{"id":1922,"date":"2006-12-07T10:01:15","date_gmt":"2006-12-07T09:01:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1922"},"modified":"2006-12-07T10:51:14","modified_gmt":"2006-12-07T09:51:14","slug":"hinweise-des-tages-281","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1922","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>3,4 Prozent Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nDas sch&ouml;ne ist, dass eigentlich niemand Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r 2007 in Abrede stellt. Das ist die Wende. Der Streit dreht sich nat&uuml;rlich um die Frage, wie hoch die Lohnerh&ouml;hungen ausfallen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=99\">ZEIT-Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Der falsche Feind<\/strong><br>\nWenn der fallende Dollar nicht dazwischenkommt, wird der EZB-Rat am Kurs auf h&ouml;here Zinsen festhalten. Er wird das aus dem Bauch heraus tun. Einen offiziellen Grund hat er nicht. Erst wenn er seine Gr&uuml;nde offenlegen w&uuml;rde, k&ouml;nnten sie in der &Ouml;ffentlichkeit diskutiert und abgew&auml;gt werden. Die B&uuml;rger Eurolands w&uuml;ssten n&auml;mlich schon gern, ab wann mit dem intendierten Bremsen des Finanzbooms der gerade erst beginnende Aufschwung der Realwirtschaft mit abgew&uuml;rgt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/138340.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;PP: Private Finanzierung ist laut Rechnungshof teurer<\/strong><br>\nStra&szlig;enbau in &ouml;ffentlich-privater Partnerschaft kostet die Steuerzahler letztlich mehr Geld als die direkte Finanzierung durch den Staat. Zu diesem Urteil gelangt der Oberste Bayerische Rechnungshof.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1025646&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.orh.bayern.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=303&amp;Itemid=206\">Oberster Bayerischer Rechnungshof<\/a><\/li>\n<li><strong>Zur Investivlohn-Debatte<\/strong><br>\nHeinz Josef Bontrup, Professor f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Gelsenkirchen: &bdquo;Das ist mir auch schier schleierhaft, was die Sozialdemokratie sich dabei denkt. Aber ich bef&uuml;rchte, dass man eben dies nicht ehrlich meint.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/manuskript\/061206_bontrup.pdf\">WDR [PDF &ndash; 28 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB zerpfl&uuml;ckt R&uuml;ttgers-Konzept<\/strong><br>\nDer konkrete Vorschlag der CDU f&uuml;r eine (angeblich) verl&auml;ngerte Arbeitslosengeld-Zahlung f&uuml;r &auml;ltere Erwerbslose w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass ein 55-j&auml;hriger Arbeitnehmer erst nach 25 Beitragsjahren 18 Monate lang Anspruch auf Arbeitslosengeld I h&auml;tte. Nach geltendem Recht reichten daf&uuml;r aber schon drei Beitragsjahre aus. &ndash; Der DGB legt dazu ein eigenes Konzept vor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/609801.html\">BZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/homepage_kurztexte\/Arbeitslosengeld_Bezugsdauer5Dez.doc\/\">Entwurf des DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsvermittlung absurd &ndash; eine Wissenschaftlerin als K&uuml;chenhilfe<\/strong><br>\nDeutschland braucht Spitzenwissenschaftler. Trotzdem haben die es mitunter schwer, einen Job zu finden. Bei Claudia Wassmann hei&szlig;t die H&uuml;rde &ldquo;ARGE&rdquo;. Diese mache ihr das Leben und Bewerben in Deutschland nur schwerer, die so genannte Arbeitsvermittlung sei reine Schikane.