{"id":18538,"date":"2013-09-09T09:01:55","date_gmt":"2013-09-09T07:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538"},"modified":"2013-09-09T16:30:43","modified_gmt":"2013-09-09T14:30:43","slug":"hinweise-des-tages-1961","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h03\">IMK: Verteilungsproblem schw&auml;cht auch Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h04\">Tiefe Kluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h05\">Vergleichsrechner: Wo Sie mit Ihrem Einkommen stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h06\">Exklusiv im Ersten: SOS Griechenland &ndash; Hilfe f&uuml;r die Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h07\">&lsquo;Poverty Used to be Seen as a Social Good&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h08\">Zeitbombe Steuerflucht &ndash; Wann kippt das System?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h09\">Werkvertr&auml;ge: Unternehmen m&uuml;ssen sich in Acht nehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h10\">Armut senkt den IQ um 13 Punkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h11\">&ldquo;Digital Natives&rdquo; sehen Wirtschaft auf falschem Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h12\">Inklusion in Hessen: Scharfe Kritik an Kultusministerin Beer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h13\">Warum die Gr&uuml;nen abst&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h14\">Sch&auml;fer-G&uuml;mbel schlie&szlig;t Rot-Rot-Gr&uuml;n aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538#h15\">Linke Verlierer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18538&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Obama Warned on Syrian Intel<\/strong><br>\nDespite the Obama administration&rsquo;s supposedly &ldquo;high confidence&rdquo; regarding Syrian government guilt over the Aug. 21 chemical attack near Damascus, a dozen former U.S. military and intelligence officials are telling President Obama that they are picking up information that undercuts the Official Story.<br>\nMEMORANDUM FOR: The President<br>\nFROM: Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)<br>\nSUBJECT: Is Syria a Trap?<br>\nPrecedence: IMMEDIATE<br>\nWe regret to inform you that some of our former co-workers are telling us, categorically, that contrary to the claims of your administration, the most reliable intelligence shows that Bashar al-Assad was NOT responsible for the chemical incident that killed and injured Syrian civilians on August 21, and that British intelligence officials also know this. In writing this brief report, we choose to assume that you have not been fully informed because your advisers decided to afford you the opportunity for what is commonly known as &ldquo;plausible denial.&rdquo;&hellip;<br>\nOur sources confirm that a chemical incident of some sort did cause fatalities and injuries on August 21 in a suburb of Damascus. They insist, however, that the incident was not the result of an attack by the Syrian Army using military-grade chemical weapons from its arsenal. That is the most salient fact, according to CIA officers working on the Syria issue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/consortiumnews.com\/2013\/09\/06\/obama-warned-on-syrian-intel\/\">Consortiumnews.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer steckt wirklich hinter dem Giftgasangriff?<\/strong><br>\nEindeutige Beweise f&uuml;r die wahren T&auml;ter werden wohl kaum gefunden werden. Dennoch dominiert in der politischen Diskussion im Westen die Version, dass Assad &ldquo;ohne Zweifel&rdquo; f&uuml;r dieses Verbrechen verantwortlich sei&hellip;<br>\nAndere Informationen werden weitgehend verschwiegen. Einem Bericht von Dale Gavlak, Korrespondentin der US-Nachrichtenagentur AP, geb&uuml;hrt jedoch Beachtung. Er st&uuml;tzt sich auf Interviews mit mehr als einem Dutzend &Auml;rzten und Bewohnern von Ghouta, Rebellen und deren Familien wenige Tage nach dem Giftgasangriff.<br>\nNach Aussagen der befragten Rebellen seien diese von einem Saudi, der unter dem Decknamen Abu Ayesha ein Bataillon von Rebellen gegen Assad anf&uuml;hrt, beauftragt worden, verschiedene Waffen, die die &ldquo;Form von Rohren&rdquo; und &ldquo;riesigen Gasflaschen gehabt h&auml;tten, in Tunnels zu verwahren. Sie seien nicht informiert worden, worum es sich bei diesen Waffen gehandelt h&auml;tte, noch wie man sie einsetzen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenweb.de\/nachrichten\/welt-und-wissen\/wer-steckt-wirklich-hinter-dem-giftgasangriff-1.1188811\">morgenweb (Mannheimer Morgen)<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Merkel ihr &ldquo;No!