{"id":18849,"date":"2013-10-07T09:14:54","date_gmt":"2013-10-07T07:14:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849"},"modified":"2013-10-07T09:14:54","modified_gmt":"2013-10-07T07:14:54","slug":"hinweise-des-tages-1980","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h01\">Nach den Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h04\">Kamikazefl&uuml;ge und ihre Piloten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h05\">Eigent&uuml;mliche Rechnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h06\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h07\">Das Wunder von Lettland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h08\">DIW: Reichensteuer-Erh&ouml;hungen: Durch Finanzausgleich profitieren auch arme Bundesl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h09\">Steuerstreit &ndash; Popanz um Ref&ouml;rmchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h10\">Warum wir mehr und h&auml;rter arbeiten m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h11\">Noch immer hungern 842 Millionen Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h12\">Grundeinkommen statt Entwicklungshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h13\">Architekt des NSU als V-Mann enttarnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h14\">Europa h&auml;lt Grenzen dicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h15\">Ungarn: Kein Nachtschlaf im Freien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h16\">Neue Rhetorik macht Bildungsreform-Versprechen nicht besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h17\">Neoliberalismus in der Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h18\">TV-Hinweis: Der Tod kommt aus der Ferne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849#h19\">30 Jahre Friedensdemo im Hofgarten: Veteranentreffen der Friedenstauben in Bonn<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18849&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach den Wahlen <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD: Politik als Selbstzweck<\/strong><br>\nPolitik ist immer auch Kompromiss. Die Gefahr dabei: Sich zu kompromittieren. Beides, der Kompromiss und sich zu kompromittieren, liegt nicht nur sprachlich nah beieinander. Die Politik ist voll von kompromittierenden Kompromissen. Dass die SPD es darin seit langem zur Meisterschaft gebracht hat, ist bekannt. Ihr ehemaliger Parteivorsitzender Franz M&uuml;ntefering hat dies mit seinem Satz, &ldquo;Ich bleibe dabei: Dass wir oft an Wahlkampfaussagen gemessen werden, ist nicht gerecht&ldquo;, nicht nur einmal treffend ausgedr&uuml;ckt. Auch damals ging es um das Thema Steuern. Mit dem Unterschied, dass die SPD damals eine Mehrwertsteuererh&ouml;hung im Wahlkampf ausgeschlossen hatte, sie dann aber in der gro&szlig;en Koalition eine Erh&ouml;hung um drei Prozent beschloss. Im gerade zur&uuml;ckliegenden Wahlkampf aber hat die SPD unter anderem versprochen, den Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent anzuheben und die Verm&ouml;genssteuer wieder einzuf&uuml;hren. Der jetzige SPD-Chef, Sigmar Gabriel, scheint aber seinem Vorg&auml;nger M&uuml;ntefering nicht nachstehen zu wollen. Lie&szlig; er am Montag noch verlauten: &ldquo;Wir nehmen kein Wort unserer Steuerpl&auml;ne zur&uuml;ck.&rdquo; So sagt er jetzt, nach dem ersten Sondierungsgespr&auml;ch mit CDU\/CSU: &ldquo;Steuererh&ouml;hungen sind kein Selbstzweck.&rdquo; Und das SPD-Blatt Vorw&auml;rts zitiert ihn dar&uuml;ber hinaus mit den Worten: &ldquo;Wir werden auf Steuererh&ouml;hungen verzichten k&ouml;nnen, wenn die Steuerhinterziehung wirksam bek&auml;mpft wird&acute;, ist Sigmar Gabriel &uuml;berzeugt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/sondierungsgesprachekoalitionsverhandlungenspd-politik-als-selbstzweck\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: SPD r&uuml;ckt von Steuererh&ouml;hung ab<\/strong><br>\nAlbig: Das ist kein Selbstzweck \/ Gabriel lobt Merkel und Seehofer als &raquo;au&szlig;erordentlich verl&auml;sslich&laquo;<br>\nNach dem ersten Sondierungsgespr&auml;ch zwischen Union und SPD lassen die Sozialdemokraten kaum eine Gelegenheit aus, Kompromissbereitschaft zu signalisieren und die gute Atmosph&auml;re in einer m&ouml;glichen Gro&szlig;en Koalition zu beschw&ouml;ren. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel lobte Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer in der Massenzeitung &raquo;Bild am Sonntag&laquo; als &raquo;au&szlig;erordentlich verl&auml;sslich&laquo;. In seiner Zeit im Kabinett habe er &raquo;im Umgang mit Angela Merkel und Horst Seehofer nie erlebt, dass getroffene Vereinbarungen gebrochen wurden&laquo;. Auch wenn es manchmal sehr m&uuml;hsam gewesen, zu Verabredungen zu kommen.<br>\nF&uuml;hrende Sozialdemokraten zeigten sich zudem beim Thema Steuererh&ouml;hungen kompromissbereit. F&uuml;r die SPD seien Steuererh&ouml;hungen kein Selbstzweck, sagte Gabriel am Freitagabend im ZDF. Zwar sch&auml;tzten Sozialdemokraten und Union viele Probleme &auml;hnlich ein &ndash; keine Einigkeit bestehe aber in der Frage, wie der Schuldenabbau einerseits und mehr Zukunftsinvestitionen andererseits zu finanzieren seien. Die Union m&uuml;sse aber eigene Finanzierungsideen vorlegen.<br>\nIn der &raquo;Bild am Sonntag&laquo; nannte Gabriel als Kernforderungen in Gespr&auml;chen mit der Union die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns, Arbeitsmarktreformen sowie mehr Geld f&uuml;r Bildung. Die SPD werde nur in eine Koalition gehen, &raquo;wenn wir Fortschritte f&uuml;r die Menschen in unserem Land erreichen k&ouml;nnen&laquo;, sagte Gabriel. Steuererh&ouml;hungen seien dagegen keine unabdingbare Forderung: &raquo;F&uuml;r uns sind Steuererh&ouml;hungen kein Selbstzweck&laquo;, sagte der SPD-Vorsitzende. Wenn die Union diese nicht wolle, &raquo;m&uuml;ssen sie erkl&auml;ren, welche Alternativen es dann zur Finanzierung dieser Aufgaben gibt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/835050.spd-rueckt-von-steuererhoehung-ab.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Solche Aussagen des SPD-Bundesvorsitzenden belegen erstens seine Flexibilit&auml;t in der Vertretung von Meinungen und m&uuml;ssten zweitens ein Schlag ins Gesicht vieler Helfer seiner Partei sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Chance nutzen<\/strong><br>\nDeutschland hat gew&auml;hlt. Gleichwohl zeichnet sich bis zum heutigen Tag nicht die Bildung einer neuen Bundesregierung ab. Vieles spricht hingegen daf&uuml;r, dass das Zeitfenster, in dem der neu gew&auml;hlte Bundestag konstituiert, aber die alte Regierung noch im Amt ist, mehrere Monate dauern k&ouml;nnte. Wir sind der festen &Uuml;berzeugung, dass diese Zeit nicht ungenutzt verstreichen darf. Wir k&ouml;nnen zusammen 319 Stimmen im Deutschen Bundestag mobilisieren, um z&uuml;gig wichtige Projekte umzusetzen, die den Mehrheitswillen der Bev&ouml;lkerung abbilden. Wir schlagen Ihnen deshalb vor, das vorhandene Zeitfenster und unsere gemeinsame parlamentarische Mehrheit zu nutzen, um Projekte umzusetzen, die wir den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern im Wahlkampf fast gleichlautend versprochen haben.