{"id":19221,"date":"2013-11-12T09:02:50","date_gmt":"2013-11-12T08:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221"},"modified":"2015-11-09T13:57:04","modified_gmt":"2015-11-09T12:57:04","slug":"hinweise-des-tages-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h01\">Gerhard Bosch: Was tun gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h02\">Gro&szlig;e Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h03\">It&rsquo;s business that really rules us now<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h04\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h05\">Lucas Zeise: Allianz und Co. tadeln Zentralbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h06\">Paul Krugman: Das Komplott gegen Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h07\">Sachsen bleibt auf Schulden f&uuml;r Landesbank sitzen &ndash; Klagen gegen Ex-Manager abgewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h08\">USA fordern 864 Millionen US-Dollar von Bank of America<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h09\">Fall Hoene&szlig; &ndash; Die Macht der Verh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h10\">Streitgespr&auml;ch: Der Staat hat sich schon vor langer Zeit aus dem Wohnungsmarkt zur&uuml;ckgezogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h11\">Arbeitsagentur fordert sch&auml;rfere Hartz-IV-Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h12\">14 Cent pro Stunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h13\">Ein sozialer Arbeitsmarkt als neuer Sektor f&uuml;r Lohndumping?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h14\">Oettinger: &bdquo;Wir brauchen in Europa die Option des Fracking&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h15\">Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h16\">Von Klaeden legt Parteiamt nieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h17\">Werner R&uuml;gemer: Die Wertegemeinschaft der lupenreinen Hurens&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h18\">Geheimer Krieg &ndash; Die Rolle Deutschlands im Kampf gegen den Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h19\">SPD: Hochschulen besser finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221#h20\">Nochmals: Staatsziel Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19221&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gerhard Bosch: Was tun gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa?<\/strong><br>\nStrukturelle und konjunkturelle Jugendarbeitslosigkeit in der EU<br>\n&hellip; Auf europ&auml;ischer Ebene wird das Problem mittlerweile seit drei Jahren diskutiert, ohne dass man &uuml;ber Resolutionen hinausgekommen ist. Kurzfristig muss vor allem das konjunkturelle Problem angegangen werden. Die diskutierte &raquo;Jugendgarantie&laquo; ist eine sch&ouml;ne Idee, die aber die Krisenl&auml;nder &uuml;berfordert. Sie werden ohne zus&auml;tzliche Wachstumsimpulse nicht in der Lage sein, allen arbeitslosen Jugendlichen nach Abschluss der Schule oder nach dem Verlust des Arbeitsplatzes eine Arbeitsstelle, eine Ausbildungs- oder Weiterbildungsm&ouml;glichkeit oder einen Praktikumsplatz anzubieten. Das l&auml;sst sich allenfalls in einigen L&auml;ndern, wie in Deutschland oder &Ouml;sterreich, wo die Idee herkommt, umsetzen. Perspektiven wird man den Jugendlichen kurzfristig nur durch ein europ&auml;isches Wachstumsprogramm in wichtigen Infrastrukturbereichen mit europ&auml;ischem Geld und obligatorischen Mindestquoten f&uuml;r die Besch&auml;ftigung von Jugendlichen und Ausbildungspl&auml;tzen geben k&ouml;nnen.<br>\nNicht helfen wird das Standardrepertoire der Arbeitsmarktderegulierung. Der Mindestlohn f&uuml;r Jugendliche wurde in Griechenland um 33% gesenkt, ohne dass Besserung in Sicht ist. Ebenso perspektivlos ist die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes. Ohne Wachstumsimpulse wird man damit die Arbeitslosigkeit durch schnelleren Personalabbau nur erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/veroeff\/2013\/bosch_ifo_66%2816%292013.pdf\">Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) [PDF &ndash; 229 KB]<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Jugendarbeitslosigkeit: Immer in Bewegung bleiben<\/strong><br>\nAm 12. November, also am morgigen Dienstag, treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Europ&auml;ischen Union zu einem Gipfel in Paris. Es soll erneut um Jugendarbeitslosigkeit in Europa gehen. Bereits im Juli hatten sie in Berlin &uuml;ber das Thema gesprochen. Dabei brachten die europ&auml;ischen Arbeitsminister das Hilfsprogramm &ldquo;Jugendgarantie&rdquo; auf den Weg: 6 Milliarden Euro sind im EU-Haushalt 2014-2020 vorgesehen, um junge Menschen in Arbeit zu bringen. Zus&auml;tzlich startete die Kommission &ldquo;Erasmus+&rdquo;, das neue EU-Programm f&uuml;r Bildung, Jugend und Sport, und rief eine europ&auml;ische Ausbildungsallianz ins Leben. Mit der Aktion &ldquo;The Job of my Life&rdquo; wollen Bundesregierung und Bundesagentur f&uuml;r Arbeit junge arbeitslose Menschen aus anderen EU-Staaten nach Deutschland holen, um den Fachkr&auml;ftemangel zu bek&auml;mpfen. Das Programm soll umzugswilligen jungen Leuten beim Berufsstart in Deutschland helfen &ndash; unter anderem durch finanzielle Unterst&uuml;tzung, Sprachkurse sowie begleitende Betreuung. Ausgestattet ist es mit 140 Millionen Euro. Diese Initiativen sind alle begr&uuml;&szlig;enswert. Doch k&ouml;nnte man noch viel weiter gehen. Ein wichtiger Schritt w&auml;re es, das europ&auml;ische Grundrecht auf Freiz&uuml;gigkeit im europ&auml;ischen Binnenmarkt durch ein &ldquo;Recht auf Mobilit&auml;t f&uuml;r alle&rdquo; im Bildungsbereich konkreter und fassbarer zu machen und dem bestehenden &ldquo;Recht auf Bildung&rdquo; an die Seite zu stellen. Trotz zahlreicher Sonntagsreden &uuml;ber den freien Personenverkehr in Europa bestehen nach wie vor zahlreiche administrative und rechtliche H&uuml;rden. So haben Deutschland und Frankreich erst Anfang dieses Jahres einen gemeinsamen rechtlichen Status f&uuml;r Praktikanten geschaffen, der vom DFJW unter dem Namen Praxes angeboten wird. Diese Ma&szlig;nahme war l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig und erleichtert die berufliche Mobilit&auml;t zwischen beiden L&auml;ndern. Die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa bleibt aber, Jugendliche zu erreichen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft und ihres Bildungsniveaus am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. &ndash; Mobilit&auml;tserfahrung au&szlig;erhalb des eigenen Landes als fester Bestandteil der Ausbildung &ndash; das war einmal, zu Zeiten der &ldquo;fahrenden Gesellen&rdquo;, selbstverst&auml;ndlich. Heute gilt es, die Chancen dieser Mobilit&auml;tserfahrung neu zu beleben. Sie ist einer der Schl&uuml;ssel zur L&ouml;sung des gr&ouml;&szlig;ten Problems, mit dem sich die europ&auml;ische