{"id":18988,"date":"2013-10-21T08:56:52","date_gmt":"2013-10-21T06:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988"},"modified":"2015-11-09T13:46:18","modified_gmt":"2015-11-09T12:46:18","slug":"hinweise-des-tages-1990","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h01\">SPD vor der Gro&szlig;en Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h02\">Koalitionsgeschacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h03\">Verfassungsrechtler warnt vor Macht der Gro&szlig;en Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h04\">Gr&uuml;ne, wohin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h05\">IWF sieht ausreichend Spielraum f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h06\">Steuervermeidung nicht durch internationales Recht gedeckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h07\">Der &ldquo;Aktive Staat&rdquo; als Produktivkraft: Kein Kostenfaktor!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h08\">Staatsgeheimnis Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h09\">Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h10\">Die Berliner Schneckenpost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h11\">Klaedens Wechsel zu Daimler wird Justizfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h12\">Bankenkriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h13\">Arbeitsmarkt: Th&uuml;ringen &uuml;bersch&uuml;ttet gestrandete Spanier mit Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h14\">DBG und Milit&auml;rpolitik: Entspanntes Verh&auml;ltnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h15\">Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h16\">US-Haushaltspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h17\">Fast-Food Giants Make Billions While Their Workers Use Billions In Welfare Benefits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h18\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h19\">The Military-Industrial Pundits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h20\">Euro-Krisenl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h21\">Russland f&uuml;r Russen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988#h22\">Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler, Die nationalen Trauerfestspielwochen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18988&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD vor der Gro&szlig;en Koalition<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unverzichtbar ist nur die Show<\/strong><br>\nZehn Punkte hat die SPD aufgestellt, die sie f&uuml;r &ldquo;unverzichtbar&rdquo; f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition h&auml;lt. Viel interessanter sind jedoch die Forderungen, die nicht auf der Liste stehen.<br>\nGemessen an der kraftmeierischen Ohnemichelei der SPD nach ihrer Wahlniederlage sieht es jetzt doch so aus, als wollten die Genossen mit Angela Merkel um den Weihnachtsbaum tanzen. Zugleich stellt die SPD zehn Forderungen, die sie &bdquo;unverzichtbar&ldquo; nennt. Das h&ouml;rt sich allerdings knallh&auml;rter an, als es ist; ihre Forderungen kann die SPD ja selbst dann aufrechterhalten, wenn sie sich nicht durchsetzt.<br>\nInteressanter sind die Teile des einstigen sozialdemokratischen Wahlversprechungsprogramms, die keine unverzichtbaren Forderungen geworden sind: Das ekstatisch verabscheute Betreuungsgeld wird nur noch kritisiert, und von Steuererh&ouml;hungen ist keine Rede mehr.<br>\nLetzteres aber ist nicht Feigheit vor dem Feind, sondern ein kluger Zug von Parteichef Sigmar Gabriel. (&hellip;)<br>\nJeder wei&szlig;, dass ohne Steuererh&ouml;hungen vieles, was n&ouml;tig wird, nicht zu finanzieren ist. Zu gerne h&auml;tte die Union diesen unangenehmen Part der SPD zugeschoben. Das geht jetzt nicht mehr. Aber wer sich an die letzte schwarz-rote Koalition erinnert, wei&szlig;, wie das l&auml;uft: Die SPD wollte keine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer, die Union wollte zwei Prozentpunkte mehr, und am Ende einigte man sich auf drei. Unverzichtbar ist nur die Show.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/forderungen-der-spd-unverzichtbar-ist-nur-die-show\/8960180.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Weiter so&rdquo; f&uuml;r 8,50 Euro<\/strong><br>\nMit ihrem Einschwenken auf die gro&szlig;e Koalition straft die SPD-Spitze ihr eigenes Wahlprogramm L&uuml;gen. Das n&auml;mlich versprach gerade ein Ende der Merkel-Politik.<br>\nVor vier Wochen gab es in Deutschland mehrere Parteien, die die amtierende Bundeskanzlerin herauszufordern versuchten. Sie alle hielten die Grundausrichtung der Politik von Angela Merkel f&uuml;r falsch. Sie alle benannten Alternativen. Bei der Wahl erzielte zwar keine dieser Parteien ein Traumergebnis, aber gemeinsam erreichten sie im Parlament eine Mehrheit.<br>\nMan muss schon in Deutschland leben, um zu verstehen, was daraus vier Wochen sp&auml;ter geworden ist &ndash; und was nicht. Daraus geworden ist der angeblich alternativlose Weg in die gro&szlig;e Koalition. Ein Weg, den die SPD-Spitze ihrer zweifelnden Basis mit Erpressung aufzuzwingen sucht: Erst schafft man von oben Fakten, hinter die man ohne schwere Besch&auml;digung nicht zur&uuml;ck kann. Dann holt man sich Zustimmung mit dem Verweis auf eben diese Besch&auml;digungen, f&uuml;r die im Zweifel die Neinsager verantwortlich w&auml;ren.<br>\nAn diesem Sonntag ist es der SPD-Konvent, der den Gang in die Koalitionsverhandlungen entweder abnicken oder sich parteisch&auml;digendes Verhalten vorwerfen lassen darf. Und nach den Verhandlungen wird sich die ganze Mitgliedschaft in &auml;hnlicher Lage wiederfinden. Auch so kann man die Idee der innerparteilichen Basisdemokratie entwerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl---hintergrund\/leitartikel-wahlluegen--weiter-so--fuer-8-50-euro,23998104,24680890.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wenn die SPD-Spitze Glaubw&uuml;rdigkeit und Vertrauen nicht komplett verlieren m&ouml;chte, h&auml;tte sie auf dem zweiten Parteikonvent nach der Bundestagswahl f&uuml;r ein &bdquo;Nein&ldquo; zu Koalitionsverhandlungen mit den Unionsparteien pl&auml;dieren m&uuml;ssen: Schon allein deshalb, weil es &ndash; insbesondere zwischen dem zweiten und dritten Sondierungsgespr&auml;ch &ndash; keine inhaltliche Ann&auml;herung gab.<\/em><br>\n<em>Der fatale und folgenschwere Beschluss des ersten Konvents (<a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/110370\/20130927_parteikonvent_ergebnis.html\">hier zu finden<\/a>) folgte den Pl&auml;nen der SPD-Spitze, die offensichtlich nur die Gro&szlig;e Koalition im Visier hatte.<\/em><br>\n<em>Auf den ersten Blick\/vordergr&uuml;ndig wirkt das Ergebnis transparent und orientiert an basis-demokratischen Elementen.<\/em><br>\n<em>Der Bundesvorsitzende und die Spitze der Partei gibt Verantwortung ab und delegiert sie weiter an alle Parteimitglieder. Ein Schelm, wer B&ouml;ses dabei denkt:<\/em><br>\n<em>Sigmar Gabriel und Andrea Nahles k&ouml;nnten bei einem Ergebnis f&uuml;r eine Koalition mit den Unionsparteien behaupten, nicht lediglich sie und die Spitze oder Delegierte der Partei, sondern alle Mitglieder seien f&uuml;r das erneute Zustandekommen einer Gro&szlig;en Koalition mit der prozentual geschw&auml;chten SPD verantwortlich.<\/em><br>\n<em>Und genau dieses Verfahren, in dem auch der Zeitpunkt der Mitgliederbeteiligung festgelegt wurde (n&auml;mlich nicht zu Beginn wie angenommen werden k&ouml;nnte, sondern am Ende des Prozesses!) k&ouml;nnte ein Problem sein, worauf an dieser Stelle hingewiesen werden soll:<\/em><br>\n<em>Das auf dem ersten Parteikonvent beschlossene Verfahren sieht zwar keinen Automatismus f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition vor, jedoch die H&uuml;rden hin zu ihr sind deutlich herab gesenkt worden &ndash; insbesondere wenn das Verfahren bis zum Ende vollzogen wird und erst nach einem vereinbarten Koalitionsvertrag die Mitglieder beteiligt werden:<\/em><br>\n<em>Wenn die Delegation der SPD einen solchen Vertrag mit Unionsvertretern ausgearbeitet haben wird, wird sich die Spitze der SPD -vermutlich neben Gabriel auch Kraft, Nahles, Oppermann, Scholz, Schwesig, Steinmeier u.a.- mit allen Mitteln auch f&uuml;r diese Vereinbarung einsetzen (m&uuml;ssen).<\/em><br>\n<em>Die Unterst&uuml;tzung durch die Mainstream-Medien wird ihnen gewiss sein.<\/em><br>\n<em>Eine Bef&uuml;rchtung ist: In einer solchen, auch medial vorbereiteten Situation werden die Mitglieder der SPD mehrheitlich nicht gleichzeitig gegen eine Koalitionsvereinbarung mit den Unionsparteien und gegen die eigene Partei-Spitze stimmen.<\/em><br>\n<em>Sondern: Sie werden Gabriel u.a. folgen und dem Vertrag zustimmen.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/kari_20131020_Luft_kol.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_5038.html\">Klaus Stuttmann Karikaturen<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Koalitionsgeschacher<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zwei Baumeister der gro&szlig;en Koalition<\/strong><br>\nDer CSU-Chef Horst Seehofer und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sind keine Duzfreunde, aber sie respektieren und vertrauen einander &ndash; und beide sind unter Druck verl&auml;sslich. Auf dem Weg zur gro&szlig;en Koalition haben sie auch innerparteilichen Widerstand gebrochen. Gelingt Schwarz-Rot, ist das vor allem ihr Verdienst.<br>\nSigmar Gabriel ist kein Mann, der sich Illusionen macht. Im Gegenteil. Er rechnet lieber mit dem Schlimmsten, dann kann ihn das Leben nicht entt&auml;uschen. Dass es heikel wird mit einer gro&szlig;en Koalition, f&uuml;r die SPD, aber auch f&uuml;r ihn pers&ouml;nlich, wei&szlig; er nur zu gut. Dazu muss er nicht seine Facebook-Seite aufrufen, auf der Hunderte Besucher gegen eine Neuauflage der gro&szlig;en Koalition protestieren &ndash; oft b&ouml;sartig, manchmal sogar hasserf&uuml;llt.