&rdquo; widerrief &ndash; Deutsche Medien sind weiter auf Kriegskurs<\/strong><br>\nAm Freitag schien es die Sensation zu werden: Die zumindest nach Auffassung von US-Medien m&auml;chtigste Frau der Welt hat beim G-20-Gipfel die Unterschrift unter die Legitimation eines Kriegseinsatzes unter amerikanischer F&uuml;hrung an der UN-Vollversammlung vorbei verweigert. Ihre Begr&uuml;ndung: Ihr Land wolle erst den EU-Gipfel in Vilnius abwarten und sich mit den EU-Au&szlig;enministern abstimmen. Doch noch ehe ihre Landsleute die Chance hatten, sie f&uuml;r ihren Mut und ihre Vernunft zu r&uuml;hmen, nahm die Regierung die Entscheidung wieder zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39853\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>NEIN zum Krieg gegen Syrien!<\/strong><br>\nWeltweit gibt es Trauer und Entsetzen &uuml;ber den Giftgas-Anschlag in Syrien. Dieses Kriegsverbrechen mit ge&auml;chteten Waffen muss z&uuml;gig aufgekl&auml;rt werden. Die Schuldigen geh&ouml;ren in einen Strafprozess vor dem Internationalen Gerichtshof.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac-netzwerk.de\/ag-globalisierung-und-krieg\/laender\/syrien\/\">attac<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130909_flyer_syrien.pdf\">attac [PDF &ndash; 57.0 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrien, Sarin und Diplomatie<\/strong><br>\nJan van Aken &uuml;ber nichtkriegerische Schritte gegen Chemiewaffen<br>\nIn wenigen Tagen werden die UN-Inspekteure wohl best&auml;tigen, dass in Syrien Sarin oder andere Giftgase eingesetzt wurden. Offen wird jedoch bleiben, WER daf&uuml;r verantwortlich ist. Alle angeblichen Beweise f&uuml;r eine T&auml;terschaft Assads oder der Rebellen sind schlichte Propaganda; auch der von den USA vorgelegte Geheimdienstbericht enth&auml;lt keinen einzigen belastbaren Beleg. Kein Gericht der Welt w&uuml;rde auf der Basis so d&uuml;nner Hinweise auch nur ein Verfahren er&ouml;ffnen.<br>\nEin milit&auml;rischer Angriff von au&szlig;en w&auml;re verheerend. Er k&ouml;nnte auch keinen neuen Giftgasangriff verhindern. Mit Bomben ein Zeichen gegen Chemiewaffen zu setzen, ist menschenverachtend. Denn nat&uuml;rlich w&uuml;rden dabei Menschen sterben &ndash; ganz sicher nicht die Verantwortlichen des Chemieangriffs.<br>\nRichtig ist, dass ein Angriff mit Chemiewaffen geahndet werden muss. Das sind grauenvolle Waffen, ihr Einsatz ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Das muss aufgekl&auml;rt, die Verantwortlichen m&uuml;ssen in einem rechtsstaatlichen Verfahren bestraft werden.<br>\nEs sind in den letzten Tagen neben dem Kriegsgeschrei auch Vorschl&auml;ge f&uuml;r diplomatische Schritte gemacht worden, zwei davon halte ich f&uuml;r sehr sinnvoll:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/832489.syrien-sarin-und-diplomatie.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Im damals bevorstehenden Irak-Krieg hatte sich die rot-gr&uuml;ne Schr&ouml;der-Regierung eindeutig gegen diesen Waffengang ausgesprochen und diplomatische Verstimmungen mit den USA riskiert. Leider spricht sich derzeit lediglich die Linke klar gegen eine milit&auml;rische L&ouml;sung im Fall Syrien aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rgerkrieg in Syrien: Israel in der Zwickm&uuml;hle<\/strong><br>\nDer B&uuml;rgerkrieg in Syrien eskaliert zunehmend, Politiker aus aller Welt diskutieren &uuml;ber einen Milit&auml;reinsatz. F&uuml;r den Nachbarstaat Israel eine wichtige Debatte &ndash; f&uuml;hrt die Entscheidung f&uuml;r oder gegen einen Einsatz schlie&szlig;lich zu sp&uuml;rbaren Konsequenzen f&uuml;r Israel. Welche Konsequenzen das sind und warum Israel sich in einer Zwickm&uuml;hle befindet, erkl&auml;rt Peter Lintl, Israel-Experte an der Professur f&uuml;r Zeitgeschichte\/Politikwissenschaft des Nahen und Mittleren Ostens der FAU.<br>\nDie Welt blickt mit Sorge auf die Eskalation des syrischen B&uuml;rgerkriegs, bei dem der wahrscheinliche Giftgaseinsatz des Asad-Regimes einen neuen, traurigen H&ouml;hepunkt darstellt. Auch dessen Nachbarstaat Israel beobachtet angespannt die weiteren Entwicklungen in Syrien &ndash; noch aufmerksamer seitdem einige westliche Staaten ein milit&auml;risches Vorgehen gegen das Asad-Regime angek&uuml;ndigt haben.<br>\nIsrael bringt dieser Milit&auml;rschlag in eine schwierige Position. Zwar unterst&uuml;tzt Israel sp&auml;testens seit der Giftgasattacke ein Vorgehen gegen Asad, wie Israels Ministerpr&auml;sident Netanyahu betont. Gleichzeitig f&uuml;rchtet Israel jedoch die m&ouml;glichen strategischen Konsequenzen eines solchen Vorgehens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.fau.de\/news\/2013\/09\/04\/buergerkrieg-in-syrien-israel-in-der-zwickmuehle\/\">FAU aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Gerade wegen dieser Un&uuml;berschaubarkeit verstehe ich nicht, warum Obama unbedingt Intervenieren will. Das geht nach hinten los &ndash; unabh&auml;ngig von moralischen Gesichtspunkten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Handy-Ortung in Deutschland &ndash; &Uuml;berwachung mittels stiller SMS nimmt zu<\/strong><br>\nDeutsche Ermittlungsbeh&ouml;rden orten immer h&auml;ufiger Mobiltelefone, ohne dass deren Besitzer etwas davon mitbekommen. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linken hervor.<br>\nDer Standort von Mobiltelefonen l&auml;sst sich mit relativ geringem Aufwand feststellen, ohne dass der &Uuml;berwachte davon etwas mitbekommt: mittels stiller SMS. Ermittler m&uuml;ssen dazu lediglich die Nummer des Handys kennen. Und sie nutzen dieses Instrument immer h&auml;ufiger.<br>\nSo haben allein in der ersten H&auml;lfte dieses Jahres der Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und der Zoll insgesamt 264.684 stille SMS verschickt. Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil daran hat der Zoll mit 138.779 Ortungs-Daten. Im gesamten Jahr 2012 waren es 328.572. Diese Zahlen liefert eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Andrej Hunko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/handy-ortung-ueberwachung-mittels-stiller-sms-nimmt-zu-1.1764125\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Datenbank PX: CIA und deutsche Dienste betrieben jahrelang Geheimprojekt<\/strong><br>\nDeutsche Nachrichtendienste und die CIA haben nach SPIEGEL-Informationen jahrelang eine geheime Anti-Terror-Einheit mit dem Namen &ldquo;Projekt 6&rdquo; in Neuss betrieben. Herzst&uuml;ck war die gemeinsame Datenbank PX. Im Jahr 2010 geriet ein deutscher Journalist in den Fokus.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz haben &uuml;ber Jahre ein gemeinsames Projekt mit dem US-Geheimdienst CIA betrieben. Herzst&uuml;ck der Operation mit dem Namen &ldquo;Projekt 6&rdquo; oder kurz &ldquo;P6&rdquo; war nach SPIEGEL-Informationen eine Datenbank, in die Dienste Daten von mutma&szlig;lichen Dschihadisten und Terrorunterst&uuml;tzern eingaben. Zweck der geheimen Kooperation war es, das Umfeld dieser Islamisten aufzukl&auml;ren. Zudem sollten so Informationen &uuml;ber Menschen aus dem islamistischen Milieu gesammelt werden, um sie als Informanten werben zu k&ouml;nnen.<br>\nAllerdings geriet so auch ein deutscher Journalist in den Fokus der Geheimdienste. Eine als geheim eingestufte amerikanische Anfrage an das &ldquo;Projekt 6&rdquo; nennt Passnummer, Geburtsdatum und Namen des NDR-Journalisten Stefan Buchen. Dieser habe sich auf &ldquo;investigativen Journalismus&rdquo; spezialisiert und m&ouml;glicherweise einen islamistischen Prediger im Jemen angerufen. Au&szlig;erdem habe Buchen mehrfach Afghanistan besucht, schrieb der US-Geheimdienst CIA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cia-und-deutsche-dienste-betrieben-jahrelanges-geheimprojekt-in-neuss-a-920958.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir brauchen die Gauck-Beh&ouml;rde 2.0&rdquo;<\/strong><br>\nProtest gegen &Uuml;berwachung: Mehr als 10.000 Menschen haben am Samstag in Berlin f&uuml;r mehr Rechte im Internet demonstriert, 80 Organisationen hatten dazu aufgerufen. Die Kritik richtete sich gegen Geheimdienste und die deutsche Regierung, denn den Demonstranten geht die Aufkl&auml;rung zu langsam voran. Viel Lob f&uuml;r Deutschland gab es vom amerikanischen Internetaktivisten Jacob Appelbaum.<br>\n&ldquo;Freiheit statt Angst&rdquo;: Unter diesem Motto haben am Samstag mehrere tausend Menschen in Berlin demosntriert. Die Demo richtete sich gegen Datenaussp&auml;hung im Netz und gegen staatliche &Uuml;berwachungsprogramme.<br>\nAufgerufen hatten mehr als 80 Organisationen, unter anderem B&uuml;rgerrechtsgruppen, die Gewerkschaft Verdi, der Chaos Computerclub, Linke, Gr&uuml;ne und die Piratenpartei.<br>\nDie Demonstration f&uuml;hrte vom Alexanderplatz &uuml;ber die Spandauer Stra&szlig;e zum Rosenthaler Platz wieder zur&uuml;ck zum Alexanderplatz. Nach Angaben der Initiatoren nahmen rund 20.000 Menschen daran teil. Andere Beobachter sprachen von mehr als 10.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2013\/09\/protest-gegen-staatliche-ausspaehung.html\">rbb<\/a><\/li>\n<li><strong>Passend dazu: &ldquo;Entscheidet euch daf&uuml;r, frei zu sein&rdquo;<\/strong><br>\nDie &Uuml;berwachung durch die Geheimdienste m&uuml;sse mit starken politischen Konzepten und modernster Technologie bek&auml;mpft werden, sagt Internetaktivist Jacob Appelbaum im Interview mit der ARD. Doch auch jeder einzelne B&uuml;rger k&ouml;nne zu diesem Kampf beitragen.<br>\nARD-Studio Br&uuml;ssel: Gibt es noch M&ouml;glichkeiten, nicht &uuml;berwacht zu werden?