{"id":18486,"date":"2013-09-03T09:14:09","date_gmt":"2013-09-03T07:14:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486"},"modified":"2015-11-09T13:33:26","modified_gmt":"2015-11-09T12:33:26","slug":"hinweise-des-tages-1957","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h02\">Bundestagswahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h03\">Videoaufzeichnung vom Whistleblower-Award f&uuml;r Edward Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h04\">Lehrlingsmangel in Betrieben: Suche Azubi, biete Auto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h05\">Allianz-Manager fordert Betriebsrente f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h06\">Prekarisierung ungebrochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h07\">Die Welt der Potemkinschen D&ouml;rfer des Arbeitsmarktes &ndash; oder die &ldquo;Jobwunder-M&auml;rchen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h08\">Jeder Dritte Nicht-EU-Ausl&auml;nder arbeitet atypisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h09\">Hungerlohn und dicke Geh&auml;lter &ndash; unsere gespaltene Arbeitswelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h10\">Wie Banken das Finanzamt erneut austricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h11\">Die Dauerk&auml;mpfer &ndash; Alltag mit Hartz-IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h12\">Ronald Schettkat: Von Gipfel zu Gipfel: Verlorene Generation, verlorenes Jahrzehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h13\">Paul Krugman: Love for Labor Lost &ndash; Verlorene Liebe f&uuml;r M&uuml;he und Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h14\">Arbeitsmarkt-Krise k&ouml;nnte noch 20 Jahre dauern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h15\">Renten in Frankreich: Miniref&ouml;rmchen &agrave; la fran&ccedil;aise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h16\">Antworten auf die hochschulpolitischen Wahlpr&uuml;fsteine des fzs zur Bundestagswahl 2013<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Amerikanische Web-Site enth&uuml;llt: Saudis und Rebellen tragen Verantwortung f&uuml;r Giftgas-Attacke<\/strong><br>\nDer amerikanische Au&szlig;enminister, John Kerry, konnte den Kameras kaum in die Objektive sehen, so d&uuml;rftig waren seine Beweise f&uuml;r die Regierungs-Urheberschaft des Giftgas-Anschlages im syrischen Ghouta. Dass hinderte Bundesau&szlig;enminister Westerwelle keineswegs sich der US-Meinung ungepr&uuml;ft und schnell anzuschlie&szlig;en. Auch die 3-Sat-Kulturzeit-Moderatorin Tina Mendelssohn (stellvertretend f&uuml;r die deutschen Mehrheitsmedien) verk&uuml;ndete, im Brustton der &Uuml;berzeugung, dass &ldquo;Assad&rdquo; f&uuml;r den Giftgasanschlag verantwortlich war. Eine zweite Meinung einzuholen, Fakten zu pr&uuml;fen, das alles ist in deutscher Politik und den ihr angeschlossenen Medien au&szlig;er Mode gekommen. Deshalb ver&ouml;ffentlicht die RATIONALGALERIE eine zweite, v&ouml;llig anderslautende Quelle. Die amerikanische Web-Site MINT PRESS, deren Artikel wir &uuml;bersetzt haben, ist ein eingetragenes Medienunternehmen mit Sitz in Minnesota. Die &ldquo;Minnesota Post&rdquo; hat im vergangenen Jahr ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das Unternehmen berichtet.<br>\nIn Zusammenarbeit mit Dale Gavlek stellt der Reporter Yahya Ababneh die Fragen an die Rebellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/archiv\/index_1_722.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wir weisen darauf hin, dass wir den Wahrheitsgehalt der Mint-Press-Meldung nicht verifizieren k&ouml;nnen. Es gibt jedoch keinen erkennbaren Grund, warum man den beiden genannten Journalisten weniger Glaubw&uuml;rdigkeit zusprechen sollte, als den &bdquo;offiziellen&ldquo; Quellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Story im Ersten: Wie Syrien stirbt<\/strong><br>\nNur wenige westliche Journalisten wagen sich nach Syrien &ndash; zu gef&auml;hrlich. F&uuml;r &ldquo;Die Story im Ersten&rdquo; ist der Journalist Kurt Pelda wiederholt dorthin gereist. Ihm gelangen exklusive Aufnahmen. Sie dokumentieren den Alltag des B&uuml;rgerkriegs und den Wunsch der Syrer nach Normalit&auml;t und Frieden inmitten all der Zerst&ouml;rung. Und sie dokumentieren die zunehmende Islamisierung der Gegner von Pr&auml;sident Assad. Im Mittelpunkt der &ldquo;Story im Ersten&rdquo; steht der junge Syrer Anwar. Zu Beginn des Konflikts filmt er mit seiner Digitalkamera als Aktivist der syrischen Opposition die Gr&auml;ueltaten des Regimes. Weil er an regierungsfeindlichen Demonstrationen teilgenommen hatte, verbringt er eine Zeitlang im Gef&auml;ngnis. Die Brutalit&auml;t des Krieges und das Wegschauen der westlichen Demokratien l&ouml;sen bei dem ehemaligen Lehrer, der eigentlich nicht besonders religi&ouml;s ist, nach und nach einen tiefen Wandel aus. Er schlie&szlig;t sich einer islamistischen Gruppe an. &ldquo;Sie geben mir R&uuml;ckhalt&rdquo;, erkl&auml;rt Anwar. Nun k&auml;mpft er auf den Strassen von Aleppo und versorgt seine Mitstreiter mit Waffen. Das Ziel: die Errichtung eines islamischen Staates. &Uuml;brig geblieben vom Idealismus der ersten Revolutionsstunden ist bei ihm nur noch der Wunsch nach einer neuen, g&ouml;ttlichen Ordnung, die mit der Korruption und der Willk&uuml;r des bisherigen Regimes aufr&auml;umen soll. Diese innere und &auml;u&szlig;erliche Wandlung von Anwar spiegelt sich im Verfall und der Zerst&ouml;rung der Stadt Aleppo wieder. Der Film zeichnet ein ebenso intimes wie bedr&uuml;ckendes Bild von der Lage der Menschen in diesem