{"id":18653,"date":"2013-09-17T09:04:45","date_gmt":"2013-09-17T07:04:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653"},"modified":"2015-11-09T13:34:39","modified_gmt":"2015-11-09T12:34:39","slug":"hinweise-des-tages-1967","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h01\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h02\">Landtagswahl in Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h03\">Philip Mirowski &ndash; Das neoliberale Selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h04\">Sanktionen im Hartz-IV-System: Funktion, Entwicklung und DGB-Positionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h05\">Friedhelm Hengsbach: Rede auf der Demonstration des B&uuml;ndnisses Umfairteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h06\">Hedgefonds sind die Gewinner der Lehman-Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h07\">Finance Watch &ndash; Die Finanzindustrie regiert mit ihren Regeln die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h08\">Still No Shame on Wall Street for Crashing Financial System &amp; Causing Economic Wreckage Worldwide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h09\">Aufwendungsersatz f&uuml;r selbstbeschafften Krippenplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h10\">Paul Krugman: Give Jobs a Chance  &ndash;  Dem Arbeitsmarkt eine Chance geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h11\">IPPNW zur Energiefrage: Was ist sicher, preiswert und f&ouml;rdert den Frieden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h12\">Ideologie in der Schule: Die &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; &uuml;ber Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h13\">Petra Pau: Konsequenzen aus dem NSU-Untersuchungsausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h14\">Katalonien will weg von Spanien Abspaltungskurs: Eine Menschenkette f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h15\">So ungerecht ist unser Bildungssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h16\">Elitejournalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653#h17\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Zum Ausgang der Bundestagswahl 2013<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18653&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schwafelrunde ohne Safety Car<\/strong><br>\nSo eine laute P&ouml;belrunde aus Inkompetenz, Geistesarmut und Dreistigkeit h&auml;tte man bei G&uuml;nther Jauch selbst in Kenntnis solcher Gespr&auml;chskreise kurz vor Wahlen nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Eine Polemik. [&hellip;]<br>\nMan kann &uuml;brigens anfangen bei wem man will. Nehmen wir als Erstes diese uns&auml;gliche Ursula von der Leyen. In unertr&auml;glicher Jahrmarkt-Lautst&auml;rke und Penetranz trommelte die h&uuml;bsch haarspraysteif Frisierte ohne Unterlass, ohne Ma&szlig; und Rhythmus um Stimmen f&uuml;r ihre Partei. Noch der gr&ouml;&szlig;te Schlenker war ihr gerade gut genug, anderen das Wort abzuschneiden, Jauchs Oberarm dabei st&auml;ndig zu quetschen, ebenso wie den ihres Kabinettskollegen Daniel Bahr von der FDP. So etwas ging vielleicht damals, als die knarzige Alte noch j&uuml;nger allein unter M&auml;nnern Regionalpolitik verantwortete, hier wirkte es auf unangenehme Weise aufdringlich, nervig, anachronistisch und vorlaut. [&hellip;]<br>\nDer Dreckspokal des Abends geht umwegsfrei an Sigmar Gabriel. Denn als es einfach nicht mehr zu vermeiden war, zwischen diesem Terror des Unterbrechens und Dazwischenschw&auml;tzens die Masterfrage des Abends zu beantworten, ob man nun Rot-Rot-Gr&uuml;n ins Auge fasse, oder wenigstens auf Tolerierungskurs geht, griff Gabriel gegen&uuml;ber &ndash; das habe ich noch nicht erw&auml;hnt, weil es ja mittlerweile bei all ihren Auftritten zur Selbstverst&auml;ndlichkeit geworden ist &ndash; einer argumentativ brillanten, stoisch den Wahnsinn um sie herum ertragenden Sahra Wagenknecht, in die mieseste aller Terrorkisten.<br>\nGabriel behauptete allen Ernstes, die SPD k&ouml;nne nicht mit den Linken zusammengehen, weil nicht klar sei, wie die Linke sich zu der historischen deutschen Verantwortung gegen&uuml;ber sechs Millionen ermordeter Juden stelle. Wie bitte? Selbst die sonst so taffe Wagenknecht konnte nicht glauben, dass Gabriel zu so etwas f&auml;hig w&auml;re. Ein Armutszeugnis, ein politischer Offenbarungseid zur besten Sendezeit und eine bodenlose Frechheit ohne Beispiel, die in normalen Zeiten ein politisches Nachspiel haben m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/alexander-wallasch\/7423-die-politische-poebelrunde-bei-guenther-jauch\">The European<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Danke Alexander Wallasch, f&uuml;r diese harten, aber zutreffenden, Worte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum schadet Angela Merkel Deutschland?