{"id":18956,"date":"2013-10-17T08:46:10","date_gmt":"2013-10-17T06:46:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956"},"modified":"2013-10-17T08:46:18","modified_gmt":"2013-10-17T06:46:18","slug":"hinweise-des-tages-1988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h01\">US-Kongress stimmt f&uuml;r Finanzkompromiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h02\">Im Verborgenen: Urteile ohne Volkes Wissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h03\">Sondierung mit SPD: Seehofer akzeptiert 8,50 Euro Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h04\">Arbeitslose Ingenieure: &ldquo;Auch wer spezialisiert ist, kriegt nicht immer einen Job&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h05\">Krank in der Leistungsgesellschaft: Wie der Kapitalismus den Stress privatisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h06\">Die Tarifautonomie br&ouml;ckelt seit Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h07\">H&ouml;here Produktivit&auml;t und mehr Innovationen auf regulierten Arbeitsm&auml;rkten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h08\">Arm, arbeitslos und unpolitisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h09\">Hunger mit System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h10\">Guillaume Duval*: Deutschland ist ein Huhn, das nach seinen Eiern sucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h11\">Angeblich droht &bdquo;den&ldquo; Arbeitnehmer\/innen eine kr&auml;ftige Erh&ouml;hung der Sozialabgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h12\">Erneuerbare Energie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h13\">Quandt-Gro&szlig;spende f&uuml;r die CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h14\">Primark &ndash; Mode zum Wegwerfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h15\">USA: Forschung auf Eis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h16\">Vergessener Whistleblower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h17\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h18\">Studierende als Investitionsobjekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956#h19\">Nachtrag zu unserem gestrigen Hinweis Nr. 12 c<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18956&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Kongress stimmt f&uuml;r Finanzkompromiss <\/strong><br>\nDer drohende Staatsbankrott der USA ist abgewendet. Nach dem Senat hat auch das Abgeordnetenhaus f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Schuldenlimits gestimmt.<br>\nDer drohende Staatsbankrott der USA ist abgewendet. Nach dem Senat hat auch das Abgeordnetenhaus am Mittwochabend f&uuml;r einen Gesetzentwurf gestimmt, der eine Erh&ouml;hung des Schuldenlimits und einen &Uuml;bergangsetat f&uuml;r die Regierung&nbsp;vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-haushaltsstreit-us-kongress-stimmt-fuer-finanzkompromiss-1.1796693\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Leider nur ein Aufschub, aber immerhin, Obama ist diesmal nicht eingeknickt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Im Verborgenen: Urteile ohne Volkes Wissen<\/strong><br>\nWenn es rechtlichen &Auml;rger gibt, dann zieht man vor Gericht. Dort gibt man den Fall in die H&auml;nde unabh&auml;ngiger Richter, die nach Recht und Gesetz &uuml;ber den Fall beraten und entscheiden. So will es die demokratische Grundordnung und die Regel der Gewaltenteilung.<br>\nDass es international noch eine weitere Gerichtsbarkeit gibt, ist den meisten eher unbekannt. Denn diese Gerichtsbarkeit ist nicht f&uuml;r jedermann anzurufen und zu nutzen. Ihre Organe sind Schiedsgerichte, besetzt mit drei Juristen. Diese werden angerufen, wenn gro&szlig;e Konzerne ganze L&auml;nder beklagen wollen &ndash; jenseits der nationalen Gerichtsbarkeit und jenseits nationaler Kontrollen. Ihre Arbeit sei, so Kritiker, intransparent, ihre Urteile aber unwiderruflich und bindend&hellip;<br>\nKritiker sehen diese Gerichtsbarkeit skeptisch, so wie der V&ouml;lkerrechtler Prof. Markus Krajewski von der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg: &ldquo;Das Problem besteht darin, dass wir hier ausl&auml;ndische Unternehmen haben, die ein funktionierendes Rechtssystem umgehen k&ouml;nnen und sich auf diese Weise Vorteile verschaffen k&ouml;nnen, die andere nicht haben&rdquo;, so der Experte. &ldquo;Sie k&ouml;nnen Druck aus&uuml;ben auf politische