{"id":19001,"date":"2013-10-22T09:05:32","date_gmt":"2013-10-22T07:05:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001"},"modified":"2015-11-09T13:48:21","modified_gmt":"2015-11-09T12:48:21","slug":"hinweise-des-tages-1991","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h01\">Orwell 2.0 &ndash; auch in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h02\">Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h03\">SPD: Nach dem Beschluss &uuml;ber die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h04\">Vom Verschwinden der B&uuml;rgerrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h05\">Hypo Group Alpe Adria: &ldquo;Banker haben sich pers&ouml;nlich bereichert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h06\">Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h07\">Steuerhinterziehung &ndash; Fr&uuml;herer Top-Banker der UBS festgenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h08\">Ungleichheit: R&uuml;ckfall in die zwanziger Jahre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h09\">Arm, arbeitslos und unpolitisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h10\">Mindestlohn: M&uuml;nchau kratzt nicht mal an der Oberfl&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h11\">Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h12\">Neoliberalismus &ndash; Helfen bedeutet also verlieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h13\">Das Denken der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h14\">Neonazistische Mobilmachung im Zuge der Krise <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h15\">Paul Krugman: Lausige Argumente gegen Medicaid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h16\">Ausl&auml;nderfeindliche Wahlplakate mindern Leistung von Sch&uuml;lern mit Migrationshintergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h17\">Hochschul-Barometer: Finanzielle Unsicherheit d&auml;mpft Stimmung an deutschen Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h18\">Senatschef verteidigt Schavan-Berufung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h19\">Quartalsauflagen: wenig Licht, viel Schatten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h20\">Peter Brandt: &ldquo;Mein Vater hat sich nicht verstellt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h21\">Buchbesprechung: Ulrike Herrmann &ldquo;Der Sieg des Kapitals&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001#h22\">Dr. Oetker &ndash; Ganz normale Nazis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19001&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0 &ndash; auch in Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frankreich reagiert schockiert auf Ausma&szlig; der NSA-Spionage<\/strong><br>\nMehr als 70 Millionen Telefonverbindungen: Laut einem Zeitungsbericht soll der US-Geheimdienst NSA massenhaft die Telefondaten franz&ouml;sischer B&uuml;rger ausgesp&auml;ht haben. Mit einer Erkl&auml;rung will sich Paris dieses Mal nicht zufriedengeben&hellip;<br>\nFrankreichs Innenminister Manuel Valls bezeichnete die Enth&uuml;llungen als &ldquo;schockierend&rdquo;. Er verlange pr&auml;zise Erkl&auml;rungen von den US-Beh&ouml;rden. &ldquo;Wenn ein verb&uuml;ndetes Land in Frankreich oder einem anderen europ&auml;ischen Land spioniert, ist das vollkommen inakzeptabel&rdquo;, sagte Valls.<br>\nDer franz&ouml;sische Au&szlig;enminister Laurent Fabius k&uuml;ndigte an, der US-Botschafter in Paris werde noch am Montagvormittag in sein Ministerium einbestellt. Frankreich wolle nun eine schnelle Versicherung, dass diese Methoden nicht mehr angewandt w&uuml;rden.<br>\nDie franz&ouml;sische Regierung wusste seit einigen Monaten von den Sp&auml;haktionen &ndash; das Ausma&szlig; wird nun mit den Le Monde-Enth&uuml;llungen klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ausspaeh-enthuellungen-frankreich-reagiert-schockiert-auf-ausmass-der-nsa-spionage-1.1799526\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vergleichbar Reaktionen h&auml;tte man sich auch von der deutschen Regierung gew&uuml;nscht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Comment la NSA espionne la France<\/strong><br>\nParmi les milliers de documents soustraits &agrave; la NSA par son ex-employ&eacute; figure un graphique qui d&eacute;crit l&rsquo;ampleur des surveillances t&eacute;l&eacute;phoniques r&eacute;alis&eacute;es en France. On constate que sur une p&eacute;riode de trente jours, du 10 d&eacute;cembre 2012 au 8 janvier 2013, 70,3 millions d&rsquo;enregistrements de donn&eacute;es t&eacute;l&eacute;phoniques des Fran&ccedil;ais ont &eacute;t&eacute; effectu&eacute;s par la NSA.<br>\nL&rsquo;agence dispose de plusieurs modes de collecte. Quand certains num&eacute;ros de t&eacute;l&eacute;phone sont utilis&eacute;s dans l&rsquo;Hexagone, ils activent un signal qui d&eacute;clenche automatiquement l&rsquo;enregistrement de certaines conversations. Cette surveillance r&eacute;cup&egrave;re &eacute;galement les SMS et leur contenu en fonction de mots-cl&eacute;s. Enfin, de mani&egrave;re syst&eacute;matique, la NSA conserve l&rsquo;historique des connexions de chaque cible.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/technologies\/article\/2013\/10\/21\/comment-la-nsa-espionne-la-france_3499758_651865.html%20\">Le Monde<\/a><\/li>\n<li><strong>The Electronic Police State &ndash; 2008 National Rankings<\/strong><br>\nOur rankings for the year of 2008 show China and North Korea occupying the top spots as the most complete Electronic Police States in the world, followed by Belarus and Russia. Next, however, we leave communist and recently-communist states, with the UK (England\/Wales), the United States and Singapore following closely on their heels.<br>\nWe ranked 52 major states. The map below displays their rankings:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131022_hwt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/secure.cryptohippie.com\/pubs\/EPS-2008.pdf\">Cryptohippie [PDF &ndash; 294 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Deutschland liegt in diesem Ranking der elektronischen polizeistaatlichen &Uuml;berwachung auf Platz 10.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Gottkonzern<\/strong><br>\nAmerikas Intellektuelle warnen vor der wachsenden Macht des Silicon Valley. Doch niemand beschreibt die Zukunft so d&uuml;ster wie Dave Eggers. In &ldquo;The Circle&rdquo; geht es um ein Giga-Google, das die Gesch&auml;ftsfelder von Twitter, Facebook und PayPal schluckt und die Totalkontrolle &uuml;ber das Leben und Denken der Menschheit erringt. Ein beklemmender Roman &uuml;ber eine Zukunft, die in Sichtweite zu sein scheint.<br>\nDie kulturelle Definitionsmacht des Silicon Valley macht Amerikas kritischer Intelligenz durchaus Sorgen. Aber in Panik verfallen, wenn das Google-Streetview-Auto um die Ecke biegt, wie die Europ&auml;er? Ach wo. Google, Twitter und Facebook, sogar Amazon sch&auml;tzt man nicht nur f&uuml;r das reibungslose Funktionieren ihrer Dienste; sie konnten sich auch &uuml;berzeugend als Nebenerben jenes heroischen Rebellentums ausgeben, dessen Tradition bis zu den Beatniks und Woodstock zur&uuml;ckreicht.<br>\nDoch das &auml;ndert sich gerade. Ein amerikanischer Intellektueller nach dem anderen schie&szlig;t in ungewohnter Sch&auml;rfe auf die &ndash; so der Tenor &ndash; Usurpatoren unseres Geistes und unseres Lebens. Und es sind nicht nur &auml;ltere, linke Wertkonservative von der Ostk&uuml;ste, Leute wie Jonathan Franzen, die nicht l&auml;nger f&uuml;rchten, sich mit ihren Mahnungen als &ldquo;Ludditen&rdquo; oder &ldquo;Netz-Analphabeten&rdquo; l&auml;cherlich zu machen. Mit Dave Eggers (&ldquo;Ein herzzerrei&szlig;endes Werk von umwerfender Genialit&auml;t&rdquo;, &ldquo;Zeitoun&rdquo;) hat nun ein alles andere als weltferner 43-J&auml;hriger aus Kalifornien die bislang d&uuml;sterste Warnung vor den Digitalkraken geschrieben. Sein Roman &ldquo;The Circle&rdquo; beschreibt eine best&uuml;rzend nahe Zukunft, in der ein Giga-Google, das die Gesch&auml;ftsfelder von Twitter, Facebook und PayPal geschluckt hat, die Totalkontrolle &uuml;ber das Leben und Denken der Menschheit erringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/david-eggers-roman-the-circle-der-gottkonzern-1.1798566\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Austerit&auml;tspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel macht ernst &ndash; Mehr Rechte f&uuml;r EU-Kommission<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel macht sich stark f&uuml;r eine formelle &Auml;nderung der EU-Vertr&auml;ge, die unter anderem der Br&uuml;sseler EU-Kommission mehr Kompetenzen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik verschaffen w&uuml;rde.