{"id":18589,"date":"2013-09-12T09:06:10","date_gmt":"2013-09-12T07:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589"},"modified":"2013-09-12T12:01:09","modified_gmt":"2013-09-12T10:01:09","slug":"hinweise-des-tages-1964","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h02\">Chile 1973: Der andere 11. September<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h03\">Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h04\">Finanztransaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h05\">Verbraucherpreise August 2013: + 1,5 % gegen&uuml;ber August 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h06\">Olaf Storbeck: Das Handelsblatt und die &ldquo;stille Enteignung&rdquo; &ndash; ein Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h07\">Die Hilflosigkeit der Deutschen Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h08\">Europa? So wie in Europapokal?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h09\">Lieberknechts Immunit&auml;t aufgehoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h10\">Ethikkodex als Imagepolitur f&uuml;r Politikberater?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h11\">Ex-Chef&auml;rzte rechnen mit Helios-Kliniken als Arbeitgeber ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h12\">Fachkr&auml;ftemangel: Deutschland wirbt wieder Arbeitskr&auml;fte an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h13\">6 % der Studierenden an privaten Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h14\">Frankreichs Defizit gr&ouml;&szlig;er als erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h15\">Nach dem Umsturz in &Auml;gypten: F&uuml;hrungslose Muslimbr&uuml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h16\">Tourismus als Lichtblick: &Auml;gypten hofft auf die n&auml;chste Wintersaison<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589#h17\">Zu guter Letzt: John Kerry Costs U.S. Defense Industry $400 Billion<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18589&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Transcript: Obama&rsquo;s Primetime Speech on Syria<\/strong><br>\nPresident Barack Obama in a live address from the White House on Tuesday expressed cautious optimism about solving a standoff with Syria through diplomacy but said the U.S. military is prepared to strike Syria if diplomatic efforts fail. Here is the full text of his remarks, as provided by the White House.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/blogs.wsj.com\/washwire\/2013\/09\/10\/transcript-obamas-primetime-speech-on-syria\/\">The Wall Street Journal<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/barack-obama\/obama-rede-im-wortlaut-32342400.bild.html\">Wortlautausz&uuml;ge auf deutsch<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.mittelbayerische.de\/nachrichten\/artikel\/auszuege-aus-obamas-rede-im-wortlaut\/960061\/auszuege-aus-obamas-rede-im-wortlaut.html\">Mittelbayerische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Walter St&uuml;tzle: &bdquo;An der Schwelle zu einer m&ouml;glichen diplomatischen L&ouml;sung&ldquo;<\/strong><br>\nEs ist richtig, den Druck aufrechtzuerhalten. Ich halte pers&ouml;nlich nichts von der Androhung milit&auml;rischer Gewalt, weil ich diesen Zusicherungen eines sogenannten chirurgischen Eingriffs und der M&ouml;glichkeit dazu keinen Glauben schenke. Die Vergangenheit mit milit&auml;rischen Interventionen hat bewiesen, dass solche sogenannten chirurgischen Eingriffe immer fehlgehen. Aber wir sind ja jetzt an der Schwelle zu einer m&ouml;glichen diplomatischen L&ouml;sung&hellip;<br>\nJetzt gibt es die Chance, dass die syrischen chemischen Waffenbest&auml;nde, die es ja offensichtlich gibt, deklariert werden k&ouml;nnen gegen&uuml;ber der daf&uuml;r zust&auml;ndigen Chemiekonvention-Organisation in Den Haag. Jedenfalls ist das die Einlassung des syrischen Au&szlig;enministers und es w&auml;re ein Jammer, es w&auml;re wirklich ein gro&szlig;es Vers&auml;umnis der Diplomatie und der Politik, insbesondere der amerikanischen und der russischen, wenn diese Chance nicht ausprobiert w&uuml;rde&hellip;<br>\nIch k&ouml;nnte mir denken, dass man Inspektoren auch mit einem besonderen UN-Schutz, der m&ouml;glicherweise von Blauhelmen garantiert werden m&uuml;sste, in das Land entsenden k&ouml;nnte&hellip;<br>\nSie wissen so gut wie ich aus den Diskussionen: Der Begriff der Strafe ist im internationalen Recht ein sehr problematischer und ist im Grunde genommen nicht vorgesehen. Es kann eigentlich nicht darum gehen zu bestrafen, es kann nur darum gehen, Vernunft durchzusetzen. Und wenn am Ende dieses grausamen Vorgangs, den alle zurecht beklagen und verurteilen, die Beseitigung der syrischen Chemiewaffenbest&auml;nde st&uuml;nde, dann w&auml;re zwar dieses Opfer nicht gerechtfertigt und der Missbrauch der Chemiewaffen w&auml;re auch nicht gerechtfertigt, aber es w&auml;re besser, als wenn am Ende ein zertr&uuml;mmertes, durch amerikanische und westliche milit&auml;rische Operationen zertr&uuml;mmertes Syrien st&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2247447\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview mit Jan van Aken au&szlig;enpolitischer Sprecher der Linken &uuml;ber die neue Situation im Syrien-Konflikt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/09\/11\/dlf_20130911_2323_01a0e339.mp3\">DLF [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Obama nur noch Olahma?<\/strong><br>\nSchrumpft die Macht Amerikas?<br>\nNachdem US-Pr&auml;sident Barack Obama in seiner Syrien-Rede an die B&uuml;rger Amerikas den Milit&auml;rschlag gegen Syrien erst einmal abgeblasen hat, fragt sich die Welt, ob der m&auml;chtigste Mann der Welt damit eine gef&auml;hrliche Schw&auml;che zeigt und brutale Diktatoren k&uuml;nftig Amerika nicht mehr f&uuml;rchten m&uuml;ssen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/syrien-krise\/syrien-krise-obama-nur-noch-olahma-32342816.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein klassisches Beispiel f&uuml;r die kriegstreiberische Kampagne der Bild-Zeitung. Bild schie&szlig;t aus allen Rohren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Syrien: Wie die S&uuml;ddeutsche einfach den Kommentator auswechselt<\/strong><br>\nLeitkommentator Kornelius, der f&uuml;r einen Milit&auml;rschlag warb, wurde von Putin &uuml;berrumpelt<br>\nBis zum 7. September 2013 bestimmte S&uuml;ddeutsche-Chefkommentator Stefan Kornelius die Syrien-Marschroute der SZ-Truppe. &ldquo;Die Syrien-Krise entzweit G-20-Gipfel&rdquo;, titelte die SZ am gleichen Tag. Leitkommentator Kornelius, der seit Wochen f&uuml;r eine &ldquo;Bestrafung&rdquo; Assads in Form eines US-Milit&auml;reinsatzes warb, war sich sicher: &ldquo;Es wird keine diplomatische Anstrengung f&uuml;r Syrien mehr geben, zumindest keine in den Vereinten Nationen und im Sicherheitsrat&rdquo;, prognostizierte der Nahost-Spezialist in seinem Leitartikel &ldquo;Eiszeit und Ohnmacht&rdquo; auf Seite vier&hellip;<br>\nUnd nun erweist sich ausgerechnet der geschm&auml;hte Putin als einziger Politiker mit genug Energie, doch noch eine politische L&ouml;sung herbeizuf&uuml;hren&hellip;<br>\nWas macht die SZ? Richtig, sie wechselt die Headline und den Kommentator aus. &ldquo;Hoffnung auf Ausweg im Syrienkonflikt&rdquo;, titelt sie am 11. September 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39878\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Uwe Kr&uuml;ger hat in <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h04\">seinem Buch Meinungsmacht<\/a> nachgewiesen, wie eng Stefan Kornelius mit den au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Think Tanks, mit US- und Nato-nahen Netzwerken verbandelt ist. Siehe auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17471\">Der Einfluss der Eliten auf deutsche Journalisten und Medien<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kerry: Arab countries offered to pay for invasion<\/strong><br>\nSecretary of State John Kerry said at Wednesday&rsquo;s hearing that Arab counties have offered to pay for the entirety of unseating President Bashar al-Assad if the United States took the lead militarily.