{"id":18368,"date":"2013-08-22T08:36:11","date_gmt":"2013-08-22T06:36:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368"},"modified":"2013-08-22T08:36:11","modified_gmt":"2013-08-22T06:36:11","slug":"hinweise-des-tages-1949","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h02\">Strafma&szlig; f&uuml;r Wikileaks-Informanten Bradley Manning<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h03\">78 Prozent der NRW-Kommunen planen h&ouml;here Steuern und Geb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h04\">Steuersparen in der Provinz der Schweine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h05\">Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung wird f&uuml;r viele Frauen zur Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h06\">Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h07\">Schrott im K&ouml;rper &ndash; Patienten als Versuchskaninchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h08\">&ldquo;Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan&hellip;&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h09\">Klimawandel: Es rettet sich, wer kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h10\">Leben in einer zunehmend sozial gespaltenen Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h11\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h12\">RLS-Podiumsdiskussion: Wie Europa retten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h13\">Lucas Zeise: Wie man die Rezession beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h14\">Ungleiche Entwicklung und politischer Widerstand &ndash; auf zu einem europ&auml;ischen Fr&uuml;hling?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h15\">SPD entdeckt Euro-Krise im Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h16\">Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ): Einblicke in die geheimnisvollste Bank der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h17\">K&ouml;nnen Studierende die Lehrkonzepte und das Lehrhandeln ihrer Dozierenden einsch&auml;tzen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h18\">Wenn das Totengl&ouml;cklein bimmelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h19\">Volksrepublik China f&uuml;r VW wichtiger als Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h20\">China bezahlt in Afrika Rohstoffe mit Stadien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h21\">Kritik des Rechnungshofes in Bayern: Schon wieder &Auml;rger f&uuml;r die CSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368#h22\">Angela Merkel in Dachau: Visite mit leichtem Hautgout<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18368&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Drei Viertel des Datenverkehrs in den USA &uuml;berwachbar<\/strong><br>\nDie zynische Reaktion w&uuml;rde lauten: Nur 75 Prozent? Wie das Wall Street Journal berichtet, verwendet die National Security Agency (NSA) ein System, das auf etwa 75 Prozent des Internetverkehrs zugreifen kann, der durch die USA flie&szlig;t&hellip;<br>\nDie Informationen der Zeitung stammen nicht aus dem Material des NSA-Whistleblowers Edward Snowden, sondern aus Gespr&auml;chen mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Geheimdienst, Regierung und Unternehmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/drei-viertel-des-datenverkehrs-in-den-usa-ueberwachbar-tief-ins-paket-geschaut-1.1751247\">SZ Digitalblog<\/a> \n<p><strong>Dazu: New Details Show Broader NSA Surveillance Reach<\/strong><br>\nPrograms Cover 75% of Nation&rsquo;s Traffic, Can Snare Emails<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424127887324108204579022874091732470.html?mod=WSJEurope_hpp_LEFTTopStories#\">The Wall Street Journal<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Guardian&rdquo; und die Snowden-Dokumente: Ausgerechnet Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nBei der Pressefreiheit war England ganz vorne: Bereits 1695 wurde hier die Zensur abgeschafft. Der Druck der britischen Regierung auf den &ldquo;Guardian&rdquo; in der NSA-Sp&auml;haff&auml;re schockiert die Organisation Reporter ohne Grenzen umso mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-guardian--und-die-snowden-dokumente--ausgerechnet-grossbritannien-,1472596,24072006.html\">FR<\/a> <\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Strafma&szlig; f&uuml;r Wikileaks-Informanten Bradley Manning<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Manning muss f&uuml;r 35 Jahre ins Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nBradley Manning wurde bereits der Spionage und des Geheimnisverrats f&uuml;r schuldig befunden. Nun ist auch das Strafma&szlig; klar: Der Wikileaks-Informant wird vom US-Milit&auml;rgericht in Fort Meade zu 35 Jahren Haft verurteilt. Allerdings muss er nicht die ganze Zeit absitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/strafmass-fuer-wikileaks-informanten-us-militaergericht-verurteilt-bradley-manning-zu-jahren-gefaengnis-1.1749932%20\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Strafma&szlig; f&uuml;r Wikileaks-Informant Manning Erbarmungslos<\/strong><br>\nDas Urteil gegen Manning zeigt: Wer in Amerika die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Vergehen des Staates aufkl&auml;ren m&ouml;chte, wird behandelt wie ein M&ouml;rder. Damit hat die US-Regierung von Obama von der Milit&auml;rjustiz das ebenso eindeutige wie harte Signal bekommen, das sie wollte. [&hellip;]<br>\nAber 35 Jahre sind eine drakonische Strafe, selbst wenn es Manning eines Tages gelingen sollte, vorzeitig entlassen zu werden. Das Strafma&szlig; ist brutal, selbst wenn es weit hinter der ma&szlig;losen Forderung der Anklage nach 60 Jahren bleibt. Die Regierung hat das Signal der Erbarmungslosigkeit bekommen, das sie wollte: Wer Geheimnisse verr&auml;t, der verr&auml;t sein Land, wer sein Land verr&auml;t, bekommt praktisch lebenslang. Wer also die &Ouml;ffentlichkeit aufkl&auml;ren m&ouml;chte, weil er den Staat auf einem falschen, gar gef&auml;hrlichen Weg w&auml;hnt, der wird behandelt wie ein M&ouml;rder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/strafmass-fuer-wikileaks-informant-manning-erbarmungslos-1.1751707\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Es sei an diese Anmerkung von Jens Berger vom 31.7.2013 erinnert,weshalb Bradley Manning kein lupenreiner Whistleblower ist, auch wenn es durchaus richtig war, dass er das Video von der Erschie&szlig;ung von unschuldigen Zivilisten vom Hubschrauber aus ver&ouml;ffentlicht hat.