Jugend derzeit konfrontiert sieht &ndash; der Jugendarbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F11%2Fa0097&amp;cHash=f5a33b9ad545b85b4e5eaa3e6b29d6dc\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Rede von der Mobilit&auml;t als zentralem Schl&uuml;ssel zur Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist entschieden zu widersprechen. Wenn insbesondere Deutschland sich f&uuml;r die Mobilit&auml;t gut ausgebildeter Jugendlicher aus den Krisenl&auml;ndern einsetzt, geht es wie der Artikel auch andeutet, prim&auml;r um die Interessen Deutschlands und nicht um eine Verbesserung der Situation in den Krisenl&auml;ndern. Deutschland m&ouml;chte den Rahm absch&ouml;pfen, die junge Intelligenz dieser L&auml;nder f&uuml;r sich gewinnen. Es sei dabei dahingestellt, ob das Motiv, Fachkr&auml;ftemangel und demographischer Faktor, die behauptete Rolle in Deutschland spielt. Tatsache ist, dass Deutschland nicht nur duldet, sondern sogar den &lsquo;brain drain&rsquo; einer Generation f&ouml;rdert, auf die diese L&auml;nder f&uuml;r die &Uuml;berwindung der Krise angewiesen sind. Zum anderen treten diese jungen Leute in Konkurrenz zu den unsrigen und dr&uuml;cken dankenswerterweise die Preise. (Beim Wort Praktikanten m&uuml;ssten schon die Ohren klingeln). Die Unternehmen werden es der EU danken, die Arbeitnehmer verbleiben im Lohntief. So verst&auml;ndlich der Schritt in die Emigration junger Menschen von Lettland bis Portugal ist, den L&auml;ndern muss geholfen werden, eine wirtschaftliche Basis zu schaffen, um seiner Jugend wieder Arbeitspl&auml;tze anbieten zu k&ouml;nnen.- Das dies schwerer ist als die Erleichterung von Migration, steht auf einem anderen Blatt. &ndash; Was die Wanderrouten der Gesellenwanderung (Voraussetzung zur Meisterschaft) vom Mittelalter bis zum Ende 18.Jahrhunderts betrifft, beschr&auml;nkte sie sich im wesentlichen auf das Reich &ndash; nur Handwerker aus der Luxusproduktion z.B. Bildhauer oder Goldschmiede gingen auch in das Ausland (siehe Wikipedia).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition als Untergang der SPD<\/strong><br>\nSchon wieder. Angela Merkel k&ouml;nnte abgew&auml;hlt sein, seit mehr als einem Monat. Aber nein. Lieber ergibt sich die SPD der Union, mal wieder.<br>\nSo setzt sich fort, was unmittelbar mit der politischen Wende 1990 begonnen hatte: Damals lie&szlig; sich die Sozialdemokratie, einst eine stolze Sammlungsbewegung, von den Rote-Socken-Kampagneros der Politischen Rechten durchs Land treiben. Und sie l&auml;sst sich bis heute treiben &ndash; ausgerechnet von der Politischen Rechten, die wie nie zuvor zur Klientel- und Interessenlobbythek der wirtschaftlichen Klasse verkommen ist. Und das auf dem R&uuml;cken der Wehr-, Hilf- und Mittellosen.<br>\nDie gute, alte Sozialdemokratie kniet devot vor der Union nieder, versucht ihre eigene Basis mit dem Mindestlohn abzuspeisen. Und mit der Union schachert sie sich im Vorgriff auf die wohl kommende Koalition gut bezahlte Posten zu. Umarmt haben sollen sich die Unterh&auml;ndler zu Beginn der Koalitions-Verhandlungen. Umarmt. Ja, nee, is&rsquo; klar.<br>\nWarum hat ein Sigmar Gabriel oder eine Andrea Nahles Interesse daran, in einem Akt politischer Faulheit eine Gro&szlig;e Koalition einzugehen und damit Deutschland einmal mehr nicht zu gestalten, sondern zu verwalten? Um im letzten Drittel ihrer pers&ouml;nlichen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2315789\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Dem ist nichts hinzuzuf&uuml;gen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition: Gabriel soll Vize-Kanzler werden<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel soll nach einem Magazin-Bericht Stellvertreter von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der neuen Bundesregierung werden. Das berichtete das Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; am Samstag vorab unter Berufung auf hohe Parteikreise.<br>\nDemnach sollen sich Merkel und Gabriel in mehreren Vier-Augen-Gespr&auml;chen darauf geeinigt haben, dass der SPD-Chef als Vizekanzler ins neue Kabinett eintritt. Zudem zeichne sich ab, wie die neue Bundesregierung zusammengesetzt werden solle. Das Magazin schrieb, das Au&szlig;en- und das Verteidigungsministerium sowie das Innen- und Justizministerium sollten &uuml;ber Kreuz besetzt werden. Das hei&szlig;t, wenn eines der beiden Ministerien von der SPD gef&uuml;hrt werden soll, f&auml;llt das andere an die Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl---hintergrund\/grosse-koalition-gabriel-soll-vize-kanzler-werden,23998104,24985402.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Na also, mission accomplished. F&uuml;r den Posten des Vizekanzlers kann man seine Prinzipien &ndash; sofern man &uuml;berhaupt je welche hatte &ndash; schon mal &uuml;ber Bord werfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu Ohren gekommen<\/strong><br>\nNein, eine Zentralstelle f&uuml;r den Umgang mit Ereignissen gibt es dort, wo es Pressefreiheit gibt, ganz sicher nicht. Aber stille Absprachen vielleicht? Komisch ist es schon, dass verschiedene Radioanstalten in dieselbe Kerbe schlagen. Bei den Berichten &uuml;ber den Stand der Koalitionsverhandlungen kommen jetzt geh&auml;uft Nebens&auml;tze und kurze Einw&uuml;rfe vor, die ungef&auml;hr so lauten: &ldquo;&hellip; die Gro&szlig;e Koalition, an der kaum noch jemand zweifelt &hellip;&rdquo; oder &ldquo;Wer zweifelt noch an der Entstehung dieser Koalition?&rdquo; Das ist komisch, denn eigentlich hie&szlig; es doch, dass die Sozialdemokraten noch ihre Belegschaft befragen wollen.<br>\nAber diese Mitgliederbefragung scheint im &ouml;ffentlichen Dialog immer weniger vorzukommen. Dieses &ldquo;&hellip; an der keiner mehr zweifelt &hellip;&rdquo; ist nicht einfach so dahingesagt. Es soll den Mitgliedern der Partei einheizen. Soll sagen: Die &Ouml;ffentlichkeit hat sich mit der Gro&szlig;en Koalition abgefunden. Jetzt macht das, was man von euch erwartet. Die rhetorisch geschaffene Faktenlage h&auml;mmert den Stimmberechtigten medial in die K&ouml;pfe, wie das Ergebnis bei der Abstimmung auszufallen hat. Im Grunde ist diese so unscheinbar klingende Zweifelsfreiheit schon die Vorbereitung auf den Sturm, der auftreten w&uuml;rde, sollten es die Sozialdemokraten wagen, sich gegen den vorgelegten Koalitionsvertrag zu stellen. Darin schwingt ein wenig Drohung mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/11\/zu-ohren-gekommen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>It&rsquo;s business that really rules us now<\/strong><br>\nLobbying is the least of it: corporate interests have captured the entire democratic process. No wonder so many have given up on politics<br>\nIt&rsquo;s the reason for the collapse of democratic choice. It&rsquo;s the source of our growing disillusionment with politics. It&rsquo;s the great unmentionable. Corporate power. The media will scarcely whisper its name. It is howlingly absent from parliamentary debates. Until we name it and confront it, politics is a waste of time. [&hellip;]<br>\nSince Blair, parliament operates much as Congress in the United States does: the lefthand glove puppet argues with the righthand glove puppet, but neither side will turn around to face the corporate capital that controls almost all our politics. This is why the assertion that parliamentary democracy has been reduced to a self-important farce has resonated so widely over the past fortnight.