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/post-politics-live\/liveblog\/the-houses-syria-hearing-live-updates\/?id=e68f139f-e012-476c-876e-2467ba30e5e3\">The Washington Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Where Congress stands on Syria<\/strong><br>\nLawmakers appear to be tentatively dividing into four camps over military action in Syria. Each square represents a lawmaker who has indicated how he or she might vote, and the sentiment of the quote is mapped across the four categories. Among the lawmakers mapped below are members of leadership and several &ldquo;people to watch,&rdquo; a category comprising influential or opinionated individuals, committee chairmen and 2016 presidential hopefuls.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-srv\/special\/politics\/where-lawmakers-stand-on-syria\/\">The Washington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hier das Ergebnis einer Umfrage der Kongress-Abgeordneten zum Syrien-Angriff. Obwohl die meisten Namen auf dieser Liste f&uuml;r die meisten Leser unbekannt sein d&uuml;rften (ich kenne die meisten auch nicht), ist es interessant, zu lesen, wie sich die einzelnen Abgeordneten dazu &auml;u&szlig;ern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Chile 1973: Der andere 11. September<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Labournet-Dossier: Chile &ndash; Der andere 11. September &ndash; 40 Jahre danach<\/strong><br>\n&ldquo;Chile spielt auf der politischen Weltkarte eine &uuml;berwiegend zu vernachl&auml;ssigende Rolle. Das 17 Millionen-Einwohner_innenland, das sich im &auml;u&szlig;ersten S&uuml;dwesten der Amerikas auf einer L&auml;nge von 4.300 Kilometern eingeengt zwischen den Anden und dem Pazifik befindet, taucht in den europ&auml;ischen Medien nur selten auf. Selbst der Besuch des chilenischen Pr&auml;sidenten in Deutschland ist kaum eine Nachricht wert. Das war allerdings nicht immer so. In der Geschichte der Linken in Deutschland war Chile einer von vielen Bezugspunkten, an dem sich nach der Wahl von Salvador Allende 1970 Revolutionstr&auml;ume von einem demokratischen Sozialismus orientierten. Doch die vielen unter der Regierung der Unidad Popular begonnenen Projekte fanden ein j&auml;hes Ende. Der Milit&auml;rputsch am 11. September 1973 begrub den Traum eines gerechteren Chiles&rdquo; &ndash; aus Das schwierige Erbe der Diktatur &ndash; Ein Dossier &uuml;ber Chile 40 Jahre nach dem Putsch   in Lateinamerika Nachrichten 469\/470 vom Juli\/August 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/chile\/geschichte-chile\/der-andere-11-september-40-jahre-danach\/\">Labournet<\/a><\/li>\n<li><strong>40 Jahre Neoliberalismus in Chile &ndash; eine soziale Katastrophe<\/strong><br>\nSeit fast vierzig Jahren ist Chile Schauplatz eines tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Experiments. In einem durch den Staatsstreich im September 1973 und die darauf folgende blutige Repression gepr&auml;gten Land konnten die zivilen Minister der Milit&auml;rregierung auf brutale Weise jede institutionelle H&uuml;rde beiseite schieben und ein Wirtschaftsmodell implementieren, das der chilenischen Tradition v&ouml;llig fremd war. Daf&uuml;r gab es weltweit keinen Pr&auml;zedenzfall. Viele der von den neoliberalen Theoretikern in den letzten Jahrzehnten entwickelten Wirtschafts- und Sozialformeln wurden erstmalig in Chile angewandt. Der viel gepriesene &bdquo;Erfolg&ldquo; des chilenischen Modells verschleiert aber die soziale Katastrophe, die es f&uuml;r die meisten Chilenen bedeutet, und verschweigt, dass es auf der Pl&uuml;nderung der nationalen Ressourcen beruht. Laut Angaben der Steuerbeh&ouml;rde verf&uuml;gen heute 99% der Chilenen &uuml;ber ein monatliches Durchschnittseinkommen von 680 Dollar, das restliche Prozent von 27.400 Dollar. Und unter der Mehrheit gibt es ebenfalls betr&auml;chtliche Unterschiede: 81% leben von einem Durchschnittslohn von nur 338 Dollar. Dies zeigt den Betrug, der sich hinter den vermeintlich &bdquo;erfolgreichen&ldquo; makro&ouml;konomischen Zahlen verbirgt.<br>\nDie verschiedenen linken Analysen des neoliberalen Modells besch&auml;ftigen sich vor allem mit seinen gewaltt&auml;tigen Urspr&uuml;ngen und betonen die extreme Gewalt der lateinamerikanischen Diktaturen der 1970er-Jahre. Das hat jedoch dazu beigetragen, die zweite und viel tiefergehende Phase zu vertuschen, in der sich das Modell ausweiten und konsolidieren konnte. Tats&auml;chlich ist es Schritt f&uuml;r Schritt von zivilen Regierungen vertieft worden, mit &bdquo;demokratischen&ldquo; Mitteln und von politischen Koalitionen, die sich als &bdquo;Mitte-links&ldquo; ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medico.de\/themen\/menschenrechte\/dokumente\/newsletter9-13\/4505\/\">medico international<\/a><\/li>\n<li><strong>Chiles Trauma des 11. September<\/strong><br>\nDer 11. September gilt heute weltweit als Datum des gro&szlig;en Traumas der USA, es war der Tag, nach dem der Krieg gegen den Terror ausgerufen wurde, der das Leben in der westlichen Welt bis in die Warteschlange am Flughafen und den t&auml;glichen Facebook-Eintrag pr&auml;gt. Die gr&ouml;&szlig;te Macht der Welt erhebt seit zw&ouml;lf Jahren Anspruch auf diesen Tag. Der 11. September ist seit 2001 ein durch und durch nordamerikanischer Tag. F&uuml;r Chilenen ist das doppelt schmerzlich. Chile gedenkt an diesem Tag eines anderen, l&auml;nger zur&uuml;ckliegenden, f&uuml;r die Nation aber nicht minder traumatischen Ereignisses als es 9\/11 f&uuml;r die USA war.\n<p>Am 11. September 1973 st&uuml;rzte in Chile die Demokratie. Kampfflugzeuge bombardierten den Pr&auml;sidentenpalast, ein Milit&auml;rputsch setzte der demokratisch gew&auml;hlten Links-Regierung von Salvador Allende ein j&auml;hes Ende. Der Pr&auml;sident kam in den K&auml;mpfen um. Es folgten 17 Jahre Diktatur.<br>\n&hellip;<br>\nWie pr&auml;sent die Diktatur in Chile ist, kann man auch am Wirtschaftssystem ablesen. Das Land war in den 1980er Jahren Experimentierfeld f&uuml;r US-amerikanische Wirtschaftsstrategen, die ein ultraliberales System durchsetzten und keine Proteste dabei f&uuml;rchten mussten, schlie&szlig;lich handelten sie ja im Auftrag der Diktatur.<br>\nSo wurde Chile zum Ausprobierfeld f&uuml;r ein System, das als Neoliberalismus bekannt ist und inzwischen nicht nur Chile, sondern die Welt regiert. Der chilenische 11. September hat mehr mit dem Zustand der globalisierten Gesellschaft zu tun als die meisten denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pinochet-putsch-vor-jahren-chiles-trauma-des-september-1.1762120\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Chile: Tr&auml;nengas gegen Gedenkmarsch f&uuml;r Opfer der Diktatur<\/strong><br>\nEinheiten der &ldquo;Carabineros&rdquo; genannten Milit&auml;rpolizei sind am vergangenen Sonntag in der chilenischen Hauptstadt gewaltsam gegen eine Gro&szlig;demonstration zum Gedenken an die Opfer der Pinochet-Diktatur vorgegangen&hellip;<br>\nDer Carabinero-General Victor Herrera Pinto gab unterdessen bekannt, dass im Zusammenhang mit Aktivit&auml;ten zum Gedenken an den 40. Jahrestag des Milit&auml;rputsches insgesamt 220 Personen festgenommen wurden&hellip;<br>\nBereits am vergangenen Donnerstag hatte die Milit&auml;rpolizei einen gro&szlig;e Demonstration von Studenten gewaltsam unterdr&uuml;ckt, die eine kostenlose und qualitativ hochwertige Bildung f&uuml;r alle forderten und sich gegen Privatisierung in dem Sektor aussprachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/2013\/09\/87606\/traenengas-gedenkmarsch\">amerika21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wahlkampf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Scheinheilige<\/strong><br>\nVolker Kauder (CDU) ist die rechte Hand der Kanzlerin. Auf nationaler B&uuml;hne vertritt er ihre Politik. Aber was macht er in seinem Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen? Dort ist er der Mann von Heckler &amp; Koch, der t&ouml;dlichsten Waffenschmiede Europas. J&uuml;rgen Gr&auml;sslin &uuml;ber einen tiefgl&auml;ubigen Christen und F&ouml;rderer von R&uuml;stungsexporten.