{"id":19172,"date":"2013-11-06T08:52:22","date_gmt":"2013-11-06T07:52:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172"},"modified":"2013-11-06T08:53:26","modified_gmt":"2013-11-06T07:53:26","slug":"hinweise-des-tages-2001","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h02\">Deutscher Exportwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h03\">Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h04\">EU-Kommission: Wachstum f&auml;llt erneut schlechter aus, als prognostiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h05\">Attac: Freihandelsabkommen TTIP: radikaler Angriff auf soziale, &ouml;kologische und rechtliche Standards<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h06\">Fragen an den Autor &ndash; Ulrike Herrmann &bdquo;Der Siege des Kapitals&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h07\">Moderne Sklaverei &ndash; Unfreies Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h08\">Berufswechsel: Allzu oft geht`s abw&auml;rts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h09\">Reinhard Bispink: Den Tarifvertrag st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h10\">Niedriglohnland USA: Fastfood-Ketten als Profiteure des &ldquo;Wohlfahrtsstaats&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h11\">Umstrittenes Koalitionsprojekt: Die Mietpreisbremse hilft nur den Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h12\">Infrastruktur: Gemeinden fehlt das Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h13\">Reform der EU-Agrarpolitik: Untergepfl&uuml;gt von der Bauernlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h14\">Studie: Eine halbe Million Menschen starb infolge des Irak-Kriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h15\">Sheriff von Eisenh&uuml;ttenstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h16\">Die Politik von Chinas Umstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172#h17\">Kein Wunder an der Weichsel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19172&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Revealed: Britain&rsquo;s &lsquo;secret listening post in the heart of Berlin&rsquo;<\/strong><br>\nClaims that GCHQ has maintained spying operations even after US pulled out.<br>\nConcerns were raised tonight that Britain operates a top-secret listening post from its Berlin embassy to eavesdrop on the seat of German power.<br>\nDocuments leaked by the US National Security Agency whistleblower Edward Snowden show that GCHQ is, together with the US and other key partners, operating a network of electronic spy posts from diplomatic buildings around the world, which intercept data in host nations.<br>\nAn American intercept &ldquo;nest&rdquo; on top of its embassy in Berlin &ndash; less than 150 metres from Britain&rsquo;s own diplomatic mission &ndash; is believed to have been shut down last week as the US scrambled to limit the damage from revelations that it listened to mobile phone calls made by Chancellor Angela Merkel.<br>\nBut the NSA documents, in conjunction with aerial photographs and  information about past spying activities in Germany, suggest that Britain is operating its own covert listening station within a stone&rsquo;s throw of the Bundestag, Germany&rsquo;s parliament, and Ms Merkel&rsquo;s offices in the Chancellery, using hi-tech equipment housed on the embassy roof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/uk\/home-news\/revealed-britains-secret-listening-post-in-the-heart-of-berlin-8921548.html\">The Independent.uk.<\/a><\/li>\n<li><strong>B&uuml;ndnistreue geht vor Asyl<\/strong><br>\nIn der Debatte um eine m&ouml;gliche Aufnahme des fr&uuml;heren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden in Deutschland sieht die Bundesregierung keinen Grund, M&ouml;glichkeiten oder Voraussetzungen daf&uuml;r abermals zu pr&uuml;fen. Bereits im Juli seien Ausw&auml;rtiges Amt und Bundesinnenministerium zu der Auffassung gelangt, &bdquo;dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Aufnahme nicht vorliegen&ldquo;, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.<br>\nSeibert lie&szlig; auch durchblicken, dass in dieser Angelegenheit f&uuml;r die Bundesregierung B&uuml;ndnisinteressen und das weitere Verh&auml;ltnis zu den USA im Vordergrund stehen. Kein Land habe so von dieser Partnerschaft profitiert wie Deutschland. &bdquo;Das wird auch bei allen Entscheidungen in Zukunft die Bundeskanzlerin leiten.&ldquo;<br>\nSeibert reagierte damit auf einen Vorsto&szlig; des Vorsitzenden der Linkspartei, Bernd Riexinger. Er hatte gesagt, wenn die Regierung den Enth&uuml;ller der NSA-Aff&auml;re nicht aufnehmen wolle, dann m&uuml;sse man Druck aus&uuml;ben. &bdquo;Im Bundestag ist der politische Wille klar&ldquo;, erkl&auml;rte Riexinger. &bdquo;Da steht es 320:311 f&uuml;r eine Aufnahme Snowdens. Drei von vier Parteien sind daf&uuml;r&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/datenschutz\/nsa-edward-snowden-buendnistreue-geht-vor-asyl,1472644,24902258.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Mister Snowden, Bleiben Sie besser, wo Sie sind!<\/strong><br>\nSehr geehrter Mister Snowden,<br>\nSie haben Gro&szlig;artiges geleistet! Sie haben Machenschaften aufgedeckt, die von enormer Bedeutung sind. Daf&uuml;r sind Sie nach Russland geflohen, Sie mussten das, weil Ihr Leben sonst in Gefahr gewesen w&auml;re. Bevor Sie sich jetzt aber Gedanken dar&uuml;ber machen, ob und in welcher Weise Sie eine Aussage zur deutschen Variante des NSA-Skandals machen, empfehle ich Ihnen, sich mit der Glaubw&uuml;rdigkeit der Deutschen auseinanderzusetzen. [&hellip;]<br>\nSie sind hier nicht sicher, Mister Snowden! Sie haben es mit Politikern zu tun, die bereit sind, alles f&uuml;r die sogenannte &bdquo;Freundschaft&ldquo; mit den USA zu tun. Vielleicht hat Christian Str&ouml;bele Ihnen gegen&uuml;ber erw&auml;hnt, was er hier bei uns nach seiner Reise zu Ihnen im Fernsehen gesagt hat. Er sprach von einem &bdquo;politischen Willen&ldquo; seitens der Deutschen. Und er sagte, dass man &bdquo;Mut&ldquo; brauche, auch gegen&uuml;ber dem &bdquo;Thron des amerikanischen Pr&auml;sidenten.