<br>\nAn diesem Sonntag wird er &Uuml;berzeugungsarbeit leisten m&uuml;ssen, auf dem kleinen Parteitag in Berlin. Und dann geht die schwierige Zeit der Koalitionsverhandlungen ja erst richtig los. Kommt Schwarz-Rot tats&auml;chlich zustande, ist das ma&szlig;geblich Gabriels Erfolg. Der 54-J&auml;hrige hat seine widerstrebende Partei und die Skeptiker in der SPD-F&uuml;hrung bislang mit bemerkenswertem Geschick auf Kurs gebracht. Eine Meisterleistung, sagen selbst Leute, die sich vorher immer wieder &uuml;ber ihn beschwert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gabriel-und-seehofer-zwei-baumeister-der-grossen-koalition-1.1798300\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Selbsternannte kungeln Regierungsbildung im Hinterzimmer aus<\/strong><br>\nAm 22. September 2013 haben wir die k&uuml;nftige Zusammensetzung im Deutschen Bundestag gew&auml;hlt. 631 Abgeordnete werden sich in den kommenden vier Jahren um politische Weichenstellungen bem&uuml;hen. Im Grunde haben sie schon jetzt versagt: Sprachlos und ohne Veto tolerieren sie die Bildung einer mehrheitsf&auml;higen Regierung durch eine Handvoll selbsternannter Politiker, die im Hinterzimmer die Regierungsbildung auskungeln. (&hellip;)<br>\nDerweil auch das Parlament au&szlig;en vor bleibt und lieber D&auml;umchen dreht, als einzugreifen, murksen die Akteure fernab demokratischer Verfahrensweisen im Geheimen an Koalitionsvertr&auml;gen und Posten-Schiebereien herum. Die Anwesenheit des allgegenw&auml;rtigen bayerischen Ministerpr&auml;sidenten Horst Seehofer (CSU) sowie Nordrhein-Westfalens Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft (SPD) setzt der derzeitigen Absurdit&auml;t noch das Kr&ouml;nchen auf. Beide sind schlie&szlig;lich gar keine Mitglieder im Deutschen Bundestag.<br>\nKein formaler Auftrag zur B&uuml;ndnisbildung<br>\nGerechtfertigt werden die v&ouml;llig frei organisieren Hinterzimmer-Kungeleien damit, dass es keine formalen Auftr&auml;ge zur B&uuml;ndnisbildung gibt. Im demokratischen &Ouml;sterreich beispielsweise wird vom Staatschef ein sogenannter &ldquo;Formateur&rdquo; berufen, der m&ouml;gliche Regierungsb&uuml;ndnisse auslotet. Dieser wird nicht unbedingt aus der Partei mit den meisten Mandaten herausgew&auml;hlt. Dies gilt vor allem dann, wenn absehbar ist, dass andere Parteien Mehrheiten organisieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/12804\/selbsterwaehlte-kungeln-regierungsbildung-im-hinterzimmer-aus\/\">Spreezeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die politische Faulheit setzt sich fort&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zeichen stehen auf Gro&szlig;e Koalition. Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn meint, eine Minderheitsregierung w&auml;re die bessere L&ouml;sung. Er warnt im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de, unter der Gro&szlig;en Koalition gediehen politische Faulheit und Apathie.<br>\ntagesschau.de: Unter welchen Voraussetzungen sind bislang Gro&szlig;e Koalitionen in Deutschland gebildet worden?<br>\nSamuel Salzborn: Gro&szlig;e Koalitionen waren und sind Zweck- oder Notb&uuml;ndnisse. Sie l&ouml;sen mathematische Probleme, wenn es rechnerisch keine anderen Optionen gibt. Dies ist aktuell aber nicht der Fall. Es gibt viele Varianten, die denkbar w&auml;ren: eine Minderheitsregierung beispielsweise, Schwarz-Gr&uuml;n w&auml;re zudem aus einer Reihe von inhaltlichen Ann&auml;herungen beider Parteien in den vergangenen Jahren durchaus konsequent. Auch eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition w&auml;re denkbar, aber sie scheitert nach wie vor an der Linkspartei, weil es den dortigen pragmatischen und reformorientierten Kr&auml;ften nicht gelingt, den dogmatisch-stalinistischen Fl&uuml;gel zu marginalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/grossekoalitionsalzborn100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Obwohl Politikwissenschaftler Samuel Salzborn in dem Interview durchaus zutreffend analysiert, warum es eine Minderheitsregierung &ndash; deren m&ouml;gliche Vorteile (z.T. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18753\">&uuml;bereinstimmend mit den Argumenten von Jens Berger<\/a>) ebenfalls vorgetragen werden &ndash; in Deutschland eher schwer haben wird, l&auml;sst er sich nicht nehmen, auf einen &ldquo;dogmatisch-stalinistischen Fl&uuml;gel&rdquo; und einen &ldquo;Kampf zwischen Pragmatikern und Stalinisten in der Linkspartei&rdquo; hinzuweisen. Jetzt wird die Linke also schon in die &ldquo;Stalinismus-Ecke&rdquo; getrieben &ndash; so langsam sollte es auch der Letzte begreifen, dass hier von den Medien (wie nat&uuml;rlich auch von den anderen gro&szlig;en Parteien) nichts anderes als eine &uuml;ble Hetzkampagne ohne den geringsten Hauch von Sachlichkeit betrieben wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Hat Prof. Salzborn den Wahlkampf nicht richtig mitbekommen? Spitzenvertreter von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und SPD haben vor der Bundestagswahl mehrfach jede Zusammenarbeit (Tolerierung durch und Koalition mit der Partei Die Linke) ausgeschlossen. Vertreter der Linkspartei haben sowohl vor als auch nach der Wahl um ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis f&ouml;rmlich gebettelt und sind abgewiesen worden.<\/em><br>\n<em>Nun das Scheitern eines rot-rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnisses der Linkspartei anzulasten, stellt den Sachverhalt komplett auf den Kopf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert Misik: Ideologie in Zeiten inflation&auml;rer Gro&szlig;koalitionen<\/strong><br>\nEs ist ohnehin ein bekanntes Aper&ccedil;u, dass die Wirtschaftswissenschaft jene Disziplin ist, in der &ldquo;jedes Jahr das Gegenteil dessen richtig ist, was vergangenes Jahr richtig war&rdquo;. Was bisher hie&szlig;: In der einen Epoche bekam die eine Denkschule alle Preise, in der darauf folgenden die andere, die bewies, dass die vorangegangene Denkschule falsch gelegen hatte &ndash; nur damit sp&auml;ter wieder die urspr&uuml;ngliche Denkschule zum Zug kam. Das Putzige an der diesj&auml;hrigen Nobelpreisentscheidung ist nun, dass die Jury diese zeitliche Sukzession gewisserma&szlig;en in den Moment, ins Gegenw&auml;rtige verdichtet: Sie hat im Trio der Laureaten zwei &Ouml;konomen ausgezeichnet, die bewiesen haben, dass das Gegenteil von dem richtig ist, was der ebenfalls ausgezeichnete Kollege bewiesen hat. Das ist echte Milde, ja was sag&rsquo; ich, gro&szlig;koalition&auml;re Ideologiefreiheit. Da k&ouml;nnte sich der Seehofer-Horst noch eine Scheibe abschneiden, &uuml;ber den gerade im Onlineportal des ORF-Fernsehens zu lesen ist: &ldquo;Seehofer k&ouml;nnte SPD-Mindestlohn akzeptieren.&rdquo; Der Zufall will es, dass ich in den Tiefen des Archivs gerade wieder &uuml;ber den alten Satz von Gerhard Schr&ouml;der aus den neunziger Jahren gestolpert bin: &ldquo;Es gibt nicht linke und rechte Wirtschaftspolitik, sondern nur richtige und falsche.&rdquo; Irgendetwas an diesem Satz, mag er auch von der Geschichte l&auml;ngst verweht sein, ist symptomatisch &ndash; auch f&uuml;r die Krise der Demokratie und den Verdruss an der Politik. Und zwar, und das ist eben das Interessante, auf doppelte, auf widerspr&uuml;chliche, auf geradezu gegens&auml;tzliche Weise. Es gibt den Verdruss an der Parteilichkeit, am Ideologischen der Politik, worauf der Satz ja reagiert, indem er sagt: Raus aus den Sch&uuml;tzengr&auml;ben, lasst uns sachlich sein. Gleichzeitig gibt es aber auch einen Verdruss an der Entleerung des Politischen durch Pragmatismus. Wenn Politik nicht mehr vom Konflikt klarer Alternativen, vom Streit &uuml;ber unterschiedliche Weltanschauungen und Politikpfade handelt, wenn die B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen also den Eindruck bekommen, es sei ohnehin alles gleich und fundamentale Unterschiede gebe es nicht, dann f&uuml;hrt gerade dieser Konsens zu einer Bedrohung der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F19%2Fa0177&amp;cHash=6131df5e1697f688f3e620bffc894ab1\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Indem Robert Misik die widerspr&uuml;chliche Auszeichnung zweier sich diametral widersprechende Denkschulen auf die Politik &uuml;bertr&auml;gt, wird noch einmal deutlich, was die Politik mit der gro&szlig;en Koalition vom B&uuml;rger abverlangt. Die Deutschen m&ouml;gen mit einem &uuml;bergro&szlig;en Harmoniebed&uuml;rfnis ausgestattet sein, aber auf einer vielleicht eher unbewussten Ebene d&uuml;rfte es Folgen haben, dass sie pl&ouml;tzlich unter einen Hut bringen m&uuml;ssen, dass das, was die jeweilige Partei f&uuml;r falsch erkl&auml;rt hatte, in einer Koalition rechtens w&auml;re.  Als ob Politik ein Gesch&auml;ft auf dem Markt w&auml;re, auf dem zwischen zwei Preisen ein Mittelwert ausgehandelt wird. F&uuml;r die Union ist es pl&ouml;tzlich gar nicht so schlimm, dass der gesetzliche Mindestlohn Arbeitspl&auml;tze vernichten w&uuml;rde und f&uuml;r die SPD ist es gar nicht mehr so wichtig, dass die Einkommen von Bestverdienenden, die sich immer weiter von den Einkommen des Normalb&uuml;rgers entfernen, st&auml;rker auf das Gemeinwohl verpflichtet werden. &ndash; Warum sollen die B&uuml;rger einer solchen Politik bzw. der Politik &uuml;berhaupt bzw. einer solchen Demokratie vertrauen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Udo Di Fabio: Verfassungsrechtler warnt vor Macht der Gro&szlig;en Koalition<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundesverfassungsrichter und Staatsrechtslehrer Udo Di Fabio warnt vor der Macht der geplanten Gro&szlig;en Koalition. Diese k&ouml;nnte der verfassungsrechtlichen Gewaltenteilung im Land gef&auml;hrlich werden, warnt er im SPIEGEL.<br>\n&ldquo;Es ist sehr bedenklich, wenn eine Regierung etwa bei europ&auml;ischen Rettungsma&szlig;nahmen gleichsam vom Kabinettstisch aus &Auml;nderungen der Verfassung beschlie&szlig;en k&ouml;nnte&rdquo;, sagte Di Fabio mit Blick auf die Vierf&uuml;nftelmehrheit, die eine Gro&szlig;e Koalition im neuen Bundestag h&auml;tte.