<\/em><br>\n<em>Ich halte das Strafma&szlig; f&uuml;r weit &uuml;bertrieben. Ich finde es aber ziemlich heuchlerisch, wie man sich hierzulande einerseits (zu Recht) dar&uuml;ber emp&ouml;rt, dass europ&auml;ische Botschaften abgeh&ouml;rt werden,und strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen verlangt, es aber anderseits &bdquo;Whistleblowing&ldquo; und &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; nennt, wenn jemand wahllos vertrauliche Kommunikationen zwischen amerikanischen Botschaften untereinander bzw. mit dem amerikanischen Au&szlig;enministerium ver&ouml;ffentlicht. Da wird mit zweierlei Ma&szlig; gemessen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>78 Prozent der NRW-Kommunen planen h&ouml;here Steuern und Geb&uuml;hren<\/strong><br>\nHundesteuern, Friedhofsgeb&uuml;hren, Stra&szlig;enlaternen &ndash; kaum etwas ist tabu im Streichkonzert der notleidenden Kommunen. Im bundesweiten Vergleich bleibt die Lage in NRW besonders angespannt. Die B&uuml;rger m&uuml;ssen sich auf weitere Einschr&auml;nkungen einstellen&hellip;<br>\n78 Prozent der Kommunen planen, ihre Steuern und Geb&uuml;hren bis zum n&auml;chsten Jahr zu erh&ouml;hen. Das geht aus der Kommunalstudie 2013 der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Ernst &amp; Young hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. In der repr&auml;sentativen Befragung gaben zudem 43 Prozent an, die Leistungen f&uuml;r die B&uuml;rger einschr&auml;nken zu m&uuml;ssen. &ldquo;Ein Ende der Steuer- und Geb&uuml;hrenerh&ouml;hungen ist weiterhin nicht in Sicht&rdquo;, bilanzierten die Wirtschaftspr&uuml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/78-prozent-der-nrw-kommunen-planen-hoehere-steuern-und-gebuehren-id8342613.html#120851784\">der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir befinden uns auf dem Marsch in den &bdquo;Geb&uuml;hrenstaat&ldquo;. Statt f&uuml;r mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen, bei der die starken Schultern mehr tragen als die schw&auml;cheren, statt Kapitalertr&auml;ge gemessen an der Einkommensteuer angemessen zu versteuern, statt einer Verm&ouml;genssteuer, statt einer angemessenen Besteuerung leistungslos erworbener Erbschaften, kurz: an die Stelle des sozialen Ausgleichs und wenigstens einer gewissen Umverteilungswirkung im &bdquo;Steuerstaat&ldquo;, zahlt im &bdquo;Geb&uuml;hrenstaat&ldquo; jeder die Leistung, die er in Anspruch nimmt zum selben Preis &ndash; sofern er sie eben bezahlen kann. &bdquo;Geb&uuml;hrenstaat&ldquo; hei&szlig;t Verteilung und Inanspruchnahme &ouml;ffentlicher Leistungen nach der &bdquo;Prim&auml;rverteilung&ldquo;, also nach den bestehenden Verm&ouml;gens- und Verteilungsverh&auml;ltnissen. Sprich: der eine baut seinen privaten Swimming-Pool, der andere kann den Eintritt ins Hallenbad nicht mehr bezahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuersparen in der Provinz der Schweine<\/strong><br>\nGro&szlig; Ber&szlig;en in der nieders&auml;chsischen Samtgemeinde S&ouml;gel: Das sind 665 Einwohner, tiefste Provinz im erzkonservativen Emsland, der Hochburg von Niedersachsen-CDU und Fleischindustrie. &Uuml;ber 32 Millionen Mastpl&auml;tze f&uuml;r Gefl&uuml;gel, 1,5 Millionen f&uuml;r Schweine gibt es in der Region. In S&ouml;gel ist der Fleischfabrikant T&ouml;nnies mit rund 1.300 Besch&auml;ftigten der Hauptarbeitgeber. Das D&ouml;rfchen Gro&szlig; Ber&szlig;en selbst kommt nur auf eine Handvoll Baufirmen und ein paar Landwirte, eine B&auml;ckerei und ein Gasthof &ndash; nicht gerade ein Zentrum der Finanzwirtschaft. Entsprechend gro&szlig; war die Verwunderung, als Niedersachsens damaliger Finanzminister Hartmut M&ouml;llring (CDU) im Jahr 2010 die landeseigene Beteiligungsgesellschaft HanBG von Hannover nach Gro&szlig; Ber&szlig;en umsiedelte. 316 Millionen Euro umfasst das Stammkapital der HanBG, kurz f&uuml;r Hannoversche Beteiligungsgesellschaft, die Niedersachsens Anteile an diversen gro&szlig;en Unternehmen wie Volkswagen, der Salzgitter AG oder der Deutschen Messe verwaltet. Eine Million Euro Gewerbesteuer, so die Rechnung von Finanzminister M&ouml;llring, k&ouml;nne das Land durch den Umzug der Gesellschaft sparen. Denn Gro&szlig; Ber&szlig;en statt Hannover, das sind 270 statt 460 Prozent Gewerbesteuerhebesatz. In Gro&szlig; Ber&szlig;en wird der landesweit niedrigste Satz veranschlagt, in der Landeshauptstadt dagegen der h&ouml;chste. Einmal im Monat pendeln die beiden HanBG-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer seither zum Arbeiten von Hannover ins 250 Kilometer entfernte Gro&szlig; Ber&szlig;en. Ansonsten bleibt das B&uuml;ro meist ungenutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F08%2F20%2Fa0055&amp;cHash=76cd4358f23913a3085b7cd982e6bfbd\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung wird f&uuml;r viele Frauen zur Falle<\/strong><br>\nMinijobs sind weiblich. Mehr als zwei Drittel der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten sind weiblich, 84 Prozent von ihnen sind verheiratet. Doch die erhoffte Br&uuml;cke zu einem sozialversicherungspflichtigen Job sind Minijobs nur selten, vielmehr haben sie oft eine Klebefunktion. Deswegen hatten ver.di und der Sozialverband Deutschland (SoVD) das Thema auch in den Mittelpunkt der Frauen-Alterssicherungskonferenz Mitte August gesetzt.<br>\nL&uuml;cken in der Versicherungsbiografie, keine ausreichende Rente auch bei freiwilligen Beitr&auml;gen zur gesetzlichen Rentenversicherung und die selten funktionierende Br&uuml;ckenfunktion in sozialversicherungspflichtige Arbeit nannte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Eva Welskop-Deffaa als Grund daf&uuml;r, dass Minijobs h&auml;ufig Altersarmut nach sich ziehen. Sie wies auch darauf hin, dass Minijobs eine dequalifizierende Wirkung h&auml;tten. Zum einen w&uuml;rde den geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten kaum eine andere T&auml;tigkeit zugetraut, zum anderen verl&ouml;ren sie auch ihr Selbstbewusstsein. &ldquo;Das ist die wahre Dramatik&rdquo;, so die Gewerkschafterin&hellip;<br>\nEin allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn k&ouml;nne hier zumindest zu mehr Lohngerechtigkeit beitragen, denn h&auml;ufig seien geringe L&ouml;hne ein Kennzeichen von Minijobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">verdi-news<\/a>\n<p><strong>WSI-Mindestlohndatenbank<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130822_wsi.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130822_wsi_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi-tarifarchiv_43610.htm\">WSI<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krankenkassen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kassen lehnen Tausende Krankschreibungen ab<\/strong><br>\n&ldquo;234.000 krankgeschriebene Arbeitnehmer sind 2012 von den Kassen zur&uuml;ck an den Arbeitsplatz geschickt worden. Der Gesundheitsminister fordert eine &Uuml;berpr&uuml;fung &ndash; die Linke spricht von einem &ldquo;Skandal&rdquo;&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article119185898\/Kassen-lehnen-Tausende-Krankschreibungen-ab.html\">Welt.