<br>\nSo I don&rsquo;t blame people for giving up on politics. I haven&rsquo;t given up yet, but I find it ever harder to explain why. When a state-corporate nexus of power has bypassed democracy and made a mockery of the voting process, when an unreformed political funding system ensures that parties can be bought and sold, when politicians of the three main parties stand and watch as public services are divvied up by a grubby cabal of privateers, what is left of this system that inspires us to participate?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2013\/nov\/11\/business-rules-lobbying-corporate-interests\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was das Freihandelsabkommen f&uuml;r Verbraucher und Unternehmen bedeutet<\/strong><br>\nWas vielen Europ&auml;ern nicht klar ist: Bei dem geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA geht es um weit mehr als Chlorh&uuml;hnchen, Hormonfleisch oder Gentechnik auf dem Teller. Es sollen die Rechte der Industrie gegen&uuml;ber den Regierungen deutlich gest&auml;rkt werden. Die Gefahr dabei: &ldquo;Der Staat tritt damit ein St&uuml;ck seiner Souver&auml;nit&auml;t ab, ausscheren kann er sich dann finanziell kaum mehr leisten&rdquo;, meint Scherrer. &ldquo;Profitieren werden vor allem Gro&szlig;konzerne auf beiden Seiten des Atlantiks&rdquo;, sagt er. Kleinere Firmen h&auml;tten dagegen kaum Gewinn zu erwarten.<br>\nZur Debatte stehen grundlegende Vorschriften und Standards f&uuml;r die Produktsicherheit sowie beim Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz. Hier gibt es unterschiedliche Regulierungsans&auml;tze. In der EU gilt das Vorsorgeprinzip. Firmen m&uuml;ssen also nachweisen, dass ihre Produkte unsch&auml;dlich sind. In den USA ist das umgekehrt. Zum Beispiel stellen Gentech-Pflanzen so lange keine Risiko dar, bis das Gegenteil bewiesen ist. Kritiker bef&uuml;rchten deshalb, dass sich das angestrebte Abkommen als T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r Gentechnik auf den &Auml;ckern der EU erweisen k&ouml;nnte, obwohl die meisten Verbraucher das nicht wollen. Weil die Standards in vielen Bereichen in der EU h&ouml;her sind als in den USA, k&ouml;nnte es am Ende darauf hinauslaufen, dass Europa sein Niveau senkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ttip-was-das-freihandelsabkommen-fuer-verbraucher-und-unternehmen-bedeutet-1.1815843\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Inzwischen d&uuml;rfte relativ klar sein, dass das transatlantische Freihandelsabkommen prim&auml;r nur die Interessen der global operierenden Gro&szlig;konzerne bedient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die Schiedsgerichte m&uuml;ssen raus&ldquo;<\/strong><br>\nDie Freihandelspl&auml;ne der EU geben Investoren zu viele Rechte, sagt die Europaabgeordnete Franziska Keller. Firmen k&ouml;nnten Umweltgesetze heimlich aushebeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Gruene-ueber-Freihandelsplaene\/!127200\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Allianz und Co. tadeln Zentralbank<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank hat ihren Leitzins noch weiter gesenkt &ndash; auf kl&auml;gliche 0,25 Prozent. Schon das halbe Prozent, zu dem bis Donnerstag die Banken Kredit bei der Zentralbank bekamen, signalisierte Notstand, weil die Krise kein Ende nehmen will. Aber das Geschw&auml;tz dar&uuml;ber gibt vor, da&szlig; die Rezession vergangen, Deutschland prima aufgestellt sei und allenfalls ein paar europ&auml;ische S&uuml;dl&auml;nder und die Staatsschulden aufh&auml;ufenden Amerikaner zur Tugend zur&uuml;ckkehren m&uuml;&szlig;ten. Es schw&auml;tzten da die Fachleute und Fachjournalisten. Erstere sind bei den deutschen Banken und Versicherungen angestellt, letztere glauben, was erstere sagen und wirken als deren Verst&auml;rker &ndash; Multiplikatoren, sagt man wohl dazu. &ndash; Besonders beliebt ist der Kommentar mit bedeutungsvollem Heben der Augenbrauen, die Politik des ganz leichten Geldes werde in Zukunft noch Probleme bereiten (immer richtig), eine Spekulationsblase produzieren (l&auml;ngst geschehen), und &uuml;berhaupt werde die weitere Zinssenkung weder die Nachfrage nach Krediten, noch die Investitionen und schon gar nicht die Konjunktur wieder in Schwung bringen. Damit haben diese Kommentatoren wahrscheinlich sogar auch recht, geben dabei aber wenigstens zu, was sie bisher stets geleugnet hatten, da&szlig; n&auml;mlich die Wirtschaftslage hundsmiserabel ist und bleibt.  Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind einfach zu verstehen. Masseneinkommen und Kaufkraft stagnieren, und der Absatz der meisten Produkte stockt. Wer sollte da investieren? Zweitens sind die Zinsen f&uuml;r Kredite in den Euro-S&uuml;dl&auml;ndern immer noch hoch. Das wiederum liegt an der Euro-Konstruktion, welche unter Anleitung deutscher Banker vom Schlage eines Michael Heise &ndash; planvoll (absichtlich) und komplett mi&szlig;raten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/11-09\/043.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>und: Kritik an den Notenbanken: Warnung vor einer &ldquo;Euthanasie f&uuml;r die Wirtschaft&rdquo;<\/strong><br>\nLetztlich ist die Zinssenkung eine symbolische Massnahme, da sie wenig &auml;ndern wird an der Konjunkturlage, der Besch&auml;ftigung oder der Bereitschaft von Banken, Kredite zu vergeben, bzw. an der Nachfrage nach Krediten. Die Geldpolitik der EZB &ndash; aber auch jene der US-Notenbank oder der Bank von England &ndash; k&ouml;nnte dadurch die Konjunktur schw&auml;chen statt ankurbeln, w&auml;hrend sie gleichzeitig Blasen an den Anlagem&auml;rkten sch&uuml;rt und &ouml;konomische und soziale Fehlentwicklungen verst&auml;rkt.  