{"id":18856,"date":"2013-10-08T09:03:28","date_gmt":"2013-10-08T07:03:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856"},"modified":"2013-10-08T09:03:28","modified_gmt":"2013-10-08T07:03:28","slug":"hinweise-des-tages-1981","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h01\">Nach den Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h02\">Dollarzeichen im Auge &ndash; &Uuml;ber die &Ouml;konomisierung der Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h03\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &ndash; Darum sollten wir Netanjahu misstrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h04\">Krise &uuml;berwunden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h05\">Top-500-Liste: Deutschlands Reiche sind so reich wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h06\">Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Einkommens- und Verm&ouml;gensstarke jetzt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h07\">A Brave New Transatlantic Partnership<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h08\">Kinderarbeit: Maloche statt guter Ausbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h09\">Lernen in der Arbeitszeit &ndash; nur f&uuml;r die weiter oben auf der Leiter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h10\">Amazon plant neue Logistikzentren in Polen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h11\">Ex-NSA-Chef setzt Snowden scherzhaft auf Todesliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h12\">Eigentum macht Bumm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h13\">Wenn Staaten dem Profit schaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h14\">Stephan Hebel &ndash; Friedrichs Fl&uuml;chtlings-M&auml;rchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h15\">Bildungsselektion &ndash; Du schaffst das!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856#h16\">Frankfurter Buchmesse &ndash; OPEN BOOKS<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18856&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach den Wahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht &ndash; &ldquo;Das ist alles ein Trauerspiel&rdquo;<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht h&auml;lt Rot-Gr&uuml;n vor, Wahlversprechen zu brechen, um mit der Union zu koalieren. Sie warnt vor faulen Kompromissen und bietet Sondierungsgespr&auml;che an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-10\/interview-sahra-wagenknecht\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Sahra Wagenknecht  &ndash; Mehr Protest wagen<\/strong><br>\nDie 8,6 Prozent bei den Bundestagswahlen sind f&uuml;r DIE LINKE nach turbulenten Jahren ein Erfolg. Auch der Wiedereinzug in den hessischen Landtag ist gegl&uuml;ckt.<br>\nDIE LINKE hat seit 2009 jedoch 1,4 Millionen W&auml;hler verloren, auch gegen&uuml;ber 2005 wurden Stimmen eingeb&uuml;&szlig;t. Am meisten Stimmen wanderten in etwa gleichem Umfang an SPD, Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) sowie Nichtw&auml;hler ab. Insbesondere im Osten war die AfD erfolgreich und bei den Europawahlen plant sie den Durchbruch. Noch schlimmer: Fast ein Drittel der Bev&ouml;lkerung hat nicht gew&auml;hlt. Der konservative Politikwissenschaftler Heribert M&uuml;nkler sieht darin einen Ausdruck von Zufriedenheit. Absurd: Denn Nichtw&auml;hler sind vor allem Menschen mit geringen Einkommen und schlechten Zukunftsperspektiven.<br>\nDemokratie ist, wenn sich die Interessen der Mehrheit durchsetzen. Der moderne Kapitalismus setzt die Demokratie trotz Wahlen au&szlig;er Kraft. Denn regelm&auml;&szlig;ig regieren Parteien, die L&ouml;hne und Renten k&uuml;rzen und den Sozialstaat zerst&ouml;ren. Je l&auml;nger die Merkels und Steinbr&uuml;cks regieren, desto tiefer sitzt der Frust. Die Nichtw&auml;hler erreicht man daher kaum noch &uuml;ber Talkshows und Zeitungen. Man muss t&auml;glich dort sein, wo sie leben, etwa in sozialen Brennpunkten.<br>\nEs reicht aber nicht, die &raquo;Abgeh&auml;ngten&laquo; zu gewinnen. Mit Niedrigl&ouml;hnen und Arbeitslosigkeit wird auch die Mittelschicht erpresst. Der Sozialstaat wird aus Arbeit finanziert. Daher kann man ihn nur mit der Unterst&uuml;tzung breiter Schichten der Arbeitnehmer verteidigen. DIE LINKE hat jedoch gegen&uuml;ber 2009 unter Gewerkschaftern &uuml;berdurchschnittlich verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/835122.mehr-protest-wagen.html\">neues deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachdenken mit Jens Berger &ndash; 20% Opposition als Gefahr f&uuml;r die Demokratie?<\/strong><br>\nIst das Gleichgewicht der Demokratie in Gefahr, wenn die Opposition unter 20% Stimmanteil im Parlament hat? Ist die parlamentarische Kontrollfunktion der Opposition noch zu gew&auml;hrleisten, wenn es ihr nicht mehr m&ouml;glich ist einen Untersuchungsausschuss einzuberufen?<br>\nEine Miniopposition darf ebenfalls keine &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rungen einberufen. Das Bundesverfassungsgericht einschalten geht auch nicht mehr. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber den derzeitigen Koalitionspoker mit Jens Berger von den Nachdenkseiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radio-frei.de\/index.php?iid=7&amp;ksubmit_show=Artikel&amp;kartikel_id=4345\">Freier Rundfunk Erfurt International<\/a><\/li>\n<li><strong>Remembering Bebel<\/strong><br>\nOpposition ist Mist. Lasst das die anderen machen. Kein Wunder, dass der alte Spruch des gewesenen SPD-Vorsitzenden Franz M&uuml;ntefering dieser Tage besonders gern zitiert wird. Nur: Was ist eigentlich schrecklicher? Dass der Spruch st&auml;ndig in den Medien geloopt wurde? Oder der Spruch selbst? Im Nachhinein wundert man sich immer noch, dass es jemand mit dieser waghalsigen Formel &uuml;berhaupt zum Chef der &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten der Parteien&rdquo; bringen konnte. Im Politikwissenschaftsprop&auml;deutikum w&auml;re M&uuml;ntefering mit dieser machiavellistischen Binse jedenfalls nicht durchgekommen. Denn als was anderes als eine oppositionelle Bewegung hat die Sozialdemokratie denn einst das Licht der Welt erblickt? Als Ferdinand Lassalle, August Bebel und Wilhelm Liebknecht Ende des 19. Jahrhunderts auf den Plan traten, schielten sie nicht darauf, mit dem Eisernen Kanzler Otto von Bismarck Koalitionsverhandlungen &ldquo;auf Augenh&ouml;he&rdquo; zu f&uuml;hren. Die neue soziale Bewegung sollte Merkels Vorg&auml;nger durch ihre blo&szlig;e Existenz von der Bildfl&auml;che fegen. Auch ein Blick in die Weltgeschichte h&auml;tte M&uuml;ntefering dar&uuml;ber belehren k&ouml;nnen, dass Opposition eine ebenso legitime wie faszinierende Strategie ist. Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Nelson Mandela haben es vorgemacht. Vor der ber&uuml;chtigten Au&szlig;erparlamentarischen Opposition der sechziger Jahre gruseln sich noch heute die Restbest&auml;nde des damaligen b&uuml;rgerlichen Lagers. Historisch muss man also ganz sch&ouml;n blind sein, um diese Politikoption derart schmallippig zu den Akten zu legen. &ndash; Zu Zeiten, wo selbst der Pop auf Retromania setzt, lohnt es deshalb daran zu erinnern, dass Bebels Oppositions-Formation erfolgreicher war als der Verein hasenf&uuml;&szlig;iger Reformisten, der die emanzipationspolitische gegen die staatspolitische Verantwortung eingetauscht hat. Und zu jedem nationalen Schulterschluss bereit ist, solange nur niemand &ldquo;vaterlandslose Gesellen&rdquo; ruft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F07%2Fa0058&amp;cHash=8e51767dc177747f01be486288a549ea\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bezeichnend und traurig ist es, dass ein Kunst- und Literaturkritiker uns an das Wesen von Opposition erinnern muss. Wo bleiben die Politologen, Parteienforscher und Historiker? Nat&uuml;rlich muss man hinzuf&uuml;gen, dass Ingo Arend kein reiner Kulturjournalist ist. Schlie&szlig;lich hat er auch Politik und Geschichte studiert und bringt diese Neigungen immer wieder fruchtbar ein. Es war einer Fehler Augsteins, diesen vielseitigen Journalisten bei der Neuausrichtung des &ldquo;Freitag&rdquo; k&uuml;ndigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Debatte &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen: Die Schatzsucher<\/strong><br>\nDer Satz liegt derzeit voll im Trend bei SPD und Gr&uuml;nen: &ldquo;Steuererh&ouml;hungen sind f&uuml;r uns kein Selbstzweck&rdquo;, lautet die Losung dieser Tage &ndash; sehr zur Freude von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Unionsgetreuen. Sie sehen darin ein erstes vorsichtiges Zugest&auml;ndnis f&uuml;r m&ouml;gliche Koalitionsverhandlungen: Steuererh&ouml;hungen? M&uuml;ssen ja nicht unbedingt sein.<br>\nDie beiden potentiellen B&uuml;ndnispartner w&uuml;rden damit von einer ihrer zentralen Forderungen aus dem Wahlkampf abr&uuml;cken. Allerdings wird die Kompromissbereitschaft mit einer klaren Erwartung verbunden. CDU und CSU m&uuml;ssten alternative Wege aufzeigen, wie die geforderten Zusatzinvestitionen vor allem in Bildung und Infrastruktur zu stemmen sind.<br>\nWenn es nach SPD und Gr&uuml;nen geht, kommt eine ganze Menge zusammen: Nach den Pl&auml;nen der Sozialdemokraten sollen Bund und L&auml;nder von 2014 an 20 Milliarden Euro zus&auml;tzlich in Kitas, Ganztagsschulen und Unis stecken. Der Verkehrsetat w&uuml;rde um zwei Milliarden aufgestockt. Auch die Gr&uuml;nen fordern zehn Milliarden mehr f&uuml;r Bildung, dazu Investitionen in die Energiewende. Addiert man die Wahlversprechen der Union f&uuml;r Rentner und Familien, stellt sich die Frage: Woher soll das Geld f&uuml;r all die Wohltaten kommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/union-spd-und-gruene-suchen-nach-alternativen-zu-steuererhoehungen-a-926482.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Habe ich etwas verpasst? Sein wann waren denn bitte Steuererh&ouml;hungen eine &bdquo;zentrale Forderung&ldquo; von SPD und Gr&uuml;nen? Es geht doch vielmehr darum, die eigentlichen inhaltlichen Forderungen trotz Schuldenbremse und Fiskalpakt auch seri&ouml;s finanzieren zu k&ouml;nnen &ndash; und dies ist bei den kalkulierbaren Kosten eben nur &uuml;ber eine Erh&ouml;hung der Steuereinnahmen m&ouml;glich. Diesen Zusammenhang haben SPIEGEL und Co. nie korrekt dargestellt, als sie in ihrer sagenhaften Kampagne v.a. die Gr&uuml;nen als Steuererh&ouml;her-Partei brandmarkten. Wenn SPON die Steuererh&ouml;hungen nun zu einer &bdquo;zentralen Forderung&ldquo; hoch schreiben, stellt man die eigene Kampagne als Realit&auml;t dar, die man im gleichen Atemzug kritisiert. Das ist dann wohl Manipulation f&uuml;r Fortgeschrittene. Viel interessanter ist dabei die Frage, auf welche Forderungen die SPD eigentlich verzichten will, wenn diese durch Steuererh&ouml;hungen nicht mehr finanzierbar sind? Aber das ist momentan noch reine Spekulation.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Joschka Fischer im Interview<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Ikone Joschka Fischer spricht im Interview mit der Mediengruppe Madsack &uuml;ber die Fehler seiner Partei im Bundestagswahlkampf, die gro&szlig;e Leistung der FDP &ndash; und den weiten Weg der Kanzlerin zur Staatsfrau.<br>\nRaus aus dem linken Lager &ndash; ist das die Zukunftsperspektive?<br>\nWenn man opponieren will und keine Angst vor der F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde hat, kann man sich am Rande aufhalten. Aber Mehrheiten werden in einer stabilen Demokratie in der Mitte geschaffen. Wenn Mehrheiten am Rande geschaffen werden, wird es in der Regel gef&auml;hrlich, wie wir aus der Geschichte wissen. Soziale Gerechtigkeit ist ein Thema der Gr&uuml;nen und wird es bleiben. Aber es kann nicht im Zentrum stehen. Das kann die Linkspartei besser. Bei den Gr&uuml;nen spielen andere Themen eine zentrale Rolle, wie zum Beispiel &ouml;kologische Fragen und Europa. Wenn diese ganzen &Uuml;bungen mit diesen Sondierungen jetzt einen Sinn haben, dann ist es der, dass die Tabus abger&auml;umt werden. 