{"id":18571,"date":"2013-09-11T09:00:00","date_gmt":"2013-09-11T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571"},"modified":"2013-09-11T09:54:22","modified_gmt":"2013-09-11T07:54:22","slug":"hinweise-des-tages-1963","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h01\">Am 11. September 1973 putschte das Milit&auml;r in Chile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h02\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h04\">ver.di: &ldquo;Fair teilen! H&ouml;here L&ouml;hne, Steuergerechtigkeit, Sozialstaat st&auml;rken&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h05\">&laquo;Das Too-big-to-fail-Problem ist gr&ouml;sser als vor 2008&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h06\">Millionenfache Unzufriedenheit in Frankreich &ndash; Wieder Proteste gegen Rentenreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h07\">Die gro&szlig;e Wasser-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h08\">Misereor: Unternehmen. Steuern. Entwicklung.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h09\">Ausma&szlig; der Vergabe von Auftr&auml;gen der Bundesregierung an externe Dritte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h10\">Forensik: Wer zahlt, bekommt recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h11\">Chancenspiegel 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h12\">Norwegen r&uuml;ckt nach rechts &ndash; B&uuml;rgerliches Lager erringt Mehrheit bei Parlamentswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h13\">F&uuml;r das Recht auf einen Ganztagsschulplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571#h14\">Frauen auf dem Sprung &ndash; Das Update 2013<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18571&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Am 11. September 1973 putschte das Milit&auml;r in Chile<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chile: Ein Land als Labor<\/strong><br>\nChile zeigt, was etliche L&auml;nder Europas noch erwartet: Eine Gesellschaft im permanenten Stress, in der die Demokratie nichts mehr wert ist.<br>\nVierzig Jahre ist es her, dass am Morgen des 11. September 1973 Salvador Allende im Regierungspalast La Moneda in Santiago de Chile seine letzte &ouml;ffentliche Rede hielt&hellip;<br>\n&bdquo;Schockstrategie&ldquo; ist der Begriff, der das Damals und das Heute miteinander verbindet&hellip;<br>\nDer Putsch in Chile, aktiv gest&uuml;tzt von der US-amerikanischen Regierung und begr&uuml;&szlig;t vom &Ouml;konomen und Nobelpreistr&auml;ger Milton Friedman und den &bdquo;Chicago Boys&ldquo;, bereitete das Feld f&uuml;r eine perfekte Laborsituation, um ihre neoliberale Wirtschaftsdoktrin zu erproben&hellip;<br>\nRund 3.000 Personen werden nach offiziellen Angaben ermordet oder verschwinden, rund 30.000 gefoltert. Eine ganze Gesellschaft wird geschockt&hellip;<br>\nDamals wie heute werden dieselben Medikamente zur &bdquo;Heilung&ldquo; von Krisen verabreicht. So weisen die Ma&szlig;nahmen, die General Augusto Pinochet unter den Einfl&uuml;sterungen der Chicago Boys ergriff, frappierende &Auml;hnlichkeiten zu denen auf, die heute den europ&auml;ischen Krisenstaaten aufgezwungen werden: Staatsbetriebe, kollektive gesellschaftliche Ressourcen und Systeme der sozialen Daseinsf&uuml;rsorge privatisieren, L&ouml;hne und Sozialausgaben massiv reduzieren, die Macht der Gewerkschaften und Besch&auml;ftigten beschneiden &ndash; damals dramatisch und direkt, heute indirekt und schleichend&hellip;<br>\nChile zeigt dabei, was etliche L&auml;nder Europas noch erwartet. Denn hinter den aktuellen &bdquo;Erfolgszahlen&ldquo; des chilenischen BIP verbirgt sich eine sozial versehrte Gesellschaft. In kaum einem anderen Land in Lateinamerika ist die Kluft zwischen Reichtum und Armut so extrem wie in Chile. In kaum einem anderen Land finden sich die Obsz&ouml;nit&auml;ten des &bdquo;Mehr privat, weniger Staat&ldquo; so geballt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Debatte-Chile\/!123260\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein ganz hervorragender Artikel, der die richtigen historischen Schl&uuml;sse und Verbindungen herstellt. Offenbar lie&szlig; sich die neoliberale Ideologie erstmalig nur vor dem Hintergrund einer brutalen Milit&auml;rdiktatur durchsetzen. Was nicht verwunderlich ist. Eine Wirtschaftsordnung, die sich gegen die Interessen von 99 Prozent der Bev&ouml;lkerung richtet kann man nicht demokratisch legitimieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;El pueblo unido&laquo; &ndash; Das vereinte Volk ist unbesiegbar<\/strong><br>\nDer 11. September 1973 hat auch in Deutschland viele Menschen politisch gepr&auml;gt. An diesem Tag putschten in Chile die Streitkr&auml;fte unter F&uuml;hrung des Generals Augusto Pinochet mit Hilfe der US-Administration gegen die demokratisch gew&auml;hlte Regierung Salvador Allendes&hellip;<br>\nDer Milit&auml;rputsch leitete eine faschistische Epoche in diesem lateinamerikanischen Land ein. Gewerkschaften wurden verboten, politische Aktivit&auml;ten unterdr&uuml;ckt und verfolgt. Tausende Demokraten und Gewerkschafter &ndash; Mitglieder der &raquo;Unidad Popular&laquo; &ndash; wurden physisch liquidiert bzw. au&szlig;er Landes getrieben. Eine Million Chilenen mussten weltweit im Exil leben&hellip;<br>\nDie Milit&auml;rjunta zwang Chile und seinen Menschen eine &raquo;Grabesruhe&laquo; auf. Zynisch kommentierte der damalige bayerische Ministerpr&auml;sident Franz-Josef Strau&szlig; die Verst&ouml;&szlig;e gegen die Menschenrechte im Bayernkurier: &raquo;Angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, erh&auml;lt das Wort Ordnung f&uuml;r die Chilenen pl&ouml;tzlich wieder einen s&uuml;&szlig;en Klang.