{"id":19073,"date":"2013-10-29T09:00:05","date_gmt":"2013-10-29T08:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073"},"modified":"2015-11-09T13:49:40","modified_gmt":"2015-11-09T12:49:40","slug":"hinweise-des-tages-1996","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h02\">Eine Agenda 2010 f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h03\">Marktkonform statt rechtskonform &ndash; Merkels erneuerter Versuch zur neoliberalen Dressur Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h04\">Der entm&uuml;ndigte W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h05\">Heiner Flassbeck: Europa braucht einen Neuanfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h06\">Unseren t&auml;glichen Fachkr&auml;ftemangel gib uns heute!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h07\">Paul Krugman &ndash; The Big Kludge  &ndash;  Die grob zusammengeschusterte Behelfsl&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h08\">Attac: Freihandelsabkommen: CETA offen legen, TTIP stoppen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h09\">BMW 760 Li Sterling: Auto voll Silber, Taschen voll Gold<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h10\">Erwerbsminderung: Zunehmendes Armutsrisiko erfordert Reformen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h11\">&bdquo;Gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse&ldquo; &ndash; Fortw&auml;hrende Zielkorrektur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h12\">IAB-Chef versucht Hartz-IV-Kartenhaus vor Einsturz zu bewahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h13\">Energiewende: Offener Brief an den SPD-Parteivorstand und die Verhandlungskommission der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h14\">Wahl in Tschechien: Milliard&auml;rspartei wird zweitst&auml;rkste Kraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h15\">George W. Bush ist Kanadier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h16\">SPD &ndash; eine Partei im R&uuml;ckw&auml;rtsgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h17\">Kiels Oberb&uuml;rgermeisterin tritt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h18\">Rezension Nils Minkmar: &bdquo;Der Zirkus. Ein Jahr im Innersten der Politik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h19\">Kulturschaffende: Das verstummte Prekariat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073#h20\">Zu guter Letzt: Edward Snowden als Zeuge<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19073&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Danke, Edward Snowden<\/strong><br>\n[&hellip;] Die Entdeckung der US-Spionageangriffe auf die deutsche Bundeskanzlerin und auf weitere Staatschefs hat die Lage ver&auml;ndert. Es hat sich nun herausgestellt, dass der US-Geheimdienst NSA die Eier, um die auch die Regierung Merkel tanzte, schon lang zertreten hat. Die Entdeckung dieser Tatsache ist Snowden zu verdanken. Er ist ein Aufkl&auml;rer. Er hat sich also um die Sicherheit Deutschlands verdient gemacht: Ohne seine Whistleblowerei w&uuml;rde Angela Merkel noch immer unbek&uuml;mmert telefonieren.<br>\nDas deutsche Verh&auml;ltnis zu Edward Snowden ist nun eine Frage sowohl von Recht als auch von Souver&auml;nit&auml;t und Selbstachtung. Wie soll, wie muss Deutschland mit dem Whistleblower umgehen? Die Antwort lautet zu allererst: dankbar!<br>\nEdward Snowden ist Hauptzeuge in den deutschen Ermittlungsverfahren, die nun unter anderem wegen des gezielten Auskundschaftens von Staatsgeheimnissen gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Snowden ist auch zentrales Beweismittel in dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, den Gr&uuml;ne, Linke und SPD beantragen werden, und gegen den sich die Union nicht l&auml;nger sperren sollte; es geht schlie&szlig;lich um eine Staats- und Staatenaff&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-affaere-danke-edward-snowden-1.1805257\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Edward Snowden in Deutschland politisches Asyl zu gew&auml;hren w&auml;re jedenfalls ein deutliches politisches Statement. Aber von einer von &bdquo;Washingtons Hausmeisterin&ldquo; gef&uuml;hrten Bundesregierung ist so etwas wohl nicht zu erwarten &ndash;  Augstein hat dies treffend charakterisiert. Allerdings w&auml;re auch &auml;u&szlig;erst Zweifelhaft ob Snowden in Deutschland seines Lebens sicher w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel und der Sp&auml;hskandal: Washingtons Hausmeisterin?<\/strong><br>\nWir sind keineswegs souver&auml;n. Ein souver&auml;ner Staat lie&szlig;e sich die &Uuml;berwachung aller B&uuml;rger durch eine fremde Macht nicht gefallen &ndash; schon gar nicht die der Bundeskanzlerin. Aber Deutschland l&auml;sst es sich gefallen. Und das liegt nicht, wie weiland Luetkens sagte, an der &ldquo;ganzen internationalen Lage&rdquo;. Es liegt an der Kanzlerin. Unter ihr ist Berlin wieder das, was Bonn notgedrungen war: ein Vorort von Washington. [&hellip;]<br>\nAngela Merkel muss jetzt etwas tun, was ihr nicht liegt: absichtsvoll gestalten. Sie ist nicht als Hausmeisterin Washingtons gew&auml;hlt. Die Allianz mit Amerika ist keine Gemeinschaft der Werte, sondern der Interessen. Also sollten Europa &ndash; und Deutschland &ndash; ihre Interessen besser wahrnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-die-notwendigkeit-der-digitalen-aufruestung-a-930342.