{"id":18877,"date":"2013-10-09T08:46:30","date_gmt":"2013-10-09T06:46:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877"},"modified":"2013-10-09T08:46:30","modified_gmt":"2013-10-09T06:46:30","slug":"hinweise-des-tages-1982","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h01\">Kaufkraft in Deutschland: Inflation zehrt Lohnplus auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h02\">Nach der Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h03\">OECD: St&auml;rkste Bildungsbenachteiligung in USA und Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h04\">Assad vor dem &ldquo;Spiegel&rdquo;-Tribunal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h05\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h06\">Herbert Schui &ndash; Wer kann mit wem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h07\">Der deutsche Konjunkturmotor stottert &ndash; Zeit, die prozyklische Finanzpolitik zu beenden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h08\">Mindestlohn in Europa &ndash; Deutschland gehen die Ausreden aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h09\">Buffett&rsquo;s Crisis-Lending Haul Reaches $10 Billion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h10\">Die M&auml;r vom robusten Arbeitsmarkt und dem Jobwunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h11\">Oxfam: Sparpolitik droht, bis zu 25 Millionen Europ&auml;er\/innen zus&auml;tzlich in die Armut zu treiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h12\">Wenig nachhaltige Erholung der Euro-Zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h13\">Jimmy Carter: &laquo;Die Ungleichheit von Arm und Reich ist dramatisch&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h14\">Hartz Vier demotiviert und stigmatisiert!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h15\">Privat statt Staat? &ndash; Finanzwissenschaftler untersuchen den Wandel der sozialen Sicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h16\">Rezension: Arno Gahrmann, &bdquo;Wir arbeiten und nicht das Geld. Wie wir unsere Wirtschaft wieder lebenswert machen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h17\">Einmal Afrika und zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h18\">zu guter Letzt: Sexiest Woman alive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877#h19\">Das Allerletzte: Soll man da lachen oder weinen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18877&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kaufkraft in Deutschland: Inflation zehrt Lohnplus auf<\/strong><br>\nDie Geh&auml;lter der Arbeitnehmer in Deutschland sind zuletzt um 1,5 Prozent gestiegen, doch weil die Preise ebenso stark zulegten, k&ouml;nnen sich die Menschen nicht mehr leisten. Der Hauptgrund f&uuml;r die stagnierenden Reall&ouml;hne sind ausbleibende Pr&auml;mien und Boni.<br>\nDie Kaufkraft der deutschen Arbeitnehmer stagniert. Die Bruttomonatsverdienste einschlie&szlig;lich Sonderzahlungen stiegen von April bis Juni zwar um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Allerdings erh&ouml;hten sich die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum genauso stark, so dass die Lohnerh&ouml;hungen von der Inflation komplett aufgezehrt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/inflation-zehrt-in-deutschland-lohnerhoehungen-auf-a-926674.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die dreiste L&uuml;gerei setzt sich ungehemmt fort. Das einzige Problem einer Inflationsrate von 1,5% ist doch, da&szlig; sie *zu niedrig* ist und nicht zu hoch. Der SPIEGEL postuliert allen Ernstes, da&szlig; die L&ouml;hne bestenfalls durch Gnade der Unternehmer knapp &uuml;ber der Inflationsrate liegen d&uuml;rfen und die Produktivit&auml;tszuw&auml;chse praktisch 1:1 bei den Arbeitgebern verbleiben sollen.<\/em><br>\n<em>Interessant auch noch die Begr&uuml;ndung die mangelnden Lohnzuw&auml;chse: &ldquo;Die Unternehmen d&uuml;rften wegen der schw&auml;chelnden Konjunktur zur&uuml;ckhaltend mit Pr&auml;mien und Boni gewesen sein.&rdquo; Ich dachte Deutschland boomt, die Wirtschaft floriert und wir haben die beste Regierung seit der Wiedervereinigung?