&ldquo;<br>\nIch f&uuml;rchte, dass es davon hier zu wenig gibt. Das erh&ouml;ht Ihr Risiko um ein Vielfaches. Darum lege ich Ihnen nahe, genau zu pr&uuml;fen, was zu tun Sie gedenken. Im Zweifel bleiben Sie lieber in Sicherheit und machen von dort aus Ihre Aussage. Sie haben bisher schon einen sehr hohen Preis gezahlt, das reicht bis an Ihr Lebensende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/128204\/mister-snowden-bleiben-sie-besser-wo-sie-sind\">Der Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Big Data zwischen Sicherheitsinteressen und Wirtschaftsinteressen<\/strong><br>\nViele unserer Grundrechte werden billigend verletzt.<br>\nHier nur eine kleine Auswahl:<br>\nArtikel 2, Absatz 1: &ldquo;Jeder hat das Recht auf Leben und k&ouml;rperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.&rdquo;<br>\nArtikel 5, Absatz 1: &ldquo;Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &auml;u&szlig;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&auml;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&auml;hrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.&rdquo;<br>\nArtikel 10, Absatz 1: &ldquo;Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.&rdquo;<br>\nArtikel 13, Absatz 1: &ldquo;Die Wohnung ist unverletzlich.&rdquo;<br>\nArtikel 13, Absatz 2: &ldquo;Durchsuchungen d&uuml;rfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgef&uuml;hrt werden.&rdquo;<br>\nDie Unschuldsvermutung wird in diesen Zeiten der Allgemein&uuml;berwachung mit F&uuml;ssen getreten, anlasslos wird das Verhalten aller Menschen verdatet und berechnet&hellip;<br>\nDie ewig propagierte Verschl&uuml;sselung der Kommunikation oder der Ausstieg aus Facebook, Google und Co. w&auml;ren das falsche Signal. Politik hat zu liefern und die Grundrechte der B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen. Wenn Friedrich die Verantwortung f&uuml;r die Sicherheit der eigenen Privatsph&auml;re auf den B&uuml;rger abw&auml;lzt, kann das nur bedeuten, dass der Staat die Privatsph&auml;re nicht mehr sch&uuml;tzen will oder kann, vielleicht, weil das Wissen des Staates &uuml;ber die Geheimnisse seiner B&uuml;rger Teil eines vermeintlichen Sicherheitsprogramms ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++1836a154-461d-11e3-839e-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutscher Exportwahn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU tadelt den Export-Europameister<\/strong><br>\nJahrelang wurde Deutschlands Wirtschaft f&uuml;r ihre Exportst&auml;rke gefeiert. Nun gelten die &Uuml;bersch&uuml;sse pl&ouml;tzlich als Problem. Vorige Woche gab es einen heftigen R&uuml;ffel aus Washington. Nun droht die EU-Kommission den Deutschen sogar mit einem Pr&uuml;fverfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ueberschussverfahren100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Oh, je, &Uuml;bersch&uuml;sse seien &ldquo;pl&ouml;tzlich&rdquo; ein Problem. Wieder das penetrante deutsche Jammern, wie &ldquo;der Export-Europameister&rdquo; f&uuml;r seinen Erfolg bestraft w&uuml;rde. Noch schlimmer sind die Kommentare: so viel wirtschaftliches Unverst&auml;ndnis gekoppelt mit Deutsch-Chauvinismus ist kaum auszuhalten. Immerhin versuchen es einige, aufzukl&auml;ren. Hier ein Beispiel daf&uuml;r, wie ein Leser mit einem anschaulichen Gleichnis versucht, das Problem der Dauer&uuml;bersch&uuml;sse zu verdeutlichen:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Wenn ich 2 Seen habe, ein See ist Deutschland und der 2. See ist der Rest der Welt. Nun pumpen diese Seen Wasser hin und her. Der erste See (Deutschland) nennen wir in A saugt mehr Wasser an, als er abgibt. Was passiert mit dem 2. See? Na? Der trocknet aus!&ldquo;<\/em><br>\n<em>Die Antwort eines anderen Lesers darauf ist exemplarisch f&uuml;r das Missverst&auml;ndnis der meisten Deutschen:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Sie schreiben: &ldquo;Der erste See (Deutschland) nennen wir in A saugt mehr Wasser an, als er abgibt. Was passiert mit dem 2. See? Na? Der trocknet aus!&rdquo; Nur wenn er an anderer Stelle keinen Zufluss hat.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Der zweite Leser nimmt an, dass es immer einen Zufluss an anderer Stelle geben kann, obwohl der erste Leser den zweiten See als den Rest der Welt definiert hat. Unter diesen Umst&auml;nden kann der &ldquo;Zufluss an anderer Stelle&rdquo; nur von au&szlig;erhalb kommen. Dumm nur, dass die Welt keinen Zufluss von au&szlig;en hat &ndash; nicht vom Mond, auch nicht vom Mars.<\/em><br>\n<em>Das ganze Irrtum der deutschen Exportgl&auml;ubiger ist, dass die Nachfrage f&uuml;r ihre Produkte einfach vom Himmel f&auml;llt.<\/em><br>\n<em>Wann d&auml;mmert es den Deutschen endlich, dass sie auf dem besten Weg sind, mit ihrer Borniertheit und Arroganz wieder einmal Europa &ndash; diesmal zwar nicht milit&auml;risch, aber wirtschaftlich &ndash; zu zerst&ouml;ren, und damit auch sich selbst.<\/em><br>\n<em>Am deutschen Wesen kann die Welt nicht genesen, sondern nur Verzweifeln.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Im November 2011 hat der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11748\">ECOFIN-Rat erstaunlicherweise festgestellt<\/a>, dass es ausgerechnet bei Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen kein Verfahren und keine Sanktionen geben wird. Zuvor gab es unverhohlene Drohungen von Wolfgang Sch&auml;uble, die Grenze ansonsten halt h&ouml;her festzulegen. Deutschland kann also &ndash; entgegen der Prognosen der Tagesschau &ndash; entspannt bleiben und weiterhin seinem Exportwahn fr&ouml;nen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland: Motor eines europ&auml;ischen Konjunkturaufschwungs?