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Krankengeld, Reha, H&ouml;rger&auml;te: Kassen lehnen hunderttausendfach Leistungen ab<\/strong><br>\nViele Versicherte bekommen den Sparkurs ihrer Krankenkasse zu sp&uuml;ren.<br>\nGutachter lehnten 2012 in Hunderttausenden F&auml;llen Leistungen wie Krankengeld und Reha ab. Experten beklagen den Druck auf psychisch Kranke&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kassen-lehnen-hunderttausendfach-leistungen-ab-a-917250.html\">Spiegel online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schrott im K&ouml;rper &ndash; Patienten als Versuchskaninchen <\/strong><br>\nWenn Sie, liebe Leser, ein fehlerhaftes Produkt oder eine mangelhafte Dienstleistung geliefert bekommen, dann beauftragen Sie diesen Lieferanten wahrscheinlich nicht mehr. Anders in einem unserer gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsbereiche, unserem Medizinbetrieb. Jede zweite R&ouml;ntgenuntersuchung bringt kein richtiges Ergebnis. Konsequenzen: keine. Jede vierte Diagnose stellt sich im Nachhinein als falsch heraus, sagen Pathologen. Konsequenzen: keine. Welche andere Branche kann sich eigentlich solche Fehlerquoten leisten und &ndash; wer bezahlt das? Wir, mit unseren Kassenbeitr&auml;gen. Konsequenzen: keine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/big-business-crime\/patienten-als-versuchskaninchen\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan&hellip;&rdquo;<\/strong><br>\nDas Pensionsantrittsalter soll nach dem Willen der EU-Kommission immer weiter erh&ouml;ht werden, weil &ldquo;wir alle&rdquo; ja immer &auml;lter werden. Doch ein Blick auf Studien zeigt: Die Lebenserwartung der unteren sozialen Schichten sinkt, die Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen arm und reich gehen immer weiter auseinander. Je nach sozialen Status bei der Geburt differiert die Lebenserwartung zwischen dem oberen und unteren Einkommensf&uuml;nftel um bis zu 11 Jahren bei M&auml;nnern und um mehr als 8 Jahre bei Frauen&hellip;<br>\nDass die durchschnittliche Lebenserwartung seit Jahrzehnten ansteigt, hat nichts mit der Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems zu tun und ist f&uuml;r alle Menschen eine erfreuliche Tatsache. Was aber vollkommen ausgeblendet wird, ist, dass sich eine immer gr&ouml;&szlig;ere Kluft hinsichtlich Lebenserwartung in Abh&auml;ngigkeit von ihrer sozialen Lage auftut. Der Saabr&uuml;cker Zeitung vom Dezember 2011 berichtet mit Verweis auf einschl&auml;gige Untersuchungsergebnisse, dass die Lebenserwartung bei geringverdienenden M&auml;nnern in Deutschland seit 2001 von 77,5 Jahren auf 75,5 Jahre gesunken ist (2). Und somit auch die Dauer des Bezuges einer Pension&hellip;<br>\nEine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) zusammen mit dem Robert Koch-Institut (RKI) auf Basis von Daten des &ldquo;Sozio&ouml;konomischen Panels&rdquo; (SOEP) best&auml;tigt diese soziale Selektion. Wer ein k&ouml;rperlich arbeitsreiches Leben in Entbehrung zubringen musste, hat als Frau ab den 65 Lebensjahr eine dreieinhalb Jahre geringere fernere Lebenserwartung als Ihre wohlhabende besserverdienende Geschlechtsgenossin. Diese verringerte Lebenserwartung wird durch die psychische Belastung der Armutsgef&auml;hrdung und mit daraus resultierenden schwachen sozialen Netzwerken begr&uuml;ndet.<br>\nBei M&auml;nnern aus armutsgef&auml;hrdeten Haushalten und unterdurchschnittlichem Einkommen verringert sich die Lebenserwartung ab den 65 Lebensjahr um durchschnittlich f&uuml;nf Jahre, gegen&uuml;ber den besser verdienenden Geschlechtsgenossen. Hier wird die geringe Bildung und k&ouml;rperliche Belastung durch Arbeit als Begr&uuml;ndung angef&uuml;hrt&hellip;<br>\nEine weitere Studie von Groh-Samsberg und Voges (5) best&auml;tigt die Zusammenh&auml;nge des Arbeitseinkommens mit weiteren Aspekten der individuellen Lebenslage. Die Summierung prek&auml;rer sozialer Bedingungen betreffen die Wohnsituation, finanzielle R&uuml;cklagen und Arbeitslosigkeitserfahrung sowie die Dauer von Armutslagen. Nicht nur dauerhafte oder verfestigte Armut, sondern auch tempor&auml;re Armutssituationen gehen mit einem erh&ouml;hten Mortalit&auml;tsrisiko oder anders ausgedr&uuml;ckt mit einer verringerten Lebenserwartung einher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.werkstatt.or.at\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=902&amp;Itemid=1\">Solidar-Werkstatt (&Ouml;sterreich)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klimawandel: Es rettet sich, wer kann<\/strong><br>\nDie Botschaft von New Yorks B&uuml;rgermeister Michael Bloomberg war unmissverst&auml;ndlich. Die Daten und Analysen der Klimawissenschaftler lie&szlig;en keinen anderen Schluss zu als diesen: Immer wieder habe es Hitzewellen und Sturmfluten in Amerika gegeben; neu seien allerdings die Intensit&auml;t und H&auml;ufigkeit der Extreme.&nbsp; Und deshalb werde er daf&uuml;r sorgen, dass die 19-Millionen-Stadt nicht noch einmal so unvorbereitet in die Klimafalle tappe. Zehn Monate nach dem Hurrikan Sandy hat Bloomberg also sein 20 Milliarden Dollar teures Klimaanpassungsprogramm vorgestellt. Es konzentriert sich vor allem auf die Verst&auml;rkung der D&auml;mme und Deiche, so sollen die fast eine Million New Yorker, die entlang der K&uuml;ste leben, vor dem steigenden Meeresspiegel und vor Sturmfluten gesch&uuml;tzt werden. Das 250 Punkte umfassende Programm sieht dar&uuml;ber hinaus vor, die Infrastruktur der riesigen Stadt klimawandeltauglich zu machen: Kraftwerke, das Strom- und Telekommunikationsnetz, die Abwasser- und Kl&auml;ranlagen, das Stra&szlig;en- und U-Bahnsystem, Br&uuml;cken, Tunnel, Hospit&auml;ler und Schulen, H&auml;user und Wohnungen. K&uuml;stenst&auml;dte wie New York City, Vancouver, Mumbai, Ho Chi Minh City, Manila und Jakarta haben gar keine andere Wahl, als sich durch Anpassung zu sch&uuml;tzen, auch St&auml;dte an gro&szlig;en Fl&uuml;ssen. Was sollen sie anderes tun? Ein bindendes Klimaabkommen gibt es nicht, das den weltweiten Temperaturanstieg beschr&auml;nken w&uuml;rde. Und die Folgen sind absehbar: Gletscher und Polkappen schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt, das Wetter &auml;ndert sich, den St&uuml;rmen und &Uuml;berschwemmungen stehen D&uuml;rren, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit gegen&uuml;ber. Noch mehr Menschen als heute schon werden ihre Heimat verlieren und als Klimafl&uuml;chtlinge zumeist in den gro&szlig;en