Entscheidungen, die in einem ordentlichen Verfahren so nicht stattfinden k&ouml;nnten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama_3\/schiedsgerichte101.html\">NDR Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sondierung mit SPD: Seehofer akzeptiert 8,50 Euro Mindestlohn<\/strong><br>\nAls erster f&uuml;hrender Unionspolitiker kommt Horst Seehofer vor der dritten Sondierungsrunde der SPD beim Mindestlohn entgegen: Der CSU-Chef will einem Mindestlohn von 8,50 Euro zustimmen &ndash; daf&uuml;r verlangt er von den Genossen Gegenleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mindestlohn-seehofer-akzeptiert-8-50-euro-unter-bedingungen-a-928277.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Zu den Gegenleistungen geh&ouml;rt &bdquo;W&uuml;nschenswert w&auml;re immer, differenzieren zu k&ouml;nnen entweder nach Regionen oder Branchen&ldquo;. Damit wird klar, dass die Union einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn nach wie vor ablehnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitslose Ingenieure: &ldquo;Auch wer spezialisiert ist, kriegt nicht immer einen Job&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland klagt &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel. Und doch sind viele Ingenieure arbeitslos. Wie geht das zusammen? &ldquo;Mismatch&rdquo; geh&ouml;re zum Arbeitsmarkt, sagt &Ouml;konom Thomas Straubhaar. Im Interview spricht er &uuml;ber zu hohe Erwartungen und &uuml;ber Chancen in fachfremden Disziplinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/arbeitsmarkt-fuer-ingenieure-arbeitslos-trotz-fachkraeftemangel-a-927750.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Es ist doch sch&ouml;n, dass die neoliberalen Apologeten f&uuml;r alles eine Ausrede finden. Die Frage ist allerdings wie man &ldquo;Mismatch&rdquo; definiert? F&uuml;r viele Unternehmen besteht Fachkr&auml;ftemangel ja bereits, wenn sich um eine Stelle nicht gleich 50 oder mehr Bewerber raufen und man die Konditionen nicht nach belieben nach unten dr&uuml;cken kann. Und was meint Straubhaar mit &ldquo;zu hohe Erwartungen&rdquo;? Ist die Erwartung f&uuml;r seine Arbeit auch anst&auml;ndig bezahlt zu werden schon zu hoch?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krank in der Leistungsgesellschaft: Wie der Kapitalismus den Stress privatisiert<\/strong><br>\nWer tr&auml;gt die Kosten, wenn das Wirtschaftssystem krank macht? In seinem Essay &ldquo;Kapitalistischer Realismus&rdquo; fordert der britische Wissenschaftler Mark Fisher: Die Gewerkschaften m&uuml;ssen die politische Dimension von Burnout und Depression erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/mark-fisher-kapitalistischer-realismus-ohne-alternative-a-928145.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Tarifautonomie br&ouml;ckelt seit Jahren<\/strong><br>\nAlle Parteien versprechen den Mindestlohn. Mal gesetzlich, mal branchenbezogen und von Tarifparteien ausgehandelt. Beschworen wird aber auch die Tarifautonomie. Doch die br&ouml;ckelt seit Jahren. Das beobachtet Dr. Reinhard Bispink.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sr-mediathek.sr-online.de\/index.php?seite=7&amp;id=20938\">SR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>H&ouml;here Produktivit&auml;t und mehr Innovationen auf regulierten Arbeitsm&auml;rkten<\/strong><br>\nEine Deregulierung des Arbeitsmarktes soll aus Sicht angebotsorientierter &Ouml;konomen das Wirtschaftswachstum beschleunigen. Die Empirie spricht nicht daf&uuml;r, dass dies funktioniert. Der Grund: Hire and fire statt stabiler Jobs bremst Innovationen, zeigt eine aktuelle Untersuchung.<br>\nDie weniger regulierten Arbeitsm&auml;rkte der angels&auml;chsischen L&auml;nder wurden in Deutschland lange als Vorbild gepriesen und stehen nun Modell f&uuml;r sogenannte &ldquo;Strukturreformen&rdquo; in S&uuml;deuropa. Dahinter steht die Vorstellungswelt der neoklassischen &Ouml;konomie: Je geringer die Bedeutung von Arbeitsschutzgesetzen, K&uuml;ndigungsschutz sowie zentral statt individuell ausgehandelten L&ouml;hnen, desto weniger vermeintliche &ldquo;St&ouml;rfaktoren&rdquo; bringen die Wirtschaft aus dem Gleichgewicht. Ist diese Theorie in der Praxis haltbar? Das hat Prof. Dr. Alfred Kleinknecht, Wirtschaftsprofessor an der Universit&auml;t Delft und Senior Fellow am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, mit einigen Forscherkollegen untersucht. Das Ergebnis: &Ouml;konomien mit unterschiedlich organisierten Arbeitsm&auml;rkten haben sich in der Vergangenheit durchaus unterschiedlich entwickelt. Aber weniger Regeln bedeuten weder mehr Wachstum noch weniger Arbeitslosigkeit&hellip;\n<ul>\n<li>In puncto Wirtschaftswachstum gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen liberalen und koordinierten Marktwirtschaften.