{"id":18632,"date":"2013-09-16T09:11:10","date_gmt":"2013-09-16T07:11:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632"},"modified":"2013-09-16T09:11:10","modified_gmt":"2013-09-16T07:11:10","slug":"hinweise-des-tages-1966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h01\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h04\">umFAIRteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h05\">Europa weiter in der selbstverschuldeten Austerit&auml;ts-Rezession &ndash; und kein Ende in<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h06\">F&uuml;nf Jahre Lehman-Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h07\">Bankenunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h08\">Merkelnomics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h09\">Volkswagen spart an den Speckreserven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h10\">Central bankers have given up on fixing global finance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h11\">Gewerkschaftskampagne gegen Ausbeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h12\">Attac kritisiert &Uuml;bernahme von Rh&ouml;n-Krankenh&auml;usern durch Fresenius<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h13\">Reform der polnischen Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h14\">Aktham Suliman: Ausstieg bei Al-Jazeera<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h15\">TV-Tipp: Strippenzieher aus der W&uuml;ste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h16\">Gedenken an Lothar Bisky: &ldquo;Als w&auml;re diese Welt gar nicht die deine&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h17\">zu guter Letzt: Karlsruhe is ned Bayern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Warum Arme nicht mehr zur Wahl gehen<\/strong><br>\nWahlabstinenz ist h&auml;ufig die Konsequenz einer prek&auml;ren Existenz. Arme werden nicht blo&szlig; sozial ausgegrenzt, sondern auch politisch ins Abseits gedr&auml;ngt. Bei der offenbar seit geraumer Zeit zunehmenden &bdquo;Politikverdrossenheit&ldquo; sozial Benachteiligter handelt es sich eher um die Folge einer sich als Repr&auml;sentationskrise manifestierenden Ungerechtigkeit im Hinblick auf die Verteilung von materiellen Ressourcen, Finanzmitteln und begehrten G&uuml;tern. Wenn eine Steuerpolitik zugunsten Wohlhabender und Reicher gemacht und der Sozialstaat zerst&ouml;rt wird, geht bei den Armen das Vertrauen in die Institutionen des parlamentarisch-demokratischen Repr&auml;sentativsystems zur&uuml;ck. Die daraus resultierende Neigung, sich nicht mehr (regelm&auml;&szlig;ig) an Wahlen und Abstimmungen zu beteiligen, st&auml;rkt wiederum jene politischen Kr&auml;fte, die um eine Sicherung der Privilegien m&auml;chtiger Interessengruppen bem&uuml;ht sind. So entsteht ein Teufelskreis sich wechselseitig verst&auml;rkender Wahlabstinenz sozial Benachteiligter und einer deren Interessen vernachl&auml;ssigenden Regierungspraxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/gastkolumnen\/butterwegge\/deutschland-vor-der-wahl-was-zur-wahl-steht-und-wer-nicht-zur-wahl-geht_aid_1075526.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Schlandkette&rdquo; statt Umfairteilen-Kampagne<\/strong><br>\nWarum zwei Wochen vor den Wahlen das Thema soziale Gerechtigkeit die Parteien nicht unter Druck setzt<br>\n&ldquo;Tausende Menschen gehen f&uuml;r eine sozialere und gerechtere Steuerpolitik auf die Stra&szlig;e&rdquo;, kommentierte die globalisierungskritische Organisation  Attac den heutigen Aktionstag Umfairverteilen.<br>\nEine beachtliche Zahl von Organisationen, die zusammengerechnet eine Mitgliederzahl in Millionenh&ouml;he besitzen d&uuml;rften, rufen dazu auf, dass Reichtum st&auml;rker besteuert wird. Ihre grunds&auml;tzlichen &Uuml;berlegungen kann wohl niemand ernsthaft bestreiten und werden auch immer wieder durch Gutachten und mehr noch durch die Realit&auml;t best&auml;tigt.<br>\n&ldquo;Die Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrisen der letzten Jahre haben die Schuldenberge der &ouml;ffentlichen Hand weiter in die H&ouml;he schnellen lassen. Dies untergr&auml;bt den politischen Gestaltungsspielraum unserer Demokratie und unseres Sozialstaates! Bund, L&auml;ndern und Kommunen fehlt das Geld, notwendige &ouml;ffentliche und soziale Leistungen zu erbringen, ausreichend in Infrastruktur, Bildung und &ouml;kologischen Umbau zu investieren und mehr Mittel f&uuml;r den internationalen Ausgleich zwischen Arm und Reich bereit zu stellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154965\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vorauseilender Gehorsam&ldquo;<\/strong><br>\nSabine Schiffer &uuml;ber die Berichterstattung im Syrienkrieg<br>\nMutma&szlig;lich&ldquo;, &bdquo;Bilder aus nicht gesicherten Quellen&ldquo; &ndash; viele Medien nutzen emotionale Bilder, deren Herkunft und Inhalt nicht gesichert sind und vermitteln dennoch den Eindruck, objektiv zu berichten. Weltnetz.tv sprach mit Dr. Sabine Schiffer (Institut f&uuml;r Medienverantwortung) &uuml;ber Parteinahme der Medien, den Einflu&szlig; von Lobbyorganisationen und den Konkurrenzdruck der Redaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/495\">Weltnetz.tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Konstantin Weckers Brief an Obama<\/strong><br>\nIst es sinnvoll, offene Briefe an Politiker zu schreiben, die diese wahrscheinlich nie zu sehen bekommen? Die Frage ist falsch gestellt. Da die NSA buchst&auml;blich alles &uuml;berwacht und liest, warum sollte ihr ausgerechnet dieser Brief Konstantins entgehen? Die Frage, die er stellt, k&ouml;nnen sich die Observierenden gern zu Gem&uuml;te f&uuml;hren: Besitzen die USA die moralische Glaubw&uuml;rdigkeit, um Kriege aus &ldquo;ethischen Gr&uuml;nden&rdquo; zu f&uuml;hren?\n<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Obama,<br>\ndie USA sind eine extrem polarisierte Gesellschaft. Das Beste und das Schlechteste im Menschen scheint hier voll entwickelt, und eine Geschichte des Landes Amerika, die ich liebe, gibt es selbstverst&auml;ndlich auch. Es ist die Geschichte von Janis Joplin und Joan Baez, die Geschichte von Rosa Parks und Martin Luther King, Sacco und Vanzetti und Noam Chomsky und viele, viele andere mehr. Die Amerikanische Verfassung war mit ihrem radikalen Gleichheitsversprechen der Welt ein demokratisches Vorbild. Und ich h&auml;tte gehofft, Sie, Barack Obama, seien ein Teil dieser fortschrittlichen US-Geschichte und w&uuml;rden ihr einen neues, stolzes Kapitel hinzuf&uuml;gen. Ich habe mich leider get&auml;uscht.