zerrissenen Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_detailpage&amp;v=pz8rVspNFmE\">ARD via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kurt Pelda fiel am Sonntag im Presseclub (Syrien nach dem Giftgas-Angriff &ndash; muss der Westen jetzt eingreifen?) als sachlich argumentierender und gut informierter Journalist auf. So hatte er wohl bereits die f&uuml;r amerikanische Verh&auml;ltnisse relativ detaillierte Presseerkl&auml;rung des Wei&szlig;en Hauses (<a href=\"http:\/\/www.whitehouse.gov\/the-press-office\/2013\/08\/30\/government-assessment-syrian-government-s-use-chemical-weapons-august-21\">Government Assessment of the Syrian Government&rsquo;s Use of Chemical Weapons on August 21, 2013<\/a>), im Gegensatz zu seinen Mitdiskutanten gelesen. Die Erkl&auml;rung, die Erkenntnisse der amerikanischen Geheimdienste enth&auml;lt, ist auf deutsch in der SZ erschienen (siehe NDS gestern). Pelda verwies darauf, dass die Koordination eines derart gro&szlig; angelegten Giftgasangriffs die F&auml;higkeiten der Rebellen &uuml;berschreite. In der Presseerkl&auml;rung steht u.a., Satellitenbilder h&auml;tten Starts von Raketen in einem vom Regime kontrolliertem Territorium aufgezeigt, die auf die Stadtteile Kafr Batna, Jawbar, &lsquo;Ayn Tarma, Darayya, and Mu&rsquo;addamiyah zielten, ungef&auml;hr 90 Minuten bevor in sozialen Netzwerken die ersten Meldungen von einem Chemieangriff aufkamen. In einer der Presseerkl&auml;rung beigef&uuml;gten Karte wird deutlich, dass der Angriff durchaus in der &ldquo;regime&rsquo;s frustration with its inability to secure large portions of Damascus&rdquo; begr&uuml;ndet liegen konnte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Man sollte jedoch bedenken, dass die &bdquo;Erkenntnisse der Geheimdienste&ldquo;, wie Orlando Pascheit sie nennt, sich durch unabh&auml;ngige Quellen weder verifizieren noch falsifizieren lassen. Es steht also &ndash; wie man so sch&ouml;n sagt &ndash; Aussage gegen Aussage. Ob man den US-Geheimdiensten nach dem Tonkin-Zwischenfall, der Brutkastenl&uuml;ge, dem ausgedachten Hufeisenplan und den gef&auml;lschten Beweisen, das Saddam Hussein &uuml;ber Massenvernichtungswaffen verf&uuml;gt, auch nur ein Jota an Glaubw&uuml;rdigkeit bei der Pr&auml;sentation von &bdquo;Beweisen&ldquo; zumisst, die einen Kriegseintritt der USA rechtfertigen, ist wohl jedem selbst &uuml;berlassen. Vor Gericht w&uuml;rde man einem chronischen L&uuml;gner jedenfalls nicht glauben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krieg um jeden Preis<\/strong><br>\nEine medienwissenschaftliche Studie zeigt, wie der deutsche &raquo;Qualit&auml;tsjournalismus&laquo; friedenspolitisch auf der ganzen Linie versagt&hellip;<br>\nDer Verfasser einer Studie, die am Institut f&uuml;r Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung (IPJ) in Leipzig entstanden ist, hat dies getan. Besonders erfreulich ist dabei zweierlei: Erstens ist die unter dem Titel &raquo;Meinungsmacht. Der Einflu&szlig; von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten &ndash; eine kritische Netzwerkanalyse&laquo; als Buch ver&ouml;ffentlichte Doktorarbeit von Uwe Kr&uuml;ger trotz komplizierter methodischer Probleme anschaulich geschrieben. Zweitens erh&ouml;ht sich der Nutzwert des Buchs dadurch, da&szlig; sein Autor den Lesern Namen und Adressen nennt.<br>\nDas wichtigste Ergebnis der Arbeit sei ganz zu Anfang mitgeteilt. Der im Lichte eines pluralistisch-demokratischen Medienverst&auml;ndnisses hochgradig erkl&auml;rungsbed&uuml;rftige Sachverhalt, dass gerade die einflussreichsten Printmedien eine bellizistische Schlagseite zeigen, wenn es um die Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr geht, hat mit einer besonderen N&auml;he der mit au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Fragen befassten Redakteure zu Organisationen zu tun, die den USA, der NATO oder der Bundesregierung nahestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/08-31\/002.php%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17471\">Der Einfluss der Eliten auf deutsche Journalisten und Medien<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundestagswahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie tot ist das TV-Duell?<\/strong><br>\nVorab: Ich bekenne mich schuldig. Ich bin einer der Hauptverantwortlichen f&uuml;r das strenge Regelwerk und die Sekundenz&auml;hlerei beim TV-Duell, die ein echtes Streitgespr&auml;ch be- und verhindern. Damals, 2002, war das TV-Duell neu im deutschen Wahlkampf und mein Ziel als Wahlkampfmanager des medial unsicheren CDU\/CSU-Kanzlerkandidaten war, Edmund Stoiber im Duell ein Korsett und Gerhard Schr&ouml;der eine Zwangsjacke zu verpassen&hellip;<br>\nEs stellt sich die Frage, ob das TV-Duell in dieser Form &uuml;berhaupt noch zeitgem&auml;&szlig; ist. Besser w&auml;ren zwei gro&szlig;e TV-Auseinandersetzungen: ein Duell der Kanzlerkandidaten &ndash; aber nur mit einem Moderator und mit einem gelockerten Regelwerk, das auch ein l&auml;ngeres Streitgespr&auml;ch erlaubt,  das nicht permanent durch das Abhaken neuer Fragen unterbrochen wird.<br>\nUnd &ndash; noch wichtiger &ndash; wieder eine Elefantenrunde aller Spitzenkandidaten. Damit sich Kanzlerin und Kanzlerkandidat auch den Argumenten der &ldquo;Linken&rdquo;, Gr&uuml;nen und der FDP stellen m&uuml;ssen. Eine Kontroverse Trittin gegen Merkel oder Steinbr&uuml;ck gegen Br&uuml;derle oder Gysi w&auml;re spannnender und aufschlussreicher gewesen als das Duell.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=4058\">Sprengsatz<\/a>\n<p><strong>dazu: Eine Runde Vorsprung<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/kari_20130902_Finish_kol.