{"id":19038,"date":"2013-10-25T09:09:24","date_gmt":"2013-10-25T07:09:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038"},"modified":"2013-10-25T09:09:24","modified_gmt":"2013-10-25T07:09:24","slug":"hinweise-des-tages-1994","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h01\">Merkels Handy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h02\">Robert Misik: Euer Zynismus kotzt mich an! Und meiner auch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h03\">Symbolthemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h04\">Ein Hedge-Fund-Manager erkl&auml;rt die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h05\">Wirbel um EU-Phantomstudie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h06\">Weimar 2013?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h07\">Irre Konjunkturberichterstattung auch im Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h08\">Axel Troost: Die Europ&auml;ische Union bl&auml;st zur Jagd auf Steuers&uuml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h09\">Die Erfolge der Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h10\">Why the 1% should pay tax at 80%<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h11\">Drei von vier Deutschen reicht das Einkommen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h12\">UNICEF: Benachteiligte Kinder st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h13\">Schwarz-Rot-Gold-Karte soll Deutschland f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte attraktiver machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h14\">BILD-Zeitung hetzt gegen Lehrer-Streik in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h15\">Spinelligruppe und Bertelsmann legen ein &bdquo;Grundgesetz f&uuml;r die EU&ldquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h16\">Ein zynisches Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h17\">Drohnen-Dokumente: CIA entlarvt Heuchelei Pakistans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h18\">Frankreichs Klubs streiken wegen Reichensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h19\">Robert J. Shiller: Die Besten, Hellsten und am wenigsten Produktiven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h20\">Bildungsmonitor mit blinden Flecken: Gerade das, was Sachsen draus lernen k&ouml;nnte, ist im neuen INSM-Ranking bestens versteckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038#h21\">Zu guter Letzt: Checks an Balances im neuen Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19038&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkels Handy<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Willkommen im Cyber-War, Frau Merkel<\/strong><br>\nWenn Millionen Bundesb&uuml;rger mutma&szlig;lich von den USA ausspioniert werden, dann verweigert Kanzlerin Merkel eine rigorose Aufkl&auml;rung. Wenn ihr eigenes Handy angezapft wird, dann ist die Emp&ouml;rung gro&szlig;. Kein Wunder, wir stecken mitten in einem weltweiten Kampf um Daten.<br>\nDie EU-Botschaften wurden ausgesp&auml;ht. Der fr&uuml;here UN-Generalsekret&auml;r Kofi Annan. Der ehemalige Staatspr&auml;sident Mexikos. Die brasilianische Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff. Dar&uuml;ber hat sich die deutsche Politik fast gar nicht aufgeregt. Aber sie h&auml;tte sich fragen k&ouml;nnen: Wenn doch die alle, warum nicht auch wir? Und warum &uuml;berhaupt?<br>\nGanz einfach: Es geht nicht in erster Linie um Terrorabwehr. Wir stecken mitten drin in einem Kampf um den Erhalt und die Vorherrschaft unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Systeme. In diesem Konflikt gilt mehr als je zuvor: Wissen ist Macht. Es ist eine wilde und meist geheime Jagd auf Billionen politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und milit&auml;rischer Informationen, aus denen mithilfe perfektionierter Analysesoftware zuk&uuml;nftige Entwicklungen erkannt aber auch konkrete Handlungsoptionen f&uuml;r politisches und strategisches Handeln entwickelt werden.<br>\nIm Zentrum steht dabei vor allem die Politik- und Wirtschaftsspionage. Und da ist so eine Bundeskanzlerin, die mehr oder weniger Europa leitet und in manchen Fragen auch mal gegen amerikanische Interessen argumentiert &ndash; von Konjunkturpaketen &uuml;ber Bankenkontrolle bis zur Ablehnung amerikanischer Milit&auml;reins&auml;tze &ndash; f&uuml;r die NSA ein legitimes Ziel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Willkommen-im-Cyber-War-Frau-Merkel-30338186.html\">heute.de<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA soll 35 Staats- und Regierungschefs &uuml;berwacht haben<\/strong><br>\nDie Kontaktdaten habe der Geheimdienst von einem Beamten einer anderen US-Beh&ouml;rde erhalten, wie Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden bewiesen.<br>\nAus dem vertraulichen Memo aus dem Jahr 2006 geht demnach hervor, dass die NSA die Beamten anderer Beh&ouml;rden dazu ermunterte, die Informationen ihrer Rollkarteien zu teilen. Zu diesen als &ldquo;Kunden&rdquo; bezeichneten Beh&ouml;rden z&auml;hlten das Wei&szlig;e Haus, das Pentagon und das Au&szlig;enministerium. Ein Beamter &uuml;bergab der NSA 200 Telefonnummern, darunter die von 35 internationalen Spitzenpolitikern, von denen aber keiner namentlich in den Dokumenten erw&auml;hnt wird. F&uuml;r alle 35 wurde dem Bericht zufolge ein Monitoring-Programm aufgesetzt.<br>\nDas Memo ist demnach Mitte der zweiten Amtsperiode des damaligen Pr&auml;sidenten George W. Bush entstanden. Condoleezza Rice war damals Au&szlig;enministerin, Donald Rumsfeld bekleidete das Amt des Verteidigungsministers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/guardian-bericht-nsa-soll-staats-und-regierungschefs-ueberwacht-haben-1.1803393\">SZ<\/a>\n<p>Siehe dazu auch den Bericht im Guardian: <strong>NSA monitored calls of 35 world leaders after US official handed over contacts<\/strong><br>\nAt the daily briefing on Thursday, Carney again refused to answer repeated questions about whether the US had spied on Merkel&rsquo;s calls in the past.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/oct\/24\/nsa-surveillance-world-leaders-calls\">the guardian<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Spionageverdacht gegen US-Botschaft<\/strong><br>\nDer mutma&szlig;liche Lauschangriff von US-Geheimdiensten gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel ist m&ouml;glicherweise von der amerikanischen Botschaft in Berlin gesteuert worden. Dieser Verdacht soll sich, wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung erfuhr, aus Unterlagen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden ergeben. Die Abh&ouml;raktion soll von einem US-Lauschposten namens Special Collection Service (SCS) betrieben worden sein. In einer einschl&auml;gigen Liste des zum US-Milit&auml;r geh&ouml;renden Geheimdienstes National Security Agency (NSA) soll die Handynummer der deutschen Regierungschefin stehen. Aus der Unterlage, mit der Der Spiegel Ende vergangener Woche die Bundesregierung konfrontierte, ergibt sich nicht, &uuml;ber welchen Zeitraum Merkel abgeh&ouml;rt worden sein soll.