{"id":18454,"date":"2013-08-30T09:07:22","date_gmt":"2013-08-30T07:07:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454"},"modified":"2013-08-30T09:37:50","modified_gmt":"2013-08-30T07:37:50","slug":"hinweise-des-tages-1955","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<\/p><p>Wir m&ouml;chten Sie darauf hinweisen, dass heute aus terminlichen Gr&uuml;nden leider keine Hinweise II erscheinen werden.<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h02\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h03\">10,8 Milliarden Dollar f&uuml;r die NSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h04\">Dierk Hirschel &ndash; Das Jobwunder-M&auml;rchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h05\">Von Erfolgsmeldungen und der Wirklichkeit: Nur monatlich 0,3 Prozent der &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Empf&auml;nger beenden ihre Hilfebed&uuml;rftigkeit durch Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h06\">Armutsgef&auml;hrdung in Ostdeutschland nach wie vor h&ouml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h07\">L&ouml;hne sinken st&auml;rker als vom IWF berechnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h08\">Versicherungskonzern Zurich: Ackermann tritt als Verwaltungsratschef zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h09\">Milit&auml;risch-industrieller Komplex: Kungelei zwischen EADS, Bundeswehr und Verteidigungsministerium aufgedeckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h10\">Deutsche Autohersteller mit 177 Millionen Euro subventioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h11\">Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr: Aufkl&auml;rer ohne Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h12\">Verfassungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h13\">Flassbeck: &bdquo;Spekulationsblasen platzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h14\">Elitenf&ouml;rderung statt Baf&ouml;g f&uuml;r Alle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h15\">Sven G&ouml;smann wird dpa-Chefredakteur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h16\">Franziska Augstein: Blome eine &ldquo;Katastrophe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454#h17\">Medienkontrolle in der T&uuml;rkei: Der kontrollierende Mann am Bosporus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18454&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Camerons Gefecht nach Milibands R&uuml;ckzug<\/strong><br>\nGro&szlig;britanniens Premierminister bangt um die sicher geglaubte Mehrheit f&uuml;r den Syrien-Einsatz. Die Labour Party will vorerst nicht zustimmen&hellip;<br>\nDoch am Mittwoch glitten Cameron die Ereignisse aus den H&auml;nden. Nicht nur Abgeordnete, auch Kirchenm&auml;nner, ehemalige Gener&auml;le und Botschafter, selbst UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon kritisierten den geplanten Einsatz. In seiner eigenen Fraktion zeichnete sich Widerstand von etwa achtzig Abgeordneten ab. Allerorten wurde nach den Zielen und Folgen der Milit&auml;roperation sowie deren Rechtsgrundlage gefragt. In dieser Stimmung &auml;nderte Miliband seinen Kurs. Zun&auml;chst verlangte er eine st&auml;rkere Ber&uuml;cksichtigung der Vereinten Nationen, erweckte aber noch den Eindruck, einem entsprechend nachgebesserten Regierungsantrag zuzustimmen. Am sp&auml;ten Nachmittag schaltete er dann auf Konfrontation und lie&szlig; Cameron am Telefon wissen, dass die Labour Party ihr Placet f&uuml;r Luftschl&auml;ge erst erteilen werde, wenn der Bericht der UN-Waffeninspektoren vorliege &ndash; also fr&uuml;hestens in der kommenden Woche.<br>\nCameron sind einstweilen die H&auml;nde gebunden<br>\nNach anf&auml;nglicher Weigerung f&uuml;gte sich Cameron ins Unvermeidliche und lie&szlig; den Unterhausantrag am Abend &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/grossbritannien-und-syrien-camerons-gefecht-nach-milibands-rueckzug-12551847.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der britische Premier verlor gestern Abend eine Abstimmung zu einem Milit&auml;rschlag gegen Syrien. Er will sich nun bei der Entscheidung nicht &uuml;ber den Willen der Abgeordneten hinwegsetzen, musste Cameron zusichern.<\/em><br>\n<em>Die zweite Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats ging gestern ergebnislos auseinander.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Weil Labour-F&uuml;hrer Ed Miliband zarte Zweifel hegt, wird er von der Regierung als <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/aug\/29\/syria-ed-miliband-succour-assad\">&bdquo;fucking cunt&ldquo; und &bdquo;copper-bottomed shit&ldquo; bezeichnet<\/a>, was wir an dieser Stelle lieber nicht &uuml;bersetzen wollen. Wie tief sind die Tories eigentlich gesunken?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obama Willing to Pursue Solo Syria Strikes<\/strong><br>\nPresident Obama is prepared to move ahead with a limited military strike on Syria, administration officials said on Thursday, even with a rejection of such action by Britain&rsquo;s Parliament, an increasingly restive Congress, and lacking an endorsement from the United Nations Security Council&hellip;<br>\nAlthough the officials cautioned that Mr. Obama had not made a final decision, all indications suggest that the strike could occur as soon as United Nations inspectors, who are investigating the Aug. 21 attack that killed hundreds of Syrians, leave the country&hellip;<br>\nThe White House is to present its case for military action against Syria to Congressional leaders on Thursday night. Administration officials assert that the intelligence will show that forces loyal to President Bashar al-Assad carried out the chemical weapons attack in the suburbs of Damascus.