{"id":19053,"date":"2013-10-28T09:02:13","date_gmt":"2013-10-28T08:02:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053"},"modified":"2013-10-28T11:24:38","modified_gmt":"2013-10-28T10:24:38","slug":"hinweise-des-tages-1995","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h01\">Josef Foschepoth: &ldquo;Die USA d&uuml;rfen Merkel &uuml;berwachen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h03\">CDU will Rechte des Bundestags beschneiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h04\">Sinnlos wanderndes Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h05\">The Dirty War for Europe&rsquo;s Integrity and Soul<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h06\">Die B&ouml;rsen im Rekordrausch und die herrschende politische und &ouml;konomische Leere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h07\">Das systemische Risiko der Dummheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h08\">Wanderarbeiter in Deutschland &ndash; Unsere neuen Hungerl&ouml;hner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h09\">Umfassende SGB II&ndash;&Auml;nderungen geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h10\">Zwangsweise zum Psychiater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h11\">SPD uneins &uuml;ber Tempo der Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h12\">Menschen, Tiere, Kostenexplosionen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h13\">Tea Party: Extremismus der Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h14\">&ldquo;Das tut weh&rdquo;: Aus f&uuml;r Premier Juncker nach 18 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h15\">Transnationales Staatshaftungsrecht? Kundus vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h16\">Illegale Praxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h17\">Studenten mit 70-Stunden-Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h18\">Sahra Wagenknecht liest Safranski: Goethe sah die Gefahren einer durchkommerzialisierten Gesellschaft vor Marx<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Josef Foschepoth: &ldquo;Die USA d&uuml;rfen Merkel &uuml;berwachen&rdquo;<\/strong><br>\nDie NSA hat deutsche Politiker schon immer ganz legal oberserviert, sagt der Historiker Foschepoth. Im Interview fordert er, Gesetze und geheime Vertr&auml;ge zu &auml;ndern.<br>\nZEIT ONLINE: Der US-Geheimdienst hat offenbar auch das Handy der Kanzlerin abgeh&ouml;rt. &Uuml;berrascht Sie das?<br>\nJosef Foschepoth: Nein. Es gibt Vertr&auml;ge zwischen Deutschland und den ehemaligen Alliierten, die eine solche &Uuml;berwachung erlauben. Da steht nat&uuml;rlich nicht drin, dass die Amerikaner die Kanzlerin abh&ouml;ren d&uuml;rfen, aber auch nicht, dass sie das nicht d&uuml;rfen. Ein Geheimdienst, der Interessantes erfahren will, observiert nat&uuml;rlich die Topleute. Daher ist v&ouml;llig klar, dass die Kanzlerin wie andere f&uuml;hrende Personen in Politik und Wirtschaft &uuml;berwacht werden&hellip;<br>\nDas Besondere an der NSA-Aff&auml;re ist nur, dass die Geheimdienste jetzt &uuml;ber gigantische technologische M&ouml;glichkeiten verf&uuml;gen, Milliarden an &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen gleichzeitig durchzuf&uuml;hren. Daneben gibt es aber weiterhin die Einzel&uuml;berwachung  wichtiger Pers&ouml;nlichkeiten&hellip;<br>\nDie NSA wurde 1952 gegr&uuml;ndet und ist gleichsam in Deutschland gro&szlig; geworden. Die Bundesrepublik war f&uuml;r den US-Geheimdienst als Frontstaat im Kalten Krieg der bedeutendste Standort. Bei den Verhandlungen &uuml;ber den Deutschlandvertrag, den Truppenvertrag und die Rechte der Alliierten in den 1950er Jahren war eines der wichtigsten Themen die enge Zusammenarbeit der deutschen und der westlichen Geheimdienste. Die ist seitdem immer weiter ausgebaut worden. Ich habe kein einziges Dokument gefunden, in dem den USA und den anderen Alliierten irgendwelche Beschr&auml;nkungen auferlegt wurden. Im Gegenteil: Mit der technischen Entwicklung wurden die &Uuml;berwachungsformen immer vielf&auml;ltiger &ndash; mit Kenntnis aller Bundesregierungen, egal welcher Couleur. Sie alle haben dem zugestimmt&hellip;<br>\nAls Regierungschefin dieses wichtigen Landes m&uuml;sste sie von den Vereinbarungen wissen und &uuml;ber die Zusammenarbeit der Dienste informiert sein&hellip;Deshalb ist das schon ein bisschen Heuchelei, wenn sie sich nun &ouml;ffentlich beschwert, nur weil sie jetzt selber betroffen ist&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-10\/nsa-uerberwachung-merkel-interview-foschepoth\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a> \n<p><strong>Siehe dazu schon: &ldquo;Die NSA darf in Deutschland alles machen&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/historiker-foschepoth-ueber-us-ueberwachung-die-nsa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216\">SZ<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Meines Erachtens f&uuml;hrt Foschepoths Argumentation in eine Sackgasse. Niemand kann sagen, was in diesen geheimen Vertr&auml;gen steht und ob sie &uuml;berhaupt noch rechtskr&auml;ftig sind. Und da diese Vertr&auml;ge, so sie denn &uuml;berhaupt existieren, gegen das Grundgesetz versto&szlig;en, w&uuml;rden sie ohnehin auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en stehen. Ganz abgesehen davon, taugt die Argumentation, selbst wenn man sie akzeptiert, nur sehr partiell zur Verteidigung der NSA-Aktivit&auml;ten. Die NSA soll, so ein Memo, aus dem der Guardian <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/guardian-bericht-nsa-soll-staats-und-regierungschefs-ueberwacht-haben-1.1803393\">letzte Woche zitierte<\/a>, insgesamt 35 Staatschefs ausspioniert haben &ndash; f&uuml;r 34 von ihnen gelten mit Sicherheit keine Geheimvertr&auml;ge, die sich auf die Besonderheiten der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg beziehen.