Peter Tchir von TF Market Advisors bef&uuml;rchtet weitere Verzerrungen von Werten durch gegenseitige Abh&auml;ngigkeiten: Die M&auml;rkte w&uuml;rden durch den Glauben an eine fortgesetzte Hilfe der Notenbanken gest&uuml;tzt, und die Notenbanken m&uuml;ssten an ihrer Politik festhalten, damit die M&auml;rkte nicht ersch&uuml;ttert w&uuml;rden. Verschiedentlich ist die Ansicht zu h&ouml;ren, die Politik der Notenbanken habe versagt, da das Wirtschaftswachstum auf sich warten lasse. Dies h&auml;lt Niels Jensen von Absolute Return Partners f&uuml;r zu simpel. Immerhin seien noch schwerere Krisen verhindert und die M&auml;rkte auf neue H&ouml;hen gebracht worden, ohne dass eine heftige Inflation der G&uuml;terpreise eingetreten sei. Aber auf lange Frist werde diese Politik &ndash; gepaart mit der Austerit&auml;tspolitik &ndash; Wirtschaft und Wachstum schwer sch&auml;digen; es drohe gar eine &laquo;Euthanasie f&uuml;r die Wirtschaft&raquo;. Die Frage, warum trotz der jahrelangen Krisenbek&auml;mpfung die Wirtschaft in Europa nicht auf festeren Beinen steht, versucht auch ein soeben an einer Forschungstagung des Internationalen W&auml;hrungsfonds pr&auml;sentiertes Papier zu kl&auml;ren. Takeo Hoshi (Stanford University) und Anil Kashyap (University of Chicago) sehen Parallelen zur Bankenkrise in Japan in den neunziger Jahren. Dort sei die Erholung verschleppt worden, weil auf eine Rekapitalisierung der Banken und Strukturreformen verzichtet worden sei. Ohne drastische Massnahmen w&uuml;rden L&auml;nder wie Frankreich, Italien und Spanien ebenfalls in einer langen Phase der Stagnation verbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/warnung-vor-einer-euthanasie-fuer-die-wirtschaft-1.18183026\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das kommt sicherlich nicht allzu oft vor, dass Lucas Zeise von der jungen Welt auf soviel &Uuml;bereinstimmung mit dem Finanzjournalisten der NZZ, Andreas Uhlig, trifft, der seine Montags&uuml;bersicht der Martkommentatoren wie folgt einleitet: &ldquo;Die von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) verk&uuml;ndete Zinssenkung und die Bekr&auml;ftigung der &laquo;forward guidance&raquo; in Form von m&ouml;glichen weiteren Lockerungsmassnahmen lassen den Schluss zu, dass eine Normalisierung der monet&auml;ren Lage noch l&auml;nger auf sich warten lassen wird, als bisher &ndash; je nach Blickwinkel &ndash; bef&uuml;rchtet oder erhofft worden war. Zwar ist der Entscheid ein Signal f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte, dass die hohe Liquidit&auml;t und die gute Stimmung erhalten bleiben werden. Doch immer mehr Marktkommentatoren interpretieren den Kurs der Notenbank als Zeichen, dass es mit den wirtschaftlichen Aussichten im Euro-Raum nicht zum Besten bestellt ist.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Das Komplott gegen Frankreich<\/strong><br>\nAm Freitag hat die Rating-Agentur Standard &amp; Poor&rsquo;s Frankreich herabgestuft. Das sorgte f&uuml;r Schlagzeilen, und viele Berichte erweckten die Vorstellung, Frankreich stecke in einer Krise. Aber die M&auml;rkte g&auml;hnten blo&szlig;: Die fast am historischem Tiefststand liegenden franz&ouml;sischen Kreditkosten bewegten sich kaum.<br>\nWas also ist hier los? Um das zu verstehen, muss man das Vorgehen von S.&amp;P. im Zusammenhang mit der Politik der fiskalischen Austerit&auml;t im weiteren Sinne sehen. Und hier geht es wirklich um Politik und nicht um Wirtschaft. Denn das Komplott gegen Frankreich  &ndash;  ich meine das nicht so ganz ernst, aber es gibt tats&auml;chlich eine Reihe von Leuten, die das Land schlechtmachen wollen  &ndash;  das Komplott gegen Frankreich ist ein deutlicher Beweis daf&uuml;r, dass den Haushaltskritikern in Europa ebenso wie in Amerika das Defizit eigentlich egal ist. Aber sie nutzen die Angst vor der Staatsverschuldung f&uuml;r ihre ideologischen Zwecke. Und Frankreich, das da nicht mitmachen will, ist zur Zielscheibe konstanter negativer Propaganda geworden&hellip;<br>\nHier ist ein Anhaltspunkt: Ollie Rehn, Europas Kommissar f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung  &ndash;  und eine treibende Kraft bei der scharfen Austerit&auml;tspolitik  &ndash;  hat vor zwei Monaten Frankreichs scheinbar so vorbildliche Fiskalpolitik kritisiert. Warum? Weil sie auf Steuererh&ouml;hungen und nicht auf Ausgabenk&uuml;rzungen beruht  &ndash;  und Steuererh&ouml;hungen, so erkl&auml;rte er, &ldquo;zerst&ouml;rten Wachstum und verhinderten die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nAnders ausgedr&uuml;ckt, vergesst meine Worte zur Haushaltsdisziplin, ihr sollt den Sozialstaat abbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/11\/11\/opinion\/krugman-the-plot-against-france.html?_r=0%20\">The New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sachsen bleibt auf Schulden f&uuml;r Landesbank sitzen &ndash; Klagen gegen Ex-Manager abgewiesen<\/strong><br>\nIm Streit um riskante Gesch&auml;fte von Ex-Managern der s&auml;chsischen Landesbank geht der Freistaat vorerst leer aus. Die 8. Zivilkammer des Landgerichts Leipzig wies am Freitag die Klage des Landes gegen drei Ex-Vorst&auml;nde der Sachsen LB ab. Das Land hatte rund 198 Millionen Euro verlangt. Gegen einen vierten Manager hatte es die Klage zur&uuml;ckgezogen, nachdem ein Vergleich ausgehandelt worden war&hellip;<br>\nDie Landesbank Sachsen war 2007 nach riskanten Gesch&auml;ften ihrer irischen Tochter auf den US-Immobilienm&auml;rkten ins Trudeln geraten und fast in die Pleite gerutscht. Nur ein Notverkauf an die Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg (LBBW) konnte das verhindern. Das Land Sachsen haftet mit bis zu 2,75 Milliarden Euro f&uuml;r Ausf&auml;lle. Bisher wurde schon rund eine Milliarde Euro f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lvz-online.de\/nachrichten\/mitteldeutschland\/sachsen-bleibt-auf-schulden-fuer-landesbank-sitzen--klagen-gegen-ex-manager-abgewiesen\/r-mitteldeutschland-a-214171.html\">Leipziger Volkszeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>USA fordern 864 Millionen US-Dollar von Bank of America<\/strong><br>\nDie US-Regierung fordert von Bank of America hohe Schadensersatzzahlungen in Zusammenhang mit fragw&uuml;rdigen Hypothekengesch&auml;ften der Tochter Countrywide. Wie aus einem bei Gericht eingegangenen Antrag hervorgeht, soll das Institut 864 Millionen US-Dollar zahlen. Dies sei die gesetzlich m&ouml;gliche H&ouml;chstbetrag und entspreche den Bruttoverlusten, die bei bei den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac in Zusammenhang mit den Gesch&auml;ften entstanden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424052702303914304579189521664406940.html\">Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE9A900L20131110\">ausf&uuml;hrlicher bei Reuters<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fall Hoene&szlig; &ndash; Die Macht der Verh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nDer Fall Hoene&szlig; ist symptomatisch f&uuml;r den Zustand der Gesellschaft: Gerecht ist, was einem n&uuml;tzt. Das muss sich &auml;ndern. Das Gericht wird dabei eine wichtige Rolle spielen<br>\nUli Hoene&szlig; kann offenbar immer noch nicht fassen, was da mit ihm geschieht. Er sei vollkommen &uuml;berrascht davon, dass ihm wegen Steuerhinterziehung nun doch der Prozess gemacht wird. Denn in der Welt des Bayern-Pr&auml;sidenten war doch eigentlich schon l&auml;ngst alles gekl&auml;rt: Er hatte sich beim Fiskus selbst angezeigt, er war bereit, seine Steuerschuld &uuml;ber 3,2 Millionen Euro nachzuzahlen, und hatte in einem Interview &ouml;ffentlich Abbitte geleistet: &bdquo;Ich habe eine gro&szlig;e Torheit begangen.