{"id":19081,"date":"2013-10-30T08:59:10","date_gmt":"2013-10-30T07:59:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081"},"modified":"2013-10-30T09:40:40","modified_gmt":"2013-10-30T08:40:40","slug":"hinweise-des-tages-1997","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h02\">Eurozone &ndash; what do they propose as an encore?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h03\">Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h04\">Prof. Lorenz Jarass: Wie schlimm ist die Staatsverschuldung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h05\">Eine Billion an faulen Krediten belasten Europas Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h06\">Geldpolitik heizt die Verm&ouml;gensinflation an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h07\">Scheitern auf Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h08\">Von kranken Versicherungen: Die Koalitionsverhandlungen und die Gesundheitspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h09\">Mythos Armutseinwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h10\">Der EU droht die feindliche &Uuml;bernahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h11\">Irakkrieg: Wir wollten jemandem in den Hintern treten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h12\">Das Elend der Lehrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h13\">Das Versagen der Meinungsmacher: Was ist mit dem politischen Journalismus los?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h14\">F&uuml;r Tagesspiegel sind auch unqualifizierteste Zwischenrufe Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h15\">Die n&uuml;tzliche Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081#h16\">Sibille Merz: &ldquo;Das politische wie soziale Klima in Gro&szlig;britannien ist derzeitig eisig&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19081&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>N.S.A. Head Says European Data Was Collected by Allies<\/strong><br>\nThe head of the National Security Agency on Tuesday vigorously challenged recent reports that the United States had been gathering the phone records of millions of Europeans, saying that the records had in fact been turned over by allied spy services.<br>\nGeneral Alexander said that phone data was generally collected outside Europe.<br>\nThe Wall Street Journal reported on its website on Tuesday that intelligence services in France and Spain had collected phone records of their citizens and turned them over to the N.S.A. as part of an arrangement to mitigate threats against American and allied troops and civilians.<br>\nBut General Alexander and James R. Clapper Jr., director of national intelligence, broadly defended the N.S.A.&rsquo;s practice of spying on foreign leaders. Such espionage, they said, was a basic pillar of American intelligence operations that had gone on for decades.<br>\nBoth men said the intelligence was invaluable because it provided American leaders with an idea of how other countries planned to act toward the United States.<br>\nSuch spying was essential, the officials said, because other countries, including allies, spy on the United States.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/10\/30\/us\/politics\/u-s-intelligence-officials-defend-surveillance-operations-on-capitol-hill.html?hp\">The New York Times<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Tonmitschnitte von Millionen von Europ&auml;ern sollen also von alliieren Geheimdiensten an die NSA geliefert worden sein. Hat also nicht die amerikanische Botschaft Merkels Handy abgeh&ouml;rt sondern die Geheimdienste von Frankreich und Spanien?<\/em><br>\n<em>Haben wom&ouml;glich deutsche Dienste die Kanzlerin abgeh&ouml;rt und diese Tonmitschnitte an die NSA geschickt?<\/em><br>\n<em>Und nat&uuml;rlich wird wieder einmal der Bruch von Grundrechten mit der Bedrohung Amerikas, der alliierten Truppen und Zivilisten gerechtfertigt.<\/em><br>\n<em>Immerhin wird offen zugegeben, dass &bdquo;solche Spionage&ldquo; seit Jahrzehnten betrieben wird und zum Grundpfeiler des amerikanischen Geheimdienstes geh&ouml;rt.<\/em><br>\n<em>Solche Aussp&auml;hung sei von unsch&auml;tzbarem Wert, weil sie amerikanische F&uuml;hrer dar&uuml;ber informierten, wie andere L&auml;nder gegen&uuml;ber den USA vorzugehen gedenken.<\/em><br>\n<em>Motto: Das machen alle.<\/em><br>\n<em>Was das mit Terrorismusbek&auml;mpfung zu tun haben soll, wei&szlig; der Himmel.<\/em><br>\n<em>Die Aussagen der Verantwortlichen der NSA zeigen nur, dass sich der amerikanische und vermutlich auch andere alliierte Geheimdienste &uuml;ber Recht und Gesetz hinwegsetzen und sie nicht die geringsten Skrupel haben nicht nur Regierungen sondern alles was f&uuml;r die USA relevant ist, also auch wirtschaftliche Themen auszusp&uuml;ren.<\/em><br>\n<em>Bei dieser Mentalit&auml;t ist es kein Wunder, dass es aus den USA keine Entschuldigung geben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NSA spying has nothing to do with terrorism, Greenwald tells Amanpour<\/strong><br>\nSpying by America&rsquo;s National Security Agency does not have &ldquo;anything to do with terrorism,&rdquo; Glenn Greenwald, the activist journalist who broke the story, told CNN&rsquo;s Christiane Amanpour on Monday. &ldquo;Is Angela Merkel a terrorist? Are sixty or seventy million Spanish or French citizens terrorists? Are there terrorists at Petrobras?&rdquo; he asked rhetorically. &ldquo;This is clearly about political power and economic espionage, and the claim that this is all about terrorism is seen around the world as what it is, which is pure deceit.&rdquo;- Greenwald also rebuffed the criticism that he is recklessly putting people&rsquo;s lives in danger by revealing America&rsquo;s spying tactics. He said that Snowden had asked him to be &ldquo;very scrutinizing and judicious,&rdquo; and that he had only made public about 200 or 250 documents out of a total of &ldquo;many, many, many thousands.  &ldquo;Ever since 9\/11, British and American officials have screamed terrorism over and over and over every time they get caught doing bad things they shouldn&rsquo;t do,&rdquo; Greenwald said. &ldquo;Every terrorist who&rsquo;s capable of tying their own shoes has long known that the U.S. government and the U.K. government are trying to monitor their communications in every way that they can.