{"id":19233,"date":"2013-11-13T08:55:49","date_gmt":"2013-11-13T07:55:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233"},"modified":"2013-11-13T11:04:36","modified_gmt":"2013-11-13T10:04:36","slug":"hinweise-des-tages-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h01\">Koalitionsgespr&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h02\">US-Top-&Ouml;konom Adam Posen: &bdquo;Deutschland ist ein Billiglohnland!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h03\">Inflation: Zu viel Porsche, zu wenig Suppenk&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h04\">Verhindern, dass wieder aus wenig Geld so viel Schulden gemacht werden k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h05\">Strafprozesse gegen Banken und Hedgefonds: Feilschen um die Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h06\">The Bankruptcy Exemption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h07\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h08\">UDE: Entwicklung des Arbeitslosengeldes untersucht &ndash; Oft zu wenig zum Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h09\">Von Armut bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h10\">Streikrecht im Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h11\">Was kostet ein Beamter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h12\">Opfer der Automatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h13\">So blamierte Sonneborn die Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h14\">Dokumentarfilm &ldquo;Master of the Universe&rdquo; &ndash; Im goldenen Turm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h15\">Zu guter Letzt: Klimakonferenz in Warschau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalitionsgespr&auml;che<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Als lebten sie nicht in Europa<\/strong><br>\nDie deutsche Politik lebt auf einem eigenen Kontinent, der nicht Europa hei&szlig;t. In den aktuellen Koalitionsverhandlungen spielt die Eurokrise also kaum eine Rolle. Stattdessen wird Normalit&auml;t inszeniert und so getan, als w&auml;re das Thema Mindestlohn schon die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung, vor der Deutschland steht. Diese Verdr&auml;ngung wird brutale Folgen haben. Im Mai 2014 finden die Europawahlen statt &ndash; die nahezu in der gesamten Eurozone als ein Votum gegen Deutschland und gegen Kanzlerin Merkel ausfallen werden. &hellip; werden viele rechte und linke Populisten in das Europaparlament einziehen, die die ohnm&auml;chtige Wut ihrer Landsleute artikulieren. Nur ein Beispiel: In Frankreich d&uuml;rften die meisten Stimmen an die rechtspopulistische Front National gehen, die f&uuml;r einen Austritt aus dem Euro ist. Populismus wird gern als eine Verirrung der W&auml;hler abgetan. Doch das ist zu einfach. Die Deutschen m&uuml;ssen einsehen, dass der Kurs von Angela Merkel gescheitert ist. Ihre europaweiten Spardiktate sind kontraproduktiv, weil sie in anderen L&auml;ndern nur Arbeitslosigkeit produzieren. Die Populisten stellen also eine Frage, die legitim ist: Was bringt uns der Euro noch? F&uuml;r viele L&auml;nder ist der Euro tats&auml;chlich sch&auml;dlich, wenn die Gemeinschaftsw&auml;hrung bedeutet, dass sie bedingungslos den Weg in die Massenarbeitslosigkeit antreten m&uuml;ssen. Der Euro steht kurz vor dem Crash. &ndash; Es wird sich bald r&auml;chen, dass die deutschen Koalition&auml;re so tun, als w&uuml;rden sie auf einem eigenen Kontinent namens Deutschland sitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F12%2Fa0093&amp;cHash=fecfc47d9dc1e2732a178d7b971d8765\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In