<br>\nWir m&ouml;chten Ihnen zwei Projekte vorschlagen:\n<ul>\n<li>Die Einf&uuml;hrung eines bundesweit einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns. <\/li>\n<li>Die Abschaffung des Betreuungsgelds, um eine Umleitung der daf&uuml;r im Bundeshaushalt geblockten Mittel in den Ausbau der Kindertagesst&auml;tten zu erm&ouml;glichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Abschaffung des Betreuungsgelds ist in unseren drei Parteien Konsens und k&ouml;nnte ohne weiteres in eine gemeinsame parlamentarische Initiative m&uuml;nden. Uns ist bewusst, dass zwischen Ihnen und uns unterschiedliche Vorstellungen &uuml;ber die H&ouml;he eines gesetzlichen Mindestlohns existieren. Wir sind uns aber sicher, dass diese einer Einigung &uuml;ber eine schnell abstimmungsf&auml;hige Gesetzesvorlage nicht im Weg stehen w&uuml;rden. Wir bauen auf Ihre Bereitschaft, den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern zu signalisieren, dass wir dort anpacken, wo ein Gerechtigkeitsstau existiert und Mehrheiten f&uuml;r Ver&auml;nderungen vorhanden sind. Gern sind wir bereit, &uuml;ber weitere Vorschl&auml;ge f&uuml;r Reformprojekte von Ihnen zu diskutieren, die eine soziale Ver&auml;nderungsmehrheit im Bundestag vor einer Regierungsbildung in Angriff nehmen k&ouml;nnte. Wir begr&uuml;nden eine Stunde des Parlaments. Diese Chance sollten wir nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/dielinke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/die-chance-nutzen\/?tx_fluid_recommendation[success]=1&amp;tx_fluid_recommendation[success]=1&amp;tx_fluid_recommendation[success]=1\">Die Linke<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Wetten, da&szlig; die SPD &ldquo;Wortbruch&rdquo; begeht und ihre Wahlversprechen nicht einh&auml;lt? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung CR:<\/strong> Die SPD steht vor dem Dilemma, offensichtlich ein Wahlversprechen nicht einhalten zu k&ouml;nnen: Entweder geht sie eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ein oder sie kann in einer Gro&szlig;en Koalition keine andere Politik (z.B. fl&auml;chendeckender gesetzlicher Mindestlohn, B&uuml;rgerversicherung, Abschaffung des Betreuungsgeldes) umsetzen.<\/em><br>\n<em>Befreit werden aus diesem Dilemma k&ouml;nnte sie von den B&uuml;ndnis 90\/Gr&uuml;nen, wenn die eine Koalition mit den Unionsparteien eingehen w&uuml;rden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Diese Aktion ist freilich vor allem eine (durchaus gelungene) PR-Aktion der Linken. Nach Grundgesetz Artikel 113 muss auch die Bundesregierung im Gesetzgebungsverfahren ihre Zustimmung zu einem geplanten Gesetz geben, wenn dieses Gesetz Auswirkung auf den Bundeshaushalt hat. Dies ist jedoch im konkreten Fall ganz sicher nicht zu erwarten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&ouml;nreden hilft nicht<\/strong><br>\nDrittst&auml;rkste Fraktion im Bundestag: Welche Konsequenzen zieht die Partei Die Linke aus dem Wahlergebnis? Rot-Rot-Gr&uuml;n &ndash; zu Gabriels Bedingungen?<br>\nAm Wahlabend des 22. September 2013 triumphierte der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi: &raquo;Wer h&auml;tte 1990 gedacht, da&szlig; diese Partei die drittst&auml;rkste Kraft der Bundesrepublik Deutschland wird.&laquo; Den anwesenden Mitgliedern aus den westdeutschen Bundesl&auml;ndern, vor allem dem WASG-Gr&uuml;nder Klaus Ernst, m&uuml;ssen die Haare zu Berge gestanden haben. Gysis Satz war f&uuml;r sie ein Schlag ins Gesicht. &raquo;Diese Partei&laquo; von 1990, die PDS, gibt es nicht mehr. Ohne den Zusammenschlu&szlig; mit der WASG, der 2005 auf den Weg gebracht und 2007 vollzogen wurde, w&auml;re die PDS heute eine sterbende ostdeutsche Regionalpartei, die bereits seit 2002 in der Bundespolitik keine Rolle mehr spielen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-05\/052.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> In diesem Beitrag wird endlich im einzelnen dargelegt, wie Gregor Gysi und seine Mitstreiter vom Reformfl&uuml;gel der Linken das Wahlergebnis f&uuml;r die Linkspartei sch&ouml;n geredet haben. Das war ein gut abgesprochener und ziemlich erfolgreicher Manipulationsversuch. Der Autor nennt einige der Medien, die das sch&ouml;nreden aktiv mitgemacht haben.<\/em><br>\n<em>Auch die Zahlen &uuml;ber die Verluste der Linkspartei in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern im Vergleich zu einigen westlichen zeigen, wie sehr wir wieder und jetzt auch von den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen der &bdquo;Reform&ldquo;-Linken manipuliert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stabil regieren ohne Mehrheit<\/strong><br>\nDer selbst auferlegte Zwang zur Koalition ist den Skandinaviern fremd. Minderheitsregierungen arbeiten dort mit Erfolg. Eine Analyse.<br>\n[&hellip;] Dass Norwegen nach acht Jahren mit rot-gr&uuml;ner Majorit&auml;t nun wieder eine Minderheitsregierung bekommt, ist kein Anlass f&uuml;r Unruhe und kein Zeichen von Instabilit&auml;t. Es ist die R&uuml;ckkehr zum Normalzustand. Die Ausnahme sind nicht Kabinette, die sich im Parlament von Fall zu Fall Mehrheiten suchen m&uuml;ssen. Die Ausnahme war Jens Stoltenbergs Regierung aus Sozialdemokraten, Sozialisten und Agrariern, die dies nicht musste, weil sie alleine &uuml;ber ausreichenden R&uuml;ckhalt verf&uuml;gte.<br>\nBei den skandinavischen Nachbarn ist dies &auml;hnlich. Nur w&auml;hrend 14 der 68 Jahre seit Kriegsende wurde Schweden von Mehrheitsregierungen gef&uuml;hrt, und es waren nicht die besten. Kaum hatten b&uuml;rgerliche Koalitionen nach jahrzehntelanger Absenz den Sozialdemokraten die Regierungsmacht abgerungen, da zerbrachen sie auch schon wieder an internen Querelen. Erst dem Konservativen Fredrik Reinfeldt gelang es 2006, eine Allianz zu zimmern, die eine ganze Legislaturperiode hielt. Doch dann kamen die rechten Schwedendemokraten ins Parlament, und weg war Reinfeldts Mehrheit. Seither steuert er das Land wieder wie normal: mit einer Minderheitsregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/minderheitsregierung-skandinavien-stabil-regieren-ohne-mehrheit,1472602,24530838.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Dazu auch auf den NachDenkSeiten:<\/strong> Jens Berger &ndash; <strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18753\">Minderheitsregierung &ndash; eine Perspektive f&uuml;r die Zukunft<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Syrische Zeitenwende?<\/strong><br>\nDen Plot h&auml;tte John le Carr&eacute; kaum besser entwerfen k&ouml;nnen: Am 31. August tritt US-Pr&auml;sident Barack Obama vor die Presse &ndash; doch anders als erwartet teilt er der Welt nicht mit, dass ein Milit&auml;rschlag gegen das syrische Regime unmittelbar bevorstehe, als Reaktion auf dessen mutma&szlig;lichen Giftgaseinsatz gegen die eigene Bev&ouml;lkerung, sondern verweist die Entscheidung an das amerikanische Parlament. [&hellip;]<br>\nAngesichts des rasanten Tempos der j&uuml;ngsten Entwicklungen kann jedoch schon in wenigen Wochen eine ganz andere Situation entstanden sein.<br>\nViele Fragen bleiben n&auml;mlich offen: Sind Chemiewaffen unter Kriegsbedingungen tats&auml;chlich zu sichern &ndash; und wenn ja, wie? Was geschieht, wenn Damaskus nicht hinreichend kooperiert? Bleibt dann die Option eines Milit&auml;rschlages, die Frankreich, Gro&szlig;britannien und die USA mittels UN-Resolution festschreiben m&ouml;chten, Russland hingegen strikt ablehnt? Werden sich die westlichen Staaten letzten Endes mit Assad arrangieren oder warten sie nur auf die rechte Gelegenheit zum Angriff, wie im Irak vor zehn Jahren? Fest steht jedoch auch, allen Unw&auml;gbarkeiten zum Trotz: Ungeachtet der gewaltigen H&uuml;rden, die es noch zu &uuml;berwinden gilt, sortieren die Ereignisse der ersten Septemberh&auml;lfte 2013 die Weltpolitik neu.<br>\nAls vorl&auml;ufiges Fazit bleibt festzuhalten: Erstens: Die USA haben im Nahen und Mittleren Osten massiv an Einfluss verloren. Wenn Washington tats&auml;chlich von einem Waffengang gegen Damaskus absieht, wird man die Zeichen speziell in Teheran zu deuten verstehen. Die Hardliner in Washington und anderswo, die einen Angriff auf Syrien gerne als Auftakt f&uuml;r einen gr&ouml;&szlig;eren Milit&auml;rschlag gegen das iranische Atomprogramm gesehen h&auml;tten, konnten sich nicht durchsetzen &ndash; dieses Mal jedenfalls nicht.