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/kari_20130902_Finish_kol_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_4984.html\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Steinbr&uuml;ck im TV-Duell: Er kann es<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck hat das Fernsehduell gewonnen. Am Sonntagabend konnten die W&auml;hler sehen: Dieser Mann w&auml;re ein guter Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. W&auml;hlen werden sie ihn trotzdem nicht. [&hellip;]<br>\nUnd dem Mann, der als Finanzminister an der Deregulierung des Finanzsektors mitgewirkt hat, glaubte man pl&ouml;tzlich, dass er gegen die Banken vorgehen will. Dem Mann, der als Redner und Autor reich geworden ist, glaubte man pl&ouml;tzlich, dass er die Interessen der Armen im Blick hat. Dem Mann, der nie wie der Wunschkandidat seiner Partei wirkte, glaubte man pl&ouml;tzlich, ein Sozialdemokrat zu sein. [&hellip;]<br>\nSteinbr&uuml;ck hat an diesem Sonntagabend den Grund geliefert, die SPD zu w&auml;hlen: soziale Gerechtigkeit. Das muss eine Erleichterung f&uuml;r die gebeutelten Sozialdemokraten gewesen sein, die in den vergangenen Monaten an ihrer Partei irre geworden sind. Und eine Versuchung f&uuml;r jene, die noch nicht recht wissen, wem sie zuneigen sollten. Mehr kann man in so einem TV-Duell nicht erreichen: Stammw&auml;hler st&auml;rken, Wechselw&auml;hler anziehen. Wird das f&uuml;r einen Sieg bei der Bundestagswahl reichen? Nein, so funktioniert die Politik in Deutschland nicht. Leider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-steinbrueck-und-merkel-im-tv-duell-a-919827.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> 90 Minuten PR mit Peer und Jakob Augsteins Zweifel sind hinfortgeblasen? Augstein &bdquo;glaubt&ldquo; Steinbr&uuml;ck nun, dass er &bdquo;gegen die Banken vorgehen will&ldquo;? Er &bdquo;glaubt&ldquo;, dass Steinbr&uuml;ck nun &bdquo;die Interessen der Armen im Blick hat&ldquo; und &bdquo;Sozialdemokrat ist&ldquo;? Manchmal muss man doch sehr an Augsteins Professionalit&auml;t zweifeln. W&auml;re er Kolumnist in einer Sch&uuml;lerzeitung k&ouml;nnte man ja verstehen, dass er aufgrund mangelnder politischer Erfahrung zu leichtgl&auml;ubig ist. Augstein ist allerdings ein alter Hase und da macht ihn seine offen und offensiv zelebrierte Leichtgl&auml;ubigkeit letzten Endes nur unglaubw&uuml;rdig. Im Englischen gibt es das sch&ouml;ne Sprichwort &bdquo;Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me!&ldquo; (Legst du mich rein, solltest du dich sch&auml;men. Legst du mich nochmal rein, sollte ich mich sch&auml;men!]. Diesen Spruch sollte sich Jakob Augstein &ndash; so er es mit seienm &bdquo;Glauben&ldquo; &uuml;berhaupt ernst meint &ndash; einrahmen lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angela Merkel, sicher ist sicher<\/strong><br>\nEinen derartigen Wahlkampf hat das Land noch nicht gesehen. Einen Wahlkampf n&auml;mlich, der bis kurz vor dem Zieleinlauf noch immer keiner ist und wohl auch keiner mehr werden wird. Der Grund daf&uuml;r: Bis heute ist es der Opposition nicht einmal in Ans&auml;tzen gelungen, dieser Wahl ihren Stempel aufzudr&uuml;cken.<br>\nTats&auml;chlich sind laut ARD-Umfrage 52 Prozent der Deutschen zufrieden mit der schwarz-gelben Bundesregierung. Das ist der h&ouml;chste je gemessene Wert im seit 1997 ermittelten Deutschlandtrend. Daf&uuml;r erleben wir in diesem Jahr eine erstaunliche neue Polarisierung: nicht zwischen unterschiedlichen politischen Lagern, sondern zwischen Bev&ouml;lkerung und Intellektuellen. Letztere verurteilen in aller Sch&auml;rfe das neue Biedermeier, in dem sich die Menschen behaglich eingerichtet h&auml;tten. Der Philosoph Peter Sloterdijk spricht gar von einer &bdquo;Lethargokratie&ldquo;.[1] Und der Publizist und &bdquo;Freitag&ldquo;-Herausgeber Jakob Augstein wettert: &bdquo;Die Leute haben mit ihrer Kanzlerin eine Koalition der Unvern&uuml;nftigen geschlossen: Kopf einziehen, Augen schlie&szlig;en und hoffen, dass alles irgendwie vor&uuml;bergehen wird.&ldquo;<br>\nWenn sich vermeintliche Vordenker als selbst ernannte H&uuml;ter der Vernunft in Publikumsbeschimpfung ergehen, dann ist Skepsis geboten. Vielleicht ist die Lage der Menschen im Lande ja eine v&ouml;llig andere, als von den intellektuellen oberen Zehntausend analysiert?<br>\nIn der Tat: Dass in diesem Lande nichts passiert, ist eine groteske Verkennung der Lage. Dieser sitzt jedoch auch der SPD-Kandidat auf, wenn er gegen eine Kanzlerin polemisiert, die &bdquo;nichts fordert und nichts verlangt&ldquo;, und dagegen seinen &bdquo;Klartext&ldquo;-Wahlkampf unter das Motto stellt: &bdquo;Mehr PS! Bewegung statt Stillstand&ldquo;.<br>\nPS wie Peer Steinbr&uuml;ck: Klarer k&ouml;nnte man an den Bed&uuml;rfnissen der Menschen wohl nicht vorbei schwadronieren. Tats&auml;chlich erleben die B&uuml;rger seit zehn Jahren nicht Stillstand, sondern die permanente Ver&auml;nderung und das definitive Ende der alten, Bonner Republik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/september\/angela-merkel-sicher-ist-sicher\">bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit der Br&auml;sigkeit<\/strong><br>\nAm 22. September, gegen 22 Uhr schl&auml;gt nicht nur die Stunde der Wahrheit, sondern auch die von Mut und Verantwortung. Es war ein Freund Nietzsches, der Baseler Theologe Franz Overbeck, der einmal bemerkte, &bdquo;dass anders als mit Verwegenheit eine Theologie nicht wieder zu gr&uuml;nden ist&ldquo;. Ersetzt man den Ausdruck &bdquo;Theologie&ldquo; durch den Begriff &bdquo;Politik&ldquo;, so gilt das N&auml;mliche f&uuml;r den inzwischen zur &bdquo;kapitalistischen Demokratie&ldquo; (Wolfgang Streeck) degenerierenden &bdquo;demokratischen Kapitalismus&ldquo; in jenem Teil Europas, der &bdquo;Deutschland&ldquo; hei&szlig;t.