{"id":18401,"date":"2013-08-26T09:14:07","date_gmt":"2013-08-26T07:14:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401"},"modified":"2015-11-09T13:31:10","modified_gmt":"2015-11-09T12:31:10","slug":"hinweise-des-tages-1951","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h02\">Absturz vom H&ouml;henflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h03\">Das &ldquo;Endspiel&rdquo; der globalen Finanzmarkt-Deregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h04\">Der &Uuml;berschuss, der keiner ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h06\">Giegold: Steuerfluchtgesetze wurden von der Bundesregierung hintertrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h07\">Axel Troost: L&auml;nderfinanzausgleich und Solidarpakt III: zwei Seiten der gleichen Medaille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h08\">Finanzlage der Kommunen spitzt sich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h09\">Rentenreserve steigt, Beitrag k&ouml;nnte sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h10\">Hexenjagd &aacute; la &bdquo;Mollath&ldquo; auf Hartz- Bezieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h11\">Preismanipulationen bei Aluminium: Metall-Lager im Visier der Aufsichtsbeh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h12\">Friedrich sorgt sich um das Ansehen Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h13\">Razzia bei deutschen R&uuml;stungsfirmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h14\">Die besten Waffen gegen Rechtsradikale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h15\">Die Einstellung der Eliten zu sozialen Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h16\">Sind Drohnen erfolgreiche Waffen gegen Terroristen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h17\">Die Schrecken der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h18\">Prozess gegen Bo Xilai: China statuiert ein Exempel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401#h19\">Zu guter Letzt: Die Zeugen Angelas<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18401&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-Geheimdienst NSA soll Internet-Firmen f&uuml;r &ldquo;technische Anpassungen&rdquo; bezahlt haben<\/strong><br>\nDer amerikanische Geheimdienst NSA hat offenbar Millionensummen an Firmen wie Google, Microsoft oder Yahoo gezahlt. Das berichtet der britische &lsquo;Guardian&rsquo; und beruft sich dabei auf geheimes Material des fr&uuml;heren US-Geheimdienstmitarbeiters Snowden. Demnach bekamen die Unternehmen Geld, um ihre Technologie den Anforderungen des Geheimdienstes anzupassen. Yahoo best&auml;tigte die Zahlungen und erkl&auml;rte, sie st&uuml;nden im Einklang mit dem Gesetz. Google behauptet dagegen, sich nicht am Sp&auml;hprogramm Prism zu beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201308241200\/3\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was ist dabei mehr zu kritisieren, dass die NSA die Internet-Firmen bezahlt oder dass diese es sich noch bezahlen lassen, dass sie dem Geheimdienst ihre Daten liefern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue NSA-Dokumente: US-Geheimdienst h&ouml;rte Zentrale der Vereinten Nationen ab<\/strong><br>\nNeue Dokumente belegen nach SPIEGEL-Informationen: Selbst die Zentrale der Vereinten Nationen in New York wurde vom US-Geheimdienst NSA abgeh&ouml;rt, obwohl ein Abkommen genau das untersagt. Auch das US-Konsulat in Frankfurt diente als Lauschposten.<br>\nDer US-Geheimdienst NSA hat nicht nur die Europ&auml;ische Union, sondern auch die Zentrale der Vereinten Nationen abgeh&ouml;rt. Das geht aus geheimen Unterlagen der NSA hervor, die der SPIEGEL ausgewertet hat.<br>\nDemnach ist es der NSA im Sommer 2012 gelungen, in die interne Videokonferenzanlage der V&ouml;lkergemeinschaft einzudringen und die Verschl&uuml;sselung zu knacken. Dies habe f&uuml;r &ldquo;eine dramatische Verbesserung der Daten aus Video-Telekonferenzen und der F&auml;higkeit, diesen Datenverkehr zu entschl&uuml;sseln&rdquo; gesorgt, hei&szlig;t es in einem geheimen NSA-Dokument. &ldquo;Der Datenverkehr liefert uns die internen Video-Telekonferenzen der Uno (yay!)&rdquo;. Innerhalb von knapp drei Wochen sei die Zahl der entschl&uuml;sselten Kommunikationen von 12 auf 458 angestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nsa-hoerte-zentrale-der-vereinte-nationen-in-new-york-ab-a-918421.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Fr&uuml;her gefeiert, heute inhaftiert<\/strong><br>\nIm Kampf gegen die staatlichen Verst&ouml;&szlig;e gegen B&uuml;rgerfreiheiten k&ouml;nnen wir nur auf Whistleblower hoffen. Das wissen auch die Vereinigten Staaten. Sie verteufeln diese Gruppe nun nach Kr&auml;ften.<br>\nEs ist zehn Jahre her, dass die Zeitschrift &bdquo;Time&ldquo; drei Whistleblowern eine Titelgeschichte widmete und sie zu den &bdquo;Menschen des Jahres&ldquo; 2002 ernannte: Sherron Watkins, Cynthia Cooper und Coleen Rowley. Sie hatten den Enron-Skandal ans Licht gebracht, den WorldCom-Milliarden-Betrug und das Versagen des FBI im Nachgang des 11. September.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/aus-dem-maschinenraum\/aus-dem-maschinenraum-frueher-gefeiert-heute-inhaftiert-12543113.html\">FAZ.NET<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Absturz vom H&ouml;henflug<\/strong><br>\nNach den USA und Europa bringen die Finanzinvestoren nun auch die Hoffnungstr&auml;ger der vergangenen Jahrzehnte in Bedr&auml;ngnis: die Schwellenl&auml;nder in Lateinamerika, Afrika und Asien. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrungskrise, Vertrauensverlust an den Finanzm&auml;rkten, Angst vor einem Einbruch der Wirtschaft &ndash; das kannten die Menschen die vergangenen Jahre aus Europa und zeitweise den USA. Nun drohen die Hoffnungstr&auml;ger der vergangenen Jahrzehnte zu kippen, die Schwellenl&auml;nder in Lateinamerika, Afrika und vor allem Asien. Die indische Rupie bricht auf Rekordtiefs im Verh&auml;ltnis zum Dollar ein. Die Anleger fliehen aus der indonesischen Rupiah, dem brasilianischen Real, der t&uuml;rkischen Lira, dem s&uuml;dafrikanischen Rand.<br>\nErinnerungen an die Turbulenzen der 90er Jahre werden wach, als schwere Krisen die Schwellenl&auml;nder wie Mexiko, S&uuml;dkorea und Indonesien ersch&uuml;tterten. Vor 16 Jahren sprachen die Herren der Finanzm&auml;rkte Thailand das Misstrauen aus. In einer Kettenreaktion kippten die L&auml;nder in der Region wie Dominosteine &ndash; mit verheerenden Folgen auch f&uuml;r die Realwirtschaft und einem dramatischen Verlust an Arbeitspl&auml;tzen. Droht jetzt die Wiederholung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/finanzkrise-absturz-vom-hoehenflug,1471908,24105044.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die internationalen Spekulanten wurden mit &uuml;ber 1,5 Billionen von Dollar und Euro f&uuml;r den angerichteten Schaden der Spekulationskrise &ldquo;belohnt&rdquo;, der Zinssatz w&uuml;rde von einigen wichtigen Zentralbanken unter 1% gesenkt und Billionen suchen Anlagem&ouml;glichkeiten. Es liegt kein politischen Versagen vor, sondern eine Komplizenschaft zwischen der Finanzindustrie und Regierungen. Die Krise hat ihren Weg von den USA &uuml;ber Europa nach Asien gefunden. Hoffentlich fallen diese L&auml;nder auf die vergifteten Offerten des IWF und der Weltbank nicht herein. Singapur sollte diesen L&auml;ndern ein Beispiel sein.