{"id":19028,"date":"2013-10-24T09:07:37","date_gmt":"2013-10-24T07:07:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028"},"modified":"2013-10-24T12:55:54","modified_gmt":"2013-10-24T10:55:54","slug":"hinweise-des-tages-1993","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h01\">Kanzler-Handy im US-Visier? Merkel beschwert sich bei Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h02\">The mystery of EU economic study criticising Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h04\">Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h05\">DIW-Chef versteht Marktwirtschaft nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h06\">Marktkonform statt rechtskonform &ndash; Merkels erneuerter Versuch zur neoliberalen Dressur Europas durch Wettbewerbspakte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h07\">Podiumsdiskussion mit Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h08\">Die H&auml;lfte der US-Staatsanleihen ist in ausl&auml;ndischem Besitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h09\">Geht der Gesellschaft die Arbeit aus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h10\">S21 &ndash; Bahn verklagt Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h11\">Europas Asylpolitik ist gescheitert &ndash; der Widerstand w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h12\">Als Adam grub und Eva spann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h13\">Erster Pr&uuml;fstein f&uuml;r Schwarz-Rot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h14\">Innovationen mit Mitbestimmung erfolgreicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h15\">Kampf gegen Mittelma&szlig; &ndash; Bayerns Unis in Sorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h16\">A majority of public school children in 17 states, one-third of the 50 states across the nation, were low income students<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h17\">17,98 Euro Rundfunkbeitrag &ndash; Wof&uuml;r verwenden wir Ihr Geld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h18\">Das Wort &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; als Mittel der Meinungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h19\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; bis neulich! &ndash; &lsquo;&Uuml;berraschung&rsquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kanzler-Handy im US-Visier? Merkel beschwert sich bei Obama<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel war m&ouml;glicherweise &uuml;ber Jahre hinweg Ziel US-amerikanischer Geheimdienste. Ernstzunehmende Hinweise darauf haben Merkel veranlasst, sich am Mittwoch direkt bei US-Pr&auml;sident Barack Obama zu beschweren&hellip;<br>\nAusl&ouml;ser der ungew&ouml;hnlich scharfen Reaktion der Bundesregierung ist eine aktuelle SPIEGEL-Anfrage im Zuge einer Recherche. Nach einer &Uuml;berpr&uuml;fung durch den Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik hielt die Regierung den Verdacht offenbar f&uuml;r ausreichend plausibel, um die US-Regierung damit zu konfrontieren&hellip;<br>\nEine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten erkl&auml;rte zu den Vorw&uuml;rfen gegen&uuml;ber dem SPIEGEL: &ldquo;Der Pr&auml;sident hat der Kanzlerin versichert, dass die Vereinigten Staaten ihre Kommunikation nicht &uuml;berwachen und auch nicht &uuml;berwachen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nsa-merkel-beschwert-sich-bei-obama-a-929636.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Dementis folgen immer der gleichen Methode: Man spricht &uuml;ber nicht vorgenommene &Uuml;berwachung in der Gegenwart und Zukunft und schweigt &uuml;ber die Vergangenheit. Wie sagte doch der Geheimdienstkoordinator und Chef des Kanzleramtes Pofalla vor der Wahl: Der &Uuml;berwachungsskandal sei &bdquo;vom Tisch&ldquo;. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18359\">&bdquo;Pofalla rettet sich &uuml;ber die Zeit &ndash; Die Taktik des nichts dementierenden Dementis&ldquo;<\/a>. Und er erkl&auml;rte weiter <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18276\">&bdquo;Es gibt in Deutschland keine millionenfache Aussp&auml;hung&ldquo;<\/a>. Die Kanzlerin griff allerdings erst zum Telefonh&ouml;rer, als der Verdacht aufkam, dass sie selbst ausgesp&auml;ht wurde. Wenn Hinz und Kunz abgeh&ouml;rt werden, ist das ja auch nicht so wichtig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>The mystery of EU economic study criticising Berlin<\/strong><br>\nDid tight-fisted budget policies in Germany help make the eurozone crisis deeper and more difficult for struggling bailout countries like Greece and Portugal?<br>\nThat appears to be the conclusions of a study by a top European Commission economist that was published online Monday &ndash; but then quickly taken down by EU officials.<br>\nOur eagle-eyed friend and rival Nikos Chrysoloras, Brussels correspondent for the Greek daily Kathimerini, was able to download the report and note its findings before the link went dark (Nikos kindly provided Brussels Blog a copy, which we&rsquo;ve posted here).<br>\nShortly after being contacted by Brussels Blog, officials said they would republish the 28-page study, titled &ldquo;Fiscal consolidation and spillovers in the Euro area periphery and core&rdquo;, once a few charts were fixed. And as Brussels Blog was writing this post, it was indeed republished here.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/blogs.ft.com\/brusselsblog\/2013\/10\/the-mystery-of-eu-economic-study-criticising-berlin\/?