<br>\nDie Bundesregierung leitete eine &ldquo;umfangreiche &Uuml;berpr&uuml;fungen&rdquo; aller bisherigen Aussagen der US-Regierung zu den Aktivit&auml;ten der NSA in Deutschland ein, wie Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in Berlin nach einer Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums sagte, das f&uuml;r Geheimdienstfragen zust&auml;ndig ist. Der Vorsitzende des Gremiums, Thomas Oppermann (SPD), forderte, die Vorg&auml;nge bis zur&uuml;ck in die Regierungszeit von Kanzler Gerhard Schr&ouml;der zu pr&uuml;fen. Pofalla sagte, Washington schlie&szlig;e zwar aus, dass Merkel jetzt und in der Zukunft abgeh&ouml;rt wird, habe aber eine solche Versicherung f&uuml;r die Vergangenheit nicht abgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ausspaehung-von-merkels-handy-spionageverdacht-gegen-us-botschaft-1.1803260\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt kann Pofalla ja unbeschadet zugeben, dass er im August nur die halbe Wahrheit gesagt und damit eine L&uuml;ge verbreitet hat. Das interessiert aber offenbar nach der Wahl niemand mehr, schlie&szlig;lich hat er den Sp&auml;hskandal aus dem Wahlkampf herausgehalten. Wie zum Dank darf Pofalla jetzt in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD als Koordinator der verschiedenen Arbeitsgruppen auftreten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel zur Handy-Aff&auml;re: &ldquo;Aussp&auml;hen unter Freunden &ndash; das geht gar nicht&rdquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat den mutma&szlig;lichen Sp&auml;hangriff der US-Geheimdienste auf ihr Handy scharf verurteilt. &ldquo;Aussp&auml;hen unter Freunden &ndash; das geht gar nicht&rdquo;, sagte sie unmittelbar vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Br&uuml;ssel. Das habe sie auch US-Pr&auml;sident Barack Obama in einem Telefongespr&auml;ch am Mittwoch deutlich gemacht. In der Beziehung befreundeter Staaten sei Vertrauen notwendig. &ldquo;Nun muss Vertrauen wieder hergestellt werden&rdquo;, sagte die Kanzlerin.<br>\nDas Aussp&auml;hen unter Freunden sei gegen&uuml;ber niemanden legitim. &ldquo;Das gilt f&uuml;r jeden B&uuml;rger und jede B&uuml;rgerin in Deutschland. Daf&uuml;r bin ich als Bundeskanzlerin auch verantwortlich, das durchzusetzen&rdquo;, sagte Merkel.<br>\nAuch im Bundespr&auml;sidialamt nimmt man die Angelegenheit &auml;u&szlig;ert ernst. Die Sprecherin von Staatsoberhaupt Joachim Gauck sagte SPIEGEL ONLINE: &ldquo;Der Bundespr&auml;sident ist sehr besorgt &uuml;ber die Berichte zu m&ouml;glichen Abh&ouml;raktionen&rdquo;. Gauck lasse sich &uuml;ber die Angelegenheit informieren, teilte sie mit, sein Staatssekret&auml;r David Gill habe am Nachmittag mit Kanzleramtschef und Geheimdienstkoordinator Roland Pofalla (CDU) telefoniert.<br>\nGaucks Sprecherin sagte weiter: &ldquo;Auch wenn der Sachverhalt noch nicht vollst&auml;ndig aufgekl&auml;rt ist: Der Bundespr&auml;sident vertritt den Standpunkt, dass sich Abh&ouml;raktionen gegen hohe Repr&auml;sentanten eng befreundeter Nationen nicht rechtfertigen lassen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/handy-spaehaffaere-um-merkel-regierung-ueberprueft-alle-nsa-erklaerungen-a-929843.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19031\">Albrecht M&uuml;ller hat Recht<\/a>, in welchem Irrenhaus leben wir eigentlich? Jetzt hei&szlig;t es pl&ouml;tzlich: &ldquo;Aussp&auml;hen unter Freunden &ndash; das geht gar nicht&rdquo;. Wieso geht das jetzt pl&ouml;tzlich nicht, und vorher schon? Weil die Rechte der einzelnen B&uuml;rger, Merkel v&ouml;llig Wurst sind? Und das aller L&auml;cherlichste: &ldquo;Auch im Bundespr&auml;sidialamt nimmt man die Angelegenheit &auml;u&szlig;ert ernst.&rdquo; Nochmals die Frage warum erst jetzt? Noch besser: &ldquo;Der Bundespr&auml;sident vertritt den Standpunkt, dass sich Abh&ouml;raktionen gegen hohe Repr&auml;sentanten eng befreundeter Nationen nicht rechtfertigen lassen.&rdquo; Der einzelnen B&uuml;rger darf aber ohne Probleme abgeh&ouml;rt werden? Auch f&uuml;r den Freiheitsk&auml;mpfer Gauck scheinen die Rechte und die Freiheit des einzelnen B&uuml;rger nicht viel wert zu sein. Auch wenn er gerne &uuml;ber diesen Begriff schwadroniert. Und hat er vor kurzem Edward Snowden nicht noch einen Verr&auml;ter genannt hat? Das zeigt, dass der Begriff Freiheit f&uuml;r Gauck nur eine hohle Phrase f&uuml;r Sonntagsreden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Robert Misik: Euer Zynismus kotzt mich an! Und meiner auch!<\/strong><br>\n&hellip; Vorher hatten wir politische Parteien, die aus realen gesellschaftlichen K&auml;mpfen hervorgegangen sind, und diese realen K&auml;mpfe steckten ihnen noch in den Knochen. Berufspolitiker waren Leute, die vorher leidenschaftlich f&uuml;r etwas gek&auml;mpft haben, die f&uuml;r etwas gebrannt haben, und dann erst &ndash; man k&ouml;nnte sagen: zuf&auml;llig &ndash; Berufspolitiker geworden sind. Parteien waren Parteien, die gegr&uuml;ndet worden sind, um etwas zu erreichen, um ein Ziel zu erreichen, und dann kamen sie m&ouml;glicherweise in eine Regierung, dann wurden sie Teil eines politischen Establishments, aber man nahm ihnen diese Ziele noch ab&hellip;<br>\nNicht erst in den siebziger und achtziger Jahren, nat&uuml;rlich schon vorher, aber vieles hat dann begonnen, sich zu einer neuen Qualit&auml;t zu summieren. Das politische Feld begann sich selbst abzukapseln. Lebenswelten und politische Parteiungen verloren ihre Leidenschaft, und damit erlahmte auch die Gemeinsamkeit von Anh&auml;ngerschaft und Parteif&uuml;hrung. Parteif&uuml;hrungen, Mandatare, wurden zu Spezialisten.<br>\nEs etablierte sich ein politisches Feld mit seinen eigenen Spielregeln, mit seinen &ldquo;Experten&rdquo; und &ldquo;Professionellen&rdquo;. Nicht nur die Mitgliedschaft in den Parteien verlor an Bedeutung, B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen sind zu passiven W&auml;hlern reduziert, die gelegentlich ihre Stimme abgeben, und dazwischen sind die Spezialisten und Experten f&uuml;r das Politische am Zug.