<\/li>\n<li>Die Reall&ouml;hne stiegen in Kontinentaleuropa schneller als in angels&auml;chsisch gepr&auml;gten L&auml;ndern.<\/li>\n<li>Die Zahl der Arbeitsstunden nahm dagegen in den liberalen L&auml;ndern deutlich zu, w&auml;hrend sie im &ldquo;alten Europa&rdquo; stagnierte.<\/li>\n<li>Die Arbeitsproduktivit&auml;t wuchs in L&auml;ndern wie Deutschland, Frankreich und Italien deutlich schneller. Offenbar, so die Forscher, produzieren beide Modelle in etwa die gleiche Wirtschaftleistung, das liberale ben&ouml;tigt dazu wegen des geringeren Wachstums der Produktivit&auml;t jedoch mehr &ndash; und schlechter bezahlte &ndash; Arbeitsstunden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gibt es in den liberalen Marktwirtschaften wegen des h&ouml;heren Arbeitsaufwands zumindest weniger Erwerbslose? Empirisch best&auml;tigt sich diese Vermutung nicht: Kleinknecht und seine Koautoren haben die durchschnittlichen Arbeitslosenquoten der Jahre 1970 bis 2010 berechnet und kommen f&uuml;r die USA, Gro&szlig;britannien, Kanada und Australien auf 6,9 Prozent. Die Vergleichsgruppe mit L&auml;ndern wie Deutschland, Frankreich und Italien lag mit 6,3 Prozent knapp darunter&hellip;<br>\nDas alte Europa: Innovativ dank sicherer Arbeitspl&auml;tze. Dass Kontinentaleuropa bei Wachstum und Besch&auml;ftigung trotz h&ouml;herer L&ouml;hne und k&uuml;rzerer Arbeitszeiten mith&auml;lt, kann die neoklassische Theorie nicht erkl&auml;ren. Es gibt aber andere Ans&auml;tze: Zentral ist den Wissenschaftlern zufolge das Thema Innovation. Eine routinierte, st&auml;ndige Verbesserung von Produkten und Arbeitsabl&auml;ufen sei in einem Wirtschaftsmodell mit stabilen Arbeitsbeziehungen besser zu organisieren als unter einem Hire-and-fire-Regime&hellip;<br>\nEntsprechend warnen die Forscher: &ldquo;Die Deregulierung von Arbeitsm&auml;rkten hat ihren Preis.&rdquo; Es sei nicht beides zugleich zu haben: hochproduktive Betriebe und billige, stets austauschbare Arbeitskr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/Sites\/A\/Online-Archiv\/11659\">Alfred Kleinknecht u.a.: Schadet die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts der Innovation?, in: WSI-Mitteilungen 4\/2013 [PDF &ndash; 289 KB]<\/a> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131017_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=43392&amp;chunk=1\">B&ouml;ckler Impuls 11\/2013<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arm, arbeitslos und unpolitisch <\/strong><br>\nDie Ungleichheit in der politischen Beteiligung nimmt in Deutschland leicht zu &ndash; Soziale Herkunft pr&auml;gt politische Teilhabe<br>\nMenschen mit niedrigem Einkommen und Arbeitslose sind hierzulande politisch weniger interessiert und engagiert als andere. Dieser Zusammenhang hat sich seit den 90er Jahren tendenziell verst&auml;rkt. Im europ&auml;ischen Vergleich sind in Deutschland die Unterschiede in der politischen Beteiligung der verschiedenen sozialen Gruppen relativ stark ausgepr&auml;gt. So lauten die zentralen Ergebnisse einer im Wochenbericht des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ver&ouml;ffentlichten Studie auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.429572.de\">DIW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.429663.de\">DIW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hunger mit System<\/strong><br>\nWar da was? Wenn wieder einmal eine Hungersnot eine Region in Afrika oder Asien ersch&uuml;ttert, schauen wir betroffen die Bilder in der Zeitung und im Fernsehen an, spenden vielleicht ein paar Euro &ndash; und gehen zur Tagesordnung &uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/politik\/leitartikel-hunger-mit-system-1.3217719\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Guillaume Duval[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]: Deutschland ist ein Huhn, das nach seinen Eiern sucht<\/strong><br>\nEs ist viel von deutscher F&uuml;hrung in Europa die Rede, in Wahrheit aber fehlt es gerade an F&uuml;hrung. Deutschland ist de facto eine wirtschaftliche F&uuml;hrungsrolle zugefallen, mit der es auf politischer Ebene nicht das Geringste anzufangen wei&szlig;. Deutschland ist ein Huhn, das seine Eier sucht.