<\/strong><br>\nNoch immer liegt das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone um etwa 2% unter dem Wert von 2007, den es eigentlich bei einem &bdquo;normalen&ldquo; Konjunkturverlauf um mehr als 10% &uuml;bersteigen h&auml;tte sollen. Wir befinden uns weiterhin in der Krise, wie nicht zuletzt die besorgniserregenden Arbeitsmarktdaten zeigen: Die Arbeitslosenquote hat sich in der Eurozone von 7% der Erwerbspersonen Anfang 2008 auf 12% nahezu verdoppelt. Die Zahl der Arbeitslosen liegt heute in der W&auml;hrungsunion um acht Millionen und in der EU um 10,5 Millionen &uuml;ber dem Niveau vor der Krise. Vor allem die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder befinden sich in einer Depression, deren Ende nicht absehbar ist&hellip;<br>\n2013 d&uuml;rfte der Saldo der Leistungsbilanz Deutschland den Rekordwert von +7% des BIP erreichen. Ein derartiges Ungleichgewicht h&auml;lt die Eurozone nicht aus. Vor allem, weil es weniger die Folge raschen Exportwachstums als vor allem Ausdruck eines ausgepr&auml;gten Importdefizits ist. H&ouml;here Importe Deutschlands w&uuml;rden den Krisenl&auml;nder Chancen zum Export bieten und so zur wirtschaftlichen Erholung beitragen; damit w&uuml;rden sie helfen, die Eurozone zu stabilisieren; sie w&auml;ren aber auch im unmittelbaren Interesse Deutschlands: Materieller Wohlstand entsteht nicht schon bei der Produktion von Exportg&uuml;tern, sondern erst beim Verbrauch der damit erzielten Einkommen. Derart hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse zeigen, in welch gro&szlig;em Ausma&szlig; das Land unter seinen Verh&auml;ltnissen lebt&hellip;<br>\nWelche wirtschaftspolitischen M&ouml;glichkeiten best&uuml;nden in Deutschland, den Import auszuweiten, den &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz zu verringern? Einen vielversprechenden Ansatz bildet erstens die zunehmende Knappheit an Arbeitskr&auml;ften, die L&ouml;hne und Konsum nach oben dr&uuml;ckt. Notwendig w&auml;re zweitens eine rasche Ausweitung der Investitionen in die marode &ouml;ffentliche Infrastruktur und den &ouml;kosozialen Umbau der Wirtschaft. Schlie&szlig;lich w&uuml;rde drittens eine Verst&auml;rkung der staatlichen Umverteilungsaktivit&auml;ten durch Steuern auf hohe Einkommen, Verm&ouml;gen und den Finanzsektor und den Ausbau von sozialen Dienstleistungen und Transfers zugunsten der unteren und mittleren Einkommensgruppen die Konsumneigung erh&ouml;hen.<br>\nDiese und &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen w&auml;ren in allen &Uuml;berschussl&auml;ndern angebracht. Zu ihnen z&auml;hlen neben Deutschland auch Belgien, die Niederlande, Luxemburg und &Ouml;sterreich. Zusammen erbringen sie etwa die H&auml;lfte der Wirtschaftsleistung der Eurozone. Der von einer Ausweitung der Inlandsnachfrage ausgehende expansive Impuls w&uuml;rde den materiellen Wohlstand in diesen L&auml;ndern steigern. Er bildet aber auch die notwendige Voraussetzung f&uuml;r eine konjunkturelle Erholung und die wirtschaftliche Stabilisierung in der gesamten Eurozone.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/deutschland-motor-eines-europaeischen-konjunkturaufschwungs\/#more-3743\">Arbeit &amp; Wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Koalitionsverhandlungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Irrglaube ist immer noch alles<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;koalition&auml;re in spe haben sich vorsichtig auf ein gemeinsames Programm in Sachen Wirtschaftspolitik geeinigt. Gl&uuml;ckliche Gesichter allenthalben. Man fragt sich nur, wor&uuml;ber sich die Damen und Herren von Union und SPD freuen. &Uuml;ber wichtige Themen ist offenbar gar nicht geredet worden. Ganz oben steht die bereits erw&auml;hnte Einigung beim Breitbandausbau. Eine Offensive soll es werden und der Bund eine Milliarde j&auml;hrlich beisteuern. Wenn die Finanzierung steht, kommt noch ein Schleifchen um das Paket und auf das K&auml;rtchen wird dann vielleicht der Name Breitbandbeschleunigungsgesetz geschrieben.<br>\nSuperschnelles Internet f&uuml;r den l&auml;ndlichen Raum. Das klingt nach Aufbruch und Dynamik, nach Aufschwung eben. &Uuml;ber die Konjunkturaussichten scheint aber gar nicht diskutiert worden zu sein, weshalb &uuml;ber allen windigen Beschl&uuml;ssen auch der Finanzierungsvorbehalt schwebt. Heute kam die EU mit ihrer Herbstprognose heraus und wie erwartet, m&uuml;ssen die optimistischen Zahlen aus dem Fr&uuml;hjahr wieder nach unten korrigiert werden. Zwar sprach EU-W&auml;hrungskommissar Olli Rehn von einem Wendepunkt, warum auch immer, dennoch wird das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Eurozone in diesem Jahr erneut schrumpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/11\/05\/irrglaube-immer-16759551\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsgruppe Energie<\/strong><br>\nBeim Emissionshandel will die EU-Kommission Kohlendioxid-Zertifikate zur&uuml;ckhalten, um durch Verknappung den Preis wieder etwas zu erh&ouml;hen. &bdquo;Wir stimmen der Herausnahme von 900 Millionen Zertifikaten als einmaligen Eingriff in das System zu&ldquo;, erkl&auml;rte Kraft das Vorhaben. Voraussetzung sei, dass es keine Nachteile f&uuml;r betroffene Branchen und Industrie-Arbeitspl&auml;tze geben werde, so Kraft.<br>\nIn Sachen Energieeffizienz soll die Geb&auml;udesanierung weiter vorangebracht werden. Ziel sei es, dass Wirtschaft, Kommunen und Endverbraucher zu mehr Energiesparen angehalten werden. Ein nationaler Aktionsplan Energieeffizienz &ndash; mit m&ouml;glicherweise steuerlichen F&ouml;rderprogrammen &ndash; soll folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/111340\/20131105_ag_energie.html\">SPD (auch mit Audio der Statements von Kraft und Altmaier)<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man beugt sich also einem Vorschlag der EU-Kommission zu, unter der Voraussetzung, dass es keine Nachteile f&uuml;r die Kohlekraftwerke der Stromproduzenten gibt.<\/em><br>\n<em>Und man will wie bisher mit Anreizen arbeiten, aber diese stehen unter Finanzierungsvorbehalt. Der Mitschnitt nach der Sitzung sagt eigentlich alles.