<br>\nSo k&ouml;nnte die Kommission unter anderem das Recht bekommen, mit jedem Euro-Staat eine Art Vertrag f&uuml;r mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit, Investitionen und Haushaltsdisziplin abzuschlie&szlig;en. Solche sogenannten contractual arrangements w&auml;ren gespickt mit Zahlen und Fristen, also jederzeit &uuml;berpr&uuml;fbar. Als Gegenleistung w&uuml;rde sich f&uuml;r die Staaten ein schon seit l&auml;ngerem diskutiertes Extra-Budget f&uuml;r die Euro-Zone mit zweistelligen Milliardensummen &ouml;ffnen. Ebenso aufgenommen werden k&ouml;nnte die Installierung eines hauptamtlichen Euro-Gruppen-Chefs, einer Art &ldquo;Euro-Finanzminister&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/merkel-will-eu-vertraege-aendern-und-mehr-rechte-fuer-eu-kommission-a-928768.html\">SPON<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das deutsche Austerit&auml;tsdiktat soll also, durch die Einschr&auml;nkung der Souver&auml;nit&auml;t der nationalen Parlamente, auf die gesamte EU ausgedehnt werden. Am deutschen Wesen &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spanien hat am meisten neue Schulden gemacht<\/strong><br>\nKrisenland Spanien hat im Irland als gr&ouml;&szlig;ten Schuldenmacher Europas abgel&ouml;st. Spaniens Loch im Staatshaushalt, das durch Kredite gef&uuml;llt werden musste, belief sich 2012 auf 10,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das meldet die Statistikbeh&ouml;rde Eurostat nach &Uuml;berarbeitung der Defizitdaten.<br>\nBeim Vergleich der gesamten Schulden eines Landes mit dessen Wirtschaftsleistung steht Griechenland am ung&uuml;nstigsten da. Die Verpflichtungen Athens summierten sich Ende 2012 auf 165,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Auf Griechenland folgen Italien mit 127 und Portugal mit 117,4 Prozent. Spanien steht mit 86 Prozent noch vergleichsweise gut da. Erst in der vergangenen Woche hat die Regierung in Madrid allerdings in Aussicht gestellt, dass der Schuldenberg weiter wachsen und im Jahr 2015 die Marke von 100 Prozent &uuml;bersteigen wird.<br>\nIm laufenden Jahr hat die Verschuldung der Krisenl&auml;nder weiter zugenommen, wenn auch langsamer als zuvor. Die Griechen stehen mittlerweile mit 175 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in der Kreide.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/spanien\/eurozone-spanien-hat-am-meisten-neue-schulden-gemacht-12626932.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein Beleg, dass die Austerit&auml;tspolitik, die betroffenen L&auml;nder nur immer tiefer in die Krise st&uuml;rzt. Man darf aber sicher sein, dass diese Erkenntnis in Merkels vulg&auml;r&ouml;konomischen Kosmos nicht existiert (siehe oben).<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2293754\/\">Junge Wissenschaftler verlassen in Scharen das Land<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Massenproteste gegen Sparma&szlig;nahmen in Portugal<\/strong><br>\n&ldquo;Sie wollen uns sogar unserer W&uuml;rde berauben&rdquo;, hat Carlos Cabral am Samstag in der portugiesischen Hauptstadt erkl&auml;rt, warum er sich an dem neuen Massenprotest beteiligt hat. Zahllose Menschen waren erneut in Lissabon auf den Stra&szlig;en, um den R&uuml;cktritt der konservativen Regierung unter Pedro Passos Coelho und ein Ende der harten K&uuml;rzungspolitik zu fordern. &ldquo;Wir m&uuml;ssen gegen diese Regierung protestieren, die ich leider nur als Gaunerbande bezeichnen kann&rdquo;, f&uuml;gte der Rentner an. Neben ihm vor dem Rednerpult im Stadtteil Alc&aacute;ntara stand bei der Kundgebung Jacinto Tavares, der sich &uuml;ber die neuen geplanten Rentenk&uuml;rzungen erregt und um seine Rente betrogen f&uuml;hlt. &ldquo;Ich bin 95 Jahre alt, habe mit 16 zu arbeiten begonnen und viele Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt.&rdquo;<br>\nDie Rentner sind neben den Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst erneut diejenigen, die die K&uuml;rzungspl&auml;ne im neuen Haushalt besonders hart treffen sollen. Der ins Parlament eingebrachte Entwurf sieht Ausgabenk&uuml;rzungen von 3,9 Milliarden Euro vor, das sind 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Deshalb haben sich auch viele Rentner nun dem Protest gegen &ldquo;Ausbeutung und Verarmung&rdquo; angeschlossen, zu dem der gr&ouml;&szlig;te Gewerkschaftsverband CGTP aufgerufen hatte. &ldquo;Das ist eine klare Nachricht der Ablehnung der Regierung und ihres Haushalts 2014&rdquo;, sagte der CGTP Chef Armenio Carlos vor der riesigen Menge. Den Haushalt bezeichnete er als einen neuen &ldquo;brutalen Angriff auf das portugiesische Volk&rdquo;. Genaue Zahlen f&uuml;r die Beteiligung in Lissabon liegen nicht vor, doch allein in der nordportugiesischen Stadt Porto sollen sich 50.000 Menschen am parallelen Protest beteiligt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/155173\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Gegen Ausbeutung und Verarmung<\/strong><br>\nDie Folgen der Sparpolitik in Europa sorgen weiter f&uuml;r Proteste. Zehntausende gingen in Italien und Portugal auf die Stra&szlig;e. In Rom kam es zu Ausschreitungen.<br>\nZehntausende Menschen haben in Italien und Portugal gegen die Sparpolitik ihrer Regierungen protestiert. In Rom gingen am Samstag nach Angaben der Organisatoren rund 70.000 Demonstranten auf die Stra&szlig;en, laut Polizei waren es etwa 50.000.<br>\nIn den portugiesischen St&auml;dten Lissabon und Porto versammelten sich unter dem Motto &bdquo;Gegen Ausbeutung und Verarmung&ldquo; ebenfalls mehrere zehntausend Menschen.<br>\nItalien leidet seit zwei Jahren unter einer Rezession, der l&auml;ngsten in der Nachtkriegsgeschichte des Landes. Derzeit wird im Parlament &uuml;ber den Haushaltsentwurf f&uuml;r 2014 debattiert, der nach den Einschnitten der vergangenen Jahre weitere drastische Sparma&szlig;nahmen unter anderem bei den Sozialausgaben vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Proteste-in-Europ\/!125850\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es &uuml;berrascht nicht, dass die fortw&auml;hrenden Massenproteste gegen die aberwitzige Austerit&auml;tspolitik in den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern, hier kaum thematisiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erheblicher Geburtenr&uuml;ckgang in Griechenland<\/strong><br>\nIn Griechenland ist die Geburtenrate um zehn Prozent gesunken, auf etwa 100.000 Kinder pro Jahr. Schuld ist der Sparkurs: Finanzhilfen an Eltern, auch an Eltern von kinderreichen Familien, wurden gek&uuml;rzt oder gestrichen. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit m&uuml;ssen Paare genau &uuml;berlegen, ob sie ein Kind finanzieren k&ouml;nnen&hellip;<br>\nIn Griechenland wurden allein im letzten Jahr 5000 Babys weniger geboren. Der Geburtenr&uuml;ckgang ist viel h&ouml;her als in anderen L&auml;ndern und die Ursache liegt in der finanziellen Krise, in der wir stecken. Die Geburtenrate ist mittlerweile auf 1,1 Kinder pro Frau gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/2293127\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorhang auf f&uuml;r ein neues Krisenmanagement!