<br>\nZwar sei eine Gro&szlig;e Koalition an sich nichts &ldquo;verfassungsrechtlich Anr&uuml;chiges&rdquo;. Aber eine so starke Mehrheit, wie Union und SPD sie h&auml;tten, &ldquo;w&uuml;rde die &uuml;bliche Balance der Gewaltenteilung ver&auml;ndern&rdquo;.<br>\nDi Fabio f&uuml;rchtet auch die Folgen f&uuml;r den einzelnen Abgeordneten. &ldquo;Bislang mussten bei Rettungsschirmen einzelne Abgeordnete &uuml;berzeugt werden, um die eigene Mehrheit des Regierungslagers zu sichern. Bei einer 80-Prozent-Mehrheit kommt es auf den einzelnen Abgeordneten kaum noch an.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/udo-di-fabio-verfassungsrechtler-warnt-vor-der-grossen-koalition-a-928899.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne, wohin?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Noch weiter nach links wird&rsquo;s nicht gehen&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Wahldesaster und dem Scheitern der Gespr&auml;che mit der Union haben die Gr&uuml;nen auf ihrem Parteitag einiges aufzuarbeiten. Sie m&uuml;ssen sich wieder auf ihre Kernthemen besinnen, meint Politologe Probst im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de. Denn mit der Linksorientierung seien sie gescheitert, jetzt gelte es, b&uuml;rgerliche W&auml;hler zur&uuml;ckzugewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/interviewgruene102.html\">tagesschau.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong> &hellip;von welchem linken Wahlprogramm und welcher linken Einstellung wird da gesprochen?<\/em><br>\n<em>Ist das Zugehen auf die CDU etwa links?<\/em><br>\n<em>Ach, weil vielleicht die CDU ja so links an die SPD ran ger&uuml;ckt sein soll, wie immer in den Medien erz&auml;hlt wird?<\/em><br>\n<em>Da will jemand wohl eher einem Anschleimen an die CDU das Wort reden&hellip;.<\/em><br>\n<em>&hellip; das soll also Stimmen bringen.<\/em><br>\n<em>Soll das so funktionieren wie bei der SPD?<\/em><br>\n<em>Vermutlich ist das Wahlergebnis schon das erste Ergebnis f&uuml;r die CDU-nahe Politik und die S21-T&auml;uschung.<\/em><br>\n<em>Weiter so, und beim n&auml;chsten Mal bekommt die CDU 60 Prozent, denn wenn nicht nur die SPD, sondern auch die Gr&uuml;nen an die CDU heran rutschen, w&auml;hlen die Leute eben lieber gleich das Original, als die Kopie.<\/em><br>\n<em>Wie armselig, das Ganze&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Metzger: Realos haben nicht f&uuml;r Inhalte gek&auml;mpft<\/strong><br>\nEx-Gr&uuml;ner kritisiert Schw&auml;che der &ldquo;Kretschmann-Linie&rdquo;<br>\nOswald Metzger im Gespr&auml;ch mit Thielko Grie&szlig;<br>\nF&uuml;r den ehemaligen Gr&uuml;nen-Politiker Oswald Metzger, der jetzt CDU-Mitglied ist, sind die Gr&uuml;nen in den vergangenen Jahren zu sehr nach links ger&uuml;ckt. Er h&auml;tte es daher &ldquo;f&uuml;r fatal gehalten, wenn man mit einer Partei koaliert, die sich zun&auml;chst mal selber h&auml;uten muss, personell und programmatisch&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2291873\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><em>Anmerkung M.B.:<\/em> Was qualifiziert Oswald Metzger als Experten und Gespr&auml;chspartner f&uuml;r einen so genannten Linksruck der Gr&uuml;nen und die M&ouml;glichkeiten einer schwarz-gr&uuml;nen Koalition? Er war mal gr&uuml;ner Berufspolitiker und wollte danach CDU-Berufspolitiker werden. Aber eigentlich m&ouml;chte au&szlig;er bei der Arbeitgeberlobby <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/ueber-die-insm\/Kuratoren-und-Botschafter.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a> und dem Deutschlandradio so gut wie niemand etwas mit ihm zu tun haben. Bei den Gr&uuml;nen eckte er 2002 so an, dass sie ihn nicht mehr f&uuml;r den Bundestag nominierten. Bis zu seinem Austritt bei den Gr&uuml;nen und seinem Eintritt bei der CDU 2007 war sein Landtagsmandat in Baden-W&uuml;rttemberg seine einzige nennenswerte politische Aktivit&auml;t. Bei der CDU wollten Sie ihn seitdem weder f&uuml;r den Bundestag noch in zwei verschiedenen Wahlkreisen als Direktkandidat aufstellen. Und auch seine <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/kampfkandidatur-gegen-oswald-metzger-linnemann-wird-chef-der-unions-mittelstandsvereinigung_aid_1127422.html?drucken=1\">Bem&uuml;hungen um Funktion&auml;rsposten in der CDU bleiben erfolglos<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IWF sieht ausreichend Spielraum f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen<\/strong><br>\nAus Sicht des IWF nutzt die Bundesregierung ihr Einnahmenpotenzial nicht aus. W&uuml;rde sie mit anderen Staaten gleichziehen, w&auml;ren 80 Milliarden Euro Mehreinnahmen drin&hellip;<br>\nInsbesondere bei der Mehrwertsteuer und bei der Einkommensteuer belasteten andere Staaten ihre B&uuml;rger zum Teil erheblich st&auml;rker, hei&szlig;t es in einer Studie, &uuml;ber die DIE ZEIT erstmals in Deutschland berichtet.<br>\nRaum sehen die Fachleute des Fonds insbesondere f&uuml;r h&ouml;here Steuern bei Besserverdienern&hellip;<br>\nWenn die Deutschen mit ihren Partnern gleichz&ouml;gen, w&uuml;rde das Aufkommen aus Steuern und Abgaben um 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen&hellip;<br>\nNach Sch&auml;tzungen des Fonds liegt der unter Einnahmegesichtspunkten ideale Spitzensteuersatz bei 55 bis 70 Prozent. Derzeit werden in Deutschland inklusive Reichensteuer maximal 45 Prozent f&auml;llig&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-10\/steuern-iwf-erhoehungen\">Zeit.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: IMF eyes tax potential of the world&rsquo;s super-rich<\/strong><br>\nUS budget crisis should not deflect attention from the fact the rich need to help economies balance the books..<br>\nFirst, it supports the idea of a financial activities tax, which would be levied on the wages and profits of financial institutions. This would be the equivalent of levying VAT on financial services, which are currently exempt. It is the fund&rsquo;s alternative to the financial transaction tax.<br>\nSecond, the IMF thinks it is time to do something about an international tax system that allows companies such as Google and Starbucks to pay little corporate tax. The fund says they can do this because the global tax order is mind-bogglingly complex and outdated. Instead of a race to the bottom where countries compete with each other to offer the lowest rate of corporate tax, it urges co-operation&hellip;<br>\nFinally, the fund comes out in favour of having a long hard look at whether those on the highest incomes should pay more. In some countries, the US in particular, the IMF research suggests the rich are substantially under-taxed.<br>\nOver the past quarter of a century or so, tax systems have tended to become regressive due to the increased reliance on indirect taxes, which weigh more heavily on the less well-off. Despite that trend, income tax is still progressive because the rich pay a large proportion of revenue from that source. The top 10% of earners account for 30%-50% of all revenue from personal income tax and social contributions, with the top 1% accounting on average for 8%.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/business\/2013\/oct\/13\/imf-meeting-united-states-debt-ceiling\">The Guardian<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/fm\/2013\/02\/pdf\/fm1302.pdf\">Fiscal Monitor Oct. 13 &ndash; Taxing Times- World Economic  und Financial Surveys [PDF &ndash; 4.8 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Doch Steuergerechtigkeit und gerechte Verteilung der Lasten scheint f&uuml;r die SPD in den Koalitionsverhandlungen kein Thema mehr zu sein.<\/em><br>\n<em>Siehe auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-10\/steuerlast-deutschland-oecd-vergleich\">Die Gerechtigkeitsl&uuml;cke im Steuersystem &ndash; Das deutsche Steuersystem entlastet zwar Familien im Vergleich zu Singles<\/a>. Aber deswegen ist es noch lange nicht gerecht, wie Zahlen des Industriel&auml;nderklubs OECD zeigen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuervermeidung nicht durch internationales Recht gedeckt<\/strong><br>\nIn einem Feature des L4BB-Netzwerkes wird die weit verbreitete Behauptung in Zweifel gezogen, dass internationale Gesellschaften, die ausgekl&uuml;gelte Mechanismen zur Steuervermeidung nutzen, nicht illegal handeln. Eine g&auml;ngige Argumentation in diesem Zusammenhang wird insbesondere von Wirtschaftsanw&auml;lt_innen vorgebracht, ohne deren Expertise Gro&szlig;unternehmen nicht in der Lage w&auml;ren, systematisch Steuerschlupfl&ouml;cher f&uuml;r den Schutz ihrer Profite vor dem Zugriff der Steuerbeh&ouml;rden nutzen. Sie lautet, als Dienstleister sei ihr Mandat grunds&auml;tzlich darauf begr&uuml;ndet die Steuerlast ihrer Klient_innen innerhalb rechtlicher Parameter zu reduzieren.<br>\nDie Autorin des Features, Adrienne Margolis, zieht hingegen andere juristische Betrachtungsweisen heran, die das Gegenteil nahelegen. Einerseits verweist sie auf die M&ouml;glichkeit, die technische Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuervermeidung aufzugeben zu Gunsten einer weiteren Definition von &bdquo;tax abuse&ldquo;, also dem Missbrauch von Steuerbefreiungen.<br>\nZum anderen bezieht sie sich auf Erkenntnisse des International Bar Association&rsquo;s Human Rights Institute, die derzeit mit einer Task Force Illegale Finanzstr&ouml;me, Armut und Menschenrechte in einen Kontext stellen. (&hellip;) Der Bericht der Task Force findet Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass der Missbrauch von Steuersparm&ouml;glichkeiten einen Versto&szlig; gegen die Menschenrechte nach internationalem Recht darstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/10\/steuervermeidung-nicht-durch.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der &ldquo;Aktive Staat&rdquo; als Produktivkraft: Kein Kostenfaktor!<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat&ldquo;. So steht es im Grundgesetz. Als robuster Sozialstaat muss er auch zur Gleichwertigkeit der Lebensverh&auml;ltnisse beitragen. Eine wichtige und zentrale Aufgabe! Fakt ist: Die Lebensverh&auml;ltnisse driften immer weiter auseinander.