St&auml;dten landen. &ndash; Nat&uuml;rlich kann man die St&auml;dte verstehen, die sich dem k&uuml;nftigen Klima anpassen wollen, nat&uuml;rlich w&uuml;nscht man niemandem, dass irgendeine Flut ihm das Haus wegschwemmt und er dann mittellos dasteht. Doch dies alles verhindert die Grundsatzdiskussion &uuml;ber das, was den Klimawandel bef&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/suddeutschezeitung.newspaperdirect.com\/epaper\/viewer.aspx\">SZ (auf Anh&ouml;ren)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erich Vogt beendet seinen Artikel mit den Worten: &ldquo;Die Erde kann nur begrenzt Treibhausgase aufnehmen und die f&uuml;r Menschen und &Ouml;kosysteme notwendigen Ressourcen bereitstellen. Der behutsame Umgang mit diesen Ressourcen ist also unabdingbar &ndash; das steht dem auf Produktion, Konsum und Wachstum ausgerichteten kapitalistischen Wirtschaftssystem diametral gegen&uuml;ber. Gerade dieser Gegensatz macht die nunmehr geplanten Klimaanpassungen vieler St&auml;dte so brisant. Doch sollten alte Dogmen und eingefahrene Lebensweisen den Blick f&uuml;r den dringend notwendigen Wandel in der Klimapolitik verstellen? Das w&auml;re f&uuml;r die Menschheit in der Tat eine Katastrophe.&rdquo; So richtig der Autor mit seiner Aufforderung liegen mag, die Realit&auml;t sieht anders aus. Warum sollen z.B. Schwellenl&auml;nder wie China ihr Bem&uuml;hen, unseren Lebensstandard zu erreichen, aufgeben? Der Mensch ist geradezu ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie man kurzfristiger Ziele wegen sich langfristig zugrunde richtet. &ndash; Das wirklich Tragische ist, dass die gro&szlig;en klassischen Industriel&auml;nder, die die verh&auml;ngnisvolle Entwicklung in Gang gesetzt haben, &uuml;ber das Know-how und das Kapital verf&uuml;gen, durch technologische L&ouml;sungen den Schaden geringer zu halten, als dies dem gr&ouml;&szlig;eren Teil der Menschheit m&ouml;glich ist. M&ouml;glicherweise enden wir so oder so im Chaos. Vieles ist denkbar, nicht zuletzt Kriege um die immer knapper werdenden Ressourcen, aber als erste werden immer die Entwicklungsl&auml;nder davon betroffen sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leben in einer zunehmend sozial gespaltenen Demokratie<\/strong><br>\nDer parlamentarischen Demokratie sind in den vergangenen Jahren immer mehr W&auml;hler\/innen abhanden gekommen. Das best&auml;tigen Studien von Bertelsmann- und Friedrich-Ebert-Stiftung. &ldquo;Die Partei der Nichtw&auml;hler wird immer gr&ouml;&szlig;er&rdquo;, erkl&auml;rt Manfred G&uuml;llner, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Sozialforschungsinstituts forsa. Seit 1983 ist die Zahl der W&auml;hler\/innen in Deutschland um 18,3 Prozent zur&uuml;ckgegangen, in Frankreich nur um sieben und in der Schweiz um 0,4 Prozent, ermittelte forsa im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.<br>\nDie Studie der Bertelsmann-Stiftung sieht ein weiteres Absinken der Wahlbeteiligung: &ldquo;Vor allem einkommensschwache und bildungsferne Teile der Bev&ouml;lkerung verabschieden sich zunehmend aus der aktiven Teilhabe an Demokratie&rdquo;, hei&szlig;t es. Danach gaben 68 Prozent der Befragten aus der Oberschicht an, sie beteiligten sich auf jeden Fall an der Bundestagswahl, in der unteren Schicht dagegen nur 31 Prozent. Die Motive f&uuml;r die Wahlenthaltung sieht die Studie weniger in einer Protesthaltung zum Politikbetrieb, sondern in dem Gef&uuml;hl, mit einer Wahlbeteiligung nichts ausrichten zu k&ouml;nnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">verdi.news<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Asmussen: Athen muss Auflagen erf&uuml;llen &ndash; Brisante Debatte ausgespart<\/strong><br>\nDas deutsche Direktoriumsmitglied der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), J&ouml;rg Asmussen, hat Athen aufgefordert, die mit den Hilfsprogrammen verbundenen Spar- und Reformauflagen zu erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.borkenerzeitung.de\/nachrichten\/in-ausland.html\">Borkener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.V.:<\/strong> &ldquo;Asmussen gab zu verstehen, dass er das explosive Gefahrenpotenzial der hohen Arbeitslosigkeit f&uuml;r die Reformbem&uuml;hungen sieht. Die Rekordarbeitslosigkeit &ndash; derzeit knapp unter 28 Prozent &ndash; k&ouml;nne nicht akzeptiert werden, sagte er. Er habe Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, welche Schwierigkeiten die Griechen durchleben m&uuml;ssten und respektiere deren Bem&uuml;hungen. Athen &laquo;muss die Reformen fortsetzen&raquo;, forderte Asmussen zugleich.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die Logik des Herrn Asmussen schl&auml;gt schon erstaunliche und rekordverd&auml;chtige Kapriolen. Zun&auml;chst fordert er &ldquo;Reformen&rdquo;, z.B. die Entlassung zigtausender Besch&auml;ftigter im &ouml;ffentlichen Dienst, Renten- und Lohnk&uuml;rzungen, die zum Einbruch bei der Binnennachfrage f&uuml;hren m&uuml;ssen, was wiederum zu Unternehmenskonkursen und noch gr&ouml;&szlig;erer Arbeitslosigkeit f&uuml;hrt. Dann kann er die gerade geforderte und eingetretene &ldquo;Rekordarbeitslosigkeit&rdquo; nicht akzeptieren, um jedoch im gleichen Atemzug noch mehr Entlassungen und weitere K&uuml;rzungen bei der Konsum- und Investitions- und Staatsnachfrage zu fordern.<\/em><br>\n<em>Mit solch einer Logik kann man (oder muss man?) Direktoriumsmitglied bei der EZB werden!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues Hilfsprogramm f&uuml;r Griechenland: Athen soll Geld aus dem EU-Haushalt erhalten.<\/strong><br>\nDie R&uuml;ckkehr des Landes an die Kapitalm&auml;rkte soll m&ouml;glichst &ldquo;sanft&rdquo; sein: Finanzminister Sch&auml;uble k&uuml;ndigt ein drittes Hilfsprogramm f&uuml;r das hochverschuldete Griechenland an &ndash; schlie&szlig;t einen Schuldenschnitt aber aus. Nach SZ-Informationen k&ouml;nnten die neuen Milliarden direkt aus dem EU-Haushalt flie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neues-hilfsprogramm-fuer-griechenland-athen-soll-geld-aus-dem-eu-haushalt-erhalten-1.1750650\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Transfer-Union, das war doch das schreckliche Wort, das nicht einmal Kritiker &ndash; wegen seiner Unbeliebheit beim werten deutschen W&auml;hler &ndash; in den Mund zu nehmen wagten &ndash; und jetzt wird der Druck der &ldquo;Ereignisse&rdquo; doch zu gro&szlig;. Dabei war es l&auml;ngst klar, dass die drakonische Sparpolitik der Toika &ndash; und Deutschland mit Merkel mittendrin &ndash; zu diesem &ldquo;Ende&rdquo; f&uuml;hren musste. Ist das jetzt der Offenbarungseid f&uuml;r das bisherige Total-Versagen in europ&auml;ischer Perspektive?