{"id":18974,"date":"2013-10-18T09:21:10","date_gmt":"2013-10-18T07:21:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18974"},"modified":"2019-02-15T12:27:57","modified_gmt":"2019-02-15T11:27:57","slug":"wird-die-spd-aus-fehlern-lernen-ein-rueckblick-auf-die-grosse-koalition-von-2005-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18974","title":{"rendered":"Wird die SPD aus Fehlern lernen? \u2013 Ein R\u00fcckblick auf die Gro\u00dfe Koalition von 2005 &#8211; 2009"},"content":{"rendered":"<p>Nach der dritten Sondierungsrunde zwischen CDU\/CSU und SPD hat sich die Verhandlungsgruppe der Sozialdemokraten einstimmig entschlossen, dem SPD-Parteikonvent am Sonntag die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorzuschlagen. Es m&uuml;sste schon ein Wunder geschehen, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18914\">wenn der &bdquo;kleine Parteitag&ldquo; diesem Vorschlag nicht folgen w&uuml;rde<\/a>.<br>\nAlbrecht M&uuml;ller hat darauf hingewiesen, dass man mit der Feststellung, dass eine linke Koalition keine Chance habe, das Denken nicht einstellen d&uuml;rfe und eine Gro&szlig;e Koalition, wie etwa auch die von 1966 bis 1969, daran gemessen werden m&uuml;sse, welche wichtigen Programmpunkte die SPD zus&auml;tzlich zum Mindestlohn vor allem auf dem Gebiet der Sozial- und Steuerpolitik in einem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18907\">Koalitionsvertrag verankern kann<\/a>.<br>\nDer Parteikonvent am Wochenende und danach die Mitglieder der SPD bei ihrem Votum &uuml;ber den ausgehandelten Koalitionsvertrag m&uuml;ssten eigentlich aus den ausgesprochen negativen Erfahrungen in der letzten Gro&szlig;en Koalition von 2005 bis 2009 gelernt haben. Sie sollten sich deshalb die Fehler, die die Sozialdemokraten damals in der Regierung gemacht und die zum Niedergang der SPD gef&uuml;hrt haben, vor ihrer Abstimmung noch einmal in Erinnerung rufen. Der Parteikonvent m&uuml;sste der SPD-Verhandlungsgruppe f&uuml;r die Koalitionsgespr&auml;che einen klaren Auftrag auf den Weg geben, den damaligen sozial- und steuerpolitischen Schaden wieder gut zu machen, der bis zur Bundestagswahl im September nachwirkte und wesentliche Ursache f&uuml;r das abermals schlechte Abschneiden der SPD war. Als Ansto&szlig;, aus gemachten Fehlern die Lehren zu ziehen, bieten wir den Delegierten und den Mitgliedern der SPD einen <strong>R&uuml;ckblick auf die Regierungspolitik der letzten Gro&szlig;en Koalition<\/strong> von <strong>Christoph Butterwegge<\/strong> an.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Gro&szlig;z&uuml;gig und kleinkariert<\/strong><br>\nR&uuml;ckblick auf die Regierungspolitik der letzten CDU\/CSU\/SPD-Koalition (2005-2009)<br>\nVon <strong>Christoph Butterwegge<\/strong><\/p><p>Nach den Sondierungsgespr&auml;chen der Unionsparteien mit den B&uuml;ndnisgr&uuml;nen und der SPD scheint eine Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition, wie es sie zuletzt von 2005 bis 2009 gab, ins Haus zu stehen. F&uuml;r die &bdquo;kleinen Leute&ldquo; und den Wohlfahrtsstaat verhei&szlig;t diese Konstellation nichts Gutes. Denn eine kritische Bilanz der Regierungspraxis zeigt, dass die letzte CDU\/CSU\/SPD-Koalition sozialpolitisch weitgehend R&uuml;ckschritt bedeutete, Stagnation auf manch anderen Gebieten mit sich brachte und zur Resignation vor allem vieler junger Menschen beigetragen hat, die von ihr gesellschaftliche Ver&auml;nderungen erhofften. Erinnert sei nur an die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre, die F&ouml;deralismusreform und die Verankerung der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; im Grundgesetz.