<br>\nJacob Appelbaum: Solche M&ouml;glichkeiten gibt es durchaus. Wenn ich jetzt in meine Tasche greife und Ihnen einen USB-Stick gebe, dann kann die NSA wohl nicht erfassen, was da drauf ist.<br>\nARD-Studio Br&uuml;ssel: Kann man die Geheimdienste und ihre offenbar massenhafte &Uuml;berwachung &uuml;berhaupt wieder zur&uuml;ckdr&auml;ngen?<br>\nAppelbaum: Es liegt an uns. Zuallererst: Entzieht ihnen das Geld. Das ist die &ouml;konomische Frage. Die Regierungen der Welt geben hohe Milliardenbetr&auml;ge f&uuml;r diese Aktivit&auml;ten aus. Man kann es das Manhattan-Projekt unserer Zeit nennen, diese Art von Systemen zur &Uuml;berwachung und Zielerschlie&szlig;ung.<br>\nWenn das so ist, dann sollten wir die Lehren ziehen aus dem letzten Manhattan-Projekt, das Atomwaffen geschaffen hat. Vielleicht wollen wir diesen Weg nicht noch einmal gehen. Im Vergleich zu den Atomwaffen ist die Mathematik f&uuml;r alle zug&auml;nglich. Und vielleicht k&ouml;nnen wir Forschung in Europa oder anderswo bezahlen, um an dezentral verteilten, freien Software-L&ouml;sungen zu arbeiten, die starke Verschl&uuml;sselung nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/appelbaum104.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Citoyens in Neuland<\/strong><br>\n&Uuml;ber Privatheit in Zeiten des NSA-Skandals<br>\nDie Enth&uuml;llungen des ehemaligen Geheimdienstlers Edward Snowden k&ouml;nnten sich als einer dieser herausragenden Momente erweisen, aufgrund derer man die Geschichte in ein Vorher und ein Nachher einteilt. Diese Momente lassen uns innehalten &ndash; und genau hinschauen.<br>\nDrei Elemente machen den Kern des NSA-Skandals aus: erstens, die widerrechtliche, mit hohen logistischen, personellen und finanziellen Mitteln durchgef&uuml;hrte Verletzung unserer Privatsph&auml;re durch die Geheimdienste; zweitens, die Aush&ouml;hlung des Rechts durch den R&uuml;ckzug der staatlichen, demokratisch legitimierten Institutionen ins Geheime (Arkanum); und drittens, die freiwillige oder unfreiwillige Zusammenarbeit monopolartiger Unternehmen des Internets mit staatlichen Stellen.<br>\nOffenbar, das belegen die Enth&uuml;llungen und Einlassungen der vergangenen Monate, wurden millionenfach Daten &bdquo;unbescholtener Staatsb&uuml;rger&ldquo; abgesaugt &ndash; ohne jeden Verdacht. All das &auml;ndert nichts daran, dass die Arbeit von Geheimdiensten sinnvoll sein kann. Und es &auml;ndert auch nichts daran, dass die USA, der Westen, die freiheitlichen Gesellschaften Feinde haben, Todfeinde sogar, die unsere Sicherheit fundamental bedrohen. Seit seiner &bdquo;Erfindung&ldquo; hat der moderne Staat die vornehme Aufgabe, uns mit seinen M&ouml;glichkeiten vor dem nachteiligen Handeln fremder Staaten und B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen. Im Wertekonflikt zwischen Freiheit und Sicherheit muss der Freiheit allerdings im Zweifelsfall der Vorrang einger&auml;umt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/september\/citoyens-in-neuland\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Es geht ums Grundvertrauen<\/strong><br>\nF&uuml;r die deutschen Datenschutzbeauftragten ist der NSA-Skandal weder aufgekl&auml;rt noch sonstwie beendet. In einer heute ver&ouml;ffentlichten gemeinsamen Erkl&auml;rung ziehen sie Bilanz und stellen konkrete Forderungen auf. Das Statement ist es wert, im Wortlaut ver&ouml;ffentlicht zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2013\/09\/05\/es-geht-ums-grundvertrauen\/#more-26605\">law blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> U.a. fordern die deutschen Datenschutzbeauftragten die &Uuml;berpr&uuml;fung, &ldquo;ob das Routing von Telekommunikationsverbindungen in Zukunft m&ouml;glichst nur &uuml;ber Netze innerhalb der EU erfolgen kann.&rdquo; &ndash; Sollten die Datenschutzbeauftragten vergessen haben, dass Gro&szlig;britannien zur EU geh&ouml;rt?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IMK: Verteilungsproblem schw&auml;cht auch Wirtschaft<\/strong><br>\nAtypische Besch&auml;ftigung, Kapitaleinkommen und weniger Ausgleich im Steuersystem steigern Einkommens-Ungleichheit<br>\nDie wirtschaftliche Ungleichheit ist in Deutschland heute deutlich gr&ouml;&szlig;er als Anfang der 1990er Jahre oder zur Jahrtausendwende. So wuchs die Ungleichheit bei der Verteilung der bedarfsgewichteten Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1991 und 2010 um knapp 13 Prozent. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind vor allem der langj&auml;hrige Anstieg der atypischen Besch&auml;ftigung und h&ouml;here Kapitaleinkommen, die &uuml;berwiegend Wohlhabenden zuflossen. Gleichzeitig sank die Ausgleichswirkung des Steuersystems, weil Steuersenkungen vor allem h&ouml;here Einkommen und Verm&ouml;gen entlasteten (siehe auch die Grafik; Link unten). Hinzu kommt, dass die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer Haushalte mit geringerem Einkommen &uuml;berproportional betraf. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt der j&uuml;ngsten Zeit hat den Trend zu wachsender Ungleichheit aufgehalten, aber nicht umgekehrt. Das ergibt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.* Sie wird heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.<br>\n&bdquo;Unsere Auswertung zeigt zweierlei&ldquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. &bdquo;Besch&auml;ftigungsaufbau und st&auml;rkere Lohnsteigerungen, wie wir sie in den letzten Jahren gesehen haben, wirken sich positiv auf die Einkommensverteilung aus. Aber das reicht nicht. Es ist noch eine Menge zu tun, um den langj&auml;hrigen Negativtrend zu korrigieren. Das wird nicht ohne mehr Ausgleich im Steuersystem und bessere Regeln auf dem Arbeitsmarkt gehen, um beispielsweise den Niedriglohnsektor einzud&auml;mmen. Solche Reformen n&uuml;tzen nicht nur den davon direkt betroffenen Arbeitnehmern. Die gegenw&auml;rtige Stabilit&auml;t der deutschen Wirtschaft, der relativ kr&auml;ftige private Konsum und die solide Einnahmesituation der Sozialkassen w&auml;ren kaum denkbar, wenn die Ungleichheit weiter anstiege.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news550208\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tiefe Kluft<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130909_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: Quelle: Der Spiegel 37\/2013 (Printfassung)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vergleichsrechner: Wo Sie mit Ihrem Einkommen stehen<\/strong><br>\nIn Deutschland &ouml;ffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Wo liegen Sie mit Ihrem Einkommen im Vergleich zu anderen? In unserem neuen Vergleichsrechner finden Sie es ganz leicht heraus.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130909_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130909_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/einkommen-neues-spiegel-online-tool-zeigt-wo-sie-stehen-a-920777.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Exklusiv im Ersten: SOS Griechenland &ndash; Hilfe f&uuml;r die Kinder<\/strong><br>\nImmer mehr griechische Eltern geben ihre Kinder in SOS-Einrichtungen, weil daheim das Geld einfach nicht mehr reicht. SOS-Mutter Marina T. k&auml;mpft darum, ihren Sch&uuml;tzlingen Geborgenheit und Zuversicht zu vermitteln. Auch wenn es schwer f&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/799280_reportage-dokumentation\/16948386_exclusiv-im-ersten-sos-griechenland-hilfe-fuer\">Das Erste, Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&lsquo;Poverty Used to be Seen as a Social Good&rsquo;<\/strong><br>\nPoverty used to be seen as a social good: Prior to the late 18th century, the dominant school of economic thought saw poverty as a social good, essential for economic development. It may well have been granted that, other things being equal, a society with less poverty is to be preferred, but other things were not seen to be equal. Poverty was deemed essential to incentivize workers and keep their wages low, so as to create a strong, globally competitive, economy. Nor did the idea of what constitutes &ldquo;economic development&rdquo; embrace poor people as being necessarily amongst its intended beneficiaries. There was also widespread doubt about the desirability of, or even the potential for, governmental intervention against poverty. &hellip;<br>\n[There] was little reason to think that poor people had the potential to be anything else than poor. Poverty would inevitably persist, and was indeed deemed necessary for economic expansion, which required a large number of people eager for work, and avoiding hunger was seen as the necessary incentive for doing that work. &hellip; [Beyond] short-term palliatives to address shocks, there was little or no perceived scope for public effort to permanently reduce poverty. And a world free of poverty was unimaginable&mdash;after all, who then would be available to farm the land, work the factories and staff the armies?<br>\n&ndash;Martin Ravallion, &ldquo;The Idea of Antipoverty Policy&rdquo;<br>\nThese ideas persist in a certain political party.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/economistsview.typepad.com\/economistsview\/2013\/09\/poverty-used-to-be-seen-as-a-social-good.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+EconomistsView+%28Economist%27s+View%29\">Economist`s View<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zeitbombe Steuerflucht &ndash; Wann kippt das System?