{"id":19015,"date":"2013-10-23T08:48:38","date_gmt":"2013-10-23T06:48:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015"},"modified":"2013-10-23T08:48:38","modified_gmt":"2013-10-23T06:48:38","slug":"hinweise-des-tages-1992","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h01\">Statistisches Bundesamt: Zahl der Empf&auml;nger von Grundsicherung im Alter 2012 um 6,6 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h02\">Nach der Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h03\">Amnesty: Deutschland unterst&uuml;tzt US-Drohnenkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h04\">Gegen den Mindestlohn spricht fast alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h05\">Rogoffs Rechenfehler: Star-&Ouml;konom beklagt Hexenjagd nach Excel-Panne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h06\">Friederike Spiecker: &ldquo;Wir sind noch nicht durch&rdquo; oder: Das ganze Elend deutscher Wirtschaftsideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h07\">Staaten am finanziellen Abgrund: Strukturelle Probleme warten auf L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h08\">Vorhang auf f&uuml;r ein neues Krisenmanagement!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h09\">Freihandelsabkommen: Der B&uuml;rger als Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h10\">Stresstest: EU-Bankenaufsicht legt einheitliche Regeln fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h11\">Studie von S&amp;P: Gro&szlig;banken mit Refinanzierungs-Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h12\">Merkels bittere Medizin bewirkt keine Heilung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h13\">Porsche l&auml;sst weniger arbeiten &ndash; bei gleichem Lohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h14\">Wer nichts mehr leistet, fliegt raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h15\">China: Billig war gestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h16\">Die Angst vor dem gro&szlig;en Regen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h17\">Deutsche Islamisten: Angst vor Veteranen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015#h18\">Totale Internetkontrolle in Russland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19015&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Statistisches Bundesamt: Zahl der Empf&auml;nger von Grundsicherung im Alter 2012 um 6,6 % gestiegen<\/strong><br>\nAm Jahresende 2012 erhielten im fr&uuml;heren Bundesgebiet 30 von 1 000 Einwohnern &uuml;ber 65 Jahre und in den neuen L&auml;ndern einschlie&szlig;lich Berlin 20 von 1 000 Einwohnern dieses Alters Leistungen der Grundsicherung im Alter. Spitzenreiter unter den Bundesl&auml;ndern waren die Stadtstaaten Hamburg (62 je 1 000 Einwohner), Bremen (55 je 1  000 Einwohner) und Berlin (53 je 1 000 Einwohner). Mit jeweils 10 Empf&auml;ngern je 1 000 Einwohnern &uuml;ber 65 Jahre nahm die Bev&ouml;lkerung in Sachsen und Th&uuml;ringen diese Leistungen am seltensten in Anspruch. Auf die Grundsicherung im Alter sind insbesondere westdeutsche Frauen angewiesen: Am Jahresende 2012 bezogen in Westdeutschland 33 von 1 000 Frauen &uuml;ber 65 Jahre und 25 von 1 000 M&auml;nnern dieses Alters Leistungen der Grundsicherung. Neben den knapp 465 000 Empf&auml;ngern von Grundsicherung im Alter &uuml;ber 65 Jahre gab es am Jahresende 2012 deutschlandweit rund 435 000 Empf&auml;nger von Grundsicherung wegen dauerhafter Erwerbsminderung. Damit bezogen am Jahresende 2012 knapp 900 000 vollj&auml;hrige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/10\/PD13_356_221.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann diese Meldung auch anders titeln, wie &uuml;berraschenderweise die SZ: &ldquo;Alt. Weiblich. Arm&rdquo; &ndash; Nun m&ouml;gen einige einwenden, dass angesichts der absoluten Zunahme an Rentnern der Anteil der &uuml;ber 65-j&auml;hrigen Grundsicherungsempf&auml;nger an allen Rentnern nur leicht von 2,6 auf 2,7 Prozent anstieg. Aber abgesehen davon, dass die absolute Zahl bereits erschreckend ist, zeigt die zeitliche Entwicklung eine stetigen Anstieg der Bezieher von Grundsicherung im Alter: 2003 betrug die Quote nur 1,7 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach der Wahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Alles Regierung, oder was?<\/strong><br>\nWas passiert in Zeiten, in denen die Regierung zahlenm&auml;&szlig;ig eine so &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit hat, wie sie eine gro&szlig;e Koalition in der kommenden 18. Legislaturperiode h&auml;tte? Welche M&ouml;glichkeiten und, vor allen Dingen, welche Rechte bleiben f&uuml;r die miniaturisierte Opposition &uuml;brig? In Artikel 44 Grundgesetz gibt es lediglich den Hinweis darauf, dass ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt werden muss, wenn mindestens ein Viertel der Abgeordneten daf&uuml;r votiert. Formal h&auml;tten sie damit weder die M&ouml;glichkeit, eine Normenkontrollklage gegen ein Gesetz der Regierung in Karlsruhe anzustrengen, noch Untersuchungsaussch&uuml;sse einzusetzen. Alles Regierung, oder was? Der k&uuml;nftige Oppositionsf&uuml;hrer, Links-Fraktionschef Gregor Gysi, hat auf diese Gefahr bereits in einen Brief an Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) hingewiesen. &bdquo;Eine gro&szlig;e Koalition ohne eine mit Minderheitsrechten ausgestattete Opposition w&uuml;rde das parlamentarische System schw&auml;chen, wom&ouml;glich extremistische Parteien st&auml;rken und die Wahlbeteiligung senken.&ldquo; Diese Einsch&auml;tzung teilen alle Fraktionen des Parlaments. Die Gesch&auml;ftsordnung des Bundestags b&ouml;te CDU, CSU und SPD eine M&ouml;glichkeit, der kleinen Opposition etwas entgegenzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl---hintergrund\/koalition-cdu-spd-alles-regierung--oder-was-,23998104,24741022.