<br>\nZweitens: Die Vereinten Nationen haben an Gewicht gewonnen. Ein milit&auml;rischer Alleingang Washingtons gegen Assad, gerade noch sekundiert von der M&ouml;chtegern-Gro&szlig;macht Frankreich, w&auml;re ohne v&ouml;lkerrechtliche Grundlage erfolgt und h&auml;tte, nach dem Angriff auf den Irak vor zehn Jahren, einen weiteren Pr&auml;zedenzfall geschaffen, auf den sich k&uuml;nftig andere h&auml;tten berufen k&ouml;nnen. Getreu der Devise: Faustrecht statt V&ouml;lkerrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/oktober\/syrische-zeitenwende\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Klarheit nach dem UN-Inspektorenbericht?<\/strong><br>\nAm 28.9.2013 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat seine Resolution 2118 zu Syrien. Darin hat Russland sich im Wesentlichen durchgesetzt: Erstens wird keine Schuldzuweisung an das Assad-Regime bez&uuml;glich des Giftgaseinsatzes am 21.8.2013 vorgenommen. Zweitens wird bei Nichtbefolgen der Resolution der syrischen Regierung nicht mit einem automatischen Milit&auml;rschlag auf Grundlage eines Kapitel-VII-Mandats gedroht.<br>\nDazu m&uuml;sste ein neuer Beschluss des Sicherheitsrats gefasst werden, die Russland jederzeit verhindern k&ouml;nnte. Anderes w&auml;re aus russischer Sicht auch widersinnig: Moskau geht schlie&szlig;lich davon aus, dass der Giftgaseinsatz von der Rebellenseite zu verantworten ist. Entsprechend unterstreicht der Sicherheitsrat (im Konsens), dass nicht nur die Regierungsseite, sondern auch die Aufst&auml;ndischen, mithin &raquo;no party in Syria should use, develop, produce, acquire, stockpile, retain, or transfer chemical weapons&laquo;. (UN-Sicherheits-Resolution 2118 [2013])<br>\nMan sieht: Sechs Wochen nach dem Giftgasangriff vom 21.8.2013 ist dieser alles Andere als aufgekl&auml;rt. Auch die UN-Inspektoren konnten mit ihrem ersten am 16.9.2013 ver&ouml;ffentlichten Bericht keine Klarheit schaffen &ndash; zumal sie keine T&auml;ter benennen sollten.<br>\nAber warum war das eigentlich nicht Teil ihrer Aufgabe? Der syrische Au&szlig;enminister Walid Muallim hat die Vorg&auml;nge j&uuml;ngst vor der UN-Vollversammlung so erl&auml;utert: &raquo;Wir hatten vorgeschlagen, das Mandat der UN-Experten auch durch die M&ouml;glichkeit zu erweitern, die Schuldigen zu ermitteln. Aber die USA und andere L&auml;nder wie Gro&szlig;britannien str&auml;ubten sich dagegen und lie&szlig;en die Mission nur feststellen, ob Kampfstoffe eingesetzt wurden oder nicht&laquo;. Ein interessantes Detail, das das westliche Narrativ (&raquo;Der Assad war&rsquo;s!&laquo;) nicht gerade st&uuml;tzt. Die westlichen Regierungen sowie die meisten westlichen Medien zeigen nach dem 16.9. wenig Neigung, ihr urspr&uuml;ngliches Narrativ aufzugeben. Unisono erkl&auml;rten sie, der Inspektorenbericht deckte ihre Sicht der Dinge. Dass ist jedoch falsch. (&hellip;)<br>\nInwieweit den deutschen Regierungen der letzten 15 Jahre die Komplizenschaft f&uuml;r den Giftgaseinsatz vom 21.8.2013 vorgeworfen werden kann, bleibt allerdings unklar: Erstens ist nicht bewiesen, dass die Ausgangsstoffe tats&auml;chlich f&uuml;r das Chemiewaffenprogramm genutzt wurden (Wirtschaftsministerium und Bundeskanzlerin haben das &ndash; wie erw&auml;hnt &ndash; erst einmal bestritten). Zweitens ist, wie dargelegt, keinesfalls bewiesen, dass die am 21.8.13 eingesetzten Chemiewaffen aus syrischen Best&auml;nden stammen. Falls die T&auml;ter auf Rebellenseite zu finden w&auml;ren, k&ouml;nnte das Sarin auch aus nicht-syrischen Quellen stammen. Dann erg&auml;be sich gar kein Zusammenhang &ndash; auch wenn die Lieferungen an sich skandal&ouml;s bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/klarheit-nach-dem-un-inspektorenbericht\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Todesurteil f&uuml;r Verschl&uuml;sselung in den USA<\/strong><br>\nDie wichtigste Lehre aus den Vorg&auml;ngen beim E-Mail-Provider Lavabit ist, dass man der Verschl&uuml;sselung amerikanischer Dienst-Anbieter nicht mehr vertrauen kann. Das ist nun keine Vermutung &uuml;bereifriger Verschw&ouml;rungstheoretiker mehr, sondern ein von einem Gericht dokumentierter Fakt.<br>\nEin US-Gericht zwang Ladar Levison, Chef des E-Mail-Anbieters Lavabit, den geheimen Schl&uuml;ssel seiner Server rauszugeben. Grund waren Ermittlungen gegen eine einzige Person &ndash; wahrscheinlich Edward Snowden. Betroffen waren alle 400.000 Lavabit-Kunden, deren Daten mit diesem Schl&uuml;ssel ebenfalls dekodiert werden konnten. Als Levison versuchte, dies mit einem Trick zu umgehen, setzte US-Richter Claude M. Hilton eine t&auml;gliche Erzwingungsstrafe von 5000 US-Dollar an. Nach zwei Zahlungen gab Levison auf, &uuml;bergab den Schl&uuml;ssel seiner Server und stellte den Dienst komplett ein, weil er nicht mehr sicher zu betreiben war. Schon letzteres beurteilten US-Beh&ouml;rden als ganz knapp vor einer Straftat.<br>\nDass diese Verf&uuml;gung die Privatsph&auml;re und vielleicht auch Firmengeheimnisse von 400.000 Lavabit-Kunden kompromittierte, gegen die gar nichts vorlag, brachte Richter Hilton nicht von dieser Anordnung ab. Er gab sich offenbar mit der Aussage eines Ermittlers zufrieden, dass sie an denen nicht interessiert seien. Und &uuml;ber all dies konnte der Lavabit-Betreiber nicht einmal reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/security\/artikel\/Todesurteil-fuer-Verschluesselung-in-den-USA-1972561.html\">heise Security<\/a><\/li>\n<li><strong>The Snowden files: why the British public should be worried about GCHQ<\/strong><br>\nWhen the Guardian offered John Lanchester access to the GCHQ files, the journalist and novelist was initially unconvinced. But what the papers told him was alarming: that Britain is sliding towards an entirely new kind of surveillance society<br>\nIn August, the editor of the Guardian rang me up and asked if I would spend a week in New York, reading the GCHQ files whose UK copy the Guardian was forced to destroy. His suggestion was that it might be worthwhile to look at the material not from a perspective of making news but from that of a novelist with an interest in the way we live now.<br>\nI took Alan Rusbridger up on his invitation, after an initial reluctance that was based on two main reasons. The first of them was that I don&rsquo;t share the instinctive sense felt by many on the left that it is always wrong for states to have secrets. I&rsquo;d put it more strongly than that: democratic states need spies.<br>\nThe philosopher Karl Popper, observing the second world war from his academic post in New Zealand, came up with a great title for his major work of political thought: The Open Society and Its Enemies. It is, in its way, a shocking phrase &ndash; why would the open society have enemies? (But then, the title of Charles Repington&rsquo;s The First World War, published in 1920, was shocking too, because it implied that there would be another one.)<br>\nWe do have enemies, though, enemies who are in deadly earnest; enemies who wish you reading this dead, whoever you are, for no other reason than that you belong to a society like this one. We have enemies who are seeking to break into our governments&rsquo; computers, with the potential to destroy our infrastructure and, literally, make the lights go out; we have enemies who want to kill as many of us, the more innocent the better, as possible, by any means possible, as a deliberate strategy; we have enemies who want to develop nuclear weapons, and thereby vastly raise the stakes for international diplomacy and the threat of terrorism; and we have common-or-garden serious criminals, who also need watching and catching.