<\/strong><br>\nGerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, erarbeiten die Banken neue Strategien, um ihren reichen Kunden die Steuerhinterziehung zu erm&ouml;glichen. Die Entlarvung von Steuerfl&uuml;chtlingen wie Amazon und Total macht begreiflich, wie die tiefen L&ouml;cher in Europas Staatskassen entstehen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/047158-000\/zeitbombe-steuerflucht\">Arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Werkvertr&auml;ge: Unternehmen m&uuml;ssen sich in Acht nehmen<\/strong><br>\nZwei Entscheidungen der Landesarbeitsgerichte Hamm und Stuttgart werfen kein gutes Licht auf die Daimler AG und die Bertelsmann Tochter Arvato Systems. Beide Gerichte kippten Scheinwerkvertr&auml;ge mit illegalen Leiharbeitsfirmen. Zwei Besch&auml;ftigte von Drittunternehmen hatten vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-W&uuml;rttemberg in Stuttgart erfolgreich auf die Feststellung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses mit der Firma Daimler AG geklagt. Die 1957 bzw. 1960 geborenen Mitarbeiter hatten mit einem IT-Systemhaus Vertr&auml;ge als freie Mitarbeiter geschlossen. Dieses IT-Systemhaus ist ein Subunternehmen eines Dienstleisters f&uuml;r Informationstechnologie, der die Mitarbeiter im Rahmen eines Werkvertrages mit der Daimler AG ausschlie&szlig;lich bei dieser eingesetzt hat. Beide Kl&auml;ger arbeiteten aufgrund solcher Vertr&auml;ge von 2001 bis Ende 2011 als IT-Fachkr&auml;fte bei der Daimler AG. Die Landesarbeitsrichter kamen im Laufe des Verfahrens zu der &Uuml;berzeugung, dass der Fremdpersonaleinsatz bei Daimler im Wege der unerlaubten Arbeitnehmer&uuml;berlassung und nicht im Rahmen eines Werkvertrages erfolgt ist (Az.: 2 Sa 6\/13). &bdquo;Dabei kommt es nicht auf die vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem vermeintlichen Werkunternehmer (hier: IT-Dienstleister) und dem Dritten an, wenn die Vertragsverh&auml;ltnisse tats&auml;chlich so nicht gelebt worden sind&ldquo;, betonte das Gericht. Die beiden Kl&auml;ger, die jahrelang in den Betriebsr&auml;umen mit Betriebsmitteln von Daimler f&uuml;r diese t&auml;tig gewesen sind, waren nach ihrer Einsch&auml;tzung bei der Daimler AG wie normale Arbeitnehmer eingegliedert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/recht\/tid-33077\/scheinwerkvertraege-belasten-das-image-deutscher-unternehmen-scheinwerkvertraege-belasten-das-image-deutscher-unternehmen_aid_1078009.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Meist war bisher eher im Lebensmitteleinzelhandel, im Schlachthofbereich oder bei Paketdiensten von Scheinwerkvertr&auml;gen die Rede. Die Wenigsten wissen, dass selbst in der Renommierbranche Autoindustrie, und dann noch bei der Nobelmarke Daimler, Werkvertr&auml;ge missbraucht werden, um Lohnkosten zu dr&uuml;cken. Die &ldquo;Reutlinger Nachrichten&rdquo; haben berichtet, bei einem der Daimler-Dienstleister arbeiteten Testfahrer f&uuml;r Stundenl&ouml;hne von 3,80 Euro. Nach Recherchen des SWR &uuml;ber Werkvertr&auml;ge an den Flie&szlig;b&auml;ndern hat Daimler Arbeiter besch&auml;ftigt, die Hand in Hand mit der Stammbelegschaft arbeiten, aber bisweilen so wenig verdienen, dass sie ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken m&uuml;ssen. Siehe hier den Beitrag: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w37sGMB3pE0\">Hungerlohn am Flie&szlig;band<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armut senkt den IQ um 13 Punkte<\/strong><br>\nDie Miete, das Essen und wom&ouml;glich noch eine unerwartete Autoreparatur &ndash; die Bezahlung dieser Dinge mag f&uuml;r viele Menschen allenfalls l&auml;stig sein. F&uuml;r Menschen, die in Armut leben, geht es dagegen um die Existenz. Mit jeder Rechnung droht der finanzielle Ruin. Dass dies aber nicht nur die Seele allein belastet, hat nun eine US-amerikanische Studie herausgefunden. Psychologen und &Ouml;konomen der University of Warwick, der Harvard University und der Princeton University haben sich zusammengetan, um den Einfluss von Armut auf den Intellekt zu pr&uuml;fen. Ihr Ergebnis: Geldnot senkt den IQ im Schnitt um 13 Punkte. Vieles deutet also darauf hin, dass Geld unsere geistigen F&auml;higkeiten deutlich beeinflusst. Nur warum ist das so? Die US-Forscher gehen davon aus, dass dies mit unseren begrenzten intellektuellen Ressourcen zusammenh&auml;ngt. Die Teile unseres Gehirns, die bereits mit der Bezahlung der Miete und der des Essens besch&auml;ftigt sind, k&ouml;nnen sich nicht mehr um andere Aufgaben des Alltags k&uuml;mmern. &ldquo;Arme Menschen sind nicht weniger intelligent als andere. Aber weil sie mit so vielen Sorgen besch&auml;ftigt sind, k&ouml;nnen sie sich weniger um andere Dinge k&uuml;mmern&rdquo;, sagt Mullainathan.