<br>\nJe mehr sich das politische Feld professionalisiert und abkapselt, umso mehr haben die Professionellen die Tendenz, auf die Laien herabzusehen. Und das stimmt sogar, wenn die &ldquo;Professionellen&rdquo;, wie bei uns bisweilen, sich als unprofessionell erweisen&hellip;<br>\nBei aller Rivalit&auml;t bilden die Berufspolitiker der unterschiedlichen Parteien aber doch die Gemeinschaft der Berufspolitiker, was bei den Laien &ndash; den B&uuml;rgern &ndash; wiederum den Argwohn n&auml;hrt, dass eine Art grunds&auml;tzliche Komplizenschaft die Leute, die bei dem Spiel mitspielen, das man Politik nennt, miteinander verbindet, vor jeder Meinungsverschiedenheit&hellip;<br>\nAuch die gro&szlig;en politischen Alternativen zwischen den Lagern werden zunehmend, nein, nicht bedeutungslos, aber sie verlieren doch ihren antagonistischen, gegens&auml;tzlichen Charakter. Das hei&szlig;t, w&auml;hrend sich also immer sichtbarer eine Kaste politischer Eliten herausbildet, die von den B&uuml;rgern irgendwie &ndash; &ldquo;irgendwie&rdquo; &ndash; als Gemeinsames gesehen wird, werden auch die Differenzen zwischen den Politikern geringer.<br>\nZugleich besteht eine neoliberale Hegemonie, die behauptet, die Politik k&ouml;nne ohnehin nichts tun, das Primat liege bei den M&auml;rkten, die Politik solle sich am besten raushalten. Das Beste, was die Politiker tun k&ouml;nnen, ist keinen Schaden anzurichten&hellip;.<br>\nDie Schw&auml;che progressiver Parteien und Regierungen sowie die Unf&auml;higkeit von Bewegungen und Aktivisten, gemeinsam mit Realismus, Elan und langem Atem Ziele zu verfolgen, sind korrespondierende Aspekte eines Problemzusammenhangs. Wer ernsthaft glaubt, das bunte Gewurle von Bewegungen, die heute entstehen und morgen verpuffen, w&auml;re auch nur ann&auml;hernd die Kraft, die eine v&ouml;llig andere Konfiguration herbeif&uuml;hrt, muss sich der nicht auch fragen lassen: Wie, bitte sch&ouml;n, hei&szlig;t der Planet, auf dem ihr lebt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++31f43756-3a64-11e3-acdb-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Symbolthemen<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition scheint ein reiner Hoffnungslauf zu werden. Die Hoffnung darauf, dass der Konjunkturmotor weiter auf Hochtouren l&auml;uft und sprudelnde Steuereinnahmen alle Milliardenvorhaben finanzieren. Solide ist das nicht.<br>\nWas ist, wenn die Konjunktur einbricht oder neue Milliardenbelastungen f&uuml;r die Euro-Rettung auf den Staatshaushalt zukommen? Dann wird auch die gro&szlig;e Koalition schnell nach Steuererh&ouml;hungen greifen, wahrscheinlich als erstes &ndash; wie 2005 &ndash; nach der unsozialsten Steuer, der Mehrwertsteuer.<br>\nDie Symbolthemen verbauen eine solide und ausgewogene Finanzierung der zus&auml;tzlichen Staatsausgaben. Weil die SPD den gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r die Zustimmung ihrer Mitglieder zu brauchen glaubt, verzichtete sie vorschnell auf Steuererh&ouml;hungen. Nat&uuml;rlich sind sie keine Selbstzweck. Dies zu erkl&auml;ren war eine Binsenformel, um den R&uuml;ckzug zu kaschieren.<br>\nEine moderate Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes w&auml;re nicht nur im Sinne des Gerechtigkeitsversprechens gewesen, sondern h&auml;tte auch eine Abflachung der kalten Progression finanzieren k&ouml;nnen, die gerade mittleren Einkommen Lohnerh&ouml;hungen immer mehr verg&auml;llt.<br>\nUnd eine Erh&ouml;hung der Erbschaftssteuer auf nichtbetriebliche Geldanlagen ist schon lange &uuml;berf&auml;llig. Und was wird ist aus der &uuml;berf&auml;lligen Reform der Mehrwertsteuer? Von der R&uuml;ckf&uuml;hrung der Staatsschulden ist schon gar keine Rede mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=4078\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Hedge-Fund-Manager erkl&auml;rt die Wirtschaft<\/strong><br>\nIn einem halbst&uuml;ndigen Video erkl&auml;rt der Gr&uuml;nder des weltweit gr&ouml;ssten Hedge Funds die Mechanik der Wirtschaft auf eine Weise, dass es jeder versteht und auf eine Weise, wie es noch niemand getan hat.<br>\nRay Dalio, von dem das obige Video stammt, ist 64 Jahre alt und Gr&uuml;nder Bridgewater Associates. Dieser Hedge Fund verwaltet laut einem Artikel der &laquo;New York Times&raquo; rund 150 Milliarden Dollar. Das Verm&ouml;gen von Dalio soll sich auf rund 13 Milliarden belaufen.<br>\nSein Motiv f&uuml;r das Video macht er gleich zu Beginn klar: Dalio glaubt, dass mit einem besseren und st&auml;rker verbreiteten Verst&auml;ndnis zur Funktionsweise der Wirtschaft viel Elend zu vermeiden w&auml;re. Was er im Video erkl&auml;rt, ist im Kern sein eigenes Verst&auml;ndnis der Abl&auml;ufe, das ihm w&auml;rend mehr als 30 Jahren dienlich war und ihm auch geholfen hat, die Finanzkrise vorauszusehen und ihr aus dem Weg zu gehen. Nun f&uuml;hlt er sich aus Verantwortungsbewusstsein verpflichtet, seinen unkonventionellen Zugang zu den Wirtschaftsabl&auml;ufen &ouml;ffentlich zu machen. Im Original:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33437\/ein-hedge-fund-manager-erklaert-die-wirtschaft\/\">Tagesanzeiger<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PHe0bXAIuk0\">How The Economic Machine Works by Ray Dalio, Ray Dalio via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirbel um EU-Phantomstudie<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomen der EU-Kommission arbeiten im Regelfall abseits des Scheinwerferlichts, doch einer der Br&uuml;sseler Experten, Jan in &lsquo;t Veld, ist &uuml;ber Nacht zur Ber&uuml;hmtheit geworden.<br>\nVeld ist Autor einer Studie &uuml;ber die Sparma&szlig;nahmen in der Eurozone. Am Montag sind seine Forschungsergebnisse auf der Website der EU-Generaldirektion f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen ver&ouml;ffentlicht worden. Nach wenigen Stunden verschwand die Arbeit wieder von der Seite, ein Tweet mit dem entsprechenden Link wurde gel&ouml;scht. Nach R&uuml;ckfragen tauchte das Papier wieder auf, aber im Raum steht nun der Verdacht, dass die Kommission unliebe Studien zu verbergen versucht. Veld &uuml;bt n&auml;mlich ungew&ouml;hnlich scharfe Kritik an Deutschland und hinterfragt die Strategie der Kommission.<br>\nDer &Ouml;konom argumentiert in seinem Papier, dass die Rezession die Eurozone deshalb so hart erwischt hat, weil nicht nur Spanien, Griechenland und Portugal ihre Staatsausgaben k&uuml;rzten, sondern auch die Staaten im Norden sparten. Besonders die K&uuml;rzungen in Deutschland h&auml;tten die Krise im S&uuml;den versch&auml;rft.<br>\nZudem will Veld zeigen, dass die Sparpolitik st&auml;rker aufs Wachstum dr&uuml;ckt als angenommen: Die EU-Kommission geht in ihren Prognosen davon aus, dass jeder Euro, um den das Staatsdefizit gesenkt wird, die Wirtschaftskraft eines Landes um etwa 0,5 Euro schw&auml;cht. Bereits der IWF hat angemerkt, dass dieser Wert zu niedrig sein d&uuml;rfte. Laut Velds Berechnungen ist der Wert weit h&ouml;her, ein gesparter Euro senkt das Bruttoinlandsprodukt Italiens beispielswei&szlig;e um 90 Cent. Schlie&szlig;lich argumentiert der &Ouml;konom, dass Deutschland auf die falsche Strategie gesetzt hat: Da die Bundesrepublik wegen der Kapitalflucht aus S&uuml;deuropa g&uuml;nstig an Kredite kam, h&auml;tte die Regierung in Berlin nicht sparen, sondern in Infrastrukturprojekte investieren m&uuml;ssen. Dasselbe gelte auch f&uuml;r &Ouml;sterreich, die Niederlande und Finnland.