&laquo; Und CDU-Generalsekret&auml;r Bruno Heck meinte nach R&uuml;ckkehr aus Chile in menschenverachtendem Ton: &raquo;Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm.&laquo; Tats&auml;chlich wurden im Nationalstadion der Hauptstadt Santiago de Chile Hunderte Linksaktivisten zusammentrieben, geschlagen und wie der popul&auml;re Volkss&auml;nger Victor Jara ermordet.<br>\nDer Putsch von 1973 beendete drei Jahre sozialistischen Aufbruch. Mit Unterst&uuml;tzung der &raquo;Chicago Boys&laquo;, Sch&uuml;ler des marktradikalen &Ouml;konomen Milton Friedmann, die Pinochet ins Land holte, wurde ein wirtschaftspolitischer Crash-Kurs hin zum &raquo;radikalen Neoliberalismus&laquo; eingeleitet. In dem Land zwischen der Pazifikk&uuml;ste und den Anden wurde mit neoliberalen Konzepten experimentiert, die sp&auml;ter von der Weltbank und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) verschuldeten Staaten aufgedr&uuml;ckt wurden. Nur zehn Tage nach der Errichtung der faschistischen Diktatur  erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Anzeige mit dem Titel &raquo;Chile: Jetzt investieren!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/el-pueblo-unido-das-vereinte-volk-ist-unbesiegbar\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>40 Jahre Pinochet-Putsch in Chile: Zeit, &uuml;ber den Liberalismus neu nachzudenken<\/strong><br>\nAm 11. September 1973 putschte das chilenische Milit&auml;r unter der F&uuml;hrung von Augusto Pinochet den demokratisch gew&auml;hlten, sozialistischen Pr&auml;sidenten Salvador Allende aus dem Amt und trieb ihn in den Suizid. Die Putschisten genossen dabei die offene oder verdeckte Unterst&uuml;tzung sowohl der USA und anderer westlicher Staaten als auch der Unternehmer des Landes. Nicht zu Unrecht gilt dieser Putsch als eines der wichtigsten weltpolitischen Ereignisse der Nachkriegszeit. Er zeigte: Der R&uuml;ckgriff des Liberalismus auf Autoritarismus und brutale Gewalt ist kein historisches Vorkriegsph&auml;nomen, sondern in ihm selbst angelegte M&ouml;glichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1245\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Angela Merkel &ndash; die erste lupenreine Postdemokratin im Kanzleramt<\/strong><br>\nIm Jahr 2004 hat der britische Politiologe Colin Crouch sein Standardwerk &bdquo;Postdemokratie&ldquo; verfasst. Darin beschreibt er einen Prozess, der in vielen westlichen Industrienationen zu beobachten ist: den schleichenden &Uuml;bergang von einer Demokratie in eine Postdemokratie. Vergleicht man Crouchs Analysen mit dem Wahlkampf anno 2013, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass die Bundesrepublik auf dem besten Weg in eine Postdemokratie und Angela Merkel die erste lupenreine Postdemokratin im Kanzleramt ist. [&hellip;]<br>\nEin weiteres Symptom postdemokratischer Gesellschaften sieht Crouch in der wachsenden Personalisierung der Politik und der Wahlen: &bdquo;Werbung f&uuml;r die angeblich charismatischen Qualit&auml;ten eines Parteif&uuml;hrers sowie Foto- und Filmmaterial, das sie oder ihn in einer bestimmten Posen zeigt, treten zunehmend an die Stelle von Debatten &uuml;ber Probleme und Interessenkonflikte.&ldquo; Wie zur Best&auml;tigung dieses Satzes prangt seit einigen Tagen an der S&uuml;dseite des Berliner Hauptbahnhofs ein etwa fu&szlig;ballplatzgro&szlig;es Werbeplakat der CDU, auf dem nicht einmal mehr Angel Merkel, sondern nur noch ihre zur Raute gefalteten H&auml;nde zu sehen sind. Passanten auf dem Bahnhofsvorplatz wirken vor diesem Riesenplakat klein wie Ameisen. Solch bizarrer Personenkult ist man normalerweise von autokratischen Herrschern wie Kim Yong il in Nordkorea oder Saparmurad Nijasow in Turkmenistan gewohnt. &bdquo;Sie kennen mich&ldquo;, sagte Merkel in ihrem Abschlussstatement des TV-Duells. Das reicht schon; sie ist sich selbst genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/127826\/angela-merkel-die-erste-lupenreine-postdemokratin-im-kanzleramt\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Bleierne Lethargie<\/strong><br>\nDeutschland-Wahl. Die Wahlen sind nicht gelaufen. Es gibt Alternativen. Auch &Uuml;berraschungen sind m&ouml;glich. Und dennoch haben die B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen das Gef&uuml;hl, sie h&auml;tten eigentlich keine Wahlm&ouml;glichkeiten. Der Freitag, 5. September 2013<br>\nDie Sommersonne hatte gerade auf h&ouml;chste Brandst&auml;rke umgeschaltet, da legte sich &uuml;ber das Land schon Wahlkampffrust. Erst war es ein Gef&uuml;hl, das sich breitmachte, dann eine Deutung, die nachgeschoben wurde: Noch nie waren Wahlen so langweilig. Noch nie stand so wenig auf dem Spiel. Noch nie ging es so sehr um nichts. Noch nie gab es so wenig zu entscheiden. Wie Mehltau legte es sich auf die Diskurse und die Gespr&auml;che, die die Leute mit ihren Freunden f&uuml;hrten. &ldquo;In den rund vierzig Jahren, in denen ich mich jetzt f&uuml;r die Politik interessiere, habe ich noch nie erlebt, dass eine Bundestagswahl in einem solchen Ozean von Gleichg&uuml;ltigkeit versinkt. Die Leute &auml;rgern sich ja nicht mal. Die g&auml;hnen&rdquo;, kolumnierte Bettina Gaus in der &ldquo;taz&rdquo;.<br>\nDie Leute haben das Interesse verloren. Aber warum? Weil sich die Regierungsalternativen, die zur Auswahl stehen, kaum unterscheiden? Oder ist das Land in Watte geh&uuml;llt &ndash; schlie&szlig;lich ist Deutschland ganz gut durch die Krise gekommen, es geht den Deutschen doch gut, und dass eine andere Politik ihr Wohlergehen signifikant verbessern w&uuml;rde, das glaubt ohnehin kaum ein W&auml;hler, kaum eine W&auml;hlerin. Also, warum etwas &auml;ndern?