<br>\nThe intelligence does not tie Mr. Assad directly to the attack, officials briefed on the presentation said, but the administration believes that it has enough evidence to carry out a limited strike that would deter the Syrian government from using these weapons again.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/08\/30\/us\/politics\/obama-syria.html?hp&amp;_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Assads elektronischer Pr&auml;ventivschlag<\/strong><br>\nMit dem Hackerangriff auf die &bdquo;New York Times&ldquo; hat die syrische Cyberguerilla ins Zentrum der argumentativen Kriegsvorbereitung getroffen. Die Zeitung bereitet ihr Publikum seit Monaten auf eine Milit&auml;raktion gegen Assad.<br>\nDie &bdquo;New York Times&ldquo; hat ihr Publikum seit Monaten auf eine Milit&auml;raktion gegen das Assad-Regime vorbereitet, ein Publikum, das sich mehrheitlich als liberal beschreibt und daher glaubt, kriegerischen Eskapaden gegen&uuml;ber besonders kritisch eingestellt zu sein. Um ein solches Publikum f&uuml;r die Anwendung von Gewalt zu gewinnen, erst recht f&uuml;r einen Angriff ohne die v&ouml;lkerrechtlich vorgeschriebene Erm&auml;chtigung des Sicherheitsrates, m&uuml;ssen die Bedenken umst&auml;ndlich ausger&auml;umt werden &ndash; und je mehr Umst&auml;nde man dabei macht, desto besser.<br>\nDas Hin und Her eines vermeintlichen Schlingerkurses kann die wirksamste Kriegsvorbereitung sein, da hinterher gesagt werden kann, das F&uuml;r und Wider sei ersch&ouml;pfend er&ouml;rtert worden. Informationen &uuml;ber einen bevorstehenden Krieg zu sammeln hei&szlig;t, sich auf etwas einstimmen zu lassen, das aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin geschehen wird&hellip;<br>\nDie Hacker, die sich hinter dem Namen einer &bdquo;Syrischen elektronischen Armee&ldquo; (SEA) verbergen, haben sich f&uuml;r den Angriff, der am Dienstagnachmittag und teilweise bis in den sp&auml;ten Abend die Internetseite der &bdquo;New York Times&ldquo; unerreichbar machte, das perfekte Ziel und den richtigen Zeitpunkt ausgesucht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/hackerangriff-auf-new-york-times-assads-elektronischer-praeventivschlag-12550302.html\">F.A.Z.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein bemerkenswert kritischer Artikel in der FAZ &uuml;ber die kriegstreibende Meinungsmache der NYT. Die Frage bleibt, macht es die FAZ oder andere deutsche Medien nicht genauso?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang Michal &ndash; Warum sich Syrien hervorragend als Wahlkampfthema eignet<\/strong><br>\nEin Milit&auml;rschlag w&uuml;rde den Nahen Osten weiter destabilisieren, den Terrorismus st&auml;rken und die &Uuml;berwachung des Westens zementieren.<br>\nDie gro&szlig;en Staatsm&auml;nner unter den Journalisten und Meinungsforschern (in Deutschland gibt es eine Menge davon!) heben jetzt mahnend ihre staatsm&auml;nnischen Zeigefinger und erkl&auml;ren, der Syrien-Konflikt eigne sich ganz und gar nicht als Wahlkampfthema.<br>\nLeider eignet sich Syrien hervorragend als Wahlkampfthema. [&hellip;]<br>\nMit dieser Strategie, die uns seit 2001 von einer zunehmend paranoider werdenden Supermacht aufgezwungen wird, ist eine ausgleichende Friedens- und Entwicklungspolitik unvereinbar. Und genau das geh&ouml;rt in den jetzigen Wahlkampf. Denn wir haben soeben zehn Wochen lang erfahren m&uuml;ssen, mit welcher Perfidie und Kaltschn&auml;uzigkeit wir von unseren Verb&uuml;ndeten ausspioniert werden, welche Methoden die Geheimdienste anwenden, um Kritiker zum Schweigen zu bringen, welche L&uuml;gen sie uns auftischen, um die Sicherheit raffgieriger Eliten zu gew&auml;hrleisten, und wie arrogant die Verantwortlichen mit uns umspringen, wenn wir Aufkl&auml;rung verlangen.<br>\nEin Vergeltungsschlag gegen Syrien z&auml;hlt zu jenen Mitteln, die den &Uuml;berwachungsstaat zementieren helfen. Denn die Ausweitung des B&uuml;rgerkriegs im Nahen Osten wird den Terroristen Zulauf bescheren. Und genau das ist es, was eine Politik-Alternative im Wahlkampf thematisieren muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/63271\/warum-sich-syrien-hervorragend-als-wahlkampfthema-eignet\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><strong>Nur der Krieg darf Gegner sein<\/strong><br>\n&ldquo;Alle warten auf Obamas Befehl&ldquo;, &uuml;berschrieb Spiegel online einen Beitrag. Wie selbstverst&auml;ndlich wird da &uuml;ber einen anstehenden Milit&auml;rschlag berichtet, und routinem&auml;&szlig;ig werden auch von Journalisten einige Eventualit&auml;ten durchgespielt. Auch andere Berichterstatter zeigten sich darin ge&uuml;bt. Wir kennen dies aus vorangegangenen Kriegseins&auml;tzen des &ldquo;Westens&rdquo;.<br>\nDas alles liegt erst einen Tag zur&uuml;ck. Heute muss Spiegel online mit &ldquo;Amerikas Angst vor einem zweiten Irak&rdquo; aufmachen. Das aber trifft gar nicht den Punkt. Denn wenn es so w&auml;re, h&auml;tte es Obama doch gar nicht so weit kommen lassen. Nein, es ist &ndash; in den USA wie in England und auch in Frankreich &ndash; vielmehr dieser Kontrapunkt, der die Kriegsbegeisterten zur&uuml;ckh&auml;lt: Die Bev&ouml;lkerungen hier wie dort sind gegen den Krieg. Und wohl auch einige Parlamentarier. Nur das h&auml;lt den emsigen englischen Premier Cameron zur&uuml;ck: &ldquo;Der britische Premier David Cameron, der bisher auf Eile dr&auml;ngte, will nun erst den Bericht der Uno-Inspektoren abwarten, der wahrscheinlich Anfang n&auml;chster Woche kommt&rdquo;, berichtet der Spiegel ebenda. Eine entsprechende Entwicklung wird heute fr&uuml;h auch aus den USA und am Nachmittag auch aus Frankreich gemeldet. W&auml;hrend die vom Volk gew&auml;hlten Regierungen den Krieg wie selbstverst&auml;ndlich als Mittel der Politik begreifen, sind diejenigen, die diese Regierungen gew&auml;hlt haben, mehrheitlich dagegen. Und sie liegen richtig, denn, wie wir es einleitend formuliert haben: Der Krieg selbst ist der Gegner. Der Gegner des Friedens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/08\/kriegsyrien-nur-der-krieg-darf-gegner-sein\/#sthash.6H2OKJD9.