<\/strong><br>\nVier Jahre Krise in Europa und kein Ende in Sicht. Die medial so positiv gefeierten Wachstumszahlen des zweiten Quartals 2013 waren keine Trendwende, sondern saisonale Effekte, die mit Beginn der kalten Jahreszeit und dem Ende des Wahlkampfmodus schnell verpuffen d&uuml;rften. In den Krisenl&auml;ndern der EU herrscht nach wie vor der &ouml;konomische und soziale, teilweise auch politische Ausnahmezustand. Die wirtschaftliche Rezession wird dabei in den n&auml;chsten Monaten auch ihren Weg in die solventen L&auml;nder finden. Auch Deutschland wird hiervon betroffen sein. Logisch, denn wer fast 60 Prozent seines BIP in die europ&auml;ischen Nachbarstaaten exportiert, wird die dort herrschende Nachfrageschw&auml;che empfindlich zu sp&uuml;ren bekommen&hellip;<br>\nDie Nachfrageschw&auml;che in S&uuml;deuropa ist hausgemacht. K&uuml;rzungen von L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern, Renten und Pensionen um bis zu 20 Prozentpunkte lassen den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern kein Geld zum Konsumieren, in der Folge leidet die Realwirtschaft und die klammen Staaten nehmen weniger Steuern ein. Unterbrochene Wirtschaftskreisl&auml;ufe, h&ouml;here Schuldenst&auml;nde und neue Refinanzierungsengp&auml;sse sind die Folge. Die unbedingte Austerit&auml;tspolitik schadet &agrave; la longue ihren Erfindern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/aussenpolitische-herausforderungen-der-neuen-bundesregierung\/artikel\/detail\/vorhang-auf-fuer-ein-neues-krisenmanagement\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD: Nach dem Beschluss &uuml;ber die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD-Linke beharrt auf Steuererh&ouml;hungen<\/strong><br>\nBis Weihnachten steht die neue Bundesregierung, gibt sich der th&uuml;ringische SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie am Montag im RBB-Inforadio optimistisch. Aber auch er erwartet harte Koalitionsverhandlungen. Parteiintern wird noch um Kernfragen gerungen.<br>\nDer kleine SPD-Parteitag hat am Sonntag zwar mit gro&szlig;er Mehrheit f&uuml;r die Aufnahme von Gespr&auml;chen gestimmt und das Votum mit zehn Kernforderungen verkn&uuml;pft &ndash; zentrales Thema ist dabei der Mindestlohn. Auf Steuererh&ouml;hungen beharrte die SPD nicht mehr.<br>\nDoch die SPD-Linke str&auml;ubt sich jetzt. Die Parteilinke Hilde Mattheis sagte im ARD-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo;: &ldquo;Es geht jetzt darum, auch von den f&uuml;nf Prozent Reichsten einen Beitrag f&uuml;r diese Gesellschaft zu bekommen, und das haben wir nicht aus dem Blick genommen.&rdquo; Im 35-k&ouml;pfigen Vorstand hatte Mattheis gegen Koalitionsverhandlungen gestimmt. Der linke Fl&uuml;gel der Partei ist allerdings geschw&auml;cht, prominente Mitglieder sind aus dem &ldquo;Forum Demokratische Linke&rdquo; ausgetreten oder erw&auml;gen es. Besonders Mattheis wird kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/koalitionsverhandlungen-spd-linke-beharrt-auf-steuererhoehungen-a-929012.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der angebliche Widerstand der SPD-Linken geh&ouml;rt wohl zur Inszenierung.  Leider gibt es keine bessere Umschreibung als Schmierentheater f&uuml;r das, was die SPD-F&uuml;hrung mit Parteikonvent und Mitgliederentscheid als angebliche innerparteiliche Demokratie verkauft. Die SPD hat mit der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen f&uuml;r eine erneute gro&szlig;e Koalition das Fundament f&uuml;r ihren eigenen Untergang gelegt. 2017 wird es entweder eine absolute Mehrheit f&uuml;r die Union geben oder eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition, nachdem die Gr&uuml;nen mit der Wahl der Parteirechten, auch Realos genannt,  &Ouml;zdemir und Simone Peter flei&szlig;ig an ihrer Unionskompatibilit&auml;t arbeiten.<\/em><br>\n<em>Der wesentliche Antreiber f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition auf Seiten der SPD scheint dabei Gabriel zu sein, der, offenbar getrieben vom Ehrgeiz noch einmal ein Ministeramt auf Bundesebene oder gar wom&ouml;glich die Rolle des Vizekanzlers zu ergattern, bereit ist, zentrale sozialdemokratische Wahlversprechen &uuml;ber Bord zu werfen. Eine Partei mit so einem Vorsitzenden braucht keine politischen Gegner mehr.<\/em><br>\n<em>Die Ironie die in dieser Geschichte steckt ist durchaus beachtlich. Bismarck legte die Grundlagen des Sozialstaates mit der Absicht der SPD den politischen R&uuml;ckhalt in der Arbeiterschaft zu nehmen, und die SPD ist die Partei, die den Sozialstaat wieder abgebaut hat bzw. helfen wird die letzten Reste in einer neuen gro&szlig;en Koalition zu beseitigen. Heiner Flassbeck hat es vergangene Woche treffend formuliert: &bdquo;Insofern ist,  &hellip; die gro&szlig;e Koalition, die d&uuml;mmste Idee des Jahrhunderts.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD: Linker Fl&uuml;gel bricht auseinander<\/strong><br>\nIn der SPD bricht der einst starke linke Parteifl&uuml;gel auseinander. Aus dem Sammelbecken &ldquo;Forum Demokratische Linke&rdquo; (DL21) sind bereits der hessische Spitzenpolitiker Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel und nun auch der Wowereit-Vertraute und ehemalige Juso-Chef Bj&ouml;rn B&ouml;hning ausgetreten. B&ouml;hning begr&uuml;ndete seinen Schritt mit der &ldquo;Einflusslosigkeit auf die programmatische Entwicklung der Partei&rdquo; sowie einem fehlenden Pluralismus innerhalb der Parteilinken.<br>\nDie Kritik zielt insbesondere auf die Forums-Sprecherin und Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Ihre Forderung etwa nach einer rot-rot-gr&uuml;nen Ann&auml;herung mitten im Bundestagswahlkampf war fl&uuml;gelintern auf erhebliche Kritik gesto&szlig;en&hellip;<br>\nSchon seit l&auml;ngerem leidet die DL 21 innerparteilich unter schwindendem Einfluss. Anfang des Jahres hatte sich deshalb mit dem &ldquo;Berliner Kreis&rdquo; eine neue Gruppierung gegr&uuml;ndet. Die Koordination der Parteilinken im hatte Ralf Stegner &uuml;bernommen, Landeschef in Schleswig-Holstein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-linker-fluegel-bricht-auseinander-a-928874.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Den Parteivorsitzenden und die dominierende rechte Mehrheit (Seeheimer Kreis, Netzwerker) in der Partei werden sich freuen. Doch eine fl&uuml;gellahme Partei ist nicht mehr zu einem H&ouml;henflug f&auml;hig. Der linke Fl&uuml;gel der SPD war aber schon seit Jahren so schwach, dass die Partei mit dem starken rechten Fl&uuml;gel nur noch im Kreise flog und die Agenda 2010 umkreiste. Siehe dazu auch: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11824\">Aufstieg und Krise der SPD<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sigmar Gabriel: Was mit der Union nicht geht<\/strong><br>\n&bdquo;Kein Altschuldentilgungsfonds, Steuergerechtigkeit, Steuererh&ouml;hung sehr unwahrscheinlich. Unwahrscheinlich Homoehe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/parteitag\/peinliche-spd-panne-vertrauliche-informationen-landen-im-internet-33054790.bild.html\">Bild.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So jedenfalls berichtete ein Delegierter auf einen (geschlossenen) Internetdienst an seine Community aus dem nicht-&ouml;ffentlich tagenden Parteikonvent. Und so wurde diese Nachricht der Bild-Zeitung zugespielt. Ob diese Mitteilung tats&auml;chlich korrekt ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber wahrscheinlich ist sie schon. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18993\">Die SPD degradiert sich zum Mehrheitsbeschaffer f&uuml;r die CDU und CSU<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vom Verschwinden der B&uuml;rgerrechte<\/strong><br>\nZu Beginn der Woche der Koalitionsverhandlungen ist es veranlasst, eine Vermisstenanzeige zu erstatten. Die B&uuml;rgerrechte sind verschwunden. Man sucht sie vergebens auf der Tagesordnung, schaut vergebens in die Kernforderungen des SPD-Konvents. Der angemessene Ausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit ist offenbar nicht mehr relevant.<br>\nWill die SPD die Vorratsdatenspeicherung akzeptieren? Ist der Datenschutz kein Thema mehr? Haben die diversen Geheimdienste also nicht nur die Daten, sondern auch den Datenschutz eingesackt? Ist der NSA-Skandal schon vergessen, w&auml;hrend er noch schwelt? Und wo sind die Konsequenzen aus dem unertr&auml;glichen Versagen der Sicherheitsbeh&ouml;rden beim Morden des &ldquo;Nationalsozialistischen Untergrunds&rdquo;? Wird das Desaster durch Zeitablauf ertr&auml;glicher? Gen&uuml;gt es, dass in M&uuml;nchen ein Strafgericht verhandelt? Wo bleibt die Neuorganisation von Verfassungsschutz und innerer Sicherheit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/koalitionsverhandlungen-von-spd-und-union-vom-verschwinden-der-buergerrechte-1.1799306\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hypo Group Alpe Adria: &ldquo;Banker haben sich pers&ouml;nlich bereichert&rdquo;<\/strong><br>\nChristian B&ouml;hler, Chef-Kriminalist der K&auml;rntner Hypo, erkl&auml;rt wie Deals zwischen &ldquo;Provinzbankern und Schwerstkriminellen&rdquo; liefen<br>\nStandard: Sie arbeiten seit drei Jahren die verd&auml;chtigen Gesch&auml;fte der Hypo auf. Ihre Leute haben 1100 F&auml;lle analysiert und bisher rund hundert Anzeigen eingebracht. Schadensvolumen: eine Milliarde Euro. War die Hypo eine kriminelle Organisation?