<br>\nNun schreibe ich diese Zeilen als Deutscher. Und ich glaube sicher nicht, dass dieses Land und seine Machthaber irgendwie besser w&auml;re als das ihre. Keine Nation der Erde hat mehr Grund als wir, sich auf alle Zeiten aus allen Kriegen auf der Welt herauszuhalten. Aber auch die US-Amerikaner h&auml;tten Gr&uuml;nde genug.<br>\nV&ouml;llig zu Recht sind Sie, Barack Obama, der Meinung, dass in Syrien mit der Ermordung vieler Zivilisten durch Giftgas eine rote Linie &uuml;berschritten wurde. Auch wenn ich pers&ouml;nlich glaube, das passt nahtlos in die endlose Reihe manipulierter Kriegsgr&uuml;nde &ndash; beweisen kann ich das nat&uuml;rlich nicht. Unabh&auml;ngig davon allerdings w&auml;re diese Erkenntnis doch ein guter Anlass, die j&uuml;ngere Geschichte Ihres Landes daraufhin zu untersuchen: Wann wurde die rote Linie in den Kriegseins&auml;tzen der USA &uuml;berschritten?<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2013\/09\/02\/konstantin-weckers-brief-an-obama\/#more-13465\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wessen rote Linie?<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama warnte vor einem Jahr Syrien vor einem Giftgaseinsatz. Gegen&uuml;ber Iran ist er vorsichtiger, obwohl Israel dr&auml;ngt<br>\nF&uuml;r seine Kriegsdrohungen gegen Syrien beruft US-Pr&auml;sident Barack Obama sich auf eine &raquo;rote Linie&laquo;, die er selbst am 20. August 2012 &ndash; fast genau ein Jahr vor dem Giftgaseinsatz in der Umgebung von Damaskus &ndash; definiert hatte. Damals antwortete er w&auml;hrend einer Pressekonferenz auf eine gezielte Frage nach Milit&auml;rschl&auml;gen gegen Syrien: &raquo;Wir haben es dem Assad-Regime, aber auch anderen Akteuren in der Region, sehr klar gemacht, da&szlig; eine rote Linie f&uuml;r uns &uuml;berschritten w&auml;re, wenn wir sehen, da&szlig; gr&ouml;&szlig;ere Mengen von chemischen Waffen herumtransportiert oder eingesetzt werden. Das w&uuml;rde meine Einsch&auml;tzung der Lage und mein Herangehen &auml;ndern.&laquo;&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/09-16\/061.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Noch ist nicht klar, wer das Giftgas in Syrien eingesetzt hatte (die UN-Inspekteure hatten keinen entsprechenden Auftrag erhalten), da wird nun deutlich, dass der Iran weiterhin unter Beobachtung steht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zusammenarbeit mit der NSA: Verfassungsschutz hat im letzten Jahr 864 Datens&auml;tze &uuml;bermittelt, Pofalla sagte zwei<\/strong><br>\nIm letzten Jahr hat das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz der amerikanischen NSA ganze 864 Datens&auml;tze &uuml;bermittelt. Das berichten NDR und S&uuml;ddeutsche unter Berufung auf ein als geheim eingestuftes Papier. Das steht im Widerspruch zu Aussagen von Kanzleramt-Chef Pofalla, der bisher nur zwei Datens&auml;tze zugegeben hat.<br>\nNDR und S&uuml;ddeutsche haben neue Informationen zur Zusammenarbeit von Verfassungsschutz und NSA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/zusammenarbeit-mit-der-nsa-verfassungsschutz-hat-im-letzten-jahr-864-datensaetze-uebermittelt-pofalla-sagte-zwei\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;berwachung: NSA sp&auml;ht internationalen Zahlungsverkehr aus<\/strong><br>\nDer US-Geheimdienst NSA interessiert sich f&uuml;r den weltweiten Zahlungsverkehr, unter anderem von Visa. Nach SPIEGEL-Informationen wurde eine eigene Finanzdatenbank aufgebaut, um den Datenfluss k&uuml;mmert sich auch eine Abteilung f&uuml;r &ldquo;ma&szlig;geschneiderte Operationen&rdquo;.<br>\nDer Milit&auml;rgeheimdienst NSA &uuml;berwacht weite Teile des internationalen Zahlungsverkehrs sowie Banken und Kreditkartentransaktionen. Das geht aus Unterlagen aus dem Archiv von Edward Snowden hervor, die der SPIEGEL einsehen konnte. Danach ist ein NSA-Zweig namens &ldquo;Follow the Money&rdquo; f&uuml;r das Aussp&auml;hen von Finanzdaten zust&auml;ndig. Die dort gewonnenen Informationen flie&szlig;en in eine NSA-eigene Finanzdatenbank namens &ldquo;Tracfin&rdquo;. 2011 enthielt sie 180 Millionen Datens&auml;tze. Beim Gros der Daten, 84 Prozent, handelte es sich um Kreditkartendaten. Wie aus weiteren NSA-Dokumenten aus dem Jahr 2010 hervorgeht, nimmt der Geheimdienst daf&uuml;r auch die Zahlungsabwicklung gro&szlig;er Kreditkartenfirmen wie Visa ins Visier. So beschrieben NSA-Analysten auf einer internen Konferenz im Jahr 2010 ausf&uuml;hrlich und detailliert, wie sie im komplexen Netz, &uuml;ber das der US-Konzern seine Transaktionen abwickelt, nach m&ouml;glichen Anzapfpunkten forschten &ndash; angeblich erfolgreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/nsa-spaeht-internationalen-zahlungsverkehr-aus-a-922283.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>NDR-Journalist von der CIA ausgesp&auml;ht<\/strong><br>\nDer Vizepr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hat dem NDR Reporter Stefan Buchen in einem langen Telefonat versichert, dass das Bundesamt keine Informationen &uuml;ber ihn an die CIA weitergegeben habe. Eine entsprechende Anfrage der CIA habe man unbeantwortet gelassen, da es sich verbiete, Daten &uuml;ber einen Journalisten weiterzugeben. Auch seien in den elektronischen Systemen des Bundesamtes keine Informationen zu Stefan Buchen gespeichert. Unbestritten ist allerdings, dass sich, wie vom Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; gemeldet, in den Akten des Bundesamtes zwei Schreiben der CIA finden. Sie dokumentieren, dass der amerikanische Geheimdienst den Journalisten, der unter anderem f&uuml;r Panorama und ZAPP t&auml;tig ist, ausgeforscht hat.Im zweiten Schreiben etwa loben die Amerikaner die gute Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz und bitten erneut um Informationen zu mehreren Personen, unter anderem den &ldquo;Journalisten Stefan Buchen&rdquo;, um zu kl&auml;ren, welcher dieser &ldquo;Kandidaten&rdquo; sich am meisten f&uuml;r eine weitere Ausforschung lohne. Ob es dabei um die Anwerbung von Mitarbeitern oder ein anderes Ziel ging, ist nicht erw&auml;hnt. Interessant f&uuml;r die CIA k&ouml;nnte Buchen sein, weil er als investigativer Journalist regelm&auml;&szlig;ig in L&auml;nder wie Afghanistan und den Jemen reist, die Landessprachen beherrscht und von dort auch &uuml;ber Islamisten berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/netzwelt\/datenschutz\/datenweitergabe101.html\">NDR.de<\/a><\/li>\n<li><strong>New NSA Leak Shows MITM Attacks Against Major Internet Services<\/strong><br>\nThe Brazilian television show &ldquo;Fantastico&rdquo; exposed an NSA training presentation that discusses how the agency runs man-in-the-middle attacks on the Internet. The point of the story was that the NSA engages in economic espionage against Petrobras, the Brazilian giant oil company, but I&rsquo;m more interested in the tactical details.