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrien: Die deutsche Verantwortung<\/strong><br>\nDie Uhr tickt, die Westm&auml;chte bereiten sich auf einen Milit&auml;rschlag gegen Syrien vor. Deutschland sichert Unterst&uuml;tzung zu. Und das, obwohl Experten vor einem milit&auml;rischen Eingriff in dieser un&uuml;bersichtlichen Situation dringend warnen. Denn nicht nur, dass noch immer nicht klar ist, wer Nervengift eingesetzt hat, solch eine Intervention w&uuml;rde vor allem den Djihadisten nutzen, die dank t&uuml;rkischer Unterst&uuml;tzung in den letzten Monaten in Scharen &uuml;ber die t&uuml;rkische Grenze nach Syrien eingesickert sind und dort mehr und mehr die demokratische Opposition verdr&auml;ngt haben. Treibt der NATO-Partner T&uuml;rkei ein gef&auml;hrliches Doppelspiel &ndash; einerseits Partner der NATO andererseits Unterst&uuml;tzer von Djihadisten, die die UN als Terrorgruppe eingestuft hat? Und warum schaut Deutschland, das zum Schutz der T&uuml;rkei Patriot-Raketen im Land stationiert hat, diesem Treiben tatenlos zu?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2013\/0829\/syrien.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie im Irak<\/strong><br>\nUnter Missachtung der Vereinten Nationen und unter Zustimmung Berlins k&uuml;ndigt die NATO Operationen gegen Syrien an. W&auml;hrend die UNO strikt vor Milit&auml;rschl&auml;gen gegen die syrischen Regierungstruppen warnt und mitteilt, zuverl&auml;ssige Ergebnisse &uuml;ber den Giftgas-Einsatz k&ouml;nne man fr&uuml;hestens in einigen Tagen erhalten, erkl&auml;rt der NATO-Generalsekret&auml;r, &ldquo;die Verantwortlichen&rdquo; m&uuml;ssten umgehend &ldquo;zur Rechenschaft&rdquo; gezogen werden.<br>\nNoch in dieser Woche soll endg&uuml;ltig die Entscheidung &uuml;ber Milit&auml;rschl&auml;ge gegen die syrische Regierung fallen. Deutschland will keine eigenen Truppen stellen, k&uuml;ndigt aber politische Unterst&uuml;tzung an. W&auml;hrend der neue Pr&auml;sident der Exilorganisation &ldquo;Nationale Koalition der Syrischen Revolutions- und Oppositionskr&auml;fte&rdquo; zu Gespr&auml;chen in Berlin erwartet wird, wird das auch in Syrien selbst fest verankerte oppositionelle &ldquo;Nationale Koordinationskomitee f&uuml;r Demokratischen Wandel&rdquo; in Deutschland weiterhin ignoriert. Dessen Pr&auml;sident, ein entschiedener Gegner des Assad-Regimes, erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die westliche Kriegskoalition. Demnach ist die Militarisierung des Konflikts ebenso in hohem Ma&szlig;e dem Westen anzulasten wie das Scheitern von Verhandlungen. Die Legitimation des angek&uuml;ndigten &Uuml;berfalls durch den Giftgas-Einsatz h&auml;lt der Pr&auml;sident des &ldquo;Nationalen Koordinationskomitees&rdquo; f&uuml;r einen &ldquo;vorbereiteten Coup&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58675\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spitzenteam der Linkspartei: Achter mit Strippenzieher<\/strong><br>\nWer soll Deutschland bis 2017 lenken? Diese Woche stellt tagesschau.de Spitzenkandidaten vor. Gleich acht nominierte die Linkspartei, weil keine Einigung auf ein Duo gelang. Die Partei k&auml;mpft ums politische &Uuml;berleben und mit dem fr&uuml;heren Spitzenpersonal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wahl\/koepfe\/linkspartei-spitzenteam102.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers V.B.:<\/strong> Welty setzt neue Massst&auml;be in unterirdischer Hetze &uuml;belster Couleur. Die Kommentarfunktion hat tagesschau.de f&uuml;r diesen Artikel vorsorglich deaktiviert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angela Merkel, sicher ist sicher<\/strong><br>\nEinen derartigen Wahlkampf hat das Land noch nicht gesehen. Einen Wahlkampf n&auml;mlich, der bis kurz vor dem Zieleinlauf noch immer keiner ist und wohl auch keiner mehr werden wird. Der Grund daf&uuml;r: Bis heute ist es der Opposition nicht einmal in Ans&auml;tzen gelungen, dieser Wahl ihren Stempel aufzudr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/september\/angela-merkel-sicher-ist-sicher\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><strong>Entscheidungshilfe f&uuml;r die Bundestagswahl 2013<\/strong><br>\nAls Entscheidungshilfe f&uuml;r die Bundestagswahl 2013 bieten Politikwissenschaftler der Universit&auml;t Konstanz und des Zentrums f&uuml;r Demokratie Aarau (Schweiz) ein detailliertes und forschungsorientiertes Entscheidungshilfe-Tool in Erg&auml;nzung zum Wahl-O-Mat der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung. Die alternative Entscheidungshilfe &bdquo;ParteieNavi&ldquo; wird am Donnerstag, 29. August 2013, unter <a href=\"http:\/\/www.parteienavi.de\">parteienavi.de<\/a> ver&ouml;ffentlicht. Die Konstanzer Politikwissenschaftler bieten Medienvertretern w&ouml;chentliche Auswertungen der dadurch gewonnenen Informationen an.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.aktuelles.uni-konstanz.de\/presseinformationen\/2013\/102\/\">Universit&auml;t Konstanz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.parteienavi.de\/\">parteienavi.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.G.:<\/strong> Vergleichbar zum Wahl-O-Mat erstellt das Tool ein politisches Profil des Nutzers und gleicht dieses mit den Parteipositionen ab. Im Gegensatz zum Wahl-O-Mat bezieht ParteieNavi die Parteipositionen jedoch nicht aus den Selbstdarstellungen der Parteien, sondern auf Basis der Einsch&auml;tzung von unabh&auml;ngigen Experten aus der Politikwissenschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>10,8 Milliarden Dollar f&uuml;r die NSA<\/strong><br>\nUnterlagen aus dem Enth&uuml;llungsfundus von Edward Snowden zeigen, wie sich die Ausgaben f&uuml;r die 16 US-Spionagebeh&ouml;rden seit dem 11. September 2001 erh&ouml;ht haben. Knapp 40 Milliarden Euro stehen f&uuml;r die Spionagebeh&ouml;rden in einem vertraulichen Budgetentwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/snowden-enthuellung-10-8-milliarden-dollar-fuer-die-nsa,1472596,24159808.