<br>\nB&ouml;hler: Nicht die Hypo, aber ihre wesent&shy;lichen Player. Von ihnen war jeder geil darauf, zu partizipieren &ndash; aber niemand wollte antizipieren, welche Folgen es hat, wenn man mit &uuml;blen Typen Gesch&auml;fte macht. Die Hypo ist nach dem Jugoslawien-Krieg vor allem in S&uuml;dosteuropa rasant gewachsen. Dort hat sie oft mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern, Militaristen, hochrangigen, bestechlichen Politikern kooperiert. Kleine Provinzbanker, die sich mit solchen Leuten ins Bett legen, m&uuml;ssen mit Problemen rechnen.<br>\nStandard:  Und niemand hat&rsquo;s bemerkt?<br>\nB&ouml;hler: Gute Frage. Aus unseren Ermittlungen ergibt sich, dass die Bank in S&uuml;dosteuropa Beamte bestochen hat, damit, zum Beispiel, die dortige Aufsicht nicht t&auml;tig wird. In &Ouml;sterreich war die Hypo in der Boomphase der Banken nicht im Fokus. Es ging darum, Geld zu machen, den Umsatz zu steigern und Boni zu kassieren. An Nachhaltigkeit hat niemand gedacht. Sie haben Millionen in Steinhaufen investiert, und die Steinhaufen sind heute noch Steinhaufen. Pfeif-mir-nichts-Kapitalismus plus Gier plus kriminelle Energie: Das war die Hypo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1381369103695\/Boehler-Banker-haben-sich-persoenlich-bereichert\">derStandard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerflucht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<strong>Deutschland ein Steuerparadies?<\/strong><br>\nGegen den zigfachen systematischen Steuerbetrug sind die deutschen Staatsschulden Peanuts. Deutsche Kreditinstitute haben hunderttausenden Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen, sie billigend in Kauf genommen oder aktiv gesteuert. Massenhaft kamen und kommen dabei seit Jahrzehnten zur Tarnung des wirklichen Verm&ouml;gensinhabers ausl&auml;ndische, nur zum Schein errichtete Unternehmen zum Einsatz. Wenn der Staat in Kenntnis dessen eine massenhafte Nichtbesteuerung quasi bewusst zul&auml;sst, muss man die Steuergerechtigkeit, der eigentlich jeder B&uuml;rger unterliegen solle, hinterfragen.<br>\nAbhilfe sollte die europaweite Einf&uuml;hrung von Unternehmensregistern, also einer Erweiterung des Handelsregisters um im Ausland zugelassene Unternehmen mit Bezug zum Inland, bringen. Dies ist vorl&auml;ufig gescheitert. Erst in einem solchen Register w&auml;ren dann die eigentlich &ldquo;wirtschaftlich Berechtigten&rdquo; zu benennen gewesen, so dass Steuerhinterzieher bis dahin weiter &uuml;ber Briefkastenfirmen agieren k&ouml;nnten. Der Trick besteht darin, dass im deutschen Handelsregister ein Ausl&auml;nder oder eine ausl&auml;ndische Firma als Unternehmenseigent&uuml;mer benannt ist, ohne dass der daran wirtschaftlich Berechtigte daf&uuml;r offengelegt werden muss. Der eigentlich wirtschaftlich Berechtigte k&ouml;nne auch in Deutschland ans&auml;ssig und steuerpflichtig sein, jedoch w&uuml;rden Ermittlungen meist scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40084\/1.html\">heise.de<\/a> \n<p><strong>Dazu nochmals ein Hinweis auf die sehr gute Themenseite bei arte<\/strong><\/p>\n<li><strong>Steuerflucht &ndash; Wann kippt das System?<\/strong><br>\nGerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, erarbeiten die Banken neue Strategien, um ihren reichen Kunden die Steuerhinterziehung zu erm&ouml;glichen. Die Entlarvung von Steuerfl&uuml;chtlingen wie Amazon und Total macht begreiflich, wie die tiefen L&ouml;cher in Europas Staatskassen entstehen konnten. Wie kann man dem entgegenwirken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/future.arte.tv\/de\/thema\/steuerflucht\">arte<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung &ndash; Fr&uuml;herer Top-Banker der UBS festgenommen<\/strong><br>\nRaoul Weil soll Amerikanern beim Verstecken von Milliarden-Verm&ouml;gen vor dem Fiskus geholfen haben. Jetzt wurde der fr&uuml;here Chef der weltweiten Verm&ouml;gensverwaltung der UBS in einem Hotel in Bologna festgenommen.<br>\nMit Raoul Weil waren 2008 die anr&uuml;chigen Gesch&auml;fte der Schweizer Gro&szlig;bank UBS f&uuml;r amerikanische Steuerfl&uuml;chtlinge offenbar geworden. Weil stand als Leiter der internationalen Verm&ouml;gensverwaltung weit oben in der Bankhierarchie. Aber die Anklage im November 2008 und der internationale Haftbefehl liefen ins Leere.<br>\nNunmehr wurde dem in der Schweiz lebenden Mann eine Reise nach Italien zum Verh&auml;ngnis. Die Polizei nahm ihn in einem Hotel in Bologna fest. Dort hatte er sogar riskiert, unter eigenem Namen zu &uuml;bernachten. Die italienischen Justizbeh&ouml;rden h&auml;tten ein Auslieferungsverfahren gegen ihn er&ouml;ffnet, schreibt die Nachrichtenagentur Ansa.<br>\nDie Amerikaner verd&auml;chtigen den fr&uuml;heren Top-Banker, rund 20.000 ihrer Staatsb&uuml;rger bei der Hinterziehung von 20 Milliarden Dollar Verm&ouml;gen geholfen zu haben. Nach Erhebung der Anklage hatte sich die UBS von Weil getrennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/steuerhinterziehung-frueherer-top-banker-der-ubs-festgenommen-12626922.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ungleichheit: R&uuml;ckfall in die zwanziger Jahre<\/strong><br>\nDie Ungleichheit hat in den Industrienationen zum Teil massiv zugenommen. &Auml;nderungen in der Steuerpolitik, bei der Managerverg&uuml;tung und bei den Kapitaleinkommen haben dazu beigetragen&hellip;<br>\nIn den USA hat sich der Anteil des reichsten Hundertstels an den Markteinkommen zwischen 1976 und 2011 mehr als verdoppelt &ndash; von 9 auf 20 Prozent.<br>\nEin entscheidender Faktor war dabei nach Einsch&auml;tzung der Autoren die Steuerpolitik. Nach ihren Berechnungen besteht ein starker Zusammenhang zwischen dem Spitzensteuersatz und der Einkommensverteilung. In den USA beispielsweise sei der H&ouml;chstsatz bei der Einkommensteuer seit Anfang der 1960er um 47 Prozentpunkte gesunken. Parallel dazu stieg der Einkommensanteil des reichsten Hundertstels um 10 Prozentpunkte. Zwischen Steuersenkungen und Wirtschaftswachstum k&ouml;nnen die &Ouml;konomen dagegen keinen Zusammenhang erkennen. Das hei&szlig;t: Nicht der gesamte Kuchen wird durch Steuergeschenke gr&ouml;&szlig;er, sondern lediglich das St&uuml;ck der Reichsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/44371_44384.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131022_hwt_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131022_hwt_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Das Kuchenst&uuml;ck der Reichsten wird gr&ouml;&szlig;er<br>\nDie Ungleichheit hat in den USA mittlerweile ein &auml;hnliches Niveau erreicht wie in den 1920ern. Auch in Deutschland sind die Anteile der Spitzenverdiener gestiegen, allerdings vergleichsweise moderat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=44385&amp;chunk=1\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arm, arbeitslos und unpolitisch<\/strong><br>\nMit ihrer Studie stellen die Autoren die weit verbreitete Annahme in Frage, dass eine prek&auml;re Wirtschaftslage sich direkt auf die politische Teilhabe auswirkt: &bdquo;Weder der Verlust des Arbeitsplatzes noch ein Einkommensr&uuml;ckgang f&uuml;hren dazu, dass Menschen ihr politisches Engagement einschr&auml;nken&ldquo;, sagt der Politikwissenschaftler Martin Kroh, einer der Autoren der Studie. &bdquo;Viel mehr pr&auml;gt die soziale Herkunft den Grad der politischen Teilhabe in Deutschland.