\">FT Brussels Blog<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/blogs.ft.com\/brusselsblog\/files\/2013\/10\/GermanySpillovers.pdf\">Fiscal consolidations and spillovers in the Euro area periphery and core European Commission [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a>\n<p>dazu: <strong>Paper by EU Economist Backs Austerity&rsquo;s Critics<\/strong><br>\nCoordinated austerity in euro-area countries has stifled economic recovery and deepened the crisis across the currency bloc, according to a new technical paper prepared by an economist at the European Commission.<br>\nSpending cuts in Germany in particular have made things worse for the weaker members of the euro area through &ldquo;spillovers&rdquo; &ndash; the economic impact on economies connected to Germany&rsquo;s&ndash; the paper says, adding that limited stimulus programs in richer countries could help the whole of the currency bloc.<br>\nThe paper, which doesn&rsquo;t necessarily represent the views of the powers-that-be at the Commission, presents some inconvenient conclusions for European authorities from one of their own economists. The European Union and national governments have come under fire from outside economists for pursuing austerity across the euro zone. These critics have argued that Germany in particular should be running bigger deficits to help drag the bloc&rsquo;s weaker members out of their slumps.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.wsj.com\/economics\/2013\/10\/22\/paper-by-eu-economist-backs-critics-of-austerity\/\">Wall Street Journal<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Absturz in die Armut<\/strong><br>\nDie schwere Wirtschaftskrise und die harten Sparma&szlig;nahmen haben viele Griechen in die Armut gest&uuml;rzt: Durchschnittlich sind sie heute fast 40 Prozent &auml;rmer als vor f&uuml;nf Jahren. Das verf&uuml;gbare Einkommen habe im zweiten Quartal um 29,5 Prozent unter dem Niveau des gleichen Zeitraums 2008 gelegen, wie aus den j&uuml;ngsten Daten des nationalen Statistikamtes Elstat hervorgeht. Werde noch die in dieser Zeit angelaufene Inflation ber&uuml;cksichtigt, erh&ouml;he sich das Minus auf nahezu 40 Prozent. Wegen der immer wieder drohenden Staatspleite hat die Regierung Ausgaben gek&uuml;rzt und Steuern erh&ouml;ht, um im Gegenzug Milliarden von internationalen Geldgebern zu bekommen. In den vergangenen vier Jahren wurden beispielsweise die Sozialleistungen um 26 Prozent gesenkt. Das belastet den Konsum im Land, der drei Viertel der Wirtschaftsleistung ausmacht. Das Bruttoinlandsprodukt d&uuml;rfte auch deshalb in diesem Jahr um etwa vier Prozent schrumpfen. Damit h&auml;tte das Euro-Land seit 2008 etwa ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung verloren. Erst 2014 wird wieder ein kleines Wachstum erwartet. &ndash; Die EU-Kommission forderte Griechenland auf, Strukturreformen konsequent umzusetzen und die Effizienz der Verwaltung zu erh&ouml;hen. Beides seien Voraussetzung f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu Wachstum, hie&szlig; es in einem in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlichten Bericht. So m&uuml;ssten das Steuersystem verbessert und eine ebenso zuverl&auml;ssige wie unternehmensfreundliche Verwaltung geschaffen werden. &ldquo;Wachstum und neue Jobs k&ouml;nnen nur florierende Unternehmen schaffen, die leichten Zugang zu Finanzen und M&auml;rkten haben&rdquo;, hie&szlig; es. &ldquo;Es w&auml;re schade, wenn all die Opfer, die das griechische Volk in den vergangenen Jahren erbracht hat, nicht zum Erfolg f&uuml;hren w&uuml;rden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-absturz-in-die-armut-1.1800856\">SZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Households and NPISH gross disposadbe income and final consumption expenditure growth<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.statistics.gr\/portal\/page\/portal\/ESYE\/BUCKET\/A0708\/PressReleases\/A0708_SEL91_DT_QQ_02_2013_01_P_EN.pdf\">HELLENIC STATISTICAL AUTHORITY [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sollte es der EU-Kommission entgangen sein, dass florierende Unternehmen keinen Zugang zu den Finanzm&auml;rkten brauchen um zu investieren, wenn die verf&uuml;gbaren Einkommen und parallel dazu der Konsum seit dem 2.Quartal 2010 nur noch geschrumpft sind. Im Gegenteil, logischerweise m&uuml;ssen soviel Unternehmen aus dem Markt fallen, bis die  verbleibende Anzahl mit der geschrumpften G&uuml;ternachfrage &uuml;berleben kann. Die Forderung der Kommission, &ldquo;Strukturreformen&rdquo; konsequent umzusetzen, wirken ein wenig so, wie dem im Sumpf Steckenden zu empfehlen, sich zuerst die Haare schneiden zu lassen, um sich dann besser am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen zu k&ouml;nnen. Es ist doch jedem Laien klar, dass z.B. eine Reform des griechischen Staatsapparates nur ein Langzeitprojekt sein kann. F&uuml;r wie dumm wollen uns diese Leute verkaufen, in dem sie Forderungen in den Raum stellen, deren Realisierung &uuml;ber ein Jahrzehnt dauert? Weiss man hierzulande nicht, wie viel Zeit z.B. die Ausbildung und die anschliessende Einarbeitung eines Steuerfahnders dauert? Besonders zynisch ist der makabre Hinweis auf die bisherigen Opfer des griechischen Volkes, die wohl nur durch weitere Opfer zum Erfolg f&uuml;hrten. Wie lange wird es noch dauern, bis erkannt wird, diese Austerit&auml;tsrezepte untauglich waren und sind? Bis der Patient tot ist? Eigentlich m&uuml;sste doch die Besch&auml;ftigung in der neoklassischen Gedankenwelt des deutschen, europ&auml;ischen Mainstream&ouml;konomie bei einem derartigen R&uuml;ckgang der Lohnkosten seit der Krise so richtig angestiegen sein. Die griechische Au&szlig;enwirtschaft m&uuml;sste boomen bei dieser unerh&ouml;rten Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit!<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131024_01.gif\" alt=\"Households and NPISH gross disposadbe income and final consumption expenditure growth\" title=\"Households and NPISH gross disposadbe income and final consumption expenditure growth\"><\/p>\n<p>Quelle: HELLENIC STATISTICAL AUTHORITY<\/p><\/li>\n<li><strong>Griechen heute 40 Prozent &auml;rmer als zu Beginn der Finanzkrise<\/strong><br>\nDas verf&uuml;gbare Einkommen habe im zweiten Quartal um 29,5 Prozent unter dem Niveau des gleichen Zeitraums 2008 gelegen, wie aus den am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Daten des Statistikamtes Elstat hervorgeht. Werde noch die in dieser Zeit angelaufene Inflation ber&uuml;cksichtigt, erh&ouml;he sich das Minus auf nahezu 40 Prozent&hellip;<br>\nIn den vergangenen vier Jahren wurden beispielsweise die Sozialleistungen um 26 Prozent gesenkt. Das belastet den Konsum im Land, der drei Viertel der Wirtschaftsleistung ausmacht. Das Bruttoinlandsprodukt d&uuml;rfte auch deshalb in diesem Jahr um etwa vier Prozent schrumpfen. Damit h&auml;tte das Euro-Land seit 2008 etwa ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung verloren. Erst 2014 wird wieder ein kleines Wachstum erwartet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/europa\/eu-task-force-bericht-griechen-heute-40-prozent-aermer-als-zu-beginn-der-finanzkrise-\/8969050.html\">WirtschafsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Erl&auml;uterung siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19020\">&bdquo;Austerit&auml;tspolitik in Griechenland: &Ouml;konomische Verw&uuml;stung statt eines exportgetragenen Wachstums&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Banken-Stresstests &ndash; Wenig Stress f&uuml;r die Banken<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der EZB f&uuml;r die neuen Banken-Stresstests sorgen f&uuml;r Diskussionsstoff. Das Ziel scheint klar: Das Bankensystem soll solide erscheinen.<br>\nWenn die Europ&auml;ische Zentralbank die Bankenaufsicht in Europa &uuml;bernimmt, dann will sie zuerst mal die Banken durchchecken. Heute hat sie Pl&auml;ne f&uuml;r die n&auml;chste Serie der Banken-Stresstests ver&ouml;ffentlicht. Doch Sorgen m&uuml;ssen sich nur wenige Banken machen.<br>\nAcht Prozent soll das sogenannte harte Kernkapital betragen, das die Banken ausweisen sollen &ndash; das soll der Puffer sein, mit dem Banken Krisenverluste abfedern k&ouml;nnen, ohne insolvent zu werden. Das klingt erst mal nach einem harten Kriterium: Es entspricht dem Wert, den Banken weltweit eigentlich erst Anfang 2019 erreichen m&uuml;ssten &ndash; zuz&uuml;glich eines Puffers von einem Prozentpunkt.<br>\nDoch diese H&uuml;rde haben die meisten gro&szlig;en Institute in den vergangenen Jahren schon genommen. Der vergangene Stresstest legte sie noch h&ouml;her: Damals wurde noch eine Kapitalquote von 9 Prozent gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/banken-stresstests-wenig-stress-fuer-die-banken-12630434.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Banken und ihre Geb&uuml;hren<\/strong><br>\nJeder kennt sie und die meisten akzeptieren sie &ndash; einfach so. Die Geb&uuml;hren, die von Banken erhoben werden. Ob diese rechtens sind oder nicht, das kann der Normalb&uuml;rger kaum erfassen. Zum Gl&uuml;ck gibt es Organisationen, die sich f&uuml;r die Rechte der B&uuml;rger einsetzen, wie zum Beispiel die Verbraucherzentrale. Diese Organisationen erstreiten dann gelegentlich unser Recht vor den obersten Gerichten und publizieren diese Ergebnisse dann auch. Leider bekommt der B&uuml;rger oftmals davon nichts mit. Nun m&ouml;chte ich eine kleine Geschichte erz&auml;hlen, die mir selber vor kurzem passiert ist.<br>\nNeulich sah ich zuf&auml;llig im Vormittagsprogramm des &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehens ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale. Das Thema war der Titel dieses Artikels.<br>\nIch trank meinen Morgen-Kaffee und h&ouml;rte schlaftrunken zu, als pl&ouml;tzlich die Worte fielen, die mich aufhorchen lie&szlig;en: &bdquo;Banken d&uuml;rfen bei Darlehen keine Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren in Rechnung stellen.&ldquo;<br>\nSofort habe ich den Becher Kaffee abgestellt, den PC hochgefahren und die Suchmaschine meines VertrauensTM befragt. Das Ergebnis war ein Urteil des Bundesgerichthofs.<br>\nDaraufhin habe ich eine Mail an meine Ansprechpartnerin bei meiner Hausbank geschickt, ihr den Link des BGH-Urteils &uuml;bermittelt und h&ouml;flich nachgefragt, ob sie dazu Stellung nehmen k&ouml;nnte. Zwei Tage sp&auml;ter fand ich einen Brief von der Kreditabteilung im Briefkasten. Ich zitiere aus diesem Brief:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.geldsystempiraten.de\/wp\/die-banken-und-ihre-gebuhren\/\">Geldsystempiraten<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Gef&auml;hrliche Finanzprodukte: Willkommen zur&uuml;ck im Spielcasino!<\/strong><br>\nMinizinsen, toxische Produkte, politisches Laissez-faire: Im Jahr 2013 agiert die Finanzwirtschaft so, als h&auml;tte es nie eine Krise gegeben. Es braut sich der gleiche gef&auml;hrliche Mix zusammen wie vor sechs Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/finanzmaerkte-die-euphorie-und-die-risiken-sind-zurueck-a-929536.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Haiders Hausbank als gr&ouml;&szlig;ter &ldquo;Kriminalfall Europas&rdquo;<\/strong><br>\nDie wesentlichen Akteure der Hypo Alpe Adria werden vom Chef der bankinternen Ermittlungsabteilung &ouml;ffentlich als &ldquo;kriminelle Organisation&rdquo; bezeichnet<br>\nDer fr&uuml;here Polizist Christian B&ouml;hler, der nach einem Wirtschaftsstudium bei der KPMG angeheuert hatte und seit drei Jahren Teamleiter des internen Forensik-Teams der K&auml;rntner Skandalbank ist, hat sich in einem Interview mit dem &ldquo;Standard&rdquo; weit aus dem Fenster gelehnt: Die &ldquo;wesentlichen Player&rdquo; der Hypo h&auml;tten eine kriminelle Organisation gebildet und &ldquo;mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern, Militaristen, hochrangigen, bestechlichen Politikern kooperiert&rdquo;. Nach der Analyse von 1100 F&auml;llen spricht er vom &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Kriminalfall Europas nach dem Zweiten Weltkrieg&rdquo; und von einer Schadensumme von einer Milliarde Euro, weshalb bereits rund hundert Anzeigen eingebracht wurden und weitere folgen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40155\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Dt. Bank muss im Devisenskandal Auskunft geben<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank kommt an immer mehr juristischen Fronten unter Druck.