<br>\nHinzu kommt die Besonderheit der Person Angela Merkels. Wir haben es mit einer geb&uuml;rtigen Ostdeutschen zu tun, die die europ&auml;ische Union im Alter von 35 Jahren entdeckt hat, die vorher nie einen Fu&szlig; nach Italien, Spanien oder Griechenland gesetzt hat und die diese L&auml;nder nur auf Staatsbesuchen und europ&auml;ischen Gipfeln kennengelernt hat. Nach meinem Eindruck hat sie im Grunde genommen keine Ahnung, was in Europa vor sich geht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/ragemag.fr\/guillaume-duval-lallemagne-est-une-poule-qui-aurait-trouve-un-couteau-31276\/\">RAGEMAG<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131017_deutschland_ist_ein_huhn.pdf\">&Uuml;bersetzung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung E.J.:<\/strong> Das Interview ist zwar schon  etwas &auml;lter, aber es ist sowohl als Inhaltsangabe des Buchs von Guillaume Duval &ldquo;Made in Germany &ndash; Le modele allemand au-dela des mythes&rdquo; als auch als zeitgeschichtliches Dokument zum aktuellen Zustand der deutsch-franz&ouml;sischen Beziehungen ein hochinteressanter Blick von unserem Nachbarland auf die deutsche Politik. Die Art und Weise, wie Duval am Ende des Interviews Zeichen f&uuml;r eine wiederbeginnende deutsch-franz&ouml;sische Ann&auml;herung herbeizuzitieren versucht, ist besch&auml;mend f&uuml;r den deutschen Umgang mit Frankreich und Europa.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Angeblich droht &bdquo;den&ldquo; Arbeitnehmer\/innen eine kr&auml;ftige Erh&ouml;hung der Sozialabgaben<\/strong><br>\n&ldquo;Deutlich h&ouml;here Sozialbeitr&auml;ge f&uuml;r Arbeitnehmer&rdquo; schlagzeilt am 10. Oktober die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;, und der Text beginnt so: &ldquo;Auf die Arbeitnehmer kommen 2014 deutlich h&ouml;here Sozialabgaben zu.&rdquo;&hellip;<br>\nIrgendwann ahnt dann der ver&auml;rgerte Leser, dass es um die allj&auml;hrliche Neufestsetzung der Bemessungsgrenzen in der gesetzlichen Sozialversicherung geht, die aber keineswegs &ldquo;die&rdquo; Arbeitnehmer und &ldquo;jeden&rdquo; Besch&auml;ftigten betrifft, sondern ausschlie&szlig;lich solche, die bisher &uuml;ber eine Bruttomonatseinkommen von mindestens 3937,50 Euro verf&uuml;gen.<br>\nEin Single mit einem Gehalt von 4000 Euro im Monat muss laut SZ demnach 44,64 Euro zus&auml;tzlich berappen &ndash; im Jahr, also geschlagene 3,72 Euro im Monat. Und das geht dann hinauf bis zu Leuten, die 5950 Euro im Monat bekommen: F&uuml;r die entsteht eine monatliche Mehrbelastung von 20,92 Euro, was aber schon das Maximum ist, das auch bei einem Monatsgehalt von 7000 oder 9000 Euro oder mehr anf&auml;llt. Weil die neue Grenze des Einkommens, f&uuml;r das Rentenversicherungsbeitr&auml;ge f&auml;llig werden, die &ldquo;Bemessungsgrenze&rdquo;, im n&auml;chsten Jahr in Westdeutschland eben bei 5950 Euro liegen soll (siehe Tabelle).<br>\nAber die Nachricht von den &ldquo;deutlich h&ouml;heren Sozialbeitr&auml;gen f&uuml;r Arbeitnehmer&rdquo; geht &ndash; unter Berufung auf den Text der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo; &ndash; durch die Republik und von anderen Medien teils wortgleich &uuml;bernommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erneuerbare Energie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehr billigen &Ouml;kostrom<\/strong><br>\nDer Ausbau erneuerbarer Energien sollte vom Staat st&auml;rker finanziert werden, fordert Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen.<br>\nWo ansetzen mit einer Reform?<br>\nKrawinkel: Bei Netzentgelten ist es eigentlich relativ einfach. Wir haben tausend Netzbetreiber, knapp tausend Netzbetreiber. Da sind nat&uuml;rlich noch sehr viele Effizienzen zu heben, wenn sich diese Unternehmen st&auml;rker zusammenschlie&szlig;en w&uuml;rden. Da gibt es zu wenig Druck aus der Regulierung. Dann ist nat&uuml;rlich nicht jeder Ausbau wirklich erforderlich. Alleine der Ausbau der Offshore-Netze in Nord- und Ostsee w&uuml;rden knapp 40 Milliarden Euro kosten. Das hei&szlig;t, da w&uuml;rden die Netzentgelte auch noch mal dramatisch ansteigen. Und da komme ich auch schon auf das EEG selbst. Da haben wir letztendlich auch zwei Probleme. Es sind die Altlasten, &uuml;ber 20 Milliarden