{"id":18758,"date":"2013-09-24T17:10:56","date_gmt":"2013-09-24T15:10:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18758"},"modified":"2015-08-18T08:53:08","modified_gmt":"2015-08-18T06:53:08","slug":"fuer-anhaenger-der-spd-und-der-gruenen-folgen-ein-paar-hinweise-auf-seltsame-vorgaenge-vor-allem-auf-die-fortwaehrenden-versuche-der-fremdbestimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18758","title":{"rendered":"F\u00fcr Anh\u00e4nger der SPD und der Gr\u00fcnen folgen ein paar Hinweise auf seltsame Vorg\u00e4nge, vor allem auf die fortw\u00e4hrenden Versuche der Fremdbestimmung"},"content":{"rendered":"<p>Mitglieder und Anh&auml;nger von SPD und Gr&uuml;nen t&auml;ten gut daran, sich um die weitere Entwicklung und Entscheidungen dieser Parteien zu k&uuml;mmern und auch zu intervenieren, wenn sie eine M&ouml;glichkeit dazu sehen. Ich m&ouml;chte deshalb einfach ein paar Beobachtungen hintereinander reihen, die f&uuml;r Sie von Interesse sein k&ouml;nnten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Zu personellen Konsequenzen der Wahlergebnisse:<\/strong> Bei den Gr&uuml;nen hat der Verlust der Bundestagswahl immerhin ein paar personelle Konsequenzen. Bei der SPD tritt vermutlich genau wieder das ein, was wir schon bei der letzten Wahl im Jahr 2009 erlebt haben: die Wahlverlierer werden belohnt bzw. sie belohnen sich durch Zugriff selbst. Damals hatte der Spitzenkandidat und Au&szlig;enminister Steinmeier die SPD auf einen der schlechtesten Werte ihrer Geschichte gebracht: 23 %. Das ist gerade halb so viel wie vor 40 Jahren. Also ein miserables Ergebnis, das zur Konsequenz bei den Verantwortlichen h&auml;tte f&uuml;hren m&uuml;ssen. Aber Steinmeier, dieser Hauptverursacher der totalen Niederlage, wurde nicht seiner Macht enthoben. Er griff zum m&auml;chtigsten Amt neben dem Parteivorsitzenden: zum Amt des Fraktionsvorsitzenden und ist seither auch im Vorfeld des jetzigen Wahltages mitverantwortlich f&uuml;r die neue Niederlage. Diese ist mit etwas &uuml;ber 25 % nur ein bisschen weniger schlimm. Aber nicht einmal den Spitzenkandidaten Steinbr&uuml;ck schickt man in die W&uuml;ste, Gabriel vorerst auch nicht, obwohl er seinen Job nur ein bisschen besser gemacht hat als die anderen, wenn &uuml;berhaupt.\n<p>Bitte sprechen Sie mit Ihren Abgeordneten und Vorst&auml;nden in den Parteigliederungen. <strong>Wenn Versagen nicht sanktioniert wird, wenn sogar fortgesetztes und wegen erkennbar falscher Strategien mutwillig zu nennendes Scheitern nicht bestraft wird, dann wird sich die Lage der SPD nie wieder verbessern.<\/strong><\/p><\/li>\n<li>Bei den Gr&uuml;nen spielt sich eine Manipulation und am Ende auch Trag&ouml;die ab, die wir aus der Geschichte der SPD wie auch in Teilen der Gr&uuml;nen schon seit einiger Zeit kennen. <strong>Um die Ordinate in beiden Parteien immer weiter nach rechts r&uuml;cken zu k&ouml;nnen, wird ein Linksruck behauptet.<\/strong> So ist das heute wieder von Joschka Fischer und B&uuml;tikofer besorgt worden. Siehe <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/joschka-fischer-rechnet-mit-gruenen-spitze-ab-a-924082-druck.html\">hier<\/a>.\n<p>24. September 2013, 10:04&nbsp;Uhr<\/p>\n<p><strong>Wahlpleite<\/strong><br>\n<strong>Fischer rechnet mit Gr&uuml;nen-Spitze ab<\/strong><\/p>\n<p>Im Wahlkampf brachte er sich nicht ein, doch jetzt geht Joschka Fischer hart mit der Gr&uuml;nen-F&uuml;hrung ins Gericht. Der Linkskurs habe viele W&auml;hler vergrault, sagt der fr&uuml;here Au&szlig;enminister im SPIEGEL. Ex-Parteichef B&uuml;tikofer wirft Spitzenkandidat Trittin Versagen vor.