<br>\nAn jenem Sonntag im September wird es nicht nur darum gehen, sich eines br&auml;sigen Gef&uuml;hls des &bdquo;Immer weiter so&ldquo; zu entledigen, sondern vor allem darum, das von Angela Merkel ingeni&ouml;s umgesetzte TINA-Prinzip ihres Vorg&auml;ngers au&szlig;er Kraft zu setzen. Schr&ouml;ders polternde Ansage &bdquo;There Is No Alternative&ldquo; ist von Merkel &ndash; ganz ohne des Machokanzlers gro&szlig;spurige Art &ndash; mit hausfraulicher Beharrlichkeit, still und leise umgesetzt worden, sodass jetzt tats&auml;chlich zur Debatte steht, ob Politik, also demokratisch gewollte und umstrittene Entscheidungen, &uuml;berhaupt noch m&ouml;glich sind. Bleibt Merkel und mit ihr Schwarz-Gelb, so wird das Abgleiten in den sanften Schlummer der &bdquo;Postdemokratie&ldquo; kaum noch zu verhindern sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Plaedoyer-fuer-neue-Koalitionsoptionen\/!122928\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Leider schafft es der Autor nicht so ganz, auch wenn er so tut, &uuml;ber den politischen Tellerrand hinaus zu schauen. Wieso eine Minderheitsregierung toleriert durch die Linke? Warum nicht eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Seehofer ist auch nach Merkels Nein f&uuml;r Pkw-Maut<\/strong><br>\nKr&auml;ftemessen zwischen CDU und CSU mitten im Wahlkampf: Merkel lehnt eine Geb&uuml;hr f&uuml;r ausl&auml;ndische Autofahrer ab, Seehofer besteht darauf.<br>\nDer CSU-Chef berief sich auf Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Vorhaben auch durch andere CDU-Landesverb&auml;nde. &bdquo;Der S&uuml;den denkt hier etwas anders.&ldquo; Dar&uuml;ber habe er mit Merkel nach dem TV-Duell gesprochen.<br>\nBundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) interpretierte Merkels Aussagen ebenfalls nicht als Absage an die von der CSU geforderten Geb&uuml;hr. Er bestritt auch, dass es in dieser Frage Differenzen zwischen Seehofer und Merkel gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/csu-chef-seehofer-ist-auch-nach-merkels-nein-fuer-pkw-maut\/8728020.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass eine PKW-Maut bei der nur Ausl&auml;nder abkassiert w&uuml;rden, nach EU-Recht gar nicht geht, das k&uuml;mmert Seehofer und Bouffier offenbar gar nicht. Es geht um chauvinistischen Wahlkampf und um sonst nichts. Ach, wenn doch die Bayern und Hessen begreifen w&uuml;rden, dass alle Maut&uuml;berlegungen nichts anderes sind, als Wegbereiter f&uuml;r eine Steuererh&ouml;hung f&uuml;r alle Autofahrer und zwar f&uuml;r alle gleich, egal ob sie eine Luxuslimousine oder einen Kleinwagen fahren. Aber das Beispiel belegt einmal mehr, wie konservative Politiker mit populistischen Vorst&ouml;&szlig;en ihre W&auml;hlerinnen und W&auml;hler an der Nase herumf&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Videoaufzeichnung vom Whistleblower-Award f&uuml;r Edward Snowden<\/strong><br>\nAm Freitag wurde in Berlin der Whistleblower-Award an Edward Snowden vergeben, bzw. an einen leeren Stuhl. Allerdings konnten trotzdem Worte von Edward Snowden verlesen werden. Wir hatten bereits &uuml;ber die Pressekonferenz berichtet. Auf der Verleihung wurden einige bemerkenswerte Reden gehalten. Die Videos sind weitgehend online.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/videoaufzeichnung-vom-whistleblower-award-fuer-edward-snowden\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bezeichnend, dass von den &uuml;berregionalen Zeitungen nur noch die taz und die Welt (?)  von der Verleihung berichteten. Immerhin wird der Preis neben der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.), und der deutschen Sektion  der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA) auch von Transparency International Deutschland e.V. verliehen. Zu den korporativen Mitgliedern von Transparency International Deutschland geh&ouml;ren u.a. die Allianz SE, die Daimler AG, die Deutsche Bahn AG, die Deutsche Lufthansa AG, die Hochtief AG sowie die Robert Bosch GmbH. Transparency International finanziert sich u. a. durch Spenden der Europ&auml;ische Kommission (1,19 Millionen Euro), das britische Department for International Development (1,25 Millionen Euro), das Ausw&auml;rtige Amt (0,55 Millionen Euro), das Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (0,48 Millionen Euro) sowie USAID (0,46 Millionen Euro). Gr&ouml;&szlig;ter Spender auf Stiftungsebene war die Bill &amp; Melinda Gates Foundation (1,37 Millionen Euro), gefolgt von der William and Flora Hewlett Foundation (0,32 Millionen Euro). Die meisten Gelder vonseiten internationaler Organisationen kamen vom Stockholm International Water Institute (0,24 Millionen Euro) und der GIZ (0,07 Millionen Euro). Gr&ouml;&szlig;ter privatwirtschaftlicher Spender war mit 0,2 Millionen Euro Ernst &amp; Young. (siehe Wikipedia). Die Vorsitzende von Transparency International Deutschland, Edda M&uuml;ller, beklagte, dass es in Deutschland keinen Schutz f&uuml;r Mitarbeiter gebe, die Missst&auml;nde in ihren Unternehmen aufdeckten. Ebenso r&uuml;gte sie den Bundestag, dass er bei der Korruptionsbek&auml;mpfung in den eigenen Reihen ein &ldquo;besch&auml;mendes&rdquo; Bild abgebe. Sch&ouml;n der Hinweis auf die Begr&uuml;ndung des CIA-Chefs Woolsey im Jahre 2000, warum der CIA den europ&auml;ischen Kontinent ausspioniere (siehe <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2000\/14\/200014.spionieren_.xml\">Woolsey Originalton<\/a>).