&ldquo; Alles klar also. Schwamm dr&uuml;ber. Zum Gl&uuml;ck sieht die Wirklichkeit anders aus. Steuerhinterziehung ist schon lange kein Kavaliersdelikt mehr. Die Zeiten, in denen sich wohlhabende Prominente auf das Verst&auml;ndnis und die Milde der Richter verlassen konnte, sind l&auml;ngst vorbei. Ab einem Betrag von einer Million Euro aufw&auml;rts ist grunds&auml;tzlich von einer Gef&auml;ngnisstrafe auszugehen &ndash; so hat es der Bundesgerichtshof schon 2008 entschieden.<br>\nNur Hoene&szlig; will das nicht wahrhaben. Mit seiner Haltung steht er nicht allein. Sie beruht auf einer tief sitzenden Staatsverdrossenheit, die vor allem in wohlhabenden Kreisen immer st&auml;rker um sich greift. Der Staat, oder wahlweise die Justiz, m&ouml;ge doch bitte die Finger aus den Privatangelegenheiten der B&uuml;rger raushalten. Was gerecht ist, regelt man am besten untereinander. Oder man entscheidet gleich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/philip-grassmann\/die-macht-der-verhaeltnisse\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Im Artikel ist es treffend formuliert. Hoene&szlig; ist durch seine Steuerhinterziehung ein herausragender Protagonist der neoliberalen Ideologie und kann, stringent nach dem Motto handelnd, gerecht ist, was einem n&uuml;tzt,  auch keinerlei Einsehen in sein falsches Verhalten haben bzw. dieses &uuml;berhaupt als falsch erkennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Streitgespr&auml;ch: Der Staat hat sich schon vor langer Zeit aus dem Wohnungsmarkt zur&uuml;ckgezogen<\/strong><br>\nMieterverein gegen Eigent&uuml;merverband: Ein Streitgespr&auml;ch &uuml;ber Mietpreisbremse, Maklerprovisionen und Investitionshilfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/streitgespraech-der-staat-hat-sich-schon-vor-langer-zeit-aus-dem-wohnungsmarkt-zurueckgezogen\/9055512.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Satz des Tages in diesem Interview: &ldquo;Wenn wir ein sozialistisches Instrument einsetzen wie die Kappungsgrenze, dann m&uuml;ssen wir auch &uuml;ber eine Mindestmiete sprechen, um eine Grundabsicherung des Vermieters sicher zu stellen.&rdquo; &ndash; Was anscheinend nur wenige interessiert: &Uuml;ber den Einsatz der Mietpreisbremse sollen nicht der Bund, sondern die Bundesl&auml;nder entscheiden. Dazu soll die Regelung in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt gelten. Nur, was ist ein angespannter Wohnungsmarkt? In Hamburg kann man ganz gut beobachten, wie der Preisdruck in die Au&szlig;enbezirke verlagert wird. In guten Lagen wird von Bestverdienenden fast jeder Preis bezahlt. Infolgedessen m&uuml;ssen die Gutverdienenden ausweichen und dr&uuml;cken die Preise in Gegenden, die bisher von Normalverdienenden bewohnt wurden. Diese dr&uuml;ckt es in die Wohnviertel der Geringverdiener usw. D.h. letztlich, dass der gesamte Hamburger Wohnungsmarkt als angespannt betrachtet werden muss. Ein Rentnerehepaar, das z.B. in einer 3-Zimmer Altbauwohnung in Eimsb&uuml;ttel lebt, wird angesichts der in keinem Verh&auml;ltnis zur Rente stehenden Mieterh&ouml;hungen (der Anstieg der Preise f&uuml;r freiwerdenden Mietraum dr&uuml;ckt den Mietenspiegel kr&auml;ftig nach oben) mittelfristig ausziehen m&uuml;ssen, oder nimmt in Kauf, 50 Prozent ihrer Rente f&uuml;r Miete aufzubringen. Eine Wohnung der gleichen Qualit&auml;t gibt es zum alten Preis auch in Randlagen nicht. Wenn man Gl&uuml;ck hat, findet man eine 3-Zimmerwohnung mit deutlich weniger Quadratmetern in einem 50er-Jahre-Bau in Harburg oder zieht nach Bremerhaven oder Chemnitz. &ndash; Es ist nicht zu verstehen, dass die Mietpreisbremse wie auch die Beschr&auml;nkung der generellen Mieterh&ouml;hung  nicht bundesweit und ohne Eingrenzung auf bestimmte Gebiete eingef&uuml;hrt wird. Nat&uuml;rlich spiegelt eine Beschr&auml;nkung der Mieterh&ouml;hung auf 15 Prozent in vier Jahren in keiner Weise die Entwicklung der L&ouml;hne oder gar der Renten &ndash; da sollte man doch &uuml;berlegen, ob man nicht langfristig einen Job in Bremerhaven oder Bielefeld anpeilt oder <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/media.imagefile.fade6804-a5c2-4565-ab66-074b523565da.original.media\">hier (Immobilienscout24, Mietspiegel letztes Quartal 2012)<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitsagentur fordert sch&auml;rfere Hartz-IV-Regeln<\/strong><br>\nWenn es nach der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) geht, dann kommen auf Hartz-IV-Empf&auml;nger im kommenden Jahr einschneidende &Auml;nderungen zu. In einem Forderungskatalog f&uuml;r eine Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe, die derzeit &uuml;ber Reformen beim Arbeitslosengeld II ber&auml;t, pl&auml;diert die Beh&ouml;rde f&uuml;r sch&auml;rfere Sanktionen und Kontrollen sowie Leistungsk&uuml;rzungen.<br>\nWer dreimal einen Termin im Jobcenter vers&auml;umt, &ldquo;dessen Leistungen werden vorl&auml;ufig eingestellt&rdquo;, lautet ein Vorschlag. &ldquo;Einladungsresistente Leistungsberechtigte&rdquo; k&ouml;nnten so zur &ldquo;Vorsprache im Jobcenter&rdquo; bewegt werden, argumentiert die Bundesagentur. Derzeit wird die Unterst&uuml;tzung lediglich um zehn Prozent gek&uuml;rzt, wenn ein Arbeitsloser ohne Grund nicht zum Termin erscheint.<br>\nAu&szlig;erdem schl&auml;gt die BA vor, die Zuschl&auml;ge f&uuml;r Alleinerziehende in Hartz IV abzuschaffen. &ldquo;Der Mehrbedarf wird nur noch gew&auml;hrt, wenn der Leistungsbezieher eine Erwerbst&auml;tigkeit aus&uuml;bt oder an einer Ma&szlig;nahme zur beruflichen Qualifizierung bzw. Eingliederung in Besch&auml;ftigung teilnimmt&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Forderungskatalog. Die Bundesagentur verlangt auch, den Datenabgleich mit anderen Beh&ouml;rden zu intensivieren, um Hartz-IV-Missbrauch besser bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article121609442\/Arbeitsagentur-fordert-schaerfere-Hartz-IV-Regeln.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>14 Cent pro Stunde<\/strong><br>\nSklaverei Millionen Europ&auml;er trinken Assam-Tee, aber zu einem erschreckenden Preis: Die Plantagenarbeiter verdienen so wenig, dass sie ihre Kinder als Sklaven verkaufen m&uuml;ssen.<br>\nAls der Schlepper vor der T&uuml;r ihrer H&uuml;tte auf einer Teeplantage im indischen Bundesstaat Assam stand, war Elaina Kujar gerade aus der Schule zur&uuml;ck. Das M&auml;dchen war 14 und wollte Krankenschwester werden. Stattdessen wurde sie eine Kindersklavin und verlor vier Jahre ihres Lebens. Nun sitzt sie wieder in der H&uuml;tte, spielt mit ihrem langen dunklen Haar und erz&auml;hlt, wie ihr Besitzer sich neben ihr im Wohnzimmer seines Hauses Pornos anschaute, w&auml;hrend sie auf dem Boden lag und schlafen wollte. &bdquo;Dann vergewaltigte er mich&ldquo;, sagt sie und schaut auf ihre H&auml;nde. Drau&szlig;en f&auml;llt der Monsunregen aufs Blechdach und schl&auml;gt an die mit Lehm verputzten Bambusw&auml;nde. Drinnen hat jemand einen Kirchenkalender aufgeh&auml;ngt. Der Herr ist allen g&uuml;tig, steht darauf.