<br>\nImmer mehr Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor. Der Jubel &uuml;ber die sinkende Arbeitslosigkeit geht seit Jahren einher mit einer Ausweitung des Niedriglohnsektors. Die meisten L&ouml;hne aus prek&auml;ren und atypischen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen m&uuml;ssen vom Staat aufgestockt werden. Ein dauerhaft niedriger Lohn bildet die Grundlage f&uuml;r zuk&uuml;nftige Altersarmut. Angst um die Rente und der Run in Immobilienwerte spiegeln das sinkende Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in einen funktionierenden Sozialstaat wieder. Wachstumskr&auml;fte im Binnenmarkt werden so nur z&ouml;gerlich aktiviert.<br>\nDie Bundesrepublik ist auf dem Weg zu einem Gew&auml;hrleistungsstaat, der nur noch das N&ouml;tigste tut und ansonsten den M&auml;rkten und dem Wettbewerb freien Lauf l&auml;sst. Der Staat beraubt sich seiner eigenen Handlungsf&auml;higkeit, lebt von der Substanz und vernachl&auml;ssigt str&auml;flich wichtige Zukunftsinvestitionen. Der Sozialstaat im Besonderen wird als Kostenfaktor, unproduktiv und teuer, diskreditiert. Das ist die Lesart der vergangenen Jahrzehnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.igbau.de\/Der_Aktive_Staat_als_Produktivkraft_Kein_Kostenfaktor.html\">DGB Klartext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Staatsgeheimnis Bankenrettung<\/strong><br>\nEin Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu st&uuml;tzen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldh&auml;usern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden, mit denen derzeit die einen die anderen retten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/rbb-fernsehen\/dokumentation-und-reportage\/staatsgeheimnis-bankenrettung?documentId=17619360\">Rundfunk Berlin-Brandenburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lohndumping<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Dumping per Werkvertrag<\/strong><br>\nDie Arbeitgeber nutzen Leiharbeit und zunehmend Werkvertr&auml;ge nicht nur in Superm&auml;rkten und Schlachth&ouml;fen, sondern auch in der Industrie, um Flexibilit&auml;tsspielr&auml;ume auszuweiten, K&uuml;ndigungsschutz zu unterlaufen und Personalkosten zu senken&hellip;<br>\nSeit die Tarifl&ouml;hne von Leiharbeitern steigen, werden immer &ouml;fter abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte als Werkvertragler zu niedrigen L&ouml;hnen besch&auml;ftigt.[2] In Deutschland arbeiten inzwischen 6,5 Millionen Menschen zu Niedrigl&ouml;hnen. 1,4 Millionen davon m&uuml;ssen zus&auml;tzlich Sozialleistungen als so genannte &raquo;Aufstocker&laquo; beziehen. Laut Studie des N&uuml;rnberger Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdient ein Viertel der Besch&auml;ftigten in Deutschland weniger als 9,54 Euro brutto in der Stunde, die als Niedriglohnschwelle gelten. Damit ist die Geringverdienerquote h&ouml;her als in Staaten wie Zypern, Bulgarien oder Polen. Besonders betroffen von den niedrigen Geh&auml;ltern sind Frauen, J&uuml;ngere, Ausl&auml;nder, Teilzeitkr&auml;fte und Arbeitnehmer in Kleinbetrieben&hellip;<br>\nDie L&auml;nderkammer verabschiedete im September einen &raquo;Gesetzentwurf zur Bek&auml;mpfung des Missbrauchs von Werkvertr&auml;gen und zur Verhinderung der Umgehung von arbeitsrechtlichen Verpflichtungen&laquo;.[6] Dazu sollen &Auml;nderungen im Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz sowie im Betriebsverfassungsgesetz vorgenommen werden mit dem Ziel sch&auml;rferer gesetzlicher Regelungen f&uuml;r Werkvertr&auml;ge und eine klar geregelte Mitbestimmung f&uuml;r Betriebsr&auml;te.<br>\nDagegen laufen die Wirtschaftsverb&auml;nde Sturm&hellip;<br>\n&hellip;nicht sanktionsbew&auml;hrte Appelle an den Gesetzgeber zu richten, wird auch in einer gro&szlig;en Koalition, in der sich die SPD legitimieren muss, keine ann&auml;hernd hinreichende Initiative sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/dumping-per-werkvertrag\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>PIN MAIL AG &ndash; 14 Jahre ohne Lohnerh&ouml;hung<\/strong><br>\nGro&szlig;e Beteiligung an Warnstreiks: Die Zusteller\/innen in Berlin fordern 11,5 Prozent mehr Lohn&hellip;<br>\nAusgehend von den sehr niedrigen L&ouml;hnen der Zusteller\/innen bedeutet das in Euro allerdings weniger, als die Prozentzahl vermuten l&auml;sst. Bisher verdienen die 700 Zusteller\/innen der Pin AG bei einer 40-Stunden-Woche zwischen 1380 und 1430 Euro brutto monatlich. &ldquo;Sie haben seit Bestehen des Unternehmens keine Erh&ouml;hung bekommen&rdquo;, berichtet ver.di-Verhandlungsf&uuml;hrer Roland Tremper &ndash; also seit 14 Jahren nicht. In diesem Zeitraum sind die Lebenshaltungskosten in Berlin allerdings um mehr als 20 Prozent gestiegen.<br>\nNur w&auml;hrend der rund zwei Jahre, als ein gesetzlicher Mindestlohn f&uuml;r die privaten Postdienstleistungen galt, erhielten die Besch&auml;ftigten 9,80 Euro pro Stunde. Damit war im Jahr 2010 Schluss: Die Konkurrenten der Deutschen Post &ndash; allen voran die Pin AG &ndash; klagten gegen den Mindestlohn und gewannen. Die Pin AG senkte den Lohn prompt wieder. Damals ging auch das Vorg&auml;ngerunternehmen Pin Group in die Insolvenz und ist jetzt als Pin Mail AG t&auml;tig. Heute geh&ouml;rt das Unternehmen jeweils zur H&auml;lfte der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und TNT, dem einstigen Konkurrenten unter den Postdienstleistern. Seit der Postmindestlohn gekippt wurde, bem&uuml;ht sich ver.di, mit der Gesch&auml;ftsleitung einen Haustarifvertrag abzuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2013\/ausgabe-06\/gewerkschaft\/regional\/seite-7\/A1\">ver.di Publik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist leider kein Einzelph&auml;nomen, sondern eine weit verbreitete Praxis, dass Belegschaften keine Lohnerh&ouml;hungen erhalten. Ein wesentlicher Umstand, der zu dieser realen Lohnsenkung betr&auml;gt, ist die Tatsache, dass viele Unternehmen nicht Mitglied in einem Arbeitgeberverband und somit nicht tarifgebunden sind.<\/em><br>\n<em>In Osnabr&uuml;ck ist dieses Ph&auml;nomen z.B. in der Callcenter-Branche zu beobachten: Ein Unternehmen vergr&ouml;&szlig;ert sich seit etwa zehn Jahren u.a. mittels Werbung, kann sogar neue Filialen an anderen Standorten errichten und zahlt seit Unternehmensgr&uuml;ndung dieselben Einstiegsgeh&auml;lter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unterwerfung als Freiheit<\/strong><br>\nDie wissenschaftliche Disziplin &raquo;Human Resources&laquo; bestimmt die Personalpolitik der Konzerne. Angestellte werden zum Unternehmer in Sachen eigener Arbeitskraft erkl&auml;rt<br>\nDie &raquo;Ich AG&laquo; aus dem Hartz-Gesetz II schien vielen recht kurios: Arbeitslose sollten ein Unternehmen gr&uuml;nden und mit Hilfe eines Zuschusses vom Jobcenter Selbst&auml;ndige werden. Sie wurden auch als Selbst-Unternehmer oder Selbst-Arbeitgeber bezeichnet. Damit sollte die Arbeitslosigkeit bek&auml;mpft und es sollte dem Bedarf an kosteng&uuml;nstigen Dienstleistungen entsprochen werden. Die Ma&szlig;nahme wurde 2006, zwei Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung, erfolglos abgebrochen. (&hellip;)<br>\nTrotzdem beherrscht der Grundgedanke der sogenannten Ich-AG das &raquo;moderne Personalmanagement&laquo;. Er ist das Leitprinzip einer globalen wissenschaftlichen Disziplin und einer Unternehmenspraxis: Human Resources (HR). Thomas Sattelberger, langj&auml;hriger Personalchef der Deutschen Telekom, &raquo;Leitwolf&laquo; der deutschen HR-Szene, hat bereits 1999 die Initiative &raquo;Wege zur Selbst-GmbH&laquo; gegr&uuml;ndet. Die Mitgliederliste spiegelt das Who is Who der deutschen Wirtschaft wider: Deutsche Bank, Telekom, Bayer, Otto. Die Initiative versteht sich als &raquo;das innovative Netzwerk von Personalprofis: Unternehmer im System Arbeit&laquo;.<br>\nHR geht davon aus, da&szlig; die Besch&auml;ftigten selbst und jeder f&uuml;r sich Unternehmer sind\/ist, Arbeitsunternehmer. Daf&uuml;r sind nicht nur die fachlichen und &uuml;berfachlichen Qualifikationen wichtig, sondern die &raquo;grunds&auml;tzlichen Einstellungen und Haltungen&laquo; der Pers&ouml;nlichkeit. Hier fehle es bei den Besch&auml;ftigten bisher an der &raquo;richtigen Einstellung&laquo;. Motto: Unternehmen brauchen den ganzen Menschen. Was ist aber mit &raquo;grunds&auml;tzlich&laquo; gemeint, was mit der &raquo;richtigen&laquo; Einstellung? Die HR-Vertreter wagen es nicht, offen auszusprechen, worum es ihnen geht, n&auml;mlich um den Profit der Privateigent&uuml;mer und die Privilegien des Leitungspersonals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/09-17\/019.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.E.-F.:<\/strong> Guter Artikel, der darauf hinweist wie sich die Herrschaftsseite bereits perfektioniert hat und schon seit Schr&ouml;ders Kanzlerschaft die Kontrolle &uuml;ber Hochschulen und ThinkTanks &uuml;bernimmt.<\/em><br>\n<em>Zum Gl&uuml;ck gibt es noch Attac, wo auch wissenschaftlich tragf&auml;hige Gegenansichten ausgearbeitet und in die &Ouml;ffentlichkeit gebracht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Berliner Schneckenpost<\/strong><br>\nBriefe an einen Fahrradladen in Moabit waren elf Tage unterwegs. Die Post erkl&auml;rt das mit Personalmangel. Auch in anderen Bezirken gibt es Beschwerden &uuml;ber die Zustellung. Laut Gewerkschaft Verdi ist die Arbeitsbelastung f&uuml;r die Brieftr&auml;ger stark gestiegen&hellip;<br>\nDer Fall in Moabit sei extrem, sagen andere Mitarbeiter der Post. Ein bis zwei Tage Versp&auml;tung wegen eines erkrankten Zustellers seien vorstellbar. Aber nicht elf Tage. Denn eigentlich m&uuml;sse die Post AG auf Personalausf&auml;lle reagieren k&ouml;nnen.<br>\nBei der Gewerkschaft Verdi wiederum melden sich Zusteller, die &uuml;ber schlecht organisierte Arbeitsabl&auml;ufe und Stress klagen. Die Arbeitsbelastung der Postmitarbeiter sei in der Vergangenheit stark gestiegen, die Zustellbezirke seien vergr&ouml;&szlig;ert worden, sagt Lutz K&auml;mmerer von Verdi. Hier mache sich der Spardruck im Unternehmen bemerkbar. Dass Postsendungen liegen bleiben, werde dann teilweise in Kauf genommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/zustellungsprobleme-die-berliner-schneckenpost,10809148,24659686.