{"id":18615,"date":"2013-09-13T08:53:49","date_gmt":"2013-09-13T06:53:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615"},"modified":"2013-09-13T08:53:49","modified_gmt":"2013-09-13T06:53:49","slug":"hinweise-des-tages-1965","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h02\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h04\">Sieben gute Gr&uuml;nde f&uuml;r eine gerechtere Steuerpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h05\">Ulrike Herrmann: Die vier Krisen des Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h06\">Unsere Bad Bank &ndash; Das Depfa-Debakel und die Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h07\">Steuersenkungen unter Rot-Gr&uuml;n gro&szlig;enteils f&uuml;r &ouml;ffentliche Defizite verantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h08\">Wer wird das n&auml;chste Opfer unserer Geldflut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h09\">Das reichste 1 Prozent in den USA h&auml;ngt die &uuml;brigen 99 Prozent immer weiter ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h10\">Gerechtigkeit in Deutschland: Einstellungen der Bev&ouml;lkerung zu Fragen der Verteilungsgerechtigkeit und Steuerpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h11\">Leiharbeiter in Klinik wehren sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h12\">Adieu Netzneutralit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h13\">Interaktive Grafik zu FDP-Finanzen &ndash; FDP Inc.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h14\">Norwegen: Moralisch zweite Liga<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h15\">The student loan bubble is starting to burst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h16\">Nicht das Niveau der taz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615#h17\">Das Leben des Ackermann &ndash; Der heimliche Kanzler<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18615&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>What Putin Has to Say to Americans About Syria<\/strong><br>\nRecent events surrounding Syria have prompted me to speak directly to the American people and their political leaders. It is important to do so at a time of insufficient communication between our societies &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/09\/12\/opinion\/putin-plea-for-caution-from-russia-on-syria.html?pagewanted=all&amp;_r=2&amp;\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Bericht zu Syrien: Beide Seiten ver&uuml;ben laut Uno Kriegsverbrechen<\/strong><br>\nDie Uno hat am Mittwoch einen Bericht &uuml;ber die Menschenrechtslage in Syrien f&uuml;r den Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte Juli 2013 ver&ouml;ffentlicht. Der Bericht schliesst den mutmasslichen Chemiewaffenangriff in Vororten der syrischen Hauptstadt Damaskus Mitte August nicht ein. Der luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn sagte, die Untersuchungsergebnisse dieses Angriffs sollten kommenden Montag ver&ouml;ffentlicht werden. Sowohl die Rebellen als auch die Regierung in Damaskus begingen laut dem Bericht Kriegsverbrechen. Der syrischen Regierung werden unter anderem Massaker von Zivilisten und die Bombardierung von Spit&auml;lern angelastet. Die Rebellen werden f&uuml;r Exekutionen, Geiselnahmen und Granatenbeschuss von Wohngebieten verantwortlich gemacht. Die T&auml;ter m&uuml;ssen laut dem Bericht mit einer internationalen Strafverfolgung rechnen. Ferner ruft der Bericht dazu auf, jegliche Waffenlieferungen nach Syrien zu vermeiden. Das Risiko sei sehr gross, dass mit Waffen schwerwiegende Verletzungen des internationalen Rechts begangen werden. &ndash; Das Team von 20 Ermittlern f&uuml;hrte 258 Interviews mit Fl&uuml;chtlingen, Deserteuren und anderen Syrern in der Region und in Genf. Mit Syrern im Land konnte nur via Skype kommuniziert werden, weil die syrische Regierung keine Ermittlungen in Syrien zul&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/beide-seiten-verueben-laut-uno-kriegsverbrechen-1.18148503\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>New York Times, Tell Obama that War on Syria Crosses &lsquo;Red Line&rsquo; Set by U.S. Constitution<\/strong><br>\nMore than a dozen experts in International Law, Media &amp; U.S. Foreign Policy, including Noam Chomsky, Norman Solomon, and Phyllis Bennis petition the New York Times. Join the campaign, sign your name below.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytexaminer.com\/2013\/09\/petition-new-york-times-tell-obama-that-war-on-syria-crosses-red-line-set-by-u-s-constitution\/\">The New York Times eXaminer<\/a><\/li>\n<li><strong>Der flatterhafte Pr&auml;sident<\/strong><br>\nMittwochs umarmte er noch einen &Uuml;berlebenden aus Oradour-sur-Glane und fungierte als Botschafter des friedlichen Deutschlands. Freitags w&uuml;nschte er sich eine angemessene Antwort f&uuml;r Syrien. Dahinter steckt mehr als einfach nur eine wechselhafte Woche im Amt des Bundespr&auml;sidenten.