{"id":19094,"date":"2013-10-31T09:15:23","date_gmt":"2013-10-31T08:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094"},"modified":"2013-10-31T09:58:38","modified_gmt":"2013-10-31T08:58:38","slug":"hinweise-des-tages-1998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h02\">Spanien: Rezession oder nicht Rezession, das ist hier die Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h03\">JP Morgan sieht &ldquo;extremsten &Uuml;berschuss&rdquo; der globalen Liquidit&auml;t aller Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h04\">Bessere Eurodaten aus schlechten Gr&uuml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h05\">Linker Neustart in Griechenland? Wie ein Olivenbaum die griechische Sozialdemokratie retten soll&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h06\">Noch ein verungl&uuml;ckter Versuch den Mindestlohn als zu hoch und Arbeitsplatz gef&auml;hrdend einzustufen vom RWI und in der FAZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h07\">Wie die Krankenhauslobby aus Kostengr&uuml;nden bessere Versorgung verhindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h08\">Hinweis zum Beitrag: Sozialer Arbeitsmarkt&rdquo; &ndash; Ein noch gigantischerer und zudem entw&uuml;rdigender Niedriglohnsektor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h09\">Tunesische Fachkr&auml;fte in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h10\">Die g&uuml;nstigen Helfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h11\">Schub f&uuml;r kommunale Investitionen st&auml;rkt nachhaltige Wirtschaftsentwicklung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h12\">Food stamps will get cut by $5 billion this week &mdash; and more cuts could follow<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h13\">Geld. Macht. Partei.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h14\">Jetzt unterzeichnen: Verborgene Lobbyarbeit in EU beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h15\">BMW, Daimler &amp; Co. &ndash; Die Meisterst&uuml;cke der deutschen Autolobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h16\">Gericht kippt Telekom-Drosselung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h17\">Schwarz-roter &raquo;Politikwechsel light&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h18\">Wie zivil ist die Forschung? &ndash; Universit&auml;ten k&ouml;nnen ihre Wissenschaftler vor R&uuml;stungsauftr&auml;gen sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h19\">Das Schweigen der Zeitungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h20\">Die TV-Quoten vom 29.10.2013<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Glen Greenwald &ndash; &ldquo;Der &Uuml;berwachungsstaat ergreift nun die Macht im Netz&rdquo;<\/strong><br>\nGemeinsam mit Edward Snowden deckte er den NSA-Skandal auf. Im Interview spricht Glenn Greenwald &uuml;ber die Macht von Enth&uuml;llungen und journalistische Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2013-10\/Glenn-Greenwald-Snowden-Interview\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Ossietzky zu Snowden<\/strong><br>\nWer &uuml;ber Edward Snowden schreibt, der darf von Carl von Ossietzky nicht schweigen. Wer die Frage er&ouml;rtert, ob der Computerexperte f&uuml;r seine Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Totalaussp&auml;hung des US-Geheimdienstes NSA Medaille oder Freiheitsstrafe verdient, sollte sich an den Herausgeber der &ldquo;Weltb&uuml;hne&rdquo; erinnern.<br>\nSnowden ist nicht Ossietzky, aber die &Auml;hnlichkeit ihrer Motive ist verbl&uuml;ffend. Ossietzky warnte die noch junge, doch schon sterbenskranke deutsche Demokratie vor ihrem Feind in Uniform, vor der Reichswehr, die von der &Ouml;ffentlichkeit unbemerkt v&ouml;lkerrechtswidrig zum n&auml;chsten Krieg r&uuml;stete. Snowden warnt die Welt vor der Zerst&ouml;rung der Demokratie durch die Totalausforschung der Menschen durch die NSA, vor dem Totalverlust der Privatsph&auml;re, dem totalit&auml;ren Anspruch der Regierung Obamas, in jedem Land jedermann &ndash; vom Arbeitslosen bis zur Bundeskanzlerin &ndash; ausforschen zu d&uuml;rfen.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich lassen sich beide als Verr&auml;ter betrachten, aber das kann und darf nur der, der die Demokratie f&uuml;r eine Zivilisationskrankheit, jedenfalls f&uuml;r eine l&auml;stige St&ouml;rung der Machtentfaltung h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/enthuellungen-von-ossietzky-zu-snowden,1472786,24804124.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA kopiert unverschl&uuml;sselte Mails von Google-Servern<\/strong><br>\nKryptotechnik sch&uuml;tzt Gmail-Nutzer, wenn sie eine Nachricht schreiben &ndash; aber nur bis die E-Mail auf Google-Servern landet. Offenbar kann die NSA hier Daten direkt abgreifen. Der US-Geheimdienst feiert den Erfolg mit einem fies grinsenden Smiley. W&auml;hrend Google sich &ldquo;aufgebracht&rdquo; zeigt, wiegelt NSA-Chef Alexander ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/attacke-auf-rechenzentren-nsa-kopiert-unverschluesselte-mails-von-google-servern-1.1807864\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>NSA infiltrates links to Yahoo, Google data centers worldwide, Snowden documents say<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_05.jpg\" alt=\"NSA infiltrates links to Yahoo, Google data centers worldwide, Snowden documents say\" title=\"NSA infiltrates links to Yahoo, Google data centers worldwide, Snowden documents say\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/nsa-infiltrates-links-to-yahoo-google-data-centers-worldwide-snowden-documents-say\/2013\/10\/30\/e51d661e-4166-11e3-8b74-d89d714ca4dd_story.html?hpid=z1\">Washington Post<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zur Erkl&auml;rung, da die SZ (wie andere Medien auch) die Fachbegriffe ziemlich unverst&auml;ndlich verschwurbelt. Aus Snowdens Dokumenten geht hervor, dass die NSA die automatische Verschl&uuml;sselung von Mails zwischen Ihrem Rechner und dem Mail-Server von Google und Co. aushebeln und die Mails dadurch im Klartext abfischen kann. Das hat nichts mit der Verschl&uuml;sselung von Mails mit S\/MIME und (Open)PGP zu tun, die wir Ihnen bereits vor Monaten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18058\">ans