&ldquo;<br>\nDie SOEP-Daten zeigen: In den vergangenen 30 Jahren war die politische Beteiligung von Arbeitslosen und Menschen mit niedrigem Einkommen fast immer geringer als die der restlichen Bev&ouml;lkerung. Diese Ungleichheit hat sich seit den 90er Jahren leicht versch&auml;rft: W&auml;hrend der Anteil der Menschen ohne Arbeit, die sich stark oder sehr stark f&uuml;r Politik interessieren, sich von 30 Prozent auf etwa 19 Prozent im Jahr 2009 verringert hat, ist dieser Anteil unter den Erwerbst&auml;tigen in den vergangenen 30 Jahren vergleichsweise stabil geblieben. Das gleiche gilt f&uuml;r den Anteil der politisch interessierten M&auml;nner und Frauen mit einem geringen Einkommen im Vergleich zum Anteil der politisch interessierten Menschen oberhalb der Armutsrisikoschwelle.<br>\nF&uuml;r ihre Studie hatten die Forscher neben Angaben aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) auch Daten des European Social Survey (ESS) ausgewertet. F&uuml;r den ESS wurden in insgesamt 34 europ&auml;ischen L&auml;ndern zwischen 2002 und 2010 alle zwei Jahre jeweils zwischen 1.000 und 3.000 Menschen in den einzelnen L&auml;ndern befragt.<br>\nDer Blick auf andere europ&auml;ische Demokratien zeigt: Der Grad der Ungleichheit in der politischen Beteiligung nach sozialem Status ist in Deutschland &uuml;berdurchschnittlich hoch.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news556852\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.429633.de\/13-42-1.pdf\">Die Studie [PDF &ndash; 241 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Warum macht das DIW so etwas? Einerseits stellen die Autoren fest: &ldquo;Menschen mit geringem Einkommen und Arbeitsuchende sind politisch weniger interessiert und aktiv als Personen oberhalb der Armutsrisikoschwelle sowie Erwerbst&auml;tige. Die Ungleichheit in der politischen Beteiligung ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europ&auml;ischen Demokratien leicht &uuml;berdurchschnittlich; sie hat sich nach den Daten des Sozio-&ouml;konomischen Panels (SOEP) in den vergangenen drei Jahrzehnten tendenziell erh&ouml;ht.&rdquo; <\/em><br>\n<em>Um dann  einzuschr&auml;nken: &ldquo;Diese Daten zeigen jedoch auch, dass Arbeitslose nicht erst infolge des Jobverlusts und von Armut Betroffene nicht nach dem Einkommensr&uuml;ckgang ihre politische Beteiligung reduzieren, sondern dass ihre geringere politische Teilhabe bereits vor diesen Ereignissen bestand. Sie ist vielmehr st&auml;rker auf ihre soziale Herkunft zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.&rdquo; Und das nur, weil die Betroffenen bereits 1 Jahr vor Arbeitslosigkeit und Armut ein &ldquo;geringes politisches Interesse und Partizipationsniveau aufweisen.&rdquo; K&ouml;nnte es nicht sein, dass Armutsgrenze und Arbeitslosigkeit eine viel zu enge Grenzziehung ist? <\/em><br>\n<em>K&ouml;nnte es nicht sein, dass diese Betroffenen  einer Einkommensschicht (Klasse) angeh&ouml;ren, deren Lebensperspektive immerzu von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht ist, ohne gleich in diese abzudriften. Die soziale Herkunft d&uuml;rfte nichts anderes sein als die Angeh&ouml;rigkeit zu einer Klasse, die sich in Angst und Schrecken vor Armut und Arbeitslosigkeit &ldquo;abschuftet&rdquo;. Und dann dieses ziemlich obskure Geschwister&not;-Studiendesign, als ob das Interesse an Politik von Geschwistern nicht wesentlich durch vorhandene famili&auml;re Strukturen und Lebensvorstellungen gepr&auml;gt ist. Wie ist denn die sozial&ouml;konomische Ausgangslage dieser Geschwister? &ndash; Wenn die Autoren fordern, dass die &ldquo;Verringerung von durch die soziale Herkunft bedingten Bildungsunterschieden, aber auch eine breitere Verankerung demokratischer Bildung&rdquo; in den Schulen stattfinden sollte, dann ist das ein reines Ablenkungsman&ouml;ver. Dieser Einkommensschicht ist weitaus mehr mit Arbeitsbedingungen und einem Lohnniveau gedient, die es erlauben Zeit zu haben, um ein Interesse f&uuml;r Politik zu entwickeln, sich mehr um ihre Kinder zu k&uuml;mmern und eventuell den Kindern in kritischen Schulsituationen eine Nachhilfe angedeihen zu lassen, die die oberen St&auml;nde ihren Kindern dauerhaft angedeihen lassen, damit sie ja mit der Bestnote abschlie&szlig;en. &ndash; Sollten solche krampfhaften Beweisf&uuml;hrungen um soziale Herkunft, dadurch entstandenen Bildungsunterschiede und politische Beteiligung nicht einfach davon ablenken, damit man unger&uuml;hrt sagen kann: Mindestlohn, Lohnerh&ouml;hungen bringen es nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mindestlohn: M&uuml;nchau kratzt nicht mal an der Oberfl&auml;che<\/strong><br>\nM&uuml;nchau ist kein Gegner des gesetzlichen Mindestlohns, sondern bef&uuml;rwortet ihn. Er meint aber, dass dieser nicht zu hoch angesetzt werden darf, damit er keine Arbeitspl&auml;tze vernichtet. Was aber bestimmt, ob ein Mindestlohn oder ein Lohn &uuml;berhaupt zu hoch, zu niedrig oder richtig angesetzt ist? M&uuml;nchau beruft sich auf &ldquo;Erfahrungswerte&rdquo;. Sein erster Fehler dabei ist dieses Eingest&auml;ndnis: &ldquo;Wer allzu theoretisch denkt, wittert schnell einen Versto&szlig; gegen hehre ordnungspolitische Prinzipien.&rdquo; M&uuml;nchau schreibt dies wohlgemerkt, um den Mindestlohn gegen konservative Gegner zu verteidigen. Letztere aber denken gerade nicht theoretisch und kommen genau deswegen nicht zu einem vern&uuml;nftigen praktischen Ergebnis&hellip;.<br>\n Woher aber will M&uuml;nchau wissen bzw. woran macht er den Bereich fest, &ldquo;in dem der Mindestlohn zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit f&uuml;hren k&ouml;nnte&rdquo;? Er verr&auml;t es uns nicht und wei&szlig; es wohl auch nicht; er greift stattdessen lieber zum bequemen Konjunktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/mindestlohnwolfgang-munchauspiegel-online-munchau-kratzt-nicht-mal-an-der-oberflache\/#sthash.KaTLkkDC.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Privatisierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Flop mit Signalwirkung<\/strong><br>\nBertelsmann-Tochter und Stadt W&uuml;rzburg schleichen sich aus gepriesenem Pilotprojekt. Banken, Bundesregierung und EU forcieren Public-Private-Partnership-Vorhaben weiter<br>\nEs ist ein Scheitern mit Signalwirkung: Die Bertelsmann-Tochter Arvato direct services GmbH und die Stadt W&uuml;rzburg haben Ende September einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich geschlossen. Damit wird das gemeinsame Projekt &raquo;W&uuml;rzburg integriert!&laquo; endg&uuml;ltig beendet. Das Vorhaben nach dem Muster Public Private Partnership (&Ouml;ffentlich-private Partnerschaft; PPP) wurde im Mai 2007 mit einem dabei &uuml;blichen Geheimvertrag besiegelt, den der Stadtrat unter der CSU-Oberb&uuml;rgermeisterin Pia Beckmann abnickte. Arvato sollte eine zentrale eGovernment-Plattform entwickeln, &uuml;ber die alle Verwaltungsakte mit den B&uuml;rgern digital get&auml;tigt werden: Kfz- und Einwohneranmeldung, Parkscheine, Geburts- und Ehedokumente, Hundesteuer, Fundb&uuml;ro, F&uuml;hrerscheinfragen, Registrierung neuer Unternehmen. Damit sollten die amtlichen Vorg&auml;nge schneller und einfacher werden. Ziel: Einsparung von 75 Arbeitspl&auml;tzen innerhalb von zehn Jahren.<br>\nArvato spekulierte auf einen zweistelligen Milliardenmarkt j&auml;hrlich, wenn die St&auml;dte ihre Verwaltungen auf eGovernment (elektronische Verwaltung) umstellen. Weil sich aber sonst keine andere Stadt auf das Experiment einlassen wollte, finanzierte das Serviceunternehmen des G&uuml;tersloher Medienkonzerns das Projekt vor und sollte nur ergebnisabh&auml;ngig bezahlt werden. Schon 2008 stockte das Ganze, 2010 war es praktisch beendet. Arvato k&uuml;ndigte und forderte 4,58 Millionen Euro Schadenersatz. Dass das Projekt eigentlich nicht funktionieren konnte, h&auml;tten insbesondere die Profis des Anbieters schon vorher wissen k&ouml;nnen: Nicht alle B&uuml;rger haben einen Internetanschluss. Der bayerische Datenschutzbeauftragte bem&auml;ngelte Sicherheitsl&uuml;cken beim Zugang und innerhalb der Verwaltung. Au&szlig;erdem hatten die mit dem Projekt befassten Besch&auml;ftigten keine Lust, beim Abbau ihrer Arbeitspl&auml;tze selbst mitzuwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-17\/023.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisierungsbremse f&uuml;r Leipzig?