<br>\nEr sprach von Vers&ouml;hnung und bedankte sich daf&uuml;r, dass die Franzosen den Deutschen vergeben haben. Als er einen &Uuml;berlebenden des SS-Gr&auml;uels kamerawirksam und symboltr&auml;chtig st&uuml;tzte, glaubte man darin den Geist des &raquo;Nie-wieder-Krieg!&laquo; herauslesen zu k&ouml;nnen. Bundespr&auml;sident Gauck erkl&auml;rte, dass es ein v&ouml;llig anderes Deutschland sei, das er repr&auml;sentieren d&uuml;rfe. Dieses sei ein anderes als das Deutschland, welches in den Erinnerungen herumspukt. Der letzte Teil dieser Erkl&auml;rung trifft nat&uuml;rlich v&ouml;llig zu. Die Lehren aus Krieg und Gewalt hat er dennoch nicht so ganz gezogen.<br>\nZwei Tage sp&auml;ter war zu lesen, dass Gauck sich eine zusammengeraufte V&ouml;lkergemeinschaft w&uuml;nsche, die den Gasangriff in Syrie angemessen beantworte. Zwar nimmt er kein Wort in den Mund, das unmittelbar Gewalt oder Krieg unterstreichen w&uuml;rde. Wer will aber daran zweifeln, dass genau das damit gemeint ist? Was meinte Gauck mit &raquo;Gestaltungsm&ouml;glichkeiten in Syrien&laquo; genau?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/832961.der-flatterhafte-praesident.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nichts als Worth&uuml;lsen und alle spielen mit<\/strong><br>\nSyrien-Einsatz, Euro-Krise, NSA-Aff&auml;re. Es g&auml;be immens wichtige Themen in diesem Wahlkampf. Der aber dreht sich um eine Pkw-Maut f&uuml;r Ausl&auml;nder, die nie kommen wird, und um die Halskette von Angela Merkel. Hier l&auml;uft etwas falsch, sagt der Journalist Stephan Hebel.  Die Klage, es gehe mal wieder langweilig zu, ist in aller Munde und in allen Medien. Allerdings: Sie f&auml;llt auf die Kl&auml;ger zur&uuml;ck. Vor allem auf diejenigen in den Medien. Es ist schon richtig: Auf den ersten Blick best&auml;tigen die Plakate und Fernsehspots den Befund von der Entpolitisierung der Politik durch die Politik. Die meisten Parteien haben ihre Inhalte so lange durch den Slogan-Generator gejagt, bis praktisch keine erkennbaren Unterschiede &uuml;brig blieben. Alle wollen gute Arbeit, sch&ouml;ne L&ouml;hne, Sicherheit f&uuml;r alle, und zwar f&uuml;r Jung wie Alt. Hinter all den Allgemeinpl&auml;tzen verschwinden die Unterschiede. Aber m&uuml;ssen deshalb auch Journalisten so tun, als g&auml;be es diese Unterschiede nicht? Es ist zwar nicht die Schuld der Medien, dass Politiker ihre Konzepte und Ideologien mit Hilfe von Worth&uuml;lsen vor dem Souver&auml;n verbergen. Aber es w&auml;re Aufgabe der Medien, hinter die mit Plakaten vollgeklebte Fassade zu schauen, statt ihre langweilige Gestaltung zu beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2239443\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><strong>Anti-Linke-Kampagne: Das &bdquo;WELT-Investigativteam&ldquo; buddelt im Matsch<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zur Bundestagswahl hat das sogenannte &bdquo;WELT-Investigativteam&ldquo; in Gestalt des Autors Uwe M&uuml;ller einen vermeintlichen Skandal aus dem Hut gezaubert, der eigentlich in weiten Teilen l&auml;ngst in die Jahre gekommen und nicht mehr der Rede wert ist. &Uuml;ber dem Linken-Politiker Ralph T. Niemeyer &ndash; Ex-Mann Sahra Wagenknechts &ndash; wird reichlich Dreck ausgesch&uuml;ttet. Die Kampagne ist nicht nur billig, sie verzichtet auch gro&szlig;z&uuml;gig auf die Einbeziehung von Fakten.<br>\nGleich im ersten Satz seines &bdquo;Welt&ldquo;-Artikels macht der Autor Uwe M&uuml;ller sein Anliegen klar. Es geht um Sahra Wagenknecht. M&uuml;ller schreibt: &bdquo;Am Freitag, den 13. September, sind sie wieder ein Paar.&ldquo;<br>\nAn diesem Tag n&auml;mlich wird die Partei-Vize der Linken nach Wilhelmshaven reisen, um dort ihren Ex-Mann Ralph Thomas Niemeyer bei seiner Bundestagskandidatur zu unterst&uuml;tzen. Da Wagenknecht keine Angriffsfl&auml;che bietet, schl&auml;gt M&uuml;ller auf Niemeyer ein. Mit einer ziemlich rissigen und morschen Keule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/127855\/anti-linke-kampagne-das-welt-investigativteam-buddelt-im-matsch\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahlpr&uuml;fsteine: Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?<\/strong><br>\nWir von LobbyControl haben die f&uuml;nf im Bundestag vertretenen Parteien gefragt, wie sie Lobbyismus transparent machen und kontrollieren wollen. Das Ergebnis: es gibt gro&szlig;e Unterschiede zwischen den aktuellen Regierungs- und den Oppositionsparteien. Die Antworten best&auml;tigen unseren Lobbyreport zur ausgehende Legislaturperiode. W&auml;hrend die Oppositionsparteien Lobbyisten st&auml;rker regulieren wollen, lehnen FDP und besonders die Union dies weitgehend ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/09\/wahlpruefsteine-2013\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/wp-content\/uploads\/LobbyControl-Wahlpruefsteine-2013.pdf\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130913_01.gif\" alt=\"Wahlpr&uuml;fsteine: Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?