{"id":18821,"date":"2013-10-02T08:34:44","date_gmt":"2013-10-02T06:34:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821"},"modified":"2013-10-02T08:34:44","modified_gmt":"2013-10-02T06:34:44","slug":"hinweise-des-tages-1978","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h01\">Tag der Deutschen Einheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h02\">Wir haben da mal was vorbereitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h03\">Netzpolitik: Das Ende der Kindheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h05\">Fetisch Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h06\">Ulrike Herrmann &ndash; Eine teure Illusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h07\">Warum es die Linken nie mehr an die Macht schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h08\">Brauchen wir Steuererh&ouml;hungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h09\">Maria Markantonatou: &bdquo;Der Erfolg der griechischen Neonazis zeigt, wohin Austerit&auml;t f&uuml;hren kann&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h10\">US-Haushaltsstreit: Ein Schreckgespenst namens &laquo;default&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h11\">Lucas Zeise: Berlusconi wollte 2011 raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h12\">Beschluss des ver.di-Bezirksvorstands Wiesbaden vom 30. September 2013: Chance zum Politikwechsel jetzt nutzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h13\">The One Percent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h14\">Volkswagen: Shitstorm &uuml;ber Chattanooga<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h15\">Was ist der Demografische Wandel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h16\">&ldquo;Betonkrebs&rdquo; zerfrisst die deutschen Br&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h17\">Kundenarbeit &ndash; Die unbezahlte Dienstleistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821#h18\">Staatsverschuldung: Geliebter Feind<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18821&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tag der Deutschen Einheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lohnl&uuml;cke zwischen Ost und West bleibt<\/strong><br>\nSie ist ein hehres Ziel &ndash; und scheint unerreichbar wie der Goldschatz am Ende des Regenbogens: die Angleichung der Einkommen in Ost- und Westdeutschland. 23 Jahre nach der Wiedervereinigung klafft noch immer eine gro&szlig;e L&uuml;cke bei den L&ouml;hnen &ndash; und sie wird nicht kleiner. Das wird wohl so bleiben: &bdquo;Seien wir realistisch: Eine volle Angleichung ist in n&auml;chster Zukunft nicht zu erwarten&ldquo;, sagt &Ouml;konom Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut in Dresden. [&hellip;]<br>\nAuch die Niedriglohn-Zone ist trotz Widerstand entstanden: 2011 verdiente jeder vierte Besch&auml;ftigte in Ostdeutschland weniger als 8,50 Euro die Stunde, errechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut in Halle. Im Westen waren es nur elf Prozent. Laut Statistischem Bundesamt lag 2012 der durchschnittliche Stunden-Bruttoverdienst im Osten 28 Prozent unter dem West-Niveau. W&auml;hrend ein Vollzeit-Besch&auml;ftigter im Westen 3900 Euro pro Monat nach Hause brachte, waren es diesseits der Oder nur 2820 Euro.<br>\nDoch das sind nur Durchschnittswerte. Angeglichen haben sich die Einkommen in der &Ouml;ffentlichen Verwaltung. Denn hier wird Tarif gezahlt &ndash; und die Tarife haben sich stark angen&auml;hert. Ganz anders in der Privatwirtschaft. Hier verdient ein Ostdeutscher im Durchschnitt nur 65 Prozent des West-Niveaus. In der Investitionsg&uuml;ter-Produktion sind es nur 60 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/gehalt-lohnluecke-zwischen-ost-und-west-bleibt,1473632,24503920.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Welche Chancen? Welche Chancen!