursi war ein unf&auml;higer, unbelehrbarer, islamistischer Pr&auml;sident. Aber er war eben der gew&auml;hlte Pr&auml;sident &ndash; ein Status, der aus Sicht der westlichen Demokratien einen gewissen Wert haben sollte. Sein Sturz war nicht, wie Obama sagte, ein &ldquo;Dazwischengehen des Milit&auml;rs&rdquo;, sondern ein Putsch. Die Gewaltorgie der Polizei gegen Demonstranten am Dienstag war ein Massaker. Amerika und Europa haben tatenlos zugeschaut, wie &Auml;gyptens alte Milit&auml;r- und Geheimdienstgarde die Macht wieder an sich gerissen hat; nun jammert der Westen, weil die Gener&auml;le ihre Gegner mit den Mitteln von Armee und Geheimdienst bek&auml;mpfen. Ist das zynisch oder nur naiv?<br>\nVielleicht hat der Westen in &Auml;gypten tats&auml;chlich nichts zu melden. Vielleicht sind Europa und die USA nur Zuschauer. Aber wenn 500 oder mehr tote Zivilisten auf der Stra&szlig;e liegen, sollten man die Dinge wenigstens mal beim Namen nennen. Sonst wird man irgendwann zum Komplizen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gewalt-in-aegypten-schaendliche-antwort-des-westens-1.1748330\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> SZ-Autor Wetzel fordert, die &bdquo;Dinge beim Namen zu nennen&ldquo; und hat damit vollkommen Recht. Hinter den Kulissen des Konflikts findet n&auml;mlich momentan ein &bdquo;Krieg&ldquo; um die Begrifflichkeiten statt. Im &auml;gyptischen Staatsfernsehen sind die Propagandanachrichten mit einem Banner &bdquo;Egypt fights Terrorism&ldquo; unterlegt. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Nach Ansicht der Junta sind die Muslimbr&uuml;der nun also &bdquo;Terroristen&ldquo; und dank unz&auml;hliger PR-Offensiven der Transatlantiker dies- und jenseits des Atlantiks zieht der Begriff auch bei uns &ndash; ob wir es wollen oder nicht. Unterst&uuml;tzt wird diese PR &ndash; wissentlich oder nicht &ndash; von Medien wie SPON mit ihrer eigenwilligen Bildredaktion. Bei den Live-&Uuml;bertragungen von Al Jazeera findet man beispielsweise nur mit M&uuml;he M&auml;nner, die &bdquo;unserem&ldquo; Terroristen-Bild entsprechen. Bei SPON und Co. hat man jedoch den Eindruck, der typische Demonstrant h&auml;tte einen langen Bart, Kaftan und K&auml;ppi und nat&uuml;rlich auch einen wirren Blick. Auch das ist Manipulation. Es d&uuml;rfte aber schwer fallen, &bdquo;die Dinge beim Namen zu nennen&ldquo;, wenn sich die &ndash; falschen &ndash; Bilder von vermeintlichen Terroristen bereits in unseren K&ouml;pfen verfestigt haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel schlie&szlig;t gro&szlig;e Koalition nicht aus<\/strong><br>\nIm Gespr&auml;ch mit der F.A.Z. hat die Kanzlerin die Vermutung ge&auml;u&szlig;ert, es werde bei der Wahl &bdquo;sehr, sehr knapp&ldquo;. Niemand strebe eine gro&szlig;e Koalition an, doch w&auml;re es &bdquo;v&ouml;llig unglaubw&uuml;rdig&ldquo;, sie auszuschlie&szlig;en. Zudem warnt Merkel vor einem Schuldenschnitt f&uuml;r Athen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl-2013\/f-a-z-interview-merkel-schliesst-grosse-koalition-nicht-aus-12534866.html\">FAZ.NET<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: SPD-Politiker: Gro&szlig;e Koalition nicht ausschlie&szlig;en<\/strong><br>\nAuch die SPD will vor der Bundestagswahl eine gro&szlig;e Koalition mit der Union nicht ausschlie&szlig;en. &bdquo;Strategische Optionen einzuschr&auml;nken, ist immer schlecht&ldquo;, sagte der hessische SPD-Generalsekret&auml;r Roth der Sonntagszeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl-2013\/bundestagswahl-2013-spd-politiker-grosse-koalition-nicht-ausschliessen-12536053.html\">FAZ.NET<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Steinbr&uuml;ck spricht sich gegen Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland aus<\/strong><br>\nEinen erneuten Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland werde es auch mit ihm als Kanzler nicht geben, erkl&auml;rte SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck im Gespr&auml;ch mit dem rbb-Inforadio. Seine Begr&uuml;ndung k&ouml;nnte auch von einem Vertreter der beiden Regierungsparteien stammen.<br>\nBei einem Schuldenschnitt w&uuml;rden private Gl&auml;ubiger Athens einen Teil ihres Geldes verlieren, begr&uuml;ndete der SPD-Kanzlerkandidat seine skeptische Haltung: &ldquo;Die Folge w&auml;re, dass es eine sehr starke Zur&uuml;ckhaltung geben w&uuml;rde, &uuml;berhaupt noch in Staatsanleihen zu investieren.&rdquo;<br>\nZudem m&uuml;ssten eventuell auch &ouml;ffentliche Gl&auml;ubiger, also die anderen Eurol&auml;nder und die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB), darauf verzichten, ihre Hilfen vollst&auml;ndig zur&uuml;ckzuerhalten. &ldquo;Das hei&szlig;t, wir reden dann &uuml;ber eine indirekte, aber schnell wirkende Inhaftnahme der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland, aber auch anderswo. Deshalb sage ich: Vorsicht an der Bahnsteigkante&rdquo;, so Steinbr&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154793\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Das Feld f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition zwischen CSDU und SPD wird von beiden Seiten medial vorangetrieben. Zus&auml;tzlich &uuml;bernimmt Steinbr&uuml;ck wider besserem Wissens die Wahlkampfhaltung von Merkel zum Schuldenschnitt in Griechenland.<\/em><br>\n<em>Einen gravierenden Unterschied in der politischen Aussage zwischen BK Merkel und ihren &ldquo;Herausforderer&rdquo; Steinbr&uuml;ck ist nur noch mit der politischen Lupe erkennbar.