<br>\nDeutschland, so die Deutung, die aber eben mehr ist, als eine Deutung, sondern eher ein Gef&uuml;hl, das sich in jeden hineinfrisst, ist eine bleierne Republik, in der gr&ouml;&szlig;ere Ver&auml;nderungen weder im Angebot, noch sonderlich erw&uuml;nscht sind. Ein Gef&uuml;hl, das sich aus einer Reihe von Quellen speist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/bleierne-lethargie.php\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><strong>Peer Steinbr&uuml;ck &ndash; wirtschaftspolitischer Wolf im sozialen Schafspelz?<\/strong><br>\nAlle, die unter den Folgen der Agenda 2010 hierzulande leiden und den &ouml;konomischen Zusammenhang zwischen dieser Agenda und der Eurokrise verstanden haben, werden sich da wohl (weiterhin) entt&auml;uscht von der SPD abwenden, weil sie den wirtschaftspolitischen Wolf im sozialen Schafspelz erkennen. Wen sollte das wundern?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/peer-steinbrueck-wirtschaftspolitischer-wolf-im-sozialen-schafspelz\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Georg Diez: Die F&auml;lschung der Welt<\/strong><br>\nIch habe getr&auml;umt, dass ich aufwache, und alle um mich herum schlafen, es ist wie im neuen Roman von Daniel Kehlmann, &ldquo;F&rdquo;, sie l&auml;cheln vor sich hin im Schlaf, der eigentlich kein Schlaf ist, sondern eine Hypnose, sie l&auml;cheln, weil sie denken, dass sie in der besten aller Welten leben, das hat ihnen die Merkel-Maschine immer und immer wieder gesagt, sie hatten gedacht, es sei ein Versprechen, dabei war es eine Drohung, alles wird so weitergehen wie bisher, wir retten die Banken, die Banken retten die Unternehmen, die Unternehmen retten den Export, der Export rettet uns, und alles ist gut. Wer braucht schon Politik, wenn er Interessen hat? Wer braucht schon Wahlen, wenn er eine starke Wirtschaft hat? Wer braucht schon Argumente, wenn er Umfragen hat? Wer braucht schon europ&auml;ische Ideale, wenn es Deutschland gutgeht? Wer braucht schon Visionen, wenn gerade alles so sch&ouml;n &uuml;bersichtlich ist? Wer braucht schon Angst, wenn die Autos rollen? Wer braucht schon Gerechtigkeit, wenn es die FDP gibt? Wer braucht schon eine Vorstellung von der Zukunft, wenn der Laden brummt? Was haben wir also gesehen, beim Nicht-Ereignis, das alles M&ouml;gliche war, nur kein TV-Duell &ndash; was haben wir gesehen: Au&szlig;er einem Oppositionsdarsteller und einer kalten Kanzlerin, die keine Geduld mehr hat mit Versagern, die keine Gnade mehr kennt mit Eseltreibern, Olivenbauern und Schulschw&auml;nzern, die eine Art Genugtuung zu versp&uuml;ren scheint beim &ouml;ffentlichen Spanking anderer Nationen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/georg-diez-ueber-angela-merkel-und-das-tv-duell-a-920774.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-Innenausschuss zur Massen&uuml;berwachung: Echelon war ein Kinderspiel im Vergleich zur aktuellen &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nDer &ldquo;Ausschuss f&uuml;r b&uuml;rgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres&rdquo; des Europ&auml;ischen Parlaments hatte verschiedene Journalisten und Experten eingeladen, um deren Einsch&auml;tzung und Erfahrungen zu den US amerikanischen und britischen &Uuml;berwachungsprogrammen zu h&ouml;ren.<br>\nJacques Follorou (Le Monde): &ldquo;Ich werde mich auf den franz&ouml;sichen Aspekt beschr&auml;nken. Die Technologisierung begann bereits vor 9\/11. &hellip; Gelegentlich geht es um Terrorismusbek&auml;mpfung. Aber es geht auch um Ermittlungen gegen Personen, die als &ldquo;gef&auml;hrlich&rdquo; gelten, also Journalisten. Anw&auml;lte, Politiker, etc. Bei der Informationsweitergabe gibt es keine Kontrollinstanz. Das ist nicht illegal, sondern a-legal &ndash; also: gesetzlich nicht geregelt. Die Auffassung der Geheimdienste ist: Richter haben in Geheimdiensten nichts zu suchen. Man m&ouml;chte eine wichtige Rolle spielen im Kampf gegen den Terrorismus. 9\/11 gilt als Totschlagargument zur Ausweitung von technischen M&ouml;glichkeiten. Sie betreiben eine geheime Datenbank, aus der sich alle Verb&uuml;ndeten bedienen k&ouml;nnen. Frankreich ist beispielsweise wichtigster Partner f&uuml;r die Sahelzone.&rdquo; &ndash; Gerhard Schmid, ehemaliger Europa-Abgeordneter und 2001 Vorsitzender des Sonderausschusses, der den Bericht &uuml;ber das Abh&ouml;rsystem Echelon geschrieben hat: &ldquo;Machen sie sich nichts vor: Regierungen werden kein Interesse haben, die Untersuchungen zu unterst&uuml;tzen. Die Regierungen haben uns damals angelogen, vor allem die USA und Gro&szlig;britannien! Auch nationale Parlamente werden nichts sagen d&uuml;rfen, oder Schw&auml;chen ihrer Arbeit zugeben. Sie m&ouml;gen es nicht, wenn sich die EU einmischt. Zur Sicherheit der EU-Institutionen: Staaten haben keine Freunde, Staaten haben Interessen. Schon damals haben wir kritisiert, dass es keine europ&auml;ische Spionageabwehr gibt. Das Parlament ist eh offen, aber mindestens EU-Kommission und Rat der Europ&auml;ischen Union brauchen das. Jedes gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen besitzt eine eigene Spionageabwehr! Aber die EU-Vertretung in Washington hat keinen abh&ouml;rsicheren Raum, obwohl wir wissen, dass dort auch unter Freunden spioniert wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/eu-ausschuss-fuer-buergerliche-freiheiten-justiz-und-inneres-anhoerung-verschiedener-journalisten-zu-us-ueberwachungsprogrammen\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der Verfassungsschutz w&auml;re dann kein Geheimdienst mehr&rdquo;<\/strong><br>\nEin radikaler Reformvorschlag zum Verfassungsschutz des Staatsrechtlers, fr&uuml;heren Bundesdatenschutzbeauftragten