einem <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F12%2Fa0071&amp;cHash=5f82f9ba3af7773baad8738774cf25c9\">weiteren Artikel<\/a> zitiert Ulrike Herrmann aus dem gemeinsamen Papier von Union und SPD: &ldquo;Die Arbeitslosigkeit ist in vielen Mitgliedstaaten weiter unertr&auml;glich hoch, insbesondere f&uuml;r Jugendliche. &hellip;. Damit Europa dauerhaft einen Weg aus der Krise findet, ist ein umfassender politischer Ansatz erforderlich, der Strukturreformen f&uuml;r mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit und eine strikte, nachhaltige Haushaltskonsolidierung mit Zukunftsinvestitionen in Wachstum und Besch&auml;ftigung in sozial ausgewogener Weise verbindet.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Auf der vorletzten Biennale war in einen Klostergarten mit dem Gesicht zur Wand eine Reihe von Menschenfiguren aufgestellt. Die letzte Figur schlug immerzu ihren Kopf an die Wand. Heute n&auml;here ich mich endlich dem Sinn dieser Installation. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Signale: SPD offen f&uuml;r Koalition mit den Linken<\/strong><br>\nKeine &bdquo;Ausschlie&szlig;eritis&ldquo; gegen&uuml;ber der Linkspartei mehr &ndash; das fordern neben SPD-Linken wie Stegner nun auch Parteivorstand und die Konservativen der Partei. Die Linke reagiert prompt mit einem Angebot.<br>\nVor dem SPD-Parteitag pl&auml;dieren neben f&uuml;hrenden Parteilinken auch der SPD-Parteivorstand und konservativer Seeheimer Kreis f&uuml;r eine &Ouml;ffnung f&uuml;r eine Koalition mit der Linkspartei. &bdquo;Wir sollten auf dem Bundesparteitag das Signal geben, dass wir k&uuml;nftig keine Ausschlie&szlig;eritis mehr betreiben&rdquo;, sagte Parteilinker und Schleswig-Holsteins Landeschef Ralf Stegner zu &bdquo;Spiegel Online&rdquo;. &bdquo;Wenn wir bestimmten Koalitionsoptionen von vornherein eine Absage erteilen, machen wir es der Union auf lange Sicht einfach und st&auml;rken gleichzeitig die Linkspartei.&rdquo;<br>\nBerlins SPD-Chef Jan St&ouml;&szlig; forderte mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 ebenfalls einen &Ouml;ffnungsbeschluss zur Linkspartei. &bdquo;Es muss das letzte Mal gewesen sein, dass wir &uuml;ber das St&ouml;ckchen der Union springen und vor einer Bundestagswahl die Zusammenarbeit mit der Linken ausschlie&szlig;en&rdquo;, sagte St&ouml;&szlig; zu &bdquo;Spiegel Online&rdquo;. &bdquo;Es w&auml;re ein wichtiges Signal, wenn beim Bundesparteitag diese Lehre aus dem Wahlergebnis gezogen w&uuml;rde, dass wir von der Ausschlie&szlig;eritis endg&uuml;ltig kuriert sind.&rdquo;&hellip;<br>\nAber was 2017 sei, werde 2017 entschieden. Er gebe daher bei der SPD nichts mehr auf &bdquo;irgendwelche Beschl&uuml;sse&ldquo;, f&uuml;gte Riexinger mit Blick auf den SPD-Bundesparteitag Ende dieser Woche hinzu<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/neue-signale-spd-offen-fuer-koalition-mit-den-linken\/9062348.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Und was passiert, wenn die n&auml;chste Bundestagswahl nicht 2017 ansteht? Was geschieht z.B., wenn die Koalitionsverhandlungen zwischen Unionsparteien und SPD scheitern &ndash; wonach es zugegbenerma&szlig;en derzeit nicht aussieht?<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;ber ein Scheitern dieser Koalitionsverhandlungen wird derzeit gar nicht gesprochen. Die mediale Berichterstattung setzt einfach so einen Erfolg der Verhandlungen voraus. Weshalb eigentlich?