<\/strong><br>\nWas h&auml;tte aus den beiden Deutschland erwachsen k&ouml;nnen. Welche Chance! Und wie schrecklich vert&auml;ndelt sie wurde. Statt eines besonnenen Verfassungspatriotismus&rsquo; machten derber Nationalismus und konsumorientierte Lust auf die D-Mark den Prozess der Ann&auml;herung unter sich aus. Eingewickelt von einem Konservatismus, der die Alternativlosigkeit der Zerschlagung aller DDR postulierte, um damit in den Almanach deutscher Geschichte zu gelangen, fl&ouml;&szlig;te man dem Osten Wettbewerb, deregulierte M&auml;rkte und Ellenbogenmentalit&auml;t ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/10\/welche-chancen-welche-chancen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir haben da mal was vorbereitet<\/strong><br>\nNoch bevor die Koalitionsverhandlungen begonnen haben, stellt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ihr Reformprogramm f&uuml;r die k&uuml;nftige Regierung vor<br>\nDie Regierungsbildung nach der Bundestagswahl k&ouml;nnte sich lange hinziehen. F&uuml;r den Freitag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein erstes Sondierungsgespr&auml;ch mit der SPD vereinbart, am Montag folgt ein &auml;hnliches Treffen mit den Gr&uuml;nen &ndash; Ausgang ungewiss. Der Entwurf eines k&uuml;nftigen Reformpakets liegt trotzdem schon vor. Es tr&auml;gt den Titel &ldquo;Chance 2020 &ndash; Mit sozialer Marktwirtschaft f&uuml;r ein gerechtes und leistungsf&auml;higes Deutschland&rdquo; und stammt von der Initiative Neue Soziale Martkwirtschaft (INSM). Ma&szlig;geblich mitgeschrieben hat an dem Papier niemand geringeres als Gerhard Schr&ouml;ders (SPD) Ex-Superminister Wolfgang Clement (ehemals SPD).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40014\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Netzpolitik: Das Ende der Kindheit<\/strong><br>\nIm Netz hat der Ausgang der Bundestagswahl wenig Begeisterung hervorgerufen. Nun wird heftig diskutiert, warum man so wenig Einfluss hat. Die Niederlage k&ouml;nnte ein Weckruf sein. [&hellip;]<br>\nDie historischen Subjekte der Netzpolitik, die sich in den letzten Jahren herausgebildet haben, die Piratenpartei, verschiedene Pressure Groups wie die Digitale Gesellschaft und andere NGOs, Beratungsorganisationen wie der CCC, die Enquete-Expertokratie und einige Partei-Arbeitskreise, politische Blogger und Whistleblower unterlagen fast alle dieser Medien- und Talkshow-Abh&auml;ngigkeit. [&hellip;]<br>\nDieses &bdquo;Weiter so&ldquo;, das die Kritiker der Regierung oft und gerne vorwerfen, betreiben die Netzpolitiker n&auml;mlich selbst &ndash; ohne dass es ihnen bewusst zu werden scheint. Bereits wenige Tage nach der Bundestagswahl gaben zwei Netz-Kenner von Spiegel Online die neue alte Marschrichtung vor und listeten auf, welche netzpolitischen Themen jetzt auf der Tagesordnung st&uuml;nden. Sie nannten die Aufarbeitung des NSA-Skandals, die Vorratsdatenspeicherung, den Breitbandausbau und die Netzneutralit&auml;t. Markus Beckedahl f&uuml;gte noch die Ausarbeitung einer Europ&auml;ischen Datenschutzgrundverordnung hinzu.<br>\nDrei dieser Themen &ndash; Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralit&auml;t und Datenschutzrichtlinie &ndash; werden nicht in Berlin, sondern in Br&uuml;ssel entschieden. Doch das Problem ist gar nicht so sehr der Ort, auf den sich die Netzbewegten konzentrieren sollten &ndash; viel entscheidender ist die Frage, ob das bevorzugte Mittel der Wahl, die expertokratische Lobbyarbeit, wirklich die richtige Strategie f&uuml;r eine junge Bewegung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/64986\/netzpolitik-das-ende-der-kindheit\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach Kritik an NSA: Deutschem Schriftsteller wird USA-Einreise verweigert<\/strong><br>\nEin Schelm, wer hier B&ouml;ses denkt: Ende September noch ist der Schriftsteller Ilija Trojanow, gemeinsam mit knapp sechzig anderen Autoren, zum Kanzleramt marschiert und hat aus einem offenen Brief vorgelesen, in dem die Bundesregierung dazu aufgefordert wird, Deutschland vor der Spionage durch ausl&auml;ndische Geheimdienste zu besch&uuml;tzen. Am Montag, dem 30. September, wird ihm, ohne Angabe von Gr&uuml;nden, die Einreise in die USA verweigert. Statt an einem Germanistenkongress, zu dem er eingeladen ist, teilnehmen zu k&ouml;nnen, sitzt er am Flughafen in Brasilien fest. Dort schreibt er einen Text f&uuml;r die &ldquo;FAZ&rdquo;, in dem es hei&szlig;t: &ldquo;Es ist mehr als ironisch, wenn einem Autor, der seine Stimme gegen die Gefahren der &Uuml;berwachung und des Geheimstaates im Staat seit Jahren erhebt, die Einreise in das &lsquo;land of the brave and the free&rsquo; verweigert wird.&rdquo; Ist nun ein weiteres Mal das Demokratieverst&auml;ndnis der USA in Frage gestellt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article120563474\/Deutschem-Schriftsteller-wird-USA-Einreise-verweigert.