<\/strong><br>\nMutter Blamage: Aufzeichnung einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung am 15.09.2013 in Frankfurt am Main<br>\nStephan Hebel, Autor, Kommentator und ehemaliger Redakteur der Frankfurter Rundschau, legte ein knappes halbes Jahr vor der Bundestagswahl sein Buch &ldquo;Mutter Blamage: Warum die Nation Angela Merkel und ihre Politik nicht braucht&rdquo; vor&hellip;<br>\nAm Sonntag, den 15. September stellte Stephan Hebel in einer Frankfurter Matinee, veranstaltet von den gemeinn&uuml;tzigen Vereinen Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V., seine Thesen und sein Buch vor; er diskutierte mit dem Publikum und gab einige interessante und nachdenkliche Anregungen zu den bevorstehenden Wahlen im Bund und in Hessen.<br>\nDer Frankfurter Radiosender Radio99Prozent war vor Ort, zeichnete die Veranstaltung auf und stellt sie im mp3-Format als Download zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/warum-schadet-angela-merkel-deutschland\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf Doktor Merkels Couch<\/strong><br>\nSind wir W&auml;hler wirklich so schwach, so ausgebrannt, so depressiv, dass man uns eine Therapie verordnet? Statt uns mit den wahren Problemen zu bel&auml;stigen? Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Streit, mehr Ernst, mehr Politik.<br>\nIch muss in einer schlimmen Verfassung sein. Die Dame mir gegen&uuml;ber l&auml;sst sich derart gekonnt nichts anmerken, dass mir das klar wird. Offenbar ist mir mein eigener Anblick oder auch nur eine pr&auml;zise Beschreibung meines Aussehens, meiner Situation nicht mehr zuzumuten. &hellip;<br>\nUnd wenn schon. Angela Merkel kennt das. Ihr ist nichts Menschliches fremd. Wir sind ganz allein in diesem Raum, der aussieht wie eine Praxis. Sie sagt: &bdquo;Wir m&uuml;ssen jetzt das Richtige tun.&ldquo; Was ist das Richtige? Himmel, eine philosophische Frage in diesen Zeiten, in meiner Verfassung. Wer kann sich denn auf so was noch konzentrieren, heutzutage, von wegen Digitalisierung und Globalisierung?<br>\nWar es etwas mit Yoga oder doch mehr Geld? War es die Pflege der Landlust oder die Stadtguerrilla? Sie hilft mir wie einem verwirrten Pr&uuml;fling: &bdquo;Das Richtige ist, was den Menschen nutzt.&ldquo; Ich m&ouml;chte nicht frech antworten: dass es hier nicht um das Wohl der Waschb&auml;ren geht, das habe ich mir schon gedacht. Ich m&ouml;chte auch nicht altklug bemerken, dass es doch sein kann, dass manches einigen Menschen nutzt, anderen aber gar nicht. Nun bes&auml;nftigt sie mich mit einer guten Nachricht: Offenbar wurde &bdquo;schon viel erreicht&ldquo;. Das freut mich, aber ich muss auf dem Teppich bleiben, denn nun kommt es nur noch darauf an, &bdquo;das Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen&ldquo;. Was soll ich tun: opfern, aufgeben? Offenbar nichts. Sie braucht mich blo&szlig; einen Tag und auch an dem nur f&uuml;r einen kurzen Moment der Unterst&uuml;tzung. Es geht um zwei Kreuze mit einem weichen Bleistift. Der Stift schreibt so weich und satt, wie man sich f&uuml;hlt bei diesem Wahlwerbespot, einer Therapienotfallstunde bei der Bundeskanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/waehler-im-wahlkampf-auf-doktor-merkels-couch-12574129.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Werbespot ist in der Tat unertr&auml;glich. Ich musste ihn vor kurzem ebenfalls sehen, da ich nicht mehr rechtzeitig die Fernbedienung erreichen konnte. Die inhaltlichen Aussagen sind faktisch null. Es steht nur &bdquo;Mutti&ldquo; Merkel im Mittelpunkt, dass der Spot von der CDU ist wird nur am Schluss kurz eingeblendet und spielt auch keine Rolle.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Landtagswahl in Bayern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Wahl zum 17. Bayerischen Landtag am 15. September 2013 &ndash; Wahlnachtbericht<\/strong><br>\nAlles blau.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130917_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130917_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130917_hinweise_horst_kahrs_wahlnachtbericht_ltw_bayern_15_9_2013.pdf\">Horst Kahrs [PDF &ndash; 455 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Ude verloren hat<\/strong><br>\n[&hellip;] Die CSU kann sich in Bayern einiges leisten. All die Aff&auml;ren und Skandale, die die Partei im Wahljahr besch&auml;ftigen, haben die Bayern ihr nicht sonderlich krumm genommen. Das liegt zum einen an der strukturellen Schw&auml;che der SPD, aber auch daran, dass Horst Seehofers Taktik im Wahlkampf aufgegangen ist. Seehofer inszeniert sich als Landesvater, der es nicht n&ouml;tig hat zu k&auml;mpfen &ndash; und der den Gegner nicht ernst nimmt. Seehofer erkl&auml;rt schlicht, Bayern gehe es gut, das liege an der CSU. Und wer wolle, dass es so weitergeht, der m&uuml;sse eben auch die CSU w&auml;hlen. Der 1,93-Meter-Mann schaut im Wahlkampf &uuml;ber Ude einfach hinweg, und Ude ist keine sinnvolle Gegenma&szlig;nahme eingefallen. Er vergeudet seine Chancen. Zu selten nur kann er den wendigen Seehofer stellen. Ein TV-Duell reicht da einfach nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/landtagswahl-in-bayern-warum-christian-ude-verloren-hat-1.1770775\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Kommentar enth&auml;lt einen guten Hinweis darauf, dass Seehofer offenbar erfolgreich Merkels Taktik in Bayern kopiert hat indem er schlicht