{"id":18891,"date":"2013-10-10T08:49:58","date_gmt":"2013-10-10T06:49:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891"},"modified":"2013-10-10T08:49:58","modified_gmt":"2013-10-10T06:49:58","slug":"hinweise-des-tages-1983","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h01\">Ulrike Herrmann kommt zum Podiumsgespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h03\">Lampedusa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h04\">Warum Merkels &lsquo;Deutschland geht es gut&rsquo; falsch ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h05\">Unterschied in der Lebenserwartung von Reich und Arm wird immer gr&ouml;&szlig;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h06\">Ethnisierung der Unterschicht. Rassistisches und neoliberales Denken gegen Sozialleistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h07\">Im Visier: Orangensaft bei Edeka, Rewe, Lidl, Aldi &amp; Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h08\">128 junge Spanier mit Versprechungen nach Th&uuml;ringen gelockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h09\">Digitale Revolution vernichtet viele Jobs ohne Ersatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h10\">Neue Tarifvertr&auml;ge zur Leiharbeit &ndash; Chancen verspielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h11\">Fukushima: &bdquo;Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettung gelingt, geht gegen Null&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h12\">Gescheitert am Hindukusch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h13\">Ramelow &ndash; Sieg &uuml;ber die &uuml;bereifrigen Versager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h14\">Schw&auml;chere Sch&uuml;ler k&ouml;nnen von besseren profitieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h15\">Wenn Chancengleichheit erwachsen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h16\">Goldrausch &ndash; Die Geschichte der Treuhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891#h17\">Der Hessische Landbote 2013<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18891&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann kommt zum Podiumsgespr&auml;ch<\/strong><br>\nAm kommenden Dienstag den 8.10. um 19 Uhr kommt Ulrike Herrmann in den Mumble. Ulrike Herrmann ist seit dem Jahr 2000 Wirtschaftskorrespondentin bei der Berliner taz. K&uuml;rzlich erschien ihr Buch &ldquo;Der Sieg des Kapitals &ndash; Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen&rdquo;. In einer Veranstaltungsank&uuml;ndigung der Berliner Wissenschaftsgesellschaft Urania heisst es dazu:<br>\n&ldquo;Der Kapitalismus hat gesiegt &ndash; dies wurde zum gefl&uuml;gelten Wort nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Staaten 1989 \/ 1990. Doch wie hat sich unser Wirtschaftssystem historisch entwickelt, warum war es so erfolgreich und warum h&auml;ufen sich neuerdings die Krisen? In den vergangenen zehn Jahren hat Deutschland drei schwere Finanzkrisen erlebt. Das gab es noch nie in der Geschichte des Kapitalismus. Ist der Siegeszug des Kapitals vorbei? Diskutieren Sie mit Ulrike Herrmann und Prof. Hickel, wie sich unser Wirtschaftssystem ver&auml;ndert &ndash; und wie wir es zu einer &ouml;kologischen und gerechten Gesellschaft weiter entwickeln k&ouml;nnen!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.geldsystempiraten.de\/wp\/ulrike-herrmann-kommt-zum-podiumsgesprach\/\">Geldsystempiraten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das Gespr&auml;ch ist mittlerweile &uuml;ber den &bdquo;<a href=\"http:\/\/kraehennest.piraten-wagen-mehr-demokratie.de\/ShowFeed.aspx?id=13620\">Kr&auml;hennest-Podcast<\/a>&ldquo; nach zu h&ouml;ren. Ein echter Audio-Tipp, was Frau Herrmann in der gesamten Bandbreite &ouml;konomischer Themen zu sagen hat, ist sehr interessant und &auml;u&szlig;erst lehrreich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gro&szlig;britanniens Geheimdienste: Die totale &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nIn der westlichen Welt haben die Enth&uuml;llungen von Edward Snowden wie Dynamit gewirkt. Au&szlig;er in Gro&szlig;britannien, das den Alarmruf &uuml;ber das Ausma&szlig; der Daten&uuml;berwachung mit Gleichmut hingenommen hat. Ausgerechnet im Inselreich hat die Granate nicht gez&uuml;ndet, obwohl sie durch den &bdquo;Guardian&ldquo; in die Welt&ouml;ffentlichkeit geworfen wurde. Der Romancier und Essayist John Lanchester spricht von einem &bdquo;sonderbar widerhallenden Nicht-Echo&ldquo;. Im &Uuml;brigen zweifelte Lanchester, ob das Material Neues enthalte. Wussten wir nicht alle l&auml;ngst, dass wir &uuml;berwacht werden? Doch dann lie&szlig; er sich vom &bdquo;Guardian&ldquo; &uuml;berreden, die entwendeten Geheimdienstdateien in New York einzusehen, wo sie journalistisch ausgewertet werden, um dem Zugriff der britischen Regierung zu entgehen.  &hellip; Sie [die Akten] haben ihn &uuml;berzeugt, dass die Snowden-Enth&uuml;llungen nicht nur wichtig, sondern entscheidend sind, &bdquo;weil der Staat im Begriff ist, Befugnisse zu bekommen, die kein Staat je gehabt hat&ldquo;. Ihn beunruhigen die Dehnbarkeit der gesetzlichen Kontrollen &ndash; der Geheimdienst br&uuml;ste sich des freiz&uuml;gigen Rechtsklimas; der Ehrgeiz der Techniker, ihre Befugnisse und F&auml;higkeiten zu erweitern; und die nachl&auml;ssige Sicherheit innerhalb des Apparates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ueberwachung\/grossbritanniens-geheimdienste-die-totale-ueberwachung-12607772.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dieser Gleichmut gegen&uuml;ber dem Ausma&szlig; der Daten&uuml;berwachung ist bei uns genauso wie in Gro&szlig;britannien wie in den USA zu beobachten. Im Wahlkampf hat sie keine Rolle gespielt. K&ouml;nnen wir uns wirklich nicht vorstellen, dass diese enormen M&ouml;glichkeiten der technischen &Uuml;berwachung der B&uuml;rger, die sich praktisch jede einigerma&szlig;en fitte Nation aneignen kann, missbraucht werden kann? Diese &Uuml;berwachungsinstrumente sind Herrschaftsinstrumente. M&uuml;ssen wir nicht davon ausgehen, dass in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, Zeiten der Unruhe, Zeiten der Rebellion, die politischen Dienstleister der Plutokratie alles tun werden, um den herrschaftlichen &ldquo;Status quo&rdquo; zu bewahren. Da bedarf es keiner Drohnen, um beispielsweise den Kopf einer Opposition abzuschie&szlig;en. Da reicht wahrscheinlich nur eine kleine Indiskretion oder die Drohung, unliebsame Leute medientechnisch zu erledigen, um kritisches Potential stillzulegen oder gar zum Verrat zu zwingen. Vergessen Sie den Kampf gegen den Terror, der eigentliche Terror ist das aus dem Ruder gelaufene &Uuml;berwachungssystem. Und es sind nicht nur die Staaten. Machen sie sich einmal klar, was es bedeutet, dass in den USA 500000 Besch&auml;ftigte privater Anbieter staatlicherseits die h&ouml;chste Sicherheitsfreigabe erhalten haben und damit vollen Zugriff auf alle Daten haben, die die NSA in Zusammenarbeit mit dem Telefonanbieter Verizon, mit Internet-Gr&ouml;&szlig;en wie Google, Facebook, Microsoft, Yahoo und Apple und einer Vielzahl unbekannter IT-Firmen erstellt. &ndash; Im &Uuml;brigen machen sich die USA angesichts einer solchen Zahl von &ldquo;Geheimnistr&auml;gern&rdquo; geradezu l&auml;cherlich, die Herren Manning und Snowden zu einsamen Verr&auml;tern der Nation hoch zu stilisieren. Wer das Geld hat dazu hat, d&uuml;rfte schon l&auml;ngst im Besitz von Snowdens Datens&auml;tzen und mehr sein. Sehen wir einmal von den Geheimnistr&auml;gern ab, sind insgesamt laut Recherchen der &bdquo;Washington Post&ldquo; mehr als 850.000 Personen f&uuml;r die staatlichen Dienste und f&uuml;r die vom Staat beauftragten Sicherheitsunternehmen t&auml;tig. Der Versuch der NSA herauszufinden, ob die Mitarbeiter der US-Geheimdienste <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/politics\/us-intelligence-agencies-spend-millions-to-hunt-for-insider-threats-document-shows\/2013\/09\/01\/c6ab6c74-0ffe-11e3-85b6-d27422650fd5_story.html\">Kontakte zu terroristischen Verbindungen haben<\/a>, greift doch viel zu kurz. Es gibt ganz andere M&ouml;glichkeiten des Missbrauchs. Gebrauche Sie ihre Phantasie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Minority Reports &lsquo;Precrime&rsquo; ist das langfristige Ziel des MI5 Director-General Andrew Parker<\/strong><br>\nDer gegenw&auml;rtige Director-General des britischen Geheimdienstes MI5, Andrew Parker, hielt gestern die erste offizielle Rede in seiner Amtszeit. Dabei hat er nat&uuml;rlich vor allem von den Gefahren gesprochen, die seine Institution versucht abzuwehren und wie viel Schaden Snowdens Ver&ouml;ffentlichungen angerichtet haben. Mittendrin findet man dann jedoch, was er sich eigentlich f&uuml;r den MI5 w&uuml;nscht:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/minority-reports-precrime-ist-das-fernziel-des-mi5-director-general-sir-andrew-parker\/\">Netzpolitik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lampedusa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Ende von Europa &ndash; Lampedusa nach dem Fl&uuml;chtlingsdrama<\/strong><br>\nEine w&uuml;tende B&uuml;rgermeisterin, trauernde Fl&uuml;chtlinge und eine Horde von Reportern: Wer die Insel Lampedusa in diesen Tagen besucht, erlebt Menschen zwischen Schockstarre und &Uuml;berforderung.