<br>\nNachdem die Studie am Montag online ging, schrieb die griechische Zeitung Kathimerini online einen Bericht. Noch vor dessen Erscheinen verschwand die Studie wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1381369623520\/Wirbel-um-EU-Phantomstudie\">der Standard<\/a>\n<p>Hier ist die Studie: <strong>Fiscal consolidations and spillovers in the Euro area periphery and core<\/strong><br>\nThis paper uses a structural multi-country model to assess the impact of fiscal consolidation<br>\nmeasures undertaken in 2011-13 in the EA periphery and core. The simulations assume &lsquo;crisis&rsquo; conditions prevailing (high share of constrained households, ZLB). The GDP effects depend crucially on the composition of the consolidation and on how quickly expectations are affected.<br>\nExpenditure-based consolidations have larger impact multipliers than revenue-based<br>\nconsolidations. Average multipliers for domestic fiscal shocks range from 0.5 and 1, depending on the degree of openness. But spillovers of fiscal consolidations are large, with both the demand channel and the competitiveness channel adding to the negative GDP effects. Higher risk premia add further to the negative GDP effects. Spillovers from consolidations in Germany and core EA have worsened the overall economic situation. A temporary fiscal stimulus in surplus countries can boost output and help reduce their current account surpluses. The improvement in current account deficits in the periphery is however small.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/economy_finance\/publications\/economic_paper\/2013\/ecp506_en.htm\">EU Kommission<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weimar 2013?<\/strong><br>\nDie schlimmste Krise des Kapitalismus seit der Gro&szlig;en Depression der 1930er Jahre hat bittere Erinnerungen auf beiden Seiten des Atlantiks geweckt. Der Geist Franklin D. Roosevelts geht um in Barack Obamas USA. Historische Debatten dar&uuml;ber, ob FDRs &bdquo;New Deal&ldquo; funktionierte, bilden nun einen wichtigen Teil der amerikanischen Diskussion &uuml;ber die aktuelle Geld- und Fiskalpolitik im Allgemeinen und die von der US-Notenbank verfolgte Politik der quantitativen Lockerung im Besonderen. In Europa, wo volkswirtschaftliches Scheitern einst zum Zusammenbruch der Demokratie selbst f&uuml;hrte, fragen sich inzwischen viele Menschen, ob dies wieder passieren k&ouml;nnte. Einige erkennen einen weiteren Weimarer Moment, der an die Sparpolitik und steil ansteigende Arbeitslosigkeit erinnert, die Heinrich Br&uuml;nings Deutschland charakterisierte und dazu beitrug, die Nazis an die Macht zu bringen. Auf den ersten Blick scheinen die Gr&uuml;nde, dieses Szenario zu verwerfen, &uuml;berw&auml;ltigend. Falls die Europ&auml;ische Union Eines erreicht hat, so ist es, einen Krieg zwischen Frankreich und Deutschland undenkbar zu machen. Der gesamte geopolitische Kontext ist daher heute sehr viel weniger bedrohlich als in den 1930er Jahren. Die heutigen Aufm&auml;rsche und Demonstrationen sind nur eine kl&auml;gliche Erinnerung an jene Zeit, und den Parteien laufen &uuml;berall die Mitglieder davon. Doch w&auml;re es voreilig, daraus zu schlie&szlig;en, dass die Krise der Zwischenkriegszeit keine Lehren f&uuml;r uns bereith&auml;lt &ndash; im Gegenteil. Die St&auml;rke der Demokratie beruht nicht allein auf ihrem Wesen, sondern auch auf ihren Leistungen. Ihre Popularit&auml;t kann schnell schwinden, wenn sie mit l&auml;hmendem, systemischem Versagen in Verbindung gebracht wird, sei es auf dem Schlachtfeld wie 1940 in Frankreich oder in den Chefetagen und Fabriken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/austerity-and-the-fragility-of-democracy-by-mark-mazower\/german\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Irre Konjunkturberichterstattung auch im Handelsblatt<\/strong><br>\nHeute ist im Handelsblatt das Folgende zu lesen: &ldquo;Die Konjunkturerholung in der Euro-Zone hat im Oktober &uuml;berraschend an Fahrt verloren.&rdquo;&hellip;<br>\n Erstens: Kann man ernsthaft von einer &ldquo;Konjunkturerholung&rdquo; sprechen, auch noch eine, die &ldquo;Fahrt&rdquo; hat, wenn die Eurozone nach sechs Quartalen sinkender Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen ist (gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal lag das Wachstum auch im zweiten Quartal mit 0,6% im Minus)? Nat&uuml;rlich nicht. Wenn das so ist, kann die Konjunktur aber auch nicht &ldquo;an Fahrt verloren&rdquo; haben.<br>\nZweitens: Gibt es irgendein Indiz daf&uuml;r, dass die Fortsetzung der Stagnation\/Rezession &ldquo;&uuml;berraschend&rdquo; ist? Nat&uuml;rlich nicht. Alle L&auml;nder setzen auf staatliche Ausgabenk&uuml;rzungen und K&uuml;rzungen bei L&ouml;hnen und Sozialleistungen bzw. ist, wie in Deutschland, keine Abkehr von den vorangegangen K&uuml;rzungen absehbar.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_01.jpg\" alt=\"EWU, Deutschland, Frankreich - Reales Wirtschaftswachstum\" title=\"EWU, Deutschland, Frankreich - Reales Wirtschaftswachstum\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/irre-konjunkturberichterstattung-auch-im-handelsblatt\/#sthash.H0SMAK0F.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Axel Troost: Die Europ&auml;ische Union bl&auml;st zur Jagd auf Steuers&uuml;nder<\/strong><br>\nSchon 2009 begannen die USA damit, das Schweizer Bankgeheimnis zu knacken, nachdem der ehemalige UBS-Manager Bradley Birkenfeld &uuml;ber die Art Auskunft erteilte, wie sein Ex-Arbeitgeber US-B&uuml;rgern bei der Steuerflucht geholfen hatte. Die UBS erkl&auml;rte sich in einem Vergleich nicht nur zu einer Zahlung von 780 Millionen US-Dollar bereit, sondern gab vor allem Datens&auml;tze von mehreren Tausend amerikanischen Kunden an US-Beh&ouml;rden heraus, um einer offiziellen Anklage zu entgehen.