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Merkels gr&ouml;&szlig;te Sorge d&uuml;rfte dabei eher sein, dass sie nun in der &Ouml;ffentlichkeit klar Position beziehen muss, und nicht die Total&uuml;berwachung der Kommunikation der B&uuml;rger des Landes, dessen Regierungschefin sie ist, durch eine fremde Macht. Nat&uuml;rlich kommt diese Aff&auml;re Merkel auch in anderer Hinsicht gerade &auml;u&szlig;erst ungelegen, st&ouml;rt sie doch Merkels aktuelles Hauptanliegen, ganz Europa ihre neoliberale Agenda aufzuzwingen (<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article121236272\/Merkel-Gate-kam-beim-EU-Gipfel-gar-nicht-ungelegen.html\">hier<\/a>).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wenn Pr&auml;vention zur Paranoia wird<\/strong><br>\nIn den USA begegne man der Um- und Au&szlig;enwelt mit &ldquo;konstitutionellem Misstrauen&rdquo;, sagt Bernd Greiner vom Hamburger Institut f&uuml;r Sozialforschung. Und in Deutschland m&uuml;sse man sich fragen, ob man nicht Teile dieses Denkstils &uuml;bernommen habe.<br>\n&hellip;was wir beobachten, ist eine Ma&szlig;losigkeit des politischen Denkens, des politischen Handelns zumindest in den USA, teilweise auch in Europa, aber vornehmlich in den USA, dass sich eine ganze Gesellschaft und ihre politischen Eliten quasi in Geiselhaft von einem Sicherheitsdenken begeben, das jedes Ma&szlig; verloren hat, in jeder Hinsicht &uuml;ber die Str&auml;nge schl&auml;gt und dar&uuml;ber, ja, die Grundlagen besch&auml;digt, die diese Gesellschaft im Grunde genommen zusammenhalten und ihre St&auml;rke ausmachen&hellip;<br>\nDie USA bewegen sich seit 9\/11 zunehmend in einem Sicherheitswahn. In der Vorstellung, man k&ouml;nne Terrorismus mit dem Aufbieten der entsprechenden Mittel im Keim ersticken, man k&ouml;nne ihn aus der Welt schaffen. Und dabei verlieren sie v&ouml;llig aus dem Blick, dass beispielsweise jedes Jahr in den USA weniger und auch im Ausland weniger Amerikaner an terroristischen Aktivit&auml;ten sterben als Opfer von t&ouml;dlichen Bienenstichen zu werden. Das ist statistisch erwiesen, und gleichwohl werden hier Milliarden und Abermilliarden f&uuml;r Aktivit&auml;ten ausgegeben, die in keinem erkennbaren Zusammenhang mehr stehen mit dem vorgegebenen Ziel, respektive, die am Ende dazu f&uuml;hren, dass, wie gesagt, die Grundlagen der Rechtsstaatlichkeit unterh&ouml;hlt werden, dass Beziehungen zu B&uuml;ndnispartnern aufs &Auml;u&szlig;erste belastet werden, und damit die ganze Stabilit&auml;t des innen- wie au&szlig;enpolitischen Gef&uuml;ges ins Wanken kommt. Das ist eine Politik, die ich als ma&szlig;los glaube bezeichnen zu k&ouml;nnen, eine, die ihr eigenes Ziel, die Korrelation zwischen Mitteln und Zwecken aus dem Blick verloren hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/2302259\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eine Agenda 2010 f&uuml;r alle<\/strong><br>\nNach den Spar-Diktaten sollen die Reform-Diktate kommen: Beim EU-Gipfel in Br&uuml;ssel dr&auml;ngte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Amtskollegen, die Wirtschaftspolitik zu harmonisieren und die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; zu steigern. Kritiker aus den Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden f&uuml;rchten eine Agendapolitik f&uuml;r die gesamte Eurozone.<br>\n&bdquo;Wir sind der Meinung, dass das derzeitige System der wirtschaftspolitischen Koordinierung nicht ausreicht&ldquo;, sagte Merkel. Bisher w&uuml;rden nur zehn Prozent der Empfehlungen der EU-Kommission umgesetzt. Allerdings ist die Anpassung auch noch relativ neu. Erst vor zehn Tagen wurde eine versch&auml;rfte &Uuml;berwachung der Budgetpolitik eingef&uuml;hrt. Die Empfehlungen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik sind noch unverbindlich.<br>\nGenau das will Merkel nun &auml;ndern. Sie fordert, dass sich alle Eurol&auml;nder zu Arbeitsmarkt- und Sozialreformen verpflichten &ndash; und nicht nur wie bisher die mit Milliardenhilfen gest&uuml;tzten Krisenl&auml;nder.<br>\nAls Vorbild gilt dabei &ndash; wenn auch unausgesprochen &ndash; die deutsche Agenda 2010. Die Bundesregierung hatte vor allem Frankreich immer wieder gedr&auml;ngt, das Rentenalter zu erh&ouml;hen und den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Merkel-harmonisiert-die-EU-Politik\/!126241\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Marktkonform statt rechtskonform &ndash; Merkels erneuerter Versuch zur neoliberalen Dressur Europas<\/strong><br>\n&bdquo;Troika f&uuml;r alle!&ldquo; &ndash; davor warnen unter anderen &hellip;  das grenz&uuml;berschreitende B&uuml;ndnis &bdquo;Europa geht anders&ldquo; bereits seit dem Fr&uuml;hjahr. Nachdem man in den geschlagenen Wahlk&auml;mpfen den Eindruck gewinnen konnte, die Krise und ihre Entfaltung in der Europ&auml;ischen Union sei politisch kein relevantes Thema, ist das Verdr&auml;ngte mit Beginn dieser Woche wiedergekehrt: F&uuml;r den Beschluss von Wettbewerbspakten soll das Protokoll 14 der Europ&auml;ischen Vertr&auml;ge abge&auml;ndert werden. Die Pl&auml;ne von Angela Merkel sind wenig mehr als ein erneuerter Anlauf zur autokratischen Durchsetzung der neoliberalen Vertiefung der EU.<br>\nDiese Pl&auml;ne verfolgt Angela Merkel als organische Intellektuelle eines &bdquo;Reformb&uuml;ndnisses&ldquo; aus Unternehmerverb&auml;nden, Finanzindustrie, EU-Kommission, neoliberalen Staatschefs und der Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) bereits seit Anfang des Jahres.