<\/em><br>\n<em>Auf Netzpolitik.org sind nicht alle Reden anzuh&ouml;ren, interessant ist auch die Rede des Historikers Josef Foschepoth (&Uuml;berwachungsstaat Deutschland), <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E79NARBuMS8\">zu h&ouml;ren auf YouTube<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lehrlingsmangel in Betrieben: Suche Azubi, biete Auto<\/strong><br>\nB&auml;ckermeister Mario Dietrich aus dem s&auml;chsischen Colditz greift f&uuml;r seine Azubis tief in die Tasche. 1000 Euro &ldquo;Begr&uuml;&szlig;ungsgeld&rdquo; zahlt er jedem, der die viermonatige Probezeit erfolgreich hinter sich bringt. Und dennoch sucht Dietrich noch sechs Auszubildende f&uuml;r seinen 90-Mitarbeiter-Betrieb: vier Verk&auml;ufer- und zwei B&auml;ckerlehrlinge. In der Region gebe es einfach zu wenige junge Leute. Dresden, Chemnitz oder Leipzig seien zwar nicht weit, aber von dort wolle kaum einer aufs Land ziehen.<br>\nWie Dietrich geht es derzeit vielen Unternehmern. Sie wollen ausbilden, finden aber keine Kandidaten. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit meldete im Juli mehr als 146.000 freie Lehrstellen. Gleichzeitig sind rund 200.000 junge Menschen auf der Suche.<br>\nDie Industrie- und Handelskammern verbuchen in ihrer zentralen Lehrstellenb&ouml;rse im Internet kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs rund 10.000 freie Azubi-Pl&auml;tze. Das liege zum einen daran, dass es weniger Jugendliche gebe &ndash; und damit weniger Bewerber, sagt Ausbildungsexperte Markus Kiss vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Vor allem in Ostdeutschland habe sich die Zahl der Schulabg&auml;nger in den vergangenen zehn Jahren auf rund 114.000 halbiert. Zudem gebe es einen anhaltenden Trend zum Studium. Und von den tats&auml;chlichen Bewerbern erf&uuml;lle eben ein Teil nicht die Anforderungen f&uuml;r die Berufsausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/abi\/azubi-mangel-ausbildungsbetriebe-bieten-praemien-a-919053.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Selbst der weniger kritische Leser sollte bei solchen Meldungen merken, dass es sich dabei um PR handelt. Nachdem sich der propagierte &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; im Bereich akademische ausgebildeter Arbeitnehmer als Luftblase herausgestellt hat &ndash; mittelfristig ist eher mit einem &Uuml;berangebot von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu rechnen &ndash; wird also die n&auml;chste Sau durchs Dorf getrieben. Man fragt sich nur in welcher geistig-moralischen Verfassung man sein muss solche Meldungen zu fabrizieren und auch noch zu publizieren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Allianz-Manager fordert Betriebsrente f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDie Lebensversicherer stecken wegen niedriger Zinsen in der Krise. Nun fordert der Allianz-Leben-Chef eine h&ouml;here staatliche F&ouml;rderung &ndash; und die automatische Mitgliedschaft bei der Betriebsrente.<br>\nMarkus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Leben, spricht im Interview &uuml;ber Auswege aus der Zinsfalle. Er sagt, weshalb die Diskussion um Garantiezinsen in die Irre f&uuml;hrt, und erkl&auml;rt, warum er die kommende Bundesregierung auffordern wird, die unfaire Beteiligung von ausscheidenden Kunden aus dem Versichertenkollektiv zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/altersvorsorge\/article119593734\/Allianz-Manager-fordert-Betriebsrente-fuer-alle.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Sollte es wieder zu Schwarz-Gelb kommen, dann werden die Sorgen der Finanzindustrie sicher nicht auf taube Ohren sto&szlig;en. Die Unverfrorenheit mit der Faulhaber dies fordert l&auml;sst einen allerdings staunen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Kosten sparen: Lufthansa will Betriebsrenten k&uuml;rzen<\/strong><br>\nTausende Mitarbeiter der Lufthansa m&uuml;ssen sich einem Medienbericht zufolge auf sinkende Betriebsrenten gefasst machen. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung will den entsprechenden Tarifvertrag zum Ende des Jahres k&uuml;ndigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/kosten-sparen-lufthansa-will-betriebsrenten-kuerzen\/8723542.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dabei sollte doch nach dem Flop der Riester-Rente nach den Vorstellungen der SPD die Betriebsrente die K&uuml;rzungen der gesetzlichen Rente ausgleichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Prekarisierung ungebrochen<\/strong><br>\nTrotz demografischem Wandel und medial lautstark beklagtem Fachkr&auml;ftemangel verweigern die Unternehmen in Deutschland jungen Menschen sichere Jobs. Jeder vierte Besch&auml;ftigte unter 35 Jahren ist befristet oder in Leiharbeit besch&auml;ftigt, so ein Ergebnis von TNS-Infratest. Im Auftrag der Gewerkschaft IG Metall untersuchte das Meinungsforschungsinstitut im Juni 2013 die Einstellungen, &Auml;ngste und Erwartungen junger abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter insbesondere zur beruflichen Situation und ihren Perspektiven&hellip;<br>\nDie Befragung best&auml;tigt, dass es dauerhaft einen stabilen Anteil von gut einem Drittel junger Menschen gibt, die von prek&auml;rer Arbeit betroffen sind. Jeder dritte 14- bis 34-j&auml;hrige Besch&auml;ftigte (34%) arbeitet in einem befristeten Arbeitsverh&auml;ltnis. Fast zwei Drittel der befristet Besch&auml;ftigten (63%) haben in ihrem bisherigen Berufsleben ausschlie&szlig;lich solche Arbeitsvertr&auml;ge gehabt. Dar&uuml;ber hinaus zeigt sich, dass befristet Besch&auml;ftigte &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig nach Abschluss der Ausbildung eine Arbeit &uuml;bernehmen mussten, die unter ihrem Qualifikationsniveau lag. Auch der Trend zu Werkvertr&auml;gen verstetigt sich &ndash; jeder f&uuml;nfte Befragte (21%) gibt an, bisher &uuml;berwiegend auf Werkvertragsbasis gearbeitet zu haben&hellip;<br>\nZwei Drittel (62%) der befragten Erwerbst&auml;tigen unter 35 Jahren haben ein Bruttoeinkommen unter 2.000 Euro. Nur eine Minderheit von 44% zeigte sich mit dem Einkommen zufrieden. Erstmals wurde 2013 nach dem Bezug von erg&auml;nzenden Leistungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) gefragt. 