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klaedens Wechsel zu Daimler wird Justizfall<\/strong><br>\nDer Wechsel des scheidenden Staatsministers im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, zum Automobilkonzern Daimler hat ein juristisches Nachspiel. Nach Informationen des &ldquo;Spiegel&rdquo; pr&uuml;ft die Berliner Staatsanwaltschaft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Offenbar liegt eine Strafanzeige vor, in der von Klaeden Vorteilsannahme und Vorteilsgew&auml;hrung im Zusammenhang mit seinem Wechsel zu Daimler vorgeworfen wird.<br>\nDie Strafanzeige, so zitiert das Magazin einen Staatsanwaltschaftssprecher, sei von einer &ldquo;Rechtsanwaltskanzlei im Auftrag eines nicht benannten Mandanten&rdquo; erstattet worden. Jetzt wird gepr&uuml;ft, ob sich daraus der Anfangsverdacht einer Straftat ergibt. Die Ermittlungen k&ouml;nnten aber fr&uuml;hestens am 22. Oktober eingeleitet werden, da von Klaeden als Bundestagsabgeordneter bis dahin immun ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article121044326\/Klaedens-Wechsel-zu-Daimler-wird-Justizfall.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bankenkriminalit&auml;t<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hypo Group Alpe Adria: Ermittler wittert &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Kriminalfall Europas&rdquo; seit 1945<\/strong><br>\nDie Hypo Group Alpe Adria entwickelt sich f&uuml;r &Ouml;sterreich und Bayern zum Milliardengrab. Der Chefermittler h&auml;lt die Klagenfurter Skandalbank gar f&uuml;r einen Hort des organisierten Verbrechens &ndash; sie habe mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern und bestechlichen Politikern kooperiert.<br>\nDer Fall der Hypo Group Alpe Adria ist nach den Worten des internen Chefermittlers Christian B&ouml;hler &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Kriminalfall Europas nach dem Zweiten Weltkrieg&rdquo;. Ermittlungen in dieser Dimension habe es bisher nicht gegeben. &ldquo;Wir haben mit unseren 15 Mitarbeitern allein 6,5 Millionen elektronischer Dokumente zu sichten&rdquo;, sagte B&ouml;hler der Wiener Tageszeitung &ldquo;Der Standard&rdquo;. Die Banker der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) h&auml;tten in S&uuml;dosteuropa oft mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern, Milit&auml;rs und hochrangigen, bestechlichen Politikern kooperiert. &ldquo;Kleine Provinzbanker, die sich mit solchen Leuten ins Bett legen, m&uuml;ssen mit Problemen rechnen&rdquo;, sagte der Chefermittler dem Blatt.<br>\nDie kriselnde HGAA hatte sich mit Gesch&auml;ften auf dem Balkan verspekuliert. Die BayernLB hatte die Hypo 2007 gekauft und nach Milliardenverlusten 2009 an &Ouml;sterreich zur&uuml;ckgegeben, wo sie notverstaatlicht wurde. Dem &ouml;sterreichischen Steuerzahler droht die Zahlung von mehreren Milliarden Euro an weiteren Rettungsgeldern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/fahnder-ueber-hypo-group-alpe-adria-groesster-kriminalfall-europas-a-928827.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>JPMorgan soll 13 Milliarden Dollar Strafe zahlen<\/strong><br>\nMit einer Zahlung von 13 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) will die US-Gro&szlig;bank JPMorgan Chase offenbar einen Schlussstrich unter Ermittlungen wegen umstrittener Hypothekengesch&auml;fte ziehen. Auf diese vorl&auml;ufige Summe habe sich das Institut mit dem US-Justizministerium geeinigt, berichtete die &ldquo;New York Times&rdquo; am Samstag in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen.<br>\nDie Vereinbarung soll am Freitag bei einem Telefonat von US-Justizminister Eric Holder mit f&uuml;hrenden Vertretern der Bank geschlossen worden sein. Damit k&ouml;nnten mehrere Streitigkeiten zwischen JPMorgan Chase und dem US-Justizministerium sowie dem Bundesstaat New York beigelegt werden. Allein das US-Justizministerium f&uuml;hrt gegen JPMorgan mehr als ein halbes Dutzend Ermittlungsverfahren &ndash; etwa wegen mangelnder Informationen von Investoren beim Verkauf von Hypothekenkrediten oder wegen der Beteiligung an der Manipulation des Libor-Zinssatzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/vorlaeufige-einigung-im-hypothekenstreit-jpmorgan-soll-13-milliarden-dollar-strafe-zahlen-2065744.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Th&uuml;ringen &uuml;bersch&uuml;ttet gestrandete Spanier mit Hilfe<\/strong><br>\nSie waren in Th&uuml;ringen gestrandet, ohne Arbeit, in desolaten Unterk&uuml;nften. Jetzt ergie&szlig;t sich &uuml;ber die 128 Spanier von Erfurt eine F&uuml;lle von Jobangeboten. Mehr als die H&auml;lfte hat bereits eine Stelle. Doch wer nicht ganz unten anfangen will, hat es schwer. (&hellip;)<br>\nEs sind Leute wie Hannelore Neher, die Mitarbeiter brauchen. Die Besitzerin des Quality Hotels am Tierpark in Gotha hat bereits zwei Spanier als Azubis eingestellt, nun will sie noch einmal zwei dazunehmen. &ldquo;Hoch motiviert&rdquo; seien ihre neuen Arbeitskr&auml;fte, sagt Neher: &ldquo;Denen ist geholfen, und mir ist geholfen.&rdquo; Schlie&szlig;lich finden Th&uuml;ringens Hotel- und Gastronomiebetriebe kaum noch junges einheimisches Personal. Th&uuml;ringens Geburtenraten sind seit der Wiedervereinigung eingebrochen, viele junge Familien ziehen weg &ndash; und die Arbeit im Gastgewerbe gilt als unattraktiv.<br>\nDa kommen die Spanier gerade recht. &ldquo;Unsere Betriebe haben bereits 40 Praktikums- und Ausbildungsvertr&auml;ge abgeschlossen&rdquo;, sagt Dirk Ellinger, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Hotel- und Gastst&auml;ttenverbandes (Dehoga) in Th&uuml;ringen. &ldquo;Zwischen 20 und 25 k&ouml;nnten noch in den n&auml;chsten Tagen dazu kommen.&rdquo; Das finanzielle Risiko f&uuml;r die Betriebe ist &uuml;berschaubar: Hotelbesitzerin Neher etwa zahlt ihren neuen Azubis im Monat nur 525 Euro. Die Zentrale Arbeitsvermittlung (ZAV) des Bundes, die mit ihrem Programm &ldquo;The Job of my Life&rdquo; um Arbeitskr&auml;fte aus S&uuml;deuropa buhlt, stockt das Gehalt der S&uuml;deurop&auml;er mit F&ouml;rdermitteln auf 818 Euro auf.<br>\nDen Job ihres Lebens finden aber nur wenige der Gestrandeten. Die meisten m&uuml;ssen wohl erst einmal als Tellerw&auml;scher, K&uuml;chenhelfer oder Zimmerreiniger anfangen &ndash; obwohl sie teilweise ganz andere Berufsausbildungen oder Studieng&auml;nge abgeschlossen haben. Und wer nicht in die Gastronomie oder Altenpflege will, f&uuml;r den wird es schwer, in Th&uuml;ringen die passende Stelle zu kriegen. Zumal es bei vielen noch mit dem Deutsch hapert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/thueringen-matthias-machnig-sorgt-fuer-jobs-fuer-gestrandete-spanier-a-928573.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 525 Euro Gehalt, die &ndash; nat&uuml;rlich, vom wem sonst! &ndash; vom Steuerzahler auf eine Existenzsicherung unterste Sohle aufgestockt werden; damit ist klar, was f&uuml;r Fachkr&auml;fte gesucht sind: ganz, ganz billige. Bei &uuml;ber <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Navigation\/Statistik\/Statistik-nach-Regionen\/Politische-Gebietsstruktur\/Thueringen-Nav.html\">100.000 Arbeitslosen und Unterbesch&auml;ftigten alleine in Th&uuml;ringen<\/a> ist die Behauptung eines Arbeitskr&auml;ftemangels einfach l&auml;cherlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>DBG und Milit&auml;rpolitik: Entspanntes Verh&auml;ltnis <\/strong><br>\nDie F&uuml;hrung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) forciert die Verankerung der milit&auml;rpolitischen Doktrin der Bundesregierung in den Gewerkschaften. J&uuml;ngster Ausdruck dieser Entwicklung ist ein f&uuml;r kommende Woche in Berlin angek&uuml;ndigter &ldquo;Friedens- und Sicherheitspolitischer Workshop&rdquo; des DGB, zu dem fast ausschlie&szlig;lich Bef&uuml;rworter der deutschen Kriegspolitik als Referenten geladen sind. Unter den Vortragenden findet sich beispielsweise ein Vertreter des beim Vorstand der Industriegewerkschaft Metall angesiedelten &ldquo;Arbeitskreises Wehrtechnik und Arbeitspl&auml;tze&rdquo;. Das Gremium hat in der Vergangenheit immer wieder den Umbau der Bundeswehr zur weltweit agierenden Interventionsarmee und die Ausweitung der deutschen R&uuml;stungsexporte unterst&uuml;tzt. Auf der Rednerliste stehen au&szlig;erdem Mitarbeiter offizieller milit&auml;rpolitischer Beraterst&auml;be. Mittlerweile hat sich energischer Protest gegen die Veranstaltung formiert. Die Kritiker bezeichnen diese offen als &ldquo;Schlag ins Gesicht der Friedens- und Antikriegsbewegung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58716\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&uuml;tzenpanzer Puma hat &bdquo;gravierende M&auml;ngel&ldquo;<\/strong><br>\nAuf den Sch&uuml;tzenpanzer Puma wartet die Bundeswehr nun schon seit sechs Jahren. Und sie wird noch l&auml;nger warten m&uuml;ssen. Das erkl&auml;rte Thomas de Maizi&egrave;re am Freitag in Berlin.<br>\nDer neue Sch&uuml;tzenpanzer vom Typ &bdquo;Puma&ldquo; kann wegen zahlreicher M&auml;ngel derzeit nicht an die Bundeswehr ausgeliefert werden. Es gebe bislang &bdquo;keine Grundlage f&uuml;r die &Uuml;bernahme in die Nutzung&ldquo;, sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re am Freitag in Berlin. Es gebe unter anderem Probleme mit der Elektronik, der Software, den Sichtm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Fahrer sowie mit dem Gewicht. Zusammen mit den Herstellerfirmen Rheinmetall und Krauss-Maffei-Wegmann solle nun an Nachbesserungen gearbeitet werden. Wann eine Lieferung des Panzers erfolgen k&ouml;nne, sei derzeit unklar.