<br>\nThe video on the webpage is long, and includes what I assume is a dramatization of an NSA classroom, but a few screen shots are important. The pages from the training presentation describe how the NSA&rsquo;s MITM attack works:<br>\nHowever, in some cases GCHQ and the NSA appear to have taken a more aggressive and controversial route &mdash; on at least one occasion bypassing the need to approach Google directly by performing a man-in-the-middle attack to impersonate Google security certificates. One document published by Fantastico, apparently taken from an NSA presentation that also contains some GCHQ slides, describes &ldquo;how the attack was done&rdquo; to apparently snoop on SSL traffic. The document illustrates with a diagram how one of the agencies appears to have hacked into a target&rsquo;s Internet router and covertly redirected targeted Google traffic using a fake security certificate so it could intercept the information in unencrypted format.<br>\nDocuments from GCHQ&rsquo;s &ldquo;network exploitation&rdquo; unit show that it operates a program called &ldquo;FLYING PIG&rdquo; that was started up in response to an increasing use of SSL encryption by email providers like Yahoo, Google, and Hotmail. The FLYING PIG system appears to allow it to identify information related to use of the anonymity browser Tor (it has the option to query &ldquo;Tor events&rdquo;) and also allows spies to collect information about specific SSL encryption certificates.<br>\nIt&rsquo;s that first link &mdash; also here &mdash; that shows the MITM attack against Google and its users.<br>\nAnother screenshot implies is that the 2011 DigiNotar hack was either the work of the NSA, or exploited by the NSA.<br>\nHere&rsquo;s another story on this.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.schneier.com\/blog\/archives\/2013\/09\/new_nsa_leak_sh.html\">Bruce Schneier<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahrheit gesagt und weggesperrt<\/strong><br>\nBarrett Brown hat geheime Informationen &uuml;ber private US-Sicherheitsfirmen ver&ouml;ffentlicht. Deshalb k&ouml;nnte er den Rest seines Lebens im Gef&auml;ngnis verbringen.<br>\nGenau ein Jahr ist es her, als am 12. September 2012 FBI-Beamte die Wohnung Barrett Browns st&uuml;rmten, ihm Handschellen anlegten und ihn in das Gef&auml;ngnis von Dallas, Texas, brachten. Dort sitzt der 32-J&auml;hrige heute noch.<br>\nDem Autor, der f&uuml;r den Guardian und die Vanity Fair schrieb, droht ein Strafma&szlig; von mehr als 100 Jahren Haft f&uuml;r seine politisch brisanten Recherchen im Zusammenhang mit geheimen Informationen privater US-Sicherheitsfirmen. Kritiker sehen darin einen weiteren Beweis f&uuml;r die H&auml;rte, mit der die Obama-Regierung gegen Enth&uuml;llungsaktivit&auml;ten vorgeht.<br>\nBrown gilt als Experte f&uuml;r das Hackerkollektiv Anonymous. Wegen seiner politischen N&auml;he wurde er gelegentlich auch als deren Sprecher zitiert. Die Vergehen, derentwegen er angeklagt wird, umfassen 17 Punkte. Neben der Bedrohung eines FBI-Ermittlers in einem Youtube-Video geht es vor allem um eine bereits &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche URL-Adresse mit gehackten Informationen der US-Sicherheitsfirma Stratfor, die Brown in einem Chatforum postete. Weil das Dokument auch gestohlene Kreditkartendaten enth&auml;lt, wird ihm auch vorgeworfen, Kreditkartenbetrug begangen zu haben.<br>\nVor seiner Verhaftung untersuchte Brown Millionen interne E-Mails von Stratfor, die ihm zugespielt und sp&auml;ter von Wikileaks ver&ouml;ffentlicht wurden. Bereits 2011 wertete er tausende E-Mails aus, die Anonymous zuvor von der privaten Sicherheitsfirma HBGary Federal gehackt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Whisteblower-drohen-100-Jahre-Haft\/!123556\/\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Passend dazu: Barrett Brown: wom&ouml;glich 105 Jahre Gef&auml;ngnis f&uuml;r das Teilen eines Links<\/strong><br>\nDer amerikanische Journalist und Aktivist Barrett Brown sitzt seit &uuml;ber einem Jahr im Gef&auml;ngnis. Er sieht sich mit Anklagen konfrontiert, welche ihn in Addition der einzelnen Strafma&szlig;e f&uuml;r 105 Jahre ins Gef&auml;ngnis bringen w&uuml;rden. Sein Verbrechen: er ver&ouml;ffentlichte einen Link zu einer Reihe geheimer Daten, welche enge Beziehungen zwischen der amerikanischen Regierung und privaten Sicherheitsfirmen aufzeigten.<br>\nDie New York Times beschreibt Barrett Brown als einen Journalisten der die &ldquo;Konflikte und Widerspr&uuml;che des Journalismus in der digitalen &Auml;ra&rdquo; aufzeigt. Brown schrieb unter anderem f&uuml;r Vanity Fair, die Huffington Post und den Guardian. Mindestens so sehr wie als Journalist sei Brown jedoch auch als Aktivist aktiv gewesen. Unter anderem war er in der Vergangenheit Sprecher von Anonymous. Seine Interesse war jedoch immer dasselbe, egal ob als Journalist oder Aktivist: die Verwicklungen amerikanischer Sicherheitsbeh&ouml;rden mit Unternehmen aus der Privatwirtschaft aufzeigen und anprangern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/barrett-brown-105-jahre-gefaengnis-fuer-das-teilen-eines-links\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>umFAIRteilen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Macht es wie Helmut!