2017 wird weder Rot-Rot-Gr&uuml;n noch Schwarz-Gr&uuml;n noch ein Tabuthema sein. Ob es geht, ist eine andere Frage. Aber es wird im Bereich des Machbaren liegen. Insofern hat sich dann die Republik ein St&uuml;ck weit wirklich ver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Joschka-Fischer-spricht-im-Interview-ueber-die-Gruenen-die-FDP-und-die-Regierungsbildung\">HAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist klar, dass das manipulative Gerede Fischers von einer &bdquo;Linksverschiebung&ldquo; der Gr&uuml;nen von der Mainstreamjournaille begierig aufgenommen wird. Fischer hat offenbar bei seiner nun mehr ausschlie&szlig;lichen Besch&auml;ftigung damit, sich die eigenen Taschen vollzustopfen, auch gleich vergessen wo er herkommt. Den Gr&uuml;nen eine &bdquo;Linksverschiebung&ldquo; anzukreiden ist fast schon grotesk, wenn man bedenkt, dass die Gr&uuml;nen wesentlich aus der Anti-AKW, Friedens- und B&uuml;rgerbewegung entstanden sind. Man kann den Gr&uuml;nen eher noch vorwerfen, dass sie schon seit langem ihre Wurzeln verleugnen. Fischer ist sich auch nicht zu schade, das Publikum mit dem erneuten aufkochen des Mehrheiten-in-der-Mitte-gewinnen Breis zu langweilen. Der im &uuml;brigen der SPD unter Fischers Kumpan Schr&ouml;der &uuml;bel bekommen ist. In Sachen politischer Zukunft der Gr&uuml;nen ist Fischer jedenfalls ehrlich, die Gr&uuml;nen sollen die FDP beerben und die neue Partei der Besserverdiener mit &ouml;kologischer T&uuml;nche werden &ndash; na dann Prost. Und immer sch&ouml;n das SUV vor dem Bioladen parken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dollarzeichen im Auge &ndash; &Uuml;ber die &Ouml;konomisierung der Gesellschaft<\/strong><br>\nDas Fernsehen verspricht mit seinen Castingshows den Mythos vom schnellen Aufstieg zum Superstar, der keine Geldsorgen mehr hat; das Fernsehen suggeriert in den inflation&auml;ren Quizsendungen, Wissen habe mit enzyklop&auml;dischem Wissen zu tun, das in der Wissensgesellschaft ungeahnte Wettbewerbsvorteile verschafft. Und in anderen Formaten des Privatfernsehens darf man sich als Zuschauer lustig machen &uuml;ber die Verlierer der Gesellschaft, was sich auf reale Entsolidarisierungstendenzen bezieht. Der Erziehungswissenschaftler Matthias Burchardt von der PH Ludwigsburg nimmt Fernsehformate kritisch unter die Lupe und zeigt, wie sie die &Ouml;konomisierung der Gesellschaft widerspiegeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/dollarzeichen-im-auge\/-\/id=1622\/rid=10161676\/nid=1622\/did=11948904\/jlexdd\/index.html\">SWR Landesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sehr h&ouml;renswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &ndash; Darum sollten wir Netanjahu misstrauen<\/strong><br>\nIran ist bereit, zu verhandeln. Aber Israels Premier Netanjahu liebt den Konflikt, weil er im Frieden nicht gebraucht wird<br>\nIch habe viele Freunde in Israel. Von den meisten w&uuml;rde ich einen Gebrauchtwagen kaufen. Bei Netanjahu w&uuml;rde ich z&ouml;gern. Weil er ein anderes, seltsames Verh&auml;ltnis zur Wahrheit hat.<br>\nSeit 1995 k&uuml;ndigt er, ohne rot zu werden, mit drastischen Worten &bdquo;f&uuml;r &uuml;bermorgen&ldquo; die iranische Bombe an &ndash; seit 18 Jahren! Unabl&auml;ssig. Ab der wievielten nicht eingetretenen Ank&uuml;ndigung verliert ein Mann seine Glaubw&uuml;rdigkeit? Vor allem, wenn er die eigenen Atomwaffen verheimlicht.<br>\nRuhani ist wahrscheinlich auch mit allen Wassern gewaschen. Er w&auml;re sonst nicht Pr&auml;sident geworden. Aber er erfindet keine nicht existierenden Kriegs- oder Friedenspl&auml;ne. Er spricht und handelt zurzeit auf der Basis eines sehr konkreten iranischen Verhandlungs- und Friedensangebots. Es liegt der amerikanischen Regierung seit dreieinhalb Jahren vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/israel-iran-konflikt\/gastbeitrag-zu-israel-und-iran--darum-sollten-wir-netanjahu-misstrauen-,11950234,24546064.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krise &uuml;berwunden?<\/strong><br>\nDas Wachstum in Deutschland wird im Prognosezeitraum nur wenig dynamisch sein. Eine durchgreifende Erholung ist nicht zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_86_2013.pdf\">IMK [PDF &ndash; 2.4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Auch wenn man der &ldquo;Gesamt&rdquo;-Einsch&auml;tzung nicht folgen mag ( das Lohndumping aus Deutschland als wichtige Krisenursache f&uuml;r die Eurozone kommt nicht vor ), so bieten sich doch aus dieser Analyse im Einzelnen hervorragende Einblicke &ndash; und so ist z.B. f&uuml;r Griechenland (oder die Krisenl&auml;nder allgemein ) ein guter grafischer &Uuml;berblick &uuml;ber die Entwicklung auf der Seite 23 zu sehen ( au&szlig;er der Arbeitslosigkeit und der Staatsschuldenquote &ldquo;steigt&rdquo; nichts ) &ndash; und nicht zuletzt faszinierend ist die &ldquo;Fieberkurve&rdquo; der Rendite f&uuml;r zehnj&auml;hrige Staatsanleihen &ndash; hier dann speziell f&uuml;r Griechenland sehr bemerkenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Top-500-Liste: Deutschlands Reiche sind so reich wie nie<\/strong><br>\nNie zuvor waren Deutschlands Superreiche reicher, nie gab es so viele Milliardenverm&ouml;gen. Dies geht aus der Rangliste &ldquo;Die 500 reichsten Deutschen 2013&rdquo; vom manager magazin hervor. Gewinner 2013 sind unter anderem BMW-Aktion&auml;rin Susanne Klatten und Lidl-Eigner Dieter Schwarz.<br>\nDeutschlands Superreiche sind reicher denn je: Nie zuvor wurden so viele Milliardenverm&ouml;gen gez&auml;hlt, nie zuvor besa&szlig; der hiesige Geldadel gr&ouml;&szlig;ere Reicht&uuml;mer als heute. Das Verm&ouml;gen der Top 100 stieg in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten um 5,2 Prozent auf den Rekordwert von 336,6 (Vorjahr: 319,85) Milliarden Euro. Es hat damit die Bestmarke des Jahres 2008 &uuml;bertroffen, als sie 324,6 Milliarden Euro auf sich vereinigt hatten.