<br>\nDer &bdquo;Puma&ldquo; soll den 1971 eingef&uuml;hrten Sch&uuml;tzenpanzer Marder abl&ouml;sen. Die Auslieferung an die Bundeswehr soll eigentlich 2014 beginnen. Bis 2020 will die Bundeswehr 350 Exemplare beschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/prestige-panzer-macht-probleme-schuetzenpanzer-puma-hat-gravierende-maengel-_aid_1133687.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Pannenserie unter Bundesverteidigungsministers de Maizi&egrave;re m&ouml;chte offenbar kein Ende nehmen. Ob er der neuen Bundesregierung angeh&ouml;ren wird, kann bezweifelt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Video: US-Drohnen &uuml;ber der Oberpfalz<\/strong><br>\n&Uuml;ber 800 Kilo schwer, eine Spannweite von rund 10 Metern, ausger&uuml;stet mit einer Kamera &ndash; Drohnen der US-Armee sollen in Zukunft zwischen den Truppen&uuml;bungspl&auml;tzen Grafenw&ouml;hr und Hohenfels hin- und herfliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/bayerisches-fernsehen\/sendungen\/quer\/131017-quer-drohnen-102.html\">BR<\/a><\/li>\n<li><strong>Milit&auml;rtechnik: Experten werfen US-Regierung Entwicklung neuer Atomwaffen vor<\/strong><br>\nDie USA investieren viele Milliarden Dollar in ihr Atomwaffen-Arsenal. Ein Forscherverband kritisiert jetzt rasant steigende Kosten &ndash; und wirft Washington vor, unter dem Deckmantel der Modernisierung neue Waffen zu entwickeln. Die sollen auch in Deutschland stationiert werden.<br>\n&Uuml;ber nukleare Abr&uuml;stung hat Barack Obama schon viel geredet. In seiner Prager Ansprache 2009 entwarf er, frei nach dem Motto &ldquo;Yes, we can!&rdquo;, die Vision einer Welt ohne Atomwaffen. In seiner Berliner Rede im Sommer dieses Jahres war er dann schon wesentlich bescheidener: Die Zahl der amerikanischen Atomwaffen k&ouml;nnte um ein Drittel sinken, gesetzt den Fall, die Russen spielten bei den Verhandlungen mit.<br>\nDoch die Realit&auml;t sieht anders aus, wie Kritiker jetzt erneut bem&auml;ngeln. Der US-Forscherverband Union of Concerned Scientists (UCS) hat einen umfangreichen Bericht &uuml;ber die Modernisierung des amerikanischen Atomwaffen-Arsenals vorgestellt. Von Abr&uuml;stung ist darin nicht besonders viel zu erkennen. Dar&uuml;ber hinaus werfen die Wissenschaftler der US-Regierung vor, &uuml;ber die reine Instandhaltung ihrer Atomwaffen hinauszugehen und praktisch neue Waffensysteme zu entwickeln.<br>\nDie Regierung in Washington steht schon lange vor einem Dilemma: Die letzte US-Atomwaffe wurde 1990 entwickelt und basiert auf der Technologie der siebziger Jahre. Seit 1992 haben die USA ihre unterirdischen Bombentests gestoppt und sind seitdem auf Computersimulationen angewiesen. Zugleich aber altert das Arsenal. Um die Sicherheit und Zuverl&auml;ssigkeit der Waffen zu gew&auml;hrleisten, sind ungeheure Investitionen notwendig. Denn noch immer verf&uuml;gen die USA &uuml;ber rund 7700 Atomsprengk&ouml;pfe, von denen 2150 aktiv sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/technik\/ucs-wirft-us-regierung-entwicklung-neuer-atomwaffen-vor-a-928588.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Haushaltspolitik <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA: Vom Gesetzgeber zum Krieger<\/strong><br>\nJene republikanischen Abgeordneten, die auf die Idee gekommen waren, zwei Routineabstimmungen &uuml;ber den n&auml;chsten Zwischenhaushalt und eine Anhebung der Schuldenobergrenze an die Bedingung zu kn&uuml;pfen, die verhasste Gesundheitsreform zu stoppen, haben tats&auml;chlich die USA zum Gesp&ouml;tt der Welt gemacht &ndash; und dem eigenen Land einen wirtschaftlichen Schaden zugef&uuml;gt, der nach vorl&auml;ufigen Berechnungen bei rund 24 Milliarden Dollar liegt. Dass diese gew&auml;hlten Tea-Party-Leute dazu &uuml;berhaupt die M&ouml;glichkeit haben, liegt am politischen System. Das hat inzwischen nicht mehr viel mit dem Anspruch zu tun, eine der &auml;ltesten Demokratien zu organisieren, sondern erweist sich immer &ouml;fter als dysfunktional. &ndash; Mickey Edwards, republikanischer Abgeordneter zwischen 1977 und 1993, sagt, die heutigen Republikaner f&uuml;hlten sich gar nicht als Gesetzgeber (die Aufgabe des Kongresses), sondern als Krieger f&uuml;r die republikanische Sache. Und das hei&szlig;t, sp&auml;testens seit Newt Gingrichs &ldquo;konservativer Revolution&rdquo; von 1994: Schlag Demokraten und Linksliberale, wo immer du sie findest. Im Parlament bedeutet diese Polarisierung, alle Schutzvorkehrungen f&uuml;r die Minderheitsrechte zur Blockade zu verwenden. Der ber&uuml;hmte &ldquo;Filibuster&rdquo; des Senats etwa: Die Gesch&auml;ftsordnung sieht vor, dass nur mit mindestens 60 der 100 Stimmen beschlossen werden kann, eine Debatte zu beenden und zur Abstimmung zu schreiten. Ergebnis heute: Wer 41 Stimmen hat, bildet eine Sperrminorit&auml;t und kann verhindern, dass die Mehrheit ein Gesetz verabschiedet. Kam der &ldquo;Filibuster&rdquo; fr&uuml;her nur ausnahmsweise zum Einsatz &ndash; ist er heute die Regel. Im Ergebnis hei&szlig;t das: Jeder kann fast alles blockieren, aber niemand kann etwas durchsetzen. Bedeutsame Reformen waren in den USA schon immer schwer zu erreichen. Inzwischen klappt nicht einmal mehr das Routinegesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F10%2F19%2Fa0151&amp;cHash=107a552ed2bacf897044f453c68e0294\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: Der angerichtete Schaden <\/strong><br>\nDie Verwaltung l&auml;uft wieder, und wir sind nicht in Zahlungsverzug geraten. Alles wieder im Lot, nicht wahr?<br>\nNicht wirklich. Erstens hat der Kongress nur f&uuml;r eine vor&uuml;bergehende L&ouml;sung gestimmt, und es ist durchaus m&ouml;glich, dass wir in ein paar Monaten wieder genau das Gleiche erleben. Sie sagen vielleicht, die Republikaner m&uuml;ssten wahnwitzig sein, eine neuerliche Konfrontation zu provozieren. Aber es war Wahnwitz, diese hier zu provozieren, und warum sollte man annehmen, sie h&auml;tten etwas dazugelernt?<br>\nDar&uuml;ber hinaus aber muss man aber ganz klar sehen, dass der durch Blockierung und Erpressung entstandene wirtschaftliche Schaden nicht erst mit der Stilllegung der Verwaltung durch die GOP begonnen hat. Nein, das ist ein kontinuierlicher Prozess, der auf die republikanische &Uuml;bernahme des Repr&auml;sentantenhauses im Jahre 2010 zur&uuml;ckgeht. Und der Schaden ist gro&szlig;: Die Arbeitslosigkeit in Amerika w&auml;re bedeutend niedriger, h&auml;tte die Mehrheit im Repr&auml;sentantenhaus den Aufschwung nicht so stark untergraben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/10\/18\/opinion\/krugman-the-damage-done.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>10 Reasons Why the Tea Party is So Unpopular<\/strong><br>\nNow that the federal government has reopened and its debt limit raised, the Tea Party is more unpopular with Americans than ever&mdash;including among moderate Republicans&mdash;polls are finding, with analysts asking if the Tea Party is part of the GOP at all.<br>\n&ldquo;The Tea Party is less popular than ever, with even many Republicans now viewing the movement negatively. Overall, nearly half of the public (49 percent) has an unfavorable opinion of the Tea Party, while 30 percent have a favorable opinion,&rdquo; the Pew Research Center For People And The Press said in its latest poll and report [3].<br>\n&ldquo;For Republicans, the decline is steepest among those who describe themselves as moderate or liberal. Today, only about a quarter (27 percent) of moderate and liberal Republicans have a favorable opinion of the Tea Party movement, down 19 points from June,&rdquo; Pew said [4], after surveying 1,500 adults over 18 across the country between Oct. 9 and 13. &ldquo;Yet the Tea Party&rsquo;s ratings have also declined among conservative Republicans, from 74 percent favorable in June to 65 percent now.&rdquo;<br>\nSince the standoff ended, there&rsquo;s been no shortage of media reports [5] about the Republican Party tearing itself apart&mdash;with rightwingers accusing leaders in Congress of &ldquo;surrender&rdquo; and finger pointing at usual targets such as the media&rsquo;s supposedly liberal bias. Tea Party leaders such as former South Carolina Sen. Jim DeMint, now president of the Heritage Foundation, vowed in a Wall Street Journal column [6] Friday that the fight to destroy the Affordable Care Act will continue. Meanwhile, another Tea Party darling, Kentucky&rsquo;s Sen. Rand Paul, is AWOL in this fracas, perhaps nursing his 2016 presidential bid.<br>\nBut no one should think that the Tea Party&rsquo;s latest failures will make them go away. This faction, as epitomized by Texas Sen. Ted Cruz declaring that the shutdown was a victory, is unapologetic, arrogant and proud of it. As Pew notes, Tea Partiers share 10 beliefs and causes that make most Americans cringe&mdash;not just Democrats but millions of moderate and liberal Republicans. Let&rsquo;s look at those views and values, according to Pew [7].<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/print\/tea-party-and-right\/tea-party-more-unpopular-ever\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><strong>4 in 5 in USA face near-poverty, no work<\/strong><br>\nFour out of 5 U.S. adults struggle with joblessness, near-poverty or reliance on welfare for at least parts of their lives, a sign of deteriorating economic security and an elusive American dream.<br>\nSurvey data exclusive to The Associated Press points to an increasingly globalized U.S. economy, the widening gap between rich and poor, and the loss of good-paying manufacturing jobs as reasons for the trend.<br>\nThe findings come as President Obama tries to renew his administration&rsquo;s emphasis on the economy, saying in recent speeches that his highest priority is to &ldquo;rebuild ladders of opportunity&rdquo; and reverse income inequality.<br>\nAs nonwhites approach a numerical majority in the U.S., one question is how public programs to lift the disadvantaged should be best focused &mdash; on the affirmative action that historically has tried to eliminate the racial barriers seen as the major impediment to economic equality, or simply on improving socioeconomic status for all, regardless of race.