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>RLS-Podiumsdiskussion: Wie Europa retten?<\/strong><br>\n&bdquo;&Uuml;ber die Geburtsfehler des Euro gibt es kaum Dissens: Eine gemeinsame W&auml;hrung ohne gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik versch&auml;rft die soziale Ungleichheit und das Ungleichgewicht zwischen den Euro-Staaten. Der Austerit&auml;tspolitik fehlt die demokratische Legitimation. Die Auswege daraus sind umstritten.&rdquo; (RLS NRW) Es diskutieren Prof. Dr. Heiner Flassbeck (&Ouml;konom und Publizist, Universit&auml;t Hamburg), Prof. Dr. Fritz W. Scharpf (Dir. em. Max-Planck-Institut, K&ouml;ln) und Dr. Hans-J&uuml;rgen Urban (Mitglied des gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstandes der IG-Metall, Frankfurt). Die Veranstaltung fand am 19. August im Riphansaal K&ouml;ln statt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.r-mediabase.eu\/index.php\/infos-aktuelles\/143-wie-europa-retten\">Rmediabase Video-Aufzeichnung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.r-mediabase.eu\/index.php?view=category&amp;catid=292\">Rmediabase Fotos<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mich hat die Podiumsdiskussion vor allem am Schluss eher deprimiert zur&uuml;ckgelassen: Alle drei Diskutanten malten die Zukunft Europas in d&uuml;steren Farben. Die skeptischen Perspektiven m&ouml;gen angesichts der herrschenden politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse nur zu verst&auml;ndlich sein. Wenn man allerdings die teilweise v&ouml;llig kontr&auml;ren Positionen der Podiumsdiskutanten betrachtet, die sich alle als Kritiker des herrschenden politischen Mainstreams begreifen, dann erstaunt es nicht, dass sich Merkel mit ihrem affirmativen Optimismus als &bdquo;alternativlos&ldquo; darstellen kann.<\/em><br>\n<em>Es geh&ouml;rte schon immer zur fortschrittlichen Bewegung, dass sie offen diskutierte und untereinander im Streit lag, aber die Diskussion machte auch deutlich, wie weit die Positionen (jenseits des Mainstreams) auseinander liegen und wie schwierig es ist, dem desastr&ouml;sen Kurs von Merkel und der Troika ein breit getragenes alternatives Konzept entgegen zu stellen.<\/em><br>\n<em>Scharpf sah die Perspektive vor allem in einer internen Abwertung in den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern. Ganz so wie er fr&uuml;her die Agenda-Politik verteidigt hat, weil Deutschland angeblich der &bdquo;kranke Mann Europas&ldquo; war. Dabei hatte Deutschland auch vor der Agenda deutliche Export&uuml;bersch&uuml;sse:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130822_aussenhandel.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130822_aussenhandel_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Urban (IGM), der nat&uuml;rlich die Positionen seiner Gewerkschaft vertreten musste,  schilderte die Schwierigkeiten der gewerkschaftlichen Lohnpolitik und sah den Wettbewerbsvorteil Deutschlands vor allem in der hohen Produktivit&auml;t (nicht so sehr in den Lohnst&uuml;ckkosten &ndash; was ein Widerspruch in sich ist) und in der geringen Preiselastizit&auml;t deutscher (Qualit&auml;ts-) Exportg&uuml;ter.<\/em><br>\n<em>Flassbeck vertrat vehement seine den NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern bekannten Thesen. (Inflationsmarge, Lohnst&uuml;ckkosten)<\/em><br>\n<em>Trotz aller Bem&uuml;hungen von Ulrike Herrmann wenigstens einige gemeinsame Nenner f&uuml;r ein alternatives Konzept herauszuarbeiten, ist das nur in Ans&auml;tzen (leider aber vor allem nur in der &uuml;bereinstimmenden Kritik an der Grundkonstruktion des Euro) gelungen. <\/em><br>\n<em>Dennoch: Es lohnt sich diese Diskussion zu verfolgen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Wie man die Rezession beendet<\/strong><br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber die j&uuml;ngste Sch&auml;tzung der Wirtschaftsleistung in Euro-Europa war wieder eine Meisterleistung. Der Deutschlandfunk sendete &raquo;Europa beendet l&auml;ngste Rezession ihrer Geschichte&laquo;. Mit der &Uuml;berschrift &raquo;Deutsche Wirtschaft gl&auml;nzt mit kr&auml;ftigem Wachstum&laquo; bringt die Welt &auml;sthetische Gesichtspunkte ins Spiel. Bei der FAZ klingt es dramatisch, heroisch und endg&uuml;ltig &raquo;Der Euro-Raum befreit sich aus der Rezession&laquo;. Die Fakten sind schlichter und, wenn man schon Emotionen haben will, auch trister. Die Europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde hatte am Mittwoch gemeldet, dass die erste Sch&auml;tzung des BIP (Bruttoinlandsprodukt) der 17 Euro-L&auml;nder im zweiten Quartal 2013 einen Zuwachs von 0,3 Prozent gegen&uuml;ber dem ersten Quartal ergeben habe. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres habe sich allerdings ein Minus von 1,7 Prozent ergeben. &ndash; Es ist Mehrheitsmeinung unter den Volkswirten, dass die europ&auml;ischen Volkswirtschaften stagnieren. Sie tun das seit Anfang 2011, und das geht vermutlich noch eine Weile so weiter. Ausnahmsweise d&uuml;rfte die Mehrheitsmeinung in dieser Frage zutreffen. Seit Anfang 2011 war es, wie gesagt, sechs Quartale lang leicht abw&auml;rts gegangen. Nun geht es ausnahmsweise mal leicht aufw&auml;rts. Zufall? Unscharfe Messung? Alles m&ouml;glich. Nur eines ist sicher. Die Weltwirtschafts- und Europakrise ist nicht beendet. Sie dauert fort. Der Konsum stagniert, weil die Arbeitslosigkeit steigt und die Realeinkommen schrumpfen. Die Investitionen bleiben k&uuml;mmerlich, weil die Unternehmen keinen Schwung beim Absatz erwarten. Die staatliche Nachfrage wird in den von Schulden geplagten L&auml;ndern drastisch, im &uuml;brigen Europa in Ma&szlig;en eingeschr&auml;nkt. Schlie&szlig;lich l&auml;sst auch die Nachfrage aus Asien, dem Nahen Osten und S&uuml;damerika nach, weil die Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder angesichts m&auml;&szlig;iger werdender Exportchancen ihre Produktionskapazit&auml;ten nicht mehr ausweiten. &ndash; Die Berichterstattung der Medien ist reine Stimmungsmache. Sie dient, was die Leser dieser Zeitung l&auml;ngst wissen, politischen Zwecken.<br>\njunge Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/08-17\/026.