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Entmutigend ist auch, dass die Spitzen der Regierungsparteien ohne R&uuml;cksicht auf die eigenen Abgeordneten bzw. ganzer Gruppen Gesetze auskungeln und durch das Parlament jagen k&ouml;nnen &ndash; mit verheerenden Folgen. Denn was beide Parteien bisher in der Krise der Krise, der Eurokrise, an Probleml&ouml;sung geboten haben, l&auml;sst f&uuml;r die Zukunft nicht nur Europas B&ouml;ses ahnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die 10 Kernforderungen der SPD<\/strong><br>\nIhrem Wahlkampfmotto bleibt die SPD-F&uuml;hrung auch nach der verlorenen Bundestagswahl treu: Sie will mehr soziale Gerechtigkeit. Und das m&ouml;glichst vage.<br>\nDie SPD-Spitze hat f&uuml;r die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen einen 10-Punkte-Forderungskatalog vorgelegt. Er lautet (frei &uuml;bersetzt):\n<ol>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<li>Es soll gerechter zugehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich denke, Angela Merkel kann sich auf diese Kernforderungen ohne Gesichtsverlust einlassen.<br>\nGerechterweise muss man hinzuf&uuml;gen, dass der Katalog tats&auml;chlich drei konkrete Forderungen enth&auml;lt: einen fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft (die es teilweise schon gibt), und die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/65712\/die-10-kernforderungen-der-spd\/\">Carta<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Amnesty: Deutschland unterst&uuml;tzt US-Drohnenkrieg<\/strong><br>\nIn ihrem Bericht &uuml;ber Angriffe unbemannter Drohnen auf Ziele in der pakistanischen Provinz Waziristan verd&auml;chtigt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International unter anderem die Bundesrepublik Deutschland schwerwiegender Vergehen gegen Menschenrechte. &bdquo;Pakistan, Australien, Deutschland und Gro&szlig;britannien m&uuml;ssen die Aktivit&auml;ten von Beamten und Mitarbeitern wegen Menschenrechtsverletzungen untersuchen, die in die Drohnenangriffe der USA verwickelt sind oder an anderen &Uuml;bergriffen in den Stammesregionen beteiligt waren&ldquo;, verlangt Mustafa Qadri, der Pakistan-Vertreter von Amnesty International. Deutschland geriet unter Beobachtung von Amnesty, weil zumindest ein deutsch-t&uuml;rkischer Islamist in Waziristan von einer Drohne get&ouml;tet wurde. Im Zusammenhang mit Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Abh&ouml;rskandale durch die US-amerikanische NSA und britische Geheimdienste wurde unter anderem bekannt, dass deutsche Beh&ouml;rden einen regen Datenaustausch mit ihren Kollegen in Washington und London betrieben haben. Der Bundesnachrichtendienst hat offenbar sogar Details &uuml;ber Mobiltelefone weitergegeben. Die offiziellen Versicherungen, diese Daten k&ouml;nnten nicht zur genauen &bdquo;Zielerkennung&ldquo; genutzt werden, treffen laut Fachleuten nicht zu. Die vorhandene Technik erm&ouml;gliche es demnach, auch ein ausgeschaltetes Handy aufzusp&uuml;ren, solange die Batterie sich im Apparat befindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/drohnenkrieg-amnesty-international-amnesty--deutschland-unterstuetzt-us-drohnenkrieg,1472596,24743348.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also Leute, beim n&auml;chsten konspirativen Treffen die Batterien aus dem Handy nehmen. &ndash; Was in der Ohnmacht bleibt ist Sarkasmus.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Will I be next?&rdquo; US drone strikes in Pakistan<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amnestyusa.org\/sites\/default\/files\/asa330132013en.pdf\">Amnesty International [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gegen den Mindestlohn spricht fast alles<\/strong><br>\nVor den Koalitionsverhandlungen scheint sich die Union beim Thema Mindestlohn zu bewegen. Auch wenn sich die gesellschaftliche Realit&auml;t ver&auml;ndert haben soll, sollte sich der Staat nicht einmischen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/summma-summarum-das-wirtschaftsblog-koalitionsverhandlungen-1.1800484\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein typischer Beitrag von Marc Beise, dem ber&uuml;hmt ber&uuml;chtigten wirtschaftsliberalen Betonkopf von der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Ginge es nach Beise, m&uuml;ssten wir wohl mit voller Fahrt r&uuml;ckw&auml;rts Kurs auf den Manchester-Kapitalismus nehmen. Aber eins muss man Beise lassen &ndash; mit seiner ganzen Borniertheit stellt er eine Konstante im deutschen Mediendschungel dar.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Eine dringende Frage an neoklassisch ausgebildete &Ouml;konomen<\/strong><br>\nIm Deutschlandfunk ging es am 22.10.2013 um den Mindestlohn. Wie viele Menschen k&ouml;nnten ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn fl&auml;chendeckend ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde eingef&uuml;hrt wird, wollte der DLF-Redakteur von Marcel Fratzscher, Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung, wissen.<br>\nMarcel Fratzscher antwortete, dass nach Berechnungen seines Instituts 5,6 Millionen Menschen in Deutschland einen Lohn von weniger als 8,50 Euro je Stunde erhalten. Und er sehe da &ldquo;durchaus die Gefahr, (&hellip;) dass nicht alle 5,6 Millionen Menschen wirklich einen Wert von 8,50 f&uuml;r ihr Unternehmen erwirtschaften. Und dann ist in der Tat die Gefahr gro&szlig;, dass Unternehmen sagen, nein, wir k&ouml;nnen die Menschen nicht weiter besch&auml;ftigen, und die Arbeitslosigkeit steigt&rdquo;.