<br>\nElaina wurde nach Delhi verkauft, weil ihre Eltern, die auf einer Plantage im Distrikt Lakhimpur den weltber&uuml;hmten Assam-Tee pfl&uuml;cken, so wenig verdienten, dass sie es sich nicht leisten konnten, das Kind bei sich zu behalten. Es gibt Tausende M&auml;dchen, die wie sie von den Teeplantagen im Nordosten Indiens von Schleppern in die Hauptstadt gebracht werden, f&uuml;r teils nicht mehr als 50 Euro an einen Vermittler verkauft und von diesem f&uuml;r bis zu 800 Euro an einen Arbeitgeber weiterverkauft werden. Die Kinder werden als Sklaven gehalten, vergewaltigt, missbraucht. So sieht Sklavenhandel im 21. Jahrhundert aus. Man geht davon aus, dass allein in Delhi 100.000, manchmal erst zw&ouml;lf Jahre alte M&auml;dchen so eingesperrt werden. Andere werden in den Nahen Osten, einige angeblich sogar bis nach Europa weiterverkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/14-cent-pro-stunde\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein sozialer Arbeitsmarkt als neuer Sektor f&uuml;r Lohndumping?<\/strong><br>\nZur Zeit wird wieder verst&auml;rkt &uuml;ber einen sozialen Arbeitsmarkt f&uuml;r Langzeitarbeitslose diskutiert. Der Hochschullehrer Stefan Sell hat in diesem Zusammenhang ein Konzept vorgelegt, das auf gro&szlig;e Resonanz beim Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband, aber auch Teilen von SPD und Gr&uuml;nen st&ouml;&szlig;t. Doch dieses Modell ist aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive &auml;u&szlig;erst kritisch zu sehen.<br>\nDas Sell-Konzept sieht vor, dass bis zu 400.000 Langzeitarbeitslose von Unternehmen  auf dem ersten Arbeitsmarkt besch&auml;ftigt werden sollen. Der Lohn der Betroffenen wird vom Steuerzahler gezahlt, zum gro&szlig;en Teil finanziert durch eine Umwandlung der bisherigen Hartz IV Leistungen des Personenkreises in einen Lohnzuschuss (&bdquo;Aktiv-Passiv-Tausch&ldquo;). Bisher vorhandene Beschr&auml;nkungen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Besch&auml;ftigung &ndash; die bislang gef&ouml;rderten Arbeitsverh&auml;ltnisse sollen zus&auml;tzlich sein und im &ouml;ffentlichen Interesse liegen &ndash; sollen entfallen,  da sie sich als wenig praxistauglich erwiesen h&auml;tten. Helga Spindler hat auf den Nachdenkseiten bereits auf eine Vielzahl von Problemen und Gefahren, die mit diesen Vorschl&auml;gen verbunden sind, hingewiesen.<br>\nBisher kaum er&ouml;rtert werden allerdings die ausgesprochen negativen gesamtwirtschaftlichen Folgewirkungen des Konzeptes. Entscheidend ist die Antwort auf folgende Fragen: Warum sind so viele Menschen jahrelang im Hartz-IV-System ohne Chance auf einen regul&auml;ren Job? Liegt es an mangelnder Qualifikation und pers&ouml;nlichen Problemen der Betroffenen, wie h&auml;ufig behauptet wird?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1261\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Oettinger: &bdquo;Wir brauchen in Europa die Option des Fracking&ldquo;<\/strong><br>\nEU-Energiekommissar G&uuml;nther Oettinger empfiehlt Europa die Gewinnung von Schiefergas nach US-Vorbild. Nur so k&ouml;nne sich der Kontinent aus der Abh&auml;ngigkeit von Russland befreien&hellip;<br>\nDer EU-Kommissar deutete an, dass die USA sich mittelfristig aus ihrem milit&auml;rischen Engagement im Nahen Osten zur Sicherung von &Ouml;lquellen und Wasserstra&szlig;en zur&uuml;ckziehen k&ouml;nnten. Denn die USA f&ouml;rdere in diesem Jahr bereits mehr Gas als Russland. Im Jahr 2020 w&uuml;rden die Amerikaner bei der &Ouml;lforderung sogar Saudi-Arabien ausstechen. Deshalb seien die hohen Milit&auml;rausgaben nicht mehr l&auml;nger notwendig. Das bringe Europa in Zugzwang.<br>\nEr forderte eine &ldquo;sinnvolle Geschwindigkeitsbegrenzung&rdquo; bei Ausbau alternativer Energien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/oettinger-auf-handelsblatt-tagung-wir-brauchen-in-europa-die-option-des-fracking-seite-all\/9058578-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fracking, milit&auml;risches Engagement in Nahost, Bremse bei alternativen Energien, so kann ein EU-Kommissar daherreden, der offenbar keinerlei politischer bzw. demokratischer Kontrolle mehr unterliegt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Das gro&szlig;e Spiel um Macht und &Ouml;l<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rrInlNYL1k4#t=12\">ARTE Doku auf YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Energiewende<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Freibrief f&uuml;r Gro&szlig;konzerne<\/strong><br>\nBitte setzen Sie sich wieder, es ist nichts passiert: Der Energiewende geht es den Umst&auml;nden entsprechend gut. Die Arbeitsgruppe Energie der k&uuml;nftigen Regierung hat ihren Beitrag zum Koalitionsvertrag am Wochenende fertiggestellt, und was da unter Federf&uuml;hrung von Hannelore Kraft (SPD) und Peter Altmaier (CDU) entstand, d&uuml;rfte Arbeitspl&auml;tze bei diversen Lobbygruppen der Energiewirtschaft schaffen: Die wichtigsten Entscheidungen wurden vertagt; es gibt noch viel zu beeinflussen.<br>\nAnsonsten stellt das Papier die Industrie weitestm&ouml;glich unter Naturschutz. Klimaschutz &bdquo;darf nicht zum Nachteil f&uuml;r energieintensive und im internationalen Wettbewerb stehenden Industrie f&uuml;hren&ldquo;. So klingt im Jargon der Parteipolitik ein Freibrief f&uuml;r Gro&szlig;konzerne. Die teuren Offshore-Windanlagen sollen knapper ausgebaut werden &ndash; geschenkt, die Industrie schafft im Moment ohnehin nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Energiewende\/!127211\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>BASF droht im Streit um Stromkosten mit Abwanderung<\/strong><br>\nDer Chemiekonzern BASF hat mit einer teilweisen Verlagerung seiner Produktion ins Ausland gedroht, falls er k&uuml;nftig nicht mehr von der &Ouml;kostrom-Umlage befreit wird.<br>\nDer Vorstandsvorsitzende Kurt Bock forderte im Nachrichtenmagazin &laquo;Der Spiegel&raquo; die Politik auf, die bestehenden Ausnahmeregelungen f&uuml;r energieintensive Industriezweige beizubehalten. Die kommende gro&szlig;e Koalition von Union und SPD will die milliardenschweren Industrie-Rabatte pr&uuml;fen.<br>\nNach Angaben das BASF-Chefs f&uuml;rchtet das Chemieriese allein am Produktionsstandort Ludwigshafen Mehrkosten von fast 400 Millionen Euro. N&auml;here Angaben zu dem Zeitraum, in dem diese Summe aufgebracht werden m&uuml;sste, machte er nicht. Die zus&auml;tzlichen Kosten gef&auml;hrdeten die &laquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit des Standortes&raquo;.