<br>\nAuch sonst wurden die Schweizer Banken unter massiven Druck gesetzt. Die Wegelin-Bank, die sich Anfang 2013 als erste ausl&auml;ndische Bank in den USA der Beihilfe zur Steuerhinterziehung f&uuml;r schuldig erkl&auml;rt hatte, stellte inzwischen ihr Gesch&auml;ft sogar vollst&auml;ndig ein. Mehrere Schweizer Banken bieten US-Kunden ihre Dienste nicht mehr an, so zum Beispiel die Basler Kantonalbank. Im Rahmen eines Amnestieprogramms stellten sich dar&uuml;ber hinaus an die 40.000 Steuerfl&uuml;chtlinge. Zudem wird derzeit in den USA gegen ein Dutzend Schweizer Banken ermittelt. Einer Vereinbarung der Schweizer- und der US-Beh&ouml;rden von Ende August 2013 zufolge k&ouml;nnen Banken, gegen die bislang noch keine strafrechtlichen Ermittlungen laufen, durch Zahlungen in H&ouml;he von 20 bis 50 Prozent der &laquo;schwarzen&raquo; Anlageverm&ouml;gen von US-B&uuml;rgern einer Verurteilung entgehen. Vor allem aber stimmte die Regierung einer Weitergabe von Kundendaten zu. Das Schweizer Bankgeheimnis ist damit einigerma&szlig;en gr&uuml;ndlich durchl&ouml;chert&hellip;<br>\nWer sich wundert, warum europ&auml;ische Staaten nicht in &auml;hnlicher Form wie die USA gegen die Schweiz vorgehen, bekommt zu h&ouml;ren, die USA h&auml;tten es ja schlie&szlig;lich auch viel einfacher. Sie h&auml;tten einen gewaltigen Vorteil gegen&uuml;ber allen anderen Staaten, weil das Land nicht nur einen gro&szlig;en Markt darstellt, sondern dar&uuml;ber hinaus die Nervenbahnen der Finanzm&auml;rkte wie Handels- und Informationssysteme in vielen F&auml;llen &uuml;ber die USA laufen. Daher k&ouml;nne es sich keine Bank und keine Steueroase leisten, Widerstand zu leisten.<br>\nDoch das ist keine Ausrede f&uuml;r Europa, nichts zu tun, denn auch hier laufen viele Zahlungsstr&auml;nge zusammen, beispielsweise &uuml;ber die Gesellschaft Clearstream International S.A., die der Deutschen B&ouml;rse geh&ouml;rt, und Target, das Abwicklungssystem der Europ&auml;ischen Zentralbank. Deutschland geht unverst&auml;ndlicherweise sogar den entgegengesetzten Weg der USA: Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble und die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf schlossen im August 2013 eine Vereinbarung, die den Schweizer Banken ab 2014 einen einfacheren Zugang zum deutschen Markt zusichert. Der nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister Norbert Walter-Borjans kommentierte: &laquo;Der einfachere Zugang von Schweizer Banken zum deutschen Markt war unser Pfund, um die Schweiz zu kooperativem Verhalten zu bewegen. Mit der Vereinbarung hat die Bundesregierung ohne Not und ohne Entgegenkommen der Schweiz ein wichtiges Druckmittel aus der Hand gegeben. Das zeigt die wahre Haltung dieser Bundesregierung gegen&uuml;ber organisierter Beihilfe zur Steuerhinterziehung.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7405.die-eu-blaest-zur-jagd-auf-steuersuender.html\">Axel Troost dort zum Download<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Erfolge der Sparpolitik<\/strong><br>\nDie vermeintlich alternativlose Sparpolitik hat zu schrumpfender Wirtschaftsleistung und steigenden Schuldenquoten gef&uuml;hrt, was die Schulddienstf&auml;higkeit der Staaten verschlechtert hat, wodurch die Investoren wiederum das Vertrauen in diese L&auml;nder verloren haben. Die Sparpolitik muss daher in jeder Hinsicht als gescheitert betrachtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/10\/23\/fabian-fritzsche-die-erfolge-der-sparpolitik\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Why the 1% should pay tax at 80%<\/strong><br>\nThe Reagan-Thatcher revolution changed society&rsquo;s beliefs about taxes. If we want economic growth shared fairly, we must rethink<br>\nIn the United States, the share of total pre-tax income accruing to the top 1% has more than doubled, from less than 10% in the 1970s to over 20% today (pdf). A similar pattern is true of other English-speaking countries. Contrary to the widely-held view, however, globalisation and new technologies are not to blame. Other OECD countries, such as those in continental Europe, or Japan have seen far less concentration of income among the mega rich.<br>\nAt the same time, top income tax rates on upper income earners have declined significantly since the 1970s in many OECD countries &ndash; again, particularly in English-speaking ones. For example, top marginal income tax rates in the United States or the United Kingdom were above 70% in the 1970s, before the Reagan and Thatcher revolutions drastically cut them by 40 percentage points within a decade.<br>\nAt a time when most OECD countries face large deficits and debt burdens, a crucial public policy question is whether governments should tax high earners more. The potential tax revenue at stake is now very large.<br>\nFor example, doubling the average US individual income tax rate on the top 1% income earners from the current 22.5% level to 45% would increase tax revenue by 2.7% of GDP per year &ndash; as much as letting all of the Bush tax cuts expire (only a small fraction of them lapsed in January 2013). But of course, this simple calculation is static: such a large increase in taxes may well affect the economic behaviour of the rich and the income they report pre-tax, the broader economy and, ultimately, the tax revenue generated. In recent research, we analyse this issue both conceptually and empirically using international evidence on top incomes and top tax rates since the 1970s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2013\/oct\/24\/1percent-pay-tax-rate-80percent\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Drei von vier Deutschen reicht das Einkommen nicht<\/strong><br>\nUmfrage von Comdirect: Weil das Monatsgehalt nicht ausreicht, verzichten viele Deutsche auf Urlaub oder verkaufen Dinge, um ihre Haushaltskasse aufzuf&uuml;llen. Jeder Achte versucht es mit Lottospielen.<br>\nDrei Viertel der Deutschen sind mit ihrem Einkommen unzufrieden: Sie halten es f&uuml;r zu gering, um alle laufenden Ausgaben zu decken oder sich W&uuml;nsche zu erf&uuml;llen. Das ergab eine Umfrage der Onlinebank Comdirect, die mehrheitlich zur Commerzbank geh&ouml;rt. Befragt worden seien 2000 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte Bundesb&uuml;rger. Es handele sich nicht um Kunden der Bank.<br>\nDemnach sagen nur 25 Prozent der Deutschen, dass ihr aktuelles Monatsgehalt ausreicht. Die anderen sorgen auf unterschiedlichen Wegen f&uuml;r mehr Geld im Portemonnaie. Am beliebtesten ist es, beim Einkauf zu sparen und auf Sonderangebote und Rabatte zu achten. Das tun 53 Prozent der Befragten.<br>\n33 Prozent verzichten auf einen Urlaub, um mit ihrem Geld auszukommen. Fast genauso viele (30 Prozent) verkaufen Dinge, die sie nicht mehr brauchen, um die Haushaltskasse aufzubessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/article121103678\/Drei-von-vier-Deutschen-reicht-das-Einkommen-nicht.