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/15\/0,1872,4086607,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Lohn der Armut: Working Poor in der Schweiz<\/strong><br>\nIn der Bev&ouml;lkerung des Kantons Z&uuml;rich gibt es ungef&auml;hr 23 Prozent Menschen, die in Armut oder kaum &uuml;ber der Armutsgrenze leben. Die Zunahme der Zahl armer Menschen in den 90er Jahren wurde zu zwei Dritteln durch die Ausbreitung der Armut unter den Besch&auml;ftigten verursacht: Die &ldquo;working poor&rdquo; machen heute 60 Prozent der Armen aus, das sind 7,5 Prozent der aktiven schweizerischen Bev&ouml;lkerung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sandimgetriebe.attac.at\/index.php?id=4957&amp;type=98\">Attac<\/a>\n<p><em>Kommentar Orlando Pascheit: Es ist nur folgerichtig, dass das &ldquo;reiche&rdquo;  Heimatland von Herrn Ackermann  vor den gleichen Problemen steht wie wir, da  man wie bei uns  feststellen muss, &ldquo;dass der Aufschwung der Profitrate mit einer Erh&ouml;hung der Arbeitslosenquote und der Prekarit&auml;t zusammenh&auml;ngt: Das Sinken der Arbeitskosten wurde in anderen Worten nicht dazu benutzt, neue Arbeitspl&auml;tze zu schaffen. Der Zuwachs an Produktivit&auml;t hat vor allem die Finanzeink&uuml;nfte gef&ouml;rdert.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Kommentar KR: Der Autor schreibt: &bdquo;Arbeitslosigkeit, Niedrigl&ouml;hne und die Ausdehnung prek&auml;rer Arbeit sind &hellip; auch eine Antwort auf die Notwendigkeit, den Arbeitsmarkt tief greifend umzustrukturieren, um die Profitrate des Kapitals wiederherzustellen.&ldquo;<br>\nDamit erkl&auml;rt er die Demontage des Sozialstaats unter der Voraussetzung kapitalistischer Verh&auml;ltnisse f&uuml;r objektiv notwendig. Leider verzichtet er ganz auf Empirie: Wie stark war die Profitrate denn zuvor gefallen? Welche Kapitalakkumulationsrate ist angeblich notwendig? Wie gro&szlig; ist der verbleibende Verteilungsspielraum? Ohne Antworten auf diese Fragen haben solche Formulierungen den Charakter dekorativen Beiwerks ohne Erkl&auml;rungswert.<\/p><\/li>\n<li><strong>Schieflage der Wohlstandsverteilung: Die Reichen werden noch reicher<\/strong><br>\nDen reichsten zwei Prozent der Weltbev&ouml;lkerung geh&ouml;rt das halbe Privat-Verm&ouml;gen rund um den Erdball.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/849\/93756\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Und jetzt: die Werbung<\/strong><br>\nAn der Technischen Fachhochschule Berlin k&ouml;nnen Vorlesungen neuerdings von Werbebl&ouml;cken unterbrochen werden &ndash; dubiose Finanzdienstleister &uuml;bernehmen die Lehre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/12-07\/002.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Baden-W&uuml;rttemberg privatisiert Bew&auml;hrungshilfe<\/strong><br>\nF&uuml;r die Betreuung der ehemaligen Straff&auml;lligen auf Bew&auml;hrung ist ab Januar 2007 der private &ouml;sterreichische Verein Neustart zust&auml;ndig.  Landesjustizminister Ulrich Goll (FDP) r&auml;umt ein, dass man &ldquo;mittelfristig auch nach einer wirtschaftlichen L&ouml;sung f&uuml;r den Landeshaushalt&rdquo; suche. So sollen etwa zehn bis f&uuml;nfzehn Prozent eingespart werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/politik\/610054.html\">BZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Volkswirtschaftlicher Irrsinn: Umweltschutzverb&auml;nde kritisieren Ausbau von Tiefseeh&auml;fen<\/strong><br>\nDer Ausbau dreier konkurrierender Tiefseeh&auml;fen in der BRD wird die Steuerzahler Milliarden kosten. Doch volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen interessieren die Politik l&auml;ngst nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/12-06\/029.