und ehemaligen SPD-Innensenators Hans-Peter Bull : Die &Auml;mter von Bund und L&auml;ndern sollen zu einem wissenschaftlichen Institut schrumpfen &ndash; und ihre operativen Aufgaben an die Polizei abgeben&hellip;Die &Auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz in Bund und L&auml;ndern sollen nur noch f&uuml;r die wissenschaftliche Analyse offener Quellen zust&auml;ndig sein. &ldquo;Der Verfassungsschutz w&auml;re dann kein Geheimdienst mehr&rdquo;, sagt Bull. V-Leute und andere Nachrichtenbeschaffer, die geheim arbeiten, w&auml;ren nicht mehr erforderlich. Alle bisherigen operativen Aufgaben des Verfassungsschutzes sollen nach Bulls Vorstellungen komplett an die Kriminalpolizei &uuml;bertragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neuorganisation-des-sicherheitsapparats-der-verfassungsschutz-waere-dann-kein-geheimdienst-mehr-1.1766696\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Exporte von &Uuml;berwachungstechnologie Trojaner f&uuml;r Diktatoren<\/strong><br>\nWikileaks-Dokumente legen nahe, dass deutsche Firmen &Uuml;berwachungstechnik an autokratische Regime liefern. Das zeigen neue Unterlagen von Wikileaks, die der Norddeutsche Rundfunk und die S&uuml;ddeutsche Zeitung im Rahmen einer Recherchekooperation vorab einsehen konnten. Es finden sich Informationen &uuml;ber Firmen wie Glimmerglass oder Vupen. Glimmerglass bietet Hilfsmittel zum Anzapfen von Glasfaserkabeln an, Vupen verkauft Informationen &uuml;ber Schwachstellen bekannter Software, damit Staaten so in Computer einbrechen k&ouml;nnen. Der Markt der &Uuml;berwachungstechnologie ist milliardenschwer. Wenn ein Diktator den Amerikanern nacheifern und ein Sp&auml;hprogramm aufbauen m&ouml;chte, kann er sich an deutsche Firmen wie Trovicor, Utimaco, Atis, Elaman und Gamma Group wenden. &ndash; Zum Beispiel Staatspr&auml;sident Berdimuhamedow, der offiziell von 97 Prozent seiner Untertanen gew&auml;hlt wurde. In sein Reich schickte die Gamma Group ein Angebot: Die deutsch-britische Firma pr&auml;sentierte eine &Uuml;berwachungsl&ouml;sung namens &ldquo;Finfly ISP&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/exporte-von-ueberwachungstechnologie-trojaner-fuer-diktatoren-1.1762651\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>ver.di: &ldquo;Fair teilen! H&ouml;here L&ouml;hne, Steuergerechtigkeit, Sozialstaat st&auml;rken&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Brosch&uuml;re sind aktuelle Daten zu privatem Reichtum und individueller wie &ouml;ffentlicher Armut aufbereitet und verst&auml;ndlich dargestellt. Beschrieben werden Folgen ungleicher Verteilung ebenso wie Ursachen und Hintergr&uuml;nde. Denn Umverteilung von unten nach oben ist nicht Ergebnis von Naturgesetzen. Sie ist Folge politischer Entscheidungen. Auch wenn jetzt fast alle von sozialer Gerechtigkeit reden: Die gibt es nicht im Selbstlauf. Die Brosch&uuml;re stellt die ver.di-Vorschl&auml;ge vor, wie der Prozess der Umverteilung von unten nach oben umgekehrt werden und den Forderungen gemeinsam mit B&uuml;ndnispartnern Nachdruck verliehen werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/broschueren\/fair-teilen\">ver.di Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Das Too-big-to-fail-Problem ist gr&ouml;sser als vor 2008&raquo;<\/strong><br>\nSimon Johnson, MIT-Professor und fr&uuml;herer Chef&ouml;konom des IWF, warnt im Interview mit &laquo;Finanz und Wirtschaft&raquo; vor der Gefahr einer weiteren Finanzkrise.<br>\nF&uuml;nf Jahre sind seit dem Untergang von Lehman Brothers und dem Beinahe-Kollaps des globalen Finanzsystems vergangen. Auf regulatorischer Ebene ist einiges geschehen, in vielen L&auml;ndern wurden h&ouml;here Eigenkapitalanforderungen f&uuml;r Grossbanken beschlossen. Simon Johnson, &Ouml;konomieprofessor am Massachusetts Institute of Technology, glaubt jedoch nicht, dass das Banken&shy;system heute sicherer ist als vor f&uuml;nf Jahren. Er warnt: &laquo;Die Banken sind immer noch massiv unterkapitalisiert.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/das-too-big-to-fail-problem-ist-grosser-als-vor-2008\/\">Finanz und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Millionenfache Unzufriedenheit in Frankreich &ndash; Wieder Proteste gegen Rentenreform<\/strong><br>\nFranz&ouml;sische Gewerkschaften haben wieder zu Demonstrationen und Streiks aufgerufen, vor drei Jahren gingen &uuml;ber eine Million Menschen auf die Stra&szlig;e. Stein des &ouml;ffentlichen Ansto&szlig;es sind erneut die Rentenreformpl&auml;ne der Regierung.<br>\nAuf 43 Jahre sollen diese Beitragszeiten steigen, allerdings erst 2035, Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen vom kommenden Jahr an h&ouml;here Beitr&auml;ge entrichten&hellip;<br>\nAuch die Bev&ouml;lkerung zeigt sich in Umfragen mehrheitlich unzufrieden mit der Reform, nach den vielen Steuererh&ouml;hungen durch die sozialistische Regierung nun h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge &ndash; das kommt nicht gut an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/2245795\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Wasser-L&uuml;ge<\/strong><br>\nEiner der gr&ouml;&szlig;ten Marketingtricks aller Zeiten redet uns ein, dass wir ohne st&auml;ndig mitgef&uuml;hrte Wasserflasche in der Stadt verdursten m&uuml;ssen. Unsere Entfremdung von dem Grundnahrungsmittel Wasser beschert Konzernen ein Milliardengesch&auml;ft. Dass das, was wir aus diesen Flaschen allt&auml;glich trinken, uns ges&uuml;nder erscheint als das Wasser aus der Leitung, dass wir das inzwischen bereitwillig auch in sauschweren Paketen die Treppe hoch schleppen, anstatt einfach den Hahn aufzudrehen, zeigt vor allem eins: den perfekten Sieg einer Marketingkampagne. In Urs Schnells Dokumentation &ldquo;Bottled Life: Nestl&eacute;s Gesch&auml;ft mit Wasser&rdquo; erz&auml;hlt Maude Barlow, ehemalige UNO-Chefberaterin in Wasserfragen, von Jugendlichen, denen sie erkl&auml;rt, wie viel Geld multinationale Konzerne wie Nestl&eacute;, Veolia, Ondeo oder Suez mit der &ndash; aus deren Sicht &ndash; letzten profitablen Ressource auf dem Planeten machen. Indem sie kommunale Wasservorkommen spottbillig ausbeuten und dann in diesen Plastikflaschen an uns zur&uuml;ck verkaufen. Und zwar mit gigantischem Gewinn.  