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>UNICEF: Benachteiligte Kinder st&auml;rken<\/strong><br>\nUNICEF Deutschland ruft Bund, L&auml;nder und Gemeinden dazu auf, alle Kr&auml;fte zu b&uuml;ndeln, um verfestigte Armutssituationen bei Kindern zu verhindern. Benachteiligte Kinder und Jugendliche brauchen fr&uuml;hzeitigere und umfassendere Unterst&uuml;tzung. Eine L&auml;ngsschnittanalyse f&uuml;r den UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2013 ergab, dass zwischen 2000 und 2010 rund 8,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen langj&auml;hrige Armutserfahrungen gemacht haben. Die meisten von ihnen (6,9 Prozent) lebten zwischen 7 und 11 Jahre lang in einem Haushalt, der mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen musste. 1,7 Prozent aller Heranwachsenden wuchsen sogar 12 bis 17 Jahre unter diesen schwierigen Bedingungen auf. Auf die heutige Situation bezogen w&auml;ren demnach insgesamt rund 1,1 Millionen Heranwachsende einen Gro&szlig;teil ihrer Kindheit und Jugend relativer Armut ausgesetzt&hellip;<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen die am st&auml;rksten benachteiligten Kinder fr&uuml;hzeitiger und umfassender unterst&uuml;tzen&ldquo;, erkl&auml;rte Prof. Dr. Hans Bertram, Herausgeber des UNICEF-Berichts, der heute in Berlin vorgestellt wurde. &bdquo;Der Ausbau von Krippen, Kitas und Ganztagsschulen allein reicht nicht aus, um das Wohlbefinden und die Teilhabe dieser Kinder zu sichern.&ldquo;&hellip;<br>\nArmutserfahrungen haben demnach stark negative Auswirkungen auf Kinder, wenn sie mindestens ein Drittel der Kindheit andauern. Je l&auml;nger und je &ouml;fter Kinder Phasen von relativer Armut durchleben, desto negativer sind die Folgen nicht nur f&uuml;r die materielle Situation. Wer als Kind dauerhaft unterhalb der Armutsgrenze leben muss, ist als Erwachsener deutlich unzufriedener mit seinem Leben. Gelernte Hoffnungslosigkeit macht es schwer, Herausforderungen im weiteren Leben zu meistern.<br>\nBesonders schwierig ist die Situation von Kindern alleinerziehender Eltern. Sie haben zum Beispiel bereits am Ende der vierten Klasse einen Leistungsr&uuml;ckstand in Mathematik und Naturwissenschaften von einem halben Lernjahr auf ihre Altersgenossen. Die Ursache liegt jedoch nicht in der Familienform, sondern in den sozialen und &ouml;konomischen Problemen vieler alleinerziehender Eltern&hellip;<br>\n&bdquo;Schwierige&ldquo; Lebensverh&auml;ltnisse sind auch Hauptursache f&uuml;r gewaltt&auml;tiges Verhalten: schlagende Eltern, Gewaltmedienkonsum, gewaltakzeptierende M&auml;nnlichkeitsnormen und das Zusammentreffen vieler Heranwachsender mit solchen Erfahrungen in bestimmten Schulen oder Stadtteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unicef.de\/presse\/2013\/kinder-in-deutschland\/25812\">UNICEF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwarz-Rot-Gold-Karte soll Deutschland f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte attraktiver machen<\/strong><br>\nDas Qualifikationsniveau der Einwanderer nach Deutschland ist stetig gestiegen. 43 Prozent der Neuzuwanderer zwischen 15 und 65 Jahren brachten im Jahr 2009 einen Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss mit. Das ist nicht nur ein fast doppelt so hoher Anteil wie noch im Jahr 2000 (23 Prozent), sondern sogar mehr als in der deutschen Bev&ouml;lkerung. Zeitgleich stieg der Anteil der Studenten unter den Neuzuwanderern von 14 auf 23 Prozent. &ldquo;Die Struktur der Einwanderung nach Deutschland hat sich ver&auml;ndert&rdquo;, schreibt Professor Br&uuml;cker.<br>\nDiese Entwicklung sei jedoch nur in geringem Ma&szlig;e beeinflusst durch deutsche Einwanderungspolitik, die die Br&uuml;cker-Studie als vornehmlich reaktiv kennzeichnet: Einwanderung nach Deutschland sei in der Vergangenheit &ldquo;in der Regel durch politische Gro&szlig;ereignisse wie den Fall des Eisernen Vorhangs oder die B&uuml;rgerkriege im fr&uuml;heren Jugoslawien ausgel&ouml;st&rdquo; worden. Nun f&uuml;hren die EU-Osterweiterung und die Wirtschaftskrise in S&uuml;deuropa zu massiver Arbeitsmigration nach Deutschland. &ldquo;Der Anstieg der Einwanderung seit 2007 ist zu 71 Prozent auf die Verschlechterung der &ouml;konomischen Bedingungen in anderen L&auml;ndern zur&uuml;ckzuf&uuml;hren&rdquo;, sagte Br&uuml;cker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_116488.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man k&ouml;nnte auch die &Uuml;berschrift w&auml;hlen: Bertelsmann fordert Reservearmee an hochqualifizierten Arbeitskr&auml;fte aus dem Ausland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>BILD-Zeitung hetzt gegen Lehrer-Streik in Berlin<\/strong><br>\nTenor des Propaganda-Beitrags von Bild-Schreiber H. Bruns: Lehrer machen blau und tr&auml;umen von Beamtengeldern und sicheren Jobs bis ins hohe Alter. Es geht tats&auml;chlich um einen Tarifvertrag, der Lohndr&uuml;ckerei bei Neueinstellungen verhindern (ca. 1.000,- EUR weniger) und altersgerechte Arbeitsbedingungen sichern soll. Dabei ein durchsichtiges Spiel mit Zahlen: Bild z&auml;hlt 15 Streiks durch Lehrer in diesem Jahr &ndash; tats&auml;chlich berichtet die GEW von drei Streiktagen im laufenden Schuljahr und 15 Ma&szlig;nahmen seit Dezember 2012. Es ist aber nur ein Arbeitskampf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/bild-zeitung-hetzt-gegen-lehrer-streik\/\">arbeitsunrecht.de<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Akte Problemsch&uuml;ler<\/strong><br>\nMobbing, k&ouml;rperliche Gewalt, Sachbesch&auml;digung: Mancher Sch&uuml;ler von Catrin Kurtz kommt schon mit einer zentimeterdicken Akte von der Grundschule. Wie sie mit verhaltensauff&auml;lligen Sch&uuml;lern umgeht &ndash; und warum sie manchmal an der Gesellschaft zweifelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/lehrer-blog-akte-problemschueler-1.1798161\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Spinelligruppe und Bertelsmann legen ein &bdquo;Grundgesetz f&uuml;r die EU&ldquo; vor<\/strong><br>\nThis proposal for a Fundamental Law of the European Union is a comprehensive revision of the Treaty of Lisbon (2007). Replacing the existing treaties, it takes a major step towards a federal union. It turns the European Commission into a democratic constitutional government, keeping to the method built by Jean Monnet in which the Commission drafts laws which are then enacted jointly by the Council, representing the states, and the European Parliament, representing the citizens. All the reforms proposed are aimed at strengthening the capacity of the EU to act. The Union reformed along the lines established in the Fundamental Law will be more efficient and effective, more transparent and accountable. The Spinelli Group of MEPs recommends the Fundamental Law for consideration by the Convention which will soon be called upon to amend the EU treaties.