<br>\n&hellip;<\/p>\n<p>Von Linkskurs kann keine Rede sein. Sowohl die Parteif&uuml;hrung als auch die Spitzenkandidaten Trittin und G&ouml;ring-Eckart standen f&uuml;r den Rechtsruck der Gr&uuml;nen, vor allem sichtbar an der Bereitschaft zu Milit&auml;reins&auml;tzen und an der Zustimmung zur Agenda 2010. Die steuerpolitischen Vorstellungen der Gr&uuml;nen wurden als links hochgespielt, obwohl sie harmlos sind und letztlich auch nie in dieser k&uuml;nstlich aufgeheizten Debatte analysiert und beschrieben wurde, wie diese Steuerpolitik aussieht und worin ihre besonders linke Ausrichtung liegen soll. Wissen sie das? Auch Joschka Fischer, der sich dazu &auml;u&szlig;ert, nennt nur die Hausnummer und keine Inhalte.<br>\nIm &uuml;brigen k&ouml;nnen wir davon ausgehen, dass Joschka Fischer wie auch der im gleichen Spiegel online-Beitrag erw&auml;hnte B&uuml;tikofer objektiv betrachtet als Einflussagenten bei den Gr&uuml;nen agieren. Joschka Fischer war lange Zeit mit der amerikanischen Au&szlig;enministerin Albright verbandelt und hinterher auch &ouml;konomisch gewerblich mit ihr zusammen t&auml;tig. Es ist das gute Recht des ehemaligen Au&szlig;enministers, politische und gewerbliche Gesch&auml;fte zu machen. <strong>Es scheint mir aber die Pflicht von Mitgliedern und Anh&auml;ngern der beiden Parteien SPD und Gr&uuml;nen zu sein, sich der Fremdbestimmung endlich zu erwehren.<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Diese Fremdbestimmung wird nach dieser Wahl wie zuvor schon bei anderen Wahlen besonders sichtbar in der Ablehnung jeglicher Koalition mit der Linkspartei. Die Argumente daf&uuml;r sind &uuml;ber weite Strecken geliehene Gedanken, die Folgen einer totalen Manipulation. <\/strong><br>\nZwischen SPD und Gr&uuml;nen auf der einen Seite und der Linkspartei auf der anderen Seite werden Differenzen konstruiert. Musterbeispiele f&uuml;r diese Konstruktion sind\n<ol type=\"a\">\n<li>Die angeblichen Differenzen im Verh&auml;ltnis zu NATO und Milit&auml;reins&auml;tzen.<\/li>\n<li>Die Zerstrittenheit in der Linkspartei und vor allem die angebliche Unzuverl&auml;ssigkeit der westlichen Linkspartei.<\/li>\n<li>Angebliche Distanz zu Europa und Euro.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vorweg:<br>\nZwischen allen Parteien gibt es Differenzen. Die Differenzen der Gr&uuml;nen und der SPD zur FDP zum Beispiel sind trotz gro&szlig;er Anpassung der SPD und der Gr&uuml;nen an neoliberales Gedankengut immer noch sehr gro&szlig;. Die Differenzen zur CDU und CSU beim Mindestlohn, bei der Steuerpolitik, beim Umgang mit Ausl&auml;ndern und in der Bildungspolitik m&uuml;ssten, wenn sich Gr&uuml;ne und SPD inhaltlich nicht total aufgegeben haben, ebenfalls sehr gro&szlig; sein.<\/p>\n<p><strong>In Sachen NATO und Milit&auml;reins&auml;tze sich die Gr&uuml;nen und SPD seit 1999 in eine Richtung bewegt, die ihrem geistigen Ursprung in der Friedensbewegung bzw. den Bekenntnissen  f&uuml;hrender Sozialdemokraten, wonach Frieden der Ernstfall sei, widerspricht.<\/strong> Eine R&uuml;ckkehr zu den urspr&uuml;nglichen Positionen m&uuml;sste beiden Parteien leicht fallen. Jedenfalls gibt es die fundamentale Differenz, die konstruiert wird, nicht. Die SPD zum Beispiel m&uuml;sste sich nur ein bisschen ihres Berliner Grundsatzprogramms erinnern:<\/p>\n<p><strong>Zitat aus dem Berliner Grundsatzprogramm der SPD vom 20. Dezember 1989:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Unser Ziel ist es, die Milit&auml;rb&uuml;ndnisse durch eine europ&auml;ische Friedensordnung abzul&ouml;sen. Bis dahin findet die Bundesrepublik Deutschland das ihr erreichbare Ma&szlig; an Sicherheit im atlantischen B&uuml;ndnis, vorausgesetzt, sie kann ihre eigenen Sicherheitsinteressen dort einbringen und durchsetzen, auch ihr Interesse an gemeinsamer Sicherheit. Der Umbruch in Osteuropa verringert die milit&auml;rische und erh&ouml;ht die politische Bedeutung der B&uuml;ndnisse und weist ihnen eine neue Funktion zu: Sie m&uuml;ssen, bei Wahrung der Stabilit&auml;t, ihre Aufl&ouml;sung und den &Uuml;bergang zu einer europ&auml;ischen Friedensordnung organisieren. Dies er&ouml;ffnet auch die Perspektive f&uuml;r das Ende der Stationierung amerikanischer und sowjetischer Streitkr&auml;fte au&szlig;erhalb ihrer Territorien in Europa.