<br>\nI get all that. It doesn&rsquo;t thrill me to bits that the state has to use the tools of electronic surveillance to keep us safe, but it seems clear to me that it does, and that our right to privacy needs to be qualified, just as our other rights are qualified, in the interest of general security and the common good.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/oct\/03\/edward-snowden-files-john-lanchester#start-of-comments\">the guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.D.:<\/strong> Langer, aber differenzierter Artikel &ndash; nicht nur f&uuml;r England interessant<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kamikazefl&uuml;ge und ihre Piloten<\/strong><br>\nF&uuml;r die radikalen RepublikanerInnen ist die Verhinderung von Barack Obamas Gesundheitsreform nichts weniger als ein heiliger Krieg.<br>\n&laquo;Nicht schon wieder!&raquo;, seufzt die Mutter, wenn sich der zweij&auml;hrige Spr&ouml;ssling mitten auf der Strasse auf den Boden wirft und mit Schreien und Strampeln dem Gang der Welt seinen kleinen, aber festen Willen aufzw&auml;ngen will. &laquo;Nicht schon wieder!&raquo;, denkt die US-Expertin, wenn der etwa vierzigk&ouml;pfige Tea-Party-Fl&uuml;gel der Republikanischen Partei in Washington alle politischen Spielregeln missachtet und Jahre nach der verlorenen Abstimmung weitertobt und &laquo;t&auml;ubelet&raquo;: &laquo;Widerruft Obamas Gesundheitsreform!&raquo; &ndash; und das, w&auml;hrend Millionen von US-AmerikanerInnen bereits die neuen &laquo;Obamacare&raquo;-Gesundheitsb&ouml;rsen st&uuml;rmen. Wie man weiss, sind solch infantile Trotzk&ouml;pfe aber total unempf&auml;nglich f&uuml;r rationale Argumente, f&uuml;r Kompromissvorschl&auml;ge, f&uuml;r tats&auml;chliche Machtverh&auml;ltnisse.<br>\nUnd vor allem scheren sie sich einen Dreck um die unmittelbaren Folgen des eigenen Tuns: In den USA wurden am Dienstag fast eine Million Staatsangestellte in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Die als &laquo;lebenswichtig&raquo; bewerteten Staatsaufgaben werden zwar weiterhin erledigt, doch bis sich der Kongress auf ein Notbudget einigen kann, m&uuml;ssen mehr als eine Million Fluglotsen, Grenzbeamtinnen, Gef&auml;ngnisw&auml;rter, Notfall&auml;rztinnen oder Sozialversicherungsangestellte ohne Bezahlung weiterarbeiten. Einzig die SoldatInnen und die 533 Kongressmitglieder werden ordentlich entl&ouml;hnt. Der Service public ist auf Notbetrieb geschaltet. Darunter leiden zuerst jene US-AmerikanerInnen, die sich keine teuren privaten Alternativen zur &ouml;ffentlichen Hand leisten k&ouml;nnen. In Umfragen lehnt die US-Bev&ouml;lkerung die Stilllegung der Regierungsgesch&auml;fte denn auch klar ab und schiebt die Verantwortung daf&uuml;r mehrheitlich den RepublikanerInnen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1340\/us-gesundheitsreform\/kamikazefluege-und-ihre-piloten\">WOZ<\/a>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/kari_20131006_Bereit_kol.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_5023.html\">Klaus Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eigent&uuml;mliche Rechnung<\/strong><br>\n[&hellip;] Die &Ouml;konomen rechnen aus sinkenden Kosten flugs zus&auml;tzliche Investitions- und Handelsvolumina aus und kommen so auf eigent&uuml;mlich konkrete Zahlen. So sollen durch das TTIP die Reall&ouml;hne deutscher Geringqualifizierter um 0,9 Prozent zulegen. Ist das realistisch?<br>\nMeist tun sich &Ouml;konomen schon schwer, Einkommenszuw&auml;chse f&uuml;r ein einzelnes Land f&uuml;r das n&auml;chste Jahr unter gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen auszurechnen. Im Falle der TTIP w&uuml;rde es sich aber um viele L&auml;nder und mehrere Jahre handeln.<br>\nDazu k&auml;me eine Unzahl von Wechselwirkungen und Unsicherheiten durch die neuen Regelungen. Man tut gut daran, derartige Berechnungen als das zu sehen, was sie sind: Modelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-eigentuemliche-rechnung,1472780,24537820.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten:<\/strong> Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17671\"><strong>Freihandelsstudie &ndash; Scharlatanerie im pseudowissenschaftlichen Gewand<\/strong><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bleierne Leere<\/strong><br>\nIn Spanien stehen ungef&auml;hr zwei Millionen Immobilien leer. Gleichzeitig fliegen t&auml;glich Familien aus ihren Wohnungen und H&auml;usern. Wie kann das sein? Eine Reise durch Ruin und Ruinen.<br>\nAls st&uuml;nde man in einem gigantischen Filmset f&uuml;r einen Science-Fiction. Die Welt nach der Menschheit: Stra&szlig;en, so weit das Auge reicht, h&uuml;gelauf, h&uuml;gelab, schwarz gl&auml;nzender Teer. Ordentlich mit Parkbuchten, Laternenmasten, Stra&szlig;enschildern, Zebrastreifen. Schatten wurde auch mitgeliefert, alle 20 Meter ein Ahorn, im Herbstwind rauschen die Bl&auml;tter. Ja, sogar an behinderte Mitb&uuml;rger ist gedacht, in jeder Stra&szlig;e ist eine der Parkbuchten himmelblau bepinselt, darin ein akkurates Rollstuhlpiktogramm. Und neben jedem zweiten Ahorn ein Stromkasten, komplett mit Anschl&uuml;ssen und Kabeln, klar, jedes Haus braucht Strom.<br>\nEs gibt blo&szlig; keine H&auml;user. Menschen sowieso nicht. Hier sind nur Sand, Wind und B&uuml;sche. Das Ganze ist nichts als strukturierte Leere, mitten in der Mancha, der Gegend, in der Don Quijote einst durch seinen Wahnsinn ritt. Papierk&ouml;rbe, Gullydeckel, und alle 300 Meter ein Kreisverkehr, der im glei&szlig;enden Nachmittagslicht auf Autos wartet.<br>\nAls w&uuml;rde man durch den Traum eines Architekten laufen: endlos viel Raum, beliebig bespielbar. Nur dass der Architekt anscheinend aus seinem Traum geweckt wurde, bevor er ihn zu Ende tr&auml;umen konnte. Surreal Estate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/finanzkrise-in-spanien-bleierne-leere-1.1787112\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine an sich gute Reportage, die aber nicht gen&uuml;gend herausarbeitet, wie die Regierung laviert. Immer wieder ert&ouml;nte der Ruf nach einem Gesetz zur Neuregelung der Zwangsr&auml;umungen und die Regierung tat so, als ob sie darauf eingehen w&uuml;rde. Herausgekommen ist, dass bed&uuml;rftige Familien zwei Jahre lang vor einer R&auml;umung gesch&uuml;tzt bleiben. Der Artikel endet ein wenig verkl&auml;rend mit der Akzeptanz der Hausbesetzer durch die Bev&ouml;lkerung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Gem&auml;&szlig; dem Reportage-Format werden ma&szlig;gebliche politisch-&ouml;konomische Zusammenh&auml;nge lediglich angesprochen: Franco-Diktatur, Europ&auml;ische Union, Finanzkapitalismus. Somit bleibt unter Umst&auml;nden leichtgemachtes Bedienen des Klischees &lsquo;spanischer Verh&auml;ltnisse&rsquo;, die eben nicht lediglich &lsquo;spanische&rsquo; sind. Wirtschaftspolitische und soziale Entwicklungen der Individualisierung, Privatisierung und Finanzialisierung des Gemeinwesens im Namen &lsquo;struktureller Reformen&rsquo; manifestieren sich im &lsquo;spanischen Modell&rsquo; exemplarisch, und in diesem Sinne &lsquo;f&uuml;hrend&rsquo;. Denn mangels Alternativen (speziell im EU Wirtschafts- und Industriegef&uuml;ge) konnte sich dieses &lsquo;zukunftsweisende Gesch&auml;fts- und Gesellschaftsmodell&rsquo; umso unmittelbarer durchsetzen. In diesem Sinne gab es also weniger strukturell zu reformieren (was es im Vergleich etwa als Sozialstaat eher rudiment&auml;r gab) als direkt &lsquo;neu&rsquo; zu formieren (eine Gesellschaft von Privat-Eigent&uuml;mern). Empfehlenswert hierzu, und eben nicht nur f&uuml;r spanische Verh&auml;ltnisse relevant, die (englisch-sprachige) Zusammenfassung &lsquo;The Spanish Model&rsquo; (<a href=\"http:\/\/newleftreview.org\/II\/69\/isidro-lopez-emmanuel-rodriguez-the-spanish-model\">LOPEZ, RODRIGUEZ: The Spanish Model<\/a>) des umfangreichen (spanisch-sprachigen) Werks &lsquo;Fin de ciclo&rsquo; (<a href=\"http:\/\/www.a-puntes.net\/arc\/LOPEZ-RODRIGUEZ-fin-de-ciclo.pdf\">LOPEZ, RODRIGUEZ: Fin de ciclo [PDF &ndash; 3,35 MB]<\/a>).