{"id":18809,"date":"2013-10-01T08:50:53","date_gmt":"2013-10-01T06:50:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809"},"modified":"2013-10-01T11:12:36","modified_gmt":"2013-10-01T09:12:36","slug":"hinweise-des-tages-1977","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h01\">Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h02\">Wahlen in &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h03\">French were &lsquo;hours&rsquo; from military strikes on Syria before phone call from Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h04\">Warten auf den Vulkanausbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h05\">Rejoice With Caution: Golden Dawn Under Arrest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h06\">Ulrike Herrmann: Eine teure Illusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h07\">Portugal: Regierung f&uuml;r harten Sparkurs auf ganz klare Art abgestraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h08\">Spaniens Schulden durchbrechen 2014 die Billionengrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h09\">Infrage gestellte Notenbankpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h10\">Bankenpleiten &ndash; Lehman Others<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h11\">Mitarbeiteraufstand bei Abercrombie &amp; Fitch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h12\">Auswege aus der Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h13\">Das neue harte Image des Joe Kaeser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h14\">Schluss mit der &Ouml;konomisierung des Lebens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h15\">Heute nicht verpassen: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809#h16\">zu guter Letzt: Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes w&uuml;rde monokel- und zylindertragende Mittelschicht belasten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18809&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalitionsverhandlungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Die blaue Nacht der Demokratie<\/strong><br>\nDie Umfragen sind eindeutig: Rund die H&auml;lfte der Deutschen w&uuml;nscht sich eine Gro&szlig;e Koalition. Den Leuten kann geholfen werden: Sie wollen eine Gro&szlig;e Koalition? Sie werden eine bekommen. Und zwar eine ganz gro&szlig;e, sogar mit weit mehr als einer Zweidrittelmehrheit. Die Opposition kann nicht einmal mehr einen Untersuchungsausschuss einberufen, weil sie nicht auf das dazu n&ouml;tige Viertel der Stimmen kommt. So ist die parlamentarische Demokratie zwar nicht gedacht &ndash; aber wenn man den Umfragen glaubt, dann ist das den Leuten nicht so wichtig. Hauptsache, es herrschen Ruhe und Stabilit&auml;t im Land.<br>\nAber auf den Traum von der blauen Nacht der Demokratie wird ein b&ouml;ses Erwachen folgen, und die Deutschen werden ihr blaues Wunder erleben. Kleine Erinnerungshilfe: Im Jahr 2005 wollte die CDU die Mehrwertsteuer um zwei Prozent erh&ouml;hen, die SPD lehnte jede Erh&ouml;hung ab &ndash; in der Gro&szlig;en Koalition einigte man sich dann auf drei Prozent. Das liegt in der Natur der Sache. Gro&szlig;e Koalitionen unternehmen den unm&ouml;glichen Versuch, alle Klientelinteressen gleichzeitig zu bedienen &ndash; und enden damit, die einzige Gruppe zu schr&ouml;pfen, die keinerlei Lobby hat: die B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-kolumne-grosse-koalition-ist-beliebt-aber-teuer-a-925264.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wo Augstein Recht hat, hat er Recht. Aber alle Appelle werden an der SPD, oder besser an ihrem F&uuml;hrungspersonal, einfach abperlen. Dass die SPD in einer erneuten gro&szlig;en Koalition Gefahr l&auml;uft, endg&uuml;ltig vor die Hunde zu gehen, wenn schert es. Hauptsache es springen ein paar Ministerp&ouml;stchen f&uuml;r Steinmeier, Gabriel &amp; Co heraus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die SPD schaufelt sich ihr eigenes Grab<\/strong><br>\nWeshalb das Finanzministerium der Todessto&szlig; f&uuml;r die SPD sein wird: Der verheerendste strategische Fehler der SPD ist es das Finanzministerium anzustreben. Denn nur mit der Besetzung dieses Postens glauben viele Spitzengenossen hinreichend viel Einfluss in der k&uuml;nftigen Koalition zu haben. Die s&uuml;&szlig;en Fr&uuml;chte der Macht sind verlockend &ndash; k&ouml;nnten sich aber in 4 Jahren als vergiftet erweisen.