{"id":18882,"date":"2013-10-09T10:40:08","date_gmt":"2013-10-09T08:40:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18882"},"modified":"2015-08-19T08:37:48","modified_gmt":"2015-08-19T06:37:48","slug":"chance-2020-die-insm-will-es-noch-einmal-wissen-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18882","title":{"rendered":"Chance 2020 \u2013 Die INSM will es noch einmal wissen (3\/4)"},"content":{"rendered":"<p>Als vor fast 10 Jahren die NachDenkSeiten das Licht der Welt erblickten, kritisierte Albrecht M&uuml;ller in unserem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37\">allerersten Artikel<\/a>  eine Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Seitdem begleiten uns die Kampagnen der INSM in steter Regelm&auml;&szlig;igkeit &ndash; wer auf den NachDenkSeiten nach &bdquo;INSM&ldquo; such, kommt auf stolze <a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=site:nachdenkseiten.de+insm+-hinweise&amp;safe=off\">1.320 Treffer<\/a>. Wie zu bef&uuml;rchten war, versucht die INSM nun auch mit einer <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40014\/1.html\">aktuellen Kampagne<\/a> Einfluss auf die kommenden Koalitionsverhandlungen zu nehmen. Da die ma&szlig;geblich von Wolfgang Clement erarbeitete aktuelle Kampagne mit dem Namen &bdquo;Chance 2020&ldquo; im Grunde alter neoliberaler Wein aus neuen Schl&auml;uchen ist, auf den wir bereits unz&auml;hlige Male inhaltlich eingegangen sind, wollen wir Ihnen an dieser Stelle eine vierteilige Serie anbieten, in denen wir Ihnen zahlreiche Gegenargumente zu den 21 Forderungen der Chance 2020 an die Hand geben. Im dritten Teil geht es heute um die Themenfelder &bdquo;Bildung&ldquo; und &bdquo;Sozialversicherung&ldquo;.&nbsp; Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Themenbereich &bdquo;Bildung&ldquo;<\/strong><\/p><ol start=\"11\">\n<li><strong>Je fr&uuml;her, je besser: Bildungsinvestitionen in den ersten Lebensjahren verst&auml;rken<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>Wir fordern, die Bildungsinvestitionen st&auml;rker in Richtung der ersten Lebensjahre zu verschieben. Es muss uns gelingen, die Vererbung von Bildungsbiografien zu durchbrechen, indem der Staat deutlich mehr in die Chancengerechtigkeit von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen aus bildungsfernen oder einkommensschwachen Haushalten investiert. Die Richtung muss lauten: &ouml;ffentliche Bildungsinvestitionen da, wo alle profitieren (fr&uuml;hkindlich), private da, wo Chancen nur f&uuml;r bestimmte Gruppen entstehen (Studium). Das hei&szlig;t aber auch: Gegenfinanziert werden muss eine solche Investitionsverschiebung von denjenigen, die sp&auml;ter die h&ouml;chstm&ouml;gliche Qualifizierung erreichen, n&auml;mlich den Akademikern. Sie m&uuml;ssen an den Kosten ihrer Ausbildung beteiligt werden. Studiengeb&uuml;hren sind deshalb gerecht. Sie verhindern Umverteilung von unten nach oben. Und: Studiengeb&uuml;hren m&uuml;ssen den Hochschulen direkt zukommen und damit den Ausfall der staatlichen Zusch&uuml;sse kompensieren, am besten &uuml;berkompensieren. Au&szlig;erdem: Studiengeb&uuml;hren und die staatliche Besicherung von Studienkrediten sind zwei Seiten derselben Medaille. Der Zugang zur Hochschule muss unabh&auml;ngig vom eigenen Verm&ouml;gen und Einkommen allen mit entsprechender Qualifikation offenstehen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>INSM &ndash; Chance 2020<\/em><\/p>\n<p>Die Argumente der INSM hatte Wolfgang Lieb bereits im Jahre 2008 in seinem Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3230\">Bildungsreform als Herrschaftsinstrument<\/a>&ldquo; widerlegt. <\/p>\n<p>Weitere Artikel zum Thema Studiengeb&uuml;hren und &Ouml;konomisierung, mit denen die Propaganda der INSM widerlegt werden kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15208\">&bdquo;Herrschaft durch Meinungsmache? &ndash; Einfluss und Interesse des Bertelsmann-Konzerns an der &Ouml;konomisierung des Bildungssystems.