{"id":18839,"date":"2013-10-04T16:44:06","date_gmt":"2013-10-04T14:44:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839"},"modified":"2013-10-04T16:44:06","modified_gmt":"2013-10-04T14:44:06","slug":"hinweise-des-tages-ii-126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h01\">Wie die Banditen von Union und SPD die &raquo;Spiegel&laquo;-Leute auspl&uuml;ndern wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h02\">Europeans divided over austerity, want alternatives<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h03\">Frank Schirrmacher &ndash; Vom digitalen Zwilling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h04\">Retter sucht Kompass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h05\">Silk Road: So jagte das FBI den Online-Drogenboss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h06\">Heiner Flassbeck &uuml;ber US-Haushaltsstreit &ndash; &bdquo;Das sp&uuml;rt auch Europa&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h07\">EU-unemployment &ndash; a Euro problem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h08\">Wem n&uuml;tzt Bernankes Geldpolitik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h09\">Die Zombieregierung in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h10\">Die st&auml;rksten Schultern werden geschont<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h11\">Steigende Arbeitslosigkeit wirbelt spanischen Haushalt durcheinander<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h12\">Das Die entscheidet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h13\">Christoph Butterwegge &ndash; Wer hat, dem wird gegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h14\">Soziales Europa ad&eacute;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h15\">Fast jeder Vierte mit Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h16\">Feuer unterm Bahnhofsdach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h17\">&Ouml;ffentliche Auftragsvergabe: Die Kosten der Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839#h18\">Frust essen Vertrauen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18839&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die Banditen von Union und SPD die &raquo;Spiegel&laquo;-Leute auspl&uuml;ndern wollen<\/strong><br>\n[&hellip;] Der Kern der &raquo;Spiegel&laquo;-Geschichte ist, wenn ich es richtig verstehe, dass Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble seine Fachleute schon mal etwas durchrechnen l&auml;sst, was unter dem Codewort &raquo;Nord-Ost-Verschiebung&laquo; l&auml;uft. Das Modell sieht vor, die sogenannte Reichensteuer f&uuml;r Einkommen ab 250.000 Euro bei Ledigen von 45 Prozent auf 46, 47 oder 48 Prozent zu erh&ouml;hen, daf&uuml;r aber die Einkommensteuertarife so zu verschieben, dass die jeweiligen S&auml;tze erst bei h&ouml;heren Einkommen greifen. Die Reichsten zahlen ein bisschen mehr, daf&uuml;r wird der Effekt der &raquo;kalten Progression&laquo; gemindert. Das hei&szlig;t: Merkels und Gabriels Bankr&auml;uber-Forderung &raquo;Geld her!&laquo; vom Cover richtet sich gar nicht gegen den durchschnittlichen B&uuml;rger oder Leser, sondern eher an den, sagen wir, &raquo;Spiegel&laquo;-Ressortleiter. [&hellip;]<br>\nDer &raquo;Spiegel&laquo; hingegen gef&auml;hrdet nicht die Demokratie &mdash; dieser Satz gilt v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, was der &raquo;Spiegel&laquo; gerade macht, und sei es, Politiker noch vor dem ersten Sondierungstreffen einer m&ouml;glichen Koalition schon einmal als Wahlbetr&uuml;ger und R&auml;uber darzustellen.