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Macht der CSU: Old Schwurhand und die drei Amigos<\/strong><br>\nDa sitzen sie an gro&szlig;en Tischen, verhandeln einen Koalitionsvertrag, streiten &uuml;ber die besten Ideen zum Geldausgeben und demn&auml;chst auch &uuml;ber Regierungsposten: die Christdemokraten, die Sozialdemokraten &ndash; und noch eine Partei, eine 7,4-Prozent-Partei, die Christsozialen aus Bayern. Und sie sitzt ja nicht nur dabei, die CSU. Sie gibt den Takt vor, l&auml;sst die Muskeln krachen, stellt Bedingungen, ohne Ausl&auml;ndermaut auf deutschen Stra&szlig;en keine Koalition, keine gr&ouml;&szlig;eren Kompetenzen f&uuml;r die Europ&auml;ische Union. Tut so, als w&auml;re sie wer. Und die beiden anderen Parteien spielen das Spiel mit, weil sie es ja schon immer mitgespielt haben. Seit 1949. Als w&auml;re es das Normalste der Welt. Dabei ist es eine groteske Anomalie. F&uuml;r die es nicht den geringsten Grund gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-macht-der-csu-old-schwurhand-und-die-drei-amigos\/v_print\/9055326.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Top-&Ouml;konom Adam Posen: &bdquo;Deutschland ist ein Billiglohnland!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Kritik am deutschen Wirtschaftsmodell rei&szlig;t nicht ab. Nun teilt der US-&Ouml;konom Adam Posen kr&auml;ftig aus.<br>\n&bdquo;Deutschland liegt in gleich f&uuml;nf Punkten daneben,&ldquo; sagte Posen im Interview mit dem Sender CNBC. Dann z&auml;hlt das langj&auml;hrige Mitglied im Rat der Bank von England seine Kritikpunkte auf: &bdquo;Erstens zahlt Deutschland seinen Arbeitnehmern keinen der Produktivit&auml;t entsprechenden Lohn. Es bringt seine Besch&auml;ftigten um die Fr&uuml;chte ihrer Arbeit. Zweitens investiert es nichts, weder im &ouml;ffentlichen noch in den privaten Sektor.&ldquo; Beides zusammen f&uuml;hre drittens dazu, dass &bdquo;Deutschland als Billiglohnland konkurriert.&ldquo;<br>\nDas war aber noch nicht alles: &bdquo;Viertens zockt Deutschland andere L&auml;nder ab, weil seine Exporte durch den schwachen Euro subventioniert werden. Und f&uuml;nftens nimmt es anderen L&auml;ndern Marktanteile weg, indem es Deflation exportiert.&ldquo;<br>\nPosens Fazit: &bdquo;Deutschlands Wirtschaftspolitik verursacht &uuml;berall Probleme.&ldquo; Auf den Einwand der Reporterin hin, dass Deutschland den Wechselkurs des Euro gar nicht manipuliere, r&auml;umt Posen dies zwar ein. Er kritisiert jedoch, dass Deutschland das System manipuliere und nicht genug tue, um die globalen Ungleichgewichte abzubauen. So leiste Deutschland nicht genug Transferzahlungen an die Krisenl&auml;nder in S&uuml;deuropa und blockiere au&szlig;erdem eine expansivere Geldpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/us-top-oekonom-deutschland-ist-ein-billiglohnland\/9063064.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Immerhin berichtet das Handelsblatt &uuml;ber dieses Interview. Allerdings kann sich Chefredakteur von Handelsblatt Online Oliver Stock in seinem Tagesr&uuml;ckblick folgenden bissigen Kommentar nicht verkneifen: &bdquo;Herr Posen, wir machen folgendes mit Ihnen: Sie kommen uns zu Weihnachten besuchen. Zur Weihnacht gibt der Deutsche durchschnittlich 273 Euro f&uuml;r den Gabentisch aus. Weil er nicht wei&szlig; wof&uuml;r, rennt er am 24. Dezember vormittags noch verzweifelt durch die Kaufh&auml;user. So sieht das Land aus, das zu niedrige L&ouml;hne zahlt. Halleluja. Auch Top-&Ouml;konomen k&ouml;nnen irren&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Inflation: Zu viel Porsche, zu wenig Suppenk&uuml;che<\/strong><br>\nDie Preise in Deutschland scheinen stabil zu sein. Doch die offiziellen Zahlen tr&uuml;gen. Auch die Mini-Inflationsrate von etwa 1,2 Prozent seit Oktober 2012, die das Statistische Bundesamt am Dienstag