Herz gelegt haben<\/a>. Diese Techniken verschl&uuml;sseln die Mail &uuml;ber den gesamten &bdquo;Postweg&ldquo;. Die Mail wird erst auf dem Rechner des Empf&auml;ngers entschl&uuml;sselt und die NSA hat dadurch (fast) keine M&ouml;glichkeit, an den Klartext zu kommen. Daf&uuml;r m&uuml;sste die NSA schon ihren Rechner oder den Rechner des Empf&auml;ngers direkt angreifen, was zwar m&ouml;glich, aber verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig aufwendig ist. Wenn sie kein Al-Quaida-Terrorist sind oder im Bereich Forschung und Entwicklung in einem &bdquo;interessanten&ldquo; Unternehmen arbeiten, sollten sie daher mit einer Verschl&uuml;sselung via S\/MIME und (Open)PGP sicher sein, dass die NSA ihre Mails nicht lesen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NSA soll Papst Franziskus ausspioniert haben<\/strong><br>\nIm Zentrum der Aufmerksamkeit: Vom NSA-Abh&ouml;rskandal ist vermutlich auch der Vatikan betroffen. Nicht nur internationale Regierungschefs, auch Papst Franzikus soll vom amerikanischen Geheimdienst ausgehorcht worden sein. [&hellip;]<br>\nWie die italienische Wochenzeitschrift Panorama schreibt, soll vom NSA-Abh&ouml;rskandal auch der Vatikan betroffen sein. Unter den zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 in Italien abgeh&ouml;rten Telefonaten seien auch Verbindungen aus dem und in den Vatikan, berichtet Panorama in einer Vorabver&ouml;ffentlichung. Dies gehe aus den Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden hervor.<br>\nBef&uuml;rchtet werde demnach nun, dass auch die Telefonate von Kirchenvertretern direkt vor dem Konklave im M&auml;rz belauscht wurden. Unter anderem soll das G&auml;stehaus Domus Internationalis Paolo VI in Rom betroffen sein, wo Kadinal Jorge Bergoglio vor seiner Wahl zum Papst mit anderen Klerikern wohnte. Damit k&ouml;nnte die NSA Panorama zufolge auch die Unterhaltungen des zuk&uuml;nftigen Papstes mitgeh&ouml;rt haben. Aus den Wikileaks-Dokumenten gehe hervor, dass Bergoglio schon seit 2005 im Fokus des amerikanischen Geheimdienstes stand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abhoer-affaere-nsa-soll-papst-franziskus-ausspioniert-haben-1.1807572\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA durfte Merkel abh&ouml;ren<\/strong><br>\nEinem Bericht der New York Times zufolge waren Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA autorisiert, weit mehr als nur die Metadaten der Kommunikation der Kanzlerin abzufischen. Ihnen war es demnach auch erlaubt, Merkels Gespr&auml;che im wahrsten Sinne des Wortes abzuh&ouml;ren. Die New York Times beruft sich auf anonyme Beamte.<br>\nOb jemals Gespr&auml;chsprotokolle in Geheimdienstberichten aufgetaucht oder gar dem Wei&szlig;en Haus vorgelegt worden sind, konnten die Beamten laut New York Times nicht mit Sicherheit sagen. Sie hielten es aber f&uuml;r wahrscheinlich, dass einige Gespr&auml;che aufgezeichnet worden seien &ndash; allein, weil die NSA sich so lange auf Merkel konzentriert habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ausspaehung-von-bundeskanzlerin-merkel-obama-will-arbeit-der-geheimdienste-ueberpruefen-1.1806190\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was f&auml;llt der S&uuml;ddeutschen eigentlich ein, eine solche &Uuml;berschrift zu w&auml;hlen? Auch wenn die Abh&ouml;raktivit&auml;ten der NSA (und dies betrifft beileibe nicht nur das Kanzler-Handy) im Ausland durch die US-Administration angewiesen und gedeckt sind, so verst&ouml;&szlig;t eine &uuml;bergro&szlig;er Teil doch immer noch gegen die nationalen Gesetze in den L&auml;ndern, in denen abgeh&ouml;rt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spanien: Rezession oder nicht Rezession, das ist hier die Frage<\/strong><br>\nSo melden die Nachrichten heute, dass Spanien seine zweij&auml;hrige Rezession &uuml;berwunden hat, weil die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,1 Prozent zugelegt hat &ndash; gegen&uuml;ber Vorquartal. Gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal war die Entwicklung jedoch weiterhin negativ (-1,2%), wie ein Blick auf die Internetseite des spanischen Amts f&uuml;r Statistik zeigt. \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_01_g.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_01.jpg\" alt=\"Spanien: Rezession oder nicht Rezession, das ist hier die Frage\" title=\"Spanien: Rezession oder nicht Rezession, das ist hier die Frage\"><\/a><\/p>\n<p>Nicht einmal laut g&auml;ngiger Definition ist die spanische Wirtschaft also aus der Rezession herausgewachsen. Dar&uuml;ber hinaus sind 0,1 Prozent kaum messbar und liegen absolut im Bereich der Fehlerbandbreite bei der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/konjunkturspanienewurezession-rezession-oder-nicht-rezession-das-ist-hier-die-frage\/#sthash.IJ7kd5Nk.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>JP Morgan sieht &ldquo;extremsten &Uuml;berschuss&rdquo; der globalen Liquidit&auml;t aller Zeiten<\/strong><br>\nFalls Sie denken, dass viel zu viel Geld durchs globale Finanzsystem schwappt und instabile Anlageboomphasen verursacht, sind Sie nicht allein.<br>\nEin neuer Bericht von JP Morgan besagt, dass die bankeigene Messung der &uuml;bersch&uuml;ssigen globalen Geldmenge ein Allzeithoch erreicht hat.<br>\n&ldquo;Die aktuelle Episode &uuml;bersch&uuml;ssiger Liquidit&auml;t, die im Mai 2012 begann, scheint hinsichtlich ihrer Gr&ouml;&szlig;e die extremste &uuml;berhaupt zu sein&rdquo;, sagte der Bericht, der von Nikolaos Panigirtzoglu und Matthew Lehmann vom Global Asset Allocation Team der Bank geschrieben wurde.<br>\nSie sagten, der j&uuml;ngste Anstieg ginge weit &uuml;ber das hinaus, was in den letzten drei Episoden &uuml;bersch&uuml;ssiger Liquidit&auml;t gesehen wurde: 1993-1995, 2001-2006, und w&auml;hrend der Lehman-Notfallma&szlig;nahmen ab Oktober 2008 bis September 2010, die allesamt einen blasenbildenden Anstieg der Anlagepreise ausl&ouml;sten&hellip;<br>\nDie Geldschwemme hat einen weiteren Anlageboom ausgel&ouml;st, die Weltwirtschaft hat jedoch keine &ldquo;Fluchtgeschwindigkeit&rdquo; erreicht und steckt wohl immer noch in einer Depression fest. Die globalen Handelsvolumen schrumpften um 0,8 Prozent im August.