{"id":18921,"date":"2013-10-15T08:58:18","date_gmt":"2013-10-15T06:58:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921"},"modified":"2013-10-15T08:58:18","modified_gmt":"2013-10-15T06:58:18","slug":"hinweise-des-tages-1986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h01\">F&ouml;rderung der Energiebranche &ndash; Oettinger sch&ouml;nt Subventionsbericht<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h02\">Transatlantisches Freihandelsabkommen: &ldquo;Schlimmer als ACTA&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h03\">Koalitionsgeschacher<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h04\">Bundesregierung blockiert Steuertransparenz<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h05\">Verteilung: Die st&auml;rksten Schultern werden geschont<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h06\">F&uuml;r eine Hysteriebremse &ndash; Licht ins Dunkel rund um 18 Schuldenmythen<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h07\">Pimco-Chef fordert Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h08\">Die italienische Depression<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h09\">Marx im Regen<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h10\">Deutsche Banken bibbern vor EZB-Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h11\">Exporte in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h12\">Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h13\">Mindestlohn f&uuml;hrt zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h14\">Erwerbsminderung: Reform n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h15\">Erstmals seit Zweitem Weltkrieg: Rotes Kreuz verteilt Lebensmittel in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h16\">Er opferte seine Firma f&uuml;r Edward Snowden<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h17\">&laquo;Sie kommen so oder so&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h18\">So finanziert sich die katholische Kirche<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h19\">Semesterstart<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h20\">Rechtsradikalismus in Frankreich: N&auml;hrboden aus Islamophobie und Misere<\/a><\/li>\n<li><a a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921#h21\">Das Letzte: Armut ist Diebstahl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18921&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>F&ouml;rderung der Energiebranche &ndash; Oettinger sch&ouml;nt Subventionsbericht<\/strong><br>\nEU-Kommissar Oettinger hatte stets angef&uuml;hrt, erneuerbare Energien w&uuml;rden viel zu hoch gef&ouml;rdert. Doch in einem Papier aus der eigenen Generaldirektion muss er pl&ouml;tzlich nachlesen, dass Kohle- und Gaskraftwerke sowie die Atombranche viel mehr Geld bekommen. Jetzt sind diese Zahlen gestrichen&hellip;<br>\nDer EU-Kommissar hatte stets angef&uuml;hrt, erneuerbare Energien w&uuml;rden viel zu hoch gef&ouml;rdert, weshalb die Kosten f&uuml;r die B&uuml;rger ins Unermessliche stiegen. In dem Papier aus der eigenen Generaldirektion muss Oettinger pl&ouml;tzlich nachlesen, dass nicht erneuerbare Energien das meiste Geld erhalten, sondern Kohle- und Gaskraftwerke sowie die Atombranche&hellip;<br>\nEs gab 35 Milliarden Euro f&uuml;r nukleare Anlagen und 26 Milliarden Euro f&uuml;r fossile Kraftwerke. Indirekt wurde die Energieerzeugung aus Kohle und Gas sogar mit weiteren 40 Milliarden Euro gef&ouml;rdert. In einer Fu&szlig;note weisen die B&uuml;rokraten darauf hin, dass die nationalen Regierungen diese Summe j&auml;hrlich aufbringen m&uuml;ssen, um soziale und gesundheitliche Folgen abzudecken. Summa summarum bezuschussen die Regierungen die Energiebranche also mit mehr als 130 Milliarden Euro j&auml;hrlich (Haftpflichtversicherungen f&uuml;r Atommeiler sind da noch nicht eingerechnet), wovon aber nur 30 Milliarden Euro an gr&uuml;ne Kraftwerke gehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/foerderung-der-energiebranche-oettinger-schoent-subventionsbericht-1.1793957\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung P.K.:<\/strong> F&uuml;r Fachleute sind die hohen Kosten f&uuml;r Atom- und Kohleenergie sicher nichts Neues. Das Oettinger aber so dreist den Subventionsbericht zur Energiepolitik sch&ouml;nte ist mehr als dreist. Das zeigt wieder einmal die Macht der Energielobby.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r jemand, der wie Oettinger ein <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/interview-mit-guenther-oettinger-kernkraft-ist-unverzichtbar-seite-2\/5253112-2.html\">unbeugsamer Anh&auml;nger der Atomkraft ist<\/a> und der neuerdings sogar zus&auml;tzliche Subventionen f&uuml;r Kernenergie fordert, waren diese Zahlen alles andere als hilfreich. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-subventionen-fuer-atomkraftwerke-oettingers-seltsames-schweigen-1.1725428\">Oettingers seltsames Schweigen<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Fossile Energien: Der Subventionswahn ist ungebrochen<\/strong><br>\nMit Milliarden f&ouml;rdern Regierungen weltweit Kohle, &Ouml;l und Atomkraft.<br>\nUrspr&uuml;nglich wollten sie die Subventionen zur&uuml;ckf&uuml;hren &ndash; doch das gelingt nicht. Sie steigen rasant.<br>\nDer Anspruch, den die 20 weltweit m&auml;chtigsten Regierungschefs einmal hatten, war riesig: Ineffiziente Subventionen f&uuml;r fossile Brennstoffe wollten sie abschaffen. Schlie&szlig;lich w&uuml;rden sie den verschwenderischen Umgang mit &Ouml;l und Gas f&ouml;rdern, die Versorgungssicherheit mindern und den Kampf gegen Klimawandeln untergraben. Das wolle man nicht mehr. So hei&szlig;t es zumindest in der Abschlusserkl&auml;rung des G-20-Gipfels von Pittsburgh.<br>\nDas war im Jahr 2009. Die Bilanz im Jahr 2013 ist fatal. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sind die Subventionen f&uuml;r fossile Brennstoffe, also f&uuml;r &Ouml;l, Gas und Kohle, auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Sie betrugen 2011 laut World Energy Outlook rund 523 Milliarden Dollar. Die erneuerbaren und damit klimafreundlichen Energien erhielten nur etwa ein Sechstel des Betrags (88 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Im Jahr 2007 lagen die Subventionen f&uuml;r die Fossilen bei 342 Milliarden Dollar und f&uuml;r die Erneuerbaren bei 39 Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-10\/energie-subventionen\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Transatlantisches Freihandelsabkommen: &ldquo;Schlimmer als ACTA&rdquo;<\/strong><br>\nDer britische Technik-Blogger Glyn Moody sieht im derzeit debattierten Entwurf f&uuml;r ein transatlantisches Handelsabkommen ein Streitbeilegungsverfahren als gef&auml;hrlich an, mit dem Konzerne Nationalstaaten wegen missliebiger Klauseln im Patent- oder Urheberrecht verklagen k&ouml;nnten. Das &ldquo;Investor-State Dispute Settlement&rdquo; (ISDS) stelle eine bislang kaum erkannte Bedrohung mit &ldquo;hohem Erpressungspotenzial&rdquo; dar, erkl&auml;rte der Open-Source-Experte am Donnerstag in einer Diskussionsrunde der von Google initiierten Denkfabrik Collaboratory. Dieser Mechanismus stelle &ldquo;Firmen &uuml;ber das Recht&rdquo;. Sie k&ouml;nnten sich damit gerieren wie &ldquo;globale Patent-Trolle&rdquo;.