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amanpour.blogs.cnn.com\/2013\/10\/28\/nsa-spying-has-nothing-to-do-with-terrorism-greenwald-tells-amanpour\/?iref=allsearch\">CNN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers FK:<\/strong> Vom eher fraglichen Aspekt politischer Machtgewinnung durch eine Art Wettervorhersage des politischen Klimas bleibt zuletzt die Wirtschaftsspionage als einzig harter z&auml;hlbarer Gewinn und als das zentrale Motiv der Aktivit&auml;ten der NSA (und anderer Dienste) &uuml;brig. Aber: patriotisch sind weder die gro&szlig;en IT-Konzerne an der Westk&uuml;ste noch das gro&szlig;e Geld an der Wall Street. Die haben nur ein Ziel, den Profit, und sie sind international aufgestellt. Eine Gleichung zwischen deren Produktion oder Profit und dem Wohlstand in den USA wie auch anderswo gibt es nicht. Ein solcher Zusammenhang ist ein M&auml;rchen, an das die Amerikaner immer noch glauben, so wie die Deutschen an eine Art romantischer Freundschaft oder neuzeitlicher Nibelungentreue mit den USA; oder so, wie man in England gerne glaubt, dass die &bdquo;City of London&ldquo; das ganze Land ern&auml;hrt, w&auml;hrend ein paar Kilometer au&szlig;erhalb dieser City zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg wieder Lebensmittelkarten ausgegeben werden m&uuml;ssen. &ndash; Man darf bezweifeln, dass die NSA die gro&szlig;en IT-Konzerne zur Mitarbeit erpresst. Es ist durchaus denkbar, dass hier l&auml;ngst ein ganz anderes &bdquo;Joint venture&ldquo; oligarchischer Machart stattfindet, dass mit den Geheimdienst-Stereotypen aus der Zeit des kalten Krieges rein gar nichts mehr zu tun hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Globaler Terror? Fehlanzeige!<\/strong><br>\nUm nicht missverstanden zu werden: Es gab in der Vergangenheit immer wieder verheerende Terroranschl&auml;ge auf Metropolen der westlichen Welt. Nach dem 11. September 2001 detonierten Bomben in London, Madrid und Boston, viele Menschenleben waren zu beklagen. Und vermutlich werden einzelne Anschl&auml;ge auch in Zukunft Opfer fordern. Aber sind hier wirklich international vernetzte Terrorzellen am Werk? Wohl kaum. Von einer gut organisierten, globalen terroristischen Bedrohung kann keine Rede sein. Warum? Weil die meisten strategischen Punkte der Bundesrepublik auch zw&ouml;lf Jahre nach 9\/11 noch vollkommen ungesch&uuml;tzt sind. Die Rede ist von den vielen strategischen und taktischen Zielen, die Deutschland zu bieten hat &ndash; und deren Ausschaltung das gesamte Wirtschaftsleben der gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen &Ouml;konomie lahmlegen w&uuml;rde. So ist die deutsche Gasversorgung praktisch ungesch&uuml;tzt. Weil &Auml;mter und Ministerien detaillierte Karten ins Internet stellen, lassen sich Anschl&auml;ge sogar sauber am Rei&szlig;brett planen. Wer will, kann beispielsweise die genauen Karten des bayerischen Gas- und Stromversorgungsnetzes bekommen. Daraus lassen sich sowohl die miteinander &uuml;ber Pipelines verbundenen St&auml;dte als auch die dazugeh&ouml;rigen Kraftwerke ablesen. Selbst Angaben &uuml;ber die Durchmesser der Rohrleitungen sind akribisch aufgelistet &ndash; ebenso wie Atomkraftwerke, die in unmittelbarer N&auml;he der Netze stehen. Beispiele wie diese gibt es viele. Ob IT-Infrastruktur, Kommunikation oder riesige offene Trinkwasser-Seen, sicher ist lediglich eines: dass auch in Deutschland nichts sicher ist.<br>\nGlobal operierende Terrornetzwerke w&uuml;rden derartige Schwachstellen gnadenlos ausnutzen. Doch sie tun es nicht. Und sie werden auch nicht reihenweise von cleveren Geheimdiensten gestoppt und verhaftet. Solche Fahndungserfolge w&uuml;rden voller Stolz pr&auml;sentiert &ndash; wie vor nunmehr sechs Jahren bei der Verhaftung der so genannten Sauerlandgruppe. Doch auch diese angeblich international gesteuerte Terrorzelle hat sich l&auml;ngst als H&auml;uflein isolierter St&uuml;mper entpuppt. Globaler Terror? Fehlanzeige. Das Ausbleiben von logistisch ausgefeilten Anschl&auml;gen kann nur eines bedeuten: Jene international organisierte Bedrohung, die uns ein George W. Bush oder Gerhard Schr&ouml;der als Tatsache zu verkaufen suchten, gab es nie. Und heute, zu Zeiten Barack Obamas und Angela Merkels, kann der ausbleibende, an sich unausweichliche Terror-GAU ebenfalls nur auf eine Weise interpretiert werden: Die massive Terrorbedrohung gibt es &uuml;berhaupt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2264727\/\">Deutschlandradio<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Str&ouml;bele: &ldquo;Die Amerikaner sagen keinen Mucks&rdquo;<\/strong><br>\nEin NSA-Untersuchungsausschuss wird immer wahrscheinlicher. Der Geheimdienst-Experte der Gr&uuml;nen, Hans-Christian Str&ouml;bele sagt, was dieser leisten k&ouml;nnte und was nicht.<br>\nIn einem solchen Ausschuss k&ouml;nnen wir die deutsche Verwicklung und Beteiligung am Abh&ouml;rskandal aufkl&auml;ren. Wir k&ouml;nnten von der Spitze des deutschen Nachrichtendienstes BND und auch von der Ebene darunter erfahren, welche Informationen sie aus den USA erhalten haben. Und es m&uuml;sste der Verdacht gepr&uuml;ft werden, ob das Innenministerium oder das Kanzleramt nicht durchaus mehr wussten, als sie jetzt sagen. Vielleicht wusste da niemand, dass Frau Merkel abgeh&ouml;rt wird. Aber komplett verborgen kann die Abh&ouml;raff&auml;re dem deutschen Nachrichtendienst auch nicht geblieben sein, da dieser ja dieselben Systeme der Ausforschung und Analyse benutzt wie die Amerikaner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-10\/stroebele-interview\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurozone &ndash; what do they propose as an encore?<\/strong><br>\nI agree with Wolfgang M&uuml;nchau&rsquo;s assessment of the state of play in this regard. He says:<br>\nOptimists are saying that this process of regaining competitiveness is now taking place. Look at the success of the Spanish export sector or the fall in Greek wages. And, in any case, the eurozone economy is rebounding, which helps further.<br>\nThis judgment is profoundly wrong. It is true that the crisis countries have brought down their current account deficits. Italy and Spain are now running surpluses. Since Germany and the Netherlands have not brought down their current account surpluses, the eurozone as a whole has moved from an almost balanced current account in 2009 to a surplus this year of 2.3 per cent of gross domestic product &hellip; In other words, the eurozone is adjusting at the expense of the rest of the world.