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.larsschall.com\/2013\/10\/30\/jp-morgan-sieht-extremsten-ueberschuss-der-globalen-liquiditaet-aller-zeiten\/\">Lars Schall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und dabei k&ouml;nnten die Staaten dem Finanzsystem doch helfen, in dem sie einen Teil des &bdquo;extremen Liquidit&auml;ts&uuml;berschusses&ldquo; durch eine Verm&ouml;genssteuer oder Verm&ouml;gensabgabe &uuml;bernehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bessere Eurodaten aus schlechten Gr&uuml;nden<\/strong><br>\nDie Eurozone verzeichnet wieder Wachstum und die Peripheriel&auml;nder sind erfolgreich im Export, so lauten die j&uuml;ngsten Positivnachrichten. Die Geschichte dahinter ist weniger erbaulich. Die Eurozone ist im technischen Sinn der Rezession entronnen, so die positive Nachricht schon im Sommer. Daf&uuml;r reicht ein positives Quartalswachstum, wie tief es auch immer ist und wie lange die Rezession auch immer gedauert hat.  Im direkten Jahresvergleich ist das BIP noch immer um 0,5 Prozent geschrumpft und die Arbeitslosigkeit in Europa bleibt in der ganzen Eurozone auf rekordhohen 12 Prozent, in Spanien auf 26 Prozent und in Griechenland auf 28 Prozent. Die Eurozone braucht sehr viel h&ouml;here Wachstumsraten, um nur schon den Einbruch der letzten Jahre wettzumachen. Die Frage ist daher, wie wahrscheinlich solche Wachstumsraten sind. Die Antwort ist entt&auml;uschend. Geliefert hat sie der Internationale W&auml;hrungsfonds. Wie deutlich wird, haben die Peripheriel&auml;nder die Defizite, die bis zur Finanzkrise drastisch angewachsen sind, wieder deutlich verringern k&ouml;nnen, Irland verzeichnet sogar Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse. Und schaut man sich den Grund f&uuml;r den Exporterfolg an, sind in den Peripheril&auml;ndern tats&auml;chlich die Kosten gesunken &ndash; gemessen an den f&uuml;r den internationalen Wettbewerb wichtigen Lohnst&uuml;ckkosten.<br>\nDamit zur ersten Ern&uuml;chterung. Klar wird, ist das Exportwachstum in die &uuml;brige Welt (ROW: Rest of World) der Treiber (blaue Balken). Die Exporte an die &uuml;brigen Mitglieder der W&auml;hrungsunion ist geschrumpft. Die Daten zeigen, dass es innerhalb von Europa keine Entwicklung hin zu einem Ausgleich der Aussenhandelsstr&ouml;me kommt. Einmal mehr stellt der IWF daher fest, die klassischen &Uuml;bersch&uuml;ss-L&auml;nder &ndash; gemeint ist vor allem Deutschland &ndash; sollten ihre Binnenwirtschaft st&auml;rken, um mehr Produkte aus den Defizitl&auml;ndern zu kaufen. Nun zur zweiten Ern&uuml;chterung: Die tieferen Lohnst&uuml;ckkosten in den Peripheriel&auml;ndern sind leider nicht Ausdruck einer strukturellen Verbesserung, sondern Folge der Krise: Sie gehen haupts&auml;chlich auf eine deutlich h&ouml;here Produktivit&auml;t zur&uuml;ck und die ist nur gestiegen, weil das Bruttoinlandprodukt in den Peripherie nicht gleich stark abgenommen hat wie die Besch&auml;ftigung. Wenn weniger Besch&auml;ftigte mehr G&uuml;ter herstellen, sinken die Kosten pro St&uuml;ck. Das ist alles. Der &laquo;Erfolgsfaktor&raquo; ist also vor allem der dramatische Anstieg der Arbeitslosigkeit. Auch das ist keine nachhaltige Entwicklung. Wie der IWF zeigt, sind die L&ouml;hne kaum zur&uuml;ckgegangen. &ndash; Ein struktureller Wandel hin zu tieferen Preisen und einer deutlich h&ouml;heren Wettbewerbsf&auml;higkeit hat in den Peripheriel&auml;ndern kaum stattgefunden. Am besten kommt hier Deutschland weg, doch das versch&auml;rft das Problem f&uuml;r die Peripheriel&auml;nder im Aussenhandel noch zus&auml;tzlich. Kurz: Die interne Abwertung funktioniert nicht. Eine L&ouml;sung f&uuml;r die Eurokrise zeichnet sich auch hier nicht ab. Die positiven Daten der j&uuml;ngsten Zeit haben ein schwaches Fundament.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33506\/bessere-eurodaten-aus-schlechten-gruenden\/\">Never Mind The Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass die Anh&auml;nger des Troikakurses die gestiegenen Wettbewerbsf&auml;higkeit der Krisenl&auml;nder den erzwungenen Reformen zuschreiben, war zu erwarten. Leider reagiert auch Sven Giegold etwas vorschnell und verbleibt damit an der Oberfl&auml;che, <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/alles-wird-gut-die-ungleichgewichte-in-der-eurozone-gehen-zuruck-2\/\">wenn er meint<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Eine Angleichung der europ&auml;ischen L&auml;nder in der Wettbewerbsf&auml;higkeit ist somit im Gro&szlig;en und Ganzen zu beobachten. Immer mehr KommenatorInnen betonen diese tendenzielle Verminderung der makro&ouml;konomischen Ungleichgewichte und werden daher optimistischer, was die &Uuml;berwindung der Krise angeht.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gerade innerhalb der Eurozone sind die Ungleichgewichte nicht behoben.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_04.jpg\" alt=\"Export Demand Growth\" title=\"Export Demand Growth\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2013\/02\/pdf\/text.pdf\">IWF, S. 47 [PDF &ndash; 8.4 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Linker Neustart in Griechenland? Wie ein Olivenbaum die griechische Sozialdemokratie retten soll&hellip;<\/strong><br>\nDie Krise hat das griechische Parteiensystem kr&auml;ftig durcheinander gewirbelt. Die bislang gr&ouml;&szlig;ten Verlierer sind die Sozialdemokraten. W&auml;hrend die konservative Nea Dimokratia sich bei knapp unter 30 Prozent stabilisieren konnte, ist am linken Rand die Koalition der radikalen Linken (SYRIZA) erstarkt und steht ebenfalls knapp unter 30 Prozent. Die Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK), die griechische Mitgliedspartei in der Sozialistischen Internationalen (SI), h&auml;lt dagegen vermutlich einen traurigen Europarekord: Zwischen den Wahlen 2009 und 2012 verlor sie mehr als 30 Prozent ihrer Stimmen und ist aktuell lediglich mit 33 Abgeordneten im Parlament vertreten. Sie wird f&uuml;r die Krise und besonders das aus Sicht vieler B&uuml;rger katastrophale Krisenmanagement verantwortlich gemacht&hellip;<br>\nMit dem Erstarken der radikalen Linken und den stabilen Werten der konservativen ND droht Griechenland nun eine neue Polarisierung zwischen Rechts und Links &ndash; ohne eine gestalterische Kraft aus dem Mitte-Links-Spektrum.