{"id":18775,"date":"2013-09-27T08:39:50","date_gmt":"2013-09-27T06:39:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775"},"modified":"2013-09-27T08:39:50","modified_gmt":"2013-09-27T06:39:50","slug":"hinweise-des-tages-1975","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h01\">Nach der Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h02\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h03\">FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h04\">Syrien <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h05\">Umdenken bei der EU-Budget-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h06\">IWF r&auml;t Eurozone zu mehr gemeinsamer Haftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h07\">Die M&auml;r von der Enteignung der Sparer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h08\">US-Notenbank pr&uuml;ft verd&auml;chtige Millisekunden-Deals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h09\">Privatisierung hat Folgen: Sinkende Auszahlungen in der privaten Altersversorgung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h10\">Wir sind die 1% und sagen: Danke!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h11\">Streit &uuml;ber Irans Atomprogramm: Netanjahu kontert Rohanis Charmeoffensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h12\">Die Bildungswende mit oder ohne Staat?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h13\">Unsere Medien: Jederzeit offen und ausgewogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775#h14\">Zu guter Letzt: Cartoons zur Koalitionsfrage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18775&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach der Wahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Angela Merkels D&auml;monisierung: Die Schwarze Witwe<\/strong><br>\nEben war Angela Merkel noch &ldquo;Mutti&rdquo;, die alle mit ihrem Wischiwaschi-Wahlkampf langweilte, nun ist sie pl&ouml;tzlich die eiskalte Killerin mit dem Spinnenl&auml;cheln. Was kommt als N&auml;chstes? Angela Honecker? Mao Merkel?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fleischhauer-kolumne-die-daemonisierung-der-angela-merkel-a-924708.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da h&auml;tte Jan Fleischhauer aber besser recherchieren sollen. Der erste Journalist, der Merkel als &bdquo;schwarze Witwe&ldquo; bezeichnet hat, war sein Kollege Christoph Schwennicke &ndash; und dies, man h&ouml;re und staune, bereits am 20. September 2009. Seltsam, dass sich Kolumnist Fleischhauer damals nicht aufgeregt hat. Kann das etwas damit zu tun haben, dass es 2009 um die &bdquo;gute&ldquo; FDP und jetzt um die &bdquo;b&ouml;se&ldquo; SPD geht? Der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/merkel-und-die-fdp-die-schwarze-witwe-a-656141.html\">gleichnamige Artikel<\/a> ist &uuml;brigens h&ouml;chst am&uuml;sant zu lesen, wenn man &bdquo;FDP&ldquo; durch &bdquo;SPD&ldquo; ersetzt und auf die aktuelle Situation &uuml;bertr&auml;gt. Viel hat sich nicht ge&auml;ndert. Und ganz nebenbei: Der Personenkult um Merkel, den vor allem Medien wie SPIEGEL Online veranstalten, erinnert doch schon sehr an &bdquo;Mao Merkel&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Merkel hat links &uuml;berholt&ldquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsfl&uuml;gel der CDU ist jetzt gefordert, damit die neue Regierungskoalition nicht zu weit nach links abdriftet, meint &Ouml;konom Thomas Straubhaar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!124403\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.B.:<\/strong> Es ist v&ouml;llig irre. Hunderte von Milliarden ins &ldquo;Bankenretten&rdquo;, die L&ouml;hne werden gedr&uuml;ckt auf Teufel komm raus, es ist rein gar nichts passiert, um die Banken wieder zu regulieren, und die Kreditblase ist inzwischen wieder gr&ouml;sser als vor der Lehmann-Pleite. Und da faselt dieser &ldquo;Wirtschaftsexperte&rdquo; etwas davon, wie angeblich links Merkel sei. Manchmal fragt man sich, ob solche Leute sich &uuml;berhaupt selbst zuh&ouml;ren, oder ob sie nach jedem Satz sich erneut in Ayn Rands Werk vertiefen und das Mantra der &Ouml;sterreichischen Schule rezitieren &ndash; vermutlich mit dem Oberk&ouml;rper hin und her wippend, auf den Knien, den Kopf and&auml;chtig gesenkt. Wie sonst sollte eine derartige Weltfremdheit erkl&auml;rbar sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalitionsangebot: Linke dr&auml;ngt Rot-Gr&uuml;n zum gemeinsamen Mitgliederentscheid<\/strong><br>\nDie Linke lockt SPD und Gr&uuml;ne mit einem neuen Angebot. Sie schl&auml;gt ein Votum an der Basis aller drei Parteien vor: Die Mitglieder sollten entscheiden, ob sie Rot-Rot-Gr&uuml;n wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/koalitionsangebot-linke-draengt-rot-gruen-zu-mitgliederentscheid-a-924582.