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es tut mir leid: Schon wieder eher schlechte Nachrichten quer zur Mainstreampresse. Ich verstehe auf einer psychologischen Ebene, und nur so, ganz gut den Vorwurf z.B. von Gustav Horn, die &ldquo;Strategie der Nachdenkseiten&rdquo; best&uuml;nde darin, &ldquo;die Arbeitsmarktlage m&ouml;glichst schlecht darzustellen und jeden Fortschritt auf dem Arbeitsmarkt zu leugnen&rdquo;. Die deutschen und anderen Zust&auml;nden &ldquo;m&ouml;glichst schlecht darzustellen&rdquo; mag mancher Leser und erst recht die &uuml;berwiegende Mehrheit der Nicht-NDS-Leser als zweite Natur der NachDenkSeiten empfinden. Nur was haben die NachDenkSeiten davon? In Wirklichkeit ist es doch eher so, mir ergeht zumindest h&auml;ufig so, dass die ungeheure Masse an schlechten Nachrichten innerhalb eines einzigen Tages, einen zu ersticken droht und depressiv stimmen kann bis zur Unf&auml;higkeit weiter nachzulesen, nachzudenken, zu analysieren. Ich verstehe sehr gut, dass man sich dieses Negative nicht jeden Tag antun m&ouml;chte. Und dennoch kann ich nur mit Erich K&auml;stner antworten aus <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Und wo bleibt das Positive, Herr K&auml;stner?&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Ihr braucht schon wieder mal Vaseline,<\/em><br>\n<em>mit der ihr das trockene Brot beschmiert.<\/em><br>\n<em>Ihr sagt schon wieder, mit gl&auml;ubiger Miene:<\/em><br>\n<em>&raquo;Der siebente Himmel wird frisch tapeziert!&laquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Ihr streut euch Zucker &uuml;ber die Schmerzen<\/em><br>\n<em>und denkt, unter Zucker verschw&auml;nden sie.<\/em><br>\n<em>Ihr baut schon wieder Balkons vor die Herzen<\/em><br>\n<em>und nehmt die strampelnde Seele aufs Knie.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Spezies Mensch ging aus dem Leime<\/em><br>\n<em>und mit ihr Haus und Staat und Welt.<\/em><br>\n<em>Ihr w&uuml;nscht, dass ich&rsquo;s h&uuml;bsch zusammenreime,<\/em><br>\n<em>und denkt, dass es dann zusammenh&auml;lt? &ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Ich will nicht schwindeln. Ich werde nicht schwindeln.<\/em><br>\n<em>Die Zeit ist schwarz, ich mach euch nichts weis.<\/em><br>\n<em>&hellip;&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Inhaltlich hat <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18247#more-18247\">Albrecht M&uuml;ller zu Horn alles gesagt<\/a>, indem er ihn mit seinen eigenen Aussagen des IMK konfrontiert. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Zahl der Arbeitslosen hat sich nur verringert bzw. die Besch&auml;ftigung ist gestiegen, weil das etwa konstante Arbeitsvolumen seit 1994 auf mehr Schultern verteilt wurde. Und man sollte schon noch betonen d&uuml;rfen, dass die Einkommen f&uuml;r die meisten Arbeitnehmer real gesunken sind und viele, zu viele, Erwerbst&auml;tige nicht mehr von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen.&nbsp; So meint selbst DIW-Chef Marcel Fratzscher: &ldquo;In einer langfristigeren Perspektive h&auml;lt die These, dass es uns wirtschaftlich so gut geht, der Wirklichkeit nicht stand&rdquo;. Und er stellt weiterhin fest, dass 70 Prozent der Arbeitnehmer heute niedrigere Reall&ouml;hne haben als noch vor zehn Jahren. Gustav Horn meint, dass die NachDenkSeiten den Hartz-Bef&uuml;rwortern in die H&auml;nde spielen w&uuml;rde, indem sie die &ldquo;gute Arbeitsmarktlage&rdquo; leugne. Dies lie&szlig;e sich dann von den Neoliberalen leicht widerlegen. Nein, gerade die Strategie Horns, zu betonen, dass die &ldquo;gute Arbeitsmarktlage&rdquo; unabh&auml;ngig von den Hartz-&ldquo;Reformen&rdquo; entstanden sei, r&auml;umt jeden verwirrend ein, dass diese eigentlich nicht geschadet h&auml;tte. &ndash; Ich wei&szlig; nicht, ob sich Gustav Horn im Klaren ist, wie infam seine Wortwahl ist. Am st&auml;rksten f&auml;llt das Wort &ldquo;leugnen&rdquo; auf, das bedeutet, dass man wider besseres Wissen etwas bestreitet. Das ist ungeheuerlich. Auch das Wort &ldquo;darstellen&rdquo; tr&auml;gt etwas Manipulatives in sich. Ebenso das Wort Strategie, denn Strategie dient einem bestimmten Zweck, der sich u.U. besseres Wissen unterzuordnen habe. Nun ist der Zweck der NachDenkSeiten, wie aus &ldquo;Warum NachDenkSeiten&rdquo; zu entnehmen, eine sehr allgemeiner: Die NachDenkSeiten haben sich der Aufkl&auml;rung verpflichtet. Das hei&szlig;t nicht, dass die NachDenkSeiten immer richtig liegen. Das ergibt schon allein aus der Tatsache, dass es innerhalb der NachDenkSeiten unterschiedliche Positionen gibt &ndash; gl&uuml;cklicherweise. Nat&uuml;rlich unterliegen die NachDenkSeiten Grenzen, Grenzen des Verstehens, des Wissens oder auch ganz banal der Tagesform der Beteiligten. So schwankt meine F&auml;higkeit einen Text zur erfassen, zu analysieren oft betr&auml;chtlich, ganz zu schweigen die F&auml;higkeit einen Text durch einen Kommentar in einen anderen Zusammenhang zu stellen. F&uuml;r eine tiefere statistische Aufarbeitung fehlen oft die Zeit und die Energie &ndash; vor allem meist begrenzt durch einige Stunden in der Nacht. Und manchmal, da hat ein lieber Freund ganz recht, dienen die Nachdenkseiten einfach als Jammerkasten, weil die Kraft zur Analyse fehlt. &ndash; Ja, die NachDenkSeiten haben Grenzen, haben nicht die Ressourcen, die Kapazit&auml;ten von wissenschaftlichen Instituten oder staatlichen Stellen oder auch Zeitungen, sie sind meist angewiesen auf die Meldungen, Analysen und Studien anderer. Und ja, sie sind Spielverderber f&uuml;r diejenigen, die da verk&uuml;nden, die Zeiten seien gl&auml;nzend. Aber die Strategie der NachDenkSeiten ist ganz gewiss nicht, die Wahrheit zu leugnen. Und lieber Herr Horn, damit die Seele Ruh hat, nirgends auf den NachDenkSeiten ist je bestritten worden, dass z.B. die Ausdehnung der Kurzarbeit eine sinnvolle Ma&szlig;nahme war &ndash; &uuml;brigens eine der wenigen &lsquo;Gro&szlig;taten&rsquo; eines SPD-Ministers (Olaf Scholz) in der Regierung Merkel.&nbsp; Nur &auml;ndert dies wenig an den verheerenden Auswirkungen der Hartz-&ldquo;Reformen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ungleiche Entwicklung und politischer Widerstand &ndash; auf zu einem europ&auml;ischen Fr&uuml;hling?