<br>\nAnzahl der Milliardenverm&ouml;gen in Deutschland auf H&ouml;chststand<br>\nInsgesamt vermehrte sich der Wohlstand der 500 reichsten Deutschen 2013 um 5,5 Prozent auf 528,45 (500,8) Milliarden Euro. Die Staatsschulden- und Euro-Krise hat die Verm&ouml;gen damit nicht ber&uuml;hrt. Auch die Anzahl der Milliardenverm&ouml;gen in Deutschland hat mit 135 (Vorjahr: 115) einen neuen H&ouml;chststand erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutschlands-reiche-aldi-chef-und-quandt-clan-fuehren-ranking-an-a-926459.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Damit diese Entwicklung auch nicht gest&ouml;rt wird, daran arbeitet die SPD ja gerade flei&szlig;ig in den Koalitionsverhandlungen.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> W&uuml;rde man davon jedes Jahr auch nur ein Prozent als Verm&ouml;gensteuer erheben &ndash; nur von den 500 reichsten Deutschen, und mickrig genug -, dann h&auml;tte der Staat erkleckliche Mehreinnahmen von 5 Milliarden Euro j&auml;hrlich. (Alleine unter den Top 10 gibt es einige, deren Verm&ouml;gen in nur einem Jahr um 1 Milliarde Euro gestiegen ist, z. B. die Albrechts und Susanne Klatten&hellip;) Aber weil h&ouml;here Steuern f&uuml;r Milliard&auml;re und Multimillion&auml;re, deren Verm&ouml;gen von der (angeblichen) &ldquo;Staatsschulden- und Euro-Krise [&hellip;] nicht ber&uuml;hrt&rdquo; wurde, augenscheinlich nicht zumutbar sind, denkt man lieber &uuml;ber eine <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/union-spd-und-gruene-suchen-nach-alternativen-zu-steuererhoehungen-a-926482.html\">&ldquo;Reform der Mehrwertsteuer&rdquo; und &ldquo;allgemeine Haushaltsk&uuml;rzungen&rdquo;<\/a> nach, also &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen und Leistungsk&uuml;rzungen des Staates, die Normalverdiener und in Armut lebende Menschen am meisten treffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Einkommens- und Verm&ouml;gensstarke jetzt!<\/strong><br>\nSondieren durch steuerpolitisches Taktieren beenden&#8232;Der Streit um Steuererh&ouml;hungen steht im Zentrum der Findung einer Koalition. Trotz gegenteiliger Bekundungen, hinter den Kulissen scheint klar zu sein, Steuererh&ouml;hungen sind auch aus der Sicht der Bundeskanzlerin letztlich unvermeidbar. Die Frage ist nur, wem dann dieser steuerpolitische Kompromiss in die Schuhe geschoben wird. Die CDU\/CSU verfolgt mit ihrem apodiktischen Nein einen doppelten Zweck: Die SPD soll zu Abstrichen in ihrem steuerpolitischen Konzept gezwungen werden. Und wenn dann der Kompromiss steht, soll f&uuml;r das (bedauerliche) Umfallen die SPD vorgef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131008_hickel_steuererhoehungen.pdf\">Rudolf Hickel [PDF &ndash; 46.7 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Wo bleibt die Forderung nach Abschaffung der Steuerfreiheit beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen erzielten Gewinne? Nichts zur Absch&ouml;pfung von Spekulationsgewinnen in der Finanzkrise und der Gewinne der Geretteten. Das ist schwer, das wei&szlig; ich. Aber schlie&szlig;lich geht es ja um das Programm f&uuml;r die gesamte Legislaturperiode. Wenn man eine Gro&szlig;e Koalition verabredet und eine Verabredung f&uuml;r 4 Jahre trifft, dann sollte es auch m&ouml;glich sein, die Revision des Unsinns der Schuldenbremse als Thema und Vorschlag einzubringen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Die Steuerpolitik der letzten Dekaden unterminiert die Soziale Marktwirtschaft<\/strong><br>\nDie Einkommensteuer gilt als die bestm&ouml;gliche Umsetzung des Leistungsf&auml;higkeitsprinzips und spielt eine besondere Rolle f&uuml;r die Steuergerechtigkeit. Zwischen 1995 und 1997 ist ein deutlicher Anstieg der Umverteilungsleistung der Einkommensteuer zu verzeichnen, was auf die erh&ouml;hte Steuerfreistellung des Existenzminimums und die Neuregelung des Familienausgleichs zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Die zwischen 2000 und 2010 gesunkenen Durchschnittssteuers&auml;tze und Grenzsteuers&auml;tze der Einkommensteuer f&uuml;r alle Einkommensgruppen2 kehrten diesen Trend um und lie&szlig;en die Umverteilungsleistung sinken. Eine weitere Minderung der Umverteilungsleistung der Einkommensteuer resultiert aus der Beg&uuml;nstigung von Kapitaleink&uuml;nften. Zu nennen ist hier einerseits die Riesterrente, bei der Beitr&auml;ge f&uuml;r eine kapitalgedeckte Altersvorsorge in vollem Umfang vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden k&ouml;nnen. Andererseits wirkt hier die Kapitaleinkommensbesteuerung (seit 2009 Abgeltungsteuer), die niedriger ist als die Steuerbelastung f&uuml;r pers&ouml;nliche Einkommen. Die steuerliche Beg&uuml;nstigung von Kapitaleink&uuml;nften kommt insgesamt lediglich mittleren und hohen Einkommensgruppen zugute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/10248.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 213 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Am&uuml;sant, dies ist ein Beitrag der SPD-eigenen Friedrich-Ebert-Stiftung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>A Brave New Transatlantic Partnership<\/strong><br>\nTalks between the European Union and the United States on a Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) took off this summer with many political and business leaders hailing the deal as a silver bullet against the difficult economic recovery affecting both sides of the Atlantic. The consolidation of trade relations between the two partners into a single transatlantic market has been sold to European and US citizens as a powerful vehicle for boosting economic growth, with some enthusiasts predicting an increase of up to 1% in GDP. EU and US officials are adamant that, by eliminating import tariffs and harmonising regulation across the Atlantic, trade between the two regions will increase and, as a result, millions of new jobs will be created.