16% der Befragten sind so genannte Aufstocker&hellip;<br>\nKnapp ein Drittel (29%) der Befragten haben aktuell einen oder sogar mehrere Nebenjobs. Bei den &uuml;ber 35-J&auml;hrigen sind es 12%. Seit 2010 stieg, so TNS-Infratest, der Anteil der jungen Besch&auml;ftigten mit einem Nebenjob kontinuierlich von 20 auf 29% an &ndash; dies entspricht einer Zunahme von 45%.<br>\nVor diesem Hintergrund ist es geradezu absurd, wenn das Bundesarbeitsministerium den Anstieg auf &raquo;gestiegene Konsumlust&laquo; zur&uuml;ckf&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/prekarisierung-ungebrochen\/\">SozialismusAktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Welt der Potemkinschen D&ouml;rfer des Arbeitsmarktes &ndash; oder die &ldquo;Jobwunder-M&auml;rchen&rdquo;<\/strong><br>\nDas lohndumpende Deutschland au&szlig;er Kontrolle &ndash; &ldquo;f&uuml;r&rdquo; ein Ende der gemeinsamen Eurozone. Kommentierte Presseschau von Volker Bahl&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/arbeit\/arbeit-all\/die-welt-der-potemkinschen-dorfer-des-arbeitsmarktes-oder-die-jobwunder-marchen\/\">LabourNet<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jeder Dritte Nicht-EU-Ausl&auml;nder arbeitet atypisch<\/strong><br>\nIm Jahr 2012 ist die Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten um 146.000 Personen zur&uuml;ckgegangen. Von dieser Entwicklung profitieren auch Ausl&auml;nder, die aber nach wie vor &uuml;berproportional h&auml;ufig in einem atypischen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2013\/09\/02\/arbeitsmarkt-jeder-dritte-nicht\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hungerlohn und dicke Geh&auml;lter &ndash; unsere gespaltene Arbeitswelt<\/strong><br>\nDie Zahl der Menschen in problematischen Arbeitsverh&auml;ltnissen in Bayern steigt: Immer mehr hangeln sich von Job zu Job mit befristeten Vertr&auml;gen oder Leiharbeit, sind Minijobber oder Ich-AGs. Einige k&ouml;nnen von ihrer Arbeit gar nicht mehr leben. Sie beziehen zus&auml;tzlich Geld vom Arbeitsamt. Im wirtschaftlich potenten Freistaat wird heute so mancher abgeh&auml;ngt. Die Bef&uuml;rworter der &ldquo;Flexibilisierung&rdquo; des Arbeitsmarktes sagen: Solche Besch&auml;ftigungsformen geben Menschen die Chance, doch noch zu einer normalen Festanstellung zu kommen oder zumindest &uuml;berhaupt einen Job zu haben. Kritiker sprechen von Ausbeutung und menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen. M&uuml;ssen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse sein, um wirtschaftlich wettbewerbsf&auml;hig zu bleiben? Und was bedeutet es f&uuml;r unsere Gesellschaft, wenn eine wachsende Zahl von Menschen von ihrer Arbeit schlecht oder gar nicht mehr leben kann, andere aber dicke Geh&auml;lter einstreichen? &ldquo;laVita&rdquo; ist unterwegs im Raum N&uuml;rnberg &ndash; einer Region mit besonders hohem Wohlstandsgef&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/bayerisches-fernsehen\/programmkalender\/sendung634138.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Wieder einmal eine Thematisierung eines unseres schwerwiegendsten gesellschaftlichen Problems, die inzwischen tiefgreifende soziale Polarisierung. Dargestellt am Beispiel der Stadt N&uuml;rnberg, das auch aufzeigt, dass entgegen der CSU-Propaganda nicht alles so sch&ouml;n wei&szlig;-blau ist im Bayernlande.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie Banken das Finanzamt erneut austricksen<\/strong><br>\nEs ist ein lukratives Gesch&auml;ft: Deutsche Banken schieben mithilfe ausl&auml;ndischer Fonds Dividendenanspr&uuml;che hin und her &ndash; und sparen kr&auml;ftig Steuern. Die Beh&ouml;rden greifen bislang nur halbherzig ein.<br>\nDer Trick mit der Verschiebung von Dividendenanspr&uuml;chen f&uuml;gt den zahlreichen Aktiengesch&auml;ften von Banken und Investmentfonds, mit denen die sich schon seit Jahren fast ungest&ouml;rt auf Kosten des Steuerzahlers bereicherten, ein weiteres Kapitel hinzu.<br>\nDie &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; hatte bereits im Fr&uuml;hjahr &uuml;ber sogenannte Cum-Ex-Gesch&auml;fte berichtet, bei denen sich Geldh&auml;user und Investmentfonds durch geheime Absprachen im Handel mit geliehenen Aktien einmal gezahlte Kapitalertragsteuern mehrfach vom Staat erstatten lie&szlig;en.<br>\nZehn Jahre lang schaute die Politik den fragw&uuml;rdigen Deals tatenlos zu, trotz mehrfacher Warnungen von Experten, Bankenverb&auml;nden und den Finanz&auml;mtern. Erst seit 2012 ist das Schlupfloch gestopft. Die Finanzverwaltung sch&auml;tzt die Steuerausf&auml;lle f&uuml;r den deutschen Fiskus auf bis zu zw&ouml;lf Milliarden Euro.<br>\nSeit Anfang des Jahres sollen nun Gesch&auml;fte mit sogenannten Dividendenscheinen brummen. Schon jetzt k&ouml;nnte der Schaden in die dreistellige Millionenh&ouml;he gehen, sch&auml;tzt ein Beamter aus der Finanzverwaltung. Er h&auml;lt die Tricksereien der Banken f&uuml;r eine neue Spielform, auf die sich die Finanzh&auml;user gest&uuml;rzt haben, nachdem die Gesetzesl&uuml;cke bei den Cum-Ex-Gesch&auml;ften geschlossen war.