<\/strong><br>\nDie Krisenma&szlig;nahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Wettbewerbsf&auml;higkeit und Haushaltsdisziplin durch Sparma&szlig;nahmen und tiefgreifende Arbeitsmarktreformen haben vielerorts in der EU Protestaktionen ausgel&ouml;st. Dar&uuml;ber hinaus wurden auch eine Reihe von transnationalen Kampagnen, Manifeste und Petitionen gegen die Sparpolitik der EU eingeleitet, einschlie&szlig;lich europaweiter Solidarit&auml;tstreffen wie &raquo;Firenze 10+10&laquo;, wo sich im November 2012 verschiedene linke Gruppierungen und soziale Bewegungen, sowie einige Gewerkschaftsvertreter aus dem europ&auml;ischen Raum versammelten. Entgegen (oder vielleicht gerade aufgrund) des Strebens nach einem gemeinsamen Fokus durch mehrere Konvergenzsitzungen war das Ergebnis des Treffens allerdings eher mager: Eine gemeinsame Stellungnahme zur europ&auml;ischen Austerit&auml;tspolitik wurde durch lautstarken Protest vieler Teilnehmer verhindert. Dies wirft die Frage auf, inwiefern der Kontext der Krise und der EU-Sparpolitik tats&auml;chlich, wie oft argumentiert, ein &raquo;window of opportunity&laquo; f&uuml;r links-progressive Alternativen und Allianzen bietet. Optimistische Betrachtungsweisen gehen davon aus, dass ein politischer Kurswechsel der bisherigen technokratisch-neoliberalen Politik des europ&auml;ischen Integrationsprojektes greifbar nahe ist. Angesichts der auffallenden Schw&auml;che und ideologischen Fragmentierung europ&auml;ischer linker Gruppierungen ist jedoch fragw&uuml;rdig, ob es zu einer tragf&auml;higen, pan-europ&auml;isch organisierten Widerstandsbewegung kommen kann und welchen politischen Handlungsspielraum linke Gruppierungen in Europa haben. Die weit verbreitete Erwartungshaltung, dass es doch gerade jetzt zu weitreichenden Ver&auml;nderungen kommen m&uuml;sse, und dass es allein am (Miss-)Erfolg und den (Fehl-) Strategien emanzipatorischer Kr&auml;fte l&auml;ge, ob sich diese Transformation vollzieht, tr&auml;gt wenig dazu bei, die tats&auml;chlichen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse im Machtgef&uuml;ge der EU zu verstehen. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, diese Strukturen, Akteure und Widerspr&uuml;che in der Formierung von Widerstand und Abwehrk&auml;mpfen gegen&uuml;ber der europ&auml;ischen Krisenpolitik zu untersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/files\/pdf\/da301_horn_wigger.pdf\">DAS ARGUMENT via Linksnet [PDF &ndash; 39.4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD entdeckt Euro-Krise im Wahlkampf<\/strong><br>\nDer Ausgangspunkt: &ldquo;Es wird in Griechenland noch einmal ein Programm geben m&uuml;ssen&rdquo;, soll Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble bei einer Wahlkampfveranstaltung gesagt haben. Und pl&ouml;tzlich entdeckt auch die SPD das Thema Eurokrise wieder f&uuml;r sich als Wahlkampfthema. Freilich nicht verbunden mit irgendeiner Strategie, Aufkl&auml;rung, Information an die Bundesb&uuml;rger, sondern nur verbunden mit populistisch-pubert&auml;ren Vorw&uuml;rfen an die Kanzlerin und dem l&auml;cherlichen Ersuchen um Informationen, nach &ldquo;konkreten Zahlen&rdquo; (Gabriel). Die SPD braucht nicht nur die CDU, um ein Thema zu entdecken. Sie hat auch keinen eigenen Plan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/08\/eurokrisegriechenlandspdbundestagswahlkampf-nichts-zeigt-orientierungslosigkeit-der-spd-mehr-als-vorwurfe-an-kanzlerin-und-ersuchen-um-informationen\/#sthash.jxRI8ON1.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ): Einblicke in die geheimnisvollste Bank der Welt<\/strong><br>\nDraghi, Bernanke, Weidmann und 15 Kollegen treffen sich alle zwei Monate sonntagabends zum Dinner in Basel. Was dort besprochen wird, beeinflusst das Schicksal von Milliarden Menschen. Hauptthemen, erinnern sich Teilnehmer, sind &ldquo;die Qualit&auml;t des Weins und die Dummheit der Finanzminister&rdquo;. Und dann ist da auch noch diese Nazi-Vergangenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bank-fuer-internationalen-zahlungsausgleich-einblicke-in-die-geheimnisvollste-bank-der-welt-1.1750087\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>K&ouml;nnen Studierende die Lehrkonzepte und das Lehrhandeln ihrer Dozierenden einsch&auml;tzen?<\/strong><br>\nMit dem New-Public-Management und dem &ldquo;Shift from teaching to learning&rdquo; ver&auml;nderte sich das Personalmanagement an deutschen Hochschulen. Zunehmend finden Lehrevaluationen eine st&auml;rkere Beachtung bei der Auswahl qualifizierten Personals, die eine studierendenzentrierte Lehre etablieren sollen. Offen bleiben jedoch die Fragen nach der Validit&auml;t und Reliabilit&auml;t dieser Fremdeinsch&auml;tzungen hinsichtlich der Lehrkonzepte und des Lehrhandelns der Dozentinnen und Dozenten. Daher wurde im folgenden Beitrag mittels einer Fragebogenerhebung in Lehrveranstaltungen von 43 Dozentinnen und Dozenten sowie ihren 696 Studierenden untersucht, welche Aussagekraft Studierendeneinsch&auml;tzungen hinsichtlich Lehrkonzept und Lehrhandeln ihrer Lehrenden haben und wie diese mit den Selbsteinsch&auml;tzungen der Dozentinnen und Dozenten &uuml;bereinstimmen&hellip;<br>\nZusammenfassend l&auml;sst sich festhalten, dass Studierende sowohl das Lehrkonzept wie auch das Lehrhandeln ihrer Dozentinnen und Dozenten wahrnehmen und einsch&auml;tzen k&ouml;nnen.<br>\nDaher sollten Lehrevaluationen auch verst&auml;rkt Fragen zum Lehrkonzept bzw. zum Lehrhandeln der Dozentinnen und Dozenten beinhalten.<br>\nDer R&uuml;ckgriff auf Lehrevaluationen bei der Auswahl von Dozentinnen und Dozenten bei Stellenbesetzungen scheint annehmbar. Zudem zeigte sich, dass das wahrgenommene Lehrhandeln eng mit dem selbstberichteten Lehrkonzept der Dozentinnen und Dozenten verkn&uuml;pft ist. Hierbei werden Dozentinnen und Dozenten mit einer Studierendenzentrierung auch st&auml;rker als Lerncoaches wahrgenommen, die durch einen vielf&auml;ltigen Methodeneinsatz die Studierenden aktivieren k&ouml;nnen. Sie scheinen f&uuml;r einen &bdquo;Shift from teaching to learning&ldquo; am ehesten geeignet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zfhe.at\/index.php\/zfhe\/article\/view\/545\/555\">Zeitschrift f&uuml;r Hochschulentwicklung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wenn das Totengl&ouml;cklein bimmelt<\/strong><br>\nDie Tageszeitung hat die Erfindung des Fernsehens &uuml;berlebt. Aber das Internet k&ouml;nnte ihr Totengr&auml;ber sein. Landauf, landab verlieren die Zeitungen im Sturzflug-Tempo Leser und Anzeigenums&auml;tze. Wie man gegensteuert, wei&szlig; offenbar niemand genau. Nicht einmal die drei Gro&szlig;en der Branche&hellip;<br>\nDie &ldquo;Welt&rdquo;, Auflage 225 000, liefert k&uuml;nftig den Mantel f&uuml;r die Funke-Zeitungen: &ldquo;Westdeutsche Allgemeine Zeitung&rdquo; (WAZ), &ldquo;Westfalenpost&rdquo; (WP), &ldquo;Neue Ruhr\/Neue Rhein-Zeitung&rdquo; (NRZ), die redaktionslose &ldquo;Westf&auml;lische Rundschau&rdquo; (WR) und weiterhin f&uuml;rs &ldquo;Abendblatt&rdquo;. Das sichert die Existenz der defizit&auml;ren &ldquo;Welt&rdquo; &ndash; erst mal. Die Frage ist, ob die Leser des &ldquo;Abendblatts&rdquo; merken, dass der Verlag k&uuml;nftig in Essen sitzt, und die der NRW-Bl&auml;tter, dass der Mantel aus Berlin kommt. Und wie sie reagieren, wenn sie es merken&hellip;<br>\nMit Portalen wie Autohaus24 GmbH und Immonet.de versucht Springer, die im Printbereich verlorenen Auto- und Immobilienanzeigen aus dem Internet zu angeln. Springer verhandelt mit der Deutschen Telekom &uuml;ber den Kauf der Scout24-Gruppe. Das sind Anzeigenportale wie Immobilienscout.de und Autoscout.de, sie sollen 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro kosten. Das Doppelte dessen, was die Zeitungen eingebracht haben. Und es gibt einen Konkurrenten, der um die Scout24-Gruppe mitbietet.