<\/strong><br>\nAm Wochenende wollen Tausende Menschen f&uuml;r h&ouml;here Steuerbelastungen demonstrieren. Es gab schon mal gerechtere Zeiten &ndash; da war Helmut Kohl an der Macht<br>\nDie Steuerbelastung ist unfair. Das finden zumindest die 130.000 Menschen, die den Aufruf des B&uuml;ndnisses &ldquo;umFAIRteilen&rdquo; unterzeichnet haben. Sie verlangen, die Verm&ouml;gensteuer wieder einzuf&uuml;hren und h&auml;rter gegen Steuerbetrug vorzugehen. An diesem Samstag ruft das B&uuml;ndnis in Bochum und Berlin auch zu Protesten auf. Die Organisatoren rechnen mit mehr als 10.000 Demonstranten. Mit dabei sind etwa das globalisierungkritische Netzwerk Attac, der Parit&auml;tische Gesamtverband und der Bundesverband der Migrantinnen. Aber wie ist die Steuerbelastung heute genau? Wer will was wie &auml;ndern? Und wie war das eigentlich in den Zeiten als Helmut Kohl regierte, also von 1982 bis 1998? Der &Uuml;berblick:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F09%2F14%2Fa0198&amp;cHash=c4fb5c8d7e33b2bf7c361d8202137a84\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Angesichts der Demonstrationen in Berlin und Bochum von dem B&uuml;ndnis &ldquo;UmFairTeilen&rdquo; hat die TAZ &ndash; sehr verdienstvoll gegen&uuml;ber allem unqualifizierten Dahergerede &ndash; einmal die wichtigen Steuers&auml;tze bei der Einkommenssteuer, der K&ouml;rperschaftssteuer, der Kapitalertragssteuer sowie der Verm&ouml;genssteuer im Zeitvergleich vorgestellt. Das wichtigste Ergebnis : Fast keine politische Gruppierung wagt es heute, Steuers&auml;tze (wieder)einzuf&uuml;hren, wie sie unter dem Bundeskanzler Helmut Kohl galten (= Daher die &Uuml;berschrift : &ldquo;Macht es wie Helmut !&rdquo; ) &ndash; auch nicht das B&uuml;ndnis &ldquo;UmFairTeilen&rdquo; ! Und an sehr entscheidenden Stellen der Steuersenkung stand Peer Steinbr&uuml;ck als Finanzminister der Gro&szlig;en Koalition (K&ouml;rperschaftssteuer und Kapitalertragssteuer!) Am radikalsten ist noch die Gewerkschaft Verdi die einen Spitzensteuersatz bei der Einkommenssteuer von 53 Prozent &ndash; wie unter Kohl &ndash; wieder fordert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ursula Engelen-Kefer: &ldquo;Wer ist systemrelevant, Banken oder Menschen?&rdquo;<\/strong><br>\nEine Woche vor den n&auml;chsten Bundestagwahlen fanden am 14. September Demonstrationen des B&uuml;ndnisses Umfairteilen in Bochum, Berlin, Regensburg und Saarbr&uuml;cken statt. Insgesamt nahmen daran etwa 15.000 Menschen teil, davon 3.000 in Berlin. Beteiligt an diesem B&uuml;ndnis sind Attac, Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nde und weitere NGOs. Zielrichtung ist die Bek&auml;mpfung der Ungerechtigkeiten in der Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen durch eine einmalige Verm&ouml;gensabgabe und die dauerhafte Besteuerung von Verm&ouml;gen. Damit sollen die Defizite bei &ouml;ffentlichen G&uuml;tern, Dienstleistungen und Investitionen geschlossen werden, aber auch der seit Jahren anhaltende Sozialabbau bei Arbeitsbedingungen, Arbeits- und Sozialrecht, Sozialer Sicherheit sowie sonstigen Sozialleistungen gestoppt und umgekehrt werden. Auftaktredner f&uuml;r die Demonstration in Berlin waren: Andrea Kocsic, Stellvertretende Vorsitzende von Verdi, Friedhelm Hengsbach, Jesuitenpater, Ursula Engelen-Kefer, Sozialverband Deutschland&hellip;Wir dokumentieren unten die Rede Ursula Engelen-Kefers: Die Bundestagswahl wird entscheiden: Wer ist systemrelevant, Banken oder Menschen? Was der Neoliberalismus &ndash; in versch&auml;rfter Form nach dem Fall der Mauer zwischen West und Ost &ndash; beim Sozialabbau nicht geschafft hat, erledigt jetzt eine entgrenzte Finanzindustrie f&uuml;r ganz Europa&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/09\/umfairteilenursula-engelen-kefer-wer-ist-systemrelevant-banken-oder-menschen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa weiter in der selbstverschuldeten Austerit&auml;ts-Rezession &ndash; und kein Ende in<\/strong><br>\nDie Daten, die gestern &uuml;ber Europa herauskamen, zeigen das ganze Elend der europ&auml;ischen Politik. Die europ&auml;ische Industrieproduktion ist erneut deutlich gesunken, insbesondere die Produktion von Investitionsg&uuml;tern ist eingebrochen. Das Niveau der Produktion liegt heute nur so hoch wie vor zehn Jahren. Das ist dramatisch, belegt es doch kurz vor der Wahl in Deutschland, wie die von Deutschland inspirierte Austerit&auml;tspolitik den Kontinent ins Elend gef&uuml;hrt hat.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130916_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130916_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Das ist also erfolgreiche Politik &agrave; la Merkel und Sch&auml;uble. Zwei Jahre abw&auml;rts ohne Hoffnung auf eine Besserung. Das ist sicher Weltrekord&hellip;<br>\nBitter bei all dem ist, dass weder in den anderen L&auml;ndern noch bei den gr&ouml;&szlig;ten Oppositionsparteien in Deutschland diese vernichtende Bilanz zum Anlass genommen wird, die deutsche Vorherrschaft und das von Deutschland verordnete Vorgehen fundamental in Frage zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/europa-weiter-in-der-selbstverschuldeten-austeritaets-rezession-und-kein-ende-in-sicht\/\">Flassbeck Economics<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;nf Jahre Lehman-Pleite<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Viele Banken sollten schlie&szlig;en&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre nach der Lehman-Pleite spielen Staat und Banken immer noch mit viel zu hohem Risiko, warnt Finanzmarktexperte Martin Hellwig.<br>\nInterview mit Ulrike Herrmann<br>\n&bdquo;Viele Banken sitzen noch auf Papieren, die weniger wert sind, als in den B&uuml;chern steht. Dazu geh&ouml;ren Immobilienkredite, Staatsanleihen &ndash; und Schiffskredite, die eine besondere deutsche Spezialit&auml;t sind&hellip; Wenn die Verluste aufgedeckt werden, wird der Staat wieder einspringen oder die Banken schlie&szlig;en m&uuml;ssen&hellip;<br>\nInsgesamt sch&auml;tze ich die bisherigen Kosten auf etwas weniger als 70 Milliarden Euro. Bei der Commerzbank sind es 3 bis 6 Milliarden, 9 Milliarden waren es bei der IKB. Die Hypo Real Estate hat bisher mindestens 12 Milliarden gekostet, und bei der WestLB sind 18 Milliarden aufgelaufen, wie NRW-Finanzminister Walter-Borjans angibt&hellip;<br>\nWenn eine neue Krise kommt, sind die Banken schnell wieder konkursreif und m&uuml;ssen vom Staat gerettet werden, weil der Verlustpuffer nicht ausreicht. Die Deutsche Bank hat momentan eigenes Kapital von etwa 3 Prozent &ndash; die restlichen 97 Prozent der Bilanzsumme werden durch Schulden finanziert, wie bei Lehman Brothers. Erst bei einem Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent w&auml;ren die Banken und das Finanzsystem einigerma&szlig;en sicher&hellip;<br>\nAber viele Banken sind nicht profitabel und sollten geschlossen werden. Wir haben zu viele Banken, die nur mit Zocken &uuml;ber die Runden kommen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F09%2F14%2Fa0185&amp;cHash=7e420b16e6922d91261838d5e0d0fc3f\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Argument Hellwigs, dass die &bdquo;staatlich kontrollierten&ldquo; Banken die gr&ouml;&szlig;ten Verluste eingefahren h&auml;tten, siehe z.B. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3090\">warum die IKB keine &ouml;ffentliche Bank war<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/091214_Interview_Geren_Gueversin.pdf\">hier [PDF &ndash; 192 KB]<\/a> oder hier &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3510\">Die Landesbanken sind die schlimmsten<\/a>&ldquo; oder hier &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5408\">Die f&uuml;r NRW schwerwiegendste Fehlentscheidung des Herrn R&uuml;ttgers<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&laquo;Banken immer noch too big to fail&raquo;<\/strong><br>\nThomas Jordan, Pr&auml;sident der Schweizerischen Nationalbank, erl&auml;utert im Interview mit der &laquo;Finanz und Wirtschaft&raquo;, dass er insolvente Banken im Notfall in den Konkurs schicken will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/banken-immer-noch-too-big-to-fail\/\">Finanz und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Boom &ndash; Blase &ndash; Crash<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre ist es jetzt her, dass die Banken krachten: Am 15. September 2008 brach an der Wall Street die Investmentbank Lehman Brothers zusammen. Ihr Bankrott sandte Schockwellen durch das internationale Finanzsystem. Binnen Tagen und Wochen standen weltweit Dutzende weiterer internationaler Gro&szlig;banken vor dem Aus. Alles schrie nach dem Staat und die Staaten spielten Feuerwehr. Dabei hatte das gro&szlig;e Bankenretten schon im Jahr zuvor begonnen. Doch nun ging es erst richtig los, im ganz gro&szlig;en Stil. Was zun&auml;chst wie eine Serie von lokalen Insolvenzen britischer und amerikanischer Banken und Finanzinvestoren ausgesehen hatte, verwandelte sich nach dem Lehman-Crash binnen Wochen in eine Weltfinanzkrise, eine globale B&ouml;rsen-, Banken- und Kreditkrise, die die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund zu rei&szlig;en drohte.<br>\nIm November 2008, bei der Er&ouml;ffnung eines neuen Geb&auml;udes der London School of Economics, seufzte Ihre Majest&auml;t, die K&ouml;nigin: &bdquo;Why did nobody see it coming?&ldquo; Gute Frage. Warum hat keiner der hochgelehrten &Ouml;konomen, keiner der Hohepriester der neoliberalen Weltordnung, etwas geahnt von dem gro&szlig;en Krach? Warum hat niemand das Platzen der Spekulations- blasen und die Implosion der Weltfinanz kommen sehen und rechtzeitig davor gewarnt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/september\/boom-%E2%80%93-blase-%E2%80%93-crash\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Hedgefonds sind die Gewinner der Lehman-Pleite<\/strong><br>\nBei der legend&auml;ren Pleite von Lehman Brothers haben sich Investoren, Angestellte und viele andere die Finger an den einst hochbewerteten Wertpapieren der Investmentbank verbrannt. Doch f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter zeigt sich, dass es einigen Hedgefonds gelungen ist, aus dem Zusammenbruch der Bank noch Profit zu schlagen. [&hellip;]<br>\nDer Hedgefonds Elliott, der als Lehman-Kunde schon Gl&auml;ubiger war, als die Bank Insolvenz anmeldete, kaufte 2011 binnen zwei Monaten ausstehende Forderungen mit einem Nennwert von 587 Millionen Dollar auf, wie aus offiziellen Dokumenten hervorgeht.  Die Firma, die rund 21 Milliarden Dollar verwaltet, besitze Schuldpapiere der Pleitebank mit ganz unterschiedlichem Rang, sagen Insider. Die Angestellten, die das Gesch&auml;ft mit den Lehman-Forderungen betreuen, wachten wie Schie&szlig;hunde dar&uuml;ber, sagt einer von ihnen.  Paulson, der schon lange mit unbesicherten Anleihen bei Lehman investiert war, habe in den vergangenen zwei Jahren mehr als 4 Milliarden Dollar in Lehman-Forderungen investiert, sagen mit der Sache vertraute Personen. Die Firma war ma&szlig;geblich an den Verhandlungen beteiligt, die schlie&szlig;lich zum Abschluss eines allgemein akzeptierten gro&szlig;en Abwicklungs- und Verteilungsplans f&uuml;r die gescheiterte Investmentbank f&uuml;hrte. Weitere Investmentfirmen wie Halcyon Asset Management und King Street Capital Management h&auml;tten ebenso mit Lehman-Forderungen Geld verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424127887323846504579072630789418664.html\">Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bankenunion<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auf dem Weg zur Europ&auml;ischen Bankenunion?<\/strong><br>\nMit dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers vor f&uuml;nf Jahren nahm die Immobilien- und Hypothekenkrise eine neue Qualit&auml;t an: Die Pleite der US-Bank wurde zum Ausl&ouml;ser und zugleich Verst&auml;rker einer internationalen Finanz- und Bankenkrise.<br>\nDie Insolvenz des Instituts war jedoch nicht der Dominostein, der die Krise in Gang setzte. Vorauslaufende Warnsignale gab es selbst im Bankensektor reichlich: Da ist die Fast-Insolvenz der IKB Deutsche Industriebank, die Ende Juli 2007 vom Staat gerettet werden musste. Die US-Investmentbank Bear Stearns l&ouml;ste zwei Hedge-Funds auf, die in Hypothekenpapiere &uuml;berinvestiert hatten. Die franz&ouml;sische Gro&szlig;bank BNP Paribas setzte R&uuml;ckzahlungen auf drei Investmentfonds aus. Anfang 2008 wurde die britische Northern Rock von der Regierung &uuml;bernommen. Vor der Lehman-Pleite wurden die beiden US-Hypoinstitute Freddie Mac und Fannie Mae unter staatliche Kontrolle gestellt.<br>\nDurch staatliche Interventionen in mehreren L&auml;ndern wurde ein Systemcrash abgewendet. Die Zahlen aus dem Subventionsbericht der EU-Kommission verdeutlichen das Ausma&szlig; der deutschen Bankenrettung, die im internationalen Vergleich sehr hoch ausfiel. Die von Br&uuml;ssel genehmigten Rettungsma&szlig;nahmen erreichten von 2008 bis September 2012 rund 646 Mrd. Euro. Nur Gro&szlig;britannien musste mit 873 Mrd. Euro mehr Rettungsgelder bewilligen lassen. Zum Vergleich: Die Vereinigten Staaten stellten 700 Mrd. US-Dollar bereit, von denen die Banken 428 Mrd. US-Dollar ben&ouml;tigten. In Euro umgerechnet, war der Hilfsrahmen f&uuml;r deutsche Banken um ein F&uuml;nftel gr&ouml;&szlig;er, obwohl die amerikanische Volkswirtschaft fast f&uuml;nf Mal so gro&szlig; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/auf-dem-weg-zur-europaeischen-bankenunion\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Europas m&uuml;hsamer Weg zur Bankenunion<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre nach der Lehman-Pleite (&hellip;)<br>\nAm 15. September 2008 meldete die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. In der Bugwelle dieser Pleite kam zun&auml;chst die Banken- und Finanzkrise, sp&auml;ter dann die Schuldenkrise. Es drohte der Absturz der Weltwirtschaft.