{"id":19050,"date":"2013-10-25T16:21:08","date_gmt":"2013-10-25T14:21:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050"},"modified":"2013-10-25T16:21:08","modified_gmt":"2013-10-25T14:21:08","slug":"hinweise-des-tages-ii-129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h01\">Merkels Handy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h02\">Gabriel dementiert Einigung zum Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h03\">Erwerbsminderung: Zunehmendes Armutsrisiko erfordert Reformen &ndash; Neurenten sanken binnen 10 Jahren um mehr als 10 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h04\">Sozialer Abstieg: Jedem sechsten Deutschen droht Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h05\">Leben im &Uuml;berwachungsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h06\">Votum gegen Swift-Abkommen: EU-Abgeordnete sabotieren Abwiegelstrategie der Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h07\">Frankreich: Rekordarbeitslosigkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h08\">Russia seeks to privatize its suffering &lsquo;friend&rsquo; Greece<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h09\">Erg&auml;nzung zu unserem Hinweis #8 von heute morgen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h10\">Ex-BayernLB-Vorst&auml;nde m&uuml;ssen sich vor Gericht verantworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h11\">Zieh Vattenfall den Stecker: Beim Energiewende-Volksentscheid @Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h12\">Medien als Sprachrohr des Steuerzahlerbundes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h13\">Fakten gegen Vorurteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h14\">Jeremy Scahill: Die Ausweitung der Kriegszone mit deutscher Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h15\">Die Neuvermessung der deutschen Weltpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h16\">F&ouml;derale Missgeburt: BAf&ouml;G-Antragsstress nicht nur in Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h17\">So kassieren Becker &amp; Pocher bei ihrem Duell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h18\">TV-Tipp: Blutgeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h19\">Alles L&uuml;ge, au&szlig;er ich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h20\">Zu guter Letzt: Antiamerikanismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkels Handy<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkels Emp&ouml;rung kommt zu sp&auml;t<\/strong><br>\nErst jetzt, wo es um ihr Handy geht, protestiert die Kanzlerin bei Obama gegen die US-&Uuml;berwachung. Die Grundrechte der B&uuml;rger sind ihr offensichtlich egal. [&hellip;]Entlarvend ist nur, dass Merkel erst jetzt, wo sie selber mutma&szlig;lich betroffen ist, energisch reagiert und sich bei US-Pr&auml;sident Barack Obama beschwert. Das w&auml;re schon ihre Pflicht gewesen, als es um die millionenfachen Eingriffe der NSA in die Privatsph&auml;re deutscher B&uuml;rger ging. Denn deren Grundrechte sind genauso viel wert wie die der Kanzlerin.<br>\nDoch als die weltweite Observation der Kommunikation im Internet durch die amerikanischen Datensp&auml;her bekannt wurde, wiegelten Merkel und die schwarz-gelbe Regierung ab. Alles halb so schlimm, lautete ihre Reaktion auf die Enth&uuml;llungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Kritikern, die emp&ouml;rt Konsequenzen forderten, warfen sie vor, die transatlantischen Beziehungen zu belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-10\/us-ueberwachung-merkel-handy-protest-kommentar\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>ARD-Programmdirektor verhindert &raquo;Brennpunkt&laquo; zur Sp&auml;h-Aff&auml;re<\/strong><br>\nDas Erste sendet heute nach der &raquo;Tagesschau&laquo; keinen &raquo;Brennpunkt&laquo; zu den neuesten Wendungen in der NSA-Aff&auml;re &mdash; obwohl sich die Chefredakteure der ARD-Anstalten intern einstimmig daf&uuml;r ausgesprochen haben. Der Programmdirektor des Ersten, Volker Herres, hat sein Veto eingelegt. Wom&ouml;glich sorgt er sich um die Quoten der Show &raquo;Die deutschen Meister&laquo; mit Kai Pflaume, die dort im Programm steht. [&hellip;]<br>\nine Sonderprogrammierung wie ein zus&auml;tzlicher &raquo;Brennpunkt&laquo; bedarf aber der Zustimmung des Programmdirektors. Die verweigerte Volker Herres. Das ist zwar kein einmaliger, aber wohl ein seltener Vorgang, insbesondere angesichts des einstimmigen Votums der Chefredakteure. Auch ARD-Chefredakteur Thomas Baumann und das ARD-Hauptstadtstudio h&auml;tten einem &raquo;Brennpunkt&laquo; am Ende der t&auml;glichen gemeinsamen Schaltkonferenz zugestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/ard-programmdirektor-verhindert-brennpunkt-zur-spaeh-affaere\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher nennt das einen <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/ein-skandal-schirrmacher-kritisiert-das-erste\/2013\/10\/25.