inzwischen. Da sind viele Technologie-Entwicklungskosten dabei. Die geh&ouml;ren wie bei anderen Technologien im Energiebereich auch in den Staatshaushalt. Atomtechnologie, Kohletechnologie, das ist alles aus dem Staatshaushalt gef&ouml;rdert worden. Nur bei den Erneuerbaren muss es der Stromkunde direkt zahlen. Das w&auml;re durchaus m&ouml;glich, wenn ich entsprechende Fonds auflegen w&uuml;rde, die dann zumindest erst mal aus dem Haushalt zwischenfinanziert w&uuml;rden. Man kann sich dann &uuml;berlegen, inwieweit die Nutznie&szlig;er der Energiewende da ein St&uuml;ck weit zur Zahlung herangezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/2288140\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit der Demontage der Erneuerbaren!<\/strong><br>\nStreichung der Einspeiseverg&uuml;tung l&ouml;st Kostenproblem nicht, w&uuml;rgt aber Energiewende ab. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss Onshore-Wind und Photovoltaik f&ouml;rdern.<br>\nEs ist zunehmend absurd, dass die Strompreisfrage immer wieder mit der Forderung nach einer Reduzierung des Ausbaus der Erneuerbaren einhergeht. Die Strompreise spiegeln nicht die tats&auml;chlichen Kosten der Stromerzeugung wieder. W&uuml;rden die durch Kohlekraftwerke verursachten Klimasch&auml;den oder die Kosten der Endlagerung hochradioaktiven M&uuml;lls miteinflie&szlig;en, w&uuml;rde deutlich werden, wie viel g&uuml;nstiger der Einsatz der erneuerbaren Energien f&uuml;r die deutsche Volkswirtschaft ist.<br>\nWichtig wird es zuk&uuml;nftig sein, die verbrauchsnahe Stromerzeugung zu f&ouml;rdern und klare &ouml;kologische Leitplanken wie den Schutz der Natur beim Ausbau der Windkraft zu setzen.&rdquo;<br>\nUm die Strompreise kurzfristig zu reduzieren und die Verbraucher zu entlasten, muss der durch die Erneuerbaren gesunkene Strompreis an der B&ouml;rse von den Stromkonzernen an die privaten Haushalte weitergegeben und endlich ungerechtfertigte Privilegien f&uuml;r die Industrie abgebaut werden. &ldquo;Es ist zutiefst ungerecht, dass die Belastung eines Privathaushalts durch die Industriesubventionen in 2014 nochmals auf inzwischen 80 Euro im Jahr ansteigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bund.net\/index.php?id=18836\">BUND<\/a><\/li>\n<li><strong>EEG-Umlage kein Preisschild f&uuml;r die Energiewende<\/strong><br>\nBerlin, 15. Oktober 2013: Der heute ver&ouml;ffentlichte Anstieg der EEG-Umlage auf 6,24 Cent\/kWh f&uuml;r 2014 geht nur zu einem geringen Teil auf den Zubau von Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie (EE) zur&uuml;ck. Der Ausbau hat nur einen Anteil von 15 % oder 0,15 Cent\/kWh an dem Anstieg der EEG-Umlage von insgesamt knapp 1 Cent\/kWh, erkl&auml;rt Dr. Hermann Falk, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).  Die reinen Finanzierungskosten f&uuml;r EE-Anlagen machen auch an der gestiegenen EEG-Umlage 2014 nur 2,54 Cent\/kWh von 6,24 Cent\/kWh aus. &bdquo;Die EEG-Umlage ist also schon lange kein Preisschild mehr f&uuml;r den Ausbau der Erneuerbaren Energien&ldquo;, sagt Falk.<br>\nIn der aktuellen Diskussion um die EEG-Umlage ist zu beachten: Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil an der Steigerung der Umlage haben der R&uuml;ckgang des Strompreises an der B&ouml;rse und die zus&auml;tzlichen Ausnahmeregelungen f&uuml;r Unternehmen mit 36 % bzw. 33 %. Von den fallenden Preisen an der Stromb&ouml;rse profitieren &ndash; anders als h&auml;ufig dargestellt &ndash; viele Unternehmen ganz direkt durch den g&uuml;nstigen Einkauf ihres Stroms. F&uuml;r die Erneuerbaren ist die Berechnungsweise der EEG-Umlage dagegen ein Problem: Dadurch dass sie an der B&ouml;rse die Preise senken, w&auml;chst die Differenz zwischen der gezahlten EEG-Verg&uuml;tung f&uuml;r gr&uuml;nen Strom und den mit diesem Strom an der B&ouml;rse erzielten Einnahmen. Damit steigt automatisch die Umlage, die diese L&uuml;cke schlie&szlig;en muss. &bdquo;Das hei&szlig;t: Die Erneuerbaren senken die Strompreise und werden gleichzeitig durch die mangelhafte Berechnungsmethode der Umlage Opfer ihres eigenen Erfolgs&ldquo;, so Falk. Dieser Faktor macht 2014 insgesamt 1,47 Cent\/kWh innerhalb der EEG-Umlage aus &ndash; ein Anstieg von 0,37 Cent\/kWh gegen&uuml;ber 2013.