{"id":18898,"date":"2013-10-11T09:03:00","date_gmt":"2013-10-11T07:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898"},"modified":"2013-10-11T12:28:49","modified_gmt":"2013-10-11T10:28:49","slug":"hinweise-des-tages-1984","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h01\">Nach der Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h02\">Deutsche Ausgabe: &ldquo;Huffington Post&rdquo; startet mit Unions-Bloggern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h03\">Lampedusa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h04\">Die Logik der Vertreibung &ndash; Finanzkrise, Land Grabbing und Total&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h05\">Austerity pushing Europe into social and economic decline, says Red Cross<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h06\">Making the Economy &lsquo;Scream&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h07\">Jede f&uuml;nfte Neueinstellung erfolgt in Teilzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h08\">Arbeitswahn: &ldquo;Bleibst du auf der Strecke, liegt es nur an dir!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h09\">Reiche Rentner leben l&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h10\">Maria Ott-Hin&uuml;ber im Gespr&auml;ch mit Jean Ziegler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h11\">In der unmittelbaren Umgebung des japanischen Ungl&uuml;ckskraftwerkes Fukushima steigt die atomare Strahlung drastisch an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h12\">Vattenfall schreibt sich selbst seine Jubelartikel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h13\">Kurt Beck ber&auml;t k&uuml;nftig Boehringer Ingelheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h14\">Sicherheitspolitischer Workshop des DGB: Ein Schlag ins Gesicht der Friedens- und Antikriegsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h15\">Die verbriefte Reisefreiheit innerhalb der EU ist Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h16\">Die Zwei-Klassen-Gesellschaft &ndash; DGB-Analyse zur sozialen Spaltung in der Weiterbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898#h17\">Super-Mario soll es richten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18898&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach der Wahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Koalitionsverhandlungen: Tr&uuml;ffel gegen Zitronen getauscht<\/strong><br>\nDie SPD hat sich schon einmal von Angela Merkel &uuml;bert&ouml;lpeln lassen. Bei den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen m&uuml;ssen es die Sozialdemokraten besser machen: Sie sollten auf dem Finanzministerium bestehen und sich in der Euro-Politik nicht auf faule Kompromisse einlassen [&hellip;]<br>\nAus dieser inhaltlichen Positionierung ergibt sich fast automatisch die &Auml;mteraufteilung. Die SPD sollte unbedingt auf dem Amt des Finanzministers bestehen. Wichtig ist nicht das eher theoretische Vetorecht des Finanzministers, sondern dessen gestalterische Arbeit im Rat der Euro-Finanzminister. Die Euro-Gruppe bereitet alle wichtigen Entscheidungen f&uuml;r den Europ&auml;ischen Rat vor. Die Staats-und Regierungschefs machen den Rest. Wenn die SPD auf das Amt des Finanzministers verzichtet, dann werden Merkel und Sch&auml;uble auch weiterhin ihren Koalitionspartner austricksen, so wie sie das mit der FDP gemacht haben.<br>\nAuf keinen Fall aber sollte die SPD das Finanzministerium f&uuml;r das Arbeitsministerium tauschen. Das w&auml;re dann wieder so einer von den eingangs beschriebenen FTS-Kompromissen, wo die Union alle Tr&uuml;ffel gewinnt und die SPD sich mit saurem Obst abspeisen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wolfgang-muenchau-die-spd-und-die-wirtschaftspolitik-a-926923.