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.B.:<\/strong> Eine pfiffige Idee zur rechten Zeit. So gef&auml;llt mir das. Abgesehen davon, dass es immer Seeheimer gibt, die nach Minister&auml;mtern gieren, scheint mir eine Minderheitsregierung der Union gar nicht &uuml;bel zu sein. Die SPD und die Gr&uuml;nen brauchten sich nicht unterbuttern zu lassen, und sie w&auml;ren auch nicht in toto mitverantwortlich. Sie k&ouml;nnten differenzieren, &ldquo;Vernunft beweisen&rdquo; und hier oder da eben auch nein sagen. Sie k&ouml;nnten eigene konstruktive Vorschl&auml;ge einbringen. Und wenn sich die Opposition au&szlig;erdem quer verst&auml;ndigte, dann erg&auml;ben sich noch ganz andere Perspektiven, im theoretischen Grenzfall bis hin zum Misstrauensvotum. Gr&uuml;nde daf&uuml;r g&auml;be es genug, z. B. NSA etc., oder die EU-Politik der CDU. Also: warum eigentlich nicht? Die Isolierung der Linken und das Verschweigen der wahren Gr&uuml;nde hierf&uuml;r scheint im au&szlig;enpolitischen Bereich zu liegen. Das hei&szlig;t in der europ&auml;ischen Unterordnung unter die US-amerikanische Au&szlig;enpolitik, einschlie&szlig;lich der bellizistischen Projekte. Wer sich zu dieser Politik quer stellt, der kommt unter Druck, &uuml;berall. Ich vermute: das ist es.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Jenseits des &bdquo;Gro&szlig;en &Uuml;bels&ldquo;: Wie SPD und Gr&uuml;ne im neuen Bundestag das Land reformieren k&ouml;nnten, ohne mit der Union zu koalieren<\/strong><br>\nDas Anliegen dieses Artikels soll es sein, angesichts des Ergebnisses der Bundestagswahl einen Fall zu beleuchten, der bisher in den Medien fast nicht diskutiert wurde, gleichwohl aber eine reale Option bei eben diesem Wahlergebnis ist: Der Fall einer Unions-Minderheitsregierung, kurz und hoffentlich verst&auml;ndlich dargestellt. Diese Option wird bei der SPD Parteilinken und von vielen Jusos zunehmend ernsthaft &uuml;berdacht.<br>\nBeginnend von einer Analyse des Wahlergebnisses und dessen Implikationen ist es dem Autor ein Anliegen, den Prozess der Bildung einer Minderheitsregierung zu skizzieren, um dann anschlie&szlig;end einige Betrachtungen &uuml;ber F&uuml;r und Wider eines solchen Kurses, speziell aus Sicht der SPD, anzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/127957\/jenseits-des-grossen-uebels-wie-spd-und-gruene-im-neuen-bundestag-das-land-reformieren-koennten-ohne-mit-der-union-zu-koalieren\">Der Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nichtw&auml;hler haben keine Wahl<\/strong><br>\nIch werde nicht w&auml;hlen, sagte mir ein Bekannter vor der Bundestagswahl. Er w&uuml;sste nicht, was ihm das bringen sollte, erkl&auml;rte er mir in trockenem Ton. [&hellip;] Das deckt sich mit Zahlen, die das Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung vor einiger Zeit ver&ouml;ffentlichte. Nichtw&auml;hler geh&ouml;ren demnach verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig oft den unteren Schichten an, verdienen weniger als Menschen aus der Mittelschicht und haben einen niedrigeren Schulabschluss. Die Wahlbereitschaft sank zwar in den letzten Jahren in allen gesellschaftlichen Gruppen. Im Prekariat sank sie allerdings besonders stark. Fast 60 Prozent der Nichtw&auml;hler kommen aus den zwei unteren F&uuml;nfteln der Einkommensstatistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/834319.nichtwaehler-haben-keine-wahl.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zielgruppen vorhanden, Vertrauen verschwunden<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem SPD-Experten Uwe Jun &uuml;ber die Glaubw&uuml;rdigkeit der Partei<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/politikum\/s\/d\/25.09.2013-19.05\/b\/zielgruppen-vorhanden-vertrauen-verschwunden.html\">WDR5<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Zum Beitrag von Albrecht M&uuml;ller <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18758\">&ldquo;F&uuml;r Anh&auml;nger der SPD und der Gr&uuml;nen folgen ein paar Hinweise auf seltsame Vorg&auml;nge, vor allem auf die fortw&auml;hrenden Versuche der Fremdbestimmung&rdquo;<\/a>: Ihrer Aussage &bdquo;Wenn Versagen nicht sanktioniert wird, wenn sogar fortgesetztes und wegen erkennbar falscher Strategien mutwillig zu nennendes Scheitern nicht bestraft wird, dann wird sich die Lage der SPD nie wieder verbessern&ldquo;, stimme ich ausdr&uuml;cklich zu! Doch leider gibt es sogenannte &ldquo;SPD-Experten&rdquo;. Z.B. r&auml;t ein Professor f&uuml;r Regierungslehre, Uwe Jun, auch zuk&uuml;nftig zum Schr&ouml;der-Kurs, eine Mehrheit der SPD-W&auml;hlerschaft w&uuml;rde die Agenda-Politik akzeptieren. Es ist schon erstaunlich, die Unlogik eines Politik-Professors nachzuvollziehen. Zwar habe die Partei einen Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust erlitten, dennoch warnt er vor einer Koalition mit den Linken und pl&auml;diert f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition mit der &ldquo;deutlich gewandelten&rdquo; Kanzlerin. Langfristig k&ouml;nne die SPD wieder auf 40 Prozent kommen. Auch warnt Jun vor &ldquo;Umverteilungsorgien&rdquo;, die die Mittelschichten belasteten. Aber ich m&ouml;chte hier den ganzen Quatsch nicht referieren, h&ouml;ren Sie es sich bitte selber an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Genossen im Dilemma<\/strong><br>\nAm Freitag trifft sich die SPD zu ihrem Konvent. Der soll entscheiden, ob die Sozialdemokraten unter Angela Merkel mitregieren wollen. An der Basis w&auml;chst der Widerstand gegen die Gro&szlig;e Koalition. Doch nichts zu tun ist f&uuml;r die Parteispitze auch keine Option. Neben Nordrhein-Westfalen gehen auch Bremen, Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz auf die Barrikaden. Bayerns SPD-Chef Florian Pronold fordert, anders als Kraft, &ldquo;zwingend eine Mitgliederbefragung&rdquo;. Der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel steht vor einer h&ouml;chst komplizierten Aufgabe. Er muss seine Basis befrieden und trotzdem ganz dezent m&ouml;gliche Machtoptionen erkunden. Und zwar so, dass weder die Genossen Verrat wittern noch die Union auf den Gedanken kommt, die Sozialdemokraten seien geschw&auml;cht und lie&szlig;en sich &uuml;ber den Tisch ziehen. Auch auf Neuwahlen darf die SPD nicht setzen. Die in den letzten Wochen medial maximal genervten W&auml;hler w&uuml;rden den Sozialdemokraten die Schuld f&uuml;r einen erneuten Wahlgang in die Schuhe schieben und entsprechend abstimmen. Zudem w&auml;re zu bef&uuml;rchten, dass FDP und AfD es ins Parlament schaffen. Dann k&ouml;nnten einige der 192 SPDler ihre Abgeordnetenb&uuml;ros gleich wieder r&auml;umen. Bleibt nur die Gro&szlig;e Koalition. Aber wie soll die SPD-F&uuml;hrung die hinkriegen, ohne von ihren Mitgliedern blamabel zur&uuml;ckgepfiffen zu werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F09%2F26%2Fa0082&amp;cHash=900157940c83eb687974ffbc384f6034\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bleibt nur die Gro&szlig;e Koalition? Warum? Dar&uuml;ber l&auml;sst sich die taz nicht aus. Sie schreibt doch selbst: &ldquo;Viele erinnern sich noch zu gut an die Wahlklatsche 2009 nach vier Jahren Gro&szlig;er Koalition. Die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer, die Rente mit 67, die F&ouml;deralismusreform hatten CDU und SPD zwar gemeinsam beschlossen. Geb&uuml;&szlig;t hat jedoch nur die SPD: Absturz von 34 auf 23 Prozent. Ein Trauma.&rdquo; In der Tat. Vor allem sollte die SPD bedenken, dass es nicht nur darum geht, das eigene Programm in die Koalition einzubringen. Die verz&ouml;gerte &ldquo;Euro&rdquo;-Krise wird n&auml;chstes oder &uuml;bern&auml;chstes Jahr mit voller Wucht aufschlagen und die SPD wird dann viele un&uuml;bersehbar folgenreiche Entscheidungen mittragen oder auch nicht. Selbst ein Ausscheiden aus der Koalition &uuml;ber solche Entscheidungen k&ouml;nnte ihr zum Schaden gereichen. &ndash; Aber Skepsis ist angebracht, dass diese SPD so klug ist, sich der Macht zu enthalten. Als Frank-Walter Steinmeier, der als Bundeskanzleramtschef f&uuml;r die Agenda 2010 und f&uuml;r die Versch&auml;rfung der Vorschl&auml;ge der Hartzkommission nicht nur mitverantwortlich war, sich mit einer solchen Selbstverst&auml;ndlichkeit zum Fraktionsvorsitzenden k&uuml;ren lassen konnte, war klar:  Die Basis hat sich im Wahlkampf den Arsch aufgerissen, &ldquo;damit irgendwelche Leute sp&auml;ter mit dicken Dienstwagen herumfahren d&uuml;rfen.&rdquo; &ndash; (Mir ist zum Kotzen)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>FDP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie FDP-Mitarbeiter jetzt noch ihr Gehalt aufbessern<\/strong><br>\nAllein im Wirtschaftsministerium beanspruchen zehn FDP-Leute Spitzenjobs: So steigen sowohl der B&uuml;ro- wie der Planungsstabsleiter von Ex-Fraktionschef Rainer Br&uuml;derle (68) dort als Unterabteilungsleiter (B6, 9000 Euro brutto) wieder ein.<br>\nAu&szlig;erdem kehren vier weitere enge Br&uuml;derle-Mitarbeiter als Referatsleiter (6000-6500 Euro) ins Ministerium zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/fdp\/operation-abendsonne-32557266.bild.html\">bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon w&auml;hrend ihrer Zeit in der Regierung hat die FDP den Staat als Selbstbedienungsladen genutzt, um FDP-Getreue mit hochdotierten Jobs <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politisches-Geschachere\/!85769\/\">zu versorgen<\/a>. Besonders zynisch f&uuml;r diese Partei, die doch st&auml;ndig f&uuml;r B&uuml;rokratieabbau und f&uuml;r den R&uuml;ckbau des Staates agierte, ist es jetzt, dass diese Partei selbst noch nach ihrer Abwahl noch als Versorgungsanstalt f&uuml;r Parteimitglieder betrachtet. &bdquo;Sp&auml;tr&ouml;mische Dekadenz&ldquo; hat Westerwelle die Versorgungsmentalit&auml;t kritisiert. Er hat damit offenbar, das Verhalten seiner Parteifreunde ziemlich gut beschrieben.