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;ubles Europa wird repariert<\/strong><br>\nKurz vor der Wahl stellte Wolfgang Sch&auml;uble seine Sicht auf Europa in der Financial Times dar: Die Sparma&szlig;nahmen in den &ouml;ffentlichen Haushalten und die Verbesserungen in der Wirtschaftsstruktur zahlten sich nun aus, &raquo;sie legen das Fundament f&uuml;r ein nachhaltiges Wachstum&laquo;. F&uuml;r Sch&auml;uble ist das deutsche Beispiel zielf&uuml;hrend.<br>\nIm letzten Jahrzehnt wurden in Deutschland mehr Flexibilit&auml;t im Arbeitsmarkt, eine Verschlankung des Staates und eine Konsolidierung des Staatshaushalts erreicht, damit &ndash; so Sch&auml;uble &ndash; konnte Deutschland seine Wettbewerbsf&auml;higkeit und seine Stellung auf dem Weltmarkt st&auml;rken. &raquo;Was in der Eurozone im letzten Jahrzehnt geschah, war etwas ganz anderes. In der Boomphase lie&szlig;en einige L&auml;nder es zu, dass ihre Arbeitskosten stiegen und ihr Anteil am Welthandel zur&uuml;ckging. Als die Krise kam, verschwanden die Arbeitspl&auml;tze und die &ouml;ffentlichen Finanzen liefen aus dem Ruder.&laquo; (Wolfgang Sch&auml;uble, Ignore the doomsayers: Europe is beeing fixed, Financial Times, 19.9.2013, eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nSch&auml;uble sieht diese Fehlentwicklungen nun weitgehend behoben: &raquo;In nur drei Jahren haben sich die &ouml;ffentlichen Defizite in Europa halbiert, die Lohnst&uuml;ckkosten und die Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessern sich schnell&hellip; Im zweiten Quartal 2013 wurde die Rezession in der Eurozone beendet.&laquo; (ebd.)<br>\nEigentlich war Sch&auml;ubles Wahlkampfartikel eine pr&auml;gnante Wiederholung des schon oft Geh&ouml;rten, dennoch l&ouml;ste er eine bemerkenswerte Welle internationaler Kritik aus. Paul Krugman titelte seinen Blog in der New York Times &raquo;Sie haben eine W&uuml;ste geschaffen und nennen sie Reform.&laquo; Sein Vorwurf zielt darauf, dass Sch&auml;uble das allererste Quartal mit positiven Wachstumszahlen dazu genutzt habe, von der verheerenden Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Europa abzulenken. (Paul Krugman, They Have Made A Dessert And Called It Reform, eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nTats&auml;chlich sind die Entwicklungen f&uuml;r die wichtigsten Eurol&auml;nder selbst bei den positiven Annahmen der Europ&auml;ischen Kommission f&uuml;r das laufende Jahr insgesamt immer noch von der Krise gepr&auml;gt. Die Volkswirtschaften Spaniens und Italiens befinden sich immer in einem Schrumpfungsprozess, Frankreich konnte die Krise gerade &uuml;berwinden, nur Deutschland konnte in den letzten Jahren ein bescheidenes Wachstum entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schaeubles-europa-wird-repariert\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Schleichende Enteignung der deutschen Sparer&ldquo;<\/strong><br>\nDie Kosten f&uuml;r die deutschen Sparer steigen umso h&ouml;her, warnt die Allianz, je l&auml;nger diese Niedrigzinsphase anh&auml;lt. Und sie h&auml;lt an: Am Mittwoch best&auml;tigte die EZB ihre Geldpolitik und betonte zum wiederholten Mal: Die Zinsen bleiben f&uuml;r einen ausgedehnten Zeitraum unten. Das bedeutet eine &bdquo;schleichende Enteignung der deutschen Sparer&ldquo;, schimpft Michael Kemmer, Chef des Bundesverbands deutscher Banken. Denn die Zinsen f&uuml;r einige Geldanlagen liegen unterhalb der Inflationsrate, real verliert man mit ihnen also Geld. Einen &bdquo;Generalangriff auf die deutschen Sparer&ldquo; wittert das Magazin Focus.<br>\n&Ouml;konomen halten dies jedoch f&uuml;r eine verk&uuml;rzte Sichtweise. &bdquo;Prinzipiell kann man hier nicht von einer Enteignung sprechen&ldquo;, sagt Gustav Horn, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts IMK, &bdquo;denn es gibt keinen Rechtsanspruch auf hohe Zinsen &ndash; genauso wenig wie auf Gewinne oder hohe L&ouml;hne.&ldquo; Ebenso wie L&ouml;hne und Gewinne k&ouml;nnen Zinsen nur gem&auml;&szlig; der wirtschaftlichen Lage gezahlt werden. &bdquo;Und diese Lage ist schlecht&ldquo;, so Horn.<br>\nDieses Jahr wird die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone um 0,4 Prozent schrumpfen. In Deutschland d&uuml;rfte es ein mageres Plus von 0,5 Prozent geben. &bdquo;Vor diesem Hintergrund w&auml;ren h&ouml;here Zinsen nicht zu rechtfertigen&ldquo;, sagt Ferdinand Fichtner, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW). &bdquo;Denn die Zinsen m&uuml;ssen von irgendwem erwirtschaftet werden.&ldquo;<br>\nW&uuml;rden die Zinsen angehoben, so k&ouml;nnten einige Anleger zwar h&ouml;here Ertr&auml;ge auf ihre Spareinlagen verzeichnen. &bdquo;Viele Sparer w&uuml;rden aber schlicht ihren Arbeitsplatz verlieren&ldquo;, erkl&auml;rt Horn. Denn die Verteuerung von Krediten bremst die Wirtschaftsleistung. Investitionen unterbleiben, weil Darlehen zu kostspielig w&auml;ren. &bdquo;Denn es ist &uuml;blich und vern&uuml;nftig, Investitionen mit Krediten zu finanzieren&ldquo;, so DIW-&Ouml;konom Fichtner. &bdquo;Diese Investitionen lassen letztlich die Wirtschaftsleistung steigen, aus der dann die Zinsen an die Sparer gezahlt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/geldpolitik--schleichende-enteignung-der-deutschen-sparer-,10808230,24520256.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Wunder von Lettland<\/strong><br>\nF&uuml;r die Wirtschaftspolitiker der EU und insbesondere f&uuml;r die Euro-Politik Deutschlands ist Lettland der Knochen, der beweisen soll, dass harte Sparmassnahmen in der Krise die Lage eines betroffenen Landes eben doch verbessern und dass sich dessen Wettbewerbsf&auml;higkeit auch durch innere Abwertung &ndash; also mit Lohnsenkungen statt einer W&auml;hrungsabwertung, die in der W&auml;hrungsunion nicht m&ouml;glich ist &ndash; bewerkstelligen lassen. Die Bev&ouml;lkerung von Lettland umfasst gerade mal 2 Millionen Personen. Doch &Ouml;konomen interessieren sich brennend f&uuml;r das kleine Land: In den letzten Tagen hat der IWF-Chef&ouml;konom Olivier Blanchard mit anderen eine Studie dazu ver&ouml;ffentlicht, auf den sich sogleich der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Paul Krugman, sowie der &laquo;Economist&raquo; in seiner aktuellen Ausgabe gest&uuml;rzt haben. &ndash; Fazit: Die Entwicklung von Lettland bleibt beeindruckend und &ndash; vor allem mit Bezug auf die Produktivit&auml;tsfortschritte &ndash; auch ein R&auml;tsel. Sie belegt aber keineswegs, dass harte Sparmassnahmen mitten in der Krise zu einer Verbesserung f&uuml;hren oder dass eine innere Abwertung &uuml;ber drastische Lohnk&uuml;rzungen in einem Land mit hoher privater Verschuldung und Arbeitslosigkeit  ein angemessenes Mittel zur Besserung ist. Damit taugt Lettland nicht zur Rechtfertigung der EU-Politik gegen&uuml;ber den L&auml;ndern in der Euro-Peripherie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33224\/das-wunder-von-lettland\/\">FuW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.brookings.edu\/~\/media\/Projects\/BPEA\/Fall%202013\/2013b%20blanchard%20latvia%20crisis.pdf\">brookings [PDF &ndash; 308 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben schon verschiedentlich auf die h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Entscheidung  berichtet, Lettland in die W&auml;hrungsunion aufzunehmen und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16075#h12\">auch den hier behaupteten wirtschaftlichen Erfolg infrage gestellt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Lettland ist eines