<br>\nBereits vor einigen Monaten habe sich BASF entschlossen, eine Ammoniakfabrik in den USA und nicht in Deutschland zu bauen, weil dort Energie billiger sei. Bock hatte sich bereits vor einigen Wochen in den Energiewende-Streit eingemischt und indirekt mit Produktionsverlagerungen gedroht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lvz-online.de\/nachrichten\/wirtschaft-nachrichten\/basf-droht-im-streit-um-stromkosten-mit-abwanderung\/r-wirtschaft-nachrichten-b-390195.html\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> In der marktkonformen Demokratie sollten die Sorgen der BASF ohne weiteres im Kanzleramt erh&ouml;rt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Von Klaeden legt Parteiamt nieder<\/strong><br>\nDer neue Cheflobbyist von Daimler, Eckart von Klaeden, hat seinen Sitz im Parteipr&auml;sidium der CDU niedergelegt. Mit diesem Schritt wolle er weiteren Spekulationen &uuml;ber einen Interessenkonflikt entgegentreten, erkl&auml;rte der ehemalige Kanzleramts-Staatsminister am Montag in Stuttgart&hellip;<br>\nCDU-Generalsekret&auml;r Hermann Gr&ouml;he erkl&auml;rte dazu: &bdquo;Wir h&auml;tten seine Mitgliedschaft im Pr&auml;sidium und seine neue T&auml;tigkeit in der Wirtschaft f&uuml;r vereinbar gehalten.&ldquo;..<br>\nKlaeden war seit Oktober 2009 Staatsminister im Kanzleramt. Dabei bekam er auch interne Vorlagen zu Umweltauflagen f&uuml;r Autos zu sehen. Bereits im Mai hatte er angek&uuml;ndigt, auf den F&uuml;hrungsposten bei Daimler zu wechseln. Die Opposition sah einen Interessenkonflikt und warf Klaeden vor, sich im Kanzleramt f&uuml;r die Interessen der Automobilindustrie eingesetzt zu haben. Klaeden, die Bundesregierung und Daimler wiesen die Kritik stets zur&uuml;ck. Ungeachtet dessen hat die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ex-staatsminister-von-klaeden-legt-parteiamt-nieder\/9059256.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu schon &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17422\">Merkels &bdquo;Staatsminister&ldquo; als Cheflobbyist von Daimler<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Die Wertegemeinschaft der lupenreinen Hurens&ouml;hne<\/strong><br>\nDie US-gef&uuml;hrte Kapitalmacht, Europa und Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg  &ndash; eine kurze Skizze bekannter Tatsachen<br>\nIm Zweiten Weltkrieg intensivierten die USA die &ouml;konomische, milit&auml;rische und politische Durchdringung Westeuropas. Nach dem Krieg retteten sie die deutschen, westeurop&auml;ischen und asiatischen Akteure und Kollaborateure der faschistischen Achse, integrierten sie in den Kampf gegen den Sozialismus und stellten die Weichen f&uuml;r die europ&auml;ische Einigung. Der &bdquo;Kalte Krieg&ldquo; in Europa war zugleich ein weltweiter hei&szlig;er Krieg. Heute organisiert die hierarchisch integrierte globale Kapitalmacht unter US-F&uuml;hrung die Auspl&uuml;nderung der eigenen und anderer Volkswirtschaften und versucht, sich den unterschiedlich widerst&auml;ndigen &bdquo;Rest der Welt&ldquo; einzuverleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201311082885\/politik\/welt\/die-wertegemeinschaft-der-lupenreinen-hurensoehne.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Geheimer Krieg &ndash; Die Rolle Deutschlands im Kampf gegen den Terror<\/strong><br>\n[&hellip;] Um so entsetzter d&uuml;rften die vom &ldquo;gro&szlig;en Bruder&rdquo; Entt&auml;uschten sein, wenn sie w&uuml;ssten, in welchem Ma&szlig;e Deutschland zum festen Bestandteil der amerikanischen Sicherheitspolitik geworden ist. Und das, obschon die Bundesb&uuml;rger seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges grunds&auml;tzlich jeglichen milit&auml;rischen Aktionen &auml;u&szlig;erst skeptisch gegen&uuml;berstehen.<br>\nDie beiden investigativen Journalisten Christian Fuchs und John Goetz beobachten schon seit Jahren die deutsch-amerikanische Sicherheitspartnerschaft. In ihrem jetzt erscheinenden Buch &ldquo;Geheimer Krieg&rdquo; pr&auml;sentieren sie die Ergebnisse ihrer j&uuml;ngsten Recherchen. Daf&uuml;r sind sie nicht nur quer durch die Republik zu den geheimen Kommandozentralen gereist, sondern haben auch in einer Art datenjournalistischer Gegenspionage versucht, das Treiben von Geheimdiensten und US-Milit&auml;rs in Deutschland aufzukl&auml;ren.<br>\nIhr beunruhigendes Fazit: Entgegen der offiziellen Verlautbarungen aus dem politischen Berlin wird der amerikanische &ldquo;Kampf gegen den Terror&rdquo; direkt vor unseren Haust&uuml;ren gef&uuml;hrt &ndash; mit zum Teil nach deutschem Recht illegalen Methoden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/wdr\/sendung-vom-10112013-krieg-100.html\">das erste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>SPD: Hochschulen besser finanzieren<\/strong><br>\nSPD und Union haben sich am Montag in der Arbeitsgruppe Wissenschaft, Bildung und Forschung auf eine Fortf&uuml;hrung des Hochschulpakts und der Exzellenzinitiative geeinigt. Die SPD fordert jedoch weitergehende Ma&szlig;nahmen zur finanziellen Absicherung von Hochschulen sowie ein Ganztagsschulprogramm, sagte Verhandlungsf&uuml;hrerin Doris Ahnen.<br>\nDie SPD will den Hochschulpakt allerdings von der Studierendenzahl entkoppeln und zu einer verbesserten Grundfinanzierung f&uuml;r die Hochschulen kommen. &bdquo;Wir wollen den Hochschulen eigentlich Dauerstellen erm&ouml;glichen&ldquo;, so Ahnen. Schlie&szlig;lich sei prek&auml;re Besch&auml;ftigung an Universit&auml;ten ein gro&szlig;es Problem. Hierzu gebe es jedoch noch keine Einigung mit der Union.<br>\nDie Abschaffung des Kooperationsverbots hingegen bleibt zwischen SPD und Union weiterhin umstritten. Hier wolle die SPD &bdquo;nicht zu kurz springen&ldquo;, so Ahnen. Eine Grundgesetz&auml;nderung d&uuml;rfe nicht bei den Hochschulen halt machen, sondern m&uuml;sse daf&uuml;r sorgen, dass &bdquo;neue Formen der Kooperation&ldquo; zwischen Bund und L&auml;ndern &bdquo;auch f&uuml;r den schulischen Bereich&ldquo; entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/111640\/20131111_ag_bildung_ahnen.html\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Damit ich nicht gleich als notorischer Kritiker abgetan werden kann: Ich sch&auml;tze das Verhandlungsgeschick von Doris Ahnen. Aber gerade deshalb muss man den Eindruck gewinnen, dass die CDU kein Jota von ihrer Linie abweicht. Der Hochschulpakt sollte ohnehin fortgef&uuml;hrt werden. Wo bleibt die notwendige Erh&ouml;hung? Und die Heranziehung des Hochschulpakts zur Grundfinanzierung liegt in weiter Ferne. Auch die Exzellenzinitiative stand (leider) nicht in Frage. Als Landesministerin von Rheinland-Pfalz m&uuml;sste sich Doris Ahnen fragen, wo bleiben angesichts der damit verbundenen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16967\">Hierarchisierung des Hochschulsystems<\/a> die Hochschulen in ihrem Land.