<br>\nIm Kern zielen die damit verfolgten Pakte f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit auf eine Europ&auml;isierung jener Einschnitte in das Sozialsystem, die im s&uuml;deurop&auml;ischen Laboratorium erprobt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/marktkonform-statt-rechtskonform-merkels-erneuerter-versuch-zur-neoliberalen-dressur-europas-durch-wettbewerbspakte\/\">Wirtschaft&amp;Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der entm&uuml;ndigte W&auml;hler<\/strong><br>\nBeim ersten EU-Gipfel nach der Bundestagswahl holt Kanzlerin Merkel ihre alten Pl&auml;ne f&uuml;r die Eurozone aus der Schublade. Sie laufen auf eine Entm&uuml;ndigung gew&auml;hlter Regierungen hinaus. Die Demokratie bleibt auf der Strecke &ndash; wohl schon bei der Europawahl.<br>\nWas hatten uns Merkel und ihr Finanzminister Sch&auml;uble vor der Wahl nicht alles versprochen! Mehr Europa, weniger Europa, mehr Geld f&uuml;r Wachstum, weniger Geld f&uuml;r die EU &ndash; und nat&uuml;rlich mehr Demokratie in Br&uuml;ssel!<br>\nDoch kaum ist die Wahl gelaufen, wird auch das Demokratie-Versprechen zur&uuml;ckgenommen. Von der Direktwahl eines EU-Pr&auml;sidenten ist keine Rede mehr, auch eine indirekte Wahl des Kommissionschefs r&uuml;ckt in weite Ferne.<br>\nBisher hat Merkels konservative EVP nicht einmal einen gemeinsamen Kandidaten f&uuml;r die Europawahl nominiert. Vom Versprechen, dass der Wahlsieger auch den n&auml;chsten Kommissionschef stellt, r&uuml;ckt sie auch schon ab.<br>\nDamit wird auch die n&auml;chste EU-Kommission, die nach der Mai-Wahl im Herbst 2014 ihr Amt antritt, ohne eigene demokratische Legitimation auskommen m&uuml;ssen.<br>\nDie Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde bleibt eine Beh&ouml;rde, sie wird wohl nur noch abh&auml;ngiger von Berlin. Denn die gro&szlig;e Koalition an der Spree m&ouml;chte nat&uuml;rlich auch die gro&szlig;e Koalition steuern, die im Europaparlament herrscht&hellip;<br>\nDies w&auml;re also der erste Wahlbetrug: die EU wird nicht demokratischer, nur noch deutscher. Die Europawahl wird de facto kaum einen Einfluss auf die EU-Politik haben, fast alles wird in Berlin ausgemauschelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/naechste-wahlbetrug\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Europa braucht einen Neuanfang<\/strong><br>\nFlassbeck erl&auml;utert anhand wissenschaftlicher Fakten anschaulich, wie die deutsche Politik systematisch die Europ&auml;ische Union zerst&ouml;rt. Vortrag auf dem 17. Potsdamer Kolloquium zur Au&szlig;enpolitik mit dem Titel: &laquo;20 Jahre nach den Vertr&auml;gen von Maastricht &ndash; Die Europ&auml;ische Union in der Krise?&raquo;. Potsdam, 11.10.2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=R-3vQzAvRfk\">Rosa Luxemburg Stiftung, Video auf YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unseren t&auml;glichen Fachkr&auml;ftemangel gib uns heute!<\/strong><br>\nWirtschaftslobbyisten m&uuml;ssen sich nicht sorgen, dass die Vierte Macht im Staat ihr Sto&szlig;gebet erh&ouml;rt. Deutschlands Medien streuen immer wieder kritiklos die Ergebnisse sogenannter Studien von INSM, IW, Bertelsmann Stiftung &amp; Co. unters Volk<br>\nSo allgegenw&auml;rtig wie die Fachkr&auml;fte ist auch der Mangel, der angeblich an ihnen besteht. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass in den Medien irgendwelche Studien irgendwelcher &ldquo;Experten&rdquo; mit stets alarmierenden Zahlen ver&ouml;ffentlicht werden. Die Propaganda vom Fachkr&auml;ftemangel ist eingebettet in eine gro&szlig;e Erz&auml;hlung, die lautet: &ldquo;Deutschland geht es gut&rdquo;, die Wirtschaft &ldquo;brummt&rdquo;, die &ldquo;Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; steht vor der T&uuml;r. Wir gehen scheinbar goldenen Zeiten entgegen. Doch Unheil dr&auml;ut am Horizont: der &ldquo;demographische Wandel&rdquo; und der unausweichlich damit verbundene &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40189\/1.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; The Big Kludge  &ndash;  Die grob zusammengeschusterte Behelfsl&ouml;sung<\/strong><br>\nDie gute Nachricht &uuml;ber Healthcare.gov, das Internetportal zur Obamacare Gesundheitsb&ouml;rse, ist, dass die Administration die Probleme nicht mehr kleinredet. Das ist der erste Schritt, die Sache wieder hinzubiegen  &ndash;  und das wird klappen, obwohl noch in den Wolken steht, ob der nun versprochene Termin f&uuml;r das reibungslose Funktionieren des Systems von Ende November auch eingehalten werden kann. Wir wissen ja aber auch, dass Obamacare funktionieren kann, denn in vielen Bundesstaaten, die sich f&uuml;r eigene B&ouml;rsen entschieden haben, l&auml;uft das recht gut.<br>\nW&auml;hrend wir also die Computerfreaks ihr Ding machen lassen, k&ouml;nnen wir uns ja mal einer damit verbundenen Frage zuwenden: Warum musste das Ganze eigentlich &uuml;berhaupt so kompliziert sein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/10\/28\/opinion\/krugman-the-big-kludge.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Attac: Freihandelsabkommen: CETA offen legen, TTIP stoppen!<\/strong><br>\nGeheimverhandlungen mit Kanada als Blaupause f&uuml;r Abkommen mit USA<br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die EU-Kommission aufgefordert, den Vertragsentwurf des zwischen Kanada und der Europ&auml;ischen Union verhandelten Freihandelsabkommens CETA endlich offenzulegen. &ldquo;Der Grund f&uuml;r die Geheimverhandlungen ist offensichtlich:<br>\nDas Abkommen mit Kanada dient als Blaupause f&uuml;r das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU&rdquo;, sagte Roland S&uuml;&szlig; vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;W&auml;re der Inhalt von CETA bekannt, w&uuml;rde TTIP in der &Ouml;ffentlichkeit auf deutlich mehr Widerstand sto&szlig;en.