der &auml;rmsten L&auml;nder Europas. Das &ldquo;tolle&rdquo; Wachstum  2011 und 2012 ging von niedrigstem Niveau aus und lag 2012 immer noch zw&ouml;lf Prozent unter dem Niveau von 2007. Auch Blanchard spricht die Emigration von relativ jungen und gut ausgebildeten Letten an und sieht deswegen f&uuml;r die Zukunft Lettlands schwarz. Stichwort Braindrain! Im Jahr 1989 lebten 2,667 Millionen Menschen in Lettland, 2012 waren es noch 2,025 Millionen. Allein zwischen 2009 und 2011 haben 108.000 Letten das Land verlassen. Etwa die H&auml;lfte aller Letten plant nach Umfragen, angesichts der Zust&auml;nde im Land in naher Zukunft das Land zu verlassen. Etwa  20 Prozent der Auswanderer &auml;u&szlig;ern die Absicht, eventuell innerhalb der n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre zur&uuml;ckzukehren. Zurzeit verlassen etwa 30.000 Personen j&auml;hrlich das Land. Sieht so ein vielversprechender &ldquo;baltischer Tiger&rdquo; aus. Ein soziales System besteht praktisch nicht mehr. An Kinderg&auml;rten, Schulen, Krankenh&auml;usern wurde radikal gespart. Was soll ein Land in der Eurozone, das seine Exportg&uuml;ter (2012) zu 18% in Russland zu 15 Prozent in Litauen absetzt und deren Hauptexportg&uuml;ter in Rohstoffen wie Holz, Eisen oder Stahl sowie Nahrungsmitteln besteht. Wann endlich begreifen die EU-Kommision und die Mitgliedsl&auml;nder, dass die Beschr&auml;nkung auf die punktgenaue Erf&uuml;llung der Konvergenzkriterien der Eurozone nur weitere Problemkinder beschert. Heute pfeift doch jeder Spatz vom Dach, dass die Aufnahme nicht wettbewerbsf&auml;higer Volkswirtschaften eine der ganz gro&szlig;en Fehlleistungen bei der Gr&uuml;ndung der W&auml;hrungsunion war. Nur, wo bleibt die Umsetzung in das EU-Recht? Nat&uuml;rlich kann jedes Land in die W&auml;hrungsunion, aber bei manchen kann das realwirtschaftlich Jahrzehnte dauern. Produktivit&auml;tsfortschritte klingt immer gut, aber auf welcher Basis der Wertsch&ouml;pfung. Lettland liefert das Holz und wir die Holzmaschinen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DIW: Reichensteuer-Erh&ouml;hungen: Durch Finanzausgleich profitieren auch arme Bundesl&auml;nder<\/strong><br>\nMehreinnahmen aus h&ouml;heren Reichensteuern fallen vor allem in den finanzstarken Bundesl&auml;ndern an, w&auml;hrend die finanzschwachen L&auml;nder nur geringe Mehreinnahmen erzielen. Der L&auml;nderfinanzausgleich nivelliert diese Unterschiede weitgehend, sodass auch die armen Bundesl&auml;nder von Reichensteuer-Erh&ouml;hungen profitieren. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). &bdquo;Die h&ouml;chsten Mehreinnahmen je Einwohner hat Hamburg, und es muss nur einen relativ geringen Teil davon &uuml;ber den Finanzausgleich wieder abgeben&ldquo;, sagt DIW-Steuerexperte Stefan Bach. Die finanzschwachen L&auml;nder werden bei einer Erh&ouml;hung der Erbschaftsteuer oder einer Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer auf mindestens 93 bis 94 Prozent des bundesdurchschnittlichen Mehraufkommens je Einwohner aufgestockt. Bei den Einkommensteuervorschl&auml;gen von SPD und Gr&uuml;nen ist die Umverteilungswirkung des Finanzausgleichs etwas geringer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.100319.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilungen.html?id=diw_01.c.426867.de\">DIW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steuerstreit &ndash; Popanz um Ref&ouml;rmchen<\/strong><br>\nEin Gemeinwesen ist ohne Steuern nicht vorstellbar. Schulen und Kinderg&auml;rten, Sporteinrichtungen, Krankenh&auml;user, Polizei und Gerichte &ndash; das alles ist unverzichtbar und muss durch Steuern und Abgaben finanziert werden. Finanzpolitik regelt auf demokratische Weise, wer welchen Beitrag f&uuml;r das Gemeinwesen zu erbringen hat. Dabei geht es immer auch um Fragen der Gerechtigkeit. Wer nicht will, dass eine kleine Elite weiter obsz&ouml;ne Reicht&uuml;mer anh&auml;uft, w&auml;hrend anderen das Geld f&uuml;r einen Familienausflug fehlt, muss gegensteuern. Wer die Finanznot der Kommunen beenden will, muss gegensteuern. Selbst wer daran nichts &auml;ndern will, muss Steuern st&auml;ndig neu austarieren, eben weil sich die Welt st&auml;ndig &auml;ndert. Wer also jegliche Steuerh&ouml;hung pauschal ausschlie&szlig;t (wie Horst Seehofer oder Volker Kauder), agiert damit auf dem Niveau der Tea Party-Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7394.steuerstreit-a-8211-popanz-um-refoermchen.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warum wir mehr und h&auml;rter arbeiten m&uuml;ssen<\/strong><br>\nSind die Deutschen zu freizeitorientiert, um dauerhaft im Wettbewerb bestehen zu k&ouml;nnen? Klar ist: Ma&szlig;halteappelle allein k&ouml;nnen keine Antwort sein auf die Herausforderungen des Wettbewerbs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article120670431\/Warum-wir-mehr-und-haerter-arbeiten-muessen.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.J.:<\/strong> Es ist ein neoliberales Pamphlet sondergleichen und von schockierender Unkenntnis &uuml;ber die Generierung von Wachstum durchzogen.<br>\n<em>Auf der einen Seite wird die freche Theorie aufgestellt, die Deutschen w&auml;ren eine Art Spa&szlig;gesellschaft, die nicht anst&auml;ndig arbeite. Die, die angeblich wirklich arbeiten, sind angeblich Unternehmer und andere &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo;. Der Unterton des Textes suggeriert, andere Menschen, die weniger erfolgreich sind, seien faul und m&uuml;ssten h&auml;rter arbeiten.<\/em><\/em><br>\n<em>Ein wichtiger Punkt, der &uuml;bersehen wird ist aber die Notwendigkeit von Absatzm&auml;rkten f&uuml;r gr&ouml;&szlig;eres Wachstum. Auch in China, Brasilien und den USA k&ouml;nnte die Wirtschaft mittelfristig einbrechen und weniger aus Deutschland importieren. Angesichts des Shutdowns der USA scheint dies nicht einmal unwahrscheinlich. Wie aber soll Wachstum generiert werden, wenn sich gar keine Abnehmer f&uuml;r die produzierten Waren findet? Wie soll &uuml;berhaupt eine Weltwirtschaft aufrechterhalten werden, wenn die Kaufkraft der arbeitenden Bev&ouml;lkerung durch Lohndumping in verschiedenen Staaten immer weiter beschnitten wird, die einzigen Profiteure des Systems aber das Geld lieber an den Kapitalm&auml;rkten anlegen?<\/em><br>\n<em>Fragen, auf die der Text keine konkreten Antworten gibt, finden sich zu h&auml;ufig. Der Text entfaltet jedoch seine manipulative Wirkung, daf&uuml;r muss man sich nur einmal die Leserkommentare anschauen. Der erste Kommentar ist besonders schockierend. Frei nach dem Motto &ldquo;divide et impera&rdquo; schluckt das Publikum der Welt die Behauptung, der deutsche Steuerzahler finanziere eine Art Sozialismus, infolgedessen Arbeitslose hier und in Griechenland nur in der sozialen H&auml;ngematte faulenzen w&uuml;rden, die in diesem Blatt des &ouml;fteren vertreten wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Noch immer hungern 842 Millionen Menschen<\/strong><br>\nTrotz Fortschritten im Kampf gegen den Hunger haben weltweit immer noch 842 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Das entspricht zw&ouml;lf Prozent der Weltbev&ouml;lkerung, teilte die UN-Organisation f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft (FAO) am Dienstag in ihrem Weltern&auml;hrungsbericht mit. Sowohl die Gesamtzahl als auch der Anteil der Hungernden an der Bev&ouml;lkerung sanken demnach in Ost- und S&uuml;dostasien sowie in Lateinamerika. Mit 827 Millionen leben weiterhin die meisten hungernden Menschen in Entwicklungsl&auml;ndern, vor allem im s&uuml;dlichen Asien (295 Millionen) und im s&uuml;dlichen Afrika (223 Millionen).  Afrika insgesamt bleibt der Kontinent mit dem h&ouml;chsten Anteil an Unterern&auml;hrten. Laut Weltern&auml;hrungsbericht 2013 leidet dort weiterhin jeder F&uuml;nfte an Hunger.  