<\/em><br>\n<em>Hier wird deutlich, dass wir eine starke, soziale Oppositionspartei im BT brauchen, um die Marktradikalen um Merkel, Steinbr&uuml;ck und Steinmeier zu begrenzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Zur Behauptung Steinbr&uuml;cks, dass vor allem private Gl&auml;ubiger einen Teil ihres Geldes verlieren w&uuml;rden siehe Jens Berger &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18230\">Merkels Milliardenhypothek &ndash; das falsche Spiel mit Griechenlands Schulden<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die SPD in der hei&szlig;en Phase des Wahlkampfes<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Rudolf Dre&szlig;ler, SPD, Sozialpolitiker<br>\nRudolf Dre&szlig;ler kritisiert den Wahlkampf der eigenen Partei. Es sei viel schief gelaufen. &bdquo;Man k&ouml;nnte fast sagen: Keine Woche unfallfrei.&ldquo; Das aktuelle Umfrageergebnis sei deprimierend. Der Wahlkampf habe &bdquo;keinen Drive, keinen Druck&ldquo;. Man k&ouml;nne nur zu dem Ergebnis kommen, dass in den letzten vier Jahren vers&auml;umt wurde, sich um die Parteisituation zu k&uuml;mmern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/s\/d\/17.08.2013-06.05\/b\/die-spd-in-der-heissen-phase-des-wahlkampfes.html\">WDR 5<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Diese scharfe Analyse &uuml;ber die Situation der SPD, insbesondere ihre Position zur Agenda-Politik von Ex-Kanzler Schr&ouml;der, sagt in wenigen Minuten mehr aus als die Parteif&uuml;hrung in ihren Reden auf Parteitagen bzw. auf dem &bdquo;Deutschlandfest&ldquo; der Partei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Parteien verkommen zu reinen Lobbyverb&auml;nden<\/strong><br>\nTraurig, aber wahr. Deutsche Parteien verkommen zu reinen Lobbyverb&auml;nden. Nicht das Wohl des gesamten Volkes steht im Fokus, sondern ausschlie&szlig;lich die ureigenen Interessen. Nur eine umfassende Reform der Parteienfinanzierung und ein Zur&uuml;ckdr&auml;ngen des ausufernden Lobbyismus auf ein vertretbares Ma&szlig; k&ouml;nnen diesen Trend stoppen.<br>\nDie Zahl der Nichtw&auml;hler wird auch zur Bundestagswahl 2013 weiter ansteigen. Diese Entwicklung ist umso betr&uuml;blicher, als dass die Gr&uuml;nde angesichts der Entwicklung der Parteien durchaus erkl&auml;rbar sind. Sie liegen in den Parteien selbst. Zum Wohle des Volkes? Nicht selten Fehlanzeige! Ausschlie&szlig;lich zum Wohle der eigenen Lobby m&uuml;sste es hei&szlig;en. Stoppen l&auml;sst sich dieser Trend nur mittels umfassender Reform der Parteienfinanzierung und einem Zur&uuml;ckdr&auml;ngen des Lobbyismus auf ein vertr&auml;gliches Ma&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/11005\/bundestagswahl-2013-parteien-verkommen-zu-lobbyverbaenden\/\">Spreezeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Migranten im Wahlkampf &ndash; das Z&uuml;nglein an der Waage<\/strong><br>\nVor allem das Thema doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft treibt die Deutsch-T&uuml;rken in Berlin um. Nach der geltenden Optionsregelung m&uuml;ssen sich in Deutschland geborene Kinder von Ausl&auml;ndern bis zum 23. Lebensjahr f&uuml;r eine Staatsangeh&ouml;rigkeit entscheiden. Die CDU will diese Regelung beibehalten. SPD und auch FDP pl&auml;dieren f&uuml;r eine dauerhafte doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft. &ldquo;Deutschland ist ja nicht nur Einwanderungsland, sondern unsere Heimat. Wir wollen hier Politik ver&auml;ndern&rdquo;, sagt &Uuml;mit Baba. Dieses Jahr wird der 33-J&auml;hrige das erste Mal w&auml;hlen d&uuml;rfen. Es ist ihm wichtig. &ldquo;Die meisten Migranten wollen w&auml;hlen gehen. Die Wahlbeteiligung ist sehr hoch&rdquo;, sagt er. (&hellip;)<br>\nNoch immer gibt die gro&szlig;e Mehrheit der t&uuml;rkischst&auml;mmigen Migranten den Sozialdemokraten ihre Stimme. In den Augen der ehemaligen &ldquo;Gastarbeiter&rdquo; war die SPD lange Zeit die einzige Partei, die sich f&uuml;r ihre Belange einsetzt.<br>\nHinzu kam eine relativ hohe Gewerkschaftsn&auml;he der t&uuml;rkischst&auml;mmigen Bev&ouml;lkerung. Schlie&szlig;lich war es eine SPD-gef&uuml;hrte Regierung, die 1999 das Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht reformierte und die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft einf&uuml;hren wollte. Sie scheiterte im Bundesrat am Widerstand der CDU. Die Unterschriftenkampagne der hessischen Christdemokraten gegen die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft ist vielen Migranten noch in Erinnerung.<br>\n&ldquo;Es ist weiterhin noch so: Ein Gro&szlig;teil der t&uuml;rkischen Bev&ouml;lkerung w&auml;hlt SPD, auch wenn sie von der inneren Einstellung keine Sozialdemokraten sind&rdquo;, sagt Yasar Aydin von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Das Weltbild k&ouml;nne konservativ sein, dennoch &ldquo;sind sie der Meinung, dass die SPD die t&uuml;rkei- und migrantenfreundlichere Partei ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424127887323639704579014013117977106.html\">Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Prinzip verbrannte Erde<\/strong><br>\nLavabit Ladar Levison hat seinen Verschl&uuml;sselungsdienst f&uuml;r Emails geschlossen &ndash; er wurde offensichtlich von der US-Regierung unter Druck gesetzt. Er &auml;u&szlig;ert sich nun im Interview<br>\nDie Journalisten Aaron Mat&eacute; und Amy Goodman von Democracy Now! haben ein Interview mit Ladar Levison, dem Gr&uuml;nder, Besitzer und Betreiber von Lavabit, und seinem Anwalt Jesse Binnall gef&uuml;hrt. Der Email-Verschl&uuml;sselungsdienst Lavabit wurde vermutlich von Edward Snowden benutzt. Um keine privaten Infomationen seiner Kunden an die US-Regierung weitergeben zu m&uuml;ssen, nahm Levison seinen Dienst abrupt vom Netz. In einer Nachricht an seine Kunden sagte er vergangene Woche: &ldquo;Ich war gezwungen, eine schwierige Entscheidung zu treffen: mich an einem Verbrechen gegen das amerikanische Volk zu beteiligen, oder 10 Jahre harter Arbeit hinter mir zu lassen, indem ich Lavabit schlie&szlig;e. (&hellip;) Ich w&uuml;rde niemandem empfehlen, einer Firma zu trauen, deren Datenserver auf amerikanischem Boden stehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/das-prinzip-verbrannte-erde\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie sich Geheimdienste selbst Zertifikate ausstellen<\/strong><br>\nLaut einem Medienbericht setzen Beh&ouml;rden in den USA vor allem kleinere Unternehmen unter Druck, damit diese Generalschl&uuml;ssel f&uuml;r SSL-Verschl&uuml;sselung herausgeben. Wir haben dar&uuml;ber mit Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab, gesprochen.