<\/p><p><strong>&bdquo;Nachbesserungen&ldquo; von Hartz IV<\/strong><\/p><p>Die am 18. November 2005 geschlossene zweite Gro&szlig;e Koalition unter der neuen Bundeskanzlerin Angela Merkel kn&uuml;pfte fast bruchlos an die &bdquo;Agenda&ldquo;-Politik ihrer rot-gr&uuml;nen Amtsvorg&auml;ngerin unter Gerhard Schr&ouml;der an. Das als &bdquo;Hartz IV&ldquo; bekannt gewordene <em>Vierte Gesetz f&uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt<\/em> wurde durch zwei <em>SGB-II-&Auml;nderungsgesetze<\/em> und das <em>Hartz-IV-Fortentwicklungsgesetz<\/em> noch versch&auml;rft. Zwar gab es auch einzelne Verbesserungen f&uuml;r Langzeitarbeitslose (z.B. die Angleichung der Regels&auml;tze in Ost- und Westdeutschland), prim&auml;r bezweckten die &bdquo;Korrekturen&ldquo; an der rot-gr&uuml;nen Arbeitsmarktreform jedoch eine K&uuml;rzung des Leistungsumfangs und eine Ausweitung der Kontrollma&szlig;nahmen.<\/p><p>So wurden Heranwachsende und junge Erwachsene, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, zur Bedarfsgemeinschaft ihrer Eltern gerechnet und der Regelsatzbedarf f&uuml;r sie vom 1. April 2006 an auf 80 Prozent reduziert. Wenn die jungen Menschen einen eigenen Hausstand gr&uuml;nden wollen, m&uuml;ssen sie nunmehr vorher die Zustimmung des kommunalen Leistungstr&auml;gers einholen. Ziehen sie ohne dessen Einwilligung bei ihren Eltern aus, erhalten sie bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gleichfalls nur 80 Prozent der Regelleistung. Heranwachsende und junge Erwachsene wieder in der Abh&auml;ngigkeit von ihren Eltern zu belassen und ihnen per Mittelentzug die M&ouml;glichkeit der Gr&uuml;ndung eines eigenen Hausstandes zu nehmen, ist einer so wohlhabenden und hoch individualisierten Gesellschaft, die im Zeichen der Globalisierung berufliche Flexibilit&auml;t und geografische Mobilit&auml;t von ihren Mitgliedern verlangt, unw&uuml;rdig.<\/p><p>Bei ehe&auml;hnlichen Gemeinschaften wurde die Beweislast umgekehrt: Musste vorher der Leistungstr&auml;ger nachweisen, dass eine solche bestand, wenn der Antragsteller und eine weitere Person l&auml;nger als zw&ouml;lf Monate in einer Wohnung zusammen lebten, muss dieser seither im Zweifelsfall den Verdacht widerlegen, dass es sich bei ihm und dem Mitbewohner bzw. der Mitbewohnerin um eine Bedarfsgemeinschaft handelt. Fl&auml;chendeckend pr&uuml;ft ein Au&szlig;endienst, ob die Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind, um Missbrauch vorbeugen oder begegnen. Zum selben Zweck kann die Agentur f&uuml;r Arbeit nunmehr Daten aus dem Kraftfahrzeugbundesamt, dem Melderegister und dem Ausl&auml;nderzentralregister abrufen.<\/p><p>Erstantragstellern soll ein Job oder eine Fortbildung angeboten werden, um ihre Arbeitswilligkeit zu testen. Dabei stand die Abschreckungswirkung solcher Ma&szlig;nahmen und nicht etwa das Bem&uuml;hen im Vordergrund, den Betreffenden eine sinnvolle Arbeitsstelle zu verschaffen. Lehnt ein Antragsteller das Angebot ab oder verletzt er drei Mal seine Mitwirkungspflicht w&auml;hrend eines Jahres, droht ihm seit dem 1. Januar 2007 ein vollst&auml;ndiger Leistungsentzug. Bei Personen unter 25 Jahren erstreckt sich diese Sanktion im Fall einer wiederholten Pflichtverletzung sogar auf die Kosten von Unterkunft und Heizung. W&auml;hrend sich dadurch die Jugendarmut erh&ouml;ht haben d&uuml;rfte, vermehrte eine andere Neuregelung die materielle Not von l&auml;nger Erwerbslosen im Alter: Der f&uuml;r Alg-II-Empf&auml;nger abzuf&uuml;hrende Rentenversicherungsbeitrag sank von 78 auf 40 Euro pro Monat, was pro Jahr der Arbeitslosigkeit eine blo&szlig; noch um 2,09 Euro h&ouml;here Altersrente ergab.