Irena Salinas &ldquo;Flow &ndash; Wasser ist Leben&rdquo;, Stephanie Soechtigs und Jason Lindsays Dokumentation &ldquo;Abgef&uuml;llt&rdquo; und jetzt Urs Schnells &ldquo;Bottled Life&rdquo; beschreiben, wie das Gesch&auml;ft mit der Plastikwasserflasche auf einer perfekten L&uuml;ge basiert.<br>\nDiese Dokumentationen machen aber auch deutlich, dass in L&auml;ndern der Dritten Welt die Wassermultis mit dem &ldquo;Blauen Gold&rdquo; in der Flasche die Versorgung der Armen gef&auml;hrden, w&auml;hrend sie vollmundig das Gegenteil behaupten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2244034\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/09\/10\/drk_20130910_0722_95864bf5.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vp5dUdHPuxA&amp;feature=player_detailpage\">Bottled Life &ndash; Nestl&eacute;s Gesch&auml;fte mit Wasser<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In Deutschland wie auch in &Ouml;sterreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden ist Trinkwasser das am besten kontrollierten Lebensmittel. Laut <a href=\"http:\/\/www.umweltdaten.de\/publikationen\/fpdf-l\/4238.pdf\">letztem Bericht [PDF &ndash; 442 KB]<\/a> zur Trinkwasserqualit&auml;t des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes  erf&uuml;llt Leitungswasser zu 99 Prozent die gesetzlichen Auflagen.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r Trinkwasser bestehen im deutschsprachigen Raum h&ouml;here Qualit&auml;tsanforderungen als f&uuml;r industriell abgepacktes Mineralwasser und Tafelwasser. Laut Stiftung Warentest ist &ldquo;Stilles Mineralwasser&rdquo; nicht nur teurer, sondern oft auch schlechter als Leitungswasser. Jedes der 29 gepr&uuml;ften Produkte hat demnach eine Schwachstelle: Fast zwei Drittel enthalten nur wenige Mineralstoffe, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/stiftung-warentest-leitungswasser-besser-als-stilles-mineralwasser-a-841374.html\">in jeder dritten Flasche fanden die Tester Keime<\/a>.<\/em><br>\n<em>Hinzu kommt noch die verheerende &Ouml;kobilanz durch unseren Konsum an Wasser aus der Flasche, allen voran der PET-Einwegflasche. <\/em><br>\n<em>Ein weiterer <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/09\/07\/dlf_20130907_1341_47f806cc.mp3\">Bericht des Deutschlandfunks [Audio &ndash; mp3]<\/a> konzentriert sich auf die Fehlentwicklungen in der Dritten Welt am Beispiel Nigerias. Obwohl in Nigeria eigentlich kein Wassermangel herrscht, sind Millionen von Menschen auf die Literflaschen angewiesen. Der Staat nimmt durch die F&ouml;rderung von &Ouml;l Milliarden ein, investiert aber kaum in die &ouml;ffentliche Wasserversorgung. So profitieren die Konzerne, welche das Quellwasser des Landes in riesigen Mengen abzapfen, reinigen und verkaufen, vom Versagen des Staates.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Misereor: Unternehmen. Steuern. Entwicklung.<\/strong><br>\nWenn Konzerne Gewinne in Steueroasen verschieben, schw&auml;cht das die Entwicklungsfinanzierung.<br>\n160.000.000.000 US-Dollar verlieren Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder nach aktuellen Sch&auml;tzungen jedes Jahr an Steuereinnahmen, weil internationale Konzerne Gewinne in Steueroasen verschieben. Auf diese Weise erh&ouml;hen Unternehmen ihre Profite nach Steuern auf Kosten der L&auml;nder, deren Rohstoffe, Infrastruktur und Bildungssystem sie in Anspruch nehmen. Der Verlust f&uuml;r diese L&auml;nder ist gigantisch, h&ouml;her als die gesamte &ouml;ffentliche Entwicklungshilfe (2010: 129 Milliarden US-Dollar). Und nicht nur das &ndash; h&ouml;here Steuereinnahmen h&auml;tten weitere Vorteile: Als einheimische Einnahmen verringern sie die Abh&auml;ngigkeit von ausl&auml;ndischer Hilfe und Auslandsschulden. Zugleich f&ouml;rdern sie das &ouml;ffentliche Interesse an einer gerechten Steuerpolitik und einer verantwortungsvollen Ausgabenpolitik und st&auml;rken damit die demokratische Kultur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/redaktion\/Weltsichten-Dossier_Unternehmen-Steuern-Entwicklung_11-2011.pdf\">Misereor Dossier [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausma&szlig; der Vergabe von Auftr&auml;gen der Bundesregierung an externe Dritte<\/strong><br>\nAntwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/146\/1714647.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 3.9 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem wir gestern schon gemeldet haben, dass die Bundesregierung in den vergangenen 4 Jahren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18564#h10\">rd. eine Milliarde an Berater bezahlt hat<\/a>, hier die komplette Antwort der Bundesregierung. Interessant sind dabei auch die Angaben dar&uuml;ber, welche Stelle der Bundesregierung welche Beratungsb&uuml;ros beauftragt hat. Das Wirtschaftsministerium hat typischerweise nat&uuml;rlich vor allem neoliberale Institute beauftragt, wie des RWI, McKinsey, das Institut der deutschen Wirtschaft, Deloitte &amp; Touche GmbH, die Prognos AG, das Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW), das Energiewirtschaftliche Institut (ewi) an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln, das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW), Roland Berger Strategy Consultants, PricewaterhouseCoopers (PwC), Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), das ifo Insitut usw. Also solche Beratungsfirmen, bei denen man sich der politisch gew&uuml;nschten Ergebnisse relativ sicher sein konnte &ndash; Beratung zur &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Untermauerung der Ideologie der politischen F&uuml;hrung des Hauses.