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkels Missverst&auml;ndnis mit der Maut<\/strong><br>\nEigentlich h&auml;tte die Kanzlerin im TV-Duell doch einfach sagen k&ouml;nnen: Seehofers Maut nur f&uuml;r Ausl&auml;nder finde ich super! Ist ihr aber wohl nicht eingefallen. Stattdessen sagt ihr Sprecher jetzt, die Aussagen der Kanzerin zur Pkw-Maut m&uuml;sse man &ldquo;im gesamten Zusammenhang&rdquo; lesen. Nur klarer werden sie dadurch auch nicht.<br>\nEs ist im Grunde ganz einfach. Mit Angela Merkel wird es keine Pkw-Maut geben. Und wenn es doch mit Merkel eine Maut geben sollte, dann wird es keine solche Maut sein, wie Merkel sie gemeint hat, als sie im TV-Duell sagte: Mit mir wird es keine Maut geben.<br>\nIst das klar?<br>\nEine Maut ist nicht einfach eine Maut, sondern eine Maut ist nur dann eine Maut, wenn sie nicht das ist, was es am Ende mit Merkel geben k&ouml;nnte.<br>\nOffenbar reden Kanzlerin und Volk aneinander vorbei. Zu der Maut, die es mit Merkel nicht geben wird, hat sie jetzt ihren Sprecher ausrichten lassen, dass man ihren Satz aus dem TV-Duell im gesamten Zusammenhang lesen m&uuml;sse.<br>\nDer Sprecher will darauf hinaus, dass Merkel mit der Maut, die mit ihr nicht kommt, nur eine Maut meinte, bei der die deutschen Autofahrer mehr bezahlen. Aber dann h&auml;tte sie doch einfach sagen k&ouml;nnen: Seehofers Maut nur f&uuml;r Ausl&auml;nder finde ich super! Ist ihr wohl nicht eingefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/autobahngebuehr-merkels-missverstaendnis-mit-der-maut-1.1810488\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Merke: Wortbruch ist nur, wenn es Politikern einfiele mit der Linkspartei zu kooperieren und einen Politikwechsel einzuleiten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Kommission: Wachstum f&auml;llt erneut schlechter aus, als prognostiziert<\/strong><br>\nHeute (gestern (WL)) hat der Wirtschaftskommissar der EU-Kommission, Olli Rehn, die Herbstprognose der EU-Kommission vorgestellt. Das Wachstum soll erneut schlechter ausfallen, als zuvor prognostiziert. Wieder einmal werden Europa und die &uuml;brige Welt auf die Zukunft vertr&ouml;stet&hellip;<br>\nIn ihrer Herbstprognose, fast auf den Tag genau vor einem Jahr, prognostizierte die EU-Kommission f&uuml;r das Jahr 2013 noch 0,4 Prozent Wachstum. In der Winterprognose aus dem Februar 2013 waren es dann bereits nur noch 0,1 Prozent. In der Fr&uuml;hjahrsprognose im Mai waren es schlie&szlig;lich nur noch -0,1 Prozent. Jetzt sollen es in 2013 -0,4 Prozent werden. Damit w&uuml;rde das Minus aus dem Vorjahr von -0,3 Prozent noch unterschritten. Schon 0,4 Prozent, h&auml;tte sich die Prognose bewahrheitet, w&auml;ren v&ouml;llig ungeeignet gewesen, die Arbeitslosigkeit zu senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/11\/eu-kommissionwachstumsprognose-wachstum-fallt-erneut-schlechter-aus-als-prognostiziert\/#sthash.NlLRLaqs.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Attac: Freihandelsabkommen TTIP: radikaler Angriff auf soziale, &ouml;kologische und rechtliche Standards<\/strong><br>\nAbsichtserkl&auml;rungen von Schwarz-Rot sind reine Lippenbekenntnisse<br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac fordert ein Ende der Verhandlungen &uuml;ber das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und den USA (Transatlantic Trade and Investment Partnership \/ TTIP).<br>\n&ldquo;Das geplante Freihandelsabkommen ist ein radikaler Angriff auf soziale, &ouml;kologische und rechtliche Standards in der EU und in den USA&rdquo;, sagte Roland S&uuml;&szlig; vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Es ist absehbar, dass beide Vertragspartner TTIP nutzen werden, um demokratische und soziale Rechte, Klimaschutz und die Kontrolle der Finanzm&auml;rkte auf dem jeweils niedrigsten Level zu &lsquo;harmonisieren&rsquo;. Gegenteilige Absichtserkl&auml;rungen von Schwarz-Rot sind reine Lippenbekenntnisse.&rdquo;<br>\nDie zweite TTIP-Verhandlungsrunde ist f&uuml;r kommende Woche in Br&uuml;ssel geplant. Entgegen anderslautender Stellungnahmen wegen des NSA-Skandals hat sich Schwarz-Rot in den Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, das Abkommen ungebremst voranzutreiben. Das geht aus dem Abschlusspapier der Arbeitsgruppe Wirtschaft von Union und SPD hervor, das der Rheinischen Post vorliegt. In dem Papier, das offenbar am heutigen Dienstag beschlossen werden soll, versichern SPD und CDU, auf die Sicherung insbesondere der Sozial-, Umwelt-, Lebensmittel-, Gesundheits- und Datenschutzstandards sowie der Verbraucherrechte in der EU achten zu wollen.<br>\nDieses Bekenntnis steht laut Attac in Widerspruch zu dem trotz versuchter Geheimhaltung &ouml;ffentlich bekannt gewordenen Handelsmandat der EU, das in allen Bereichen von einer &ldquo;weitestgehenden Liberalisierung&rdquo; ausgeht. Roland S&uuml;&szlig;: &ldquo;Angesichts eines solchen Handelsmandats ist die Versicherung von Schwarz-Rot, Schutzstandards sichern zu wollen, nur als Versuch zu werten, der &Ouml;ffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen.&rdquo;<br>\nIn der zweiten Verhandlungsrunde sollen vor allem Dienstleistungen, Investitionen, Energie und Rohstoffe sowie regulatorische Themen diskutiert werden. Beim Thema Investitionen steht vor allem eine Schiedsgerichtsklausel in der Kritik. Diese r&auml;umt Konzernen faktisch ein Sonderklagerecht gegen die EU oder USA ein, wenn sie der Ansicht sind, dass ihre Gewinne durch soziale, &ouml;kologische oder Verbraucherschutz-Auflagen geschm&auml;lert werden. &ldquo;Diese Sonderklagerecht erm&ouml;glicht Konzernen, demokratische Entscheidungen unterlaufen&rdquo;, stellte Roland S&uuml;&szlig; fest. &ldquo;Das ist ein Skandal: Grundlegende Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaats m&uuml;ssen Vorrang vor Profitinteressen von Investoren haben.