<br>\nISDS ist laut Moody urspr&uuml;nglich geschaffen worden, um Investoren &ldquo;in Bananenrepubliken&rdquo; vor willk&uuml;rlichen Regierungsauflagen und Gerichtsentscheidungen zu sch&uuml;tzen. Inzwischen w&uuml;rden aber vor allem US-Konzerne das von der Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung (UNCTAD) bereits verankerte Verfahren nutzen. Darauf basierende Klagen gebe es bereits gegen Warnungen auf Zigarettenpackungen in Australien, die Energiewende hierzulande oder das Frackingverbot in Kanada.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/open\/meldung\/Transatlantisches-Freihandelsabkommen-Schlimmer-als-ACTA-1976848.html?from-classic=1\">heise<\/a> \n<p><strong>Dazu: George Monbiot: Rightwing politicians and their press use talk of patriotism to disguise where their true loyalty lies: the wealthy elite<\/strong><br>\nTo the rightwing press and the Conservative party, patriotism means standing up to the European Union. But it also means capitulating to the United States. It&rsquo;s an obvious and glaring contradiction, which is almost never acknowledged, let alone explained. In reality the EU and the US have become proxies for something which transcends national boundaries. The EU stands for state control and regulation while the US represents deregulation and atomisation.<br>\nIn truth, this distinction is outdated, as the handful of people who have heard of the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) will appreciate. The European commission calls it &ldquo;the biggest trade deal in the world&rdquo;. Its purpose is to create a single transatlantic market, in which all regulatory differences between the US and the EU are gradually removed.<br>\nIt has been negotiated largely in secret. This time, they&rsquo;re not just trying to bring down international trade barriers, but, as the commission boasts, &ldquo;to tackle barriers behind the customs border &ndash; such as differences in technical regulations, standards and approval procedures&rdquo;. In other words, our own laws, affecting our own people.<br>\nA document published last year by two huge industrial lobby groups &ndash; the US Chamber of Commerce and Business Europe &ndash; explains the partnership&rsquo;s aims. It will have a &ldquo;proactive requirement&rdquo;, directing governments to change their laws. The partnership should &ldquo;put stakeholders at the table with regulators to essentially co-write regulation&rdquo;. Stakeholder is a euphemism for corporation.<br>\nThey want it; they&rsquo;re getting it. New intellectual property laws that they have long demanded, but which sovereign governments have so far resisted &ndash; not least because of the mass mobilisation against the Stop Online Piracy Act and Protect IP Act in the US &ndash; are back on the table, but this time largely inaccessible to public protest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2013\/oct\/14\/obamacare-trade-superversion-subversion-threat-state\">The Guardian<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Koalitionsgeschacher<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gr&uuml;ner Ministerpr&auml;sident Kretschmann: &ldquo;Die Partei ist aus der Spur&rdquo;<\/strong><br>\nDer baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann hat scharfe Kritik am Zustand der Gr&uuml;nen ge&auml;u&szlig;ert und angek&uuml;ndigt, die Bundespartei st&auml;rker nach Stuttgarter Vorbild umbauen zu wollen.<br>\n&ldquo;Die Partei ist aus der Spur geraten&rdquo;, sagte Kretschmann dem SPIEGEL. &ldquo;Sie hat Politik zu lange entlang der alten Protestlinien gemacht.&rdquo; Kretschmann kritisierte, dass die Bundespartei zu wenig vom baden-w&uuml;rttembergischen Landesverband lerne; dieser sei &ldquo;der mit Abstand erfolgreichste unserer Partei&rdquo;, werde aber von der Bundesebene &ldquo;immer mal mit spitzen Fingern&rdquo; angefasst. &ldquo;Das irritiert mich auch. Unsere Erfolge kommen ja nicht von ungef&auml;hr.&rdquo; Kretschmann k&uuml;ndigte an, er wolle sich &ldquo;mehr in die Bundespolitik meiner Partei einmischen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gruener-ministerpraesident-kretschmann-a-927609.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erst beklagt &bdquo;Moneymaker&ldquo; Fischer einen angeblichen Linksruck bei den Gr&uuml;nen, nun m&ouml;chte Kretschmann die Gr&uuml;nen gleich in eine &ouml;ko-konservative Partei umbauen. Die Rechts-Ausrichtung der Gr&uuml;nen scheint munter voran zu schreiten.<\/em><br>\n<em>Besseres als Kretschmann bei den Gr&uuml;nen konnte den herrschenden Eliten gar nicht passieren. Die Chance f&uuml;r eine, nicht nur rechnerische linke Mehrheit im Bundestag, r&uuml;ckt damit in weite Ferne. Dies alles wird nat&uuml;rlich durch die Mainstreamjournaille flei&szlig;ig orchestriert.<\/em><br>\n<em>Aber um ehrlich zu sein, bei Kretschmann hat man sich doch schon oft gefragt was dieser Herr bei den Gr&uuml;nen macht? In der CDU w&auml;re Kretschmann so schlecht auch nicht auf gehoben.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Anders dagegen:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>L&ouml;hrmann w&uuml;nscht sich rot-rot-gr&uuml;ne Sondierungen<\/strong><br>\nNach der ersten Sondierungsrunde mit der Union spricht die gr&uuml;ne NRW-Vize-Ministerpr&auml;sidentin Sylvia L&ouml;hrmann &uuml;ber Trennendes und Gemeinsamkeiten mit der Union sowie ihre Erfahrung mit der Linken&hellip;<br>\nDie SPD muss sich fragen, ob sie nicht doch noch ein Gespr&auml;ch mit Gr&uuml;nen und Linken f&uuml;hrt. Es war richtig, dass wir nach der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen mit den Linken gesprochen haben, auch um sie zu fordern. Deren ablehnende Position zu Europa ist nicht zukunftsf&auml;hig. Herr Gysi tut immer so, als gel&auml;nge es mal eben, eine linke Mehrheit zu zimmern, ohne ernsthaft Farbe zu bekennen. Dann wird deutlich, ob die Linke bereit ist, Gesamtverantwortung zu &uuml;bernehmen. Ich finde es richtig, dass die Parteien in Hessen derzeit alles ausloten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article120852270\/Loehrmann-wuenscht-sich-rot-rot-gruene-Sondierungen.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarz-Rot, Schwarz-Gr&uuml;n oder Neuwahl?<\/strong><br>\nDie Kanzlerin kann sich momentan locker zur&uuml;cklehnen. Mit einer satten Mehrheit bei der Bundestagswahl und tendenziell noch steigenden Umfragewerten kann die Union entspannt sondieren, mit wem sie regieren m&ouml;chte. Dass bald vern&uuml;nftig regiert werden soll, gilt als einzige Zielvorgabe. Die Medien transportieren diese Forderung: Die Parteien sollen aus dem W&auml;hlervotum gef&auml;lligst etwas machen.<br>\nDer SPD wurde gleich das Damoklesschwert der staatsb&uuml;rgerlichen Verantwortung &uuml;bers angeschlagene Haupt geh&auml;ngt &ndash; diese Verantwortung, h&ouml;rt und liest man, gebiete es geradezu mitzuregieren und dadurch so genannte stabile Verh&auml;ltnisse zu schaffen. Wer sich verweigert, wird &ndash; ungeachtet aller inhaltlichen Gr&uuml;nde &ndash; als Spielverderber hingestellt, als schlechter Verlierer, als Demokratieversager.