<br>\nWhat emerges then is an understanding of TTIP as the political project of a transatlantic corporate and political elite which, on the unfounded promise of increased trade and job creation, will attempt to reverse social and environmental regulatory protections, redirect legal rights from citizens to corporations, and consolidate US and European global leadership in a changing world order<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.s2bnetwork.org\/fileadmin\/dateien\/downloads\/Brave_New_Atlantic_Partnership.pdf\">Seattle to Brussels Network [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kinderarbeit: Maloche statt guter Ausbildung<\/strong><br>\nBarfu&szlig; oder mit Gummilatschen knien die Jugendlichen im steinigen Acker. Sie ernten Rote-Bete-R&uuml;ben, ihre H&auml;nde sind lilarot gef&auml;rbt. Als die Inspekteure des Arbeitsministerium auftauchen, rennen einige erschrocken weg, andere verharren auf dem Feld. Insgesamt 21 Kinder und Jugendliche trafen die Funktion&auml;re an, als sie Mitte September mehrere Bauernh&ouml;fe im Innern des brasilianischen Bundesstaates S&atilde;o Paulo unter die Lupe nahmen, gerade mal 250 Kilometer von der gro&szlig;en Industriemetropole entfernt. Sechs der jungen Arbeiter waren noch nicht einmal 13 Jahre alt. Lang andauernde, schwere Arbeit wie diese Feldarbeit ist in Brasilien f&uuml;r unter 18-J&auml;hrige verboten. Angesichts der prek&auml;ren Arbeitsbedingungen z&auml;hlt der Fall zur Kategorie der &ldquo;schweren Kinderarbeit&rdquo;, die Arbeitgeber m&uuml;ssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Diese Form der Ausbeutung Minderj&auml;hriger ist seit dem Jahr 2008 entsprechend einer Resolution der Internationalen Arbeitsorganisation ILO ge&auml;chtet. Auf der dritten Globalen Konferenz zu Kinderarbeit soll ab dem heutigen Dienstag in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia Bilanz gezogen werden. Im Verlauf von zw&ouml;lf Jahren ist es laut der ILO gelungen, die Kinderarbeit um ein Drittel zu verringern. Im Jahr 2000 waren es noch fast 250 Millionen Minderj&auml;hrige weltweit, die davon betroffen waren, jetzt gesch&auml;tzte 168 Millionen. Mehr als die H&auml;lfte von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, auch als Haushaltshilfen werden sie h&auml;ufig eingesetzt. Jungen sind dabei &uuml;brigens h&auml;ufiger von Kinderarbeit betroffen als M&auml;dchen. Trotz der sinkenden Zahlen arbeitender Kinder und Jugendlicher hat die ILO bereits vor der Konferenz einger&auml;umt, dass das Ziel der Roadmap wohl nicht erreicht werden wird &ndash; ein Ende der ausbeuterischen Kinderarbeit bis 2016.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F10%2F08%2Fa0079&amp;cHash=9d574526f260a605540a291f083f7660\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aus unserer Sicht werden arbeitende Kinder generell als nicht akzeptabel angesehen, sieht man von gelegentlicher Mithilfe im elterlichen Haushalt, auf dem Hof oder im Handwerksbetrieb ab. In &auml;rmeren Kulturen nimmt diese Mithilfe einen viel gr&ouml;&szlig;eren Raum ein und steht ganz selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft. Entscheidend f&uuml;r die Entwicklung dieser Kulturen d&uuml;rfte sein, ob neben dem Arbeitseinsatz f&uuml;r die Familie eine schulische Ausbildung erm&ouml;glicht wird. Dabei geht es h&auml;ufig nicht darum, eine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Belastung f&uuml;r die Kinder zu vermeiden &ndash; daf&uuml;r sorgen f&uuml;rsorgliche Eltern in Drittweltl&auml;ndern durchaus auch &ndash; sondern auf diese Hilfe zumindest partiell zu verzichten und so Zeit f&uuml;r Bildung\/Ausbildung zu schaffen. Insofern ist das im Artikel genannte Sozialhilfeprogramm &ldquo;Bolsa familia&rdquo; vorbildlich. Die ILO unterscheidet innerhalb der 168 Millionen arbeitenden Kindern Formen der Kinderarbeit, die gef&auml;hrliche Arbeiten beinhalten, die ihrer Gesundheit, Sicherheit und sittlicher Entwicklung schaden. Diese Kinder machen mehr als die H&auml;lfte aus (85 Mio.). &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/berlin\/presseinformationen\/WCMS_221844\/lang--de\/index.htm\">Gef&auml;hrliche Arbeit<\/a> &ndash; beispielsweise Arbeit in Steinbr&uuml;chen oder mit gef&auml;hrlichen Stoffen &ndash; wird von der ILO oft als Ersatzindikator f&uuml;r die schlimmsten Formen der Kinderarbeit verwendet. Zum einen macht gef&auml;hrliche Arbeit den gr&ouml;&szlig;ten Teil der schlimmsten Formen der Kinderarbeit aus, zum anderen findet letztere oft statistisch kaum erfassbar im Verborgenen statt, etwa in illegalen Bordellen oder bewaffneten Konflikten.&rdquo;<\/em><br>\n<em>In diesem Zusammenhang ist die von &ldquo;arte2 gesendete Reihe &ldquo;Die gef&auml;hrlichsten Schulwege der Welt&rdquo; aufschlu&szlig;reich, die vereinzelt auf You Tube zu sehen ist:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_detailpage&amp;v=z-V-c38kf1Q\">Nepal<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DPhBo4y-abo\">Kenia<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gsbkC9k7bO0\">Peru<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lernen in der Arbeitszeit &ndash; nur f&uuml;r die weiter oben auf der Leiter?<\/strong><br>\nLebenslanges Lernen, beruflich wie privat, ist eins der Ideale in den westlichen L&auml;ndern, die allgemein akzeptiert werden. Doch wie sieht es mit der praktischen Umsetzung der Weiterbildung aus? Der allgemeine Eindruck ist, dass angesichts wachsender Anforderungen in den Berufen mit der Schnelligkeit, mit der Wissensstoff auf allen Gebieten zunimmt bzw. sich ver&auml;ndert, kaum Schritt zu halten ist. Weil sich der Zeitaufwand, der f&uuml;rs Lernen ben&ouml;tigt wird, mit dem reibt, was am Arbeitsplatz erledigt werden muss. [&hellip;]<br>\nIn der Gegen&uuml;berstellung der vom DGB bei &ldquo;statistischen &Auml;mtern, der Bundesregierung und des Instituts f&uuml;r Berufsbildung&rdquo; ermittelten Zahlen f&uuml;r 2012 sieht das so aus: Die &ldquo;Weiterbildungsquote&rdquo; der Besch&auml;ftigten mit Hochschulabschluss liegt bei 68 Prozent; bei denen, die einen Bruttoverdienst &uuml;ber 4.000 Euro haben, werden 78 Prozent angegeben. In gro&szlig;en Betrieben nehmen 63 Prozent der Mitarbeiter an Weiterbildungsschulungen teil.