<br>\nDiese Pleite sollte die Welt ersch&uuml;ttern. Am 15. September 2008 musste die US-Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz beantragen. Nachdem sich die US-Regierung geweigert hatte, rettend zur Seite zu springen. Die Lehman-Pleite war zwar nicht der Ausl&ouml;ser der globalen Banken, Finanz- und sp&auml;teren Schuldenkrise. Dennoch wirkte sie wie ein Brandbeschleuniger &ndash; weshalb sich die Situation in den nachfolgenden Wochen und Monaten dramatisch versch&auml;rfen sollte.<br>\n&ldquo;Es handelte sich ja um eine amerikanische Bank. Und im Prinzip war das Problem der Schockwelle: Oje, jetzt kann eine gro&szlig;e Bank auch pl&ouml;tzlich sterben. Die alle Banken in der Welt nerv&ouml;s gemacht hat. Bei der Finanzmarktkrise ist eigentlich das Kernelement die Frage gewesen: Trauen sich die Banken wieder, leihen sich die &uuml;ber die Nacht Geld? Und bei Lehman Brothers, am 15. September 2008, haben die Banken mit einem Schlag aufgeh&ouml;rt, sich gegenseitig Geld zu leihen. Und das hat eigentlich die Krise verursacht&rdquo;.<br>\nBeschreibt der CSU-Abgeordnete im Europ&auml;ischen Parlament, Markus Ferber die damalige Situation. Was folgte, war eine beispiellose Rettungsaktion rund um den Globus. Banken sowie Versicherungen wurden verstaatlicht, eilig schn&uuml;rte die Politik Rettungspaket auf Rettungspaket, um die drohende Kernschmelze auf den Finanzm&auml;rkten und damit den Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2251170\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merkelnomics<\/strong><br>\nZwischen schw&auml;bischer Hausfrau, Ludwig Erhard und Milton Friedman: Die Kanzlerin als &Ouml;konomin [&hellip;]<br>\nAngela Merkel, die Anti-Ideologin, die um die Vor- und Nachteile der Handlungsoptionen wei&szlig;. Alles wird da bewertet und begr&uuml;ndet, das Hochhalten genauso wie das Brechen der Prinzipien. Europa h&auml;tte auch einen anderen Pfad gehen k&ouml;nnen, wie ihn deutsche &Ouml;konomen gefordert haben. Fr&uuml;h schon h&auml;tte man Griechenland, das in seinem Zustand einfach nicht in den Euro geh&ouml;rt, aus der gemeinsamen W&auml;hrung entlassen und dem Land bei der f&auml;lligen Anpassung helfen k&ouml;nnen &ndash; begleitet von einem glaubw&uuml;rdigen Stabilit&auml;tsplan f&uuml;r den Rest der Euro-Zone. Vielleicht h&auml;tten die Griechen dann weniger Armut erlebt, und die Euro-Krise h&auml;tte sich fr&uuml;her gelegt, sodass deutsche Sparer nicht weiterhin mit minimalen Zinsen leben m&uuml;ssten, die ihre Altersvorsorge dezimieren. Doch das ist<br>\neiner Kanzlerin, die sich Optionen offen l&auml;sst, die tastet und lernt, wohl zu radikal gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/37\/oekonomin-angela-merkel\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Eine sch&ouml;ne Aneinanderreihung g&auml;ngiger Denkfehler, die entstehen, wenn man einzelwirtschaftliches Denken auf die Gesamtwirtschaft anwendet. Lobhudelei f&uuml;r die schw&auml;bische Hausfrau und pure Wahlwerbung f&uuml;r Merkel, das m&auml;rkische Milchm&auml;dchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Volkswagen spart an den Speckreserven<\/strong><br>\nWeniger Auslagern, mehr Synergien: Die Absatzflaute auf dem Automarkt bereitet auch Volkswagen Kopfzerbrechen. VW-Chef Winterkorn k&uuml;ndigt nun Sparma&szlig;nahmen an. An die Substanz sollen die aber erst einmal nicht gehen. [&hellip;]<br>\nDer europ&auml;ische Automarkt schrumpft seit langem. 2013 droht sogar das schlechteste Autojahr seit 1990 zu werden, nachdem 2012 mit zw&ouml;lf Millionen verkauften Fahrzeugen schon das schlechteste Jahr seit 1995 war. Und auch VW bekommt die Zur&uuml;ckhaltung der Verbraucher beim Kauf eines Neuwagens zu sp&uuml;ren. So verbuchte der Wolfsburger Konzern in den ersten acht Monaten 2013 in Westeuropa einen R&uuml;ckgang der Auslieferungen um 2,7 Prozent, auf dem Heimatmarkt in Deutschland sogar um 4,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/absatzflaute-volkswagen-spart-an-den-speckreserven\/8790194.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Speckreserven&rdquo; bei einem durchoptimierten Industrieunternehmen? Das soll doch wohl bedeuten, da&szlig; es nach den &ldquo;Speckreserven&rdquo; wieder um Kurzarbeit geht, um die Tarifl&ouml;hne und &ndash; so wird es kommen &ndash; &ldquo;liebgewonnene Besitzst&auml;nde&rdquo; usw. M. a. W. bereitet Winterkorn schon auf den Absturz und harte Verhandlungen mit Gewerkschaften und Politik vor, der wohl in einem halben Jahr oder so zu erwarten ist, und wieder werden Arbeitspl&auml;tze abgebaut werden. Wahrlich ein phantastisches Wirtschaftswunder in Deutschland. Und wie erkl&auml;rt Winterkorn &uuml;berhaupt die Absatzprobleme in Europa, besonders die im &ldquo;boomenden&rdquo; Deutschland?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Central bankers have given up on fixing global finance<\/strong><br>\nThe world is doomed to an endless cycle of bubble, financial crisis and currency collapse. Get used to it. At least, that is what the world&rsquo;s central bankers &ndash; who gathered in all their wonky majesty last week for the Federal Reserve Bank of Kansas City&rsquo;s annual conference in Jackson Hole, Wyoming &ndash; seem to expect. All their discussion of the international financial system was marked by a fatalist acceptance of the status quo. Despite the success of unconventional monetary policy and recent big upgrades to financial regulation, we still have no way to tackle imbalances in the global economy, and that means new crises in the future.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/020103b6-0b4e-11e3-bffc-00144feabdc0.html#axzz2eyt9kENM\">FT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;ber Jackson Hole wurde dieses Mal kaum berichtet, was daran liegen mag, dass im Gefolge der Absage des Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke etliche Notenbankchefs nur ihre Stellvertreter schickten. Allerdings nahmen auch etliche Wissenschaftler am Treffen teil. Und so gesehen gibt die einleitende Zusammenfassung der Tagung von Robin Harding (FT) wenig Hoffnung hinsichtlich der dr&auml;ngenden Probleme der Weltwirtschaft, ja es ist eine absolut trostlose Botschaft (noch mal auf deutsch): <\/em><br>\n<em>&ldquo;Die  Welt wird zu einem endlosen Kreislauf von Blase, Finanzkrise und W&auml;hrungszusammenbruch verdammt. Gew&ouml;hnen Sie sich daran. Zumindest ist es das, was die Notenbanker dieser Welt &ndash; die sich in ihrer wackeligen Majest&auml;t letzte Woche in die Federal Reserve Bank of Kansas City zur Jahreskonferenz in Jackson Hole, Wyoming, versammelten,  &ndash; zu erwarten scheinen. All ihre Diskussion &uuml;ber das internationale Finanzsystem wurde von einer fatalistischen Hinnahme des Status quo gepr&auml;gt. Trotz des Erfolges der unkonventionellen Geldpolitik und der letzten gro&szlig;en Upgrades zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte haben wir noch keinen Weg, um die Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft zu begegnen, und das bedeutet, neue Krisen in der Zukunft.