<br>\nKann sich die SPD dieser Stimmung, dieser Stimmungsmache entziehen? Wohl kaum. Erst recht nicht, wenn sie von Teilen der Union, allen voran CSU-Chef Horst Seehofer, regelrecht umgarnt wird. Der spielt die bayerische Sonderrolle vor und hinter den Kulissen gen&uuml;sslich aus und wei&szlig;, dass sein atmosph&auml;rischer Einfluss auf die Bundespolitik gr&ouml;&szlig;er ist, als es die paar CSU-Prozente mathematisch hergeben. Hinzu kommt, dass die Gr&uuml;nen nach der schweren, f&uuml;r sie komplett unerwarteten Wahlpleite zun&auml;chst vor allem mit sich selbst zu tun haben. Neue F&uuml;hrung, Fehlersuche, Streit um die inhaltliche Ausrichtung, Kampf um verlorene W&auml;hlerschichten &ndash; und dann freiwillig in die Abh&auml;ngigkeit einer schier &uuml;berm&auml;chtigen Union marschieren? Das fehlte noch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/835830.schwarz-rot-schwarz-gruen-oder-neuwahl.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man bewegt sich wohl kaum im Reich der wilden Spekulation, wenn man behauptet, dass die gro&szlig;e Koalition kommt und zwar so sicher wie das Amen in der Kirche. Wolfgang Lieb hat ja gestern bereits dargelegt, dass die angeblich Mitgliederpartizipation an der Entscheidung &uuml;ber eine Beteiligung der SPD an einer gro&szlig;en Koalition, nichts anderes als ein erb&auml;rmliches Schmierentheater der SPD-F&uuml;hrungsriege ist. Und so wird es f&uuml;r Merkel ein leichtes Spiel werden, sich mit der SPD den passenden Watschenaugust f&uuml;r anstehende harsche Entscheidungen, bis zu einer Agenda 2020, einzukaufen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung blockiert Steuertransparenz<\/strong><br>\nIm Mai 2013 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der EU-L&auml;nder, dass Gro&szlig;unternehmen ihre Gewinne und Steuern nach L&auml;ndern aufgeschl&uuml;sselt ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen. Das sollte mit der ohnehin anstehenden Reform der EU-Richtlinie zu &ldquo;nicht-finanziellen Berichtspflichten&rdquo; im europ&auml;ischen Recht verankert werden. Doch nun in der zust&auml;ndigen Arbeitsgruppe der Mitgliedsl&auml;nder hintertreibt die schwarz-gelbe Bundesregierung genau diese Reform.<br>\nDamit bleibt der &Ouml;ffentlichkeit im Regelfall verborgen, wenn Konzerne ihre Gewinne steuervermeidend ins Ausland verbuchen. Diese Transparenz-Blockade der Bundesregierung ist unertr&auml;glich. Auch der CDU-Europaabgeordnete Burkhard Balz rudert leider zur&uuml;ck. Der Sachverhalt wird in einem am 10. Oktober in der S&uuml;ddeutschen Zeitung erschienenen Artikel exakt dargestellt. Dass die Bundesregierung l&auml;nderbezogene Steuerdaten gegen&uuml;ber den Finanzbeh&ouml;rden aber nicht gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit unterst&uuml;tzt, ist im wesentlichen Nebelwerfen. Denn bei Unternehmen, die ihren Muttersitz in Deutschland haben, haben die Finanzbeh&ouml;rden ohnehin Zugang zu allen Daten. Dagegen haben VerbraucherInnen und InvestorInnen gro&szlig;es Interesse daran zu erfahren, wer Steuern zahlt bzw. wessen Gewinne auf Bilanzkosmetik beruhen.<br>\nDie Blockade ist auch deshalb so &auml;rgerlich, weil die l&auml;nderbezogenen Berichtspflichten in der EU im Mehrheitsverfahren entschieden werden k&ouml;nnten. Steuerliche Harmonisierungen verlangen sonst Einstimmigkeit, die praktisch nicht zu erzielen ist. Das Berichtswesen ist dagegen ein effektives Mittel gegen aggressive Steuervermeidung, das leicht beschlossen werden k&ouml;nnte. Daher ist nun entscheidend, dass Deutschland seine Position &auml;ndert und Frankreich bei den Transparenzpflichten unterst&uuml;tzt. Das w&uuml;rde auch armen Entwicklungsl&auml;ndern helfen dringend n&ouml;tige Steuern zur Armutsbek&auml;mpfung einzusammeln. Gerade die Zivilgesellschaft kann jetzt mit &ouml;ffentlichem Druck einen echten Unterschied machen. Das Thema geh&ouml;rt auch in Koalitionsverhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/10\/bundesregierung-blockiert.html\">Sven Giegold auf blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verteilung: Die st&auml;rksten Schultern werden geschont<\/strong><br>\nSteigende Kapitaleinkommen und zunehmende atypische Besch&auml;ftigung haben den Keil zwischen gro&szlig;en und kleinen Haushaltseinkommen in den vergangenen 20 Jahren vergr&ouml;&szlig;ert. Ebenfalls dazu beigetragen hat die sinkende Umverteilung &uuml;ber Steuern und Sozialbeitr&auml;ge, zeigen die IMK-Forscher Kai Daniel Schmid und Ulrike Stein auf. \n<ol>\n<li>Lediglich die Einkommensteuer wirkt progressiv, hier w&auml;chst also die relative Steuerbelastung bei steigendem Einkommen.  <\/li>\n<li>Die Mehrwertsteuer hingegen wirkt regressiv. Je niedriger das Einkommen, desto h&ouml;her ist die relative Belastung. <\/li>\n<li>Beitr&auml;ge zur Sozialversicherung wirken in der unteren H&auml;lfte der Einkommensverteilung progressiv, in der oberen regressiv.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Versch&auml;rfend kommt hinzu: Der Anteil der verschiedenen Steuerarten am Steueraufkommen hat sich nach den Berechnungen von Schmid und Stein seit 1990 stark verschoben. In den fr&uuml;hen 1990er-Jahren war die Einkommensteuer noch die wichtigste Einnahmequelle mit einem Anteil von &uuml;ber 38 Prozent. Dieser hat sich bis Mitte der 2000er-Jahre auf weniger als 29 Prozent reduziert. Im Jahr 2011 lag ihr Anteil bei 30 Prozent. Umgekehrt verlief die Entwicklung bei der Mehrwertsteuer: Sie trug 1991 rund 27 Prozent zum Steueraufkommen bei. 2011 waren es mehr als 33 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2013_15_1.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 295 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r eine Hysteriebremse &ndash; Licht ins Dunkel rund um 18 Schuldenmythen<\/strong><br>\nWas steckt hinter der Schuldenhysterie? Ist die Staatsverschuldung das gr&ouml;&szlig;te Problem unserer Gegenwart? Wieso gibt es vermeintlich Verr&uuml;ckte, die den &ldquo;Ernst der Lage&rdquo; nocht immer nicht erkannt haben? All diese Fragen sollen 18 Schuldenmythen in kurzer Thesenform beantworten. Wagen Sie eine kopernikanische Wende in ihrer Sichtweise auf die Staatsverschuldung und bringen Sie sich selbst in die Lage die Relevanz der Staatsschulden f&uuml;r unsere Wirtschaft und Gesellschaft einzuordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sektionacht.at\/wp-content\/uploads\/schuldenmythen_sektion8.pdf\">sektion acht [PDF &ndash; 376 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Thema der neoliberalen Umdeutung der Bankenkrise in eine Staatsschuldenkrise, ist ja praktisch Dauerbrenner auf den NachDenkSeiten. Man kann dennoch nicht oft genug darauf aufmerksam machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pimco-Chef fordert Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDer Vorstandschef des Verm&ouml;gensverwalters Pimco fordert die Euro-Staaten zu einem neuen Schuldenschnitt auf: &ldquo;Griechenland und Zypern brauchen einen Schuldenerlass. Definitiv&rdquo;, sagte Mohamed El-Erian der S&uuml;ddeutschen Zeitung. &ldquo;Vielleicht braucht auch Portugal einen, aber hier ist das nicht so eindeutig.&rdquo; Solange die L&auml;nder so hohe Schulden dr&uuml;ckten und ein Schuldenschnitt drohe, kehrten die privaten Investoren nicht zur&uuml;ck, die diese L&auml;nder so dringend ben&ouml;tigten. Dann k&ouml;nne es kaum aufw&auml;rtsgehen.<br>\n&ldquo;Damit es ein Land wie Griechenland &uuml;berhaupt wieder aus eigener Kraft schaffen kann, ben&ouml;tigt es wohl einen Schuldenstand von maximal 60 bis 70 Prozent. Es muss also noch mal einen signifikanten Schuldenschnitt geben.