<\/em><br>\n<em>K&ouml;nnen Unternehmen in Gutsherrenart Geh&auml;lter, Pr&auml;mien und Boni zuteilen, oder werden Lohnsteigerungen z. B. von Gewerkschaften erk&auml;mpft? Haben wir nicht einen unglaublichen Fachkr&auml;fte-, gar Arbeitskr&auml;ftemangel, wo sich die Arbeitnehmer den Arbeitsplatz und das dazugeh&ouml;rige Gehalt quasi aussuchen k&ouml;nnen? Will Deutschland nicht zunehmend auf die boomende Binnenwirtschaft setzen? Wieso k&ouml;nnen in dieser schwierigen Lage die Verm&ouml;gen den Superreichen in einem Jahr um 5,2% (inflationsbereinigt immer noch 3,7%) zunehmen, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/milliardaersranking-fuer-deutschland-superreiche-werden-wieder-reicher-a-722536.html\">wie wir gestern lasen<\/a>?<\/em><br>\n<em>Sind deren Arbeitgeber nicht so &ldquo;zur&uuml;ckhaltend mit Pr&auml;mien und Boni&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach der Wahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gr&uuml;ne: Die Opportunistin hat gewonnen<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen selbst beschwichtigten im Vorfeld der Kampfabstimmung ja gern, dass es im Grunde egal sei, ob die Reala Katrin G&ouml;ring-Eckardt oder die Reala Kerstin Andreae neben dem Linker-Fl&uuml;gel-Mann Anton Hofreiter k&uuml;nftig die gr&uuml;ne Fraktion im Bundestag f&uuml;hren werde. Doch ganz unabh&auml;ngig davon, dass die Gr&uuml;nen eine kleine Fraktion in einer vermutlich schwachen Opposition sein werden, macht es schon einen Unterschied, welche der beiden Politikerinnen bald das Sagen haben wird im Parlament. Wof&uuml;r aber steht die Kirchenfrau G&ouml;ring-Eckardt? Man wei&szlig; es nicht. Irgendwie f&uuml;rs Soziale. F&uuml;r die Kindergrundsicherung, auch f&uuml;r die Frauenquote und die Homo-Ehe. Aber ebenso f&uuml;r &ouml;ffentlich gebackenen Kuchen, also f&uuml;r altbackene, betuliche F&uuml;rsorglichkeit. &ldquo;F&uuml;r Mut. Gegen Armut&rdquo; stand auf einem der Wahlplakate mit ihrem Konterfei. Klingt gut, nicht wahr? Aber nur, wenn man vergisst, dass G&ouml;ring-Eckardt einmal eine gl&uuml;hende Verfechterin der Agenda 2010 war. Sp&auml;ter, als klar war, dass Hartz IV viele Probleme nicht l&ouml;sen, daf&uuml;r aber zahlreiche neue schaffen wird, hat sie sich flugs von ihrem Agenda-Engagement distanziert. Steuererh&ouml;hungen? Mal so, mal so. &ndash; Nun sind die Gr&uuml;nen eine Partei wie jede andere auch, Machtk&auml;mpfe hier, Taktieren dort. Trotzdem nervt es gewaltig, dass Spitzenpolitik heute vor allem uneindeutig, verschwommen und lavierend daherkommt. Dass man sich nur noch schlecht orientieren kann. Das ist das Erfolgsrezept Angela Merkels. Und das macht die gr&uuml;ne Kopie nicht besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2013%2F10%2F09%2Fa0094&amp;cHash=8eebdc2011f2a0f21275763db6e84821\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Eindruck mag sehr pers&ouml;nlich sein, ab mir hat sich w&auml;hrend des Wahlkampfes keine &Auml;u&szlig;erung von Katrin G&ouml;ring-Eckardt eingepr&auml;gt. Wenn Omid Nouripour, Verteidigungsexperte der Gr&uuml;nen, sagt: &ldquo;Katrin G&ouml;ring-Eckardt steht f&uuml;r das soziale Gewissen der Partei, Toni ist der &Ouml;kologe.&rdquo; Dann frage ich mich, wof&uuml;r stand J&uuml;rgen Trittin. Die Reala G&ouml;ring-Eckardt steht f&uuml;r soziale Themen? Aber sie hat sich doch eben gerade vom &ldquo;linken&rdquo; Wahlprogramm distanziert, das viele Realos wegen der geplanten Steuererh&ouml;hungen als Hauptursache f&uuml;r die Wahlpleite bezeichnen. Gegen&uuml;ber einer solchen &lsquo;Wendeh&auml;lsin&rsquo; ist mir doch eine Reala lieber, die von vornherein den steuerpolitischen Teil des Programms zu hinterfragte. Wenn G&ouml;ring-Eckardt nur deshalb gew&auml;hlt wurde, weil sich Winfried Kretschmann gegen sie aussprach, dann ist dies der schlechteste Grund. &lsquo;Wischiwaschi&rsquo;-Politiker k&ouml;nnen sich die Gr&uuml;nen jetzt am wenigsten leisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne zementieren ihren Linkskurs<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen haben ihre W&auml;hler aus der Wirtschaft verschreckt. Viele hofften auf eine Kurskorrektur. Doch mit der Wahl von Katrin G&ouml;ring-Eckardt und Anton Hofreiter als Fraktionsspitzen bleibt der Befreiungsschlag aus. [&hellip;]<br>\nDoch die Antworten darauf kamen offenbar zu geballt &ndash; vornehmlich von prominenten Gr&uuml;nen aus Baden-W&uuml;rttemberg, wie dem Stuttgarter Regierungschef Winfried Kretschmann und dem T&uuml;binger Oberb&uuml;rgermeister Boris Palmer, sodass die Bundestagfraktion deren Wunsch nach einer wirtschaftsfreundlicheren Politik versagten.