<\/em><br>\n<em>Im B&uuml;ndnis muss der Grundsatz gleicher Souver&auml;nit&auml;t gelten. Das B&uuml;ndnis muss verteidigungsf&auml;hig, defensiv und entspannungsbereit sein. Der politische Wille muss &uuml;ber Milit&auml;rstrategie, Milit&auml;rtechnik und wirtschaftliche Interessen der R&uuml;stungsindustrie herrschen, nicht umgekehrt. Friede ist eine politische, keine waffentechnische Aufgabe.  ..<\/em><br>\n<em>Die Bundeswehr hat ihren Platz im Konzept gemeinsamer Sicherheit. Sie hat ausschlie&szlig;lich der Landesverteidigung zu dienen. Ihr Auftrag ist Kriegsverh&uuml;tung durch Verteidigungsf&auml;higkeit bei struktureller Angriffsunf&auml;higkeit. &hellip;<\/em><br>\n<em>Von deutschem Boden muss Frieden ausgehen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Es t&auml;te der SPD gut und es t&auml;te unserem Land gut und es t&auml;te Europa gut, wenn sich die SPD dieser programmatischen Texte erinnern w&uuml;rde. Daf&uuml;r spricht, dass die verschiedenen Milit&auml;reins&auml;tze zum Beispiel in Afghanistan &uuml;berhaupt nicht das gebracht haben, was sich die politischen Tr&auml;ger dieser Milit&auml;reins&auml;tze davon versprochen haben. Der Abzug entspricht ungef&auml;hr der Position, die die Linkspartei von Anfang an vertreten hat.<\/p>\n<p>Damit klar ist, wie gering letztlich die Unterschiede sind, sollen auch noch die entsprechenden Passagen der Linkspartei zitiert werden:<\/p>\n<p>Es ist ein Zitat aus dem <a href=\"http:\/\/www.wahlprogramme-vergleichen.unklarheiten.de\/?p=vergleich&amp;action=quellen&amp;thema=NATO&amp;programm=Bundestagswahl_2013\">Wahlprogramm der Linkspartei zur Bundestagswahl 2013<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wahlprogramme-vergleichen.unklarheiten.de\/?p=lesen&amp;satz=1531&amp;quelle=27\">#1531<\/a> &ndash; DIE&nbsp;LINKE setzt sich daf&uuml;r ein, alle unbemannten Kampfsysteme (bewaffnete Drohnen und Kampfroboter) im Rahmen einer internationalen Konvention (nach dem Vorbild des Streumunitions- oder des Biowaffenverbots) international zu &auml;chten.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wahlprogramme-vergleichen.unklarheiten.de\/?p=lesen&amp;satz=1532&amp;quelle=27\">#1532<\/a> &ndash; Wir fordern die Aufl&ouml;sung der NATO.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wahlprogramme-vergleichen.unklarheiten.de\/?p=lesen&amp;satz=1533&amp;quelle=27\">#1533<\/a> &ndash; Sie soll durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands ersetzt werden, das Abr&uuml;stung als ein zentrales Ziel hat.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wahlprogramme-vergleichen.unklarheiten.de\/?p=lesen&amp;satz=1534&amp;quelle=27\">#1534<\/a> &ndash; Unabh&auml;ngig von einer Entscheidung &uuml;ber den Verbleib Deutschlands in der NATO wird DIE&nbsp;LINKE daf&uuml;r eintreten, dass Deutschland aus den milit&auml;rischen Strukturen des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses austritt.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wahlprogramme-vergleichen.unklarheiten.de\/?p=lesen&amp;satz=1535&amp;quelle=27\">#1535<\/a> &ndash; DIE&nbsp;LINKE wird sich nicht an einer Regierung beteiligen, die Kriege f&uuml;hrt und Kampfeins&auml;tze der Bundeswehr im Ausland zul&auml;sst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Aussagen sind zwar h&auml;rter als jene im Grundsatzprogramm der SPD von 1989. Aber Welten liegen dazwischen nicht. Die aggressive Abgrenzung der SPD in dieser Frage von der Linkspartei kann man nur dann verstehen, wenn man in Rechnung stellt, dass die f&uuml;hrenden SPD-Leute die Geringf&uuml;gigkeit der Differenzen erkennen und im &uuml;brigen das schlechte Gewissen hart bis hin zur Aggressivit&auml;t pocht.