<br>\nBut while the eurozone is a fixed-currency regime internally, it is nothing of the sort externally. The currency does exactly what textbooks say it should: it keeps on rising, thus offsetting the improvements in the current account. Last week the euro rose to more than $1.38 against the dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=25872#more-25872\">economicoutlook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung E.J:<\/strong>  Die Besprechung eines Artikels von Wolfgang M&uuml;nchau enth&auml;lt die empirische Best&auml;tigung dessen, was die Nachdenkseiten seit Beginn des Wettbewerbsf&auml;higkeitswettbewerbs in der Eurozone vorausgesagt hatten: Wenn alle L&auml;nder der Eurozone sich nach deutschem Vorbild in Nettoexporteure nach au&szlig;erhalb der Eurozone verwandeln, wird der Euro steigen und Exporterfolge wieder zu Nichte machen, ein Vorgang, den wir mit dem derzeitigen Anstieg des Eurokurses gegen&uuml;ber dem Dollar beobachten k&ouml;nnen. Wenn dann noch &Uuml;bereinstimmung mit der Einsch&auml;tzung des IWF besteht, dass die j&uuml;ngsten Exportsteigerungen in den Krisenstaaten trotz historisch hoher Arbeitslosigkeit noch kaum etwas mit einer tats&auml;chlich verbesserten Wettbewerbsf&auml;higkeit (&bdquo;interne Abwertung&ldquo;) zu tun haben und jede m&ouml;gliche wirtschaftliche Erholung sofort wieder zu einem Anstieg der Importe f&uuml;hren wird (woraus dann Deutschland seinen &Uuml;berschuss abermals vergr&ouml;&szlig;ern wird), ist vollends klar, wie tief Europa in der Sackgasse steckt. Bis vollends der Arzt kommt, hilft an deren Ende nur noch der Kopf gegen die Wand: Angela Merkel empfiehlt Hartz IV f&uuml;r Europa.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutsche-Bank-Gewinn bricht um 94 Prozent ein<\/strong><br>\nEine Reihe von Skandalen und juristischen Auseinandersetzungen hat den Gewinn der Deutschen Bank pulverisiert. Unter dem Strich blieben 51 Millionen Euro &uuml;brig &ndash; nach 754 Millionen Euro im Vorjahr. F&uuml;r Rechtsstreitigkeiten legte die Deutsche Bank abermals 1,2 Milliarden Euro zur Seite, den Gro&szlig;teil davon f&uuml;r Altlasten im US-Hypothekengesch&auml;ft. Damit summiert sich die gesamte Vorsorge inzwischen auf &uuml;ber vier Milliarden Euro. Die Vorw&uuml;rfe reichen von fragw&uuml;rdigen US-Hypothekengesch&auml;ften &uuml;ber Zinsmanipulationen bis hin zu angeblichen Bilanztricksereien. Zuletzt hatte ein milliardenschwerer Hypothekenvergleich der US-Gro&szlig;bank JPMorgan f&uuml;r Aufsehen gesorgt. Au&szlig;erdem zeichnen sich in der Branche weitere teure Vergleiche im Libor-Zinsskandal ab. Offenbar mit Blick auf all diese Entwicklungen schraubte die Deutsche Bank ihre R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Rechtsstreitigkeiten nun abermals hoch. Zum Thema Libor erkl&auml;rte der Vorstand im Zwischenbericht: &ldquo;Die laufenden Untersuchungen k&ouml;nnten die Verh&auml;ngung hoher Geldstrafen und andere Auswirkungen f&uuml;r die Bank nach sich ziehen.&rdquo;  Im Investmentbanking sank der Vorsteuergewinn auf 345 Millionen Euro von 1,1 Milliarden vor einem Jahr. Allein im Handel mit Anleihen und anderen festverzinslichen Produkten, der wichtigsten Dom&auml;ne der Deutschen Bank, brachen die Ertr&auml;ge im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent ein.Dieser Trend hatte sich schon bei den Wall-Street-Banken und der Schweizer Credit Suisse abgezeichnet. Hintergrund ist die Unsicherheit &uuml;ber den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed: Solange nicht klar ist, wie lange sie sich noch als gro&szlig;er Bondk&auml;ufer auf dem Markt bet&auml;tigt, bleiben auch andere Investoren lieber in Deckung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article121310077\/Deutsche-Bank-Gewinn-bricht-um-94-Prozent-ein.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Strafe muss sein, aber ob das gen&uuml;gt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ex-BayernLB-Chef Kemmer: Lobbyist der Banken unter Druck<\/strong><br>\nMichael Kemmer wird sich wegen Untreue vor Gericht verantworten m&uuml;ssen. Zwar steht der Bundesverband deutscher Banken hinter seinem Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer, doch auf den 56-J&auml;hrigen kommt ein Krisenjahr zu. Banker warnen schon vor der negativen Sogwirkung, die der Prozess haben k&ouml;nnte. Als Kemmer bei der BayernLB seinen Vorstandsposten r&auml;umen musste und wenig sp&auml;ter als Lobbyist in Berlin anheuerte, war zwar schon klar, dass die Staatsanwaltschaft gegen ihn und die anderen Vorst&auml;nde der Landesbank ermittelt. Es ging dabei um Verdacht auf Untreue in Zusammenhang mit dem Kauf der &ouml;sterreichischen Bank Hypo Alpe Adria. V&ouml;llig unklar war jedoch, ob es jemals zu einer Anklage kommen w&uuml;rde. Seit vergangener Woche ist klar, dass die Staatsanwaltschaft so viel Material sammeln konnte, dass sie Ernst macht: Es kommt zum Prozess. &ldquo;F&uuml;r uns ist wichtig, dass mit Michael Kemmer ein integerer, erfahrener Banker und anerkannter Fachmann den Bankenverband f&uuml;hrt. An seiner pers&ouml;nlichen Integrit&auml;t gibt es keinen Zweifel&rdquo;, verteidigte Thomas Lange, Vorstandsmitglied im Bankenverband, Kemmer am Montag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ex-bayernlb-chef-kemmer-lobbyist-der-banken-unter-druck-1.1805962\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> War es nicht einmal vor langer Zeit so, dass f&uuml;hrende Pers&ouml;nlichkeiten der Politik und der Wirtschaft zur&uuml;cktraten, wenn ein Anfangsverdacht aufkam. &ndash; Lang ist&rsquo;s her.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rabobank-Chef geht &ndash; Deutsche-Bank-Chef Jain bleibt<\/strong><br>\nPiet Moerland findet eindeutige Worte: Er wolle ein Zeichen setzen, l&auml;sst der Rabobank-Chef die &Ouml;ffentlichkeit wissen. Zwar habe die F&uuml;hrung inklusive ihm selbst nichts von den Machenschaften rund um die Manipulation des Zinssatzes Libor gewusst. Trotzdem &uuml;bernehme er die Verantwortung und r&auml;ume seinen Posten: &bdquo;Im Namen der Bank und des Vorstandes will ich ein glasklares Signal abgeben: das aufrechte Bedauern und die scharfe Missbilligung des unangebrachten Verhaltens.&ldquo;..