erkl&auml;rte, Bayern gehe es gut, und das liege ausschlie&szlig;lich an der CSU. Leider glauben oder wollen dies allzu viele Menschen glauben. Auch wenn die wirtschaftliche Situation in Bayern sicher besser ist als in anderen Bundesl&auml;ndern ist es nicht so, dass die soziale Polarisierung an den bayerischen Landesgrenzen halt macht. Auch in Bayern gibt es genauso wie im &uuml;brigen Bundesgebiet Leiharbeit, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse und Niedriglohnjobs. Gerade ein Blick auf die zweitgr&ouml;&szlig;te bayerische Stadt N&uuml;rnberg mit einer der h&ouml;chsten bayerischen Quoten an Hartz IV Beziehern, einer der h&ouml;chsten Quoten an in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebenden Kindern, zeigt  dass es in Bayern noch eine andere soziale Realit&auml;t jenseits von Wei&szlig;wurst, Oktoberfest und Maximilianstra&szlig;enschickeria gibt (mehr dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18486#h09\">hier<\/a>).<\/em><br>\n<em>Womit man zu einem Aspekt kommt, der zumindest partiell das gute Abschneiden der CSU erkl&auml;ren kann. Eine Wahlbeteiligung von gut 64 % ist daf&uuml;r eine deutliche Indikation. Wie mehrere Untersuchungen inzwischen belegen nehmen gerade Menschen in prek&auml;ren Lebensverh&auml;ltnissen ihr Wahlrecht nicht in Anspruch, da diese inzwischen jedes Vertrauen in die Politik und darauf aus ihrer bedr&uuml;ckenden Lebenssituation jemals heraus zukommen verloren haben (siehe auch den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18632#h01\">Beitrag von Christoph Butterwegge von gestern<\/a>).<\/em><br>\n<em>So macht sich die soziale Polarisierung wohl auch in den Wahlen bemerkbar, da jene denen es noch gut geht oder jene die dies zumindest glauben, auch sekundiert durch die Propaganda der Mainstreammedien, die, wie j&uuml;ngst der Spiegel, suggerieren, dass eine Familie mit einem Netto-Haushaltseinkommen von 4500 &euro; bereits zur Oberschicht zu z&auml;hlen ist,  mehrheitlich die Partei w&auml;hlen, welche glaubhaft vermittelt dass es den Menschen nur durch ihr wirken gut geht.<\/em><br>\n<em>Obwohl die Frage nach sozialer Gerechtigkeit und der immer st&auml;rkeren soziale Polarisierung ein der dr&auml;ngendsten gesellschaftlichen Fragen &uuml;berhaupt ist, spielte diese Thematik im bayerischen Landtagswahlkampf keine Rolle. Die SPD Kampagne war fast ausschlie&szlig;lich auf den Spitzenkandidaten Ude zugeschnitten. Offensichtlich hatte man in der SPD keine Chance gesehen das Thema soziale Gerechtigkeit auch nur irgendwie gegen die wei&szlig;-blaue CSU Herrlichkeit in Stellung zu bringen.  Zum anderen muss man auch klar konstatieren, dass das Thema der sozialen Gerechtigkeit der SPD nach Agenda 2010 niemand mehr abkauft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der G&auml;nsw&uuml;rger, der Knei&szlig;l und die CSU<\/strong><br>\nDer irrationale Respekt der Bayern gegen&uuml;ber Spitzbuben.<br>\nAls Bayer in der Ferne muss ich mal etwas zur Ehrenrettung von Land und Leute sagen: Die Leute sind dort wesentlich liberaler und lockerer, als es dieses Wahlergebnis vom Sonntag dokumentiert. Diese Affinit&auml;t zu den Christsozialen ist eines der ganz gro&szlig;en R&auml;tsel dieses Landstrichs.<br>\nIch will nicht sagen, dass die Bayern grunds&auml;tzlich aufgeschlossene und weltoffene Leute w&auml;ren. Ihnen h&auml;ngt zum Beispiel ganz zurecht der Makel der Fremdenfeindlichkeit an &ndash; die wird aber im gepflegten Egalitarismus betrieben. Ob nun Holsteiner oder Syrer, Berliner oder Mexikaner: Der Bayer ist bei allen gleich skeptisch; Xenophobie ist dort gegen jeden gerichtet, der nicht aus Bayern ist. Lieber ist im letzlich ein gem&uuml;tlicher T&uuml;rke als irgendein Besserwessi. Und es hei&szlig;t dort nicht umsonst manchmal: Sauprei&szlig; t&uuml;rkischa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/09\/der-ganswurger-der-kneil-und-die-csu.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Philip Mirowski &ndash; Das neoliberale Selbst<\/strong><br>\nWer glaubt, sein Ich sei Herr im eigenen Haus, hat den Neoliberalismus nicht verstanden. L&auml;ngst herrscht der Zwang, K&ouml;rper und Seele entsprechend den Anforderungen des Marktes zu gestalten.<br>\nDie Zersplitterung des neoliberalen Selbst beginnt in dem Moment, da eine handelnde Person erkennt, dass sie nicht blo&szlig; Studentin oder Angestellte ist &ndash; sondern zugleich ein Produkt, das verkauft werden muss; eine wandelnde Reklame; ein Verwalter des eigenen Lebenslaufs; und der Entrepreneur der eigenen M&ouml;glichkeiten. Er oder sie muss damit zurechtkommen, gleichzeitig Subjekt, Objekt und Zuschauer zu sein. Sie ist gleichzeitig das Gesch&auml;ft, der Rohstoff, das Produkt und der Kunde des eigenen Lebens. Sie ist ein Haufen von Werten, die investiert, betreut, verwaltet und entwickelt werden wollen; sie ist zugleich aber auch eine Ansammlung von Risiken, die ausgelagert und minimiert werden m&uuml;ssen und gegen die man wetten kann. Sie ist beides, der Star und das entz&uuml;ckte Publikum der eigenen Vorstellung. Es geht hier nicht um Masken, die man m&uuml;helos ausprobieren k&ouml;nnte. Es geht um Rollen, die st&auml;ndig verst&auml;rkt und reglementiert werden m&uuml;ssen. Foucault hat darauf hingewiesen, dass das neoliberale Selbst die Grenze zwischen Produktion und Konsum verwischt. Weiterhin gibt es keine vorgegebenen Hierarchien und festen Handlungsmuster, es gibt f&uuml;r jeden nur ein st&auml;ndig wechselndes Rollenverzeichnis, das sich nach den Erfordernissen des Moments richtet. Den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Nutzen erwirtschaftet die handelnde Person, wenn sie sich als in jeder denkbaren Hinsicht absolut flexibel zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ueberwachung\/identitaetsmanagement-das-neoliberale-selbst-12574151.