<br>\nHardship is particularly growing among whites, based on several measures. Pessimism among that racial group about their families&rsquo; economic futures has climbed to the highest point since at least 1987. In the most recent AP-GfK poll, 63% of whites called the economy &ldquo;poor.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.usatoday.com\/story\/money\/business\/2013\/07\/28\/americans-poverty-no-work\/2594203\/\">USA today<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fast-Food Giants Make Billions While Their Workers Use Billions In Welfare Benefits<\/strong><br>\nTwo new studies profile the worst employers in America.<br>\nWages at America&rsquo;s fast-food chains are so low that millions of employees have been receiving at least $7 billion a year in welfare benefits between 2007 and 2011, according to a new study by University of California and University of Illinois labor economists.<br>\n&ldquo;Our research estimates the public cost of low wages&mdash;low wage jobs in the fast food industry,&rdquo; said Ken Jacobs, chair of the U.C. Berkeley Center for Labor Research and Education. &ldquo;We specifically focus on the core, frontline fast-food workforce. These are people you are most likely to see when you walk into a fast-food restaurant.&rdquo;<br>\n&ldquo;The median wage for these workers is $8.65 an hour,&rdquo; Jacobs said Tuesday. &ldquo;Only 13 percent have health benefits through their employer. The combination of low wages, meager benefits and often part-time hours means that many of the families of fast-food workers must rely on taxpayer-funded safety net programs to make ends meet.&rdquo;<br>\nBut the billions in taxpayer subsidies is only half of the story, the labor economists said, because a companion report, also released Tuesday, found that the 10 largest fast-food chains made more than $15 billion in profits and shareholder give-backs in 2012&mdash;revealing the industry could afford to pay living wages.<br>\nThe 10 biggest chains earned $7.44 billion in profits in 2012, National Employment Law Project (NELP) found. The 10 chains, with 2.25 million workers, account for &ldquo;nearly 60 percent, or $3.8 billion, of the almost $7 billion in public costs associated with their low-wage, no-benefit business model,&rdquo; it said. These corporate-run franchises granted &ldquo;more than $53 million in compensation to their highest-paid executives and an additional $7.7 billion in dividends and buybacks to shareholders.&rdquo;<br>\nThe 10 largest fast-food chains are McDonald&rsquo;s, Yum Brands (Pizza Hut, Taco Bell, KFC), Subway, Burger King, Wendy&rsquo;s, Dunkin&rsquo; Donuts, Dairy Queen, Little Cesar&rsquo;s, Sonic, and Domino&rsquo;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/corporate-accountability-and-workplace\/fast-food-giants-make-billions-while-workers-welfare\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Am idealen Gef&auml;ngnis bauen<\/strong><br>\nDie Botschaft ist eindeutig: Die Geheimdienste wissen alles. Aber was folgt daraus f&uuml;r die &Uuml;berwachten &ndash; Durchschnittsb&uuml;rger wie Terroristen?<br>\n&bdquo;America knows everything&ldquo; &ndash; Amerika wei&szlig; alles. Das bekommt Johannes Niederhauser von einem US-Grenzbeamten ins Gesicht gesagt. Der junge Hobbymusiker und gelegentliche Autor f&uuml;r das Vice-Magazin hatte nachgefragt, woher der Beamte bestimmte Informationen &uuml;ber ihn habe. Am Flughafen in Minneapolis wurde er nach eigenen Angaben &uuml;ber mehrere Stunden verh&ouml;rt &ndash; und dann nach Europa abgeschoben.<br>\nWenigstens ist er nicht in einem kenternden Boot auf hoher See sich selbst &uuml;berlassen worden. So kann Niederhauser sich &uuml;ber seine vergleichbar privilegierte Ausgangssituation noch freuen und dann ein wenig fluchen &uuml;ber die Unbequemlichkeit eines verwehrten Grenz&uuml;bertritts. Dass aber ein beliebiger Grenzposten pers&ouml;nlichste Daten (darunter mutma&szlig;lich den Inhalt privater Emails) anscheinend auf Knopfdruck abrufen kann, dar&uuml;ber sollte Niederhauser sich ernsthaft Sorgen machen.<br>\nTotale &Uuml;berwachung hat n&auml;mlich nicht nur den praktischen Auftrag Daten zu sammeln und auszuwerten. Dar&uuml;ber hinaus sendet ihre Existenz alleine auch eine Botschaft. &bdquo;America knows everything&ldquo; &ndash; das ist die Botschaft der NSA an den Rest der Welt. Ob deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden sich nur bescheidener geben oder tats&auml;chlich signifikant weniger wissen als ihre amerikanischen Partnerdienste wissen wir nicht.<br>\n&Uuml;berhaupt wissen wir sehr wenig. Andy M&uuml;ller-Maguhn (CCC), der den Spiegel in Bezug auf die Snowdenfiles ber&auml;t, sch&auml;tzt ein, dass &bdquo;etwa 5 %&ldquo; des Materials bisher ver&ouml;ffentlicht seien. Er verweist auf eine Webseite, die halbernst vorrechnet, dass bei der aktuellen Publikationsgeschwindigkeit vom Guardian et al noch gut 26 Jahre bis zur kompletten Offenlegung vergehen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Folgen-der-NSA-Enthuellungen\/!125772\/\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Greenwald-Kritiker &ndash; Manche nennen es Journalismus<\/strong><br>\nDer Umgang mancher Journalisten mit ihrem Kollegen Glenn Greenwald, dem Kontaktmann des NSA-Enth&uuml;llers Edward Snowden, offenbart eine tiefe Krise der Medien: Deren &ouml;konomisch gef&auml;hrdete Grundlage zerst&ouml;ren sie auch noch inhaltlich&hellip;<br>\nSeltsam an der Sache ist nun nicht, dass sich ein Medienstar unserer Zeit einen neuen Arbeitgeber sucht, seltsam ist auch nicht, dass im Jahr 2013 ein Philantrop, Aktivist und Carnegie unserer Tage auf die Idee kommt, selbst etwas zu tun, wo er einen institutionellen Mangel beobachtet.<br>\nSeltsam ist eher die schauprozesshafte Panik, mit der Teile, immerhin liberale Teile der englischen und amerikanischen Medien einen Kollegen verfolgen, der, wie es die BBC-Frau mehr feindlich als anerkennend sagte, &ldquo;verantwortlich&rdquo;, &ldquo;responsible&rdquo; ist f&uuml;r die Snowden-Enth&uuml;llungen.<br>\nWie ist denn dieses Gift in die K&ouml;pfe von Journalisten gedrungen?<br>\nWie k&ouml;nnen sie in einem freien Land tats&auml;chlich solche Orwell-S&auml;tze schreiben, dass der Staat schon wissen wird, was gut f&uuml;r uns ist?<br>\nIst das nur die Angst um die eigene Position, die Angst vor der medialen Herausforderung durch &ldquo;das Internet&rdquo;?<br>\nReicht das als Erkl&auml;rung etwa f&uuml;r den klebrigen Populismus von Kirsty Wark, die sich zur Sprecherin der von ihr vermuteten schweigenden Mehrheit der Briten machte, die sich doch &ldquo;durchaus sicher f&uuml;hlen&rdquo;, so sagte sie es, durch die Spionage von NSA und GCHQ?<br>\nWas ist los mit einem Journalismus, der die Grundlagen, die &ouml;konomisch gef&auml;hrdet sind, inhaltlich gleich selbst zerst&ouml;rt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/kolumne-von-georg-diez-ueber-glenn-greenwald-a-928633.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>The Military-Industrial Pundits: Conflicts of Interest Exposed for TV Guests Who Urged Syrian War<\/strong><br>\nNew research shows many so-called experts who appeared on television making the case for U.S. strikes on Syria had undisclosed ties to military contractors. A new report by the Public Accountability Initiative identifies 22 commentators with industry ties. While they appeared on television or were quoted as experts 111 times, their links to military firms were disclosed only 13 of those times. The report focuses largely on Stephen Hadley, who served as national security adviser to President George W. Bush. During the debate on Syria, he appeared on CNN, MSNBC, Fox News and Bloomberg TV. None of these stations informed viewers that Hadley currently serves as a director of the weapons manufacturer Raytheon that makes Tomahawk cruise missiles widely touted as the weapon of choice for bombing Syria. He also owns over 11,000 shares of Raytheon stock, which traded at all-time highs during the Syria debate. We speak to Kevin Connor of the Public Accountability Initiative, a co-author of the report.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2013\/10\/18\/the_military_industrial_pundits_conflicts_of?autostart=true\">Democracy Now!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Euro-Krisenl&auml;nder<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenland: Ein Herz f&uuml;r Reeder<\/strong><br>\nAthen befindet sich erneut im Clinch mit der Troika. Wer kontrolliert die Pr&uuml;fer?