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Deutlich wird diese Hoffnungslosigkeit in einem Papier, das H&eacute;l&egrave;ne Rey von der London Business School referierte. Schon der Titel <a href=\"http:\/\/www.kansascityfed.org\/publicat\/sympos\/2013\/2013Rey.pdf\">&ldquo;Dilemma not Trilemma: The Global Financial Cycle and Monetary Policy Independence&rdquo; [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a> vermittelt den Eindruck eine gewisse Ausweglosigkeit.<\/em><br>\n<em>Gute Analysen, auch gute Vorschl&auml;ge, aber letztlich keine realistische L&ouml;sungsstrategie. Auf der einen Seite stellt Rey z.B. fest, dass der globale Finanzzyklus von der Geldpolitik der Vereinigten Staaten abh&auml;ngt. Andererseits best&auml;tigt sie, dass eine globale geldpolitische Koordinierung fast unm&ouml;glich ist, da die US-Notenbank nationale Interessen bediene, die nicht notwendigerweise mit globalen Interessen &uuml;bereinstimmten &ndash; siehe derzeit die Schwellenl&auml;nder. Eine kurze Zusammenfassung des Papers <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2013\/08\/25\/gefangen-im-globalen-finanzzyklus-neues-aus-jackson-hole-3-2541\/\">bietet das Wirtschaftsblog Fazit der FAZ<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gewerkschaftskampagne gegen Ausbeutung<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft ver.di hat am Freitag in Hamburg eine Kampagne gegen Ausbeutung und repressive Arbeitsbedingungen vorgestellt. Ganz besonders in der Kritik stehen der Paketservice DHL und mehrere Servicet&ouml;chter der Asklepios Kliniken Hamburg, wie NDR 90,3 berichtete. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Fair statt prek&auml;r&rdquo; lautet das Motto der ver.di-Aktion. Hamburg sei inzwischen ein Zentrum f&uuml;r Lohndumping, sagte ver.di-Landeschef Wolfgang Abel. Die Zahl der normalen Arbeitsverh&auml;ltnisse nehme st&auml;ndig ab. Daf&uuml;r gebe es Fristvertr&auml;ge, Leiharbeit, Scheinselbstst&auml;ndigkeit, Dumpingl&ouml;hne und unbezahlte Pratika. Diese Entwicklung will man nun bei zwei Betrieben durchbrechen: Bei den Asklepios-Servicet&ouml;chtern und DHL Express.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/hamburg\/niedriglohn157.html\">NDR.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Attac kritisiert &Uuml;bernahme von Rh&ouml;n-Krankenh&auml;usern durch Fresenius<\/strong><br>\nPrivatisierung und Kommerzialisierung schaden der Gesundheit<br>\nAttac bewertet den Kauf von 43 Krankenh&auml;usern der Rh&ouml;n-Klinikum AG durch den Medizinkonzern Fresenius, der einen gro&szlig;en Teil seiner Produkte an Krankenh&auml;user verkauft, sehr kritisch. Die &Uuml;bernahme wirft ein Schlaglicht auf die Entwicklung der Privatisierung in der Krankenhausversorgung. Diese droht durch wenige Privatkonzerne beherrscht zu werden, zum Nachteil der Versicherten und der sozialen Ausrichtung der Gesundheitsversorgung.<br>\nSchon jetzt vereinen die vier gr&ouml;&szlig;ten Konzerne in Deutschland fast 80 Prozent des Umsatzes der privaten Krankenhaustr&auml;ger auf sich. Fresenius wird durch den Teilaufkauf von Rh&ouml;n seinen Anteil auf etwa 40 Prozent anheben. Seit Ende der 90er Jahre haben die privaten Krankenhaustr&auml;ger ihre Marktanteile am Krankenhausumsatz bereits verdreifacht. Durch die aktuelle Krankenhausfinanzierung wird sich dieser Trend weiter fortsetzen.<br>\n&ldquo;Etwa 80 Prozent der von Politik und Krankenkassen zu Recht kritisierten Fallzahlsteigerung der letzten Jahre geht auf das Konto der privaten Krankenhauskonzerne. Dabei ist deren Ziel nicht die optimale Krankenhausversorgung der Patienten, sondern Umsatz- und Renditesteigerung&rdquo;, sagt Manfred Fiedler von der Attac-Arbeitsgruppe &ldquo;Soziale Sicherungssysteme&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2013\/09\/13\/attac-kritisiert-uebernahme-von-rhoen-krankenhaeusern-durch-fresenius\/?no_cache=1&amp;cHash=30de2704a7df5d2b74fb9f2f55841d93\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Reform der polnischen Rente<\/strong><br>\nGestern verk&uuml;ndete Premierminister Donald Tusk (B&uuml;rgerplattform, PO) auf einer Pressekonferenz einschneidende &Auml;nderungen im polnischen Rentensystem. Demnach sollen die Beitr&auml;ge aus der kapitalgedeckten obligatorischen S&auml;ule des Systems (Offene Pensionsfonds, OFE) g&auml;nzlich vom Staat zur&uuml;ckgekauft werden und als Rentenanwartschaften im staatlichen System (Sozialversicherungsanstalt, ZUS) verzeichnet werden. Dar&uuml;ber hinaus wird der Beitragszahler ab 2014 w&auml;hlen k&ouml;nnen, ob er einen bestimmten Teil des Beitragssatzes in die zweite S&auml;ule investieren will, oder ob dieser g&auml;nzlich im staatlichen System verbleiben soll. Aktuell betr&auml;gt der Beitragssatz im Rentensystem 19,52 Prozent auf den Lohn; davon gehen 16,72 Prozent in das staatliche System und 2,8 Prozent in die Offenen Pensionsfonds. Ab 2014 wird der Versicherte eine dreimonatige Bedenkzeit haben, in der er w&auml;hlen kann, ob 2,92 Prozent des Beitragssatzes in die OFE gehen sollen. Der Regierungschef begr&uuml;ndet die Reform mit dem niedrigem Erfolg des privaten Systems. Berechnungen h&auml;tten gezeigt, dass die gleichen Beitr&auml;ge anstatt im privaten im staatlichen System angelegt in den letzten 13 Jahren seit Einf&uuml;hrung des neuen Systems zu h&ouml;heren Renten gef&uuml;hrt h&auml;tten. Auch werde dadurch der Staatshaushalt massiv entlastet, denn durch die Abf&uuml;hrung eines Teils der Beitr&auml;ge in das private System fehlten im staatlichen Umlagesystem (die Beitr&auml;ge kommen rein und werden nahezu sofort an Rentner ausbezahlt) Mittel. &ndash; Gegner der Reformen, &uuml;berwiegend Lobbyisten der Finanzwirtschaft und neoliberale Wirtschaftswissenschaftler, sprechen von einer &bdquo;Marginalisierung