<br>\nIn &ldquo;Kleinstbetrieben&rdquo; waren es dem gegen&uuml;ber nur 36 Prozent. Und bei den Einkommen zwischen 400 und 1.000 Euro 43 Prozent. Die &ldquo;Weiterbildungsquote&rdquo; der Besch&auml;ftigten ohne Berufsabschluss lag bei 37 Prozent. Auch die Angestellten aus der Gruppe mit Zuwanderungshintergrund seien im Nachteil legen die pr&auml;sentierten Ergebnisse nahe. Nur ein Drittel konnte sich 2012 weiterbilden, hei&szlig;t es. Dies seien stagnierende Zahlen angesichts einer allgemeinen Zunahme der Weiterbildungsteilnahmequoten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40047\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Die Studie deckt sich mit meiner Erfahrung, dass vor allem Arbeiter im Schichtbetrieb und Angestellte im Einzelhandel von beruflicher Weiterbildung bzw. dem Nachholen eines h&ouml;heren Schulabschlusses in Pr&auml;senz abgehalten werden. Manche Betriebe stellen ihre Mitarbeiter zwar vom Schichtdienst frei, bzw. erlauben das Tauschen der Schichten. Viele, vor allem mittelst&auml;ndische Betriebe, legen sich allerdings quer. Vor allem j&uuml;ngere Mitarbeiter sehen sich aufgrund ihrer prek&auml;ren Arbeitssituation gezwungen, ihre Weiterbildungsw&uuml;nsche auf Eis zu legen, oder alternativ bei privaten Fernunterrichtsanbietern gegen eine entsprechende Geb&uuml;hr einen Lehrgang zu beginnen. Hier sind nicht nur die Kosten zu nennen, sondern vor allem das individuelle Lernen &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum, das Probleme bereiten kann. Lernen lebt schlie&szlig;lich auch von sozialer Interaktion &ndash; und sei es auch nur, um &uuml;ber den Dozenten gemeinsam schimpfen zu k&ouml;nnen. Teilweise kommt es zu der paradoxen Situation, dass diejenigen Angestellten oder Arbeiter, die eine Weiterbildung machen, dies im Betrieb verschweigen. Viele Vorgesetzte sehen die (private) Weiterbildung nicht gerne, da sie das Vorurteil hegen, dass der Mitarbeiter sich dann nicht mehr voll auf die betrieblichen Belange konzentrieren k&ouml;nne. Oder vielleicht ist es auch nur die Angst, dass der Mitarbeiter aufgrund seiner h&ouml;heren Qualifikation auch h&ouml;here Anspr&uuml;che stellen k&ouml;nnte. Dar&uuml;ber m&ouml;ge sich der geneigte Leser selber sein Urteil bilden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu kommt, dass h&ouml;herqualifizierende Ausbildungen wie etwa die eines Technikers oder Masters oft extrem teuer sind, man landet dort schnell bei einem h&ouml;heren vierstelligen oder gar f&uuml;nfstelligen Betrag, welche sich selbst bei finanzieller Unterst&uuml;tzung durch den Arbeitgeber, nur Arbeitnehmer mit einem entsprechenden Verdienst &bdquo;leisten&ldquo; k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amazon plant neue Logistikzentren in Polen<\/strong><br>\nIn Deutschland ringt Amazon derzeit mit den Arbeitnehmern um einen Tarifvertrag. Gerade erst drohte Verdi-Sekret&auml;r Heiner Reimann im SPIEGEL mit neuen Streiks: &ldquo;Ich w&uuml;rde mich an Amazons Stelle nicht darauf verlassen, vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nUmso mehr lassen Pl&auml;ne des Internetversandh&auml;ndlers in Polen aufhorchen. Dort will Amazon Chart zeigen drei gro&szlig;e Logistikzentren er&ouml;ffnen, wie der Konzern am Montag mitteilte. Jedes der Zentren werde eine Fl&auml;che von rund 13 Fu&szlig;ballfeldern haben und binnen drei Jahren etwa 2000 Arbeiter sowie in Sto&szlig;zeiten jeweils 3000 Saisonkr&auml;fte besch&auml;ftigten. Zwei der Lager sollen bis August 2014 fertiggestellt sein, das dritte Mitte 2015.<br>\nAmazon betonte, es gehe nicht um eine Verlagerung von Logistik-Standorten aus Deutschland. Ziel sei der Ausbau des gesamten europ&auml;ischen Gesch&auml;fts, sagte der f&uuml;r Europa zust&auml;ndige Amazon-Manager Tim Collins. Polen sei wegen der g&uuml;nstigen geografischen Lage, der guten Anbindung und einer &ldquo;gro&szlig;artigen Besch&auml;ftigten-Basis&rdquo; ausgesucht worden, erkl&auml;rte das Unternehmen.<br>\nAllerdings werden die neuen Logistikzentren zun&auml;chst haupts&auml;chlich Kunden der deutschen Amazon-Seite bedienen und erst sp&auml;ter Nutzer von allen europ&auml;ischen Websites. Die polnische Zeitung &ldquo;Puls Biznesu&rdquo; hatte schon vor mehreren Tagen von den Pl&auml;nen berichtet und geschrieben, Amazon wolle nach den Arbeitsniederlegungen in Deutschland einen Teil der Aktivit&auml;ten nach Osteuropa verlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/amazon-plant-neue-logistikzentren-in-polen-a-926476.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> So werden innerhalb der EU Sozialstandards, Mitbestimmungsrechte legal umgangen, zus&auml;tzlich noch Lohnkosten reduziert und wahrscheinlich noch Subvention legal &ldquo;erschlichen&rdquo;. Die EU ist ein Grenzen offener Wirtschaftsraum und es ist gleich, ob das Verteilzentrum in Flensburg, M&uuml;nchen oder in Polen ist, denn der deutsche Markt ist gleich nahe, aber die Arbeitnehmerstandards sind zwischen den EU-L&auml;ndern sehr unterschiedlich.<\/em><br>\n<em>Es ist immer das Gleiche: Profite werden privatisiert, Sozial- und Infrastrukturkosten auf den Staat abgew&auml;lzt. Ist da die EU-Frustration bei vielen Bev&ouml;lkerungsgruppen nicht mehr als verst&auml;ndlich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ex-NSA-Chef setzt Snowden scherzhaft auf Todesliste<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Chef des US-Geheimdiensts NSA, Michael Hayden, hat eine klare Meinung von Whistleblower Edward Snowden. Unterstrichen hat er sie nun mit einem Scherz &ndash; den nicht alle lustig finden. Bei einer Podiumsdiskussion &uuml;ber Cyber-Sicherheit der Washington Post am Donnerstag sagte Hayden, dass Snowden in Europa f&uuml;r einen Menschenrechtspreis nominiert sei. Er spielte damit auf den Sacharow-Preis des Europ&auml;ischen Parlamants an. &ldquo;Ich muss zugeben&rdquo;, kommentierte er, &ldquo;dass ich in meinen schw&auml;cheren Augenblicken dar&uuml;ber nachgedacht habe, Herrn Snowden f&uuml;r eine andere Liste zu nominieren&rdquo;. Die Zuh&ouml;rer lachten und der republikanische Kongressabgeordnete Mike Rogers aus Michigan erwiderte: &ldquo;Dabei kann ich Ihnen helfen.