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In seiner aktuellen Kolumne wirkt M&uuml;nchau seltsam naiv. Aus nicht n&auml;her erkl&auml;rbaren Gr&uuml;nden geht er offenbar davon aus, dass ein SPD-Finanzminister tats&auml;chlich ein Interesse daran h&auml;tte, eine sinnvolle Eurokrisen-Politik durchzusetzen. Ein solches Szenario k&ouml;nnte eintreffen, es k&ouml;nnte jedoch auch ganz anders kommen. Es ist ja schon erstaunlich, dass gerade Johannes Kahrs, Sprecher des rechten Fl&uuml;gels der SPD, des Seeheimer Kreises, derart darauf pocht, dass die SPD das Finanzministerium bekommt. Intern spekulieren die Seeheimer sicher bereits darauf, dass der Seeheimer Carsten Schneider das Amt &uuml;bernimmt. Ein durch und durch neoliberaler Finanzminister Schneider w&auml;re jedoch f&uuml;r Deutschland und Europa eine einzige Katastrophe. M&uuml;sste ich zwischen Sch&auml;uble und  Schneider w&auml;hlen, br&auml;uchte ich keine Sekunde Bedenkzeit um mich f&uuml;r Sch&auml;uble zu entscheiden &hellip; und das will was hei&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bescheidene Zeiten des Stillstands<\/strong><br>\nAlles sondiert, keiner regiert. Doch man muss es mal pragmatisch betrachten<br>\nAlles sondiert, keiner regiert. Viele sorgen sich deshalb. Doch man muss es mal pragmatisch betrachten: Vielleicht bringt uns dieser Stillstand tats&auml;chlich nicht voran &ndash; aber er wirft uns auch nicht zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nIch sagte meinem ver&auml;ngstigten Mitmenschen, dass man diesen Stillstand durchaus als Fortschritt betrachten k&ouml;nne. Solange die politischen Funktionseliten des Kapitals mit sich selbst besch&auml;ftigt seien, besch&auml;ftigen sie uns nicht mit neuen Schreckensmeldungen. Das mit dem Fortschritt war dabei nat&uuml;rlich weit &uuml;bertrieben. Denn wer steht, der schreitet nicht fort. Aber immerhin wirft uns diese Zeit zwischen den Regierungsmehrheiten auch nicht wesentlich zur&uuml;ck.<br>\nIn einer Epoche voller Hiobsbotschaften von zusammenbrechenden Volkswirtschaften und Spardiktaten, von Shutdowns und dem Niedergang des Sozialstaats, privatisierten Profiten und sozialisierten Verlusten, ist das gar nicht wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/835570.bescheidene-zeiten-des-stillstands.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Belgien hatte von 2010 bis 2011 f&uuml;r 541 Tage gar keine gew&auml;hlte Regierung und Sp&ouml;tter sagen, dass dem Land damals nicht besseres h&auml;tte passieren k&ouml;nnen. Kaum war wieder eine neue Regierung im Amt, wurde ein &bdquo;Sparpaket&ldquo; verabschiedet und es ging bergab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Verm&ouml;gen besteuern statt Versprechen brechen&rdquo;: Kampf um Ministersessel vor Sondierungsgespr&auml;chen von CDU\/CSU und Gr&uuml;nen<\/strong><br>\nGro&szlig;en Reichtum besteuern &ndash; das hat am Donnerstag in Berlin das B&uuml;ndnis &ldquo;Umfairteilen&rdquo; von Union und Gr&uuml;nen anl&auml;sslich ihrer Sondierung einer m&ouml;glichen Koalition gefordert. Bei der Aktion vor der Parlamentarischen Gesellschaft bot eine Merkel-Puppe einer Trittin-Puppe einen Ministersessel an &ndash; im Gegenzug zum Verzicht auf h&ouml;here Steuern. Die Demonstranten erinnerten an das gr&uuml;ne Wahlprogramm, in dem es hei&szlig;t: &ldquo;Wer mit uns regieren will, muss (&hellip;) mit uns die Unterfinanzierung des Staates in Bund, L&auml;ndern und Kommunen durch h&ouml;here Steuern auf gro&szlig;e Einkommen und Verm&ouml;gen beenden.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die Gr&uuml;nen wurden nicht trotz, sondern wegen ihrer Courage gew&auml;hlt, Reichtum endlich konsequent zu besteuern. Jetzt d&uuml;rfen sie nicht einknicken. Die Eink&uuml;nfte aus h&ouml;heren Steuern f&uuml;r gro&szlig;e Verm&ouml;gen und Spitzeneinkommen werden dringend gebraucht &ndash; etwa f&uuml;r bessere Bildung, eine menschenw&uuml;rdige Pflegesystem und einen modernen Nahverkehr&rdquo;, forderte Christoph Bautz von Campact.<br>\n&ldquo;Seit bald 20 Jahren ist Deutschland eine Steueroase f&uuml;r Verm&ouml;gende &ndash; mit dem Ergebnis, dass immer mehr St&auml;dte und Gemeinden pleite sind. In keinem anderen Industrieland hat die soziale Ungleichheit so stark zugenommen wie in Deutschland. Der gr&uuml;ne Plan f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe nimmt bereits gro&szlig;e R&uuml;cksicht auf die Bed&uuml;rfnisse von Unternehmen. Mehr Wirtschaftsfreundlichkeit geht nicht &ndash; denn ohne Verm&ouml;gensbesteuerung wird die &ouml;ffentliche Infrastruktur weiter erodieren, und das zieht auch die Privatwirtschaft in Mitleidenschaft&rdquo;, sagte Jutta Sundermann von Attac.