&rdquo;<br>\nSo geht aus einem Memo der EU-Kommission zu CETA vom 18. Oktober hervor, dass das Abkommen Investoren und Konzernen ein besonderes Klagerecht gegen Staaten einr&auml;umen soll. Damit &ouml;ffnet der Vertrag mit Kanada Attac zufolge auch f&uuml;r US-amerikanische Unternehmen wie etwa den Saatgutkonzern Monsanto die Hintert&uuml;r nach Europa, da diese &ndash; so noch nicht geschehen &ndash; ohne gro&szlig;en Aufwand Niederlassungen in Kanada er&ouml;ffnen k&ouml;nnen. Dieses Konzernklagerecht ist laut Attac auch f&uuml;r TTIP vorgesehen.<br>\nGenerell stehe zudem zu bef&uuml;rchten, dass CETA bereits die Einfuhr von gentechnisch ver&auml;ndertem Saatgut in die EU erleichtern wird. Denn nicht nur die USA, auch Kanada z&auml;hlt beim Anbau gentechnisch ver&auml;nderter Pflanzen zu den Top-10 weltweit.<br>\n&ldquo;Kommt CETA, besteht die Gefahr, dass sich Monsanto und Co. in den europ&auml;ischen Markt einklagen k&ouml;nnen&rdquo;, warnte Roland S&uuml;&szlig;. &ldquo;Mit TTIP w&uuml;rden dann endg&uuml;ltig alle D&auml;mme gegen Genfood, Hormonfleisch und Chlorh&uuml;hnchen in Europa brechen. Zudem ist absehbar, dass die USA und die EU das Abkommen nutzen werden, um auch demokratische Rechte, soziale Standards, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle auf dem jeweils niedrigsten Level zu &lsquo;harmonisieren&rsquo;.&rdquo;<br>\nAttac lehnt die neoliberale Ausrichtung der Verhandlungen der EU sowohl mit Kanada als auch den USA ab. Der Widerstand gegen TTIP wird einen Schwerpunkt der Attac-Arbeit im kommenden Jahr bilden. Roland S&uuml;&szlig;: &ldquo;Die Verhandlungen f&uuml;r TTIP m&uuml;ssen gestoppt werden! Nicht allein wegen des NSA-Abh&ouml;rskandals, sondern wegen des Abkommens selbst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2013\/10\/28\/freihandelsabkommen-ceta-offen-legen-ttip-stoppen-1\/?no_cache=1\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>BMW 760 Li Sterling: Auto voll Silber, Taschen voll Gold<\/strong><br>\nWeltweit w&auml;chst die Zahl der Superreichen, und damit die Nachfrage nach Exklusivit&auml;t, der M&ouml;glichkeit, auch in Gebrauchsgegenst&auml;nden m&ouml;glichst viel Geld unterzubringen. Befriedigt werden diese Bed&uuml;rfnisse von manufakturartigen Marken wie Rolls-Royce, Bentley oder Bugatti oder von Tuningfirmen wie Brabus oder Mansory, die vor allem Bling-Bling-Boliden bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/bmw-760-li-sterling-zierrat-und-extras-aus-zwoelf-kilogramm-silber-a-929459.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das bemerkenswerte an solchen Artikeln ist, dass die Tatsache, dass die weltweite Verm&ouml;genskonzentration immer mehr zunimmt, als v&ouml;llige Normalit&auml;t dargestellt wird. Niemand scheint auch nur einen Gedanken darauf zu verschwenden wie dieser Reichtum zustande kommt und welche gesellschaftlichen Folgen die extreme Reichtumskonzentration hat. Eine Frage w&auml;re z.B. die, unter welchen Bedingungen Rohstoffe (eben das erw&auml;hnte Silber) in den s&uuml;damerikanischen Minen abgebaut werden und wer davon profitiert? (Hintergrund dazu <a href=\"http:\/\/www.tdh.de\/fileadmin\/user_upload\/inhalte\/10_Material\/Themeninfos\/tdh_Bergbaustudie_12-02.pdf\">hier [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/august\/die-dunkle-seite-des-rohstoff-booms\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/land-grabbing.de\/fileadmin\/landnahme\/illu\/Rohstoffpaper_Tagung_26Okt2012_to_screen.pdf\">hier [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/sonst_publikationen\/Der_Neue_Extraktivismus.pdf\">hier [PDF &ndash; 2.5 MB]<\/a> ) Und schon gar nicht setzt dies irgendjemand in Relation etwa zur in Europa grassierenden neoliberalen Austerit&auml;tsideologie, deren wesentliches Moment das herunterdr&uuml;cken der L&ouml;hne f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ist.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19050#h04\">Sozialer Abstieg: Jedem sechsten Deutschen droht Armut<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erwerbsminderung: Zunehmendes Armutsrisiko erfordert Reformen<\/strong><br>\nWer wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr arbeiten kann, dem droht Einkommensarmut. Innerhalb eines Jahrzehnts sind die Neurenten wegen Erwerbsminderung allein nominal um &uuml;ber zehn Prozent gesunken. Experten haben in einem von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Forschungsprojekt den Reformbedarf ausgelotet: Sie pl&auml;dieren f&uuml;r mehr Pr&auml;vention gegen und eine bessere soziale Absicherung bei Erwerbsminderung.<br>\nAls eine der Ursachen gelte die zunehmende Verbreitung von atypischer Besch&auml;ftigung und Niedrigl&ouml;hnen. Zudem seien gerade Geringqualifizierte, die &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig mit gesundheitlichen Problemen zu k&auml;mpfen haben, oft schlecht bezahlt oder arbeitslos. Private Vorsorge sei da wenig hilfreich: Die gef&auml;hrdeten Arbeitnehmer w&auml;ren kaum in der Lage, die entsprechenden Mittel aufzubringen &ndash; insbesondere, wenn sie bereits chronisch krank sind.