<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt: <strong>Paul Krugman: This Age of Bubbles &ndash; Diese &Auml;ra der Blasen<\/strong><br>\nJetzt ist also noch ein BRIC gegen die Wand geprallt. Ich habe dem ganzen &ldquo;BRIC&rdquo;-Konzept &ndash;  Brasilien, Russland, Indien und China  &ndash;  tats&auml;chlich nie viel abgewinnen k&ouml;nnen: Russland, dessen Wirtschaft im Grunde vom &Ouml;l bestimmt ist, geh&ouml;rt schon mal gar nicht dazu, und zwischen den anderen dreien bestehen gro&szlig;e Unterschiede. Aber man kann kaum bestreiten, dass Indien, Brasilien und einige andere L&auml;nder zur Zeit mit gleichartigen Problemen zu k&auml;mpfen haben.  Und diese gemeinsamen Probleme bestimmen die derzeitige Wirtschaftskrise.<br>\nWas ist los? Es handelt sich hier um eine Variante der immer gleichen Geschichte: Investoren haben diese Volkswirtschaften nicht mit Umsicht, sondern im &Uuml;berma&szlig; geliebt, und jetzt haben sie sich von den Objekten ihrer bisherigen Zuneigung abgewandt. Entt&auml;uscht von den niedrigen Renditen in den Vereinigten Staaten und in den nicht angeschlagenen europ&auml;ischen L&auml;ndern, begannen westliche Investoren damit, gro&szlig;e Summen in die Schwellenl&auml;nder flie&szlig;en zu lassen. Und nun haben sie eine Kehrtwende gemacht. Folglich st&uuml;rzen Indiens Rupie, Brasiliens Real und auch Indonesiens Rupiah, S&uuml;dafrikas Rand, die t&uuml;rkische Lira und andere ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/08\/23\/opinion\/krugman-this-age-of-bubbles.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das &ldquo;Endspiel&rdquo; der globalen Finanzmarkt-Deregulierung<\/strong><br>\nGeheimes Memo von Timothy Geithner an Larry Summers best&auml;tigt Verschw&ouml;rungstheorien &uuml;ber einen Pakt des US-Finanzministeriums mit der Wall Street zur weltweiten Deregulierung der Finanzm&auml;rkte.<br>\nDer &Ouml;konom Larry Summers hat schon einiges erlebt: Von 1991 bis 1993 war der Harvard-Absolvent Chef&ouml;konom der Weltbank, ab 1995 unter Bill Clinton Stellvertreter von Finanzminister Robert Rubin und von 1999 bis 2001 selbst US-Finanzminister. Dann wurde er Pr&auml;sident der Harvard University, musste aber wegen einer abf&auml;lligen Bemerkung &uuml;ber Frauen in den Naturwissenschaften 2006 von seinem Amt zur&uuml;cktreten, was Pr&auml;sident Barack Obama aber nicht daran hinderte, Summers 2008 zu seinem wichtigsten Wirtschaftsberater zu ernennen. Aktuell gilt er als dessen hei&szlig;ester Kandidat f&uuml;r die Nachfolge von Ben Bernanke an der Spitze der US-Notenbank, was offenbar nicht &uuml;berall auf Zustimmung st&ouml;&szlig;t.<br>\nSo wurde dem Finanz-Blogger Greg Palast gerade ein Memorandum zugespielt, das alle Verschw&ouml;rungstheorien best&auml;tigt, die Summers schon l&auml;nger als st&auml;rksten politischen Arm einer geheimen Konspiration sehen, die die f&uuml;hrenden US-Banken in den 1990er Jahre angezettelt hatten, um alle l&auml;stigen Regulierungen abzusch&uuml;tteln. Ziel war die Entfesselung<br>\nder Finanzm&auml;rkte und tats&auml;chlich wurde Ende der 1990er Jahre nicht nur die nach dem Finanzcrash von 1929 verf&uuml;gte strenge Trennung von Gesch&auml;ftsbanken und Investmentbanken aufgehoben, es wurde auch die Regulierung der Derivativm&auml;rkte verhindert. Heute gilt das als wesentliche Voraussetzung f&uuml;r die Finanzmarkt-Exzesse, die 2008 zum Beinahe-Zusammenbruch des westlichen Finanzsystems und zur &ldquo;Gro&szlig;en Rezession&rdquo; gef&uuml;hrt hatten &ndash; was Bill Clinton mittlerweile zur Ansicht brachte, er sei von Summers und Rubin falsch beraten worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154826\">Telepolis<\/a>\n<p>Passend dazu: <strong>The Confidential Memo at the Heart of the Global Financial Crisis<\/strong><br>\nWhen a little birdie dropped the End Game memo through my window, its content was so explosive, so sick and plain evil, I just couldn&rsquo;t believe it.<br>\nThe Memo confirmed every conspiracy freak&rsquo;s fantasy: that in the late 1990s, the top US Treasury officials secretly conspired with a small cabal of banker big-shots to rip apart financial regulation across the planet. When you see 26.3 percent unemployment in Spain, desperation and hunger in Greece, riots in Indonesia and Detroit in bankruptcy, go back to this End Game memo, the genesis of the blood and tears.<br>\nThe Treasury official playing the bankers&rsquo; secret End Game was Larry Summers. Today, Summers is Barack Obama&rsquo;s leading choice for Chairman of the US Federal Reserve, the world&rsquo;s central bank. If the confidential memo is authentic, then Summers shouldn&rsquo;t be serving on the Fed, he should be serving hard time in some dungeon reserved for the criminally insane of the finance world.<br>\nThe memo is authentic.<br>\nI had to fly to Geneva to get confirmation and wangle a meeting with the Secretary General of the World Trade Organisation, Pascal Lamy. Lamy, the Generalissimo of Globalisation, told me, &ldquo;The WTO was not created as some dark cabal of multinationals secretly cooking plots against the people&hellip; We don&rsquo;t have cigar-smoking, rich, crazy bankers negotiating.&rdquo;<br>\nThen I showed him the memo.<br>\nIt begins with Larry Summers&rsquo; flunky, Timothy Geithner, reminding his boss to call the Bank bigshots to order their lobbyist armies to march:<br>\n&ldquo;As we enter the end-game of the WTO financial services negotiations, I believe it would be a good idea for you to touch base with the CEOs &hellip;&rdquo;<br>\nTo avoid Summers having to call his office to get the phone numbers (which, under US law, would have to appear on public logs), Geithner listed the private lines of what were then the five most powerful CEOs on the planet. And here they are:<br>\nGoldman Sachs: John Corzine (212)902-8281<br>\nMerrill Lynch: David Kamanski (212)449-6868<br>\nBank of America: David Coulter (415)622-2255<br>\nCitibank: John Reed (212)559-2732<br>\nChase Manhattan: Walter Shipley (212)270-1380<br>\nLamy was right: They don&rsquo;t smoke cigars. Go ahead and dial them. I did, and sure enough, got a cheery personal hello from Reed &ndash; cheery until I revealed I wasn&rsquo;t Larry Summers. (Note: The other numbers were swiftly disconnected. And Corzine can&rsquo;t be reached while he faces criminal charges.)<br>\nIt&rsquo;s not the little cabal of confabs held by Summers and the banksters that&rsquo;s so troubling. The horror is in the purpose of the &ldquo;end game&rdquo; itself.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vice.com\/en_uk\/read\/larry-summers-and-the-secret-end-game-memo\">VICE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin F.:<\/strong> Sollte dieses &bdquo;Memo&ldquo; echt sein, best&auml;tigt es wohl endg&uuml;ltig die Vermutungen, die man so h&auml;ufig bereits als Verschw&ouml;rungstheorie abtat, dass die vorgebliche Weltwirtschaftskrise nichts anderes als ein konzertiertes Verbrechen war.