<\/em><br>\n<em>Es ist auch nicht sonderlich hilfreich, dar&uuml;ber zu diskutieren, ob die NSA im Ausland &uuml;berhaupt abh&ouml;ren &bdquo;darf&ldquo;. Es geh&ouml;rt nun einmal &ndash; ob dies einem gef&auml;llt oder nicht &ndash; zu den ureigenen Aufgaben eines Auslandsgeheimdienstes im Ausland Gesetze zu brechen. Ein Dienst, der sich im Ausland an Gesetze und Vorgaben h&auml;lt, w&auml;re nun einmal kein Geheimdienst. Eine ganz andere Frage ist, ob die L&auml;nder, deren Gesetze gebrochen werden, dies auch akzeptieren und mit welchen Mitteln sie k&uuml;nftige Verst&ouml;&szlig;e gegen eigene Gesetze verhindern und ahnden wollen. Hier hat die Diskussion in Deutschland gerade erst begonnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: 1000 Ohren in der Leitung<\/strong><br>\nVon der Leichtigkeit, mobile Kommunikation zu &uuml;berwachen<br>\nDass die NSA offenbar auch das Handy von Angela Merkel abgeh&ouml;rt hat, sorgte in der zur&uuml;ckliegenden Woche f&uuml;r viel Aufregung. Wie verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig einfach es technisch sein kann, selbst das Telefon der Kanzlerin anzuzapfen, erl&auml;utert IT-Journalist Peter Welchering im Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/computer\/2300363\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Ende der Anonymita&#776;t<\/strong><br>\nWas Drohnen und Facebook verbindet<br>\nDavid Lyon: In der von Ihnen als &bdquo;fl&uuml;chtig&ldquo; beschriebenen Moderne begegnet uns &Uuml;berwachung in verschiedenen signifikant neuen Formen. Nach Ihrer Ansicht stehen f&uuml;r diese beispielhaft Drohnen und Soziale Medien. Beide erzeugen personenbezogene Daten zur digitalisierten Verarbeitung, allerdings auf unterschiedliche Weisen. Erg&auml;nzen diese beiden Medien einander dahingehend, dass wir uns durch den sorglosen Umgang mit dem einen, den Sozialen Medien, an die von uns weitgehend unbemerkte Erhebung personenbezogener Daten durch das andere, n&auml;mlich miniaturisierte Drohnen, gew&ouml;hnen? Und welche Folgen haben diese Entwicklungen f&uuml;r unsere Anonymit&auml;t und relative Unsichtbarkeit im Alltag?<br>\nZygmunt Bauman: Mit Ihrer Frage spielen Sie auf einen kleinen Text an, der vor einigen Monaten auf der Website &bdquo;Social Europe&ldquo; erschienen ist. In diesem Essay habe ich mich mit zwei scheinbar unzusammenh&auml;ngenden Zeitungsartikeln befasst, die an aufeinander folgenden Tagen, dem 19. und 20. Juni 2011, ver&ouml;ffentlicht wurden &ndash; wobei es keiner von beiden in die Schlagzeilen schaffte und man niemandem einen Vorwurf machen kann, der sie &uuml;bersehen hat.<br>\nDer erste Artikel berichtet, dass die Drohnen der neuesten Generation nur noch so gro&szlig; wie eine Libelle oder ein Kolibri sind und bequem auf einer Fensterbank landen k&ouml;nnen, damit sie, wie es ein Luftfahrtingenieur namens Greg Parker begeistert formuliert, selbst &bdquo;bei bester Sicht verborgen bleiben&ldquo;.[1] Im zweiten Artikel wird behauptet, dass das Internet das Ende der Anonymit&auml;t herbeif&uuml;hren werde.[2] Beide Mitteilungen sagen &uuml;bereinstimmend den Untergang von Verborgenheit und Selbstbestimmung voraus, und sie sind unabh&auml;ngig voneinander und ohne Kenntnis des jeweils anderen entstanden.<br>\nDie unbemannten Drohnen, die wie die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten &bdquo;Predator&ldquo;-Modelle Spionage- und Kampfaufgaben &uuml;bernehmen (&bdquo;Seit 2006 sind mehr als 1900 Aufst&auml;ndische in den pakistanischen Stammesgebieten von US-amerikanischen Drohnen get&ouml;tet worden&ldquo;), werden also demn&auml;chst zumindest im Bereich &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; auf die Gr&ouml;&szlig;e kleiner V&ouml;gel schrumpfen, vorzugsweise auf die von Insekten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/oktober\/das-ende-der-anonymita%CC%88t\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Hamburger Erkl&auml;rung zur Total&uuml;berwachung<\/strong>\n<ul>\n<li>Erkl&auml;ren Sie, dass die anlass- und verdachtsunabh&auml;ngige Total&uuml;berwachung der deutschen Bev&ouml;lkerung eine krasse Verletzung von Grundrechten sowie des deutschen (Straf-)Rechts darstellt, ganz gleich, wo sie stattfindet. Sie ist mit jeder freiheitlich-demokratischen Ordnung unvereinbar und daher sofort einzustellen.<\/li>\n<li>Bestellen Sie die Botschafter der USA und Gro&szlig;britanniens f&ouml;rmlich ein, verdeutlichen sie diesen diese Haltung und fordern sie die sofortige Einstellung der Total&uuml;berwachung.<\/li>\n<li>Pr&uuml;fen Sie alle erdenklichen Ma&szlig;nahmen auf EU-Ebene gegen Gro&szlig;britannien als EU-Mitglied.<\/li>\n<li>Setzen Sie die Verhandlungen mit den USA &uuml;ber ein Freihandelsabkommen aus und k&uuml;ndigen Sie die &raquo;Safe-Harbour-Abkommen&laquo; sowie die Vertr&auml;ge zum Austausch von Fluggastdaten, bis die Total&uuml;berwachung seitens der USA eingestellt wird.<\/li>\n<li>Schlie&szlig;en Sie s&auml;mtliche Standorte der NSA in Deutschland, damit die BRD ihre volle Souver&auml;nit&auml;t erh&auml;lt.<\/li>\n<li>&Uuml;berpr&uuml;fen Sie die Netze und Netzwerkeinrichtungen in Deutschland auf ihre Integrit&auml;t hin, um ein &raquo;Abzapfen&laquo; von Daten auszuschlie&szlig;en.<\/li>\n<li>Veranlassen Sie strengere Kontrollen der deutschen Nachrichtendienste sowie des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz.<\/li>\n<li>Sorgen Sie daf&uuml;r, dass Berichte vor Kontrollgremien k&uuml;nftig mit Vollst&auml;ndigkeitserkl&auml;rungen unter Eid erstattet werden m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Stoppen Sie die Verwendung von Programmen wie XKeyscore oder stellen Sie diese zumindest unter eine strenge Pr&uuml;fung der verdachtsbezogenen Verwendung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/rechtsanwaelte-gegen-totalueberwachung.de\/hamburger-erklaerung\/\">Rechtsanw&auml;lte gegen Total&uuml;berwachung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Who Buys the Spies? The Hidden Corporate Cash Behind America&rsquo;s Out-of-Control National Surveillance State<\/strong><br>\nLong before President Obama kicked off his 2008 campaign, many Americans took it for granted that George W. Bush&rsquo;s vast, sprawling national security apparatus needed to be reined in. For Democrats, many independents, and constitutional experts of various persuasions, Vice President Dick Cheney&rsquo;s notorious doctrine of the &ldquo;unitary executive&rdquo; (which holds that the President controls the entire executive branch), was the ultimate statement of the imperial presidency. It was the royal road to easy (or no) warrants for wiretaps, sweeping assertions of the government&rsquo;s right to classify information secret, and arbitrary presidential power. When Mitt Romney embraced the neoconservatives in the 2012 primaries, supporters of the President often cited the need to avoid a return to the bad old days of the Bush-Cheney-Rumsfeld National Security State as a compelling reason for favoring his reelection. Reelect President Obama, they argued, or Big Brother might be back.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/surveillance-state-and-democrats\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><strong>Chronik einer Aff&auml;re<\/strong><br>\nDie Vorw&uuml;rfe der &Uuml;berwachung in Deutschland seien &bdquo;vom Tisch&ldquo;, Verd&auml;chtigungen &bdquo;ausger&auml;umt&ldquo; und &bdquo;Fragen, die aufgeworfen wurden, gekl&auml;rt&ldquo;. So redeten h&ouml;chste Regierungsvertreter noch vor wenigen Monaten.<br>\n&ndash; Am 6. und 7. Juni berichten der britische &bdquo;Guardian&ldquo; und die &bdquo;Washington Post&ldquo; zum ersten Mal &uuml;ber das geheime &Uuml;berwachungsprogramm &bdquo;Prism&ldquo; des amerikanischen Geheimdienstes NSA. Mit dem Programm k&ouml;nne die NSA auf die Serverdaten fast aller gro&szlig;en Internetkonzerne zugreifen, hei&szlig;t es. Die Informationen stammen von dem fr&uuml;heren amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der sich zu diesem Zeitpunkt auf der Flucht vor der amerikanischen Justiz in Hong Kong aufh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/geheimdienstskandal-chronik-einer-affaere-12632727.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>CDU will Rechte des Bundestags beschneiden<\/strong><br>\nFreie Hand f&uuml;r die Regierung f&uuml;r manche Eins&auml;tze deutscher Soldaten im EU-Rahmen: Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re soll bei den Koalitionsgespr&auml;chen auf diese CDU-Forderung pochen. Die Causa k&ouml;nnte zum Knackpunkt werden &ndash; denn die SPD ist dagegen. (&hellip;)<br>\nBereits in der vergangenen Legislaturperiode hatte die CDU versucht, die Zustimmungsrechte des Bundestags zu begrenzen. Nach den Vorstellungen des stellvertretenden Fraktionschefs Andreas Schockenhoff, der der Unions-Verhandlungsgruppe angeh&ouml;rt, sollen bestimmte Eins&auml;tze im EU-Rahmen von der Bundesregierung ohne das Plazet des Parlaments beschlossen werden k&ouml;nnen. Dem Bundestag bliebe dann nur ein R&uuml;ckholrecht.<br>\nDas Zusammenlegen von bestimmten milit&auml;rischen F&auml;higkeiten in der EU, so argumentieren de Maizi&egrave;re und Schockenhoff, k&ouml;nne sonst scheitern. Denn die europ&auml;ischen B&uuml;ndnispartner k&ouml;nnten besorgt sein, dass der Bundestag den Einsatz verweigere. Der SPD-Verhandlungsf&uuml;hrer, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, entgegnete, seine Partei sehe keinen Anlass f&uuml;r eine Gesetzes&auml;nderung. Das Thema gilt als kniffligster Punkt in den Koalitionsgespr&auml;chen &uuml;ber die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/auslandseinsaetze-der-bundeswehr-cdu-will-rechte-des-bundestags-beschneiden-1.1804773\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Milit&auml;reins&auml;tze: Weniger Rechte f&uuml;rs Parlament<\/strong><br>\nLaut Spiegel (Printfassung) will Bundesverteidigungsminister de Maizi&egrave;re bei den Koalitionsgespr&auml;chen erreichen, dass die Mitwirkungsrechte des Bundestages bei Auslandseins&auml;tzen eingeschr&auml;nkt werden sollen, um die gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik in Europa zu erleichtern. Dem Bundestag bliebe dann nur noch ein R&uuml;ckholrecht. SPD-Fraktionschef Steinmeier sehe keinen Anlas f&uuml;r ein Gesetzes&auml;nderung.<br>\nQuelle: Spiegel (Printfassung, nicht im Netz)\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sinnlos wanderndes Geld<\/strong><br>\nViele Sparer und Anleger haben Angst um ihr Finanzverm&ouml;gen &ndash; und kaufen hektisch Immobilien, Aktien oder Gold. Aber damit ist das Geld nicht aus der Welt, sondern hat nur die H&auml;nde gewechselt. Der K&auml;ufer hat jetzt eine Aktie oder ein Haus, w&auml;hrend der Verk&auml;ufer den finanziellen Gegenwert auf seinem Konto wiederfindet.<br>\nMit dem Geld ist auch das Problem gewandert: Nun steht der Verk&auml;ufer der Aktie oder Immobilie vor der Frage, wie er sein Finanzverm&ouml;gen wieder anlegen k&ouml;nnte. Zur Ironie des Kreisverkehrs geh&ouml;rt, dass der Verk&auml;ufer meist neue Wertpapiere oder H&auml;user erwirbt, um sein Geldverm&ouml;gen zu &ldquo;sichern&rdquo;. Die Aktien wandern genauso wie das Geld.<br>\nDieser Kreisverkehr ist zwar bizarr, aber nicht folgenlos, er treibt die Aktienkurse und Immobilienpreise nach oben, weil die rege Nachfrage suggeriert, dass die Kurse noch weitersteigen k&ouml;nnten&hellip;<br>\nDie deutsche Wirtschaft d&uuml;rfte in diesem Jahr nur um mickrige 0,5 Prozent wachsen, wie Noch-Minister Philipp R&ouml;sler am Mittwoch bekannt gab.