<br>\nDen Ausweg aus diesem Dilemma soll ein Olivenbaum weisen. Nach dem italienischen Vorbild des Parteienb&uuml;ndnisses L&rsquo;Ulivo haben sich knapp sechzig Intellektuelle, K&uuml;nstler und ehemalige politische Entscheidungstr&auml;ger daf&uuml;r ausgesprochen, eine neue sozialdemokratische Plattform zu bilden. Diese soll die beiden Parteien PASOK und DIMAR sowie die zahlreichen Bewegungen und Fraktionen, die sich mitte-links tummeln, zusammenbringen. Ziel ist es, einerseits die versprengten Kr&auml;fte der Sozialdemokratie zu einem gemeinsamen politischen Dialog zusammenzuf&uuml;hren, andererseits mit Hinblick auf die anstehenden Europa- und Kommunalwahlen im Mai 2014 diese Kr&auml;fte zu b&uuml;ndeln und eine ernstzunehmende Alternative zu ND und SYRIZA zu bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/parteineugruendung-in-griechenland\/\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Niels Kadritzke:<\/strong> Die Analyse von Christos Katsioulis aus dem Athener B&uuml;ro der Friedrich-Ebert-Stiftung beschreibt pr&auml;zise eine &bdquo;L&uuml;cke&ldquo;, die das politische System Griechenlands seit langem kennzeichnet: das Fehlen einer &bdquo;echten&ldquo; Sozialdemokratischen Partei, die sich zwischen traditionellen Kommunisten (KKE) und der sozialistischen Linken (Syriza) einerseits und den Rechtsparteien, derzeit in Gestalt von Nea Dimokratia (ND) und  &bdquo;Unabh&auml;ngige Hellenen&ldquo;(Anel) etablieren und damit den Raum&ldquo; links von der Mitte&ldquo; f&uuml;llen oder sogar erweitern k&ouml;nnte.<br>\nDass dieser Raum lange Zeit nicht existierte und seit drei Jahrzehnten von einer klassisch linkspopulistischen Partei mit ausgepr&auml;gt nationalistischen Z&uuml;gen (Pasok) zugestellt wurde, hat historische Gr&uuml;nde. Die werden zwar von der tief gehenden Wirtschaftskrise der letzten Jahre langsam untergraben, was sich im Dahinsiechen der Pasok ausdr&uuml;ckt. Aber sie werden nat&uuml;rlich nicht auf einen Schlag beseitigt. Und die klassisch linkssozialdemokratische Partei &bdquo;Demokratische Linke&ldquo; (Dimar) die erst vor drei Jahren als Abspaltung der Syriza gegr&uuml;ndet wurde, liegt derzeit in den Umfragen zwischen 3 und 4 Prozent, muss also um ihren Einzug ins n&auml;chste Parlament bangen.<br>\nOb eine &bdquo;neue&ldquo; linkssozialdemokratische Kraft &ndash; mit oder ohne Einbezug der Dimar &ndash; entstehen wird, wei&szlig; heute kein Mensch.  Katsioulis &auml;u&szlig;ert sich in dieser Hinsicht mit der gebotenen Skepsis. Ich m&ouml;chte hier nur darauf hinzuweisen, dass die Frage, ob es eine solche Partei in absehbarer Zeit geben wird, auch und gerade f&uuml;r die Linkspartei Syriza von erheblicher Bedeutung ist.<br>\nDas Problem f&uuml;r die Syriza stellt sich so dar: Selbst wenn sie bei den n&auml;chsten (regul&auml;ren oder vorzeitigen) Wahlen st&auml;rkste Partei werden sollte, ist so gut wie ausgeschlossen, dass sie allein eine Regierung bilden kann. Sie braucht einen Koalitionspartner, und der ist bei realistischem Blick  weit und breit nicht zu sehen. Die Dimar ist  akut existenzgef&auml;hrdet und  ihre W&auml;hler werden langsam ohnehin von der Syriza aufgesogen. Die orthodoxe KKE verweigert sich jeder Regierung, die dem griechischen Volk nicht die &bdquo;Diktatur des Proletariats&ldquo; beschert. Die heutige Pasok ist diskreditiert und ihre Beteiligung an der Regierung w&auml;re f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Syriza-W&auml;hler&ldquo; ein unertr&auml;glicher &bdquo;pain in the ass&ldquo;. Dasselbe gilt f&uuml;r eine Koalition mit der Anel, die auf das deutsche Parteienspektrum &uuml;bertragen einer Allianz der  Linkspartei mit der AfD (garniert mit der&bdquo;Jungen Freiheit&ldquo;) entsprechen w&uuml;rde.<br>\nAbgesehen davon sind alle erw&auml;hnten Parteien so winzig, das eine Koalition mit einer von ihnen keine Parlamentsmehrheit f&uuml;r eine Syriza-gef&uuml;hrte Regierung bringen w&uuml;rde. Und eine Koalition mit gleich zwei dieser Parteien von doppelt so unwahrscheinlich wie ein B&uuml;ndnis mit nur einer von ihnen.<br>\nDie Syriza braucht also, wenn sie irgendwann regieren will, eine Partei im Spektrum zwischen Links und Mitte wie die Luft zum Atmen. Und das nicht nur im Sinne der Mehrheitsbeschaffung. Sie k&ouml;nnte ohne einen solchen &bdquo;gem&auml;&szlig;igten&ldquo; Partner auch gar nicht reagieren, weil nur der Kompromiss mit einer sozialdemokratischen Position der Parteif&uuml;hrung die Begr&uuml;ndung liefern w&uuml;rde, dass sie ihre vollmundigen Wahlversprechungen nicht voll umsetzen kann (siehe dazu meine Analyse des Syriza-Dilemmas in meinen beiden letzten Beitr&auml;gen auf den NachdenkSeiten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18658\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18096\">hier<\/a>). Wobei sich die Syriza-F&uuml;hrung ganz sicher dar&uuml;ber im Klaren ist, dass sie auf einen solchen politischen Partner auch aus besagten inhaltlich-strategischen Gr&uuml;nden angewiesen ist.<br>\nMindestens ebenso interessant &ndash; und bedeutsam &ndash; ist allerdings, dass auch die griechischen W&auml;hler das Dilemma der Syriza sehr realistisch sehen, das hei&szlig;t die Notwendigkeit einer sozialdemokratischen &bdquo;Erdung&ldquo; eines linken Auswegs aus der Krise. Daf&uuml;r liefern die demoskopischen Umfragen der letzten Monate eine F&uuml;lle von Indizien. Ich will hier nur auf eines verweisen, das aber au&szlig;erordentlich eindrucksvoll ist.<br>\nIn der Oktober-Umfrage des demoskoptischen Instituts GPO wurde folgende Frage gestellt: &bdquo;W&uuml;rden Tsipras und die Syriza, wenn sie an die Regierung kommen, das Memorandum aufk&uuml;ndigen?&ldquo; Diese Aufk&uuml;ndigung, das hei&szlig;t die Abschaffung des Sparprogramms und die Einstellung des Schuldendienstes, ist das zentrale programmatische Wahlversprechen der Syriza. Auf die Frage, ob die Linkspartei an der Macht diese Zusage einl&ouml;sen wird, antworten 74 Prozent aller Befragten mit Nein oder eher Nein, nur 21,5 Prozent mit Ja oder eher Ja. Noch signifikanter ist jedoch, dass es auch bei den Befragte, die sich als Syriza-W&auml;hler deklarieren,  mehr realistische Skeptiker als Gl&auml;ubige gibt: 48,5 Prozent antworten Nein oder eher Nein, 44,2 Prozent Ja oder eher Ja.