&rdquo;<br>\nScharf kritisierte Attac auch den geheimen Charakter der Verhandlungen und forderte, s&auml;mtliche Dokumente offenzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarkurier-online.de\/?p=103591#more-103591\">Saarkurier Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fragen an den Autor &ndash; Ulrike Herrmann &bdquo;Der Siege des Kapitals&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sr-mediathek.sr-online.de\/index.php?seite=7&amp;id=15794&amp;pnr=0\">SR2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Moderne Sklaverei &ndash; Unfreies Europa<\/strong><br>\nDer Sonderausschuss f&uuml;r Organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldw&auml;sche (CRIM) des Europ&auml;ischen Parlaments hat das Ausma&szlig; dieser Formen der Kriminalit&auml;t in der EU &uuml;berpr&uuml;ft. Demnach leben in Deutschland und den anderen EU-Mitgliedsstaaten rund 900.000 Sklavenarbeiter, von denen fast 300.000 sexuell ausgebeutet werden. Allein der Profit durch Menschenhandel soll sich auf 25 Milliarden Euro j&auml;hrlich belaufen. &ldquo;Es gibt zu wenig Mittel f&uuml;r die Bek&auml;mpfung solcher Kriminalit&auml;t, weil man viel Aufmerksamkeit auf Kleinstkriminelle verwendet&rdquo;, sagt der Gr&uuml;nen EU-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht. Grunds&auml;tzlich ist jeder B&uuml;rger aufgefordert, Aufmerksamkeit f&uuml;r die Opfer zu bilden. &ldquo;Das w&auml;re ein Riesengewinn f&uuml;r die Betroffenen und unsere Zivilgesellschaft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/10\/31\/dradiowissen_sklaverei_in_europa_-_20131031_f5f0cdf3.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><strong>dazu: Sklavenhalter wider Willen<\/strong><br>\nVielen von uns ist es wichtig, ein moralisch und sozial integres Leben zu f&uuml;hren. Wenn m&ouml;glich, kaufen wir Lebensmittel aus regionalem Anbau und achten auf die Herkunft unserer Kleidung. Doch durch unsere moderne Lebensweise sind wir oft ohne unser Wissen mit Formen der modernen Sklaverei verbunden. Ob wir es wollen oder nicht: F&uuml;r jeden von uns arbeiten Sklaven auf der Welt. Auf der Internetseite Slavery Footprint kann man die Eckpfeiler seiner Lebensweise eingeben, der Rechner spuckt dann aus, wie viele Sklaven daf&uuml;r arbeiten m&uuml;ssen. F&uuml;r das Smartphone, f&uuml;r die Klamotten, f&uuml;r die Skiausr&uuml;stung. Die Betreiber der Seite fordern vor allem nachhaltigere Kaufentscheidungen. Unser Tagesreporter Christian Schmitt hat den Selbsttest gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/10\/31\/dradiowissen_sklavenhalter_wider_20131031_f7b54ff7.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Rund 30 Millionen Menschen leben als Sklaven<\/strong><br>\nStatistikerin Katharina Sch&uuml;ller &uuml;berpr&uuml;ft die Zahlen des Global Slavery Index 2013 auf ihre Aussagekraft. Die Walk Free Foundation in Australien hat den ersten globalen Sklaven-Index der Welt ver&ouml;ffentlicht. Mit gesch&auml;tzten 10.000 &ldquo;Sklaven&rdquo; liegt Deutschland in dem Ranking auf Platz 136 von 162 untersuchten Staaten. Ausschlaggebend f&uuml;r die Position im Index ist das Verh&auml;ltnis von modernen Sklaven zur Gesamtbev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/10\/31\/dradiowissen_moderne_sklaven_-_das_20131031_ce4c25ce.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berufswechsel: Allzu oft geht`s abw&auml;rts<\/strong><br>\nBerufswechsel werden mehr und mehr zur Normalit&auml;t. Das geht aus einer empirischen Studie von Matthias D&uuml;tsch, Verena Liebig und Olaf Struck hervor. Die Arbeitswissenschaftler von der Universit&auml;t Bamberg kommen zu dem Ergebnis, dass die &ldquo;Bindekraft der Beruflichkeit&rdquo; in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen hat: Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen h&auml;ufiger aus ihrem erlernten Beruf wechseln. Zugleich ist ihr sozialer Status unsicherer geworden. Von den M&auml;nnern, die zwischen 1973 und 1977 auf dem Arbeitsmarkt gestartet sind, wechselten 14 Prozent unmittelbar nach der Ausbildung den Beruf. In der j&uuml;ngsten untersuchten Kohorte, deren Berufseinstieg in die Jahre zwischen 1998 und 2002 f&auml;llt, waren es 20 Prozent. Bei den Frauen stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von 9 auf 22 Prozent. Innerhalb von f&uuml;nf Jahren hatten &uuml;ber die H&auml;lfte der m&auml;nnlichen und 38 Prozent der weiblichen Berufseinsteiger der Jahre 1998 bis 2002 mindestens einen Berufswechsel hinter sich. Das Risiko, im erlernten Beruf sozial abzusteigen, ist im Untersuchungszeitraum um 117 Prozent gestiegen. Dass Besch&auml;ftigte den Beruf wechseln und gleichzeitig an Status einb&uuml;&szlig;en, ist um 41 Prozent wahrscheinlicher geworden. Von den untersuchten Erwerbsphasen in der j&uuml;ngsten Kohorte war fast jede dritte &ldquo;statusinad&auml;quat&rdquo;, also weniger prestigetr&auml;chtig als der erlernte Beruf. Insgesamt, so die Forscher, weise &ldquo;der in zunehmendem Ma&szlig;e nicht gelingende Transfer beruflicher Qualifikationen bei zwischenbetrieblicher Mobilit&auml;t auf eine sinkende Bindekraft der Beruflichkeit und auf wachsende Risiken des Verlustes berufsfachlicher Qualifikationen hin&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2013_17_5.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 129 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reinhard Bispink: Den Tarifvertrag st&auml;rken<\/strong><br>\nTrotz zunehmender Besch&auml;ftigung und r&uuml;ckl&auml;ufiger Arbeitslosenzahlen ist der deutsche Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren aus den Fugen geraten. Darauf reagiert die politische Diskussion um eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Sie konzentriert sich zum einen auf die st&auml;rkere Regulierung von Leiharbeit, Werkvertr&auml;gen und befristeter Besch&auml;ftigung, zum anderen auf einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. All das ist richtig. Ein Mindestlohn reicht aber nicht aus, um angemessene Arbeits- und Einkommensbedingungen in der gesamten Wirtschaft sicherzustellen. Der Anteil der Besch&auml;ftigten, die nach Tarifvertrag bezahlt werden, sinkt seit zwei Jahrzehnten. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Erosion des Tarifsystems sind vielf&auml;ltig: Sie reichen von Strukturver&auml;nderungen auf dem Arbeitsmarkt &uuml;ber sch&auml;rferen Wettbewerb bis hin zum R&uuml;ckgang gewerkschaftlicher Organisationsmacht. Erstaunlich ist, dass all dies auch in anderen europ&auml;ischen Staaten geschieht, unsere Nachbarn jedoch oft &uuml;ber eine wesentlich h&ouml;here Tarifbindung verf&uuml;gen. Eine Ursache daf&uuml;r ist: In vielen dieser L&auml;nder werden die Tarifvertragssysteme vom Staat gest&uuml;tzt. In L&auml;ndern wie Frankreich, Belgien oder den Niederlanden sorgt vor allem eine umfangreiche Nutzung der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung (AVE) von Tarifvertr&auml;gen daf&uuml;r, dass nach wie vor zwischen 80 und 90 Prozent aller Besch&auml;ftigten durch Tarifvertr&auml;ge abgesichert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-den-tarifvertrag-staerken,1472602,24835930.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Reinhard Bispink verweist auf das mangelnde Interesse vieler Arbeitgeberverb&auml;nde, ferner auf die restriktive Haltung des Arbeitgeber-Dachverbandes BDA im Tarifausschuss. Vielleicht sollte man hinzuf&uuml;gen, dass die Arbeitgeberverb&auml;nde selbst ganz wesentlich an Bedeutung verloren haben. Ob dies nun an einem bewussten Akt der Selbstaufl&ouml;sung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde liegt, um auf diese Weise eine Dezentralisierung von Tarifverhandlungen zu erreichen, wie Bernd Brandl von der Universit&auml;t York (UK) meint, sei dahingestellt. Tats&auml;chlich hatten im Jahr 2010 42 Prozent der Mitgliedsunternehmen wahrlich nicht schwachen Verbandes Gesamtmetall den OT-Status.(Auf diese entfallen allerdings nur 17 Prozent der Besch&auml;ftigten). Rudolf Speth von der Universit&auml;t Kassel verweist darauf, dass gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen heute nicht mehr &uuml;ber den Verband, sondern &uuml;ber auf eigene Zug&auml;nge, die Politik zu beeinflussen suchen. Aus meinem pers&ouml;nlichen Umfeld wei&szlig; ich von einem Unternehmen, das im Gefolge der Finanzkrise &ndash; heute wird viel zu schnell verdr&auml;ngt, dass die Finanzkrise in eine massive Krise der Realwirtschaft m&uuml;ndete &ndash; vorsorglich beschloss, aus der Tarifgemeinschaft auszutreten. Es bezahlt derzeit weiterhin Tariflohn und dar&uuml;ber. Wie Bispink empfiehlt auch der G&ouml;ttinger Arbeitsrechtler Manfred Walser, das Tarifsystem per Gesetz zu stabilisieren, d.h. die H&uuml;rden zu senken, die heute einer Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen entgegenstehen.- Diese und andere Aspekte werden in WSI-Mitteilungen Ausgabe 07\/2013 untersucht: &ldquo;Zerf&auml;llt die deutsche Arbeitgeberlandschaft?&rdquo; Eine Zusammenfassung bietet B&ouml;ckler Impuls: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2013_17_7.pdf\">Tarifpolitik: Wenn der Partner verloren geht [PDF &ndash; 117 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Niedriglohnland USA: Fastfood-Ketten als Profiteure des &ldquo;Wohlfahrtsstaats&rdquo;<\/strong><br>\nWo kann ich meine Haare verkaufen, meine Muttermilch, meine Eizellen, meine Nieren? Der Marktplatz Google erschlie&szlig;t Gesch&auml;ftsmodellen, die den K&ouml;rper als Warenkorb zur Grundlage haben, neue M&ouml;glichkeiten. Suchabfragen &ldquo;I want to sell my&thinsp;&hellip;,&rdquo; die mit &ldquo;hair,&rdquo; &ldquo;eggs&rdquo; und &ldquo;kidney&rdquo; erg&auml;nzt wurden, belegten 2011 &uuml;ber ein halbes Jahr lang die vier ersten Pl&auml;tze, berichtet Bloomberg. Der Marktanalyst, auf den sich das Finanzmedium dabei bezieht, wertet die Suchanfragen als Hinweis f&uuml;r die finanziellen Sorgen in der amerikanischen Bev&ouml;lkerung. Die &ldquo;Erholung&rdquo; von dieser Wirtschaftskrise verlaufe nicht so wie bei den Krisen zuvor. Am Dienstag hatte ein Bericht der Washington Post &uuml;ber den Niedriglohnsektor in den USA Wellen geschlagen. Es geht darin um Angestellte von Fastfoodketten, deren Entlohnung nicht reicht, um Lebenskosten abzudecken, selbst Vollzeitanstellung. Der Staat m&uuml;sse j&auml;hrlich etwa 7,9 Milliarden Dollar hinzuschie&szlig;en, 1,9 Milliarden f&uuml;r Lohnauff&uuml;llung (Earned income tax credit), 1 Milliarde f&uuml;r Lebensmittelmarken und 3,9 Milliarden f&uuml;r die Gesundheitsf&uuml;rsorge Medicaid und das staatliche Children&rsquo;s Health Insurance Program. Die Firmen kalkulieren mit der staatlichen Subvention, wie dies in Deutschland Unternehmen mit der Hartz-IV-Lohnaufstockung praktizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40137\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich m&ouml;chte mich im Vorwege f&uuml;r die Wortwahl entschuldigen, aber ich kann nicht anders: &ldquo;Diese Schweine!&rdquo; &ndash; Solange Unternehmen in China, USA und bei uns solche fette Gewinne einfahren, gibt es kein &ouml;konomisches Argument, das f&uuml;r solche Praktiken spricht. (In China werden daf&uuml;r gnadenlos die Mindestl&ouml;hne unterlaufen)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umstrittenes Koalitionsprojekt: Die Mietpreisbremse hilft nur den Reichen<\/strong><br>\nUnion und SPD haben sich bei ihren Koalitionsgespr&auml;chen auf eine Mietbremse geeinigt. Doch das gutgemeinte Projekt verfehlt sein Ziel: Statt Wohnraum auch f&uuml;r Geringverdiener erschwinglich zu machen, werden attraktive Wohnlagen noch st&auml;rker zum Biotop der Wohlhabenden. Ein Beispiel aus der Praxis macht es deutlich: Bei der Besichtigung einer 100-Quadratmeter-Wohnung im schicken Berliner Stadtteil Mitte erscheinen 50 Bewerber. Die bisherigen, langj&auml;hrigen Mieter haben f&uuml;r die Vierzimmerwohnung 600 Euro bezahlt, nun will der Vermieter zw&ouml;lf Euro pro Quadratmeter nehmen, also 1200 Euro im Monat. Den Zuschlag erh&auml;lt der solventeste Bieter, ein Doppelverdiener-Ehepaar ohne Kinder, das 6000 Euro netto monatlich zur Verf&uuml;gung hat. Nun kommt die vermeintlich segensreiche Preisbremse, die Miete darf also h&ouml;chstens zehn Prozent &uuml;ber dem Wert des Mietspiegels liegen, das entspricht gut sieben Euro. Die Wohnung kostet statt 1200 k&uuml;nftig 700 Euro. Bekommt nun endlich der Rentner, die Mitarbeiterin des Drogeriemarktes oder der alleinerziehende Altenpfleger die Wohnung? Mit Sicherheit nicht! Schlie&szlig;lich hat das Doppelverdiener-Ehepaar ohne Kinder nun noch mehr Interesse an der sch&ouml;nen und dazu dank Mietpreisbremse auch noch billigen Wohnung. Folglich ist das als soziale Errungenschaft gepriesene Vorhaben nicht mehr als ein Noch-mehr-Netto-Projekt f&uuml;r die Oberschicht und die gehobene Mittelschicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/mietpreisbremse-wird-die-lage-auf-dem-wohnungsmarkt-verschaerfen-a-931617.