<br>\nDie Zahl der unpopul&auml;ren Entscheidungen in den n&auml;chsten Jahren ist gro&szlig;: Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland, sogenannte &bdquo;Rettungspakete&ldquo; f&uuml;r Portugal und Slowenien. Doch dies ist das best-case Szenario: Falls Italien und Spanien ins Straucheln kommen, wird es richtig teuer. Merkel und &bdquo;ihre Lautsprecher&ldquo; von der CSU k&ouml;nnten sich die H&auml;nde reiben mit der SPD einen S&uuml;ndenbock zu haben auf dem alle unpopul&auml;ren Belastungen &bdquo;der armen deutschen Steuerzahler&ldquo; abgeladen werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neugieriger.blogspot.de\/2013\/09\/vaterlandslose-gesellen-20.html\">Wahlk(r)ampf<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie L&auml;mmer, die Merkel nachlaufen<\/strong><br>\nMutti wird die Kanzlerin oft genannt. Warum? Der Begriff bediene das Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Deutschen, sagt die Psychoanalytikerin Thea Bauriedl im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-09\/Merkel-Mutti-Demokratie-Psychoanalyse\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wahlen in &Ouml;sterreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Alles gleich und doch ganz anders<\/strong><br>\nWahlsieger in &Ouml;sterreich, man kann das m&ouml;gen oder nicht, sind die Rechtspopulisten. Das ist jene Partei, die aus dem europ&auml;ischen Rettungsschirm und damit einer gemeinsamen europ&auml;ischen Krisenbew&auml;ltigung aussteigen will. Die findet, nur &Ouml;sterreicher sollen Anspruch auf Sozialleistungen und Sozialwohnungen haben, egal wie lange sie schon im Land leben oder ob sie Steuern zahlen. Das ist die Partei, die gegen die &ldquo;Islamisierung&rdquo; des Landes wettert und die Zuwanderung von Menschen, die nicht aus der EU stammen, stoppen will. Diese sogenannten Freiheitlichen haben 3,9 Prozentpunkte zugelegt. Und das, obwohl zwei kleine rechte Gruppierungen zusammen auch noch einmal zehn Prozent einsammeln konnten. Da ist das BZ&Ouml;, das sich einst, unter J&ouml;rg Haider, von der FP&Ouml; abgespalten hatte; die meisten BZ&Ouml;-W&auml;hler sind zwar reum&uuml;tig zur Mutterpartei zur&uuml;ckgekehrt, aber ein harter Kern ist geblieben. Und dann ist da noch Frank Stronach, der Milliard&auml;r aus Kanada, mit seiner zusammengekauften Rechtspartei und seinem eurokritischen Kurs. H&auml;tte er nicht fast sechs Prozent geschafft, dann w&auml;re die FP&Ouml; &ndash; wom&ouml;glich &ndash; zweitst&auml;rkste Partei im Land geworden. Das ist also die Nachricht dieses Wahltages: Das rechte Lager in der Zweiten Republik hat knapp 30 Prozent der Stimmen ergattert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nationalratswahl-in-oesterreich-alles-gleich-und-doch-ganz-anders-1.1783614\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Trauriger Europarekord<\/strong><br>\nEU-feindliche Parteien erreichten zusammen &uuml;ber 30 Prozent der Stimmen &ndash; und werden k&uuml;nftig im Parlament gegen Eurokraten wettern. Gef&auml;hrliche Aussichten.Schon seit geraumer Zeit werden die zwei ehemaligen Volksparteien von Wahl zu Wahl immer mehr geschw&auml;cht und erscheinen deshalb mit paradoxer Schicksalshaftigkeit auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet. Zwar schafften es die beiden Partner der Regierungskoalition, Sozialdemokraten (SP&Ouml;) und konservative Volkspartei (&Ouml;VP), noch einmal mit gemeinsam 50,6 Prozent der Stimmen knapp die Mehrheitsh&uuml;rde zu &uuml;berwinden (in Mandaten f&auml;llt die absolute Mehrheit etwas deutlicher aus), doch beide sanken auf einen historischen Tiefstand ab und verloren jeweils rund zwei Prozent. Trotzdem werden beide Parteien vermutlich wieder zu einer &ldquo;Koalition der Verlierer&rdquo; zusammenfinden, wie die bisherigen Oppositionsparteien jetzt l&auml;stern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2013-09\/nationalratswahl-oesterreich-neos-europa\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Interessant ist hier auch das Abschneiden der sogenannten Neos, einer neuen marktradikalen Bewegung, die mit einem modernen und smarten Image aus dem Stand den Sprung in das &ouml;sterreichische Parlament schaffte. Ein m&ouml;gliches Nachfolgemodell f&uuml;r die FDP in Deutschland? Und sollte sich Deutschland nun auf den Weg in eine permanente gro&szlig;e Koalition wie in &Ouml;sterreich begeben, dann sitzt die AfD sicher bei der n&auml;chsten Wahl im Bundestag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;sterreichs Neu-Partei Neos &ndash; Pink siegt<\/strong><br>\nDie &Uuml;berraschung bei der Wahl in &Ouml;sterreich sind die Neos. Die Partei gibt sich liberal. Doch auch auf Konservative und Gr&uuml;ne wirkt die Neugr&uuml;ndung anziehend. [&hellip;]<br>\nIm Parteienspektrum sind die Neos programmatisch in der Mitte angesiedelt: rechtsliberal, so &auml;hnlich wie die deutsche FDP, mit etwas mehr F&auml;den in Richtung eines modernen Christdemokratismus und mit starkem wirtschaftsliberalen Fl&uuml;gel. [&hellip;]<br>\nGrob gesagt sind die Neos wirtschaftspolitisch neoliberal und gesellschaftspolitisch gem&auml;&szlig;igt linksliberal. Zentralfigur neben Strolz wird wohl der viele hundert Millionen Euro schwere Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner sein, der alle liberalen Gr&uuml;ndungsversuche der vergangenen Jahrzehnte finanzierte, in &ouml;konomischen Fragen aber sehr sozial-liberal tickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Oesterreichs-Neu-Partei-Neos\/!124684\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>French were &lsquo;hours&rsquo; from military strikes on Syria before phone call from Obama<\/strong><br>\nFrench President Francois Hollande called off military strikes against Syria on 31 August following a phone call from the US President only hours before fighter jets were set to take off, a French weekly magazine has revealed.