<br>\nDem B&uuml;ndnis &ldquo;Umfairteilen &ndash; Reichtum besteuern&rdquo; geh&ouml;ren 24 bundesweite zivilgesellschaftliche Organisationen an, darunter die gro&szlig;en Wohlfahrtsverb&auml;nde, Gewerkschaften, Jugendverb&auml;nde, christliche und migrantische Organsationen. &Uuml;ber 130.000 Menschen haben den Appell des B&uuml;ndnisses zur Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer bisher unterzeichnet, Zigtausende sind in &uuml;ber 100 St&auml;dten mit dieser Forderung auf die Stra&szlig;e gegangen. 45 St&auml;dte, Gemeinden und Landkreise haben sich der Initiative &ldquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&rdquo; angeschlossen.<br>\nQuelle: Pressemitteilung B&uuml;ndnis &ldquo;Umfairteilen&rdquo;, Berlin, 10. Oktober 2013<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Ausgabe: &ldquo;Huffington Post&rdquo; startet mit Unions-Bloggern<\/strong><br>\nDie &ldquo;Huffington Post&rdquo; gilt in den USA als linksliberales Gegengewicht zu Medien wie &ldquo;Fox News&rdquo;. Die am Donnerstag gestartete deutsche Ausgabe zeichnet sich bislang eher durch eine gewisse N&auml;he zur Union aus. [&hellip;]<br>\nZu den Gastautoren, die unentgeltlich Meinungsbeitr&auml;ge f&uuml;r die deutsche &ldquo;Huffington Post&rdquo; schreiben sollen, geh&ouml;ren zum Start der scheidende Telekom-Chef Ren&eacute; Obermann und Kasper Rorsted, der Vorstandsvorsitzende der Henkel AG, der Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und der Unternehmer und Metro-Aufsichtsratsvorsitzende Franz Haniel.<br>\nAu&szlig;erdem sollen die Schauspielerinnen Miriam Pielhau, Jutta Speidel und Uschi Glas f&uuml;r die &ldquo;Huffington Post&rdquo; schreiben, ebenso wie Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Robert Zollitsch, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz. Auch einige Politiker konnten Markengr&uuml;nderin Arianna Huffington, &ldquo;Huffington Post&rdquo;-Mitbesitzer Hubert Burda, der designierte Chefredakteur Sebastian Matthes und der &ldquo;Anchorman&rdquo; Cherno Jobatey als Gastblogger gewinnen: die Unionspolitikerinnen Ursula von der Leyen, derzeit Familienministerin, und die CSU-Abgeordnete Dorothee B&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/deutsche-ausgabe-huffington-post-startet-mit-unions-bloggern-a-927102.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wunderbar! Nun d&uuml;rfen die CEOs internationaler Unternehmen endlich die PR-Texte ihres Mitarbeiterstabs unter eigenem Namen ver&ouml;ffentlichen. Das erspart den Umweg &uuml;ber Handelsblatt, Wirtschaftswoche und Co. Stellt sich nur die Frage, was das alles mit einem &bdquo;Blog&ldquo; zu tun haben soll?  Man muss wohl kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass die deutsche Ausgabe der HuPo ein gigantischer Flop wird &hellip; und das ist auch gut so, denn ein Gesch&auml;ftsmodell, das sich einzig und allein darauf gr&uuml;ndet, mit unbezahltem Content Renditen zu erwirtschaften, hat keinen Erfolg verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lampedusa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Katastrophe von Lampedusa: Fl&uuml;chtlinge sind Opfer der Weltwirtschaftsstruktur<\/strong><br>\nNach l&auml;ngerer Zeit schafft es der Tod von Fl&uuml;chtlingen in Lampedusa mal wieder in die Schlagzeilen. Die Versprechen der Politik, jetzt endlich mehr f&uuml;r die Menschen und gegen das Schleppertum zu tun, greifen aber zu kurz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dtj-online.de\/lampedusa-fluechtlinge-opfer-weltwirtschaftsstruktur-11271\">Deutsch-t&uuml;rkisches Journal<\/a><\/li>\n<li><strong>Grenzen dicht!