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: $52.6 billion &ndash; The Black Budget<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-srv\/special\/national\/black-budget\/\">Washington Post<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dierk Hirschel &ndash; Das Jobwunder-M&auml;rchen<\/strong><br>\nDie professionellen Auguren erkl&auml;ren die hohen Zustimmungswerte f&uuml;r die Regierung mit der guten Wirtschaftslage. Mehr Jobs und eine wettbewerbsf&auml;hige Industrie machen den deutschen Michel gl&uuml;cklich. Auf den ersten Blick hat die &bdquo;erfolgreichste Regierung seit der Wiedervereinigung&ldquo; ganze Arbeit geleistet: Heute gibt es so viele Jobs wie noch nie. Die Erwerbst&auml;tigkeit erreicht mit fast 42 Millionen Personen einen neuen Rekord. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Unsere Nachbarn beneiden uns um das &bdquo;deutsche Jobwunder&ldquo;.<br>\nDoch der Schein tr&uuml;gt. Die schwarz-gelbe Arbeitsmarktbilanz h&auml;lt keiner genauen Pr&uuml;fung stand. Ein gro&szlig;er Teil des angeblichen Jobwunders resultiert aus der reinen Umverteilung vorhandener Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-zum-arbeitsmarkt-das-jobwunder-maerchen,1472602,24150904.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von Erfolgsmeldungen und der Wirklichkeit: Nur monatlich 0,3 Prozent der &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Empf&auml;nger beenden ihre Hilfebed&uuml;rftigkeit durch Arbeit<\/strong><br>\n&bdquo;Lediglich 23 Prozent der Hartz-IV-Bezieher haben 2012 einen neuen Arbeitsplatz gefunden.&ldquo; Das meldeten die Bild-Zeitung und zahlreiche weitere Medien k&uuml;rzlich. Sie beriefen sich dabei auf Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die die Linksfraktion angefordert hatte. Das eigentliche Problem ist aber noch weitaus gr&ouml;&szlig;er. Im Monatsdurchschnitt finden nur 0,3 Prozent der &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Empf&auml;nger eine Arbeit, die ihre Hilfebed&uuml;rftigkeit beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-original\/von-erfolgsmeldungen-und-der-wirklichkeit-nur-monatlich-03-prozent-der-hartz-iv-empfanger-beenden-ihre-hilfebedurftigkeit-durch-arbeitwww.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-original\/von-erfolgsmeldungen-und-der-wirklichkeit-nur-monatlich-03-prozent-der-hartz-iv-empfanger-beenden-ihre-hilfebedurftigkeit-durch-arbeit\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Arbeitsmarkt im August 2013<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>5,191 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,423 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 9.400 (0,2%) weniger als im August 2012<\/li>\n<li>2,946 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 41.000 (1,4%) mehr als im August 2012\n<\/li><\/ul>\n<p>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (August 2012 &ndash; August 2013):<\/p>\n<p>M&auml;nner und Frauen: &ndash;4,6% in Th&uuml;ringen bis +6,6% im Saarland<br>\nFrauen &ndash;5,4% in Th&uuml;ringen bis +5,7% im Saarland (Bund: +0,1%)<br>\nM&auml;nner: -4,0% in Sachsen-Anhalt bis +8,5% in Bayern (Bund: +2,6%)<br>\nunter 25 Jahre: -14,0% in Th&uuml;ringen und Berlin bis +10,3% in Hamburg (Bund: -0,7%)<\/p><\/li>\n<ul>\n<li>67,5% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (August 2012: 68,7%)<\/li>\n<li>Von den 2,946 Millionen Arbeitslosen waren 956.000 (32,5%) im Rechtskreis SGB III (bei 156 Arbeitsagenturen!) und 1,990 Millionen (67,5%) im Rechtskreis SGB II (bei den 410 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im August 2013 insgesamt 5,022 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 76.000 (1,5%) mehr als im August 2012. <\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im August 2013 3,868 Millionen, 6.000 (0,2%) weniger als im August 2012.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im August 2013 870.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,423 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 102.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im August 2013 etwa 5,191 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 13.000 mehr ein Jahr zuvor. (<a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201308.pdf\">vgl. BA-Monatsbericht, S. 19 [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a>)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-08-29_alo0813.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 453 KB]<\/a>\n<\/p><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdung in Ostdeutschland nach wie vor h&ouml;her<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdung war im Jahr 2012 in den neuen L&auml;ndern nach wie vor deutlich h&ouml;her als im fr&uuml;heren Bundesgebiet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Armutsgef&auml;hrdungsquote in Ostdeutschland bei 19,7 % und in Westdeutschland bei 14,0 %. Das Statistische Bundesamt ver&ouml;ffentlicht Daten zur Armutsgef&auml;hrdung auf Grundlage des Mikrozensus seit dem Jahr 2005. Seitdem haben sich die Armutsquoten in Ost- und Westdeutschland zwar angen&auml;hert, dennoch blieb die Armutsgef&auml;hrdung in Ostdeutschland auch 2012 h&ouml;her. 2005 galten 20,4 % der ostdeutschen Bev&ouml;lkerung und 13,2 % der Menschen in Westdeutschland als armutsgef&auml;hrdet.<br>\nAm geringsten ist die Armutsgef&auml;hrdung seit 2005 durchg&auml;ngig in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern, am h&ouml;chsten seit 2010 in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. 2012 lag das Armutsrisiko in Baden-W&uuml;rttemberg bei 11,1 % und in Bayern bei 11,2 %. In Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern war es rund doppelt so hoch (Bremen 23,1 %; Mecklenburg-Vorpommern 22,9 %).