<br>\n&ldquo;Die Verdienstm&ouml;glichkeiten der Macher des Welterfolgs Leerverk&auml;ufe brauchten nach der Kapitalertragsteuerreform ein neues Feld f&uuml;r ihre Konstruktionen. Die haben sie jetzt gefunden&rdquo;, meint der Beamte zynisch.<br>\nDer Punkt, an dem die Gesch&auml;fte ansetzen, ist ein Katalog in Paragraf 49 Einkommensteuergesetz. Er regelt, wann ein Ausl&auml;nder mit inl&auml;ndischen Eink&uuml;nften Steuern zahlen muss &ndash; den Verkauf von Dividendenanspr&uuml;chen hat der Gesetzgeber hier aber vergessen aufzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article119578365\/Wie-Banken-das-Finanzamt-erneut-austricksen.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Dauerk&auml;mpfer &ndash; Alltag mit Hartz-IV<\/strong><br>\nKnapp 300.000 Erwachsene in Bayern leben von Hartz IV, der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende. Das bedeutet in der Praxis bittere Armut. Viele der Betroffenen k&auml;mpfen unter harten Bedingungen um ein w&uuml;rdiges, selbstbestimmtes Leben.<br>\nAls die beiden BR-Reporter Ute G. in W&uuml;rzburg besuchen, hat sie noch 1,20 Euro f&uuml;r die letzten f&uuml;nf Tage des Monats im Geldbeutel. Und es dauert nicht lang, bis sie im Interview in Tr&auml;nen ausbricht. &ldquo;Wenn Du bedenkst, da hast Du Dein ganzes Leben geschafft, und jetzt ist es so &hellip;&rdquo; Nach einem Arbeitsunfall musste die 51-J&auml;hrige ihren Beruf als Altenpflegerin aufgeben. Jetzt ist sie auf Essen von der Sozialtafel angewiesen, weil das Geld vorne und hinten nicht reicht.<br>\nIna K. machte ihre Arbeit im B&uuml;ro gern. Aber kaum war ihr Kind auf der Welt, wurde ihr gek&uuml;ndigt. Jetzt lebt sie von der Grundsicherung und beginnt eine Umschulung zur Altenpflegerin. Mit 49 Jahren muss sie noch einmal neu anfangen.<br>\n&ldquo;Man f&uuml;hlt sich wie in eine Schublade gesteckt.&rdquo; So empfindet es der 29-j&auml;hrige Benni W., der seit seiner Jugend darum k&auml;mpft, im Leben &uuml;berhaupt auf die F&uuml;&szlig;e zu kommen. Er ist froh, dass er einen Ein-Euro-Job in einer Einrichtung der W&uuml;rzb&uuml;rger Diakonie hat. &ldquo;Die kennen die Hintergr&uuml;nde nicht&rdquo;, sagt er &uuml;ber Leute, die Hartz IV-Empf&auml;nger als arbeitsscheu diskriminieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/bayerisches-fernsehen\/programmkalender\/sendung634146.html\">BR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ronald Schettkat: Von Gipfel zu Gipfel: Verlorene Generation, verlorenes Jahrzehnt<\/strong><br>\nNeoliberales &ouml;konomisches Denken erkl&auml;rt Arbeitslosigkeit zum Gleichgewichtsph&auml;nomen mit ausschlie&szlig;lich angebotsseitigen Ursachen: falsch qualifiziert, am falschen Ort, zu hohe Lohnforderungen, zu gro&szlig;z&uuml;giger Sozialstaat. Es wird so getan, als w&auml;ren allein Strukturprobleme die Ursache f&uuml;r die Rekordarbeitslosigkeit, als h&auml;tte Jugendarbeitslosigkeit gar nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun, sondern sei lediglich ein Problem des &Uuml;bergangs von Ausbildung in den Beruf, von Qualifikationen der Jugendlichen, eine Folge z&uuml;gelloser &ouml;ffentlicher Ausgaben, die wir uns einfach nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Die Bankenrettungskrise wird zur &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo; verdreht, Sparpolitik wird zu expansiver Wirtschaftspolitik erkl&auml;rt, Reformen &ndash; sprich Deregulierung &ndash; der Arbeitsm&auml;rkte werden eingefordert&hellip;<br>\nJugendarbeitslosigkeit von 30 oder gar 60% ist eine Katastrophe. F&uuml;r Jugendliche ist Arbeitslosigkeit noch bitterer als f&uuml;r ihre M&uuml;tter und V&auml;ter, sind die ersten Jahre des Arbeitslebens doch eine Zeit des Erwerbs von Qualifikationen und Erfahrungen, des Suchens nach dem Platz in Wirtschaft und Gesellschaft. Wird der jungen Generation durch hohe Arbeitslosigkeit diese M&ouml;glichkeit genommen, verbleiben tiefe Spuren in ihrem Erwerbsleben. Aus dynamischen Arbeitsmarktanalysen wissen wir, dass Arbeitslosigkeit in jungen Jahren die Gefahr sp&auml;terer Arbeitslosigkeit erh&ouml;ht, dass instabile Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zu Prekariatskarrieren f&uuml;hren, dass niedrige Einstiegseinkommen noch lange nachwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2013_06_kommentar.pdf\">WSI [PDF &ndash; 73.6 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Paul Krugman: Love for Labor Lost &ndash; Verlorene Liebe f&uuml;r M&uuml;he und Arbeit<\/strong><br>\nEs ging nicht schon immer nur um die Hot Dogs. Ob Sie es glauben oder nicht, urspr&uuml;nglich hatte der Labor Day tats&auml;chlich etwas damit zu tun, der Arbeit Respekt zu zollen. Und das kam so: Angesichts von Lohnk&uuml;rzungen infolge einer Finanzkrise streikten die Arbeiter der Firma Pullman im Jahre 1894 &ndash; und Grover Cleveland setzte 12.000 Soldaten ein, um die Gewerkschaft zu zerschlagen. Das gelang ihm, aber der Einsatz von Waffengewalt zum Schutz der Interessen von Besitzenden war so eklatant, dass sogar das Gilded Age schockiert war. In einem lahmen Beschwichtigungsversuch verabschiedete der Kongress<br>\neinstimmig ein Gesetz, das die Arbeiter des Landes symbolisch ehrte.