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">&bdquo;Skandal&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie sicher ist das Merkel-Phone wirklich?<\/strong><br>\nDie NSA soll Angela Merkels altes Handy abgeh&ouml;rt haben. Doch der Hersteller der Sicherheitssoftware f&uuml;r das Smartphone h&auml;lt das f&uuml;r unm&ouml;glich &ndash; zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. [&hellip;]<br>\nWie Secusmart am Abend meldete, handelte es sich bei dem fraglichen Mobilfunkger&auml;t um das sogenannte &ldquo;Parteihandy&rdquo; der Kanzlerin. Darin ist offenbar keine Sicherheitstechnik verbaut und so konnte die NSA Kommunikation der Kanzlerin abfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/webwelt\/article121183058\/Wie-sicher-ist-das-Merkel-Phone-wirklich.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die WELT ist hochgradig verwirrt und verwirrend. Welche Rolle spielt es, ob &bdquo;Experten&ldquo; Merkels Smartphone f&uuml;r sicher halten, wurde doch offenbar ihr ganz normales Parteihandy abgeh&ouml;rt, das &uuml;ber kein spezielles Sicherheitsupgrade verf&uuml;gt. Darin zeigt sich wieder einmal ein Grundproblem der IT- und Kommunikationssicherheit. Ein System ist stets nur so sicher, wie der unsicherste Teil innerhalb des Systems. Und wenn ein CDU-Ortsverbandsvorsitzemder mit seiner Parteichefin sprechen will, helfen auch Verschl&uuml;sselung und VPN nichts, da diese Systeme nur dann greifen, wenn beide Kommunikationspartner damit ausgestattet sind. Ob die NSA relevante Informationen aus diesen Gespr&auml;chen abgefischt hat, darf getrost bezweifelt werden. Das macht die ganze Sache jedoch um kein Jota besser.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir m&uuml;ssen abr&uuml;sten&rdquo;<\/strong><br>\nAus Sicht der Piratenpolitikerin Katharina Nocun befinden wir uns gerade im Cyber-War. Sie fordert ein Umdenken der Politik &ndash; und ein abh&ouml;rsicheres Handy f&uuml;r jeden B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/christopher-piltz\/wir-muessen-abruesten\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Lisas Welt: Pofalla der Beender<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/report-mainz\/lisas-welt-pofalla-der-beender?documentId=16592336\">ARD Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Italian PM says spying by allies unacceptable<\/strong><br>\nAlleged monitoring of Italian telecommunications by U.S. and British intelligence is &ldquo;inconceivable and unacceptable&rdquo;, Prime Minister Enrico Letta said on Thursday.<br>\nHe was speaking after a weekly magazine, L&rsquo;Espresso, reported that telecoms surveillance by the two close allies had targeted the government and companies, as well as suspected terrorist groups. [&hellip;]<br>\nApart from the alleged NSA surveillance, L&rsquo;Espresso said a separate program dubbed Tempora and run by Britain&rsquo;s Government Communications Headquarters (GCHQ) spied on telephone, Internet and email traffic carried through three undersea fibre-optic cables in Sicily.<br>\nIt said among areas of interest to the British was advanced military technology, which could include legitimate Italian trade deals with Arab countries.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/2013\/10\/24\/us-italy-usa-spying-idUSBRE99N0Q420131024\">Reuters<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gabriel dementiert Einigung zum Mindestlohn<\/strong><br>\nEin Zeitungsbericht scheucht die zuk&uuml;nftigen Koalitionspartner auf. Angeblich haben sie sich bereits geeinigt beim Mindestlohn. SPD-Chef Gabriel nennt das eine Ente. Wirtschaftspolitiker der CDU machen derweil mobil gegen den Mindestlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gabriel-dementiert-Einigung-zum-Mindestlohn-article11598111.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erwerbsminderung: Zunehmendes Armutsrisiko erfordert Reformen &ndash; Neurenten sanken binnen 10 Jahren um mehr als 10 Prozent<\/strong><br>\nWer wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr arbeiten kann, dem droht Einkommensarmut. Innerhalb eines Jahrzehnts sind die Neurenten wegen Erwerbsminderung allein nominal um &uuml;ber zehn Prozent gesunken. Experten haben in einem von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Forschungsprojekt den Reformbedarf ausgelotet: Sie pl&auml;dieren f&uuml;r mehr Pr&auml;vention gegen und eine bessere soziale Absicherung bei Erwerbsminderung.