<br>\nIn den Jahren 2002, 2003, 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010 spendete Heckler &amp; Koch jeweils 10 000 Euro an Kauders CDU im Kreis Rottweil. Aktuellere Zahlen sind noch nicht bekannt. Keine der anderen Parteien erhielt derart hohe Zuwendungen von der Oberndorfer Waffenschmiede, die ihre Spenden als &ldquo;Teil unseres gesellschaftlichen Engagements&rdquo; begreift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/128\/der-scheinheilige-1720.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>TV-Kritik: Anne Will: Rot-rote Machtspiele &ndash; Schreckgespenst oder soziale Verhei&szlig;ung?<\/strong><br>\nKurz vor Schluss scheinen sich Union und FDP doch noch Sorgen zu machen, ob es f&uuml;r eine Wiederauflage der Koalition reicht &ndash; und holen das rot-rote Schreckgespenst wieder aus der Wahlkampfkiste. Die beiden Oppositionsparteien und die Gr&uuml;nen zeigen in ihren Wahlprogrammen viele inhaltliche Schnittmengen, lehnen ein gemeinsames B&uuml;ndnis offiziell aber vehement ab. Werden rot-rot-gr&uuml;ne Szenarien von allen Seiten also nur aus taktischen Gr&uuml;nden debattiert oder b&ouml;ten sie den W&auml;hlern in Wahrheit eine ernsthafte Alternative?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/annewill.blog.ndr.de\/2013\/09\/10\/bundestagswahl\/\">Anne Will Blog<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Es ist zum Heulen, gerade Anne Will mit dem Thema: Rot-rote Machtspiele &ndash; Schreckgespenst oder soziale Verhei&szlig;ung? Mit Gregor Gysi, Ralf Stegner, Armin Laschet, Gertrud H&ouml;hler, Jakob Augstein. Ralf Stegner schlie&szlig;t wiederum explizit eine Koalition mit der Linken aus und h&auml;lt die Agenda 2010, &ldquo;auch wenn es einige Fehlentwicklungen gab&rdquo;, f&uuml;r grunds&auml;tzlich richtig. Bez&uuml;glich des Ausschlusses einer rot-rot-gr&uuml;nen Koalition kann die Argumentation d&auml;mlicher nicht sein, man k&ouml;nne mit der Linken nicht koalieren, da es quasi zwei Parteien seien. Die pragmatische Ost-Linke und die Spinner und Sektierer im Westen und mit denen g&auml;be es keine Zusammenarbeit.<\/em><br>\n<em>Es wird immer besser, Stegner schwadroniert gerade davon, dass es bald links von der SPD keine Partei geben wird, da die SPD die einzig wahre Gerechtigkeits-Partei sei. Und ein paar Minuten vorher hat Stegner noch die Agenda 2010 verteidigt.<\/em><br>\n<em>Dennoch &uuml;berraschend, dass ausnahmsweise die Vertreter des linken Spektrums in der Runde die Mehrheit hatten, und mit Laschet bestenfalls die zweite Garde der CDU geschickt wurde, der auch Gysi gerade in der Diskussion &uuml;ber die angeblich gro&szlig;artige Besch&auml;ftigungsbilanz der Merkel-Regierung nichts entgegenzusetzen hatte.<\/em><br>\n<em>Aber warum stellt eigentlich niemand die Fragen, die Gysi Laschet gestellt hat, ob folgende Tatsachen, eine gute Besch&auml;ftigungsbilanz sind, Merkel in einer &ouml;ffentlichen Diskussion?<\/em><br>\n<em>N&auml;mlich,<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>dass fast jeder vierte Besch&auml;ftigte heute f&uuml;r weniger als neun Euro die Stunde arbeitet, <\/em><\/li>\n<li><em>dass 1,4 Millionen Deutsche  f&uuml;r einen Armutslohn von unter f&uuml;nf Euro schuften, <\/em><\/li>\n<li><em>dass jeder Dritte heute in einem prek&auml;res Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis arbeitet, <\/em><\/li>\n<li><em>dass rund 7,5 Millionen Besch&auml;ftigte einen Mini-Job haben, davon ein Drittel als Hauptverdienstquelle,<\/em><\/li>\n<li><em>dass die Zahl der Leiharbeiter auf fast eine Million geklettert ist, <\/em><\/li>\n<li><em>dass es zudem 2,3 Millionen Solo-Selbstst&auml;ndige gibt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Professor Lucke, die AfD und die Zuwanderung<\/strong><br>\nAuf Anregung eines Lesers habe ich mir eine Rede von Professor Bernd Lucke von der AfD vom Juli dieses Jahres einmal in voller L&auml;nge angesehen. Die AfD nimmt ja f&uuml;r sich in Anspruch, dass sie Dank der vielen Volkswirte, die sich in ihr engagiert haben, ein besonders sicheres wirtschaftspolitisches Fundament hat. Bei der Rede von Professor Lucke kann davon aber nicht die Rede sein. Er bedient alle g&auml;ngigen Vorurteile, ohne wenigstens in einer der wichtigen Fragen einmal volkswirtschaftliches Wissen zu zeigen, das sich vom Wissen der schw&auml;bischen Hausfrau unterscheidet und daher die Bezeichnung &lsquo;Wissen&rsquo; verdient. Zudem gewichtet er seine Themen auf eigent&uuml;mliche Art und Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/professor-lucke-die-afd-und-die-zuwanderung\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Parteien und das W&auml;hlerherz 2013<\/strong><br>\nEine repr&auml;sentative Einstellungsstudie der Universit&auml;t Leipzig setzt die Parteipr&auml;ferenzen der W&auml;hler in Bezug zu ihren soziodemographischen Daten. Im Zeitraum von Mai bis Juli 2013 wurden bundesweit 2.382 Wahlberechtigte im Alter zwischen 18 und 91 Jahren zu sozial- und medizinpsychologischen Themen befragt. Wie die Studie auch in diesem Jahrgang zeigt, sind W&auml;hlerprofile vielschichtig. Beispielsweise haben die reichsten W&auml;hler FDP und Gr&uuml;ne. Im Altersdurchschnitt sind Piratenw&auml;hler sehr jung, CDU\/CSU-W&auml;hler relativ alt. Die Linke ist im Osten stark, die SPD schwach. Nichtw&auml;hler und Rechte weisen eine sehr hohe &Auml;ngstlichkeit und Depressivit&auml;t auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news550957\">idw<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>B&ouml;rsensteuer verliert an Zuspruch<\/strong><br>\nDie Finanztransaktionssteuer belastet nicht nur Banken. Auch die einfachen Sparer w&uuml;rden die Auswirkungen zu sp&uuml;ren bekommen. Langsam setzt sich diese Erkenntnis auch in der Politik durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/deutschland-boersensteuer-verliert-an-zuspruch-12547631.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bedenken der EU-JuristenGeplante B&ouml;rsensteuer droht zu scheitern<\/strong><br>\nDie von insgesamt elf Staaten vorangetriebene Abgabe auf B&ouml;rsengesch&auml;fte soll j&auml;hrlich bis zu 35 Milliarden Euro erbringen. Damit wollen sich die L&auml;nder einen Teil der durch die Finanzkrise entstandenen Kosten zur&uuml;ckholen. Doch ein Gutachten bezweifelt nun die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Abgabe. Die Branche atmet auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Geplante-Boersensteuer-droht-zu-scheitern-article11340216.html\">ntv<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was ist eigentlich das Ziel der Transaktionssteuer? Sie sollte die Transaktionen auf den Kapitalmerkten entschleunigen und damit Spekulanten an der B&ouml;rse das Leben ein wenig schwerer machen. Es geht doch darum, den <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/boerse-inside\/handelssysteme-an-der-boerse-geht-es-um-nanosekunden\/3432762.html\">Hochfrequenzhandel, bei dem minimale Kursspr&uuml;nge im Nanosekundentakt<\/a> durch automatisierte computergest&uuml;tzte Handelssysteme spekulativ ausgenutzt werden, ein klein wenig unattraktiver zu machen.