<br>\nDie Versprechungen prominenter Unionspolitiker, unter keinen Umst&auml;nden die Steuern zu erh&ouml;hen, hat der &raquo;Spiegel&laquo; jetzt schon einmal sicherheitshalber in Stein mei&szlig;eln lassen. Ach nee, das war die &raquo;Bild&laquo;-Zeitung. Man kommt so leicht durcheinander dieser Tage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/wie-die-banditen-von-union-und-spd-die-spiegel-leute-auspluendern-wollen\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die VerBILDung des Spiegel<\/strong><br>\n[&hellip;] Da diskutiert die Republik also nach vielen Jahren in denen die Steuers&auml;tze nach unten gingen &uuml;ber (moderate) Steuererh&ouml;hungen und das Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie zeigt Angela Merkel und Sigmar Gabriel als Banditen, die &ldquo;den Deutschen&rdquo; das Geld wegnehmen wollen. [&hellip;] Wer &ldquo;die Deutschen&rdquo; sind, das zeigt ausgerechnet die FAZ und hat dabei den Mut, sich in der nachrichtlichen Berichterstattung nicht von ihrer Kommentarlinie beeinflussen zu lassen. [&hellip;] Das schreiben die Frankfurter Kollegen und zeigen, dass eine Kombination der Pl&auml;ne von SPD und CDU\/CSU dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass Single-Haushalte erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 81334 Euro belastet w&uuml;rden und ein Ehepaar mit zwei Kindern bis zu einem Monatseinkommen von 14000 Euro entlastet w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/10\/02\/die-verbildung-des-spiegel_6591\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europeans divided over austerity, want alternatives<\/strong><br>\nAs the European Commission is about to present proposals to strengthen the &ldquo;social dimension of the economic and monetary union&rdquo;, a new poll shows that up to 60% of Europeans believe there are better ways of solving the economic crisis than austerity. [&hellip;]<br>\nn crisis-hit countries of Southern Europe, support for austerity measures is very low: as many as 94% of Greeks, 81% of Portuguese and 80% of Spaniards believe there are better alternatives.<br>\nMore than half of the respondents (51%) argued austerity policies have failed to fight the crisis. Just 5% said the policies were in fact delivering results. Europeans with the most trust in austerity policies were Bulgarians (67%) and Hungarians (62%).<br>\nWhen asked who benefits from austerity policies, 67% of respondents said &ldquo;only certain countries,&rdquo; with 77% of this group pointing the finger at Germany.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/socialeurope\/europeans-dismiss-austerity-poli-news-530806\">EurActiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frank Schirrmacher &ndash; Vom digitalen Zwilling<\/strong><br>\nErstmals stellt ein Bundespr&auml;sident das Ringen um das digitale Ich in den Mittelpunkt einer Rede. Gaucks Ansprache ist ein Appell an die deutsche Politik, die Neudefinition von Freiheitsrechten nicht allein den Konzernen zu &uuml;berlassen. [&hellip;]<br>\nVielleicht ist Gaucks Rede endlich Grund daf&uuml;r, die l&auml;cherliche Debatte wer &bdquo;modern&ldquo; ist und wer von gestern zu beenden. Die Systeme sind l&auml;ngst implementiert, sie helfen uns und gef&auml;hrden uns, wie jede Technologie es tat &ndash; nur dass sie mit einem &bdquo;Zwilling&ldquo; von uns herumspielen, einem rein &bdquo;empirischen&ldquo; Menschen, der keinen Schmerz kennt und nicht an uns zur&uuml;ckmeldet, was man mit ihm veranstaltet und der &uuml;berdies, in den Worten Michel Foucaults, &bdquo;eminent regierbar&ldquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/rede-des-bundespraesidenten-vom-digitalen-zwilling-12602600.