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.universitapereuropa.eu\/site\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Fundamental-Law_final-EN.pdf\">Bertelsmann Stiftung [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber die Spinelligruppe siehe <a href=\"http:\/\/www.spinelligroup.eu\/de\/ueber-uns\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spinelli-Gruppe\">hier<\/a>. Nach diesem &bdquo;Fundamental Law&ldquo; soll die Kommission zu einer echten EU-Regierung aufgewertet werden, die Mitgliedstaaten sollen  auf den Feldern von Steuern, Wirtschaft oder Arbeitsmarkt ihr Veto-Recht verlieren. Die Eurozone soll ein eigenes Budget und ein Recht zur Steuererhebung erhalten.<br>\nNichts gegen ein f&ouml;derales und demokratischeres Europa, aber Europa braucht nicht nur eine Wirtschaftsregierung, die einen neoliberalen Wirtschaftskurs durchsetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein zynisches Spiel<\/strong><br>\nEnde November soll endlich die lange geplante Syrienkonferenz stattfinden. Russen und Amerikaner wollen ihre jeweiligen Klienten zu einem Kompromiss zwingen, mit dem wenigstens die Auseinandersetzungen beendet werden k&ouml;nnen, bevor man dann &uuml;ber die Zukunft Syriens verhandeln kann. Aber es sieht nicht gut aus f&uuml;r das sogenannte Genf II. Assad, der zun&auml;chst Bereitschaft signalisiert hatte, hochrangige Vertreter zu schicken, sendet seit Tagen wieder andere Signale. Er w&auml;hnt sich milit&auml;risch im Vorteil und will sich sogar 2014 nochmals zum Pr&auml;sidenten w&auml;hlen lassen. Die Anti-Assad-Kr&auml;fte indes sind mittlerweile v&ouml;llig zersplittert. In dieser Situation w&auml;re es f&uuml;r Obama wichtig, dass die t&uuml;rkische Regierung ihren Einfluss auf die syrische Opposition geltend macht und daf&uuml;r sorgt, dass eine ernst zu nehmende Delegation nach Genf f&auml;hrt. Aber die T&uuml;rkei verfolgt andere Pl&auml;ne. Sie will nicht mit Assad reden und unterst&uuml;tzt lieber den von ihr protegierten Teil der Opposition in seinem Widerstand gegen Genf. Schlimmer noch, im Gegensatz zu seinen Beteuerungen, die mit al-Qaida liierten Islamisten nicht mehr zu unterst&uuml;tzen, sorgt der t&uuml;rkische Geheimdienst nach Erkenntnissen der USA daf&uuml;r, dass die Al-Nusra-Front und andere weiter mit Waffen und Nachschub versorgt werden. &ndash; Der t&uuml;rkische Ministerpr&auml;sident Erdogan ruiniert damit nicht nur sein Verh&auml;ltnis zu den USA, er riskiert auch den Friedensprozess mit den Kurden im eigenen Land. Denn die islamischen Fundis bek&auml;mpfen in Syrien vor allem die dort vorwiegend im Norden lebenden Kurden. Erdogan hofft so, eine kurdische autonome Zone in Syrien verhindern zu k&ouml;nnen &ndash; ein zynisches Spiel mit dem Feuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F24%2Fa0098&amp;cHash=c0dfef3b779bf45e7efadf0eaa196ff8\">taz<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Falsches Spiel in Syrien<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F10%2F24%2Fa0068&amp;cHash=91a46a85ae9211d2eb2a8f926247ca8a\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Drohnen-Dokumente: CIA entlarvt Heuchelei Pakistans<\/strong><br>\nDie Klagen Pakistans &uuml;ber amerikanische Drohnenangriffe auf Ziele in Pakistan, wie sie soeben auf h&ouml;chster Ebene Premierminister Nawaz Sharif gegen&uuml;ber Pr&auml;sident Obama wiederholt hat, werden in Washington auf undiplomatischem Weg &uuml;ber die Medien beantwortet. Die &laquo;Washington Post&raquo; berichtet in ihrer neuesten Ausgabe &uuml;ber streng geheime CIA-Dokumente, die offenbar belegen, dass hohe pakistanische Stellen regelm&auml;ssig und detailliert &uuml;ber die Drohnenangriffe informiert wurden.<br>\nDer amerikanische Geheimdienst CIA lieferte demnach Karten und Fotos von getroffenen Zielen. Die Zeitung berichtet, die ihr vorliegenden Dokumente g&auml;ben Aufschluss &uuml;ber 65 Drohnenangriffe in den Jahren 2007 bis 2011; sie seien speziell zur Weiterleitung an pakistanische Stellen gekennzeichnet. Bei 63 dieser Angriffe w&uuml;rden Kaida-Leute namentlich als Ziel genannt. Mehrere Dokumente belegen zudem laut &laquo;Washington Post&raquo;, dass Ziele vom pakistanischen Geheimdienst ISI selbst oder von CIA und ISI gemeinsam ausgew&auml;hlt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/cia-dokumente-fuer-pakistan-aufschluss-ueber-drohnenangriffe-1.18173015\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel ist irref&uuml;hrend. Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass die CIA diese Dokumente lanciert hat. Die USA w&uuml;rden doch nicht einen im Kampf gegen den Terror verb&uuml;ndeten Staat blo&szlig;stellen. Und was Pakistan betrifft, so kann sich doch jeder einigerma&szlig;en informierte Zeitungsleser denken, dass die Klagen der pakistanischen Regierungen an zunehmend antiwestliche, islamistische B&uuml;rger in Pakistan gerichtet sind. &Auml;hnliches ist bereits den bei WikiLeaks ver&ouml;ffentlichten US-Botschaftsdepeschen zu entnehmen oder auch dem Buch des &ldquo;New York Times&rdquo;-Journalisten Mark Mazzetti  (Killing Business. Der geheime Krieg der CIA). &ndash; Nach au&szlig;en etwas sagen, was intern ganz anders l&auml;uft: Das ist so alt wie die Menschheit. Erinnert ein wenig an Henry Kissinger, der 1976 den Bundesgenossen Pinochet informierte, er werde die Menschenrechte bei der bevorstehenden Konferenz der amerikanischen Staaten pro forma ansprechen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Frankreichs Klubs streiken wegen Reichensteuer<\/strong><br>\nDie geplante Reichensteuer der sozialistischen Regierung treibt die franz&ouml;sischen Profifu&szlig;ball-Klubs in den Streik. Ein Spieltag f&auml;llt aus. Ausgerechnet der schwerreiche AS Monaco ist nicht betroffen.<br>\nQuellt: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/internationale-ligen\/article121189195\/Frankreichs-Klubs-streiken-wegen-Reichensteuer.