<\/em><br>\n<em>Nun muss wieder der kleine Sparer als Argument herhalten, um diese Minimalsteuer auf einige Finanztransaktionen in H&ouml;he von 0,01% bis 0,1% politisch zu bek&auml;mpfen. Es war schon immer klar, dass die Finanzwirtschaft dagegen ist. Welchen Nutzen der &bdquo;kleine Sparer&ldquo; von den dadurch entstandenen Spekulationsblasen hatten, das haben die letzten Jahre der Finanzkrise bewiesen. <\/em><br>\n<em>Und nun springen die EU-Juristen den Finanzhaien zur Seite. Das alte Argument ist, die Transaktionssteuer bedeute eine &bdquo;Wettbewerbsverzerrung&ldquo;, weil sie nur in 11 der 28 EU-L&auml;nder gelte. Mit dem Wettbewerbsargument kam die Teufelsspirale der Deregulierung in Gang. Folgt man diesem Argument, dann bestimmt immer derjenige die Spielregel, der die laschesten Regelungen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stirb langsam, Finanztransaktionsteuer <\/strong><br>\nEs gab eine Zeit, da dr&auml;ngten Deutschland und andere EU-Staaten massiv auf eine Finanzsteuer. Doch das ist lange her. Jetzt scheint die europ&auml;ische Umsatzsteuer auf Bankgesch&auml;fte vom Tisch &ndash; sie steht schlicht nicht mehr auf der Tagesordnung der Minister.<br>\nDie europ&auml;ische Umsatzsteuer auf Finanzgesch&auml;fte d&auml;mmert einem langsamen Tod entgegen. Es sei &ldquo;ausgeschlossen&rdquo;, dass die Steuer wie urspr&uuml;nglich vorgesehen, Anfang 2014 in Kraft treten werde, sagte eine Sprecherin von EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta am Dienstag der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Und selbst das Jahr 2014 sei &ldquo;nur mit einer gro&szlig;en politischen Anstrengung&rdquo; zu schaffen. Und genau danach sieht es nicht mehr aus.<br>\nEinerseits weil die Politiker, allen voran die deutschen, offensichtlich in eine Art steuerpolitischen Tiefschlaf verfallen sind. Und andererseits weil sich jetzt hochdotierte Juristen aus diversen L&auml;ndern um die Deutungshoheit der Auswirkungen der Steuer streiten. Wie aus den Unterlagen der litauischen Ratspr&auml;sidentschaft hervorgeht (Litauen f&uuml;hrt die Gesch&auml;fte der Europ&auml;ischen Union bis Ende 2013), steht die Umsatzsteuer auf Finanzgesch&auml;fte schlicht nicht mehr auf der Tagesordnung der Ministertreffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/umsatzsteuer-auf-finanzgeschaefte-stirb-langsam-finanztransaktionsteuer-1.1767506\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Eine gro&szlig;e &Uuml;berraschung ist das sicher nicht. Offenbar hat niemand in der Politik den Mut sich wirklich mit der Finanzindustrie anzulegen oder ist vielleicht sogar mit dieser verbunden bzw. erhofft sich nach dem Ende der politischen Karriere einen lukrativen Job eben dort. Oder er pflegt wie Finanzminister Sch&auml;uble reichlich bizarre Vorstellungen bez&uuml;glich der Verpflichtung von Unternehmen auch Steuern zu zahlen. Diese konnte man etwa in der sehr guten Reportage des WDR zur aggressiven Steuervermeidung durch Gro&szlig;konzerne erleben (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18355#h01\">Steuerfrei &ndash; Wie Konzerne Europas Kassen pl&uuml;ndern<\/a>). Sch&auml;uble &auml;u&szlig;erte sich in der Sendung wie folgt: &ldquo;Der Vorstand eines Unternehmens, &hellip;. , ist dem Unternehmen verpflichtet, so wie der Finanzminister nat&uuml;rlich auch den Interessen der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet ist. Tut er das nicht, verletzt er seine Verpflichtungen str&auml;flich, wird er erstens mal, werden ihn die Eigent&uuml;mer feuern, m&ouml;glicherweise macht er sich auch wegen Untreue strafbar.&rdquo; Da muss man sich nicht wundern, dass auch hinsichtlich einer Finanztransaktionssteuer aus Richtung der Bundesregierung nichts geschieht.<\/em><br>\n<em>Allerdings muss man sich fragen wei&szlig; Sch&auml;uble &uuml;berhaupt was er da sagt? Er h&auml;lt also die, sich am Rande der Legalit&auml;t bewegenden, Steuervermeidungsstrategien der internationalen Konzerne f&uuml;r legitim? Er h&auml;lt es also f&uuml;r legitim, dass der Allgemeinheit dringend ben&ouml;tigte Milliarden zur Finanzierung von Gesundheit, Bildung, Sicherheit, Infrastruktur, usw., entzogen, auf der anderen seite aber aberwitzige Summen aus Steuermitteln f&uuml;r die Rettung der Zocker, Spekulanten und eben Steuerhinterzieher bereitgestellt werden? Dazu auch noch einmal der Hinweis auf die aktuelle Reportage &ldquo;Zeitbombe Steuerflucht&rdquo; http:\/\/future.arte.tv\/de\/thema\/steuerflucht, welche die inzwischen aberwitzigen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gef&auml;hrdenden Dimensionen der Steuervermeidung drastisch illustriert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verbraucherpreise August 2013: + 1,5 % gegen&uuml;ber August 2012<\/strong><br>\nDie Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August 2013 um 1,5 % h&ouml;her als im August 2012. Im Juli 2013 hatte die Inflationsrate &ndash; gemessen am Verbraucherpreisindex &ndash; bei 1,9 % und im Juni 2013 bei 1,8 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2013 blieb der Verbraucherpreisindex im August 2013 unver&auml;ndert&hellip;<br>\nDie im Vergleich zu den Vormonaten niedrigere Teuerungsrate im August 2013 war vor allem auf die Preisentwicklung bei Energie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Der geringe Anstieg von 0,5 % binnen Jahresfrist d&auml;mpfte die Gesamtteuerung: Ohne Ber&uuml;cksichtigung der Energiepreise h&auml;tte die Inflationsrate im August 2013 bei + 1,8 % gelegen&hellip;<br>\nDie Preise f&uuml;r Nahrungsmittel lagen mit + 4,9 % im August 2013 weiterhin deutlich &uuml;ber der Gesamtteuerung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/09\/PD13_303_611.html;jsessionid=9F0E3AEDFAE858FF139D69C141646FF9.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Olaf Storbeck: Das Handelsblatt und die &ldquo;stille Enteignung&rdquo; &ndash; ein Faktencheck<\/strong><br>\nDas Handelsblatt emp&ouml;rt sich heute in einer Titelgeschichte &uuml;ber die vermeintliche &ldquo;stille Enteignung&rdquo; der Deutschen: &ldquo;Hochsteuerland, Nullzinspolitik, Verstaatlichung &ndash; Wie sich der Staat an unserem Eigentum vergreift&rdquo;. Ich halte die These von der &ldquo;stillen Enteignung&rdquo; allerdings f&uuml;r nicht haltbar.&nbsp; Die implizite Darstellung, der Rest Europas halte sich am deutschen Michel und seinem sauer Ersparten g&uuml;tlich, ist nicht nur falsch, sondern wenige Wochen vor der Bundestagswahl aus meiner Sicht ziemlich gef&auml;hrlich. So unterstellt die Klage dar&uuml;ber, die Niedrigzinspolitik der EZB sei eine &ldquo;Enteignung&rdquo; der deutschen Sparer, dass die B&uuml;rger eine Art Grundrecht auf einen positiven Realzins h&auml;tten, und die Notenbank dieses mit ihrer Geldpolitik zu wahren habe. Das ist nat&uuml;rlich absurd.&nbsp; Genauso wenig wie es ein Recht auf steigende Aktienkurse oder steigende Immobilienpreise gibt, existiert ein Anspruch auf eine Mindestrendite f&uuml;r Sparer. Das oberste Ziel der Geldpolitik ist es, die&nbsp; nominale Inflation im Zaum zu halten. Mit Blick auf ihren Hauptauftrag, die Verbraucherpreise stabil zu halten, macht die EZB ihren Job also sehr gut. Niedrig sind die Leitzinsen derzeit nicht etwa, weil Mario Draghi sich einer heimlichen Enteigner-Koalition angeschlossen hat, sondern weil die gesamte westliche Welt seit dem Jahr 2007 in die tiefste Wirtschaftskrise seit der Gro&szlig;en Depression gefallen ist. Das Finanzsystem stand am Kollaps und drohte die Realwirtschaft mit in die Tiefe zu rei&szlig;en. Eine der wichtigsten Lektionen aus der Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre und auch der Japan-Krise der 90er-Jahre ist, dass die Geldpolitik mit einer aggressiven expansiven Politik gegensteuern solle. Diese Sicht ist unter weltweit f&uuml;hrenden Makro&ouml;konomen Konsens und durch eine Phalanx an theoretischen und empirischen Arbeiten gedeckt. Die extrem niedrigen Leitzinsen sind die Konsequenz dieser notwendigen Ultra-Stimulanz. Sicherlich sind sie f&uuml;r Sparer und f&uuml;r Lebensversicherer unangenehm &ndash; die Alternative dazu w&auml;re jedoch eine Situation wie in den 30er Jahren, in der die Wirtschaftsleistung kollabiert und die Arbeitslosigkeit durch die Decke geht. (&hellip;.