<br>\nEtwas anders als sonst gibt sich die Regierung Samaras diesmal entschlossen, sich nicht allen Forderungen der Troika zu unterwefen. So genannte horizontale Ma&szlig;nahmen, sprich das planlose K&uuml;rzen von L&ouml;hnen und Renten bei gleichzeitiger Erh&ouml;hung von Kopfsteuern, schlie&szlig;t Samaras kategorisch aus. Er wei&szlig; allerdings, dass unter den gegebenen Umst&auml;nden sonst seine Parlamentsmehrheit in Gefahr w&auml;re. Schlie&szlig;lich zeigen die endg&uuml;ltigen Wirtschaftszahlen f&uuml;r 2012, dass die Rezession mit dem Rettungsplan der Troika erneut 6,4 Prozent betrug. Samaras spielt offen mit der Androhung von Neuwahlen, was den Koalitionspartner PASOK bereits in Alarm versetzt hat. (&hellip;)<br>\nSeit 2011 hatte das Finanzministerium sukzessive die Heiz&ouml;lbesteuerung angehoben. Vorgebliches Ziel war es, den Schwarzhandel einzud&auml;mmen. Das &Ouml;l f&uuml;r die Schifffahrt lie&szlig; man jedoch unangetastet. An die offensichtlich ebenfalls am Schmuggel verdienenden Raffinerien trauten sich weder Regierung noch Troika ran (Morddrohung wegen eines Berichts &uuml;ber Dieselschmuggel). Weiterhin bekommen auch die ohnehin von Einkommenssteuern verschonten Reeder ihren Kraftstoff steuerfrei, w&auml;hrend die B&uuml;rger f&uuml;r einen Liter Heiz&ouml;l den Preis f&uuml;r Diesel zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40128\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Andalusien: Enteignung zugunsten verschuldeter Familien<\/strong><br>\nAndalusiens &ldquo;Gesetz zur sozialen Nutzung von Wohnraum&rdquo; f&uuml;hrt erstmals zu einer Enteignung auf Zeit. Das soll &uuml;berschuldete Familien bei Wohnungsverlust vor ihren Gl&auml;ubigern sch&uuml;tzen. Statt die Familie, die mit ihren Ratenzahlungen in R&uuml;ckstand geriet, auf die Stra&szlig;e zu setzen, wurde der Besitzer der Wohnung in der Stadt Huelva enteignet. Der Besitzer ist ein Spekulationsfonds, der unsichere Kreditvertr&auml;ge von Spaniens gr&ouml;&szlig;ter Sparkasse, der katalanischen Caixa, aufgekauft hatte. &ldquo;Es w&auml;re eigentlich die Aufgabe der Zentralregierung gewesen, f&uuml;r Gerechtigkeit zu sorgen und ein Gesetz zu erlassen, das Schuldenfreiheit bei R&uuml;ckgabe der Wohnung erm&ouml;glicht&rdquo;, verteidigt die Pr&auml;sidentin der andalusischen Autonomieregierung, Susana D&iacute;az Pacheco, die Enteignung. Wer die Wohnung verliert, dem wird von seinen Schulden nur ein Sch&auml;tzwert abgezogen. Bleibt ein Rest, was dank der geplatzten Spekulationsblase meist zutrifft, muss dieser weiter abbezahlt werden. Landesweit 400.000 Zwangsr&auml;umungen z&auml;hlen die Betroffenenorganisationen seit Beginn der Krise 2007. Die Opfer sitzen auf der Stra&szlig;e und sind trotzdem hoch verschuldet. Die Konservativen unter Mariano Rajoy, die in Madrid regieren, haben daran bisher nichts Wesentliches ge&auml;ndert. &ndash; Es k&ouml;nnte dem Wohnungsmarkt und den Banken schaden, f&uuml;rchtet die EU. Zuletzt erkl&auml;rte der wirtschaftspolitische Sprecher der EU-Kommission, die Troika aus Kommission, Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds werde pr&uuml;fen, wieweit das Gesetz mit der Bankenrettung vereinbar sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F10%2F17%2Fa0065&amp;cHash=17ccac31cf6c1cd185f601e445e46a22\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Wir befinden uns im Jahre 2013 n.Chr. Ganz Europa ist von der Troika besetzt&hellip; Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Iberern bev&ouml;lkerter Landstrich h&ouml;rt nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. &hellip; &rdquo; Fortune und Gottes Segen!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Russland f&uuml;r Russen<\/strong><br>\nZumindest f&uuml;r die ehemalige Hauptstadt der Sowjetunion l&auml;sst sich konstatieren, was auf den ersten Blick wie ein Paradox erscheint: Rechtsextreme Denkweisen waren im Bewusstsein der russischen Bev&ouml;lkerung kaum jemals so fest verankert wie heute. Gleichzeitig befindet sich die rechte Szene nach wiederholten Spaltungsprozessen in einer tiefen Krise. Anders als in vielen europ&auml;ischen Staaten ist in Russland vorerst nicht mit einer erstarkenden parlamentarischen Pr&auml;senz extrem rechter Parteien zu rechnen. Seit der ersten Pr&auml;sidentschaft von Wladimir Putin hat sich der Handlungsspielraum f&uuml;r die extreme Rechte im politischen Mainstream auf ein Minimum reduziert. Die Zulassungen zu Wahlen erhielten nur wenige ausgew&auml;hlte Parteien. Unter den derzeit knapp &uuml;ber 70 registrierten Parteien ist das extrem rechte Spektrum jedenfalls fast nicht vertreten, wenngleich sich einzelne, nicht explizit der Rechten zugeh&ouml;rige Parteien durch nationalpatriotische Inhalte hervortun. Wie sich an der gro&szlig;en Zustimmung zu homophoben Gesetzen und der eifrigen Gesetzt&auml;tigkeit in der Duma zur Durchsetzung der systematischen Ausgrenzung von MigrantInnen messen l&auml;sst, finden sich faschistoide Elemente zumindest bei einzelnen VertreterInnen aller etablierter Parteien.<br>\nDie relative St&auml;rke der extremen Rechten bleibt bislang auf die &sbquo;Stra&szlig;e&rsquo; beschr&auml;nkt. Im vergangenen Sommer eskalierte die ohnehin weit verbreitete fremdenfeindliche Stimmung in einem solchen Ma&szlig;, dass innerhalb k&uuml;rzester Zeit bei Umfragen zumindest in der russischen Hauptstadt die Folgen von Migration als dringlichstes Problem benannt wurden. Alle anderen seit Jahren an der Spitze stehenden Themen wie Korruption, Verkehrskollaps und kommunale Wohnungswirtschaft wurden auf untere R&auml;nge verwiesen. Bereits seit Herbst 2012 organisieren AktivistInnen der &raquo;Russkije&laquo;, die &raquo;Liga zur Verteidigung Moskaus&laquo; und allen voran die &raquo;Swetlaja Rus&laquo;-Razzien an Wohnorten von MigrantInnen &ndash; gelegentlich sogar unter Beteiligung der Migrationsbeh&ouml;rde, die jedoch Kontakte zu rechten Organisationen bestreitet. Auf dieser Welle gr&uuml;ndete sich mit dem &raquo;Schild Moskaus&laquo; eine Gruppierung, die personelle &Uuml;berschneidungen mit ultrarechten Fu&szlig;ballhooligans und, was ebenfalls in der rechten Szene nicht untypisch ist, kremlnahen Jugendorganisationen aufweist. &ndash; Rassistisch motivierte Gewalt geh&ouml;rt schon seit vielen Jahren zum russischen Alltag. Allein seit Jahresbeginn wurden mindestens 15 Menschen ermordet. Die Dunkelziffer d&uuml;rfte allerdings weitaus h&ouml;her ausfallen, denn h&auml;ufig k&ouml;nnen die genauen Hintergr&uuml;nde und T&auml;ter selbst in Mordf&auml;llen nicht eindeutig ermittelt werden. Weniger folgenreiche &Uuml;bergriffe kommen meist gar nicht erst zur Anzeige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iz3w.org\/zeitschrift\/ausgaben\/339_Neofaschismus\/weinmann\">iz3w<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider ist es so, dass von Athen &uuml;ber London bis Moskau Ausgrenzung ein probates Mittel ist, von den strukturellen M&auml;ngeln aktueller Politik abzulenken. Wenn dann wie in obigem Artikel in Moskau Migration vor Themen wie Korruption, Verkehrskollaps und kommunale Wohnungswirtschaft als dringlichstes Problem genannt wird, ist diese Strategie erfolgreich aufgegangen. In Moskau war die Reaktion der Regierung auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen letzten Sonntag in Birjuljowo-West, einem Trabantenviertel Moskaus, die selbst die ber&uuml;chtigte Bereitschafts-Einheit Omon nicht in den Griff bekam, nicht etwa ein verst&auml;rktes Vorgehen gegen russische Neonazis, sondern eine &ouml;ffentlichkeitswirksame Gro&szlig;razzia gegen Migranten. Etwa 1200 &uuml;berwiegend aus dem <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/panorama\/reaktion-auf-ausschreitungen-1200-migranten-nach-rechten-krawallen-festgenommen-2064395.html\">Kaukasus stammende Gastarbeiter wurden vor&uuml;bergehend festgenommen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Man darf wohl jetzt schon voraussagen, dass auch bei uns die Migrationswellen aus Bulgarien und Rum&auml;nien in die sozialen Brennpunkte unserer von Bund und L&auml;ndern im Stich gelassenen Kommunen bald auf die wenigen in der Kriminalstatistik aufgefallenen Sinti und Roma reduziert werden &ndash; derzeitige Sprachregelung: Armutsmigranten. Unter den Industriel&auml;ndern der Alt-EU f&auml;llt derzeit insbesondere die Regierung  Gro&szlig;britanniens auf. Premierminister David Cameron erkl&auml;rte am 11. Oktober in einer Rede vor dem Institute of Government in London die Einwanderungszahlen bis 2015 auf unter 100.000 Personen zu reduzieren.  Die britische Innenministerin Theresa May hat gleichzeitig das entsprechende Gesetzesvorhaben vorgestellt. Straff&auml;llig gewordene Ausl&auml;nder sollen leichter ausgewiesen werden k&ouml;nnen. Vor allem aber werden Ma&szlig;nahmen gegen Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung versch&auml;rft:  Wohnungsbesitzer sollen pr&uuml;fen, ob potenzielle Mieter eine Aufenthaltsgenehmigung haben. &Auml;rzte sollen ebenfalls pr&uuml;fen, ob ausl&auml;ndische Patienten ein g&uuml;ltiges Visum haben. Banken sowie F&uuml;hrerscheinbeh&ouml;rden sollen die Aufenthaltsgenehmigungen von Kunden und Antragstellern pr&uuml;fen. Wer das nicht tut, dem drohen Geldstrafen. Diese Politik treibt recht seltsamen Bl&uuml;ten, &uuml;ber die man lachen k&ouml;nnte, wenn nicht eine fremdenfeindliche Atmosph&auml;re eben dadurch verst&auml;rkt w&uuml;rde. So kam es im Sommer zum Probeeinsatz von Lieferwagen, auf denen illegale Einwanderer in gro&szlig;en Buchstaben zur Ausreise aufgefordert wurden. Die sogenannten &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/immigrationspolitik-london-fordert-illegale-per-sms-zum-gehen-auf-12623574.html\">Go-Home-Vans<\/a>&ldquo;, die durch Londoner Stadtteile mit einem hohen Anteil illegaler Einwanderer geschickt wurden, k&ouml;nnten demn&auml;chst im ganzen Land zum Einsatz kommen.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131021_hwt_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler, Die nationalen Trauerfestspielwochen<\/strong><br>\nAufh&ouml;ren, Herr Becker, aufh&ouml;ren!<br>\nObwohl, die Idee ist eigentlich super: die Feiertage der schlechten Laune. Die nationalen Trauerfestspielwochen<br>\nUnd damit sich der allgemeinen Miesepimpelei auch wirklich keiner entziehen kann, laufen gleichzeitig im Fernsehen auf allen Programmen nur die Wiederholungen der ersch&uuml;tterndsten TV-Dramen der letzten Jahre.<br>\nIm Ersten nichts Neues.<br>\nMit dem Zweiten sieht man schw&auml;rzer.<br>\nZum Dritten geht es in den Keller.<br>\nUnd dann rund um die Uhr nur so Themen wie Zwangsprostitution, Kindesmissbrauch und Massentierhaltung. Bis Weihnachten nur Depressions-Themenwochen. H&ouml;lle auf Erden, Tod auf Rezept, Teufel in allen entsetzlichen Details. Und nat&uuml;rlich s&auml;mtliche Talkshows auf thematischem Halbmast.<br>\n&bdquo;Extrem schlecht gelaunte Menschen bei Maischberger.&ldquo;<br>\nUntertitel: &bdquo;Ich kann Eure Visagen nicht mehr sehen.&ldquo;<br>\nMit Arnulf Baring, Boris Becker, Friedrich M&auml;rz, Erika Steinbach und Cindy aus Marzahn verkleidet als Sarah Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/\/sendungsbeitraege\/2013\/1019\/schmickler.jsp;jsessionid=88A6D889D95F30153969266CE25A5E0A\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18988"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28498,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18988\/revisions\/28498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}