<br>\nAbschl&auml;ge abschaffen: F&uuml;r &ldquo;systemwidrig&rdquo; halten die Wissenschaftler die Abschl&auml;ge, von denen im Jahr 2011 mit 96,3 Prozent fast alle neuen Erwerbsminderungsrentner betroffen waren. Diese Abz&uuml;ge sollen eigentlich einen freiwilligen vorzeitigen Renteneintritt unattraktiv machen. Das Problem: Niemand entscheide sich freiwillig f&uuml;r volle Erwerbsminderung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news558409\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse&ldquo; &ndash; Fortw&auml;hrende Zielkorrektur<\/strong><br>\nAls die Ostdeutschen vor 24 Jahren, im Herbst 1989, f&uuml;r Reformen in der DDR auf die Stra&szlig;e gingen, am 9. November die &Ouml;ffnung der Mauer erzwangen und 1990 schlie&szlig;lich die Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland durchsetzten, stand f&uuml;r sie au&szlig;er Zweifel, dass am Ende dieses Prozesses eine Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse in Ost und West stehen wird. Schlie&szlig;lich stand die &bdquo;Einheitlichkeit der Lebensverh&auml;ltnisse im Bundesgebiet&ldquo; im Grundgesetz (Art. 72; 106.3) und war ihre Durchsetzung eine vorrangige Aufgabe der Politik. Mit der &bdquo;Erreichung bl&uuml;hender Landschaften in drei bis f&uuml;nf Jahren&ldquo; hatte Bundeskanzler Helmut Kohl auch gleich die Zeitspanne daf&uuml;r vorgegeben und damit Hoffnungen auf ein baldiges Erreichen des Konvergenzziels geweckt.<br>\nBekanntlich aber kam es anders: Erst der wirtschaftliche Crash, dann Verz&ouml;gerungen beim Aufbau Ost. Die Folge war, dass das Ziel in weite Ferne r&uuml;ckte, was bei den Ostdeutschen gro&szlig;e Entt&auml;uschung hervorrief. Wie reagiert man auf eine derartige Zielverfehlung? Entweder man erh&ouml;ht die Anstrengungen, um das Ziel doch noch zu erreichen, oder aber man begreift dieses als illusion&auml;r und korrigiert es dementsprechend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2013\/10\/fortwaehrende-zielkorrektur-27011.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>IAB-Chef versucht Hartz-IV-Kartenhaus vor Einsturz zu bewahren<\/strong><br>\nDas ist schon ein St&uuml;ck aus dem Tollhaus: Der Leiter des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim M&ouml;ller, kommt angesichts schlechter Perspektiven f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu folgendem Schluss: &ldquo;Der seit Monaten anhaltende Trend zu stagnierender oder sogar leicht steigender Arbeitslosigkeit mache deutlich, dass die Effekte der Hartz-Reformen von Mitte vergangenen Jahrzehnts inzwischen ausliefen.&rdquo; Dass die schlechten Perspektiven f&uuml;r den Arbeitsmarkt rein gar nichts mit einem wie auch immer gearteten &ldquo;Auslaufen&rdquo; der &ldquo;Effekte den Hartz-Reformen&rdquo; zu tun haben, ja, dass eine gute und eine schlechte Arbeitsmarktentwicklung immer steht und f&auml;llt mit der Konjunktur &ndash; mit der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t, dem Wirtschaftswachstum, dem Bruttoninlandsprodukt &ndash; kommt dem &ldquo;Forscher&rdquo; nicht in den Sinn. Sonst w&uuml;rde ja auch das ganze Hartz-IV-Kartenhaus zusammenbrechen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/iab-chef-versucht-hartz-iv-kartenhaus-vor-einsturz-zu-bewahren\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Thorsten Hild:<\/strong> M&ouml;ller von der IAB hat das gestern bei PK tats&auml;chlich im Wortlaut so gesagt, <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/UserFiles\/Media\/Audio\/ad\/barometer2013\/pk131028_01_low.mp3\">hier zum Nachh&ouml;ren [Audio &ndash; mp3]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Energiewende: Offener Brief an den SPD-Parteivorstand und die Verhandlungskommission der SPD<\/strong><br>\nIm Wahlkampf haben Nachhaltigkeit und Langfristperspektive so gut wie keine Rolle gespielt.<br>\nJetzt, wo verhandelt wird, muss wieder ernsthaft und auf der Basis des SPD-Wahlprogramms ein klarer Schwerpunkt bei Klima- und Nachhaltigkeitspolitik werden.\n<ul>\n<li>Die Energiewende muss endlich auch einen Schwerpunkt bei der Energieeffizienz bekommen. Die Subventionen f&uuml;r klimasch&auml;dliche Energietr&auml;ger m&uuml;ssen konsequent abgebaut werden.<\/li>\n<li>Bundesl&auml;nder mit SPD-Regierungsbeteiligung, speziell NRW, Baden-W&uuml;rttemberg und Niedersachsen, sind mit Klimaschutzgesetzen vorangegangen. Das muss als Vorbild f&uuml;r den Bund gelten. Und der Bund muss sich entsprechend auf der EU-Ebene einsetzen, auch um Investitionssicherheit f&uuml;r den &ouml;kologischen Fortschritt zu erzeugen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: Offener Brief Erhard Eppler, Monika Griefahn, Volker Hauff, Jo Leinen, Gesine Schwan, Ernst-Ulrich von Weizs&auml;cker<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahl in Tschechien: Milliard&auml;rspartei wird zweitst&auml;rkste Kraft<\/strong><br>\nAus der vorgezogenen Parlamentswahl in Tschechien sind die oppositionellen Sozialdemokraten als st&auml;rkste Partei hervorgegangen. Nach dem vorl&auml;ufigen amtlichen Endergebnis kam die CSSD unter F&uuml;hrung des fr&uuml;heren Finanzministers Bohuslav Sobotka auf 20,5 Prozent, wie Ausz&auml;hlungen in den meisten Wahllokalen am Samstag ergaben.<br>\nDamit blieb sie aber weit hinter den zuletzt prognostizierten 25 Prozent zur&uuml;ck. Die erst 2011 gegr&uuml;ndete Protestpartei ANO des Milliard&auml;rs Andrej Babis kam demnach aus dem Stand auf 18,7 Prozent, mehr als in Umfragen erwartet. Die Kommunisten gewannen rund drei Prozent hinzu und kommen nun auf 15 Prozent.