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schirrmacher und die SPD<\/strong><br>\n[&hellip;] Frank Schirrmacher, der stets weit vorausschauende Feuilletonchef der FAZ, will deshalb der &bdquo;&uuml;berlebenden&ldquo; SPD ein neues Spielfeld er&ouml;ffnen: Sie soll den digitalen Wandel gestalten. Nicht mit netzpolitischen Arbeitskreisen am Rande der Fraktion, nein, mit der ganzen ihr noch verbliebenen Kraft. Die SPD, so Schirrmacher, m&uuml;sse erkennen, dass das Internet die &bdquo;Dampfmaschine des Geistes&ldquo; sei; und dass Netzpolitik nicht blo&szlig; mit Kinderkram oder Geheimdienstschn&uuml;ffelei zu tun habe, sondern mit den dramatischen Auswirkungen der &bdquo;zweiten industriellen Revolution&ldquo; auf Demokratie, Arbeitsmarkt und Konsumgesellschaft. Entsprechend hoch m&uuml;sse die Partei das Thema h&auml;ngen und den &bdquo;digitalen Kapitalismus&ldquo; (Peter Glotz 1999!) zu ihrem Kernthema machen. Nach dem Kleckerkram des Wahlkampfs w&auml;re das in der Tat ein Befreiungsschlag. Denn mit der Gestaltung des digitalen Wandels w&uuml;rde die SPD &uuml;ber Nacht wieder zur Fortschrittspartei. Die Sozialdemokraten w&uuml;rden die Jugend und die Mittelschichten erreichen, sie w&auml;ren &ndash; wie in den sechziger und siebziger Jahren &ndash; Vorreiter und Motor der Modernisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/schirrmacher-und-die-spd\">Der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Retter sucht Kompass<\/strong><br>\nBei Spiegel Online hat er&rsquo;s zum Aufmacher geschafft. &ldquo;Kretschmann soll mit Merkel sondieren&rdquo;, steht dort. Gescheiter w&auml;re, der gr&uuml;ne Ministerpr&auml;sident w&uuml;rde seinen eigenen Laden auf Vordermann bringen. [&hellip;]<br>\nAuch Kretschmann hat reichlich rasche, popul&auml;re, sogar widerspr&uuml;chliche Erkl&auml;rungen f&uuml;r das historische drittbeste Ergebnis der Gr&uuml;nen parat, das als so gro&szlig;er Misserfolg empfunden wird. Er nimmt eine Mitschuld auf sich und erledigt zugleich das Gesch&auml;ft der Gegner. Ein Beispiel von mehreren: Sein Lamento &uuml;ber die &ldquo;Bevormundung&rdquo; der Menschen durch die Gr&uuml;nen &ldquo;von der Wiege bis zur Bahre&rdquo;. Das ist astreine neoliberale Paranoia, unabl&auml;ssig verbreitet seit Jahrzehnten von Wahlk&auml;mpfern von Union, FDP und konservativen Leitartiklern. Mit der gesellschaftlichen Realit&auml;t haben solche Fantasien nichts zu tun, viel aber mit dem allgegenw&auml;rtigen Bestreben, linken Weltverbesserern am Zeuge zu flicken, um sich vorteilhaft von ihnen abzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/131\/retter-sucht-kompass-1767.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Silk Road: So jagte das FBI den Online-Drogenboss<\/strong><br>\nSie verkauften ihm Kokain und lie&szlig;en sich f&uuml;r Auftragsmorde anheuern: Verdeckte FBI-Ermittler haben dem mutma&szlig;lichen Chef der Internet-Drogenplattform Silk Road monatelang Scheingesch&auml;fte angeboten. Wom&ouml;glich half bei der Verhaftung nur ein Zufall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/silk-road-so-jagte-das-fbi-den-online-drogenboss-a-926091.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Interessant an der <a href=\"http:\/\/www.heavy.com\/news\/2013\/10\/ross-ulbricht-silk-road-tor-dread-pirate-roberts\/\">ganzen Story<\/a> ist vor allem, dass die US-Beh&ouml;rden den vermeintlichen Silk-Road-Betreiber mittels klassischer Ermittlungst&auml;tigkeit &uuml;berf&uuml;hrt haben &ndash; ganz ohne die Komplett&uuml;berwachung der NSA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &uuml;ber US-Haushaltsstreit &ndash; &bdquo;Das sp&uuml;rt auch Europa&ldquo;<\/strong><br>\nMit einem Bankrott der USA ist nicht zu rechnen, sagt &Ouml;konom Heiner Flassbeck. Doch k&ouml;nnte die Blockadepolitik der Republikaner eine neue globale Rezession ausl&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!124909\/\">taz<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>If It Happened There &hellip; the Government Shutdown<\/strong><br>\nThis is the first installment of &ldquo;If It Happened There,&rdquo; a regular feature in which American events are described using the tropes and tone normally employed by the American media to describe events in other countries. [&hellip;]<br>\nWhile the country&rsquo;s most recent elections were generally considered to be free and fair (despite threats against international observers), the current crisis has raised questions in the international community about the regime&rsquo;s ability to govern this complex nation of 300 million people, not to mention its vast stockpiles of weapons of mass destruction.