<br>\nFunk: &ldquo;Rein technisch gesehen gibt es zwei Stellen, an welchen die Private Keys zur Kompromittierung f&uuml;r SSL-Verbindung abgegriffen werden k&ouml;nnen. Zum einen ist dies bei den Zertifizierungsstellen (Certificate Authorities) m&ouml;glich, welche die digitalen Zertifikate ausstellt. Sollte eine solche Institution kollaborieren oder kompromittiert werden, wie etwa im Fall von Diginotar im Jahr 2011, k&ouml;nnten durch diese technisch legitime Zertifikate ausgestellt werden, welche f&uuml;r Man-In-The-Middle-Angriffe eingesetzt werden k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nBereits die erfolgreichen Angriffe auf die verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleine Certificate Authority Diginotar in den Niederlanden verursachten Ausf&auml;lle im Internet. Die Niederlande mussten ihre E-Government-Dienste teils abschalten und Diginotar ging schlie&szlig;lich pleite.<br>\nZum anderen k&ouml;nnen die Private Keys der anzugreifenden Unternehmen &ndash; ebenfalls via Einbruch oder Zusammenarbeit &ndash; direkt von den Geheimdiensten &uuml;bernommen werden, sagte Funk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/kaspersky-lab-wie-sich-geheimdienst-selbst-legitime-zertifikate-ausstellen-1308-101036.html\">Golem<\/a><\/li>\n<li><strong>Chefverharmloser im Dienste Deutschlands<\/strong><br>\nSelbst in der Spitze der Unionsfraktion sch&uuml;tteln sie den Kopf &uuml;ber ihren Innenminister und dessen Auftritte in der NSA-Aff&auml;re. Hans-Peter Friedrich scheint sich in eine Parallelwelt verabschiedet zu haben.<br>\nWenn Menschen sich mit viel Phantasie eigene Welten erschaffen, um Unertr&auml;gliches zu verdr&auml;ngen, sprechen Psychologen gerne von der Flucht in Parallelwelten. Nun sollte man in diesen Mollath-Tagen vorsichtig mit schnellen Diagnosen sein. Aber im Fall des Innenministers kommt man trotzdem nicht umhin: Hans-Peter Friedrich scheint sich in eine Parallelwelt verabschiedet zu haben.<br>\nDer Minister hat die Sp&auml;h-Aff&auml;re gerade apodiktisch f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. &ldquo;Alle Verd&auml;chtigungen&rdquo; seien ausger&auml;umt, sagt Friedrich. Es habe &ldquo;viel L&auml;rm um falsche Behauptungen&rdquo; gegeben, die sich nun &ldquo;in Luft aufgel&ouml;st haben&rdquo;. Eine erstaunliche Erkenntnis.<br>\nEs ist zwar richtig, dass ein zentraler Vorwurf gegen den US-Geheimdienst NSA ausger&auml;umt werden konnte. Dass damit aber alle Fragen gekl&auml;rt w&auml;ren, das glauben nicht einmal die Sicherheitsexperten der Union. Wer, wen wie ausspioniert &ndash; das ist noch lange nicht ausreichend erkundet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/innenminister-friedrich-und-die-nsa-chefverharmloser-im-dienste-deutschlands-1.1748372\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Leutheusser-Schnarrenberger widerspricht Friedrich in NSA-Aff&auml;re<\/strong><br>\nIn der Bundesregierung gibt es deutliche Differenzen im Bewerten der Aufarbeitung der NSA-Sp&auml;haff&auml;re und zum Umgang mit den US-Sicherheitsbeh&ouml;rden. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) fordert weiter Aufkl&auml;rung von den USA &uuml;ber Daten&uuml;berwachung in Deutschland. Sie widerspricht damit ihrem Kabinettskollegen Hans-Peter Friedrich (CSU).<br>\n&ldquo;Ich bin immer skeptisch gegen&uuml;ber Beteuerungen von Seiten der Geheimdienste&rdquo;, sagte sie der &ldquo;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&rdquo; (Samstag). Mit Blick auf aktuelle &Auml;u&szlig;erungen des Bundesinnenministers f&uuml;gte sie hinzu: &ldquo;Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.&rdquo;&hellip;<br>\nDie FDP-Ministerin meinte hingegen, die Aff&auml;re sei noch nicht ausgestanden. &ldquo;Wir als Bundesregierung haben noch einiges zu tun.&rdquo;<br>\nLeutheusser-Schnarrenberger forderte, man m&uuml;sse bei den Gespr&auml;chen mit den USA &uuml;ber ein transatlantisches Freihandelsabkommen &ldquo;hart verhandeln, um den Datenschutz zu st&auml;rken&rdquo;. Die Chancen f&uuml;r einen Erfolg st&uuml;nden gut. &ldquo;Schlie&szlig;lich haben die Vereinigten Staaten ein gro&szlig;es wirtschaftliches Interesse an einer Freihandelszone.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/news\/brennpunkte\/Leutheusser-Schnarrenberger-widerspricht-Friedrich-in-NSA-Affaere-article1123183.html\">General-Anzeiger<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ich arbeite gegen meine &Auml;ngstlichkeit an<\/strong><br>\nDer Kabarettist Georg Schramm erkundet als Stimme des kleinen Mannes auf Kleinkunstb&uuml;hnen den Aufstand. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber politischen Amok, den richtigen Selbstmord und die wahren Ver&auml;nderungen aus der Mitte des B&uuml;rgertums<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=tz&amp;dig=2013%2F08%2F17%2Fa0047&amp;cHash=50586f48108e427dc7aebb39a06ce4a7\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&hellip; und raus bist du<\/strong><br>\nDeutschland feiert sein Jobwunder. Doch der Erfolg ist teuer erkauft: Durch Leiharbeit, Niedrigl&ouml;hne und die st&auml;ndige Gefahr des sozialen Abstiegs.