<br>\nThe report in the Nouvel Observateur shows how close the West came to launching a war on Syria over the Syrian regime&rsquo;s presumed use of chemical weapons in a Damascus suburb, before Washington backed down. President Obama announced in a televised speech on 31 August, after informing a &ldquo;stunned&rdquo; Mr Hollande, that he would seek a Congressional vote, effectively lifting the military threat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/europe\/french-were-hours-from-military-strikes-on-syria-before-phone-call-from-obama-8847551.html\">The Indipendent<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warten auf den Vulkanausbruch<\/strong><br>\nSchwierige Regierungsbildung in Deutschland, Polit-Chaos in Italien, USA vor der Pleite. Die schlechten Nachrichten alarmieren &Ouml;konomen. Manch einer bef&uuml;rchtet schon das Schlimmste &ndash; die R&uuml;ckkehr der gro&szlig;en Krise.<br>\nF&uuml;hrende &Ouml;konomen sehen mit gro&szlig;er Sorge auf die derzeitige politische Selbstblockade mehrerer westlicher Staaten. Konkret geht es um den US-Haushaltsstreit, der die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt gef&auml;hrlich Richtung Zahlungsunf&auml;higkeit treiben k&ouml;nnte. Es geht auch um die Verhandlungen um eine neue Regierungskoalition in Berlin, deren Ende noch nicht absehbar ist und um die politische Krise in Italien. &bdquo;Das sind alles keine guten Nachrichten&ldquo;, sagte der Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, Handelsblatt Online. Der Haushaltsstreit in den USA k&ouml;nne im Extremfall dazu f&uuml;hren, dass der zaghafte Aufschwung dort zum Erliegen kommt. &bdquo;Das w&auml;re f&uuml;r die deutsche Exportindustrie, die gerade in den USA w&auml;hrend der vergangenen zwei Jahre gro&szlig;e Erfolge feierte, ein harter Schlag.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/politik-stillstand-in-deutschland-usa-italien-warten-auf-den-vulkanausbruch\/8866792.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Wei&szlig;es Haus ordnet Verwaltungsstillstand an<\/strong><br>\nDie Frist in den USA ist abgelaufen: Demokraten und Republikaner konnten sich nicht auf einen &Uuml;bergangshaushalt einigen. Jetzt werden weite Teile der Regierung von Pr&auml;sident Barack Obama lahmgelegt. Es ist der erste Stillstand der Bundesverwaltung seit siebzehn Jahren. [&hellip;]<br>\nDie Fronten sind verh&auml;rtet, weil die Republikaner ihre Zustimmung zu einem &Uuml;bergangsbudget von &Auml;nderungen an Obamas Lieblings-Projekt, der Gesundheitsreform, abh&auml;ngig machen. Der Pr&auml;sident und seine Demokraten wehrten sich dagegen. Wichtige Teile des Affordable Care Act (&ldquo;Gesetz f&uuml;r eine bezahlbare Krankenversicherung&rdquo;), der als gr&ouml;&szlig;tes innenpolitisches Projekt von Obama gilt, treten nun am Dienstag in Kraft. Kernst&uuml;ck der auch Obamacare genannten Reform ist die Pflicht aller B&uuml;rger, eine Krankenversicherung abzuschlie&szlig;en. Konservative Kritiker sehen darin eine Beschneidung von individuellen Freiheitsrechten, au&szlig;erdem prangern sie das vor drei Jahren verabschiedete Gesetz als Belastung f&uuml;r die Wirtschaft an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/washington-weisses-haus-ordnet-verwaltungsstillstand-an-1.1784568\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Jetzt kommt es, wie es kommen musste. Die Republikaner haben gezeigt, dass sie dazu bereit sind, die Karre gegen die Wand fahren zu lassen, wenn sie Obamacare nicht torpedieren k&ouml;nnen. Es freut mich, dass Obama sich bisher nicht hat erpressen lassen.<\/em><br>\n<em>Wir werden aber noch sehen, ob er bei der n&auml;chsten Stufe, der Erreichung der Schuldenobergrenze, noch standhaft bleibt. Die F&auml;higkeit dazu hat er bisher nicht erwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rejoice With Caution: Golden Dawn Under Arrest<\/strong><br>\nAll this weekend Greeks were glued to images of Nikolaos Mihaloliakos, the little f&uuml;hrer of Golden Dawn, being led in handcuffs from the Athens police headquarters with four of his deputies, each one flanked by members of the anti-terrorist squad, armed and with faces covered. Greek TV channels played the perp walk over and over again. Stills of Mihaloliakos, face set hard, clutching a battered leather bag in front of him like a shield, and of the party spokesman, Ilias Kasidiaris, mouth gaping wide to roar, are all over the Internet, raw or Photoshopped or embellished with jokey captions. Like children gripped by pictures of monsters in a book, we stare at them and scrawl on them, crayons held tight in our fists, wanting and not wanting to turn over the page.