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>N.S.A. Gathers Data on Social Connections of U.S. Citizens<\/strong><br>\nSince 2010, the National Security Agency has been exploiting its huge collections of data to create sophisticated graphs of some Americans&rsquo; social connections that can identify their associates, their locations at certain times, their traveling companions and other personal information, according to newly disclosed documents and interviews with officials.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/09\/29\/us\/nsa-examines-social-networks-of-us-citizens.html?_r=2&amp;pagewanted=all&amp;\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fetisch Energiewende<\/strong><br>\nWinfried Kretschmann will eine Verengung aufs &Ouml;kologische. Nebenbei will er das Steuerkonzept seiner Partei begraben. Das ist einigerma&szlig;en verr&uuml;ckt. [&hellip;]<br>\nWinfried Kretschmann hat auf dem L&auml;nderrat am Wochenende eindringlich f&uuml;r einen radikalen Kurswechsel geworben. Er m&ouml;chte die Partei auf die &ouml;kologische Transformation aller Lebensbereiche fokussieren. Die Energiewende soll das zentrale Projekt sein, dem anderes untergeordnet w&uuml;rde. Dabei m&uuml;ssten die Gr&uuml;nen die Wirtschaft als Partner begreifen, nicht als Feind, forderte Kretschmann. &bdquo;Nichts im &Uuml;berma&szlig;!&ldquo; Mit diesem Sinnspruch des Orakels von Delphi erkl&auml;rte er die eigenen Steuerpl&auml;ne f&uuml;r unsinnig. [&hellip;]<br>\nBei Kretschmanns Werbung f&uuml;r den Kurswechsel ist entscheidend, was er nicht sagt. F&uuml;r seine Hinwendung zur Mitte m&uuml;ssten die Gr&uuml;nen ihre Steuerpl&auml;ne drastisch entsch&auml;rfen. Wie, das haben die Wirtschaftsverb&auml;nde im Wahlkampf mantraartig wiederholt: Die Verm&ouml;gensabgabe m&uuml;sste weg, die Erh&ouml;hung von Erbschafts- und Abgeltungssteuer auch. Der Spitzensteuersatz w&auml;re verhandelbar; er hat nur symbolischen Wert und produziert kaum relevante Staatseinnahmen.<br>\nDann aber fehlte den Gr&uuml;nen in ihrem Finanzkonzept ein zweistelliger Milliardenbetrag. Was dann? Neue Schulden? Das w&auml;re angesichts der Schuldenbremse so gar nicht realpolitisch. Bei der Bildung k&uuml;rzen? Uncool. Bei der Energiewende? Quatsch, das ist ja der Markenkern. Bleibt das Soziale. Das ist der letzte gro&szlig;e Kostenblock, den die Gr&uuml;nen auf sechs Milliarden Euro taxieren &ndash; und der einen Aufschlag f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher und die Garantierente beinhaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!124692\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch auf den NachDenkSeiten:<\/strong> Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18804\">Der gr&uuml;ne Faktor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Eine teure Illusion<\/strong><br>\nDie Deutschen werden gerade in ganz Europa beneidet, denn sie scheinen unverwundbar durch die Eurokrise zu segeln: W&auml;hrend in fast allen Eurol&auml;ndern &ouml;konomische Flaute herrscht, konnten sich die Deutschen immer auf ihre Export&uuml;bersch&uuml;ssen verlassen. Auch viele Bundesb&uuml;rger sind &uuml;berzeugt, dass sie die Eurozone eigentlich gar nicht ben&ouml;tigen, weil sie doch die ganze Welt als Absatzgebiet haben. Vor allem die Schwellenl&auml;nder gelten als uners&auml;ttlich, wenn es um deutsche Maschinen und deutsches Know-how geht.<br>\nDoch nun fallen diese Schwellenl&auml;nder als Kunden weitgehend aus, weil sich bei ihnen eine neue Finanzkrise anbahnt: Hektische Anleger aus dem Westen ziehen ihr Verm&ouml;gen aus Brasilien oder Indien ab, da sie f&uuml;rchten, dass dort eine Blase platzt. Da bleibt nat&uuml;rlich kein Geld &uuml;brig, um deutsche Exportwaren zu kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F01%2Fa0098&amp;cHash=d8e9f57383853255b590393ff20db570\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum es die Linken nie mehr an die Macht schaffen<\/strong><br>\nIn ganz Europa verlieren Sozialdemokraten an Einfluss. Warum? Weil sie nur die Themen der Vergangenheit beackern &ndash; Wohlfahrtsstaat und sinnlose Verteilungsgerechtigkeit. Das freut ihre Funktion&auml;re, &ouml;det die W&auml;hler aber an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/koalitionskampf-in-berlin-warum-es-die-linken-nie-mehr-an-die-macht-schaffen_aid_1116553.