<br>\nDas ist eine so hochplausible Argumentation, daf&uuml;r muss man nicht einmal &Ouml;konomie studiert haben, um es zu verstehen: Wenn ich jemandem mehr zahle, als er &ldquo;erwirtschaftet&rdquo;, dann kann das nicht lange gut gehen, weil es ein Verlustgesch&auml;ft ist. Sollte man zumindest meinen. Die neoklassische &Ouml;konomik kann ungef&auml;hr dieselbe Aussage auch mit mathematischen Formeln beweisen, und das nennt sich dann Grenzproduktivit&auml;tstheorie. Da diese Formeln in fast jedem VWL-Lehrbuch stehen, m&uuml;ssen sie doch stimmen, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/eine-dringende-frage-an-neoklassisch-ausgebildete-oekonomen\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Mindestlohn &ndash; Die H&uuml;rde nach dem Ziel<\/strong><br>\nEin eindeutiges Ergebnis hat die Bundestagwahl schon hervorgebracht: Deutschland bekommt einen gesetzlichen Mindestlohn. Damit erreicht eine mehr als zehn Jahre w&auml;hrende Debatte die Zielgerade. Zumindest dem Anschein nach. Tats&auml;chlich ist aber noch unklar, in welcher Form dieser Mindestlohn umgesetzt werden soll &ndash; und davon h&auml;ngen Reichweite und Wirksamkeit des Mindestlohns schlie&szlig;lich ab. Ein kritischer Blick auf die M&ouml;glichkeiten lohnt also allemal<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F21%2Fa0080&amp;cHash=8ffb9125f1cdb6081e1591efc6b430c2\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rogoffs Rechenfehler: Star-&Ouml;konom beklagt Hexenjagd nach Excel-Panne<\/strong><br>\nEs war die perfekte Mediengeschichte: Ausgerechnet Kenneth Rogoff, der angesehene Harvard-&Ouml;konom, dessen Studien zur Rechtfertigung der europ&auml;ischen Sparpolitik herhalten mussten, hatte sich verrechnet. Ein peinlicher Fehler bei der Anwendung des Computerprogramms Excel &ndash; aufgedeckt von einem Studenten. Die Geschichte ging um die Welt. Rogoff und seine Co-Autorin Carmen Reinhart waren blamiert. Nun, ein halbes Jahr sp&auml;ter, &auml;u&szlig;ert sich Rogoff erstmals ausf&uuml;hrlich zu der Aff&auml;re &ndash; und greift seine Kritiker scharf an: &ldquo;Das war keine Debatte. Das war eine haltlose pers&ouml;nliche Attacke, von Leuten mit einer starken politischen Agenda&rdquo; sagte der Harvard-&Ouml;konom dem Wirtschaftsmagazin &ldquo;Capital&rdquo;. &ldquo;Es war ein orchestrierter Angriff, vor allem von linken Bloggern und Lobbygruppen&rdquo;, sagte Rogoff dem Magazin. &ldquo;Wir sind nur zwei Professoren, wir haben keine Pressesprecher und keine Kolumne in der &ldquo;New York Times&rdquo; &ndash; eine Anspielung auf den linken Nobelpreistr&auml;ger, Blogger und Kolumnisten Paul Krugman. &ldquo;Es gab keinen Kampf. Das war ein Massaker.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/excel-panne-von-kenneth-rogoff-das-war-ein-massaker-a-929248.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers J.B.:<\/strong> Solche &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; sind mir ein echter Graus! Wenn er es nicht ertr&auml;gt, dass er sich (zu) weit aus dem Fenster legt und dabei auf die Schnauze f&auml;llt, sollte doch einfach den Mund halten (oder gleich so sauber arbeiten, dass seine Ergebnisse hieb- und stichfest sind &ndash; auch wenn ihm (oder seinen Sponsoren) das Ergebnis dann nicht gef&auml;llt)&hellip;<br>\nUnd SPON, der diesem aufgeblasenen Popanz Kenneth Rogoff auch noch ein Forum f&uuml;r seine v&ouml;llig ungerechtfertigte Echauffage &uuml;ber den Verriss seines Machwerks gibt, hat einmal mehr bewiesen, dass er zu echtem Journalismus v&ouml;llig unf&auml;hig ist. Offenbar m&ouml;chte SPON vermitteln, dass Rogoff zwar v&ouml;llig falsch lag &ndash; aber dennoch Recht hatte. Bei der galoppierend um sich greifenden Verbl&ouml;dung weiter Teile der Bev&ouml;lkerung werden sie damit vermutlich auch noch Erfolg haben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dazu auch der Leser M.H.:<\/strong> Hexenjagd? Die beiden waren einfach zu doof bzw. zu ungeschickt um Excel zu bedienen und Rogoff ist jetzt zu d&uuml;nnh&auml;utig um harte und vielleicht auch pers&ouml;nlich werdende Kritik abzuk&ouml;nnen&hellip; Aber was die beiden in den &ldquo;Krisenl&auml;ndern&rdquo; angerichtet haben ist ein himmelschreiendes Unrecht! Ich sehe das hier in Spanien jeden Tag mit eigenen Augen!<\/em><\/p>\n<p><strong>zum Thema auf den NachDenkSeiten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16916\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Wenn die Klapperst&ouml;rche vor dem 1. April die Grenze zwischen Elsass und S&uuml;dpfalz &uuml;berfliegen, dann steigt die Geburtenrate in der S&uuml;dpfalz im Januar des folgenden Jahres um 10 %<\/a><\/li>\n<li>Erik Jochem &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16947\">Olli Rehn in Unterhosen &ndash; eine treffende und zum Lachen animierende Erg&auml;nzung zu den &ldquo;Klapperst&ouml;rchen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li>Paul Krugman (mit einem Vorwort von Albrecht M&uuml;ller) &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16972\">Die Excel Depression<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Friederike Spiecker: &ldquo;Wir sind noch nicht durch&rdquo; oder: Das ganze Elend deutscher Wirtschaftsideologie<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat in einer k&uuml;rzlich gehaltenen Rede die Notwendigkeit weiterer Reformen am deutschen Arbeitsmarkt mit den Worten &ldquo;Wir sind noch nicht durch&rdquo; bekr&auml;ftigt. Das alles k&ouml;nne nur bew&auml;ltigt werden, wenn wir unseren Arbeitsmarkt noch flexibler machten, und zwar, wie der Bundesbankpr&auml;sident in einem Interview n&auml;her ausf&uuml;hrt, in der Breite: Nicht nur im untersten Lohnsegment seien die Lasten der Anpassungserfordernisse zu schultern, sondern auf allen Ebenen. Der Bundesbankpr&auml;sident will den Druck, der auch in Deutschland trotz statistisch sinkender Arbeitslosenquote immer noch auf dem Arbeitsmarkt herrscht in Form von Unterbesch&auml;ftigung und schlechter Bezahlung, breiter verteilen. Doch was soll das? Warum sollte Deutschlands Wohlstand nur zu halten sein, wenn sich die Arbeitnehmer immer schneller im Hamsterrad drehen angetrieben von Angst um den Arbeitsplatz und um die Einkommensperspektiven? Und was f&uuml;r eine Art Wohlstand soll das sein, dieses sich beschleunigende Hamsterrad f&uuml;r viele? Da das nicht sehr attraktiv erscheint f&uuml;r die meisten Strampelnden, muss man denen eine Alternative in Aussicht stellen, die ihnen