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/blog\/176422\/rejoice-caution-golden-dawn-under-arrest#\">The Nation<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Eine teure Illusion<\/strong><br>\nViele Bundesb&uuml;rger sind &uuml;berzeugt, dass sie die Eurozone eigentlich gar nicht ben&ouml;tigen, weil sie doch die ganze Welt als Absatzgebiet haben. Vor allem die Schwellenl&auml;nder gelten als uners&auml;ttlich, wenn es um deutsche Maschinen und deutsches Know-how geht. Doch nun fallen diese Schwellenl&auml;nder als Kunden weitgehend aus, weil sich bei ihnen eine neue Finanzkrise anbahnt: Hektische Anleger aus dem Westen ziehen ihr Verm&ouml;gen aus Brasilien oder Indien ab, da sie f&uuml;rchten, dass dort eine Blase platzt. Da bleibt nat&uuml;rlich kein Geld &uuml;brig, um deutsche Exportwaren zu kaufen. Pl&ouml;tzlich offenbart sich einmal mehr, wie ungesund der deutsche Exportwahn ist: Bei jeder Finanzkrise sind die Deutschen mittenmang dabei. Die harmlose Variante ist noch, dass nur der Absatz einbricht, weil den ausl&auml;ndischen K&auml;ufern das Geld ausgeht. Meist kommt es jedoch schlimmer: Oft sind auch die Kredite futsch, die die Deutschen ihren ausw&auml;rtigen Gesch&auml;ftspartnern gew&auml;hrt haben, damit sie die deutschen Waren &uuml;berhaupt kaufen konnten. Allein zwischen 2006 und 2012 haben deutsche Anleger 600 Milliarden Euro im Ausland verloren, wie das DIW k&uuml;rzlich ausgerechnet hat. Der deutsche Exportwahn ist also teuer. Trotzdem sind die meisten Bundesb&uuml;rger weiterhin stolz darauf, dass die Ausfuhren 50 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen. Mal sehen, wie viele Finanzkrisen die Deutschen noch miterleben m&uuml;ssen, bis sie verstehen, dass zu viel Export sch&auml;dlich ist und dass es schlauer w&auml;re, selbst mehr zu konsumieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F01%2Fa0098&amp;cHash=d8e9f57383853255b590393ff20db570\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bdi.eu\/download_content\/GlobalisierungMaerkteUndHandel\/BDI_AussenwirtschaftsReport_3_2013.pdf\">BDI [PDF &ndash; 4.4 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Portugal: Regierung f&uuml;r harten Sparkurs auf ganz klare Art abgestraft<\/strong><br>\nBei den Kommunalwahlen vom Sonntag erlitt die Sozialdemokratische Partei (PSD) von Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho gro&szlig;e Verluste. Nach den amtlichen Endergebnissen muss sie die Macht in unz&auml;hligen Gemeinden sowie in drei der vier gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte des Landes abgeben. Die Sozialistische Partei (PS) von Oppositionsf&uuml;hrer Ant&oacute;nio Seguro gewann nach Angaben der Wahlbeh&ouml;rde DGAI in 140 der insgesamt 308 Gemeinden. Die liberal orientierte PSD konnte sich nur in 104 Gemeinden durchsetzen, wobei sie in 20 F&auml;llen auf Koalitionspartner angewiesen war. Passos r&auml;umte um Mitternacht &ldquo;eine der schlimmsten Niederlagen&rdquo; in der Geschichte seiner Partei ein. Er wolle aber den Weg der Sanierung fortsetzen. Das sei unerl&auml;sslich, damit Portugal die Krise &uuml;berwinden, zum Wachstum zur&uuml;ckkehren und &ldquo;mehr soziale Gerechtigkeit und Wohlstand erlangen&rdquo; k&ouml;nne, betonte der 49-J&auml;hrige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F10%2F01%2Fa0059&amp;cHash=23e8356dacc0897e7ee15d2906830382\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, wie Pedro Passos Coelho Sparkurs, Wachstum und soziale Gerechtigkeit und Wohlstand als den Kausalzusammenhang verk&uuml;ndet. Ob er wirklich daran glaubt? Eigentlich w&auml;re es an der Zeit sich vor die Troika zu stellen und zu sagen: Wir haben alles getan, was ihr gefordert habt. Und dennoch sind wir weit davon entfernt, das Defizitziel von 5,5 Prozent f&uuml;r dieses Jahr zu erreichen. Wir sind im dritten Rezessionsjahr. Wir steuern auf den Zusammenbruch unseres Sozialgef&uuml;ges zu. Eure Rezepte sind falsch!  &ndash; Die Statistikbeh&ouml;rde INE teilte mit, dass <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/portugal-verfehlt-defizitziel-im-ersten-halbjahr-deutlich-a-925421.html\">das Defizit des ersten Halbjahres<\/a> 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung betrage.<\/em><br>\n<em>Die Staatsverschuldung betr&auml;gt 120 Prozent des BIP. Ein Wert, den das Land aus eigener Kraft nicht bew&auml;ltigen kann. <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/weltzeit\/2224983\/\">Die Arbeitslosenquote betr&auml;gt 17 Prozent.<\/a> Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 40 Prozent ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Jugend auf die Barrikaden geht. Auch die jungen Portugiesen, die einen Job haben, m&uuml;ssen f&uuml;r immer weniger Geld immer mehr arbeiten. Der Wirtschaftshistoriker Jos&eacute; Maria Castro Caldasstellt <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/08\/22\/drk_20130822_1810_419c0b8f.mp3\">denn auch fest<\/a>: &ldquo;Sie m&uuml;ssen sich den Forderungen der Arbeitgeberseite bedingungslos unterwerfen. Forderungen, die in einem Arbeitsverh&auml;ltnis eigentlich unvorstellbar und unakzeptabel sind: &Uuml;berlange Arbeitszeiten und vertragsfremde T&auml;tigkeiten, wie sie eigentlich nur w&auml;hrend der Diktatur vor 1974 m&ouml;glich waren. Das alles erinnert an Zeiten, von denen wir hofften, dass sie l&auml;ngst vorbei w&auml;ren.