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/psychologie\/article119546442\/Armut-senkt-den-IQ-um-13-Punkte.html\">Welt Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sciencemag.org\/content\/341\/6149\/976.abstract\">Science Mag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Experiment mit indischen Zuckerrohrbauern zeigt deutlich, dass nicht in sarrazinscher Manier Armen einfach weniger Intelligenz zugeordnet werden kann. Denn es handelt sich um dieselben Personen, die einmal vor und nach der Ernte auf ihre kognitive Leistungsf&auml;higkeit getestet wurden. Nach der Ernte verf&uuml;gen sie &uuml;ber mehr Geld und hatten entsprechen weniger Sorgen, w&auml;hrend sie davor weniger haben und von finanziellen Problemen geplagt werden. Im anderen Experiment wurden &auml;rmere und besserverdiende Kunden eines Supermarktes getestet. Was der genannte IQ-Verlust z.B. f&uuml;r unsere Besch&auml;ftigten in Niedriglohnsektor bedeutet, hat Anandi Mani, Coautor der Studie, so veranschaulicht: &ldquo;Das ist der Unterschied im IQ zwischen einem normalen Erwachsenen im Vergleich zu einem chronischen Alkoholiker. &hellip; In Bezug auf das Alter eines durchschnittlichen 45-J&auml;hrigen gegen&uuml;ber einem 60-J&auml;hrigen. Hinsichtlich Schlafmangels wie der <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/science\/2013\/aug\/29\/poverty-mental-capacity-complex-tasks\">Verlust eine ganze Nacht an Schlaf<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Es versteht sich, dass Armut den Menschen viele gravierende Sch&auml;den zuf&uuml;gen. So hat z.B. das DIW festgestellt, dass Armut die Lebenserwartung senkt (<a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.408359.de\/12-38.pdf\">Bei M&auml;nnern macht diese Differenz f&uuml;nf Jahre, bei Frauen dreieinhalb Jahre aus [PDF &ndash; 658 KB]<\/a>).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Digital Natives&rdquo; sehen Wirtschaft auf falschem Weg<\/strong><br>\nDer Konzern Telef&oacute;nica hat die Einstellung der Millennials ermittelt und propagiert zur Abhilfe der ermittelten Missst&auml;nde individuelle Anpassung und Technik als Heilsbringer&hellip;<br>\nDie befragten jungen Leute in Deutschland gaben an, dass sie sich mehrheitlich um die wirtschaftliche Entwicklung und besonders um ihre finanzielle Absicherung im Alter sorgen. Und dies, obwohl sie deutlich weniger von der Wirtschaftskrise betroffen sind, als Jugendliche in vielen anderen L&auml;ndern. 62 Prozent der Millennials in Deutschland sind davon &uuml;berzeugt, dass die globale Wirtschaft auf dem falschen Weg ist. In Westeuropa, wo es mehrere L&auml;nder mit sehr hoher Jugendarbeitslosigkeit gibt, sind es sogar 74 Prozent. Derselben Meinung sind weltweit allerdings nur 52 Prozent der Millennials &ndash; doch auch das ist noch mehr als die H&auml;lfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39831\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Inklusion in Hessen: Scharfe Kritik an Kultusministerin Beer<\/strong>\n<p>Aufgrund ihrer &bdquo;<a href=\"https:\/\/kultusministerium.hessen.de\/presse\/pressemitteilung\/inklusiver-unterricht-hessen\">Nicht-Reaktion<\/a>&ldquo; infolge der Ver&ouml;ffentlichung eines Schwarzbuches Inklusion in Hessen ger&auml;t Kultusministerin Beer (FDP) nun in die Kritik.<br>\n&bdquo;Relativieren, Leugnen und Ablenken &ndash; das sind bisher die amtlichen Reaktionen auf die Pr&auml;sentation unseres Schwarzbuches Inklusion, mit welchem die &Ouml;ffentlichkeit in dieser Woche auf die strukturelle Verhinderung des Menschenrechts auf inklusive Beschulung in Hessen aufmerksam gemacht wurde&ldquo;, so Prof. Dr. Anne-Dore Stein, Vorsitzende des Vereins Politik gegen Aussonderung. &bdquo;Dabei darf es auf keinen Fall bleiben!&ldquo;, so Stein weiter.<br>\n&bdquo;Jedes Kind hat bereits heute einen Anspruch auf inklusive Beschulung. Was stattdessen jedoch unter dem Namen vermeintlicher Inklusion in Hessenrealisiert wird, sind schlechtere Bildungsbedingungen als es diese bereits seit Jahren gab. Tats&auml;chlich werden zurzeit in Hessen immer mehr Kinder mit Beeintr&auml;chtigungen immer weniger inklusiv beschult, weil immer schlechteren Bedingungen ausgesetzt. Eine Praxis, die nicht nur gegen geltendes V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t, sondern offenbar den Inklusionsgedanken selbst zu diskreditieren sucht.&ldquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130909_stellungnahme_final.pdf\">Gemeinsame Stellungnahme [PDF &ndash; 57 KB]<\/a> von &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.politik-gegen-aussonderung.net\">Politik gegen Aussonderung &ndash; Koalition f&uuml;r Integration und Inklusion e.V.