noch schrecklicher erscheint, damit sie sich mit der Beschleunigung des Hamsterrades abfinden: Arbeitslosigkeit und Abstieg in die Armut. Die Hauptbegr&uuml;ndung f&uuml;r das Hamsterrad, dem die Arbeitskr&auml;fte sich angeblich stellen m&uuml;ssen, ist die Konkurrenz. Und zwar die Konkurrenz aus dem Ausland. Jens Weidmann beschreibt das so: &ldquo;Der Anteil der Schwellenl&auml;nder an der globalen Wirtschaftsleistung hat zwischen 2000 und 2012 von 37 % auf 50 % zugenommen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, und die dortigen Unternehmen werden auch technologisch weiter aufholen und damit den Wettbewerbsdruck f&uuml;r die etablierten Marktf&uuml;hrer in den Industriel&auml;ndern erh&ouml;hen. Doch, so muss man fragen, worin besteht das &ldquo;Aufholen&rdquo; und das &ldquo;&Uuml;berrunden&rdquo; eigentlich? Dass in den Schwellenl&auml;ndern technisch zunehmend so produziert wird wie hier, ist die Antwort. Aber, das ist wohl die Bef&uuml;rchtung, zu wesentlich geringeren Stundenl&ouml;hnen, so dass die Lohnst&uuml;ckkosten geringer sind als hierzulande und damit der gesamtwirtschaftlich gesehen bedeutendste Kostenfaktor viel niedriger ausf&auml;llt als bei uns. Wenn das so w&auml;re, dann k&ouml;nnten deutsche Unternehmen, so die Bef&uuml;rchtung, auf dem Weltmarkt nicht mehr mit konkurrenzf&auml;higen Preisen antreten, verl&ouml;ren an Marktanteilen und m&uuml;ssten hierzulande Stellen streichen bzw. ihre Produktion ins billigere Ausland verlagern (womit sie ja seit Jahren lautstark und erfolgreich drohen). Damit sei aber der hiesige Wohlstand in Gefahr, der eben nur durch eine weitere Arbeitsmarktflexibilisierung (konkret: eine weitere Schleifung des deutschen Lohnniveaus) zu begegnen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wir-sind-noch-nicht-durch-oder-das-ganze-elend-deutscher-wirtschaftsideologie\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ganz sch&ouml;n provokant die Frage von Friederike Spiecker: &ldquo;Warum sollte es so schlimm sein, wenn deutsche Unternehmen Technologie aus dem Ausland kopieren m&uuml;ssten, also dem technischen Trend hinterherlaufen statt ihn anzuf&uuml;hren?&rdquo; Vermutlich h&auml;lt sie einen anderen Weg, den sie selbst beschreibt, f&uuml;r die bessere Alternative: &ldquo;Wen das st&ouml;rt, der kann ja mehr in die Bildung junger Deutscher investieren, damit sich hierzulande mehr Talente entfalten. Das geht nebenbei bemerkt mit Steuermitteln recht gut und ist gegen&uuml;ber den Steuerzahlern anderer L&auml;nder fairer, als gut ausgebildete junge Menschen aus anderen Staaten anzuwerben, wie das Jens Weidmann vorschl&auml;gt.&rdquo; Denn wenn das Kapital keine Marktf&uuml;hrerschaft realisieren kann, wird es immer noch um seine Profite k&auml;mpfen und den Druck auf die deutschen Durchschnittsarbeitnehmer eher verst&auml;rken.  Denn zwischen den L&auml;ndern, die kaum technologische F&uuml;hrerschaft aufweisen, also vornehmlich in der Reifephase einer Produktion einsteigen, herrscht eine gnadenlose Konkurrenz &uuml;ber L&ouml;hne, Arbeitnehmerstandards, Umweltstandards usw. &ndash;  Friederike Spiecker verweist darauf, das &ldquo;Deutschland traditionell besonders stark in den hochwertigen Technologien, nicht aber in den Spitzentechnologien ist.&rdquo; Das sei dahin gestellt, auch wenn eine Vielzahl internationaler Konzerne mit Technologiezentren in Deutschland (IBM, General Electric &uuml;ber 3M bis Philips) pr&auml;sent sind,  auch wenn die Bundesregierung in ihrem Bericht &ldquo;Hightech-Strategie 2020&rdquo; (April 2013) darauf hinweist, dass &uuml;ber zw&ouml;lf Prozent aller weltweit gehandelten &ldquo;forschungs- und entwicklungsintensiven Produkte&rdquo; aus der Bundesrepublik stammten. Damit liege Deutschland noch vor China und den USA. Spiecker verkennt, was dazugeh&ouml;rt, um in dem Ausma&szlig; wie in Deutschland Spitzentechnologie zum Einsatz zu bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staaten am finanziellen Abgrund: Strukturelle Probleme warten auf L&ouml;sung<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Schuldenkrisen in den USA und in der Euro-Zone gegenw&auml;rtig nicht akut sind, weisen Kommentatoren auf ungel&ouml;ste strukturelle Probleme hin. Thomas Mayer, der fr&uuml;here Chefvolkswirt der Deutschen Bank, weist nicht nur auf weiterhin ungel&ouml;ste strukturelle Probleme der Euro-Zone hin, zu denen auch der notwendige Umbau der deutschen Wirtschaft zu intensiverer Investitionst&auml;tigkeit und breiteren Dienstleistungen geh&ouml;rt. Nicht beseitigt sei zudem die enge Vernetzung von Staaten und Banken. Die Austerit&auml;tspolitik habe tiefe Wunden gerissen, aber habe weder die &ouml;ffentlichen Finanzen unter Kontrolle gebracht noch die Konjunktur stabilisiert, stellt der Marktexperte Satyajit Das fest. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Euro-Zone liegt 3% unter dem Niveau von 2007\/08. Bei aller Erleichterung &uuml;ber den vorerst vermiedenen Kollaps in den USA d&uuml;rfen die unbehandelten wahren Probleme nicht &uuml;bersehen werden. Ein Abbau von Schulden ist schwer vorstellbar, denn &ndash; wie Brent Johnson von Santiago Capital erw&auml;hnt &ndash; das BIP ist seit 1971 nur in elf Jahren schneller gewachsen als die ausgewiesene Verschuldung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/strukturelle-probleme-warten-auf-loesung-1.18170906\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vorgestern wiesen die NachDenkSeiten auf die IWF-Analyse hin, dass Deutschland zu den L&auml;nder in Europa geh&ouml;rt, das sein Potenzial bei den Staatseinnahmen nicht ausnutzt. Allein die Angleichung an ihre Partner w&uuml;rde das Aufkommen aus Steuern und Abgaben um 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung steigern. Die NZZ verweist auf einen weiteren IWF-Vorschlag:  Die Wiederherstellung der Schulden-Nachhaltigkeit (d.h. auf das Vorkrisenniveau von 2007) durch eine einmalige Absch&ouml;pfung von