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spaniens Schulden durchbrechen 2014 die Billionengrenze<\/strong><br>\nSpaniens Regierung f&auml;hrt einen scharfen Sparkurs, dennoch braucht das Land immer mehr Kredite. Im Jahr 2014 wird die Staatsverschuldung laut Haushaltsentwurf auf mehr als eine Billion Euro steigen. Die internationalen Geldgeber sehen den kriselnden Euro-Staat dennoch auf dem richtigen Weg.<br>\nEs ist gerade einmal etwas mehr als f&uuml;nf Jahre her, da galt Spanien noch als Musterknabe in Sachen Staatsfinanzen. Im ersten Quartal 2008 hatte sich das Land gerade einmal mit 35,5 Prozent seiner j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung verschuldet. In absoluten Zahlen waren es am Ende des Jahres 437 Milliarden Euro.<br>\nDoch 2008 platzte auch die Immobilienblase in Spanien, zudem ersch&uuml;tterte der Schock nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft auf Jahre. Spanien rutschte in eine lang andauernde Rezession, der Schuldenberg w&auml;chst seitdem rapide. Bis zum Ende des kommenden Jahres plant die Regierung von Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy nun mit mehr als einer Billion Euro an Verbindlichkeiten. Das geht aus dem Haushaltsentwurf vor, den Finanzminister Crist&oacute;bal Montoro am Montag im Madrider Parlament vorgelegt hat.<br>\nDamit w&uuml;rde die Staatsverschuldung nahezu die j&auml;hrliche Wirtschaftsleistung erreichen. Konkret soll sie bis Ende 2014 auf 99,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen, das entspricht einer Summe von 1,05 Billionen Euro. Pro Kopf h&auml;tte der Staat dann 22.000 Euro an Schulden aufgeh&auml;uft &ndash; obwohl die konservative Regierung einen harten Sparkurs f&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spanien-plant-fuer-2014-mit-mehr-als-einer-billion-euro-schulden-a-925383.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahrscheinlich schon mehr als hundert Artikel dieser Art, und der SPIEGEL ist offenbar v&ouml;llig begriffsstutzig: &ldquo;Spaniens Regierung f&auml;hrt einen scharfen Sparkurs, dennoch braucht das Land immer mehr Kredite.&rdquo; Nicht doch eher, weil Spaniens Regierung einen scharfen Sparkurs f&auml;hrt? Und wie kann die Troika ernsthaft behaupten, Spanien w&auml;re mit einer Staatsverschuldung von 100% des BIP und einer fortdauernden Rezession &ldquo;auf einem guten Weg&rdquo;? Und warum fordern sie trotzdem dauernd weitere Rentenk&uuml;rzungen und Deregulierungen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Infrage gestellte Notenbankpolitik<\/strong><br>\nDie Krisenpolitik der Notenbanken verhinderte zwar einen wirtschaftlichen Kollaps, f&uuml;hrt aber zu vermehrt als problematisch angesehenen Folgen. So stellt der Londoner Marktbeobachter Stephen Lewis von Monument Securities die Frage, ob die Notenbanken noch L&ouml;sungen produzierten oder ob sie selbst Teil des Problems geworden seien. Die heftigen Marktreaktionen auf die Ank&uuml;ndigung der US-Notenbank im Mai, die Anleihenk&auml;ufe zu reduzieren, zeigten in Lewis&rsquo; Sicht, dass nicht nur Taten von Notenbanken, sondern auch ihre Worte unerw&uuml;nschte, kontraproduktive Konsequenzen haben k&ouml;nnen. Auf negative Verteilungseffekte hat der fr&uuml;here Chef&ouml;konom von Morgan Stanley, Stephen Roach, aufmerksam gemacht. Die US-Notenbank baue bei der Politik der quantitativen Lockerung auf Wohlstandseffekte durch steigende Preise an den Finanz- und Immobilienm&auml;rkten. Dieser Ansatz sei aber kritisch zu sehen, da vor allem die Schichten der Gesellschaft mit den h&ouml;chsten Verm&ouml;gen von den nicht unerheblichen Wertsteigerungen seit dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise profitierten, die Stimulierung f&uuml;r das Wirtschaftswachstum aber gering sei. Auch Albert Edwards, Marktstratege der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale, ist der Ansicht, dass die expansive Geldpolitik zu einer Versch&auml;rfung der ungleichen Verm&ouml;gensverteilung f&uuml;hrt. F&uuml;r die weniger wohlhabenden Schichten riefen die steigenden Immobilienpreise nur eine Illusion von Wohlstand hervor. Die Frage, wie die Notenbanken sich von ihrer sehr expansiven Geldpolitik wieder l&ouml;sen k&ouml;nnen, ohne dass es zu gr&ouml;sseren wirtschaftlichen Verzerrungen kommt, taucht in Marktkommentaren immer wieder auf. Richard Koo von Nomura bef&uuml;rchtet, dass die Notenbanken in einer selbst gestellten geldpolitischen Falle gefangen seien, aus der sie sich nur schwer w&uuml;rden befreien k&ouml;nnen. Der blosse Hinweis auf eine Reduktion der Anleihenk&auml;ufe hatte zu kr&auml;ftigen Zinssteigerungen und Bef&uuml;rchtungen gef&uuml;hrt, die konjunkturelle Erholung k&ouml;nne geschw&auml;cht werden, was wiederum die Notenbank veranlasste, den Beginn des &laquo;Tapering&raquo; zu verschieben. Nun bestehe die Gefahr, dass auch in Zukunft jeder Versuch der monet&auml;ren Normalisierung die langfristigen Zinsen in die H&ouml;he treibt und somit die Konjunkturentwicklung beeintr&auml;chtigt. Koo h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich, dass die Notenbanken der USA, der Euro-Zone, Grossbritanniens und