&rdquo; Obgleich beide M&auml;nner den Begriff Todesliste nicht in den Mund nahmen, konnte sich das Publikum vorstellen, wovon die Rede war.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/michael-hayden-ex-nsa-chef-setzt-snowden-scherzhaft-auf-todesliste-1.1786640\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/posttv\/national\/ex-nsa-chief-michael-hayden-on-edward-snowden\/2013\/10\/04\/099d5c10-2c8b-11e3-b139-029811dbb57f_video.html\">Ex-NSA chief Michael Hayden on Edward Snowden<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Scherz? Schauen Sie Haydon in das Gesicht. Der Mann, der ihm bei diesem &ldquo;Scherz&rdquo; assistierte, war der republikanische Abgeordnete Mike Rogers, Vorsitzender des st&auml;ndigen Geheimdienstausschusses im Repr&auml;sentantenhaus. Haydon hat dann sehr schnell gemerkt, dass er sich auf ein sehr heikles Gebiet vorgewagt hatte und pr&auml;zisierte, es g&auml;be keine Attentate, weil dies per Verf&uuml;gung des Pr&auml;sidenten verboten sei &ndash; eine Anordnung aus den Jahr 1978, die auf US-Pr&auml;sident Jimmy Carter zur&uuml;ckgeht und an die sich alle seine Nachfolger gehalten haben. Aber &ldquo;gezielte T&ouml;tungen gegnerischer Kombattanten&rdquo; w&uuml;rden durchgef&uuml;hrt. Immerhin sei das Land &ldquo;im Krieg&rdquo;, so Haydon. Der ber&uuml;chtigte Krieg gegen den Terror. Nur, wer ist ein Terrorist? Auch einer, der Terroristen finanziert oder die Finanzierung erm&ouml;glicht? Einer, der die Welt inklusive Terroristen informiert, in welchem Umfang US-Geheimdienste die Welt &uuml;berwachen k&ouml;nnen? Einer, der solche Informanten unterst&uuml;tzt? Oder, wie sieht die Praxis der Aufstellung von Todeslisten aus? (Siehe dazu den Artikel &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/plan-for-hunting-terrorists-signals-us-intends-to-keep-adding-names-to-kill-lists\/2012\/10\/23\/4789b2ae-18b3-11e2-a55c-39408fbe6a4b_story.html\">Plan for hunting terrorists signals U.S. intends to keep adding names to kill lists<\/a>&rdquo; in der &lsquo;Washington Post&rsquo;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eigentum macht Bumm<\/strong><br>\nEine terroristische Macht sucht Deutschland heim: &ldquo;Vier Millionen Deutsche leiden unter Mietexplosion&rdquo; &ndash; &ldquo;In Gro&szlig;st&auml;dten explodieren die Mieten&rdquo; &ndash; &ldquo;Mietpreis-Explosion erreicht neue Rekorde&rdquo; So ist es in Zeitungen zu lesen, in Medien zu h&ouml;ren. Noch kann der Innenminister keine Namen nennen, der Verfassungsschutz keine Verhaftungen vornehmen, aber es gibt erste<br>\nsachdienliche Hinweise, es sei der &ldquo;Wohnungsmarkt&rdquo;, dem diese Anschl&auml;ge auf Leib und Leben zu verdanken seien. Nun wissen wir, dass der Markt mit einer unsichtbaren Hand begabt ist, man wird ihm deshalb nur schwer auf die Spur kommen. Doch die Opfer sind immerhin bekannt: Rund 300.000 Menschen in Deutschland sind obdachlos, Rentner, Studenten und Hartz IV-Empf&auml;nger k&ouml;nnen sich die Wohnungen des explodierten Marktes kaum noch leisten. Wie aber z&uuml;ndet der Markt seine Bomben?<br>\nZwei F&auml;lle aus Berlin k&ouml;nnen uns auf die Spur der T&auml;ter f&uuml;hren. J&uuml;ngst, im Berliner Szene-Bezirk Friedrichshain, besa&szlig; ein Chefarzt aus Hannover eine Wohnung. In der Wohnung lebte eine Frau bei g&uuml;nstiger Miete. Weil der Chefarzt Eigent&uuml;mer ist, darf er Eigenbedarf anmelden. Zwar will er nur dann und wann in der eigent&uuml;mlichen Wohnung leben. Sein Wohnsitz bleibt in Hannover. Aber das Berliner Landgericht findet das &auml;rztliche Eigentum sch&uuml;tzenswerter als die Mieterin. Deshalb hat es entschieden: Frau dauerhaft raus, Arzt f&uuml;r ein paar Besuche im Jahr rein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/eigentum-macht-bumm.pdf\">Rationalgalerie [PDF &ndash; 327 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hierzu sei auch auf einen sch&ouml;n ironischen Blog auf der <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/stuetzen\/2013\/09\/25\/wir-sind-1-und-sagen-danke-3947\/\">Webseite der FAZ verwiesen<\/a>: Wir sind die 1% und sagen: Danke! Leider bleibt fast nur noch Ironie bzw. Zynismus, wenn eben die Parteien (CDU\/CSU) bei den Wahlen vollumf&auml;nglich best&auml;tigt werden, welchen das Wohl der Villenbesitzer bzw. Wohnungseigent&uuml;mer n&auml;her ist als das Weh der Mieter bzw. derjenigen, die verzweifelt eine bezahlbare Bleibe suchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn Staaten dem Profit schaden<\/strong><br>\nBundesdeutsche Konzerne suchen ihre Profitinteressen immer h&auml;ufiger mit Prozessen gegen souver&auml;ne Staaten durchzusetzen. Dabei geht es nicht nur um Verstaatlichungen, sondern auch um Steuererh&ouml;hungen, den Widerruf von Genehmigungen, neue Umweltgesetze oder auch um das Verbot von Produkten sowie Gewinntransfers. &ldquo;Die m&ouml;gliche Vielfalt sch&auml;dlichen staatlichen Handelns ist praktisch unbegrenzt&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Rechtshilfe-Publikation der bundeseigenen deutschen Au&szlig;enwirtschaftsagentur &ldquo;Germany Trade and Invest&rdquo; (gtai). Bereits 27 Mal haben Siemens, E.ON, Daimler, Hochtief, Wintershall und andere deutsche Unternehmen das &ldquo;Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten&rdquo; (ICSID) oder andere Institutionen angerufen, um ihre Gewinne zu sichern. Berlin setzt sich weiterhin f&uuml;r umfassende Investoren-Schutzrechte ein, die als Grundlage f&uuml;r ICSID-Verfahren dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58704\">german-foreign-policy<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Entscheidung im Rechtsstreit NML Capital gegen Argentinien<\/strong><br>\nDer US-amerikanische Supreme Court hat heute die Revision Argentiniens gegen ein Urteil des New Yorker Berufungsgericht im Rechtsstreit NML Capital gegen Argentinien zur&uuml;ckgewiesen. Der Beschluss des Obersten Gerichtshof der USA bedeutet, dass Argentinien die Forderung des Hedgefonds NML Capital in voller H&ouml;he von 1,33 Milliarden US-Dollar begleichen muss. erlassjahr.de bef&uuml;rchtet weitreichende Konsequenzen f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;t hochverschuldeter Staaten.