<br>\nIm Vergleich der Jahre 2012 und 2005 ist das Armutsrisiko am st&auml;rksten in Th&uuml;ringen und Sachsen-Anhalt gesunken. Am st&auml;rksten gestiegen ist es in Nordrhein-Westfalen und Berlin.<br>\nVon den 15 bev&ouml;lkerungsreichsten Gro&szlig;st&auml;dten der Bundesrepublik Deutschland war das Armutsrisiko im Jahr 2012 in M&uuml;nchen (11,4 %) und Stuttgart (13,4 %) am geringsten. Am h&ouml;chsten war die Armutsgef&auml;hrdung in Dortmund (26,4 %), Leipzig (25,9 %) und Duisburg (25,1 %).<br>\nIm Vergleich zum Jahr 2005 ist das Armutsrisiko in Hamburg, N&uuml;rnberg und Dresden gesunken. In den &uuml;brigen untersuchten Gro&szlig;st&auml;dten ist es gegen&uuml;ber 2005 angestiegen: Den st&auml;rksten Zuwachs bei der Armutsgef&auml;hrdung hatten Duisburg, Dortmund, D&uuml;sseldorf und K&ouml;ln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/08\/PD13_288_228.html;jsessionid=96DFA5525584DD93CB097C983A364DC9.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In den Nachrichten h&ouml;rte ich heute h&auml;ufig, dass armutsgef&auml;hrdet sei, wer &uuml;ber ein Einkommen verf&uuml;ge, das unterhalb 60 Prozent des &bdquo;Durchschnittseinkommens&ldquo; liege. Das ist falsch, das Durchschnittseinkommen liegt h&ouml;her als der bei dieser Statistik zugrunde gelegte Wert, n&auml;mlich 60 % des Medians der &Auml;quivalenzeinkommen. Das Durchschnittseinkommen lag z.B. 2010 bei 21.470 Euro netto pro Jahr. Der Median lag bei 18.797 Euro netto pro Jahr. Der Median ist der Einkommenswert derjenigen Person, die die Bev&ouml;lkerung in genau zwei H&auml;lften teilt. Das hei&szlig;t, die eine H&auml;lfte hat ein h&ouml;heres, die andere ein niedrigeres gewichtetes Einkommen. Der Medianwert wird durch Ausrei&szlig;er nach oben oder unten nicht so stark beeinflusst, wie der Durchschnittswert.<\/em><br>\n<em>60% des Medians der &Auml;quivalenzeinkommen bedeutete gleichfalls f&uuml;r das Jahr 2010 f&uuml;r eine allein lebende Person 764 Euro, f&uuml;r ein Paar ohne Kind 1.146 Euro, f&uuml;r ein Paar mit einem Kind 1.375 Euro und mit zwei Kindern 1.604 Euro, f&uuml;r eine allein Erziehende mit Kind 993 Euro und mit zwei Kindern 1.222 Euro pro Monat http:\/\/nationalearmutskonferenz.de\/data\/Armut_Ueberblick_nak_2005_2010.pdf. (Die Werte d&uuml;rften 2012 geringf&uuml;gig h&ouml;her liegen.)<\/em><br>\n<em>In Ostdeutschland lebt also nahezu jeder F&uuml;nfte und in Westdeutschland jeder Siebte unter diesem Einkommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>L&ouml;hne sinken st&auml;rker als vom IWF berechnet<\/strong><br>\nNur sieben Prozent der Angestellten in Portugal h&auml;tten im vergangenen Jahr weniger verdient als zuvor &ndash; das behauptete zumindest der Internationale W&auml;hrungsfonds IWF in seinem Juni-Bericht &uuml;ber das Krisenland (hier als PDF). Doch die Zahl stimmt nicht, wie das portugiesische Wirtschaftsmagazin Jornal de Neg&oacute;cios nun herausfand. Der IWF hat Tausende Umfrageergebnisse bei seiner Rechnung unterschlagen. Tats&auml;chlich ist die Lage viel schlimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kuerzungen-in-portugal-loehne-sinken-staerker-als-vom-iwf-berechnet-1.1757809\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Es ist schon auffallend wie h&auml;ufig solche Fehler in der letzten Zeit passieren. Die Frage ist nur, was damit bezweckt wird? Wie tief will man die Betroffenen noch in einen Sumpf aus Armut, &Uuml;berlebenskampf und Verzweiflung ziehen? T&auml;glich h&ouml;ren und lesen wir von Meldungen, die alle denselben Tenor haben: Die Austerit&auml;tspolitik ist der falsche Weg! Trotzdem wird dieser falsche Weg unbeirrt fortgesetzt.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allm&auml;hlich macht einen diese penetrante Konzentration auf die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit einer Nation &auml;rgerlich, f&auml;llt doch die Strategie des Absenkens von Kosten und insbesondere von L&ouml;hnen als zentrale Ma&szlig;nahme weit in die wirtschaftswissenschaftliche Steinzeit zur&uuml;ck. Besonders &auml;rgerlich ist, dass selbst die Lissabonstrategie zur St&auml;rkung der Wettbewerbsf&auml;higkeit der EU schon weiter war, allein schon dadurch, dass sie von einer wissensbasierten Wettbewerbsf&auml;higkeit sprach. Entsprechend wird auf Forschungst&auml;tigkeit und auf ein gutes Ausbildungssystem gr&ouml;&szlig;ter Wert gelegt. Es wurden Quoten f&uuml;r Forschung, Universit&auml;tsausgaben, ja sogar bei Schulabbrechern als Ziel festgelegt. Nat&uuml;rlich ist diese in der EU-Politik &uuml;bliche pr&auml;zise Quotenfestlegung genauso abstrus wie bei den Maastrichtkriterien. Genauso wie bei den Schuldenquoten wird das unterschiedlichen Entwicklungs- und Spezialisierungsniveau der s&uuml;dlichen und der n&ouml;rdlichen L&auml;nder der EU nicht ber&uuml;cksichtigt. Die Portugiesen z.B. sind deutlich schlechter ausgebildet und haben eine niedrigere Qualifikation im Vergleich zum EU-Durchschnitt. Portugal hat eine Schulabbrecherquote 20,8 % (EU-Durchschnitt 12,8 %, EU-2020-Zielvorgabe 10 %). 2012 lag der Anteil der 30- bis 34-J&auml;hrigen mit einem Hochschulabschluss bei 27,2 % (EU-Durchschnitt 35,8 %, EU-2020-Zielvorgabe 40 %). Was hei&szlig;t hier flexible L&ouml;hne? Es geht um eine st&auml;rkere industrielle Basis und dabei um die F&auml;higkeit zu Produkt- und Prozessinnovationen. Auch wenn viel Produktion in Portugal zurzeit Teil einer verl&auml;ngerten Werkbank ausl&auml;ndischer Firmen ist, bringen Qualit&auml;tssteigerungen durch bessere Ausbildung usw. viel, gerade im Verh&auml;ltnis zur osteurop&auml;ischen Konkurrenz. &ndash; Statt die Budgets f&uuml;r Ausbildung und Forschung zu k&uuml;rzen, m&uuml;ssten diese eigentlich erh&ouml;ht werden. &ndash; Ach ja, eine Teilstrategie der Lissabonstrategie richtet sich auf soziale Koh&auml;sion.