<br>\nAls Co-Fraktionschefin wurde als Vertreterin des Realo-Fl&uuml;gels nicht etwa die wirtschaftsliberale Freiburger Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae gew&auml;hlt, sondern die Sozialpolitikerin Katrin G&ouml;ring-Eckardt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-2013\/neue-alte-oekopartei-gruene-zementieren-ihren-linkskurs\/8902770.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So schnell wird aus der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15059\">Hartz-IV- und Agenda-Bef&uuml;rworterin<\/a> eine &bdquo;Sozialpolitikerin&ldquo;. Der Spin der Story ist sogar f&uuml;r Handelsblatt-Verh&auml;ltnisse brachial. Wirtschaftsfreundlich ist f&uuml;r das Handelsblatt offenbar nur eine neoliberale Politik, die den Staat auf ein Minimum reduziert. Das wird ein Gro&szlig;teil der Unternehmer aber ganz anders sehen. Nebenbei bemerkt ist es ein sehr positives Signal, dass die Gr&uuml;nen-Fraktion der baden-w&uuml;rttembergischen Abgeordneten Andreae eine Absage erteilt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>OECD: St&auml;rkste Bildungsbenachteiligung in USA und Deutschland<\/strong><br>\n[&hellip;] Die neue OECD-Studie reiht sich also ein in einer Reihe dutzender von Studien, die belegen, dass in Deutschland gegen das Grundgesetz versto&szlig;en wird. Niemand darf aufgrund seiner sozialen Herkunft benachteiligt werden. Diese Benachteiligung wurde vor mehr als zehn Jahren mit der ersten PISA-Studie konstatiert. Sie h&auml;tte zu einem sofortigen und verantwortlichen Handeln f&uuml;hren m&uuml;ssen. Stattdessen wurde mit der Einf&uuml;hrung der nachhaltigen Familienpolitik das sozialkompensatorische Erziehungsgeld f&uuml;r &auml;rmere Familien gestrichen. Mit dem Bologna-Prozess wurde das Hochschulsystem mit dem Bachelor-Master-&Uuml;bergang selektiver gestaltet &ndash; die dort geforderte &ldquo;Soziale Dimension&rdquo; wurde nicht mal ansatzweise umgesetzt. [&hellip;]<br>\nDas hei&szlig;t, in Deutschland mulitipliziert sich die Benachteiligung aufgrund der sozialen Herkunft. Die Abh&auml;ngigkeit der Bildungskompetenz von sozialer Herkunft ist sehr eng und die Abh&auml;ngigkeit von Wohlstand von der Bildungskompetenz ist ebenfalls sehr eng. Bliebe noch die Ausrede, dass viel Geld und gute Arbeit allein nicht gl&uuml;cklich mache. Hierzu hat die OECD-Studie ebenfalls geforscht und auch hier zeigen sich Abh&auml;ngigkeiten:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2013\/10\/08\/oecd-starkste-bildungsbenachteiligung-in-usa-und-deutschland\/\">Andreas Kemper<\/a>\n<p><strong>Dazu: Erstes &sbquo;PISA&lsquo; f&uuml;r Erwachsene: Deutschland und &Ouml;sterreich im Mittelfeld<\/strong><br>\nLesen, Rechnen, Probleme mithilfe von Computern l&ouml;sen &ndash; Erwachsene in Deutschland und &Ouml;sterreich schneiden bei diesen Schl&uuml;sselkompetenzen im internationalen Vergleich durchschnittlich ab. Das geht aus dem heute ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Skills Outlook 2013&ldquo; der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der sich mit der Frage besch&auml;ftigt, welche F&auml;higkeiten und Fertigkeiten Erwachsene haben und wie sie sie nutzen. Der Ausblick pr&auml;sentiert die Ergebnisse des ersten &bdquo;PISA f&uuml;r Erwachsene&ldquo;, der sogenannten PIAAC-Studie (Programme for the International Assessment of Adult Competencies), die 16- bis 65-J&auml;hrige aus 24 L&auml;ndern auf verschiedene Alltagskompetenzen getestet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/piaac.htm\">OECD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Assad vor dem &ldquo;Spiegel&rdquo;-Tribunal<\/strong><br>\nEin deutsches Nachrichtenmagazin hat ein Interview mit dem syrischen Pr&auml;sidenten gef&uuml;hrt. Dabei kam nichts Neues, aber manch Erhellendes heraus<br>\nDer Spiegel hat mit dem syrischen Pr&auml;sidenten Bashar al-Assad Klartext geredet und ihm erkl&auml;rt, was er tun m&uuml;sste, um das Wohlwollen des Westens zur&uuml;ckzuerlangen. Diese politische Lektion, als Interview getarnt, ver&ouml;ffentlichte das angeblich investigative Nachrichtenmagazin in seiner Ausgabe vom 7. Oktober (Heft 41\/2013). Es lie&szlig;e sich ja die Frage stellen, ob der Spiegel eventuell auf das reingefallen ist, was die Online-Ausgabe des Magazins am 5. September unter dem Titel &bdquo;Assads L&uuml;gen-Offensive&ldquo; so beschrieb: &bdquo;In einer bisher noch nicht dagewesenen Propaganda-Anstrengung schickt das syrische Regime derzeit seine besten internationalen Botschafter an die Medienfront. Sie sollen Zweifel s&auml;en und die Angriffe doch noch einmal abwenden.