<br>\nDirekt vor Lampedusa ist am vergangenen Donnerstag ein Fl&uuml;chtlingsschiff mit &uuml;ber 500 Menschen an Bord untergegangen. Bisher wurden 250 Tote geborgen, und noch immer sind die Taucher am Wrack. Eindr&uuml;cke von einer Insel im Ausnahmezustand.<br>\nEuropa<br>\nAn der Punta Maluk, dem s&uuml;dlichsten Punkt der Insel, so nah am Hafen, dass man die Schiffsger&auml;usche von dort h&ouml;rt, steht die Porta d&rsquo;Europa, ein Kunstwerk aus dem Jahr 2008. Das Tor nach Europa. Momentan kann man durch dieses Tor hindurch die Schiffe sehen, die an der Ungl&uuml;cksstelle ankern, um die Toten aus dem Schiffsrumpf zu holen, vor allem Frauen und Kinder. Ina Andriani, eine Anw&auml;ltin, die seit zehn Jahren auf der Insel lebt, schaut den Schiffen bei der Arbeit zu, dann sagt sie: &ldquo;Wir sollten das Tor mit Ziegeln auff&uuml;llen und Mauer von Europa nennen.&rdquo; Bisher wurden 250 Leichen geborgen. Die Taucher sagen, es l&auml;gen noch immer &ldquo;ganze Menschenstapel&rdquo; im Wrack.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/lampedusa-nach-dem-fluechtlingsdrama-am-ende-von-europa-1.1790273\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein Artikel, der betroffen macht, weil es darin nicht nur um nackte Zahlen geht, sondern weil es die Autorin verstanden hat, den Toten ein Gesicht zu geben. Die Reaktion von Innenminister Friedrich und seinen EU-Kollegen auf den schrecklichen Tod ist indessen nur als zynisch zu bezeichnen, die wie eine Verh&ouml;hnung der Opfer wirkt. Punta Maluk, der s&uuml;dlichste Punkt der Insel ist in der Tat bereits zur &ldquo;Mauer Europas&rdquo; geworden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fabrizio Gatti zum Umgang mit Fl&uuml;chtlingen &ndash; &ldquo;Das ist nicht unser Europa&rdquo;<\/strong><br>\nWie ein italienischer Wallraff gab sich Fabrizio Gatti einst als Fl&uuml;chtling aus. Um zu erleben, was Afrikaner auf ihrem Weg nach Europa durchmachen. Nach dem Bootsungl&uuml;ck vor Lampedusa sammelt der Journalist Unterschriften, um die Mittelmeerinsel f&uuml;r den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. Ein Interview &uuml;ber Europas Moral und neue Ans&auml;tze in der Fl&uuml;chtlingspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fabrizio-gatti-zum-umgang-mit-fluechtlingen-das-ist-nicht-unser-europa-1.1790196\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Merkels &lsquo;Deutschland geht es gut&rsquo; falsch ist<\/strong><br>\nDeutschland geht es gut! Immer und immer wieder haben wir es geh&ouml;rt. Im Wahlkampf. Auf den Wahlkampfplakaten. In Talkshows. Angela Merkel hat diesen Slogan ber&uuml;hmt gemacht So einfach kann man es sich machen &ndash; und viele Deutsche stimmen damit &uuml;berein. Das zeigt zumindest das Wahlergebnis. Doch dieses Statement darf so nicht stehen bleiben! Der Kuchen mag wachsen, doch die St&uuml;cke sind bei weitem nicht gerecht verteilt. Eine Bestandsaufnahme.<br>\n(&hellip;)<br>\nDie Fakten widerlegen Merkel<br>\nSie spricht von der Arbeitslosenquote. Sie ist von 4,2% (2002) auf 2,9 % (August 2013) gesunken. Aber wie die Zeit pointiert analysiert hat, gibt es zwar mehr Jobs, aber daf&uuml;r weniger gearbeitete Stunden: Kurzarbeit, Minijobs und Leiharbeit hei&szlig;t des Problems L&ouml;sung. Innerhalb von zehn Jahren sind 500000 Leiharbeiterjobs hinzugekommen. Und dabei tritt immer wieder das Problem auf, dass aufgrund der Zunahme von Leiharbeiterstellen der Stammbelegschaft Stellen gek&uuml;rzt werden. Au&szlig;erdem arbeiten 22% der Berufst&auml;tigen in Deutschland f&uuml;r einen Niedriglohn. Und die Arm-Reich-Schere geht in den letzten Jahren insbesondere im Bereich der Verm&ouml;gensbildung erschreckend auseinander: Die reichsten zehn Prozent der deutschen Haushalte besitzen 58% des deutschen Privatverm&ouml;gens, berichet das Handelsblatt.<br>\nBetrachtet man noch, dass viele Arbeitslose nicht in der Statistik auftauchen, weil sie sich nicht als arbeitslos melden oder weil sie &auml;lter als 58 Jahre sind und l&auml;nger als 12 Monate Arbeitslosengeld II empfangen oder generell, wenn sie Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen, Weiterbildungen oder &Auml;hnliches vom Arbeitsamt finanziert bekommen oder wenn sie 1-Euro-Jobber sind, dann erkennt man schnell, die niedrige Arbeitslosenzahl verbirgt einige menschenunw&uuml;rdige Entwicklungen. Oder kann mir jemand erkl&auml;ren, warum zum Beispiel Langzeitarbeitslose (&uuml;ber 58) nicht mehr als arbeitslos gelten sollen? Ich finde das emp&ouml;renswert! Warum spricht Bundeskanzlerin Merkel dar&uuml;ber nicht?