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Dazu schreibt uns unser Leser B.W.:<\/strong> Hallo liebes Team der Nachdenkseiten, anbei ein Artikel, den ihr Euch bitte mal gen&uuml;&szlig;lich auf der Zunge zergehen lassen m&uuml;sst. Es f&auml;llt mir schwer Zitate auszuw&auml;hlen, da beinahe jeder Satz vor Dummheit und neoliberaler Propaganda strotzt. Bitte auf jeden Fall ganz lesen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diesen Artikel lassen wir ausnahmsweise einmal unkommentiert, da hier die Propaganda derart mit dem Holzhammer kommt, dass der Text sich auch selbst entlarvt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Brauchen wir Steuererh&ouml;hungen?<\/strong><br>\nEine Spitzensteuersatzerh&ouml;hung um 1% w&uuml;rde dem Staat nur 0,6 Milliarden Euro mehr einbringen&rdquo; [&hellip;] &ldquo;Die Gier des Staates entwickelt sich zur Sucht. In der ersten H&auml;lfte 2013 blieb ein &Uuml;berschuss von 8,5 Milliarden Euro. Entlastungen w&auml;ren also m&ouml;glich. Doch selbst Entlastungen f&uuml;r Normalverdiener hat die rot-gr&uuml;ne Bundesratsmehrheit in den letzten Jahren blockiert&rdquo; [&hellip;] &ldquo;Kein Wunder, dass bei der BTW 2013 sich 51% f&uuml;r Parteien entschieden haben, die Erh&ouml;hungen ausgeschlossen haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/fakt\/video151918.html\">MDR Fakt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leseres S.S.:<\/strong> Es kann eigentlich nur Satire sein, die Art und der Tenor des Beitrags sprechen allerdings dagegen. Glauben m&ouml;chte man es trotzdem nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Maria Markantonatou: &bdquo;Der Erfolg der griechischen Neonazis zeigt, wohin Austerit&auml;t f&uuml;hren kann&ldquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Maria Markantonatou &uuml;ber Neonazismus, Ausgrenzung und die Krise in Griechenland. Markantonatou unterrichtet Politische Soziologie an der Fakult&auml;t f&uuml;r Soziologie der Aegean Universit&auml;t (Griechenland). Sie hat in dem Sammelband &ldquo;Nation &ndash; Ausgrenzung &ndash; Krise. Kritische Perspektiven auf Europa&rdquo;, der im Juni 2013 erschienen ist, einen Artikel zu dem Thema dieses Interviews verfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1191\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Haushaltsstreit: Ein Schreckgespenst namens &laquo;default&raquo;<\/strong><br>\nDer am Dienstag eingetretene &laquo;government shutdown&raquo; in den Vereinigten Staaten k&ouml;nnte ein Vorgeschmack auf das sein, was dem Land ab der Monatsmitte droht: Einigt sich der Kongress bis 17. Oktober nicht in dem wesentlich kritischeren Haushalt-Streitpunkt, n&auml;mlich der Erh&ouml;hung der Schuldenobergrenze, d&uuml;rften die USA wohl zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die Zahlungsunf&auml;higkeit (&laquo;default&raquo;) rutschen. Die gesetzlich festgelegte Schuldengrenze liegt derzeit bei 16,7 Bio. $ und entspricht etwa 105% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Bereits seit einigen Monaten bedient sich das amerikanische Schatzamt einiger &laquo;aussergew&ouml;hnlicher Massnahmen&raquo;, wie es heisst, um die Finanzierung staatlicher Aktivit&auml;ten sicherzustellen. Mitte Oktober wird es aber seinen Gestaltungsspielraum ausgereizt haben.  Sollten die verh&auml;rteten politischen Fronten in Washington tats&auml;chlich dazu f&uuml;hren, dass der amerikanische Kongress die Schuldengrenze nicht weiter anhebt, m&uuml;ssten ab Mitte Oktober die Staatsausgaben den Einnahmen entsprechen. Nach Sch&auml;tzungen des Congressional Budget Offices (CBO) betr&auml;gt diese Differenz im Fiskaljahr 2013 19% und d&uuml;rfte 2014 noch 16% ausmachen; um diesen Prozentsatz m&uuml;ssten also die gesamten Staatsausgaben eingeschr&auml;nkt werden. Anders als bei dem am Dienstag eingetretenen Shutdown w&auml;ren theoretisch alle &ouml;ffentlichen Bereiche von K&uuml;rzungen betroffen, selbst die staatlichen Sozialprogramme Medicaid und Medicare. Dann d&uuml;rfte es eine Frage der Zeit sein, bis die USA auch ihre finanziellen Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen k&ouml;nnen. Gem&auml;ss der Rating-Agentur Moody&rsquo;s sind die im Oktober ausstehenden Zinszahlungen der Vereinigten Staaten relativ gering, doch am 15. November muss das Treasury Schulden von rund 16 Mrd. $ begleichen, was etwa 6% der monatlichen Einnahmen im Fiskaljahr 2014 entspricht. Gem&auml;ss Moody&rsquo;s w&uuml;rde ein Zahlungsausfall der USA die Finanzm&auml;rkte