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7281\">Die Privatisierung der Politik &ndash; Markt und Wettbewerb steuern die Bildung<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10956\">WZB-Studie: Studiengeb&uuml;hren sollen keinen negativen Effekt auf die Studierneigung haben &ndash; oder: wie die gew&auml;hlte Untersuchungsmethodik zum erw&uuml;nschten Ergebnis f&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14808\">Die Studiengeb&uuml;hrenbef&uuml;rworter machen wieder mobil<\/a><\/li>\n<li>Jens Wernicke &ndash; <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/studienreform_selektion.php\">Kostenlose Kinderg&auml;rten vs. Bezahlstudium?<\/a><\/li>\n<li>Jens Wernicke &ndash; <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/studiengebuehren.php\">Was Studiengeb&uuml;hrenbef&uuml;rworterInnen behaupten und was man dem entgegen setzen kann<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Zur Debatte um &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo;:<\/p>\n<ul>\n<li>Jens Wernicke &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6955\">Was ist das Ziel der Bildungspolitik?<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16201\">Fluchtpunkt &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; &ndash; Oder: Wie die INSM &uuml;ber die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit hinwegzut&auml;uschen versucht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Leistung belohnen: Qualit&auml;t der Schulbildung durch Marktanreize verbessern<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>Wir fordern leistungsorientierte Verg&uuml;tung von P&auml;dagogen, Lehrern, Hochschullehrern sowie eine Abschaffung der Verbeamtung von Lehrern. Nur wer die M&ouml;glichkeit hat, in seinem Beruf aufzusteigen, sich weiterzuentwickeln, geht motiviert durch das Berufsleben. Die vorgegebenen engen M&ouml;glichkeiten &ndash; sowohl in Bezug auf Hierarchien als auch auf Besoldung &ndash; etwa innerhalb der Beamtenlaufbahn schaffen weder Anreize noch die Motivation, sich stetig im Job weiterzuentwickeln und damit den Kindern und Jugendlichen die bestm&ouml;gliche Qualifizierung zukommen zu lassen. Lehrer sollten deshalb mit motivierenden Anreizem ihre Leistung steigern d&uuml;rfen. Und auch Schulen brauchen den Anreiz, sich um Sch&uuml;ler bem&uuml;hen zu wollen und f&uuml;r gute Bildungsangebote belohnt zu werden. Die Schulen ben&ouml;tigen daf&uuml;r deutlich mehr Freiheiten als heute. Wie es sein sollte: Die Aufgabe des Staates ist die Vorgabe von Bildungsstandards, die Schulen suchen im Interesse der Sch&uuml;ler und der eigenen Institution nach dem richtigen Weg, dieses Ziel zu erreichen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>INSM &ndash; Chance 2020<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;Marktanreize&ldquo; und &bdquo;leistungsorientierte Verg&uuml;tung&ldquo; &ndash; das h&ouml;rt sich f&uuml;r den unvoreingenommenen Leser nat&uuml;rlich toll an. Wer die Sprache des Neoliberalismus beherrscht, derer sich die INSM (nicht nur) hier bedient, wei&szlig; jedoch, dass diese Forderungen darauf hinauslaufen, Lehrer schlechter zu bezahlen.<\/p>\n<p>Zum Thema &bdquo;Bildung und Markt&ldquo; sind auf den NachDenkSeiten u.a. folgende interessante Artikel erschienen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7281\">Die Privatisierung der Politik &ndash; Markt und Wettbewerb steuern die Bildung<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14270\">H&auml;ufig gestellte Fragen: Welche Ziele verfolgt Bertelsmann in der Hochschulpolitik?<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16573\">Unternehmen Universit&auml;t &ndash; Wie die manageriale Revolution die akademische Forschung und Lehre ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10333\">Von der &bdquo;Selbstst&auml;ndigen&ldquo; zur &bdquo;Kommunalen Schule&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3954\">Manager erobern die Unis<\/a><\/li>\n<li>Jens Wernicke &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17438\">Marktbereitung im Bildungssystem<\/a><\/li>\n<li>Jens Wernicke und Jochen Krautz &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18451\">Sanfte Steuerung neu verpackt: Bildungslobbyisten mit neuer Strategie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Und: Jens Wernicke &ndash; <a href=\"http:\/\/hessenkongress.files.wordpress.com\/2010\/01\/hochschule-im-historischen-prozess.pdf\">&bdquo;Hochschule im historischen Prozess&ldquo; [PDF &ndash; 3.9 MB]<\/a>, rezensiert <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3880\">von Wolfgang Lieb<\/a>.