<br>\nAmericans themselves are starting to ask difficult questions as well. As this correspondent&rsquo;s cab driver put it, while driving down the poorly maintained roads that lead from the airport, &ldquo;Do these guys have any idea what they&rsquo;re doing to the country?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.slate.com\/blogs\/the_world_\/2013\/09\/30\/potential_government_shutdown_how_would_the_u_s_media_report_on_it_if_it.html\">Slate<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-unemployment &ndash; a Euro problem?<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134004_01.gif\" alt=\"Unemployment EU\" title=\"Unemployment EU\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2013\/10\/01\/graph-of-the-day-eu-unemployment-a-euro-problem\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wem n&uuml;tzt Bernankes Geldpolitik?<\/strong><br>\nDer Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank (Fed) hat am 18. September die Finanzm&auml;rkte mit dem Entscheid, das so genannte Quantitative-Easing-Programm nicht zu drosseln, &uuml;berrascht. Die Bilanz der Zentralbank wird weiterhin mit 85 Milliarden Dollar pro Monat vergr&ouml;ssert. Ziel von Fed-Chef Ben Bernanke ist es, die Arbeitslosenquote unter den Wert von 6,5 Prozent zu bringen. Doch wer profitiert tats&auml;chlich von der unkonventionellen Geldpolitik?<br>\nDie Statistik von Emmanuel Saez an der University of California in Berkeley bringt Klarheit. Der &Ouml;konom Saez erhebt regelm&auml;ssig Daten von der US-Steuerbeh&ouml;rde IRS (Internal Revenue Service) und berechnet damit den Grad der Einkommens-Ungleichheit in der amerikanischen Bev&ouml;lkerung. Saez&rsquo; Erhebung zeigt: In der kruden Unterscheidung zwischen &laquo;Top 1%&raquo; und &laquo;Bottom 99%&raquo; haben nur die reichsten 1% in den vergangenen vier Jahren, seit dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise, nennenswerte Einkommensgewinne erzielt. Und das ist genau der Zeitraum, in dem Bernankes unkonventionelle Geldpolitik aktiv war. Die plausibelste Erkl&auml;rung daf&uuml;r sind die Kapitalgewinne, die Saez in seiner Berechnung zu den Einkommen z&auml;hlt. Mit anderen Worten: Bernankes Geldpolitik hat prim&auml;r den Aktienmarkt aufgepumpt, und die dort erzielten Kapitalgewinne flossen zu einem weit &uuml;berproportionalen Teil in die Taschen der reichsten 1%. Der Rest der Bev&ouml;lkerung hatte nicht viel davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33296\/wem-nuetzt-bernankes-geldpolitik\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hier die von Saez erhobenen Daten: Seit der Krise (2007-2009)  haben die Einkommen reichsten 1% um 31,4 Prozent und der Rest um 0,4 Prozent zugelegt. Und dann nat&uuml;rlich die Zuwachsraten f&uuml;r den Zeitraum 1993 bis 20012, die sich nat&uuml;rlich nicht allein aus der US-Geldpolitik erkl&auml;rten, sondern dem Wirtschaftssystem angels&auml;chsischer Pr&auml;gung geschuldet sind. Ein Kapitalismus der sich neuen feudalen Zeiten n&auml;hert, nur dass die Leibeigenen heute Arbeiter hei&szlig;en. Und lieber Mark Dittli, der mit Tobias Straumann und Markus Diem Meier den Leser auf &ldquo;Never Mind the Markets&rdquo; immer wieder mit interessanten, aus dem Mainstream herausfallenden, statistisch ges&auml;ttigten Artikeln verw&ouml;hnst, die Unterscheidung Saez&rsquo; ist nicht krude im heute gebr&auml;uchlichen Sinn, sondern bringt die Dinge auf den Punkt &ndash; krude h&ouml;chstens im Sinne des Lateinischen &lsquo;crudus&rsquo; also blutig, grausam. Dittli bietet ferner etliche interessante Links, so auch dem Beitrag von Diem Meier zu <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33124\/statuswettbewerb-und-finanzkise\/\">&ldquo;Statuswettbewerb, Ungleichheit und Finanzkrise&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134004_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134004_02_th.gif\" alt=\"Real Income Growth by Groups\" title=\"Real Income Growth by Groups\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Zombieregierung in Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nZum zweiten Mal seit 2011 halten die britische Konservativen ihren Parteitag im nordwestenglischen Manchester ab. Schon damals demonstrierten Zehntausende dagegen. Freundschaftliche Gef&uuml;hle in der Bev&ouml;lkerung gibt es auch jetzt nicht. 