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin I.K.:<\/strong> Der Artikel muss die Immobilienlobby freuen, die Logik des Artikels ist haarstr&auml;ubend. Weil Wohnungen bezahlbar werden, versch&auml;rft sich die Wohnungsnot, weil die &Auml;rmeren die billigen Wohnungen doch sowieso nicht bekommen&hellip;etc.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat, die Immobilienlobby w&uuml;rde sich freuen, wenn aufgrund der Spiegelargumentation, die Mietpreisbremse nicht zustande k&auml;me. M&ouml;chte der Schreiber den bisherigen Zustand belassen? Sodass sich der Mietenspiegel in dieser Gegend bei 1200 Euro einpendelt. Abgesehen davon, wo lebt der Mann? Nat&uuml;rlich w&uuml;rden auch Mieter mit einem Nettoeinkommen von 3000 Euro die Wohnung mieten. Vor allem aber gibt es noch andere Wohnlagen und -preise und Durchschnittsverdiener, Studenten und Rentner, die jeden Cent umdrehen m&uuml;ssen, f&uuml;r die die 10-Prozent-Bindung elementar ist. &ndash; Nat&uuml;rlich ist mit der Mietpreisbremse nicht die Wohnungsnot beseitigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Infrastruktur: Gemeinden fehlt das Geld<\/strong><br>\nDeutschland muss dringend in seine Infrastruktur investieren. Allein auf kommunaler Ebene sind unter anderem f&uuml;r die Ausbesserung kaputter Stra&szlig;en und die Reparatur maroder Schulen gut 50 Milliarden Euro n&ouml;tig. Seit 1991 hat sich der Anteil der kommunalen Investitionen an der Wirtschaftsleistung halbiert; allein zwischen 2003 und 2012 ist dadurch eine Investitionsl&uuml;cke von 52 Milliarden Euro entstanden. &ldquo;Wesentlich f&uuml;r den hohen Investitionsr&uuml;ckstau ist die strukturelle Unterfinanzierung vieler Kommunen&rdquo;, schreiben IMK-Forscher Lindner mit seinen Kollegen. Insgesamt konnten diese zwar im vergangenen Jahr das erste Mal seit 2008 wieder einen Haushalts&uuml;berschuss erzielen. Dies verdecke jedoch Unterschiede zwischen den Kommunen: 30 Prozent von ihnen haben weiterhin erhebliche Haushaltsdefizite. Besonders in strukturschwachen Regionen bleiben die Sozialausgaben der St&auml;dte und Gemeinden stabil oder nehmen zu, ihre Einnahmen hingegen fallen. Sie sind zunehmend von Zuweisungen der L&auml;nder und des Bundes abh&auml;ngig. &ldquo;Diese Zuweisungen werden aber nicht stark steigen k&ouml;nnen, weil der Bund und mehr noch die L&auml;nder durch die 2009 verabschiedete Schuldenbremse unter erheblichem Konsolidierungsdruck stehen&rdquo;, warnen Kl&auml;r, Lindner und &Scaron;ehovic. Unter Einhaltung der Schuldenbremse f&uuml;hre daher an Steuererh&ouml;hungen kaum ein Weg vorbei. Die Mehreinnahmen sollten den Gemeinden zugutekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2013_17_1.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 251 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Reform der EU-Agrarpolitik: Untergepfl&uuml;gt von der Bauernlobby<\/strong><br>\nDabei waren die Vorschl&auml;ge aus Br&uuml;ssel urspr&uuml;nglich sehr ehrgeizig. Eine neue, gr&uuml;ne Agrarpolitik sollte es in der n&auml;chsten siebenj&auml;hrigen F&ouml;rderperiode geben. Bis zu sieben Prozent der Fl&auml;che h&auml;tten Landwirte der Natur zur&uuml;ckgeben sollen, Gro&szlig;betriebe sollten weniger Gie&szlig;kannenf&ouml;rderung erhalten, Umweltschutz besser gef&ouml;rdert werden. Aber umsetzen m&uuml;ssen das die Mitgliedstaaten, und die wollen keine Kehrtwende. Auf Landwirtschaftsfl&auml;chen Hecken wachsen lassen, wie es einmal beim sogenannten Greening gedacht war? Kommt nicht in Frage, sagen Landwirte. &ldquo;Wir Bauern haben ein Anrecht auf Bewirtschaftung&rdquo;, sagte Bauernverbands-Pr&auml;sident Joachim Rukwied. &ldquo;Fl&auml;chen stillzulegen ist ethisch und sozial verwerflich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/reform-der-eu-agrarpolitik-untergepfluegt-von-der-bauernlobby-1.1810412\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Studie: Eine halbe Million Menschen starb infolge des Irak-Kriegs<\/strong><br>\nVom Beginn des Irakkriegs 2003 bis 2011 sind einer neuen Studie zufolge fast eine halbe Million Menschen an den Folgen des Krieges gestorben. Die meisten Toten k&ouml;nnten auf direkte Gewalteinwirkung zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden, bei etwa einem Drittel der Todesf&auml;lle gebe es dagegen indirekte Ursachen, hei&szlig;t es in der am Dienstag in den USA ver&ouml;ffentlichten Untersuchung. Zu den indirekten, aber mit dem Krieg zusammenh&auml;ngenden Ursachen geh&ouml;rt demnach der Zusammenbruch der Infrastruktur f&uuml;r Gesundheitsf&uuml;rsorge, Ern&auml;hrung, sauberes Trinkwasser und Verkehrswesen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1381368712588\/Durch-den-Irak-Krieg-starb-eine-halbe-Million-Menschen\">Der Standard<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.plosmedicine.org\/article\/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pmed.1001533\">Mortality in Iraq Associated with the 2003&ndash;2011 War and Occupation<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sheriff von Eisenh&uuml;ttenstadt<\/strong><br>\nDer Angeklagte ist ein georgischer Staatsb&uuml;rger und fuhr mit einem polnischen PKW bei Frankfurt\/Oder auf der Bundesautobahn 12 &uuml;ber die Grenze nach Deutschland. Er konnte keinen Pass vorlegen. Illegale Einreise, befindet die Strafrichterin Heidemarie Petzoldt und verurteilt ihn zu einem Monat Haft auf Bew&auml;hrung. Straffrei, weil Asylsuchende unter dem Schutz der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention stehen, entgegnet sein Rechtsanwalt Volker Gerloff aus Berlin. Doch was auf den ersten Blick aussieht wie eine gew&ouml;hnliche Meinungsverschiedenheit zwischen Juristen, ist weit mehr.  