Japans lange Zeit dieser selbst gestellten Falle nicht entkommen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/infrage-gestellte-notenbankpolitik-1.18158844\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bankenpleiten &ndash; Lehman Others<\/strong><br>\nDie IKB war jahrelang eine der margenst&auml;rksten deutschen Banken. Warum, wusste niemand. Und es fragte auch keiner. Als 2007 in den USA die Hauspreise zur&uuml;ckgingen, wurde die Ursache langsam klar: Wie kaum eine andere Bank auf der Welt hatte sich die IKB mit den jahrelang florierenden US-Subprimepapieren eingedeckt. Die Pleite der vermeintlichen Mittelstandsbank kostete den deutschen Steuerzahler mehr als zehn Milliarden Euro. Heute geh&ouml;rt das Institut dem US-Investor Lone Star. Richtig gl&uuml;cklich wird auch der nicht damit.<br>\nHypo Real Estate<br>\nVermutlich ist die HRE-Pleite so etwas wie das deutsche Lehman &ndash; mit dem feinen Unterschied, dass bei der Hypo Real Estate nur die Aktion&auml;re bluteten, die Anleihegl&auml;ubiger aber vom Steuerzahler rausgehauen wurden. Was sonst passiert w&auml;re? Niemand wei&szlig; es. Nach diversen St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen wurden die giftigsten Papiere in den B&uuml;chern der HRE 2010 in eine Bad Bank namens FMS Wertmanagement ausgelagert. Die hat inzwischen auch schon wieder einen zweistelligen Milliardenbetrag verbrannt. Und das ist noch nicht das Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/fotostrecke\/ueberblick-ueber-gescheiterte-banken-lehman-brothers-ikb-sachsen-lb-fotostrecke-101958.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu sollte man nicht vergessen, dass etwa die HRE durch B&uuml;rgschaften von 102 Milliarden Euro am Leben erhalten wurde, vorwiegend aus Steuergeldern. Die NachDenkSeiten weisen praktisch in Permanenz auf die Problematik der Vergesellschaftung der Bankenschulden hin (z.B. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18783#h08\">hier<\/a>). Es schadet nichts sich diese Tatsachen ins Ged&auml;chtnis zu rufen wenn wieder &uuml;ber angebliche zu hohe Staatsschulden lamentiert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mitarbeiteraufstand bei Abercrombie &amp; Fitch<\/strong><br>\nAbercrombie &amp; Fitch hat die Arbeitszeiten ge&auml;ndert. Schichtbeginn soll nun morgens um 4 Uhr sein. Dagegen wehren sich 26 Hamburger Mitarbeiter. Abercrombie &amp; Fitch will die Arbeitszeiten &auml;ndern. Die Mitarbeiter, die 9,50 Euro pro Stunde verdienen, sollen k&uuml;nftig ab 4 Uhr morgens T-Shirts, Hemden und Jeans in die Regale sortieren. Die bisherigen Vertr&auml;ge sahen vor, dass die Gesch&auml;fte nach Ladenschluss aufger&auml;umt wurden &ndash; also zwischen 22 Uhr und sp&auml;testens 2 Uhr nachts. Warum die Schicht der Angestellten nun morgens um 4 Uhr beginnen soll, dazu nimmt der Konzern bisher nicht Stellung. Rechtsanwalt Heiko Hecht, der die Hamburger Mitarbeiter vertritt, &auml;u&szlig;ert gegen&uuml;ber abendblatt.de eine Vermutung: &ldquo;Dahinter k&ouml;nnte eine arbeitsrechtliche Sanierung stecken.&rdquo; Das hei&szlig;t: Der Konzern geht davon aus, dass zahlreiche Mitarbeiter den ge&auml;nderten Bedingungen nicht zustimmen und k&uuml;ndigen. &ldquo;Dann kann der Arbeitgeber neues Personal einstellen &ndash; zu g&uuml;nstigeren Konditionen.&rdquo; Die Nachtzuschl&auml;ge, die der Konzern bisher zahlen m&uuml;sse, umgehe Abercrombie &amp; Fitch durch die neuen Arbeitszeiten ohnehin, so Arbeitsrechtler Hecht. Es ist nicht das erste Mal, dass der einst angestaubte Fachhandel f&uuml;r Angelbedarf und Schrotflinten, den der als exzentrisch geltende Chef Mike Jeffries, 68, binnen kurzer Zeit in eines der angesagtesten Mode-Labels der Welt mit 1000 Filialen weltweit transformiert hat, negative Schlagzeilen macht: Erst vor kurzem war ein Interview &ouml;ffentlich geworden, in dem der Konzernboss sagte, dass er &ldquo;nat&uuml;rlich nur Kleidung f&uuml;r die coolen Kids mache, die tolle Einladungen und viele Freunde haben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article118820870\/Mitarbeiteraufstand-bei-Abercrombie-amp-Fitch.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;ber das Wahlkampfget&ouml;se gehen solche Meldungen nat&uuml;rlich unter. Das kann nat&uuml;rlich den Regierende nur recht sein, dabei sind es gerade solche Meldungen, die klar machen, wohin sich unsere Republik entwickelt: kurzfristiger Profit um jeden Preis. Da mag Schwarz\/Gelb aufgrund recht fragw&uuml;rdiger Umfragen noch soviel darauf hinweisen, dass die Mehrheit der Deutschen zufrieden sei. Die Nettolohnquote ist seit 1960 von 56 Prozent, 1991 auf 48 und heute auf 39,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts abgesunken, w&auml;hrend parallel die Nettogewinnquote von 24,4 auf 34 Prozent stieg. Und was Umfragen betrifft, vor einem Jahr hat eine von der Bertelsmann Stiftung initiierte und wohl etwas seri&ouml;ser gestaltete Umfrage ergeben: Zwei von drei Befragten misstrauen bei der L&ouml;sung der Probleme den &ldquo;Selbstheilungskr&auml;ften der M&auml;rkte&rdquo;. Der Kapitalismus sorge weder f&uuml;r einen &ldquo;sozialen Ausgleich in der Gesellschaft&rdquo; noch f&uuml;r den &ldquo;Schutz der Umwelt&rdquo; oder einen &ldquo;sorgf&auml;ltigen Umgang mit den Ressourcen&rdquo;. Was bei Abercrombie &amp; Fitch u.a. im Geist der Agendapolitik abl&auml;uft wird von wirtschaftsliberalen Konservativen als ordnungspolitischer Erfolg ger&uuml;hmt, ist aber nichts anderes als Sieg der &lsquo;Raffkes&rdquo;, neutraler des Kapitals, &uuml;ber die Arbeitnehmerschaft. Allein an Abercrombie &amp; Fitch l&auml;sst sich gut aufzeigen, was unter freier Marktwirtschaft in Wirklichkeit propagiert wird: N&auml;mlich die Freiheit der Unternehmen mit Arbeitnehmern umzuspringen, wie sie m&ouml;chten.  