*<br>\nDass die Erwerbsminderungsrente in Politik und Wissenschaft bislang eher als Randthema gilt, halten Prof. Dr. Felix Welti und Henning Groskreutz f&uuml;r bedenklich: Es bestehe die Gefahr, dass eine Kernaufgabe sozialer Sicherung vernachl&auml;ssigt wird. Handlungsbedarf und Handlungsoptionen in diesem Bereich haben die Rechtswissenschaftler von der Universit&auml;t Kassel untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass erhebliche Reformen notwendig sind, um die Situation Erwerbsgeminderter substanziell zu verbessern. Unter anderem empfehlen sie, das Betriebliche Eingliederungsmanagement auszubauen und Rentenabschl&auml;ge abzuschaffen.<br>\nVoll erwerbsgemindert sind laut Sozialgesetzbuch Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung au&szlig;erstande sind, unter den &ldquo;&uuml;blichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes&rdquo; mindestens drei Stunden t&auml;glich erwerbst&auml;tig zu sein. Wer zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, gilt als teilweise erwerbsgemindert. Ende 2011 bezogen 1,6 Millionen M&auml;nner und Frauen eine Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit, schreiben Welti und Groskreutz. Etwa 118.000 von ihnen mussten ihre Rente aufstocken, um das Existenzminimum zu erreichen. Weitere 290.000 Personen hatten keine Anspr&uuml;che auf Erwerbsminderungsrente erworben und erhielten ausschlie&szlig;lich Grundsicherung vom Tr&auml;ger der Sozialhilfe.<br>\nIm Schnitt belief sich die monatliche Rente im Jahr 2011 auf 471 Euro bei teilweiser und 710 Euro bei voller Erwerbsminderung. Bei Neuzug&auml;ngen mit voller Erwerbsminderung waren es 634 Euro &ndash; deutlich weniger als zehn Jahre zuvor. 2001 lag die Neurente bei voller Erwerbsminderung noch bei 724 Euro. Die materielle Sicherung sei damit unzureichend, urteilen die Juristen. Es gebe ein erh&ouml;htes Risiko von Einkommensarmut. Als eine der Ursachen gelte die zunehmende Verbreitung von atypischer Besch&auml;ftigung und Niedrigl&ouml;hnen. Zudem seien gerade Geringqualifizierte, die &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig mit gesundheitlichen Problemen zu k&auml;mpfen haben, oft schlecht bezahlt oder arbeitslos. Private Vorsorge sei da wenig hilfreich: Die gef&auml;hrdeten Arbeitnehmer w&auml;ren kaum in der Lage, die entsprechenden Mittel aufzubringen &ndash; insbesondere, wenn sie bereits chronisch krank sind.<br>\nAbschl&auml;ge abschaffen: F&uuml;r &ldquo;systemwidrig&rdquo; halten die Wissenschaftler die Abschl&auml;ge, von denen im Jahr 2011 mit 96,3 Prozent fast alle neuen Erwerbsminderungsrentner betroffen waren. Diese Abz&uuml;ge sollen eigentlich einen freiwilligen vorzeitigen Renteneintritt unattraktiv machen. Das Problem: Niemand entscheide sich freiwillig f&uuml;r volle Erwerbsminderung. Zudem h&auml;tten &ldquo;Fr&uuml;hverrentete&rdquo; im Schnitt eine geringere Lebenserwartung, sodass die Summe der Rentenleistungen niedriger ausfalle. Daher pl&auml;dieren Welti und Groskreutz daf&uuml;r, auf Abschl&auml;ge k&uuml;nftig ganz zu verzichten. Um H&auml;rtef&auml;llen besser gerecht zu werden, empfehlen sie au&szlig;erdem, die Anwartschaftszeit zu verk&uuml;rzen: Statt nach drei Jahren mit Pflichtbeitr&auml;gen sollten Besch&auml;ftigte bereits nach zw&ouml;lf Monaten Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben.<br>\nRehabilitation vor Rente: Noch wichtiger als die ausreichende Absicherung von Betroffenen sei die Vermeidung von Erwerbsminderung, so die Autoren. Dabei sehen sie zum einen die Rentenversicherung in der Pflicht: Das Budget f&uuml;r Rehabilitationsleistungen, das bislang gedeckelt ist, sollte sich am tats&auml;chlichen Bedarf orientieren. Zum anderen gelte es, das Betriebliche Eingliederungsmanagement weiterzuentwickeln. Damit sich Betriebsr&auml;te zusammen mit Schwerbehindertenvertretungen wirkungsvoll f&uuml;r Verbesserungen auf betrieblicher Ebene einsetzen k&ouml;nnen, schlagen die Rechtswissenschaftler vor, ein umfassendes Mitbestimmungsrecht f&uuml;r Fragen der Rehabilitation und Pr&auml;vention in den Mitbestimmungskatalog aufzunehmen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus regen sie an, &uuml;ber eine St&auml;rkung der Arbeitgeberverantwortung betriebswirtschaftliche Anreize f&uuml;r Pr&auml;vention zu schaffen: Der Arbeitgeberanteil an den Rentenbeitr&auml;gen k&ouml;nnte sich am Arbeitsschutzniveau, der Quote der Erwerbsminderungsf&auml;lle und &auml;lteren Besch&auml;ftigten und den betrieblichen Reintegrationserfolgen orientieren. So w&uuml;rden die Kosten f&uuml;r ung&uuml;nstige Arbeitsbedingungen nach dem Verursacherprinzip erhoben, schreiben Welti und Groskreutz. Ihr Fazit: &ldquo;Nicht niedrige Rentenh&ouml;hen, sondern ein offener inklusiver Arbeitsmarkt mit nachhaltiger Unterst&uuml;tzung zur Teilhabe w&uuml;rde die Rentenversicherung effektiv entlasten.