<br>\nDer Hedgefonds NML Capital hatte w&auml;hrend der argentinischen Finanzkrise Staatsanleihen des s&uuml;damerikanischen Landes zu einem g&uuml;nstigen Nominalwert aufgekauft. Bei den 2005 und 2010 durchgef&uuml;hrten Umschuldungsma&szlig;nahmen konnte Argentinien bei 92% seiner Gl&auml;ubiger einen weitreichenden Schuldenschnitt durchsetzen. Die restlichen Gl&auml;ubiger, unter ihnen NML Capital, lehnten ab. Nun klagte der sogenannte Geierfonds in einem mehrere Jahre andauernden Rechtsstreit den vollen Wert der Forderung ein &ndash; und bekam Recht.<br>\nGeierfonds haben aus dem Ankaufen spottbilliger Forderungen an Staaten in finanziellen Krisensituationen und dem sp&auml;teren Einklagen der vollen Forderung vor Gericht ein Gesch&auml;ftsmodell gemacht. Dieses hebelt ein souver&auml;nes Schuldenmanagement hochverschuldeter Staaten systematisch aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.erlassjahr.de\/presse\/pressemitteilungen\/entscheidung-im-rechtsstreit-nml-capital-gegen-argentinien.html\">erlassjahr.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stephan Hebel &ndash; Friedrichs Fl&uuml;chtlings-M&auml;rchen<\/strong><br>\nDen Schleusern m&uuml;sse das Handwerk gelegt werden, sagt Innenminister Friedrich nach der Katastrophe von Lampedusa. Als ginge es nicht in Wahrheit um die Ursachen der Flucht.<br>\nWenn unser Bundesinnenminister &uuml;ber den Tod von mehr als 300 Fl&uuml;chtlingen vor Europas Grenzen spricht, dann sagt er: &bdquo;Die Schleuser-Verbrecher sind es, die die Menschen mit falschen Versprechungen in Lebensgefahr bringen und oftmals in den Tod f&uuml;hren.&ldquo; Hans-Peter Friedrich (CSU) will uns damit weismachen, dass es nicht etwa Schleuser gebe, weil es Fl&uuml;chtlinge gibt. Er tut so, als gebe es Fl&uuml;chtlinge, weil es Schleuser gibt. Er versucht uns auf diese Weise hinters Licht zu f&uuml;hren, weil es nicht opportun ist zu sagen, was er tut, n&auml;mlich Fl&uuml;chtlinge abzuwehren, und sei es um den Preis ihres Lebens. Weil es gesellschaftsf&auml;higer klingt, wenn man so tut, als ginge es nur darum, Verbrechern das Handwerk zu legen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel--friedrichs-fluechtlings-maerchen,1472602,24556586.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsselektion &ndash; Du schaffst das!<\/strong><br>\nAufstieg durch Bildung? In Deutschland Fehlanzeige. Trotz Begabung schaffen die wenigsten sozial benachteiligten Sch&uuml;ler den Sprung an die Unis: keine Unterst&uuml;tzung von zuhause, keine F&ouml;rderung durch den Staat. Von 100 Kindern, deren Eltern keine Akademiker sind, nehmen nur 23 ein Hochschulstudium auf &ndash; von 100 Akademikerkindern sind es stolze 77, die studieren.<br>\nSuat Yilmaz (37) will das &auml;ndern. Weil es ungerecht ist &ndash; und weil auf diese Weise Deutschland viele Talente verloren gehen, die die Wirtschaft dringend braucht. Der Sozialwissenschaftler ist der einzige festangestellte Talentf&ouml;rderer der Republik. Er bereist im Auftrag der Westf&auml;lischen Hochschule Gelsenkirchen die Schulen des Ruhrgebiets auf der Suche nach begabten Arbeiterkindern, die er unterst&uuml;tzen kann: beim Abitur, bei der Studienwahl, beim schweren Wechsel auf die Hochschule. Yilmaz setzt auf die Elite, die von unten kommt. Auf Mario zum Beispiel &ndash; ein Mathegenie mit hunderten von unentschuldigten Fehlstunden. B&uuml;cher gab es in Marios Elternhaus nicht, seine alleinerziehende Mutter spricht kaum deutsch. W&auml;hrend sich seine Mitsch&uuml;ler auf das Abi vorbereiten, jobbt er im Altenheim. Er braucht Geld, er braucht Unterst&uuml;tzung. Das Abitur wird er wohl schaffen &ndash; aber dann?<br>\nDeutschland braucht viele Talentf&ouml;rderer, davon ist Yilmaz &uuml;berzeugt. Denn die Chancen f&uuml;r Kinder aus den untersten sozialen Schichten haben sich in den letzten zwanzig Jahren nicht verbessert, sondern gravierend verschlechtert: Gelang 1991 noch  21 Prozent von ihnen der Sprung an die Hochschule, waren es 2012 nur noch neun Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/wdr\/130930_diestory_duschaffstdas-100.html\">das erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&uuml;r NachDenkSeiten-Leser leider keine neue Erkenntnis, dass Deutschland eines der sozialselektivsten Bildungssysteme der Welt hat. Anstatt best&auml;ndig den angeblichen Fachkr&auml;ftemangel zu bejammern sollte man sich hier &uuml;berlegen welches Talent und Potential dadurch verschwendet wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Frankfurter Buchmesse &ndash; OPEN BOOKS<\/strong><br>\nUlrike Herrmann \/ Heiner Flassbeck<br>\n&bdquo;Der Sieg des Kapitals&ldquo; \/ &bdquo;Handelt jetzt! Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft&ldquo; \/ Westend Verlag<br>\nDie Verwerfungen auf den internationalen Finanzm&auml;rkten und deren Folgen lassen viele ratlos zur&uuml;ck. Wer aber das aktuelle Wirtschaftsgeschehen verstehen will, sollte unbedingt zu dieser Veranstaltung kommen.<br>\nModeration: Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau<br>\nFrankfurt, Ort Haus am Dom<br>\nGro&szlig;er Saal<br>\nMittwoch, 9. Oktober, 18.30h<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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