Das beginnt bei den fragw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen f&uuml;r die Mitarbeiter in den Shops und geht bis zu den N&auml;herinnen in Asien. Bei Abercrombie &amp; Fitch und der Zweitmarke Hollister w&auml;ren vonseiten der Gewerkschaft noch viele Arbeitsrechtsstandards durchzusetzen. Willk&uuml;rliche Diebstahlkontrolle und dauernde &Uuml;berwachung der Mitarbeiter im Laden und den Lagern durch Kameras, L&auml;rm, Arbeitszeiten, Befristung von Vertr&auml;gen, Kleiderordnung, w&auml;ren die Themen  &ndash; wenn es denn &uuml;berhaupt Betriebsr&auml;te g&auml;be. Bislang nur in Frankfurt und dessen Gr&uuml;ndung wurde massiv bek&auml;mpft. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hollister-vor-gericht-wuerfeln-gegen-die-totale-kontrolle-1.1640559\">Luthfa Rahman von der Gewerkschaft Verdi erz&auml;hlt<\/a>, dass Mitarbeitern gedroht worden, sie w&uuml;rden gek&uuml;ndigt, wenn sie an der Wahl teiln&auml;hmen. 200 Leute arbeiten in der Zweigstelle, zu 80 Prozent sind es Aushilfen, meist Studenten.  &ndash; Nur so am Rande: Die Kleidungsvorschriften sehen vor, dass sich die Mitarbeiter mit jeder Kollektion &ndash; also alle drei Monate &ndash; neu einkleiden. Zwar mit 50 Prozent Rabatt, aber immer noch auf eigene Kosten &ndash; und das bei mehrheitlich 400 Euro im Monat.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auswege aus der Altersarmut<\/strong><br>\nWar lange Zeit die Beitragsh&ouml;he DAS Thema der Rentendebatte, lautet heute die dr&auml;ngendste Frage: Wird meine Rente zum Leben reichen? Bef&uuml;rchtungen werden laut, das absehbar sinkende Leistungsniveau k&ouml;nnte k&uuml;nftig zu einem deutlichen Anstieg der Altersarmut f&uuml;hren. Zwei Entwicklungen verst&auml;rken diese Besorgnis: zum einen die j&uuml;ngsten Rentenreformen und zum anderen die Dynamik am Arbeitsmarkt. So zeichnet sich im Rentensystem eine verst&auml;rkte Erwerbszentrierung ab. Als Leistung, die einen Rentenanspruch begr&uuml;ndet, z&auml;hlt immer st&auml;rker die individuell erbrachte Arbeit. Phasen, in denen keine Beitr&auml;ge gezahlt werden, etwa w&auml;hrend Ausbildung oder Arbeitslosigkeit, wurden dagegen abgewertet. Der Erwerb von Anspr&uuml;chen wird damit auf die immer k&uuml;rzer werdende Phase des Erwerbslebens reduziert. Auf dem Arbeitsmarkt wiederum haben sich sowohl atypische Besch&auml;ftigung als auch der Niedriglohnsektor ausgeweitet. Zuletzt wurde vor allem mit den Hartz-Reformen das Ziel verfolgt, eine st&auml;rkere Aktivierung von Arbeitssuchenden umzusetzen, indem einzelne atypische Besch&auml;ftigungsformen weiter dereguliert wurden. Entsprechend ist der Gesamtumfang von Leiharbeit, Teilzeit, geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung und befristeter Besch&auml;ftigung gestiegen. Die Arbeitsmarktentwicklung spiegelt sich dementsprechend in zunehmend flexiblen Erwerbsverl&auml;ufen wider. Daher erscheint es paradox, dass sich die gesamte Logik des Alterssicherungssystems nach wie vor an der Vorstellung eines Arbeitnehmers mit ungebrochener und in Vollzeit ausge&uuml;bter Erwerbst&auml;tigkeit von der Ausbildung bis zum Altersrenteneintritt orientiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/43970_43982.htm\">Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das neue harte Image des Joe Kaeser<\/strong><br>\nJoe Kaeser wollte Siemens Ruhe bringen, wollte Mensch und Marge gleichberechtigt nebeneinander stellen, der Belegschaft die Angst nehmen, Vertrauen schaffen. Die seit gestern best&auml;tigte Zahl von 15.000 Stellenstreichungen bei Siemens Chart zeigen scheint nicht dazu angetan. Sie liegt weit &uuml;ber den von der IG Metall aus monatelangen Verhandlungsrunden in der Ebene gesch&auml;tzten 10.000. Und sie wurde so ungl&uuml;cklich kommuniziert, dass Kaeser die Aura des Vers&ouml;hners gleich wieder los ist.<br>\nUngew&ouml;hnlich scharf hat der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Lothar Adler die Nachricht am Sonntag kommentiert: &ldquo;Den Arbeitnehmervertretern wurde nie eine Gesamtzahl &uuml;ber den Abbau bekanntgegeben, daher sind wir &uuml;berrascht und ma&szlig;los ver&auml;rgert&rdquo;. Heute hie&szlig; es von seiner Seite etwas weniger hart, der Betriebsrat lehne ein rein margengetriebenes Abbauprogramm weiter ab: &ldquo;Die Auseinandersetzungen zu diesem Thema sind noch nicht beendet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/industrie\/siemens-chef-joe-kaeser-vollzieht-imagewechsel-mit-stellenabbau-a-925279.