<\/a>&ldquo; und <a href=\"http:\/\/gib-hessen.de\/\">der Gruppe InklusionsBeobachtung (GIB) Hessen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/gib-hessen.de\/veranstaltungen_aktuelles\/pga_schwarzbuch_inklusion_web.pdf\">Schwarzbuch Inklusion Hessen [PDF &ndash; 984 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Warum die Gr&uuml;nen abst&uuml;rzen<\/strong><br>\nDie beiden gro&szlig;en St&uuml;cke des W&auml;hler-Kuchens scheinen verteilt. Einen Lagerwechsel der W&auml;hler wird es in den letzten zwei Wochen kaum noch geben. Jetzt geht es nur noch darum, wie gro&szlig; die Kuchenst&uuml;cke innerhalb der politischen Lager werden.<br>\nSo stellt sich die Lage zwei Wochen vor der Bundestagswahl dar. Und deshalb lohnt es sich, das Ergebnis der neuesten Umfragen vom ZDF-Politbarometer und ARD-Deutschlandtrend n&auml;her anzuschauen. Beide stellen einen Absturz der Gr&uuml;nen fest und ein Erstarken der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo;. Das muss Ursachen haben. (&hellip;)<br>\nDeshalb wird der Wahltag auch f&uuml;r die Gr&uuml;nen ein Tag der Ern&uuml;chterung.<br>\n&ldquo;Die Linke&rdquo; dagegen profitiert davon, dass die beiden gro&szlig;en Kuchenst&uuml;cke schon verteilt und die Machtperspektive f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n dramatisch geschwunden ist. Wenn es sowieso keinen Machtwechsel gibt, dann kann ein W&auml;hler aus dem linken Lager auch risikolos die Linkspartei w&auml;hlen. Und die erwartete oder drohende gro&szlig;e Koalition k&ouml;nnte sozialdemokratische Sympathisanten zur &ldquo;Linken&rdquo; treiben.<br>\nDas andere, das sogenannte b&uuml;rgerliche Lager hat dagegen eine realistische Machtperspektive. Aber auch hier geht es noch um die Gr&ouml;&szlig;e der Kuchenst&uuml;cke. Ich gehe davon, dass das der FDP deutlich st&auml;rker wird als prognostiziert und die CDU noch unter 40 Prozent rutscht. Aber zusammen k&ouml;nnte es nach wie vor reichen. Das TV-Duell war eben doch nur eine Episode, aber keine Trendwende im Wahlkampf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=4060\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&auml;fer-G&uuml;mbel schlie&szlig;t Rot-Rot-Gr&uuml;n aus<\/strong><br>\nDie m&ouml;gliche Rolle der Linkspartei nach der Wahl hat am Freitag f&uuml;r einen Schlagabtausch unter den Spitzenkandidaten der f&uuml;nf Landtagsparteien gesorgt. SPD-Chef Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel schloss Rot-Rot-Gr&uuml;n aus, CDU und FDP wittern Taktiererei.<br>\nVideo-Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_49543601&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=78197&amp;jm=1&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/20130906_hs_politik_neu\">HR<\/a><br>\nAudio-Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_49543601&amp;jmpage=1&amp;type=a&amp;rubrik=78197&amp;jm=1&amp;mediakey=rubrik-nachrichten\/20130906_tsg_audio_128k\">HR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Je nachdem, ob die Linkspartei in den Landtag kommen wird oder nicht, darf diese Landesregierung gesch&auml;ftsf&uuml;hrend weiter regieren (wie 2008) oder ganz regul&auml;r. Sch&auml;fer-G&uuml;mbel leistet ganze Arbeit und die Landesregierung nutzt die Steilvorlage. Gratuliere. Und viel Spa&szlig; weiterhin in der Opposition &ndash; trotz der auff&auml;lligen Unbeliebtheit von Ministerpr&auml;sident Bouffier in Hessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Linke Verlierer<\/strong><br>\nBerichtet die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung wirklich so &bdquo;&uuml;berparteilich&ldquo;, wie sie es in ihrem Tittel-Logo behauptet? Rund 10.000 Texte der &bdquo;Bild&ldquo;-Fubrik &bdquo;Gewinner\/Verlierer&ldquo; aus den vergangenen 16 Jahren hat die SPIEGEL-Dokumentation statistisch ausgewertet. Fast 2.200 davon befassten sich mit deutschen Politikern. Auff&auml;llig ist, dass keine Partei prozentual so viele &bdquo;Gewinner&ldquo; stellt wie die FDP. Umgekehrt tauchten Piraten und Linken-Politiker fast nur als &bdquo;Verlierer&ldquo; auf. Tats&auml;chlich ergab die Untersuchung, dass &bdquo;Bild&ldquo; in dieser Rubrik dem Links-rechts-Klischee folgt; je weiter links die Partei eines Politikers steht, desto geringer die Chance, als &bdquo;Gewinner&ldquo; dargestellt zu werden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130909_03.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/reader\/index_SP.html#j=2013&amp;h=37&amp;a=111320255\">Der Spiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18538","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18538"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18538\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18563,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18538\/revisions\/18563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}