<br>\nDas viele Geld scheint also nicht in der Realwirtschaft anzukommen, sondern wird zwischen reichen Anlegern nur hin und her geschoben &ndash; solange es im Inland bleibt. Aber es gibt ja noch das Ausland, und dorthin flie&szlig;t das &uuml;bersch&uuml;ssige Geld der Deutschen am Ende ab. Dieses Ph&auml;nomen hat auch einen Namen: &ldquo;Export&uuml;berschuss&rdquo;&hellip;<br>\nDas deutsche Gesch&auml;ftsmodell funktioniert nicht: Im Inland kreist das Geld von einer Hand zur n&auml;chsten und befeuert scheinbare &ldquo;Wertsteigerungen&rdquo;, w&auml;hrend es im Ausland bereits abgeschrieben werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F25%2Fa0108&amp;cHash=1f627e8a163d10f270a0d0ef57938009\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Dirty War for Europe&rsquo;s Integrity and Soul<\/strong><br>\nOn 23rd October 2013, I was honoured by the Department of History of the University of Western Sydney with an invitation to deliver their inaugural Europe Public Lecture. The event took place in the State Library of New South Wales, in Sydney. The talk will be transmitted by ABC Radio National&rsquo; &lsquo;Big Ideas&rsquo; program on 30th October (watch this space for a link). You can also hear this interview, on the theme of my talk, with Philip Adams on Late Night Live. Read on for the full transcript of the talk&hellip; (&hellip;)<br>\nEurope has been a beacon on humanity&rsquo;s proverbial hill since the end of the Second World War. Unifying hitherto warring nations on the basis of popular mandates founded on the promise of shared prosperity, the erection of common institutions, the tearing down of ludicrous borders that previously scarred the land &ndash; this was always both a tall order and an enchanting dream.<br>\nThe EU could even pose as a blueprint that the Rest of World might draw courage and inspiration from so as to move closer together.\n<ul>\n<li>To create a common land without an authoritarian Empire.<\/li>\n<li>To forge bonds that rely not on kin, language, ethnicity, a common enemy &ndash; but on common values and humanist principles.<\/li>\n<li>A commonwealth were Reason, Democracy, respect for human rights, and a decent social safety net provide its multi-national, multi-lingual, multi-cultured citizens a canvass on which to become the men and women that their talents allow them to grow into.<\/li>\n<\/ul>\n<p>When I was growing up in Greece&rsquo;s neofascist dictatorship the thought of one day joining this emergent Europe of free nations had a magnetic effect. We all saw the prospect of becoming part of an inclusive Europe as an escape from irrationality and from barbarism. Similarly for the peoples on the wrong side of the iron curtain who, two decades later entertained similar thoughts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2013\/10\/25\/the-dirty-war-for-europes-integrity-and-soul-europe-inaugural-public-lecture-uws-state-library-of-new\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die B&ouml;rsen im Rekordrausch und die herrschende politische und &ouml;konomische Leere<\/strong><br>\nDieser Tage kann man wieder das wundervolle Spektakel erleben, wie sich halbwegs erwachsen aussehende Menschen vor B&ouml;rsens&auml;le mit vielen Computern und Bildschirmen stellen und wie im Rausch davon reden, ob diesmal die magische Marke genommen, ob der 9000er endlich bestiegen wird. Die B&ouml;rsen sind auf Rekordjagd und es ist kein Ende abzusehen. Sch&ouml;ner k&ouml;nnte man nicht belegen, dass jeder Versuch, diesen M&auml;rkten Effizienz zu bescheinigen, nur aus unsinnigen Modellen abgeleitet werden kann.<br>\nSeit Monaten schon wird der Rausch an den B&ouml;rsen haupts&auml;chlich von zwei Nachrichten getrieben. Erstens: Die Lage bessert sich, was auch die Lage der Unternehmen verbessert. Ein Grund f&uuml;r die Kurse zu steigen. Zweitens: Die Lage verschlechtert sich, was die Notenbanken dazu n&ouml;tigt, auch weiterhin die Zinsen sehr niedrig zu lassen und etwa im Falle der USA weiter Geld in die M&auml;rkte zu pumpen durch Aufkauf amerikanischer Staatsanleihen. Wiederum ein Grund f&uuml;r die Kurse zu steigen &ndash; denn wohin sonst mit dem ganzen Geld? Was auch immer geschieht, die Kurse an den B&ouml;rsen ziehen an, und die Spekulationsblase wird immer dicker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-boersen-im-rekordrausch-und-die-herrschende-politische-und-oekonomische-leere\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das systemische Risiko der Dummheit<\/strong><br>\nIm Hochfrequenzhandel kommunizieren Maschinen mit Maschinen und bewegen in Sekundenschnelle riesige Finanzsummen. Die elektronische Parallelwelt birgt auch das Risiko, ganze Volkswirtschaften in die Krise zu st&uuml;rzen. (&hellip;)<br>\nIn einem elektronischen Paralleluniversum von Daten und Maschinen geschehen also Dinge jenseits der Wahrnehmung durch uns Menschen, von denen wir nichts wissen und, schlimmer noch, deren Auswirkungen auf unser reales Leben wir nicht mehr einsch&auml;tzen k&ouml;nnen. Das Auftreten jener ultraschnellen Micro Flashes, so das Forscherteam, habe w&auml;hrend der j&uuml;ngsten Krisen zugenommen, verursacht durch immer schnellere Algorithmen, uns gel&auml;ufig als Hochfrequenzhandel oder &bdquo;High Frequency Trading&ldquo;.<br>\nObwohl das Forscherteam die Antwort schuldig bleibt, ob Hochfrequenzhandel und Micro Flashes die gro&szlig;en Krisen der vergangenen Jahre mit ausgel&ouml;st haben k&ouml;nnten, dr&auml;ngt sich der Gedanke auf: Ultraschnelle Handelsalgorithmen sind ein systemisches Risiko f&uuml;r unsere Volkswirtschaften &ndash; das umso mehr, wenn offenbar niemand in der Lage ist, ihr Verhalten zu kontrollieren. Hier also steht uns das n&auml;chste Risiko ins Haus, nachdem man sich vor dem Credit Crunch 2008\/9 zu sehr auf finanzmathematische Modelle verlassen hatte, von denen man glaubte, sie h&auml;tten das Kreditausfallrisiko amerikanischer Hauseigent&uuml;mer so weit gestreut, dass es nicht mehr relevant sei. Eine fatale Fehleinsch&auml;tzung der Banker, wie wir heute wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/risiken-des-hochfrequenzhandels-das-systemische-risiko-der-dummheit-12619019.