<br>\nDiese Auskunft der befragten W&auml;hler bietet wahrlich Stoff zum Nachdenken &ndash; nicht nur f&uuml;r die Syriza-F&uuml;hrung, sondern auch f&uuml;r die K&ouml;pfe, die &uuml;ber eine Mitte-Links-Partei nachdenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Noch ein verungl&uuml;ckter Versuch den Mindestlohn als zu hoch und Arbeitsplatz gef&auml;hrdend einzustufen vom RWI und in der FAZ<\/strong><br>\nJetzt haben auch noch das RWI-Wirtschaftsforschungsinstitut und die FAZ gegen den Mindestlohn aufger&uuml;stet&hellip;<br>\nDas Kunstst&uuml;ckchen von Kluve (RWI) geht so: Man setze die Mindestl&ouml;hne verschiedenster L&auml;nder ins Verh&auml;ltnis zum jeweiligen Durchschnittslohn und leite daraus ab, ob ein Mindestlohn hoch bzw. zu hoch ist&hellip;<br>\nDen Mindestlohn von 8,50 ins Verh&auml;ltnis zum Durchschnittslohn zu setzen und daraus im Vergleich zu Frankreich einen zu hohen Mindestlohn f&uuml;r Deutschland abzuleiten, ist deswegen Bl&ouml;dsinn, weil der Mindestlohn ja gerade deswegen in Deutschland notwendig geworden ist, weil sich der deutsche Durchschnittslohn wegen Hartz IV und anderer Arbeitsmarkt-&rdquo;Reformen&rdquo; betont negativ entwickelt hat. In Frankreich aber hat er sich &ndash; nicht zuletzt wegen des Mindestlohns dort &ndash; positiv entwickelt. Wenn aber die Bezugsgr&ouml;&szlig;e &ndash; der Durchschnittslohn &ndash; in Deutschland zur&uuml;ckgeblieben ist &ndash; so wie Kluve und Plickert irgendwie zur&uuml;ckgeblieben sind -, in Frankreich aber nicht, dann hinkt der Vergleich. Und, wie hei&szlig;t es so sch&ouml;n: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. In Deutschland sind die Reall&ouml;hne (Bruttoverdienste minus Inflation) zwischen 1999 und 2007 real um 2,4% gesunken, in Frankreich um 7,2% Prozent gestiegen. Im Zeitraum 1999-2012 respektive in Deutschland +0,3%, in Frankreich +12,4%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/10\/mindestlohnfrankfurter-allgemeine-zeitungrwi-wirtschaftsforschungsinstitut-noch-ein-verungluckter-versuch-den-mindestlohn-als-zu-hoch-und-arbeitsplatz-gefahrdend-einzustufen\/#sthash.cqhH6uJz.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie die Krankenhauslobby aus Kostengr&uuml;nden bessere Versorgung verhindert<\/strong><br>\nViele Fr&uuml;hchen-Stationen in Deutschland sind unterbesetzt. Mit schlimmen Folgen. Denn f&uuml;r Fr&uuml;hchen k&ouml;nnen schon kleinste Fehler den Tod bedeuten oder eine lebenslange Behinderung. Um fr&uuml;hgeborenen Kindern solch ein Schicksal zu ersparen, gibt es jetzt eine verbindliche Richtlinie f&uuml;r alle Kliniken. Sie legt Mindestanforderungen f&uuml;r die Fr&uuml;hchenversorgung fest: Von 2017 an soll sich eine Krankenschwester in der Intensivtherapie nur noch um ein Fr&uuml;hchen k&uuml;mmern m&uuml;ssen &ndash; statt wie bisher um bis zu sechs. Au&szlig;erdem muss ein Teil des Pflegepersonals speziell f&uuml;r die Intensivpflege weitergebildet sein.<br>\nDoch die Recherchen von REPORT MAINZ zeigen: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft macht hinter den Kulissen gegen die Richtlinie mobil &ndash; aus Kostengr&uuml;nden. Die Lobbyarbeit der Krankenh&auml;user scheint sogar Erfolg zu haben: das Bundesgesundheitsministerium will pl&ouml;tzlich eine Regelung f&uuml;r eine Abweichung von den vorgeschriebenen Pflegeschl&uuml;sseln pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/fruehchen\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=12215466\/bhpxwz\/index.html\">SWR Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hinweis zum Beitrag: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19089\">&ldquo;Sozialer Arbeitsmarkt&rdquo; &ndash; Ein noch gigantischerer und zudem entw&uuml;rdigender Niedriglohnsektor<\/a><\/strong><br>\nUnser Leser J.L. schreibt uns dazu: \n<blockquote><p>In England ist man diesbez&uuml;glich schon viel &bdquo;weiter&ldquo;. Dort werden Arbeitslose <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/news\/blog\/2013\/oct\/30\/cait-reilly-poundland-readers\">gen&ouml;tigt<\/a>, in Privatunternehmen zu arbeiten, u.a. f&uuml;r die Discounterkette &bdquo;Poundlands&ldquo;. Zwei der so Zwangsbegl&uuml;ckten haben sich juristisch zur Wehr gesetzt und gestern vom britischen Supreme Court Recht bekommen. Ein herber R&uuml;ckschlag f&uuml;r die Regierung Cameron und ihre Workfare &ndash; Programme.<br>\nNur wenige deutschsprachige Medien (darunter die &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; im Februar) haben den Fall &uuml;berhaupt der Erw&auml;hnung f&uuml;r Wert befunden.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tunesische Fachkr&auml;fte in Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/heutejournal.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/d74d6c90-b21f-3ce8-a1ec-0876d43191a4\/20227662?doDispatch=1\">heute journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder einmal Verdummungsjournallismus im ZDF. Und wieder einmal der Dauerbrenner der neoliberalen Propaganda, der Fachkr&auml;ftemangel. Als Vehikel muss dazu ein junger tunesischer Bauingenieur herhalten, der bei einem deutschen mittelst&auml;ndischen Unternehmen arbeitet. Das Unternehmen hat aktuell einen Auftrag in &Auml;gypten auszuf&uuml;hren und ben&ouml;tigt somit Fachkr&auml;fte, die Kenntnis der regionalen Besonderheiten haben, wie der Firmenchef den Hintergrund selbst beschreibt. Dies ist sicher aus Sicht des Unternehmens legitim, hat aber mit dem viel beschworenen Fachkr&auml;ftemangel nichts zu tun. Aus dem fehlen dieser speziellen Expertise f&uuml;r eine Firma einen Fachkr&auml;ftemangel zu konstruieren ist schlicht lachhaft. So ist das Statement des vorgeblichen Migrationsexperten der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit, dass es in Deutschland nicht mehr ausreichend (qualifizierte) Arbeitskr&auml;fte g&auml;be, an D&auml;mlichkeit nicht zu &uuml;berbieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die g&uuml;nstigen Helfer<\/strong><br>\nDie Fugen des Kopfsteinpflasters sind ges&auml;ubert. Am Badesee liegt kein M&uuml;ll. Noch vor ein paar Jahren haben 1-Euro-Jobber das Stadtbild von Senftenberg versch&ouml;nert. Heute ist Unkrautj&auml;ten ein Ehrenamt &ndash; Freiwilligendienst, den zunehmend Hartz-IV-Empf&auml;nger