\" title=\"Wahlpr&uuml;fsteine: Wie wollen die Parteien Lobbyismus kontrollieren?\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Weg nach Rom<\/strong><br>\nDie Nichtw&auml;hler haben einen schlechten Ruf. Sie seien schlechte Demokraten, hei&szlig;t es, weil sie nicht an die Wucht des Stimmzettels glaubten. Sie haben ihre Gr&uuml;nde, sagt Kontext-Autor Thomas Rothschild und h&auml;lt eine Verteidigungsrede f&uuml;r die Nichtw&auml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/128\/der-weg-nach-rom-1723.html\">Kontext<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die L&uuml;ge von der Freiheit<\/strong><br>\nDer Abh&ouml;rskandal ersch&uuml;ttert das Vertrauen in den Staat und weckt Angst vor der Kontrollgesellschaft. Welche Folgen hat das f&uuml;r unsere Demokratie? Am Jahrestag von 9\/11 blickt Kulturzeit auf die USA. Ist der gl&auml;serne Mensch Wirklichkeit geworden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=38332\">3sat<\/a><\/li>\n<li><strong>How the feds asked Microsoft to backdoor BitLocker, their full-disk encryption tool<\/strong><br>\nAs the astonishing news that the NSA spent $250M\/year on a sabotage program directed against commercial security systems spreads, more details keep emerging. A long and interesting story on Mashable includes an interview with Peter Biddle, an ex-Microsoft security engineer who worked extensively on BitLocker, a full-disk encryption tool with a good reputation that was called into question by the latest leaks. Biddle (disclosure: a friend of mine) describes how he was approached to add a backdoor to BitLocker, and how he rebuffed various government agencies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boingboing.net\/2013\/09\/11\/how-the-feds-asked-microsoft-t.html\">boingboing.net<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sieben gute Gr&uuml;nde f&uuml;r eine gerechtere Steuerpolitik<\/strong><br>\nSeit Wochen und Monaten l&auml;uft die Propagandamaschine der neoliberalen und konservativen Medien hei&szlig;: FAZ, Welt, Bild und Co. scheinen fast schon zwanghaft belegen zu wollen, dass es keiner Steuererh&ouml;hungen bed&uuml;rfe. Damit wenden sie sich offen gegen die Linke, die Gr&uuml;nen und die SPD, die sich in ihren Wahlprogrammen daf&uuml;r aussprechen, hohe Gewinne, Einkommen und Verm&ouml;gen k&uuml;nftig wieder st&auml;rker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen. Im Folgenden seien die sieben wichtigsten Gr&uuml;nde f&uuml;r h&ouml;here Steuern auf hohe Gewinne, Einkommen und Verm&ouml;gen kurz und knapp zusammengefasst.<br>\nDenn entgegen der Propaganda &ndash; f&uuml;r h&ouml;here Steuern auf hohe Einkommen, Gewinne und Verm&ouml;gen gibt es gute Gr&uuml;nde:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1247\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Die vier Krisen des Euro<\/strong><br>\nNicht nur im deutschen Wahlkampf wird die Eurofrage vernachl&auml;ssigt. Die Zukunft des ganzen Kontinents h&auml;ngt davon ab, ob die EU-Hegemonialmacht Deutschland durch politischen Druck oder &ouml;konomische Zw&auml;nge zu europ&auml;ischer Solidarit&auml;t verpflichtet werden kann.<br>\nDie Europ&auml;er erleben Weltgeschichte. Wie immer die Eurokrise endet &ndash; ob die W&auml;hrungsunion auseinanderbricht oder &uuml;berlebt -, das Ergebnis wird die Zukunft pr&auml;gen. Allerdings f&uuml;hrt der Begriff &ldquo;Eurokrise&rdquo; in die Irre, solange er im Singular benutzt wird. Europa hat n&auml;mlich nicht mit nur einer Eurokrise zu k&auml;mpfen, sondern mit vier Verwerfungen gleichzeitig. Sie muss man analytisch trennen, um die Dynamik zu verstehen, mit der die W&auml;hrungsunion derzeit auseinanderfliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/09\/13.mondeText1.artikel,a0004.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a> \n<p><strong>Hinweis:<\/strong> In der September-Ausgabe von Le Monde diplomatique finden Sie u.a. Beitr&auml;ge zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Dreckiger &Ouml;lboom, Fracking in North Dakota von Maxime Robin<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/09\/13.mondeText1.artikel,a0032.idx,6\">Deutschland, ein Wirtschaftsm&auml;rchen<\/a><\/li>\n<li>Falsche Versprechen, Mikrokredite helfen den Armen nicht weiter<\/li>\n<li>&Auml;gypten und die anderen erstaunliche Allianzen nach dem Machtwechsel am Nil<\/li>\n<li>Selbstgebaute St&auml;dte, Wie sich in Limas einstigen Vorzeigesiedlungen f&uuml;r Arme die Spekulation breitmacht<\/li>\n<li>Mitten in Dhaka, Beobachtungen im gr&ouml;&szlig;ten Armenviertel von Bangladesch von Elisa T. Bertuzzo<\/li>\n<li>F&uuml;r eine Handvoll Baht, Migranten aus Birma arbeiten in den Fischfabriken von Thailand von Xavier Month&eacute;ard<\/li>\n<li>Kapitalismus f&uuml;r Anf&auml;nger<\/li>\n<li>Wie S&uuml;dkorea die Fl&uuml;chtlinge aus dem Norden empf&auml;ngt<\/li>\n<li>Mit Schiefergas wird alles anders<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Le Monde diplomatique gibt es heute als Beilage zur taz, danach am Kiosk.