<\/em><br>\n<em>Das Finanzministerium hat sich vor allem des Rates von Banken und Finanzberatern bedient.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130911_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130911_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Imposant sind die Steigerungsraten beim Wirtschaftsministerium und vor allem beim Bundesbildungsministerium.<\/em><br>\n<em>Andererseits r&uuml;hmt sich diese Regierung daf&uuml;r, dass sie seit Jahren Stellen bei den Bundesbediensteten eingespart und den Staat &bdquo;verschlankt&ldquo; habe. Kein Wunder also auch, dass man immer mehr Aufgaben an Private auslagern muss und immer mehr Beratungsleistung von wohlgesonnenen Beratern angefordert werden muss.<\/em><br>\n<em>Zum Gl&uuml;ck hat die Linkspartei einmal danach gefragt, welche Kosten dabei entstanden sind. F&uuml;r eine Milliarde k&ouml;nnte man viele Mitarbeiter besch&auml;ftigen, die erheblich kosteng&uuml;nstiger als die Beratungsfirmen w&auml;ren.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu passt: FDP: R&uuml;ge f&uuml;r die Vetternwirtschaft<\/strong><br>\nEntwicklungsminister Dirk Niebel hat FDP-Politikerin Gabriela B&uuml;ssemaker f&uuml;r 100.600 Euro im Jahr zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin einer Servicegesellschaft des Ministeriums gemacht. Der Bundesrechnungshof kritisiert Personalie und Besoldung. B&uuml;ssemaker, gelernte Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin, war schon vor ihrer Berufung zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der gemeinn&uuml;tzigen staatlichen Gesellschaft umstritten. Sie war Oberb&uuml;rgermeisterin in Ettlingen, einer 39.000-Einwohner-Gemeinde in Baden-W&uuml;rttemberg, als Dirk Niebel sie als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Engagement Global gGmbH &ndash; Service f&uuml;r Entwicklungsinitiativen holte. Fortan musste sich der Minister gegen den Vorwurf der Vetternwirtschaft wehren. B&uuml;ssemaker, einst Betreiberin einer Eventagentur, hatte sich bis dahin in der Entwicklungspolitik keinen Namen gemacht &ndash; stattdessen machte sie Schlagzeilen, die nicht zu ihrem Besten waren. Mal musste sie einen Strafbefehl &uuml;ber 3.000 Euro wegen Vorteilsnahme zahlen. Sie hatte sich von der Eon Ruhrgas AG zu einer &ldquo;Informationsreise&rdquo; nach Norwegen einladen lassen. Selbst die FDP-Basis in Baden-W&uuml;rttemberg, Niebels Landesverband, stellte sich gegen die Personalie. &ndash; Niebel wurde schon oft vorgeworfen, f&uuml;hrende Mitarbeiter f&uuml;r das Entwicklungshilfeministerium nach Parteibuch auszusuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F09%2F09%2Fa0067&amp;cHash=4eac89da364b853f4d8a35387ba1fc77\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich besetzten auch andere Parteien Schl&uuml;sselpositionen in Ministerien mit Mitgliedern ihrer Partei. Aber Dirk Niebel hat diese Praxis in beispielloser Weise auf die Spitze getrieben: Er hat <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/presse\/2013\/pressemeldung_130502.php5\">mehr als 40 FDP-Mitglieder und Mitarbeiter der Partei eingestellt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Hinzukommt, dass Niebel selbst <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F09%2F09%2Fa0092&amp;cHash=6ca8bca09344b490348b69d8c6ad0d78\">bei Referentenstellen die fachliche Eignung ignoriert<\/a>. Und, diese Leute bleiben &uuml;ber den Minister hinaus fest im Staatsapparat verankert.<\/em><br>\n<em>Eigentlich m&uuml;sste jedem FDP-Mitglied die Schamr&ouml;te in das Gesicht steigen. Eine Partei, die den schlanken Staat auf ihr Schild gehoben hat, l&auml;sst zu, dass ein Niebel sein Ministerium vergr&ouml;&szlig;ert, von dem er urspr&uuml;nglich meinte, dass es abgeschafft werden m&uuml;sse. Eine Partei, die Wettbewerb und Effizienz verk&uuml;ndet, l&auml;sst das ganze Gegenteil zu: Vetternwirtschaft. Ist diese Partei glaubw&uuml;rdig, w&auml;hlbar?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Forensik: Wer zahlt, bekommt recht<\/strong><br>\nDie Gutachten forensischer Psychologen und Psychiater sind bekanntlich von gr&ouml;&szlig;ter Bedeutung, wenn ein Gericht &uuml;ber die Schuldf&auml;higkeit oder Gef&auml;hrlichkeit von Straft&auml;tern zu entscheiden hat. Umso wichtiger ist die Objektivit&auml;t und Unvoreingenommenheit der Experten. Doch um diese sei es nicht besonders gut bestellt, warnt ein Forscherteam um den Psychologen Daniel Murrie von der University of Virginia in dem Fachmagazin Psychological Science (online): &ldquo;Das Justizsystem verl&auml;sst sich h&auml;ufig auf Gutachter, und die meisten von ihnen glauben, dass sie ihre Aufgabe objektiv erledigen&rdquo;, sagt Murrie. &ldquo;Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass dies nicht der Fall ist.