&rdquo; Griechenland hat derzeit Schulden von 160 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung. Allerdings stemmen sich die Bundesregierung und andere Euro-L&auml;nder bislang vehement gegen einen weiteren &ldquo;hair cut&rdquo;, den viele &Ouml;konomen f&uuml;r unausweichlich halten.<br>\nPimcos Meinung hat Gewicht, weil die Allianz-Tochter als weltgr&ouml;&szlig;ter Investor in Anleihen gilt. El-Erian glaubt, dass es den Euro noch in f&uuml;nf Jahren geben werde, aber anders als heute. Europa m&uuml;sse entscheiden, ob Griechenland und Zypern &ldquo;austreten sollten oder ob die anderen sie dauerhaft subventionieren wollen.&rdquo; Diese Entscheidung solle m&ouml;glichst in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Monaten fallen.<br>\nQuelle; <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/weltgroesster-anleihenfonds-pimco-pimco-chef-fordert-schuldenschnitt-fuer-griechenland-1.1793264\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sollte man sich durchaus auf der Zunge zergehen lassen: &bdquo;.. die Allianz-Tochter Pimco ist der gr&ouml;&szlig;te Anleihe-Investor der Welt.&ldquo; Wenn man wissen will, wo die Hilfsmilliarden f&uuml;r Griechenland und die anderen von der Kreditkrise gebeutelten EU-Staaten landen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die italienische Depression<\/strong><br>\nItalien ist das gr&ouml;&szlig;te Risiko in der Euro-Krise. Die Sparpolitik zeigt erste Erfolge, hat die Wirtschaft aber abgew&uuml;rgt. Sogar der IWF sieht kaum Wachstumsperspektiven.<br>\nGute Nachrichten sind es, die in letzter Zeit aus Italien kommen&hellip;auch die Konsolidierungspolitik, so scheint es, macht gute Fortschritte. Das Haushaltsminus wird dieses Jahr bei drei Prozent liegen; die EU-Kommission hat das Defizitverfahren gegen Italien eingestellt. Die Drei-Prozent-Marke konnte mit straffer Haushaltsdisziplin erreicht werden: Italien erwirtschaftet mittlerweile einen Prim&auml;r&uuml;berschuss&hellip;<br>\nErfreuliches gibt es auch von der Leistungsbilanz zu berichten; jahrelang im Minus, wird sie im Jahr 2013 ausgeglichen, im Jahr 2014 wohl leicht im Plus sein&hellip;<br>\nDennoch will in Italien einfach keine Euphorie aufkommen&hellip; Denn allzu deutlich ist: Die Konsolidierung ist eine Konsolidierung nach unten, ohne das sich Perspektiven neuer Prosperit&auml;t er&ouml;ffneten. Zwei volle Jahre harter Rezession hat das Land hinter sich; 2012 sank das BIP um 2,4 Prozent, und dieses Jahr wird es noch einmal um etwa zwei Prozent nach unten gehen.<br>\nDramatisch ist der Vergleich mit 2007, dem letzten Jahr vor Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise: In den letzten sechs Jahren hat Italien knapp zehn Prozent seiner Wirtschaftsleistung eingeb&uuml;&szlig;t. Noch st&auml;rker ist der Einbruch bei der Industrieproduktion, die um &uuml;ber 20 Prozent schrumpfte. Egal ob Konsum, Investitionen oder staatlicher Verbrauch: alle Indikatoren weisen steil nach unten. Nur ein Wert steigt und steigt: Die Arbeitslosigkeit hat mittlerweile 12,5 Prozent erreicht, liegt bei den 15- bis 24-J&auml;hrigen gar bei 40 Prozent &ndash; eine glatte Verdoppelung gegen&uuml;ber den Zeiten vor der gro&szlig;en Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-10\/italien-euro-rezession-krise-depression\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag zeigt in geradezu klassischer Weise die Ideologie, also das falsche Bewusstsein (besser gesagt die Bewusstseinsspaltung) die hinter der herrschenden Austerit&auml;tspolitik steht. Da werden einerseits die Erfolge der &bdquo;Sparpolitik&ldquo; ger&uuml;hmt und auf der anderen Seite der wirtschaftliche Niedergang beklagt. Dass die &bdquo;Konsolidierungspolitik&ldquo; die Ursache f&uuml;r die &bdquo;harte Rezession&ldquo; ist, wird ausgeblendet bzw. als unerkl&auml;rliches psychologisches Ph&auml;nomen behandelt, als fehlende &bdquo;Euphorie&ldquo;, gar als Krankheitsbild einer &bdquo;italienischen Depression&ldquo;. Aber dieser Widerspruch entspricht genau der Einstellung der Ideologen der Austerit&auml;tspolitik: Umso schlimmer f&uuml;r die Wirklichkeit, wenn sie unserer Theorie nicht entspricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Marx im Regen<\/strong><br>\nDie Theorie spielt in der Politikwissenschaft kaum mehr eine Rolle. Die Mathematik hat das Fach fest im Griff. Doch sie gibt keine Antwort auf Fragen nach Gerechtigkeit&hellip;<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns mittlerweile vielerorts rechtfertigen, wenn wir unsere politikwissenschaftlichen Thesen nicht mit &ouml;konomischen Argumenten untermauern&ldquo;, sagt Ulrich Brand, Professor f&uuml;r internationale Politik an der Universit&auml;t Wien. Andere Formen der Analyse sieht Brand dadurch entwertet&hellip; &bdquo;In ,International Organisation`, dem globalen Flaggschiff unter den politikwissenschaftlichen Journalen, k&ouml;nnen Sie nur ver&ouml;ffentlichen, wenn Sie mathematisieren&ldquo;, sagt Brand. Dabei geht es nicht nur um statistische Erhebungen, die f&uuml;r die Arbeit der vergleichenden Politikwissenschaft oder auch der politischen Soziologie seit je wichtig waren. Stattdessen bauen auch Politikwissenschaftler immer &ouml;fter mathematische Modelle, um das Verhalten von W&auml;hlern, Politikern oder Staaten zu erkl&auml;ren. Dahinter steht in vielen F&auml;llen die Annahme, dass die mit Mathematisierung verbundene Berechenbarkeit die Forschung wertneutraler und damit &bdquo;wissenschaftlicher&ldquo; macht&hellip; Dabei sind die Modelle der Politikwissenschaftler genauso wenig &bdquo;neutral&ldquo; wie die der &Ouml;konomen: Um &uuml;berhaupt mathematische Berechnungen &uuml;ber politische Prozesse anstellen zu k&ouml;nnen, braucht man eine Vielzahl von Annahmen. Die wichtigste davon ist, dass ein zentraler Akteur identifiziert werden kann, der sich seinen Pr&auml;ferenzen entsprechend rational verh&auml;lt &ndash; die klassische Hauptfigur der Wirtschaftswissenschaft also, der &bdquo;homo oeconomicus&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/campus\/politikwissenschaft-marx-im-regen-12602570.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Banken bibbern vor EZB-Stresstest<\/strong><br>\nDie Angst deutscher Banken vor den geplanten Stress- und Bilanztests der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ist enorm. Das zeigt ein zw&ouml;lfseitiges Positionspapier, das die Lobbyverb&auml;nde der Privat- sowie der halbstaatlichen Banken gemeinsam erarbeitet haben.