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unsere Bad Bank &ndash; Das Depfa-Debakel und die Folgen<\/strong><br>\nErinnern wir uns: Ohne Staatsgarantien von mehr als 100 Milliarden Euro und ohne zehn Milliarden Euro Direkthilfe w&auml;re die Hypo Real Estate und mit ihr die Depfa 2008 pleitegegangen. &ldquo;Systemrelevanz&rdquo; war das Zauberwort, mit dem der deutsche Staat zur Rettung schritt und die HRE samt Depfa verstaatlichte. Bis zur Wiedervereinigung 1989 war die Depfa eine grundsolide Staatsbank. Doch Anfang der 90er-Jahre wurde sie privatisiert. Auf dem Weg zum Global Player zog es die Depfa ins Steuerparadies Irland. Mit den Zinsdifferenzen im gerade erst entstehenden Euroraum spekulierte sie fr&uuml;h auf die endg&uuml;ltige Einf&uuml;hrung der neuen Gemeinschaftsw&auml;hrung und erzielte so Traumrenditen. Italien und anderen S&uuml;dl&auml;ndern verschaffte die Depfa g&uuml;nstigere Konditionen f&uuml;r Staatsanleihen, als sie sich selbst auf dem Kapitalmarkt h&auml;tten beschaffen k&ouml;nnen. So trieb sie diese L&auml;nder mit billigem Geld in die Staatsschuldenkrise. Auch der angels&auml;chsische Markt lie&szlig; sich von Irland aus gut erschlie&szlig;en. Amerikanische Studentenkredite, geschn&uuml;rt zu Milliardenpaketen, geh&ouml;rten auf einmal genauso zum Gesch&auml;ft der Bank wie Anleihen f&uuml;r US-amerikanische Kommunen. Finanziert wurde dieses gigantische Wachstum vor allem damit, dass langfristige, teure Kredite mit kurzfristigen, billigen Krediten gegenfinanziert wurden.  Der Verkauf der Depfa an die HRE in M&uuml;nchen &ndash; wenige Monate bevor Lehman pleiteging und die HRE vom Staat gerettet werden musste. Die irische Depfa wurde wieder deutsch und ihr Vorstandschef, ihr CEO, verdiente am Verkauf der Bank 102 Millionen Euro. Dabei hinterlie&szlig; Bruckermann dem bundesdeutschen Steuerzahler &ldquo;Risiko&rdquo;-Positionen, die man auch Schrottpapiere nennen k&ouml;nnte, die 2010 mit noch 134 Milliarden Euro in den B&uuml;chern standen.<br>\nDer Clou: Diese &ldquo;Risiko&rdquo;-Positionen geh&ouml;ren heute nicht mehr zur Depfa. Nicht zu jener Depfa, die nun verkauft werden soll. Die schwerverk&auml;uflichen Papiere &ndash; und damit das Gros des Depfa-Gesch&auml;fts &ndash; wurden 2010 in eine staatliche Bad Bank mit dem euphemistischen Namen FMS Wertmanagement entsorgt. Peu &agrave; peu versucht diese jetzt, die Bilanzsumme und damit das ganze Gesch&auml;ft auf null runterzufahren. Mit frischem Geld von Anlegern muss sie dabei zugleich den laufenden Betrieb der &ldquo;Fristentransformation&rdquo; aufrechterhalten. Ein risikoloses Gesch&auml;ft f&uuml;r Anleger, da der Staat f&uuml;r ihre Kredite haftet &ndash; auch f&uuml;r Ramschanleihen. Den Finanzberichten der Bad Bank zufolge musste sie allein 2012 &uuml;ber 76 Milliarden Euro aufnehmen. 2013 wird es kaum weniger sein. Die Schulden, die da angeh&auml;uft werden, tauchen bisher in keinem Bundeshaushalt auf. Das ist das Unheimliche an der Bew&auml;ltigung der Finanzkrise in Deutschland. &Uuml;ber ihre wahren Kosten wird uns fr&uuml;hestens die &uuml;bern&auml;chste Bundesregierung aufkl&auml;ren. Denn erst, wenn die Bad Bank aufgel&ouml;st ist, muss der Bundeshaushalt &ndash; und damit der Steuerzahler &ndash; die Schulden begleichen. Optimisten gehen von 50 Milliarden Euro aus. F&uuml;r diese eine Bank. &ndash; Griechenland beginnt links der Isar, mitten in M&uuml;nchen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2247783\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/09\/12\/drk_20130912_0722_b2f3af48.mp3\">DLF Audio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuersenkungen unter Rot-Gr&uuml;n gro&szlig;enteils f&uuml;r &ouml;ffentliche Defizite verantwortlich<\/strong><br>\nNach einer Studie der B&ouml;ckler-Stiftung k&ouml;nnten Steuererh&ouml;hungen &ndash; und vor allem die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer &ndash; das strukturelle Defizit ausgleichen<br>\nDas Desaster der &ouml;ffentlichen Haushalte in Deutschland, beruht auf den aufgrund der neoliberalen Ideologie der 1990er Jahre vor allem von Rot-Gr&uuml;n durchgef&uuml;hrten Steuersenkungen. Sie wurden unter dem Druck der &ldquo;Experten&rdquo; in vielen L&auml;ndern praktiziert, gerne verbunden mit der Drohung, dass ansonsten Firmen und Reiche den Standort wechseln w&uuml;rden. Die haben es zwar auch trotz der gro&szlig;z&uuml;gigen Steuerk&uuml;rzungen geschafft, ihr Geld schwarz oder auch ganz legal aufgrund von Steuerschlupfl&ouml;chern und der Konkurrenz der Standorte zu schonen und die Haushalte damit auszutrocknen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39882\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer wird das n&auml;chste Opfer unserer Geldflut?