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/olafstorbeck.blogstrasse2.de\/deutsch\/?p=640111\">Economics Intelligence<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie immer ein lesenswerter Artikel von Olaf Storbeck. Dem allerdings ein &ndash; so hoffe ich &ndash; ein Fl&uuml;chtigkeitsfehler unterl&auml;uft. Er schreibt: &ldquo;Gerade den gut verdienenden Menschen in Deutschland, die den Gro&szlig;teil der Steuern zahlen, geht es besser denn je.&rdquo; Diese Aussage stimmt nur zum Teil. Nicht beim gesamten Steueraufkommen, sondern bei der Einkommenssteuer tragen die &ldquo;gut verdienenden Menschen&rdquo; den Gro&szlig;teil bei. Allein die Umsatzsteuereinnahmen &uuml;bertrafen jedoch 2012 die Einkommenssteuer bei Weitem.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Hilflosigkeit der Deutschen Bahn<\/strong><br>\nW&auml;hrend einer Zugreise ins Tessin las Benedikt Weibel j&uuml;ngst einen Bericht &uuml;ber die Deutsche Bahn (DB) und das Stellwerkchaos in Mainz. Das hat den fr&uuml;heren Chef der Schweizerischen Bundesbahnen so ersch&uuml;ttert, dass er sofort einen Essay &uuml;ber die deutsche Bahnpolitik geschrieben hat. Hier ist er zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/128\/die-hilflosigkeit-der-deutschen-bahn-1716.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a> \n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Weitere interessante Beitr&auml;ge in der Kontext:Wochenzeitung ab heute am Kiosk und am Samstag als Beilage der taz unter anderem:<\/em> <\/p>\n<ul>\n<li><em>W&auml;hler im Wartestand: In fast keinem anderen europ&auml;ischen Land steigt die Zahl der Nichtw&auml;hler so rasant wie in Deutschland. F&uuml;r Dietmar Molthagen von der Friedrich-Ebert-Stiftung kein gutes Zeichen.<\/em><\/li>\n<li><em>Stimme zu verschenken: Diese Wahl ist geschenkt, sagt Kontext-Autor Thomas Moser und zieht daraus pers&ouml;nliche Konsequenzen: Er verschenkt seine Stimme an diejenigen, die nicht w&auml;hlen d&uuml;rfen: An Zugewanderte, Kinder und die Mollaths dieser Republik. <\/em><\/li>\n<li><em>Sieg dank Zahnpasta: Angela Merkel hat sich vor dem Rennen die Z&auml;hne geputzt. Nur so konnte es sein, dass die Kanzlerin federleicht ins Ziel l&auml;uft &ndash; schwebend, als w&uuml;rden ihre F&uuml;&szlig;e den Boden nicht ber&uuml;hren. Kontext-Reporter Dieter Baumann hat ihren triumphalen Lauf f&uuml;r Kontext verfolgt.<\/em><\/li>\n<li><em>H&auml;tte, h&auml;tte Deutschlandkette: Journalisten wollen geliebt werden, auch im Wahlkampf. Deshalb wird zahnlos gefragt, werden Politiker nicht mit ihren Widerspr&uuml;chen konfrontiert. Der Inhalt bleibt auf der Strecke, was z&auml;hlt, sind &Auml;u&szlig;erlichkeiten wie eine Kanzlerkette. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr St&ouml;renfriede und gegen Schmusejournalismus.<\/em><\/li>\n<li><em>Der L&uuml;mmel in der ersten Reihe: Der baden-w&uuml;rttembergische FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich R&uuml;lke tr&auml;gt schwer an der 5,3-Prozent-Pleite seiner Partei bei den Landtagswahlen 2011 und dem Wechsel in die Opposition. So schwer, das er seither den dauerwahlk&auml;mpfenden Flegel gibt.  <\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Absoluter K&auml;se&ldquo;: Georg Hille ist ein altgedienter Energiewender. Seit zehn Jahren plant und baut der Freiburger Ingenieur Solarparks und Windr&auml;der in Deutschland und Europa &ndash; im Auftrag von Genossenschaften und Kleininvestoren. Im Kontext-Interview rechnet der 52-j&auml;hrige Projektentwickler mit der Energiepolitik der Bundesregierung ab. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa? So wie in Europapokal?<\/strong><br>\nEs scheint, als ob uns Deutschen alles wichtiger ist als die &ouml;konomische Katastrophe im S&uuml;den Eurolands: Champions League oder Europameisterschaft im Fu&szlig;ball &ndash; alles ist wichtiger als der Absturz Spaniens, Griechenlands oder Zyperns. Ja, das sei schon sehr bedauerlich und auch recht schmerzvoll, hei&szlig;t es dann oft von unserer Regierung oder unserer Bundesbank. Doch die Krisenl&auml;nder m&uuml;ssen eben b&uuml;&szlig;en f&uuml;r die Verfehlungen der vergangenen Jahre. Es ginge halt nicht anders. Woran k&ouml;nnte das wohl liegen? Warum bleiben viele unserer Politiker so unger&uuml;hrt bei der Trag&ouml;die, die sich vor unserer Haust&uuml;r abspielt? Vielleicht sollten wir dorthin schauen, wo einige unserer Gro&szlig;konzerne mittlerweile sehr viel Geld verdienen: nach China. Mittlerweile hat das Handelblatt zusammen mit der Unternehmensberatung EAC International Consulting Anfang August die Umsatzzahlen der 30 DAX-Konzerne in China aus dem vergangenen Jahr ver&ouml;ffentlicht. Um die Zahlen ins Verh&auml;ltnis zu setzen, habe ich unsere Ausfuhren in wichtige Exportm&auml;rkte&nbsp; dazu gestellt. Alle Dax-Konzerne erwirtschaften demnach mehr als Deutschland nach Frankreich ausf&uuml;hrt. Allein die Autohersteller und -zulieferer verkaufen mehr in China als die deutsche Volkswirtschaft nach Gro&szlig;britannien exportiert. Das ist schon beachtlich &ndash; auch wenn ein Gro&szlig;teil im Chinagesch&auml;ft allein auf Volkswagen zur&uuml;ckgeht. Wobei die Wolfsburger fast alle verkauften Fahrzeuge &uuml;ber Massenfertigung in Gemeinschaftsunternehmen mit den Chinesen produzieren lassen. &ndash; Vielleicht wird ja jetzt etwas klarer, warum unsere Regierung nichts gegen den Untergang der deutschen Solarindustrie unternommen hat. Die wurde nach eigenen Aussagen in den Ruin getrieben wegen der Kampfpreise aus China &ndash; bei weniger als den Herstellungskosten. Aber einen Handelskrieg mit China kann sich Deutschland einfach nicht mehr erlauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/09\/04\/europa-so-wie-in-europapokal\/\">WeitwinkelSubjektiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn sich Deutschland keinen Handelskrieg mit China erlauben kann, weil ein solcher den Interessen der aktuell in China agierenden Konzerne entgegensteht, so hat dies weitreichende Konsequenzen. Dadurch wird diese Interessenstruktur gegen&uuml;ber Neulingen im chinesischen Markt zementiert. Sieht man einmal davon ab, dass sich Teile der deutschen Solarindustrie allzu sehr auf die Massenproduktion eines ausgereiften Produkts verlassen haben, steht dieses relativ junge Segment unserer Industrie in einer mit Unsicherheiten behafteten &Uuml;bergangsphase nicht nur relativ schutzlos da: Es k&ouml;nnte aufgrund der chinesischen Konkurrenz auf globaler Ebene verschwinden. Man muss davon ausgehen, dass in einem Konflikt mit China aufstrebende, innovative Unternehmen\/Branchen in der Vertretung ihrer globalen Interessen kaum Unterst&uuml;tzung durch die Regierung finden werden, wenn obengenannte Interessenstruktur tangiert wird. Schlie&szlig;lich ist die deutsche Leistungsbilanz gegen&uuml;ber China nach &uuml;ber zwei Jahrzehnten Anfang 2012 das erste Mal wieder in das Plus ger&uuml;ckt. Im April 2013 betrug der <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Navigation\/DE\/Statistiken\/Zeitreihen_Datenbanken\/Makrooekonomische_Zeitreihen\/its_details_value_node.html?tsId=BBK01.EC1853&amp;listId=www_s201_b443\">Leistungsbilanz&uuml;berschuss 2691,81 Millionen Euro (!)<\/a>.