<br>\nBei Anshu Jain klingt das anders. Gemeinsam mit J&uuml;rgen Fitschen leitet er die Deutsche Bank. Die beiden Nachfolger von Josef Ackermann reden gerne vom Kulturwandel, von Werten wie Integrit&auml;t. Doch im Alltag m&uuml;ssen sie sich mit fr&uuml;heren Machenschaften plagen, die wenig integer waren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/libor-skandal-rabobank-chef-geht-deutsche-bank-chef-jain-bleibt\/9002026.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Prof. Lorenz Jarass: Wie schlimm ist die Staatsverschuldung?<\/strong><br>\nDie L&auml;nder der Eurozone driften bei der Neuverschuldung weiter auseinander, meldet die europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde Eurostat. Mit welchen Folgen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiowelt\/interview-mit-prof-lorenz-jarass-wie-schlimm-ist-die-staatsverschuldung-100.html\">Bayern2<\/a> \n<p><strong>Dazu: &Ouml;ffentlicher Schuldenstand des Euroraums und der EU28 stieg auf 93,4% bzw. 86,8% des BIP<\/strong><br>\nDie h&ouml;chsten Verschuldungsquoten verzeichneten am Ende des zweiten Quartals 2013 Griechenland (169,1%), Italien (133,3%), Portugal (131,3%) und Irland (125,7%). Deutschland hat eine Verschuldungsquote von 79.8%.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131030_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131030_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-23102013-AP\/DE\/2-23102013-AP-DE.PDF\">Eurostat [PDF &ndash; 256 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Billion an faulen Krediten belasten Europas Banken<\/strong><br>\nSo viele faule Kredite wie noch nie: Die Banken der Euro-Zone haben der Studie einer Unternehmensberatung zufolge wacklige Forderungen im Wert von fast einer Billion Euro verbucht. Doch es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen L&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nAm meisten faule Kredite haben Banken in Spanien (12,0 Prozent) und Italien (11,5 Prozent) in den B&uuml;chern. Deutschland sei mit 3,2 Prozent dagegen ein Musterknabe. Die Deutsche Bank wies f&uuml;r die ersten neun Monate eine Ausfallrate von 2,5 Prozent aus. Wegen der starken Inlandskonjunktur und dem boomenden Immobilienmarkt rechnet EY f&uuml;r 2014 in Deutschland mit einem R&uuml;ckgang auf 2,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-eine-billion-an-faulen-krediten-belasten-europas-banken-1.1807025\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da ist er wieder &ndash; der &bdquo;Musterknabe Deutschland&ldquo;. W&uuml;rde die Politik auch unser Land einer gnadenlosen Austerit&auml;tspolitik unterwerfen, w&uuml;rde so mancher Haushalt und so manches Unternehmen auch in Schwierigkeiten geraden, seine Kredite p&uuml;nktlich und in voller H&ouml;he zu tilgen. Dann h&auml;tten auch die deutschen &bdquo;Musterknaben-Banken&ldquo; mehr &bdquo;faule Kredite&ldquo; in ihren B&uuml;chern. Man sollte sich lieber auch gar nicht erst vorstellen, was hierzulande passieren w&uuml;rde, wenn der Immobilienmarkt durch politische Ma&szlig;nahmen unter Druck gesetzt w&uuml;rde. Denn wenn die Immobilienpreise kollabieren, wird auch so manche Sicherheit f&uuml;r vergebene Immobilienkredite neu bewertet werden m&uuml;ssen, was dazu f&uuml;hrt, dass Kredite, die heute als &bdquo;gesund&ldquo; gelten, dann als &bdquo;faul&ldquo; gelten w&uuml;rden. Deutschland ist wahrlich kein Musterknabe. Wir haben nur unversch&auml;mtes Gl&uuml;ck, dass die Krise bei uns &bdquo;noch&ldquo; nicht so richtig angekommen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geldpolitik heizt die Verm&ouml;gensinflation an<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomen Michael Bordo und John Landon-Lane von der Rutgers University haben in einer Studie nun systematisch untersucht, wie eine lockere Geldpolitik auf Aktienkurse, Hauspreise und Rohstoffpreise wirkt. Daf&uuml;r wurden Boom-Phasen auf diesen Anlageklassen in 18 OECD-L&auml;ndern von 1920 bis 2011 genauer unter die Lupe genommen. Auch wenn man alternative Erkl&auml;rungen wie eine geringe Inflation und einfach zug&auml;ngliche Kredite (Easy Credit) in Betracht zog, hat die Geldpolitik neben diesen Faktoren einen signifikanten Einfluss auf die Verm&ouml;genspreise. Wachsen die Preise dadurch besonders schnell, ist auch eine folgende &laquo;Korrektur&raquo; festzustellen: Die Blase platzt.  Lockere Geldpolitik definieren die zwei &Ouml;konomen als einen zu niedrigen Leitzins oder einen &uuml;berm&auml;&szlig;igen Anstieg der Geldmenge. F&uuml;r den optimalen Zins wird die Taylor-Regel angewendet, f&uuml;r die Geldmenge ist es die Regel nach Milton Friedman, wonach die Geldmenge nicht mehr als 3% j&auml;hrlich wachsen soll. Gem&auml;&szlig; den Autoren der Studie sind ihre Ergebnisse sehr robust. Es kommt also nicht darauf an, in welchem Land und in welcher Anlageklasse sich die Preisblase  aufbl&auml;hte.<br>\nDoch sollen die Zentralbanken mit ihrer Geldpolitik wirklich etwas gegen Verm&ouml;gensblasen unternehmen? Immerhin ist deren Mandat meist nur, die Inflation unter Kontrolle zu halten und &ndash; etwa beim Fed &ndash; die Arbeitslosigkeit nicht steigen zu lassen. Manche &Ouml;konomen glauben, eine Preisblase im Immobilien- oder Aktienmarkt sollte durch die Finanzregulierung beschr&auml;nkt werden und nicht durch eine restriktivere Geldpolitik, die der gesamten Wirtschaft schaden w&uuml;rde. Die Autoren der Studie glauben, dass die Kosten des Platzens einer Blase ein Eingreifen der Notenbank rechtfertigen k&ouml;nnte. Dazu m&uuml;ssten die Zentralbanken einsch&auml;tzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie eine kommende Finanzkrise einschr&auml;nken k&ouml;nnten. Das ist keine einfache Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/geldpolitik-heizt-die-vermogensinflation-an\/\">FuW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Scheitern auf Raten<\/strong><br>\nIm Rahmen der internationalen Ausweitung von Finanzm&auml;rkten hatten Mikrokredite die Hoffnung geweckt, die Armut im &bdquo;globalen S&uuml;den&ldquo; einzud&auml;mmen und Frauen zu emanzipieren. Doch leider ist keine positive Wirkung der Mikrofinanz nachzuweisen, im Gegenteil: Die Disziplinierung der Armen und die Absch&ouml;pfung von Mehrwert haben zugenommen. Zudem hat der Mikrofinanzsektor eine Reihe verheerender Krisen ausgel&ouml;st. Unser Autor erkl&auml;rt, warum wir nicht mit mehr Schulden mehr soziale Gerechtigkeit schaffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mpg.de\/7541140\/W001_Zur-Sache_012-017.pdf\">MaxPlanckForschung 3\/13 [PDF &ndash; 981 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von kranken Versicherungen: Die Koalitionsverhandlungen und die Gesundheitspolitik<\/strong><br>\nIst die Trennung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung zukunftsf&auml;hig? Wie kriegt man &Auml;rzte dazu, auf dem Land zu arbeiten? Was tun gegen Personalmangel an Kliniken? Die Gesundheitspolitik d&uuml;rfte in den anstehenden Koalitionsverhandlungen eine gro&szlig;e Reibungsfl&auml;che bieten.