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Ohne Wachstum kein Wohlstand: Innovation f&ouml;rdern, Mobilit&auml;t steigern<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>Wachstum braucht Innovation. Innovation entsteht durch Wissen. Deshalb brauchen wir unter anderem mehr Fachkr&auml;fte. Das wird nur gelingen, wenn Studienbedingungen verbessert und die Qualit&auml;t des Bildungssystems erh&ouml;ht werden; wenn die soziale Durchl&auml;ssigkeit zunimmt, die Zahl der ausl&auml;ndischen Studierenden gesteigert wird und mehr Frauen sogenannte MIMT-Berufe ergreifen. Gleichzeitig gilt es, die realen und digitalen Austauschwege stetig zu verbessern. Verkehrswege m&uuml;ssen den wachsenden Bed&uuml;rfnissen nach Mobilit&auml;t angepasst werden, digitale Verkehrswege m&uuml;ssen f&uuml;r den Wettbewerb ge&ouml;ffnet sein. Denn: Ohne Austausch auf M&auml;rkten lassen sich keine Wohlstandsgewinne erzielen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>INSM &ndash; Chance 2020<\/em><\/p>\n<p>Auch zu diesem Themenbereich haben die NachDenkSeiten zahlreiche Artikel verfasst, die geeignet sind, um die Argumente der INSM zu widerlegen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6106\">&ldquo;Liegt halb richtig, bei wem 2+2=5 ergibt?&rdquo; &ndash; Eine Kontroverse um Evalutation, Bildungsstandards und Kompetenzen<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18267\">Bildungschancen und Verteilungsgerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9206\">Nationale Bologna-Konferenz<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6687\">Bildungs(bananen)republik auf einen Blick<\/a><\/li>\n<li>Jens Wernicke &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6849\">Du bist Deutschland &ndash; zu teuer!<\/a><\/li>\n<li>Ingrid Lohmann &ndash; <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/humankapital.php\">Was bedeutet eigentlich &raquo;Humankapital&laquo;?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<p><strong>Themenbereich &bdquo;Sozialversicherung&ldquo;<\/strong><\/p>\n<li>\n<p>\t<strong>Besch&auml;ftigung st&auml;rken: Gesundheitskosten von Arbeitskosten schrittweise entkoppeln<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>Um Arbeitskosten zu senken, soll der einkommensunabh&auml;ngige Anteil zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sukzessive erh&ouml;ht werden. Konkret: Wir fordern, die steigenden Finanzierungskosten zuku&#776;nftig u&#776;ber Zusatzbeitr&auml;ge mit einer einkommensabh&auml;ngigen maximalen Belastungsgrenze statt u&#776;ber Beitragssatzerh&ouml;hungen zu finanzieren. Zur St&auml;rkung des Wettbewerbs kann jede Krankenkasse die H&ouml;he des Zusatzbeitrages selbst bestimmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zudem: Um eine Lenkungswirkung zu entfalten und die Zahl unn&ouml;tiger Arztbesuche zu reduzieren, fordern wir die Einfu&#776;hrung einer anreizoptimierten Praxisgebu&#776;hr. Statt wie bis Ende 2012 die Gebu&#776;hrenerhebung quartalsweise durchzufu&#776;hren, sollte stattdessen bei jedem Arztbesuch eine Gebu&#776;hr erhoben werden (von Ausnahmen, etwa chronische Erkrankungen, abgesehen).<\/em><\/p>\n<p><em>Au&szlig;erdem sollen alle Umverteilungskomponenten (versicherungsfremde Leistungen) u&#776;ber Steuern finanziert werden. Die kostenlose Mitversicherung fu&#776;r Ehegatten und Lebenspartner ist abzuschaffen. Sie ist ungerecht, weil Singles Paare subventionieren. Daru&#776;ber hinaus verhindert sie den Einstieg in Arbeit. Der infolge der Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung zu zahlende Beitrag k&ouml;nnte sich am Mindestbetrag fu&#776;r freiwillig Versicherte in der GKV orientieren.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>INSM &ndash; Chance 2020<\/em><\/p>\n<p>Wen mag die INSM wohl einen Gefallen tun, wenn sie die &bdquo;einkommensabh&auml;ngigen&ldquo; Anteile zur Krankenversicherung einfrieren will? Bekanntlich ist die gesetzliche Krankenversicherung urspr&uuml;nglich parit&auml;tisch finanziert war &ndash; das hei&szlig;t Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils die H&auml;lfte. Ein Einfrieren des &bdquo;einkommensabh&auml;ngigen&ldquo; Anteils w&uuml;rde schlussendlich dazu f&uuml;hren, dass die Arbeitgeberseite von kommenden Beitragserh&ouml;hungen ausgenommen wird und sich die Verteilung der Anteile noch st&auml;rker zu Lasten des Arbeitnehmers verschiebt. F&uuml;r eine arbeitgeberfinanzierte Lobbyorganisation argumentiert die INSM hier logisch. Aber warum nennt sie ihre eigentlichen Ziele nicht beim Namen?