<br>\nEine Niederlage der bislang regierenden b&uuml;rgerlichen Koalition hatte sich in Umfragen abgezeichnet. Ministerpr&auml;sident Petr Necas st&uuml;rzte im Juni &uuml;ber eine Korruptions- und Abh&ouml;raff&auml;re. Nachfolger Jiri Rusnok verlor wenig sp&auml;ter eine Vertrauensabstimmung: Ihre Demokratische B&uuml;rgerpartei kam auf 7,5 Prozent und der Koalitionspartner TOP 09 des fr&uuml;heren Au&szlig;enministers Karel Schwarzenberg auf 11,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit rund 59 Prozent niedrig aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/wahl-in-tschechien-protestpartei-des-milliardaers-babis-ist-sieger-a-930204.html\">spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nat&uuml;rlich hat Berlusconi hier die Benchmark gesetzt, aber an der Protestpartei ANO des tschechischen Milliard&auml;rs Andrej Babis oder dem Team Stronach, der Partei des  &ouml;sterreichischen Milliard&auml;rs Frank Stronach, der ebenfalls der Einzug in den Nationalrat gelang, l&auml;sst sich ablesen, dass die herrschenden &ouml;konomischen Eliten in das politische Geschehen eines Landes nach Belieben eingreifen k&ouml;nnen. Sofern man &uuml;ber die entsprechenden finanziellen Ressourcen und damit &uuml;ber die entsprechende PR-Macht verf&uuml;gt, l&auml;sst sich zumindest ein Teil der W&auml;hler offenbar nach Belieben manipulieren. Das bizarre daran ist, dass diese Retortenparteien oft auch aus Protest gegen den neoliberalen Kurs der etablierten politischen Akteure gew&auml;hlt werden, obwohl die neoliberale Agenda explizit dazu da ist die Reichen noch reicher zu machen. Man also mit diese Wahlentscheidung den Teufel mit den Beelzebub austreiben m&ouml;chte. Und angesichts einer Wahlbeteiligung von 59 Prozent stellt sich die Frage ob die im tschechischen Parlament vertretenen Parteien daraus &uuml;berhaupt noch eine politische Legitimation ableiten k&ouml;nnen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Name der Partei von Andrej Babi&scaron;, ANO, sagt eigentlich alles: Aktion unzufriedener B&uuml;rger (Akce nespokojen&yacute;ch ob&#269;an&#367;). Andrej Babi&scaron; bietet sich &auml;hnlich wie seinerzeit Berlusconi in Italien in einer Phase tiefster Politikverdrossenheit als Alternative an. Italien stand damals ganz unter dem Eindruck des Zusammenbruchs der Democrazia Cristiana im Zuge der Mani-pulite-Ermittlungen (Tangentopoli-Skandals), in Tschechien st&uuml;rzte nach einer Reihe von Korruptionsskandalen auch Ministerpr&auml;sident Petr Necas &uuml;ber eine Korruptions- und Abh&ouml;raff&auml;re. Seine Demokratische B&uuml;rgerpartei (ODS) kam infolgedessen unter Nachfolger Jiri Rusnok nur noch auf 7,5 Prozent. Die b&uuml;rgerlichen Parteien d&uuml;rften sich nicht so schnell erholen. Wie in Italien gelang es einem erfolgreichen Unternehmer, einem der reichsten M&auml;nner Tschechiens, sich als Hoffnungstr&auml;ger anzubieten. Und die Parallele h&ouml;rt hier nicht auf. Genauso wie Berlusconi kann Babi&scaron; als Medienmogul bezeichnet werden. Eine Tochter, die AGF Media, seines Unternehmens Agrofert (viertgr&ouml;&szlig;ter Konzern Tschechiens) &uuml;bernahm 2013 das Medienunternehmen MAFRA von der Rheinischen Post. Dazu geh&ouml;ren Leitmedien wie die Tageszeitungen Mlad&aacute; fronta Dnes und Lidov&eacute; noviny wie auch mit der Gratiszeitung Metro die auflagenst&auml;rkste Zeitung des Landes. Mafra betreibt das Nachrichtenportal mit iDnes.cz, zahlreiche weitere Internetaktivit&auml;ten sowie den privaten Fernsehsender TV O&#269;ko. Inklusive der Druckereien in Prag und Olm&uuml;tz besch&auml;ftigt das Unternehmen &uuml;ber 1.100 Mitarbeiter. Der Politologen Ladislav Cabada sieht anscheinend weniger in einer Berlusconisierung Tschechiens eine Gefahr, sondern darin, dass sich angesichts der komplexen Lage &ldquo;das politische System hierzulande transformiert zu einem halbpr&auml;sidialen System&rdquo;, mit dem starken Pr&auml;sidenten Zeman an der Spitze. Er selbst hofft wohl auf einen <a href=\"http:\/\/www.radio.cz\/de\/rubrik\/politgesprach\/die-lage-ist-kompliziert-politologe-ladislav-cabada-zum-wahlergebnis\">Konsens aller Parteien<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>George W. Bush ist Kanadier<\/strong><br>\nWenn ich in diesen Tagen au&szlig;erhalb Kanadas unterwegs bin, werde ich regelm&auml;&szlig;ig mit einer &auml;u&szlig;erst unangenehmen Frage konfrontiert: Was ist nur aus dem zivilen, gro&szlig;z&uuml;gigen und international engagierten Kanada geworden? Meine Antwort: Dr. Jekyl und Mr. Hyde. Kanada hat seine wirtschaftliche Zukunft an die r&uuml;cksichtslose Ausbeutung von schmutzigem &Ouml;l verkauft. Der zivile Dr. Jekyl ist dabei von einem tyrannischem Mr. Hyde abgel&ouml;st worden.<br>\n&Uuml;bertrieben? Die Anzeichen f&uuml;r den Wandel sind alarmierend. In den vergangenen zwei Jahren hat die konservative Regierung von Premierminister Steven Harper einen Frontalangriff auf die demokratischen Traditionen des multikulturellen Kanadas gefahren. Dabei hat Harper nicht nur Umweltschutzorganisationen und die kanadischen Ureinwohner gegen sich aufgebracht, sondern auch unabh&auml;ngige Klimaforschung mundtot gemacht, den Gro&szlig;teil der Umweltgesetzgebung ausgehebelt und Greenpeace als &bdquo;extremistische&ldquo; Bedrohung eingestuft.