<\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Versicherungskonzern Zurich: Ackermann tritt als Verwaltungsratschef zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Ex-Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, tritt als Verwaltungsratschef des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich zur&uuml;ck. Das gab das Unternehmen jetzt bekannt. In seiner Begr&uuml;ndung bezieht sich Ackermann auf den Tod eines Zurich-Managers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/versicherungskonzern-zurich-ackermann-tritt-als-verwaltungsratschef-zurueck-1.1757353\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers J.B.:<\/strong> Nun, wenn es um Hungertote, auch durch Lebensmittelspekulationen der Deutschen Bank versch&auml;rft, ging, dann war Herr Ackermann nicht so sensibel! Die kannte er schlie&szlig;lich nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milit&auml;risch-industrieller Komplex: Kungelei zwischen EADS, Bundeswehr und Verteidigungsministerium aufgedeckt<\/strong><br>\nDer R&uuml;stungskonzern EADS ist auf vielen Ebenen mit der Herstellung von Drohnen befa&szlig;t. Hierzu geh&ouml;ren neben kleineren und mittleren die hochfliegenden Ger&auml;te der MALE-Klasse (&raquo;Medium Altitude Long Endurance&laquo;). Im Projekt &raquo;Sagitta&laquo; will das Unternehmen den Prototyp einer Kampfdrohne entwickeln. EADS erhielt von der Bundesregierung und der Europ&auml;ischen Union umfangreiche Zuwendungen f&uuml;r Forschungsvorhaben, Ergebnisse darf die Firma selbst verwerten.  Mit Northrop Grumman, dem Hersteller des Tr&auml;gerflugzeugs &raquo;Euro Hawk&laquo;, hat sich EADS in einer GmbH zusammengeschlossen. In Vermerken der Bundeswehr wird das Verh&auml;ltnis der Firmen jedoch als &raquo;zerr&uuml;ttet&laquo; bezeichnet: Ein weiterer Hinweis, da&szlig; die &raquo;Rei&szlig;leine&laquo; f&uuml;r den Kauf weiterer US-Drohnen eine Mogelpackung war. Denn vielmehr geht es um Protektionismus zugunsten deutscher Drohnen-Hersteller. So war es auch im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP als Ausbau von &raquo;nationalen F&auml;higkeiten&laquo; zuk&uuml;nftiger unbemannter Luftfahrtsysteme festgeschrieben. &ndash; Seit Beginn seiner Amtszeit setzt sich der Verteidigungsminister f&uuml;r die EADS-Drohne ein. Mit hochrangigen EADS-Mitarbeitern traf er sich in dieser Sache zu Vier Augen-Gespr&auml;chen. &raquo;FEMALE&laquo; gilt seit einem Jahr sogar als m&ouml;glicher Ersatz f&uuml;r den &raquo;Euro Hawk&laquo;, obwohl eine Serienproduktion fr&uuml;hestens 2020 zu erwarten ist. Um der Drohne Absatzm&auml;rkte auch im Ausland zu er&ouml;ffnen, traf sich de Maizi&egrave;re mit Amtskollegen in Frankreich, Gro&szlig;britannien und in den USA. Auf seine Initiative hat die Europ&auml;ische Verteidigungsagentur angeregt, Fragen der luftfahrtrechtlichen Zulassung zivil und milit&auml;risch genutzter Drohnen zuk&uuml;nftig gemeinsam zu kl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/08-28\/034.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Autohersteller mit 177 Millionen Euro subventioniert<\/strong><br>\nDeutsche Automobilhersteller haben zwischen 2010 und 2012 von der Bundesregierung rund 177 Millionen Euro erhalten. In einer Antwort der Regierung (17\/14586) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/14407) geht hervor, dass die Gelder f&uuml;r Volkswagen, Porsche, Audi, BMW und Daimler aus den Haushalten der Ministerien f&uuml;r Bildung und Forschung, f&uuml;r Wirtschaft und Technologie, f&uuml;r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie f&uuml;r Umwelt kamen. BMW und Daimler hatten auch Investitionszusch&uuml;sse im Rahmen der Bund-L&auml;nder-Gemeinschaftsaufgabe &bdquo;Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur&ldquo; erhalten. Bei den Zahlungen der Ministerien handelte es sich &uuml;berwiegend um Zusch&uuml;sse f&uuml;r Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.<br>\nAuf die Frage nach der Nutzung von Steuerschlupfl&ouml;chern in Belgien durch deutsche Konzerne erl&auml;utert die Bundesregierung, multinationale Konzerne k&ouml;nnten ihre Steuerbelastung durch die Ausstattung belgischer Konzerngesellschaften mit Eigenkapital reduzieren. Die Bundesregierung teilt die Auffassung der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dass auf internationaler Ebene gemeinsame Anstrengungen unternommen werden m&uuml;ssten, um solche Gewinnverlagerungen k&uuml;nftig zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_08\/2013_437\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bis die gemeinsamen Anstrengungen f&uuml;r das Stopfen von Steuerschlupfl&ouml;cher Erfolge zeitigen werden, kann man vermutlich noch sehr lange warten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr: Aufkl&auml;rer ohne Datenschutz<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss zum Euro Hawk hat seine Arbeit beendet. W&auml;hrend die Regierungskoalition meint, dass Verteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re entlastet wurde, glauben SPD und Gr&uuml;ne, dass de Maizi&egrave;re mit zahlreichen Unterlagen versorgt wurde und sehr wohl &uuml;ber den Stand des gescheiterten Projektes informiert war. Das Sondervotum der Linken wirft eine neue Frage auf. Danach gibt es f&uuml;r das Aufkl&auml;rungssystem kein Datenschutzkonzept. W&auml;hrend der Euro Hawk am Boden bleibt bzw. in die USA zur&uuml;ck &uuml;berf&uuml;hrt wird, hat das Aufkl&auml;rungssystem ISIS nach den nunmehr beendeten Testfl&uuml;gen eine gro&szlig;e Zukunft vor sich. Schlie&szlig;lich ist ISIS das Modul, mit dem man h&uuml;bsch gucken kann, wie dies ein Sprecher des Verteidigungsministeriums formulierte.  