&rdquo;<br>\n*Felix Welti, Henning Groskreutz: Soziales Recht zum Ausgleich von Erwerbsminderung: Reformoptionen f&uuml;r Pr&auml;vention, Rehabilitation und soziale Sicherung bei Erwerbsminderung. Arbeitspapier 295 der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Im Erscheinen.<br>\nQuelle 1: Pressmitteilung der Hans-B&ouml;ckler-Stirtung<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf_fof\/S-2012-531-4-1.pdf\">Vortrag der Forscher zum Thema [PDF &ndash; 265 KB]<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_04.gif\" alt=\"Rente im Sinkflug\" title=\"Rente im Sinkflug\"><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=44251&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 15\/2013<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sozialer Abstieg: Jedem sechsten Deutschen droht Armut<\/strong><br>\nIn Deutschland stehen immer mehr Menschen vor dem sozialen Abstieg. Einer europaweiten Erhebung zufolge galten 2011 rund 13 Millionen Bundesb&uuml;rger als arm oder armutsgef&auml;hrdet. In L&auml;ndern wie Frankreich oder Tschechien ist die Lage besser.<br>\nTrotz der vergleichsweise starken Wirtschaftsentwicklung in Deutschland ist eine zunehmende Zahl von Menschen von Armut bedroht. Laut Statistischem Bundesamt galt dies im Jahr 2011 f&uuml;r 16,1 Prozent der Bev&ouml;lkerung &ndash; rund jeder Sechste. Der Anteil steigt seit Jahren: 2005 galten nur 12,2 Prozent als armutsgef&auml;hrdet, 2010 waren es 15,8 Prozent.<br>\nDie Daten sind Teil einer europ&auml;ischen Erhebung, bei der allein in Deutschland mehr als 13.000 Haushalte erfasst wurden. Nach der offiziellen Definition gilt als armutsgef&auml;hrdet, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens eines Landes verdient. Dieser Schwellenwert lag 2011 in Deutschland f&uuml;r eine allein lebende Person bei 980 Euro im Monat, f&uuml;r zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2058 Euro im Monat. Staatliche Sozialleistungen sind in den Einkommen enthalten, Steuern und Sozialabgaben sind abgezogen.<br>\nDie Definition ist umstritten, weil sie nur eine relative Armut misst. So gilt ein Single in Norwegen mit einem Nettoeinkommen von 1200 Euro im Monat als armutsgef&auml;hrdet, in Bulgarien k&ouml;nnte er damit schon fast f&uuml;rstlich leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/armut-in-deutschland-fast-jeder-sechste-gilt-als-gefaehrdet-a-930000.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider bleibt einem dar&uuml;ber nur noch Zynismus mit der Frage wen interessiert&rsquo;s?  Die SPD macht durch ihre Koalitionsverhandlungen mit der CDU gerade deutlich, dass ihr so etwas inzwischen sonst wo vorbeigeht. Nicht zu vergessen, dass die SPD mit der Agenda 2010 die entscheidenden Grundlagen f&uuml;r diese Entwicklung selbst gesetzt hat.<br>\nInteressant allerdings, dass solche Meldungen just nach der Bundestagswahl kommen. Da hatte es doch noch gehei&szlig;en uns geht es allen gut.<br>\nBesonders ekelhaft sind die Versuche der neoliberalen Journaille diese Tatsachen mit Phrasen wie dieser zu relativieren: &bdquo;So gilt ein Single in Norwegen mit einem Nettoeinkommen von 1200 Euro im Monat als armutsgef&auml;hrdet, in Bulgarien k&ouml;nnte er damit schon fast f&uuml;rstlich leben.&ldquo; Man muss nur die richtige Relation finden dann l&auml;sst sich der Armutsbegriff immer nach Interesse der herrschenden neoliberalen Ideologie relativieren. Einem Armen in Bulgarien geht es im Vergleich zu einem B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtling in Somalia sicher auch noch gut.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_03.gif\" alt=\"Armutsgef&auml;hrdungsquote\" title=\"Armutsgef&auml;hrdungsquote\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/10\/PD13_361_634.html;jsessionid=96F50E87F21FC097225C384161626321.cae3\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.N.:<\/strong> Es erstaunt einen nicht, dass Meldungen wie diese nach der Bundestagswahl kommen. Zuvor h&auml;tten sie die neoliberale Durchmarschrichtung der Regierung Merkel gef&auml;hrden k&ouml;nnen und eventuell doch noch f&uuml;r unter 40% f&uuml;r die CDU\/CSU gesorgt. Wenn die Zahlen stimmen, dann bedeutet dies aber auch ganz unmittelbar und konkret: es m&uuml;sste jeder Deutsche jemanden kennen, der arm ist oder kurz davor steht, arm zu werden. Wenn dem so ist, so m&uuml;sste doch eigentlich jeder Deutsche merken, dass es &ldquo;uns&rdquo; nicht gut gehen kann und Merkel l&uuml;gt.<br>\nWie bringt man das nun mit einer rot-rot-gr&uuml;nen Mehrheit im Bundestag, einer Chance f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes und dem Versagen der SPD auf ganzer Linie zusammen? Und was haben Unternehmensspenden an die CDU damit zu tun?