leisten. Den deutschen Bundesfreiwilligendienst gibt es seit zwei Jahren. Maximal 348 Euro bekommen ehrenamtliche Helfer im Monat, wenn sie sich &uuml;ber das Programm engagieren &ndash; mit 40-Stunden-Wochen in Kommunen, Kliniken und Wohlfahrtsverb&auml;nden. Hier ersetzen die g&uuml;nstigen Kr&auml;fte M&auml;nner und Frauen, die seit 2011 immer seltener kommen: 1-Euro-Jobber. Denn vor zwei Jahren drehte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Jobcentern das Geld f&uuml;r diese Arbeitsma&szlig;nahmen ab. Nutzlos und sch&auml;dlich f&uuml;r die richtigen Arbeitspl&auml;tze seien die bundesweit rund 300.000 Zusatzjobs im Jahr, hatte zuvor der Bundesrechnungshof kritisiert. Doch statt nun auf gerecht bezahlte Arbeitspl&auml;tze zu dr&auml;ngen, lieferte die schwarz-gelbe Bundesregierung den Kommunen gleich neues Billigpersonal. Jetzt werden Hartz-IV-Empf&auml;nger zu Bundesfreiwilligen. F&uuml;r sie &auml;ndert sich der Name. An ihren Rechten &auml;ndert sich nichts. Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Ergebnis der Bundeswehrreform. Mit der Wehrpflicht fiel im M&auml;rz 2011 auch die Pflicht der Verweigerer weg, Zivildienst zu leisten. Das Loch, das dadurch in Pflegeeinrichtungen und bei sozialen Diensten entstand, versuchte Bundesfamilienministerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) mit Freiwilligen zu stopfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F10%2F31%2Fa0153&amp;cHash=dc8fc55e0577943164fe451c5296c5e9\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bundesfreiwilligendienst statt Zivildienst<\/strong><br>\nDer Freiwilligendienst richtet sich als Angebot an alle: Frauen und M&auml;nner, Alte und Junge, Deutsche und Ausl&auml;nder. Bis zu 24 Monate k&ouml;nnen Bundesfreiwillige in sozialen, kulturellen und &ouml;kologischen Einrichtungen, im Sport- und Integrationsbereich und im Zivil- und Katastrophenschutz mitarbeiten.  35.000 &ldquo;Bufdi&rdquo;-Stellen bezahlt der Bund derzeit pro Jahr. Die Freiwilligen bekommen ein Taschengeld von monatlich maximal 348 Euro. Hartz-IV-Empf&auml;nger d&uuml;rfen von dieser Summe bis zu 200 Euro behalten.  Immer mehr &auml;ltere Menschen werden Bundesfreiwillige. Nach Berechnungen der Universit&auml;t Koblenz waren im vergangenen Juli 43 Prozent der Teilnehmer &auml;lter als 27 Jahre. In den neuen Bundesl&auml;ndern gibt es besonders viele &auml;ltere Bufdis, zum Teil sind in Ostdeutschland mehr als 85 Prozent der Freiwilligen &uuml;ber 27 und davon mehr als 40 Prozent &auml;lter als 50 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F10%2F31%2Fa0150&amp;cHash=610651e163b98922bfa5adba081da15c\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie romantisch: &Uuml;ber 50j&auml;hrige Zivildienstleistende. &ndash; (Also ich h&auml;tte als &uuml;ber 50j&auml;hriger das nicht mehr bringen k&ouml;nnen, was ich in meinem Zivildienst vermochte.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schub f&uuml;r kommunale Investitionen st&auml;rkt nachhaltige Wirtschaftsentwicklung<\/strong><br>\nIm europ&auml;ischen Vergleich steht Deutschland derzeit wirtschaftlich relativ gut da. Doch jenseits der Momentaufnahme zeigen sich gro&szlig;e Defizite bei der Nachhaltigkeit. Das gilt auch f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Investitionen, die seit einem Jahrzehnt niedriger sind als die j&auml;hrlichen Abschreibungen. Vor allem die Investitionsschw&auml;che der St&auml;dte und Gemeinden sollte rasch behoben werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Gutachten, in dem Fabian Lindner vom Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, Erik Kl&auml;r vom Bundesarbeitsministerium und Kenan &Scaron;ehovic vom th&uuml;ringischen Wirtschaftsministerium der Frage nachgehen, wie sich der Wohlstand der deutschen Gesellschaft steigern und nachhaltiger gestalten l&auml;sst. Das Gutachten ist Teil eines Projektes zur Erarbeitung eines neuen &ldquo;Wohlstands- und Nachhaltigkeitsgesetzes&rdquo; auf Basis eines &ldquo;Neuen Magischen Vierecks&rdquo;, das vom Denkwerk Demokratie e.V., der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem IMK gemeinsam initiiert wurde und durchgef&uuml;hrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_44581.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Food stamps will get cut by $5 billion this week &mdash; and more cuts could follow<\/strong><br>\nThe Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) currently costs about $80 billion per year and provides food aid to 14 percent of all U.S. households &mdash; some 47 million people. Those numbers swelled dramatically during the recession.<br>\nBut the food-stamp program is now set to downsize in the weeks ahead. There&rsquo;s a big automatic cut scheduled for Nov. 1, as a temporary boost from the 2009 stimulus bill expires. That change will trim about $5 billion from federal food-stamp spending over the coming year.<br>\nAnd that&rsquo;s not all: The number of Americans on food stamps could drop even further in the months ahead, as Congress and various states contemplate further changes to the program. Here&rsquo;s a rundown&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/wonkblog\/wp\/2013\/10\/28\/food-stamps-will-get-cut-by-5-billion-this-week-and-more-cuts-could-follow\/?tid=auto_complete\">Washington Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geld. Macht. Partei.<\/strong><br>\nNach der Bundestagswahl werden CDU und CSU mit Gro&szlig;spenden &uuml;berschwemmt. Sogar die Verliererpartei FDP kassiert kr&auml;ftig. Nicht nur die BMW-Familie Quandt &uuml;berweist Hunderttausende. Auch der Stuttgart-21-Tunnelbohrer Martin Herrenknecht zeigt sich &ouml;ffentlich spendabel. Doch viele Schwarz-Gelb-G&ouml;nner spenden lieber anonym. Kontext nennt Namen und Betr&auml;ge&hellip;<br>\nSelbst nach dem Wahldesaster, das die Liberalen in die Bedeutungslosigkeit katapultierte, flie&szlig;en noch gr&ouml;&szlig;ere Summen an die FDP.