<br>\nNach dem Zinsskandal ger&auml;t das gr&ouml;&szlig;te deutsche Geldhaus nun auch wegen der Aff&auml;re um Manipulationen am Devisenmarkt ins Visier der Aufseher. In den USA wurde das Institut &ndash; wie andere Banken auch &ndash; von der Regulierungsbeh&ouml;rde CFTC aufgefordert, seine internen Prozesse zu &uuml;berpr&uuml;fen und Auff&auml;lligkeiten zu melden, wie das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; (WSJ) am Dienstag auf seiner Internetseite berichtete&hellip;<br>\nIm Sommer hatte es erstmals Berichte &uuml;ber m&ouml;gliche Tricksereien bei der Festlegung von Referenzkursen f&uuml;r viele W&auml;hrungen gegeben. Seither haben die Aufsichtsbeh&ouml;rden rund um den Globus den Druck auf Banken und H&auml;ndler versch&auml;rft, die mutma&szlig;lich in die Manipulationen verwickelt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE99L02W20131022\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><strong>JPMorgan settlement could cost bank closer to $9 billion<\/strong><br>\nJPMorgan Chase &amp; Co&rsquo;s preliminary $13 billion mortgage settlement with the U.S. government could end up costing the bank closer to $9 billion after taxes, because the majority of the deal is expected to be tax deductible, two sources familiar with the matter said.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/2013\/10\/22\/us-jpmorgan-penalties-idUSBRE99L19720131022\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Strafe daf&uuml;r, dass JP Morgan in  irref&uuml;hrender und betr&uuml;gerischer Weise enorme Mengen an Hypothekenpapieren an andere Banken, Versicherungen und Privatanlager verkauft  hat &ndash; Papiere, die sich nach dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase als v&ouml;llig wertlos herausstellten &ndash; ist also steuerabzugsf&auml;hig.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DIW-Chef versteht Marktwirtschaft nicht<\/strong><br>\n&ldquo;&Uuml;ber hohe L&ouml;hne klagen hei&szlig;t daher nichts anderes, als &uuml;ber die notwendige Folge und Ursache h&ouml;chster Prosperit&auml;t des Landes jammern&rdquo;, wusste eben schon der gro&szlig;e Adam Smith, den viele &Ouml;konomen als Gr&uuml;ndervater der Volkswirtschaftslehre zwar vornehm im Munde f&uuml;hren, ihn aber ganz offensichtlich nicht gelesen, nicht verstanden oder l&auml;ngst vergessen haben. Wo ist der Politiker, der &Ouml;konom eines der &ldquo;f&uuml;hrenden Wirtschaftsforschungsinstitute&rdquo;, wo ist der Gewerkschaftschef, der Wirtschaftsjournalist einer f&uuml;hrenden Tageszeitung, der diese Lehre heute den immer auf einzelwirtschaftlicher Basis argumentierenden Gegnern des Mindestlohns entgegenschleudert, die immer zugleich auch generelle Gegner einer verteilungsneutralen, die gesamtwirtschaftliche Produktivit&auml;ts- und Preisentwicklung aussch&ouml;pfenden Lohnpolitik sind. Warum tun sie sich so schwer, den Lohn nach allen Seiten hin zu duchleuchten? Vielleicht gibt es hier und da sogar einen, der versucht, sich Geh&ouml;r zu verschaffen. Was aber hilft ein intellektuell erquickender Tropfen Wasser in dieser geistigen W&uuml;ste? F&uuml;r die Herrschenden in der Politik, in der Wissenschaft, in den Gewerkschaften und im Journalismus scheint vielmehr jener hohle Gedankengang zu gelten, den wiederum Adam Smith schon vor 224 Jahren in den Vorwurf kleidete: &ldquo;Alles f&uuml;r uns selbst und nichts f&uuml;r andere, scheint zu allen Zeiten die elende Devise der Herrschenden gewesen zu sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/mindestlohn-diw-chef-versteht-die-marktwirtschaft-nicht\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Marktkonform statt rechtskonform &ndash; Merkels erneuerter Versuch zur neoliberalen Dressur Europas durch Wettbewerbspakte<\/strong><br>\n&bdquo;Troika f&uuml;r alle!&ldquo; &ndash; davor warnt unter anderen grenz&uuml;berschreitende B&uuml;ndnis &bdquo;Europa geht anders&ldquo; bereits seit dem Fr&uuml;hjahr. Nachdem man in den geschlagenen Wahlk&auml;mpfen den Eindruck gewinnen konnte, die Krise und ihre Entfaltung in der Europ&auml;ischen Union sei politisch kein relevantes Thema, ist das Verdr&auml;ngte mit Beginn dieser Woche wiedergekehrt: F&uuml;r den Beschluss von Wettbewerbspakten soll das Protokoll 14 der Europ&auml;ischen Vertr&auml;ge abge&auml;ndert werden. Die Pl&auml;ne von Angela Merkel sind wenig mehr als ein erneuerter Anlauf zur autokratischen Durchsetzung der neoliberalen Vertiefung der EU<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/marktkonform-statt-rechtskonform-merkels-erneuerter-versuch-zur-neoliberalen-dressur-europas-durch-wettbewerbspakte\">Arbeit und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Podiumsdiskussion mit Sven Giegold<\/strong><br>\nAm n&auml;chsten Mittwoch den 23.10.2013 um 21:00Uhr begr&uuml;&szlig;en wir Sven Giegold, Mitglied der Gr&uuml;nen Fraktion im Europaparlament und Koordinator der Gr&uuml;nen im Ausschuss Wirtschaft &amp; W&auml;hrung zum n&auml;chsten Podiumsgespr&auml;ch auf dem Mumble Server der NRW-Piraten.