<\/em><br>\n<em>Getragen wird dieser &Uuml;berschuss durch den R&uuml;ckgang des Defizits im Warenhandel, den &Uuml;berschuss im Dienstleistungshandel, aber vor allem durch den Anstieg der Erwerbs- und vor allem Verm&ouml;genseinkommen, die deutsche in der Hauptsache Unternehmen aus China beziehen. Die Kehrseite dieses Anstiegs ist die Weigerung der Bundesregierung die Klagen anderer Unternehmen zu vernachl&auml;ssigen. (Besonders kritisch kann dies werden, wenn Firmen anderer EU-L&auml;nder von protektionistischen Subventionen Chinas bedroht werden, und die Bundesregierung ein Vorgehen der EU-Kommission gegen solche Praktiken verhindern m&ouml;chte, um des lieben Friedens willen f&uuml;r unsere Konzerne.) &ndash; Nun kann man der Regierung nicht allein diese Tatenlosigkeit vorwerfen. So haben BASF oder VW auf unlautere chinesische &ldquo;Wettbewerbspraktiken&rdquo; nicht reagiert und gelernt, chinesische Kr&ouml;ten zu schlucken um weiter im chinesischen Markt zu verbleiben. Als der VW-Joint-Venture-Partner FAW (First Automotive Works) die Wolfsburger <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/affaere-in-wichtigstem-markt-china-klaut-volkswagen-patente\/6926720.html\">ausspionierte und gar Konstruktionspl&auml;ne f&uuml;r einen Motor kopierte<\/a>, um selbst mit einem eigenen Wagen VW in Russland Konkurrenz zu machen, entschied sich VW nicht gegen FAW (hinter dem der Staat steht) vorzugehen.<\/em><br>\n<em>Ebenso hat <a href=\"http:\/\/www.genios.de\/presse-archiv\/artikel\/SZ\/20110328\/gefaehrlicher-tausch\/A49142437.html\">BASF<\/a>, um die die Genehmigung zum Bau einer Produktionsanlage im westchinesischen Chongqing zu bekommen, &ldquo;freiwillig&rdquo; den neuesten Stand seiner Technologie nach China transferiert. Ebenso hat BASF Mitarbeitern des Chongqing Chemical Industry Park, in dem die Anlage gebaut wird, den Zugang zum Produktionskreislauf eines der kenntnisreichsten Chemieunternehmen weltweit erlaubt. Die SZ schrieb: &ldquo;Das ist so, als d&uuml;rfte ein Hobbykoch Tag ein Tag aus einem Sternekoch bei der Arbeit zusehen, bis er sich entscheidet, sein eigenes Restaurant aufzumachen. Patente k&ouml;nnten kaum wertvoller sein.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Dass Konzerne wie VW, BASF oder auch Airbus wegen kurzfristiger Gewinne auf dem chinesischen Markt ohne Gegenwehr geistiges Eigentum hergeben, werden sie selbst mittel- bis langfristig zu sp&uuml;ren bekommen. Dass die Bundesregierung dem unlauteren Wettbewerb chinesischer Firmen aus denselben Gr&uuml;nden nicht Einhalt gebieten m&ouml;chte, k&ouml;nnte sich langfristig jenseits aller Verlagerungsbedrohungen negativ auf unsere Volkswirtschaft auswirken. Hinzukommt, dass die Kapitalertr&auml;ge deutschen Kapitals in China nicht die breite Masse der deutschen Bev&ouml;lkerung erreichen. Es profitieren Aktion&auml;re und Spitzenmanager.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130912_hwt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lieberknechts Immunit&auml;t aufgehoben<\/strong><br>\nDer Justizausschuss des Th&uuml;ringer Landtages hat am Mittwochnachmittag die Abgeordneten-Immunit&auml;t von Ministerpr&auml;sidentin Christine Lieberknecht aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat beantragt, die Immunit&auml;t der CDU-Politikerin aufzuheben, um den Weg f&uuml;r Ermittlungen freizumachen. Es geht um den Verdacht der Untreue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/thueringen\/immunitaet-lieberknecht100.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ethikkodex als Imagepolitur f&uuml;r Politikberater?<\/strong><br>\nDeutsche, &ouml;sterreichische und schweizer Volkswirte haben sich vor einem Jahr einen Ethikkodex verpasst. Er sollte mehr Transparenz und Fairness bei der Politikberatung bringen. Noch ist davon wenig zu sp&uuml;ren.<br>\nIn der Gesundheitsbranche ist das Problem l&auml;ngst bekannt: Scheinbar unabh&auml;ngige Studien zum Zigarettenkonsum etwa entpuppen sich als Auftragsarbeiten der Tabakindustrie. Doch Interessensvermischung gibt es auch in anderen Berufszweigen, und besonders heikel ist sie bei den &Ouml;konomen, den wichtigsten Beratern der Politik. Vor allem die Ahnungslosigkeit, mit der fast die gesamte Riege der Wirtschaftsforscher von der Finanzkrise &uuml;berrascht wurde, sch&uuml;rte Zweifel an ihrer Objektivit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit. Um ihren Ruf zu retten, einigten sich im September 2012 rund 3800 deutschsprachige Wirtschaftsforscher auf einen Ethikkodex. Die Bilanz nach 12 Monaten f&auml;llt eher ern&uuml;chternd aus&hellip;<br>\nProfessor Gerhard Bosch vermutet, dass es bei solchen wissenschaftlich h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Empfehlungen nicht unbedingt ums Geld geht. An vielen deutschen Universit&auml;ten und Wirtschaftsinstituten herrsche vielmehr ein marktkonformer Mainstream, der sich selbst immer wieder erneuere: &ldquo;Wer Volkswirtschaft studiert und Professor werden will, der wei&szlig;, dass er in Deutschland kaum Karriere machen kann, wenn er von der herrschenden neoliberalen Lehre abweicht.&rdquo; Daran werde auch der Ethikkodex nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/ethikkodex-als-imagepolitur-f%C3%BCr-politikberater\/a-17081227\">Deutsche Welle<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ex-Chef&auml;rzte rechnen mit Helios-Kliniken als Arbeitgeber ab<\/strong><br>\nWas im Medienraum des Evangelischen Klinikums Duisburg-Nord (EKD) als Vorstellung &auml;rztlicher Neuzug&auml;nge begann, entwickelte sich mit zunehmender Dauer zur Abrechnung zweier ehemaliger Chef&auml;rzte mit dem Arbeitgeber Helios.<br>\n&bdquo;Den wirtschaftlichen Druck mag man in allen Krankenh&auml;usern sp&uuml;ren, bei Helios jedoch war das extrem&ldquo;, sagt Privatdozent Dr. Bernhard Dreuw, &bdquo;das ging so weit, dass ich nicht mehr mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen konnte.&ldquo; Neben Dr. Bernhard Dreuw (54 Jahre), Viszeralchirurg mit besonderer Expertise auf dem Gebiet der Bauchdecken-Br&uuml;che, arbeitet k&uuml;nftig auch Professor Dr. Michael Starker (60) in Fahrn. Der renommierte Orthop&auml;de war 15 Jahre lang Arzt am Hamborner St. Johannes Hospital und lange Jahre Chefarzt der Orthop&auml;die.<br>\nDer beklagte ebenso wie sein Kollege Dreuw, dass die Streichung von insgesamt 160 Stellen durch Helios die Arbeitsbedingungen in Hamborn enorm verschlechtert h&auml;tten. Es sei au&szlig;erdem offensichtlich, dass &bdquo;teure&ldquo; &Auml;rzte mit langj&auml;hriger Erfahrung in Hamborn sukzessive durch j&uuml;ngere, &bdquo;billigere&ldquo; Kollegen ersetzt w&uuml;rden, deren Gehalt teilweise auf Bonus-Zahlungen basiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/duisburg\/nord\/ex-chefaerzte-rechnen-mit-helios-kliniken-als-arbeitgeber-ab-id8427827.html\">WAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Deutschland wirbt wieder Arbeitskr&auml;fte an<\/strong><br>\nPfleger fehlen in Deutschland. Nun sollen Fachkr&auml;fte aus Tunesien oder den Philippinen Abhilfe schaffen. Doch die neue Anwerbeaktion unterscheidet sich von den fr&uuml;hen Gastarbeiterwellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/fachkraeftemangel-deutschland-wirbt-wieder-arbeitskraefte-an-12568958.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich kann keinen Unterschied gegen&uuml;ber fr&uuml;her erkennen. Die &ldquo;neuen Gastarbeiter&rdquo; werden genau wie damals angeworben, um f&uuml;r wenig Geld die Drecksarbeiten zu machen und nebenbei das Lohnniveau f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten niedrig zu halten &ndash; anderenfalls m&uuml;&szlig;te es ja in einem  angeblichen) Fachkr&auml;ftemangel steigen. Die L&ouml;hne knapp oberhalb oder eher unter dem Existenzminimum darf weiterhin der Steuerzahler, d. h. der Lohn- und der Mehrwertsteuerzahler, aufstocken.