<br>\nDie Entlastung von Industrieunternehmen wird im kommenden Jahr f&uuml;r die &uuml;brigen Verbraucher mit 1,26 Cent\/kWh zu Buche schlagen. Das sind 0,34 Cent\/kWh mehr als in diesem Jahr. Eigentlich war die Besondere Ausgleichsregelung im EEG zum Schutz stromintensiver Unternehmen im internationalen Wettbewerb eingef&uuml;hrt worden. Die Zahl der beg&uuml;nstigten Betriebe ist aber von 603 im Jahr 2011 auf 1691 in diesem Jahr gestiegen und wird bis zu 2300 Betriebe im kommenden Jahr umfassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bee-ev.de\/3:1524\/Meldungen\/2013\/EEG-Umlage-kein-Preisschild-fuer-die-Energiewende.html\">Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Quandt-Gro&szlig;spende f&uuml;r die CDU<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kritik an Quandt-Gro&szlig;spende f&uuml;r CDU &ndash; Transparency International fordert Obergrenze von 50.000 Euro<\/strong><br>\nTransparency International-Vorsitzende M&uuml;ller pl&auml;dierte auch daf&uuml;r, die H&ouml;he der Parteispenden zu begrenzen. Ein Konzern solle pro Jahr maximal 50.000 Euro an eine Partei spenden d&uuml;rfen. Das w&uuml;rde &ldquo;den besonders finanzkr&auml;ftigen Lobbyinteressen&rdquo; ein wenig die Einflussm&ouml;glichkeit erschweren, sagte M&uuml;ller in der Mitteldeutschen Zeitung. Zuvor hatte bereits die Organisation LobbyControl eine Obergrenze f&uuml;r Parteispenden von 50.000 Euro je Person und Jahr gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kritik-an-quandt-grossspende-fuer-cdu-transparency-international-fordert-obergrenze-von-euro-1.1795850\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Details: Quandts wollten Spenden aus dem Wahlkampf heraushalten<\/strong><br>\nDie BMW-Gro&szlig;aktion&auml;re Quandt\/Klatten haben bewusst ihre Spende aus dem Wahlkampf herausgehalten. Das best&auml;tigte gestern ein Sprecher der Familie Quandt gegen&uuml;ber dem Handelsblatt. Au&szlig;erdem wurde bekannt, dass die CDU die Zusage zu der Spende bereits im Fr&uuml;hjahr erhalten hatte&hellip;<br>\nDie Familie Quandt hat damit den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern bewusst Informationen vorenthalten, die diesen nach dem Parteiengesetz eigentlich zustehen.<br>\nAuch der Zeitpunkt der Spendenank&uuml;ndigung bleibt hinsichtlich der Neuregelung der europ&auml;ischen Abgasnorm brisant. Denn die politische Diskussion &uuml;ber die Neubestimmung der CO2-Grenzwerte lief l&auml;nger. Im Juni lie&szlig; Deutschland die Abstimmung das erste Mal platzen. Das Fr&uuml;hjahr war also gerade die hei&szlig;e Phase, in der die Position der Bundesregierung zur Neuregelung der EU-Abgasnorm diskutiert wurde.<br>\nBereits im November 2011 und Dezember 2012 nahm Susanne Klatten an zwei Gespr&auml;chsrunden mit der Kanzlerin teil &ndash; wie aus einer k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/10\/neue-entwicklungen-zur-quandtklatten-grossspende\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Primark &ndash; Mode zum Wegwerfen<\/strong><br>\nEin T-Shirt f&uuml;r zwei Euro, eine Hose f&uuml;r elf Euro. Viele Fummel werden aufgrund ihres Spottpreises nicht einmal anprobiert, geschweige denn sp&auml;ter gewaschen. Kaufen, anziehen, wegwerfen. Auf dem Internetportal Youtube tummeln sich begeisterte Teenies mit Videos &uuml;ber ihre Einkaufsbeutez&uuml;ge, genannt &bdquo;PRIMARK-Hauls&ldquo;.<br>\nZDFzoom fragt: Wie kann PRIMARK so billig sein? Wenn ein T-Shirt nur zwei Euro kostet, dann muss irgendwo auf der Welt jemand den Preis daf&uuml;r zahlen, sprich: f&uuml;r sehr wenig Geld sehr viel arbeiten. ZDFzoom macht sich auf die Suche: Laut Firmenangaben l&auml;sst PRIMARK unter anderem in Bangladesch produzieren, in rund 100 Fabriken. Als eine von vielen Textilketten lie&szlig; PRIMARK auch im Rana-Plaza-Geb&auml;ude in der N&auml;he der Hauptstadt Dhaka fertigen. Im April 2013 st&uuml;rzte das Geb&auml;ude ein. Mehr als 1100 Menschen verloren ihr Leben, gr&ouml;&szlig;tenteils Textilarbeiterinnen.<br>\nImmer wieder klagen Kunden &uuml;ber einen unangenehmen &bdquo;giftigen&ldquo; Geruch in den PRIMARK-Gesch&auml;ften. ZDFzoom forscht nach: Woher kommt der penetrante Geruch? Ist die Raumluft durch Schadstoffe aus den Textilien belastet?