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Leben im &Uuml;berwachungsstaat<\/strong><br>\nWarum wir das dunkle Monster Geheimdienste in unserer Mitte nicht l&auml;nger ignorieren d&uuml;rfen.<br>\nIch komme aus einem Land, das heute als der Inbegriff des &Uuml;berwachungsstaates gilt. F&uuml;r unsere &Uuml;berwacher hatten wir damals viele Namen. Sie wurden &ldquo;Horch und Guck&rdquo; genannt, oder &ldquo;die Firma&rdquo;, meistens aber mit der Abk&uuml;rzung bezeichnet, die bis heute jedem ein Begriff ist: &ldquo;Stasi&rdquo;.<br>\nDas Ministerium f&uuml;r Staatssicherheit hatte so viele Angestellte, dass pro 180 Einwohner ein hauptamtlicher Mitarbeiter zur Verf&uuml;gung stand. In keinem Land davor und in keinem danach kamen so viele Bewacher auf so wenige &Uuml;berwachte, es war der gr&ouml;&szlig;te Geheimdienstapparat der Weltgeschichte.<br>\nDie Stasi geh&ouml;rte zum Alltag in der DDR. Niemand redete offen &uuml;ber sie, aber jeder wusste von ihr und jeder f&uuml;rchtete sie. Die Warnung meiner Eltern, &ldquo;das darfst du aber niemandem erz&auml;hlen&rdquo;, war in meiner Kindheit ein st&auml;ndiger Begleiter. Meine Eltern hatten Angst. Ich auch.<br>\nTrotzdem lebten alle irgendwie vor sich hin und versuchten, dieses Monstrum zu ignorieren, so gut es eben ging. M&ouml;glich war das durchaus, kaum jemand kannte Opfer des Terrors pers&ouml;nlich. Entweder waren die in den Westen abgeschoben worden, oder sie hielten wohlweislich die Klappe, um nicht wieder abgeholt zu werden. Das Dunkle lie&szlig; sich ganz gut verdr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagebau.com\/?p=153\">Tagebau.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Votum gegen Swift-Abkommen: EU-Abgeordnete sabotieren Abwiegelstrategie der Kanzlerin<\/strong><br>\nDas Europaparlament rebelliert in der NSA-Aff&auml;re gegen die US-Regierung und die Verharmloser aus Deutschland. Die Abgeordneten wollen das Abkommen zum Austausch von Bankdaten mit den USA stoppen. Damit setzen sie die EU-Regierungschefs unter Druck.<br>\nDie Parlamentarier verlangen von der EU, das Swift-Abkommen auszusetzen. Die EU soll den legalen Transfer von Bankdaten an die USA zur Terrorbek&auml;mpfung stoppen. Der Datentransfer soll so lange ausgesetzt bleiben, bis das Wei&szlig;e Haus Berichte &uuml;ber den Missbrauch der Daten widerlegt hat oder solche illegalen Aktivit&auml;ten aufgibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/swift-abkommen-eu-abgeordnete-rebellieren-in-der-nsa-affaere-a-929607.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich: Rekordarbeitslosigkei<\/strong><br>\nWie das franz&ouml;sische Arbeitsministerium heute Abend berichtete, stieg die in den Arbeits&auml;mtern Frankreichs registrierte Arbeitslosigkeit, der nach Besch&auml;ftigung Suchenden im September 2013 um saisonbereinigte +60&rsquo;000 zum Vormonat, auf 3,295700 Millionen registrierte Arbeitslose und damit auf ein neues Allzeithoch. Bei den unbereinigten Originaldaten wurden 3,297300 Millionen Arbeitslose registriert, ein weiterer Anstieg von +247&rsquo;200 zum Vorjahresmonat bzw. von +8,1%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/frankreich-rekordarbeitslosigkeit\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Russia seeks to privatize its suffering &lsquo;friend&rsquo; Greece<\/strong><br>\nRussian investors are pursuing deals to help cash-strapped Greece privatize its economy and pay off its huge debt. Russian Railways RZD may take a 100 percent state in Greek&rsquo;s TRAINOSE, and Gazprom has renewed talks with state-owned gas company DEPA.<br>\nalentina Matviyenko, the Speaker of the upper house of Russia&rsquo;s Parliament has expressed her government&rsquo;s vested interest in the Greek economy. She&rsquo;s traveling with a group of Russian investors looking to to get a slice of Greece&rsquo;s privatization.<br>\n&ldquo;Our position is that would not be an acquisition of assets, but rather a support for friendly Greece at the complicated economic stage,&rdquo; Matvienko said.