<br>\nMitte Oktober &uuml;berwies der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie 150 000 Euro. Zuvor, am 9. Oktober gingen auf FDP-Konten insgesamt 210 000 Euro von Johanna Quandt, Susanne Klatten und Stefan Quandt ein&hellip;<br>\nSchlagzeilen hatte es zuvor noch gegeben, als die BMW-Miteigent&uuml;mer Quandt\/Klatten ihr F&uuml;llhorn &uuml;ber der CDU aussch&uuml;tteten. Deren Spendierlaune machte die Christdemokraten auf einen Schlag um 690 000 Euro reicher. Allerdings lag der Geldeingang am 9. Oktober zeitlich so nah zu einem Auftritt des CDU-Umweltministers Peter Altmaier im EU-Ministerrat, dass die Presse &uuml;ber einen Zusammenhang zwischen Spenden und politischem Handeln spekulierte&hellip;<br>\nDass Herrenknecht f&uuml;r den Tiefbahnhof ist, ist hinl&auml;nglich bekannt. Dass er im Juli, also zu Beginn der hei&szlig;en Wahlkampfphase, der CDU-Bundespartei 70 000 Euro spendete, weniger&hellip;<br>\nBetr&auml;ge &uuml;ber 50 000 Euro, so die Grenze f&uuml;r Gro&szlig;spenden, &uuml;berwiesen in diesem Jahr bis dato auch der Unternehmer Hans-Joachim Langmann (fr&uuml;her Merck-Pharmakonzern, 130 000 Euro), und Hans Georg N&auml;der (Inhaber der Ottobock-Gruppe, 100 000 Euro) in gro&szlig;em Stil an die Merkel-Partei. Insgesamt flossen im aktuellen Wahljahr bislang knapp eine Million Euro als Gro&szlig;spenden von &ldquo;nat&uuml;rlichen Personen&rdquo; an die Christdemokraten. Bei den anderen im Bundestag vertretenen Parteien knausern private Geldgeber dagegen. Nur der SPD floss ein &auml;hnlich hoher Betrag von privater Seite zu. Marga S&uuml;sselbeck aus Hannover, nach Presseberichten eine Angestellte der &ouml;rtlichen SPD-Gesch&auml;ftsstelle, &uuml;berwies den Genossen 80 000 Euro.<br>\n&Uuml;berraschenderweise kassierte bislang die &ldquo;Regionalpartei&rdquo; CSU den gr&ouml;&szlig;ten Batzen in diesem Jahr: Mit 565 000 Euro &ldquo;belohnte&rdquo; der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie die Wahlerfolge von &ldquo;K&ouml;nig Horst&rdquo; (Seehofer) bei den j&uuml;ngsten Bundestags- und Landtagswahl.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_02.jpg\" alt=\"Geld. Macht. Partei.\" title=\"Geld. Macht. Partei.\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/135\/geld-macht-partei-1812.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jetzt unterzeichnen: Verborgene Lobbyarbeit in EU beenden<\/strong><br>\nOb Datenschutz oder die Begrenzung der CO2-Ausst&ouml;&szlig;e von Autos: In Br&uuml;ssel wird &uuml;ber Themen entschieden, die f&uuml;r unseren Alltag von gr&ouml;&szlig;ter Bedeutung sind. Dabei mischen &uuml;ber 20.000 Lobbyisten mit. Oft mit Erfolg: Die Datenschutzverordnung: unter Dauerbeschuss. Die CO2-Richtlinie: verschoben. Die Tabakproduktrichtlinie: verw&auml;ssert.<br>\nEin Grund f&uuml;r diesen gro&szlig;en Erfolg: Lobbyisten arbeiten oft im Verborgenen. Wir wissen nicht, wer in welchem Auftrag mit welchem Budget Lobbyarbeit betreibt &ndash; denn das Lobbyregister von EU-Parlament und Kommission ist freiwillig. Wichtige Akteure fehlen und die Daten sind oftmals veraltet, irref&uuml;hrend und l&uuml;ckenhaft.<br>\nJetzt kommt Bewegung in die Sache: EU-Kommission und Parlament &uuml;berpr&uuml;fen im Moment das gemeinsame Register. Mitte November wird entschieden, ob es zu Verbesserungen kommt. Das EU-Parlament hat sich schon 2011 f&uuml;r ein verpflichtendes Lobbyregister ausgesprochen. Deshalb m&uuml;ssen wir jetzt dem Verhandlungsf&uuml;hrer des EU-Parlaments Rainer Wieland zeigen: Er muss das Votum des Parlaments umsetzen und Licht ins Dunkel der 20.000 Lobbyisten in Br&uuml;ssel bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/10\/aktion-verborgene-lobbyarbeit-in-der-eu-beenden\/#unterzeichnen\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>BMW, Daimler &amp; Co. &ndash; Die Meisterst&uuml;cke der deutschen Autolobby<\/strong><br>\nF&uuml;r die deutsche Autoindustrie schneidert die Bundesregierung Gesetze mitunter minuti&ouml;s zu, zeigen gerade bekannt gewordene Briefwechsel. Schon steht der n&auml;chste Sieg der Lobby bevor. Eine Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/bmw-daimler-co-die-meisterstuecke-der-deutschen-autolobby-12637267.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gericht kippt Telekom-Drosselung<\/strong><br>\nEine Wende im Fall &ldquo;Drosselkom&rdquo;? Nach einer Entscheidung des K&ouml;lner Landgerichts darf die Deutsche Telekom die Surfgeschwindigkeit bei Pauschaltarifen nicht einschr&auml;nken. Eine entsprechende Vertragsklausel erkl&auml;rten die Richter am Mittwoch f&uuml;r unzul&auml;ssig. Damit d&uuml;rften die Pl&auml;ne des Telekommunikationsriesen, einzelne Tarife nach Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens zu drosseln, ins Stocken geraten&hellip;<br>\nDas Urteil betrifft demnach sowohl die urspr&uuml;nglich angek&uuml;ndigte Drosselung auf 384 Kilobit als auch die auf zwei Megabit pro Sekunde. Damit gab das Gericht einer entsprechenden Klage der Verbraucherzentrale NRW statt. Die Begr&uuml;ndung der Zivilkammer: Mit dem Begriff &ldquo;Flatrate&rdquo; verbindet der Kunde bei Internetzug&auml;ngen &uuml;ber das Festnetz einen Festpreis f&uuml;r eine bestimmte Surfgeschwindigkeit und rechnet nicht mit Einschr&auml;nkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/internet\/drosselkom-gericht-kippt-telekom-drosselung\/2013\/10\/30.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schwarz-roter &raquo;Politikwechsel light&laquo;<\/strong><br>\nDie christdemokratische Union geht ohne einen &ouml;ffentlich bekannt gemachten Forderungskatalog in die Koalitionsverhandlungen mit der Sozialdemokratie. Die Hauptlinie f&uuml;r die Politikgestaltung der Mehrheitspartei lautet: Haushaltskonsolidierung ohne Steuererh&ouml;hungen.<br>\nAllein die Sanierung der &ouml;ffentlichen Finanzen sichere langfristige wirtschaftliche Wachstumsperspektiven und stabile Besch&auml;ftigung. Neue Schulden zur Finanzierung von k&uuml;nftigem Regierungshandeln sind nicht drin. Damit ist das Geld f&uuml;r Investitionen und sozialstaatliche Verbesserungen knapp. Die Frage, welche Spielr&auml;ume die neue Regierung bei den Steuereinnahmen und den Sozialabgaben erwarten kann, spielt f&uuml;r die Koalitionsverhandlungen eine zentrale Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schwarz-roter-politikwechsel-light\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie zivil ist die Forschung? &ndash; Universit&auml;ten k&ouml;nnen ihre Wissenschaftler vor R&uuml;stungsauftr&auml;gen sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nDie erste Selbstverpflichtung, ausschlie&szlig;lich f&uuml;r zivile Zwecke zu forschen, beschloss 1986 die Universit&auml;t Bremen. Nach und nach kamen weitere Hochschulen dazu. In letzter Zeit hat das Thema wieder Fahrt aufgenommen. Besonders Studierende wollen nichts mit R&uuml;stungsforschung zu tun haben. ver.di hat sich 2011, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 2013 f&uuml;r Zivilklauseln ausgesprochen, damit sich kein Hochschulangeh&ouml;riger an milit&auml;risch nutzbarer Forschung beteiligen muss.