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wanderarbeiter in Deutschland &ndash; Unsere neuen Hungerl&ouml;hner<\/strong><br>\nSie kommen aus Rum&auml;nien und Bulgarien nach Deutschland und machen Arbeiten, die sonst keiner machen will. Unter Bedingungen, die menschenunw&uuml;rdig sind. Eine Reportage. [&hellip;]<br>\nDass die Ausbeutung der Wanderarbeiter funktioniert, folgt einer Logik. Der rum&auml;nische Subunternehmer und der rum&auml;nische Bauarbeiter bilden ein Kartell: Zum deutschen Mindestlohn will der Unternehmer den Bauarbeiter nicht &ndash; also willigt der in den Dumpinglohn ein, schlie&szlig;lich ist das immer noch mehr, als er in Rum&auml;nien verdienen w&uuml;rde.<br>\nWeg zum Anwalt meist aussichtslos<br>\nZumindest meistens. Der Offenbacher Arbeitsrechtsanwalt Frederic Raue berichtet von Hunderten F&auml;llen, in denen Wanderarbeiter monatelang gar kein Geld mehr bekommen haben. Wer aufmuckt, dem wird das Eisenbett im Zimmer gek&uuml;ndigt. Schon ist der Wanderarbeiter auf der Fahrt nach Hause. Wer es trotzdem zum Anwalt schafft, hat schlechte Karten. Wenn Raue den Generalunternehmer verklagt, meldet der gegnerische Anwalt im Gegenzug schriftliche Zweifel an: Ob es sich bei dem Kl&auml;ger tats&auml;chlich um einen Rum&auml;nen handele? Der Papierkrieg schindet Zeit, und irgendwann muss der Kl&auml;ger nach Hause fahren. Dass in keinem anderen Land der EU so wenige Menschen Zugang zum Internet wie in Rum&auml;nien haben, macht den Klageprozess nicht einfacher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wanderarbeiter-in-deutschland-unsere-neuen-hungerloehner-12635359.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ob die FAZ dann immer noch argumentieren will, ein Mindestlohn und weitere Arbeitsmarktregulierungen (z. B. die Bek&auml;mpfung des Mi&szlig;brauchs von Werkvertr&auml;gen) w&uuml;rden &ldquo;nur den Arbeitsmarkt verriegeln&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Umfassende SGB II&ndash;&Auml;nderungen geplant<\/strong><br>\nUnter Federf&uuml;hrung der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) wurde eine Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe eingerichtet, die massive &Auml;nderungen und Versch&auml;rfungen zum SGB II plant. Dazu gibt es eine erste Ver&ouml;ffentlichung in der die &Auml;nderungen unter dem Motto: &bdquo;Vereinfachung des passiven Leistungsrechts &ndash; einschl. des Verfahrensrechts &ndash; im SGB II&rdquo; dargestellt werden. Diese m&ouml;chten wir der interessierten Fach&ouml;ffentlichkeit nicht vorenthalten. Werden die Vorschl&auml;ge konkreter, ist es wichtig sich dazu &ouml;ffentlich zu positionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/aktuelles\/2013\/SGBII-Aenderungen.aspx\">Tacheles e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zwangsweise zum Psychiater<\/strong><br>\nJobcenter d&uuml;rfen Erwerbslose nicht unter Androhung von Sanktionen zu medizinischen Behandlungen n&ouml;tigen, entschied das Sozialgericht Schleswig<br>\nUm dessen &raquo;Leistungsf&auml;higkeit zu verbessern&laquo;, wollte das Jobcenter Schleswig-Flensburg einen Klienten dazu zwingen, sich psychiatrisch behandeln zu lassen. Damit habe es eindeutig gegen Grundrechte versto&szlig;en, wies das Sozialgericht Schleswig die Beh&ouml;rde jetzt in die Schranken, wie die Rechtsanw&auml;ltin des Kl&auml;gers, Luisa Milazzo, informierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-26\/042.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor in den letzten Jahren entschieden, dass die Anordnung einer Psychotherapie einen Eingriff in die Pers&ouml;nlichkeitsrechte darstellt; z.B. <a href=\"http:\/\/www.bverfg.de\/entscheidungen\/rk20101201_1bvr157210.html\">hier nachzulesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Derartige Eingriffe bed&uuml;rfen der gesetzlichen Grundlage, die auch im beschriebenen Sachverhalt fehlte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD uneins &uuml;ber Tempo der Energiewende<\/strong><br>\nF&uuml;hrende SPD-Politiker verlangen beherzten Klimaschutz und eine schnelle Energiewende. Nordrhein-Westfalens Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft bremst hingegen: Arbeitspl&auml;tze zu erhalten habe Vorrang.<br>\nIn der SPD zeichnet sich eine Richtungsdebatte &uuml;ber den k&uuml;nftigen Kurs in der Energie- und Umweltpolitik ab. Prominente SPD-Politiker machen sich in einem offenen Brief an den SPD-Parteivorstand daf&uuml;r stark, den Themen Umwelt und Klima in den Koalitionsverhandlungen mit der Union gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung zu geben. &bdquo;Wir erwarten von unserer Verhandlungsf&uuml;hrung ein klares Eintreten f&uuml;r Langfristigkeit, Klima und Umwelt&ldquo;, machten Erhard Eppler, Monika Griefahn, Volker Hauff, Jo Leinen, Gesine Schwan und Ernst-Ulrich von Weizs&auml;cker in ihrem Schreiben deutlich. Es m&uuml;sse wieder einen klaren Schwerpunkt der SPD bei Klima- und Nachhaltigkeitspolitik geben.<br>\nIm Einzelnen forderten die Unterzeichner des Briefes, dass bei der Energiewende auch ein Schwerpunkt auf Energieeffizienz gelegt werden m&uuml;sse. &bdquo;Die Subventionen f&uuml;r klimasch&auml;dliche Energietr&auml;ger m&uuml;ssen konsequent abgebaut werden&ldquo;, hie&szlig; es in dem Schreiben. Klimaschutzgesetze wie in Bundesl&auml;ndern mit SPD-Regierungsbeteiligung m&uuml;ssten &bdquo;Vorbild f&uuml;r den Bund&ldquo; sein. Entsprechend m&uuml;sse sich der Bund auf EU-Ebene einsetzen.<br>\nDie nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft (SPD) stellte sich demgegen&uuml;ber hinter Forderungen von Industrie und Stromkonzernen. Kraft machte in dem Interview mit der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; deutlich, dass Arbeitspl&auml;tzen zu erhalten Vorrang haben m&uuml;sse vor einer schnellen Energiewende. &bdquo;Wichtig ist, dass wir die Industriearbeitspl&auml;tze in unserem Land erhalten&ldquo;, sagte die Regierungschefin des bev&ouml;lkerungsreichsten deutschen Bundeslandes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/energiepolitik\/koalitionsverhandlungen-spd-uneins-ueber-tempo-der-energiewende-12635259.