<\/p><p><strong>Entsendegesetz und Mindestarbeitsbedingungsgesetz statt Mindestlohn<\/strong><\/p><p>Um das durch die sog. Hartz-Gesetze erleichterte Lohndumping einzud&auml;mmen, wurde der Geltungsbereich des bisher vor allem in der Bauindustrie wirksamen <em>Arbeitnehmer-Entsendegesetzes<\/em> auf die Geb&auml;udereinigungsbranche ausgedehnt. Dagegen lehnten CDU und CSU die Einbeziehung des perspektivisch weitaus wichtigeren Zeitarbeitssektors ab. Nach z&auml;hem Ringen mit der Union, privaten Postdienstleistern wie TNT oder PIN AG und daran beteiligten Zeitungsverlegern wie der Axel Springer AG gelang es der SPD im Dezember 2007 zwar, einen Mindestlohn f&uuml;r Briefzusteller\/innen durchzusetzen. Der von Bundesarbeitsminister M&uuml;ntefering und seinem Amtsnachfolger Olaf Scholz im z&auml;hen Ringen mit dem Koalitionspartner eingeschlagene Weg, nach entsprechenden Novellierungen &uuml;ber das <em>Arbeitnehmer-Entsendegesetz<\/em> und das fr&uuml;her nie angewendete <em>Mindestarbeitsbedingungsgesetz<\/em> f&uuml;r immer mehr Branchen sukzessive Lohnuntergrenzen festzulegen, ist aufgrund der geringen Nachfrage auf der Arbeitgeberseite jedoch als gescheitert anzusehen. Bis zum Ende der von CDU, CSU und SPD vereinbarten Meldefrist (31. M&auml;rz 2008) hatten nur der Zeit- bzw. Leiharbeitssektor, das Wach- und Sicherheitsgewerbe sowie einige Nischenbranchen, aber nicht &ndash; wie von der SPD erhofft &ndash; Branchen wie der Einzelhandel, die Gastronomie und die Landwirtschaft ihr Interesse an der Aufnahme ins <em>Entsendegesetz<\/em> bekundet.<\/p><p>Die ausgesprochen wichtige Zeit- bzw. Leiharbeit wurde nicht in das Entsendegesetz aufgenommen, weil sich die Union sogar weigerte, den niedrigsten, von einer &bdquo;christlichen Gewerkschaft&ldquo; ausgehandelten Tariflohn der Branche f&uuml;r allgemein verbindlich zu erkl&auml;ren. Stattdessen sollte eine Lohnuntergrenze f&uuml;r Leiharbeiter\/innen im <em>Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz<\/em> verhindern, dass deren L&ouml;hne zu stark von den Tarifl&ouml;hnen der Stammbelegschaften abweichen. F&uuml;r diesen Kompromiss mit der Union verzichtete die SPD im Januar 2009 bei den Verhandlungen &uuml;ber das &bdquo;Konjunkturpaket II&ldquo; auf eine zun&auml;chst von ihr geforderte Erh&ouml;hung der &bdquo;Reichensteuer&ldquo;, die eigentlich mit zu dessen Finanzierung beitragen sollte.<\/p><p><strong>Reichtum per Gesetz<\/strong><\/p><p>Reichtumsmehrung statt Armutsverringerung &ndash; so lautete das heimliche Regierungsprogramm der Gro&szlig;en Koalition, dessen Durchsetzung besonders die CSU &ndash; aus der Opposition durch die FDP angefeuert &ndash; st&auml;ndig forcierte, w&auml;hrend die SPD z&ouml;gerte und zauderte, aber letztlich immer zustimmte, wenn es um den Machterhalt ging. Obwohl ein B&uuml;ndnis der gro&szlig;en &bdquo;Volksparteien&ldquo; seiner ganzen Konstruktion wie der unterschiedlichen programmatischen Tradition aller Beteiligten nach den Eindruck vermittelt, als ob s&auml;mtliche Bev&ouml;lkerungsschichten mit ihren spezifischen Interessen angemessen repr&auml;sentiert seien, folgte die Regierungspolitik von CDU, CSU und SPD dem Matth&auml;us-Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht viel hat, dem wird auch das noch genommen.<\/p><p><strong>Steuerliche Entlastung von Kapitaleigent&uuml;mern<\/strong><\/p><p>Der damalige Bundesfinanzminister und sp&auml;tere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck stach gleichfalls durch die steuerliche Entlastung von Kapitaleigent&uuml;mern und Spitzenverdienern hervor. Durch die Senkung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes auf 15 Prozent ab 1. Januar 2008 entlie&szlig;en CDU, CSU und SPD gro&szlig;e Unternehmen weitgehend aus ihrer Verantwortung f&uuml;r die Finanzierung des Gemeinwesens. Dass dieser Satz am Ende der &bdquo;&Auml;ra Kohl&ldquo; noch 53 Prozent betragen hatte, ist ein Beleg daf&uuml;r, wie sehr die Kapitalgesellschaften trotz steigender Gewinne entlastet wurden.