50.000 Demonstranten folgten am 29. September laut Polizeiangaben einem Aufruf des britischen Gewerkschaftsbundes TUC, etwa 80.000 waren es laut den Organisatoren. die Demonstration in Manchester hatte die geplante Zerschlagung des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens NHS als zentrales Thema. Das NHS ist tief im Massenbewusstsein als gr&ouml;&szlig;te Errungenschaft der Nachkriegszeit verwurzelt. Der geplante Verkauf dieser Institution an multinationale Gesundheitskonzerne hat Aufstandspotential. Ein Ende der Einsparungen ist nicht in Sicht. Finanzminister Osborne warb in seiner Parteitagsrede f&uuml;r die Idee, in Jahren des Wirtschaftsaufschwungs ein Haushaltsplus zu erzielen. Au&szlig;erdem sollen zuk&uuml;nftig Arbeitslose zu gemeinn&uuml;tziger Arbeit gezwungen werden. Das ist eine Weiterentwicklung von Workfare-Konzepten, die von britischen Gerichten bereits f&uuml;r illegal erkl&auml;rt wurden.  Es ist noch rund anderthalb Jahre bis zu den n&auml;chsten Wahlen. Bis dahin m&ouml;chte seine Regierung einiges umsetzen: Die Privatisierung des Gesundheitswesens und der Post, neue Gesetzgebung, die die finanziellen M&ouml;glichkeiten von NGOs und Gewerkschaften drastisch einschr&auml;nkt, die Errichtung von Fracking-Anlagen in vielen l&auml;ndlichen Gebieten sowie die Reduzierung der Dachspopulation im Interesse der Fleischindustrie, um nur einige zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40022\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Tragische ist, dass es wie bei uns seit Schr&ouml;der, in Gro&szlig;britannien seit Blair eigentlich keine zahlenm&auml;&szlig;ig gro&szlig;e Opposition gibt. So geht es denn auch im Artikel weiter: &ldquo;Was h&auml;lt diese Regierung an der Macht? Die Schw&auml;che der Opposition. Die Labour-Partei hat einen internen Krieg gegen die Gewerkschaften begonnen. Sie m&ouml;chte die historische Verbindung mit den Gewerkschaften kappen. Gewerkschaften haben die Labour-Partei gegr&uuml;ndet. Der Gro&szlig;teil des Parteieinkommens kommt aus Gewerkschaftskassen. Doch der politische Einfluss, den Gewerkschaften auf die Parteipolitik haben, ist in den vergangenen Jahrzehnten auf ein fast nicht mehr wahrnehmbares Minimum abgesenkt worden. &hellip; Die Gewerkschaften stehen unter steigendem Druck, etwas zu unternehmen. Lehrer, Feuerwehrleute, Postler und viele andere Berufsgruppen stehen in Arbeitsk&auml;mpfen gegen die Regierung. Hinzu kommen Auseinandersetzungen im privaten Sektor&rdquo; &ndash; Bleiben nur die alten Lieder: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_detailpage&amp;v=x__beDvSiGc\">&ldquo;Babylon&rsquo;s burning&rdquo;, &ldquo;London&rsquo;s Burning&rdquo;, &ldquo;White Riot&rdquo; usw.<\/a><\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Land der Chancen&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem britischen Regierungschef Cameron m&uuml;ssen Steuern gesenkt, der Sozialstaat beschnitten und junge Menschen zur Arbeit oder Ausbildung durch Geldentzug gezwungen werden<br>\nDie Tories nennen ihre Partei die f&uuml;r hart arbeitende Menschen. Gestern ging der Parteitag der Konservativen mit der Abschlussrede von Regierungschef David Cameron zu Ende, der nat&uuml;rlich versprach, dass unter seiner F&uuml;hrung alles besser werde &ndash; zumindest eben f&uuml;r die hart arbeitenden Menschen.