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sanktionen im Hartz-IV-System: Funktion, Entwicklung und DGB-Positionen<\/strong><br>\nSanktionen sind eng mit dem &bdquo;Fordern&ldquo; von Arbeitsuchenden und Hilfeempf&auml;nger\/innen mit Hartz-IV ver-kn&uuml;pft. Wer nach Auffassung des Jobcenters gegen die Mitwirkungspflichten verst&ouml;&szlig;t, wird sanktioniert. Das F&ouml;rdern ist hingegen nur eine Ermessenssache. F&uuml;r den DGB ist dieses Ungleichgeweicht einer der Hauptkritik-punkte an Hartz-IV-System und fordert deshalb, die Sanktionen grundlegend zu &uuml;berarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0734112e-1c52-11e3-a177-00188b4dc422\">DGB arbeitsmarktaktuell 04\/2013<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der Brosch&uuml;re beschreibt der DGB die katastrophalen Auswirkungen von Hartz IV nicht nur auf die Arbeitslosen, sondern auch auf diejenigen, die noch in Arbeit sind. Auch die teils willk&uuml;rlichen, teils unsinnigen Sanktionen und deren verfassungsrechtliche Problematik wird diskutiert. Aber statt auf eine Abschaffung des Hartz-IV-Mechanismus zu dr&auml;ngen oder wenigstens auf eine Abschaffung der Sanktionen zu dr&auml;ngen, werden Vorschl&auml;ge zu einer sinnvolleren oder zu einer Milderung der Sanktionspraxis vorgelegt, so z.B. dass die maximale H&ouml;he von Sanktionen auf 30 Prozent des Regelbedarfs beschr&auml;nkt werden m&uuml;sse, also unterhalb des vom Bundesverfassungsgericht geforderten &bdquo;soziokulturellen Existenzminimums&ldquo; auf dem rein physischen Existenzminimum liegen d&uuml;rfen. Das ist weniger als ein Kurieren an Symptomen.<\/em><br>\n<em>Der DGB hat den Kampf gegen Hartz IV offenbar endg&uuml;ltig aufgegeben.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: 4000 Euro Pr&auml;mie f&uuml;r harte Jobcenter-Chefs<\/strong><br>\nChefs von Berliner Jobcentern kassieren bis zu 4000 Euro Pr&auml;mie, wenn sie streng mit Hartz-IV-Empf&auml;ngern sind.<br>\nNirgendwo sonst in Deutschland sind die Jobcenter so streng zu Hartz-IV-Empf&auml;ngern wie in Berlin: 19.042 Sanktionen haben die Beh&ouml;rden aktuell gegen Langzeitarbeitslose verh&auml;ngt, doppelt so viele wie vor sechs Jahren. Damit ist jeder 15. Arbeitslose betroffen.<br>\nPikant: W&auml;hrend bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern der Regelsatz (382 Euro) auch bei kleinsten Verst&ouml;&szlig;en knallhart gestrichen wird, kassieren die Jobcenter-Bosse bis zu 4000 Euro Pr&auml;mie. Herz oder Bonus?<br>\nSo funktionieren die Pr&auml;mienzahlungen: Alle Jobcenter-Chefs schlie&szlig;en mit der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit oder dem jeweiligen Bezirksamt Zielvereinbarungen ab. Interne Kennzahlen zeigen Ende des Jahres an, ob die Ziele erf&uuml;llt sind.<br>\nLaut einer vertraulichen Anweisung des Bundesarbeitsministeriums (liegt der B.Z. vor) f&uuml;r das Jahr 2013 soll hierbei auch die Sanktionsquote ber&uuml;cksichtigt werden. Hei&szlig;t: Je mehr Verst&ouml;&szlig;e geahndet werden, desto geringer die Ausgaben f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger &ndash; und damit gibt es statistisch weniger hilfebed&uuml;rftige Menschen.<br>\nAu&szlig;erdem sind Jobcenter-Chefs (Monatsgehalt: mindestens 5916,24 Euro) laut einer Zielvereinbarung angehalten, jede &Uuml;berschreitung von Mietobergrenzen konsequent zu ahnden &ndash; theoretisch auch dann, wenn diese nur einige wenige Euro betr&auml;gt. Erst im August war ein Jobcenter aus Th&uuml;ringen wegen 15 Cent vor das Bundessozialgericht gezogen &ndash; wegen 15 Cent.<br>\nWerden die Ziele zu mindestens 98 Prozent erreicht, bekommen die Chefs der Jobcenter am Ende des Jahres 2088,38 Euro Pr&auml;mie, sind es mehr als 100 Prozent, sogar bis zu 4000 Euro. Insgesamt kamen so in Berlin von 2007 bis 2011 mehr als 100.000 Euro zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/aktuell\/berlin\/4000-euro-praemie-fuer-harte-jobcenter-chefs-article1733695.html\">B.Z.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Meldung illustriert wieder den grotesken Aberwitz eine Institution des Sozialstaates nach Prinzipien einer neoliberalen &Ouml;konomie organisieren zu wollen. Die Rechtfertigung der Arbeitsagentur erscheint hier nur zynisch: &bdquo;Wir sind davon &uuml;berzeugt, dass die Verbindung der Zielerreichung mit der Leistungsbezahlung ein zus&auml;tzliches Motivationssignal f&uuml;r die erfassten Besch&auml;ftigten bedeutet.