<br>\nEinem der deutschen Haupt-Mithelfer (Asmussen) wurde da ausgerechnet in einem deutschen Mac-Forum ein eigener Diskussionsfaden <a href=\"http:\/\/www.macuser.de\/forum\/f33\/weltwirtschaftskrise-macht-noch-603948\/\">gewidmet<\/a>&hellip; Dieser Mann geht ja &ouml;ffentlich mittlerweile unter, w&auml;hrend er weiter F&auml;den zu unserem Unwohl spinnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der &Uuml;berschuss, der keiner ist<\/strong><br>\nEuropa steckt in einer tiefen Krise. Doch mittendrin ist ein Land, dem es allem Anschein nach pr&auml;chtig geht: die gute alte Bundesrepublik&hellip; Und weil alles so ungew&ouml;hnlich ist, gab es &ndash; exotisch genug &ndash; im deutschen Haushalt im ersten Halbjahr sogar einen &Uuml;berschuss. Der f&auml;llt zwar mit 8,5 Milliarden Euro, gemessen an den gesamten Einnahmen von gut 600 Milliarden Euro, noch eher bescheiden aus, aber immerhin: ein Plus&hellip;<br>\nAndererseits sieht vor Wahlen ein Plus nat&uuml;rlich immer besser aus als ein Minus. Das wei&szlig; die Bundesregierung nur zu gut. Der W&auml;hler soll gar nicht erst auf die Idee kommen, das scheinbar so erfolgreiche Regierungsteam auszutauschen.<br>\nWer sich die deutschen Zahlen genauer anschaut, stellt fest, dass der &Uuml;berschuss nicht vom Bund, sondern von den Gemeinden und L&auml;ndern erwirtschaftet wurde. Konkret: Die Kommunen trugen zu den etwa 8,5 Milliarden Euro satte 5,3 Milliarden bei, die L&auml;nder 1,2 Milliarden Euro. Weitere 4,3 Milliarden Euro stammen aus dem Plus der Sozialversicherung. Und der Bund: Der gab 2,2 Milliarden Euro zu viel aus. Bei der Bundesregierung steht also ein Minus.<br>\nWelche Schl&uuml;sse sollen nun aus den Daten gezogen werden? Dass es den Kommunen richtig gut geht, den L&auml;ndern ziemlich gut und dem Bund fast gut? Nein. Die Wahrheit ist: Keiner wei&szlig; genau, wie es tats&auml;chlich um Bund, L&auml;nder und Gemeinden steht. Nur eines ist sicher: Die Lage ist weit schlechter, als die Daten es zeigen, weil in den Zahlenwerken der &ouml;ffentlichen Hand konsequent die offenen Rechnungen ausgeblendet werden.<br>\nGemeint sind damit alle Ausgaben, die unausweichlich auf die &ouml;ffentlichen Kassen zurollen. Dazu geh&ouml;ren etwa die Kosten f&uuml;r den Unterhalt der &ouml;ffentlichen Geb&auml;ude oder die Pensionen f&uuml;r die Beamten. Die &ouml;ffentliche Hand kalkuliert so, als m&uuml;ssten diese Rechnungen nie beglichen werden. W&uuml;rde ein Unternehmen so etwas machen, w&uuml;rde sofort der gesamte Vorstand davongejagt werden. Firmen sind verpflichtet, f&uuml;r erwartbare kommende Zahlungen Geld zur&uuml;ckzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutschland-der-ueberschuss-der-keiner-ist-1.1753138\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sehr man dem Autor Hans von der Hagen zustimmen m&ouml;chte, dass der &bdquo;&Uuml;berschuss&ldquo; mit mangelnden Investitionen in die immer maroder werdende Infrastruktur und vor allem auch durch K&uuml;rzungen der Leistungen der Daseinsvorsorge erwirtschaftet wurde, so unsinnig  sind etwa seine auf den Versicherungslobbyisten Professor Raffelh&uuml;schen gest&uuml;tzten Alarmmeldungen, dass der Staat kaum Geld f&uuml;r die Versorgung seiner Beamten zur&uuml;ckgelegt habe. Heiner Flassbeck hat diese Milchm&auml;dchenrechnung schon anl&auml;sslich der Bildung eines &bdquo;Wei&szlig;-Blauen-Staatsfonds&ldquo; vorgerechnet. Er <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3077\">schrieb<\/a> am 4. M&auml;rz 2008 in der gleichen Zeitung:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Was aber passiert mit dem Geld, das das Land sich m&uuml;hsam erspart, um den Fonds aufzubauen? Nun, Bayern gibt das Geld der Deutschen Bundesbank zur Aufbewahrung und die investiert das Geld &bdquo;geb&uuml;hrenfrei&ldquo; in sicheren Anlagen. Was aber sind sichere Anlagen? Die Bundesbank verfolgt, wie die SZ zitiert, ein &bdquo;passives&ldquo; Anlagekonzept, das zu 80 Prozent aus festverzinslichen Wertpapieren besteht, weil man &bdquo;keine Risiken eingehen will&ldquo;. Festverzinsliche Wertpapiere ohne Risiken sind in diesen Zeiten der Weltfinanzkrise aber nur Staatsanleihen und am sichersten sind sicherlich die vom Freistaat Bayern ausgegebenen.<br>\nDas geht dann also folgenderma&szlig;en: Der bayrische Staat, statt durch hohe Pensionsverpflichtungen Lasten f&uuml;r die Zukunft anzuh&auml;ufen, gibt schon heute mehr Geld als sonst aus &hellip;, um einen Pensionsfonds aufzubauen. Dieses Geld schickt er an die Bundesbank. Die wiederum kauft mit dem Geld Anleihen des bayrischen Staates. Der muss ja auch mehr Geld als sonst am Kapitalmarkt aufnehmen, weil er ja zus&auml;tzlich zur Finanzierung seiner sonstigen Aufgaben die monatlichen Pensionszahlungen aufbringen muss. Wenn man das 30 Jahre lang macht, sind die Pensionslasten 2038 wesentlich geringer als heute. Allerdings, der kleine Haken bei der Geschichte, die Staatsverschuldung ist 2038 genau um den Euro-Betrag h&ouml;her, um den die Pensionslasten abgenommen haben.<br>\nWie sinnvoll! Der Freistaat hat das Geld aus seiner rechten Tasche genommen und in die linke geschoben und das Ganze als Zukunftsvorsorge verkauft. Allerdings mussten f&uuml;r 30 Jahre 25 Beamte (oder sind es 250?) bei der Bundesbank bezahlt werden, die nichts anderes getan haben, als dem Freistaat &ndash; verkleidet als Anleihe &ndash; das Geld wiederzugeben, was er kurz vorher zur Bundesbank geschickt hat.<br>\nDas ist aber noch der harmlosere Fall. Stellen wir uns vor, Bayern w&uuml;rde, um eine h&ouml;here Staatsverschuldung zu vermeiden, die 500 Euro pro Monat pro neuem Beamten konsequent bei den laufenden Ausgaben, sagen wir bei den &ouml;ffentlichen Investitionen oder bei den Konsumausgaben, einsparen. Dann h&auml;tten allerdings alle bayrischen Unternehmen jeden Monat f&uuml;r 30 Jahre genau die Summe weniger in der Tasche, die der Staat sonst ausgegeben h&auml;tte, und werden selbst auch entsprechend weniger in die Zukunft investieren. Dann sind zwar 2038 die Pensionslasten im &ouml;ffentlichen Haushalt geringer, die Leistungsf&auml;higkeit der bayrischen Wirtschaft ist aber ebenfalls geringer und damit die F&auml;higkeit, die Anleihen zu bedienen, aus deren Ertr&auml;gen die Pensionen f&uuml;r die heute jungen, dann aber zu pensionierenden Beamten zu bezahlen sind.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die griechische Trag&ouml;die geht weiter<\/strong><br>\nMit den &Auml;u&szlig;erungen Sch&auml;ubles sind das Thema Griechenland und die Folgen verordneter Austerit&auml;tspolitik doch noch in den Wahlkampf zur&uuml;ckgekehrt. Auch wenn die Kanzlerin mal wieder abwiegelt und auf den n&auml;chsten Troika-Bericht verweist, gen&uuml;gt f&uuml;r einen Eindruck von der Lage Griechenlands ein Blick auf ein Schaubild, das Paul Krugman ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nDas Schaubild zeigt den Zusammenhang von Sparma&szlig;nahmen und Wirtschaftswachstum. &raquo;Die horizontale Achse zeigt die Sparma&szlig;nahmen &ndash; Ausgabenk&uuml;rzungen des Staates und Steuererh&ouml;hungen &ndash; als Anteil des Bruttoinlandprodukts, wie sie der IMF (Internationaler W&auml;hrungsfond) errechnet hat. Die senkrechte Achse zeigt die prozentuale Ver&auml;nderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts. Wie man sehen kann, erlebten die L&auml;nder, die zu tiefgehenden Sparma&szlig;nahmen gezwungen wurden, einen tiefen Konjunkturabschwung; und die Abschw&uuml;nge waren mehr oder weniger proportional zum Ausma&szlig; der Sparma&szlig;nahmen.