ver&ouml;ffentlichen wird, steckt zu viel Porsche und zu wenig Suppenk&uuml;che: Bei der Berechnung der Verbraucherpreise gewichten die Statistiker faktisch die Bed&uuml;rfnisse von Wohlhabenden st&auml;rker als die von Armen. Wer arm ist, muss mit einer weit h&ouml;heren Preissteigerungsrate leben. &ldquo;Die &ldquo;allgemeinen Verbrauchsgewohnheiten&rdquo;, wie sie Destatis zugrunde legt, entsprechen nicht der Praxis der einzelnen Konsumenten. Der Warenkorb und die Gewichtung seiner einzelnen Bestandteile spiegeln bestenfalls einen sozialen Querschnitt der deutschen Konsumgesellschaft wider. Studien von Sozialwissenschaftlern zeichnen jedoch ein g&auml;nzlich anderes Verbraucherverhalten im unteren Einkommensdrittel: So geben Millionen B&uuml;rger aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Mieten einen weit h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r Wohnraum aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F12%2Fa0077&amp;cHash=118c239200ad8378dbda1b146567e5a5\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist richtig, dass die offizielle Messung der Verbraucherpreise den durchschnittlichen Warenkorb abbildet und somit f&uuml;r soziale Gruppen, die vom Durchschnitt abweichen, nicht sonderlich aussagekr&auml;ftig ist. Problematisch ist jedoch die von der taz ins Spiel gebrachte Einbeziehungen der Mieten. Hier gibt es n&auml;mlich sehr gro&szlig;e regionale Unterschiede. W&auml;hrend die Mieten im S&uuml;den und einigen Metropolen in der Tat deutlich gestiegen sind, entwickeln sie sich in den n&ouml;rdlichen und &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern (Ausnahme Hamburg und Berlin) deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung. Im Durchschnitt sind die Mieten daher auch in den letzten zwanzig Jahren inflationsbereinigt gefallen und nicht gestiegen. Im Schnitt liegen die Mieten im Jahr 2013 inflationsbereinigt <a href=\"http:\/\/news.immobilo.de\/2013\/11\/01\/wohnpreisspiegel-mieten-erneut-gestiegen\">um 23,33 Prozent unter dem Niveau von 1993<\/a>. Da die meisten Journalisten aus Hamburg, Berlin oder M&uuml;nchen stammen, spielt dies in der medialen Berichterstattung meist jedoch keine Rolle. Und das ist ja auch verst&auml;ndlich, was interessiert einen Berliner, der mit hohen Mietsteigerungen zurecht kommen muss, auch die Mietpreisentwicklung in Frankfurt Oder? Als kleiner Trost f&uuml;r die &bdquo;Gro&szlig;st&auml;dter&ldquo; sei jedoch angemerkt, dass auf dem Lande andere Kostenfaktoren eine gro&szlig;e Rolle spielen &ndash; so schl&auml;gt die Entwicklung der Benzinpreise f&uuml;r Berufspendler auf dem Lande ungleich h&ouml;her zu als f&uuml;r Gro&szlig;st&auml;dter. Auch dieser Faktor geht nur sehr unzureichend in die allgemeine Preissteigerung ein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Verbraucherpreise Oktober 2013: + 1,2 % gegen&uuml;ber Oktober 2012<\/strong><br>\nDie Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Oktober 2013 um 1,2 % h&ouml;her als im Oktober 2012. Die Inflationsrate &ndash; gemessen am Verbraucherpreisindex &ndash; hat sich damit weiter abgeschw&auml;cht (September 2013: + 1,4 %). Eine niedrigere Teuerungsrate wurde zuletzt im August 2010 mit + 1,0 % ermittelt. Im Vergleich zum Vormonat September 2013 sank der Verbraucherpreisindex im Oktober 2013 um 0,2 %. &hellip; Die Preiserh&ouml;hung bei Nahrungsmitteln lag mit + 4,2 % im Oktober 2013 weiterhin deutlich &uuml;ber der Gesamtteuerung. Mehr als vor einem Jahr mussten die Verbraucher im Oktober 2013 vor allem f&uuml;r Speisefette und Speise&ouml;le (+ 14,0 %; darunter Butter: + 28,0 %) sowie f&uuml;r Molkereiprodukte und Eier (+ 8,5 %; darunter H-Milch: + 19,9 %; Quark: + 13,4 %; Joghurt: + 6,6 %) zahlen. Deutlich teurer waren auch Fleisch und Fleischwaren (+ 3,9 %). Bei Obst (+ 4,2 %) und Gem&uuml;se (+ 2,5 %) fiel der Preisauftrieb im Vergleich zu den letzten Monaten geringer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/11\/PD13_375_611.html;jsessionid=17DA7565EE2AA858B84D00D3534D887C.