Verm&ouml;gen . In der Euro-Zone m&uuml;sste eine Sonderssteuer von ca. 10% des Nettoverm&ouml;gens auf alle privaten Haushalte erhoben werden:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;The sharp deterioration of the public finances in many countries has revived interest in a &ldquo;capital levy&rdquo;&mdash; a one-off tax on private wealth&mdash;as an exceptional measure to restore debt sustainability. The appeal is that such a tax, if it is implemented before avoidance is possible and there is a belief that it will never be repeated, does not distort behavior (and may be seen by some as fair). There have been illustrious supporters, including Pigou, Ricardo, Schumpeter, and&mdash;until he changed his mind&mdash;Keynes. The conditions for success are strong, but also need to be weighed against the risks of the alternatives, which include repudiating public debt or inflating it away (these, in turn, are a particular form of wealth tax&mdash;on bondholders&mdash;that also falls on nonresidents). There is a surprisingly large amount of experience to draw on, as such levies were widely adopted in Europe after World War I and in Germany and Japan after World War II. Reviewed in Eichengreen (1990), this experience suggests that more notable than any loss of credibility was a simple failure to achieve debt reduc- tion, largely because the delay in introduction gave space for extensive avoidance and capital flight&mdash;in turn spurring inflation. The tax rates needed to bring down public debt to precrisis levels, moreover, are sizable: reducing debt ratios to end-2007 levels would require (for a sample of 15 euro area countries) a tax rate of about 10 percent on households with positive net wealth.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die IWF-Analyse bietet eine Vielzahl von interessanten Schaubildern und Aussagen, die deutsche Glaubenss&auml;tze infrage stellen. So w&uuml;rden Verm&ouml;genssteuern das volkswirtschaftliche Potential viel weniger belasten als K&ouml;rperschaftssteuern, Einkommens- oder Verbrauchssteuern. Wohlgemerkt, dass ist keine &ldquo;moralinhaltige&rdquo; Umverteilungsforderung, sondern eine Frage &ouml;konomischer Effizienz. Vor allem aber ist Deutschland bei der Besteuerung der reichsten 10 Prozent unterdurchschnittlich. Diese zahlen hierzulande nur 34% der gesamten Einkommensteuern und Sozialabgaben, w&auml;hrend sie selbst in den USA 43% zahlen. In 8 der 24 untersuchten Industriel&auml;nder zahlen die obersten 10% im Vergleich zu ihrer Leistungsf&auml;higkeit weniger als in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131023_01.png\" alt=\"The Top 10 Percent\" title=\"The Top 10 Percent\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/fm\/2013\/02\/pdf\/fm1302.pdf\">IMF Fiscal Monitor, October 2013 [PDF &ndash; 4.8 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vorhang auf f&uuml;r ein neues Krisenmanagement!<\/strong><br>\nVier Jahre Krise in Europa und kein Ende in Sicht. In den Krisenl&auml;ndern der EU herrscht nach wie vor der &ouml;konomische und soziale, teilweise auch politische Ausnahmezustand. Die vier Krisenjahre waren auch vier Jahre des Ausprobierens von Konzepten zur Krisenl&ouml;sung. Nicht immer durchdacht, oft fall- und versuchsweise, aber immer entlang marktgl&auml;ubiger Annahmen. Ein starkes Aufb&auml;umen des Neoliberalismus vor seinem zu fr&uuml;h ausgerufenen Ableben. Zumindest in Deutschland sind neoklassische Wirtschaftsphilosophien nicht mit dem Fall der Lehman Brothers versch&uuml;ttet worden. Nach vier Jahren des Lavierens und Experimentierens im ma&szlig;geblich von der Bundesregierung in Br&uuml;ssel gepr&auml;gten Krisenmanagement ist es nun h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine Kurs&auml;nderung. Die europ&auml;ischen Nachbarn schauen nach der Bundestagswahl gebannt auf Berlin. Deutschland gef&auml;llt sich in Wirtschaftsfragen, vor allem in Sachen Haushaltskonsolidierung und Wettbewerbsf&auml;higkeit, als Klassenprimus der EU. Zur kniffligen Krise der Eurozone muss die neue Bundesregierung jedoch erst unter Beweis stellen, ob sie die anstehenden Hausaufgaben bew&auml;ltigen kann. F&uuml;nf Aufgaben dr&auml;ngen besonders. Hier sollte Berlin den europ&auml;ischen Partnern neue Vorschl&auml;ge zur &Uuml;berwindung der Krise unterbreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/aussenpolitische-herausforderungen-der-neuen-bundesregierung\/artikel\/detail\/vorhang-auf-fuer-ein-neues-krisenmanagement\/\">IPG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen: Der B&uuml;rger als Gefahr<\/strong><br>\nDie Begr&uuml;ndung h&auml;tte scheinheiliger kaum sein k&ouml;nnen: Das europ&auml;ische Verhandlungsmandat f&uuml;r ein Freihandelsabkommen mit den USA sollte nicht ver&ouml;ffentlicht werden, weil die Verhandlungspartner sonst die Strategie der Europ&auml;er kennen &ndash; und sich entsprechend darauf einstellen k&ouml;nnen. So die urspr&uuml;ngliche Argumentation der EU-Kommission. Das ist nat&uuml;rlich Quatsch. Sp&auml;testens seitdem bekannt geworden ist, dass die NSA die Kommunikation auch in Europa umfassend &uuml;berwacht und die Geheimdienste sogar EU-B&uuml;ros verwanzt haben sollen, ist klar: Das EU-Mandat wird kein Geheimnis f&uuml;r die US-amerikanischen Unterh&auml;ndler sein. L&auml;nder wie Frankreich sehen das mittlerweile ein und sprechen sich f&uuml;r eine Ver&ouml;ffentlichung aus. Es k&ouml;nnte also tats&auml;chlich die notwendige Transparenz geben &ndash; schl&uuml;ge sich Deutschland nicht auf die Seite der Ver&ouml;ffentlichungsgegner. Diese Haltung offenbart Abgr&uuml;nde im Demokratieverst&auml;ndnis der deutschen Regierung. Da verhandeln Politiker &uuml;ber Belange der Bev&ouml;lkerung &ndash; und die soll v&ouml;llig au&szlig;en vor bleiben. Weil jemandem auffallen k&ouml;nnte, dass das Mandat mehr Vorteile f&uuml;r die Wirtschaft bringt als f&uuml;r die Verbraucher. Oder weil in dem Abkommen sp&auml;ter mehr Zugest&auml;ndnisse stehen als in der urspr&uuml;nglichen Verhandlungsgrundlage. &ndash; Das Mandat f&uuml;r das Freihandelsabkommen ist dabei nur die Spitze eines Eisbergs. Dass Vertr&auml;ge der &ouml;ffentlichen Hand mit Privatunternehmen unter Verschluss bleiben, ist genauso die Regel wie langwierige und teure Auskunftersuchen bei Beh&ouml;rden. Der B&uuml;rger ist gef&auml;hrlich, also gibt man ihm im Zweifelsfall lieber keine Information.