<\/p>\n<p><strong>Nun zur fast schon kabarettreifen Darstellung der Differenzen innerhalb der Linkspartei:<\/strong><\/p>\n<p>In Anlage 1 ist ein Schreiben des Parteivorstands der SPD zitiert. Dort wird der Konflikt in der Linkspartei entsprechend beschrieben. Der Konflikt ist nicht zu leugnen, aber die Charakterisierung durch die SPD ist jenseits der Realit&auml;t und jenseits jeglicher Vernunft:<\/p>\n<p>Die Charakterisierung folgt der gleichen Melodie, die im Konflikt innerhalb der SPD anklingt bzw. in den letzten Jahrzehnten immer wieder an geklungen ist: die Opportunisten und Anpasser (im Osten) werden als Pragmatiker bezeichnet, die inhaltlich Orientierten im Westen als Sektierer. Dass die SPD in ihrem Schreiben ein Zitat von Gysi bringen kann, ist der Feindseligkeit dieses Spitzenkandidaten der Linkspartei gegen&uuml;ber Oskar Lafontaine zu danken. Diesen Konflikt gibt es. Es gibt das schlimme Zitat von Gysi. Aber dies sagt weniger &uuml;ber die reale Lage unter der F&uuml;hrung von Kipping und Riexinger als &uuml;ber die mangelnde Solidarit&auml;t und Einsicht des Pragmatikers Gysi.<br>\nJedenfalls ist dieser spezielle Ausfall des Faktorsvorsitzenden der Linkspartei kein Grund, die Verl&auml;sslichkeit eines potenziellen Koalitionspartners infrage zu stellen. &Auml;hnliche Ausf&auml;lle gab es fr&uuml;her massenhaft und gibt es sie heute noch zwischen Parteien die als ehrenwert betrachtet werden Wehner und Schmidt zum Beispiel sind &auml;hnlich aggressiv mit Brandt umgegangen und haben dennoch lustig weiter regiert.<\/p>\n<p><strong>Und jetzt noch zur angeblich mangelnden Verl&auml;sslichkeit in Sachen Euro in Europa:<\/strong><br>\nIch zitiere noch einmal das Schreiben des SPD Parteivorstandes:<\/p>\n<blockquote><p>\n<em>Diese Partei (die Linkspartei, d. Verf.) setzt nach wie vor auf nationalstaatliche L&ouml;sungen, vertritt linkspopulistische Forderungen, ist kritisch gegen Europa und nicht bereit, internationale Verantwortung zu &uuml;bernehmen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist ein Sammelsurium an Dummheiten und Unwahrheiten: Gysi hat im deutschen Bundestag mit die besten Reden zum Finanzpakt und Euro Rettungsschirm gehalten, Oskar Lafontaine, Wagenknecht, Michael Schlecht und andere haben immer wieder an die Regierenden appelliert, endlich L&ouml;sungen anzugehen, die die Wirtschaft und Gesellschaft s&uuml;deurop&auml;ischer Freunde nicht kaputtmachen. Die Austerit&auml;tspolitik, die die SPD und die Gr&uuml;nen mit gest&uuml;tzt haben, sind geradezu musterg&uuml;ltige Belege f&uuml;r die internationale Verantwortungslosigkeit dieser Parteien.\n<\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Anlage 1<\/strong><\/p><blockquote><p>\n<em>Von: Parteivorstand der SPD<\/em><\/p>\n<p><em>Gesendet: Montag, 23. September 2013 17:56<\/em><\/p>\n<p><em>An: H. M.<\/em><\/p>\n<p><em>Betreff: RE: Blo&szlig; keine gro&szlig;e Koalition!!!! Schickt Mutti nach Hause! Denkt mal an rot-rot-gr&uuml;n und packt die wirklichen Probleme an! Finanzkrise l&ouml;sen, soziale Gerechtigkeit herstellen!!!!<\/em><\/p>\n<p><em>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/em><\/p>\n<p><em>vielen Dank f&uuml;r Ihre E-Mail, die uns am 23.09.2013 erreicht hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Peer Steinbr&uuml;ck hat eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition f&uuml;r die gesamte n&auml;chste Legislaturperiode kategorisch ausgeschlossen. &bdquo;Die Linkspartei ist f&uuml;r die SPD nicht koalitionsf&auml;hig, weil diese Partei in wichtigen Politikfeldern v&ouml;llig indiskutable Positionen vertritt&ldquo;, sagte Steinbr&uuml;ck dem Berliner Tagesspiegel. &bdquo;Jetzt nicht und f&uuml;r die kommende Legislaturperiode nicht.