<br>\nHochschulen m&uuml;ssen immer mehr Drittmittel einwerben. Manche meinen, da d&uuml;rfe man nicht w&auml;hlerisch sein. Au&szlig;erdem lie&szlig;en sich bei Forschungsauftr&auml;gen ziviler und milit&auml;rischer Nutzen oft kaum trennen &ndash; die so genannte Dual-Use-Problematik. Professor Hans-J&ouml;rg Kreowski (Uni Bremen) hat dazu eine klare Position: &ldquo;Jeder Wissenschaftler kann sich bewusst gegen R&uuml;stungsauftr&auml;ge entscheiden und andere Geldgeber suchen.&rdquo; Die Dual-Use-Gefahr k&ouml;nne durch Offenheit und &Ouml;ffentlichkeit verringert werden, betont Kreowski, Gr&uuml;ndungsmitglied des Forums Informatiker\/innen f&uuml;r den Frieden (FIFF): &ldquo;Milit&auml;rs setzen auf Geheimhaltung.&rdquo;<br>\nEine Zivilklausel wie an der Uni Bremen helfe, sagt er, wenn sie gelebt werde. Au&szlig;erdem stellen sich st&auml;ndig neue Fragen: Wie &ldquo;zivil&rdquo; ist die zunehmende Sicherheitsforschung? D&uuml;rfen Offiziere Lehrbeauftragte sein? Was tun, wenn dual Studierende in einem R&uuml;stungsbetrieb arbeiten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Schweigen der Zeitungen<\/strong><br>\n&Uuml;ber die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; wird geredet, seit ihr die Bahn gerichtlich vorschreiben will, was sie &uuml;ber das Milliardenprojekt Stuttgart 21 schreiben darf. Die Unterlassungsklage, die Kontext vergangene Woche &ouml;ffentlich machte, besch&auml;ftigt inzwischen die Politik. Die Stuttgarter Bl&auml;tter selbst schweigen weiterhin.<br>\nDer Bericht &ldquo;Bahn verklagt Zeitung&rdquo;, der am 23. Oktober online gestellt wurde, war die am zweith&auml;ufigsten gelesene Story des Jahres 2013 in Kontext. Sie wurde von Internetportalen (&ldquo;Meedia&rdquo;, &ldquo;turi2&rdquo;, &ldquo;Drehscheibe&rdquo;, &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo;) aufgegriffen und &uuml;ber Facebook und Twitter gepostet. Auch andere Medien, darunter die Deutsche Presse-Agentur (dpa), recherchierten, rangen sich aber bisher nicht zu einer Berichterstattung durch. StZ-Chefredakteur Joachim Dorfs mauerte: &ldquo;Wir kommentieren den Vorgang nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/135\/das-schweigen-der-zeitungen-1810.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> In dieser Woche finden Sie wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge in der Kontext:Wochenzeitung morgen im Kiosk und am Samstag als Beilage der taz. U.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Kontext unterwegs: Wie manipulieren Medien die &ouml;ffentliche Meinung? Das wollten interessierte Besucher des &ldquo;Offenen Foyers&rdquo; des Treffpunkts 50plus von den Kontext-Redakteuren Anna Hunger und J&uuml;rgen Lessat wissen.<\/li>\n<li>NSA? Uns doch wurscht: Zuerst werden die B&uuml;rger abgeh&ouml;rt, dann Angela Merkel. Und j&uuml;ngst wurde bekannt, dass die Abh&ouml;rer offenbar auch Firmendaten absch&ouml;pfen. Die Mittelst&auml;ndler in Baden-W&uuml;rttemberg scheint das nicht zu k&uuml;mmern.<\/li>\n<li>Ach Mensch, Amerika: Peter Grohmann wettert in Wort und Bild &uuml;ber den transatlantischen B&uuml;ndnispartner mit den gro&szlig;en Ohren<\/li>\n<li>Bahnhof der Vergessenen:  W&auml;hrend sich die Deutsche Bahn investitionsreich anschickt, zwischen Stuttgart und Ulm mit Hochgeschwindigkeit in die Zukunft zu fahren, bestimmt andernorts entlang der Trasse die Vergangenheit die Gegenwart. Wie in Beimerstetten.<\/li>\n<li>Angst vor Giftm&uuml;ll-Katastrophe: Im Heilbronner Salzbergwerk fielen 700 Tonnen Fels auf den eingelagerten Sonderm&uuml;ll. Seitdem geht im Unterland die Angst vor einer Umweltkatastrophe in der Untertagedeponie um.<\/li>\n<li>Stuttgarter Justizmord: Der Landtag wird am 7. November zum ersten Mal des j&uuml;dischen Justizopfers Joseph S&uuml;&szlig; Oppenheimer gedenken. S&uuml;&szlig;-Biograf Hellmut G. Haasis kritisiert, dass bis heute Teile der Nazi-Propaganda verbreitet werden.<\/li>\n<li>Krieg und Frieden: Betrachtet man das politische Gez&auml;nk um die Bildungspolitik, w&uuml;nscht man sich vor allem eins: Dass sich alle Beteiligten so verhielten wie ordentliche Sch&uuml;ler, bereit zur Mitarbeit und zum selbstst&auml;ndig Denken. Dann w&auml;re Baden-W&uuml;rttemberg entscheidend weiter.<\/li>\n<li>Transition Tibet:  Im chinesisch-tibetischen Konflikt wird selten die Frage nach den Lebensbedingungen der Menschen in dieser rauen Umwelt gestellt. Unser Fotograf Herbert Grammatikopoulos hat den Alltag der Tibeter eingefangen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die TV-Quoten vom 29.10.2013<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/tv-quoten.html\">MEEDIA<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_03_g.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131031_03.jpg\" alt=\"Die TV-Quoten vom 29.10.2013\" title=\"Die TV-Quoten vom 29.10.2013\"><\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An dieser Rangliste der Einschaltquote vor allem der 14 &ndash; 49-J&auml;hrigen mag man das politische und das Interesse an Bildung in unserer Gesellschaft ablesen. Das Kommerzfernsehen ist zum Opium des Volkes geworden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19094","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19094","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19094"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19094\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19108,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19094\/revisions\/19108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19094"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19094"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19094"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}