der OFE&ldquo;. Dieser Trend werde zu unsicheren Renten f&uuml;hren; ferner wird auf angenommene negative Auswirkungen auf die Finanzm&auml;rkte hingewiesen. Dar&uuml;ber hinaus agiere der Staat nicht aus Sorge um die Rente der B&uuml;rger, sondern aus Eigeninteresse, also in Sorge um den Staatshauhalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/polen-heute.de\/reform-polnische-rente-34446\/\">Polen Heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hinzuzuf&uuml;gen w&auml;re, dass in der zweiten S&auml;ule der OFE (Otwarte fundusze emerytalne, ) zuk&uuml;nftig keine Staatsanleihen mehr halten darf. &ndash; Sicherlich spielt bei den &Uuml;berlegungen Tusks auch die Staatsverschuldung eine Rolle, sind doch die vom OFE gehaltenen Staatsanleihen der polnischen Staatsschuld zuzurechnen. Mit deren R&uuml;ckf&uuml;hrung in die  ZUS wird die Gesamtverschuldung um rund 8% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesenkt. Da Polen so t&ouml;richt war, dem Modetrend folgend eine Schuldenbremse in der Verfassung zu verankern, w&auml;re Tusk bei der aktuellen Staatsverschuldung von 53 % des BIP (2012) bald gezwungen (ab 55 Prozent) eine restriktive Politik zu betreiben. Nat&uuml;rlich schreibt die wirtschaftsliberale, Finanzdienstleistern nahe NZZ, dass Tusk die liberale Errungenschaft der zweiten S&auml;ule &ldquo;auf dem Altar eines kurzsichtigen, wahltaktisch begr&uuml;ndeten Populismus zu opfern&rdquo; bereit sei. Vielleicht verst&auml;ndlich, dass aus der Schweiz, ebenfalls mit einer kapitalgedeckten zweiten S&auml;ule ausgestattet, diese verteidigt wird. <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/reflexe\/die-rentenreform-auf-dem-altar-des-populismus-1.18148661\">Allerdings r&auml;umt die NZZ ein<\/a>: &ldquo;Tats&auml;chlich war deren Performance im Umfeld der globalen Krise nicht immer berauschend&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Tats&auml;chlich lie&szlig; der <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/der-nachste-lehman-crash-droht-in-asien\/\">B&ouml;rsencrash (2002) wie auch die aktuelle Finanzkrise die Anlageverm&ouml;gen schrumpfen<\/a>. In der Schweiz kam es 2008 zu Wertkorrekturen von 8 bis 13 Prozent, bei den niederl&auml;ndischen Pensionskassen von 16,9 Prozent und in Gro&szlig;britannien (mit einem sehr gro&szlig;en Anteil kapitalgedeckter, betrieblicher Altersvorsorge) von 17 bis 26 Prozent. Und die Finanzkrise\/Wirtschaftskrise ist nicht vorbei. Unter Umst&auml;nden m&uuml;ssen wir uns auf ein Lehman-Momentum in China und damit in S&uuml;dostasien einstellen.<\/em><br>\n<em>Generell muss bei einer kapitalgedeckten Altersvorsorge &uuml;ber 30 bis 50 Jahre mindestens eine Rendite in H&ouml;he der Inflation erwirtschaftet werden. Bereits um dieses Ziel zu erreichen, sind die die Versicherer und Banken zur Jagd auf immer neue Anlagem&ouml;glichkeiten gezwungen &ndash; zur Spekulation. Die Pensionsfonds sind im Crash T&auml;ter und Opfer zugleich. Bisher ungel&ouml;st ist auch die Frage, was passiert, wenn geburtenstarke Jahrg&auml;nge fast  gleichzeitig ihre kapitalgedeckte Rente in Anspruch nehmen wollen. Usw. Haben dies die &ldquo;staatstragenden&rdquo; Parteien, schwarz\/gelb\/gr&uuml;n\/rosa begriffen? &ndash;  Siehe auch den informativen Artikel von Thomas Hammer: &ldquo;Die R&uuml;ckkehr der gesetzlichen Rente: Die kapitalgedeckte Altersvorsorge gleicht einem Gl&uuml;cksspiel. Die Krise hat gezeigt: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/geldanlage\/2013-07\/altersvorsorge-gesetzliche-rentenversicherung\">Der Generationenvertrag muss wiederbelebt werden<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aktham Suliman: Ausstieg bei Al-Jazeera<\/strong><br>\nAktham Suliman, ehemaliger Korrespondent des Senders Al-Jazeera, im Gespr&auml;ch mit weltnetz.tv<br>\nWeltnetz.tv-Korrespondentin Karin Leukefeld spricht mit dem ehemaligen Al-Jazeera-Journalisten Aktham Suliman &uuml;ber die Gr&uuml;nde f&uuml;r seinen Ausstieg bei dem arabischen Sender.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/484\">weltnetz.tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>TV-Tipp: Strippenzieher aus der W&uuml;ste<\/strong><br>\nDie Islamisten und der arabische Fr&uuml;hling (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die &Ouml;lmonarchen war der arabische Fr&uuml;hling keine Aufbruchsbewegung, sondern schlicht eine Bedrohung. Was, wenn der Funke der Freiheit aus Tunesien, &Auml;gypten, Libyen oder Syrien an den Golf &uuml;berspringt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/048209-000\/strippenzieher-aus-der-wueste#arte-header\">ARTE+7<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gedenken an Lothar Bisky: &ldquo;Als w&auml;re diese Welt gar nicht die deine&rdquo;<\/strong><br>\nDie Linke hat in Berlin ihres verstorbenen Ex-Vorsitzenden Lothar Bisky gedacht. Es war eine ber&uuml;hrende Feier; ein seltenes Innehalten in der Hochphase des Wahlkampfs, bei dem es viel zu lernen gab. Es ist leicht, sich an Lothar Bisky zu erinnern. Denn er hat es einem immer leicht gemacht, ihm nahezukommen, weil er zu der seltenen Spezies Politiker geh&ouml;rte, die zuh&ouml;ren konnte &ndash; mit ehrlichem Interesse an der Meinung, dem Argument des Gegen&uuml;bers. Es ist aber schwer, Lothar Biskys zu gedenken in der Hochphase des Wahlkampfs. Macht man nichts, wird es als unw&uuml;rdig beschimpft, macht man was Gro&szlig;es, ist der Vorwurf sicher, man instrumentalisiere den Tod f&uuml;r politisches Werben. Der Linken ist es am Samstag gelungen, einen w&uuml;rdigen Mittelweg zu finden. In der Berliner Volksb&uuml;hne lud sie zum Erinnern, Zuh&ouml;ren, Nachdenken &ndash; und Lachen &uuml;ber den Politiker und noch viel mehr den Menschen Lothar Bisky, der bereits am 13. August gestorben war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/trauerfeier-von-lothar-bisky-in-berlin-a-922279.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Karlsruhe is ned Bayern<\/strong><br>\nProtokoll dar&uuml;ber, was Seehofern seinen Spezln gegen 18:34 Uhr noch gesagt haben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/09\/karlsruhe-is-ned-bayern.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18632","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18632"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18632\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18636,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18632\/revisions\/18636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}