<\/strong><br>\nTrotz der Fl&uuml;chtlingskatastrophe vor Lampedusa weist Berlin s&auml;mtliche Forderungen nach einer Milderung der EU-Asylbestimmungen kategorisch zur&uuml;ck. Die derzeit g&uuml;ltigen Regelungen blieben &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo; unangetastet, verk&uuml;ndet der Bundesinnenminister. Einige EU-Staaten hatten darauf gedrungen, wenigstens die &ldquo;Dublin II-Verordnung&rdquo; zu modifizieren; aus Berliner Perspektive ist sie eine zentrale S&auml;ule des europ&auml;ischen Migrationsregimes, weil sie die Bearbeitung von Asylantr&auml;gen schwerpunktm&auml;&szlig;ig den L&auml;ndern an den EU-Au&szlig;engrenzen auftr&auml;gt. Keinerlei Einw&auml;nde hat Berlin gegen die weitere Hochr&uuml;stung der EU-Au&szlig;engrenzen. Neue Ma&szlig;nahmen zum Aufsp&uuml;ren unerw&uuml;nschter Fl&uuml;chtlinge werden als Schritte zur Rettung von Schiffen in Seenot angepriesen, darunter auch das neue System &ldquo;Eurosur&rdquo;, das die Grenzabschottung weiter vervollkommnen soll und in US-Medien als &ldquo;Traum von Security-Hardlinern und der weltweiten Waffenindustrie&rdquo; beurteilt wird. W&auml;hrend SPD-Politiker &ouml;ffentlich gegen die Berliner Fl&uuml;chtlingsabwehr Position beziehen, hat ihre Partei in ihrer Regierungszeit bewiesen, dass sie bei Bedarf die Abschottung der EU ebenfalls zuverl&auml;ssig forciert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58706\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Und: Grenzen dicht! II<\/strong><br>\nNach dem gestrigen Beschluss &uuml;ber den Aufbau eines neuen Abwehrsystems gegen Fl&uuml;chtlinge von au&szlig;erhalb Europas (&ldquo;Eurosur&rdquo;) fordert die Bundesregierung neue M&ouml;glichkeiten zur Abschottung gegen unerw&uuml;nschte Einwanderer aus S&uuml;dosteuropa. Dabei geht es vor allem um Wege, B&uuml;rger Bulgariens und Rum&auml;niens nach dem Schengen-Beitritt beider L&auml;nder bei Bedarf von Deutschland fernhalten zu k&ouml;nnen. Im Kern richtet sich das Berliner Begehren gegen die Minderheit der Roma. Berlin und Br&uuml;ssel &uuml;ben bereits seit 2010 massiv Druck auf die f&uuml;nf Nicht-EU-Staaten S&uuml;dosteuropas aus, Roma an der Einreise in die EU und nach Deutschland zu hindern, obwohl diese ihnen nach Einf&uuml;hrung der Visafreiheit formal offensteht. Unter heftigem Druck aus Westeuropa haben insbesondere Mazedonien und Serbien Gesetze eingef&uuml;hrt, die es ihnen erm&ouml;glichen, Roma willk&uuml;rlich an der Ausreise zu hindern; der Menschenrechtskommissar des Europarats l&auml;uft ebenso wie sein Amtsvorg&auml;nger und diverse Menschenrechtsorganisationen dagegen Sturm. Mit den Willk&uuml;rgesetzen hat etwa Mazedonien innerhalb von nur 18 Monaten ungef&auml;hr 6.500 seiner B&uuml;rger an der Ausreise gehindert und damit &ndash; ma&szlig;geblich auf deutschen Druck &ndash; die Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte gebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58707\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Logik der Vertreibung &ndash; Finanzkrise, Land Grabbing und Total&uuml;berwachung<\/strong><br>\nWir befinden uns, so Saskia Sassen, in einer globalen Phase des Ausschlusses und der Vertreibung. Immer mehr Menschen w&uuml;rden im Wirtschaftssystem nicht mehr gebraucht und daher dauerhaft ausgeschlossen. Das betr&auml;fe sowohl gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung in Griechenland und Spanien, die in Folge der K&uuml;rzungspolitik aus dem System herausfallen, als auch die mehr als zwei Millionen Gef&auml;ngnisinsassen in den USA. Um f&uuml;r Investoren die Lage sch&ouml;nzurechnen, w&uuml;rden einfach die Grenzen des Systems neu definiert. So fallen etwa Langzeitarbeitslose vollst&auml;ndig aus den Statistiken heraus. Auch die etwa 30 Millionen Menschen, die in den USA seit 2007 zwangsger&auml;umt wurden, blieben in der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unsichtbar. Eine andere Form von Vertreibung und Ausschluss ist das sogenannte Land Grabbing: der Aufkauf riesiger Landfl&auml;chen weltweit, vor allem f&uuml;r Agrartreibstoffe. Die Player sind oft die gleichen, die auch die Immobilienkrise ausl&ouml;sten: Hedge Fonds und Gro&szlig;banken wie Goldman Sachs und J.P. Morgan. In diesem Zusammenhang sei auch die Ausweitung des &Uuml;berwachungsstaates als eine Form des Ausschlusses zu sehen: B&uuml;rger w&uuml;rden von elementaren Rechten ausgeschlossen und zu blo&szlig;en Objekten. Profiteur der &Uuml;berwachung sei vor allem die Sicherheitsindustrie, die Milliardenums&auml;tze macht. Die USA seien zwar noch kein faschistisches Land, aber es gebe eine Reihe von &bdquo;r&auml;uberischen Formationen&rdquo;, die sich zu einem &bdquo;schl&uuml;sselfertigen Staat&rdquo; zusammensetzen lie&szlig;en.