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F21%2Fa0082&amp;cHash=782ebae182ea6cbf8192d5de9f2cff9f\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Geheimsache Freihandel<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F10%2F21%2Fa0057&amp;cHash=a0b9b9f85dd5d5c0386a3c81f074c08c\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stresstest: EU-Bankenaufsicht legt einheitliche Regeln fest<\/strong><br>\nDie EU-Bankenaufsicht EBA legte dazu am Montag einheitliche Kriterien f&uuml;r den Umgang mit wackligen Krediten fest, die den deutschen Regularien stark &auml;hneln. Bislang unterscheiden sich die Bilanzierungsvorschriften in den einzelnen L&auml;ndern stark. Das hatte am Finanzmarkt zu massiven Zweifeln an den Ergebnissen der j&uuml;ngsten Stresstests der EBA gef&uuml;hrt. Nach den EBA-Regeln gilt ein Kredit nun als faul, wenn der Schuldner mehr als 90 Tage mit der R&uuml;ckzahlung im Verzug ist oder wenn die R&uuml;ckzahlung ungewiss ist. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier hatte vergangene Woche Bef&uuml;rchtungen zu zerstreuen versucht, dass sich bei der &Uuml;berpr&uuml;fung neue riesige L&ouml;cher in den Bilanzen auftun w&uuml;rden. Die bestehenden L&uuml;cken k&ouml;nnten h&ouml;chstwahrscheinlich geschlossen werden, indem sich die Banken Kapital am Markt besorgten. Es sei nicht zu erwarten, dass sie erneut den Steuerzahler zur Kasse bitten m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/stresstest-eu-bankenaufsicht-legt-einheitliche-regeln-fest-\/8962270.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie von S&amp;P: Gro&szlig;banken mit Refinanzierungs-Problem<\/strong><br>\nDie Refinanzierung bleibt f&uuml;r die meisten der 50 gr&ouml;&szlig;ten Banken in Europa nach einer Studie von Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P) ein Problem. Ende vergangenen Jahres fehlten 36 Instituten nach Berechnungen der Ratingagentur noch insgesamt 1,3 Billionen Euro, um die k&uuml;nftigen Anforderungen der Regulierer an ihre stabile langfristige Refinanzierungsbasis zu erf&uuml;llen. Zwei Jahre vorher hatte die L&uuml;cke noch 2,1 Billionen Euro betragen. 80 Prozent davon entfallen auf franz&ouml;sische und spanische sowie skandinavische Banken. Die L&uuml;cke sei zwar im Laufe des Jahres geschrumpft, indem die Banken ihre Bilanzsumme abgebaut, weitere Einlagen eingesammelt und die guten Bedingungen am Finanzmarkt zur Refinanzierung genutzt h&auml;tten. Doch vor den Banken liege noch ein langer Weg, lautet das Fazit von S&amp;P. Je gr&ouml;&szlig;er ihre L&uuml;cke, desto anf&auml;lliger seien sie f&uuml;r Marktverwerfungen und den Verlust von Vertrauen in die Bank und ihren Heimatstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/studie-von-sundp-grossbanken-mit-refinanzierungs-problem\/8970834.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Bundesbank hat bezogen auf die Lage Ende 2012 den m&ouml;glichen Kapitalbedarf f&uuml;r die sieben gr&ouml;&szlig;ten deutschen Banken auf 43 Milliarden Euro beziffert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merkels bittere Medizin bewirkt keine Heilung<\/strong><br>\nIst die Eurokrise vorbei? Daf&uuml;r k&ouml;nnte es zwei Anzeichen geben. Erstens beendete die Eurozone im zweiten Quartal diesen Jahres offiziell die Rezession. Das Bruttoinlandprodukt wuchs seit mehr als einem Jahr wieder und legte um 0,3 Prozent zu. Selbst Krisenl&auml;nder wie Italien, Spanien, Portugal und Irland sollen 2014 laut Herbstgutachten der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wieder in die Wachstumszone kommen &ndash; wenn auch nur mit kleinem Plus. Zweitens entwickeln sich die Leistungsbilanzen, also im wesentlichen die Differenz zwischen Ex- und Importen, in den Krisenl&auml;ndern positiv. Die EU-Kommission sch&auml;tzt, dass Griechenland sein Leistungsbilanzdefizit in diesem Jahr gegen&uuml;ber dem Vorjahr halbiert. Portugal, Spanien und Italien sollen ihr Defizit sogar in &Uuml;bersch&uuml;sse gedreht haben.<br>\nDas Ende der Krise ist aber eine Fata Morgana. Merkel f&uuml;hrt die europ&auml;ische Karawane mit ihrer K&uuml;rzungspolitik weiter in die W&uuml;ste. Denn trotz einem Plus im zweiten Quartal wird die Wirtschaft in der Eurozone auf das gesamte Jahr gesehen weiter schrumpfen. Und das prognostizierte Miniwachstum f&uuml;r 2014 steht auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en. Die Binnenwirtschaft als Wachstumsmotor f&auml;llt durch die von Merkel aufgezwungenen K&uuml;rzungen weiter aus. Die m&ouml;glicherweise zarte konjunkturelle Erholung ist damit stark von der Entwicklung der Weltwirtschaft abh&auml;ngig. Das birgt erhebliche Risiken. Die USA sind vorerst an einer Staatspleite vorbeigeschrammt. Die Gefahr ist aber nicht dauerhaft gebannt. Und in den wichtigen Schwellenl&auml;ndern China und Indien besteht eine Tendenz abnehmender Wachstumsraten.<br>\nAber selbst wenn die Mini-Prognosen f&uuml;r n&auml;chstes Jahr eintr&auml;fen, kann ein niedriges Wachstum in den europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern nicht f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung sorgen. Um mehr Besch&auml;ftigung zu schaffen m&uuml;sste die Wirtschaftsleistung st&auml;rker wachsen als die Produktivit&auml;t. Und das ist nicht der Fall.<br>\nF&uuml;r Millionen Menschen in der Eurozone ist das eine Katastrophe, denn die Massenarbeitslosigkeit, die heute bei 12 Prozent liegt, kann nicht abgebaut werden. Gesellschaftszerst&ouml;rerische Arbeitslosenquoten unter Jugendlichen von rund 60 Prozent in Spanien und Griechenland bleiben bestehen. Es gibt Bef&uuml;rchtungen, dass die Arbeitslosigkeit im n&auml;chsten Jahr sogar noch weiter ansteigen.