<br>\nGreece hopes privatization and expansion of the railway will help it contribute to the 19 billion euro target Greece aims to raise to cut debt. Greece has received over $315 billion (240 billion euros) since 2010 from Troika lenders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rt.com\/business\/russia-greece-matviyenko-gazprom-963\/\">Russia Today<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Ausverkauf Griechenlands nimmt Fahrt auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die russischen oder die deutschen &bdquo;Freunde&ldquo; sind, die sich das Tafelsilber unter den Nagel rei&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zu unserem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19028#h08\">Hinweis #8<\/a> von heute morgen<\/strong><br>\nFabian Fritzsche schreibt uns:\n<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\nin den Hinweisen des Tages von 24.10. schreiben Sie unter Punkt 8, dass sich die H&auml;lfte der US-Staatsanleihen in ausl&auml;ndischem Besitz befindet. Dies ist so nicht richtig. Die im Text genannte Zahl von knapp 5.600 Mrd. USD Volumen ist richtig, was jedoch bei knapp 17.000 Mrd. USD US-Staatsschulden eine Quote von einem Drittel ergibt. Zudem sollten die Zahlen aus dem TIC-System mit Vorsicht behandelt werden, wie der Hinweis auf der entsprechenden Seite nahelegt. Leider hat auch Spiegel-Online dies in einem Artikel letzte Woche nicht bedacht und die Zahlen einfach 1:1 &uuml;bernommen, obwohl lediglich registriert wird, von wo die Anleihen gekauft werden. Das vergleichsweise hohe Volumen von L&auml;ndern wie Luxemburg oder den Karibikstaaten kommt wohl kaum durch deren eigene K&auml;ufe zustande, sondern weil deren Funktion als Finanzzentrum genutzt wird. &Uuml;ber die eigentlichen Eigent&uuml;mer kann daher teilweise nur spekuliert werden. Zum Teil mag es sich dabei auch um verschleierte K&auml;ufe Chinas handeln, zum Teil um Schwarzgelder aus den USA selbst.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ex-BayernLB-Vorst&auml;nde m&uuml;ssen sich vor Gericht verantworten<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here BayernLB-Chef Werner Schmidt und sechs weitere ehemalige Vorst&auml;nde der Landesbank m&uuml;ssen sich wegen des milliardenschweren Fehlkaufs der &ouml;sterreichischen Bank Hypo Alpe Adria vor Gericht verantworten&hellip;<br>\nDer Tatvorwurf lautet auf Untreue. Nach Milliardenverlusten musste die BayernLB die HGAA an &Ouml;sterreich zur&uuml;ckgeben. Die Steuerzahler in Bayern hat das Debakel mehr als 3,7 Milliarden Euro gekostet.<br>\nDer Fall der Hypo Alpe Adria ist nach den Worten des internen Ermittlers Christian B&ouml;hler &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te Kriminalfall Europas nach dem Zweiten Weltkrieg&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/fehlkaeufe-in-milliardenhoehe-ex-bayernlb-vorstaende-muessen-vor-gericht_aid_1138187.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zieh Vattenfall den Stecker: Beim Energiewende-Volksentscheid @Berlin<\/strong><br>\nAm 3. November entscheiden die Berliner\/innen, ob das Stromnetz in Zukunft wieder der Stadt geh&ouml;ren soll &ndash; oder weiter dem Energieriesen Vattenfall. Au&szlig;erdem fordert das B&uuml;ndnis &ldquo;Berliner Energietisch&rdquo; ein demokratisches, soziales und &ouml;kologisches Stadtwerk f&uuml;r Berlin.<br>\nDamit das gelingt, muss mindestens ein Viertel aller Stimmberechtigten mit Ja stimmen. Eine hohe H&uuml;rde &ndash; aber gemeinsam k&ouml;nnen wir sie &uuml;berspringen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6mzOB0W2N8M\">campact via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Medien als Sprachrohr des Steuerzahlerbundes<\/strong><br>\nWenn der Bund der Steuerzahler sein Schwarzbuch herausgibt, pinseln einige Journalisten dankbar ab. Doch ist die Aufregung um die angeprangerten Projekte immer berechtigt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/medien_politik_wirtschaft\/bunddersteuerzahler103.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.F.:<\/strong> Schon &ouml;fter wurde auf den Nachdenkseiten &uuml;ber den Lobby-Verein &ldquo;Bund der Steuerzahler&rdquo; und sein allj&auml;hrliches &ldquo;Schwarzbuch&rdquo; berichtet. Zum Ziel gesetzt, verdeckte neoliberale &Ouml;ffentlichkeits- und Lobbyarbeit zu betreiben, wird auch gerne unsorgf&auml;ltig recherchiert. Und um den  Untersuchungsergebnissen seinen Spin mitzugeben (u.a. Privat geht vor Staat, Steuersenkungen f&uuml;r Betuchte) nimmt er es mit der Darstellung nat&uuml;rlich nicht so genau. Dazu auch ein &auml;lterer NDS-Beitrag: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8073\">&ldquo;Wessen Interessen vertritt der Bund der Steuerzahler?&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fakten gegen Vorurteile<\/strong><br>\nAsylbewerber sind zu teuer. Es kommen immer mehr. Und alle wollen zu uns! Solche Vorurteile sind in den deutschen K&ouml;pfen verankert. Das zeigen Studien, einseitige Presseartikel und Auftritte des Bundesinnenministers. Schluss damit: Jetzt kommen die Fakten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/asyl.ifp-kma.de\/fakten-gegen-vorurteile\/\">ifp M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jeremy Scahill: Die Ausweitung der Kriegszone mit deutscher Hilfe<\/strong><br>\nJeremy Scahill: Korrespondent f&uuml;r Nationale Sicherheit beim US-Nachrichtenmagazin &ldquo;The Nation&rdquo; und &bdquo;Democracy Now&ldquo;. Sein Buch &ldquo;Dirty Wars&rdquo; ist gerade auf Deutsch erschienen mit dem Titel: &ldquo;Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen&ldquo;. Scahill ist auch Autor des New York Times Bestsellers &ldquo;Blackwater: Der Aufstieg der m&auml;chtigsten Privatarmee der Welt&ldquo;.