<br>\nDer Beitrag gliedert sich in vier Teile:\n<ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/379\">Von der Eurokrise bis zum US-Gef&auml;ngnissystem: Wie immer mehr Menschen auf Dauer aus dem Wirtschaftssystem ausgeschlossen werden<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/380\">Land Grabbing und Biosprit vertreiben Millionen Menschen \/ Banken und Hedge Fonds beteiligt<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/381\">USA: 30 Millionen Menschen zwangsger&auml;umt \/ Eine Million in Ungarn \/ Vertreibung auch in Deutschland<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/382\">Der &bdquo;schl&uuml;sselfertige Staat&ldquo;: NSA und &Uuml;berwachungsindustrie als Vorstufen eines faschistischen Systems in den USA<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/\">Kontext TV<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Austerity pushing Europe into social and economic decline, says Red Cross<\/strong><br>\nCritique of response to EU debt crisis highlights unemployment, widening poverty gap, and growing risk of social unrest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/oct\/10\/austerity-europe-debt-red-cross\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.F.:<\/strong> So allm&auml;hlich wird denn auch andereswo bekannt, wovor die Nachdenkseiten seit Langem warnen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Making the Economy &lsquo;Scream&rsquo;<\/strong><br>\nIn the past when the CIA targeted a troublesome government, a key part of the strategy was to make the economy &ldquo;scream&rdquo; to get the people ready for regime change. This tactic now appears to have come home to roost in the Right&rsquo;s efforts to destabilize President Obama&rsquo;s government, writes Robert Parry.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/consortiumnews.com\/2013\/10\/09\/making-the-economy-scream\/\">consortiumnews.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jede f&uuml;nfte Neueinstellung erfolgt in Teilzeit<\/strong><br>\nJede f&uuml;nfte Stelle, die 2012 neu besetzt wurde, war eine Teilzeitstelle. Drei Viertel dieser Teilzeitstellen wurden mit einer Frau besetzt. Das berichtete das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news555790\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2013\/kb1913.pdf\">IAB-Kurzbericht [PDF &ndash; 635 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitswahn: &ldquo;Bleibst du auf der Strecke, liegt es nur an dir!&rdquo;<\/strong><br>\nE-Mails um Mitternacht, Berge von &Uuml;berstunden: F&uuml;r immer mehr Menschen h&ouml;rt die Arbeit nie auf, hat Karrierecoach Martin Wehrle beobachtet. Der Fr&uuml;hkapitalismus kehrt zur&uuml;ck, und die Globalisierung ist die perfekte Ausrede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/martin-wehrle-ueber-die-arbeitswelt-der-globalisierung-a-926817.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reiche Rentner leben l&auml;nger<\/strong><br>\nWer reich ist, mag vielleicht nicht gl&uuml;cklicher sein als ein armer Mensch, aber er kann sich nicht nur mehr leisten und leichter vielen seiner W&uuml;nsche nachgehen, er lebt normalerweise auch ges&uuml;nder, sorgloser und vor allem l&auml;nger. Das haben nun Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut f&uuml;r demografische Forschung f&uuml;r Deutsche anhand von Daten der Rentenversicherung erneut in einer im Journal of Epidemiology and Community Health ver&ouml;ffentlichten Studie best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40064\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis unserer Leserin J.O.:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!83579\/\">TAZ<\/a> schrieb