Wachstum k&ouml;nne h&ouml;here Einkommen und mehr Ern&auml;hrungssicherheit bringen, es erreiche jedoch nicht notwendigerweise jeden. Laut Bericht m&uuml;sse es &ldquo;von einer Politik f&uuml;r die Armen insbesondere in l&auml;ndlichen Gebieten begleitet&rdquo; werden. Die UN-Experten warnten, dass &Auml;rmere auf Preiserh&ouml;hungen vielfach mit dem Kauf weniger nahrhafter Produkte reagierten. Dies k&ouml;nne zu Mangelern&auml;hrung f&uuml;hren. Der Weltern&auml;hrungsbericht betont auch die Bedeutung der &Uuml;berweisungen von Emigranten in ihre Heimatl&auml;nder. Diese beliefen sich mittlerweile auf das Dreifache der weltweiten offiziellen Entwicklungshilfe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F10%2F02%2Fa0057&amp;cHash=e89fea7d1b0db1208a414d82f4b7447f\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/publications\/sofi\/en\/\">The State of Food Insecurity in the World 2013<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die &Uuml;berweisungen von Emigranten in ihre Heimat sind offiziell ausgewiesene. Sch&auml;tzungen zufolge liegen die R&uuml;ck&uuml;berweisungen, die auf inoffiziellem Wege zur&uuml;ckflie&szlig;en, um 50 % h&ouml;her als die offiziell bekannten Zahlen. Zu unterscheiden ist dabei zwischen den absoluten Zahlen: Indien (70 Mrd. Dollar), China (66 Mrd. Dollar), die Philippinen (24 Mrd. Dollar), Nigeria (21 Mrd. Dollar) oder &Auml;gypten (18 Mrd. Dollar) und der Bedeutung f&uuml;r die einzelnen Entwicklungsl&auml;nder. Die FAO nennt f&uuml;r Tadschikistan Transfers in H&ouml;he von 50% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Laut UN-Bericht &ldquo;Migration and Development Brief 19&Prime; folgen Liberia und Kirgisistan <a href=\"http:\/\/siteresources.worldbank.org\/INTPROSPECTS\/Resources\/334934-1288990760745\/MigrationDevelopmentBrief19.pdf\">mit rund 30 % des BIP [PDF &ndash; 768 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Obwohl In Bangladesch seit 1990 jedes Jahr eine viertel Million Menschen im Ausland Arbeit suchen, betr&auml;gt der Anteil der R&uuml;ck&uuml;berweisungen aufgrund der Gr&ouml;&szlig;e des Landes nur 10 Prozent des BIP &ndash; offiziell. Und nat&uuml;rlich bleibt die Frage, inwieweit sich diese Gelder auf die Entwicklung dieser L&auml;nder auswirken.  Wenn diese Gelder nur gehortet oder f&uuml;r konsumtive Zwecke verwendet werden, sei die Wirkung auf die volkswirtschaftliche Entwicklung gering, konstatiert Ravinder Rena in &ldquo;Brain drain and brain gain in Africa&rdquo;. Erst die investive Verwendung w&uuml;rde neue Einkommen, Arbeitspl&auml;tze generieren. In einem &auml;lteren Bericht des DIW zu <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.57341.de\/07-19-1.pdf\">R&uuml;ck&uuml;berweisungen von Emigranten hei&szlig;t es [PDF &ndash; 302 KB]<\/a>: &ldquo;Vor diesem Hintergrund k&ouml;nnten Remittances, gerade bei investiver Verwendung, einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des &ouml;konomischen Aufholprozesses leisten. Sie gelten als ein wichtiges Instrument zur Armutsbek&auml;mpfung. Die Entscheidung, Remittances investiv zu verwenden, ist indes auch stark von den Rahmenbedingungen in den Heimatl&auml;ndern der Migrantinnen und Migranten abh&auml;ngig. Die EU k&ouml;nnte diesen L&auml;ndern, die vielfach mit dem Ph&auml;nomen der nachholenden Entwicklung konfrontiert sind, technische Hilfe zur Entwicklung und Durchsetzung stabiler Investitionsbedingungen anbieten.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Das ist ziemlich mager und wenig konkret. &ndash; Heute l&auml;sst sich am Beispiel der aktuellen, teils gut ausgebildeten Arbeitsmigranten aus S&uuml;deuropa diskutieren: Ab wann verhindert der Verlust an Arbeitskr&auml;ften den Wiederaufbau der Wirtschaft in der Zukunft?.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grundeinkommen statt Entwicklungshilfe<\/strong><br>\nDie Schweizer k&ouml;nnen in ein paar Jahren &uuml;ber das bedingungslose Grundeinkommen abstimmen, an zwei Orten in S&uuml;damerika und Afrika wird es bereits getestet. In Brasilien steht das Recht darauf sogar in der Verfassung. Die Folgen sind erstaunlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/modellversuche-in-brasilien-und-namibia-grundeinkommen-statt-entwicklungshilfe-1.1785816\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Einleitung des Artikels ist ziemlich schr&auml;g. Die Modelle, die in Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern getestet werden, sind einzig und allein verteilungsseitig am Grundeinkommen orientiert. Geld, das als Entwicklungshilfe von au&szlig;en kommt, wird in Form eines Grundeinkommens an die Bewohner der Testregionen verteilt. Daraus Schl&uuml;sse auf die landesweite Einf&uuml;hrung eines Grundeinkommens zu ziehen ist nicht m&ouml;glich, da dann nat&uuml;rlich auch noch die Finanzierungsfrage gestellt werden muss. Es ist ja nicht so, dass die Schweiz ihr Grundeinkommen &uuml;ber die Entwicklungshilfe anderer L&auml;nder finanzieren w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Architekt des NSU als V-Mann enttarnt<\/strong><br>\nEin weiterer f&uuml;hrender Neonazi aus Th&uuml;ringen ist als ehemaliger V-Mann enttarnt worden. Er soll das Konzept f&uuml;r den NSU geliefert haben, auch Kontakte zu Uwe Mundlos sind nicht ausgeschlossen.<br>\nEine weitere fr&uuml;here F&uuml;hrungsfigur der Th&uuml;ringer Neonaziszene ist als ehemaliger V-Mann enttarnt worden. Der wegen versuchten Totschlags vorbestrafte Michael S. soll nach Informationen der Berliner Zeitung unter dem Decknamen &bdquo;Tarif&ldquo; zwischen 1995 und 2001 mit dem Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) kooperiert und daf&uuml;r mindestens 66.000 D-Mark kassiert haben.<br>\nIn dieser Zeit soll S. auch ein Konzept f&uuml;r den terroristischen Kampf publiziert haben, das von Ermittlern als eine Art Blaupause f&uuml;r das Entstehen der Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bewertet wird. Die V-Mann-Akte von S., der seinen Namen ge&auml;ndert hat und heute im Ausland lebt, wurde im BfV vernichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/neonazi-terror\/ex-neonazi-architekt-des-nsu-als-v-mann-enttarnt,11151296,24521234.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Geheimniskr&auml;merei der deutschen Geheimdienste nehmen scheinbar kein Ende und erneut sind Akten vernichtet worden. Insbesondere f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen der Opfer muss das besonders schmerzhaft sein.<\/em><br>\n<em>Dieses Beh&ouml;rdenverhalten ist nicht akzeptabel und sollte hierzulande niemanden kalt lassen. Die Forderung der Linkspartei nach Abschaffung des Verfassungsschutzes erscheint daher reizvoll, da eine (parlamentarische) Kontrolle offensichtlich unm&ouml;glich ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europa h&auml;lt Grenzen dicht<\/strong><br>\nBeim Rat der EU-Innenminister wird auch die Aufnahme von syrischen Fl&uuml;chtlingen zum Thema. Bundesregierung fordert Bek&auml;mpfung des &raquo;Mi&szlig;brauchs&laquo; der Freiz&uuml;gigkeit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-07\/028.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Keine Hilfe aus Angst vor Strafe?<\/strong><br>\nDen Fl&uuml;chtlingen h&auml;tte schneller geholfen werden k&ouml;nnen, sagt die B&uuml;rgermeisterin von Lampedusa. Doch die &ldquo;unmenschlichen&rdquo; Gesetze Italiens und Europas h&auml;tten dies verhindert. Politiker diskutieren nun &uuml;ber eine Reform der Asylgesetze.