<\/p>\n<p>Die anderen Forderungen der INSM haben die Absicht, das GKV-System zu schw&auml;chen und das darbende PKV-System vor sich selbst zu retten. Auch hier argumentiert die INSM nicht nur unlauter, sondern auch durchschaubar. <\/p>\n<p>Zum Themenbereich auf den NachDenkSeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9967\">INSM und Raffelh&uuml;schen: Angriff auf die Familie<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8797\">15% Rendite auf Kosten der Patienten &ndash; ein Irrweg der Privatisierung<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15132\">Das Schneeballsystem der privaten Krankenversicherung droht zu kollabieren<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9757\">Sollbruchstelle im Gesundheitssystem<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8633\">Schwarz-Gelb f&uuml;hrt den Sozialausgleich im GKV-System ad absurdum<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Beitragszahler entlasten: Renteneintritt an Lebenserwartung koppeln<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>Um der steigenden Lebenserwartung und der verbesserten Gesundheit im Alter Rechnung zu tragen, fordern wir mittelfristig die Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Dabei wird ein Teil der hinzugewonnenen Lebenszeit auf eine l&auml;ngere Lebensarbeitszeit verwendet. Dabei orientiert sich das Verh&auml;ltnis Lebenserwartung\/Renteneintrittsalter am aktuellen Verh&auml;ltnis von Erwerbs- und Ruhestandsphase. Aktuell ist das Erwerbsleben rund doppelt so lang wie der Ruhestand. Stiege mit jedem zus&auml;tzlichen Lebensjahr das gesetzliche Renteneintrittsalter um acht Monate, wu&#776;rde sich daran ku&#776;nftig nichts &auml;ndern. Im Jahr 2030 l&auml;ge das Rentenalter dann nach heutigen Prognosen der Lebenserwartung bei 67 Jahren und acht Monaten, im Jahr 2050 bei 70 Jahren und vier Monaten. Au&szlig;erdem gilt: Die vollzogenen Reformen du&#776;rfen nicht zuru&#776;ckgedreht werden, und der eingeschlagene Weg der F&ouml;rderung von kapitalgedeckten Renten muss konsequent weitergegangen werden. Zwar ist auch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht gegenu&#776;ber demografischen Entwicklungen immun, doch hat die Kapitaldeckung einen entscheidenden Vorteil: Durch die M&ouml;glichkeit der globalen Anlage wird das nationale Demografieproblem umgangen und das Risiko gestreut.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>INSM &ndash; Chance 2020<\/em><\/p>\n<p>Wie alle Bef&uuml;rworter eines h&ouml;heren Renteneintrittsalters ignoriert auch die INSM die Produktivit&auml;tssteigerung. Die gesetzliche Rente krankt nicht an demographischen Problemen, sondern an der Unterminierung der Einnahmenbasis zugunsten privater Altersvorsorgemodelle (z.B. durch das Alterseink&uuml;nftegesetz von 2005) und der Finanzierung der gesetzlichen Rente, die sich ausschlie&szlig;lich auf einen Teil des Einkommens sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer st&uuml;tzt. W&uuml;rde man die Finanzierungsbasis erweitern, g&auml;be es auch keinen Grund, das Renteneintrittsalter zu erh&ouml;hen &ndash; im Gegenteil.<\/p>\n<p>Zum Themenbereich &bdquo;Rente&ldquo; auf den NachDenkSeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3082\">Die 5+ Unwahrheiten und Zumutungen des Professor Un-Sinn<\/a><\/li>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6468\">Das wahre Motiv f&uuml;r die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters bleibt meist verborgen: es ist schlicht ein Verkaufsargument<\/a><\/li>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14782\">Armut im Alter &ndash; Schicksal oder gesellschaftliches Versagen? Absicht! Und weitgehend vermeidbar<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1063\">SPD-Werbebrosch&uuml;re f&uuml;r die Rente mit 67: Statt Fakten und Argumente mal wieder Mythen und falsche Behauptungen<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6447\">Der kollektive Aufstand der Medien gegen die Diskussion um eine Aussetzung der Rente mit 67<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6690\">&bdquo;Deutscher Alterssurvey&ldquo;- Die Rente mit 67 ist eine Kopfgeburt<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9502\">Sachverst&auml;ndigenrat &ndash; 2070: Rente erst ab Ableben<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9322\">Bernd Raffelh&uuml;schen bl&auml;st zur Lobbyisten-Polka<\/a><\/li>\n<li>Norbert Bl&uuml;m &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3813\">&bdquo;Die Rente ist noch immer sicher!