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verhindern, dass wieder aus wenig Geld so viel Schulden gemacht werden k&ouml;nnen<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsjournalist Thomas Fricke glaubt nicht an die Rationalit&auml;t der M&auml;rkte. Thomas Fricke im Gespr&auml;ch mit Andr&eacute; Hatting: &rdquo; &hellip; im Kern sehe ich diese aktuelle Krise im Grunde genommen als so einen vorl&auml;ufigen, wahrscheinlich vorl&auml;ufigen, H&ouml;hepunkt einer Entwicklung, die eben in den 80er-Jahren begonnen hat mit der sehr starken Liberalisierung der Finanzm&auml;rkte, die wiederum eine sehr starke Instabilit&auml;t der Finanzm&auml;rkte mit sich gebracht hat. &hellip; im Grunde genommen fast permanent Krisen in irgendeiner Form, Finanzblasen, dann Immobilienm&auml;rkte, die &uuml;berhitzt haben und dann wieder gecrasht sind und so weiter. &hellip; und ist eben mit dieser furchtbaren Krise, die wir seit 2007 erleben, zu einem vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt gekommen. &hellip;  Im Grunde genommen handelt jeder Einzelne eigentlich gar nicht irrational, weil wenn irgendwo eine Blase entsteht, wenn die Kurse pl&ouml;tzlich sehr stark hochgehen, ist es f&uuml;r den Einzelnen durchaus rational zu sagen, ich steige da ein. Weil wenn er einsteigt und der Nachbar einsteigt und der Kollege noch einsteigt, dann werden nat&uuml;rlich die Kurse weiter steigen, und dann sieht man sich nat&uuml;rlich darin best&auml;tigt. &hellip; solange die Blase nicht platzt. &hellip; die Gefahr ist schon relativ gro&szlig;, dass wir da vor dem n&auml;chsten Crash stehen. &hellip; dass der Dax, der Wert der Aktien der Unternehmen, im Laufe dieser Zeitspanne ein Vielfaches von dem gestiegen ist, gewachsen ist verglichen zu dem Anstieg der realen Wirtschaftsleistung der Unternehmen. .. die Unternehmenswerte, also die Aktien, sollen ja eigentlich den Wert der Unternehmen spiegeln, und wenn das &uuml;ber einen so langen Zeitraum so drastisch voneinander abweicht, muss man eben auch vermuten, dass dahinter eine Blase steckt, dass da einfach sehr viel hei&szlig;e Luft steht, die viel zitierte Liquidit&auml;t, die jetzt gerade da ist, dass halt viel Geld im Umlauf ist, was halt Anlage sucht, und dann ist man halt wieder in so einer Spekulationswelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/2311592\/drucken\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Strafprozesse gegen Banken und Hedgefonds: Feilschen um die Freiheit<\/strong><br>\nDie Deals mehren sich, Verursacher der Finanzkrise feilschen um ihre Freiheit: JP Morgan wird nach einem Vergleich voraussichtlich 13 Milliarden Dollar wegen dubioser Hypothekengesch&auml;fte zahlen. Die Bank of America wird wohl noch einmal sechs Milliarden Dollar &uuml;berweisen m&uuml;ssen, weil sie den Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac faule Kredite untergejubelt hat. Auch bei den Tricksereien mehrerer Gro&szlig;banken um den Referenzzins Libor stehen weitere Milliardenvergleiche an. Was genau die Banker oder der gerissene Cohen verbrochen haben, wissen wir nicht. Die Staatsanwaltschaft sagt, dass sein gesamtes Unternehmen auf T&auml;uschung beruht, &uuml;ber Jahrzehnte hinweg soll SAC sich Bilderbuchrenditen ermogelt haben. Wenn das stimmt, ist die Strafe viel zu niedrig. Wenn es nicht stimmt, h&auml;tte es keine Strafe geben d&uuml;rfen. Niemand wei&szlig;, was gerecht ist. Schlie&szlig;lich war die Wahrheitsfindung zu m&uuml;hsam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/strafprozesse-gegen-banken-und-hedgefonds-feilschen-um-die-freiheit-1.1815530\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Spiegel schreibt zum Fall Cohen: &ldquo;Die au&szlig;ergerichtliche Einigung zeigt, dass die gro&szlig;e Sause an der Wall Street vorerst vorbei ist.