beunruhigen und das Vertrauen von Unternehmen und Konsumenten in die US-Wirtschaft ersch&uuml;ttern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/ein-schreckgespenst-namens-default-1.18159810\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Tatsache, dass die Exekutive hierzulande mit gr&ouml;&szlig;eren Vollmachten ausgestattet ist und in solchen Notf&auml;llen alle laufenden Ausgaben weiterf&uuml;hren kann, stellt sich doch die Frage, wie sinnvoll eine Schuldenobergrenze ist. Diese wurde in den USA 1917 eingef&uuml;hrt und allein in den letzten zwanzig Jahren 18 Mal erh&ouml;ht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Berlusconi wollte 2011 raus<\/strong><br>\nDer freie Kapitalverkehr ist das wahre Grundgesetz der Europ&auml;ischen Union. Es geht um die Freiheit, Kapital nicht nur einzusetzen, durch den Einsatz von Arbeitskraft zu vermehren und zu akkumulieren, sondern es auch beliebig zu transferieren, es auf die Reise in gewinntr&auml;chtige Regionen der Welt zu schicken, es nach Belieben unbotm&auml;&szlig;igen oder auch nur steuerlich ung&uuml;nstigen Regionen zu entziehen und es auf die Flucht vor Abwesenheit von Profit zu schicken. Dieses hehre Freiheitsprinzip steht &ndash; neben der Freiheit des Waren- und Personenverkehrs &ndash; als wichtigstes Grundrecht in der Charta der EU. Die EU ist das einzige einem Staate &auml;hnliche Gebilde, in dem die Kapitalverkehrsfreiheit einen rechtlich so hohen Status genie&szlig;t. Daran schon kann man erkennen, da&szlig; die EU selbst ein Projekt des gro&szlig;en Kapitals ist. Kapital bewegt sich bekanntlich in Geldform, genauer gesagt in Form von Kreditgeld oder in Form von Eigentumsvertr&auml;gen wie Aktien.<br>\nDie neue W&auml;hrung hat Spanien, Italien, Irland, Griechenland und Portugal zun&auml;chst Vorteile gebracht, denn Kapital str&ouml;mte in diese L&auml;nder, wo die Kapitalanlage pl&ouml;tzlich nicht mehr von Abwertung bedroht war. Seit die goldenen Zeiten des &Uuml;berflusses an fiktivem Kapital mit Ausbruch der gro&szlig;en Finanzkrise 2007 vorbei sind, flieht das Kapital aus diesen L&auml;ndern. Euro und EU bieten den Gro&szlig;- und Kleinkapitalisten dort keinen Vorteil mehr. Silvio Berlusconi soll deshalb 2011 &uuml;ber einen Austritt aus dem W&auml;hrungs- und Kapitalverkehrsverbund nachgesonnen haben &ndash; das behauptet jedenfalls das fr&uuml;here EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi in seinem Buch &raquo;Morire di Austerit&agrave;&laquo; oder &raquo;An der Sparwut sterben&laquo;. Berlusconi wurde damals schnell von den Sachwaltern des freien Kapitalverkehrs (Berliner Regierung plus EZB-Spitze) durch Mario Monti ersetzt. Die Episode zeigt, wie Euro und EU sich aufl&ouml;sen k&ouml;nnten, wenn die Bourgeoisien der vom Kapitalverkehr benachteiligten L&auml;nder ihr Heil in der Flucht suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/09-28\/024.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lucas Zeise bezieht sich eher auf das heute im Mittelpunkt stehende Finanzkapital. Am Anfang des Binnenmarktes stand das realwirtschaftliche Gro&szlig;kapital, das im ERT der Kommission die Rahmenbedingungen des Binnenmarktes diktierte. Paul Krugman hat das seinerzeit (1988) ganz gut erkannt, indem er schreibt, &bdquo;da&szlig; die europ&auml;ische Integration als solche eine Art strategische Handelspolitik ist, da die europ&auml;ischen L&auml;nder nicht nur untereinander Handel treiben, sondern auch mit anderen Regionen der Welt im Handelsaustausch und Wettbewerb stehen. Theoretische Modelle einer strategischen Handelspolitik lassen erkennen, da&szlig; in Wirtschaftszweigen, die zunehmende Gewinne erwarten lassen, die Gr&ouml;&szlig;e des Binnenmarktes ein bedeutsamer Bestimmungsfaktor der Ausfuhrleistung sein kann. &hellip;  Eine zunehmende Integration des europ&auml;ischen Marktes kann folglich einen &lsquo;strategischen&rsquo; Nutzen mit sich bringen, der &uuml;ber den &uuml;blichen Nutzen hinausgeht, indem europ&auml;ische Unternehmen eine bessere Basis f&uuml;r einen oligopolistischen Wettbewerb gegen&uuml;ber amerikanischen und japanischen Konkurrenten erwerben.&ldquo; Es ging  also nicht um die bessere Positionierung der EU als Ganzes, sondern einzelner EU-&Ouml;konomien des Zentrums innerhalb der Triadenkonkurrenz, heute w&uuml;rden wir sagen innerhalb einer globalen Wirtschaft. Insofern erweist sich das  Binnenmarktprogramm als nationales Projekt der dominanten &Ouml;konomien, pr&auml;ziser der Schaffung einer Dominanz der Nationalwirtschaften, welche &ldquo;f&uuml;r strategisch wichtige G&uuml;ter und Dienstleistungen die relativ m&auml;chtigsten oligopolistischen Gruppen besitzt.