<br>\nIn dem Papier, das manager magazin online vorliegt, formulieren der Bundesverband deutscher Banken (BdB) und der Verband &Ouml;ffentlicher Banken (V&Ouml;B) ihre Sorgen ungew&ouml;hnlich deutlich. &ldquo;Sowohl f&uuml;r die teilnehmenden Banken als auch f&uuml;r die durchf&uuml;hrende Institution kann das Assessment ein erhebliches Reputationsrisiko entfalten, wie das Beispiel des letzten EBA-Stresstests gezeigt hat&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/banken\/deutsche-kreditwirtschaft-hypernervoes-furcht-vor-ezb-stresstest-a-927341.html\">manager-magazin<\/a> \n<p><strong>Und die FAZ schreibt:<\/strong><br>\nGanz offensichtlich m&uuml;ssen in den Bilanzen der europ&auml;ischen Banken noch zahlreiche nicht offengelegte faule Kredite und Verluste schlummern. Im schlimmsten Fall sind einige Banken eigentlich insolvent, ohne Aussicht auf Besserung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/schuldenkrise-die-suche-nach-europas-zombiebanken-beginnt-12612530.html\">Faz.Net<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Exporte in Gefahr<\/strong><br>\nMit einiger Sorge konstatieren deutsche Wirtschaftskreise sp&uuml;rbare R&uuml;ckg&auml;nge bei den deutschen Exporten nach Asien. Die Ausfuhren auf den Kontinent hatten jahrelang geboomt und zuletzt die Hoffnung gen&auml;hrt, die deutschen Exportgewinne trotz des Einbruchs der Verk&auml;ufe in die krisengesch&uuml;ttelten Staaten der Eurozone verstetigen zu k&ouml;nnen. Nun sind sie im ersten Halbjahr 2013 deutlich geschrumpft und erholen sich seither nur m&auml;&szlig;ig. Dies gilt auch f&uuml;r den asiatischen Haupthandelspartner Deutschlands, China. Spezialisten weisen darauf hin, dass die R&uuml;ckg&auml;nge im China-Export mit einer wirtschaftspolitischen Umorientierung in der Volksrepublik zu tun haben und ein Liefer-Boom wie in den vergangenen Jahren nicht mehr zu erwarten sei; vielmehr m&uuml;sse davon ausgegangen werden, dass China selbst seine Industrie mehr als bisher auf Hochtechnologie ausrichten und damit zum Konkurrenten f&uuml;r Deutschland werden k&ouml;nne &ndash; auch in Branchen, die f&uuml;r die deutsche Wirtschaft besondere Bedeutung bes&auml;&szlig;en, zum Beispiel die Autoproduktion. Die Bundesregierung m&uuml;sse Vorkehrungen daf&uuml;r treffen, fordern Experten.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58708\">german foreign policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Uups! Was tun, wenn das deutsche Exportmodell nicht mehr funktioniert? Eine Agenda 2020 durchsetzen? Die L&ouml;hne noch weiter dr&uuml;cken?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten<\/strong><br>\nIn Deutschland ist die Arbeitslosigkeit 2012 gegen&uuml;ber dem Vorjahr gesunken. Der Trend der Vorjahre setzte sich damit fort, wenn auch sehr stark abgeschw&auml;cht.<br>\nBundesweit r&uuml;ckl&auml;ufig war die Quote von Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung.<br>\nProfitiert haben hier insbesondere die M&auml;nner. Trotzdem ist die Arbeitslosenquote Geringqualifizierter &ndash; derzeit bei 19 Prozent &ndash; rund viermal so hoch wie f&uuml;r Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung.<br>\nDie Arbeitslosenquote der mittleren Qualifikationsebene sank in Deutschland gegen&uuml;ber 2011 aufgrund der verbesserten Situation im Osten. Sie liegt bundesweit jetzt bei 5 Prozent.<br>\nDie Position f&uuml;r Akademiker am Gesamtdeutschen Arbeitsmarkt bleibt sehr gut, auch wenn die Quote zuletzt bei 2,5 Prozent stagnierte.<br>\nDie Entwicklung verl&auml;uft am aktuellen Rand regional unterschiedlich. W&auml;hrend im Osten Deutschlands die Quoten f&uuml;r nahezu alle Qualifikationen zur&uuml;ckgingen, stagnierten sie im Westen des Landes weitestgehend, jedoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/qualo_2012.pdf\">IAB [PDF &ndash; 198 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nat&uuml;rlich darf in der Pressemitteilung zu der Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung nicht die Parole fehlen:  &bdquo;Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das Arbeitslosigkeitsrisiko h&auml;ngt sehr eng mit der Qualifikation zusammen. Je niedriger die Qualifikation ist, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Und:  &bdquo;Die Qualifizierung von Arbeitslosen ist damit eine der wichtigsten Herausforderungen in der Arbeitsmarktpolitik&ldquo;, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs &bdquo;Prognosen und Strukturanalysen&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Leider lenken solche Appelle h&auml;ufig nur vor wirtschafts- und sozialpolitischem Versagen ab.<\/em><br>\n<em>Bildung allein, so wichtig sie f&uuml;r den einzelnen, die Gesellschaft und die Volkswirtschaft auch sein mag, schafft allein keine Arbeitspl&auml;tze. Und wenn es zu wenige Arbeitspl&auml;tze gibt, n&uuml;tzt auch eine Bildungsexpansion nicht viel. Wenn das Qualifikationsniveau steigt und nicht gleichzeitig ausreichend Arbeit nachgefragt wird, f&uuml;hrt das nur dazu, dass die Arbeitgeber eben die H&ouml;herqualifizierten aussuchen, dass wie wir in der Vergangenheit schon beobachten mussten, eben die Abiturienten beim Wettbewerb um die knappen Ausbildungspl&auml;tze vor allem die Hauptsch&uuml;ler verdr&auml;ngt haben. Und m&ouml;glicherweise werden es vielleicht schon bald die Bachelor-Absolventen sein, die die Abiturienten verdr&auml;ngen.<\/em><br>\n<em>Wenn man allen Kindern und Jugendlichen mehr Bildungschancen er&ouml;ffnet, konkurrieren sie um die wenigen Ausbildungs- bzw. Arbeitspl&auml;tze am Ende wom&ouml;glich nur auf einem h&ouml;heren Niveau, aber nicht mit besseren Chancen.<\/em><br>\n<em>Die Appelle f&uuml;r eine bessere Bildung unterliegen der Gefahr, die individuelle Qualifikation auf eine Frage der &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo; abzuschieben. Nach wie vor ist die Abh&auml;ngigkeit zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg gro&szlig;. So haben Kinder armer Eltern oder von Migranten nach wie vor in allen Bundesl&auml;ndern deutlich geringere Chancen, nach der Grundschule ein Gymnasium zu besuchen als Kinder von Akademikern.<\/em><br>\n<em>Um die Erwerbslosigkeit und die (Kinder-) Armut als gesellschaftliche Ph&auml;nomene zu beseitigen, bedarf es vor allem auch der Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Verm&ouml;gen. (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3154\">Christoph Butterwegge<\/a>)<\/em><br>\n<em>Eine gute Bildungsqualifikation ist dar&uuml;ber hinaus keineswegs eine hinreichende Garantie f&uuml;r einen guten und sicheren Arbeitsplatz, geschweige denn ein ausreichender Schutz vor Altersarmut. Von den weit &uuml;ber sieben Millionen Besch&auml;ftigten (immerhin fast ein Viertel aller Besch&auml;ftigten (23,1%)) im Niedriglohnsektor haben &uuml;ber 70 Prozent eine abgeschlossene Berufsbildung und <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2012\/report2012-01.pdf\">&uuml;ber 10 Prozent haben sogar einen Hochschulabschluss [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mindestlohn f&uuml;hrt zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nIfo-Pr&auml;sident Hans-Werner Sinn hat SPD, Gr&uuml;ne und CDU\/CSU eindringlich vor der Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns gewarnt.<br>\n&bdquo;Der Jubel der &ouml;konomischen Laienprediger f&uuml;r den Mindestlohn wird nach wenigen Jahren einer bitteren Ern&uuml;chterung weichen&ldquo;, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag f&uuml;r die WirtschaftsWoche. Der von SPD und Gr&uuml;nen geforderte gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro w&uuml;rde &bdquo;das Rad der Geschichte wieder in die Zeit vor Gerhard Schr&ouml;der zur&uuml;ckdrehen. Der soziale Frieden wird gef&auml;hrdet, weil sich die Einkommensverteilung nicht verbessert, jedoch wieder mehr Menschen aus dem Arbeitsprozess ausgegrenzt werden&ldquo;, so Sinn.