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Kraft setzt die Gr&uuml;nen unter Druck<\/strong><br>\nDas ging schnell. Am Donnerstag machte Post-von-Horn die Leser darauf aufmerksam, dass die rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnisse in den L&auml;ndern unter Druck geraten, weil Hannelore Kraft bei den Verhandlungen &uuml;ber eine gro&szlig;e Koalition in Berlin die Energiewende bremsen werde. Zwei Tage sp&auml;ter trat Kraft auf das Bremspedal. Im Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung macht sie die Differenzen zu den Gr&uuml;nen deutlich.&#8232;Die Energiewende d&uuml;rfe keine Arbeitspl&auml;tze kosten, betont sie. Der Strom m&uuml;sse f&uuml;r Unternehmen und Haushalte bezahlbar bleiben. Beide Ziele sind nur zu erreichen, wenn die regenerativen Energien langsamer ausgebaut und konventionelle Kraftwerke gesichert werden. Behalte die Energiewende ihr Tempo, seien Arbeitspl&auml;tze in der Industrie gef&auml;hrdet, sagt Kraft.<br>\nDamit trifft sie vor allem ihren kleinen gr&uuml;nen D&uuml;sseldorfer Koalitionspartner. Der rot-gr&uuml;ne Koalitionsvertrag sieht einen noch schnelleren Ausbau der alternativen Energien vor. Die Gr&uuml;nen sind l&auml;ngst alarmiert. Sie warnen Kraft, den B&uuml;ndnisvertrag zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/10\/27\/kraft-setzt-die-gruenen-unter-druck\/\">Post von Horn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Menschen, Tiere, Kostenexplosionen!<\/strong><br>\nIn der fortdauernden Posse um den Berliner Flughafen geht es nicht mehr nur um die handelnden Personen und deren Unf&auml;higkeit &ndash; sondern um ein System, das unf&auml;hig ist zur Korrektur und Erneuerung. (&hellip;)<br>\nNiemand glaubt ja seit der Banken- und Finanzkrise von 2008 ff. ernsthaft mehr an die Rationalit&auml;t der M&auml;rkte &ndash; au&szlig;er nat&uuml;rlich die &Ouml;konomen. Und immer weniger glauben bei einem Spektakel wie dem Berliner Flughafen noch an die Rationalit&auml;t der Politik &ndash; au&szlig;er nat&uuml;rlich die Politiker.<br>\nDas ist der Schaden und die Gefahr bei all dem: Der Zynismus der Handelnden &uuml;bertr&auml;gt sich auf das System. Anders gesagt: Der finanzielle Schaden l&auml;sst sich in Euro beziffern, der politische Schaden nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/georg-diez-ueber-wowereit-und-mehdorn-a-930008.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tea Party: Extremismus der Mitte<\/strong><br>\nDer Haushaltsstreit in den USA illustriert den zunehmenden Einfluss rechtsextremer Kr&auml;fte innerhalb der Republikanischen Partei [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich handelt es sich bei der neu aufkommenden Ideologie der extremen amerikanischen Rechten um eine regressive und irrationale Verarbeitung von Krisen&auml;ngsten, die mit einem zunehmenden Rassismus in der erodierenden wei&szlig;en US-Mittelsicht angereichert wird. Im Hass auf die als &ldquo;allm&auml;chtig&rdquo; empfundene US-Regierung kommt die Ohnmacht zum Vorschein, die angesichts der unkontrollierbaren Krisendynamik und der damit einhergehenden sozialen Verw&uuml;stungen viele amerikanische Vorst&auml;dte erfasste.<br>\nMan will zur&uuml;ck in eine idyllisch ausgemalte Vergangenheit, die es eigentlich nie gab. Den sich beschleunigenden Abstieg der wei&szlig;en Mittelsicht will die Tea-Party aufhalten, indem die in dieser &ldquo;Mitte&rdquo; bestehenden ideologischen Anschauungen ins extrem getrieben werden: Die irrationale Zuspitzung der neoliberalen Litanei von Selbstverantwortung, Leistungswillen, Unternehmergeist und Regierungsskepsis bildet eigentlich den Kern der Tea-Party-Ideologie.<br>\nEs ist somit ein klassischer &ldquo;Extremismus der Mitte&rdquo;, bei dem die im Mainstream herrschenden weltanschaulichen Vorstellungen ins extrem getrieben werten, der sich in Reaktion auf die Krisenverwerfungen der US-amerikanischen Rechten bem&auml;chtigt. Was den US-Wirtschaftsverb&auml;nden in ihrer eigenen traditionellen Partei urpl&ouml;tzlich feindlich gegen&uuml;bertritt, ist das extreme Resultat jahrzehntelanger neoliberaler Indoktrination, die gerade von diesen Wirtschaftsverb&auml;nden ma&szlig;geblich gef&ouml;rdert wurde. Die Tea-Party benutzt die Polemik gegen Steuererh&ouml;hungen und &ldquo;Big Government&rdquo; nicht rein taktisch, um sich geldwerte Steuer- und Standortvorteile zu verschaffen, wie es die amerikanische Wirtschaftslobby tut. Die rechten Hardliner glauben tats&auml;chlich daran, dass der Kapitalismus wieder reanimiert w&uuml;rde, wenn der Staat weitestgehend zerschlagen und jedwede Daseinsvorsorge einfach den betroffenen Menschen selbst &uuml;berlassen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40172\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Inside the GOP &ndash; Report on focus groups with Evangelical, Tea Party, and moderate Republicans <\/strong><br>\nIf you want to understand the government shutdown and crisis in Washington, you need to get inside the base of the Republican Party. That is what we are doing in the Republican Party Project and these focus groups with Evangelicals, Tea Party, and moderate Republicans. All the passion, nuances and divisions found expression when we conducted this work in the summer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracycorps.com\/attachments\/article\/954\/dcor%20rpp%20fg%20memo%20100313%20final.pdf\">Democracy Corps [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Das tut weh&rdquo;: Aus f&uuml;r Premier Juncker nach 18 Jahren<\/strong><br>\nLuxemburg: Liberaler erh&auml;lt Regierungsbildungsauftrag. Im F&uuml;rstentum steht ein historischer Machtwechsel bevor. Gro&szlig;herzog Henri beauftragte nun nicht Juncker sondern den Liberalen Bettel als Regierungschef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/1469008\/Luxemburg_Aus-fuer-Premier-Juncker-nach-18-Jahren?from=gl.home_politik\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Nun trifft es mit Jean-Claude Juncker (CSV) den dienst&auml;ltesten Regierungschef der