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Eltern-Kind-Beziehung Brutkasten der Pers&ouml;nlichkeit<\/strong><br>\nEs ist wichtig, vom ersten Lebenstag an eine intensive Bindung zum Kind aufzubauen. Denn fr&uuml;he St&ouml;rungen der Beziehung zwischen den Eltern und dem Nachwuchs wirken sich unmittelbar auf die Entwicklung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/artikel\/878\/93785\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em>Kommentar Orlando Pascheit: Die Erkenntnis, dass die Entwicklung der Pers&ouml;nlichkeit bereits sehr fr&uuml;h durch die unmittelbare Umgebung gepr&auml;gt wird, ist nicht nur eine Herausforderung f&uuml;r die Eltern, sondern  f&uuml;r die ganze Gesellschaft. Die sich h&auml;ufenden Berichte &uuml;ber eine unertr&auml;glich anwachsende Armut in Deutschland ist eine Mahnung an die Politik, den bisher eingeschlagenen Weg,  der mit dem Wort Neoliberalismus nur besch&ouml;nigt wird, zu verlassen. &ldquo;Armut ist immer noch der wichtigste Risikofaktor f&uuml;r eine schlechte Entwicklung des Kindes&rdquo;, sagt Karl Heinz Brisch von der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen und Organisator der Tagung  der Tagung &ldquo;Der S&auml;ugling &ndash; Bindung, Neurobiologie und Gene&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>K&uuml;ndigung &bdquo;unk&uuml;ndbarer&ldquo; Arbeitnehmer<\/strong><br>\nDr. Barbara Reinhard, zur Zeit Richterin am Arbeitsgericht D&uuml;sseldorf, gibt auf Seminaren der EUROFORUM Deutschland GmbH Hinweise zur K&uuml;ndigung &bdquo;unk&uuml;ndbarer&ldquo; Arbeitnehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euroforum.de\/ProduktTitel.aspx?pnr=P1101474&amp;content=program1\">EUROFORM<\/a>\n<p><em>Kommentar eines NachDenkSeiten-Lesers: &bdquo;Nun ist mein Demokratieverst&auml;ndnis endg&uuml;ltig gleich null. Ich habe soeben jegliches Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat endg&uuml;ltig verloren. Dass eine Arbeitsrichterin hier f&uuml;r diesen Zweck antritt, macht mich endg&uuml;ltig fassungslos. Bitte antworten sie mir, dass ich hier etwas falsch verstanden habe.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Respekt vorm kleinen Mann?<\/strong><br>\nUlf Poschardt: &ldquo;Die stolzen fr&auml;nkischen Arbeiter haben sich gegen ihre Gewerkschaft und gegen den Betriebsrat durchgesetzt. Gelingt es den Arbeitnehmern, sich von ihren Repr&auml;sentationsausbeutern, den Gewerkschaftsfunktion&auml;ren, zu emanzipieren, werden Flexibilisierungen und Leistungsbereitschaft den Standort Deutschland erfolgreich halten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/12\/05\/1134683.html?prx=1\">WELT<\/a>\n<p><em>Kommentar: Zitat aus <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulf_Poschardt\">WIKIPEDIA<\/a>: &bdquo;Ulf Poschardt ist ein deutscher Popjournalist und Buchautor. (&hellip;) Seine Doktorarbeit &bdquo;DJ Culture&ldquo; &hellip; wurde &hellip; wissenschaftlich kritisiert, so sprach sich der von Poschardt als Gutachter gefragte Diedrich Diederichsen eher am&uuml;siert &uuml;ber Poschardts Hantieren mit Hegel aus. In weiteren B&uuml;chern befasste sich Poschardt mit den Themen Mode (&bdquo;Anpassen&ldquo; 1998), K&auml;lte (&bdquo;Cool&ldquo; 2000) und Rasen (&bdquo;&Uuml;ber Sportwagen&ldquo; 2002). (&hellip;) Er arbeitete als Chefredakteur des Magazins der S&uuml;ddeutschen Zeitung von 1996 bis 2000. Als im Skandal um Tom Kummer herauskam, dass Poschardt get&uuml;rkte Interviews eingefordert und publiziert hatte, konnte ihn die SZ nicht mehr halten. Poschardt wurde Mitglied der Chefredaktion bei der Welt am Sonntag, bezog jedoch auch Unterst&uuml;tzung von neokonservativen Stiftungen und PR-Agenturen.&ldquo;<br>\nDas Thema, zu dem Ulf Poschardt etwas Fundiertes zu sagen hat, scheint noch nicht gefunden worden zu sein. Zurzeit hofft er offenbar, seinen Marktwert durch die Produktion von Propaganda steigern zu k&ouml;nnen. Und zum Qualit&auml;tsanspruch der WELT AM SONNTAG d&uuml;rfte sich wohl jeder Kommentar er&uuml;brigen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1922","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1922","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1922"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1922\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}