<br>\nEin Teil der Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r Geringverdiener wird laut Sinn das Preisniveau deutscher G&uuml;ter erh&ouml;hen. F&uuml;r schw&auml;chelnde Wettbewerber im Euroraum wie Griechenland sei dies aber kein Vorteil. &bdquo;Wenn Deutschland die Produkte S&uuml;deuropas nicht kaufen kann, weil es durch einen politisch verordneten Kostendruck in eine neue Flaute kommt, hilft das niemandem&ldquo;, schreibt Sinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/mindestlohn-debatte-sinn-mindestlohn-fuehrt-zu-hoeherer-arbeitslosigkeit\/8919292.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was hier, laut BILD, &bdquo;Deutschlands bester &Ouml;konom&ldquo; wieder von sich gibt, braucht man eigentlich nicht weiter zu kommentieren. Die Verdrehung der &ouml;konomischen Realit&auml;t in der EU, die Sinn vornimmt, ist geradezu grotesk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Erwerbsminderung: Reform n&ouml;tig<\/strong><br>\nVoll erwerbsgemindert sind laut Sozialgesetzbuch Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung au&szlig;erstande sind, unter den &ldquo;&uuml;blichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes&rdquo; mindestens drei Stunden t&auml;glich erwerbst&auml;tig zu sein. Wer zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, gilt als teilweise erwerbsgemindert. Ende 2011 bezogen 1,6 Millionen M&auml;nner und Frauen eine Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit, schreiben Felix Welti und Henning Groskreutz, Rechtswissenschaftler von der Universit&auml;t Kassel. Etwa 118.000 von ihnen mussten ihre Rente aufstocken, um das Existenzminimum zu erreichen. Weitere 290.000 Personen hatten keine Anspr&uuml;che auf Erwerbsminderungsrente erworben und erhielten ausschlie&szlig;lich Grundsicherung vom Tr&auml;ger der Sozialhilfe. Im Schnitt belief sich die monatliche Rente im Jahr 2011 auf 471 Euro bei teilweiser und 710 Euro bei voller Erwerbsminderung. Bei Neuzug&auml;ngen mit voller Erwerbsminderung waren es 634 Euro. Die materielle Sicherung sei damit unzureichend, urteilen die Juristen. Es gebe ein erh&ouml;htes Risiko von Einkommensarmut. Als eine der Ursachen gelte die zunehmende Verbreitung von atypischer Besch&auml;ftigung und Niedrigl&ouml;hnen. Zudem seien gerade Geringqualifizierte, die &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig mit gesundheitlichen Problemen zu k&auml;mpfen haben, oft schlecht bezahlt oder arbeitslos. Private Vorsorge sei da wenig hilfreich: Die gef&auml;hrdeten Arbeitnehmer w&auml;ren kaum in der Lage, die entsprechenden Mittel aufzubringen &ndash; insbesondere, wenn sie bereits chronisch krank sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/44225_44234.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131015_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=44251&amp;chunk=1\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Erstmals seit Zweitem Weltkrieg: Rotes Kreuz verteilt Lebensmittel in Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien sind offenbar immer mehr Menschen auf fremde Hilfe zum &Uuml;berleben angewiesen. Laut einem Bericht der Zeitung &ldquo;Independent&rdquo; will das Rote Kreuz in diesem Winter erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder Lebensmittel sammeln und verteilen. Dazu w&uuml;rden freiwillige Helfer in Superm&auml;rkten um Essen und Trinken bitten. Die Wohlt&auml;tigkeitsorganisation FareShare solle die Hilfspakete dann an Armenk&uuml;chen im ganzen Land verteilen. Auch in anderen Staaten Europas hat sich die Lage laut einer Studie der Internationalen F&ouml;deration von Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) drastisch verschlechtert. So sei die Zahl der Menschen, die von den nationalen Hilforganisationen in 22 L&auml;ndern mit Lebensmitteln versorgt w&uuml;rden, in den vergangenen drei Jahren um 75 Prozent gestiegen &ndash; von zwei auf 3,5 Millionen. Insgesamt k&ouml;nnten sich 43 Millionen B&uuml;rger in Europa nicht genug zu essen leisten. &ldquo;Wir verstehen zwar, dass die Regierungen sparen m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Geleta, &ldquo;aber wir raten dringend von willk&uuml;rlichen Einschnitten in die Gesundheits- und Sozialsysteme ab.&rdquo;<br>\nDer Trend zu mehr Hunger und Armut sei in ganz Europa zu sp&uuml;ren, sagte IFRC-Generalsekret&auml;r Bekele Geleta, nicht nur in den eigentlichen Krisenl&auml;ndern. Laut der Studie ist die Zahl der Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, auch in Staaten wie Frankreich oder Deutschland gestiegen. Selbst Menschen mit einer Arbeitsstelle m&uuml;ssten immer h&auml;ufiger um zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung bitten. Noch besorgniserregender sei die Situation aber in L&auml;ndern wie Griechenland, Italien oder Spanien. Allein in der italienischen Wirtschaftsmetropole Mailand seien mehr als 50.000 Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Wie ernst die Lage in Spanien ist, zeigt auch ein am Donnerstag ver&ouml;ffentlichter Bericht der Caritas. Demnach habe sich die Zahl der extrem armen Menschen in dem Land seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 verdoppelt. Mehr als sechs Prozent der spanischen Bev&ouml;lkerung, etwa drei Millionen Menschen, h&auml;tten im vergangenen Jahr mit 307 Euro oder weniger im Monat auskommen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rotes-kreuz-in-grossbritannien-verteilt-lebensmittel-a-927283.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Think differently. Humanitarian impacts of the economic crisis in Europe<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ifrc.org\/PageFiles\/134339\/1260300-Economic%20crisis%20Report_EN_LR.pdf\">Internationales Rotes Kreuz [PDF &ndash; 6 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und was haben die koalitionssuchenden Parteien dazu zu sagen? Liebe Merkel-W&auml;hler, schon gemerkt: &ldquo;Laut der Studie ist die Zahl der Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, auch in Staaten wie &hellip; Deutschland gestiegen.&rdquo; Aber, wie sch&ouml;n, uns geht es immerhin besser als den andern und wir haben ja auch noch unsere so erfolgreiche Exportwirtschaft. Dumm nur, dass die deutsche Exporte im August deutlich zur&uuml;ckgingen &ndash; im Vergleich zum Vorjahr um minus 5,4 Prozent. Klar, die Exporte in die schw&auml;chelnde EU (-3,9 %) bzw. Eurozone (&ndash; 4,1 %). Aber da war doch was als Ausgleich? Die Exporte in L&auml;nder au&szlig;erhalb der EU! Nur, die gingen noch st&auml;rker zur&uuml;ck, n&auml;mlich um  -7,2 %. Nur der Vollst&auml;ndigkeit halber: Die Leistungsbilanz &ndash; die Ber&uuml;cksichtigung der Salden f&uuml;r Dienstleistungen, Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen, laufende &Uuml;bertragungen sowie Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel &ndash; betr&auml;gt 9,4 Milliarden Euro. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/10\/PD13_333_51.html\">Vor einem Jahr waren es noch 13,2 Milliarden Euro<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wie war das mit der Freihandelstheorie? Der Nutzen des Freihandels erweist sich nur, wenn er einer allgemeinen Verteilung zugef&uuml;hrt wird. Wir brauchen uns nur das Schaubild aus den Querschuessen anzuschauen, um zu sehen, dass &uuml;ber die ganzen Jahre nichts aber auch gar nichts getan wurde, um den Binnensektor zu stabilisieren, zu st&auml;rken, unabh&auml;ngiger zu machen (Reallohnentwicklung).