Die Richterin ist zust&auml;ndig f&uuml;r Verfahren wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Aufenthaltsgesetz und verh&auml;ngt offenbar regelm&auml;&szlig;ig im Schnellverfahren Bew&auml;hrungsstrafen und Geldstrafen gegen Asylsuchende, die aus Polen oder Litauen einreisen. Drei Urteile liegen der Jungle World vor. Die Angeklagten werden darin als &raquo;Asyltouristen&laquo; bezeichnet, die sich &raquo;auf die Reise in ein ihnen genehmes Land der Europ&auml;ischen Union&laquo; begeben. Sie w&uuml;rden &raquo;in der Regel in gro&szlig;e St&auml;dte wollen, so nach Berlin, Hamburg, aber auch nach Br&uuml;ssel oder Paris&laquo;. Dort w&uuml;rden sie &raquo;in die Illegalit&auml;t abtauchen&laquo;, ihren Lebensunterhalt sicherten sie dann &raquo;durch Straftaten, in der Regel durch Schwarzarbeit&laquo;. Ein &raquo;Heer der Illegalen&laquo;, deren Zahl &raquo;massiv&laquo; zunehme. Und immer wieder steht da der Satz: &raquo;Dem muss begegnet werden.&laquo; &ndash; Bereits im Juli hatte das SWR-Magazin &raquo;Report Mainz&laquo; &uuml;ber die Schnellverfahren gegen Fl&uuml;chtlinge am Amtsgericht Eisenh&uuml;ttenstadt berichtet. Der Rechtsprofessor Andreas Fischer-Lescano befand in der Sendung, die Urteile Petzoldts w&uuml;rden &raquo;in sehr deutlicher Form den Boden des Rechts verlassen&laquo;, zumindest seien Ermittlungsverfahren gerechtfertigt. Der Anwalt Gerloff hat nun eine Strafanzeige gegen Petzoldt gestellt, wegen Rechtsbeugung, Volksverhetzung und Beleidigung. &raquo;Das ist nicht einfach ein Urteil, das ist eine politische Brandschrift&laquo;, sagt Gerloff. Besonders drastisch sei die Aussage Petzoldts, wonach es durch die Pr&auml;senz von Asylbewerbern in &raquo;Ballungsgebieten&laquo; immer mehr &raquo;zu Spannungen komme, die sich dann in der Regel durch weitere Straftaten entladen&laquo;. Das sei nicht weit entfernt von &raquo;Deutsche, wehrt euch!&laquo;, warnt Gerloff &ndash; eine Rechtfertigung rassistischer Angriffe und damit strafbare Volksverhetzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2013\/44\/48721.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Politik von Chinas Umstellung<\/strong><br>\nJedes Land, das ein Wirtschaftswunder erlebt, entwickelt Ungleichgewichte, die auszubalancieren sind. China ist da keine Ausnahme. Um Chinas Wirtschaft auszugleichen nach dreissig Jahren, w&auml;hrend deren die privaten Haushalte einen immer kleineren Anteil an der rasch wachsenden Wirtschaft hielten und dabei dennoch wohlhabender wurden, muss nun eine Periode folgen, in der die Haushalte einen stetig zunehmenden Anteil an einer langsamer wachsenden Wirtschaft erhalten. China braucht eine drastische Verringerung der gewohnten Zuwachsraten der Anlagen und der Verm&ouml;gen des Staates und des Establishments. Zudem braucht das Land erhebliche &Auml;nderungen in der Art und Weise, wie das Finanzsystem wirtschaftliche Aktivit&auml;ten st&uuml;tzt, eine bedeutendere Rolle kleinerer Unternehmen und des Dienstleistungsbereichs, ein ganz anderes rechtliches Umfeld sowie etliche grundlegende institutionelle Anpassungen. Chinas gewohntes Wirtschaftsmodell, von dem das Land insgesamt wie auch die politische Elite profitiert haben, muss einem Modell weichen, das wohl weiterhin dem Land n&uuml;tzt &ndash; doch nun auf Kosten der Elite. Das war die Herausforderung, die jedes Land zu meistern hatte, das sich nach einer Periode raschen, investitionslastigen Wachstums umstellen musste. Das war stets politisch herausfordernd, ob nun dieser Prozess bittere Konflikte ausl&ouml;ste und die Umverteilung von Verm&ouml;genden zu &Auml;rmeren erzwang wie in den USA zur Zeit Pr&auml;sident Roosevelts in den Dreissigerjahren oder als Brasilien das Milit&auml;rregime abl&ouml;ste und unter M&uuml;hen eine Demokratie aufbaute. &ndash; Die Geschichte macht klar, dass die n&auml;chsten zehn Jahre f&uuml;r China politisch noch herausfordernder werden als wirtschaftlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/die-politik-von-chinas-umstellung\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Michael Pettis&rsquo; Artikel lebt von dem Versuch China mit Volkswirtschaften zu vergleichen, die eine &auml;hnliche Umbruchphase durchmachen mussten, Dabei greift er weit in die Geschichte zur&uuml;ck um bestimmte Muster identifizieren. Wie bei solchen Vergleichen immer, l&auml;sst sich manches einwenden, aber der Text ist anregend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kein Wunder an der Weichsel<\/strong><br>\nNach Jahren des Booms macht sich in Polen Katerstimmung breit. Doch der rasende Wandel t&uuml;rmte einen solchen Schuldenberg auf. Die kalte Dusche kam unerwartet, hatten sich inzwischen doch alle an die immer h&ouml;heren Schulden gew&ouml;hnt. Die meisten Polen leben auf Pump. Aber auch die Politiker schienen das Wort &ldquo;Sparen&rdquo; aus ihrem Vokabular gestrichen zu haben. Selbst in Zeiten guter Konjunktur bildeten sie keine R&uuml;cklagen. Neue Kredite, Staatsanleihen und Milliardenzusch&uuml;sse aus Br&uuml;ssel lie&szlig;en den Eindruck entstehen, geradezu im Geld zu schwimmen. Nur die Armen, die immerhin bis zu 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung ausmachen, sahen von dem neuem Reichtum kaum einen Zloty. Noch ist Polen keine soziale Marktwirtschaft: Zwischen Oder und Bug muss jeder selbst sehen, wo er bleibt. W&auml;hrend sich die L&auml;nder der Eurozone langsam aus der Finanz- und Wirtschaftskrise herausarbeiten, rutscht Polen erst jetzt in die Konjunkturflaute hinein. Die einst beeindruckenden Wachstumszahlen sinken. W&auml;hrend Polen in den Jahren 2009 bis 2012 mit einer realen Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von insgesamt 12 Prozent das h&ouml;chste Wirtschaftswachstum in ganz Europa verzeichnen konnte, wird es in diesem Jahr wohl lediglich 1 Prozent sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F05%2Fa0079&amp;cHash=fef4f834ba528c183007f0c3d18c80a5\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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