<\/p><p>War die schwarz-rote Koalition schon mit dem im Oktober 2008 geschn&uuml;rten Paket zur Rettung maroder Banken gegen&uuml;ber Kapitaleignern, Brokern und B&ouml;rsianern ausgesprochen gro&szlig;z&uuml;gig, so ergoss sich ausgerechnet &uuml;ber den reichsten Familien unseres Landes ein weiterer Geldsegen. Seit dem 1. Januar 2009 werden Einkommen aus Verm&ouml;gen und Kapitalertr&auml;ge (Zinsen, Dividenden und Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne, die fr&uuml;her nach einer 12-monatigen Spekulationsfrist steuerfrei blieben) gegen&uuml;ber anderen Einkunftsarten privilegiert, d.h. Rentiers niedriger als Arbeitnehmer\/innen besteuert. Zum genannten Zeitpunkt trat an die Stelle der Zinsabschlag- eine pauschale Abgeltungssteuer auf Kapitalertr&auml;ge in H&ouml;he von 25 Prozent, die vornehmlich denjenigen zu Gute kommt, die den Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer zahlen m&uuml;ssen, w&auml;hrend Kleinanleger\/innen dadurch (zun&auml;chst) sogar st&auml;rker belastet werden k&ouml;nnen, und trotz Verbreiterung der Bemessungsgrundlage zu Steuerausf&auml;llen gef&uuml;hrt hat. Steinbr&uuml;ck begr&uuml;ndete diese Ma&szlig;nahme mit einem flotten Spruch: &bdquo;25 Prozent von X sind mir lieber als 42 Prozent von&nbsp;nix.&ldquo; Dabei zahlt der nach Luxemburg, Liechtenstein oder in die Schweiz entwichene Steuerfl&uuml;chtling nach wie vor nix, aber wer damals 42 Prozent von X bezahlte, entrichtet heute blo&szlig; noch 25 Prozent von X, was die Handlungsf&auml;higkeit des Staates weiter beschr&auml;nkt und seine M&ouml;glichkeit beschneidet, soziale Probleme zu l&ouml;sen.<\/p><p><strong>Steuergeschenke an die Erben<\/strong><\/p><p>Kurz vor dem Jahreswechsel 2008\/09 verabschiedete die Gro&szlig;e Koalition mit ihrer Mehrheit in Bundestag und -rat nach jahrelangem Tauziehen eine Erbschaftsteuerreform, die einen verteilungspolitischen Skandal ersten Ranges darstellte, weil sie besonders Wohlhabende, Reiche und Superreiche beg&uuml;nstigte. Nunmehr wurde Witwen und Waisen von Familienunternehmern die betriebliche Erbschaftsteuer vollst&auml;ndig erlassen, sofern sie die Firma zehn Jahre, und zu 85 Prozent, wenn sie das Unternehmen sieben Jahre lang fortf&uuml;hrten und die Lohnsumme insgesamt mindestens zehn bzw. 6,5 Mal so hoch wie im letzten T&auml;tigkeitsjahr des Erblassers war. Selbst gr&ouml;&szlig;ere Entlassungswellen waren aufgrund allgemeiner Preissteigerungsraten und darauf basierender Tariflohnerh&ouml;hungen m&ouml;glich, ohne dass der Erbe von Betriebsverm&ouml;gen sein Privileg gegen&uuml;ber den Erben anderer Sachwerte und von Geldverm&ouml;gen verlor.<\/p><p>Man begr&uuml;ndete dieses Steuergeschenk mit der Gefahr, dass der Sohn eines Handwerksmeisters den vom Vater geerbten Betrieb wom&ouml;glich aufgrund finanzieller &Uuml;berforderung schlie&szlig;en und seine Mitarbeiter entlassen m&uuml;sse. Dies d&uuml;rfte in Wahrheit kaum vorgekommen sein, weil schon lange ein Freibetrag in H&ouml;he von 225.000 Euro existierte, ein zus&auml;tzlicher Bewertungsabschlag von 35 Prozent des Betriebsverm&ouml;gens die Steuerschuld ohnehin reduziert hatte und das Finanzamt diese bisher zehn Jahre lang stunden konnte, um H&auml;rten im Einzelfall abzufedern. Ehepartner\/innen, die eine selbst genutzte Luxusimmobilie erben und sie zehn weitere Jahre bewohnen, blieben k&uuml;nftig von der Erbschaftsteuer ganz verschont, genauso wie Kinder, sofern die Wohnfl&auml;che 200 qm nicht &uuml;berschreitet und sie f&uuml;r zehn Jahre dort ihren Hauptwohnsitz einrichten.