&ldquo; (Perroux). Dass diese oligopolistischen Gruppen sich heute zunehmend vom Nationalstaat befreien k&ouml;nnen, ist letztlich das Ergebnis der damaligen Strategie &ndash; Ebenso, dass kein  geringer Teil der Erl&ouml;se dieser expandierenden Realwirtschaft heute &uuml;ber den Globus vagabundieren und regelm&auml;&szlig;ig in h&ouml;chst spekulativen Projekten verbrannt werden, statt eine investiven Verwendung zugef&uuml;hrt zu werden, die diesen Namen verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beschluss des ver.di-Bezirksvorstands Wiesbaden vom 30. September 2013: Chance zum Politikwechsel jetzt nutzen<\/strong><br>\n&bdquo;Flagge zeigen f&uuml;r den Politikwechsel&ldquo; lautete das Motto des Aktionstags der Gewerkschaften am 7. September 2013 in Frankfurt am Main. Nach den Wahlen vom 22. September 2013 bietet sich nun die Chance, mit neuen parlamentarischen Mehrheiten gewerkschaftliche Forderungen nach guter Arbeit, sicheren Renten, einem sozialen Europa und einem aktiven Staat durchzusetzen.<br>\nWir fordern daher die Vorst&auml;nde und Fraktionen der Parteien SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und DIE LINKE auf, diese Chance im Bund und im Land z&uuml;gig zu nutzen und gemeinsame Forderungen und Schnittmengen aus den jeweiligen Wahlprogrammen rasch umzusetzen. Ein erstes gemeinsames Projekt auf diesem Wege sollte ein Bundestagsbeschluss zur Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohns noch in diesem Jahr sein.<br>\nBegr&uuml;ndung:<br>\n&bdquo;Es ist eine ausgezeichnete Idee, jetzt die Gelegenheit zu nutzen, den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn auf den Weg zu bringen und mit 8,50 Euro einzusteigen, bevor in Koalitionsverhandlungen bindende Festlegungen getroffen werden.&ldquo; (Frank Bsirske am 25.9.13)<br>\nSchon im vergangenen M&auml;rz nutzten SPD, Gr&uuml;ne und LINKE ihre neue Mehrheit im Bundesrat, um symbolisch einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro zu beschlie&szlig;en. Jetzt ist die neue Bundestagsmehrheit am Zuge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wiesbaden.verdi.de\/bezirk_wiesbaden\/bezirksvorstand\/#beschluss-vom-30-september-2013-chance-zum-politikwechsel-jetzt-nutzen\">ver.di Bezirk Wiesbaden<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>The One Percent<\/strong><br>\nThis 80-minute documentary focuses on the growing &ldquo;wealth gap&rdquo; in America, as seen through the eyes of filmmaker Jamie Johnson, a 27-year-old heir to the Johnson &amp; Johnson pharmaceutical fortune. Johnson, who cut his film teeth at NYU and made the Emmy&reg;-nominated 2003 HBO documentary Born Rich, here sets his sights on exploring the political, moral and emotional rationale that enables a tiny percentage of Americans &ndash; the one percent &ndash; to control nearly half the wealth of the entire United States. The film Includes interviews with Nicole Buffett, Bill Gates Sr., Adnan Khashoggi, Milton Friedman, Robert Reich, Ralph Nader and other luminaries.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HmlX3fLQrEc\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Volkswagen: Shitstorm &uuml;ber Chattanooga<\/strong><br>\nDer VW-Konzern will, angetrieben von IG Metall und VW-Betriebsrat, in seinem US-Werk im S&uuml;den der USA einen Betriebsrat nach deutschem Vorbild installieren. Und bekommt es jetzt mit der amerikanischen Antigewerkschafts-Lobby zu tun. Die Antigewerkschafts-Rhetorik reicht bis in h&ouml;here politische Kreise. &ldquo;Ich w&uuml;rde es hassen, wenn irgendetwas passiert, das die Produktivit&auml;t des Werkes gef&auml;hrdet oder Investoren in Chattanooga abschreckt&rdquo;, erkl&auml;rte Bill Haslam, immerhin Gouverneur des Bundesstaates Tennessee. Der Vertreter der &ouml;rtlichen Handelskammer, Ron Harr, meint: &ldquo;Es gibt keinen Grund, hier eine Gewerkschaft zu haben.