<br>\nWie eine schlechte Kopie von Margaret Thatcher hat Harper Kanadas &Ouml;l-Einnahmen daf&uuml;r verwendet, einen rechtslastigen &Ouml;l-Staat zu etablieren, der sich vor allem durch drei Dinge auszeichnet: Eine Vorliebe f&uuml;r Verteidigungsausgaben, Gef&auml;ngnis-Ausbauten, und den Versuch, seine durchsichtige Agenda nur unvollkommen durch das gr&uuml;ne M&auml;ntelchen des Umweltschutzes zu kaschieren. Meine Diagnose: Kanada leidet an einem hartn&auml;ckigen Fall des Ressourcenfluchs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/eigenbeitraege\/artikel\/george-w-bush-ist-kanadier\/\">ipg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD &ndash; eine Partei im R&uuml;ckw&auml;rtsgang<\/strong><br>\nWir werden das in den kommenden Wochen noch &ouml;fter erleben: Punkt f&uuml;r Punkt zeichnet sich in den Koalitionsverhandlungen ab, in welchem Tempo sich die SPD von rot-gr&uuml;nen Alternativen zur bisherigen Politik verabschieden wird.<br>\nDie dringend notwendigen Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Gro&szlig;verdiener und Verm&ouml;gende, mit denen wichtige Aufgaben finanziert werden sollten, sind so gut wie vergessen. Die Erneuerung der Infrastruktur soll offenbar pl&ouml;tzlich aus Seehofers skurriler Ausl&auml;nder-Maut und den Bahngewinnen zu bezahlen sein. Und die gro&szlig;e Energiewende wird immer kleiner.<br>\nAn die Spitze der umweltpolitischen Bremserkolonne hat sich jetzt Hannelore Kraft gestellt. Das entspricht der politischen Logik aus lange vergangen geglaubter Zeit: Nordrhein-westf&auml;lische Sozialdemokraten verstanden sich auch fr&uuml;her oft als Besch&uuml;tzer der fossilen Energiewirtschaft, vor allem der Kohle. Wenn sie daran nun ankn&uuml;pfen, dann wird die &Auml;ra bald vorbei sein, in der sie &ndash; gemeinsam mit den Gr&uuml;nen &ndash; die Vers&ouml;hnung des sozialen mit dem &ouml;kologischen Reformprojekt versuchten.<br>\nUnd der angeblich so verehrte Willy Brandt, der vor mehr als 50 Jahren den Traum vom &bdquo;blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr&ldquo; formulierte, dreht sich im Grabe um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl---hintergrund\/koalitionsverhandlungen-mit-der-cdu-spd---eine-partei-im-rueckwaertsgang,23998104,24801226.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kiels Oberb&uuml;rgermeisterin tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nSie f&uuml;hle sich in einer Brutalit&auml;t und Konsequenz aus dem Amt gedr&auml;ngt, die ihr den Atem verschlagen habe &ndash; sie spricht gar von Hass, der ihr in zahlreichen &Auml;u&szlig;erungen von Rathauspolitikern aus den eigenen Reihen und der Opposition und im Verhalten so manch eines Mitarbeiters der Landesregierung begegnet sei. Und sie spricht auch von von einer regelrechten Medienkampagne, die sie als Hass gegen sich wahrgenommen habe.<br>\nUnd genau an diesem Punkt hat sie dann die Schraube doch ein wenig &uuml;berdreht. Die Vehemenz, mit der Susanne Gaschke die Schuld an ihrem Scheitern nur &ndash; und zwar wirklich einzig und allein &ndash; bei anderen sieht, schw&auml;cht ihre eigene Argumentation entscheidend. Ja, sie habe einen Fehler gemacht, f&uuml;r den sie auch die pers&ouml;nliche und politische Verantwortung &uuml;bernehmen wolle. Aber diesen Fehler, diese f&uuml;r fast niemanden nachvollziehbare Eilentscheidung am Rat der Stadt Kiel vorbei, einem seit Jahren s&auml;umigen prominenten Steuerschuldner etwa die H&auml;lfte der f&auml;lligen Zahlungen zu erlassen, um wenigstens die andere H&auml;lfte zu bekommen, will sie partout nicht als wahren Grund f&uuml;r ihr Scheitern als Kieler Oberb&uuml;rgermeisterin akzeptieren.<br>\nSie beharrt darauf, dass sie Opfer einer &ldquo;Hetzjagd&rdquo; geworden sei. Sie verweist immer wieder auf alte Intrigen in der an Intrigen wahrlich nicht armen SPD des Landes, attackiert die Spitzen der Landespartei, von der sie sich im Stich gelassen f&uuml;hlt. Und sie selbst geht dabei mit einer Konsequenz und H&auml;rte gegen vermeintliche oder tats&auml;chliche Gegner vor, die viele Beobachter irritiert und ratlos zur&uuml;ck l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kommentar\/2302307\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe auch Gaschkes Medienkritik: &ldquo;Ich kann die politischen, pers&ouml;nlichen und medialen Angriffe, denen ich seit mehr als neun Wochen ausgesetzt bin, nicht l&auml;nger ertragen&rdquo;, erkl&auml;rte Gaschke in ihrer Abschiedsrede am Montag in Kiel. Darin kritisierte sie auch die Rolle der Medien: &ldquo;Ich weise ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass es hier nicht um 21 tote Menschen wie bei der Duisburger Love Parade geht, obwohl unsere monopolistische Stadtzeitung beide Ereignisse infamerweise in Zusammenhang gestellt hat.&rdquo;<\/em><br>\n<em>So hatte etwas das Flensburger Tageblatt die Situation Gaschkes mit der des Duisburger OBs Sauerland verglichen: &ldquo;Parallelen zum Fall des Duisburger B&uuml;rgermeisters Sauerland dr&auml;ngen sich auf&rdquo;, <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/kieler-ex-ob-gaschke-kritisiert-medien-scharf\/2013\/10\/28.html?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">hei&szlig;t es in einem Artikel<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rezension Nils Minkmar: &bdquo;Der Zirkus. Ein Jahr im Innersten der Politik&ldquo;<\/strong><br>\nDar&uuml;ber hinaus erz&auml;hlt Minkmar &ndash; und das ist sogar der spannendere Teil seiner Wahlkampfbeobachtung, noch andere Geschichten. Die von einem ausgepowerten Wahlvolk zum Beispiel, das sich eben nicht zufrieden r&uuml;lpsend zur&uuml;cklehnt, weil Deutschland besser durch die Krise gekommen ist als andere L&auml;nder. Sondern das verunsichert, ver&auml;ngstigt und erm&uuml;det zur&uuml;ckblickt auf die vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte&hellip;<br>\nDiesen ausgelaugten W&auml;hler ersparte Angela Merkel einen aufreibenden Wahlkampf um Themen und Rezepte. Sie versprach nur, die B&uuml;rger nicht weiter zu behelligen, verpackt in die zentrale Formulierung: &ldquo;Sie kennen mich!