<br>\nEs ist wieder Wahlkampf in Deutschland, doch manchmal k&ouml;nnte man das fast vergessen. Angela Merkel wirkte bei ihrem Auftritt vor der Bundespressekonferenz geradezu unangreifbar. Die guten Arbeitsmarktzahlen sind ihr Trumpf, gern vergessen die W&auml;hler andere Themen, weil es dem Land ja wirtschaftlich gut geht. Die Opposition kann der Kanzlerin kaum etwas anhaben.<br>\nSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck versuchte es kurz vor der Sommerpause im Bundestag. Er sagte, die Kanzlerin sei mitschuldig an der Jobmisere. Aber er meinte die hohe Arbeitslosigkeit in S&uuml;deuropa, er kritisierte Merkels Politik in der Euro-Krise.<br>\nEs ist dies der erste Bundestagswahlkampf seit Jahrzehnten, in dem das einstige deutsche Dauerleiden Arbeitslosigkeit keine Rolle spielt. Der Patient scheint geheilt. [&hellip;]<br>\nIm Jahr 2002, vor Inkrafttreten der Agenda 2010, lag die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland bei 39,3 Millionen. Heute sind es 41,8 Millionen. Das ergibt einen Zuwachs von 2,5 Millionen neuen Jobs. Auf den ersten Blick erwies sich die Agenda 2010 also als segensreiches und &uuml;beraus wirksames Medikament.<br>\nNichts an dieser Rechnung ist falsch. Dennoch verbirgt sich hinter diesen Zahlen eine zweite, eher selten beachtete Diagnose dessen, was im Organismus der Bundesrepublik in den vergangenen zehn Jahren wirklich passiert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/33\/arbeitsmarkt-jobwunder-leiharbeit-niedriglohn\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Euro-Krise: Deutschland spart 40 Milliarden bei Schuldendienst<\/strong><br>\nDeutschland profitiert von der Euro-Krise. Nach SPIEGEL-Informationen f&uuml;hren die g&uuml;nstigen Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen zu Ersparnissen, die sich f&uuml;r die Jahre 2010 bis 2014 auf mehr als 40 Milliarden Euro summieren&hellip;<br>\nDie Zinsersparnisse und unerwartet hohe Steuereinnahmen wegen des Konjunkturverlaufs dr&uuml;ckten auch die Neuverschuldung. Von 2010 bis 2012 nahm Sch&auml;uble rund 73 Milliarden Euro weniger an neuen Krediten auf als vorgesehen. Dies dr&uuml;ckte die Zinskosten um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag&hellip;<br>\nDen Zinsersparnissen stehen nach Angaben des Finanzministeriums Kosten durch die Euro-Krise von bisher 599 Millionen Euro gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/euro-krise-deutschland-spart-40-milliarden-fuer-den-schuldendienst-a-917115.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milliardengrab Bankenrettung<\/strong><br>\nDie Zahlen erschrecken: Deutsche Banken brauchten 646 Milliarden Euro als Hilfsrahmen in der Finanzkrise. 259 Milliarden Euro nahmen sie in Anspruch. Davon d&uuml;rften 50 Milliarden Euro beim Steuerzahler h&auml;ngen bleiben.<br>\nDie Rechnung f&uuml;r die Finanzkrise wird dem deutschen Steuerzahler wohl erst in einigen Jahren pr&auml;sentiert, wenn &uuml;berhaupt. Aber dass sie hoch sein wird, steht schon fest. Auf 30 bis zu 50 Milliarden Euro sch&auml;tzt Christoph Kaserer, Professor f&uuml;r Finanzen an der TU M&uuml;nchen, die Kosten der Bankenrettung, die am Ende der Steuerzahler tragen muss. Der kann froh sein, wenn es nicht noch mehr wird.<br>\nDie Bundesanstalt f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (FMSA) erwartet f&uuml;r die von ihrem Bankenrettungsfonds Soffin gew&auml;hrten Hilfen einen Verlust von 22 Milliarden Euro. Der gr&ouml;&szlig;te Teil entf&auml;llt davon auf die Hypo Real Estate (HRE). Zu dem Soffin-Verlust m&uuml;ssen die 10 Milliarden Euro f&uuml;r die Rettung der IKB hinzugerechnet werden, die von der staatlichen F&ouml;rderbank KfW als ehemaliger IKB-Gro&szlig;aktion&auml;rin aufgebracht wurden. Nimmt man die West LB hinzu, dann wird schon jetzt die Marke von 50 Milliarden Euro erreicht. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sch&auml;tzte vor einem Jahr die Kosten f&uuml;r den Steuerzahler aus der West-LB-Abwicklung auf 18 Milliarden Euro.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130819_teure_bankenrettung_faz.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130819_teure_bankenrettung_faz_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/teuer-fuer-den-steuerzahler-milliardengrab-bankenrettung-12535343.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerpolitik: Gabriel r&uuml;ckt von Steuererh&ouml;hungen ab<\/strong><br>\nNach Peer Steinbr&uuml;ck r&uuml;ckt jetzt nach SPIEGEL-Informationen auch SPD-Parteichef Sigmar Gabriel von Steuererh&ouml;hungen ab. Schuldenabbau und Investitionen f&uuml;r Bildung und Infrastruktur will er &uuml;ber einen anderen Weg finanzieren: durch konsequente Verfolgung von Steuers&uuml;ndern.<br>\nAngesichts schlechter Umfragewerte hat SPD-Chef Sigmar Gabriel einen Kurswechsel in der Finanzpolitik angedeutet. &ldquo;Die Bek&auml;mpfung von Steuerbetrug und Steuerdumping ist der bessere Weg zum Schuldenabbau und zu h&ouml;heren Investitionen in Bildung und Infrastruktur in Deutschland als Steuererh&ouml;hungen&rdquo;, sagte Gabriel dem SPIEGEL. &ldquo;Wir k&ouml;nnten in Deutschland auch wieder Steuern senken, wenn es endlich gelingt, Steuerbetrug wirksam zu bek&auml;mpfen.&rdquo;<br>\nDamit r&uuml;ckt Gabriel offenbar von den bisherigen Beschl&uuml;ssen in dem Bereich ab. Das SPD-Wahlprogramm sieht bisher unter anderem vor, den Spitzensatz der Einkommensteuer von 42 auf 49 Prozent anzuheben und die Verm&ouml;gensteuer wieder einzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gabriel-rueckt-von-steuererhoehungen-ab-a-917107.