<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131015_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131015_02_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: Deutschland, Schlusslicht bei der Inlandsnachfrage<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131015_03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131015_03_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/die-zwei-grosen-aufgaben-der-opposition\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Er opferte seine Firma f&uuml;r Edward Snowden<\/strong><br>\nIm Mai findet Ladar Levison die Visitenkarte eines FBI-Agenten an seiner T&uuml;rschwelle. An sich nichts Ungew&ouml;hnliches: Als Betreiber des E-Mail-Dienstes Lavabit erhielt er mehrere Aufforderungen, mit den Beh&ouml;rden zu kooperieren &ndash; was er normalerweise auch tat. Meist ging es dabei um Kriminalf&auml;lle wie Kinderpornografie. Doch diesmal ist es anders: Das FBI will die Daten des Whistleblowers Edward Snowden. Der Richter unterzeichnete eine Anordnung, die verlangten Zugangscodes auszuh&auml;ndigen, mit denen die Beh&ouml;rden nicht nur E-Mails lesen, sondern auch den Aufenthaltsort der Benutzer herausfinden k&ouml;nnen. Das tut er auch &ndash; in Papierform. Er gibt die Codes in Form seitenlanger Ausdrucke ab, in einer Schrift, die besonders schwer zu lesen und einzuscannen ist. Der Richter verdonnert Levison zur Zahlung von 5000 Dollar am Tag, bis er die Codes in digitaler Form einreicht. Am zweiten Tag &ndash; die Busse bel&auml;uft sich bereits auf 10&rsquo;000 Dollar &ndash; gibt Levison nach. Und stellt den Betrieb von Lavabit ein. So entzieht er dem FBI die M&ouml;glichkeit, die User zu &uuml;berwachen. Weiterzumachen sei ein &laquo;unverzeihlicher Bruch des heiligen Vertrauens zwischen Provider und Benutzer&raquo;, schreibt Levison auf Facebook. Das Man&ouml;ver &laquo;grenze an eine Straftat&raquo;, bekommt er zu h&ouml;ren. Das Gericht verurteilt ihn wegen Missachtung und verbietet ihm, Details zu der Firmenschliessung zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nLadar Levinson will vor Gericht f&uuml;r sein Gesch&auml;ftsmodell und den Datenschutz k&auml;mpfen. &laquo;Wenn die Obama-Regierung es f&uuml;r n&ouml;tig h&auml;lt, die Privatsph&auml;re der Massen zu verletzen, nur damit sie ein paar wenige &uuml;berwachen kann, dann sollten sie wenigstens vom Kongress eine entsprechende Gesetzesgrundlage daf&uuml;r ausarbeiten lassen&raquo;, wettert er auf Facebook, &laquo;statt die Gerichte dazu zu benutzen, Firmen zu zwingen, zu Komplizen bei Verbrechen gegen das amerikanische Volk zu werden.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/ausland\/dossier\/snowden\/story\/20697737\">20 Minuten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&laquo;Sie kommen so oder so&raquo;<\/strong><br>\nVerdrehte Bilder und viel Rassismus pr&auml;gen unsere Wahrnehmung von Fl&uuml;chtlingen, sagt der Italiener Gabriele del Grande, der mit seinem Blog &laquo;Fortress Europe&raquo; dagegen ank&auml;mpft, dass die Toten im Mittelmeer vergessen werden&hellip;<br>\nErst die geschlossenen Grenzen zwingen die Leute auf den gef&auml;hrlichen Seeweg, denn nichts kann Fl&uuml;chtlinge aufhalten. Diese Menschen haben f&uuml;r sich die Entscheidung getroffen zu emigrieren. Wenn sie daf&uuml;r ein Visum bekommen, reisen sie legal ein. Wenn nicht, kommen sie mit den Booten. Und wenn die k&uuml;rzeste Route &uuml;ber das Meer geschlossen ist, dann nehmen sie die l&auml;ngere, auch wenn diese gef&auml;hrlicher ist&hellip;<br>\nVor einigen Jahren hatten die EU-L&auml;nder den Mut, ihre Grenzen zu &ouml;ffnen und die Personenfreiz&uuml;gigkeit einzuf&uuml;hren. Heute stammt die H&auml;lfte der europ&auml;ischen Migranten aus Europa selbst. In Italien etwa kommt ein Gro&szlig;teil aus Osteuropa, aus Polen, Rum&auml;nien, Bulgarien oder Albanien. Das Experiment der Personenfreiz&uuml;gigkeit hat, finde ich, sehr gut funktioniert. Entsprechend m&uuml;sste man das ausweiten und das ganze Prozedere der Visa- und Asylvergabe an Fl&uuml;chtlinge vereinfachen. Das ist die einzige echte L&ouml;sung f&uuml;r Europa&hellip;<br>\nWir sprechen aber nicht von Millionen von Menschen, sondern von ein paar Zehntausend im Jahr. So sind 2013 bisher rund 30&thinsp;000 &uuml;ber das Mittelmeer in S&uuml;ditalien angekommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1341\/europaeische-migrationspolitik\/sie-kommen-so-oder-so\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>So finanziert sich die katholische Kirche<\/strong><br>\nSeit Langem ist die Kirche auch ein m&auml;chtiges Wirtschaftsunternehmen. Historisch waren da etwa der lukrative Ablasshandel oder der Kirchenzehnt. Nur reden mochte man au&szlig;erhalb von Kirchenkreisen noch nie gern &uuml;bers Finanzielle &ndash; zumindest nicht auf der Einnahmenseite. Beides gilt auch heute noch: Die katholische Kirche ist ein Unternehmen mit einem Milliarden-Haushalt. &Uuml;ber die Finanzierung des Ganzen bewahrt sie gern Stillschweigen.<br>\nDoch wer zahlt f&uuml;r Priester, Kirchen, Gottesdienste und Kinderg&auml;rten sowie Altenkreise? Wie finanziert sich die katholische Kirche in Deutschland? Der Trubel um den Luxus-Neubau von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst st&ouml;&szlig;t diese Fragen neu an. Die Antworten sind komplex.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/steuern-spenden-staatszuschuesse-so-finanziert-sich-die-katholische-kirche-1.1794296\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Semesterstart<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Studentischer Dachverband fordert Masterplan zur Studienreform<\/strong><br>\nBesonders f&uuml;r Erstsemester ist der Einstieg in das Studium oft schwierig. Die Anzahl von Studienabbr&uuml;chen ist seit Einf&uuml;hrung der Studienreform besonders an den Universit&auml;ten stark gestiegen.<br>\nDie Studieng&auml;nge sind oft &uuml;berfrachtet und die Akzeptanz der Bologna-Reform l&auml;sst auch fast 15 Jahre nach deren Einf&uuml;hrung zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Der bundesweite studentische Dachverband fzs fordert zum Semesterstart einen Masterplan, um die Studienreform aus der bildungspolitischen Sackgasse zu f&uuml;hren.<br>\nErik Marquardt, fzs-Vorstand und Mitglied der nationalen Bologna-AG von BMBF und KMK:<br>\n&ldquo;Mit der Bologna-Reform wurden gro&szlig;e Ziele verbunden. Die Studierenden sollten im Mittelpunkt der Reform stehen. Sie sollten mobiler werden, mehr Kompetenzen erwerben, Sprachen lernen und vielf&auml;ltige Kurse besuchen. Durch das zweistufige System sollte die M&ouml;glichkeit geschaffen werden, sich nach einem ersten Studienabschluss neu zu orientieren. Davon ist nicht viel &uuml;brig geblieben. Im Gegenteil: f&uuml;r Sprachkurse fehlt im &uuml;berfrachteten Bachelor-Alltag oft die Zeit und die Masterstudieng&auml;nge sind f&uuml;r viele Bachelors verschlossen. An den Hochschulen setzt sich statt kooperativem Lernen immer mehr Ellenbogenmentalit&auml;t durch. Die Studierenden und die Gesellschaft brauchen eine qualitative inhaltliche Studienreform mit Weitblick. Im letzten Jahrzehnt wurde jedoch nur mit St&uuml;ckwerk auf Probleme geantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/310549.