<br>\nMit ihm wollen wir &uuml;ber die aktuelle Situation in der Europ&auml;ischen Union in den Themenbereichen Wirtschaft und Finanzen sprechen. Es erwarten uns seine Perspektiven zur EU-Wirtschaftspolitik, Finanzmarktregulierung, Steuerharmonisierung und zur W&auml;hrungs- und Bankenunion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kraehennest.piraten-wagen-mehr-demokratie.de\/ShowFeed.aspx?id=13645\">Kr&auml;hennest<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die H&auml;lfte der US-Staatsanleihen ist in ausl&auml;ndischem Besitz<\/strong><br>\nDerzeit befinden sich 47% der US-Staatsanleihen und Geldmarktpapiere im Besitz von Ausl&auml;ndern, die hier unter Rest of the World zusammengefasst werden (dunkelblaue Linie). Das sind 5600 Mrd. $. Der Anteil ausl&auml;ndischer Investoren liegt etwas tiefer als w&auml;hrend der Spitze 2008\/2009, betr&auml;gt aber immer noch fast dreimal so viel wie vor zwei Jahrzehnten. Rund 17% der US-Schatzpapiere sind im Besitz der US-Notenbank, 8% halten inl&auml;ndische Versicherungen und Pensionskassen. Die &uuml;brigen 30% liegen bei den Banken, in den Depots von Privatanlegern und den Portfolios der Unternehmen. Der gr&ouml;sste ausl&auml;ndische Investor ist China. Von den 5600 Mrd. $ befinden sich 23% im Besitz der Volksrepublik. Gut 19% entfallen auf Japan. Je 5% der Staatsanleihen sind in den Finanzzentren der Karibik und bei den erd&ouml;lexportierenden Staaten. Von einem Zahlungsausfall w&auml;ren jedoch in erster Linie kurzfristige Papiere betroffen. China besitzt davon nur gerade 5 Mrd. $, das ist sehr wenig im Vergleich zu den 1271 Mrd. $, die die Chinesen in langfristigen Staatsanleihen angelegt haben. Japan dagegen h&auml;lt gem&auml;ss den Daten des Treasury International Capital (TIC) System kurzfristige Papiere im Wert von 60 Mrd. $ und ist st&auml;rker exponiert.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131024_02.gif\" alt=\"Die H&auml;lfte der US-Staatsanleihen ist in ausl&auml;ndischem Besitz\" title=\"Die H&auml;lfte der US-Staatsanleihen ist in ausl&auml;ndischem Besitz\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/der-chart-des-tages-158\/\">FuW<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Darf man fragen, warum Italien als n&auml;chster Krisenkandidat diskutiert wird, dessen Staatsanleihen nur zu 30 Prozent in ausl&auml;ndischer Hand sind?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geht der Gesellschaft die Arbeit aus?<\/strong><br>\n&hellip;Begr&uuml;ndet wird die Forderung nach einem BGE sehr h&auml;ufig damit, dass der Gesellschaft schlicht und einfach die Arbeit ausgehe und Vollbesch&auml;ftigung eine Illusion sei. Unterstellt wird dabei, dass es in entwickelten kapitalistischen L&auml;ndern aufgrund von Produktivit&auml;tsentwicklungen zu Unterbesch&auml;ftigung kommt, da der Anstieg der Arbeitsproduktivit&auml;t im Trend &uuml;ber dem Wirtschaftswachstum liege. Hinzu komme, dass auf vielen M&auml;rkten S&auml;ttigungstendenzen zu beobachten seien &ndash; das hei&szlig;t im Kern, dass die Bed&uuml;rfnisse der Menschen in einer Volkswirtschaft an Grenzen sto&szlig;en. Technologisch bedingte Arbeitslosigkeit, so die These, sei das unvermeidliche das Ergebnis&hellip;<br>\nZwar ist f&uuml;r Deutschland tats&auml;chlich seit Anfang der 1960er Jahre ein im Trend sinkendes Arbeitsvolumen bzw. ein sinkendes Arbeitsvolumen pro Kopf auszumachen&hellip;<br>\nAufschlussreich ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass Bef&uuml;rworterinnen und Bef&uuml;rworter des BGE die Entwicklung des Arbeitsvolumens oder die Entwicklung des Pro-Kopf-Arbeitsvolumens in anderen L&auml;ndern nicht zur Kenntnis nehmen&hellip;<br>\nDas Arbeitsvolumen ist seit 1970 in 14 der 19 L&auml;nder gestiegen (&hellip;). Und beim Arbeitsvolumen pro Kopf halten sich die L&auml;nder mit steigendem und fallendem Arbeitsvolumen fast die Waage&hellip;<br>\nDamit aber ist die wohl am meisten gebrauchte Begr&uuml;ndung zur Forderung nach einem BGE nicht haltbar: Der isolierte Blick auf die deutsche Entwicklung f&uuml;hrt zu der klaren Fehleinsch&auml;tzung, dass den entwickelten Volkswirtschaften aufgrund des technischen Fortschritts die Arbeit ausgehe. Tats&auml;chlich zeigen die Zahlen der OECD, dass die entsprechenden Entwicklungen in Deutschland nicht verallgemeinert werden k&ouml;nnen. Den entwickelten Industriegesellschaften geht die Arbeit nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1206\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>S21 &ndash; Bahn verklagt Zeitung<\/strong><br>\nDas Kommunikationsb&uuml;ro von Stuttgart 21 prozessiert gegen die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo;. Das Blatt soll nicht mehr behaupten d&uuml;rfen, dass das Milliardenprojekt erst im Jahr 2022 in Betrieb geht. Der Gang vor Gericht markiert eine neue Qualit&auml;t im Umgang der Bahn mit kritischer Berichterstattung zum Tiefbahnhof.<br>\nIst das dankbar? Die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; geh&ouml;rt zu denjenigen Presseorganen, deren F&uuml;hrungsetage sich unumwunden f&uuml;r den Bau von Stuttgart 21 ausspricht. Das h&auml;lt die Bauherrin des Milliardenprojekts dennoch nicht davon ab, das Blatt vor den Kadi zu zerren &ndash; wegen angeblich falscher Tatsachenbehauptungen in Sachen Tiefbahnhof. Genauer gesagt st&ouml;rt sich S-21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich an einem Bericht der Zeitung, der am 17. September 2013 erschien. Darin erfuhren die Leser, dass der Tunnelbahnhof ein Jahr sp&auml;ter als geplant fertiggestellt wird. Erst 2022 sollen Z&uuml;ge durch die Station rollen, stand in einem 16-zeiligen Anrei&szlig;er auf Seite 1 zu lesen. Im Innenteil wurden die Gr&uuml;nde der versp&auml;teten Inbetriebnahme ausf&uuml;hrlich dargestellt. Als Quelle ist eine aktuelle Vorlage an den Bahn-Aufsichtsrat genannt, der sich am Folgetag treffen wollte. Das Papier ist in der Printausgabe sogar ausrissweise bildlich dokumentiert. Ver&ouml;ffentlicht wurde der Bericht auch online.