- Es sei ein Irrtum, dass jemand im Alter wohlhabend sei, nur weil er fr&uuml;her als Selbstst&auml;ndiger gearbeitet hat, sagt Horst Flier. Er rechnet vor, dass er 935 Euro im Monat an Altersbez&uuml;gen hat. Weit &uuml;ber die H&auml;lfte davon zehre seine private Krankenversicherung auf. &ldquo;Das geht also ganz schnell, dass ich insolvent werde und dann keine Miete mehr bezahlen kann, und dann muss ich hier ausziehen und unter die Br&uuml;cken als Obdachloser.&rdquo; Horst Flier leidet seit Jahren an einer Augenkrankheit, er ist inzwischen schwer sehbehindert. Er informiert sich deswegen vor allem &uuml;bers Radio. Wenn er dort h&ouml;rt, es gebe derzeit keine akuten Probleme in der Gesundheitspolitik, dann sch&uuml;ttelt er nur den Kopf. Beim Verband der Privaten Krankenversicherer kennt man Geschichten wie die des ehemaligen Architekten. Doch es gehe um einen Einzelfall, betont der Direktor des PKV-Verbands, Volker Leienbach. Der Verbandsdirektor wei&szlig; auch, dass SPD, Gr&uuml;ne oder Linkspartei F&auml;lle wie den von Horst Flier im Wahlkampf gerne als Argument verwendet haben, um eine Zusammenlegung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu fordern. Doch F&auml;lle wie dieser seien kein Grund, die Krankenversicherung komplett umzugestalten, mahnt er. Der Direktor des PKV-Verbands h&auml;lt das Projekt einer B&uuml;rgerversicherung ohnehin erst einmal f&uuml;r erledigt. In den anstehenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union werde sie kein Thema sein, glaubt Leienbach. Denn CDU und CSU wollen die Trennung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung aufrechterhalten. Und auch in der SPD seien die Kr&auml;fte, die sich f&uuml;r eine B&uuml;rgerversicherung einsetzen, nicht wirklich stark, beobachtet Leienbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/10\/22\/dlf_20131022_1840_b877a634.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Verbandsdirektor der Privaten Krankenversicherer wird wohl Recht behalten. Und bei der Bew&auml;ltigung der Klinikkosten oder der &auml;rztlichen Versorgung in der Fl&auml;che ist von den Akteuren in Gesundheitsbereich auch in diesem Beitrag kein Masterplan in Sicht. Es wird wohl auch hier auf Sicht gefahren. Neoliberale Sicht, d.h. Privatisierung allerorten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mythos Armutseinwanderung<\/strong><br>\nDie offizielle Statistik ist zumindest eindeutig: Bislang kann von einer massenhaften Ausnutzung des Sozialsystems durch Zuwanderer aus den beiden EU-L&auml;ndern keine Rede sein. 9,3 Prozent aller in Deutschland lebenden Rum&auml;nen und Bulgaren bezogen Ende des vergangenen Jahres Sozialleistungen. Damit lagen sie deutlich unter dem Durchschnitt der ausl&auml;ndischen Bev&ouml;lkerung (15,9 Prozent) und etwas &uuml;ber der Quote der gesamten Bev&ouml;lkerung (7,4 Prozent). Belege f&uuml;r die Behauptung, dass Rum&auml;nen und Bulgaren in gro&szlig;em Stil als Scheinselbstst&auml;ndige unberechtigterweise aufstockende Leistungen kassieren, gibt die Statistik nicht her. Zwar ist in der rum&auml;nischen und bulgarischen Bev&ouml;lkerung der Anteil an Selbstst&auml;ndigen unter den Hartz-IV-Beziehern mit 5,1 Prozent deutlich h&ouml;her als im Durchschnitt der Bev&ouml;lkerung insgesamt (2,1 Prozent). In absoluten Zahlen sind es laut IAB bundesweit aber gerade einmal 1500 Selbstst&auml;ndige, die aufstocken. Ein weiterer h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;erter Vorwurf lautet, dass kinderreiche Familien herkommen, um Kindergeld zu beziehen, das jedem EU-B&uuml;rger mit Wohnsitz in Deutschland zusteht. Auch daf&uuml;r l&auml;sst sich kein Beleg finden. 7,9 Prozent der Rum&auml;nen und Bulgaren bekamen Ende 2012 die staatliche Leistung f&uuml;r ihren Nachwuchs. Zum Vergleich: Doppelt so viele, n&auml;mlich 15,3 Prozent der ausl&auml;ndischen und 10,7 Prozent der gesamten Bev&ouml;lkerung hatten zum gleichen Zeitpunkt Anspruch auf Kindergeld. ..<br>\nSind die Klagen &uuml;ber eine Armutsmigration also alle aufgebauscht? Nicht grunds&auml;tzlich, r&auml;umt der IAB-Experte ein. Aber das Problem konzentriere sich auf einige wenige St&auml;dte wie Duisburg, Dortmund oder Berlin. Dort ist nicht nur die Arbeitslosigkeit besonders hoch, in Berlin etwa bezieht fast ein F&uuml;nftel der bulgarischen und rum&auml;nischen Bev&ouml;lkerung Sozialleistungen. Hinzu kommen aber Belastungen der &ouml;ffentlichen Haushalte durch Leistungen f&uuml;r Obdachlose, Krankenversicherung oder die Integration von Schulkindern. Diese Kosten m&uuml;ssen die Kommunen zahlen, obwohl sie kaum etwas von den zus&auml;tzlichen Einnahmen &uuml;ber Steuern und Abgaben haben. Wenn die neuen Migranten flei&szlig;ig in die Sozialkassen zahlen, profitieren davon Sozialversicherungssysteme wie die Rentenversicherungen. Rein &ouml;konomisch betrachtet sind Ertr&auml;ge und Kosten der Zuwanderung in Deutschland sehr ungleich verteilt, kritisiert Br&uuml;cker. &bdquo;Das ist ein Verteilungsproblem, aber das muss in Deutschland gel&ouml;st werden.&ldquo; Die EU-Kommission hat damit nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/einwanderung--mythos-armutseinwanderung,1473632,24814788.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der EU droht die feindliche &Uuml;bernahme<\/strong><br>\nEurokritiker und Rechtspopulisten hoffen bei den Europawahlen im kommenden Mai auf starken Zulauf. Sie alle eint das Motto: &bdquo;Wo Europa ist, da ist das Problem.