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Friedhelm Hengsbach: Rede auf der Demonstration des B&uuml;ndnisses Umfairteilen<\/strong><br>\n&ldquo;Nicht nur Armut, sondern auch Reichtum muss ein Gegenstand der politischen Debatte sein.&rdquo; Dieser Satz wurde vor 25 Jahren im Gemeinsamen Wort der beiden Gro&szlig;kirchen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland formuliert. Darauf haben die Regierungen inzwischen mit vier Armuts- und Reichtumsberichten reagiert. Das gemeinsame Kennzeichen dieser Dokumente ist: Zwar wird die wachsende Polarisierung in der Gesellschaft registriert; die Armutsrisikoquote stabilisiert sich trotz des wirtschaftlichen Wachstums bei 15%, jeder siebte, der in Deutschland lebt, ist armutsgef&auml;hrdet. Aber die Beschreibung und Analyse des Reichtums in Deutschland bleiben ein wei&szlig;er Fleck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/09\/umfairteilen-jetzt-von-friedhelm-hengsbach\/#sthash.RGFkqh46.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hedgefonds sind die Gewinner der Lehman-Pleite<\/strong><br>\nBei der legend&auml;ren Pleite von Lehman Brothers haben sich Investoren, Angestellte und viele andere die Finger an den einst hochbewerteten Wertpapieren der Investmentbank verbrannt. Doch f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter zeigt sich, dass es einigen Hedgefonds gelungen ist, aus dem Zusammenbruch der Bank noch Profit zu schlagen.<br>\nIn den vergangenen anderthalb Jahren haben Lehman-Gl&auml;ubiger im Zuge der Abwicklung Milliarden Dollar bekommen. Nutznie&szlig;er, so l&auml;sst sich aus Firmendokumenten und Gerichtsakten entnehmen, sind nicht nur die urspr&uuml;nglichen Gl&auml;ubiger, sondern auch Investoren, die an Lehman gerichtete Forderungen nach der Pleite f&uuml;r wenig Geld aufgekauft hatten. Darunter waren auch die Hedgefondsbetreiber Elliott Management und Paulson &amp; Co.<br>\nJohn Paulson hatte mit seinem Hedgefonds in der Finanzkrise Ber&uuml;hmtheit erlangt, weil er anders als die meisten anderen rechtzeitig gegen den amerikanischen Immobilienmarkt gewettet hatte. Als die Subprime-Blase schlie&szlig;lich 2007 platzte, machte sein Fonds einen Milliardengewinn.<br>\nPaulson habe abz&uuml;glich seiner Investitionen mit den aufgekauften Lehman-Forderungen bereits 1 Milliarde Dollar verdient, sagen Insider, Elliott mehr als 700 Millionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424127887323846504579072630789418664.html\">Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finance Watch &ndash; Die Finanzindustrie regiert mit ihren Regeln die Welt<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers sieht das Finanzsystem immer noch fast genauso aus wie damals: Banken und Derivatem&auml;rkte sind gr&ouml;&szlig;er als je zuvor, Manipulationsskandale machen weiter Schlagzeilen und es ist immer noch die Ausnahme, dass Geld dort investiert wird, wo es der Wirtschaft n&uuml;tzt Das systemische Risiko stellt f&uuml;r die Gesellschaft heute eine noch gr&ouml;&szlig;ere Gefahr dar als im September 2008.<br>\nEs ist Zeit, den Schalter umzulegen: Nicht die Finanzindustrie, sondern die Gesellschaft sollte die Regeln aufstellen.<br>\nNur dann kann es ein sicheres Finanzsystem geben, das gut f&uuml;r die Gesellschaft ist. Mehr &uuml;ber die Gefahren unseres Finanzsystems, und was Sie selbst dagegen unternehmen k&ouml;nnen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finance-watch.org\/informieren\/kampagne-kurswechsel\">Finance Watch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Still No Shame on Wall Street for Crashing Financial System &amp; Causing Economic Wreckage Worldwide<\/strong><br>\nSeems like every day now there&rsquo;s another story about Wall Street&rsquo;s financiers and their paid mouthpieces complaining about the latest investigation into or fine for their wrongdoing and law-breaking.  JP Morgan Chase and its CEO Jamie Dimon are the prime examples for this lately because they are the supposedly being picked on by so many investigations.  The whinnying is reaching hysterical proportions, with some now complaining that it&rsquo;s the regulators who are acting &ldquo;lawlessly&rdquo; for finally, years-later enforcing the law.  The Financial Times&rsquo; Tom Braithwaite and Kara Scannell have a terrific piece in today&rsquo;s paper detailing this:  &ldquo;Banks Get Ready to Feel the Penalty Pain.&rdquo;<br>\nThis article shows once again that these bonus-bloated executives and their well-paid lawyers, lobbyists, PR-spinners, purchased politicians, academics and sundry other hired guns simply have no shame.  They all seem to think that the law should only be enforced on Main Street and not on Wall Street.<br>\nLet&rsquo;s not forget that these global too-dangerous-to-fail Wall Street megabanks were on a crime spree for more than a decade; no one enforced the law against them; they created, packaged, sold and distributed trillions of dollars of worthless securities; caused the biggest crash of the global financial system since 1929 and the worst economy since the Great Depression; and yet, not one executive of a major, powerful, well-connected Wall Street firm has been held accountable.