&rdquo; Die Lobbygruppe &ldquo;National Right to Work Legal Defense Foundation&rdquo; bietet den VW-Besch&auml;ftigten sogar kostenlose rechtliche Beratung an, wenn sie sich gegen eine gewerkschaftliche Organisierung wehren wollen. Massiv und ohne Scheu in der Wortwahl machen Gewerkschaftsgegner Front gegen unliebsame Pl&auml;ne bei Volkswagen. Das Vorhaben w&uuml;rde wom&ouml;glich der amerikanischen Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW) den Weg ebnen: Sie k&ouml;nnte mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit den Betrieb des deutschen Herstellers gewerkschaftlich organisieren. Und damit erstmals ein bedeutendes Werk eines gro&szlig;en ausl&auml;ndischen Automobilherstellers im S&uuml;den der USA. F&uuml;r die Autogewerkschaft ist nicht akzeptabel, dass die Werke amerikanischer Hersteller gewerkschaftlich organisiert sind, die Werke ausl&auml;ndischer Hersteller &uuml;berwiegend nicht. Gelingt der UAW in Chattanooga der Durchbruch, w&auml;re das ein Zeichen auch f&uuml;r andere Werke ausl&auml;ndischer Autokonzerne in den USA. Etwa f&uuml;r das Daimler-Werk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama, das die UAW ebenfalls zu organisieren versucht &ndash; bislang ohne Erfolg. Chattanooga ist eines der ganz wenigen VW-Werke weltweit, das &uuml;ber keinerlei Form von Arbeitnehmervertretung verf&uuml;gt. Selbst in China gebe es so etwas wie Gewerkschaften, hei&szlig;t es aus Gewerkschaftskreisen bitter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/42944_42965.htm\">Mitbestimmung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Piech und Co. sind einfach clever. Sie wissen genau, wie man Humankapital bindet und motiviert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Was ist der Demografische Wandel?<\/strong><br>\nF&uuml;r die Bundesregierung ist es &ldquo;das wichtigste Thema der kommenden Jahre&rdquo;. ZEIT ONLINE und explainity erkl&auml;ren den demographischen Wandel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/video\/2013-10\/2708606524001\/kurz-erklaert-was-ist-der-demografische-wandel#autoplay\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.C.:<\/strong> Der (layout-) technisch hervorragend gemachte Videoclip wiederholt unkommentiert zahlreiche falsche Behauptungen zum demographischen Wandel. Unglaublich!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Betonkrebs&rdquo; zerfrisst die deutschen Br&uuml;cken<\/strong><br>\nLaut einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Urbanistik (Difu), die der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; exklusiv vorliegt, ist vor allem der Zustand von Br&uuml;cken, f&uuml;r die St&auml;dte und Gemeinden zust&auml;ndig sind, alarmierend: &ldquo;Knapp die H&auml;lfte der kommunalen Br&uuml;cken weist problematische oder schlechte Zust&auml;nde auf&rdquo;, hei&szlig;t es darin nach einer Untersuchung in 456 St&auml;dten, Gemeinden und Landkreisen. Sieben Prozent der Br&uuml;cken erhalten auf der f&uuml;r diese Bauwerke &uuml;blichen Skala von 1,0 bis 4,0 die schlechteste Zustandsnote 3,5&ndash;4,0. Bereits wenn Gutachter einen &ldquo;ausreichenden Zustand&rdquo; feststellen (2,5&ndash;2,9), kann die Standsicherheit beeintr&auml;chtigt sein. Br&uuml;cken dieser Kategorie sind nur noch eingeschr&auml;nkt befahrbar, m&uuml;ssen teilweise oder f&uuml;r schwere Fahrzeuge ganz gesperrt werden. 66.714 entsprechende Bauwerke haben die Difu-Experten ermittelt und in einer Stichprobe festgestellt, dass bei rund 15 Prozent der Br&uuml;cken &ldquo;Ersatzneubaubedarf&rdquo; bestehe. Sprich: Der jeweilige Zustand ist so schlecht, dass eigentlich nur noch Abriss und Neubau infrage kommen. &ndash; Bundesweit, so hat das Difu anhand der Br&uuml;ckenfl&auml;che und des Zustands errechnet, m&uuml;ssten ab heute bis 2030 fast elf Milliarden Euro in sogenannte Ersatzneubauten investiert werden. Allein in Nordrhein-Westfalen knapp 2,5 Milliarden Euro, in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen insgesamt mehr als 800 Millionen Euro. Pro Jahr sind das f&uuml;r alle betroffenen Kommunen rund 630 Millionen Euro, zuz&uuml;glich rund 300 Millionen Euro f&uuml;r Ausbesserungen. Insgesamt sei so pro Jahr knapp eine Milliarde Euro n&ouml;tig, um die Br&uuml;cken im Land instandzuhalten&rdquo;, stellen die Verfasser der Studie fest.