&laquo; (Paul Krugman, How the Case for Austerity Has Crumbled, New York Review of Books, 60. Jg., H. 10, June,6, 2013, eigene &Uuml;bersetzung; eine deutsche &Uuml;bersetzung &ndash; leider ohne das Schaubild &ndash; findet sich unter dem Titel &raquo;Austerit&auml;t: Das Scheitern eines Dogmas&laquo; im Juli-Heft der &raquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik&laquo;). Griechenland hat am meisten gespart, und sein R&uuml;ckgang des BIP ist am st&auml;rksten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130826_01.gif\" alt=\"Austerity and Growth\" title=\"Austerity and Growth\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-griechische-tragoedie-geht-weiter\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Why The European Commission Is Wrong: The Case Of Spain<\/strong><br>\n&hellip; The evidence is overwhelming that the major cause of unemployment in Spain has very little to do with the supposed rigidities of the labor market. European countries with greater job protections than Spain have less unemployment. Many Northern European countries, where trade unions have consistently had a stronger role and influence over the state than in Spain, have lower unemployment figures and higher occupational rates. Unemployment rates in Sweden (8%), Norway (3.2%), Finland (7.7%) and Iceland (6%) are markedly lower than the EU average (with the EU-27 at 10.5% and EU-15 at 10.6%), and much, much lower than Spain&rsquo;s (27%). Actually, one of the reasons for the low unemployment in Germany (usually presented as a model for other countries in the EU) is because of &ldquo;work sharing&rdquo; rather than firing workers; work sharing that has been established at the workplace as a result of the power of the trade unions in Germany &hellip;<br>\nHigher unemployment in the EU is due, in large part, to the system of governance of the Euro, a system of governance that starkly contrasts with that of the Dollar &hellip;<br>\nAnother significant factor contributing to Spain&rsquo;s high unemployment is the slow production of jobs, due in part to the enormous poverty of social and physical infrastructure. This poverty stems from the tremendous poverty of state resources (whether central, regional or local). The figures sadly speak for themselves. Spain is one of the Eurozone countries with the lowest state revenues, lowest public employment and least developed public services (as documented in my book the Underdevelopment of Social Spain, 2006, in Spanish) &hellip;<br>\nThe argument put forward by the ECB, the European Commission and the IMF that the Spanish state has spent too much, far above its possibility, is also false and it is easy to show it &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2013\/08\/why-the-european-commission-is-wrong-the-case-of-spain\/\">Social Europe Journal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sven Giegold: Steuerfluchtgesetze wurden von der Bundesregierung hintertrieben<\/strong><br>\nGr&uuml;ner EU-Politiker fordert Vorgehen gegen aggressive Steuervermeidung<br>\nSven Giegold im Gespr&auml;ch mit J&uuml;rgen Zurheide<br>\nDas Europaparlament habe immer wieder eingefordert, scharf gegen Steueroasen vorzugehen, sagt Sven Giegold, EU-Parlamentarier von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen. &ldquo;Die Bundesregierung war dabei an den verschiedenen Gesetzgebungsbaustellen ein &auml;u&szlig;erst unzuverl&auml;ssiger Partner.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2227305\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Axel Troost: L&auml;nderfinanzausgleich und Solidarpakt III: zwei Seiten der gleichen Medaille<\/strong><br>\nMit dem Auslaufen des Solidarpakt II im Jahre 2019 r&uuml;ckt die Diskussion um die Neuregelung des L&auml;nderfinanzausgleichs (LFA) in den Blickwinkel der &Ouml;ffentlichkeit. Mit dem LFA soll dem im Grundgesetz verankerten Gebot der gleichwertigen Lebensverh&auml;ltnisse Rechnung getragen werden &hellip;<br>\nDie letzten Reformen des L&auml;nderfinanzausgleichs standen im Zeichen des so genannten Wettbewerbsf&ouml;deralismus. Dieser sieht vor, dass die Bundesl&auml;nder untereinander um ihre Steuerbasis (Unternehmen, Individuen mit hohem Verm&ouml;gen und Einkommen) konkurrieren sollen. Dieser Konkurrenzdruck soll dann &ndash; so die neoliberale Theorie &ndash; in den Bundesl&auml;ndern dazu f&uuml;hren, dass sich ihre Ausgaben st&auml;rker an den Bed&uuml;rfnissen ihrer Bev&ouml;lkerung orientieren, und diese Aufgaben gleichzeitig mit h&ouml;chster Effizienz erbracht werden. Eine widersinnige Ideologie, die bereits h&auml;ufig widerlegt wurde &hellip;<br>\nWissenschaftliche Studien zeigen immer wieder, dass es andere Faktoren sind, die langfristiges Wachstum bedingen. So spielt die geographische Lage, die Siedlungsstruktur, die sektorale Struktur der gewerblichen Wirtschaft und die historische Standort-entscheidung strukturbestimmender Unternehmen und &ouml;ffentlicher Einrichtungen eine bedeutende Rolle bei Standortentscheidungen von weiteren Unternehmen. Politische Entscheidungen, die in der Theorie des f&ouml;deralen Wettbewerbs optimiert werden sollen, spielen in wissenschaftlichen Studien nur eine untergeordnete Rolle &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/dielinke\/nachrichten\/detail\/artikel\/laenderfinanzausgleich-und-solidarpakt-iii-zwei-seiten-der-gleichen-medaille\/\">DIE LINKE<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzlage der Kommunen spitzt sich zu<\/strong><br>\nDie finanzielle Lage vieler Kommunen in Deutschland spitzt sich dramatisch zu. In den Jahren 2007 bis 2011 ist die Gesamtverschuldung der St&auml;dte und Gemeinden von 111 auf 130 Milliarden Euro gestiegen. Das eigentlich Bedrohliche daran: F&uuml;r diesen Anstieg sind &uuml;berwiegend h&ouml;here Kassenkredite verantwortlich. Diesen Krediten stehen keinerlei Werte oder Investitionen gegen&uuml;ber. Das geht aus dem Kommunalen Finanzreport 2013 der Bertelsmann Stiftung hervor. &ldquo;Die Spaltung in reiche und arme Kommunen vertieft sich. Viele St&auml;dte scheinen in einer Abw&auml;rtsspirale aus &Uuml;berschuldung, Abwanderung und sinkender Attraktivit&auml;t gefangen&rdquo;, sagte Kirsten Witte, Kommunalexpertin der Stiftung. Die Bertelsmann Stiftung spricht sich deshalb daf&uuml;r aus, &auml;hnlich wie f&uuml;r die Landeshaushalte auch f&uuml;r Kommunen eine Schuldenbremse zu erlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news547653\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Bertelsmann Stiftung hat mal wieder etwas herausgefunden: Die Kassen der Kommunen sind noch leerer als offenbar geplant. Als konsequent neoliberales L&ouml;sungskonzept soll die &bdquo;Schuldenbremse&ldquo;, also das K&uuml;rzen von sozialen Leistungen auch f&uuml;r die Kommunen zum Einsatz kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentenreserve steigt, Beitrag k&ouml;nnte sinken<\/strong><br>\nDie Reserve der Rentenkasse platzt aus allen N&auml;hten. Mehr als 28 Milliarden Euro hat die Staatsrente nach Medieninformationen auf der hohen Kante, weil so viele Deutsche von ihren L&ouml;hnen Beitr&auml;ge zahlen, wie lange nicht. Jetzt steigt die Chance auf sinkende Rentenbeitr&auml;ge. (&hellip;)<br>\nEine weitere Senkung des Rentenbeitrags auf 18,4 Prozent zum Jahresbeginn 2014 wird laut &ldquo;Bild&rdquo; damit immer wahrscheinlicher, obwohl die Zwangsabgabe der aktuell arbeitenden Bev&ouml;lkerung an die Rentenkasse schon zum Jahresbeginn 2013 von zuvor 19,6 auf derzeit 18,9 Prozent gesenkt worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/rentenkasse-reserve-steigt-ueber-28-milliarden-euro-a-918364.html\">manager magazin online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.:<\/strong> In der (&hellip;) Online-Ausgabe des Manager Magazin (&hellip;) werden die Rentenbeitr&auml;ge einer Zwangsabgabe gleichgesetzt. Laut Manager-Magazin kann die Rentenversicherung f&uuml;r 1,59 Monate alle f&auml;lligen