Die derzeitige L&uuml;cke in der elekronischen Kampff&uuml;hrung besteht darin, dass die Position von gegnerischen Ortungsanlagen genau bekannt sein muss, damit angreifende Flugzeuge (und Schiffe) Tarnma&szlig;nahmen ergreifen k&ouml;nnen. Technisch kann ISIS eine breite Spanne von Funkfrequenzen erkennen, nicht nur den Radarfunk. Deshalb muss aus Gr&uuml;nden des Datenschutzes unterbunden werden, dass ISIS beim Flug &uuml;ber Deutschland beispielsweise den GSM-Mobilfunk mitschneidet und analysiert. Auf die Nachfrage nach dem Datenschutzkonzept von ISIS erhielt der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko die Auskunft, dass &Uuml;berwachungsdrohnen grunds&auml;tzlich in dem gesetzlich geregelten Umfang kontrolliert werden, soweit personenbezogene Daten anfallen. Au&szlig;erdem w&uuml;rde eine &ldquo;Initiativbeteiligung&rdquo; des Bundesbeauftragten f&uuml;r den Datenschutz vom 23. Juli 2013 vorliegen. Im Klartext: An diesem Datum fragte die von Peter Schaar geleitete Beh&ouml;rde erstmals nach, ob f&uuml;r ISIS ein Datenschutzkonzept vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Drohnen-fuer-die-Bundeswehr-Aufklaerer-ohne-Datenschutz-1943582.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die ganze Diskussion um das Thema Aussp&auml;hung und &Uuml;berwachung leidet etwas an der Frage, wer was wie viel wusste. Bei der Frage um die M&ouml;glichkeiten der Sp&auml;hprogramme wird viel zu wenig beachtet, dass Deutschland, die westliche Welt zurzeit kaum einer autorit&auml;ren Bedrohung von innen ausgesetzt ist. Deshalb m&uuml;ssen zumindest jetzt hohe gesetzliche H&uuml;rden f&uuml;r die Begrenzung dieser M&ouml;glichkeiten gesetzt werden, bevor sich der &Uuml;berwachungsstaat zum Selbstg&auml;nger entwickelt. Das Modul ISIS kann immense Datenmengen erfassen und filtern. Es erfasst und lokalisiert innerhalb einer Reichweite von 400 bis 500 Kilometern jede elektromagnetische Strahlung . Es ist selbstverst&auml;ndlich im Inneren eines Landes nutzbar, kann z.B. ohne Weiteres Mobilfunk, Handfunkger&auml;te oder Satellitentelefone abh&ouml;ren. Der vorl&auml;ufige Ausstieg aus dem Projekt Euro Hawk  bedeutet zun&auml;chst nur der Abschied von einer unbemannten Plattform, selbstverst&auml;ndlich wird die Technik in einer bemannten Plattform, also in Flugzeugen zum Einsatz kommen. &ndash; Siehe die sehr sch&ouml;ne Karte in der Studie <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/inhalt\/20130729-eurohawk-studie-jva.pdf\">&ldquo;Analyse der technischen F&auml;higkeiten des Euro Hawk unter dem Blickpunkt des m&ouml;glichen Einsatzes im Inneren&rdquo; [PDF &ndash; 297 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verfassungsschutz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ganz sch&ouml;n Panne<\/strong><br>\nDer Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zur NSU-Mordserie hat im wesentlichen eines deutlich gemacht: Rassismus ist in diesem Land weiterhin keine gef&auml;hrliche Haltung, sondern lediglich eine Panne im &raquo;System Bundesrepublik&laquo;. [&hellip;]<br>\nUnd es gibt weitere &raquo;Pannen&laquo;: In Hellersdorf erleben wir derzeit den Versuch einer Kopie von Lichtenhagen. Und in Duisburg organisieren Antirassisten Schutz f&uuml;r Roma, die via Facebook Brandanschl&auml;ge und Todesdrohungen erhalten. Sind das alles Pannen und Betriebsst&ouml;rungen? Und wenn die St&ouml;rung abgeklungen ist, l&auml;uft alles wieder v&ouml;llig reibungslos?<br>\nDie Pannenserie geht noch weiter: Die NPD, die im Wahlkampf wieder mal den &raquo;Sozialstaat der Deutschen&laquo; hofiert und &raquo;nationalsozialistisch&laquo; k&ouml;dert, ist so gesehen nur eine Panne im Parteiensystem. Die Haltung ihrer Mitglieder wahrscheinlich lediglich ein bisschen &raquo;menschliches Versagen&laquo;. Sarrazin fungierte nur als pannenanf&auml;lliger Typus eines Sozis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/831685.ganz-schoen-panne.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Verfassungsschutz Th&uuml;ringen : Der Hauptfeind steht immer links<\/strong><br>\nSie haben die NSU-Mordserie nicht verhindert und auch die Wahlerfolge der NPD nicht. Im Gegenteil: Die Spitzel des Verfassungsschutzes in der rechten Szene freuten sich &uuml;ber die staatliche Aufbauhilfe oder waren solche Pfeifen, dass auf ihre Informationen wenig Verlass war. Sie erscheinen schlichtweg als verzichtbar. Mindestens aber m&uuml;ssten die Regeln eines Einsatzes von V-Leuten aufs Strengste &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Verfassungsschutz-Thueringen\/!122706\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Flassbeck: &bdquo;Spekulationsblasen platzen&ldquo;<\/strong><br>\nWenn h&ouml;here Zinsen normal sind &ndash; warum l&ouml;sen sie Alarm auf den Finanzm&auml;rkten aus?<br>\nFlassbeck: Weil sich dann zum Beispiel die &bdquo;Carry Trades&ldquo; nicht mehr lohnen. Dabei nehmen Spekulanten Kredite in einer W&auml;hrung auf, deren Zinsen niedrig liegen &ndash; wie jetzt beim Dollar. Dieses Geld wird dann in L&auml;ndern investiert, die h&ouml;here Zinsen bieten, weil dort auch die Inflation h&ouml;her ist. Dies waren zuletzt Schwellenl&auml;nder wie Indien, Brasilien, die T&uuml;rkei. Wenn viele Spekulanten diesen Carry Trade betreiben, werten die W&auml;hrungen dieser L&auml;nder stark auf &ndash; was Extraprofit verspricht. Aber der Carry Trade funktioniert nur, solange alle Spekulanten fest an die Stabilit&auml;t der Zinsdifferenz glauben. Sobald die US-Zinsen steigen, kehren sich die Zahlungsstr&ouml;me um&hellip;<br>\nJeder versucht jetzt, seine Gewinne rechtzeitig mitzunehmen. Eine riesige Herde von Spekulanten versucht noch schnell von der Stra&szlig;enbahn zu springen, bevor es klingelt&hellip;<br>\nDie Aktienkurse sind gestiegen, obwohl die Wirtschaft kaum w&auml;chst. Es ist ein Alarmzeichen ersten Ranges, wie schwach sich die Weltkonjunktur entwickelt &ndash; obwohl die Zinsen bei null liegen. Die Lage in den Schwellenl&auml;ndern verursacht eine zus&auml;tzliche Unsicherheit. Dies k&ouml;nnte reichen, um erneut eine Finanzkrise auszul&ouml;sen, auch wenn sie nicht so schwer ausfallen d&uuml;rfte wie 2008&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oekonom-Flassbeck-ueber-Schwellenlaender\/!122714\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Elitenf&ouml;rderung statt Baf&ouml;g f&uuml;r Alle?