<br>\nDieser kurze Abschnitt mit Zahlen und Fakten verdeutlicht bereits eine schleichende Entwicklung, die Angela Merkel und die abgew&auml;hlte Regierung in den letzten Jahren immer wieder versucht haben kleinzureden. Merkels Wahlkampferfolg bleibt bedenkenswert. Es ist wichtig &ndash; und bleibt f&uuml;r alle politikinteressierten und passionierten Staatsb&uuml;rger auf der Tagesordnung -, die Floskeln der Politiker zu durchschauen, zu entlarven und zu handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/allgemein\/warum-merkels-deutschland-geht-es-gut-falsch-ist\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unterschied in der Lebenserwartung von Reich und Arm wird immer gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nIn den Neunzigern waren es statistisch gesehen etwa drei Jahre, heute sind es fast f&uuml;nf: M&auml;nner in Deutschland, die mehr verdienen, leben laut einer Studie l&auml;nger.<br>\nDie Lebenserwartung von M&auml;nnern h&auml;ngt laut einer Untersuchung offenbar immer st&auml;rker vom Einkommen ab. Insgesamt ist sie in Deutschland gestiegen &ndash; doch weniger verdienende M&auml;nner profitieren weniger davon.<br>\nIm Jahr 2008 durften 65-j&auml;hrige M&auml;nner mit hohen Altersbez&uuml;gen mit einer weiteren Lebenszeit von 20 Jahren rechnen. Ihre Altersgenossen mit sehr niedrigen Renten blieben statistisch gesehen dagegen nur noch 15 Jahre am Leben. Das geht aus einer Studie des Max-Planck-Instituts f&uuml;r demografische Forschung in Rostock hervor.<br>\nZum Vergleich: Noch Mitte der neunziger Jahre lebte der Bezieher einer hohen Rente in Westdeutschland nur gut drei Jahre l&auml;nger als M&auml;nner mit einer sehr niedrigen Rente. In Ostdeutschland betrug der Unterschied dreieinhalb Jahre. 2008 stieg dann der Abstand zwischen den beiden Gruppen im Westen um eineinhalb Jahre und im Osten um zwei Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/studie-des-max-planck-instituts-unterschied-in-der-lebenserwartung-von-reich-und-arm-wird-immer-groesser-1.1791396\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ethnisierung der Unterschicht. Rassistisches und neoliberales Denken gegen Sozialleistungen<\/strong><br>\nDie rassistische Unterscheidung zwischen &raquo;brauchbaren&laquo; und &raquo;nutzlosen&laquo; Menschen war schon im Kolonialismus ein bew&auml;hrtes Muster, um die Ausbeute zu steigern. Auch heutzutage wird in Deutschland eine Bewertung von MigrantInnen vorgenommen, bei der das Leistungsprinzip als Messlatte dient.<br>\nAnfang M&auml;rz 2013 ver&ouml;ffentlichte die BILD-Zeitung eine Serie zur &raquo;Wahrheit &uuml;ber Roma in Deutschland&laquo; und behauptete, dass die Kriminalit&auml;t der Roma steige. Es wurde die Frage gestellt, ob Martin Korol, Abgeordneter der Bremer B&uuml;rgerschaft, Recht habe. Der von BILD als &raquo;Roma-Kritiker&laquo; bezeichnete SPD-Politiker hatte in einer mittlerweile gel&ouml;schten Mitteilung auf seiner Homepage geschrieben, er spreche sich gegen die Einwanderung von Roma aus, weil sie ihre minderj&auml;hrigen T&ouml;chter zwangsverheiraten w&uuml;rden, viele junge M&auml;nner Klebstoff schn&uuml;ffeln w&uuml;rden und die Aussicht, dass &raquo;sie je zum BSP oder auch nur Rente beitragen&laquo; sowieso &raquo;gleich Null&laquo; sei. Er wolle zwar Roma nicht unter Generalverdacht stellen, aber er f&uuml;rchte, &raquo;dass sie viele Kinder zeugen werden, sich aber f&uuml;r nichts in unserer Gesellschaft verantwortlich zeigen&laquo;. Diese Deutung wird bei Korol mit einer &raquo;archaischen Welt&laquo; begr&uuml;ndet, aus der diese Menschen stammen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1148\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Im Visier: Orangensaft bei Edeka, Rewe, Lidl, Aldi &amp; Co.<\/strong><br>\nStudie der Christlichen Initiative Romero und ver.di belegt systematische Missachtung von Arbeits- und Frauenrechten entlang der gesamten Orangensaft-Lieferkette.<br>\nDeutschland ist Fruchtsaft-Weltmeister und gr&ouml;&szlig;ter Abnehmer von Orangensaft aus Brasilien. Die heute ver&ouml;ffentlichte Studie der Christlichen Initiative Romero (CIR) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt die gesamte Orangensaft-Lieferkette von den Plantagen Brasiliens bis in die deutschen Superm&auml;rkte dar und deckt prek&auml;re Arbeitsbedingungen auf: &bdquo;Sowohl in den Fabriken als auch auf den Plantagen wird unter extremem Druck und ohne angemessene Schutzvorkehrungen gearbeitet. Ausbeutung zu Hungerl&ouml;hnen auf den Plantagen und in den Saftfabriken ist Alltag&ldquo;, bringt Sandra Dusch Silva von der entwicklungspolitischen Organisation Christliche Initiative Romero die Rechercheergebnisse aus Brasilien auf den Punkt.