Renten von Rentnerinnen und Rentner auszahlen. Die &ldquo;Eiserne Reserve&rdquo; sollte statt einer Beitragssenkung (die sp&auml;tere Leistungsk&uuml;rzungen mit sich bringt, da Beitragserh&ouml;hungen unpopul&auml;r sind) erh&ouml;ht werden. Jedem Privathaushalt wird eine 3-monatige Nettogehaltsr&uuml;cklage empfohlen. Ein Schelm der dabei nichts B&ouml;ses denkt &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente als ausk&ouml;mmliche Altersvorsorge wurde mit der demografischen Entwicklung begr&uuml;ndet. Die derzeit aufgebaute &bdquo;Rentenreserve&ldquo; zeigt, um wie viel mehr, die Sicherung der Rente im Rahmen er Umlagefinanzierung von der Besch&auml;ftigungslage und den Einkommen abh&auml;ngt. Auf die Idee, die Rente wieder anzuheben, kommt nat&uuml;rliche das &bdquo;Manager&ldquo;-Magazin nicht. Stattdessen sollen lieber durch Senkung er Rentenbeitr&auml;ge die &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; gesenkt werden, um damit den Druck auf die gesetzlich geplanten Rentensenkungen zu belassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hexenjagd &aacute; la &bdquo;Mollath&ldquo; auf Hartz- Bezieher<\/strong><br>\n&ldquo;Ich bin als Rechtsanwalt vorwiegend mit sozialrechtlichen Mandaten im Bereich der Grundsicherung (Leistungen nach dem SGB II &ndash; &ldquo;Hartz IV&rdquo;) befasst und trete auch am Sozialgericht Ko. (Rheinland-Pfalz) auf. Dort und bei den lokal zust&auml;ndigen anderen Stellen (Jobcenter, Kreis, Landrat) habe ich wiederholt skandal&ouml;se Zust&auml;nde erlebt und kann\/muss leider von einzigartiger Willk&uuml;r, Schikane und fortgesetzter Beschneidung von Rechten sowie von einer &bdquo;Hexenjagd&ldquo; gegen meinen Mandanten berichten.<br>\nMein Mandant X. wird von mir dort in diversen sozialrechtlichen Angelegenheiten gegen&uuml;ber dem Jobcenter Landkreis M-K. und auch vor dem zust&auml;ndigen Sozialgericht in Ko. Vertreten.<br>\nSeit ca. 2 Jahren erlebe ich hierdurch eine einzigartige Willk&uuml;r mit, ein kollusives Zusammenwirken der befassten Stellen sowie ein systematisches Beschneiden von Rechten meines Mandanten, das aktuell schlie&szlig;lich in einer Hetzjagd gegen meinen Mandanten gipfelt. (&hellip;)<br>\nMein Mandant wird als Querulant abgestempelt, obwohl er sich nur wehrt, also seine grundlegendsten Existenzrechte geltend macht &ndash; leider bisher ohne Erfolg: Seine Bewerbungskosten werden nicht erstattet, st&auml;ndige Sanktionsversuche des Jobcenters erfolgen, die Kosten der Unterkunft werden &ndash; trotz vorher vom Jobcenter anerkannter Angemessenheit &ndash; einfach gek&uuml;rzt, was der befasste Sozialrichter alles mitmacht. Durch seine Gegenwehr ist mein Mandant den &ouml;ffentlichen Stellen zuwider\/l&auml;stig geworden und soll nunmehr endlich ausgebremst, &bdquo;mundtot&ldquo; gemacht werden.<br>\nDas sollte durch Provokationen des Sachbearbeiters anl&auml;sslich eines sogenannten Meldetermins beim Jobcenter geschehen, als man dort im M&auml;rz dieses Jahres meinen &bdquo;ausgehungerten&ldquo; und in die Enge getriebenen Mandanten so lange und soweit reizte, dass er sich zu unvorteilhaften, aber harmlosen &Auml;u&szlig;erungen hinrei&szlig;en lie&szlig;, die vom Jobcenter nachtr&auml;glich jedoch zu einer &bdquo;Bedrohung&ldquo; hochstilisiert wurden und mein Mandant dementsprechend als &bdquo;gemeingef&auml;hrlich&ldquo; dargestellt wurde. Jetzt ging seitens des Jobcenters alles sehr schnell: Der Landrat sprach ein Hausverbot gegen meinen Mandanten aus, erstattete Strafanzeige wegen &bdquo;Bedrohung&ldquo; und wollte bzw. will meinen Mandanten zwangspsychiatrisch unterbringen lassen.<br>\nHierzu erschien direkt am n&auml;chsten Tag eine Beh&ouml;rdeneskorte mit Amtsarzt und Polizei vor der Wohnung meines Mandanten, um ihn herauszulocken und zu provozieren &ndash; was &bdquo;leider&ldquo; misslang. Aber das Strafverfahren l&auml;uft, die auch willf&auml;hrige Strafjustiz vor Ort hat sich vorverurteilend &uuml;berhaupt zur Durchf&uuml;hrung einer Hauptverhandlung leicht &bdquo;&uuml;berreden&ldquo; lassen. Die wegen der &bdquo;Gef&auml;hrlichkeit&ldquo; meines Mandanten durchzuf&uuml;hrende Hauptverhandlung wird deshalb sehr &bdquo;zeitnah&ldquo;, n&auml;mlich erst Ende des Jahres, stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gebe\/hexenjagd-a-la-mollath-auf-hartz-bezieher\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Preismanipulationen bei Aluminium: Metall-Lager im Visier der Aufsichtsbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nDie US-Aufsichtsbeh&ouml;rde f&uuml;r den Rohwaren-Derivatehandel, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), hat im Zusammenhang mit der Lagerhaltung von Aluminum Informationsanfragen an die beiden Banken JP Morgan und Goldman Sachs sowie an den Rohwarenkonzern Glencore Xstrata verschickt. Die Untersuchungen der CFTC stehen im Zusammenhang mit den gegen&uuml;ber den Banken erhobenen Vorw&uuml;rfen, die Lagerhaltung von Metallen dazu zu benutzen, um &uuml;ber eigene Handelsgesch&auml;fte Profite einzufahren. Das habe dann aber, so beklagen sich einige Aluminium-Konsumenten wie etwa Getr&auml;nkekonzerne, dazu gef&uuml;hrt, dass es zu verz&ouml;gerten Lieferungen und steigenden Preisen bei den Metallen gekommen sei. Im Juli hatte ein Senatsausschuss zu dem Thema eine Anh&ouml;rung durchgef&uuml;hrt. Erst in der vergangenen Woche war Goldman Sachs eine Sammelklage von einem aluminiumverarbeitenden Unternehmen ins Haus geflattert. Laut Medienberichten soll auch das amerikanische Justizministerium ermitteln. Die Zentralbank als oberstes Aufsichtsorgan der Finanzindustrie pr&uuml;ft dem Vernehmen nach, ob es den Banken weiterhin gestattet bleiben soll, Lager f&uuml;r Metalle zu betreiben. Die von der LME organisierte Lagerhaltung wird durch eine Handvoll von Spezialunternehmen gew&auml;hrleistet. Zu den Betreibern von Lagern geh&ouml;ren neben den Tochterfirmen der beiden Banken JP Morgan und Goldman Sachs die Rohwarenh&auml;ndler Glencore und Trafigura sowie die auf Logistik spezialisierte niederl&auml;ndische Firma C. Steinweg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/metall-lager-im-visier-der-aufsichtsbehoerden-1.18132561\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wieder ein klassischer Fall von Deregulierung, und wieder in der Finanzbranche. Vor etwa 10 Jahren haben die US-Notenbank und der  US-Kongress den Banken erlaubt,  in Infrastrukturprojekte wie Warenh&auml;user, Pipelines, Raffinerien, Hafenanlagen und riesige Tankerflotten zu investieren. Einerseits besitzen die Banken &Ouml;ltanker und Rohstoff-Lager, andererseits handeln sie damit. Die Investmentbank J.P. Morgan hat inzwischen angek&uuml;ndigt, sich von seinen seine physischen Rohstoffbest&auml;nde zu trennen &ndash; u.a. von der Metalllager-Sparte Henry Bath &amp; Son Ltd, des viertgr&ouml;&szlig;ten Metalllager- und Logistiknetzes weltweit.  Goldman Sachs behauptet, sein Lagerhausgesch&auml;ft und seine B&ouml;rsenhandelsaktivit&auml;ten seien strikt getrennt. (Erinnert sehr an Banken, die angeblich die Kundenberatung vom Wettgesch&auml;ft auf die von Kunden erworbenen Papiere getrennt gehalten haben sollen).<br>\nDas Vorgehen der US-Aufsichtsbeh&ouml;rde f&uuml;r den Rohwaren-Derivatehandel ist vor dem Hintergrund einer Sammelklage von Aluminiumproduzenten gegen die Londoner Metallb&ouml;rse und Goldman Sachs zu sehen.  