<br>\nAuch FDP-Generalsekret&auml;r wird nicht arbeitslos, er kehrt in die Versicherungswirtschaft <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/patrick-doering\/kehrt-zu-versicherung-zureuck-32559220.bild.html\">zur&uuml;ck<\/a>, wof&uuml;r er auch in seinem politischen Amt schon immer gearbeitet hat.<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt: <strong>FDP-Chef Hahn tritt zur&uuml;ck &ndash; Rentsch steht bereit <\/strong><br>\nDas Wahldebakel der hessischen Liberalen hat Konsequenzen: Nach einer Krisensitzung k&uuml;ndigte FDP-Chef J&ouml;rg-Uwe Hahn seinen R&uuml;ckzug an. Wirtschaftsminister Florian Rentsch zeigt sich bereit, den Vorsitz der hessischen FDP zu &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/specials\/landtagswahl-hessen\/index.jsp?key=standard_document_49689271&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=77973&amp;jm=1&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/2013_09\/130924194204_hs_wahl_13364\">hronline.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.E.:<\/strong> Das ist schon mehr als dreist: Den R&uuml;cktriff des Vorstandes zu fordern (dem man selbst als stellvertretender Vorsitzender angeh&ouml;rt), um dann eine Sekunde sp&auml;ter (nach ausgiebiger Zerknirschung) karrierebewusst f&uuml;r den Vorsitz zu kandidieren&hellip;<br>\nDas ist Verantwortungs&uuml;bernahme a la Rentsch. Herr Rentsch ist &uuml;brigens derjenige, der kurz vor der Hessenwahl Warnschilder vor Radaranlagen aufbauen lie&szlig;, um der unversch&auml;mten &ldquo;Abzocke&rdquo; des Staates zu begegnen. Er ist auch jener, der der privaten EBS Universit&auml;t eine millionenschwere F&ouml;rderung angedeihen lie&szlig;, w&auml;hrend die staatlichen Hochschulen massive K&uuml;rzungen hinzunehmen hatten. Die Rentsch-Kandidatur verspricht jetzt einen wahrlich gelungenen Neuanfang!<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Neuer Liberalismus: Drei Fragen f&uuml;r die FDP<\/strong><br>\nKann die FDP diese Krise &uuml;berleben? Die Wahlkatastrophe ist weit mehr als ein Problem des Spitzenpersonals. Eine Ursache war auch das Festhalten an l&auml;ngst bankrotten Denkmodellen. Jetzt muss die Partei Antworten finden &ndash; damit sie nicht f&uuml;r immer verschwindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wolfgang-muenchau-was-die-fdp-nach-der-wahl-machen-muss-a-924443.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<li><strong>Zerfallsprozesse der Liberalen<\/strong><br>\nDie FDP regiert nicht mehr und die Piraten werden (fast) versenkt. Doch w&auml;hrend der organisierte Liberalismus in Deutschland schon immer sehr labil war, ist die Sehnsucht nach Liberalit&auml;t noch gewachsen.<br>\nEin Tweet von Frank Schirrmacher (geschrieben vor 9 Monaten!) brachte es auf den Punkt: &bdquo;Die einen st&uuml;rzen von 14% auf 4% und regieren, die anderen st&uuml;rzen von 14% auf 4% und resignieren.&ldquo;<br>\nGemeint waren die beiden &sbquo;gro&szlig;en&rsquo; liberalen Parteien, die FDP und die Piraten, die nahezu gleichzeitig in den Umfragen verloren und einen grandiosen Absturz von 28 auf 8 Prozent hinlegten. Doch das war vor der Niedersachsenwahl, also vor dem 20. Januar 2013.<br>\nUnd nun? Ist jetzt alles anders? Nein, es ist alles noch ein wenig schlimmer geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/64688\/zerfallsprozesse-der-liberalen\/\">Carta<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrien <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>IMI-Studie: Imperialer Neoliberalismus: Syrien und die Europ&auml;ische Nachbarschaftspolitik<\/strong><br>\nF&uuml;r einigen Wirbel &ndash; und berechtigte Emp&ouml;rung &ndash; sorgte Ende Mai 2012 die Meldung, die westlichen Vorbereitungen f&uuml;r einen marktliberalen Umbau Syriens nach dem Sturz des Pr&auml;sidenten Baschar al-Assad seien bereits auf Hochtouren angelaufen, wobei Deutschland eine F&uuml;hrungsrolle einnehme. &Uuml;berraschen kann dies allerdings kaum: Schlie&szlig;lich bewegen sich die westlichen Staaten hier auf bekannten und bereits ausgetretenen Pfaden: Seit vielen Jahren hat die Europ&auml;ische Union im Rahmen ihrer Nachbarschaftspolitik die Agenda des bereits unter Assad begonnenen Liberalisierungskurses ma&szlig;geblich mitbestimmt und dessen Umsetzung mittels F&ouml;rdergelder und Implementierungsprojekten massiv unterst&uuml;tzt. Wie sich nun jedoch abzeichnet, soll der neoliberale Umbau des Landes k&uuml;nftig nicht nur ungebrochen fortgesetzt, sondern wom&ouml;glich sogar beschleunigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/IMI-Studie2012-12_web.pdf\">Informationsstelle Militarisierung [PDF &ndash; 375 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin K.S.:<\/strong> Eine Zusammenfassung, wie und warum es zum Syrien-Krieg gekommen ist und wer die Schuldigen sind. Die Studie ist von 2012 und zeigt die Entwicklungen bis heute. Ein Krieg, der geplant war&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>K&auml;mpfende M&auml;chte<\/strong><br>\nBerlin fordert eine rasche Entscheidung &uuml;ber die n&auml;chsten Schritte zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffenbest&auml;nde. Wie Au&szlig;enminister Guido Westerwelle verlangt, m&uuml;sse ein entsprechender Beschluss noch diese Woche gefasst werden. Die Bundesrepublik will sich nach wie vor umfassend an der Giftgasvernichtung beteiligen. Jenseits davon gehen die Berliner Chancen, ma&szlig;geblich Einfluss auf die Neuordnung Syriens zu nehmen, gegenw&auml;rtig eher zur&uuml;ck. Die Aufr&uuml;stung der Aufst&auml;ndischen ist von der Bundesregierung im Rahmen der innerwestlichen Arbeitsteilung anderen M&auml;chten &uuml;berlassen worden; zurzeit tun sich damit vor allem die USA und Frankreich hervor. Die Versuche, durch Wiederaufbau-Ma&szlig;nahmen im Rebellengebiet Sympathien zu gewinnen, stehen vor dem Scheitern: Antiwestliche islamistische Milizen erstarken; rund 50.000 meist salafistische K&auml;mpfer haben sich von der Exilopposition losgesagt, &uuml;ber die Berlin sich eine starke Stellung in Syrien verschaffen wollte. Die internationale Entwicklung wird von Verhandlungen zwischen den USA und Russland dominiert, die im Medium des Syrien-Krieges ihre weltpolitischen Machtk&auml;mpfe fortsetzen. Das Pl&auml;doyer deutscher Regierungsberater, gegebenenfalls Bundeswehr-Soldaten nach Syrien zu entsenden, tr&auml;gt dem bef&uuml;rchteten deutschen Einflussverlust Rechnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58697\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umdenken bei der EU-Budget-Politik<\/strong><br>\nBut Europe&rsquo;s current method for calculating the structural deficit has determined that much of the budget deficits seen in the bloc&rsquo;s weakest economies are structural, or built-in,not cyclical. That means they will persist even after the economy has returned to full strength. So austerity measures&mdash;spending cuts or higher taxes&mdash;are required.<br>\nThe calculation is based on the commission&rsquo;s finding that even some of the bloc&rsquo;s weakest economies are operating relatively close to full capacity, which many of those countries dispute. They argue that the difference between the current state of the economy and full capacity is significantly larger than the commission&rsquo;s estimates.<br>\nFor example, the latest commission estimate is that the Spanish gap is just 4.6% of gross domestic product, despite nearly 27% of Spain&rsquo;s labor force being officially unemployed.<br>\nThe reason is a set of fairly grim assumptions about Spain&rsquo;s labor market. The commission believes that the &ldquo;natural&rdquo; rate of unemployment&mdash;if the Spanish economy were operating at full potential&mdash;is 23%.<br>\nA group of countries led by Spain argued this made little sense and should be changed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424127887324492604579084744281453818.html\">The Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Ein unverhofftes Schlaglicht auf das &bdquo;Paralleluniversum&ldquo; (Wolfgang Sch&auml;uble), in dem sich die Bundesregierung und die Europ&auml;ische Kommission befinden, wirft dieser Artikel im Wall Street Journal vom 19.09.2013.<br>\nHintergrund ist die Berechnung des sog. strukturellen Defizits, das laut Grundgesetz in Deutschland nicht mehr als 0,35 % und auf Grund des Europ&auml;ischen Fiskal- und Stabilit&auml;tspakts in Unterzeichnerstaaten nicht mehr als 0,5 % des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts betragen darf.<br>\nDas strukturelle Defizit ist konzeptionell der Teil des Defizits, der nach Abzug des konjunkturell bedingten Anteils &uuml;brigbleibt. Der konjunkturell bedingte Anteil wiederum h&auml;ngt davon ab, wie gro&szlig; der Abstand der jeweiligen Volkswirtschaft zur sog. &bdquo;Vollauslastung&ldquo; ist. Sogenannt deshalb, weil es sich bei der zu Grunde gelegten Vollauslastung nicht um einen empirischen Befund, sondern um eine definitorische Setzung (bei Gesetzen spricht man von einem &bdquo;normativen Begriff&ldquo;) handelt.<br>\nHauptkriterium f&uuml;r Vollauslastung in diesem Sinne ist die Erreichung eines definierten inflationsneutralen Stands der Arbeitslosigkeit.