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die SPD wartet noch nicht einmal die Wahlen ab, um von Wahlversprechen abzur&uuml;cken. Das ist ein vorweggenommener Belegt, dass Wahlprogramme nicht das Papier wert sind, auf das sie gedruckt wurden.<\/em><br>\nGabriel hat zwar durchaus Recht, dass die Bek&auml;mpfung von Steuerbetrug und Steuerdumping einen wichtigen Beitrag leisten k&ouml;nnten, die Einnahmeseite der &ouml;ffentlichen Haushalte zu verbessern, das &auml;ndert allerdings nichts daran, dass mit einem Verzicht auf die Wiedereinf&uuml;hrung einer Verm&ouml;gensteuer und die H&ouml;herbesteuerung von Spitzenverdienern der Kurs der Umverteilung von unten nach oben fortgesetzt werden soll. <\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Armut ist kein Steuertrick<\/strong><br>\nK&ouml;nnen Arme mehr von der Steuer absetzen als Reiche? Unserem Bericht widerspricht die Obfrau der Gr&uuml;nen im Finanzausschuss, Lisa Paus.<br>\nAls Bundestagsabgeordnete liegt mein zu versteuerndes Einkommen unter 80.000 Euro. Vergleiche ich meine effektive Steuerlast mit meinem Bruttoeinkommen, zahle ich weniger als 25 Prozent Einkommensteuer, selbst ohne Einberechnung der steuerfreien Kostenpauschale. Bin ich arm? Nein. Durch hohe Spendenabz&uuml;ge dr&uuml;cke ich meine Steuerlast um &uuml;ber acht Prozent. Ich kann aber nur deshalb viel spenden, weil ich viel verdiene. Patrick Bernau hat eine Studie von Stefan Bach, Giacomo Corneo und Viktor Steiner &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von Steueranteil zum Gesamteinkommen so interpretiert, dass &Auml;rmere relativ mehr von der Steuer absetzen k&ouml;nnten als Reiche. Dem widerspreche ich. (&hellip;)<br>\nHeute wird das einkommensst&auml;rkste Zehntel aller Haushalte im Verh&auml;ltnis zu seinem Gesamteinkommen mit nur 24 Prozent durch die Einkommensteuer belastet. Was soll diese Zahl anderes bedeuten, als dass gerade die Reichsten sehr wohl die Gestaltungsspielr&auml;ume und Steuersubventionen nutzen, die in der Einkommensteuer bestehen. Das Existenzminimum hat bei &Auml;rmeren einen viel gr&ouml;&szlig;eren Anteil an ihrem Einkommen als bei Reichen. Doch Freibetr&auml;ge, die allen zustehen, sind etwas grunds&auml;tzlich anderes als Steuertricks, die Gesetzesl&uuml;cken ausnutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2013\/08\/16\/armut-ist-kein-steuertrick-2484\/\">FAZ.NET<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu auch: Steuergerechtigkeit: Werden Besserverdiener tats&auml;chlich geschr&ouml;pft?<\/strong><br>\nWer mehr verdient, soll auch prozentual mehr von seinem Einkommen an die &ouml;ffentlichen Kassen abf&uuml;hren, um so einen sozialen Ausgleich zu erm&ouml;glichen. Das ist die Intention hinter einem progressiven Steuer- und Abgabensystem. Doch in Deutschland und &Ouml;sterreich sieht die Sache bei genauerer Betrachtung etwas anders aus.<br>\nGerade in Wahlkampfzeiten steht vor allem die Steuer- und Abgabenlast immer wieder im Fokus der wahlwerbenden Parteien. W&auml;hrend die politische Linke gerne Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die Besserverdienenden fordert, sehen vor allem Konservative und (Rechts-)Liberale in den Spitzensteuers&auml;tzen ein Feindbild. Dabei ist die Abgabenbelastung gerade f&uuml;r die Einkommenselite deutlich niedriger als f&uuml;r jene mit durchschnittlichem Einkommen. Wichtig ist n&auml;mlich nicht der Spitzensteuersatz an sich, sondern die Grenzsteuers&auml;tze und die effektive steuerliche Belastung. Und die sieht nun mal anders aus, als es sich so manche Menschen vorstellen. (&hellip;)<br>\nEine Studie der OECD zeigt deutlich auf, dass die durchschnittliche Belastung von Einkommen bis zum Bruttodurchschnitt in Deutschland erkennbar h&ouml;her ist, als f&uuml;r jene Menschen die mehr verdienen. In &Ouml;sterreich hingegen steigt die Abgabenbelastung bis zu einem Einkommen von 144% des Durchschnittsbruttos an, um danach deutlich zu fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neopresse.com\/wirtschaft\/steuergerechtigkeit-werden-besserverdiener-tatsachlich-geschropft\/\">neopresse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>The Wrong Lesson From Detroit&rsquo;s Bankruptcy  &ndash;  Die falschen Lehren aus Detroits Bankrott<\/strong><br>\nAls ich in Gary, Indiana aufwuchs, war fast ein Viertel der amerikanischen Arbeiterschaft in der verarbeitenden Industrie besch&auml;ftigt. Damals gab es jede Menge Jobs mit einer Entlohnung, die es Alleinverdienern mit nur einem Job erm&ouml;glichte, den American Dream f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie zu realisieren. Mit einer Arbeitskraft konnte man den Lebensunterhalt f&uuml;r die Familie verdienen, seine Kinder aufs College schicken und sie dann auch in gehobene Berufsgruppen aufsteigen sehen.<br>\nSt&auml;dte wie Gary und Detroit erlebten ihre Bl&uuml;tezeit dank dieser Industrie, nicht nur im Hinblick auf den Wohlstand, den sie hervorbrachte, sondern auch im Hinblick auf starke Gemeinden, ein gesundes Steueraufkommen und gute Infrastruktur. Aufbauend auf der soliden Grundlage, die ich den exzellenten, von den Ideen des progressiven Reformers John Dewey gepr&auml;gten &ouml;ffentlichen Schulen in Gary verdanke, ging ich sp&auml;ter aufs Amherst College und dann zum fortgeschrittenen Studium an die M.I.T.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/opinionator.blogs.nytimes.com\/2013\/08\/11\/the-wrong-lesson-from-detroits-bankruptcy\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Richard Koo Interview on the Causes of Economic Crises<\/strong><br>\nThough the interview is a few months old, Richard Koo discusses quite a few issues here, such as Japan&rsquo;s recent economic policies, the causes of the Great Recession, and balance sheet recessions.