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bettermarkets.com\/blogs\/still-no-shame-wall-street-crashing-financial-system-causing-economic-wreckage-worldwide\">Better Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine interessante Webseite, die sich mit den Folgen der Finanzkrise in den USA auseinandersetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aufwendungsersatz f&uuml;r selbstbeschafften Krippenplatz<\/strong><br>\nDas Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat&hellip;entschieden, dass ein Kind, dessen Rechtsanspruch auf Verschaffung eines Kindergartenplatzes nicht erf&uuml;llt wird, unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch darauf hat, dass die Aufwendungen der Eltern f&uuml;r seine Unterbringung in einer privaten Kindertagesst&auml;tte ersetzt werden&hellip;<br>\nDas Oberverwaltungsgericht hat ohne Versto&szlig; gegen Bundesrecht angenommen, dass im Fall der Nichterf&uuml;llung des landesrechtlichen Anspruchs auf Verschaffung eines Kindergartenplatzes unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Erstattung der Aufwendungen f&uuml;r einen selbstbeschafften Platz besteht. Soweit das Oberverwaltungsgericht davon ausgegangen ist, das Bundesrecht sehe einen entsprechenden Anspruch vor und das Landesrecht folge dem, ist dies nicht zu beanstanden. Der bundesrechtliche Anspruch ergibt sich aus einer entsprechenden Anwendung des &sect; 36a Abs. 3 Achtes Buch Sozialgesetzbuch. Dieser verleiht einen Anspruch auf Aufwendungsersatz, wenn bestimmte Anspr&uuml;che auf Jugendhilfeleistungen nicht erf&uuml;llt werden. Der Anspruch auf &Uuml;bernahme der erforderlichen Aufwendungen setzt voraus, dass der Leistungsberechtigte den Tr&auml;ger der &ouml;ffentlichen Jugendhilfe vor der Selbstbeschaffung &uuml;ber den Bedarf rechtzeitig in Kenntnis gesetzt hat, die Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Leistung vorgelegen haben und die Deckung des Bedarfs keinen zeitlichen Aufschub geduldet hat&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bverwg.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung.php?jahr=2013&amp;nr=66\">Bundesverwaltungsgericht<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/urteil-zu-krippen-plaetzen-die-staedte-sind-in-der-pflicht-1.1770597\">SZ: Urteil zu Krippen-Pl&auml;tzen Die St&auml;dte sind in der Pflicht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Paul Krugman: Give Jobs a Chance  &ndash;  Dem Arbeitsmarkt eine Chance geben<\/strong><br>\nSeit 2008 liegen die Kurzzeitzinsen aber nahe null, und das bedeutet, dass sie nicht weiter sinken k&ouml;nnen (weil die Leute ihr Bargeld sonst nur noch horten w&uuml;rden). Trotzdem schw&auml;chelt die Wirtschaft weiter, und so hat die Fed versucht, mit unkonventionellen Mitteln an Zugkraft zu gewinnen  &ndash;  in der Hauptsache, indem sie l&auml;ngerfristige Papiere kaufte, und zwar sowohl US-Staatsanleihen als auch Schuldverschreibungen der staatlich gef&ouml;rderten Baufinanzierungsinstitute.<br>\nJetzt spricht die Fed davon, diese K&auml;ufe langsam abzubauen und irgendwann im n&auml;chsten Jahr vollends einzustellen. Warum sie das tut?&hellip;<br>\nAuf den Punkt gebracht gibt es zwar eine legitime Unsicherheit bez&uuml;glich dessen, was die Fed tun sollte, aber der Preis f&uuml;r zu scharfe Ma&szlig;nahmen &uuml;bersteigt bei weitem den f&uuml;r zu milde. Irren ist menschlich; Irren im Interesse von Wachstum ist weise.<br>\nIch m&ouml;chte noch hinzuf&uuml;gen, dass eine der wirtschaftlichen Haupts&uuml;nden unserer Zeit die ist, hypothetischen Risiken wie der Fiskalkrise, die es nie gab, Vorrang vor den Belangen der wirtschaftlichen Sch&auml;den im Hier und Jetzt einzur&auml;umen. Es w&auml;re schlimm, wenn die Fed in diese Falle laufen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/09\/16\/opinion\/krugman-give-jobs-a-change.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IPPNW zur Energiefrage: Was ist sicher, preiswert und f&ouml;rdert den Frieden?<\/strong><br>\nVon der dezentralen Energiewende k&ouml;nnen alle wirtschaftlich profitieren, w&auml;hrend bei zentralisierten Gro&szlig;kraftwerken mit Energie-Ferntransporten nur wenige Konzerne das Gesch&auml;ft machen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Energiepolitik\/Was_ist_sicher_preiswert_und_foerdert_den_Frieden.pdf\">IPPNW [PDF &ndash; 713 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/atomenergie\/artikel\/6bcee2950d\/energethische-gedanken-zur-wahl.html\">Henrik Paulitz: Energethische Gedanken zur Wahl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ideologie in der Schule: Die &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; &uuml;ber Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nDie &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo;, ein neoliberales und arbeitgeberfinanziertes Lobby-Netzwerk, beitreibt seit l&auml;ngerem eine Webseite &bdquo;von Lehrern f&uuml;r Lehrer&ldquo; zu wirtschaftlichen und politischen Themen. Dort werden didaktisch durchaus klug aufbereitete Materialien f&uuml;r die Arbeit in der Schule pr&auml;sentiert &ndash; in Zeiten immer stressigerer Arbeitsverh&auml;ltnisse m&ouml;glicherweise eine willkommene Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Lehrerinnen und Lehrer. Dass damit einseitige neoliberale und arbeitgeberfreundliche Ideologie transportiert wird, kann dabei schnell &uuml;bersehen werden. &ndash; Ein Beitrag &uuml;ber Zahlentricks und Manipulationen.