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Wo bleibt der Aufschrei der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen? Bei jedem Streik von normalen Arbeitnehmern, die f&uuml;r ihre Interessen eintreten und einen gerechten Anteil am Unternehmensergebnis haben wollen, kommt direkt ein mediales Kommentatorenfeuer. Regelm&auml;&szlig;ig wiederkehrende Schlagworte sind &ldquo;nicht zeitgem&auml;&szlig;&rdquo;, &ldquo;nicht verantwortungsbewusst&rdquo;, &ldquo;nicht in die heutige Zeit passend&rdquo; etc. &ndash; hier w&auml;ren viele dieser Kommentare auch zum ersten Mal passend. Haben die zum gro&szlig;en Teil sehr gut verdienenden Fu&szlig;ballspieler nicht in den letzten Jahren komplett vergessen, das ihre Lohnentwicklung komplett gegens&auml;tzlich zu der ihrer Fans und Zuschauer erfolgte, die auch noch dank Trikotkauf, Eintrittskarten und mehr Teile ihres Gehalts refinanzieren. Wo ist die finanzielle Verantwortung der Einkommensmillion&auml;re aus der renditehungrigen Fu&szlig;ballwelt? Vor allem aber: Wo ist die &ouml;ffentliche Meinung, wo die kritischen Medien, die sonst immer jeden (oftmals  berechtigten und nachvollziehbaren) Streik von unteren und mittleren Einkommensschichten in Grund und Boden schreiben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Robert J. Shiller: Die Besten, Hellsten und am wenigsten Produktiven<\/strong><br>\nBei einer Untersuchung von US-Eliteuniversit&auml;ten fand Catherine Rampell heraus, dass 2006, direkt vor der Finanzkrise, 25% der Abg&auml;nger der Harvard University, 24% derjenigen von Yale und sogar 46% der von Princeton ihre Karrieren im Finanzdienstleistungssektor begannen. Diese Prozents&auml;tze sind seitdem etwas zur&uuml;ckgegangen, aber dabei k&ouml;nnte es sich um einen vor&uuml;bergehenden Effekt der Krise handeln. Einer Studie von Thomas Philippon und Ariell Reshef zufolge fand ein Gro&szlig;teil der Steigerung der Finanzaktivit&auml;ten in den spekulativeren Bereichen statt, was auf Kosten des traditionellen Finanzwesens ging. Zwischen 1950 und 2006 ging die Kreditvermittlung (Kreditvergabe einschlie&szlig;lich des traditionellen Bankwesens) relativ zum &bdquo;sonstigen Finanzwesen&ldquo; (darunter Handel mit Wertpapieren oder Rohstoffen, Wagniskapital, Private Equity, Hedgefonds, Trusts und andere Investitionsaktivit&auml;ten wie das Investment-Banking) zur&uuml;ck. Dar&uuml;ber hinaus stiegen die L&ouml;hne bei den &bdquo;sonstigen Finanzen&ldquo; im Vergleich zur Kreditvermittlung stark an. Wie &Ouml;konomen aber zu Recht betonen, leisten H&auml;ndler und Spekulanten n&uuml;tzliche Dienste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/the-rent-seeking-problem-in-contemporary-finance-by-robert-j--shiller\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht wenigen Mitb&uuml;rgern klingen die letzten beiden S&auml;tze sicherlich zu gem&auml;&szlig;igt, aber der Nobelpreistr&auml;ger, der diesen Text vor seiner Preisverleihung geschrieben hat, gibt mit dem Titel eine klare Wertung ab: Was die Besten und Hellsten da veranstalten, geh&ouml;rt abgestellt, weil unproduktiv und, wie im Verlauf konstatiert, f&uuml;r den Rest der Menschheit meist kostenverursachend. Den Link zum Aufsatz von Patrick Bolton, Tano Santos und Jos&eacute; Scheinkman finden Sie im Artikel von Shiller, den ersten Entwurf von Boltons <a href=\"http:\/\/www0.gsb.columbia.edu\/faculty\/pbolton\/papers\/BoltonGoodbanker(v3).pdf\">&ldquo;The Good Banker&rdquo; hier [PDF &ndash; 145 KB]<\/a>. &ndash; Neben seinen Aussagen zu den Ineffizienzen der Finanzm&auml;rkte findet sich in einem fr&uuml;heren Interview mit der SZ auch eine Aussage zu den Ineffizienzen wirtschaftswissenschaftlicher Forschung an den Universit&auml;ten:<br>\nShiller: Wir haben dem Kapitalismus zu viel zugetraut. Deshalb sind Regulierungsbeh&ouml;rden nachl&auml;ssig geworden, das hat zu Spekulationsblasen gef&uuml;hrt. Alan Greenspan und sogar Ben Bernanke glaubten, dass Finanzm&auml;rkte effizient sind und kl&uuml;ger als jedes Individuum.<br>\nSZ: Ist die Theorie der effizienten Kapitalm&auml;rkte gescheitert?<br>\nShiller: Ich habe diese Theorie bereits 1984 als &ldquo;den gr&ouml;&szlig;ten Irrtum in der Geschichte &ouml;konomischen Denkens&rdquo; bezeichnet. Sie hat mit zu den Problemen gef&uuml;hrt, die wir heute haben. M&auml;rkte sind nicht kl&uuml;ger als jeder Einzelne von uns. Die meisten Kursbewegungen sind bedeutungslos, sie haben nichts mit relevanten Informationen zu tun, sondern nur mit Moden und Verr&uuml;cktheiten. Trotzdem war die Theorie irgendwann so sehr akzeptiert, dass man kaum einen Lehrstuhl bekam, wenn man nicht daran <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/robert-shiller-im-interview-kapitalismus-ist-nicht-fuer-die-reichen-da-1.25856\">glaubte<\/a>.<br>\nDie erfahrungsges&auml;ttigte Aussage eines Insiders des Wissenschaftsbetriebes best&auml;tigt die alte schreckliche These Thomas S. Kuhns, die dieser sogar auf die exakten Naturwissenschaften bezog: Wissenschaftliche Theorien werden nicht empirisch widerlegt. Sie werden erst durch neue Theorien verdr&auml;ngt, wenn die Anh&auml;nger der alten Theorien allm&auml;hlich aussterben. Nicht anders ist die gleichzeitige Nobelpreisverleihung an den Antipoden Shillers Eugene Fama  zu verstehen. Dessen zum Dogma erhobene These effizienter Kapitalm&auml;rkte ist sp&auml;testens seit der globalen Finanzmarktkrise des Jahres 2007 empirisch als widerlegt anzusehen. Die Nominierung zur Preisverleihung, vor allem aber die zunehmende Relativierung, ja Gegnerschaft zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte kann nicht durch die von Shiller genannte Vorsicht erkl&auml;rt werden, sondern nur durch die im Hochschulsystem &uuml;berlebenden Anh&auml;nger der Effizienzmarkthypothese, die nicht gewillt sind etwas &uuml;ber Bord zu werfen, dem sie eine gro&szlig;en Teil ihres Wissenschaftlerlebens anhingen. Und sie werden nat&uuml;rlich bei der Auswahl ihrer Assistenten wie auch in den Berufungsgremien zur Besetzung freiwerdender Stellen auf dieselbe Glaubensausrichtung achten &hellip;. usw.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bildungsmonitor mit blinden Flecken: Gerade das, was Sachsen draus lernen k&ouml;nnte, ist im neuen INSM-Ranking bestens versteckt<\/strong><br>\nEs ging wieder ganz flott. Kaum meldete die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Dienstag, 22. Oktober: &ldquo;Bildungsmonitor 2013 Sachsen bleibt vorn, Hamburg und Bayern machen die gr&ouml;&szlig;ten Spr&uuml;nge&rdquo;, kam das Hosianna aus dem S&auml;chsischen Kultusministerium. Was sind wir toll! &ndash; &ldquo;Der wiederholte Erfolg ist nur durch deutliche Fortschritte gegen&uuml;ber dem Vorjahr erzielt worden. Daran m&uuml;ssen wir beharrlich weiterarbeiten&ldquo;, verk&uuml;ndete Kultusministerin Brunhild Kurth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Bildung\/Leipzig%20bildet\/2013\/10\/INSM-Bildungsmonitor-mit-blinden-Flecken-51708.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Checks an Balances im neuen Bundestag<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_02.jpg\" alt=\"Checks an Balances im neuen Bundestag\" title=\"Checks an Balances im neuen Bundestag\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur.php?l=int\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19038","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19038"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19038\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19046,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19038\/revisions\/19046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}