<br>\nDie Konzernkonzentration &ndash; in Brasilien wie in Deutschland &ndash; ist alarmierend. Obwohl die H&auml;lfte des weltweit konsumierten Orangensaftes aus Brasilien stammt, betreiben aufgrund von Wettbewerbsverdr&auml;ngung gerade mal drei Gro&szlig;konzerne Orangenanbau und Konzentratgewinnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/presse\/downloads\/pressemappen\/++co++d8babcfa-2b72-11e3-a27e-5254008a33df\">verdi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist mit Sicherheit eine der gr&ouml;&szlig;ten kommunikativen Leistungen, welche die herrschenden Eliten in den vergangenen f&uuml;nfzig Jahre vollbracht haben, den wahren Charakter des Kapitalismus zu verschleiern. Wer heute etwa noch auf Marx verweist und behauptet die riesigen angeh&auml;uften Verm&ouml;gen basierten letztendlich auf nackter Ausbeutung wird meist nur m&uuml;de bel&auml;chelt.<\/em><br>\n<em>Sieht man sich aber den Entstehungsprozess eines Produktes genauer vom Anfang bis zum Ende an, wird man schnell darauf sto&szlig;en, dass dies einfach die Realit&auml;t darstellt. Dabei kann man fasst alle Dinge des t&auml;glichen Gebrauchs herausgreifen. Sei es die Kleidung, die man tr&auml;gt, die, wie durch die katastrophalen Ungl&uuml;cke in den Bekleidungsfabriken in Pakistan und Bangladesh auf erschreckende Weise deutlich wurde, unter m&ouml;rderischen Bediengungen produziet werden. Seien es die Produkte der Kommunikationstechologie, die aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken sind, wie Apples iPhone, dass ebenfalls, wie die Selbstmordserie bei Apples Zulieferer FoxCom gezeigt hat, unter brutalen Arbeitsbedingungen hergestellt wird. Und seien es unsere Nahrungsmittel, die wir t&auml;glich konsumieren, wie die Studie von Verdi belegt.<\/em><br>\n<em>Aber nicht nur offensichtliche Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft muss hierbei betrachtet werden, auch die exzessiven Steuervermeidungsstrategien der transnationalen Konzerne k&ouml;nnen als Ausbeutung, als Ausbeutung souver&auml;ner Staaten gesehen werden. Auch hier spielt z.B. Apple ganz vorne mit. Ganz abgesehen von den Umweltzerst&ouml;rungen, die bei der r&uuml;cksichtslosen F&ouml;rderung von Rohstoffen oder durch die Ausbeutung der Natur entstehen. Als Beispiel sei nur auf die Vernichtung der letzten Best&auml;nde des nat&uuml;rlichen Regenwaldes f&uuml;r das Anlegen von Plantagen zur Palm&ouml;lgewinnung in Indonesien hingewiesen.<\/em><br>\n<em>Man sollte sich also nicht das Hirn vernebeln lassen, wenn wieder einmal behauptet wird hinter gro&szlig;en Verm&ouml;gen w&uuml;rden letztendlich geniale Unternehmerpers&ouml;nlichkeiten stecken.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Orangensaft &ndash; Das Leiden der Pfl&uuml;cker<\/strong><br>\nRund acht Liter Orangensaft trinkt im Schnitt jeder Deutsche im Jahr. Meistens kommt der Saft aus Brasilien. Frontal21-Reporter waren vor Ort und haben mit Plantagen- und Fabrikarbeitern gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/460#\/beitrag\/video\/2001924\/Orangensaft:-Die-Leiden-der-Pfl%C3%BCcker\">frontal 21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>128 junge Spanier mit Versprechungen nach Th&uuml;ringen gelockt<\/strong><br>\nFast ohne Deutschkenntnisse und 2000 Kilometer von der Heimat entfernt: 128 junge Spanier im Alter zwischen 18 und 35 Jahren f&uuml;hlen sich in Erfurt im Stich gelassen.<br>\nMan habe ihnen in der Heimat einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und gute Unterk&uuml;nfte versprochen, sagte Luciano Mera Palermo am Montag unserer Zeitung. Der 30-J&auml;hrige kommt aus Madrid und spricht f&uuml;r die Gruppe der jungen Spanier, die sich get&auml;uscht und verraten f&uuml;hlt. Es sei von Zweibett-Zimmern mit Bad, Heizung und Internet die Rede gewesen. Jetzt wohne man zu zehnt auf einem Zimmer.<br>\nNur sieben junge Spanier begannen nach ihrer Ankunft in Erfurt einen Deutschkurs, aber auch sie wurden von der Firma wieder hinausgeworfen, weil der Kurs nicht bezahlt worden sei, sagte Mera Palermo. Auf die versprochenen Ausbildungs- und Arbeitsvertr&auml;ge warten bislang auch die meisten vergebens. Nur dank des Eingreifens der spanischen Botschaft in Deutschland h&auml;tten die ersten Spanier jetzt Lehrvertr&auml;ge unterschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/startseite\/detail\/-\/specific\/128-junge-Spanier-in-Thueringen-ohne-versprochene-Jobs-und-Geld-2111225078\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Digitale Revolution vernichtet viele Jobs ohne Ersatz<\/strong><br>\n[&hellip;] Plummer rechnet daher damit, dass es in den kommenden Jahren zu sozialen Unruhen kommt, da die aus der Entwicklung resultierenden Probleme nicht kurzfristig gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Letztlich wird die Gesellschaft aber wohl nicht darum herum kommen, alte Konzepte durch neue Ans&auml;tze zu ersetzen. So wird beispielsweise l&auml;ngst dar&uuml;ber diskutiert, ob die Vollbesch&auml;ftigung &uuml;berhaupt noch ein Ziel sein kann, oder andere Wege gefunden werden m&uuml;ssen, um die wirtschaftliche Existenz der Menschen sicherzustellen und T&auml;tigkeiten, die nicht entlohnt werden, anders zu bewerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/winfuture.de\/news,78223.html\">Winfuture<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Tarifvertr&auml;ge zur Leiharbeit &ndash; Chancen verspielt<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Mindestlohn im Westen liegt nun 8.50 &euro;, im Osten bei 7,86 &euro;. Damit verdienen viele Leiharbeiter immer noch so wenig, dass sie Aufstocker bleiben. <\/li>\n<li>Laufzeit: erst zum 31.12.2016 kann der Tarifvertrag gek&uuml;ndigt werden. Urspr&uuml;nglich sollte die Laufzeit nur zwei Jahre sein.<\/li>\n<li>Die angestrebte Angleichung der L&ouml;hne in Ost und West in wenigen Jahren wurde nicht erreicht. Das Verh&auml;ltnis der Ost-Einstiegsl&ouml;hne zu denen im Westen war bis jetzt: 91,6%, ab 1.1.2014: 92,5%, bis 31.12.2016: 94,4%.<\/li>\n<li>Ein Einsatz von Leiharbeitnehmern als Streikbrecher bei einem &bdquo;ordnungsgem&auml;&szlig;en&ldquo; Streik einer DGB-Gewerkschaft ist nun verboten. <\/li>\n<li>Arbeitszeitkonten sollen nicht mehr Verf&uuml;gungsmasse des Verleihbetriebs sein, sondern es gibt Anspruch auf Auszahlung unter bestimmten Bedingungen und weniger Zwang zum Verbrauchen der Zeitkonten bei mangelnder Besch&auml;ftigung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/archiv.labournet.de\/GewLinke\/disk\/info\/info48.pdf\">LabourNet [PDF &ndash; 656 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fukushima: &bdquo;Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettung gelingt, geht gegen Null&ldquo;<\/strong><br>\nDer deutsche Physiker Sebastian Pfugbeil ist &auml;u&szlig;erst pessimistisch, dass eine elementare Katastrophe in Fukushima abgewendet werden kann. Die Folgen w&uuml;rden die gesamte Nordhalbkugel der Erde zu sp&uuml;ren bekommen. Pflugbeil: &bdquo;Die Menschheit k&ouml;nnte beim Scheitern der Versuche, die gebrauchten Brennelemente des KKW Fukushima zu bergen, in einer bisher nicht gekannten Weise durch Strahlen gesch&auml;digt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2013\/10\/09\/fukushima-die-wahrscheinlichkeit-dass-die-rettung-gelingt-geht-gegen-null\/\">DWN<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gescheitert am Hindukusch<\/strong><br>\nDie Bundeswehr mag an diesem Sonntag endg&uuml;ltig aus Kundus abgezogen sein. Doch der Name des Feldlagers im afghanischen Norden wird sich aus der Geschichte der Bundeswehr nicht mehr tilgen lassen. Das Camp markiert einen tiefen Einschnitt f&uuml;r die Truppe. Erstmals nach Ende des Zweiten Weltkriegs zogen dort deutsche Soldaten ins Gefecht. Erstmals gab es deutsche Tote, die als Gefallene bezeichnet werden (m&uuml;ssen). Und erstmals sorgte ein fataler Befehl eines deutschen Obersts f&uuml;r eine ungeheure Zahl an toten Zivilisten. Von den einst hoffnungsfroh-vollmundigen Zukunftsszenarien f&uuml;r Afghanistan ist dieser Tage wenig zu h&ouml;ren. Westliche Diplomaten blicken eher pessimistisch in die afghanische Zukunft. Es w&auml;re schon viel gewonnen, wenn das bisschen Stabilit&auml;t, das gegenw&auml;rtig (noch) herrscht, erhalten bliebe. Die internationale Gemeinschaft, das wird immer klarer, hat sich &uuml;bernommen in Afghanistan. Nun wollen alle nur noch eines: raus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/kommentar-kunduz-afghanistan-gescheitert-am-hindukusch,1472596,24544554.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man liest heutzutage &ouml;fter solche oder so &auml;hnliche Kommentare, aber Formulierungen wie,&rdquo; Die internationale Gemeinschaft, das wird immer klarer, hat sich &uuml;bernommen in Afghanistan&rdquo;, sind unertr&auml;glich. Immer klarer? Entschuldigung, Journalisten sind keine Politiker, die in ihrer Gesamtheit bis auf die Linkspartei dem Einsatz in Afghanistan zustimmten und zustimmen, ihn zum Teil &uuml;berh&ouml;hten mit Spr&uuml;chen wie: &ldquo;Deutschland wird am Hindukusch verteidigt&rdquo;. Und wegen &ldquo;Gesichtsverlustes&rdquo; bis heute immer noch die Wahrheit verschweigen oder verdr&auml;ngen. Warum raffen sich die Kommentatoren nicht auf, wenigsten heute zu sagen: Ihr habt ohne pr&uuml;fendes Nachdenken unsere Soldaten geopfert, in Gefolgschaft zu einem &uuml;berforderten US-Pr&auml;sidenten. Warum