<\/strong><br>\nDie B&uuml;rgerinitiative &raquo;Privatisierungsbremse f&uuml;r Leipzig&laquo; will den Verkauf kommunaler G&uuml;ter in der Messestadt erschweren. Dies soll k&uuml;nftig nur noch mit einer Zweidrittelmehrheit im Stadtrat m&ouml;glich sein. F&uuml;r ein entsprechendes B&uuml;rgerbegehren haben die Initiatoren rund 22000 g&uuml;ltige Unterschriften bei der Stadt eingereicht. Damit sei das erforderliche Quorum von f&uuml;nf Prozent der wahlberechtigten Leipziger erf&uuml;llt, best&auml;tigte die Leiterin des zust&auml;ndigen Amtes f&uuml;r Statistik und Wahlen Leipzig, Ruth Schmidt, am Mittwoch auf jW-Nachfrage. Formell ist so die erste H&uuml;rde f&uuml;r einen B&uuml;rgerentscheid genommen. Doch das Verfahren zieht sich hin.<br>\nMitinitiator Mike Nagler bem&auml;ngelte gegen&uuml;ber jW, dass die Verwaltung sich acht Wochen Zeit gelassen habe, die bereits am 22. August eingereichten 25000 Unterschriften zu &uuml;berpr&uuml;fen. Die Bundestagswahl habe Vorrang gehabt, begr&uuml;ndete Amtsleiterin Schmidt die Verz&ouml;gerung. Dies k&ouml;nne Nagler zwar verstehen, nicht aber, dass das Rechtsamt der Stadt bis heute nicht gekl&auml;rt habe, ob die Fragestellung f&uuml;r das B&uuml;rgerbegehren rechtlich einwandfrei ist. So sei der Text bereits im Januar dieses Jahres ver&ouml;ffentlicht und gleichzeitig der Beh&ouml;rde zugestellt worden. Zuvor habe ihn die Initiative ebenfalls juristisch pr&uuml;fen lassen. &raquo;Sp&auml;testens nach dem Eingang der Unterschriften h&auml;tte man sich damit befassen k&ouml;nnen; ich wei&szlig; nicht, was daran so schwer ist&laquo;, r&uuml;gte Nagler. Der angestrebte B&uuml;rgerentscheid sei jedoch &raquo;eine komplexe Angelegenheit mit weitreichenden Folgen&laquo;, meint Schmidt dazu. Sie geht davon aus, dass bis Anfang November mit einer Entscheidung zu rechnen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-17\/046.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neoliberalismus &ndash; Helfen bedeutet also verlieren<\/strong><br>\nEgal aus welchem Blickwinkel: Das Verhalten der Politiker zeigt, dass aus einem sozialen Wert &ndash; der Solidarit&auml;t &ndash; l&auml;ngst ein quantifizierbarer und &ouml;konomisierbarer Wert wurde.<br>\nUm keiner falschen Romantik anzuh&auml;ngen: Auch Spendengelder etwa, die gesammelt und in einen Krisenherd geschickt werden, sind &ouml;konomisierte Solidarit&auml;t. Jeder gibt, was er kann. &bdquo;Solidarit&auml;t ist die Z&auml;rtlichkeit der V&ouml;lker&ldquo;, lautet ein viel zitierter Satz von Che Guevara.<br>\nIm Falle der Einlassung von Innenminister Friedrich wird jedoch nicht dar&uuml;ber verhandelt, was man tun und geben kann, sondern es geht um das Gegenteil: dass man nichts tun und nichts geben will und dass das zum einen moralisch begr&uuml;ndbar und zum anderen mit Zahlen belegbar ist. Deutschland, sagt Friedrich, nehme mehr Fl&uuml;chtlinge auf als jedes andere Land. (Was er nicht macht: diese Zahlen in Beziehung zur Einwohnerzahl oder zur Wirtschaftsleistung zu stellen.) Zw&auml;nge, die durch Zahlen entstehen, begr&uuml;nden, warum nicht Solidarit&auml;t, sondern das Gegenteil, Entsolidarisierung, richtig &ndash; und damit positiv bewertet &ndash; ist.<br>\nEin anderes Beispiel von Entsolidarisierung, das der sonntaz zugetragen wurde: In einem Berliner Krisenbezirk hat die Jugendamtsleiterin die Mitarbeiterinnen k&uuml;rzlich vor eine erpresserische Wahl gestellt. Sie sagte, wenn die Mitarbeiterinnen zu viel Hilfe f&uuml;r Erziehung bewilligten, m&uuml;sste eine Stelle gestrichen werden.<br>\nWas bedeutet das? Familien k&ouml;nnen Erziehungshilfen bekommen, wie etwa Einzelfallhilfe oder Familienhelfer. Die solidarische Gesellschaft hat sich darauf geeinigt, dass das m&ouml;glich sein muss. Nun aber m&uuml;ssen die Jugendamtsmitarbeiterinnen st&auml;ndig bef&uuml;rchten, eine Kollegin existenziell zu sch&auml;digen, wenn sie ihren Klienten Hilfen bewilligen.<br>\nEine gesellschaftliche Vereinbarung wird so auf eine sachfremde Weise &ouml;konomisiert und individualisiert. Die Mitarbeiterinnen m&uuml;ssen entscheiden, mit wem sie sich solidarisieren, mit wem entsolidarisieren &ndash; mit den Klienten oder den KollegInnen. Hinzu kommt, dass sie auch die Verantwortung tragen, wenn sie Hilfen nicht bewilligt haben, und etwa ein Kind durch Vernachl&auml;ssigung stirbt. So wird gesellschaftliche Verantwortung &ouml;konomisiert und zum Problem von Einzelnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Entsolidarisierung-wird-konsensfaehig\/!125787\/%20\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Vereinfachung des passiven Leistungsrechts<\/strong><br>\nDie Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren f&uuml;r Arbeit und Soziales (ASMK) hat im November 2012 die Einrichtung einer Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe zur Vereinfachung des passiven Leistungsrechts &ndash; einschl. des Verfahrensrechts &ndash; im SGB II beschlossen. Nach der Sammlung umfangreicher Rechts&auml;nderungsvorschl&auml;ge von Bundesl&auml;ndern, kommunalen Spitzenverb&auml;nden, Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und dem Deutschen Verein f&uuml;r &ouml;ffentliche und private F&uuml;rsorge hat die Arbeitsgruppe im Juni 2013 unter der Bezeichnung &ldquo;AG Rechtsvereinfachung im SGB II&rdquo; ihre T&auml;tigkeit aufgenommen und in drei Workshops bereits einen Gro&szlig;teil der Vorschl&auml;ge auf Fachebene diskutiert und bewertet. Sozialpolitische und finanzielle Aspektewurden dabei einbezogen, k&ouml;nnen aber auf der Fachebene nicht abschlie&szlig;end bewertet werden&hellip;<br>\nDer Bericht enth&auml;lt eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die Ergebnisse der drei im Sommer 2013 durchgef&uuml;hrten Workshops zu den Themen &ldquo;Einkommen und Verm&ouml;gen&rdquo;, &ldquo;Verfahrensrecht&rdquo; und &ldquo;Kosten der Unterkunft sowie Bedarfsgemeinschaften&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/ASMK-Rechtsvereinfachungen-SGB-II---27.09.2013.pdf\">Pressemitteilung des BMAS und der ASMK bei Harald Thome [PDF &ndash; 486 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vereinfachung hei&szlig;t offenbar Versch&auml;rfung des Leistungsrechts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Denken der Anderen<\/strong><br>\nArgumente und Positionen progressiver europ&auml;ischer Think Tanks im Oktober.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/das-denken-der-anderen\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein &Uuml;berblick &uuml;ber neue Ver&ouml;ffentlichungen von Think-Tanks in unseren Nachbarl&auml;ndern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neonazistische Mobilmachung im Zuge der Krise<\/strong><br>\nDer Aufstieg der Nazipartei Goldene Morgenr&ouml;te in Griechenland.<br>\nDer Journalist Dimitris Psarras, der sich seit Jahren mit dem Rechtsextremismus in Griechenland besch&auml;ftigt, sieht in der neonazistischen griechischen Organisation Chrysi Avgi (Goldene Morgenr&ouml;te) und vergleichbaren Gruppierungen in anderen L&auml;ndern eine wachsende Gefahr f&uuml;r ganz Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rosalux.gr\/sites\/default\/files\/publications\/analysen_neonazistische_mobilmachung.pdf\">Rosa-Luxemburg-Stiftung [PDF &ndash; 418 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Offenbar gibt es ja Bestrebungen der Rechtspopulisten f&uuml;r die Europawahl ein l&auml;nder&uuml;bergreifendes B&uuml;ndnis zu schmieden. Angesichts der traditionell geringen Wahlbeteiligung bei dieser Wahl k&ouml;nnte dieses B&uuml;ndnis durchaus mit beachtlicher St&auml;rke ins Europa-Parlament einziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paul Krugman: Lausige Argumente gegen Medicaid<\/strong><br>\nZur Zeit ist das Wichtigste zu Obamacare die Schlappe von Healthcare.gov, dem Web-Portal, &uuml;ber das Amerikaner Versicherungen an den neuen Versicherungsb&ouml;rsen erwerben sollen. Zur Zeit jedenfalls funktioniert Healthcare.gov f&uuml;r viele potentielle Nutzer nicht.<br>\nMan muss sich aber klarmachen, dass diese verkorkste Sache nichts mit dem Gesetz an sich zu tun hat und nachgebessert werden wird. Schlie&szlig;lich haben mehrere Bundesstaaten schon mit Erfolg ihre eigenen B&ouml;rsen eingerichtet, an denen sie ihren B&uuml;rgern genau das bieten, was das f&ouml;derale System &uuml;berall sonst tun soll. Connecticuts B&ouml;rse l&auml;uft gut, genau wie die in Kentucky. New York scheint es nach einigen Anfangsschwierigkeiten zu schaffen. Und mit etwas mehr Anlaufzeit schlie&szlig;lich auch Kalifornien.