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/socialdemocracy21stcentury.blogspot.co.uk\/2013\/08\/richard-koo-interview-on-causes-of.html?m=1\">Social Democracy for the 21st Century<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Audi-Chef Rupert Stadler r&uuml;ckt von Uli Hoene&szlig; ab<\/strong><br>\nDer Aufsichtsrat des FC Bayern M&uuml;nchen steht offenbar doch nicht geschlossen hinter seinem Vorsitzenden, dem unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung stehenden Club-Pr&auml;sidenten Uli Hoene&szlig;.<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Audi-Vorstandschef Rupert Stadler, will im Fall einer Zulassung der Anklage durch das Landgericht M&uuml;nchen im Aufsichtsrat den Verbleib Hoene&szlig;&rsquo; im Kontrollgremium zur Diskussion stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/bayern-muenchen-audi-chef-rupert-stadler-rueckt-von-uli-hoeness-ab\/8649466.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Bezeichnend, dass nach derzeitigem Stand der Dinge, gerade mal ein Einziger den Verbleib von Hoene&szlig; auf seinem bisherigen Posten &ldquo;kritisch&rdquo; beurteilt. Alle anderen sind nach wie vor der Meinung, die Verdienste von Hoene&szlig; w&auml;ren &ldquo;zu gro&szlig;&rdquo;. Ein fatales Signal, bedeutet es doch nichts anderes als dass sich die so genannten Eliten wirklich alles erlauben k&ouml;nnen, einschlie&szlig;lich strafbare Handlungen zu begehen, und nicht mit Konsequenzen rechnen m&uuml;ssen. Aber Hauptsache Bayern gewinnt wieder das Triple. Armes Deutschland!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Zum Fall Hoene&szlig; jede Menge hei&szlig;e Luft<\/strong><br>\n&hellip; Dabei hat die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) ein &bdquo;Leitbild f&uuml;r verantwortliches Handeln in der Wirtschaft&ldquo; verfasst, mit dem sich Unternehmer und Manager zu ethischem Handeln verpflichten. &bdquo;Die Wirtschaft braucht die Zustimmung der Menschen. Als Unternehmer und Manager nehmen wir jedoch wahr, dass die Menschen gegenw&auml;rtig nur eingeschr&auml;nktes Vertrauen in unser Handeln haben.&ldquo; Mit ihrem Leitbild will die BDA dem Vorwurf begegnen, die Wirtschaft bek&auml;mpfe Regelverletzungen in den eigenen Reihen nicht ausreichend&hellip;<br>\nNach diesem Kodex haben die Konzern-Manager im Bayern-Aufsichtsrat gar keine Wahl, als Hoene&szlig; aus dem Aufsichtsrat zu entfernen&hellip;<br>\nSkandal&ouml;s ist, dass diejenigen, die dazu bestellt sind, solch ein Fehlverhalten wie das von Hoene&szlig; zu ahnden, es mit dem Hinweis auf dessen Verdienste sanktionieren. In dieser Logik k&ouml;nnten Aufsichtsr&auml;te auch nachsehen, dass jemand in die Firmenkasse greift, eine Bank &uuml;berf&auml;llt oder Schmiergeld annimmt, wenn er nur viel f&uuml;r das Unternehmen getan und viel f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke gespendet hat.<br>\nDas BDA-Leitbild gestattet es Aufsichtsr&auml;ten eben nicht, wegzuschauen. Es verlangt Sanktionen. Unterbleiben sie, machen sich Aufsichtsr&auml;te angreifbar, wie jetzt die Bayern-Aufsichtsr&auml;te.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/08\/18\/zum-fall-hoenes-jede-menge-heise-luft\/?utm_source=Neolox+Mailings&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=%28Kopie%29+Steinbr%C3%BCck+und+der+Ethik-Kodex+der+Wirtschaft&amp;utm_content=Mailing_6444984\">Post von Horn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst schl&auml;gt Alarm wegen Personalmangel<\/strong><br>\nDie Bahn ist kein Einzelfall. Auch bei der Polizei, in Kliniken, bei Feuerwehr und Verwaltungen fehlt nach Jahren des Sparens das Personal. F&uuml;r die B&uuml;rger wird das allm&auml;hlich gef&auml;hrlich<br>\nW&auml;hlerisch kann die Deutsche Bahn jetzt nicht sein. Wer schon einmal in einem Stellwerk gesessen hat, mit &Ouml;rtlichkeiten und Technik einigerma&szlig;en vertraut ist, darf zum Dienst kommen. Selbst Rentner versucht der Staatskonzern zu reaktivieren, wie ein Sprecher nun berichtete &ndash; Hauptsache, der Zugverkehr kommt wieder in Gang, nicht nur in Mainz. Bundesweit fehlen 1000 Fahrdienstleiter, hinzu kommen noch mindestens 800 Lokf&uuml;hrer, sch&auml;tzen die Gewerkschaften.<br>\nDer Engpass bei der Bahn ist kein Einzelfall. &Uuml;berall im &ouml;ffentlichen Bereich hat sich der Staat in den vergangenen Jahren zur&uuml;ckgezogen und beim Personal bis zur Schmerzgrenze gespart.<br>\nHeute tun sich gro&szlig;e L&uuml;cken auf, oft an entscheidenden Stellen &ndash; bei der Polizei, bei der Feuerwehr, in Schulen und Kitas, im Gesundheitssektor. Zehntausende Stellen m&uuml;ssten nach Ansicht von Gewerkschaften besetzt werden. Denn schon bald wird eine Pensionierungswelle die Reihen weiter lichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/sparen-wie-bei-der-bahn-oeffentlicher-dienst-schlaegt-alarm-wegen-personalmangel\/8652454.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Berlin ist das Mainz der Zukunft<\/strong><br>\nIn Berlin halten 2015 keine Regionalz&uuml;ge und keine S-Bahnen mehr am Hauptbahnhof &ndash; es drohen Mainzer Verh&auml;ltnisse. Schuld sind diesmal aber keine krank gewordenen Fahrdienstleiter, wei&szlig; Harald Martenstein. Es sind billige Schrauben.