<\/p><p>Damit wurde die zuletzt in der Bundesrepublik &uuml;beraus deutlich feststellbare Spaltung in Arm und Reich nicht blo&szlig; zementiert, sondern auch versch&auml;rft. In kaum einem westlichen Industriestaat ist die Erbschaftsteuer so niedrig und das Finanzaufkommen daraus so gering wie hierzulande (ca. 4 Mrd. Euro pro Jahr). Auch im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit versprach das Steuergeschenk der Gro&szlig;en Koalition keinen Erfolg, denn wieso sollten Familienunternehmer f&auml;higer sein als potenzielle K&auml;ufer oder von diesen beauftragte Manager? Mitnahmeeffekte sind dagegen kaum zu vermeiden. Konsequenter war der fr&uuml;here US-Pr&auml;sident George W. Bush, der die Erbschaftsteuer in seinem Land ganz abschaffen wollte. Selbst ein Neoliberaler hat aber Schwierigkeiten, diesen Schritt zu rechtfertigen: Zwar soll sich Leistung (wieder) lohnen, ist es jedoch eine Leistung, der Sohn bzw. die Tochter eines Multimillion&auml;rs oder Milliard&auml;rs zu sein? <\/p><p><strong>Anhebung der Mehrwert- und Versicherungssteuer f&uuml;r die Masse der Menschen<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend die zweite Gro&szlig;e Koalition deutschen Unternehmerdynastien wie Burda, Oetker oder Quandt\/Klatten (BMW) Steuergeschenke in Milliardenh&ouml;he machte, bat sie Geringverdiener\/innen samt ihrem Nachwuchs st&auml;rker als vorher zur Kasse: Die Anhebung der Mehrwert- und Versicherungssteuer von 16 auf 19 Prozent zum 1. Januar 2007 trifft bis heute besonders jene Familien hart, die praktisch ihr gesamtes Einkommen in den Konsum stecken (m&uuml;ssen). Angela Merkel war selbst aus konjunkturpolitischen Gr&uuml;nden nicht bereit, die Mehrwertsteuer &ndash; der britischen Regierung folgend &ndash; zu senken.<\/p><p><strong>Familienpolitik nach dem Matth&auml;us-Prinzip<\/strong><\/p><p>Mit der besseren steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten und dem Elterngeld bot die Familienpolitik der Gro&szlig;en Koalition zwei Beispiele f&uuml;r die Geltung des Matth&auml;us-Prinzips. W&auml;hrend sozial benachteiligte Familien, die aufgrund ihres fehlenden oder zu geringen Einkommens keine Steuern zahlen, gar nicht erst in den Genuss der ersten, bezeichnenderweise im <em>Gesetz zur steuerlichen F&ouml;rderung von Wachstum und Besch&auml;ftigung<\/em> enthaltenen Ma&szlig;nahme kommen, profitieren Besserverdienende, die sich eine Tagesmutter oder Kinderfrau leisten und zwei Drittel der Aufwendungen hierf&uuml;r bis zu 4.000 Euro steuerlich absetzen k&ouml;nnen, &uuml;berdurchschnittlich davon.<\/p><p><strong>Elterngeld statt Erziehungsgeld ein sozialpolitisches Paradox<\/strong><\/p><p>Das zum 1. Januar 2007 an die Stelle des Erziehungsgeldes getretene Elterngeld ist ein sozialpolitisches Paradox, weil man damit jene Anspruchsberechtigten am meisten subventionierte, die es am wenigsten n&ouml;tig haben. Obwohl es zun&auml;chst nicht &ndash; wie von der CSU verlangt &ndash; auf die Sozialhilfe bzw. das Arbeitslosengeld II angerechnet wurde, hatten Transferleistungsempf&auml;nger\/innen (darunter viele Frauen), die Kinder erziehen, vom Elterngeld ausschlie&szlig;lich Nachteile. Bisher erhielten Sozialhilfebezieher\/innen, Arbeitslose und Studierende das Erziehungsgeld in H&ouml;he von 300 Euro pro Monat zwei Jahre (oder als &bdquo;Budget&ldquo; in H&ouml;he von 450 Euro ein Jahr) lang; Elterngeld gibt es dagegen blo&szlig; f&uuml;r ein Jahr und sein