<\/strong><br>\n[&hellip;] Sie kann nur in Europa liegen. Italien und Spanien sammeln bereits flei&szlig;ig Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; nachdem dort die Binnennachfrage (und somit auch die Importnachfrage) eingebrochen ist.<br>\nDieses Jahr werden es 300 Mrd. Dollar werden, die aus dem Euro-Raum kommen, sagt der IWF voraus. Europa &uuml;berholt damit China deutlich, von wo es nur 240 Mrd. Dollar sein werden. In den 15 gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l exportierenden L&auml;ndern sinkt die Summe f&uuml;r alle Staaten zusammen dagegen in diesem Jahr: um 100 Mrd. auf 600 Mrd. Dollar.<br>\nDeutschland sammelt ohnehin so viele Export&uuml;bersch&uuml;sse an &ndash; als h&auml;tten wir noch nie einen Cent verloren im Ausland. Die Erl&ouml;se legen wir nat&uuml;rlich weiter im Ausland: In den zw&ouml;lf Monaten bis Juli waren es laut Kapitalbilanz der Bundesbank bereits 250 Mrd. Euro &ndash; das sind 70 Prozent mehr als in den zw&ouml;lf Monaten bis Juli 2012. Das sind sagenhafte 9 Prozent unserer Wirtschaftsleistung oder 50mal die Kosten f&uuml;r den neuen Flughafen in Berlin.<br>\nSelbst wenn die Deutschen, Italiener oder Spanier ihre Ersparnisse komplett in US-Staatsanleihen angelegt h&auml;tten: Am Ende sind wir Europ&auml;er es, die f&uuml;r Geldflut in die Schwellenl&auml;nder verantwortlich sind &ndash; auch wenn der letzte Dollar, der in Brasilien, Indien oder Indonesien gelandet ist, vielleicht von einem Pensionsfonds aus den USA investiert wurde. Wir haben mit unserer Austerit&auml;t und den Lohnsenkungen erst den W&auml;hrungskrieg ausgel&ouml;st, den Brasilien schon 2010 beklagt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/09\/12\/wer-wird-das-naechste-opfer-unserer-geldflut-wwdnoug\/\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das reichste 1 Prozent in den USA h&auml;ngt die &uuml;brigen 99 Prozent immer weiter ab<\/strong><br>\nDie Reichen kamen gut aus der Krise: Das Einkommen des reichsten 1 Prozent wuchs zwischen 2009 und 2012 um 31,4 Prozent, das der restlichen 99 Prozent lediglich um 0,4 Prozent.<br>\nDie Kluft zwischen den Armen und Reichen geht &uuml;berall auseinander. Mit am Anfang stand die Entwicklung in den USA, als sich unter Pr&auml;sident Reagan die neoliberale Ideologie durchzusetzen begann. Seit 30 Jahren wird die Kluft immer gr&ouml;&szlig;er, die Steuergeschenke von Bush an die Reichen haben sie noch zus&auml;tzlich vertieft. Aber auch die Finanzkrise trug letztlich dazu bei. Mittlerweile nehmen die 10 Prozent der Haushalte mit den h&ouml;chsten Einkommen einen Anteil von 50,4 Prozent aller Einkommen ein &ndash; mehr als jemals seit 1917, als das erste Mal Statistiken zum Einkommen erhoben wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39888\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gerechtigkeit in Deutschland: Einstellungen der Bev&ouml;lkerung zu Fragen der Verteilungsgerechtigkeit und Steuerpolitik<\/strong><br>\nAus Sicht des Parit&auml;tischen ist eine steuerpolitische Kehrtwende zwingend notwendig, um notwendige soziale Investitionen und Reformen auch k&uuml;nftig finanzieren zu k&ouml;nnen. Daher engagiert sich der Verband gemeinsam mit anderen Partnern im B&uuml;ndnis &bdquo;Umfairteilen&#8208; Reichtum besteuern!&rdquo;, das am Samstag, den 14. September 2013 zur zentralen Abschlussdemonstration seiner Kampagne in Bochum einl&auml;dt&hellip; Die Folgebefragung zeigt: In den letzten Monaten ist es insgesamt gelungen, die Menschen noch st&auml;rker zu sensibilisieren f&uuml;r die Frage der Verm&ouml;gensverteilung und die Notwendigkeit sozialer Investitionen. Die Steuerpolitik spielt dabei f&uuml;r die Mehrheit in der Bev&ouml;lkerung mittlerweile eine wahlentscheidende Rolle. Insbesondere bei der Hauptzielgruppe des Lagers der noch Unentschlossenen gibt es starke Pr&auml;ferenzen f&uuml;r soziale Investitionen und steuerpolitische Umverteilung. Zwei Drittel von ihnen werden auch davon ihre Wahlentscheidung abh&auml;ngig machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=fileadmin\/dokumente\/downloads\/1309umfrage.pdf&amp;t=1379685991&amp;hash=24e5288a8288d293fb410043ee42eb13a75ffd1c\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Umfrage zeigt, dass ganz entgegen der von ganz vielen Medien betriebenen Kampagne gegen Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r hohe Einkommensbeziehung, die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung eine ganz andere ist, als uns die Meinungsmache vermittelt.