<br>\nSpringer verkauft und investiert, Funke kauft und spart&hellip;<br>\nAuch die S&uuml;dwestdeutsche Medienholding (SWMH), nach Funke die Nummer zwei, kaufte und spart seither. Mal bei der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; (StZ), seit Jahren mehr bei den &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo; (StN), moderater bei der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo; (SZ), die die gr&ouml;&szlig;ten Verluste macht und das gr&ouml;&szlig;te Renommee der Bl&auml;tter des Konzerns hat.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130822_tageszeitung.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130822_tageszeitung_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/125\/wenn-das-totengloecklein-bimmelt-1682.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der neuen Ausgabe der Kontext:Wochenzeitung finden sich weitere interessante Beitr&auml;ge u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Zukunft ohne Zeitung? Das Editorial zum Start einer achtteiligen Kontext-Serie &uuml;ber die wichtigsten Zeitungsverlage in Baden-W&uuml;rttemberg. Wir fragen: Welche Strategie verfolgen sie und inwieweit spielt guter Journalismus dabei (noch) eine Rolle. <\/em><\/li>\n<li><em>Das Bier entscheidet: Peter Grohmann wettert &uuml;ber den Wahlkampf und sogenannte Leistungstr&auml;ger. Das Kontext-Kabarettst&uuml;ckchen ist auch als Film zu sehen &ndash; unbedingt angucken!<\/em><\/li>\n<li><em>Zu viele Musiker?: F&uuml;nf Millionen Euro m&ouml;chte der Landesrechnungshof bei den Musikhochschulen einsparen, das Wissenschaftsministerium nur vier. Angeblich bilden die Hochschulen &bdquo;&uuml;ber den Bedarf hinaus&ldquo; aus. Doch wie bemisst sich der Bedarf an Musik?<\/em><\/li>\n<li><em>Weichen falsch gestellt: Jetzt packen Fahrdienstleiter aus &ndash; besonders schlimm seien die Zust&auml;nde nicht nur in Mainz. Sondern auch im Stuttgarter Hauptbahnhof, wo das Milliardenprojekt Stuttgart 21 zus&auml;tzlich f&uuml;r Stress und ein Klima der Angst sorgt.<\/em><\/li>\n<li><em>Das B&uuml;rgerwindrad: Milan gegen sauberen Strom. Naturschutz gegen Umweltschutz. Der Kampf um die Windenergie tobt. Am Beispiel der Energiegenossenschaft Ingersheim zeigt Max Fastus, wie schwierig sich das Generationsprojekt Energiewende gestaltet. Der Film auf der Schaub&uuml;hne.  <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Die KONTEXT:Wochenzeitung erscheint mittwochs ab null Uhr und samstags als Beilage der bundesweit erscheinenden Wochenendausgabe der taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Volksrepublik China f&uuml;r VW wichtiger als Europa<\/strong><br>\nDer Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr 2013 in China mehr Autos verkauft als in der gesamten Europ&auml;ischen Union. Nach einer Erhebung des Autoexperten Ferdinand Dudenh&ouml;ffer verkauften die Wolfsburger zwischen Januar und Juni 1,17 Millionen Pkw in der Volksrepublik und 775.802 Autos in den 27 EU-L&auml;ndern. Damit h&auml;tten 40 Prozent der weltweit verkauften VW-Pkw ihren K&auml;ufer in China gefunden. Noch vor dem Jahr 2020 werde jeder zweite weltweit verkaufte VW in China fahren, prognostizierte das CAR-Center Automotive Research der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Dudenh&ouml;ffer warnte aber vor einer zu gro&szlig;en Abh&auml;ngigkeit vom chinesischen Markt. &ldquo;Wenn China hustet, hat VW eine dicke Lungenentz&uuml;ndung&rdquo;, erkl&auml;rte er. Ein China-Anteil von mehr als 25 Prozent an den weltweiten Gesamtverk&auml;ufen k&ouml;nne sich zum Risiko entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Wirtschaft\/d\/3375830\/volksrepublik-china-fuer-vw-wichtiger-als-europa.html\">N24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Prognose ernst genommen, lohnt es sich f&uuml;r VW bald, die Welt inklusive Deutschland von China aus zu beliefern. Die EU als echte WTO-Marktwirtschaft wird die Verk&auml;ufe in die EU gewiss nicht an die Forderung kn&uuml;pfen, hier Produktionsst&auml;tten zu halten. &ndash; Aber im Ernst, VW und andere werden nicht daran vorbei kommen, Arbeitspl&auml;tze in Europa abzubauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>China bezahlt in Afrika Rohstoffe mit Stadien<\/strong><br>\nBis heute haben die Chinesen &uuml;ber f&uuml;nfzig neue Fu&szlig;ballstadien in Afrika gebaut, dabei sind viele &uuml;berfl&uuml;ssig. Daf&uuml;r bekommt China Zugang zu Rohstoffen. Einheimische verh&ouml;hnen die &ldquo;Stadion-Diplomatie&rdquo;.<br>\nVon Fran&ccedil;afrique, den besonderen Beziehungen zwischen Frankreich und Afrika, spricht niemand mehr. Trotz der milit&auml;risch erfolgreichen Intervention in Mali schwindet der Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht auf dem schwarzen Kontinent. An die Stelle von Fran&ccedil;afrique ist l&auml;ngst Chinafrique getreten: Die Ausbeutung der Rohstoffe Afrikas durch China ist nicht mehr aufzuhalten; gleichzeitig wird der politische Einfluss der Volksrepublik immer st&auml;rker. Jetzt haben die Chinesen auch die afrikanischen Fu&szlig;ballfelder besetzt, wie ein Artikel in der j&uuml;ngsten Ausgabe der &ldquo;Chimurenga Chronic&rdquo;, eines viertelj&auml;hrlich in Kapstadt gedruckten Magazins zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article119105271\/China-bezahlt-in-Afrika-Rohstoffe-mit-Stadien.html\">welt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Kritik des Rechnungshofes in Bayern: Schon wieder &Auml;rger f&uuml;r die CSU<\/strong><br>\nZwei fr&uuml;here CSU-Kabinettsmitglieder haben gro&szlig;e Summen an Anwaltskanzleien &uuml;berwiesen &ndash; f&uuml;r B&uuml;roarbeiten. Noch eine weitere Personalie ist nun bekannt: der Abgeordnete, der sich f&uuml;r mehrere Tausend Euro eine Kamera geleistet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/kritik-des-rechnungshofes-schon-wieder-aerger-fuer-die-csu-1.1750706\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Angela Merkel in Dachau: Visite mit leichtem Hautgout<\/strong><br>\nNun holt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach, was ihre Vorg&auml;nger bislang vers&auml;umt haben: Sie besucht die KZ-Gedenkst&auml;tte Dachau. Auch wenn dieser symbolische Akt l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig war, hat der Zeitpunkt der Visite einen Beigeschmack.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/merkel-besuch-in-gedenkstaette-dachau-eine-visite-mit-leichtem-hautgout-1.1750358\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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