<\/em><br>\n<em>Und da&szlig; im Jahr 2025 gleich 5,5 Millionen Fachkr&auml;fte in Deutschland fehlen sollen, wenn heute offiziell 4 und real eher 8 Millionen Menschen arbeitslos sind, diese selbst ausgedachte Sch&auml;tzung hat die FAZ exklusiv f&uuml;r sich. Dazu m&uuml;&szlig;ten u. a. in den kommenden 12 Jahren die Anzahl der Arbeitslosen Jahr f&uuml;r Jahr um 1 Million abnehmen &ndash; haneb&uuml;chen und v&ouml;llig an der Realit&auml;t vorbei, in der in den Jahren 2013 ff. die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter zunimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>6 % der Studierenden an privaten Hochschulen<\/strong><br>\nDer Anteil der Studierenden, die eine private Hochschule besuchen, lag in Deutschland im Jahr 2011 mit 6 % weit unter dem OECD-Durchschnitt von 29&nbsp;%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte unter den Bundesl&auml;ndern Hamburg mit 22&nbsp;% den mit Abstand h&ouml;chsten Anteil Studierender an privaten Hochschulen. Es folgten das Saarland, Berlin und Hessen (jeweils 9&nbsp;%). Dagegen betrugen die Anteile in Th&uuml;ringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt 1&nbsp;% und weniger.<br>\nAuch im Primarbereich war der Anteil der Sch&uuml;ler\/-innen an privaten Schulen mit 4&nbsp;% in Deutschland deutlich niedriger als im OECD-Durchschnitt (11&nbsp;%). Dasselbe gilt f&uuml;r den Sekundarbereich I (Deutschland: 9&nbsp;%; OECD: 14&nbsp;%) und f&uuml;r den Sekundarbereich II (Deutschland: 8&nbsp;%; OECD: 19&nbsp;%).<br>\nDie Spanne zwischen den Bundesl&auml;ndern bei den Anteilen an Privatsch&uuml;ler\/-innen reichte im Primarbereich von 2&nbsp;% in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis zu 13&nbsp;% in Hamburg, das damit sogar den OECD-Durchschnitt &uuml;bertraf.<br>\nIm Sekundarbereich I wurden in Schleswig-Holstein 4&nbsp;% und in Th&uuml;ringen 6&nbsp;% der Sch&uuml;ler\/-innen in Privatschulen unterrichtet. Die entsprechenden Anteile betrugen im Saarland und in Baden-W&uuml;rttemberg jeweils 10&nbsp;% und in Bayern 14&nbsp;%.<br>\nLediglich 2&nbsp;% der Sch&uuml;ler\/-innen im Sekundarbereich II in Schleswig-Holstein und 4&nbsp;% in Mecklenburg-Vorpommern besuchten eine private Schule. In Nordrhein-Westfalen (10&nbsp;%) sowie in Baden-W&uuml;rttemberg und Sachsen (jeweils 9&nbsp;%) waren es dagegen deutlich mehr.<br>\nIm Terti&auml;rbereich B (Fachschulen, Fachakademien, Berufsakademien, Schulen des Gesundheitswesens, Verwaltungsfachhochschulen) lag der Anteil der Sch&uuml;ler\/-innen an privaten Einrichtungen in Deutschland im Jahr 2011 mit 43&nbsp;% sogar leicht &uuml;ber dem OECD-Durchschnitt (41&nbsp;%). Die Spanne zwischen den L&auml;ndern reichte von 28&nbsp;% in Hessen bis zu 59&nbsp;% in Sachsen.<br>\nUnter allen Bildungsbereichen in Deutschland hatte der Elementarbereich den h&ouml;chsten Anteil an Bildungsteilnehmern in privaten Institutionen. 65&nbsp;% der Kinder im Elementarbereich besuchten im Jahr 2011 private Einrichtungen (meist Kinderg&auml;rten), im OECD-Durchschnitt waren es lediglich 44&nbsp;%. In den Bundesl&auml;ndern schwankte der Anteil der Kinder in privaten Einrichtungen zwischen 49&nbsp;% (Brandenburg und Sachsen-Anhalt) und 87&nbsp;% (Hamburg).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/09\/PD13_307_217.html\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was soll eigentlich der Vergleich mit dem OECD-Durchschnitt? H&auml;lt das Statistische Bundesamt den h&ouml;heren Privatisierungsanteil in anderen L&auml;ndern f&uuml;r erstrebenswert? Dass nur 6% der Studierenden an privaten Hochschulen studieren, hat einen einfachen Grund: Es gibt keinen &bdquo;Markt&ldquo; f&uuml;r private Hochschulen in Deutschland, sie sind zu teuer und zu schlecht. Trotz aller &ouml;ffentlichen Werbekampagnen f&uuml;r die privaten Hochschulen k&ouml;nnen die &bdquo;Privaten&ldquo; in aller Regel nicht halten, was sie versprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Frankreichs Defizit gr&ouml;&szlig;er als erwartet<\/strong><br>\nDas Defizit liegt bei &uuml;ber vier Prozent. Vor allem das Wirtschaftswachstum der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Euro-Zone ist weit hinter den Erwartungen geblieben.<br>\nAm Morgen k&uuml;ndigte der Premierminister f&uuml;r 2014 einen Sparhaushalt an, wie es noch nie einen Sparhaushalt gegeben habe.<br>\n&ldquo;15 Milliarden Einsparungen 2014&rdquo;, sagte Jean-Marc Ayrault. Die Ausgabenk&uuml;rzungen sollen sich demnach mit neun Milliarden auf die Gebietsk&ouml;rperschaften und sechs Milliarden auf die Sozialkassen verteilen.<br>\nWeitere Steuererh&ouml;hungen, &uuml;ber die bereits beschlossenen hinaus, m&uuml;ssten die Franzosen nicht bef&uuml;rchten, versicherte der Premier&hellip;<br>\n Unstrittig ist, dass das Wachstum in Frankreich der Politik keine gro&szlig;e St&uuml;tze sein wird: Die Regierung senkte ihre Prognose heute offiziell auf 0,1 Prozent f&uuml;r dieses und 0,9 Prozent f&uuml;r das kommende Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftundgesellschaft\/2247867\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein praktisches Beispiel, dass Sparabsicht nicht gleich Sparerfolg ist. In kritischen Zeiten f&uuml;r die Spar-Absicht zu einer prozyklischen Versch&auml;rfung der Lage und zu weniger Sparen. Siehe: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13482\">&bdquo;&Uuml;bernehmen Sie nicht den Sprachgebrauch und die Legenden der herrschenden Lehre. Beispiel: Sparen, Sparkurs, &hellip;<\/a>&ldquo;. Siehe auch schon &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96\">Albrecht M&uuml;ller, Elf Mythen, den Komplex Schulden, Staatsquote und Sozialstaat betreffend<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nach dem Umsturz in &Auml;gypten: F&uuml;hrungslose Muslimbr&uuml;der<\/strong><br>\nDie Protestaufrufe der &auml;gyptischen Muslimbr&uuml;der sind zu einem Ritual verkommen. Jeden Dienstag und vor allem jeden Freitag organisiert die &laquo;Anti-Coup-Allianz&raquo; landesweit M&auml;rsche zur Verteidigung der Revolution. Das Echo ist bescheiden. Oft einige Dutzend, manchmal einige hundert und ganz selten wenige tausend Mursi-Anh&auml;nger gehen auf die Strasse. Ganz offensichtlich haben die Muslimbr&uuml;der ihren R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung &uuml;bersch&auml;tzt und die Anti-Mursi-Welle der Tamarod-Rebellen untersch&auml;tzt. Die Gewalt im Umfeld der Aufl&ouml;sung der Protestlager mit fast tausend Toten wird beim Grossteil der &Auml;gypter nur ihnen angelastet. Sie hat ihnen nicht Sympathie f&uuml;r eine M&auml;rtyrerrolle eingetragen, sondern blanken Hass.&nbsp; Mit der Verhaftung von mehr als 3000 ihrer Mitglieder wurden die erste und die zweite F&uuml;hrungsebene der straff hierarchisch strukturierten Organisation schwer getroffen. Ihnen nahestehende Fernsehkan&auml;le sind abgeschaltet. Die Zeitung der Partei der Muslimbr&uuml;der erscheint nur noch in Kairo in einer kleinen Auflage. Sie wird von Journalisten gemacht, die abgetaucht sind und kein Gehalt mehr beziehen. Die M&ouml;glichkeiten zu kommunizieren sind extrem eingeschr&auml;nkt. Die Organisation hat ihre Dynamik und ihre F&auml;higkeit zu mobilisieren weitgehend verloren. Alle Kommentatoren sind sich einig, dass dies die empfindlichste politische Niederlage der Muslimbr&uuml;der in ihrer &uuml;ber 80-j&auml;hrigen Geschichte ist. Diese ist gepr&auml;gt von der Konfrontation mit der Staatsmacht und den regierenden s&auml;kularen Eliten. Neu ist allerdings die Ablehnung in breiten Kreisen der Bev&ouml;lkerung. Die Einsch&auml;tzung, ob die Organisation bereits tot ist oder nur totgesagt, h&auml;ngt wesentlich von der ideologischen Ausrichtung der &auml;gyptischen Betrachter ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/die-muslimbrueder-sind-fuehrungslos-und-unpopulaer-1.18145374?extcid=Newsletter_06092013_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Astrid Frefel schreibt selbst, dass die Einsch&auml;tzung der Lage der Muslimbr&uuml;der von der ideologischen Ausrichtung der &auml;gyptischen Betrachter abh&auml;ngt. Das trifft dann auch indirekt den Journalisten zu, der diesen Betrachter interviewt. M.E. wird in diesem Artikel die Basis der Muslimbr&uuml;der untersch&auml;tzt, die nicht nur auf der Mitgliedschaft in der Organisation beruht. Journalisten, die von den Metropolen Kairo, Alexandria und Port Said berichten, neigen dazu zu &uuml;bersehen, dass immer noch mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung auf dem Land lebt und dass diese wie auch die vielen l&auml;ndlichen Zuz&uuml;gler in die Metropolen in einem traditionellen, stark religi&ouml;s gepr&auml;gten Weltbild leben. Diese Bev&ouml;lkerung artikuliert sich kaum und findet sich in Ermangelung anderer M&ouml;glichkeiten eher durch die Muslimbr&uuml;der repr&auml;sentiert. Es w&auml;re verheerend, wenn die derzeitigen Machthaber dieser Bev&ouml;lkerungsschicht kein Mitspracherecht einr&auml;umten, was durch ein Verbot der Muslimbr&uuml;der der Fall w&auml;re. Die Ignoranz gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerungsgesamtheit dr&uuml;ckt sich bereits jetzt z.B. darin aus, dass in dem &ldquo;Komitee der 50&rdquo;, welche eine revidierte Verfassung ausarbeiten soll, <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/islamisten-ohne-echte-mitsprache-1.18143647\">nur noch zwei &ldquo;Islamisten&rdquo; vertreten sind<\/a> &ndash; &uuml;brigens auch kaum fortschrittliche Kr&auml;fte und Frauen.<\/em><br>\n<em>Aber auch dieses Komitee arbeitet die Verfassung letztlich nicht aus. Es darf die von zehn Richtern in den letzten drei&szlig;ig Tagen &uuml;berarbeitete &auml;gyptische Verfassung diskutieren. Fragt sich, ob es diese Verfassung mit gest&auml;rkter Rolle des Milit&auml;rs noch entscheidend ver&auml;ndern darf bzw. will.<\/em><br>\n<em>Die aktuelle Regierung wiederholt den Fehler der Muslimbr&uuml;der, aufgrund des aktuellen Machtgewinns die Belange oppositioneller Kr&auml;fte vollkommen zu ignorieren und eine Fassadendemokratie zu errichten. Das Angebot, die Muslimbr&uuml;der an entscheidenden politischen Entscheidungen zu beteiligen, wurde viel zu schnell abgebrochen. Wie soll sich diese Partei konsolidieren, wenn mehr als&nbsp; 3000 Mitglieder der ersten und zweiten F&uuml;hrungsebene verhaftet wurden. Es ist kaum zu glauben, wie wenig strategisch die Milit&auml;rs verfahren. Selbstverst&auml;ndlich waren die Muslimbr&uuml;der viel zu sehr mit der Sicherung ihre Macht besch&auml;ftigt und haben dabei die dr&auml;ngenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme vernachl&auml;ssigt. Aber diese Probleme sind so gro&szlig;, dass jede neue Regierung viele Jahre braucht, um auch nur im Ansatz eine Wende herbeizuf&uuml;hren. Umso wichtiger w&auml;re es, dass die Opposition in die Verantwortung einzubinden, sonst ist die n&auml;chste Revolte ein Selbstg&auml;nger.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tourismus als Lichtblick: &Auml;gypten hofft auf die n&auml;chste Wintersaison<\/strong><br>\nEin Terroranschlag auf den Innenminister in Kairo hatte vergangene Woche prompt zur Folge, dass verschiedene Reiseveranstalter weitere Fl&uuml;ge annullierten. Terror &ndash; das sei schlimmer als Krieg, weil er auf das Individuum abziele, sagt ein Branchenkenner. Die &Uuml;bergangsregierung in Kairo hatte in den vergangenen Wochen vor der Gefahr von Terroranschl&auml;gen gewarnt, nachdem sie Mitte August die Protest-Camps der Anh&auml;nger des abgesetzten Pr&auml;sidenten Mohammed Mursi aufgel&ouml;st und eine Explosion der Gewalt ausgel&ouml;st hatte. Die Folge waren Reisewarnungen verschiedener Staaten f&uuml;r &Auml;gypten als Ganzes; das heisst, erstmals auch f&uuml;r die Badeorte am Roten Meer wie Hurghada und Sharm ash-Sheikh. Zum Sinnbild f&uuml;r die katastrophale Lage ist ein Bericht des Direktors der Felsentempel von Abu Simbel geworden, der k&uuml;rzlich meldete, ein einziger Besucher habe sich an diesem Tag die gewaltigen Tempel am Ufer des Nassersees angesehen. Der neue R&uuml;ckschlag kam in einem Moment, als sich kleine Hoffnungsschimmer zeigten. Bis Ende Mai waren die Touristenzahlen gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 12,4%, die Einnahmen allerdings nur um 3,9% gestiegen. Auch im Juni reisten fast eine Million G&auml;ste aus dem Ausland und damit 16,4% mehr als im Vorjahr ins Nilland. Trotz dem h&ouml;heren Volumen sank die Zahl der &Uuml;bernachtungen um 16%. Die Angaben machen die Problematik deutlich: Die Touristen bleiben weniger lang, und das Volumen wurde mit starken Preisnachl&auml;ssen erkauft.<br>\nDer Tourismus ist der Motor der &auml;gyptischen Wirtschaft. Im Rekordjahr 2010 sorgten 14,7 Mio. Touristen f&uuml;r Einnahmen von rund 12,5 Mrd. $. Das World Travel &amp; Tourism Council hat errechnet, dass die Branche 2010 direkt und indirekt einen Anteil von 14,8% am Bruttoinlandprodukt erwirtschaftete und 3,1 Mio. Personen &ndash; 13,1% aller Arbeitnehmer &ndash; besch&auml;ftigte. Etwa siebzig Branchen seien mit dem Tourismus verbunden. Laut &auml;gyptischer Zentralbank schafft jede weitere Million Touristen rund 200 000 neue Arbeitspl&auml;tze. Die &auml;gyptische Regierung hatte deshalb ein Langfristprogramm, das einen Ausbau dieses Wirtschaftszweiges vorsah. Diese Pl&auml;ne haben nun einen R&uuml;ckschlag erlitten. Es wird kaum mehr investiert. Ausl&auml;ndische Investoren suchen nach Alternativen in der Region, etwa in den L&auml;ndern Marokko oder Saudiarabien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/hoffen-auf-die-naechste-wintersaison-1.18148054\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: John Kerry Costs U.S. Defense Industry $400 Billion<\/strong><br>\nResponding to initial reports that Syria may relinquish its stockpile of chemical weapons following Secretary of State John Kerry&rsquo;s assertion that doing so would decrease the likelihood of American military strikes, representatives for the domestic defense industry complained to reporters Tuesday that the top-ranking diplomat may have cost them $400 billion in revenue. &ldquo;We were ready to produce and sell tomahawk missiles, advanced combat systems, and more unmanned predator drones, but instead our Secretary of State had to run his big fat mouth about options for averting war, and now we&rsquo;re out hundreds of billions of dollars,&rdquo; said a visibly upset Lockheed Martin CEO Marillyn A. Hewson, who along with her fellow executives at Northrop Grumman, Raytheon, and General Dynamics complained that because the initial invasion would have more than likely led to a protracted, wide-ranging international conflict, Kerry might have even cost them trillions. &ldquo;With thousands of new munitions and logistical support contracts, Syria would have been a goldmine for us. I swear to God, if this doesn&rsquo;t work out John Kerry owes us half a trillion dollars.&rdquo; Hewson added that it was some consolation that, with Kerry as the country&rsquo;s chief foreign affairs liaison, he would &ldquo;probably say something idiotic&rdquo; in the near future that would lead to another lucrative international conflict.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theonion.com\/articles\/john-kerry-costs-us-defense-industry-400-billion,33815\/?ref=auto\">The Onion<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18589","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18589"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18605,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18589\/revisions\/18605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}