im Jahr 2011 &uuml;ber dieses Thema, allerdings kann man dort lesen, dass der Abstand in der Lebenserwartung sich eben nicht nur vergr&ouml;&szlig;ert, weil Besserverdienende l&auml;nger leben, sondern weil die Lebenserwartung bei Geringverdienern sinkt. Auch finden sich dort andere Zahlen f&uuml;r den Abstand in der Lebenserwartung. So kann man in der TAZ lesen: &ldquo;Die Lebenserwartung von Geringverdienern ist entgegen aller Trends in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. [&hellip;] F&uuml;r Rolf Rosenbrock, Gesundheitsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin, sind die Zahlen alarmierend &ndash; und v&ouml;llig neu: &lsquo;Es ist das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass die Lebenserwartung bei einer Bev&ouml;lkerungsgruppe sinkt. So etwas hatten wir in Europa in den 1990ern nur einige Jahre in Gro&szlig;britannien als Auswirkung der radikalen Reformen unter Margret Thatcher.&lsquo;&ldquo; Und weiter: &ldquo;So lebten M&auml;nner, die nur bis zu 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienten, nicht nur mehr als zehn Jahre k&uuml;rzer als Besserverdiener. Sie litten auch vier Jahre fr&uuml;her an chronisch-degenerativen Erkrankungen, berichtet Rosenbrock.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Maria Ott-Hin&uuml;ber im Gespr&auml;ch mit Jean Ziegler<\/strong><br>\n&bdquo;Wir leben in einer kannibalischen Weltordnung, die beherrscht ist von struktureller Gewalt&rdquo;,  sagt der 78-j&auml;hrige Soziologe, Politiker und Sachbuchautor Jean Ziegler, dessen Glaube an die Gerechtigkeit ungebrochen ist. Jean Ziegler hat die Welt aus vielen verschiedenen Blickwinkeln kennen gelernt: als Universit&auml;tslehrer, als Abgeordneter im Schweizer Nationalrat, als UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r das Recht auf Nahrung; heute ist er Vizepr&auml;sident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats. Die Mischung aus Erkenntnis und pers&ouml;nlicher Erfahrung in  vielen Teilen der Welt l&auml;sst ihn deutliche Worte w&auml;hlen, wenn es darum geht, die Zusammenh&auml;nge  zwischen unserem Leben hier und dem Hunger in der Welt zu benennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/tischgespraech\/s\/d\/09.10.2013-20.05.html\">WDR5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In der unmittelbaren Umgebung des japanischen Ungl&uuml;ckskraftwerkes Fukushima steigt die atomare Strahlung drastisch an<\/strong><br>\nIn Meerwasser vor einem der besch&auml;digten Reaktoren wurden die h&ouml;chsten Werte seit zwei Jahren gemessen, wie die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power am Donnerstag mitteilte. Die Werte f&uuml;r C&auml;sium-134 und C&auml;sium-137 schnellten um das 13-fache in die H&ouml;he und weit &uuml;ber den Grenzwerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/worldNews\/idDEBEE99902L20131010\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vattenfall schreibt sich selbst seine Jubelartikel<\/strong><br>\nVattenfall k&auml;mpft um sein Image und seine Stromnetze. Nachdem sich vor Kurzem bereits die B&uuml;rger von Hamburg f&uuml;r einen R&uuml;ckkauf des Netzes durch die Stadt ausgesprochen haben, steht am 3. November ein &auml;hnlicher Volksentscheid in Berlin an. Nur zw&ouml;lf Minuten im Jahr seien die Einwohner der Hauptstadt ohne Strom, hei&szlig;t es in einem Text auf der Webseite der Berliner Zeitung. &ldquo;Dass die meisten davon nichts mitbekommen, liegt auch an der Umsicht der Mitarbeiter in der Netzleitstelle.