<br>\nWie kann es sein, dass unmittelbar vor der Italiens K&uuml;ste ein Schiff in Flammen aufgeht und mehrere Hundert Menschen sterben? Diese Frage besch&auml;ftigt Italien am Tag nach dem Ungl&uuml;ck von Lampedusa. Und ein furchtbarer Verdacht steht im Raum. Den Fl&uuml;chtlingen h&auml;tte schneller geholfen werden k&ouml;nnen. Das zumindest sagt Lampedusas B&uuml;rgermeisterin Giusi Nicolini: &ldquo;Sie haben um vier Uhr morgens angefangen, um Hilfe zu rufen. Sie hatten keine Handys und haben Feuer angemacht, um auf sich aufmerksam zu machen.&rdquo;<br>\nEs seien schon drei Fischerboote vorbeigefahren, die sie nicht gesehen h&auml;tten oder zumindest so getan h&auml;tten. &ldquo;Ich muss daran erinnern, dass die Gesetzgebung der letzten Jahre, dazu gef&uuml;hrt hat, dass auch Reeder oder Fischer vor Gericht gekommen sind, die Menschenleben gerettet haben &ndash; wegen Beihilfe. Wir haben unmenschliche Gesetze&rdquo;, sagt B&uuml;rgermeisterin Nicolini.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/lampedusa484.html?r=&amp;lid=276884&amp;pm_ln=2\">tagesschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ungarn: Kein Nachtschlaf im Freien<\/strong><br>\nUngarns Obdachlosen drohen k&uuml;nftig Strafen und Zwangsarbeit. Mit der Zweidrittelmehrheit der Regierungsallianz Fidesz\/KDNP wurde Montagabend ein Gesetz verabschiedet, das Schlafen unter freiem Himmel unter Strafe stellt. Das Gesetz verbietet zun&auml;chst das &Uuml;bernachten auf Pl&auml;tzen und Stra&szlig;en, die zum Weltkulturerbe geh&ouml;ren. Das trifft auf weite Teile von Budapest zu. Den Lokalregierungen ist es &uuml;berlassen, weitere Zonen zu benennen, die diesem Verbot unterliegen. Ein &auml;hnliches Gesetz war im vergangenen November vom ungarischen Verfassungsgericht wegen Verfassungswidrigkeit aufgehoben worden. Auch das EU-Parlament hat dagegen protestiert. Die rechtsnationale Regierung von Premier Viktor Orb&aacute;n reagierte darauf, indem sie im M&auml;rz die Verfassung ab&auml;ndern lie&szlig;. Nach dem reformierten Artikel ist das Kriminalisieren von Obdachlosigkeit m&ouml;glich. Die Regierung beteuert, dass ausreichend Schlafstellen zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden. Laut Melderegister seien im vergangenen Juni 11.102 Schlafstellen in der Provinz und 5.975 Betten in der Hauptstadt Budapest vorhanden gewesen. Davon seien nur 8.813 bzw. 4.606 genutzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F10%2F02%2Fa0044&amp;cHash=86765cc24d533373f7ace9e02c9edf05\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man ist von Ungarn schon manches gew&ouml;hnt: Eingriffe in die Pressefreiheit und die Justiz des Landes. Dass nun auch die Beseitigung der &lsquo;augenf&auml;lligen&rsquo; Armut per Verfassungs&auml;nderung von touristisch gut besuchten Pl&auml;tzen aber auch bestimmten Zonen anderer St&auml;dte durch eine Verfassungs&auml;nderung durchgesetzt werden soll, ist eher sein St&uuml;ck Absurdistan oder wollte die  Fidesz-Partei tats&auml;chlich mit solchen Ma&szlig;nahmen bei der Bev&ouml;lkerung punkten? Aus den Augen, aus dem Sinn: Problem gel&ouml;st? Der Aufholprozess Osteuropas gegen&uuml;ber Westeuropa ist nicht so gelaufen, wie viele gehofft haben, aber deshalb die Augen schlie&szlig;en vor den Schwierigkeiten dieses gigantischen Transformationsprozesses? Schlimm genug, dass so viele Menschen aus dem kapitalistischen Wirtschaftssystem, ja aus der Gesellschaft herausfallen. Den 6000 Schlafstellen in Budapest stehen ca. 10.000 bis 15.000 Obdachlose nach Sch&auml;tzungen von Hilfsorganisationen gegen&uuml;ber. Es ist bedauerlich, dass sich Ungarn in Sachen Menschrechte und Rechtsstaatlichkeit so leicht &uuml;ber  EU-Rechtsnormen und Empfehlungen des Europarats hinwegsetzen kann &ndash; dabei wurde einst vor langer Zeit bei den Beitrittsbem&uuml;hungen seitens Osteuropas immer wider auf den gemeinsamen europ&auml;ischen Wertekanon Bezug genommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Rhetorik macht Bildungsreform-Versprechen nicht besser<\/strong><br>\nDidaktikprofessor Jochen Krautz &uuml;ber aktuelle &ldquo;Bildungsreformen&rdquo; und die katastrophale Situation im Bildungsbereich<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40010\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neoliberalismus in der Schule<\/strong><br>\nDiskussion Kompetenzgehirnw&auml;sche: Machtaus&uuml;bung durch Individualisierung<br>\nDas neoliberale Dogma mit seiner u.a. auf Gery Becker (1976) zur&uuml;ckgehenden &raquo;Humankapitaltheorie&laquo; dominiert auch die Schule: Gut ist, was betriebswirtschaftlich vern&uuml;nftig erscheint. Das neue Bildungsideal ist der &raquo;flexible Mensch&laquo;, der funktioniert, wo immer man ihn hinstellt. Um seine Verf&uuml;gbarkeit f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu garantieren, ist &raquo;lebenslanges Lernen&laquo; notwendig. Erlernt werden vor allem &raquo;Kompetenzen&laquo; &ndash; ein Schl&uuml;sselbegriff, der f&uuml;r das neoliberale Projekt zentral ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildung-wissen.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/hellgermann_neoliberalismus_in_der_schule.pdf\">Gesellschaft f&uuml;r Bildung und Wissen [PDF &ndash; 111 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Hinweis: Der Tod kommt aus der Ferne<\/strong><br>\nSendung am Mittwoch, 9.10. | 22.03 Uhr | SWR2<br>\nDrohnen, die Zukunft des Krieges<br>\nIm afghanischen Kunduz sitzen in einem gr&uuml;nen Stahlcontainer drei Soldaten vor flimmernden Bildschirmen. Sie beobachten drei Afghanen auf deren Weg durch die Nacht, 150 Kilometer entfernt. Die 2.000 Meter &uuml;ber den Afghanen schwebende &ldquo;Heron&rdquo;-Drohne schickt die gestochen scharfen Bilder in den Container. Noch ist die Drohne geleast, noch ist sie unbewaffnet. Aber die Bundeswehr will neue, gr&ouml;&szlig;ere, bewaffnete Drohnen &ndash; zur Aufkl&auml;rung und zum Angriff. Die US-Armee hat bereits tausende Drohnen im Einsatz, mit &ldquo;Predator&rdquo; und &ldquo;Reaper&rdquo; hat sie in Pakistan, Jemen und Somalia bislang etwa 400 Angriffe auf mutma&szlig;liche Taliban geflogen. Mehrere Tausend Menschen starben dabei, darunter eine erhebliche Zahl Zivilisten. Wie werden Drohnen den Krieg der Zukunft ver&auml;ndern, wie die &Uuml;berwachten, die Soldaten und wie das V&ouml;lkerrecht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/feature\/-\/id=659934\/nid=659934\/did=11982186\/6x9wox\/index.html\">SWR 2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>30 Jahre Friedensdemo im Hofgarten: Veteranentreffen der Friedenstauben in Bonn<\/strong><br>\nAm 22. Oktober 1983 versammelten sich &uuml;ber 1 Million Aktive der westdeutschen Friedensbewegung in Hamburg, West-Berlin, Bonn\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131007_hofgarten1983-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>sowie in einer 108 km langen Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm,<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131007_menschenkette001.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>um gegen die Stationierung neuer Atomraketen in Mitteleuropa zu demonstrieren. 30 Jahre sp&auml;ter l&auml;dt der damalige Aachener Friedensaktivist Jens J&uuml;rgen Korff, heute Historiker und Texter in Bielefeld, zu einem &bdquo;Veteraninnen- und Veteranentreffen der Friedenstauben&ldquo; im Bonner Hofgarten ein &ndash; f&uuml;r Samstag, den 19. Oktober 2013 um 17 h im Bonner Hofgarten, um 17.45 h im Cassiusgarten.<br>\nMehrere Prominente von damals, darunter Eva Quistorp, Klaus der Geiger, Diether Dehm und Lutz G&ouml;rner, haben ihr Kommen angek&uuml;ndigt. Weitere Informationen in der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131007_pe-veteranentreffen.pdf\">Pressemitteilung [PDF &ndash; 87,4 KB]<\/a> von Jens J&uuml;rgen Korff M. A., Bielefeld.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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