<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung beschlossene Erh&ouml;hung des B&uuml;chergeldes f&uuml;r Stipendiaten sorgt auch bei vielen Studierenden f&uuml;r Kritik<br>\nKurz vor der Bundestagswahl widmet sich die Bundesregierung noch einmal der Bildung. Zum Wintersemester 2013\/2014 wird das B&uuml;chergeld f&uuml;r &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Stipendiaten erneut erh&ouml;ht. Bereits zum Sommersemester 2011 war es von 80 auf 150 Euro pro Monat angehoben worden. Damit w&uuml;rden wertwolle Freir&auml;ume f&uuml;r Stipendiaten geschaffen, schreibt die Arbeitsgemeinschaft der Begabtenf&ouml;rderung in einer gemeinsamen Pressemitteilung&hellip;<br>\n&hellip; statt selektiv nur bestimmte Gruppen zu f&ouml;rdern, k&ouml;nne durch eine Baf&ouml;g-Erh&ouml;hung f&uuml;r Alle eine Verbesserung der Lebensbedingungen f&uuml;r alle Studierenden.<br>\nAuf diese Forderung k&ouml;nnen sich alle Kritiker der Stipendiatenf&ouml;rderung einigen. Ob allerdings der Vorschlag, das B&uuml;chergeld zu spenden, eine L&ouml;sung ist, sollte gr&uuml;ndlich diskutiert werden. Denn ein Baf&ouml;g, von dem man leben kann, w&auml;re ein Rechtsanspruch. Eine Spende beh&auml;lt, mag sie auch noch so gut gemeint sein, dagegen den Charakter eines Almosens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154866\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sven G&ouml;smann wird dpa-Chefredakteur<\/strong><br>\nAlles Springer oder was? Auch der neue Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist ein &ldquo;Bild&rdquo;-Mann: Sven G&ouml;smann, 47, wird voraussichtlich zum 1. Januar Nachfolger von Wolfgang B&uuml;chner, 47, der als Chefredakteur zum &ldquo;Spiegel&rdquo; wechselt. Das hat der dpa-Aufsichtsrat heute in Frankfurt beschlossen. G&ouml;smann ist seit 2005 Chefredakteur der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;, vorher war er stellvertretender Chefredakteur der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung &ndash; praktisch ein Vorg&auml;nger von Nikolaus Blome, den B&uuml;chner gerade zum &ldquo;Spiegel&rdquo; holen will. Kai Diekmann twittert denn auch im Triumphton &ldquo;Schon wieder einer von uns: Sven G&ouml;smann wird neuer Chef von dpa!&rdquo;. Stefan Niggemeier stellt fest: &ldquo;Die &lsquo;Bild&rsquo;-Zeitung hat ihren Marsch durch die Institutionen dann weitgehend abgeschlossen.&rdquo; Mit ein Grund f&uuml;r G&ouml;smanns Wechsel d&uuml;rfte die Tatsache sein, dass der Verleger der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;, Karl Hans Arnold, im Aufsichtsrat der dpa sitzt. In G&ouml;smanns Amtszeit fiel die Entscheidung, bei der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; wieder den Basisdienst von dpa zu beziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.turi2.de\/2013\/08\/29\/heute2-sven-goesmann-dpa-chefredakteur-16344605\/\">turi2.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Franziska Augstein: Blome eine &ldquo;Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\nFranziska Augstein, die Tochter von Spiegel-Gr&uuml;nder Rudolf Augstein, lehnt Nikolaus Blome als Mitglied der Chefredaktion des Nachrichtenmagazins ab. Die Entscheidung, an Blome festzuhalten, sei &ldquo;eine Katastrophe&rdquo;, sagte sie laut einer Erkl&auml;rung, die dpa vorliegt. Darin hei&szlig;t es: &ldquo;Anl&auml;sslich dieses Skandals erlaube ich mir, auf meinen Vater Rudolf Augstein zu verweisen: Er h&auml;tte diese Personalie niemals durchgehen lassen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/franziska-augstein-blome-eine-katastrophe\/2013\/08\/29.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Medienkontrolle in der T&uuml;rkei: Der kontrollierende Mann am Bosporus<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren sitzt Tuncay &Ouml;zkan bereits im Gef&auml;ngnis, und wenn das Anfang August im Ergenekon-Prozess verh&auml;ngte Urteil best&auml;tigt wird, wird er den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Die Richter verurteilten den Journalisten zu versch&auml;rfter lebensl&auml;nglicher Haft plus 22&frac12; Jahren. Das bedeutet: Einzelhaft und nur eine Stunde Hofgang pro Tag. &Ouml;zkan, der einen eigenen Fernsehsender besa&szlig;, hat aus seiner rechtsnationalistischen Gesinnung und seiner Antipathie gegen die islamische Partei f&uuml;r Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) nie ein Hehl gemacht. Aber ist er ein Terrorist? Liberale Journalisten sahen &uuml;ber die mangelnden Beweise und die Verletzung der Rechte der Angeklagten im Prozess lange hinweg, weil es mit &Ouml;zkan und den 22 anderen Journalisten, die verurteilt wurden, f&uuml;r sie nicht die &laquo;Falschen&raquo; traf. Dass die AKP der Kuratel durch das Milit&auml;r und seine Verb&uuml;ndeten im Geiste ein Ende bereitete, bedeutete zun&auml;chst eine St&auml;rkung der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/feuilleton\/medien\/der-kontrollierende-mann-am-bosporus-1.18139598\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>  Als Anfang August in der T&uuml;rkei die Urteile im Gro&szlig;prozess gegen 275 mutma&szlig;liche Verschw&ouml;rer und Putschisten gesprochen wurden, haben etliche Zeitungen darauf hingewiesen, dass das Verfahren immer mehr dazu diente, all jene zum Schweigen zu bringen, die sich der Ideologie der Regierung widersetzen. Leider war es das dann auch. Wenigsten die westlichen Zeitungen h&auml;tten sich in dieser Frage ausf&uuml;hrlicher mit dem EU-Kandidaten T&uuml;rkei auseinandersetzten k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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