&ldquo;  Auf bis zu zwanzig Prozent sch&auml;tzt der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber den Stimmenanteil der europakritischen Kr&auml;fte. Der EU droht die feindliche &Uuml;bernahme. Eine bunte Truppe macht gegen Europa mobil. Schr&auml;ge V&ouml;gel wie Nigel Farage, die die EU als Ganzes ablehnen und auf nationaler Souver&auml;nit&auml;t beharren. Blo&szlig;e Euro-Kritiker wie die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD). Neue Anti-Establishment-Bewegungen, die auf Politikverdrossenheit setzen, wie der Milliard&auml;r Andreij Babis in Tschechien. Offen ausl&auml;nderfeindliche Parteien wie der Front National in Frankreich oder rechtspopulistische Kr&auml;ften wie der Niederl&auml;nder Geert Wilders. Dazu kommen linke Europa-Kritiker wie der Italiener Beppe Grillo, der seine Kritik an der Euro-Rettungspolitik zuletzt mit Spr&uuml;chen gegen Fl&uuml;chtlinge w&uuml;rzte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/rechtspopulisten-der-eu-droht-die-feindliche-uebernahme,1472596,24805586.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Irakkrieg: Wir wollten jemandem in den Hintern treten<\/strong><br>\nEin neues Buch deckt Hintergr&uuml;nde des US-Einmarschs im Irak auf und beleuchtet, wie das seinen Lauf nehmende Desaster George W. Bush zusetzte. Nahezu t&auml;glich explodieren Bomben, mindestens 5000 Tote sind allein 2013 zu beklagen: Zehn Jahre nach dem US-Einmarsch im Irak kommt das Zweistromland nicht zur Ruhe, von einer bl&uuml;henden Demokratie kann keine Rede sein. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Blutvergie&szlig;ens im Irak berichtet nun Peter Baker, der Washingtoner B&uuml;rochef der &laquo;New York Times&raquo;, in einem soeben erschienenen und sorgsam recherchierten Buch (&laquo;Days of Fire: Bush and Cheney in the White House&raquo;) &uuml;ber Interna der Bush-Administration sowie die Hintergr&uuml;nde der Intervention im Irak. Was l&auml;ngst vermutet wurde, wird in Bakers Buch best&auml;tigt: Weil der US-Angriff auf Afghanistan nur Monate nach 9\/11 nicht genug Schlachtenl&auml;rm ausl&ouml;ste, musste ein richtiger Krieg mit Panzern und Divisionen her. &laquo;Der einzige Grund, warum wir in den Irak einmarschiert sind, war der Umstand, dass wir jemandem wirklich in den Hintern treten wollten &ndash; Afghanistan war zu leicht&raquo;, sagte ein Berater Bushs gegen&uuml;ber Baker. Nachdem sich der Krieg l&auml;ngst als Debakel erwiesen hatte, Millionen Iraker gefl&uuml;chtet und Hunderttausende gestorben waren, reflektierte Bush im Beisein von Verteidigungsminister Robert Gates und Generalstabschef Mike Mullen im Sommer 2008 &uuml;ber seine 2002 getroffene Entscheidung zum Einmarsch: &laquo;Ich habe alle am Tisch Anwesenden angesprochen, alle Verantwortlichen: Sind Sie dabei? Haben Sie Zweifel?&raquo; Niemand habe daraufhin Einspruch erhoben, so Bush. Bedenken angemeldet hatte lediglich Bushs enge Vertraute Karen Hughes, eine PR-Spezialistin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Wir-wollten-jemandem-in-den-Hintern-treten\/story\/11582408\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gegen Ende des Artikels hei&szlig;t es: &ldquo;Trotz des 2008 unterzeichneten &laquo;Strategischen Rahmenabkommens&raquo; zwischen Bagdad und Washington ist der amerikanische Einfluss im Irak begrenzt.&rdquo; Vor diesem Hintergrund ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, dass es tats&auml;chlich noch Journalisten gibt die Beitr&auml;ge verfassen wie &ldquo;Deutschland wird am Hindukusch verteidigt &ndash; auch nach 2014&rdquo; und darin hei&szlig;t es z.B.: &ldquo;Ohne den Eingriff des Westens aber w&auml;ren Millionen Leben sehr viel schlechter verlaufen. Die Afghanen haben jetzt die Chance, die sie ohne UNO, USA und NATO nie bekommen h&auml;tten: ein selbstbestimmtes politisches Gemeinwesen zu entwickeln. &hellip; wir m&uuml;ssen unserem Anspruch gerecht werden, in ihrem Land dauerhafte Spuren der Sicherheit, der Verbesserung der Lebensverh&auml;ltnisse, des wirtschaftlichen Aufschwungs, kurz: der Hoffnung zu hinterlassen. In unserem ureigenen Interesse.&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2270123\/\">Schon die Ausgangseinsch&auml;tzung ist grundfalsch<\/a>: &ldquo;2001 erkl&auml;rten militante Islamisten aus Afghanistan heraus der Welt den Krieg. Ein Krieg, der sich in den Anschl&auml;gen vom 11. September manifestierte, in den Attentaten von Madrid, London, Istanbul, Bali. Und diese Kriegserkl&auml;rung galt auch der Bundesrepublik Deutschland als Teil der internationalen Gemeinschaft.&rdquo; <\/em><br>\n<em>Was soll das? Kein Paschtune ist je bei irgendeinem Attentat au&szlig;erhalb Afghanistans gesichtet worden. Al-Qaida in Afghanistan ist l&auml;ngst besiegt. Das Traurige ist, dass die Taliban seinerzeit zu Gespr&auml;chen bereit waren, wie man Al-Qaida loswerden k&ouml;nne.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Afghanistan: Clan-Milizen wittern Morgenluft<\/strong><br>\nNach zw&ouml;lf Jahren internationalen Engagements sind die Taliban wieder erstarkt. Und statt, wie versprochen, regul&auml;re Sicherheitskr&auml;fte gem&auml;&szlig; rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen auszubilden, hat die regul&auml;re Macht lediglich Krieger rekrutiert. Und die besch&uuml;tzen die Bev&ouml;lkerung nicht, sondern wenden sich sogar gegen sie&hellip;<br>\nMehr als zehn Jahre lang haben Politiker der deutschen &Ouml;ffentlichkeit erkl&auml;rt, Deutschland lege bei seiner Mission, in Afghanistan Sicherheitskr&auml;fte aufzubauen, besonderen Wert auf Rechtsstaatlichkeit, k&uuml;nftige Polizisten sollten sich wie Beamte verhalten, die dem B&uuml;rger gegen&uuml;ber korrekt auftreten. Im ISAF-Hauptquartier jedenfalls l&ouml;st das K&uuml;rzel &ldquo;ALP&rdquo;, &ldquo;Afghanische Lokal-Polizei&rdquo;, durchaus freundliches Nicken aus&hellip;<br>\nVertreter der afghanischen Zivilgesellschaft jedenfalls halten diesen Hilfspolizei-Einsatz, jene neueste Wendung in der ISAF-Strategie, f&uuml;r eine Katastrophe. Das zugrunde liegende Motiv daf&uuml;r liege auf der Hand: Rasch abziehen k&ouml;nnen, dabei die Verluste unter den ISAF-Milit&auml;rs reduzieren und in den nationalen Verteidigungshaushalten der ISAF-Staaten die Kosten senken&hellip;<br>\nBereits 2011 ver&ouml;ffentlichte die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch einen umfangreichen Report &uuml;ber die Afghanische Lokalpolizei ALP unter dem Titel: &ldquo;Just don&rsquo;t call it a militia&rdquo; &ndash; &ldquo;Sag einfach nicht Miliz dazu&rdquo;. Darin wurden zahlreiche F&auml;lle von willk&uuml;rlichen Morden, Schutzgelderpressung und sexuellen &Uuml;bergriffen durch die neue Afghanische Lokalpolizei aufgelistet.