<br>\nZudem sind die verbesserten Leistungsbilanzen darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die Importe sanken weil die Menschen durch die Sozial-, Renten- und Lohnk&uuml;rzungen erheblich weniger Geld zur Verf&uuml;gung haben. Die Exporte wurden durch die niedrigeren L&ouml;hne dagegen gest&auml;rkt. Die Verbesserung der Leistungsbilanz in den Krisenl&auml;ndern ist eher Symptom f&uuml;r eine weiter Verschlechterung der Lebenslage der Menschen und ein Andauern der Krise als f&uuml;r deren L&ouml;sung.<br>\nAllein &uuml;ber einen verbesserten Au&szlig;enhandel wird ein solides Wirtschaftswachstum in den Krisenl&auml;ndern ohnehin nicht zu erreichen sein. Das zeigt dessen geringe Bedeutung f&uuml;r die Wirtschaftsleistung. Beispiel Spanien: Obwohl das Land mit einer brutalen K&uuml;rzungspolitik sein lange Zeit negativen Au&szlig;enbeitrag in diesem Jahr wahrscheinlich auf einen &Uuml;berschuss von gut 30 Milliarden Euro trimmen konnte, wird dies lediglich rund drei Prozent der gesamten spanischen Wirtschaftsleistung ausmachen. Ein dauerhaftes Miniwachstum in den Krisenl&auml;ndern macht au&szlig;erdem ein Herauswachsen aus den Staatsschulden unm&ouml;glich.<br>\nMerkel f&uuml;hrt Europa nicht aus der Krise, sondern in eine Krise ohne Ende. Deshalb m&uuml;ssen vor allem die den Eurol&auml;ndern aufgezwungenen K&uuml;rzungen gestoppt werden. Um den Krisenl&auml;ndern wieder auf die Beine zu helfen ben&ouml;tigen wir ein europ&auml;isches Investitionsprogramm in H&ouml;he von mindestens 600 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/merkels-bittere-medizin-bewirkt-keine-heilung\/\">Michael Schlecht MdB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Porsche l&auml;sst weniger arbeiten &ndash; bei gleichem Lohn<\/strong><br>\nWeniger arbeiten f&uuml;rs gleiche Geld. Was lange als unerf&uuml;llbare Forderung linker Gesellschaftskreise galt, setzt jetzt ein Unternehmen von sich aus um: Porsche senkt an seinem Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen die Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Die 3.500 Mitarbeiter bei Porsche arbeiten zu viel. Das wirkt sich negativ aufs Produkt aus. Also senkt der Konzern die Stundenzahl bei vollem Lohnausgleich in zwei Stufen auf 34 Wochenstunden. Das hat Betriebsratschef Uwe H&uuml;ck der Branchenzeitung &ldquo;Automobilwoche&rdquo; best&auml;tigt. Grund sei die j&uuml;ngste Produktivit&auml;tssteigerung, durch die der Stress der Mitarbeiter zugenommen habe. Vor vier Jahren seien in Zuffenhausen noch 142 Autos am Tag gefertigt worden, inzwischen seien es mehr als 200. &ldquo;Jetzt wollen wir das Thema auch f&uuml;r den Standort Leipzig vorantreiben&rdquo;, sagte H&uuml;ck. Die VW -Tochter Porsche hat sich deutliche Absatzsteigerungen vorgenommen. Die Vereinbarung gilt bis Ende 2016, dennoch sei die Arbeitszeitverk&uuml;rzung als dauerhafte Ma&szlig;nahme gedacht, schreibt die &ldquo;Automobilwoche&rdquo;. Hintergrund sei der Plan von Porsche, den Absatz bis 2018 auf &uuml;ber 200.000 Einheiten auszubauen. Voraussetzung daf&uuml;r sind Ma&szlig;nahmen f&uuml;r erh&ouml;hte Flexibilit&auml;t und Steigerungen der Produktivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Porsche-l%C3%A4sst-weniger-arbeiten-bei-gleichem-Lohn-30273792.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Signal &uuml;ber Porsche hinaus? Schlie&szlig;lich haben auch in anderen Branchen die Arbeitsdichte und psychische Belastungen zugenommen. Sollte, was einst als Abbau von Arbeitslosigkeit angedacht war, auf diese Weise Wirklichkeit werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wer nichts mehr leistet, fliegt raus<\/strong><br>\n&bdquo;The World&acute;s Greatest Company&ldquo; nannte sich der amerikanische Konzern &bdquo;Enron&ldquo; &ndash; und sorgte 2001 f&uuml;r einen der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsskandale in den USA. Das Management hatte im gro&szlig;en Stil Bilanzen gef&auml;lscht, etwa den Gewinn um 1,2 Milliarden Dollar zu hoch ausgewiesen. Der Energie-Konzern verschwand von der Bildfl&auml;che &ndash; und mit ihm Betriebsrenten f&uuml;r seine Mitarbeiter in H&ouml;he von zwei Milliarden Dollar. Eine grandiose Pleite, die der Psychoanalytiker Paul Verhaeghe auf eine &bdquo;sozialdarwinistische Praxis&ldquo; in der Personalpolitik zur&uuml;ckf&uuml;hrt. Er ist Professor an der Universit&auml;t Gent und schreibt in seinem neuen Buch &bdquo;Und ich? Identit&auml;t in einer durch&ouml;konomisierten Gesellschaft&ldquo;: Die &bdquo;Enron&ldquo;-Mitarbeiter mit der h&ouml;chsten Produktivit&auml;t h&auml;tten alle Boni erhalten. Wer am wenigsten geleistet hatte, wurde gefeuert. Das nannte sich &bdquo;Rank and Yank appraisal system&ldquo;, was w&ouml;rtlich zu verstehen ist &ndash; &bdquo;to yank&ldquo; bedeutet &bdquo;rausschmei&szlig;en&ldquo;. Es gab einen kontinuierlichen Wettbewerb; ein internes Ranking ermittelte die zehn Prozent aller Mitarbeiter, die am schlechtesten abgeschnitten hatten. Sie wurden jedes Jahr automatisch entlassen. Verhaeghe: &bdquo;Innerhalb k&uuml;rzester Zeit f&auml;lschten fast alle Mitarbeiter ihre Zahlen; es herrschte totale Paranoia.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/karriere\/im-dauer-wettbewerb-wer-nichts-mehr-leistet--fliegt-raus,1473056,24747182.