<br>\nIn Mainz funktioniert der Bahnhof nicht mehr. Aus diesem Anlass habe ich, in der Tradition von G&uuml;nter Grass, ein politisches Gedicht verfasst: Ein Bahnhof, wo nichts f&auml;hrt, der ist sein Geld nicht wert. Ein Bahnhof ohne Z&uuml;ge ist eine schlimme L&uuml;ge. In einer Zeitung wurde jetzt die Information ver&ouml;ffentlicht, dass die Bahn mit ihrer Netzgesellschaft Gewinne von mehr als 20 Prozent erwirtschaftet. Profitrate: 20 Prozent! Der einzige Gesch&auml;ftszweig, in dem die Gewinne noch h&ouml;her sind als bei der Bahn, ist vermutlich der Kokainhandel. Wenn der Dealer Millionen kassiert und dann seinen Kunden den Stoff nicht liefert, wird er in den meisten F&auml;llen erschossen.<br>\nBeim Management der Bahn erscheint mir eine mildere Strafe v&ouml;llig ausreichend.<br>\nLeute &ndash; ich muss euch ein Geheimnis verraten. Berlin ist das Mainz der Zukunft. Im Sommer 2015 wird auch der Berliner Hauptbahnhof f&uuml;r mindestens drei Monate teilweise gesperrt. Ja, ganz recht: In unserem guten, alten Berlin halten 2015 keine Regionalz&uuml;ge und keine S-Bahnen mehr am Hauptbahnhof. Fernz&uuml;ge sollen angeblich verkehren, teilweise, aber man wei&szlig; ja inzwischen, was von solchen Versprechen zu halten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kuenftige-sperrung-am-hauptbahnhof-berlin-ist-das-mainz-der-zukunft\/8654130.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die W&uuml;rde des Menschen ist in Deutschland vom Alter abh&auml;ngig<\/strong><br>\nClaus Fussek &uuml;ber die inhumane Situation in den Altenheimen<br>\nHerr Fussek, Sie vergleichen in ihrem Buch Pflege mit Folter. Inwiefern ist das gerechtfertigt?<br>\nClaus Fussek: Erst einmal: Wir vergleichen in unserem Buch nicht Pflege mit Folter, sondern schlechte Pflege mit Folter. Warum? Nehmen wir die Kriterien von amnesty international, bei denen man sich ja einig ist. In diesen steht: Wenn Menschen &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum fixiert sind und sich nicht frei bewegen k&ouml;nnen, dann ist dies grausam und entw&uuml;rdigend, dann ist das Folter. Wenn Menschen nachts nicht schlafen k&ouml;nnen, weil sie st&auml;ndig L&auml;rm ausgesetzt sind &ndash; und in vielen Pflegeheimen ist dies gang und g&auml;be &ndash; dann ist dies Folter. In Zwei- und Drei-Bett-Zimmern kann man oft nicht schlafen, weil jemand schreit und unruhig ist oder sogar t&auml;tlich wird, wie es in diesem Sommer in M&uuml;nchen passiert ist, als ein aggressiver Mitbewohner eine alte Frau erschlagen hat&hellip;<br>\nWenn in einem totalit&auml;ren Staat Menschen mit Medikamenten ruhiggestellt werden, w&uuml;rde man zu recht sagen, dass das Folter ist. Oder wenn ein Mensch tagelang nicht mehr aus dem Bett kommt, weil ihm dazu die n&ouml;tigen Hilfsmittel nicht gereicht werden, was bedeutet dass er schwere Gelenkversteifungen bekommt und nie mehr laufen kann, dann ist dies wie gesagt grausam und Folter. Genau diesen &ldquo;Fall&rdquo; hat mir gerade eine Anruferin vor zehn Minuten geschildert. Eine Erkl&auml;rung, warum wir diesen Begriff gew&auml;hlt haben ist, weil die &uuml;blichen Begriffe wie &ldquo;Pflegemangel&rdquo; bislang nichts ver&auml;ndert haben und man deswegen die Situation so deutlich schildern muss wie sie ist..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39635\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Situation in der Pflege skandal&ouml;s.<\/em><br>\n<em>Wenn in Person dieselben Pflegekr&auml;fte einerseits Angeh&ouml;rige unter Druck setzen, um an ihren Patienten die offenbar &uuml;bliche PEG-Ma&szlig;nahme zu vollziehen, diese anschlie&szlig;end in scheinbar vertragliche Pflegeheime abzuschieben und dann andererseits zum 1. Mai die miserable Situation ihrer Arbeit beklagen, dann stimmt etwas nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Handel mit vertraulichen Daten: Millionen deutsche Patienten und &Auml;rzte werden ausgesp&auml;ht<\/strong><br>\nBeobachter sprechen von einem &ldquo;der gr&ouml;&szlig;ten Datenskandale der Nachkriegszeit&rdquo;: Nach SPIEGEL-Informationen handelt ein Rechenzentrum f&uuml;r Apotheken mit unzureichend verschl&uuml;sselten Patientendaten. Abnehmer ist ein Unternehmen aus der Marktforschung.<br>\nHamburg &ndash; In Deutschland werden nach SPIEGEL-Informationen Millionen &Auml;rzte und Patienten ausgesp&auml;ht. Datensch&uuml;tzer warnen: Das s&uuml;ddeutsche Apothekenrechenzentrum VSA in M&uuml;nchen verkauft Patientendaten in unzureichend verschl&uuml;sselter Form an Marktforschungsunternehmen.<br>\nZu den Kunden z&auml;hlen Firmen wie der in mehr als hundert L&auml;ndern aktive US-Konzern IMS Health. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben die Krankheiten von mehr als 300 Millionen Patienten &ndash; darunter auch &ldquo;42 Millionen verschiedene gesetzlich Versicherte&rdquo; in Deutschland. &ldquo;Viele Patientenkarrieren sind zur&uuml;ck bis 1992 verfolgbar&rdquo;, hei&szlig;t es in einem internen Papier.<br>\nDem SPIEGEL liegt ein Angebot von IMS an den franz&ouml;sischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis vom April 2012 vor. Darin bietet IMS die Informationen aus Insulinrezepten, &ldquo;patientenindividuell&rdquo; und mit &ldquo;zw&ouml;lf Monats-Updates&rdquo;, f&uuml;r 86.400 Euro an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/patienten-apotheken-verkaufen-vertrauliche-daten-a-917118.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> Der Artikel zeigt, welche datenschutzrechtlichen Gefahren allen GKV Patienten durch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) droht.  Von den Gefahren durch das Absch&ouml;pfen von Daten durch diverse Geheimdienste und dem m&ouml;glichen Erpressungspotential gegen die Betroffenen muss auch gesprochen werden. Krankendaten aller Patienten auf zentralen Servern sind einfach zu unsicher. Die Daten haben gef&auml;lligst in den Arztpraxen zu bleiben!