haben sich angesichts der Warnungen (2001) von Veteranen des sowjetischen Afghanistan-Krieges vor einem Bodenkrieg sich in der Politik sowie f&uuml;r unsere Medienprofis nicht einige Fragen aufgetan. O.K das waren Sowjets. Aber hat nicht ein Egon Bahr in 2008, sch&ouml;n bildungsb&uuml;rgerlich verpackt, gewarnt: &ldquo;Wenn die Analyse ergibt, dass die Anstrengungen mehr verlangen, als die beteiligten Regierungen und Parlamente tragen wollen, muss eine weitere Abw&auml;gung vorgenommen werden. Es k&ouml;nnte ja sein, dass die Aufgabe objektiv nicht l&ouml;sbar ist. Ein Land mit traditionellen Strukturen, die sich der Modernisierung entziehen, vielleicht sogar widersetzen, wenn nach unserem Bilde modernisiert werden soll. Das erinnert an die lateinische Wahrheit: ultra posse nemo obligatur &ndash; &uuml;ber das eigene Verm&ouml;gen hinaus zu handeln, ist niemand verpflichtet.&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7807#h01\">Mich packt immer noch die Wut, wenn ich an Afghanistan denke<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ramelow &ndash; Sieg &uuml;ber die &uuml;bereifrigen Versager<\/strong><br>\nWo es zwingend n&ouml;tig ist, da handeln Verfassungssch&uuml;tzer nicht. Wo es &uuml;berfl&uuml;ssig ist, m&uuml;hen sie sich geschichtsblind ab. Sie m&uuml;ssen endlich aus den Fehlern lernen. [&hellip;]<br>\nEiner kritisiert den Kapitalismus, ein anderer verteidigt ihn. Wer von beiden fester auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung steht, ist eine offene Frage. Unzweifelhaft ist jedoch, dass der Kritiker sich nicht deshalb au&szlig;erhalb der Grundordnung bewegt, weil er den Kapitalismus kritisiert.<br>\nDas ist keine Behauptung, sondern ergibt sich aus &sect; 4 des Bundesverfassungsschutzgesetzes, das die Bestandteile der freiheitlichen demokratischen Grundordnung genau bestimmt. Danach z&auml;hlen dazu unter anderem die Gewaltenteilung, die Volkssouver&auml;nit&auml;t, die Verantwortlichkeit der Regierung, das Recht auf Bildung einer parlamentarischen Opposition, der Ausschluss jeder Gewalt- und Willk&uuml;rherrschaft, die Unabh&auml;ngigkeit der Gerichte, die Achtung vor den Menschenrechten etc.<br>\nBodo Ramelows Partei arbeitet auf die Ver&auml;nderung von Mehrheitsverh&auml;ltnissen hin, um der Kritik am Kapitalismus mehr Wirkung zu verschaffen, aber ganz gewiss nicht auf den Umsturz der Machtverh&auml;ltnisse. Und nur darauf kommt es an. Das wei&szlig; das Bundesverfassungsschutzgesetz, das wusste das Bundesverfassungsgericht schon in einem seiner fr&uuml;hesten Urteile, nur der Bundesverfassungsschutz wei&szlig; nichts davon, und auch das Bundesverwaltungsgericht hat davon offenbar noch nichts geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zum-bverg-urteil-ramelow---sieg-ueber-die-uebereifrigen-versager-,1472602,24578800.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schw&auml;chere Sch&uuml;ler k&ouml;nnen von besseren profitieren<\/strong><br>\nDen Verfallsklagen zum Trotz: Deutsche Sch&uuml;ler werden im Lesen und Rechnen besser und nicht schlechter &ndash; auch weil mehr von ihnen aufs Gymnasium gehen, sagt Bildungsforscher Eckhard Klieme. Aber nicht alle profitieren gleicherma&szlig;en: &ldquo;Es gibt weniger Sitzenbleiber, und die Kinder werden fr&uuml;her eingeschult. Wenn die Jugendlichen dann durch Pisa getestet werden, sind sie schon weiter in ihrer Schulkarriere, haben mehr Lernerfahrung und schneiden deshalb besser ab. Au&szlig;erdem besuchen f&uuml;nf Prozent mehr Sch&uuml;ler ein Gymnasium &ndash; das ist eine beachtliche Zunahme. &hellip; Schw&auml;chere Sch&uuml;ler k&ouml;nnen von besseren profitieren und mitgezogen werden. Wer sich zwischen zwei Schulformen entscheiden kann, lernt also in der h&ouml;heren Schulform in der Regel mehr. Generell sollte unsere Gesellschaft so vielen Jugendlichen wie m&ouml;glich die Chancen auf hohe Abschl&uuml;sse erm&ouml;glichen. &hellip; M&auml;dchen hatten auch bei der letzten Pisa-Erhebung nach wie vor die Nase vorn und waren in der Schule deutlich erfolgreicher. Auch die sozialen Ungleichheiten waren noch gro&szlig;, Sch&uuml;ler aus den unteren sozialen Schichten waren beim &Uuml;bergang aufs Gymnasium benachteiligt. &hellip; Wir haben in Deutschland ungef&auml;hr ein F&uuml;nftel an Sch&uuml;lern, die ein minimales Bildungsniveau nicht erreichen. Viele von ihnen kommen aus bildungsfernen Familien. Diesen Problemfaktor halte ich f&uuml;r wichtiger als zum Beispiel den des Migrationshintergrunds. Denn beim &Uuml;bergang zu weiterf&uuml;hrenden Schulen entscheidet eher die soziale Herkunft als der Migrationsstatus. &hellip; Das liegt auch daran, dass 2009 im Vergleich zu 