<br>\nInteressant ist, dass f&uuml;r die W&auml;hlerschaft der Gr&uuml;nen die steuerpolitischen Pl&auml;ne auch ihrer eigenen Partei offenbar nur eine geringe Rolle spielen. Das ist, wenn man die W&auml;hlerklientel der Gr&uuml;nen genauer betrachtet nicht weiter erstaunlich und vermutlich eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass diese Partei in Umfragen absinkt.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu: <strong>Umfrage: Reiche Deutsche halten das Steuersystem f&uuml;r ungerecht<\/strong><br>\nNicht nur arme, auch wohlhabende Deutsche halten das Steuersystem f&uuml;r ungerecht &ndash; sie finden, dass sie zu hohe Steuern zahlen. Laut einer Umfrage in der oberen Mittelschicht sehen fast ein Drittel der Befragten die &ldquo;finanzielle Belastung des Einzelnen&rdquo; als ihr gr&ouml;&szlig;tes Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/umfrage-reiche-deutsche-halten-das-steuersystem-fuer-ungerecht-a-921949.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das ist wieder SPON at-its-best. Saubl&ouml;der geht es wohl nicht mehr? Es wird hier von einem Haushalts-Nettoeinkommen geredet, bei Akademikern! Ein Haushalt mit zwei Akademikern kommt locker auf 4500 &euro; Netto und da m&uuml;ssen  beide nicht einmal exorbitant verdienen. Das kann schon mit zwei guten Facharbeitergeh&auml;ltern erreicht werden. Dieses Ma&szlig; an Verdummung macht einfach sprachlos. Und dann auch noch die Untermalung mit einem Bild, das offenbar einen Kapitalisten mit dicker Zigarre darstellen soll oder Gerhard Schr&ouml;der, der sicher zu den Besserverdienern geh&ouml;rt.<br>\nIch halte es sogar f&uuml;r legitim, das einigerma&szlig;en gut verdienende Arbeitnehmer &uuml;ber die Steuerbelastung erbost sind. Werden angestellte Besch&auml;ftigte doch vollbesteuert w&auml;hrend Porsche, Piech, Quandt &amp; Co auf ihre hunderte Millionen an Dividende gerade einmal 25% zahlen, wenn sie &uuml;berhaupt, dank gewiefter Steuerberater und Steuersparmodelle, einen Cent Zahlen. Die Manipulation ist nat&uuml;rlich &auml;u&szlig;erst perfide, da so von den wirklich Verm&ouml;genden abgelenkt werden soll und offenbar die einigerma&szlig;en Gutverdienenden gegen weniger Gutverdienende ausgespielt werden sollen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung R.S.:<\/strong> Ich glaube, es geht auch darum, die Einkommenserwartungen niedrig zu halten. Denn wenn man bei einem Haushaltseinkommen (!) von 4.500 Euro netto (also 2.250 pro Ehepartner im Schnitt) reich ist, dann soll man mit seinem kleinen Einkommen von 2.250 Euro ganz zufrieden sein und nicht meckern. Und mit 1.500 Euro netto ist man zwar noch nicht reich, aber vom Reichtum doch nicht so weit entfernt!<br>\nDie Progression endet schon bei 60.000 Euro, also 5.000 brutto(!) im Monat f&uuml;r Alleinstehende. Das ist f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse kein schlechtes Einkommen, aber viel zu wenig, um schon beim Spitzensatz (au&szlig;er sog. &ldquo;Reichensteuer) zu landen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Leiharbeiter in Klinik wehren sich<\/strong><br>\nIn drei Jahrhunderten wurde die einstige Landesirrenanstalt in Teupitz (Dahme-Spreewald) in staatlicher Regie gef&uuml;hrt. 2005 wurde die Psychiatrische Fachklinik privatisiert und bereits 2006 zeigte sich, wohin dies f&uuml;hrt. Seitdem benutzt der Krankenhauskonzern Asklepios bei Neueinstellungen einen pfiffigen Trick.<br>\nNeue Krankenschwestern und anderes Personal wurden seitdem nicht mehr direkt eingestellt, sondern von konzerneigenen Leiharbeitsfirmen angeworben und dann dauerhaft an die Teupitzer Klinik abgeordnet, berichtet Ralf Franke von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Von rund 330 Mitarbeitern der Stammbelegschaft seien etwa 115 Leiharbeiter. Noch schlimmer sei es in L&uuml;bben, wo Asklepios ebenfalls eine privatisierte psychiatrische Klinik betreibt. Dort seien von 250 Besch&auml;ftigten 150 Leiharbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/833055.leiharbeiter-in-klinik-wehren-sich.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Adieu Netzneutralit&auml;t<\/strong><br>\nEU-Kommissarin Neelie Kroes will Roaming abschaffen. Doch ihre Verordnung dazu beendet gleichzeitig die Netzneutralit&auml;t in Europa und l&auml;sst ein Zweiklasseninternet zu. [&hellip;]<br>\nWeil die Passagen &uuml;ber Netzneutralit&auml;t Teil eines Regelungspakets f&uuml;r einen einheitlichen europ&auml;ischen Telekommunikationsmarkt sind, k&ouml;nnte die Verordnung sogar dazu f&uuml;hren, dass ambitionierte nationale Regelungen zur Netzneutralit&auml;t unm&ouml;glich gemacht werden. Sie k&ouml;nnten schlimmstenfalls sogar ung&uuml;ltig werden.