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/134\/bahn-verklagt-zeitung-1803.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch in der aktuellen Ausgabe der <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Kontext:Wochenzeitung<\/a> finden sich wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;gen, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Nationalpark und B&uuml;rgerbeteiligung: &Uuml;ber den m&uuml;hsamen B&uuml;rgerdialog im Schwarzwald, einen &uuml;berforderten Minister und einen gr&uuml;n-roten Gesetzentwurf, der jetzt einen Schlussstrich ziehen soll.<\/em><\/li>\n<li><em>S&uuml;dwest-CDU: Die Partei f&auml;hrt weiter Schlangenlinien und meint dennoch, 2016 in Baden-W&uuml;rttemberg wieder die Macht &uuml;bernehmen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/li>\n<li><em>Mercedes: Das abgasfreie Brennstoffzellen-Modell soll jetzt doch nicht, wie angek&uuml;ndigt, 2014 vom Band rollen. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat den Start auf 2017 verschoben.<\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/134\/kleine-kriege-1805.html\">Polizeieinsatz in G&ouml;ppingen: 141 Neonazis marschierten am 12. Oktober durch die Stadt. Kontext dokumentiert den ersch&uuml;tternden Bericht eines Gegendemonstranten und die Antwort der Polizei.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/134\/alles-luege-ausser-ich-1798.html\">Alles L&uuml;ge au&szlig;er ich: Ein Auszug aus der jetzt erschienenen Biografie des Kontext-Kolumnisten Peter Grohmann.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Morgen im Kiosk und am Samstag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europas Asylpolitik ist gescheitert &ndash; der Widerstand w&auml;chst<\/strong><br>\nDie vergangene Woche hat nach dem tragischen Ungl&uuml;ck von Lampedusa mit mehreren hundert Toten auf vielf&auml;ltige Weise gezeigt, wie sehr Europas Asylpolitik gescheitert ist. In Frankreich zerren Polizisten eine 15j&auml;hrige w&auml;hrend eines Schulausfluges aus dem Bus, um sie in das Kosovo abzuschieben, wo sie noch nicht einmal die Sprache beherrscht. Daraufhin protestieren seit Tagen die Sch&uuml;ler auf Pariser Stra&szlig;en, blockieren Schulen und bringen sowohl Pr&auml;sident Hollande als auch Innenminister Valls in Bedr&auml;ngnis. In Hamburg f&uuml;hrt die gezielte Kontrolle von Fl&uuml;chtlingen zu tagelangen Protesten, die man nur allzu leichtfertig linken Krawallmachern in die Schuhe schieben will. Vor dem Brandenburger Tor treten 29 Asylbewerber in Hungerstreik, damit ihre Asylantr&auml;ge endlich Beachtung finden, die Politik weigert sich zuzuh&ouml;ren, die Presse und Bev&ouml;lkerung hingegen zeigen Interesse &ndash; und Solidarit&auml;t. Diese Ereignisse beweisen: Europas Asylpolitik ist am Ende &ndash; und der Widerstand in Europa w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/allgemein\/europas-asylpolitik-ist-gescheitert\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Als Adam grub und Eva spann<\/strong><br>\nWarum es immer weniger Werkt&auml;tige im Bundestag gibt.<br>\nPolitik war zu den meisten Zeiten der einflussreiche Zeitvertreib reicher Leute. Die Bonner Demokratie zwischen Weltkrieg und Wegfall des &ouml;stlichen Kalten Kriegers hat in uns die Ansicht gest&auml;rkt, dass jeder in die Politik kann, wenn er nur engagiert und interessiert ist. Das war jedoch nur eine Momentaufnahme. Was sich gestern konstituierte war nicht nur der neue Bundestag, sondern zus&auml;tzlich auch die R&uuml;ckentwicklung dieses tendenziellen Egalitarismus. Politik scheint wieder zu werden, was sie zuvor immer schon war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/10\/als-adam-grub-und-eva-spann.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erster Pr&uuml;fstein f&uuml;r Schwarz-Rot<\/strong><br>\nSelbst wenn die Mehrheit in der Gesch&auml;ftsordnung neue Regeln zum Schutz der Opposition einbaut, bleibt ein gro&szlig;es Manko: Das Recht, Gesetze durch das Bundesverfassungsgericht &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen, kann nach dem Grundgesetz nur von mindestens einem Viertel der Abgeordneten wahrgenommen werden. Es bliebe also Linken und Gr&uuml;nen, die zusammen nur 20 Prozent der Mandate besetzen, verwehrt.<br>\nUm das zu heilen, w&auml;re eine Grundgesetz&auml;nderung erforderlich. An der Frage, ob CDU\/CSU und SPD dazu bereit sein werden, wird sich schon bald zeigen, wie weit ihre Achtung vor der Opposition reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar--erster-pruefstein-fuer-schwarz-rot,1472602,24753594.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Innovationen mit Mitbestimmung erfolgreicher<\/strong><br>\nBetriebsr&auml;te k&ouml;nnen bei der Einf&uuml;hrung neuer Verfahren eine entscheidende Rolle spielen. Die Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter bei Innovationen zahlt sich in betriebswirtschaftlicher Hinsicht ebenso aus wie f&uuml;r die Besch&auml;ftigten. Denn mit einem Betriebsrat im R&uuml;cken, der harte, aber konstruktive Auseinandersetzungen mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung nicht scheut, sind die Mitarbeiter eher bereit, sich auf Innovationen einzulassen. Das zeigt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie.<br>\nMehrere Standorte zu einem Zentralbereich zusammenlegen, Arbeitsprozesse verschlanken und entb&uuml;rokratisieren, neue Arbeitszeitregelungen oder neue Software einf&uuml;hren &ndash; all das sind Prozessinnovationen, die das Management mit mehr oder weniger Beteiligung der Arbeitnehmer durchsetzen kann. Prof. Dr. Wolfgang Scholl, Psychologieprofessor an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t, hat mit mehreren Kollegen untersucht, welche Rolle Besch&auml;ftigte und Arbeitnehmervertreter im Innovationsprozess spielen &ndash; und inwieweit sie zu Erfolg oder Misserfolg beitragen. Ihre Studie basiert auf 46 Fallstudien in unterschiedlichen Produktions- und Dienstleistungsbranchen. Die Wissenschaftler haben jeweils ausf&uuml;hrliche Interviews mit den zust&auml;ndigen Management- und Arbeitnehmervertretern gef&uuml;hrt und anschlie&szlig;end per Fragebogen quantitative Einsch&auml;tzungen erhoben. Dabei wurde deutlich, dass &ldquo;betriebliche Mitbestimmung insgesamt einen konstruktiven Beitrag zur Innovativit&auml;t von Unternehmen leistet&rdquo; und dass &ldquo;eine st&auml;rkere Betriebsratsbeteiligung mit einem h&ouml;heren Innovationserfolg einhergeht&rdquo;, so Scholl und seine Koautoren. Dabei liegen die Einsch&auml;tzungen von befragten Betriebsr&auml;ten und Arbeitgebervertretern selten sehr weit auseinander. Nur mit dem Ergebnis des abgeschlossenen Innovationsvorhabens sind die Manager meist noch zufriedener als die Arbeitnehmervertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/44135_44145.htm\">Hans-Boeckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kampf gegen Mittelma&szlig; &ndash; Bayerns Unis in Sorge<\/strong><br>\nBayerns Universit&auml;ten haben einen donnernden Weckruf an die Staatsregierung verschickt &ndash; in Form eines bescheidenen &ldquo;Positionspapiers&rdquo;, das sie Mitte Oktober an die Medien verschickten. Der Inhalt hat es in sich: Die Pr&auml;sidenten machen darauf aufmerksam, dass die Lage an den Unis keineswegs so exzellent ist, wie die Staatsregierung behauptet&hellip;<br>\nAllein der Vergleich der heutigen bayerischen Bildungsausgaben mit den 1970er-Jahren zeigt, wie sehr sich die Lage verschlechtert hat: 1973 gab die Staatsregierung 35 Prozent ihres Etats von damals 18 Milliarden D-Mark f&uuml;r Schulen und Hochschulen aus &ndash; geringf&uuml;gig mehr als heute&hellip;<br>\nAllein der Sanierungsstau bei den Universit&auml;tsgeb&auml;uden im Freistaat bel&auml;uft sich inzwischen auf mehrere Milliarden Euro&hellip;<br>\nGut sehen die bayerischen Universit&auml;ten haupts&auml;chlich im Vergleich mit anderen Bundesl&auml;ndern aus, die ihre Hochschulen noch unverbl&uuml;mter geschr&ouml;pft haben &ndash; wie Hessen und Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/89247\/kampf-gegen-mittelmass-bayerns-unis-in-sorge\/\">Bildungsklick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>A majority of public school children in 17 states, one-third of the 50 states across the nation, were low income students<\/strong><br>\n&ndash; eligible for free or reduced lunches &ndash; in the school year that ended in 2011. Thirteen of the 17 states were in the South, and the remaining four were in the West. Since 2005, half or more of the South&rsquo;s children in public schools have been from low income households.<br>\nDuring the last two school years, 2010 and 2011, for the first time in modern history, the West has had a majority of low income students attending P-12 public Schools&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.southerneducation.org\/getattachment\/0bc70ce1-d375-4ff6-8340-f9b3452ee088\/A-New-Majority-Low-Income-Students-in-the-South-an.aspx\">Southern Education Foundation [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GL:<\/strong> Alle Programme von Reagan &uuml;ber Clinton und Bush zu Obama, die angeblich die Bildung armer Kinder verbessern sollten, haben sich als teure Fehlschl&auml;ge erwiesen: Bildungsgutscheine, Vertragsschulen (Charter Schools), Leistungsbezogene Lehrerentlohnung, Testwahn etc. Aber all diese Programm sind offenbar f&uuml;r die Superreichen in den USA immer noch billiger als Programme, die der Bev&ouml;lkerungen wirklich helfen w&uuml;rden: eine gerechtere Entlohnung, &ouml;ffentliche Investitionen (Verkehrsmittel, Gleise, Br&uuml;cken und Stra&szlig;en, Schulgeb&auml;ude etc.) und Abbau der Spionage- und R&uuml;stungsausgaben.<br>\nDamit sich daran nichts &auml;ndert, geben die Superreichen viel Geld aus: Viel Geld geht an willf&auml;hrige Abgeordnete und Parteigruppen wie die Teaparty, sowie an Stiftungen, die daf&uuml;r sorgen, dass der Unterricht in den Schulen v&ouml;llig den Vorgaben der Testindustrie unterworfen wird.<br>\nAber nat&uuml;rlich ist das nicht nur das Geld der Superreichen. Durch Steuersubventionen f&uuml;r diese Stiftungen muss auch die Mittelschicht f&uuml;r diese Politik bezahlen. Durch hohe Kriminalit&auml;t, schlechte Ern&auml;hrung, Bildung und Gesundheitsversorgung m&uuml;ssen alle B&uuml;rger daf&uuml;r bezahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>17,98 Euro Rundfunkbeitrag &ndash; Wof&uuml;r verwenden wir Ihr Geld?<\/strong><br>\nGrunds&auml;tzlich zahlt jeder Haushalt in Deutschland einen Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro im Monat. Die Darstellung zeigt, wie der monatliche Rundfunkbeitrag in H&ouml;he von 17,98 Euro auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender sowie die Landesmedienanstalten verteilt wird. Die ARD erh&auml;lt davon 12,81 Euro. Das ZDF, das Deutschlandradio sowie die Landesmedienanstalten bekommen zusammen 5,17 Euro.<br>\nWie es ihrem gesetzlichen Auftrag entspricht, produzieren die ARD-Sender mit den 12,81 Euro ein regionales Programmangebot f&uuml;r H&ouml;rfunk und Fernsehen, das nationale Erste Deutsche Fernsehen, tagesschau24, EinsPlus, Einsfestival, anteilig PHOENIX, KiKA, ARTE und 3sat sowie die Onlineangebote. Wie viel der monatlichen 12,81 Euro die ARD f&uuml;r diese unterschiedlichen Aufgaben ausgibt, k&ouml;nnen Sie der folgenden Grafik entnehmen:\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131024_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131024_03.gif\" alt=\"Rundfunkbeitrag - Wof&uuml;r verwenden wir Ihr Geld\" title=\"Rundfunkbeitrag - Wof&uuml;r verwenden wir Ihr Geld\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ard.de\/home\/intern\/die-ard\/17_98_Euro_Rundfunkbeitrag\/309602\/index.html\">intern.ARD.