<br>\n Gegen&uuml;ber Kontext TV spricht der investigative US-Journalist Jeremy Scahill zum ersten Mal &uuml;ber die deutsche Rolle bei den geheimen Kommandoaktionen. Deutschland sei ein wesentlicher Helfer, der das US-T&ouml;tungsprogramm erst erm&ouml;gliche. Vom US Afrika Kommando &bdquo;AFRICOM&ldquo; in Stuttgart w&uuml;rden neben dem Drohnenkrieg viele Operationen des Joint Special Operation Command, der geheimen milit&auml;rischen Eliteeinheiten der USA, geplant. Deutschland arbeite &bdquo;Hand in Hand&ldquo; mit der CIA, der NSA und dem US-Milit&auml;r zusammen. Die T&ouml;tung von B&uuml;nyamin E. aus Wuppertal durch eine US-Drohnenattacke in Pakistan 2010 werfe Fragen auf, inwieweit die deutsche Regierung dabei involviert gewesen sei. Scahill geht davon aus, dass in den n&auml;chsten Jahren auch europ&auml;ischen Staaten Drohnen f&uuml;r Milit&auml;rschl&auml;ge und zur paramilit&auml;rischen Strafverfolgung einsetzen werden.<br>\nDie schmutzigen Kriege der USA in Somalia, Syrien und Afghanistan haben nach Ansicht Scahills verheerende Folgen. In Somalia erm&ouml;glichten die USA den Aufstieg der Terrorgruppe al-Shabaab, die j&uuml;ngst ein Attentat auf eine Einkaufsmall in Nairobi ver&uuml;bten. In Syrien lieferte die CIA Waffen an Rebellen, unter denen sich auch al-Kaida Elemente bef&auml;nden, mit dem Risiko des R&uuml;ckschlags. Afghanistan sei ein gescheiterter Krieg, der verdeckt auch nach dem offiziellen Ende der Okkupation weiter gehe. Europ&auml;ische Staaten, insbesondere Deutschland, w&uuml;rden in die T&ouml;tungsprogramme auf die eine oder andere Art involviert werden.<br>\nDie Rolle der NSA sei essentiell dabei, so Scahill. Sie arbeiteten mit sehr &bdquo;erfahrenen J&auml;gern&ldquo; im digitalen Bereich, ohne die die CIA und die US-Spezialeinheiten ihre T&ouml;tungen nicht durchf&uuml;hren k&ouml;nnten. Die europ&auml;ischen Regierungen seien Komplizen in diesem &Uuml;berwachungsapparat. Man brauche jetzt &bdquo;europ&auml;ische Edward Snowdens&ldquo;. Das Abzapfen von Metadaten w&uuml;rde auch im weltweiten Krieg gegen den Journalismus eingesetzt, im Kampf gegen Whistleblower. Scahill baut gerade mit Glenn Greenwald und Laura Poitras eine investigative journalistische Plattform auf, finanziert von eBay-Gr&uuml;nder Pierre Omidyar. &bdquo;Man sollte auf keinen Fall glauben, dass man nichts &auml;ndern kann&ldquo;.<br>\nDer Beitrag gliedert sich in vier Teile:\n<ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/390\">Africom und Drohnenkrieg: Deutschland erm&ouml;glicht US-T&ouml;tungsprogramm \/ Trend zur paramilit&auml;rischen Strafverfolgung auch in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/391\">Syrien, Somalia und Afghanistan: Verheerende Milit&auml;rstrategien von USA, Nato \/ Deutsche Staatsb&uuml;rger im Fadenkreuz der &bdquo;schmutzigen Kriege&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/392\">Die J&auml;ger der NSA und der Krieg gegen Journalisten: &bdquo;Wir brauchen europ&auml;ische Edward Snowdens&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Sendung ist online <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/389\">hier zu finden<\/a>.<br>\nDie englische Fassung ist <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/393\">hier zu finden<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Neuvermessung der deutschen Weltpolitik<\/strong><br>\nRund 50 teils hochrangige Exponenten des Berliner Au&szlig;enpolitik-Establishments verlangen mehr deutsche &ldquo;F&uuml;hrung&rdquo; in der Weltpolitik. Dies ist das Ergebnis eines beinahe ein Jahr dauernden Projekts, das &ndash; unter Beteiligung des Leiters des Planungsstabes im Ausw&auml;rtigen Amt &ndash; Grundz&uuml;ge f&uuml;r die k&uuml;nftige deutsche Au&szlig;enpolitik erarbeitet hat. Demnach solle Deutschland, da die Vereinigten Staaten eine gewisse Schw&auml;che zeigten, st&auml;rkere weltpolitische Aktivit&auml;ten entfalten und von einer &ldquo;Gestaltungsmacht im Wartestand&rdquo; zu einer F&uuml;hrungsmacht werden. Es gelte nicht nur gegen Staaten vorzugehen, die als &ldquo;St&ouml;rer&rdquo; klassifiziert werden &ndash; etwa Iran und Venezuela -, man m&uuml;sse auch einen angemessenen Umgang mit aufstrebenden L&auml;ndern finden, die nicht bereit seien, sich dem Westen umstandslos zu