<br>\nBesonders schlimme &Uuml;bergriffe ereigneten sich in der Provinz Kundus, also unter der direkten Aufsicht des deutsch gef&uuml;hrten Regionalkommandos Nord&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2302051\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Elend der Lehrer<\/strong><br>\nDer Erfolg eines Schulsystems h&auml;ngt von denen ab, die es tragen. Die hyperaktive Bildungspolitik &uuml;berlastet Lehrer mit unsinnigen Aufgaben und nimmt ihnen die Zeit f&uuml;r die wichtigen. In all den aufgeregten Bildungsdebatten, dem so genannten PISA-Schock, sind solche Stimmen aus der Praxis kaum vernehmbar.  Lehrer werden als neutral f&uuml;r den Erfolg des p&auml;dagogischen Systems angesehen. So als ob weder ihre Ausbildung, noch ihre Motivation und erst recht nicht ihre Arbeitsbelastung f&uuml;r den Bildungserfolg der Sch&uuml;ler eine Rolle spielte. Ohne dass es in der &Ouml;ffentlichkeit zu irgendwelchen Diskussionen gekommen w&auml;re, hat die Arbeitsbelastung f&uuml;r Lehrer in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Immer noch ist vielen Menschen nicht klar, dass Lehrer nach Unterrichtsschluss nicht ein Nachmittag voller M&uuml;&szlig;iggang erwartet, sondern noch einige Stunden Arbeit. Manch einer, der &uuml;ber faule Lehrer schimpft, arbeitet selbst sicher weniger: Im Durchschnitt rund 56 Stunden pro Woche sind es f&uuml;r Lehrer zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, wie eine Studie der Projektgruppe &ldquo;Qualit&auml;t, Arbeit und Gesundheit in Schulen&rdquo; 2007 festgestellt hat. Die meisten Bundesl&auml;nder haben die Ausbildungszeiten der Referendare verk&uuml;rzt und setzen sie schon fr&uuml;h wie vollwertige Lehrer ein. Wenn die neuen Referendare jetzt im November ihren Dienst an nordrhein-westf&auml;lischen Schulen beginnen, m&uuml;ssen sie schon nach 30 Schultagen zum ersten Mal alleine vor einer Klasse stehen. Von da an werden sie fast wie vollwertige Lehrer &ldquo;bedarfsdeckend&rdquo; eingesetzt &ndash; aber wie Lehrlinge bezahlt. Die Schulpolitik spart an der Ausbildung der zuk&uuml;nftigen Lehrer, nat&uuml;rlich auch auf Kosten des Lernerfolgs der Sch&uuml;ler, die von weitgehend unerfahrenen Referendaren unterrichtet werden. Doch auch diese Ma&szlig;nahme f&uuml;hrte zu keinem &ouml;ffentlichen Aufschrei, noch nicht einmal zu vernehmbarer Kritik der Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/schulpolitik-das-elend-der-lehrer\/8984614.html\">WiWo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Des Weiteren geht der Autor des Artikels auf die &Uuml;berforderung der Lehrer durch viele bildungspolitische Neuerungen der letzten Zeit ein. So zeigt er am Beispiel der &ldquo;individuellen F&ouml;rderung&rdquo; und der sogenannten &ldquo;Inklusion&rdquo;, d.h. der Eingliederung aller bislang in F&ouml;rderschulen unterrichteten Sch&uuml;ler auf, dass diese Neuerungen in der gegenw&auml;rtigen Situation auf dem R&uuml;cken der Lehrer und letztlich zu Lasten des Bildungsniveaus der Sch&uuml;ler erfolgen. &ldquo;Die von der UNO protegierte Idee der Anerkennung von Vielfalt und  der Nicht-Diskriminierung Behinderter stellt Lehrer im Schulalltag oft vor gewaltige Anforderungen: Da als behindert auch Kinder mit extrem auff&auml;lligem Sozialverhalten gelten, haben Lehrer in Inklusionsklassen nun manchmal nicht nur die &uuml;blichen ein bis zwei St&ouml;renfriede, sondern unter Umst&auml;nden eine Handvoll. Noch kommen in Inklusionsklassen in den meisten Bundesl&auml;ndern zus&auml;tzlich zum eigentlichen Lehrer besonders ausgebildete P&auml;dagogen zum Einsatz. Doch diese werden nach und nach abgezogen. In Hamburg zum Beispiel werden die meisten Inklusionsklassen bereits von einem einzigen Lehrer unterrichtet.&rdquo; (Man mag gar nicht daran denken mit welchem Aufwand Sch&uuml;ler mit Lernschwierigkeiten, Teilleistungsst&ouml;rungen (z.B. Dysphasien, LRS etc.) Verhaltensauff&auml;lligkeiten in Finnland betreut werden) &ndash; Ganz unabh&auml;ngig vom Sinn diverser Methoden wie dem &ldquo;selbst entdeckenden Lernen&rdquo;, dem &ldquo;forschend-entwickelnden&rdquo; oder dem &ldquo;fragend-entwickelnden Unterricht&rdquo; sind unsere Schulen personell &uuml;berfordert, denn all diese Neuerungen bedeuten einen betr&auml;chtlichen Mehraufwand f&uuml;r jeden Lehrer, der eigentlich nur durch eine Aufstockung des Lehrpersonals aufgefangen werden k&ouml;nnte. Jeder dritte Lehrer leidet mittlerweile laut einer Studie der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter Schlafst&ouml;rungen, 80 Prozent empfinden einen enormen Leistungsdruck. Trotz aller Sonntagsreden unserer Politiker &uuml;ber Investitionen in Bildung und Ausbildung, geschieht in dieser Richtung nichts &ndash; im Gegenteil Sparhans regiert. &ndash; Zum Ende des Artikels meint ein Lehrer: &ldquo;Lasst uns Lehrer einfach unseren Job machen. Vertraut uns und fahrt uns nicht andauernd in die Parade!&rdquo; Das ist dann doch zu einfach. Da w&auml;re z.B. die Frage, ob in Deutschland tats&auml;chlich die bestgeeigneten Studenten Lehrer werden. Ist es nicht eher so, dass das Ansehen der Lehrer in Deutschland so heruntergewirtschaftet wurde, dass nur zu oft diejenigen Lehrer werden, denen nichts anderes &uuml;brig bleibt.<\/em><br>\n<em>Im Artikel &ldquo;<a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2013\/10\/29\/bessere-lehrer_innen-braucht-das-land\/\">Bessere LehrerInnen braucht das Land<\/a>&rdquo; wird vom Versuch eines Eignungstestes f&uuml;r angehende LehrerInnen in Passau berichtet. In Finnland verf&auml;hrt man allerdings weitaus rigoroser. Vor Studienbeginn wird streng selektiert, allerdings melden sich auch weitaus mehr Studenten zu diesem in Finnland &auml;u&szlig;ert angesehenen Beruf.<\/em><br>\n<em>Jens Wernicke bringt unter dem Titel &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/interview-zur-dyskalkulie-rechenschwaeche-ist-eine-erfundene-krankheit-a-928038.html\">Rechenschw&auml;che gibt es nicht<\/a>&rdquo; ein &auml;u&szlig;erst interessantes Interview mit dem Mathematikdidaktiker Wolfram Meyerh&ouml;fer. Deutlich wird, wie viel menschliche Ressourcen unser Schulsystem ungenutzt l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Versagen der Meinungsmacher: Was ist mit dem politischen Journalismus los?