&ldquo; Und dann muss die Redaktion auch noch melden, dass Assads Presseverantwortliche den Text des Gespr&auml;ches &bdquo;ohne jede &Auml;nderung freigegeben&ldquo; haben. Aber wahrscheinlich um solche Vermutungen auszur&auml;umen, wurde gleich zu Beginn des Textes klargestellt, wie Assad zu sehen ist: Als &bdquo;Feind Europas und Amerikas&ldquo;, der f&uuml;r Massaker und vom Giftgas get&ouml;tete Kinder verantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/assad-vor-dem-spiegel-tribunal\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesregierung genehmigt das Abh&ouml;ren deutscher Provider durch den BND<\/strong><br>\nDer Spiegel meldet, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) die Datenleitungen von 25 Internetprovidern am Datenknotenpunkt De-Cix in Frankfurt anzapft. Darunter sind auch sechs deutsche Provider, n&auml;mlich 1&amp;1, Freenet, Strato AG, QSC, Lambdanet und Plusserver. Netzpolitik.org berichtet ebenfalls. Die Ma&szlig;nahmen wurden laut Spiegel vom Kanzleramt und dem Bundesinnenministerium abgezeichnet. Das entspricht insoweit der gesetzlichen Vorgabe, als Ma&szlig;nahmen zur Beschr&auml;nkung des Fernmeldegeheimnisses nach &sect; 5 G10-Gesetz vom Bundesinnenminister angeordnet werden m&uuml;ssen (&sect; 10 Abs. 1 G10-Gesetz).<br>\nNach &sect; 5 G10-Gesetz ist es dem BND aber nur gestattet, internationale Telekommunikationsverbindungen anhand von Suchbegriffen zu durchsuchen und auszuwerten. Die Vorschrift besagt ausdr&uuml;cklich, dass keine Suchbegriffe verwendet werden d&uuml;rfen, die Identifizierungsmerkmale enthalten, die zu einer gezielten Erfassung bestimmter Telekommunikationsanschl&uuml;sse f&uuml;hren. Genau das trifft aber auf Telefonnummern, E-Mail-Adressen und IP-Adressen zu. Das gilt allerdings nicht f&uuml;r Telekommunikationsanschl&uuml;sse im Ausland, sofern ausgeschlossen werden kann, dass Anschl&uuml;sse, deren Inhaber oder regelm&auml;&szlig;ige Nutzer deutsche Staatsangeh&ouml;rige sind, gezielt erfasst werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2013\/10\/bundesregierung-genehmigt-das-abhoeren-deutscher-provider-durch-den-bnd.html\">Internet-Law<\/a><\/li>\n<li><strong>Unter Feinden &ndash; Einreiseverbot f&uuml;r NSA-Kritiker Ilija Trojanow<\/strong><br>\nWir treffen ihn, kurz nach seiner R&uuml;ckkehr nach Deutschland, ihn Stuttgart: den Schriftsteller Ilija Trojanow. Eigentlich sollte er zur Zeit in Denver sein &ndash; als Gastredner und Teilnehmer des allj&auml;hrlichen Germanistenkongresses der USA. Aber die Einreise nach Amerika wurde Trojanow verwehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/aspekte\/Unter-Feinden-30045734.html\">Aspekte<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Herbert Schui &ndash; Wer kann mit wem?<\/strong><br>\nAnmerkungen zu einer DIW-Studie zur Parteienbindung und dem Wahlverhalten nach Einkommens- und Verm&ouml;gensgruppen<br>\nDie Metapher von Merkel als der schwarzen Witwe, die ihre Koalitionspartner umbringt, hat ihren Sinn. 2009 verlor die SPD nach der gro&szlig;en Koalition m&auml;chtig, die FDP ist jetzt nicht mehr im Bundestag. In beiden F&auml;llen spielte die Entt&auml;uschung der W&auml;hler angesichts ihrer Parteibindung eine wichtige Rolle.<br>\nDiese Bindung ist durch das Interesse der W&auml;hler begr&uuml;ndet. Es folgt wesentlich aus deren objektiver wirtschaftlicher Lage &ndash; so Einkommen und Verm&ouml;gen &ndash; und daraus, welcher Partei sie zutrauen, ihr Interesse durchzusetzen. Das wiederum veranla&szlig;t die Parteien, mit allerlei Tricks und nicht ohne Erfolg dieses Interesse umzudeuten oder entgegen der Wahrheit zu behaupten, sie seien deren wahre Vertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-08\/020.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der deutsche Konjunkturmotor stottert &ndash; Zeit, die prozyklische Finanzpolitik zu beenden!