<br>\nIn Internet-Foren finden sich immer wieder Berichte von PRIMARK-Kunden &uuml;ber Hautprobleme und allergische Reaktionen. Welche gesundheitlichen Risiken sind mit dem Tragen der Billigmode verbunden &ndash; zumal junge Leute vieles ungewaschen anziehen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFzoom\/Mode-zum-Wegwerfen-30192666.html\">zdf<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es wurde bereits an anderer Stelle erw&auml;hnt, ein wesentliches Moment der neoliberalen Ideologie ist die Verschleierung der Herkunft von Reichtum und die Verschleierung der Tatsache, dass dieser letztendlich auf Ausbeutung basiert. Die Reportage &uuml;ber die Billigklamottenmarke Primark beweist dies erneut. W&auml;hrend die Kleidung dieser Marke unter anderem in Bangladesh unter katastrophalen Arbeitsbedingungen hergestellt wird, haben etwa die europ&auml;ischen Mitarbeiter in den L&auml;den der Kette ebenfalls nichts zu lachen. Dass die Familie Weston, die &uuml;ber den britischen Lebensmittelkonzerns Associated British Foods, Primark kontrolliert, eine der reichsten Familien Gro&szlig;britanniens ist, muss man fast schon nicht mehr explizit erw&auml;hnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA: Forschung auf Eis<\/strong><br>\nDie Haushaltskrise in den USA legt immer mehr Wissenschaftsprojekte lahm<br>\nDie Freiheitsstatue ist wieder f&uuml;r Besucher ge&ouml;ffnet, manche Nationalparks in den USA haben wieder den Betrieb aufgenommen. Aber wer glaubt, die  Ausgabensperre im &ouml;ffentlichen Dienst der USA sei nur halb so schlimm, t&auml;uscht sich. F&uuml;r die Forschung hat der sogenannte Government Shutdown immer dramatischere Folgen.<br>\nWissenschaftsjournalist Thomas Reintjes beobachtet von New York aus, wie die amerikanische Wissenschaft von der Zwangsbeurlaubung betroffen ist. Im Gespr&auml;ch mit Ralf Krauter beschreibt er die Probleme der Forscher in den Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/2288566\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vergessener Whistleblower<\/strong><br>\nEin f&uuml;r Ende dieser Woche anberaumtes antifaschistisches Symposium w&uuml;rdigt den Widerstand des j&uuml;dischen Atomphysikers L&eacute;on Gruenbaum gegen einen bis heute vom Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie (KIT) als &ldquo;Ehrensenator&rdquo; gef&uuml;hrten NS-T&auml;ter. Der in Rede stehende ehemalige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Kernforschungszentrums Karlsruhe, Rudolf Greifeld, wurde von Gruenbaum bereits Anfang der 1970er Jahre enttarnt. Dem j&uuml;dischen Physiker gelang der Nachweis, dass Greifeld w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs an antisemitischen Ma&szlig;nahmen im von deutschen Truppen besetzten Paris beteiligt war. Gr&uuml;nbaums Recherchen f&uuml;hrten zudem auf die Spur eines weiteren hochrangigen NS-Verbrechers: Waldemar Ernst, von 1940 bis 1942 Chef des Polizeireferats im Stab des deutschen Milit&auml;rbefehlshabers in Frankreich, ordnete unter anderem die Festnahme der ersten tausend franz&ouml;sischen Juden an &ndash; zwecks Deportation in die NS-Vernichtungslager. Insgesamt geb&uuml;hrt Gruenbaum das Verdienst, fr&uuml;hzeitig auf das Engagement zahlreicher f&uuml;hrender Naziaktivisten in der bundesrepublikanischen Nuklearwissenschaft und -wirtschaft hingewiesen zu haben; Folgen hatte dies allerdings nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58713\">german-foreign-policy.com<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ungeliebter Aufkl&auml;rer<\/strong><br>\nDer j&uuml;dische Physiker L&eacute;on Gruenbaum enth&uuml;llte die Nazivergangenheit westdeutscher Atommanager. Gedankt wurde es ihm nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-16\/005.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Zu diesem Kontext ist ebenfalls der Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=19564\">Deutsche Banken finanzieren Atomwaffen-Herstellung &ndash; eine grunds&auml;tzliche Antwort Kriegsordnung &uuml;berwinden!<\/a>&ldquo; von Relevanz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kontext Wochenzeitung<\/strong><br>\n&Uuml;berblick &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/133\/eine-kette-macht-geschichte-1787.html\">vergangenen und zuk&uuml;nftige Ketten<\/a>:\n<p>Ein <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/133\/30-jahre-hand-in-hand-1786.html\">Interview mit Friedensforscher Wolfgang Sternstein<\/a>.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem noch einen <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/133\/die-freud-ist-kurz-der-schmerz-ist-lang-1790.html\">Essay zum Thema Verfassungsschutz<\/a> von Udo Kau&szlig;, dem Vorsitzenden der Humanistischen Union Baden-W&uuml;rttemberg.