gesamten EU. Gerade die Menschen in Deutschland sollten nun ganz genau nach Luxemburg gucken, zeigt sich dort doch, dass in einer Demokratie keinerlei Regierungsanspruch f&uuml;r die mit Abstand st&auml;rkste Partei besteht und ein solcher Prozess des Wandels auch nicht von Medien mit W&auml;hlert&auml;uschung, mangelnder Staatsverantwortung etc. begleitet werden muss. In Luxemburg stellt sogar mit den Liberalen (DP) h&ouml;chstwahrscheinlich den zuk&uuml;nftigen Regierungschef, obwohl die Sozialdemokraten (LSAP) 2% mehr W&auml;hlerstimmen erhalten haben. Es gibt also auch hier keinerlei Selbstverst&auml;ndlichkeit, dass eine schw&auml;chere Partei nicht im Zuge von Verhandlungen zum Amt des Regierungschefs kommt. Die voraussichtliche neue Regierung in Luxemburg aus LSAP (Sozialdemokraten), DP (Liberalen) und Greng (die Gr&uuml;nen) wird in Zukunft 32 von 60 Sitzen im luxemburgischen Parlament haben &ndash;  die knappe Mehrheit hindert aber keine der beteiligten drei Parteien die historische Chance auf einen nationalen Machtwechsel zu ergreifen.<\/em><br>\n<em>Nachdenkseiten-Lesern ist es vielleicht noch bewusst, weite Teile der Bev&ouml;lkerung haben es aber nicht vor Augen: Auch in Deutschland w&auml;re eine Abl&ouml;sung von Bundeskanzlerin Merkel von einer drei Parteienkoalition aus SPD, Linke und Gr&uuml;nen nach der BTW 2013 zum zweiten Mal nach 2005(!) m&ouml;glich. Alle drei Parteien haben in Ihren Wahlprogrammen viel gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;bereinstimmungen als die nun angestrebte Koalition aus CDU\/CSU und SPD.<\/em><br>\n<em>Es w&auml;re interessant, wenn auch in Deutschland die Medien neutral und &uuml;berparteilich berichten w&uuml;rden und ihren Lesern und dem Volk demokratische Selbstverst&auml;ndlichkeiten vermitteln w&uuml;rden, statt mit Umfragen inkl. geschickter Fragestellungen einen angeblichen W&auml;hlerwillen f&uuml;r die gro&szlig;e Koalition zu zementieren.<\/em><br>\n<em>Sch&ouml;n, dass es auch noch eine andere Berichterstattung in Europa zum gleichen Sachverhalt gibt, schade jedoch das weite Teile der Bev&ouml;lkerung in Deutschland bereits der Meinungsmache erlegen sind und scheinbar sogar demokratische Selbstverst&auml;ndlichkeiten nicht mehr kennen. Aber nicht nur &uuml;ber weite Teile der Bev&ouml;lkerung, sondern auch &uuml;ber das Spitzenpersonal insbesondere der SPD sollten sich alle W&auml;hler Gedanken machen. Wenn die derzeitige Parteif&uuml;hrung der SPD W&auml;hlerwillen und den Willen der Parteibasis ignoriert, dann sollte die Basis eine neue Parteif&uuml;hrung w&auml;hlen, die die Option zu nutzen wei&szlig; und die Chance auf einen Machtwechsel mit SPD Kanzler und den Inhalten der SPD durchsetzt. Andernfalls muss die SPD sich nicht wundern, dass ihr kaum noch ein W&auml;hler glaubt und die n&auml;chsten Partei- und Wahlprogramme k&ouml;nnen direkt 1:1 von der CDU\/CSU oder direkt von Arbeitgeberverb&auml;nden und Think Tanks &uuml;bernommen werden.<\/em><br>\n<em>Zur Verdeutlichung hier das Wahlergebnis 2013 in Luxemburg:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>CSV   33,7% (23 Sitze)<\/em><\/li>\n<li><em>LSAP 20,3% (13 Sitze)<\/em><\/li>\n<li><em>DP     18,3% (13 Sitze)<\/em><\/li>\n<li><em>Greng 10,1%  (6 Sitze)<\/em><\/li>\n<li><em>ADR    6,6%   (3 Sitze)<\/em><\/li>\n<li><em>Lenk    4,9%   (2 Sitze)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wort.lu\/de\/view\/alle-resultate-auf-einen-blick-5263fc19e4b071b37c172701\">Wort.lu<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Transnationales Staatshaftungsrecht? Kundus vor Gericht<\/strong><br>\nN&auml;chste Woche beginnt vor dem Landgericht Bonn die Beweisaufnahme in der Verhandlung &uuml;ber die Schadensersatzklagen der Opfer des Kundus-Angriffs. Nur wenige Wochen zuvor hat das Bundesverfassungsgericht seine Kammerentscheidung zu den Verfassungsbeschwerden der Opfer der Bombardierung der Br&uuml;cke von Varvarin im Kosovo-Krieg ver&ouml;ffentlicht. Zwar hat die Erste Kammer des Zweiten Senats die Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen, aber sie hat doch einige entscheidende Hinweise zur Kontur eines transnationalen Staatshaftungsrechts gegeben. Vor dem Landgericht Bonn wird sich zeigen, wie die Zivilgerichte dies aufnehmen werden. (&hellip;)<br>\nMehr als vier Jahre ist es nun her, dass die Bundeswehr in Kundus am Abwurf von zwei 500-Pfund-Bomben auf von Taliban entf&uuml;hrte Tanklaster beteiligt war. Durch den Einsatz, den Oberst Klein am 04. September 2009 befohlen hatte, starben mehr als 100 Menschen. Seither besch&auml;ftigt das Kundus-Bombardement die deutsche Justiz. W&auml;hrend die staatsanwaltlichen Ermittlungen schon 2010 durch den Generalbundesanwalt eingestellt worden sind und &uuml;ber die hiergegen anh&auml;ngige Verfassungsbeschwerde durch das BVerfG noch nicht entschieden wurde, kommt mittlerweile Bewegung in die zivilgerichtlichen Verfahren. Am 30. Oktober 2013 wird vor dem LG Bonn eine erste Beweisaufnahme stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verfassungsblog.de\/de\/transnationales-staatshaftungsrecht-kundus-vor-gericht\/#.Um0HOFPgKVo\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Illegale Praxis<\/strong><br>\nDie UN-Vollversammlung befa&szlig;te sich erstmals mit dem Einsatz von Kampfdrohnen<br>\nSeit rund zehn Jahren werden regelm&auml;&szlig;ig unbemannte Flugk&ouml;rper, sogenannte Drohnen, zur T&ouml;tung von Menschen benutzt, haupts&auml;chlich von den USA. Am Freitag wurde das Thema zum ersten Mal von der Vollversammlung der Vereinten Nationen diskutiert. &Uuml;bert&ouml;nt von dem ger&auml;uschvollen Theater um Kanzlerin Angela Merkels abgeh&ouml;rtes Handy blieb die menschenrechtlich sehr viel wichtigere Debatte um die ferngesteuerten Mordmaschinen in den deutschen Medien fast unbeachtet.