<\/strong><br>\n[&hellip;] Ein Warnsignal ist die Arbeitslosigkeit. Im September hatte es gegen&uuml;ber August saisonbereinigt eine Zunahme um nicht weniger als 25.000 gegeben, auf 2,975 Millionen. Das war viel st&auml;rker als allgemein erwartet und best&auml;tigt den ung&uuml;nstigen Trend, der im Februar 2012 begann. Bislang war der Anstieg nur moderat, aber ein Aufschwung ohne einen R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit ist f&uuml;r mich keiner, der diesen Namen verdient. Von Vollbesch&auml;ftigung kann keine Rede sein. Es gibt etwa siebenmal mehr Arbeitslose als offene Stellen. Bei Vollbesch&auml;ftigung w&uuml;rde ich mindestens Gleichstand zwischen dem Angebot an Arbeit und der Nachfrage nach Arbeit erwarten. Die Unternehmen haben im Allgemeinen kaum Probleme, Mitarbeiter zu finden. Den L&ouml;hnen nach zu urteilen, findet kein Bieterwettstreit um die knappe Ressource Arbeit statt. Es gibt vielmehr ein &Uuml;berangebot und es scheint gr&ouml;&szlig;er zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/10\/07\/der-deutsche-konjunkturmotor-stottert-zeit-die-pro-zyklische-finanzpolitik-zu-beenden_6605\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestlohn in Europa &ndash; Deutschland gehen die Ausreden aus<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Arbeitnehmervertreter kritisieren auf einer Expertenkonferenz in Berlin ihr Unverst&auml;ndnis &uuml;ber eine fehlende Lohnuntergrenze in Deutschland.<br>\nDie Grafik mit den Mindestl&ouml;hnen in Europa ist schon deprimierend. Gut, Luxemburg ganz oben mit 11,10 Euro brutto die Stunde mag ja noch als Ausrei&szlig;er durchgehen. Aber Frankreich, mit inzwischen 9,43 Euro? Die Niederlande mit 9,07 Euro, Irland mit 8,65 Euro? Denn in Deutschland: nichts, keine nationale Lohnuntergrenze, nirgends. &bdquo;Deutschland gibt ein schlechtes Beispiel&ldquo;, sagt John Douglas, Pr&auml;sident des Irish Congress of Trade Unions.<br>\nInternationale Experten diskutierten am Montag auf einer Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin das Thema Mindestlohn. Die Debatte um eine nationale Lohnuntergrenze spielt derzeit auch in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD eine entscheidende Rolle.<br>\nDie europ&auml;ischen Arbeitnehmervertreter finden es fast schon skandal&ouml;s, dass das wirtschaftlich st&auml;rkste Land in der EU bisher keinen einheitlichen Mindestlohn zustande gebracht hat. &bdquo;Deutschland hat eine politische Verantwortung, endlich einen Mindestlohn einzuf&uuml;hren&ldquo;, meint J&eacute;rome Gauti&eacute;, Direktor des arbeits- und sozialwissenschaftlichen Instituts an der Sorbonne-Universit&auml;t in Paris.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!125170\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Buffett&rsquo;s Crisis-Lending Haul Reaches $10 Billion<\/strong><br>\nBillionaire Warren Buffett tossed lifelines to a handful of blue-chip companies during the financial crisis. Five years later the payoff on those deals is becoming clear: $10 billion and counting.<br>\nMr. Buffett approached that figure after he collected another hefty payment last week, bringing to nearly 40% the pretax income on his crisis-era investments, according to a Wall Street Journal analysis.<br>\nThe bounty is a vivid illustration of one of Mr. Buffett&rsquo;s favorite investing maxims: &ldquo;Be fearful when others are greedy, and be greedy when others are fearful.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424052702304441404579119742104942198#\">Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und wieder gilt die alte Weisheit: Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom robusten Arbeitsmarkt und dem Jobwunder<\/strong><br>\nSeit Monaten h&auml;mmern Politiker und Medien folgenden Satz in die K&ouml;pfe der Menschen: Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das ist Volksverdummung pur und ein deutliches Zeichen von Realit&auml;tsverlust, um das vorsichtig zu formulieren.<br>\nManche reden von einem robusten Arbeitsmarkt und der Gipfel der Volksverdummung ist mit dem Begriff Jobwunder auch schon beinahe erreicht. Nur wenige Stimmen berichten kritisch und pr&auml;sentieren die Wahrheit. Gegen den Chor der Propagandisten aus Wirtschaft, Politik und Medien kommen sie nicht an.<br>\n&ldquo;Die Arbeitsm&auml;rkte in Deutschland sind in einem katastrophalen Zustand&rdquo;, so Prof.  