&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Thema &bdquo;Riester-R&uuml;rup-T&auml;uschung&ldquo; haben die NachDenkSeiten eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=40\">eigene Kategorie<\/a> mit mittlerweile 45 Artikeln, die sie gerne als Archiv f&uuml;r Gegenargumente nutzen k&ouml;nnen. Daraus u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4391\">Die totale Manipulation ist m&ouml;glich &ndash; Musterbeispiel Demographie und Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17478\">Das Gerede &uuml;ber Demographie und Kapitaldeckung ist ein klassischer Fall von Brainwashing &ndash; Auszug aus einem alten und aktuellen Text<\/a><\/li>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17478\">Demographie &ndash; eine ziemlich nutzlose und vielfach missbrauchte Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14316\">&bdquo;Renten-Schock-Tabelle&ldquo; &ndash; ein logisches Ergebnis der neoliberalen Schock-Strategie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Pflegeversicherung: Leistungen ku&#776;rzen, kapitalgedeckte Eigenvorsorge st&auml;rken<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>Um die Arbeitskosten nicht noch weiter ansteigen zu lassen und die SPV weniger anf&auml;llig gegenu&#776;ber demografischen Entwicklungen zu machen, muss die kapitalgedeckte private Pflegeversicherung ausgebaut werden. Die staatliche Zulagenf&ouml;rderung fu&#776;r bestimmte private Zusatzversicherungen (Pflege-Bahr) reicht nicht aus, um die finanzielle Nachhaltigkeit zu st&auml;rken. Gleichzeitig mu&#776;ssen die Leistungen der SPV u&#776;berpru&#776;ft werden, um den Anstieg des Beitragssatzes zu begrenzen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>INSM &ndash; Chance 2020<\/em><\/p>\n<p>Wenige &uuml;berraschend geht es der INSM auch beim Thema &bdquo;Pflegeversicherung&ldquo; ausschlie&szlig;lich um eine Reduktion der &bdquo;Arbeitskosten&ldquo; und eine St&auml;rkung privater Versicherungsmodelle geht. <\/p>\n<p>Zum Thema auf den NachDenkSeiten: <\/p>\n<ul>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2343\">INSM-Kampagne f&uuml;r die private Pflegeversicherung &ndash; diesmal mittels einer manipulierten Forsa-Umfrage?<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10349\">Ein neuer Anlauf f&uuml;r den &bdquo;Pflege-Riester&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Wolfgang Lieb &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11213\">Nach dem Flop der Riester-Rente nun auch noch der &bdquo;Pflege-Bahr&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12532\">Pflege-Riester &ndash; die Politik knickt einmal mehr vor den Lobbyinteressen ein<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9322\">Bernd Raffelh&uuml;schen bl&auml;st zur Lobbyisten-Polka<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol><p><strong><em>Lesen Sie morgen im vierten und letzten Teil unsere Gegenargumente zu den Themenfeldern &bdquo;Energie&ldquo; und &bdquo;Europa&ldquo;<\/em><\/strong><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/ff4502059fde41c094802c9babfab268\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als vor fast 10 Jahren die NachDenkSeiten das Licht der Welt erblickten, kritisierte Albrecht M&uuml;ller in unserem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37\">allerersten Artikel<\/a> eine Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Seitdem begleiten uns die Kampagnen der INSM in steter Regelm&auml;&szlig;igkeit &ndash; wer auf den NachDenkSeiten nach &bdquo;INSM&ldquo; such, kommt auf stolze <a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=site:nachdenkseiten.de+insm+-hinweise&amp;safe=off\">1.320 Treffer<\/a>. 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