&rdquo;<br>\nWas wie ein gew&ouml;hnlicher redaktioneller Text aussieht, ist in Wirklichkeit eine Anzeige. Darauf deutet der ungew&ouml;hnliche Autor hin: Vattenfall GmbH. Dass es sich um Werbung handelt, erf&auml;hrt der Leser nicht. Mehrere &auml;hnliche Texte hat zuletzt auch die B. Z. ver&ouml;ffentlicht. Dort hei&szlig;en die Beitr&auml;ge &ldquo;Sonderver&ouml;ffentlichung&rdquo; und es ist nicht erkennbar, dass es um bezahlte Werbung geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/artikel\/?dig=2013\/10\/04\/a0132\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kurt Beck ber&auml;t k&uuml;nftig Boehringer Ingelheim<\/strong><br>\nSchon wieder wird ein fr&uuml;herer Politiker zum Wirtschaftsberater. Ausgerechnet Kurt Beck wechselt die Seiten und steht k&uuml;nftig der Konzernspitze des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim zur Seite. [&hellip;]<br>\nDer Seitenwechsel des SPD-Politikers wird auch deshalb als besonders delikat empfunden, weil sich ausgerechnet Boehringer Ingelheim in der Vergangenheit mit mehreren Anschuldigungen auseinandersetzen musste. So wird dem Pharmariesen etwa vorgeworfen, dass eines seiner Blutgerinnungsmittel zum Tod mehrerer Menschen gef&uuml;hrt haben soll. In Frankreich besch&auml;ftigt der Streit mittlerweile die Gerichte. Nach entsprechenden Medienberichten sah sich der Pharmakonzern zudem dem Vorwurf ausgesetzt, Medikamente an nicht informierten Patienten in Indien getestet zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/ehemaliger-ministerpraesident-kurt-beck-beraet-kuenftig-boehringer-ingelheim-12612300.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Instinktsicher unterl&auml;uft ein SPD-Spitzenpolitiker wieder einmal die eigenen Anspr&uuml;che. Hatten  SPD und Gr&uuml;ne noch im Fr&uuml;hjahr im Zusammenhang mit dem Wechsel Eckart von Klaedens (CDU) zu Daimler eine Karenzzeit f&uuml;r Regierungsmitglieder gefordert, bevor sie eine Stelle in der Wirtschaft annehmen: Die SPD 18 Monate, den Gr&uuml;nen drei Jahre. &ndash; &ldquo;Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.&rdquo; (Heine)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sicherheitspolitischer Workshop des DGB: Ein Schlag ins Gesicht der Friedens- und Antikriegsbewegung<\/strong><br>\nIm Februar 2013 kam es zu einem &bdquo;denkw&uuml;rdigen&ldquo; Treffen zwischen DGB-Chef Michael Sommer und Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, das von vielen Seiten heftig kritisiert wurde, weil dort eine engere Kooperation beider Institutionen vereinbart wurde. Zun&auml;chst hatte es daraufhin den Anschein, als w&uuml;rde die DGB-Spitze aufgrund der mannigfaltigen Kritik von ihrem Kuschelkurs gegen&uuml;ber der Bundeswehr wieder abr&uuml;cken. Dass dem nicht der Fall ist, zeigt jedoch ein prominent angek&uuml;ndigter &bdquo;Sicherheitspolitischer Workshop&ldquo;, der am 30. Oktober 2013 in Berlin stattfinden wird. Das Programm kann nicht nur getrost als ein Schlag ins Gesicht der Friedens- und Antikriegsbewegung gewertet werden, es zeigt auch, dass jetzt Widerstand gegen diese Entwicklung dringend notwendig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2013\/10\/10\/sicherheitspolitischer-workshop-des-dgb-ein-schlag-ins-gesicht-der-friedens-und-antikriegsbewegung\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die verbriefte Reisefreiheit innerhalb der EU ist Geschichte<\/strong><br>\nDer deutsche Innenminister setzt sich mit der &Auml;nderung des &ldquo;Schengen-Governance-Pakets&rdquo; durch. Eine Regierung darf ihre Binnengrenzen jetzt nach Gutd&uuml;nken wieder kontrollieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/155118\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Zwei-Klassen-Gesellschaft &ndash; DGB-Analyse zur sozialen Spaltung in der Weiterbildung<\/strong><br>\nEs ist l&auml;ngst gesellschaftlicher Konsens: Die steigenden Anforderungen am Arbeitsplatz, die zunehmend geringere Halbwertszeit von Wissen, der drohende Fachkr&auml;fteengpass in eini-gen Branchen und Regionen &ndash; all diese Entwicklungen machen eine kontinuierliche Qualifi-zierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer notwendig. Dieser Konsens ist eingeflos-sen in zahlreichen politischen Bekundungen und Zielvereinbarungen:\n<ul>\n<li>Bereits im Jahr 2003 hat der Rat der Europ&auml;ischen Union (EU) vereinbart, dass bis zum Jahr 2010 j&auml;hrlich 12,5 Prozent der Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren an Aus- oder Weiterbildungsma&szlig;nahmen teilnehmen sollen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Dennoch hat die EU diese Benchmark fu&#776;r 2020 auf 15 Prozent erh&ouml;ht.