Bontrup von der Westf&auml;lischen Hochschule in einem Kurzvortrag anl&auml;sslich einer von attac und Die Linke organisierten Veranstaltung vom 14.08.2013 in Bremen, der am Ende dieses Beitrag angeh&ouml;rt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aristoblog.de\/2013\/10\/die-maer-vom-robusten-arbeitsmarkt-und-dem-jobwunder\/\">Aristo Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Oxfam: Sparpolitik droht, bis zu 25 Millionen Europ&auml;er\/innen zus&auml;tzlich in die Armut zu treiben<\/strong><br>\nWenn Europa seinen rigiden Sparkurs beibeh&auml;lt, k&ouml;nnte dies in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Jahren bis zu 25 Millionen Europ&auml;er\/innen in die Armut treiben. Das entspricht nahezu der Bev&ouml;lkerung von &Ouml;sterreich und den Niederlanden. Insgesamt w&auml;ren im Jahr 2025 dann 146 Millionen Europ&auml;er\/innen von Armut bedroht. Zu diesem Schluss kommt der Oxfam-Bericht &bdquo;A Cautionary Tale&ldquo; (Ein abschreckendes Beispiel). &bdquo;Die Sparma&szlig;nahmen nach den Bankenpleiten senken weder die Verschuldungsquoten noch schaffen sie nachhaltiges Wachstum. Stattdessen vergr&ouml;&szlig;ern sie Armut und Ungleichheit&ldquo;, warnt Oxfams Kampagnenleiter J&ouml;rn Kalinski. Laut Oxfam gilt es, die Lehren aus den Finanzkrisen in Lateinamerika, S&uuml;dostasien und Afrika aus den 80er- und 90er-Jahren zu ziehen. Damals f&uuml;hrten vergleichbare Sparma&szlig;nahmen zu &ouml;konomischen Einbr&uuml;chen und massiven Einschnitten bei den Sozialausgaben. Einige der L&auml;nder ben&ouml;tigten bis zu 20 Jahre, um das Vorkrisenniveau zu erreichen. &bdquo;Die Art und Weise, wie Europa mit der Krise umgeht, droht, jahrzehntelange Errungenschaften zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Aggressive K&uuml;rzungen in der sozialen Sicherung, in Bildung und Gesundheit, weniger Arbeitnehmerrechte und eine unfaire Besteuerung k&ouml;nnten Millionen Europ&auml;er\/innen f&uuml;r Generationen in einen Armutskreislauf ziehen. Das ist moralisch verwerflich und &ouml;konomisch unsinnig&ldquo;, so Kalinski. Unter diesen Umst&auml;nden k&ouml;nnten viele Europ&auml;er\/innen bis zu 25 Jahre brauchen, um wieder den Standard von 2008 zu erreichen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/presse\/130916-sparpolitik-droht-zu-25-millionen-europaeerinnen-zusaetzlich-armut-zu-treiben\">Oxfam<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/publikationen\/sparmassnahmen-armut\">Oxfam<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was erstaunt ist, dass auch die Banken keine Konsequenzen z.B. aus der Schuldenkrise der 80er zogen. Im August 1982 erkl&auml;rte der Staat Mexiko, dass er den Schuldendienst nicht mehr leisten k&ouml;nne, und verk&uuml;ndete einseitig ein Moratorium f&uuml;r seine Auslandsschulden. Bis zum Ende des Jahres erkl&auml;rten sich noch 24 weitere Staaten f&uuml;r zahlungsunf&auml;hig. Betroffen waren vor allem privaten Banken, die den gr&ouml;&szlig;ten Teil dieser Kredite gew&auml;hrt hatten. Man mag als Bank einmal ziemlich naiv annehmen, dass Staaten h&ouml;chste Sicherheit b&ouml;ten, aber zweimal? Wo blieben die Lehren, das mentale Schild in den 2000er Jahren in den K&ouml;pfen der Banker: Staaten k&ouml;nnen zahlungsunf&auml;hig werden. Bereits im Vorlauf der W&auml;hrungsunion stellte sich die Frage, warum es zwischen den Bundesstaaten der USA gr&ouml;&szlig;ere Zinsdifferenzen als zwischen den zuk&uuml;nftigen Mitgliedern der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion gab &ndash; trotz No-bail-out-Klausel. Blindheit allerorten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenig nachhaltige Erholung der Euro-Zone<\/strong><br>\nDie Euro-Zone hat sich wirtschaftlich stabilisiert. Doch die Qualit&auml;t der Erholung ist ebenso umstritten wie der Beitrag der verfolgten Austerit&auml;tspolitik. Vor allem die Nachhaltigkeit der Stabilisierung wird bezweifelt. Wichtige vorauslaufende Indikatoren der Euro-Zone deuten eher auf eine Seitw&auml;rtsbewegung der Konjunktur. Trotz dem leichten Anstieg bleiben sie nahe den Rezessionsniveaus, meint Dario Perkins von Lombard Street Research (LSR).  Vom Rest der Welt seien keine gr&ouml;sseren Wachstumsimpulse zu erwarten, denn China und andere aufstrebende L&auml;nder erlebten ein verlangsamtes Wachstum, und auch die Wirtschaft der USA wachse nur langsam. Andere Beobachter betonen, dass das erreichte Wachstum der Euro-Zone weiter unter dem der Vorkrisenzeit liege und dass in der Region das Wachstum sehr unausgeglichen sei. Keine klare Besserung der Arbeitslosigkeit sei in Sicht, und die Wanderungsbewegungen in die Kernl&auml;nder bedeuteten einen heftigen Braindrain f&uuml;r die Peripherie &ndash; ein erst wenig erkanntes Problem. Die Banken der Euro-Zone sind anhaltend in fragilem Zustand. Gegen neue Verwerfungen an den Finanzm&auml;rkten sind sie schlecht gewappnet.