<br>\nWas Cameron darunter genauer versteht, bleibt allerdings sein Geheimnis. F&uuml;r ihn sind es die Menschen, die niemals aufgeben, die &Uuml;berstunden schieben, die mit den von der Regierung verordneten Sparma&szlig;nahmen zurechtkommen, und die britischen Unternehmer, die ihre Mitarbeiter nicht entlassen. Beide w&uuml;rden das Schlamassel aufarbeiten, das die Labour-Partei hinterlassen habe. Dabei r&uuml;hmte er Margaret Thatcher, die ein gutes St&uuml;ck daran mitgearbeitet hat, den &ldquo;Kasinokapitalismus&rdquo; zu schaffen, den Cameron nun gei&szlig;elt, allerdings nur rhetorisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40028\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die st&auml;rksten Schultern werden geschont<\/strong><br>\nTop-Verdiener in Deutschland werden durch Steuern und Abgaben relativ wenig belastet. Der Trend zu h&ouml;heren Verbrauchssteuern hat das noch versch&auml;rft. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Entscheidend ist nicht die Betrachtung einzelner Komponenten, sondern der Gesamtbelastung&rdquo;, fassen die IMK-Forscher zusammen. &ldquo;Diese ist stark progressiv in der unteren H&auml;lfte der Einkommensverteilung, flacht sich zwischen dem sechsten und neunten Zehntel jedoch signifikant ab.&rdquo; Beim obersten Zehntel liegt die Gesamtquote aller Steuern und Abgaben mit 35,5 Prozent sogar niedriger als beim sechsten Zehntel.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134004_03.jpg\" alt=\"Ganz oben sinkt die Belastung\" title=\"Ganz oben sinkt die Belastung\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2013_15_1.pdf\">Hans-Boeckler-Stiftung [PDF &ndash; 300 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steigende Arbeitslosigkeit wirbelt spanischen Haushalt durcheinander<\/strong><br>\nNur die Ausgaben f&uuml;r Zinsen steigen deutlich, auch Lokalf&uuml;rsten der spanischen Regierungspartei wettern und Gewerkschaften drohen erneut mit Generalstreik [&hellip;]<br>\nAngesichts der Lage wurde wegen des angek&uuml;ndigten Erholungshaushalts auf eine Stimulierung des Arbeitsmarkts gehofft. Doch das Gegenteil ist der Fall. Experten schlie&szlig;en nun nicht aus, dass im Winter der Rekord von knapp 27 Prozent &uuml;berschritten wird. Auch Regionalf&uuml;rsten der konservativen Volkspartei (PP) von Mariano Rajoy begehren gegen neue K&uuml;rzungen auf. Die PP-Regierungschef der Balearen Jos&eacute; Ram&oacute;n Bauz&aacute; spricht von einer &ldquo;Verachtung&rdquo; der Region. Dass auch auf den Inseln Investitionen zusammengestrichen wurden, sei &ldquo;absolut ungerecht&rdquo;, damit werde die Bev&ouml;lkerung verspottet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/155066\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Die entscheidet<\/strong><br>\nDie Verm&ouml;gen am oberen Ende wachsen seit Jahren. Alle reden &uuml;ber soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Doch wie stehen die Verm&ouml;genden eigentlich selber zu dieser Entwicklung? [&hellip;]<br>\nIn Wohlstand oder Reichtum aufgewachsene Elitenangeh&ouml;rige sehen das v&ouml;llig anders. Sie empfinden ihre Einkommen und Verm&ouml;gen als gerechtes Ergebnis ihrer Anstrengungen wie der ihrer Vorfahren. Je gr&ouml;&szlig;er das ererbte Verm&ouml;gen ist, umso st&auml;rker wird auf die eigene Leistung bzw. die der V&auml;ter und Gro&szlig;v&auml;ter als Ursprung hingewiesen. Der Staat wird in diesen Kreisen mehrheitlich eher skeptisch betrachtet, als eine Institution, die einem vom hart erarbeiteten Geld stets viel zu viel wegnimmt und, anders als die Wirtschaft, mit Geld auch nicht wirklich umgehen kann. Vor allem die Sozialleistungen stehen dabei immer in der Kritik.