<br>\nDas betr&auml;fe vor allem die Niederlande und Slowenien. Diese beiden EU-L&auml;nder haben Netzneutralit&auml;t bisher als einzige Mitgliedsstaaten gesetzlich verankert, wollen also, dass alle Datenpakete ohne Ansicht ihres Inhalts gleich schnell auf der bestm&ouml;glichen Verbindung durchs Netz geschickt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2013-09\/netzneutralitaet-verordnung-kroes\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Interaktive Grafik zu FDP-Finanzen &ndash; FDP Inc.<\/strong><br>\nDie Liberalen haben ein riesiges Firmengeflecht aufgebaut, &uuml;ber das Geld in die Partei flie&szlig;t. Wir beleuchten das Netzwerk und seine zentralen Player.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Interaktive-Grafik-zu-FDP-Finanzen\/!123237\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Norwegen: Moralisch zweite Liga<\/strong><br>\nAusgerechnet Norwegen. Was dem franz&ouml;sischen Front National oder der D&auml;nischen Volkspartei noch nicht gelungen ist, hat die ausl&auml;nderfeindliche Fortschrittspartei in Norwegen geschafft. Sie wird voraussichtlich mitregieren. Die Konservativen bekommen sonst keine Mehrheit zusammen und in Norwegen gilt die Partei mittlerweile als kabinettstauglich. Die Parteivorsitzende Siv Jensen sieht nun keine &ldquo;islamische Flut&rdquo; mehr heranrollen. Sie warnt vor &ldquo;schleichendem Islamismus&rdquo;. Und Ausl&auml;nder als &ldquo;Parasiten&rdquo; oder &ldquo;Neandertaler&rdquo; zu beschimpfen &uuml;berl&auml;sst man dem niederen Parteivolk. Aber wenn in Norwegen kaum noch jemand bezweifelt, dass die Rechtspopulisten in eine Regierung passen, liegt das nicht an solchen &Auml;u&szlig;erlichkeiten. Ihre stramme ausl&auml;nderpolitische Linie deckt sich &ndash; von wenigen Forderungen abgesehen &ndash; mit der einer Parlamentsmehrheit. Norwegen fehle nur noch &ldquo;eine Mauer an den Grenzen, mit einbetonierten Glasscherben obendrauf&rdquo;, klagt der Schriftsteller Jan Kjaerstad &ndash; nach acht Jahren Mitte-links-Regierung. Einst eine solidarische Gesellschaft, sei das Land zu einer Firma verkommen, die vor allem ihren auf &Ouml;l gegr&uuml;ndeten Reichtum mehren und verteidigen wolle. Die Menschlichkeit bleibe auf der Strecke, moralisch spiele das Land nur noch in der zweiten Liga. &ndash; Mit dem Erfolg der Fortschrittspartei f&auml;llt nun auch die Schranke f&uuml;r Regierungsbeteiligungen anderer skandinavischer Parteien mit rigider Einwanderungspolitik &ndash; wie den Wahren Finnen, den Schwedendemokraten oder der D&auml;nischen Volkspartei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F09%2F11%2Fa0075&amp;cHash=15e1dda22e68af1951997c6623a8ac81\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F09%2F11%2Fa0028&amp;cHash=f1aa65ca1257d1de4ff562c5157bf75a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;berlassen wir es dem Schriftsteller Jan Kjaerstad mit seinem Land moralisch abzurechnen. Betr&uuml;blich ist dies alles allemal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>The student loan bubble is starting to burst<\/strong><br>\nThe largest bank in the United States will stop making student loans in a few weeks.<br>\nJPMorgan Chase has sent a memorandum to colleges notifying them that the bank will stop making new student loans in October, according to Reuters.<br>\nThe official reason is quite bland. &ldquo;We just don&rsquo;t see this as a market that we can significantly grow,&rdquo; Thasunda Duckett tells Reuters. [&hellip;]<br>\nThere is over $1 trillion in outstanding student loans, making it the second largest source of household debt after mortgages. Just 10 years ago, student loans stood at $240 billion. About $150 billion of the total is comprised of private student loans made by banks and other financial institutions, according to a report issued by the Consumer Finance Protection Bureau last year.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cnbc.com\/id\/101012270\">CNBC<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nicht das Niveau der taz<\/strong><br>\nWaren die Fragen an Philipp R&ouml;sler rassistisch? Ein Gespr&auml;ch mit Timo Reinfrank von der Amadeu-Antonio-Stiftung &uuml;ber ein umstrittenes Interview in der taz: &rdquo;  Weil in den Fragen st&auml;ndig diese Haltung reproduziert wird: wir Herkunftsdeutsche hier, ihr Einwanderer dort. Man will, dass R&ouml;sler sich f&uuml;r seine eigene Partei rechtfertigt. Leute, die von Rassismus betroffen sind, muss man nicht immer wieder damit qu&auml;len, dass es viele Leute gibt, die sie diskriminieren. Wenn ich an seiner Stelle gewesen w&auml;re, w&auml;re ich mitten im Interview rausgegangen. &hellip; Ich bin auch nicht sein Anwalt und wei&szlig; nicht, warum er es am Ende nicht autorisieren wollte. Aber ich h&auml;tte es an seiner Stelle auch nicht zum Abdruck freigegeben, weil ich manche Fragen schlicht als unversch&auml;mt empfinde. Da