2000 die Einwandererfamilien zu Hause mehr Deutsch sprachen. Eine Rolle spielt auch, ob sich die Jugendlichen ihrer Herkunftskultur oder der deutschen Kultur zugeh&ouml;rig f&uuml;hlen. Zwanzig Prozent der Kinder aus Einwandererfamilien schwanken zwischen den Kulturen. Diese Gruppe schneidet zum Beispiel beim Lesen schlechter ab, selbst wenn zu Hause Deutsch gesprochen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=bi&amp;dig=2013%2F10%2F09%2Fa0173&amp;cHash=6a6044fbc690bd772b80c07032dc1216\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wenn Chancengleichheit erwachsen wird<\/strong><br>\nAuch das zeigt die PIAAC-Studie auf besorgniserregende Weise: Wie auch schon bei PISA ist insbesondere in Deutschland und auch im Erwachsenenalter das Kompetenzniveau weiterhin stark vom elterlichen Bildungshintergrund abh&auml;ngig. Dieser Befund widerspricht der h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;erten Annahme, herkunftsbedingte Ungleichheiten, deren Grundlage im Schulsystem gelegt wird, w&uuml;rden im weiteren Lebensverlauf und mit Einm&uuml;ndung ins Erwerbsleben ausgeglichen. Ausreichende M&ouml;glichkeiten, die herkunftsbedingt vorgegebene Bildungslaufbahn zu durchbrechen, bietet das derzeitige Bildungs- und Berufssystem demnach nicht. Vielmehr unterst&uuml;tzt es die Vererbung dieser Ungleichheiten. [&hellip;]<br>\nDas Bildungssystem schafft es dabei noch nicht einmal, die gesamte Bev&ouml;lkerung zumindest mit grundlegenden Kompetenzen auszustatten. Dies verdeutlicht noch einmal mehr die Notwendigkeit einer grundlegenden Ver&auml;nderung des Bildungssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2013\/10\/09\/wenn-chancenungleichheit-erwachsen-wird\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Goldrausch &ndash; Die Geschichte der Treuhand<\/strong><br>\nIm Fr&uuml;hsommer 1990 wurde die Treuhandanstalt gegr&uuml;ndet, um die &ldquo;volkseigenen&rdquo; Betriebe der DDR zu privatisieren. In den folgenden vier Jahren werden rund 4.000 dieser Betriebe geschlossen, etwa zweieinhalb Millionen Arbeitspl&auml;tze gehen verloren. Die Treuhandanstalt macht bis zu ihrer Schlie&szlig;ung Ende 1994 Schulden in H&ouml;he von insgesamt 256 Milliarden Mark &ndash; umgerechnet rund 150 Millionen Mark jeden Tag. Zudem l&auml;sst sich die Treuhand um viele Milliarden Mark betr&uuml;gen. Dieser Skandal wurde nie vollst&auml;ndig aufgekl&auml;rt. Die meisten T&auml;ter gingen straffrei aus oder wurden nicht einmal angeklagt. &Uuml;ber 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es Zeit, Fragen zu stellen. Was passiert, wenn die globalisierte Marktwirtschaft ungebremst auf ein sozialistisches Land trifft? Was passiert, wenn die Wirtschaft eines Landes so gut wie chancenlos ist, am Weltmarkt zu bestehen? Was wird aus den Menschen, den Werten eines solchen Landes? Was empfinden die Abwickler von Millionen von Arbeitspl&auml;tzen? Dazu &auml;u&szlig;ert sich u.a. Detlef Scheunert, zun&auml;chst Vorstandsassistent und sp&auml;ter Treuhand-Direktor f&uuml;r den Bereich Glasindustrie. Auch DDR-B&uuml;rgerrechtler kommen im Film zu Wort &ndash; die Idee zur &ldquo;Treuhand&rdquo; stammt eigentlich von ihnen und war urspr&uuml;nglich ganz anders geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/reportage-dokumentation\/goldrausch-die-geschichte-der-treuhand?documentId=17491032\">ARD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Hessische Landbote 2013<\/strong><br>\n&hellip; will, wie Bu&#776;chner es in seiner Zeit getan hat, in aller Ku&#776;rze und Sch&auml;rfe die Wahrheit u&#776;ber diese Verh&auml;ltnisse aussprechen, den Schleier der tagt&auml;glichen Verdummung wegziehen, den T&auml;uschungen, die landauf landab verbreitet werden, mit Aufkl&auml;rung und engagiertem Widerstand entgegentreten und fu&#776;r diesen Widerstand einen Stachel bereithalten, anstacheln und anstiften zur Auflehnung.<br>\nIn acht Kapiteln wird Anklage erhoben, doch es bleibt nicht bei der Anklage. Was Bu&#776;chner 1834 noch nicht aussprechen konnte: Im Hessischen Landboten 2013 hei&szlig;t es in einem Schlusskapitel &bdquo;Die Zeit ist reif&ldquo;. Mit diesem Text wird der Revolution&auml;r Georg Bu&#776;chner ernst genommen. Zitate seiner Schriften sind den Kapiteln vorangestellt.<br>\nDiesen Hessischen Landboten 2013 haben verfasst Bernd Heyl, Hagen Kopp, Martin van de Rakt, Edwin Schudlich, Franz Segbers, Edgar Weick, Helmut Weick, Eva Zinke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131010_landbote_2013-%20flyer-e2-cover.pdf\">Der Hessische Landbote [PDF &ndash; 46.7 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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