Sockelbetrag, mit dem sie auskommen m&uuml;ssen, liegt gleichfalls bei 300 Euro (oder bei 150 Euro, wenn er zwei Jahre lang gezahlt wird). Erwerbst&auml;tige Paare erhalten im Falle der Teilung von Erziehungsarbeit unter bestimmten Voraussetzungen zwei (Partner-)Monate zus&auml;tzlich; im Unterschied zum Erziehungsgeld wird ihnen das Elterngeld als Lohnersatz gezahlt und erst bei 1.800 Euro pro Monat gedeckelt. Mithin erhalten Gutbetuchte auf Kosten von schlechter Gestellten mehr (Eltern-)Geld, das hoch qualifizierte, gut verdienende Frauen motivieren soll, (h&auml;ufiger) ein Kind zu bekommen und anschlie&szlig;end m&ouml;glichst schnell wieder in den Beruf zur&uuml;ckzukehren.<\/p><p><strong>Schulbedarfspaket statt Kindergeld f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher\/innen<\/strong><\/p><p>Weniger gro&szlig;z&uuml;gig zeigten sich CDU, CSU und SPD gegen&uuml;ber den Armen: Als die Koalition rechtzeitig vor dem Jahreswechsel beschloss, ab dem 1. Januar 2009 das Kindergeld f&uuml;r das erste und zweite Kind um 10 Euro und ab dem dritten Kind um 16 Euro pro Monat zu erh&ouml;hen, einigte man sich auf Initiative der SPD gleichzeitig darauf, f&uuml;r die Kinder von Hartz-IV-Bezieher(inne)n, die nicht in den Genuss des h&ouml;heren Kindergeldes kommen, weil es voll auf ihre Transferleistung angerechnet wird, ein &bdquo;Schulbedarfspaket&ldquo; in H&ouml;he von 100 Euro pro Schuljahr zu schn&uuml;ren. Es sollte nach dem zum Jahresbeginn 2009 in Kraft getretenen <em>Familienleistungsgesetz<\/em> allerdings nur bis zur 10. Klasse gew&auml;hrt werden. CDU und CSU hatten auf dieser Begrenzung bestanden, weil die SPD ihrem Wunsch nach Steuerprivilegien f&uuml;r Eltern, deren Kinder auf Privatschulen gehen, nicht entsprach. Die &ouml;ffentliche Kritik an der beschlossenen Regelung blieb nicht aus, schien es doch geradezu so, als wollte die Gro&szlig;e Koalition damit unterstreichen, dass die Kinder aus sozial benachteiligten Familien kein Abitur machen sollen, oder dokumentieren, dass Gymnasiasten der h&ouml;heren Klassenstufen ohnehin aus Elternh&auml;usern kommen, die keiner staatlichen Zuwendung bed&uuml;rfen. Auf einer Sitzung des Koalitionsausschusses am 4.\/5. M&auml;rz 2009 verst&auml;ndigten sich CDU, CSU und SPD schlie&szlig;lich darauf, den Gesetzestext an diesem Punkt nachzubessern und auch Oberstufensch&uuml;ler\/innen und Vollzeit-Berufssch&uuml;ler\/innen sowie die Kinder von Geringverdiener(inne)n in den Genuss des &bdquo;Schulbedarfspaketes&ldquo; kommen zu lassen, das jedoch den realen Bedarf gar nicht deckte.<\/p><p><strong>Schwarz-rote Rentenpolitik: Armut im Alter vorprogrammiert<\/strong><\/p><p>Besonders widerspr&uuml;chlich fiel die Regierungspolitik von CDU, CSU und SPD im Bereich der Alterssicherung aus. Gleich zu Beginn machte die Gro&szlig;e Koalition deutlich, dass mit Rentenerh&ouml;hungen vorl&auml;ufig nicht zu rechnen sei, sondern in den n&auml;chsten Jahren mehrere &bdquo;Nullrunden&ldquo; anst&uuml;nden. Rentenk&uuml;rzungen schloss der Koalitionsvertrag zwar f&uuml;r die ganze Legislaturperiode aus, er sah aber zwecks Gew&auml;hrleistung der Beitragssatzstabilit&auml;t die M&ouml;glichkeit, &bdquo;nicht realisierte D&auml;mpfungen von Rentenanpassungen nachzuholen&ldquo;, sowie die &bdquo;schrittweise, langfristige Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters&ldquo; vor.