ist f&uuml;r mich die Grenze dessen, was sich Leute zumuten lassen m&uuml;ssen, erreicht. Wer mit Menschen arbeitet, die von Rassismus betroffen sind, der wei&szlig;, dass das zu Retraumatisierungen f&uuml;hrt. Ich habe viel mit Menschen zu tun, die damit allt&auml;glich konfrontiert sind, die es einfach satt haben und frustriert sind. &hellip; Man h&auml;tte ihn zum Beispiel fragen k&ouml;nnen, ob er aus seiner Partei Solidarit&auml;t erf&auml;hrt und wie er mit den Anw&uuml;rfen umgeht. Das w&auml;re ein anderer Zugang gewesen. Wenn Sie mit ihm &uuml;ber Rassismus h&auml;tten reden wollen, dann h&auml;tten sie ihn doch fragen k&ouml;nnen, was die FDP dagegen macht. Das Interview kehrt aber immer wieder zu seiner Person zur&uuml;ck. Er wird nach seinem asiatischen Aussehen befragt, nach seinen nichtdeutschen Wurzeln. &hellip; R&ouml;sler wei&szlig; nat&uuml;rlich, dass das f&uuml;r manche tendenziell rassistisch eingestellten FDP-W&auml;hler ein Problem ist, dass da oben jetzt ein Migrant steht. Die FDP verkauft das ja auch nicht als Erfolgsgeschichte, obwohl sie das k&ouml;nnte. Deshalb h&auml;tte ich mir gew&uuml;nscht, dass die taz diese Zuschreibungen, mit denen er st&auml;ndig konfrontiert wird, infrage stellt. Wenn es um Sexismus oder sexuellen Missbrauch gehen w&uuml;rde, w&uuml;rde man doch auch nicht immer wieder in der Wunde bohren, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F09%2F11%2Fa0071&amp;cHash=90263fcd6ebafa6d090f229be173c577\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert, dass die &ldquo;taz&rdquo; obiges Interview f&uuml;hrt. &ndash; Hier die  <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/hausblog\/2013\/09\/09\/philipp-roesler-fragen-und-keine-antworten\/\">Fragen an Phipp R&ouml;sler<\/a>.<br>\nWurde das Interview nun unter dem Thema &bdquo;Stil und Anstand im Wahlkampf&ldquo;  oder unter dem Thema &ldquo;Hass&rdquo; gef&uuml;hrt? Ich frage mich, warum nicht unter dem Thema &ldquo;Wirtschaftsliberalismus&rdquo;. Ein verpasste Gelegenheit angesichts der Entscheidung im Herbst! Auch das <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/09\/09\/a0089\">Interview mit Claudia Roth<\/a> ist abseitig (Thema Spie&szlig;igkeit).<br>\nWas hat sich die &ldquo;taz&rdquo; nur bei solchen Themen einen Monat vor der Wahl gedacht?<br>\nLeider hat es sich die taz-Chefredakteurin Ines Pohl nicht nehmen lassen, nach dem das Kind den Brunnen gefallen war, den Vorgang <a href=\"https:\/\/blogs.taz.de\/hausblog\/2013\/09\/10\/ein-interview-das-im-wahlkampf-schaedlich-zu-sein-scheint\/\">g&auml;nzlich R&ouml;sler anzulasten<\/a>: &ldquo;Fakt ist: R&ouml;sler hat der taz ein Interview gegeben, dass ihm sp&auml;ter im Wahlkampf sch&auml;dlich zu sein schien.&rdquo;<br>\nWenn sie wenigstens, das &ldquo;Fakt ist&rdquo; weggelassen h&auml;tte. &ndash; Man kann R&ouml;slers Wirtschaftspolitik verurteilen, wie das Interview im Nachhinein auf ihn gewirkt hat, wei&szlig; man letztlich niemand. Deshalb sollte man dem Menschen R&ouml;sler eine Chance geben und ihn nicht auf eine Wahlkampfmaschine reduzieren. Auf jeden Fall macht ihn seine Reaktion bei einer Bundespressekonferenz sympathisch: ein B&uuml;rger fragte ihn, warum er, R&ouml;sler, als Katholik, es nicht verhindere, dass ein Schwuler im Au&szlig;enamt regiere?  R&ouml;sler antwortete ganz unaufgeregt, es sei ihm gleichg&uuml;ltig, wer sich liebe. &bdquo;Hauptsache Liebe!&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Leben des Ackermann &ndash; Der heimliche Kanzler<\/strong><br>\nJosef Ackermann, Ex-Chef der Deutschen Bank, pr&auml;sentiert eine Biografie &uuml;ber sich: &bdquo;Sp&auml;te Reue&ldquo;. Ein wahnwitziges Dokument der Selbst&uuml;bersch&auml;tzung.<br>\nJosef Ackermann lobt selten, aber diesmal ist der einstige Deutsche-Bank-Chef erfreut: Es sei ein &bdquo;faszinierendes Buch&ldquo;, preist er die Biografie an, die sein einstiger Kommunikationschef Stefan Baron &uuml;ber ihn geschrieben hat. Der Econ-Verlag hat am Donnerstag extra in ein F&uuml;nf-Sterne-Hotel geladen, um das Werk zu pr&auml;sentieren, das &bdquo;Sp&auml;te Reue&ldquo; hei&szlig;t. Allerdings ist von Reue auf den 299 Seiten wenig zu erkennen, sondern eher Hybris: Baron nennt seinen Exchef &bdquo;eine Art Schattenkanzler der Republik&ldquo;. Ohne die Deutsche Bank w&auml;re Deutschland verloren &ndash; dieser Tenor zieht sich durch das gesamte Werk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Das-Leben-des-Ackermann\/!123624\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18615","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18615"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18615\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18618,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18615\/revisions\/18618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}