&rdquo;  Sie hatten 118 erfahrene forensische Gutachter zu einem zweit&auml;gigen Workshop eingeladen, angeblich nur, um &uuml;ber Testverfahren zur Beurteilung von gewaltt&auml;tigen Sexualstraft&auml;tern informiert zu werden. Im Gegenzug sollten einige der Experten bezahlte Gutachten f&uuml;r eine staatliche Beh&ouml;rde erstellen, die angeblich die Akten einer gro&szlig;en Zahl von Sexualstraft&auml;tern neu zu bewerten hatte. Einige Wochen sp&auml;ter trafen die restlichen Gutachter der Workshop-Gruppe einen &ndash; ebenfalls bezahlenden &ndash; Strafverteidiger, der ihnen die Akten von jeweils vier Mandanten zur Begutachtung &uuml;berlie&szlig;. Dabei wussten die unfreiwilligen Studienteilnehmer nicht, dass sie alle jeweils die gleichen F&auml;lle vorgelegt bekommen hatten. &ndash; Obwohl die Forensiker bei beiden Anl&auml;ssen die gleichen F&auml;lle mit den selben Methoden begutachteten, zeigten sich &ndash; je nach Auftraggeber &ndash; deutliche Unterschiede. Diejenigen Experten, die glaubten, sie seien von den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden engagiert worden, bewerteten die Gef&auml;hrlichkeit der vermeintlichen Straft&auml;ter deutlich h&ouml;her als jene Experten, die angeblich f&uuml;r die Verteidigung arbeiteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/forensik-wer-zahlt-bekommt-recht-1.1757408\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Gerichtsgutachterin in Bayern: Nach Kritik kaltgestellt<\/strong><br>\nWeil sie sich in einer Fernsehsendung kritisch &uuml;ber die bayerische Justiz und die psychiatrische Begutachtung von Straft&auml;tern ge&auml;u&szlig;ert hat, muss die M&uuml;nchner Psychiaterin Hanna Ziegert jetzt mit erheblichen beruflichen Problemen rechnen. Die Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen I hat die Fach&auml;rztin, die seit mehr als 30 Jahren im ganzen Bundesgebiet als forensisch-psychiatrische Gutachterin t&auml;tig ist, in mehreren Verfahren &ldquo;wegen Besorgnis der Befangenheit&rdquo; abgelehnt.  In der Diskussion ging es auch um die Kritik an verschiedenen psychiatrischen Sachverst&auml;ndigen, die ihre Gutachten &uuml;ber Mollath lediglich nach Aktenlage erstattet hatten, weil Mollath sich einer Exploration verweigert hatte.  Die Auswahl von Gutachtern durch Staatsanwaltschaft und Gericht richte sich zwar nicht immer, aber jedenfalls &ldquo;immer mal wieder&rdquo; danach, welches Ergebnis hinsichtlich der Frage der Schuldf&auml;higkeit vom Auftraggeber gew&uuml;nscht werde, sagte Ziegert. Viele Gutachter seien darauf angewiesen, Auftr&auml;ge von der Staatsanwaltschaft zu bekommen, und achteten deshalb darauf, &ldquo;nicht in Ungnade zu fallen&rdquo;. Das seien &ldquo;Dinge, die jedem, der in der Szene arbeitet, ganz genau bekannt sind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/gerichtsgutachterin-in-bayern-nach-kritik-kaltgestellt-1.1762996\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Chancenspiegel 2013<\/strong><br>\nZur Chancengerechtigkeit und Leistungsf&auml;higkeit der deutschen Schulsysteme mit einer Vertiefung zum schulischen Ganztag.<br>\nDie Chancengerechtigkeit hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutschlandweit nur leicht verbessert. Es gibt einige positive Tendenzen, aber viel Stagnation. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Das Risiko, die Schule ohne Abschluss zu verlassen, ist in fast allen Bundesl&auml;ndern gesunken, und die Chancen auf den Erwerb der Hochschulreife sind in den meisten Bundesl&auml;ndern gestiegen. Auf der anderen Seite wird deutlich, dass nach wie vor gro&szlig;er Handlungsbedarf besteht. Immer noch ist das Risiko f&uuml;r F&ouml;rdersch&uuml;ler hoch, separat unterrichtet zu werden. Und die Aussicht eines Sch&uuml;lers, einen Platz in einer Ganztagsschule zu bekommen, ist weiterhin eher gering, vor allem im Blick auf gebundene Ganztagsschulen, die nach empirischen Studien f&uuml;r die Bildungschancen besonders wirksam sind. Nicht zuletzt deshalb hat auch weiterhin die soziale Herkunft gro&szlig;en Einfluss auf den Bildungserfolg. Das gilt f&uuml;r den Primarbereich, auf den bei der Kompetenzf&ouml;rderung im vorliegenden Chancenspiegel fokussiert wird wie auch f&uuml;r den Sekundarbereich, der im vergangenen Jahr im Fokus des ersten Chancenspiegels stand.<br>\nUnver&auml;ndert stark ausgepr&auml;gt ist das Gef&auml;lle zwischen den Bundesl&auml;ndern. So zeigt der unterschiedliche Umgang mit Inklusion und schulischem Ganztag, dass es f&uuml;r diese zentralen Herausforderungen nach wie vor kein gemeinsames Verst&auml;ndnis der L&auml;nder oder bundesweite Standards gibt. Im Ergebnis bedeutet das auch, dass die Schulsysteme der L&auml;nder den Kindern und Jugendlichen h&ouml;chst unterschiedliche Bildungschancen bieten &ndash; wenn auch kein Land &uuml;berall vorbildlich und kein Land &uuml;berall Schlusslicht ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.chancen-spiegel.de\/\">Friedrich-Schiller-Universit&auml;t Jena, Institut f&uuml;r Schulentwicklungsforschung (IFS), Bertelsmann Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-13955889-68D8073D\/bst\/xcms_bst_dms_38134_38135_2.pdf\">Zusammenfassung zentraler Befunde [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Norwegen r&uuml;ckt nach rechts &ndash; B&uuml;rgerliches Lager erringt Mehrheit bei Parlamentswahl<\/strong><br>\nIn Norwegen steht ein Regierungswechsel bevor. Das b&uuml;rgerliche Lager um Erna Solberg erzielte eine deutliche Mehrheit. F&uuml;r eine Regierungsbildung ist die Konservative auf eine Zusammenarbeit mit der Fortschrittspartei angewiesen &ndash; einer Partei, die bislang vor allem durch ihren fremdenfeindlichen Populismus Schlagzeilen gemacht hatte.