<\/p>\n<p>Die ganze Ausgabe gibt es <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/index.php?id=1\">hier<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Studierende als Investitionsobjekte<\/strong><br>\nMit der Studentenaktie schreitet die Schweiz bei der Etablierung neofeudaler Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnisse im Bildungswesen munter voran<br>\nEs geh&ouml;rt inzwischen zum guten Ton in der Arbeitswelt, offen und affirmativ mit dem Warencharakter des eigenen Arbeitsverm&ouml;gens umzugehen. Viele Lohnabh&auml;ngige &ndash; insbesondere in der Mitteklasse &ndash; sehen sich ohne jedwede Illusionen tats&auml;chlich als Warensubjekte, als Ich-AGs oder als Humankapital, das nur noch nach der Realisierung eines m&ouml;glichst guten Marktpreises zu streben habe. Diese illusionslose und offene Zurichtung des Menschen zur Ware, die gerade in Reaktion auf die gegenw&auml;rtige kapitalistische Systemkrise forciert wurde, geht mit einer F&uuml;lle Orwellscher Strategien der &ldquo;Selbstoptimierung&rdquo; einher, die auf die Hebung des Leistungsverm&ouml;gens wie auch der &ldquo;Soft Skills&rdquo; der zu &ldquo;Unternehmern ihrer selbst&rdquo; mutierten Lohnabh&auml;ngigen abzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40105\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nachtrag zu unserem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18938#h12\">gestrigen Hinweis Nr. 12 c<\/a><\/strong><br>\nUnser Leser Pfarrer Sascha Michalak schreibt,\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Liebe Redaktion der NachDenkSeiten,<\/em><br>\n<em>bez&uuml;glich der bei euch popul&auml;r abgebildeten Grafik und dem aktuellen Get&ouml;se um das sogenannte &bdquo;Violettbuch Kirchenfinanzen&ldquo; scheinen mir einige Anmerkungen angebracht, die das ganze ins rechte Licht r&uuml;cken. Als jemand der selbst f&uuml;r die evangelische Kirche arbeitet und der Organisation selbst gegen&uuml;ber durchaus auch kritisch ist, &auml;rgert mich besonders unreflektierte und ungerechtfertigte Kritik. Und um diese scheint es sich bei der Anmerkungen vom 16.10. mit der &Uuml;bernahme des Schaubildes zu handeln.<\/em><br>\n<em>Ich m&ouml;chte zun&auml;chst die einzelnen Punkte kommentieren, wo ich es f&uuml;r n&ouml;tig gebracht habe. Fast 20 Milliarden Zusch&uuml;sse von Seiten des Staates an die Kirchen h&ouml;rt sich gewaltig an. Aber sehen wir uns doch einmal einfach an, worin dieses &bdquo;Staatsgeld&ldquo; besteht und wof&uuml;r es konkret verwendet wird.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131017_anmerkungen_zum_hinweis_des_tages_12c_vom_16-10-2013.pdf\">Anmerkung [PDF &ndash; 44.7 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Es gibt vieles an den Kirchen zu kritisieren, was allerdings nicht hei&szlig;t, dass man die gesellschaftlichen Leistungen der Kirchen leugnen muss. Pfarrer Michalak zeigt viele dieser Leistungen auf, auch wenn man nicht alles so sehen muss, wie er.<\/em><br>\n<em>Ich sehe z.B. die Trennung von Staat und Kirche als demokratische Errungenschaft, die allerdings in Deutschland noch nicht erfolgt ist. Er nennt die USA als Beispiel daf&uuml;r, wie diese Trennung Extremisten f&ouml;rdert. Es ist aber anzumerken, dass diese Trennung in den USA seit Anfang an existiert, die fundamentalistischen Extremisten im heutigen Ausma&szlig; aber erst seit etwa drei&szlig;ig Jahren.<\/em><br>\n<em>Dazu muss man anmerken, dass der Vergleich zwischen den amerikanischen Fundamentalisten und der Sekte &bdquo;Zw&ouml;lf St&auml;mme&ldquo; ziemlich &uuml;bertrieben ist. Dass 25 Prozent der Bev&ouml;lkerung fundamentalistische Tendenzen hat, mal mehr, mal weniger, d&uuml;rfte in etwa stimmen. Dass diese Menschen &bdquo;radikale christliche Spinner sind, gegen die die Sekte der 12 St&auml;mme noch harmlos ist&ldquo; trifft auf die gro&szlig;e Mehrheit dieser Menschen doch nicht zu.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Guillaume Duval ist Chefredakteur der Alternatives &Eacute;conomiques in Frankreich und Autor des Buches &bdquo;Made in Germany&ldquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18956","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18956"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18956\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18960,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18956\/revisions\/18960"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}