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>China: Billig war gestern<\/strong><br>\nUm China ist es nicht mehr ganz so gut bestellt: Die Produktionskosten in der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt steigen. Firmen wandern ab. Die Exportzahlen gehen zur&uuml;ck. Und auch wenn die am Freitag ver&ouml;ffentlichte Wachstumsrate mit 7,8 Prozent im dritten Quartal besser ausf&auml;llt als bef&uuml;rchtet &ndash; mit zweistelligen Zuwachsraten wie in den letzten Jahren ist es vorbei. Tats&auml;chlich steht sie an einem Wendepunkt: Sie hat in den letzten 30 Jahren eine beispiellose Entwicklung hingelegt, allein in den vergangenen f&uuml;nf Jahren hat sich der Wohlstand noch einmal nahezu verdoppelt. Doch nicht ohne Nebenwirkungen: &Uuml;berall gibt es &Uuml;berinvestitionen, die Lagerhallen quillen &uuml;ber. Wegen der vielen Fabrikschlote leidet die Umwelt. Und in kaum einem Land ist der Unterschied zwischen Arm und Reich so gro&szlig; wie in China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F10%2F21%2Fa0065&amp;cHash=9e0713d9966ccdb850c00d006ad88da5\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Perspektiven eines konsumgesteuerten Wachstums in China<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.429032.de\/13-41-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 105 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Angst vor dem gro&szlig;en Regen<\/strong><br>\nEs muss nicht immer ein Erdbeben oder ein Tsunami sein. Im havarierten AKW Fukushima reicht auch ein heftiger Regen f&uuml;r den n&auml;chsten St&ouml;rfall. Nach kr&auml;ftigen Niederschl&auml;gen am Wochenende ist nach Meldungen von Nachrichtenagenturen offenbar wieder radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangt. Und der n&auml;chste Taifun mit schweren Regenf&auml;llen wird Mitte der Woche erwartet. In der N&auml;he der Schrottreaktoren wird das verseuchte K&uuml;hlwasser in Tanks gelagert, die teilweise lecken und deshalb in gro&szlig;en Wannen stehen. Als in den vergangenen Tagen zehn statt der erwarteten drei bis vier Zentimeter Niederschlag fielen, mischte sich das Regenwasser mit der ausgetretenen Fl&uuml;ssigkeit, die Becken liefen &uuml;ber. Das Wasser habe eine Strontium-Belastung von bis zu 710 Becquerel (der Grenzwert liegt bei 10) gehabt und sei vermutlich ins Meer geflossen, teilte Tepco laut der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Strontium gilt als krebserregend. Wie nachhaltig das Meerwasser in der Bucht weiter verseucht wurde, ist unklar. Erst letzte Woche hatte die turnusm&auml;&szlig;ige Kontrolle durch die japanische Atomaufsicht an Messpunkten direkt an der K&uuml;ste beim AKW, im Hafen und weiter drau&szlig;en im Meer &ldquo;keinen signifikanten Anstieg&rdquo; der Strahlenwerte ergeben. Sie seien &ldquo;nicht bemerkenswert, verglichen mit den Resultaten der letzten sechs Monate&rdquo;. Ob sie bemerkenswert im Vergleich zu einem unverstrahlten Meer waren, wurde nicht gesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F10%2F22%2Fa0052&amp;cHash=5017945386d30f2e9281a64e24a69d0a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutsche Islamisten: Angst vor Veteranen<\/strong><br>\nDeutsche Islamisten sollen im Norden Syriens ein eigenes Ausbildungslager haben. Das geht aus einem als &raquo;geheim&laquo; eingestuften Lagebericht des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz hervor, aus dem der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe zitiert. Angeblich sollen sich bis zu 200 deutschsprachige K&auml;mpfer in einem &raquo;German Camp&laquo; auf ihren Einsatz im Krieg in Syrien vorbereiten. Mitte Oktober hatte der Geheimdienst in Paris von 400 franz&ouml;sischen Islamisten in Syrien berichtet. Die europ&auml;ischen Geheimdienstler sorgen sich allerdings weniger um das, was diese K&auml;mpfer in Syrien tun, besorgt ist man vor allem, &raquo;weil diese Personen vermutlich wieder zur&uuml;ckkommen werden&laquo;, wie Maa&szlig;en gegen&uuml;ber dem Deutschlandfunk ge&auml;u&szlig;ert hatte. &raquo;Sie werden wahrscheinlich Kampferfahrung haben, sie werden m&ouml;glicherweise sogar einen Auftrag haben, einen terroristischen Auftrag.&laquo; Wie aus einem nicht&ouml;ffentlichen Bericht (&raquo;Nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&laquo;) &uuml;ber ein Briefing der europ&auml;ischen Geheimdienstbeh&ouml;rde INTCEN hervorgeht &hellip; wird allein die Zahl der K&auml;mpfer der Al-Nusra-Front (Jabhat Al-Nusra &ndash; JaN) in Syrien mit &raquo;5&ndash;7000&laquo; eingesch&auml;tzt, insgesamt sollen sich demnach 10000 &raquo;gewaltbereite Dschihadisten in Syrien&laquo; aufhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-21\/057.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das Alles erinnert mich an Goethes Zauberlehrling: &bdquo;Herr, die Not ist gro&szlig;! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Totale Internetkontrolle in Russland<\/strong><br>\nDer russische Geheimdienst FSB will maximale Kontrolle &uuml;ber die Internet- und Telefonverbindungen in Russland erlangen. Das Kommunikationsministerium arbeitet nach einem Bericht der Zeitung &bdquo;Kommersant&ldquo; an einer Verordnung, die russische Internetanbieter grunds&auml;tzlich verpflichtet, Verbindungsdaten wie IP-Adressen mindestens zw&ouml;lf Stunden zu speichern und der FSB ohne jede Kontrolle direkten Zugriff auf den gesamten Datenverkehr zu gew&auml;hren. Der Telekommunikationsanbieter Vimpelcom kritisierte die Pl&auml;ne als verfassungswidrig. Das Internet gilt als einer der letzten freien R&auml;ume in Russland. Zum Testfall f&uuml;r das neue System der vollst&auml;ndigen &Uuml;berwachung k&ouml;nnten die Olympischen Winterspiele in Sotschi im Februar 2014 werden. Dort soll das &Uuml;berwachungsprogramm Sorm nach Recherchen von Soldatow und seiner Kollegin Irina Borogan fl&auml;chendeckend eingesetzt werden, so dass der FSB, die Nachfolgeorganisation des sowjetischen Geheimdienstes KGB, alle Telefonanrufe, E-Mails und Internetverbindungen &uuml;berwachen kann. Das US-Au&szlig;enministerium empfahl bereits Besuchern der Olympischen Spiele, elektronische Ger&auml;te am besten zu Hause zu lassen oder sensible Daten vor der Reise zu entfernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/totale-internetkontrolle-in-russland\/8965380.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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