<br>\nMit anderen Worten, die technischen Probleme sind zwar &auml;rgerlich  &ndash;  und da sollte es Konsequenzen geben  &ndash;  aber letztendlich werden nicht sie das Wichtige sein. Die wirkliche Gefahr sind nach wie vor die Versuche konservativer Gruppen, die Reform zu sabotieren, und das besonders dadurch, dass sie die Ausweitung von Medicaid verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/10\/21\/opinion\/krugman-lousy-medicaid-arguments.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ausl&auml;nderfeindliche Wahlplakate mindern Leistung von Sch&uuml;lern mit Migrationshintergrund<\/strong><br>\nBesonders zu Wahlkampfzeiten gehen Parteien wie die NPD in Deutschland oder die FP&Ouml; in &Ouml;sterreich mit ausl&auml;nderfeindlichen und &ndash;kritischen Plakaten auf Stimmenfang. Eine Studie der Johannes Kepler Universit&auml;t (JKU) Linz hat sich mit den Auswirkungen solcher Plakate auseinandergesetzt. Professor Markus Appel vom Institut f&uuml;r P&auml;dagogik und Psychologie verweist auf zahlreiche sozialpsychologische Studien, die darauf hindeuten, dass Menschen immer dann, wenn sie sich ausgeschlossen und abgelehnt f&uuml;hlen, mit Stress reagieren. Stress wiederum habe verschiedene negative Konsequenzen, unter anderem reduziere sich die geistige Leistungsf&auml;higkeit der Betroffenen.<br>\nDie an &ouml;sterreichischen Mittelschulen durchgef&uuml;hrte experimentelle Studie zeigte, dass sich die Leistung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei Intelligenzaufgaben verschlechtert, wenn sie zuvor mit ausl&auml;nderkritischen Wahlplakaten der FP&Ouml; konfrontiert wurden. Bei neutralen Wahlplakaten oder bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund war kein solcher Leistungsabfall zu verzeichnen. &bdquo;In einem gesellschaftlichen Klima der Ablehnung ist es schwer, seine volle Leistung zu zeigen. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass ein ausl&auml;nderkritisches Klima mitverantwortlich ist f&uuml;r die im Durchschnitt geringeren Bildungserfolge von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Es ist zu vermuten, dass &auml;hnliche Effekte auch in Deutschland gefunden w&uuml;rden. Er verweist auf die bisher noch wenig erforschten psychologischen Konsequenzen der Sarrazin-Debatte in Deutschland. &bdquo;Mir sind keine psychologischen Studien bekannt. Denkbar w&auml;re, dass solch ein gesellschaftlicher Diskurs negative Effekte auf die Identifikation mit Schule, Lernen und Leistung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus&uuml;bt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2013\/09\/11\/auslaenderfeindliche-wahlplakate-leistung-schuelern\/\">MiGAZIN<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/publikationen\/Gemeinsamer_Bericht_2013.pdf?__blob=publicationFile\">Diskriminierungen im Bildungsbereich und im Arbeitsleben [PDF &ndash; 10.4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zun&auml;chst wurde ein &uuml;blicher sprachfreier Intelligenztest durchgef&uuml;hrt. In einer weiteren Aufgabe wurden den Sch&uuml;lern zwei unterschiedliche Ausgaben von Brosch&uuml;ren mit Produkt- und politischen Werbeplakaten vorgelegt, deren Gestaltung sie analysieren sollten. F&uuml;r die eine Gruppe enthielt das Heft m&ouml;glichst neutrale Wahl-Plakate von SP&Ouml;, &Ouml;VP und Gr&uuml;nen. Die andere bekam FP&Ouml;-Werbung mit den Slogans &bdquo;Daham statt Islam&ldquo;, &bdquo;Deutsch statt nix versteh&rsquo;n&ldquo;, &bdquo;Sozialstaat statt Zuwanderung &ndash; Wir f&uuml;r &Ouml;sterreich&ldquo;. Danach wurde wieder ein Intelligenztest durchgef&uuml;hrt und dessen Ergebnis mit dem ersten verglichen. &ndash; Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die direkte Diskriminierung durch Mitsch&uuml;ler weitaus st&auml;rker auswirkt. Laut einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, <a href=\"http:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/publikationen\/Gemeinsamer_Bericht_2013.pdf?__blob=publicationFile\">&ldquo;Diskriminierungen im Bildungsbereich und im Arbeitsleben&rdquo; [PDF &ndash; 10.4 MB]<\/a>, f&uuml;hlt sich jeder vierte Sch&uuml;ler oder Student mit ausl&auml;ndischen Wurzeln diskriminiert. Aber auch von Lehrern erfahren Sch&uuml;ler Diskriminierungen. Ein t&uuml;rkischer Name oder eine niedrige soziale Herkunft von Sch&uuml;lern k&ouml;nne dazu f&uuml;hren, dass Lehrer Leistungen schlechter bewerten w&uuml;rden. Die Studie konstatiert auch bei behinderten Kindern und homosexuellen Sch&uuml;lern negative Auswirkungen auf Leistung und Motivation.<\/em><br>\n<em>Anl&auml;sslich der diesj&auml;hrigen Eidgen&ouml;ssischen Jugendsession berichtet die NZZ zum <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/schweiz\/homosexuelle-gehen-durch-eine-harte-schule-1.18167406\">Thema Homophobie<\/a>.&nbsp; Adrian M&ouml;ri von der &laquo;Rainbowline&raquo;, einer Beratungsstelle f&uuml;r Homosexuelle und Meldestelle f&uuml;r homophobe Gewalt berichtet, dass Homophobie im Klassenzimmer noch drastischere Z&uuml;ge annehmen k&ouml;nne. Verbale Gewalt bleibt die dominante Form von Homophobie in der Schule. &laquo;Sie ist besonders verletzend, weil sie nicht fassbar ist&raquo;, sagt die Psychologin Marianne Kauer, die lange in der Homophobie-Pr&auml;vention t&auml;tig war. Mobbing in der Schule sei deshalb schlimm, weil man aus der Klasse nicht einfach aussteigen k&ouml;nne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hochschul-Barometer: Finanzielle Unsicherheit d&auml;mpft Stimmung an deutschen Hochschulen<\/strong><br>\nGed&auml;mpft wird die Stimmung durch die finanzielle Lage der Hochschulen. Fast jeder zweite Hochschulleiter (45 Prozent) bewertet im Jahr 2012 die Finanzsituation seiner Hochschule negativ. Das sind deutlich mehr als 2011 (16 Prozent). Auch f&uuml;r die Zukunft sehen die Befragten keine Erholung. Im Gegenteil: Rund die H&auml;lfte glaubt, die finanzielle Situation werde sich in den kommenden Jahren weiter verschlechtern. Das Geld fehle vor allem bei Bau- und Sanierungsvorhaben und beim Personal&hellip;<br>\nAuffallend ist die starke Diskrepanz zwischen den schlecht eingesch&auml;tzten Rahmenbedingungen (Finanzierung, Ausstattung, Personal) und der Wettbewerbsf&auml;higkeit.<br>\nTrotz der kritischen finanziellen Lage sieht sich die gro&szlig;e Mehrheit der Befragten im Wettbewerb besser (+41) aufgestellt als noch ein Jahr zuvor. (2011: +31).<br>\nDer immer wiederkehrende Ruf, den Wettbewerb bei der Hochschulfinanzierung zu reduzieren, findet keine breite Unterst&uuml;tzung unter den Pr&auml;sidenten und Rektoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news557430\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es versteht sich nahezu von selbst, dass ein vom Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft, dem verl&auml;ngerten Arm der Wirtschaft in die Hochschulen, dass in der von dieser Lobby-Gruppe unterst&uuml;tzten &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo;, die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; einen positiven Wert erh&auml;lt. Schlie&szlig;lich wurden ja die &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Hochschulmanager gefragt. Die Aussage man sei im Wettbewerb &bdquo;gut aufgestellt&ldquo; ist reines Marketing und eine sachliche Null-Aussage, denn niemand kann die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Lehr- und Forschungsqualit&auml;t messen, es sei denn am eingeworbenen Geld auf dem Forschungsmarkt. Sind Forschungsauftr&auml;ge von Wirtschaftsunternehmen oder Interessenverb&auml;nden aber Qualit&auml;tsma&szlig;stab f&uuml;r die Forschung?