&rdquo; Warum aber hatte die SPD diesem Sedativum nichts entgegenzusetzen? Hier erz&auml;hlt Minkmar die Geschichte einer Partei, die in &uuml;berkommene Rituale verstrickt ist, guten Willens, voller guter Absichten, und ausgestattet mit etlichen plausiblen Ideen, aber v&ouml;llig unf&auml;hig, daraus ein zeitgem&auml;&szlig;es Angebot zu formulieren. Und in deren telefonbuchdickem Wahlprogramm sich tats&auml;chlich die Beteuerung findet, eine bessere Zukunft f&uuml;r alle Menschen weltweit anzustreben. Das sei kein politisches Anliegen, schreibt Minkmar, sondern ein humanistisches Heilsversprechen. Und auf jeden Fall ein Angebot, dass ersch&ouml;pfte W&auml;hler &uuml;berfordert. Politik funktioniert nicht mehr so wie vor 20 Jahren. Peer Steinbr&uuml;ck und die SPD haben das nicht erkannt. Sie waren damit so r&uuml;hrend anachronistisch wie der Zirkus auf dem Dorfplatz. Das beschreibt Nils Minkmar anhand seiner Wahlkampfbeobachtung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/2302255\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kulturschaffende: Das verstummte Prekariat<\/strong><br>\nM&uuml;ssen wir wirklich noch &uuml;ber die unsicheren Lebensverh&auml;ltnisse Kulturschaffender reden? Aber ja. Verh&auml;ltnisse, in denen die Mieten f&uuml;r Kunsttreibende unerschwinglich sind. Verh&auml;ltnisse, dank deren es zu einem fortgesetzten Austausch der innenst&auml;dtischen Bev&ouml;lkerungen kommen wird. Arme raus, Reiche rein. Das Kapital wird es richten. Dass sich diese Aussichten zudem nicht auf Berlin beschr&auml;nken, muss man angesichts der jetzt schon exorbitant hohen Mieten in anderen deutschen Gro&szlig;st&auml;dten gar nicht mehr betonen. Und das alles verliert auch dadurch, dass es nicht wirklich neu ist, wenig von seinem Schrecken. Die Schlagworte der letzten Jahre zu dieser Debatte hie&szlig;en Gentrifizierung, Prekariat, Generation Praktikum, digitale Boheme. Und, ja, &uuml;ber diese Themen wurde viel diskutiert &ndash; auch in dieser Zeitung. Das Problem aber blieb, bleibt und wird nur immer gr&ouml;&szlig;er. Schuld ist nicht nur die zunehmende, viel beschworene und genauso wenig bek&auml;mpfte Durch&ouml;konomisierung s&auml;mtlicher Lebensbereiche. Schuld ist auch die Politik. Nicht nur was die Immobilienblase betrifft. Nicht nur in ihrer berlusconiesken Variante &agrave; la &ldquo;Kunst ist Luxus f&uuml;r Linke und das Bildungsb&uuml;rgertum, der gesellschaftliche Mehrwert von Kultur eine Schim&auml;re&rdquo;. Wenn das Kapital anrollt, muss die Kunst weichen, besonders die, die nicht sofort zu Kapital werden kann. Das ist das neoliberale Credo in dieser Frage. Dass dieses Credo nicht stimmt, interessiert nicht weiter &ndash; Hauptsache, die Rendite stimmt und sie kommt schnell.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F10%2F29%2Fa0089&amp;cHash=4d150645173fda8c5c2de4e89614fef3\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu passt: Prek&auml;r und befristet: Schlechte Arbeitsbedingungen f&uuml;r Nachwuchswissenschaftler in Deutschland<\/strong><br>\nWenn eine Job-Perspektive f&uuml;r drei Jahre schon eine Luxus-Situation ist &ndash; dann l&auml;sst sich ein unbefristeter Arbeitsvertrag f&uuml;r Nachwuchsforscher nur als Sechser im Lotto bezeichnen. Tats&auml;chlich hangeln sich die allermeisten Doktoranden und Post-Docs von einem Kurzzeit-Projekt zum n&auml;chsten, halten mal hier eine Vorlesung und arbeiten dort in einem Forschungsprojekt mit, immer auf der Suche nach der n&auml;chsten Option, die sich auftut. Fast wie Eichh&ouml;rnchen sammeln sie &uuml;berall Qualifikationsh&auml;ppchen und Lehrerfahrungen, um dann irgendwann &ndash; so die Hoffnung &ndash; doch einmal dauerhaft im Wissenschaftsbetrieb unterzukommen. Dabei sind es h&auml;ufig die Doktorandinnen und Doktoranden, die an den &uuml;berf&uuml;llten Universit&auml;ten einen Gro&szlig;teil der Arbeit machen, wenn morgen wieder das Wintersemester beginnt. Ohne sie g&auml;be es riesige L&uuml;cken im Lehrangebot und bei der Betreuung von Hausarbeiten, bei Tutorien und in der t&auml;glichen Arbeit der Forschungsinstitute. F&uuml;r die halbtags bezahlte Stelle arbeitet ein Doktorand ganztags. Eigentlich soll der 50-Prozent-Job die finanzielle Absicherung daf&uuml;r sein, in der anderen H&auml;lfte der Zeit f&uuml;r die Promotion zu forschen. Wenn nun aber, wie viele Doktoranden berichten, diese andere Tagesh&auml;lfte ebenfalls mit Arbeit f&uuml;r den Lehrstuhl verplant ist &ndash; wann bleibt dann noch Zeit f&uuml;r die Forschung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/10\/13\/dlf_20131013_1840_0cad325e.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Edward Snowden als Zeuge<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131029_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19073","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19073","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19073"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19073\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28500,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19073\/revisions\/28500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}