<br>\nZwei Zwischenberichte lagen der Vollversammlung vor: Der eine vom Briten Ben Emmerson, dem UN-Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen f&uuml;r die F&ouml;rderung und den Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten im Schatten der &raquo;Terrorismusbek&auml;mpfung&laquo;. Der andere vom S&uuml;dafrikaner Christof Heyns, dem Berichterstatter zu au&szlig;ergerichtlichen, summarischen und willk&uuml;rlichen T&ouml;tungen. Beide Berichte bezogen auch T&ouml;tungen durch Angriffe mit Flugzeugen, Hubschraubern und Raketen mit ein und waren nicht ausschlie&szlig;lich auf US-Aktionen beschr&auml;nkt.<br>\nGegenw&auml;rtig sind es jedoch nur drei L&auml;nder, die bewaffnete Drohnen f&uuml;r T&ouml;tungsoperationen einsetzen: neben den Vereinigten Staaten, in sehr viel geringerem Umfang, auch Gro&szlig;britannien und Israel. W&auml;hrend sich die ersten beiden grunds&auml;tzlich bereit erkl&auml;rt haben, mit den UN-Berichterstattern zu kooperieren, lehnt Israel ausdr&uuml;cklich jede Zusammenarbeit ab.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/10-28\/054.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studenten mit 70-Stunden-Woche<\/strong><br>\nDie Ergebnisse der DSW-Studie sind insgesamt wenig schmeichelhaft f&uuml;r die bisherige Bildungspolitik. So ist beispielsweise die soziale Selektivit&auml;t beim Hochschulzugang nach wie vor erschreckend stabil. Von 100 Akademiker-Kindern studieren 77; von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen hingegen nur 23 den Sprung an eine Hochschule.<br>\nDie Studie verdeutlicht zudem ein weiteres Mal, wie wichtig eine staatliche Studienf&ouml;rderung ist. W&auml;hrend vier Prozent der Studierenden Stipendien und sechs Prozent Studienkredite erhalten, ist f&uuml;r immerhin ein Viertel aller Studierenden das Baf&ouml;g neben dem Elternunterhalt und dem Zuverdienst durch Erwerbst&auml;tigkeit die wichtigste S&auml;ule der Studienfinanzierung. Die durchschnittliche H&ouml;he der au&szlig;erstaatlichen Stipendien, die dabei ganz &uuml;berwiegend eher f&uuml;r herausragende Leistungen denn zur Kompensation materieller und famili&auml;rer Nachteile vergeben werden, betr&auml;gt dabei 336 Euro im Monat. Eine Summe also, die alles andere als ausk&ouml;mmlich ist &ndash; zeigt die Studie doch ebenfalls auf, dass der durchschnittliche Studierende 864 Euro im Monat an Einkommen hat und auch braucht.<br>\n&raquo;Was uns auff&auml;llt und aufst&ouml;&szlig;t: Differenziert nach der Bildungsherkunft sind es h&auml;ufiger Studierende mit niedriger Herkunft, die einen Kredit aufnehmen &ndash; und bei den Stipendien ist es genau umgekehrt&laquo;, konstatiert DSW-Pr&auml;sident Timmermann&hellip;<br>\nIm Vergleich zu 2009 geben zudem bedeutend mehr Studierende der Bildungsherkunft &raquo;niedrig&laquo; an, den F&ouml;rderungsanspruch aufgrund einer nicht erbrachten Leistungsbescheinigung verwirkt zu haben (2012: 20 Prozent, 2009: 15 Prozent). Deutlich seltener trifft das auf Studierende der Herkunftsgruppe &raquo;hoch&laquo; zu (2012: vier Prozent, 2009: neun Prozent).<br>\nPositiv hebt die Studie hervor, dass die mittels der &raquo;Bologna-Reform&laquo; eingef&uuml;hrten Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge allm&auml;hlich zu greifen beginnen. So zumindest deutet man das Ergebnis, dass die Studierenden 2012 nur noch 42 statt wie noch 2009 44 Stunden pro Woche f&uuml;r Studium plus Jobben aufwandten. Der R&uuml;ckgang der Erwerbst&auml;tigenquote sei dabei auch eine Folge der Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren. Insbesondere ist der Anteil laufend erwerbst&auml;tiger Studierender in den Herkunftsgruppen &raquo;niedrig&laquo; und &raquo;mittel&laquo; um neun bzw. sechs Prozentpunkte gesunken&hellip;<br>\nVier Prozent der Studierenden, &uuml;berproportional solche aus Nicht-Akademiker-Familien, kommen dabei sogar auf eine Belastung von mehr als 70 Stunden in der Woche.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/837128.studenten-mit-70-stunden-woche.html?sstr=jens|wernicke\">ND<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sozialerhebung.de\/erhebung_20\/\">Sozialerhebung des DSW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht liest Safranski: Goethe sah die Gefahren einer durchkommerzialisierten Gesellschaft vor Marx<\/strong><br>\nWas Goethes Unbehagen verursachte, waren nicht die Telegraphen und nicht die Dampfmaschine. Es war die sich ank&uuml;ndigende Diktatur der M&auml;rkte und des Profits, die der Dichter als existentielle Bedrohung empfand. Wenn Marx &uuml;ber die kapitalistische Ordnung schreibt, sie habe &bdquo;kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch &uuml;brig gelassen als das nackte Interesse, die gef&uuml;hllose ,bare Zahlung&#145; . . . Sie hat die pers&ouml;nliche W&uuml;rde in den Tauschwert aufgel&ouml;st und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt&ldquo;, trifft er ziemlich genau den Grund, aus dem Goethe mit seiner Epoche haderte.<br>\nGoethe hat die drohende Zerst&ouml;rung von Kultur, Zivilisation und Humanit&auml;t in einer durchkommerzialisierten Gesellschaft bereits lange vor Marx mit verbl&uuml;ffender Klarheit vorhergesehen. Ihm graute vor Verh&auml;ltnissen, in denen sich alles rechnen muss. Eine gesellschaftliche Ordnung, die die wertvollsten Eigenschaften des Menschen &ndash; Liebesf&auml;higkeit, Sehnsucht nach menschlichen Bindungen, nach Harmonie und Sch&ouml;nheit &ndash; verk&uuml;mmern l&auml;sst und seine schlechtesten &ndash; Habsucht, Egoismus, soziale Ignoranz &ndash; gnadenlos kultiviert, musste Goethe als Affront gegen den Kerngedanken seiner Literatur empfinden. Der Homo oeconomicus, der Mensch als von niederen Instinkten angetriebener roboterhafter Nutzenoptimierer, ist die fundamentalste Infragestellung des klassischen Menschenbildes, die sich denken l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/themen\/sahra-wagenknecht-liest-safranski-goethe-sah-die-gefahren-einer-durchkommerzialisierten-gesellschaft-vor-marx-12635571.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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