<br>\nHeute kann man sich das alles nur schwer vorstellen. Nat&uuml;rlich nicht den Teil mit der Finanzkrise und den Lohnk&uuml;rzungen &ndash; so etwas erleben wir heute &uuml;berall. Und auch nicht, was die Tatsache angeht, dass der Staat den Interessen der Besitzenden dient &ndash; man betrachte doch nur, wem in unserer modernen Version der Silberpanik von 1893 geholfen wurde und wem nicht. Nein, das Unvorstellbare heute ist, dass der Kongress einstimmig auch nur zu einer kleinen Geste finden k&ouml;nnte, die die W&uuml;rde von Arbeitern unterst&uuml;tzt. Denn tats&auml;chlich k&ouml;nnen sich viele der heutigen Politiker nicht einmal zu einem vorget&auml;uschten Respekt f&uuml;r einfache, arbeitende Amerikaner durchringen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/09\/02\/opinion\/krugman-love-for-labor-lost.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt-Krise k&ouml;nnte noch 20 Jahre dauern<\/strong><br>\nKein Ende in Sicht: Einer Studie zu Folge k&ouml;nnt die massive Arbeitslosigkeit in Griechenland noch Jahre anhalten. Weitere Finanzhilfen der EU sind unvermeidlich. Auch ein zweites Euro-Land ist auf Hilfe angewiesen.<br>\nEine deutliche Besserung am krisengebeutelten griechischen Arbeitsmarkt d&uuml;rfte nach Einsch&auml;tzung der dortigen Gewerkschaften noch 20 Jahre dauern. So lange m&uuml;sse gewartet werden, bis die Arbeitslosenquote unter die Zehn-Prozent-Marke f&auml;llt, hei&szlig;t es im Jahresbericht des Arbeitsinstituts des gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaftsverbandes des Privatsektors (INE-GSEE). Aktuell liegt sie laut EU-Statistikbeh&ouml;rde bei 27,6 Prozent.<br>\nDem Bericht zufolge ist die Kaufkraft der Griechen auf das Niveau von vor 14 Jahren zur&uuml;ckgefallen. Insgesamt h&auml;tten die griechischen Arbeitnehmer wegen der harten Sparpolitik des Landes in den vergangenen vier Jahren 41 Milliarden Euro an Einkommen verloren. Auch dieses Jahr wird mit einem weiteren Schrumpfen der Wirtschaft um gut vier Prozent gerechnet. Das w&auml;re dann das sechste Minus-Jahr in Folge. Mit einem ersten Silberstreif am Horizont wird laut Finanzministerium erst 2014 gerechnet. Dann soll die Wirtschaft um 0,1 bis 0,3 Prozent wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/harte-zeiten-fuer-griechenland-arbeitsmarkt-krise-koennte-noch-20-jahre-dauern\/8730392.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Renten in Frankreich: Miniref&ouml;rmchen &agrave; la fran&ccedil;aise<\/strong><br>\nDie Rentenkasse weist ein Defizit von 20 Milliarden Euro im Jahr auf. Durch die Hintert&uuml;r soll jetzt das Rentenalter angehoben werden&hellip;<br>\nOffiziell h&auml;lt Frankreich am heute geltenden Rentenalter von 62 Jahren fest. Doch der Schein tr&uuml;gt. Da n&auml;mlich die f&uuml;r eine Vollrente erforderliche Zahl der Beitragsjahre sukzessive weiter erh&ouml;ht wird &ndash; bis auf 43 Jahre nach 2020 &ndash; k&ouml;nnen immer mehr Arbeitnehmer, die im Schnitt erst ab 23 oder 24 verdienen, nicht vor 66 oder gar 68 Jahren mit einem vollen Rentenanspruch in den Ruhestand gehen.<br>\nW&auml;hrend also andere L&auml;nder wie Deutschland offen von der Rente mit 67 sprechen, wird der sp&auml;tere Ruhestand in Frankreich durch die Hintert&uuml;r eingef&uuml;hrt. Wer mit 62 oder sogar fr&uuml;her in Rente gehen will, muss wegen ungen&uuml;gender Beitr&auml;ge mit Einbu&szlig;en rechnen. Wem beispielsweise zehn Quartale fehlen, muss bei der Basisrente (etwa 50 Prozent des Lohns) eine um rund 9 Prozent verminderte Leistung in Kauf nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!122668\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Finnland baut Sozialleistungen ab: Pensionsalter soll steigen, K&uuml;rzungen bei Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Studenten<\/strong><br>\nDie finnische Regierung hat ein langfristiges Programm zum Umbau des Sozialsystems vorgelegt. Die umfangreichen K&uuml;rzungen werden angesichts einer schw&auml;chelnden Wirtschaft und einer alternden Bev&ouml;lkerung eingeleitet, um das AAA-Rating des Landes zu verteidigen. Dem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Plan zufolge soll das durchschnittliche Pensionsantrittsalter von derzeit 60,9 Jahren bis 2025 auf 62,4 Jahre steigen. Weiter soll die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Studenten zur&uuml;ckgefahren werden, um sie zum schnelleren Einstieg in die Berufswelt zu ermutigen. Die Regelungen f&uuml;r M&uuml;tter sollen ge&auml;ndert werden, damit auch sie fr&uuml;her wieder arbeiten&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1376535093819\/Finnland-baut-Sozialleistungen-ab\">Der Standard<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch Du Finnland&hellip; Ein weiteres Beispiel f&uuml;r den &bdquo;Trib&uuml;neneffekt&ldquo;: Deutschland als st&auml;rkstes Land in Europa steht in der ersten Reihe und steht auf, alle anderen, die dahinter sitzen m&uuml;ssen auch aufstehen um noch sehen zu k&ouml;nnen, zum Schluss stehen alle, nur ist es f&uuml;r alle (bis auf die Gewinner) unbequemer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Antworten auf die hochschulpolitischen Wahlpr&uuml;fsteine des fzs zur Bundestagswahl 2013<\/strong><br>\nDer hochschulpolische Wahlkompass kann unter: <a href=\"http:\/\/wahlkompass.fzs.de\">wahlkompass.fzs.de<\/a> erreicht werden.<br>\nDie Wahlpr&uuml;fsteine sind <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/wahlpruefsteine\/308782.html\">hier<\/a> zu finden.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18486"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18486\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28489,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18486\/revisions\/28489"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}