<br>\nSolberg braucht Partner, denn alleine reicht es nicht. Ihre Hoyre-Partei hat deutlich zugelegt, mit gut 27 Prozent der Stimmen liegt sie aber immer noch hinter den Sozialdemokraten&hellip; &Uuml;ber 30 Prozent der Norweger haben Stoltenberg gew&auml;hlt&hellip;Doch dem Amtsinhaber sind die Partner abhandengekommen. Die beiden kleineren Koalitionsparteien haben gleich so viele Stimmen verloren, dass es f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n nach acht Jahren an der Regierung nicht mehr reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/infomorgen\/2246235\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>F&uuml;r das Recht auf einen Ganztagsschulplatz<\/strong><br>\nDie Zahl der Ganztagsschulen hat sich in dem vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Mittlerweile unterbreitet gut jede zweite Schule ein Ganztagsangebot&hellip;<br>\nDoch hinter diesen Erfolgszahlen verbergen sich noch immer gro&szlig;e Probleme. So ist nach Definition der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Schule bereits dann eine Ganztagsschule, wenn sie an drei Tagen in der Woche mindestens sieben Stunden Unterricht und an diesen Tagen ein Mittagessen anbietet. F&uuml;r M&uuml;tter und V&auml;ter die Vollzeit arbeiten, l&auml;sst sich mit einem solchen Angebot Arbeit und Familie kaum vereinbaren.<br>\nMehr noch: Eine wirklich p&auml;dagogische Leitidee f&uuml;r das Reformprojekt Ganztagsschule fehlt.  Lediglich die Vorgabe gilt, dass Ganztagsangebote unter Aufsicht und Einbindung der Schulleitung etabliert werden m&uuml;ssen und in einem &bdquo;konzeptionellen Zusammenhang zum Unterricht&ldquo; zu stehen haben. Mehr nicht.<br>\nDie Folge ist ein Wildwuchs bei den Ganztagsschulen: Den Ganztag kann es an drei, vier oder f&uuml;nf Tagen geben. An einigen Schulen ist die Teilnahme am Ganztag f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler Pflicht &ndash; das nennt sich gebundene Ganztagsschule. Knapp 13 Prozent der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler besuchen solche Schulen. Weit h&auml;ufiger sind die so genannten offenen Ganztagsschulen. Hier k&ouml;nnen die Eltern freiwillig entscheiden, ob ihre Kinder am Nachmittag bleiben sollen oder nicht. Allerdings fehlt vielen offenen Ganztagsschulen schon heute das n&ouml;tige Geld, um alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler aufzunehmen, deren Eltern einen Ganztagsplatz w&uuml;nschen. So bietet zwar die H&auml;lfte der Schulen ein Ganztagsangebot an, doch nur jeder dritte Sch&uuml;ler oder jede dritte Sch&uuml;lerin kann dieses Angebot wahrnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++355a4ee2-194b-11e3-9a97-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Frauen auf dem Sprung &ndash; Das Update 2013<\/strong><br>\nDie repr&auml;sentative Studie Frauen auf dem Sprung zeichnete 2008 das Bild einer selbstbewussten Generation junger Frauen. Jetzt, f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter haben das Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB) und das Institut f&uuml;r angewandte Sozialwissenschaft (infas) dieselben jungen Frauen noch einmal befragt&hellip;<br>\nDie zentralen Erkenntnisse der neuen Untersuchung:\n<ol>\n<li>Frauen wollen erwerbst&auml;tig sein, gut verdienen und somit finanziell unabh&auml;ngig sein &ndash; und das erwarten die Gesellschaft und ihre M&auml;nner auch von ihnen.<\/li>\n<li>M&uuml;tter werden auf Teilzeitjobs abgeschoben und sind f&uuml;r die unbezahlte Arbeit zust&auml;ndig. Vor allem Frauen im Westen sind w&uuml;tend, weil ihre M&auml;nner nicht mehr Familienarbeit &uuml;bernehmen.<\/li>\n<li>Gro&szlig;er Kinderwunsch, wenig Kinder: 92 Prozent der Frauen w&uuml;nschen sich Kinder, aber &uuml;ber die H&auml;lfte hat noch keine. Sie verschieben ihren Kinderwunsch immer weiter nach hinten.<\/li>\n<li>Die 25- bis 35-j&auml;hrigen Frauen stehen unter einem enormen Druck &ndash; und m&uuml;ssen sich entscheiden: Karriere ohne Kinder oder Kinder ohne Karriere<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/studie-frauen-auf-dem-sprung-das-update-2013\">Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)<\/a> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Allmendiger: Karriere mit Kind ist f&uuml;r Frauen schwer<\/strong><br>\nDass viele Frauen Familie und Beruf nicht optimal f&uuml;r sich vereinbaren k&ouml;nnte, l&auml;ge auch an der Unternehmenspolitik: M&uuml;tter erhielten Jobs ohne Karriereentwicklung oder bek&auml;men Teilzeitstellen, sagt Jutta Allemdinger vom Wissenschaftszentrum Berlin. Eine Alternative k&ouml;nnten F&uuml;hrungspositionen in Teilzeit sein, erg&auml;nzt sie&hellip;<br>\n&hellip; heute sagen 80 Prozent der M&auml;nner, ja, f&uuml;r Frauen ist Karriere machen, ist Geldverdienen wichtig. Das hei&szlig;t, sie unterst&uuml;tzen Frauen darin mehr als bei Kindern&hellip;<br>\nAlso nicht mehr Erwerbst&auml;tigkeit, das bekommt man hin, da haben Betriebe sich umgestellt, bieten mehr flexible Arbeitspl&auml;tze, aber tats&auml;chlich diese Karriere zu erm&ouml;glichen mit Kindern, das ist f&uuml;r Frauen ganz sch&ouml;n schwer. Und das ist nat&uuml;rlich auch deswegen schwer, weil M&auml;nner zwar erwerbst&auml;tige Frauen m&ouml;chten, aber gleicherma&szlig;en immer noch sehr, sehr wenig f&uuml;r die Hausarbeit tun&hellip;<br>\n&hellip; viele Betriebe machen es so, dass sie Frauen mit Kindern Arbeiten geben, die eben nicht hin zu besseren Jobs oder Karriereentwicklung f&uuml;hren, sondern das bleiben so immer mehr oder weniger die gleichen T&auml;tigkeiten. Es bleibt dann auch einmal Teilzeit, immer Teilzeit, und das nervt die Frauen, weil sie dann sehen, wie sie von M&auml;nnern &uuml;berholt werden und wie sie auch von Frauen ohne Kinder &uuml;berholt werden. Und dann sagen sie mir in diesen Untersuchungen, daf&uuml;r habe ich ja nicht studiert!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2246462\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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