<br>\nSchon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten scheint es nicht nur in Deutschland eine neoliberale, marktradikale Hegemonie im politischen Denken zu geben. Agenda 2010, Rente mit 67, Hartz IV, Steuersenkungen und die drastische Zunahme von Niedrigl&ouml;hnen und prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen zeigen, dass sich diese Hegemonie l&auml;ngst auch in politische Ma&szlig;nahmen und Entscheidungen &uuml;bersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1228\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Petra Pau: Konsequenzen aus dem NSU-Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\nAm 2. September 2013 wurde im Bundestag der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zum NSU-Desaster debattiert. In 78 Sitzungen waren vordem 98 Zeugen befragt worden, zus&auml;tzlich Experten&hellip;<br>\nWir haben in 16 Monaten viel aufgedeckt und dabei in Abgr&uuml;nde geschaut. Aber was wir heraus bekamen, das mussten wir den Ministerien und Beh&ouml;rden regelrecht abtrotzen. Von Kooperation konnte keine Rede sein. Von Aufkl&auml;rung auch nicht, &uuml;brigens egal, welche Parteifahnen &uuml;ber den jeweiligen Regierungssitzen flatterten&hellip;<br>\nIn der Plenardebatte zum Abschlussbericht habe ich drei Sichten der Fraktion DIE LINKE hervorgehoben, die nicht konsensf&auml;hig waren. Es geht um die Ursachen des NSU-Desasters, um die Hauptversager und um eine, wie ich meine, bittern&ouml;tige Konsequenz f&uuml;r die k&uuml;nftige Pr&auml;vention gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2013\/09\/konsequenzen-aus-dem-nsu-untersuchungsausschuss-26528.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/\">Siehe auch das Inhaltsverzeichnis der Nummer 19 v. 16. September 2013<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Katalonien will weg von Spanien Abspaltungskurs: Eine Menschenkette f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nFast 400 Kilometer lang war die Menschenkette, die am Mittwoch von den spanischen Pyren&auml;en entlang der Mittelmeerk&uuml;ste bis zur Grenze der Nachbarregion Valencia reichte. Am katalanischen Nationalfeiertag wollten die Aktivisten der Welt&ouml;ffentlichkeit zeigen, wie ernst es ihnen mit ihrem Sezessions-Streben ist. Die separatistischen Organisatoren bezifferten die Zahl der Teilnehmer auf 400 000. Schon vor einem Jahr hatten katalanische Separatisten am Nationalfeiertag, der &laquo;Diada&raquo;, mehr als 1,5 Millionen Menschen zu einer der gr&ouml;ssten Massendemonstrationen der Region mobilisiert und eine Abspaltung von Spanien verlangt. Ausl&ouml;ser dieser wachsenden Unzufriedenheit ist vor allem ein finanzieller Streit. So wird in der 7,5 Millionen Einwohner z&auml;hlenden Region beklagt, dass im Rahmen des Finanzausgleichs weit mehr Steuereinnahmen an Madrid abgef&uuml;hrt werden, als sp&auml;ter an Geldern zur&uuml;ckfliesst. Mit der Krise, die auch den Katalanen schwere Sparopfer abverlangt, haben nun separatistische Tendenzen Hochkonjunktur. Die Vorstellung, ein unabh&auml;ngiges Katalonien stehe besser ohne Spanien da, vermag inmitten der politischen, wirtschaftlichen und moralischen Depression offenbar immer mehr Menschen der Region zu begeistern. Nach j&uuml;ngsten Umfragen sprechen sich zwischen 40 und 50 Prozent aller Katalanen f&uuml;r eine Losl&ouml;sung von Spanien aus. 26 Prozent wollen zumindest mehr Autonomie. Sp&auml;testens nach dieser zweiten, im Zeichen der Unabh&auml;ngigkeit stehenden &laquo;Diada&raquo; d&uuml;rfte klar sein, dass eine Mehrheit der Katalanen den Status quo f&uuml;r &uuml;berholt h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/eine-menschenkette-fuer-die-unabhaengigkeit-1.18148796\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So f&auml;ngt es immer an. Auch in Jugoslawien beschwerten sich Slowenen und Kroaten zun&auml;chst &uuml;ber die Transfers an die Zentralregierung. Aber bald waren z.B. in Slowenien Stimmen zu h&ouml;ren, die sich mit der Lebensweise des mittleren und westlichen Europa identifizierten und sich gegen das pro-asiatischen und pro-afrikanischen Jugoslawien abgrenzen wollten. Insbesondere die Albaner bekamen dies zu sp&uuml;ren, die als &ldquo;&uuml;bervermehrte Ratten&rdquo; auf Kosten der anderen leben w&uuml;rden. Wir wissen, wo das endete. Auch die Lega Nord beschwert sich seit langem &uuml;ber die nutzlose F&ouml;rderung des strukturschwachen S&uuml;ditalien, die haupts&auml;chlich mit norditalienischen Steuergeldern finanziert w&uuml;rde. Und selbst in Deutschland formuliert sich in den Klagen Hessens und Bayerns zum Finanzausgleich nichts anderes als eine Art Wohlstandschauvinismus. Auf europ&auml;ische Ebene wird von den &ldquo;faulen Griechen&rdquo; gesprochen.  