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein kleines Lehrst&uuml;ck in Sachen globaler Kapitalismus. Man fragt sich nur wer auf die Idee gekommen ist der neue Siemens Boss Joe Kaeser w&uuml;rde wirklich dem von der Mainstrempresse aufgebauten Bild des &bdquo;Vers&ouml;hners&ldquo; entsprechen? Auch f&uuml;r Herren Kaeser gelten die Spielregeln des globalen Turbokapitalismus, indem der Mensch nun einmal nicht im Mittelpunkt steht. Deren Umsetzung Herren Kaeser aber vermutlich weniger schlaflose N&auml;chte bereiten werden als den unmittelbaren Opfern. Dabei Siemens ist kein notleidender Konzern, die Gewinne flie&szlig;en immer noch reichlich. Das einzige Problem: Die Rendite ist niedriger als von B&ouml;rsenzockern und Aktienjongleuren erwartet.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu passt: VW stimmt Mitarbeiter auf Sparkurs ein<\/strong><br>\nEuropas gr&ouml;&szlig;ter Automobilkonzern Volkswagen sp&uuml;rt die Absatzkrise und wirbt bei seinen Mitarbeitern f&uuml;r einen Sparkurs. &ldquo;Wir brauchen eine solide Ertragskraft mit einer wettbewerbsf&auml;higen Kostenposition&rdquo;, sagte VW-Markenvorstand Arno Antlitz vor 18.000 Besch&auml;ftigten im Stammwerk in Wolfsburg. Auf allen Ebenen, in allen Regionen und in allen Werken werde man daher den G&uuml;rtel in den n&auml;chsten Monaten noch enger schnallen m&uuml;ssen. Darunter solle das Kerngesch&auml;ft aber nicht leiden. Zugleich werde weiter an den internen Abl&auml;ufen und Strukturen gearbeitet, k&uuml;ndigte Antlitz an.<br>\nVolkswagen hatte sich schon vor l&auml;ngerem zum Ziel gesetzt, die Kosten jedes Jahr durch Effizienzsteigerungen zu senken, um profitabler zu werden. Der intern als &ldquo;Volkswagen Weg&rdquo; bezeichnete Kurs setzt allerdings voraus, dass auch der Absatz stetig klettert, um Personalabbau zu vermeiden.<br>\nEine solche Steigerungen der Verkaufszahlen wird angesichts der Dauerkrise in Europa jedoch immer schwieriger. Konzernchef Martin Winterkorn hatte deshalb bereits angek&uuml;ndigt, die Sparma&szlig;nahmen zu versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/VW-stimmt-Mitarbeiter-auf-Sparkurs-ein-article11431641.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier sollte man nicht vergessen, dass die Familien Pi&euml;ch und Porsche dieses Jahr 300 Millionen Euro Dividenden kassiert haben. Damit das auch weiter so bleibt muss der gemeine Mitarbeiter schon einmal den &bdquo;den G&uuml;rtel noch enger schnallen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schluss mit der &Ouml;konomisierung des Lebens<\/strong><br>\nAbrackern f&uuml;rs Unternehmen, alles geben f&uuml;r den Job: Der Mediziner Ulrich Renz hat sich dagegen entschieden und stattdessen ein Buch dar&uuml;ber geschrieben, wie die Arbeit unser Leben bestimmt. Im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt er, warum Firmen-Slogans verlogen und Kollegen keine Familie sind &ndash; und wie sich die Tyrannei der Arbeit beenden l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/tyrannei-der-arbeit-schluss-mit-der-oekonomisierung-des-lebens-1.1779813\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Heute nicht verpassen: Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nNach knapp sieben Jahren und 62 Ausgaben &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo; verlassen Urban Priol und Erwin Pelzig das &ldquo;Flaggschiff des deutschen Kabaretts&rdquo;.<br>\nDienstag 01.10.2013, 22:25 &ndash; 23:25 Uhr<br>\nG&auml;ste sind: Georg Schramm, Jochen Malmsheimer, Volker Pispers, sowie Max Uthoff<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes w&uuml;rde monokel- und zylindertragende Mittelschicht belasten<\/strong><br>\nDie Magazine &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;Focus&rdquo; warnen heute in seltener Einm&uuml;tigkeit vor m&ouml;glichen Steuererh&ouml;hungen, sollte es zu einer gro&szlig;en Koalition kommen. Zu Recht: Denn eine &ndash; wie von der SPD geforderte &ndash; Anhebung des Spitzensteuersatzes w&uuml;rde vor allem die ohnehin schon stark belastete monokel- und zylindertragende Mittelschicht mit einem j&auml;hrlichen Bruttolohn von 250.730 Euro und mehr belasten.<br>\n&ldquo;Huch! Ich bin zutiefst emp&ouml;rt &uuml;ber die unseligen Pl&auml;ne der SPD&rdquo;, klagt der monokel- und zylindertragende Kanalarbeiter Fred M&uuml;ller (j&auml;hrl. Bruttolohn: 350.000 Euro). Er schn&uuml;ffelt an einem Fl&auml;schchen Riechsalz, um ob der sich ank&uuml;ndigenden Steuererh&ouml;hungen nicht in Ohnmacht zu fallen. [&hellip;] Auch Friseurin Mandy Kowalski aus Jena (j&auml;hrl. Bruttolohn 480.000 Euro) kann nicht fassen, was sie von ihrem Butler aus &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;Focus&rdquo; vorgelesen bekommt. &ldquo;Mon Dieu! Mein sp&auml;rliches Gehalt reicht doch jetzt schon kaum zum Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/09\/steuererhohungen-wurden-vor-allem.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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