<br>\nAngesichts der klaren Verkn&uuml;pfung von sozialer Herkunft und Einstellung muss es nachdenklich stimmen, dass die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen Eliten aus b&uuml;rgerlichen oder gro&szlig;b&uuml;rgerlichen Elternh&auml;usern stammt. In der Wirtschaft trifft das auf vier F&uuml;nftel, in den privaten Medien auf drei Viertel, in Justiz und Verwaltung auf ca. zwei Drittel zu.Wirklich stark ist die durchschnittliche Bev&ouml;lkerung nur in den Spitzen von Gewerkschaften und Kirchen repr&auml;sentiert, also in den Eliten, die den geringsten Einfluss haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/michael-hartmann\/7432-einstellungen-der-elite\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge &ndash; Wer hat, dem wird gegeben<\/strong><br>\nEntsolidarisierung, Erosion der Mittelschicht und Zerfall der Gesellschaft sind logische Folgen der aktuellen Politik.<br>\nBedingt durch den Siegeszug des Neoliberalismus, der Finanzm&auml;rkte und des Marktradikalismus nehmen die soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit seit geraumer Zeit fast &uuml;berall auf der Welt zu. Trotzdem begreift sich die Bundesrepublik seit ihrer Gr&uuml;ndung als &bdquo;nivellierte Mittelstandsgesellschaft&ldquo; (Helmut Schelsky), in der es weder ernst zu nehmende Armut noch gro&szlig;en privaten Reichtum, sondern den Anspruch auf &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; (Ludwig Ehrhard) gibt. Noch gegen Mitte der 1980er-Jahre sprach Ulrich Beck von einem &bdquo;Fahrstuhl-Effekt&ldquo;, der w&auml;hrend des Wirtschaftswunders alle zusammen nach oben bef&ouml;rdert habe.<br>\nHeute sorgt ein Paternoster-Effekt un&uuml;bersehbar daf&uuml;r, dass die einen nach oben und die anderen zur selben Zeit nach unten fahren. Auch in der Bundesrepublik gibt es die Tendenz zur sozialen Polarisierung, zur Pauperisierung und zur Prekarisierung der Lohnarbeit, weshalb die Reichen immer reicher und die Armen eher zahlreicher geworden sind. Wer ohne ideologische Scheuklappen durch unsere St&auml;dte geht, kann erkennen, dass sich die Armut bis in die Mitte der Gesellschaft hineinfrisst, wo sie sich verfestigt und auch eine sozialr&auml;umliche Spaltung (in Luxus- und Elendsquartiere) hervorruft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/christoph-butterwegge\/7413-abstiegsaengste-und-diffamierung-der-unterschicht\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Soziales Europa ad&eacute;<\/strong><br>\nDie EU-Kommission sorgt sich um die soziale Schieflage der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Sozialkommissar Andor hat nun Vorschl&auml;ge zur &ldquo;sozialen Dimension&rdquo; der W&auml;hrungsunion gemacht. Doch sie sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/soziales-europa-ade-2\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fast jeder Vierte mit Niedriglohn<\/strong><br>\nDer Niedriglohnsektor stagniert auf hohem Niveau: &Uuml;ber 8 Millionen Besch&auml;ftigte sind betroffen.<br>\nAuch wenn sich der Arbeitsmarkt zuletzt positiv entwickelt hat: Niedrigl&ouml;hne bleiben ein Problem, von dem fast jeder vierte Besch&auml;ftigte betroffen ist. Das zeigt eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels durch Thorsten Kalina und Claudia Weinkopf vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ). Im Jahr 2011, so die aktuellsten vorliegenden Daten, verdienten 8,1 Millionen Personen weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns, also unter 9,14 Euro. Das sind 23,9 Prozent der Besch&auml;ftigten. Im Vergleich zu 2010 ist der Anteil zwar leicht zur&uuml;ckgegangen &ndash; um 0,7 Prozentpunkte. Seit 1995 hat sich die Zahl der Betroffenen aber um 2,6 Millionen erh&ouml;ht.