<br>\nQuellle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article120489862\/Betonkrebs-zerfrisst-die-deutschen-Bruecken.html\">Welt online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.423532.de\/13-26-6.pdf\">DIW sch&auml;tzt [PDF &ndash; 156 KB]<\/a>, dass bundesweit von 2006 bis 2011 j&auml;hrlich knapp vier Milliarden Euro zu wenig f&uuml;r die Substanzerhaltung der Verkehrsinfrastruktur aufgewendet wurden. Es best&uuml;nden &ldquo;allein f&uuml;r die erforderlichen Reinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur eine Investitionsl&uuml;cke von j&auml;hrlich rund 3,8 Milliarden Euro. Hinzu kommen der Nachholbedarf aufgrund vernachl&auml;ssigter Ersatzinvestitionen, der bei der Fahrzeugflotte anstehende Investitionsbedarf und die &ndash; auch bei vorrangig zu behandelnden Ersatzinvestitionen punktuell notwendigen &ndash; Investitionen f&uuml;r Netzausbau und erweiterung. Insgesamt ergibt sich eine Investitionsl&uuml;cke von mindestens zehn Milliarden Euro pro Jahr.&rdquo; Das DIW bem&auml;ngelt ebenso, dass kein Konzept zur Infrastrukturfinanzierung best&uuml;nde, das die Finanzierungsprobleme auf der kommunalen Ebene einbezieht, wie z.B. in der Schweiz und Frankreich. &ndash; Es ist ein Skandal sondergleichen, dass die Politik glaubt, dass Deutschland in der materiellen wie auch immateriellen (Erziehung, Bildung, Ausbildung, Forschung) Infrastruktur von der maroden Substanz leben zu k&ouml;nnen. Uns geht es gut meint Frau Merkel. Nur, dem Exporterfolg stehen gegen&uuml;ber: &uuml;ber 10 Jahre Stagnation der L&ouml;hne, zu viele Schulabbrecher und Absolventen, die in grundlegenden F&auml;higkeiten schw&auml;cheln, und marode Stra&szlig;en. Es ist besch&auml;mend, dass die Stra&szlig;en in Barcelona, Mailand besser in Schuss sind als Berlin und Hamburg, geschweige denn im Ruhrgebiet. Von der notwendigen Pflege des volkswirtschaftlichen Anlageverm&ouml;gens im weitesten Sinne haben Schwarz\/Rot und Schwarz\/Gelb wohl nichts geh&ouml;rt. Aber eine Schuldenbremse einf&uuml;hren, die jede politische L&ouml;sung grundlegender Probleme verhindert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kundenarbeit &ndash; Die unbezahlte Dienstleistung<\/strong><br>\nDie Dokumentation &ldquo;Kundenarbeit&rdquo; zeigt in zahlreichen Alltagssituationen, wie der Kunde unentgeltlich arbeitet. Die Geschichte der Kundenarbeit wird exemplarisch am Beispiel &ldquo;Supermarkt&rdquo; erz&auml;hlt. Einst war es geradezu verp&ouml;nt, als Kunde Ware in die Hand zu nehmen, geschweige denn sie zu verpacken. Heute tr&auml;umen die Handelsketten vom personalfreien Supermarkt. Tr&auml;ger eines der wichtigsten Innovationspreise 2013 ist denn auch ein Unternehmen, das die Supermarktkassen abschaffen will &ndash; und diese Arbeit ins Smartphone der Kunden integriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/08f09dee-c131-3898-beea-3efa0cea90b0\/20223451?doDispatch=1\">zdf info<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Staatsverschuldung: Geliebter Feind<\/strong><br>\nIngo St&uuml;tzle &ndash; Austerit&auml;t als politisches Projekt<br>\nVon der monet&auml;ren Integration Europas zur Eurokrise<br>\nIngo St&uuml;tzle zeigt, wie das neoliberale Dogma des &bdquo;ausgeglichenen Staatshaushalts&ldquo; in Europa politisch durchgesetzt und ausgenutzt wurde &ndash; und noch immer wird.<br>\nWenn heute in Politik, Wissenschaft und Medien &uuml;ber die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa diskutiert wird, dann in erster Linie &uuml;ber Staatsverschuldung. Die Krise gilt schlechthin als &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo;. Schuldenst&auml;nde insbesondere der Krisenstaaten in S&uuml;deuropa werden hoch und runter analysiert, ihr Abbau in einem gescheiterten &bdquo;Anpassungsprogramm&ldquo; oder &bdquo;Memorandum&ldquo; nach dem anderen als Ziel definiert, staatliche Ausgaben entsprechend mehr und mehr gek&uuml;rzt. Dieser Umgang mit der Eurokrise kommt nicht von irgendwoher, wie Ingo St&uuml;tzle zeigt: Vielmehr wurde das neoliberale Dogma des &bdquo;ausgeglichenen Staatshaushalts&ldquo; im Rahmen des europ&auml;ischen Integrationsprozesses seit mindestens den 1970er Jahren erfolgreich durchgesetzt, wobei Deutschland eine besonders aktive und tragende Rolle spielte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kritisch-lesen.de\/rezension\/staatsverschuldung-geliebter-feind\">kritisch-lesen.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18821","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18821"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18821\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18824,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18821\/revisions\/18824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}