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Mediendienst MEEDIA emp&ouml;rt sich vor allem dar&uuml;ber dass sich die ARD ihre Klangk&ouml;rper (Orchester, Ch&ouml;re oder z.B. die WDR-Big-Band) 170 Millionen Euro <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/ard-laesst-sich-klangkoerper-170-mio-kosten\/2013\/10\/23.html?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">kosten l&auml;sst<\/a>. Dass diese Klangk&ouml;rper einen hohen Stellenwert f&uuml;r die musikalische Kulturlandschaft in Deutschland und damit f&uuml;r die Allgemeinheit haben, bleibt dabei leider v&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt. Ja, auch das geh&ouml;rt zum &bdquo;Kulturauftrag&ldquo; des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Aufregung &uuml;ber die teuren &Uuml;bertragungsrechte f&uuml;r Fu&szlig;ball w&auml;ren angemessener gewesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Wort &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; als Mittel der Meinungsmache<\/strong><br>\nUnser Leser E.V. schrieb uns dazu nachfolgenden Kommentar:\n<blockquote><p>K&uuml;rzlich las ich in einem Interview von tagesschau.de mit dem Bremer Politologen Lothar Probst folgende Aussagen:<br>\n&ldquo;Lothar Probst: Die verpasste Chance liegt nicht in den gescheiterten Sondierungsgespr&auml;chen, die ja sehr konstruktiv waren, sondern in einem falschen Wahlkampfkonzept, mit dem die Gr&uuml;nen b&uuml;rgerliche W&auml;hler vergrault haben. (&hellip;)<br>\nDie Botschaft des Wahlergebnisses ist, dass man b&uuml;rgerliche W&auml;hler verliert, wenn man zu weit nach links r&uuml;ckt.&rdquo;<br>\nMir ist auch die Bezeichnung der letzten CDU\/CSU-FDP-Regierung als &ldquo;b&uuml;rgerliche Koalition&rdquo; oder &ldquo;b&uuml;rgerliches Lager&rdquo; noch gut in Erinnerung.<br>\nDa ich weder Mitglied noch W&auml;hler der CDU, CSU oder FDP bin, muss ich mich fragen, was ich denn eigentlich bin, wenn ich nicht &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; bin und was das Adjektiv &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; im politischen Wortschatz denn nun bedeutet.<br>\nWenn ich denn nicht &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; bin, darf ich dann die &ldquo;B&uuml;rger&rdquo;sprechstunde des &ldquo;B&uuml;rger&rdquo;meisters, der wom&ouml;glich auch nicht &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; ist, besuchen, einer &ldquo;B&uuml;rger&rdquo;initiative beitreten, an einem &ldquo;B&uuml;rger&rdquo;fest teilnehmen und daselbst vielleicht gut&rdquo;b&uuml;rgerliches&rdquo; Essen genie&szlig;en?<br>\nDie Franzosen kennen zwei W&ouml;rter f&uuml;r das Nomen &ldquo;B&uuml;rger&rdquo;, einmal den &ldquo;bourgeois&rdquo;, laut Duden &ldquo;Mitglied der Bourgeoisie, Mittelst&auml;ndler, Patrizier&rdquo;, und den &ldquo;citoyen&rdquo;, der nach Wirtschaftslexikon.co ein &ldquo;politisch emanzipierter, aktiver Staatsb&uuml;rger&rdquo; ist.<br>\nDa wir in Deutschland alle ein allgemeines, gleiches und freies Wahlrecht haben, sind wir folglich auch alle Staatsb&uuml;rger im Sinne des &ldquo;citoyen&rdquo;. Nur scheint es in der ver&ouml;ffentlichten Meinung und sogar in der so genannten Wissenschaft &ldquo;b&uuml;rgerliche&rdquo; und nicht-b&uuml;rgerliche Staatsb&uuml;rger zu geben.<br>\nUm dies zu erkl&auml;ren, taugt auch der Begriff &ldquo;bourgeois&rdquo; nicht, denn in der CDU und in der CSU gibt es auch viele Mitglieder, die nicht Besitzb&uuml;rger, Mittelst&auml;ndler und Patrizier sind. Bei der FDP mag das anders sein, dies ist hier allerdings nicht von Bedeutung.<br>\nEs bleibt festzuhalten: Die Bedeutung des Wortes &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; in seiner politischen Verwendung l&auml;sst sich sprachlich und semantisch nicht sinnvoll erkl&auml;ren. Fragt man allerdings nach der politischen und ideologischen Absicht derer, die diesen Begriff wie der Politologe Probst und unz&auml;hlige Journalistinnen und Journalisten bestenfalls ahnungslos immer wieder verwenden, so ist die Sachlage klar. Alle, die irgendwie &ldquo;links&rdquo; von CDU\/CSU und FDP stehen oder vermeintlich zu stehen scheinen, also SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, die Linke wie auch ihre W&auml;hlerschaft, sind nicht &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo;, geh&ouml;ren also eigentlich nicht zu unserem Gemeinwesen dazu, sind also bestenfalls Staatsb&uuml;rger zweiter Klasse, mit denen kein &ldquo;b&uuml;rgerlicher&rdquo; Deutscher etwas zu tun haben m&ouml;chte und sollte.<br>\nIn fr&uuml;heren Zeiten wurden sie &ldquo;vaterlandslose Gesellen&rdquo; genannt, doch diese Bezeichnung scheint den Propagandisten der B&uuml;rgerlichkeit wohl aus historischen Gr&uuml;nden nicht mehr opportun.<br>\nErstaunlich ist nur, dass die nicht-&ldquo;b&uuml;rgerlichen&rdquo; Parteien und W&auml;hlerschaften diese sprachliche Abqualifizierung und Meinungsmache schicksalhaft hinnehmen, statt in Talkshows, Interviews, Leserbriefen usw. lautstark und penetrant immer wieder dagegen zu protestieren.<br>\nWom&ouml;glich hat sich die sprachliche Manipulation schon zu sehr in ihren K&ouml;pfen einge&rdquo;b&uuml;rgert&rdquo;!<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; bis neulich! &ndash; &lsquo;&Uuml;berraschung&rsquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tZcFV51kpus&amp;feature=share\">WDR2 via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19028","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19028"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19035,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19028\/revisions\/19035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}