<\/li>\n<li>Beim Dresdner Bildungsgipfel im Jahr 2008 haben sich die Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;n-der und die Bundeskanzlerin darauf geeinigt, dass die Weiterbildungsbeteiligung im Jahr 2015 bei 50 Prozent liegen soll.<\/li>\n<li>In ihrem Koalitionsvertrag von 2009 versprachen CDU, CSU und FDP, dass sie dafu&#776;r gemeinsam mit Sozialpartnern, L&auml;ndern, der Bundesagentur fu&#776;r Arbeit und den Weiter-bildungsverb&auml;nden eine Weiterbildungsallianz schmieden wolle. &Uuml;ber die Beteiligung an einer Weiterbildungsallianz hat es zumindest mit den Gewerkschaften nach Abschluss des Koalitionsvertrages keine Verhandlungen gegeben. Bis heute gibt es eine solche Weiterbildungsallianz nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Kern formulieren diese Vereinbarung vor allem quantitative Ziele. Anspruchsvolle Vorga-ben zum Abbau sozialer Disparit&auml;ten beim Zugang zur Weiterbildung, zur Qualit&auml;t der Ange-bote, zu den Arbeitsbedingungen in der Weiterbildungsbranche und zur Struktur des Weiter-bildungsmarktes fehlen hingegen v&ouml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131011_dgb-analyse-zur-sozialen-spaltung-in-der-weiterbildung.pdf\">DGB [PDF &ndash; 218.8 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Super-Mario soll es richten<\/strong><br>\nNun also Mario Barth. Nachdem die Bild-Zeitung die &ldquo;Leser-Reporter&rdquo; f&uuml;r ihre Zwecke entdeckt und der B&uuml;rger- und Blogger-Journalismus sich im Netz entfaltet hat, wundert es kaum noch jemanden, wenn RTL am Mittwochabend Mario Barth ernsthaft als &ldquo;investigativen Comedian&rdquo; verkauft. Mario Barth deckt auf, hei&szlig;t folgerichtig, aber leider falsch, seine neue Show.<br>\n&Uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten Steuerverschwendungen seitens der Politik soll Barth sein Publikum informieren. Das erste Problem ist: Die Steuerverschwendungen hat er nat&uuml;rlich nicht selbst aufgedeckt. Sondern der Bund der Steuerzahler in seinem j&auml;hrlichen Schwarzbuch und viele Medien zuvor<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/steuer-show-von-mario-barth-bei-rtl-super-mario-soll-es-richten-1.1791684\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nun hat der Bund der Steuerzahler sogar schon seine eigene Gaga-Show auf RTL. W&auml;re es nicht so traurig, man k&ouml;nnte dar&uuml;ber lachen, wie tief die neoliberale PR-Maschinerie schon gesunken ist. Der Bund des Steuerzahler hat &uuml;brigens nichts mit dem Bundesrechnungshof zu tun, der Misswirtschaft der &Ouml;ffentlichen Hand seri&ouml;s anprangert. Der Bund der Steuerzahler ist vielmehr eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8073\">ziemlich dubiose Lobbyorganisation<\/a> mit neoliberaler Agenda, deren Anspruch schon ganz gut zum Gaga-Komiker Barth und zu RTL passt. Insofern ist nun am Ende zusammengekommen, was zusammen geh&ouml;rt.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Es gibt wohl kaum eine Institution, die so schamlos &ndash; aber leider auch so erfolgreich &ndash; mit ihrem Namen Etikettenschwindel betreibt. Der Bund der Steuerzahler ist im Grunde eine Tarnorganisation, die knallharte neoliberale &Ouml;ffentlichkeits- und Lobbyarbeit im Interesse von mittelst&auml;ndischen Unternehmen und besser Verdienenden betreibt. Auch scheint der Steuerzahlerbund &ndash; um es vorsichtig ausdr&uuml;cken &ndash; ein ziemlich unreflektiertes Verh&auml;ltnis zur braunen Vergangenheit ihres Gr&uuml;nders zu haben. Viele gute Gr&uuml;nde, um den Bund der Steuerzahler und seine politischen Motive bei jeder sich bietenden Gelegenheit ins wahre Licht zu r&uuml;cken. Dazu auf den Nachdenkseiten: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8073\">Wessen Interessen vertritt der Bund der Steuerzahler?<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18898","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18898"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18900,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18898\/revisions\/18900"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}