<br>\nDer durchschnittliche Stundenlohn der prek&auml;r Bezahlten liegt noch deutlich unter der Niedriglohnschwelle: 2011 bei 6,46 Euro pro Stunde in Westdeutschland und 6,21 Euro im Osten. Deutschlandweit mussten sich 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte mit Stundenl&ouml;hnen unter 5 Euro begn&uuml;gen. 2,9 Millionen verdienten weniger als 6 und 4,4 Millionen weniger als 7 Euro. Minijobber bekommen besonders oft sehr niedrige L&ouml;hne: &Uuml;ber die H&auml;lfte von ihnen arbeitete 2011 f&uuml;r weniger als 7 Euro pro Stunde, ein Drittel f&uuml;r weniger als 5 Euro. Von einem gesetzlichen Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro w&uuml;rde ein F&uuml;nftel der gesamten Arbeitnehmerschaft profitieren, so die IAQ-Forscher: Anspruch auf eine Lohnerh&ouml;hung h&auml;tten fast 7 Millionen Besch&auml;ftigte. Bei den geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten w&auml;ren es zwei Drittel.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134004_04.jpg\" alt=\"Wenig Lohn f&uuml;r Viele\" title=\"Wenig Lohn f&uuml;r Viele\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2013_15_2.pdf\">Hans-Boeckler-Stiftung [PDF &ndash; 200 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Feuer unterm Bahnhofsdach<\/strong><br>\nStuttgart 21 bleibt brandgef&auml;hrlich: Reisende k&ouml;nnen in Rauchgasen ersticken, wenn ein brennender Zug im Tiefbahnhof steht. Trotz zus&auml;tzlicher Fluchttreppenh&auml;user l&auml;sst sich die Bahnhofshalle im Brandfall nicht immer schnell genug evakuieren, kritisieren Stuttgarter Branddirektion und Regierungspr&auml;sidium das &uuml;berarbeitete Brandschutzkonzept der Deutschen Bahn. Teile des Gutachtens seien sogar wissenschaftlich strittig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/131\/feuer-unterm-bahnhofsdach-1766.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Auftragsvergabe: Die Kosten der Korruption<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Betrugsbeh&ouml;rde OLAF stellt eine neue Studie vor: &ldquo;Public Procurement: costs we pay for corruption: Identifying and Reducing Corruption in Public Procurement in the EU&ldquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/fileadmin\/pdfs\/Themen\/Vergabe\/OLAF_Broschuere_KorruptionsrisikenVergabe_Okt2013.PDF\">Deutsche Kurzausgabe [PDF &ndash; 510 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/fileadmin\/pdfs\/Themen\/Vergabe\/Identifying_and_Reducing_Corruption_in_Public_Procurement.pdf\">Englischsprachige Langfassung [PDF &ndash; 4.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Frust essen Vertrauen<\/strong><br>\nSie z&auml;hlten nach Zehntausenden, manchmal sogar auch mehr als hunderttausend &ndash; die Demonstranten gegen Stuttgart 21. Fast zwei Jahre nach der gescheiterten Volksabstimmung sucht die b&uuml;rgerliche Protestbewegung, die ein ganzes Land politisiert hat, nach alten Gemeinsamkeiten und neuen Zielen.<br>\nSie waren geeint durch die berechtigte Hoffnung, den unsinnigen Tiefbahnhof zu verhindern: stark, konsequent, ideenreich. Viel ist davon geblieben &ndash; und zugleich zu wenig. Drei Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag demonstrieren sie wieder: 7000 Teilnehmer melden die Veranstalter der 191. Montagsdemo am 30. September. Ein langer Zug, viele bekannte und manche prominente Gesichter, eine friedliche Stimmung, wie sie kennzeichnend war f&uuml;r so viele Veranstaltungen. &ldquo;Wir werden immer mehr&rdquo;, singt ein Gitarrist. An der Ecke Bolzstra&szlig;e steht ein Polizist und lobt wartende Autofahrer f&uuml;r ihre Geduld. &ldquo;Es ist fast wie fr&uuml;her&rdquo;, sagt er.<br>\nFast. Denn selbst die 7000 k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, wie die Proteste von fr&uuml;herer St&auml;rke entfernt sind. Wie Geschichtenerz&auml;hlerinnen unterhalten sich einige Frauen an der Markthalle &uuml;ber den ersten Ratschlag im Rathaus. Damals, eine Woche nach der Volksabstimmung, als fast 800 Kopfbahnhofbef&uuml;rworter gegen Resignation und Entmutigung ank&auml;mpften: mit identit&auml;tsstiftendem Erfolg, Stunden, wie geschaffen f&uuml;r ein Handbuch zum Thema politische Motivation und Partizipation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/131\/frust-essen-vertrauen-1762.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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