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] W&auml;hrend mit dem &bdquo;Nachholfaktor&ldquo; erreicht werden soll, dass K&uuml;rzungen, auf die zun&auml;chst verzichtet wurde, in Erh&ouml;hungsphasen letztlich doch noch &ndash; weniger spektakul&auml;r &ndash; wirksam werden, wollten CDU, CSU und SPD die Lebensarbeitszeit unter Hinweis auf den demografischen Wandel verl&auml;ngern und 2007 die gesetzliche Grundlage f&uuml;r eine 2012 beginnende und f&uuml;r den ersten Jahrgang bis sp&auml;testens 2035 abgeschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre schaffen.<\/p><p><strong>Rentenabschl&auml;ge durch Rente mit 67<\/strong><\/p><p>V&ouml;llig unerwartet preschte der damalige Arbeits- und Sozialminister M&uuml;ntefering im Januar 2006 mit der auch seine eigene Partei &uuml;berraschenden und viele Genossen, die sich gerade in Landtagswahlk&auml;mpfen befanden, ver&auml;rgernden Idee vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter schneller anzuheben, als es die sog. R&uuml;rup-Kommission empfohlen und der Koalitionsvertrag festgeschrieben hatte: Nach dem am 1. Februar 2006 auf Dr&auml;ngen des Vizekanzlers vom Bundeskabinett gefassten Beschluss und der entsprechenden Parlamentsentscheidung erh&ouml;ht sich das Regelrentenalter im Jahr 2012 f&uuml;r den Geburtsjahrgang 1947 um einen und f&uuml;r Folgejahrg&auml;nge jedes Jahr um einen weiteren Monat, bis der Jahrgang 1958 im Alter von 66 eine abschlagsfreie Rente ab 2024 bezieht; f&uuml;r die Folgejahrg&auml;nge beschleunigt sich die Anhebung der Altersgrenze um jeweils zwei Monate pro Jahr, bis der Jahrgang 1964 dann 2031 erst mit 67 in Rente gehen kann. Angesichts der Tatsache, dass nicht einmal 30 Prozent der Menschen im Alter von 60 bis 64 Jahren sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt sind, f&uuml;hrt diese &bdquo;Reform&ldquo; zu weiteren Rentenk&uuml;rzungen, zwingt sie doch noch mehr Besch&auml;ftigte, vor Erreichen der Regelaltersgrenze &ndash; und das hei&szlig;t: mit entsprechenden Abschl&auml;gen &ndash; in den Ruhestand zu gehen.<\/p><p>Da es weder gen&uuml;gend Stellen f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer\/innen noch Ma&szlig;nahmen der Gesundheitsf&ouml;rderung und der beruflichen Weiterbildung gibt, die eine Ann&auml;herung des faktischen Renteneintrittsalters an die bisherige Regelaltersgrenze von 65 erlauben w&uuml;rden, bedeutet die Rente mit 67 deren K&uuml;rzung. Dass die k&uuml;nftigen Altersrenten d&uuml;rftiger ausfallen, h&auml;ngt auch mit dem Beschluss der zweiten Gro&szlig;en Koalition zusammen, die abgabenfreie Entgeltumwandlung als Dauerregelung beizubehalten. Die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung hatte den Versicherten zun&auml;chst bis zum Jahr 2008 befristet das Recht einger&auml;umt, Teile ihres Lohns in &ndash; ausschlie&szlig;lich von den Besch&auml;ftigten finanzierte &ndash; Anspr&uuml;che auf betriebliche Altersrenten umzuwandeln, ohne dass f&uuml;r diese Lohnanteile Steuern und Sozialabgaben anfielen. Davon profitieren die Arbeitgeber, w&auml;hrend die Einnahmenbasis der Rentenversicherungstr&auml;ger unterminiert und der Leistungsanspruch aller Versicherten reduziert wird.<\/p><p><strong>Aussetzung, aber keine Abschaffung des &bdquo;Riester-Faktors&ldquo;<\/strong><\/p><p>Zuletzt war die Koalition um Schadensbegrenzung im Hinblick auf die Folgen ihrer eigenen Rentenpolitik bem&uuml;ht: Durch die Aussetzung des sog. Riester-Faktors f&uuml;r zwei Jahre wurde erreicht, dass die Renten am 1. Juli 2008 st&auml;rker als geplant und am 1. Juli 2009 (weniger als drei Monate vor der Bundestagswahl) so stark wie schon lange nicht mehr stiegen. Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode verabschiedete man auf Betreiben von Arbeits- und Sozialminister Scholz eine sog. Rentenschutzklausel, die im Falle (z.B. wegen starker Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, dessen H&ouml;chstbezugsdauer die Koalition vorher auf 24 Monate verl&auml;ngert hatte) sinkender Bruttol&ouml;hne zumindest eine <strong>nominale<\/strong> K&uuml;rzung der Altersrenten ausschlie&szlig;en soll, denn Preiserh&ouml;hungen f&uuml;hren ohnehin zu einem sp&uuml;rbaren Kaufkraftverlust. Zwei namhafte Koalitionspolitiker, der damalige Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) und der damalige Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), kritisierten die von ihnen mit beschlossene Rentengarantie unmittelbar nach deren gesetzlicher Verankerung als &uuml;berm&auml;&szlig;ige Belastung nachwachsender Generationen, obwohl die K&uuml;rzung der Altersrenten zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt nachgeholt w&uuml;rde.<\/p><p><strong>Gro&szlig;e Koalition f&uuml;r eine &bdquo;Agenda 2020&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die neue Bundesregierung wird h&ouml;chstwahrscheinlich ebenfalls der Versuchung erliegen, Wahlversprechen zu brechen und K&uuml;rzungen im Sozialbereich vorzunehmen, wo die Lobbymacht der Betroffenen gering ist. Wenn nicht alles t&auml;uscht, stehen wir am Vorabend einer &bdquo;Agenda 2020&ldquo;, die den Bismarck&rsquo;schen Sozial(versicherungs)staat in einen blo&szlig;en F&uuml;rsorge-, Almosen- und Suppenk&uuml;chenstaat verwandeln kann. Die staatliche Unterst&uuml;tzung wird sich noch st&auml;rker auf die &bdquo;wirklich Bed&uuml;rftigen&ldquo; konzentrieren, auf die Gew&auml;hrleistung des Existenzminimums beschr&auml;nken und auf eine &bdquo;Gegenleistung&ldquo; ihrer Nutznie&szlig;er dringen. Dass sich der Sozialstaat darauf beschr&auml;nkt, das Verhungern seiner B&uuml;rger\/innen zu verhindern, d&uuml;rfte allerdings weder im Sinne des Grundgesetzes noch in einer so wohlhabenden Gesellschaft wie unserer ethisch verantwortbar sein.<\/p><p><em><strong>Prof. Dr. Christoph Butterwegge<\/strong> lehrt Politikwissenschaft an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln. Am 24. Oktober 2013 erscheint von ihm: &bdquo;Wohlfahrtsstaat am Scheideweg. Wohin steuert die neue Koalition?&ldquo; als Campus-Keynote-Text (erh&auml;ltlich &uuml;ber campus.de, amazon.de, iTunes und &uuml;berall, wo es E-Books gibt)<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Siehe CDU Deutschlands\/CSU Landesleitung\/SPD Deutschlands (Hrsg.), Gemeinsam f&uuml;r Deutschland. Mit Mut und Menschlichkeit. Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, Rheinbach o.J., S. 96<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der dritten Sondierungsrunde zwischen CDU\/CSU und SPD hat sich die Verhandlungsgruppe der Sozialdemokraten einstimmig entschlossen, dem SPD-Parteikonvent am Sonntag die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorzuschlagen. Es m&uuml;sste schon ein Wunder geschehen, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18914\">wenn der &bdquo;kleine Parteitag&ldquo; diesem Vorschlag nicht folgen w&uuml;rde<\/a>.<br \/> Albrecht M&uuml;ller hat darauf hingewiesen, dass man mit der Feststellung, dass eine linke Koalition<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18974\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,140,137,190],"tags":[395,1260,312,301,392,291],"class_list":["post-18974","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-steuern-und-abgaben","category-wahlen","tag-foederalismus","tag-groko","tag-reformpolitik","tag-rentenalter","tag-schuldenbremse","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18974"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49349,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18974\/revisions\/49349"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}