Goldman Sachs habe die Auslieferung des Aluminiums aus den bankeigenen Lagerh&auml;usern in Detroit <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/07\/21\/business\/a-shuffle-of-aluminum-but-to-banks-pure-gold.html?_r=0\">verz&ouml;gert<\/a>, um h&ouml;here Lagermieten kassieren zu k&ouml;nnen. Die LME als die marktbeherrschende Metallb&ouml;rse habe dieses Vorgehen gedeckt. Aus den langen Wartezeiten in Rohstofflagern w&uuml;rden <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/aluminium-kartell-klage-gegen-goldman-sachs-a-914779.html\">steigende Metallpreise resultieren<\/a>.<br>\nEs ist nicht zu fassen, dass solche Gesch&auml;fte, nachdem die Praktiken der Banken vor der Finanzkrise weitgehend offen gelegt wurden, noch m&ouml;glich sind. Erst im vergangenen Jahr hat die United States Securities and Exchange Commission (SEC) zugelassen, dass Goldman Sachs, JP Morgan und die Finanzverwaltungsfirma BlackRock sich etwas 80 Prozent des auf dem Markt verf&uuml;gbaren Kupfers <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/rohstoffspekulation-bei-goldman-sachs-hin-und-herfahren-fuer-fuenf-milliarden-dollar-1.1727498\">aneignen konnten<\/a>.<br>\nIn Gro&szlig;britannien will Goldman zusammen mit dem deutschen Versicherer Allianz Chart in das  Wassergesch&auml;ft einsteigen. Sie planen den Kauf eines 30-Prozent-Anteils an der Yorkshire Water Services Ltd. &ndash; Wie meinte noch der Vorstandschef der Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, mitten in der Finanzkrise: &ldquo;Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Friedrich sorgt sich um das Ansehen Deutschlands<\/strong><br>\n&ldquo;Deutschland ist eines der beliebtesten L&auml;nder der Welt&rdquo;, sagte Friedrich unserer Redaktion. Dies helfe beim weltweiten Verkauf von Produkten ebenso wie beim Tourismus. &ldquo;Wir d&uuml;rfen nicht zulassen, dass dieses positive Bild zerst&ouml;rt wird. Neonazis schaden unserem Vaterland.&rdquo;<br>\nDer Innenminister sieht Bund, L&auml;nder und Kommunen gemeinsam in der Pflicht, f&uuml;r die Asylbewerber zu sorgen. &ldquo;Der Bund ist gefordert, die Verfahren zu beschleunigen, damit die Menschen schnell Klarheit &uuml;ber ihre Zukunft bekommen&rdquo;, sagte Friedrich.<br>\nDie L&auml;nder m&uuml;ssten f&uuml;r geordnete Verh&auml;ltnisse in den Unterk&uuml;nften sorgen. Sie d&uuml;rften die Kommunen dabei nicht allein lassen. Friedrich rief auch dazu auf, &ldquo;die Sorgen der Bev&ouml;lkerung&rdquo; ernst zu nehmen, &ldquo;damit die menschenverachtende Propaganda der Neonazis keinen Erfolg hat&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/friedrich-sorgt-sich-um-das-ansehen-deutschlands-1.3620997\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.S.:<\/strong> Genau so fing es Anfang der 90er Jahre an, als sich weite Teile der Politik darum sorgten, dass das Ansehen Deutschlands im Ausland gesch&auml;digt werden k&ouml;nnte, weil in Deutschland Ausl&auml;nderheime brennen. Die &ldquo;logische&rdquo; Folge: die Quasi-Abschaffung des Rechtes auf Asyl. Weil man ja gegen den Druck der Stra&szlig;e nichts ausrichten kann.<br>\nVielleicht hat Herr Friedrich es ja nicht so gemeint, er ist in seinen &Auml;u&szlig;erungen ja mitunter etwas tapsig, aber ich f&uuml;hle mich gerade wieder wie damals.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, aber nicht wirklich &uuml;berraschend, wie Minister Friedrich die Verantwortung f&uuml;r den Umgang mit Menschen auf der Flucht aus seinem Ressort ausschlie&szlig;t und dem Justizministerium sowie L&auml;ndern und Kommunen zuschiebt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Razzia bei deutschen R&uuml;stungsfirmen<\/strong><br>\nEs geht um neun MIllionen Euro Schmiergeld: Staatsanw&auml;lte verd&auml;chtigen zwei deutsche R&uuml;stungsunternehmen, bei U-Boot-Gesch&auml;ften griechische Regierungsvertreter bestochen zu haben. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.<br>\nIm Zusammenhang mit mutma&szlig;lichen Schmiergeldzahlungen bei R&uuml;stungsgesch&auml;ften mit der griechischen Regierung haben Ermittler diese Woche in Bremen und Wedel die R&uuml;stungsfirmen Rheinmetall-Defence-Electronics und Atlas Elektronik durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bremen werden beide Unternehmen verd&auml;chtigt, griechische Amtstr&auml;ger bestochen und Steuern hinterzogen zu haben &hellip;<br>\nMit den Millionen f&uuml;r Politiker und Beamte in Athen hatte Ferrostaal den Verkauf mehrerer U-Boote an die griechische Marine angekurbelt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geschaefte-mit-griechenlands-regierung-razzia-bei-deutschen-ruestungsfirmen-1.1753716\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die besten Waffen gegen Rechtsradikale<\/strong><br>\nDie Parolen sind immer die gleichen: Ausl&auml;nder w&uuml;rden Einheimischen die Arbeitspl&auml;tze wegnehmen und seien meistens kriminell, skandieren rechte Parteien gerne. Bei Wahlen k&ouml;nnen sie damit in aller Regel nicht punkten. Dass die rechten Propaganda-M&auml;rchen in der breiten Bev&ouml;lkerung nicht ankommen, k&ouml;nnte daran liegen, dass viele Menschen T&uuml;r an T&uuml;r mit Migranten leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine bemerkenswerte Studie aus Gro&szlig;britannien. Wer viel Kontakt zu Menschen aus unterschiedlichen L&auml;ndern hat, wird seltener zum bekennenden Rechtsradikalen. Der &Ouml;konom Clive Lennox, Professor an der Technischen Universit&auml;t Nanyang in Singapur, leuchtet in der Arbeit das Innenleben der rechtsextremen British National Party (BNP) aus. Er wollte herausfinden, aus welchen Regionen und Bev&ouml;lkerungsschichten die rechtsextreme britische Partei ihre Anh&auml;nger rekrutiert. Normalerweise schirmen sich rechtsradikale Parteien gut von der &Ouml;ffentlichkeit ab &ndash; Studien &uuml;ber ihre Mitglieder sind daher ein schwieriges Unterfangen. Doch 2007 trat ein hochrangiger BNP-Funktion&auml;r nach einem F&uuml;hrungsstreit aus der Partei aus und ver&ouml;ffentlichte die streng geheime Mitgliederliste im Internet. Auf der Liste standen nicht nur die Namen aller Parteimitglieder, sondern auch deren Adressen. &Ouml;konom Lennox konnte so nachvollziehen, in welchen Stadtteilen die rechte Partei besonders gro&szlig;en Zulauf hatte. Als er die Liste mit Daten aus einer Volksz&auml;hlung verglich, legte er ein erstaunliches Muster offen. In Stadtteilen, in denen viele Ausl&auml;nder leben, konnte die BNP nur schwer Fu&szlig; fassen, stellte Lennox fest. Je mehr Migranten in einem Viertel wohnten, desto weniger Briten traten dort der BNP bei. Besonders schwer tat sich die rechtsextreme Partei mit der Mitgliederwerbung in Stadtteilen, in denen gleich mehrere unterschiedliche Nationalit&auml;ten zusammenleben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/wissenswert\/wissenswert-die-besten-waffen-gegen-rechtsradikale\/6966248.html\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ntu.edu.sg\/home\/cslennox\/OEP2012.pdf\">Oxford University Press 2011<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Handelsblatt schreibt, dass rechte Parteien mit fremdenfeindlichen Parolen &ldquo;in aller Regel nicht punkten&rdquo; k&ouml;nnen. Vernachl&auml;ssigt wird dabei, dass die staatstragenden Parteien den Zulauf zu diesen Parteien sehr genau beobachten und reagieren. So traten die Republikaner 1989 zu den Wahlen in Berlin und zum Europaparlament u.a. mit dem Thema &ldquo;Asylmissbrauch&rdquo; an und erzielten  beachtliche Erfolge, ebenso bei etlichen Kommunalwahlen in der Folge. Vielleicht erinnern Sie sich an den Wahlkampfspot der Republikaner in Berlin: Asylbewerber, Chaoten, die Autos umst&uuml;rzen und Steine auf Polizisten werfen, Brandstifter, einen Fixer nach dem &ldquo;goldenen Schuss&rdquo; tot neben der Toilette. Schnitt: Friedliche t&uuml;rkische Eltern beim Stadtbummel mit ihren Kindern. Unterlegt wurde das Ganze mit der Musik von Morricone aus dem Film &ldquo;Spiel mir das Lied vom Tod&rdquo;. Im zweiten Teil des Spots f&uuml;gte der Berliner Parteivorsitzende der Republikaner, dann alles zusammen: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1989\/05\/subtil-gehetzt\">Chaoten, Fixer, T&uuml;rken &ndash; alles eine Chose<\/a>.