<br>\nWie der Artikel enth&uuml;llt, geht die f&uuml;r die Berechnung des strukturellen Defizits im Rahmen des Fiskalpakts zust&auml;ndige Europ&auml;ische Kommission in einer vom Autor als &bdquo;obskur&ldquo; bezeichneten Berechnung davon aus, dass die spanische Wirtschaft bei einer Arbeitslosenquote von 23 % Vollauslastung erreiche, weshalb bei einer derzeitigen Quote von ann&auml;hernd 27 % der &uuml;berwiegende Anteil des spanischen Haushaltsdefizits strukturell bedingt sei, woraus die Notwendigkeit weiterer Ma&szlig;nahmen zur Haushaltskonsolidierung, sprich Austerit&auml;t, folge.<br>\nDie Tatsache, dass von derartigem Unsinn, gegen den sich Spanien nun zu wehren versucht, das Schicksal der spanischen Wirtschaft abh&auml;ngen soll, ist dabei nur die offenkundige Seite des Skandals.<br>\nDie tiefer liegende Seite des Skandals ist, dass mit der Einf&uuml;hrung des Begriffs des strukturellen Defizits im Grundgesetz und im Fiskalpakt dem deutschen Finanzministerium und der Europ&auml;ischen Kommission die Kontrolle &uuml;ber den zur Verf&uuml;gung stehenden Ausgabenrahmen der jeweiligen Staaten de facto  &uuml;bertragen wurde. Wie der Fall Spanien eindringlich zeigt, ist die Definitionsmacht beider Instanzen praktisch unbegrenzt, ohne dass eine f&ouml;rmliche politische oder juristische Kontrolle oder auch nur irgendein Grad an Transparenz und Nachvollziehbarkeit vorgesehen w&auml;re. In demokratischen Zeiten nannte man so etwas Willk&uuml;r.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IWF r&auml;t Eurozone zu mehr gemeinsamer Haftung<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat den L&auml;ndern der Eurozone davon abgeraten, Kosten m&ouml;glicher k&uuml;nftiger Krisen weiterhin im Nachhinein zu vergemeinschaften. Billiger w&auml;re es nach seiner Einsch&auml;tzung, w&uuml;rden sich die L&auml;nder vorab zu einer gewissen gemeinsamen Haftung f&uuml;r Risiken verpflichten.<br>\nNach Berechnungen des IWF haben die europ&auml;ischen &ldquo;Geberl&auml;nder&rdquo; seit Beginn der Krise den &ldquo;Nehmerl&auml;ndern&rdquo; Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien j&auml;hrlich zwischen 45 und 76 Milliarden Euro &ldquo;r&uuml;bergeschoben&rdquo;. &Uuml;ber den gesamten Zeitraum waren es 227 Milliarden aus den Rettungsfonds ESM, EFSF und EFSM sowie zus&auml;tzlich 1.200 Milliarden Euro von Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) und Forderungen im Rahmen des Zahlungsystems Target2.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424052702304526204579096960902337326.html\">The Wall Street Journal<\/a>\n<p>Dazu: <strong>IWF fordert umfassendere Krisenabwehr in Euro-Zone<\/strong><br>\nKonkret schl&auml;gt der Fonds ein Konzept aus vier Kernelementen vor. So fordert er eine bessere Finanzaufsicht und wirksamere Anreize f&uuml;r mehr Haushaltsdisziplin in den Staaten. Zweites Element sind Formen einer gemeinsamen Absicherung gegen Risiken. Als Optionen nennen die IWF-Experten einen gemeinsamen Hilfsfonds f&uuml;r L&auml;nder in Not, eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung oder auch ein eigenes Budget f&uuml;r den Euro-Raum. Gespeist werden k&ouml;nnte eine solche Absicherung mit j&auml;hrlichen Finanzbeitr&auml;gen der L&auml;nder von eineinhalb bis zweieinhalb Prozent der Wirtschaftsleistung, wie die Vize-Chefin der Europaabteilung des Fonds, Celine Allard, erkl&auml;rte &hellip;<br>\nDas dritte eher langfristig geforderte Element ist eine zentrale Kreditaufnahme der Euro-Zone, sprich Eurobonds. Mit diesen Krediten k&ouml;nnte die Euro-Zone Instrumente zur Risikoabsicherung finanzieren &hellip;<br>\nDagegen h&auml;lt er das vierte Element seines Konzepts f&uuml;r dringend umsetzungsbed&uuml;rftig: den Aufbau eines Sicherheitsnetzes f&uuml;r Euro-Banken. Die Absicherung gegen Banken-Zusammenbr&uuml;che sollte die Branche im Wesentlichen selbst finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE98O04520130925\">Reuters<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die M&auml;r von der Enteignung der Sparer<\/strong><br>\nDas musste ja so kommen. In ihrem Global Wealth Report rechnet die Allianz aus, dass die deutschen Haushalte durch die Niedrigzinspolitik 5,8 Milliarden Euro im Jahr verlieren. Die FAZ nahm das erwartungsgem&auml;&szlig; zum Anlass, sich &uuml;ber das Los der Sparer in Zeiten niedriger Zinsen zu beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/09\/25\/die-mar-von-der-einteignung-der-sparer_6546\">Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-Notenbank pr&uuml;ft verd&auml;chtige Millisekunden-Deals<\/strong><br>\nSieben Millisekunden haben &uuml;ber 800 Millionen Dollar entschieden. In Chicago reagierten B&ouml;rsenh&auml;ndler auf den j&uuml;ngsten Zinsbeschluss der US-Notenbank schon, als die Information offiziell noch auf dem Weg zu ihnen war. Wer preschte da vor?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/us-zentralbank-fed-prueft-verdaechtige-deals-nach-zinsentscheid-a-924469.