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Senatschef verteidigt Schavan-Berufung<\/strong><br>\nDer Senatsvorsitzende der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t (LMU), Martin Hose, hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r die laut gewordene Kritik an der Berufung von Annette Schavan in den Hochschulrat ge&auml;u&szlig;ert. Er h&auml;lt die Personalie aber &ldquo;wegen der strategischen Dimension&rdquo; weiterhin f&uuml;r richtig&hellip;<br>\nEntscheidend sei gewesen, &ldquo;dass es nur wenige gibt, die sich so fundiert mit Wissenschaftspolitik auf Bundesebene auskennen wie Frau Schavan&rdquo;. In den n&auml;chsten Jahren laufen mehrere gro&szlig;e aus Bundesmitteln finanzierte F&ouml;rderprogramme f&uuml;r die Universit&auml;ten aus, unter anderem die Exzellenzinitiative. Das Kalk&uuml;l der LMU ist, dass Schavan, die weiter f&uuml;r die CDU im Bundestag sitzt, dabei hilft, die Uni bestm&ouml;glich f&uuml;r die Folgeprogramme zu positionieren. Bedenken wegen der Promotionsaff&auml;re wurden dabei hintangestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/universitaet-muenchen-senatschef-verteidigt-schavan-berufung-1.1798888\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;re die LMU ein Unternehmen, so w&uuml;rde man diese Begr&uuml;ndung als Lobbyismus nennen. Aber so ist das wohl in der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo;: Lobbyisten in die Hochschulr&auml;te! Lobbyisten sollen also die entscheidenden Instanzen in der Hochschule sein.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Quartalsauflagen: wenig Licht, viel Schatten<\/strong><br>\nDie neuesten Quartals-Auflagen der IVW bescheren der Zeitungsbranche erneut vor allem rote Zahlen. Fast alle Tages- und Wochenzeitungen b&uuml;&szlig;ten verkaufte Auflage ein, nur ein paar Bl&auml;tter legten zu &ndash; und das zumeist aufgrund von Sondereffekten. Bei den Regionalzeitungen zeigt sich dabei wieder ein regionales Gef&auml;lle. Am bittersten sieht es in Berlin aus, am glimpflichsten kam die Branche in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern davon. Bei den &Uuml;berregionalen verloren vor allem Bild, Welt und BamS.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131022_hwt_03.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/zeitungs-ivw-wenig-licht-viel-schatten\/2013\/10\/21.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man die die Zahl der verkauften Zeitungen mit unseren durchschnittlichen t&auml;glichen Zugriffszahlen vergleichen (im September waren es &uuml;ber 67.000), dann sind die NachDenkSeiten zwar ein kleines Medium, aber auch im Vergleich zu den Regionalzeitungen erreichen wir doch eine beachtliche Menge an Leserinnen und Lesern. Und vor allem: Bei uns ist die Zahl der Zugriffe gestiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Peter Brandt: &ldquo;Mein Vater hat sich nicht verstellt&rdquo;<\/strong><br>\nDer Historiker Peter Brandt ist der &auml;lteste Sohn von Willy. In seinem Buch &ldquo;Mit anderen Augen&rdquo; erz&auml;hlt er von seinem Vater &ndash; Politiker und Privatmann. &Uuml;ber den Kanzler zu Hause, Wutausbr&uuml;che, Liebe und Verrat&hellip;<br>\nAber er hatte eine gro&szlig;e Gabe, Menschen das Gef&uuml;hl zu geben, verstanden zu werden. Und zwar bei unterschiedlichsten Personengruppen, bei Betriebsr&auml;ten ebenso wie bei Professoren. Er musste daf&uuml;r kein Theater spielen&hellip;er war bescheiden und selbstbewusst, er war vers&ouml;hnend und k&auml;mpferisch, freiheitlich und egalit&auml;r, Patriot und Kosmopolit&hellip;<br>\nIn dem Willy-Wahlkampf 1972 herrschte manchmal eine Atmosph&auml;re, da h&auml;tte er rufen k&ouml;nnen: &ldquo;Wollt ihr den totalen Frieden?&rdquo; Aber das war die Ausnahme&hellip;<br>\nMein Vater hatte damals den Standpunkt: Wer Verbrechen begangen hat oder f&uuml;hrender Nazikarrierist war, mit dem wollen wir nichts zu tun haben. Aber bei allen anderen kommt es darauf an, was sie daraus gelernt haben. Er hatte viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r seine Altersgenossen. Er selbst war in die sozialistische Arbeiterbewegung hineingeboren worden, daher impr&auml;gniert gegen die Nazis. Er rechnete sich das aber nicht als moralisches Verdienst an&hellip;<br>\nDas Besondere war, dass es bei ihm nicht bei der Emp&ouml;rung &uuml;ber die Mauer blieb. Er fing damals an, die neue Ostpolitik zu entwickeln&hellip;<br>\nAls Willy Brandt 1974 zur&uuml;cktrat, gab er Wehner die Schuld: Er h&auml;tte ihn verraten.<br>\nSo sah er das. Das Verh&auml;ltnis war zerst&ouml;rt. Er glaubte, Wehner h&auml;tte ihn systematisch und auch noch im Zusammenwirken mit Ost-Berlin quasi gest&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F10%2F19%2Fa0040&amp;cHash=f4e5bf5cf1cead6ebc1ff19cc59b18d5\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Buchbesprechung: Ulrike Herrmann &ldquo;Der Sieg des Kapitals&rdquo;<\/strong><br>\nDabei nimmt Herrmann das Ende ihrer Geschichte im Titel vorweg: &bdquo;Der Sieg des Kapitals&ldquo;, hei&szlig;t das Buch. Die Autorin will kl&auml;ren: Was ist Kapital? Und was hat es gewonnen? In ihrer Analyse folgt sie einer keynesianisch inspirierten Analyse, die heute als &bdquo;links&ldquo; gilt, von John Maynard Keynes zu seiner Zeit jedoch als &bdquo;moderat konservativ&ldquo; beschrieben wurde&hellip;<br>\nAls Historikerin wirft Herrmann einen langen Blick zur&uuml;ck in die Geschichte. Damit stellt sie sich gegen viele &Ouml;konomen, die die heutige Art zu produzieren als &bdquo;ewig&ldquo; behandeln, als &bdquo;Wirtschaft an sich&ldquo;. Dagegen h&auml;lt die f&uuml;r die &bdquo;tageszeitung&ldquo; t&auml;tige Autorin fest: &bdquo;Da der Kapitalismus historisch entstanden ist, l&auml;sst er sich nur verstehen, wenn man seine Geschichte kennt.&ldquo; Bei ihrer Erkl&auml;rung von Geld, Kredit, Profit und Spekulation geht sie daher zur&uuml;ck bis nach Mesopotamien und ins antike Rom&hellip;<br>\nStark wird das Buch aber dort, wo es nicht historisch argumentiert, sondern begrifflich. Etwa, wenn Herrmann klarstellt, dass die heutige Wirtschaftsform mit &bdquo;Marktwirtschaft&ldquo; nicht korrekt benannt ist: Zwar &bdquo;klingt Marktwirtschaft kuschelig&ldquo;. Doch &bdquo;der Begriff Kapitalismus hat den Vorteil, dass er pr&auml;zise beschreibt, was die heutige Wirtschaftsform auszeichnet: Es geht um den Einsatz von Kapital mit dem Ziel, hinterher noch mehr Kapital zu besitzen&hellip;<br>\nUnd der Staat plant mit. Denn der Markt ist kein selbstregulierendes System, dem der Staat quasi aufgepfropft wird. Vielmehr ist ein Markt ohne Staat gar nicht m&ouml;glich&hellip;<br>\nF&uuml;r den Laien aber gibt sie einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber Wirtschaft und Krisen. Zwar sind viele ihrer Positionen angreifbar. Aber sie nimmt die n&ouml;tige Gegenposition zur herrschenden Lehre ein und zeigt, dass die Welt nicht so einfach ist, wie sie &Ouml;konomen und Politiker uns erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/literatur\/ulrike-herrmann--der-sieg-des-kapitals-profit-in-mesopotamien,1472266,24663304.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Dr. Oetker &ndash; Ganz normale Nazis<\/strong><br>\nViele deutsche Konzerne wie Volkswagen, Bertelsmann oder die Deutsche Bank haben ihre unr&uuml;hmliche Geschichte im Nationalsozialismus bereits aufarbeiten lassen. Ein sp&auml;tes Puzzlest&uuml;ck liefert jetzt die Familie Oetker.<br>\nHistoriker haben jetzt die Familie Oetker und ihr Arrangement mit den Machthabern der NS-Zeit untersucht. Warum erst jetzt, knapp 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg? Oetker ist sp&auml;t dran, weil Firmenpatriarch Rudolf-August Oetker (1916-2007) bis zu seinem Tod gebremst und ein Veto eingelegt hatte.<br>\nSein Sohn August &ouml;ffnete nach dem Tod des Vaters das Unternehmens-Archiv, und nun fasst der 69-J&auml;hrige beherzt zusammen, was die Historiker unter Leitung des renommierten Direktors des Instituts f&uuml;r Zeitgeschichte in M&uuml;nchen, Professor Andreas Wirsching, &uuml;ber seinen Vater herausgefunden haben: &bdquo;Mein Vater war Nationalsozialist.&ldquo; Am Montag erscheint das Buch &bdquo;Dr. Oetker und der Nationalsozialismus&ldquo;.<br>\nDie Autoren zeichnen das Bild einer Gesellschaft, in der viele Menschen und Unternehmen sich mit Blick auf ihre Gesch&auml;ftsinteressen geschmeidig auf die neuen Machthaber einstellten. So auch Oetker-Chef Richard Kaselowsky (1888-1944).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/die-oetkers-im-hitler-deutschland-ganz-normale-nazis\/8958790.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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