<br>\nDas Agieren der Rechten trug zu einer fremdenfeindlichen Stimmung bei, die u.a. zu schwersten fremdenfeindlichen Gewalttaten vor allem gegen Asylbewerberunterk&uuml;nfte (Rostock-Lichtenhagen 1992) f&uuml;hrten. Das Wort &ldquo;Asylant&rdquo; verkam zum Schimpfwort. Trotz einiger Gegenreaktionen innerhalb der Zivilgesellschaft haben die Parteien dieser politischen Stimmung Rechnung getragen und 1993 eine &uuml;ber den Asylkompromiss erzielte Asylrechtsreform in Kraft gesetzt, die das Asylrecht wesentlich einschr&auml;nkte. Sicherlich kann fremdenfeindliche Stimmung nicht allein rechtsextremen Parteien zugeschrieben werden. Aber die staatstragenden Parteien reagieren darauf  &uuml;ber das Eingehen auf deren Programmatik, z.B. durch die Asylrechtsreform. Zwar wird der weitere Zulauf zu diesen Parteien verhindert, jedoch kann der Preis solcher Strategien sehr hoch ausfallen. &ndash; Man darf gespannt sein, wie die Reaktion auf die &ldquo;Armutsmigranten&rdquo; aus Rum&auml;nien und Bulgarien sowie die wieder steigende Anzahl von Asylsuchenden ausfallen wird.<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt: <strong>&ldquo;Das bedeutendste Volk Europas&rdquo;<\/strong><br>\nEin namhafter deutscher Historiker erkl&auml;rt die Deutschen zum &ldquo;vielleicht bedeutendste(n) Volk Europas&rdquo; und sagt eine R&uuml;ckkehr zum offiziellen Absingen der ersten Strophe des &ldquo;Deutschlandliedes&rdquo; voraus (&ldquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&rdquo;). Wie der Historiker Arnulf Baring in seiner Festrede beim diesj&auml;hrigen Festakt zum &ldquo;Tag der Heimat&rdquo; des &ldquo;Bundes der Vertriebenen&rdquo; (BdV) am Samstag behauptete, litten &ldquo;die Deutschen&rdquo; zur Zeit unter einer kollektiven &ldquo;psychischen Sch&auml;digung&rdquo;, die sich darin &auml;u&szlig;ere, dass sie die Abtretung der fr&uuml;heren Ostgebiete des Deutschen Reichs nicht als einen schweren Verlust f&uuml;r die &ldquo;deutsche Seele&rdquo; begriffen. Zuvor hatte BdV-Pr&auml;sidentin Erika Steinbach die unl&auml;ngst verk&uuml;ndete Einf&uuml;hrung eines Gedenktages f&uuml;r die deutschen &ldquo;Vertriebenen&rdquo; in Bayern und in Hessen gelobt und die Forderung nach Etablierung eines bundesweiten Gedenktages bekr&auml;ftigt. Zudem hob Steinbach Fortschritte im Kampf um Entsch&auml;digung f&uuml;r umgesiedelte Deutsche hervor: So h&auml;tten Rum&auml;nien und Serbien die deutschen &ldquo;Vertriebenen&rdquo; mittlerweile in ihre Restitutionsgesetzgebung aufgenommen. Mit Blick auf Polen und Tschechien &auml;u&szlig;erte die BdV-Pr&auml;sidentin, es entziehe sich nur noch &ldquo;eine absolute Minderheit von L&auml;ndern ihrer historischen Verantwortung f&uuml;r die Vertreibung der Deutschen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58671\">german-foreign-policy.com<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Einstellung der Eliten zu sozialen Fragen<\/strong><br>\n&ldquo;Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein&rdquo;. Der Soziologe Michael Hartmann ist der Frage nachgegangen, inwieweit dieser ber&uuml;hmte Satz von Karl Marx auf die deutschen Eliten zutrifft. Dazu hat er knapp 1000 M&auml;nner und Frauen in Spitzenpositionen befragt.<br>\n&ldquo;Die Hartz-Reformen waren nur in einem Punkt wirklich erfolgreich, als Motor zur Senkung von L&ouml;hnen, Geh&auml;ltern und Sozialleistungen.&rdquo;<br>\nDas ist der eine Aspekt der gesellschaftlichen Realit&auml;ten, den Michael Hartmann zu Beginn seiner Studie diagnostiziert. Der andere:<br>\n&ldquo;Die reale steuerliche Belastung der 450 reichsten Deutschen mit einem Jahreseinkommen von durchschnittlich 36 Millionen Euro hat sich nach Untersuchungen des DIW allein durch die Steuerreformen der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung zwischen 1998 und 2005 von 43,1 auf nur noch 31 Prozent verringert.&rdquo;<br>\nImmer mehr B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger halten diese Entwicklungen f&uuml;r absolut ungerecht. Trotzdem wurden sie ohne gro&szlig;e Widerspr&uuml;che aus dem Kreis der Eliten als alternativlos durchgesetzt. Welche Einstellungen liegen dieser Einigkeit zugrunde, welche Faktoren speisen sie? Diesen Fragen geht der Elitenforscher Michael Hartmann &ndash; nach Untersuchungen aus den Jahren 2002 und 2007 &ndash; in seiner aktuellen Studie &ldquo;Soziale Ungleichheit &ndash; kein Thema f&uuml;r Eliten?&rdquo; nach. In der Einleitung definiert er seinen Forschungsgegenstand und legt dar, wer dazugeh&ouml;rt:<br>\n&ldquo;Man guckt sich an, wenn es um die Kernelite geht, welche Positionen sind wirklich typisch f&uuml;r die allererste Ebene von F&uuml;hrungspositionen. Und da kann man sagen, das sind dann eben die Bundesregierung, die Ministerpr&auml;sidenten, das ist unstrittig, die Vorstandsvorsitzenden, die Aufsichtsratsvorsitzenden der gro&szlig;en Unternehmen, die vorsitzenden Bundesrichter. Also das sind alles Positionen wie in den Medien die Intendanten, die Programmdirektoren bei den H&ouml;rfunkmedien, die Chefredakteure und Herausgeber bei den Printmedien.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/2222024\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sind Drohnen erfolgreiche Waffen gegen Terroristen?<\/strong><br>\nDas halbautonome Stammesgebiet Nordwaziristan gilt als eine der gef&auml;hrlichsten Gegenden der Welt. In der unwirtlichen Bergregion an der Grenze zu Afghanistan tummeln sich verschiedene islamistische Extremistengruppen, unter ihnen die Pakistan Tehrik-e Taliban und das Haqqani-Netzwerk. Aus Sicht Washingtons sind Drohnen das effizienteste Mittel im Kampf gegen diese Terroristen. Kritiker hingegen argumentieren, dass die Angriffe kontraproduktiv seien, weil sie den Islamisten Zulauf verschafften. Die USA haben nach eigenen Angaben zwischen 2009 und 2012 mit Drohnen 22 der 30 rangh&ouml;chsten Mitglieder der Kaida ausl&ouml;schen k&ouml;nnen. Ziel der Angriffe sind demnach nur hochkar&auml;tige Terroristenf&uuml;hrer, die auf einer Todesliste stehen. Ein 2012 ver&ouml;ffentlichter Bericht der Universit&auml;ten Stanford und New York kam jedoch zum Schluss, dass die meisten Opfer Fusssoldaten waren und nur zwei Prozent bekannte F&uuml;hrungsfiguren. Noch umstrittener ist die Frage, wie viele Zivilisten bei Drohnenangriffen ums Leben kommen. Die USA vertreten den Standpunkt, dass die modernen Pr&auml;zisionswaffen kaum zivile Opfer fordern. Sie betrachten aber auch schlichtweg alle m&auml;nnlichen Get&ouml;teten im kampff&auml;higen Alter als Extremisten. Organisationen, die Opfer z&auml;hlen und kategorisieren, sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Die Statistik des Bureau of Investigative Journalism ist die detaillierteste. Die in Grossbritannien beheimatete Organisation wertet lokale Medienberichte und offizielle Stellungnahmen aus, hat aber auch Informanten am Ort. Laut ihren Sch&auml;tzungen sind seit 2004 in Pakistan bei 372 Drohnenangriffen bis zu 3570 Personen get&ouml;tet worden. Unter den Opfern befanden sich demnach 411 bis 890 erwachsene Zivilisten und 167 bis 197 Kinder.