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein Beispiel daf&uuml;r, dass die B&ouml;rsenkurse mit der realen Wirtschaft kaum etwas zu tun haben, hier wird nichts produziert oder auch wirklich etwas investiert, sondern sie werden einzig und allein gesteuert, dass die K&auml;ufer auf und abspringen &ndash; wom&ouml;glich noch ohne menschliches Zutun durch sog. Hochleistungsrechner.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Privatisierung hat Folgen: Sinkende Auszahlungen in der privaten Altersversorgung<\/strong><br>\nStolz meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in dieser Woche: &bdquo;Versicherungsleistungen steigen auf Rekordniveau!&ldquo; Was die Lebensversicherung anbelangt, den bedeutsamsten und gr&ouml;&szlig;ten Versicherungszweig, f&uuml;hrt dies auf die falsche F&auml;hrte: Hier sind die ausgezahlten Gelder im vergangenen Jahr um &uuml;ber 9 Milliarden Euro gefallen: von 85,0 Mrd. Euro (2011) auf 75,7 Mrd. Euro (2012). Und das liegt nicht an der anhaltenden Niedrigzinsphase, der Finanzkrise oder sinkenden Verkaufszahlen in diesem Versicherungszweig. Vermutlich sind es die ersten Auswirkungen eines fundamentalen Umbaus in der Altersvorsorge, der seit der Riester-Reform staatlich gef&ouml;rdert wird: die klassische Lebensversicherung ist ein Auslaufmodell, wird seit Jahren nicht mehr aktiv verkauft. Statt dessen private Rentenversicherungen wie Riester, R&uuml;rup &amp; Co. Die werden aber bei Rentenbeginn nicht mehr (oder nur mit Hindernissen) voll ausgezahlt, sondern nur in schmalen H&auml;ppchen lebenslang zugeteilt.<br>\nFolge: Das Geld der Kunden bleibt &uuml;ber einen wesentlich l&auml;ngeren Zeitraum bei den Lebensversicherern gebunkert. Die monatlichen Renten hingegen fallen aufgrund unrealistischer Annahmen &uuml;ber die Lebenserwartung sehr niedrig aus. Und werden die Kunden nicht so alt wie prognostiziert, machen sie (bzw. ihre Erben) mit den neuen Produkten ein sattes Verlustgesch&auml;ft. F&uuml;r viele wohl der Normalfall.<br>\nFazit: Schon bei der fr&uuml;her verkauften Kapitallebensversicherung erhielten nur die wenigsten Kunden die versprochene Ablaufsumme. Das Landgericht Hamburg sprach in diesem Zusammenhang bereits 1983 von &bdquo;legalem Betrug&ldquo; (Az. 74047\/83). Um wie viel ungewisser und in den meisten F&auml;llen f&uuml;r den Kunden noch schlechter sind da wohl die Leistungen der neuen Rentenprodukte?<br>\nQuelle: Newsletter von <a href=\"http:\/\/www.vorsorgeluege.de\">www.vorsorgeluege.de<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Riester &uuml;ber Riester-Rente: &bdquo;Es gibt nichts Besseres&ldquo;<\/strong><br>\nMit Peter Hartz teilt Walter Riester das Schicksal, dass sein Name f&uuml;r ein umstrittenes Reformprojekt der damaligen rot-gr&uuml;nen Bundesregierung steht. Als Bundesarbeitsminister sorgte er vor zehn Jahren daf&uuml;r, dass die staatlich gef&ouml;rderte Altersvorsorge eingef&uuml;hrt wurde. Mittlerweile wurden mehr als 15 Millionen Riester-Vertr&auml;ge abgeschlossen. Aus Anlass seines 70. Geburtstags, den er in seinem Haus in &Ouml;sterreich verbringt, h&auml;lt der fr&uuml;here Gewerkschafter im Gespr&auml;ch mit GDV.DE ein flammendes Pl&auml;doyer auf die nach ihm benannte Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gdv.de\/2013\/09\/es-gibt-nichts-besseres\/\">gdv.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wir sind die 1% und sagen: Danke!<\/strong><br>\nDas beste Ergebnis f&uuml;r die beste aller m&ouml;glichen Welten: Solange Besitzlose in Mietwohnungen f&uuml;r Besitzende am Tegernsee w&auml;hlen, wird es uns auch weiterhin an nichts mangeln, was andere bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/stuetzen\/2013\/09\/25\/wir-sind-1-und-sagen-danke-3947\/\">F.A.Z.-Blogs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber Irans Atomprogramm: Netanjahu kontert Rohanis Charmeoffensive<\/strong><br>\nIsrael warnt vor dem neuen Kurs des iranischen Pr&auml;sidenten. Rohani treibe ein doppeltes Spiel, er wolle Zeit f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung seines Atomprogramms herausschlagen, warnt Premier Netanjahu. Eine PR-Kampagne soll den Iraner als gef&auml;hrlichen Heuchler brandmarken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/israel-benjamin-netanjahu-kontert-pr-offensive-von-hassan-rohani-a-924408.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu meint Fefe:<\/strong> Irans Pr&auml;sident Rouhani hat im Radio den Holocaust <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/sep\/25\/iran-rouhani-recognises-holocaust\">verurteilt<\/a>. Das erwischt Israels Kriegspolitik auf dem falschen Fu&szlig;, daher hat Israel ein Fake-Linkedin-Profil von Rouhani <a href=\"http:\/\/www.israelemb.org\/washington\/NewsAndEvents\/news2013\/Rouhani_LinkedIn.jpg\">ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Das ehemalige Nachrichtenmagazin &uuml;bersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=acbdd7f8\">Fefes Blog<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Bildungswende mit oder ohne Staat?