<br>\nNicht nur die Qualit&auml;t der Erholung ist fraglich, auch der Beitrag der Austerit&auml;t ist umstritten. In einem vom Centre for European Policy Studies (CEPS) publizierten Kommentar f&uuml;hren Paul De Grauwe (London School of Economics) und Yemei Ji (University College London) die Stabilisierung der Wirtschaft der Region und die Reduktion der Zinsunterschiede der Staatsanleihen von Peripherie und Kernzone allein auf das OMT-Programm der Europ&auml;ischen Zentralbank zur&uuml;ck. Das auffallendste Merkmal der Austerit&auml;tspolitik und zugleich ihre Hinterlassenschaft sind f&uuml;r die Autoren, dass die F&auml;higkeit der peripheren L&auml;nder, die Schulden zu bedienen, nicht besser geworden sei. Vielmehr bestehe eine positive Korrelation: Intensivere Austerit&auml;t falle mit steigenden Verschuldungsquoten zusammen &ndash; ein auch mit der &laquo;balance sheet recession&raquo; erkl&auml;rbares Ph&auml;nomen, wie ebenfalls Richard Koo von Nomura betont. Die negativen Output-Effekte und ung&uuml;nstigen fiskalischen Multiplikatoren machten Austerit&auml;t zu einem ineffizienten Instrument: Um eine Verbesserung der Staatshaushalte um 1% zu erreichen, m&uuml;ssten 2,8% des Bruttoinlandprodukts geopfert werden. F&uuml;r De Grauwe und Ji ist die Austerit&auml;tspolitik ein logischer Fehler, ein &laquo;Trugschluss der Verallgemeinerung&raquo;: Was f&uuml;r eine Nation erfolgreich sein k&ouml;nne &ndash; sparen und einen Leistungsbilanz&uuml;berschuss erzielen &ndash;, funktioniere nicht, wenn alle Nationen die gleiche Politik verfolgten. Um den durch Austerit&auml;t erh&ouml;hten Schuldenberg abzubauen, m&uuml;ssen die verschuldeten L&auml;nder Wirtschaftswachstum und Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse der Staatshaushalte erzielen. Aber selbst unter der Annahme relativ g&uuml;nstiger makro&ouml;konomischer Umst&auml;nde werde es Jahrzehnte dauern, die Schuldenquote zu halbieren. &ndash; H&auml;tte es einen anderen Weg gegeben? De Grauwe und Ji bedauern, dass es in der Europ&auml;ischen Union nicht gelungen sei, eine solidarischere und aufgekl&auml;rtere Finanzpolitik zu verfolgen. Sie pl&auml;dieren nicht f&uuml;r Schuldenerlasse, sondern f&uuml;r eine Erg&auml;nzung der unvermeidlichen Austerit&auml;t der Schuldnerl&auml;nder durch Konsum und Investitionen anregende Massnahmen der Kernl&auml;nder, die gleichermassen Verantwortung f&uuml;r die eingetretene Krise tragen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/wenig-nachhaltige-erholung-der-euro-zone-1.18163232\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ceps.be\/ceps\/dld\/8472\/pdf\">The Legacy of Austerity in the Eurozone [PDF &ndash; 290 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jimmy Carter: &laquo;Die Ungleichheit von Arm und Reich ist dramatisch&raquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here US-Pr&auml;sident Jimmy Carter hat einen Abstieg der amerikanischen Mittelschicht in die Armut beklagt. Die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich sei inzwischen so gross geworden, dass Menschen mit eigentlich mittlerem Einkommen nicht mehr h&auml;tten als die armen Menschen zu seiner Zeit im Weissen Haus vor mehr als 30 Jahren. (&hellip;)<br>\nJahrelang habe es Steuererleichterungen f&uuml;r die Wohlhabenden gegeben, w&auml;hrend der Mindestlohn von der Inflationsrate abgekoppelt gewesen sei und Wahlbezirke so gezogen worden seien, dass die politische Polarisierung maximiert worden sei, sagte Carter. Das habe mit Ausnahme eines kleinen Bruchteils der Amerikaner die Lebensqualit&auml;t f&uuml;r alle vermindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/finance\/news\/story\/-Die-Ungleichheit-von--Arm-und-Reich-ist-dramatisch--16039152\">20 Minuten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hartz Vier demotiviert und stigmatisiert!