Es ist Krise und die Wohlhabenden setzen sich ab. Deutschland &ldquo;hilft&rdquo; nicht aus Solidarit&auml;t dem S&uuml;den, sondern weil seine Eliten begriffen haben, dass ihr Verm&ouml;gen auf deutschen Banken gef&auml;hrdet ist. &ndash;  Es ist traurig mitanzusehen, wie es in Europa dem Kapital und seinen dienstbaren Geistern in Politik und Wirtschaft gelingt, die Verantwortung f&uuml;r die Krise allen anderen zuzuschieben, nur nicht sich selbst: Heute die Griechen, morgen die Hartz-IV-Bezieher oder Zuwanderer &hellip; &Uuml;berall, zwischen den Nationen, den Regionen und diversen Bev&ouml;lkerungsgruppen werden Gegens&auml;tze aufgemacht, nur nicht zwischen Arbeit und Kapital, zwischen den Klassen &ndash; die es leider immer noch, wenn nicht mehr denn je, gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>So ungerecht ist unser Bildungssystem<\/strong><br>\nNirgendwo h&auml;ngt der Bildungserfolg so stark vom sozialen Status der Eltern ab wie in Deutschland. Das ist das Ergebnis von unz&auml;hligen Studien und Statistiken zur Chancengleichheit im Bildungssystem. Im Video wird deutlich, was die nackten Zahlen wirklich bedeuten&hellip;<br>\nAus der unendlichen F&uuml;lle der Zahlen, Daten und Statistiken haben wir vier besonders aussagekr&auml;ftige Aspekte herausgegriffen und sie in einem Video veranschaulicht. Die Daten dazu stammen vom Statistischen Bundesamt aus den Jahren 2011 und 2012, den aktuellsten Zahlen, die verf&uuml;gbar waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/chancengerechtigkeit-so-ungerecht-ist-unser-bildungssystem-1.1770332\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Elitejournalisten<\/strong><br>\nEin Wissenschaftler der Universit&auml;t Leipzig wirft deutschen Spitzenjournalisten die &Uuml;bernahme von Techniken und Begriffen der Kriegspropaganda vor. Laut Uwe Kr&uuml;ger vom Institut f&uuml;r Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung der s&auml;chsischen Hochschule spielt &ldquo;Frieden als Wert an sich&rdquo; in f&uuml;hrenden deutschen Printmedien &ldquo;keine Rolle&rdquo;. Vielmehr erachteten die dort besch&auml;ftigten Redakteure und Ressortchefs den &ldquo;Einsatz und Verlust von Menschenleben&rdquo; als &ldquo;hinnehmbar und sogar geboten&rdquo;. Insgesamt herrsche eine &ldquo;starke Identifikation mit dem Westen&rdquo; und seinen milit&auml;rpolitischen Organisationen vor, die dazu f&uuml;hre, dass Gegner als &ldquo;Barbaren&rdquo; erschienen, denen mit &ldquo;kalter Entschlossenheit&rdquo; begegnet werden m&uuml;sse. Entsprechende &Uuml;berzeugungen sollen Kr&uuml;ger zufolge durch &ldquo;gebetsm&uuml;hlenartige&rdquo; Wiederholungen und die Anwendung &ldquo;argumentativer Tricks&rdquo; in der Bev&ouml;lkerung verankert werden. Hintergrund ist nach Auffassung des Wissenschaftlers die &ldquo;Einbettung&rdquo; der Autoren in Netzwerke des &ldquo;transatlantischen Elitenmilieus&rdquo;.<br>\nIm Zentrum der Analyse des Leipziger Kommunikationswissenschaftlers stehen vier bei deutschen &ldquo;Leitmedien&rdquo; besch&auml;ftigte &ldquo;Elitejournalisten&rdquo;: der f&uuml;r Au&szlig;enpolitik verantwortliche Redakteur der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; (FAZ), Klaus-Dieter Frankenberger, der Mitherausgeber des Wochenblattes &ldquo;Die Zeit&rdquo;, Josef Joffe, der Ressortleiter Au&szlig;enpolitik der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; (SZ), Stefan Kornelius, und der Chefkorrespondent der &ldquo;Welt&rdquo;, Michael St&uuml;rmer. Wie Kr&uuml;ger mittels einer &ldquo;Netzwerkanalyse&rdquo; ermittelt hat, verf&uuml;gen alle vier &uuml;ber &ldquo;ausgepr&auml;gte Ego-Netzwerke im transatlantischen Elitenmilieu&rdquo;. So unterhalten sie etwa enge Verbindungen zur Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP), einem Think-Tank politischer und milit&auml;rischer F&uuml;hrungszirkel. Kornelius und Frankenberger geh&ouml;ren dar&uuml;ber hinaus dem Beirat der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS) an. Die staatliche Einrichtung ist dem Verteidigungsministerium zugeordnet und bezeichnet sich selbst als &ldquo;h&ouml;chstrangige, ressort&uuml;bergreifende Weiterbildungsst&auml;tte&rdquo; auf dem Gebiet der Milit&auml;rpolitik. Laut Kr&uuml;ger bleibt die &ldquo;Einbettung&rdquo; der Journalisten in die besagten &ldquo;Elitennetzwerke&rdquo; nicht ohne Einfluss auf ihre Berichterstattung; diese spiegelt vielmehr &ldquo;im US- und NATO-gepr&auml;gten Milieu&rdquo; vertretene Auffassungen wider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58688\">german-foreign-policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann nicht oft genug auf dieses Buch hinweisen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Uwe Kr&uuml;ger:<\/strong> Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten &ndash; eine kritische Netzwerkanalyse. Reihe des Instituts f&uuml;r Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung 9, K&ouml;ln 2013<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Zum Ausgang der Bundestagswahl 2013<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t1j1A4KpMbA\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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