<\/em><br>\n<em>Wenn im Bildungsbereich die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit einer Gro&szlig;en Koalition &uuml;berhaupt einen Sinn macht, dann durch die Revision der &bdquo;F&ouml;deralismusreform&ldquo; und der Aufhebung des grundgesetzlichen Kooperationsverbots im Bildungsbereich insgesamt. Doch da scheint die CDU genauso knochenhart dagegen zu sein, wie gegen h&ouml;here Steuern f&uuml;r Besserverdienende.<\/em><br>\n<em>Wo will eigentlich die SPD eine rote Linie f&uuml;r das Eingehen einer Koalition ziehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19209#h03\">Staatsziel Kultur<\/a><\/strong><br>\nDer freie Kultur- und Medienjournalist Wolfgang Hippe schreibt uns dazu:<br>\nich lese eben Eure Meldung zum Staatsziel Kultur. Dazu schnell einige Anmerkungen: Es geh&ouml;rt zu den running gags der kulturpolitischen Debatten in den Qualit&auml;tsmedien, Kulturpolitik mit dem Lobbying f&uuml;r eine wie auch immer geartete und nahezu bedingungslose F&ouml;rderung der &ouml;ffentlichen Kulturinfrastruktur zu verwechseln. Dabei geraten h&auml;ufig die Fakten aus dem Blick.<br>\nDie Koalitionsvereinbarung zum &ldquo;Staatsziel Kultur&rdquo; ist f&uuml;r Sonntagsreden gut und ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r postdemokratische Symbolpolitik.<br>\nDas &ldquo;Staatsziel Kultur&rdquo; ist deklaratorisch und begr&uuml;ndet keinen unmittelbaren Anspruch auf F&ouml;rderung &ndash; ebensowenig wie das Sozialstaatspostulat unmittelbar keine individuellen Anspr&uuml;che auf Sozialleistungen begr&uuml;ndet. Es bedarf der gesetzlichen Ausf&uuml;hrung. Die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts hat dar&uuml;ber hinaus bereits vor Jahrzehnten entschieden, dass die F&ouml;rderung von Kultur zu den staatlichen Pflichten geh&ouml;rt, die BRD ist mithin schon lange ein &ldquo;Kulturstaat&rdquo;, der nicht nur die Kunstfreiheit garantiert. Knipphals weist im &Uuml;brigen v&ouml;llig zu Recht darauf hin, dass in vielen L&auml;nderverfassungen das &ldquo;Staatsziel Kultur&rdquo; l&auml;ngst enthalten ist &ndash; Auswirkungen auf die F&ouml;rderpolitik sind nicht feststellbar.<br>\nMittlerweile d&uuml;rfte es in der Kulturpolitik Mainstream sein, dass &ldquo;Kultur&rdquo; nicht mit Hochkultur usw. gleichzusetzen ist, sondern sich in den letzten Jahrzehnten pluralisiert und ausdifferenziert hat &ndash; ebenso wie die Gesellschaft im Einwanderungsland Deutschland. Auch das Kulturverst&auml;ndnis der Generationen, von Alt und Jung usw. ist ganz unterschiedlich und l&auml;sst sich kaum mit Begriffen wie &ldquo;kommerziell&rdquo; differenzieren. F&uuml;r die Donaldisten der FAZ sind auch Comics Kultur. Will etwa jemand behaupten, das Klassik-Business sei nicht kommerziell? Oder gute Hollywood-Filme keine Kunst? Also: wie muss Kulturf&ouml;rderung aufgestellt werden, um diesen ganz unterschiedlichen Anspr&uuml;chen und Gegebenheiten gerecht zu werden? Es ist &uuml;brigens zum Schie&szlig;en, dass immer wieder der &ldquo;bildungsb&uuml;rgerlich-klassische&rdquo; Kulturbegriff ins Feld gef&uuml;hrt wird. Es wird dabei stets verdr&auml;ngt, dass der das &ldquo;Reich der Kunst&rdquo; in hehren Sph&auml;ren jenseits gesellschaftlicher und politischer Wirklichkeiten ansiedelte und sich als a- und unpolitisch definierte (vom immanenten Antisemitismus einmal ganz zu schweigen).<br>\nDazu eine Anmerkung zur Entwicklung des Kulturpublikums: quantitativ hat es mit dem Ausbau der kulturellen Infrastruktur seit den 1970ern nicht Schritt gehalten = es ist nicht in gleichem Ma&szlig;e gewachsen. Nicht nur hierzulande gibt es eine seit Jahrzehnten weitgehend empirisch unterlegte Faustregel: Die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung interessiert sich trotz wachsender Angebote nicht f&uuml;r Kulturelles, ein Viertel nutzt ein &ldquo;erweitertes Kulturangebot&rdquo; = Volksfeste oder den Zoo ohne besondere kulturelle Pr&auml;ferenzen, ein Viertel interessiert sich f&uuml;r Kulturelles, ohne unbedingt Kultureinrichtungen zu besuchen. Der harte Kern der Nutzer der &ouml;ffentlichen Kultureinrichtungen liegt bei rund 5 Prozent (so z.B. etwa Frau Wanka in ihrer Zeit als nieders&auml;chsiche Kulturministerin). Das sind dann nat&uuml;rlich die besser verdienenden und besser gebildeten, die h&auml;ufiger ins Museum usw. gehen. (Damit ist nat&uuml;rlich noch nichts &uuml;ber die Bedeutung oder den Wert von Kunst gesagt.)<br>\nDie Behauptung, die Kulturf&ouml;rderung werde regelm&auml;&szlig;ig als erstes gek&uuml;rzt und m&uuml;sse deshalb durch die Verfassung &ldquo;gesch&uuml;tzt&rdquo; werden, ist Unsinn, weil empirisch nicht haltbar. Dazu gibt es auch entsprechende Untersuchungen\/Umfragen, die allerdings kaum wahrgenommen werden, weil sie nicht ins g&auml;ngige Raster passen (wg. Meinungsmache!). Seit Ende der 1970er Jahre sind die Kulturetats insgesamt kontinuierlich gestiegen, die kulturelle Infrastruktur wurde kontinuierlich ausgebaut (Kultur f&uuml;r alle). Die Zahl der hiesigen Museen stieg etwa von rund 4.000 auf 6.300 usw. usw. Zwischen 2005 und 2010 nahm etwa der Kulturetat der bayerischen Kommunen noch einmal um 10 % zu. Allerdings: es gibt auch Gegenbeispiele, weil die finanziellen Gegebenheiten vor Ort &uuml;ber die Zuwendungen entscheiden und Bund wie L&auml;nder seit der Jahrtausendwende unterschiedlich von den div. Krisen betroffen sind. Deshalb w&auml;re es sinnvoller (und ehrlicher), die Ungleichzeitigkeiten in den Blick zu nehmen und die jeweilige kommunale Situation etwas ernster zu nehmen.<br>\nEin Blick nicht nur in die sog. neuen Bundesl&auml;nder zeigt ein weiteres aktuelles Problem, das die Kulturpolitik auch in Zukunft besch&auml;ftigen wird: au&szlig;erhalb der wenigen von den Bev&ouml;lkerungszahlen her einigerma&szlig;en stabilen gro&szlig;en &ldquo;Kulturmetropolen&rdquo; schrumpft das Kulturpublikum in der Fl&auml;che teilweise dramatisch. Gefragt ist da eine  innovative Kulturpolitik, die einerseits eine sog. kulturelle &ldquo;Grundversorgung&rdquo; sichert, ggf. aber auch die Schlie&szlig;ung (oder Zusammenlegung) von Kulturinstituten umfassen muss. Ein Blick etwa nach Brandenburg zeigt, wie mit dieser Lage intelligent umgegangen wird.<br>\nDas sind nur einige Aspekte. In der Anmerkung von Orlando Parscheit sind dazu einige sachliche Fehler enthalten. Die deutschen Museen verzeichnen laut der deutschen Museumsstatistik meines Wissens rund 110 Mio. Besuche (nicht Besucher !), nicht wie von P. aufgef&uuml;hrt 113 Mio.<br>\nDie &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Kultur geh&ouml;rt nicht zu den &ldquo;creative industries&rdquo;. Ersterer flie&szlig;en etwa 10 Mrd. Euro zu, die Kultur\/Kreativwirtschaft erzielt ihre Ums&auml;tze von rund 130 Mrd. u.a. auf dem digitalen Markt. Dass 6.300 Museen oder 900 Theater mehr Besuche erzielen als 36 Bundesliga-Vereine &ndash; Sensation! Und noch eine Sensation: kommunale Unternehmen sollen auch kommunale Kultureinrichtungen sponsern!<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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