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><strong>Studenten in Bayern: Schlafplatz verzweifelt gesucht<\/strong><br>\nDeutschlandweit stieg die Zahl der Studenten seit 2002 um 23 Prozent, die Zahl der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Wohnheimzimmer aber nur um drei Prozent. Die bayerische Staatsregierung hat darauf reagiert und betont, im vergangenen Jahr sei ein Viertel der bundesweit gef&ouml;rderten Wohnheimpl&auml;tze allein in Bayern entstanden. Derzeit sind laut BFW-Studie landesweit gut 600 Wohnheimpl&auml;tze im Bau &ndash; bei 65 000 Studienanf&auml;ngern in diesem Wintersemester ist das aber tats&auml;chlich nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Allein in W&uuml;rzburg stehen derzeit 1700 Leute auf der Warteliste f&uuml;r einen Wohnheimplatz&hellip;<br>\n&ldquo;Viele erfahren erst wenige Tage vor Semesterbeginn, in welcher Stadt sie studieren werden.&rdquo; Seit Jahren wird ein bundesweites Vergabesystem angek&uuml;ndigt, allein, die Software funktioniert nicht. Wer leidet, sind die Studenten&hellip;<br>\nKnapp 25.000 staatliche Wohnheimpl&auml;tze gab es im vergangenen Jahr in Bayern, dazu noch einige tausend staatlich gef&ouml;rderte bei Kirchen oder Verb&auml;nden. Dem standen aber 320.327 Studenten gegen&uuml;ber. Und zum aktuellen Wintersemester melden die Hochschulen erneut Rekorde: Erstmals studieren fast 350.000 junge Menschen an den neun staatlichen Universit&auml;ten, sechs Kunst- und 17 Fachhochschulen in Bayern. Allein in M&uuml;nchen sind es mehr als 100.000, dazu kommen noch all jene, die an kirchlichen oder privaten Hochschulen studieren&hellip;<br>\nEngp&auml;sse gibt aber nicht nur beim Wohnen: Die Ausbauten der H&ouml;rs&auml;le und Labore hinken dem Anstieg der Studentenzahlen weit hinterher. Zwar wurde viel gebaut, an fast allen Hochschulstandorten Bayerns wurde der Campus erweitert. Doch w&auml;hrend sich beim Lehramt oder den Juristen noch ein paar Dutzend mehr Studenten in die H&ouml;rs&auml;le pferchen lassen, sto&szlig;en die Naturwissenschaften l&auml;ngst an ihre Grenzen: Pl&auml;tze im Chemielabor lassen sich nicht erweitern ohne Anbau. Daher dringen die Hochschulpr&auml;sidenten nun auf einen weiteren Ausbau und dringende Sanierungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/studenten-in-bayern-schlafplatz-verzweifelt-gesucht-1.1794679\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Rechtsradikalismus in Frankreich: N&auml;hrboden aus Islamophobie und Misere<\/strong><br>\nMit dem Sieg im Wahlkreis Brignoles im s&uuml;dfranz&ouml;sischen Departement Var hat der rechtsradikale Front national (FN) am Sonntag seine wachsende Popularit&auml;t unter Frankreichs W&auml;hlern best&auml;tigt. Dass der siegreiche FN-Kandidat Laurent Lopez, der bereits im ersten Wahlgang &uuml;ber 40 Prozent der Stimmen gewann, sich schlie&szlig;lich mit 54 Prozent gegen die Kandidatin der b&uuml;rgerlichen Union pour un movement populaire (UMP) durchzusetzen vermochte, hat Frankreich aufger&uuml;ttelt. Der auf den ersten Blick unbedeutende Urnengang in dem insgesamt sechs Gemeinden umfassenden Wahlbezirk ist augenscheinlich zu einem Vorboten k&uuml;nftiger politischer Konfrontationen geworden. Dank geschickter Imagepflege und gezielter Nachwuchsf&ouml;rderung durch die Vorsitzende Marine Le Pen scheint die Partei &uuml;ber ihre traditionelle Rolle als Protestpartei hinauszuwachsen. Die Ambition, der UMP k&uuml;nftig die Rolle als Hauptgegner der Sozialisten abspenstig zu machen, ist von Marine Le Pen bereits im letztj&auml;hrigen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf ge&auml;u&szlig;ert worden, in dem sie, wie erinnerlich, 6,4 Millionen Stimmen auf sich zu ziehen vermochte. Die Gefahr, dass die UMP wie in Brignoles W&auml;hler an den FN verliert, ist real. Auch gibt es seit dem R&uuml;ckzug von Nicolas Sarkozy Spaltungstendenzen. Zwar profitiert der FN in der W&auml;hlergunst auch von den wirtschaftlichen Problemen des Landes sowie der weitverbreiteten EU- und Politikverdrossenheit; hier macht die Partei vor allem in Arbeiterkreisen zulasten der Linken Boden gut. Der Zulauf zum FN wurzelt aber haupts&auml;chlich im islamfeindlichen Credo der Partei. W&auml;hrend sich ihr Vater noch mit antisemitischen Parolen und pauschalen ausl&auml;nderfeindlichen Haltungen isolierte und letztlich unw&auml;hlbar machte, kommt Marine Le Pen in republikanischem Gewand und obendrauf &ndash; zumindest bei Bedarf &ndash; mit gewinnender Mimik daher: Der Islam, der Frankreich unterwandere, sei nicht mit den laizistischen Grunds&auml;tzen der Nation vereinbar, hei&szlig;t es bei ihr. Damit trifft sie einen Nerv vieler Franzosen, denen sich beim Begriff &laquo;Schariaf&auml;higkeit&raquo; die Haare str&auml;uben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/naehrboden-aus-islamophobie-und-misere-1.18167263\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das Letzte: Armut ist Diebstahl<\/strong><br>\nWenn also die Vielzahl von Methoden, die bislang erfunden und angewendet wurden, um Armut zu bek&auml;mpfen oder letztlich auszurotten, nicht funktionieren, dann ist es an der Zeit, eine nicht neue Schlussfolgerung nochmals zu ziehen: Wenn es nichts nutzt, dann sollte man es lassen. Nicht nur, weil eine Therapie, die nicht wirkt, offensichtlich die falsche Behandlung ist. Sondern weil die Methoden der Armutsbek&auml;mpfung vor allem in den entwickelten L&auml;ndern eine fatale, um im Bild zu bleiben letale, Nebenwirkung haben: Sie machen uns alle &auml;rmer. Produktive Wertsch&ouml;pfung, die via Steuerabgaben umverteilt und von Armen lediglich konsumiert wird, l&ouml;st das Problem nicht. Die Forderungen nach Umverteilung, die ganz Reichen sollen doch den ganz Armen etwas abgeben, l&ouml;st das Problem nicht. Die Verbindung des Begriffs Armut mit unfrei, unw&uuml;rdig, ungerecht &ndash; also dem Gegensatz zu den drei  leuchtendsten (so im Original (WL)) Begriffen, die die menschliche Sprache kennt: Freiheit, W&uuml;rde, Gerechtigkeit &ndash; verstellt nur den Blick auf das Problem. Unsere Methoden der Armutsbek&auml;mpfung halten den Armen in seiner Unm&uuml;ndigkeit, machen ihn zum manchmal renitenten, aber meistens unterw&uuml;rfigen Empf&auml;nger von milden Gaben. Bieten keine Auswege aus seiner Situation, in der er sich vor allem als relativ Armer wenn nicht bequem, so doch ertr&auml;glich einrichten kann. Dar&uuml;ber hinaus denaturiert Armutsbek&auml;mpfung im Rahmen einer sozialen Umverteilung zu Diebstahl; Wertsch&ouml;pfung wird enteignet, um ohne die Zielsetzungen der Armutsbek&auml;mpfung zu erreichen, in Konsum verpulvert zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/rene-zeyer\/vorwort-armut-ist-diebsta_b_4055906.html?utm_hp_ref=germany\">The Huffington Post<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gro&szlig;artig! Die Huffington Post gibt ihren Einstand als Plattform f&uuml;r dumpfe, libert&auml;re Hetzartikel, weiter so.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18921","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18921"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18921\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18925,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18921\/revisions\/18925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}