&ldquo; Auch eine Duldung durch die Linkspartei komme f&uuml;r ihn nicht infrage. In dieser Frage ist sich die gesamte SPD-F&uuml;hrung einig.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch der amtierende Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer im Bundestag, Thomas Oppermann hat nochmal klargestellt: &bdquo;Das linke Lager ist wegen der Haltung der Linkspartei derzeit in der Tat zerstritten. Ich sehe keine M&ouml;glichkeit, mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten und eine Regierung zu bilden. Diese Partei setzt nach wie vor auf nationalstaatliche L&ouml;sungen, vertritt linkspopulistische Forderungen, ist kritisch gegen Europa und nicht bereit, internationale Verantwortung zu &uuml;bernehmen. Wir haben vor der Wahl eine Koalition mit den Linken ausgeschlossen. Das gilt auch nach der Wahl.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit dieser Linkspartei kann man Deutschland nicht regieren. Sie hat einen pragmatischen Teil im Osten, mit dem die SPD auch gut zusammenarbeitet, und einen Teil im Westen, der aus Sektierern besteht. Diese beiden Teile hassen sich &ndash; so die Worte vom Fraktionsvorsitzenden der Linken Gregor Gysi selbst! Die SPD w&uuml;sste nie, welcher Teil der Linkspartei gerade die Oberhand hat und ob Absprachen eigentlich morgen noch gelten. Die Linkspartei muss sich deshalb entscheiden, welche Partei sie sein will. Erst dann k&ouml;nnen wir einsch&auml;tzen, ob sie als Koalitionspartnerin auf Bundesebene taugt.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist aber auch nicht so, dass die SPD eine Zusammenarbeit mit der Linken ganz grunds&auml;tzlich und f&uuml;r alle Zeiten ausgeschlossen hat. Auf L&auml;nderebene funktioniert die Zusammenarbeit, z.B. in Brandenburg, ja sehr gut. <\/em><\/p>\n<p><em>Es wird in Zukunft wichtig sein, gemeinsame Projekte zu definieren. Der Ball liegt dabei im Feld der Linkspartei. Sie muss zeigen, dass sie auch au&szlig;enpolitisch Verantwortung &uuml;bernehmen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>F&uuml;r diese Bundestagswahl ist es aber v&ouml;llig klar: Wir wollen und k&ouml;nnen nicht mit der Linken eine Koalition bilden.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en aus dem Willy-Brandt-Haus<\/em><\/p>\n<p><em>A.-Chr.W.<\/em><br>\n<em>SPD-Parteivorstand<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitglieder und Anh&auml;nger von SPD und Gr&uuml;nen t&auml;ten gut daran, sich um die weitere Entwicklung und Entscheidungen dieser Parteien zu k&uuml;mmern und auch zu intervenieren, wenn sie eine M&ouml;glichkeit dazu sehen. Ich m&ouml;chte deshalb einfach ein paar Beobachtungen hintereinander reihen, die f&uuml;r Sie von Interesse sein k&ouml;nnten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,194,191,11,190],"tags":[714,489,246,452,252,255],"class_list":["post-18758","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-gruene","category-spd","category-strategien-der-meinungsmache","category-wahlen","tag-fischer-joschka","tag-fremdbestimmung","tag-linke-mehrheit","tag-linksrutsch","tag-steinmeier-frank-walter","tag-wahlanalyse"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18758"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18758\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18762,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18758\/revisions\/18762"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}