<\/strong><br>\nWer sollte die Bildungswende gestalten &ndash; Initiativen aus der Zivilgesellschaft oder der Staat? In einer Podiumsdiskussion pr&auml;sentierten sich vier Initiativen, die sich ganz praktisch f&uuml;r mehr Bildungsgerechtigkeit engagieren. Ein Kommentar zu ihren Meinungen und den Auswirkungen ihrer Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2013\/09\/26\/die-bildungswende-mit-oder-ohne-staat\/\">wasbildetihrunsein.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unsere Medien: Jederzeit offen und ausgewogen<\/strong><br>\n&bdquo;Franziska Augstein (S&uuml;ddeutsche Zeitung) blamierte sich, als sie ein Argument aus der Financial Times vorbrachte  (deutsche Exportabh&auml;ngigkeit und -st&auml;rke aufgrund Lohndumpings)  und dem v&ouml;llig unterirdischen Gegenargument von Tichy (&bdquo;Viele Ausl&auml;nder w&uuml;rden sich gerne in Deutschland ausbeuten lassen.&ldquo;) nichts anderes erwidern konnte als: &bdquo;Dieser Meinung bin ich auch.&ldquo; Maybrit Illner f&uuml;gte noch ein &bdquo;Deutschland geht es gut&ldquo; hinzu. Im Beisein der deutschen Medienelite wird hier uneingeschr&auml;nkt eine pervertierte Form des Wettbewerbs der Nationen ohne Einspruch als gegeben hingenommen, obwohl jedem Verfechter der sozialen Marktwirtschaft und des Wettbewerbs bei solchen &Auml;u&szlig;erungen das Grausen kommen m&uuml;sste. Der Aufschrei bleibt aus, obwohl l&auml;ngst klar ist, dass diese Entwicklung ins Verderben f&uuml;hrt. Diese Sendung war in einem Ausma&szlig; ekelerregend, dass man sie nicht vergessen sollte.&ldquo; &hellip;<br>\nIch glaube, viele merken schon gar nicht mehr, dass in den deutschen Talkshows, die seit Ausbruch der Eurokrise in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von sicher hundert Stunden Smalltalk zum Thema gesendet haben, nicht ein einziges Mal die f&uuml;nfzehn Minuten zur Verf&uuml;gung standen, die man braucht, um eine logische Argumentation zu den Ursachen der Krise aufzubauen. Sie merken vermutlich auch nicht mehr, dass sie monatelang Griechen-Bashing betrieben haben und in 98 Prozent aller Sendungen die deutsche Position vollkommen unkritisch dargestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/unsere-medien-jederzeit-offen-und-ausgewogen\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Ein Nachtrag zur Einseitigkeit der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien<\/strong><br>\nIn der Berliner Runde am Sonntag Abend, die von den beiden Chefredakteuren von ARD und ZDF moderiert wurde, kam es gleich zu Anfang zu einem Lapsus Linguae, der zeigt, mit wes Geistes Kindern wir es hier zu tun haben. Thomas Baumann richtete sich in seiner ersten Intervention nach Minute eins an die Bundeskanzlerin an und sprach von einem &bdquo;gro&szlig;artigen gro&szlig;en Erfolg der CDU&ldquo;. Die kleine Pause, die er dabei zwischen den Worten gro&szlig;artig und gro&szlig;en macht, zeigt, dass er mitten im Satz gemerkt hat, dass er als Journalist eigentlich nicht von einem &bdquo;gro&szlig;artigen&ldquo; Erfolg sprechen darf und schiebt schnell ein &bdquo;gro&szlig;en&ldquo; hinterher&hellip;<br>\nDamit schafft es das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen, zwei Chefredakteure aufzubieten, die eindeutig konservativ sind und das in ihren Fragen auch immer wieder durchklingen lassen. Peter Frey wird uns lange in Erinnerung bleiben als der Journalist, der ein historisch tendenzi&ouml;ses Interview mit Oskar Lafontaine gef&uuml;hrt hat, das man auf YouTube sch&ouml;n zusammengeschnitten anschauen kann. Es ist zu w&uuml;nschen, dass der Versprecher von Herrn Baumann auch ein Klassiker auf YouTube wird und mehr Menschen beginnen zu verstehen, mit welcher Art von Journalismus sie es auch bei den Medien zu tun haben, die von ihrem Auftrag her eigentlich gehalten sind, alle Str&ouml;mungen in der Gesellschaft angemessen zu repr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ein-nachtrag-zur-einseitigkeit-der-oeffentlich-rechtlichen-medien\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a>Zu guter Letzt: <strong>Cartoons zur Koalitionsfrage<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130927_01.jpg\" alt=\"Cartoons zur Koalitionsfrage\" title=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130927_02.jpg\" alt=\"Cartoons zur Koalitionsfrage\" title=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130927_03.jpg\" alt=\"Cartoons zur Koalitionsfrage\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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