<\/strong><br>\nIm Unterschied zu den Parteien, bei denen nach Wahlniederlagen das F&uuml;hrungspersonal ausgewechselt wird, machen wir Journalisten einfach weiter. Statt die F&uuml;hrung der Gr&uuml;nen danach zu fragen, ob sie ihre Mitglieder von Schwarz-Gr&uuml;n &uuml;berzeugen k&ouml;nnten, m&uuml;ssten wir Journalisten uns auch einmal selbst fragen, ob wir die Alternativen zum Lagerwahlkampf rot-gr&uuml;n gegen schwarz-gelb tats&auml;chlich ausgeleuchtet haben. Ist es nicht vielmehr so, dass Lagerwahlkampf und Gro&szlig;e Koalition schon deshalb am wahrscheinlichsten sind, weil sie am bequemsten sind, weil sie weder von den Politikern noch von uns Journalisten neues, ungewohntes Selber-Denken fordern? Mehr analytischen als repr&auml;sentativen Journalismus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2293916\/\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Geht es wirklich nur um Bequemlichkeit? Zum Teil sicherlich, aber gravierender ist doch, dass der Journalismus Teil des Lagerkampfes war und ist. Erb&auml;rmlich, wie die Linkspartei mit unterirdischen Wertungen in das &ouml;ffentlich Aus verwiesen wurde und erst als es galt, der SPD noch eins draufzusetzen, wieder aus der Versenkung geholt wurde. Erb&auml;rmlich, wie Steinbr&uuml;ck wegen seiner Nebeneinnahmen durch unz&auml;hlige Artikel und Talkrunden gehetzt wurde. Dabei wissen Journalisten und Politiker doch ganz genau, dass diese Nebent&auml;tigkeiten mehrheitlich Usus sind und sich in der H&ouml;he des Honorars und in den Auftrittsm&ouml;glichkeiten nach der Prominenz des Politikers richten. Politiker wie Lafontaine, der alle seine Honorare spendet, sind rar. Schauen wir uns demgegen&uuml;ber z.B. die Parteispenden der Familie Quandt an und wie kurz diese in der Tagespresse aufschlugen. Nat&uuml;rlich kassiert die Kanzlerin nicht das Geld und selbstverst&auml;ndlich ist auch  sie Autokanzlerin wie Schr&ouml;der, aber diese Spenden k&ouml;nnen und sollen helfen, der Kanzlerin und der Union, &uuml;bertragen, dem plutokratischen Geist der Republik die Herrschaft zu sichern. Was den Profiten schadet, wie z.B. &ldquo;equal pay&rdquo; in der Leiharbeit, ist des Teufels. Und wer die Profite sichert, dem kann geholfen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r Tagesspiegel sind auch unqualifizierteste Zwischenrufe Journalismus<\/strong><br>\nDiejenigen, die Weidenfelds &ldquo;Journalismus&rdquo; kennen, wird es kaum &uuml;berraschen, dass sie den Mindestlohn &ldquo;falsch&rdquo; findet. Ihre zynische &ldquo;Begr&uuml;ndung&rdquo;:<br>\n&ldquo;Wer sagt, dass w&uuml;rdige Arbeit erst da anf&auml;ngt, wo sie ihren Mann oder ihre Frau ern&auml;hrt, verkennt ein paar Dinge. Erstens &uuml;bersieht er den Wert von Arbeit. Arbeit ist an sich w&uuml;rdig. Wer arbeitet, f&uuml;llt sein Leben mit Sinn. Er arbeitet in gesellschaftlichen Bez&uuml;gen, steht f&uuml;r die Arbeit regelm&auml;&szlig;ig auf, trifft Kollegen und Vorgesetzte. Arbeit ist f&uuml;r die meisten Erwachsenen im Land ein zentraler Ort des Austauschs, des Miteinanders, der Teilhabe.&rdquo;<br>\nWozu da Arbeit auch noch bezahlen (hallo Tagesspiegel, Einsparpotenzial, wir empfehlen eiligst ein Mitarbeitergespr&auml;ch mit Ursula Weidenfeld!), wird sich der Weidenfeld-Kenner da sogleich fragen. Und tats&auml;chlich trumpft Weidenfeld unmittelbar daran ankn&uuml;pfend hiermit auf:<br>\n&ldquo;Wenn Arbeit an sich w&uuml;rdig ist, dann ist sie auch dann w&uuml;rdig, wenn sie schlecht bezahlt wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/mindestlohnursula-weidenfeldjournalismus-fur-tagesspiegel-sind-auch-unqualifizierteste-zwischenrufe-journalismus\/#sthash.xRs5EaHJ.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die n&uuml;tzliche Armut<\/strong><br>\nKonferenz zur Armut heute: Begriffliche Bestimmung, Tiefenschau und Alternativen gegen die Fortf&uuml;hrung eines n&uuml;tzlichen Zustands.<br>\n&bdquo;Uns geht es doch gut&ldquo; &ndash; beruhigt die Kanzlerin mit Blick auf die grassierende Verelendung in anderen EU-Staaten. &bdquo;Uns&ldquo; &ndash; das sind diejenigen in gut bezahlten und sicheren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und die ohnehin reichen Gewinner der gro&szlig;en Umverteilung. Und die von allen etablierten Parteien getragene Agenda 2010 habe doch wirtschaftliche Erfolge gebracht, von denen letztlich alle profitieren w&uuml;rden: die Deregulierung der Arbeitswelt, die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit und die Konsolidierung der sozialen Sicherungssysteme. Doch  tats&auml;chlich hat sich die Armut<br>\nversch&auml;rft, bei Arbeitslosen, Rentner\/innen und  Grundsicherungsbeziehenden genauso wie bei Arbeitnehmer\/innen. Nicht nur ungelernte Arbeitnehmer\/innen sind betroffen, sondern auch Facharbeiter\/innen in der Leiharbeit, Dienstleister\/innen und Akademiker\/innen. Von der Armut bzw. Mittelk&uuml;rzungen betroffen sind auch die &bdquo;Armutsverwalter&ldquo; in staatlichen Beh&ouml;rden und Sozialleistungstr&auml;ger, die ihrerseits bei ihren Auftr&auml;gen zu wenig zahlen&hellip;&rdquo; Aufruf und Programm bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW zur Tagung\/Konferenz am 23.11.2013 (ganzt&auml;gig) an der Universit&auml;t Wuppertal, Campus Freudenberg, H&ouml;rsaalzentrum, Wuppertal. Mit Prof. Dr. Heinz S&uuml;nker, Prof. Dr. Helga Spindler, Dr. Rudolf Martens, Prof. Dr. Michael Vester, Prof. Dr. Klaus D&ouml;rre, Prof. Dr. Stefan Selke, Gabriele Zimmer (MdEP), Michaela Hofmann, Martin Behrsing, Guido Gr&uuml;ner, Michael B&auml;ttig, Frank J&auml;ger, Kathrin Hartmann, Wolfgang Storz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrw.rosalux.de\/nc\/event\/49135\/die-nuetzliche-armut.html\">Rosa Luxemburg Stiftung NRW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sibille Merz: &ldquo;Das politische wie soziale Klima in Gro&szlig;britannien ist derzeitig eisig&rdquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Sibille Merz &uuml;ber Austerit&auml;tspolitik, Ausgrenzung und die Krise in Gro&szlig;britannien. Merz ist Promovendin am Goldsmiths College der University of London. Sie hat in dem Sammelband &ldquo;Nation &ndash; Ausgrenzung &ndash; Krise. Kritische Perspektiven auf Europa&rdquo;, der im Juni 2013 erschienen ist, einen Artikel zu dem Thema dieses Interviews verfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1220\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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