<\/em><br>\n<em>Das jetzt auch schon das Apothekenrechenzentrum VSA in M&uuml;nchen mit unseren Daten handelt, sollte die Bundestagsparteien, die die eGK beschlossen haben, zum Umdenken veranlassen.<\/em><\/p>\n<p>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.foebud.org\/gesundheitskarte\">Gesundheitskarte<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das provozierende Schweigen Abes<\/strong><br>\nWas &uuml;ber anscheinend bewusst gestreute Ger&uuml;chte angek&uuml;ndigt worden war, bewahrheitete sich: Japans Ministerpr&auml;sident Shinzo Abe hat am Donnerstag den umstrittenen Yasukuni-Schrein nicht besucht. Er sandte allerdings anl&auml;sslich des Gedenktags der Kapitulation Japans von 1945 eine Geldspende an das Heiligtum und lie&szlig; verlauten, dass er es bedaure, nicht selber dorthin pilgern zu k&ouml;nnen. Am Yasukuni-Schrein wird nicht nur 2,5 Millionen Kriegstoter sondern auch 14 verurteilter Kriegsverbrecher gedacht.<br>\nDamit r&uuml;ckte Abes Ansprache in den Mittelpunkt, die er an einer offiziellen Gedenkveranstaltung hielt. Auffallender als das, was er gesagt hat, ist das, was Abe nicht sagte. Im Gegensatz zu seinen Vorg&auml;ngern der letzten 20 Jahre unterlie&szlig; er es in seiner Rede, das Leid zu erw&auml;hnen, das Japan den angegriffenen L&auml;ndern zugef&uuml;gt hat. Auch das traditionelle Versprechen, dass Japan nie mehr Krieg f&uuml;hren werde, sprach er nicht aus. W&auml;hrend seiner ersten Amtszeit 2007 hatte er sich noch ans Drehbuch gehalten.<br>\nAbes Schweigen ist kein Zufall. Wiederholt hat er verlauten lassen, dass er die Politik der offiziellen Entschuldigungen Japans revidieren will. Auch den Verfassungsartikel, der Japan zum Pazifismus verpflichtet, m&ouml;chte Abe lieber heute als morgen abschaffen. Im Gegensatz zu seinem politischen Ziehvater Junichiro Koizumi, der als Ministerpr&auml;sident zwischen 2001 und 2006 mehrmals den Yasukuni-Schrein besuchte, scheint Abe momentan aber mehr auf Nadelstiche statt auf direkte Provokation der Nachbarl&auml;nder zu setzen. So wurde das neue Flaggschiff der japanischen Marine gleich benannt wie ein Schiff, das in den dreissiger Jahren am Angriff auf China beteiligt war. Im Mai liess sich Abe in einem Kampfflugzeug mit der Nummer 731 fotografieren &minus; eine Einheit der kaiserlichen japanischen Armee mit dieser Nummer war ber&uuml;chtigt f&uuml;r grausame Experimente an Gefangenen. Mit solchen Gesten, die zu h&auml;ufig vorkommen, als dass sie Zuf&auml;lle sein k&ouml;nnen, schafft es Abe immer wieder, die Nachbarn China und S&uuml;dkorea zu provozieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/das-provozierende-schweigen-abes-1.18134396\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;calan und Erdogan: Auf dem Weg zum &raquo;osmanischen Frieden&laquo;?<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Ministerpr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan steht zunehmend unter Druck. Sowohl im eigenen Land als auch in der Europ&auml;ischen Union st&ouml;&szlig;t die brutale Niederschlagung der Proteste im Gezi-Park und auf dem Taksim-Platz in Istanbul auf Unverst&auml;ndnis. Die unnachgiebige Haltung Erdogans belastet auch die ohnehin schwierigen Verhandlungen &uuml;ber einen EU-Beitritt der T&uuml;rkei. Bei all dem ger&auml;t ein ganz anderer Konflikt aus dem Blickfeld: Der zwischen der t&uuml;rkischen Regierung und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Erstmals seit dessen Beginn im Jahr 1984 scheint eine politische L&ouml;sung zum Greifen nah&hellip;<br>\nNoch allerdings erfreut sich der Friedensprozess wenig gesellschaftlicher Unterst&uuml;tzung, im Gegenteil: Er hat sogar heftige Gegenreaktionen der Oppositionsparteien sowie von Teilen der Medien provoziert. So ruft die ultrarechte Nationalistische Aktionspartei (MHP) zu Gegendemonstrationen auf, bezeichnet die Gespr&auml;che als Schritte zur Aufl&ouml;sung des Staates wie zur Legalisierung der PKK und bezichtigt Ministerpr&auml;sident Erdogan des Vaterlandsverrats. Zugleich lehnt auch die Republikanische Volkspartei (CHP) die Gespr&auml;che mit &Ouml;calan ab und fordert eine bessere Informationspolitik der Regierung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/august\/oecalan-und-erdogan-auf-dem-weg-zum-%C2%BBosmanischen-frieden%C2%AB\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: &bdquo;Die Parasitenklasse&ldquo;<\/strong><br>\nEin Vortrag von Hans-Hermann Hoppe, ein Volkswirt der &Ouml;sterreichischen Schule (u.a. Hayek), den er im Bayerischen Hof vor dem Mises-Institut im Juni gehalten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4usTO20xRqc#at=1716\">YouTube (insbesondere von Minute 27 bis 30)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen WL:<\/strong> Solche Lehren werden nach wie vor gerade auch an deutschen Hochschulen vertreten und das b&uuml;rgerliche Publikum im Edel-Hotel Bayerischer Hof klatscht Beifall. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Hans-Hermann Hoppe ist ein besonders skurriles Beispiel, wie sehr libert&auml;res Denken den Verstand ruinieren kann. Sein Mantra hei&szlig;t &bdquo;Freiheit statt Demokratie&ldquo;. Er propagiert eine &bdquo;nat&uuml;rliche Ordnung&ldquo;, in der eine &bdquo;nat&uuml;rliche Elite&ldquo;, die sich durch &bdquo;&uuml;berlegene Leistungen hinsichtlich Verm&ouml;gen, Weisheit oder Mut&ldquo; ergibt, den Rest der Menschheit u.a. mit Hilfe von Privatarmeen beherrscht. Auch die Sklaverei z&auml;hlt zu Hoppes &bdquo;nat&uuml;rlicher Ordnung&ldquo;. Siehe dazu auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524#foot_1\">Exkurs Pal&auml;olibertarismus<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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