<\/strong><br>\nZu diesem ern&uuml;chternden Ergebnis kommt eine Studie des Soziologen Prof. Klaus D&ouml;rre von der Universit&auml;t Jena. Er zeigt unter anderem, dass die Maximen des F&ouml;rderns und Forderns &uuml;berhaupt nicht greifen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/impuls\/beitraege\/2013\/09\/5-hartz-vier-demotiviert-und-stigmatisiert.6444m.mp3\">SWR [Audio &ndash; mp3]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.soziologie.uni-jena.de\/soziologie_multimedia\/Downloads\/LSDoerre\/doerre\/D%C3%B6rre_Deutsche+Zust%C3%A4nde_Heitmeyer2010_Band9.pdf\">Stellungnahme zu den Wirkungen von Hartz IV [PDF &ndash; 52.4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Privat statt Staat? &ndash; Finanzwissenschaftler untersuchen den Wandel der sozialen Sicherung<\/strong><br>\nDie &ldquo;&Ouml;ffentliche Hand&rdquo; verantwortet die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge. Dem steht die viel kritisierte, zunehmende Privatisierung in nahezu allen Bereichen der &ouml;ffentlichen Infrastruktur nicht entgegen. Die Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Lenk und Dr. Enrico Sch&ouml;bel vom Institut f&uuml;r &Ouml;ffentliche Finanzen und Public Management der Universit&auml;t Leipzig haben die Entwicklung sozialer Dienstleistungen, insbesondere im Gesundheits- und Pflegebereich, im Lichte &ouml;ffentlicher Finanzen untersucht. &ldquo;Angesichts begrenzter &ouml;ffentlicher Mittel und einer &auml;lter werdenden Gesellschaft vollzieht sich kein Sozialstaatsabbau, jedoch ein Formenwandel des Sozialstaats&rdquo;, sagt Dr. Enrico Sch&ouml;bel.<br>\nIhre Untersuchungsergebnisse haben Lenk und Sch&ouml;bel gerade in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift &ldquo;Sozialer Fortschritt&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. &ldquo;Das Staatsverst&auml;ndnis wandelt sich von der Wohlfahrtsproduktion hin zur Gew&auml;hrleistung sozialer Standards&rdquo;, res&uuml;miert Sch&ouml;bel. &ldquo;Die Steuer- und Abgabenquote und die Beitr&auml;ge zur Sozialversicherung konnten stabil gehalten werden. Statt einer Ausweitung der staatlichen Produktion sozialer Dienstleistungen wurde gestiegenen und neuen Bedarfen im Gesundheits- und Pflegebereich insbesondere durch das Auftreten neuartiger privater Dienstleister entsprochen, die einer tendenziell zunehmenden staatlichen Regulierung unterworfen sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news554831\">IDW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezension: Arno Gahrmann, &bdquo;Wir arbeiten und nicht das Geld. Wie wir unsere Wirtschaft wieder lebenswert machen&ldquo;<\/strong><br>\nZur derzeitigen Wirtschaftskrise wurden schon viele B&uuml;cher geschrieben. Mit &bdquo;Wir arbeiten und nicht das Geld&ldquo; will Arno Gahrmann zwei gro&szlig;e L&uuml;cken schlie&szlig;en. Zum einen hat er den Anspruch, eine allgemeinverst&auml;ndliche Erkl&auml;rung der Krisenursachen zu geben. Zum anderen setzt er sich mit dem  Gewinn- und Renditestreben als Haupttriebkraft des globalisierten Kapitalismus pointiert auseinander. Eine Rezension von Ernst M&ouml;nnich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131009_rezension_ernst_moennich_wir_arbeiten.pdf\">Ernst M&ouml;nnich [PDF &ndash; 64.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Einmal Afrika und zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWir staunten schon nicht schlecht, als wir im Sommer das Angebot bekamen, doch einmal vor Ort &uuml;ber eines der vielen Projekte der Welthungerhilfe zu berichten. Wir, das sind Jens Berger, freier Journalist, politischer Blogger, einigen eingefleischten Kennern vielleicht durch die NachDenkSeiten und den Spiegelfechter oder auch seine Kolumne in der taz bekannt, und Lars Bauer vom Medienpalast, NachDenker, AussenDenker und HinterDenKulissenManager der NachDenkSeiten. Die Berichterstattung &uuml;ber Entwicklungshilfe ist immer noch ein Monopol der klassischen Medien. In den Blogs und den sozialen Netzwerken findet das Thema praktisch nicht statt. Doch das soll sich nun &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/einmal-afrika-und-zurueck\/\">AussenGedanken<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Sexiest Woman alive<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134009_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Soll man da lachen oder weinen?<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134009_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/134009_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18877","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18877","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18877"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18877\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18880,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18877\/revisions\/18880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}