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130826_02.gif\" alt=\"Drohnenangriffe in Pakistan\" title=\"Drohnenangriffe in Pakistan\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/in-pakistan-waechst-der-widerstand-gegen-amerikanische-angriffe-in-den-stammesgebieten-an-der-grenze-zu-afghanistan-1.18137373?extcid=Newsletter_23082013_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Schrecken der Demokratie<\/strong><br>\nImmer wieder liest man im Westen mit Erstaunen, dass auch liberale &auml;gyptische Intellektuelle sich hinter das harte Vorgehen der Armee gegen die Muslimbr&uuml;der stellen. Einen von ihnen, den Schriftsteller, Essayisten und Kulturredaktor Youssef Rakha, haben wir gebeten, seine Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Haltung darzulegen.<br>\nIn der Wahrnehmung westlicher Medien und Politiker scheinen die j&uuml;ngsten Ereignisse in &Auml;gypten hinl&auml;nglich klar. Nachdem die Armee am 3. Juli einen demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten abgesetzt und hinter Gitter gebracht hatte, ging sie gegen die Protestlager seiner Anh&auml;nger vor und l&ouml;ste sie am 14. August gewaltsam auf, wobei &uuml;ber 500 Zivilisten ums Leben kamen; in der Folge er&ouml;ffnete sie die Jagd auf die verbliebenen F&uuml;hrungsfiguren der Muslimbruderschaft und der mit dieser affiliierten Gruppierungen. (&hellip;)<br>\nMit Ausnahme der Festsetzung Mursis und der Schlie&szlig;ung von vier Fernsehkan&auml;len (die sich allerdings allesamt der Verleumdung und des Aufrufs zur Gewalt schuldig gemacht hatten) wurden die Verhaftung f&uuml;hrender Muslimbr&uuml;der und die Verfahren gegen sie auf dem geltenden Rechtsweg eingeleitet. Es trifft zwar zu, dass die &auml;gyptischen Medien derzeit den weitgehend unterschiedslos auf die Muslimbr&uuml;der applizierten Begriff &laquo;Terroristen&raquo; &uuml;berstrapazieren &ndash; das ist ein &uuml;bler Auswuchs des patriotischen Backlash, mit dem die &laquo;religi&ouml;s gepr&auml;gte Gesellschaft&raquo;, als die &Auml;gypten sich nun einmal definiert, ihr eigenes Frankensteinsches Ungeheuer verteufelt. Anderseits bleibt zu bedenken, dass das Verbot der Muslimbruderschaft im Interesse einer konsequenten Scheidung von Religion und Politik erwogen wird und dass es von bestehenden Gesetzen gest&uuml;tzt wird, die geheime und gewaltt&auml;tige Organisationen verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/feuilleton\/uebersicht\/die-schrecken-der-demokratie-1.18137812\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gegen diese Hoffnung, dass es sich beim Eingreifen des Milit&auml;rs um eine &bdquo;Neuentdeckung&ldquo; der Demokratie und um einen &bdquo;Neubeginn&ldquo; handelt, argumentiert allerdings Jens Berger <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18380\">&bdquo;Arabischer Winter &ndash; Wenn &bdquo;Demokratie&ldquo; zum Kampfbegriff wird&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> &Auml;hnlich wie der Schriftsteller Youssef Rakha argumentieren auch andere &auml;gyptische Intellektuelle wie der Regisseur Samir Nasr; <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=37756\">dazu hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Prozess gegen Bo Xilai: China statuiert ein Exempel<\/strong><br>\nDas Verfahren gegen Bo Xilai ist der gr&ouml;&szlig;te Schauprozess in China seit 30 Jahren.  Chinas Propagandaapparat ist zust&auml;ndig f&uuml;rs Umschreiben von Geschichte und die Umdeutung der Gegenwart. Er hat die folgenden Wahrheiten verk&uuml;ndet: Der Prozess gegen den ehemaligen Partei-Granden Bo Xilai zeigt erstens, wie todernst es der KP mit dem Kampf gegen die Korruption ist. Und zweitens: &ldquo;Jeder ist gleich vor dem Gesetz. Ein Prinz wird genauso verurteilt wie ein normaler B&uuml;rger. Der Rechtsstaat ist eine Tatsache&rdquo; (so die Justizzeitung). &ndash; Dieser Prozess ist nicht dazu da, Recht zu sprechen. Er kennt nur ein Ziel: den Schaden f&uuml;r die Partei klein zu halten. Die F&uuml;hrung will dreierlei: erstens, den Skandal so schnell wie m&ouml;glich hinter sich bringen &ndash; im Herbst sollen neue Reformen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik diskutiert werden. Zweitens, einen Bruch in der Partei vermeiden &ndash; Bo Xilai hat noch immer viele Sympathisanten. Also darf das Urteil nicht zu harsch ausfallen: keine Todesstrafe, nicht lebenslang, blo&szlig; keinen M&auml;rtyrer schaffen. Und drittens den Imageschaden beim Volk minimieren. Deshalb der k&uuml;hne Versuch, die PR-Katastrophe zum Symbol politischen Fortschritts umzudeuten. Steht Bo Xilai also vor Gericht, weil er korrupt war?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prozess-gegen-bo-xilai-china-statuiert-ein-exempel-1.1752659\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn es in Chinas Politklasse diverse Fraktionen gibt, so bestimmt anscheinend quer durch diese Fraktionen auch die Abstammung die Laufbahn k&uuml;nftiger Spitzenkader. Prinzlinge nennt man die S&ouml;hne und T&ouml;chter einflussreicher KP-Funktion&auml;re, die aus dem Kreis der  Revolution&auml;re, Republikgr&uuml;nder und Kampfgef&auml;hrten um Mao stammen. Durch ihre  Beziehungen sind sie entweder reich geworden oder weit oben in die Polit-Hierarchie vorgedrungen. Bei Bo Xilai &ndash; sein Vater war der legend&auml;re Bo Yibo &ndash; trifft beides zu. Auch die Familie des fr&uuml;heren chinesischen Premierministers Wen Jiabao hat laut New York Times ein Verm&ouml;gen von mindestens 2,7 Milliarden Dollar <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/asien\/wen-jiabao-ein-freund-deutschlands-geht-12101473.html\">angeh&auml;uft<\/a>.<br>\nSelbst die Familie des amtierenden Pr&auml;sidenten Xi Jinping soll laut Nachrichtendienstleister Bloomberg 302 Millionen Euro in der Steueroase Hongkong <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F08%2F22%2Fa0077&amp;cHash=45828d6b48e1be2283574a92fb93093d\">gebunkert haben<\/a>.<br>\nStellt sich die Frage, wie ernst dem Prinzling Xi Jinping der angek&uuml;ndigte Kampf gegen Korruption und  Vetternwirtschaft sein kann. Er m&uuml;sste bei dem Parteiadel anfangen, der ihn gew&auml;hlt hat. &ndash; Wer einen anschaulichen Einblick in die Rolle der Prinzlinge und in die Instrumentalisierung der Rechtsprechung durch Chinas Parteikader erhalten m&ouml;chte, sei auf den Kriminalroman &ldquo;Tod einer roten Heldin&rdquo; von Qiu Xiaolong verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Zeugen Angelas<\/strong><br>\nEinlullen, abwiegeln und beschwichtigen, die Taktik der Sekte &ldquo;Zeugen Angelas&rdquo;. Ein Aussteiger der Glaubensgemeinschaft, die auch unter dem Namen &ldquo;CDU&rdquo; bekannt ist, berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/extra_3\/videos\/extra5873.html\">extra 3<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18401","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18401","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18401"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18401\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28486,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18401\/revisions\/28486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}