f&uuml;gen. Dies k&ouml;nne &ndash; nach dem Muster der Bonner Ostpolitik der 1970er Jahre &ndash; auch unter Zuhilfenahme kooperativer Techniken (&ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung&rdquo;) geschehen. Dass f&uuml;r die deutsche Weltpolitik auch milit&auml;rische Mittel &ldquo;bis zum Kampfeinsatz&rdquo; zur Verf&uuml;gung stehen m&uuml;ssten, steht f&uuml;r die Teilnehmer des Projekts au&szlig;er Frage. Die Ergebnisse sind in einem Papier niedergelegt worden, das nun von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und dem German Marshall Fund of the United States (GMF) gemeinsam publiziert worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58720\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>F&ouml;derale Missgeburt: BAf&ouml;G-Antragsstress nicht nur in Baden-W&uuml;rttemberg<\/strong><br>\nNeu ist nicht immer gleich besser. Eine in Baden-W&uuml;rttemberg eingesetzte Software zur Bearbeitung von BAf&ouml;G-Antr&auml;gen macht offenbar das Gegenteil dessen, was man sich von ihr verspricht. Statt das Verfahren zu beschleunigen, dauert alles noch viel l&auml;nger. Betroffene m&uuml;ssten wom&ouml;glich monatelang auf ihre Leistungen warten, beklagt die Gewerkschaft ver.di und beruft sich auf Beh&ouml;rdenmitarbeiter. Das Wissenschaftsministerium h&auml;lt dagegen und behauptet, alles laufe &ldquo;nahezu fehlerfrei&rdquo;. Das darf bezweifelt werden, denn nicht nur im L&auml;ndle hakt das System.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-1581-bafoeg-antragsstress.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>So kassieren Becker &amp; Pocher bei ihrem Duell<\/strong><br>\nLaut Express.de bekommt der fr&uuml;here Tennisspieler Boris Becker zusammen mit seiner Frau Lilly 250.000 Euro f&uuml;r die Show. Daf&uuml;r muss er sich dann aber auch eine der d&auml;mlichsten M&uuml;tzen der Welt auf den Kopf setzen. F&uuml;r Pocher k&ouml;nnte das TV-Duell der l&auml;cherlichen Art noch lukrativer werden. Zus&auml;tzlich zur Gage erh&auml;lt er angeblich eine Beteiligung an den Werbe-Einnahmen. Im Express t&ouml;nt er: &ldquo;Man k&ouml;nnte sagen, dass die Show nur Gewinner hat &ndash; finanziell gesehen.&ldquo;<br>\nUnd noch einer h&ouml;rt die Kasse klingeln: G&uuml;nther Jauch. Seine Produktionsfirma i&amp;u produziert &ldquo;Becker gegen Pocher &ndash; der Showdown&rdquo;. Der Express zitiert einen namentlich nicht genannten RTL-Mitarbeiter mit den Worten: &ldquo;Seitdem klar ist, dass die Show steigt, wird er nur noch Dollar in den Augen haben&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/so-kassieren-becker-und-pocher-mit-ihrem-duell\/2013\/10\/24.html?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Blutgeld<\/strong><br>\nDrei Br&uuml;der, die an der Bluter-Krankheit leiden und sich durch ein vermeintliches Heilmittel mit HIV infizieren, stehen im Mittelpunkt des Fernsehfilms &ldquo;Blutgeld&rdquo;, in dem es um den Blutkonservenskandal geht, der Deutschland in den 80er Jahren ersch&uuml;tterte.<br>\nSendetermin: Montag, 28. Oktober, 20.15 Uhr<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/Der-Fernsehfilm-der-Woche\/Blutgeld-29770178.html\">ZDF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.de\/5215.html\">Hintergr&uuml;nde zum Aids\/Bluter-Skandal<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/robinblood.org\/?p=645\">Eine Rezension des Films<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Alles L&uuml;ge, au&szlig;er ich<\/strong><br>\nAm Sonntag, den 27.Oktober 2013, 11 Uhr, stellt Peter Grohmann im Stuttgarter Theaterhaus seine &ldquo;politische Biografie&rdquo; vor. Das 320-seitige Buch mit 120 Fotos kostet 24,90 und ist im Silberburg-Verlag erschienen. Gespr&auml;ch und Lesung moderiert Ebbe K&ouml;gel, Musik auf dem Akkordeon macht Ernst Kies (Kasachstan).\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Peter Grohmann ist ein bewundernswerter Demokrat. Er hat zusammen mit Freunden <a href=\"http:\/\/die-anstifter.de\/\">&bdquo;Die Anstifter e.V.&ldquo;<\/a> geschaffen &ndash; ein Modell f&uuml;r &Auml;hnliches in anderen St&auml;dten und Regionen, wenn es denn Grohmanns &uuml;berall g&auml;be.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Antiamerikanismus<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131025_05.gif\" alt=\"Antiamerikanismus\" title=\"Antiamerikanismus\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19050","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19050"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19050\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19052,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19050\/revisions\/19052"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}