&rdquo; Und zitiert gleichzeitig den New Yorker FBI-Chef George Venizelos: &ldquo;Betrug und Gesetzesbruch, waren nicht nur erlaubt, sondern durften fortdauern&rdquo;. Dass unter diesen Umst&auml;nden Steve Cohen sich mit einem Privatverm&ouml;gen von zuletzt 9,4 Milliarden Dollar in den Ruhestand begibt, scheint den Spiegel nicht zu st&ouml;ren. Sein Image-Sturz sei tief. Das ist doch Quatsch, allm&auml;hlich gleicht doch unter Amerikas Bankern die Strafzahlung einem Ritterschlag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The Bankruptcy Exemption<\/strong><br>\n[&hellip;] The big and important news is that bankruptcy cannot work for large, complex financial institutions in the United States, at least not using the current bankruptcy code. On this there was complete unanimity among the country&rsquo;s top financial-sector lawyers, some of whom work for big banks.<br>\nMore specifically, if any such companies were to go bankrupt &ndash; as Lehman Brothers did in September 2008 &ndash; then global financial panic and potential chaos would follow, on the scale of fall 2008 or greater. There were three reactions to this stark agreement on the facts. [&hellip;]<br>\nBecause big banks cannot go bankrupt, they have an unfair advantage against everyone else in the financial sector. The counterparty risk of trading with them is lower, and thus they are regarded as a better credit risk than would otherwise be the case. This allows them to place bigger bets, which in turn creates more risk for the macroeconomy.<br>\nThe intent behind Title I of Dodd-Frank is clear. If large complex financial institutions cannot go bankrupt, then they must be forced to change the scale and nature of their operations until each and every company is small enough and simple enough to fail without disrupting the world economy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/economix.blogs.nytimes.com\/2013\/11\/07\/the-bankruptcy-exemption\/?partner=rss&amp;emc=rss&amp;_r=0\">NYT Economix<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert von Heusinger: Der Mindestlohn und sein Preis<\/strong><br>\nDie Mehrheit der B&uuml;rger will ihn. Die zivilisierten kapitalistischen L&auml;nder haben ihn. Und die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU\/CSU und SPD werden ihn nun endlich auch nach Deutschland bringen: den einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Er wird, so viel ist sicher, die sozialdemokratische Errungenschaft des schwarz-roten Regierungsprogramms sein. Gar nicht sicher ist indes, ob er auch zum Erfolg wird. Denn die 8,50 Euro pro Stunde, auf denen die SPD beharrt, sind zu viel des Guten.  Das gilt gewiss f&uuml;r Ostdeutschland und wahrscheinlich auch f&uuml;r Gesamtdeutschland. Was passiert, wenn die ersehnte Einf&uuml;hrung des Mindestlohns sich als Flop herausstellen sollte? Richtig, die Gegner werden triumphieren. Und das sind in der deutschen Wirtschaftsforschung und -politik sehr viele. Fast alle Forschungsinstitute und Denkfabriken in Deutschland sind gegen den Mindestlohn. Scheitert er, weil er zu Beginn zu hoch angesetzt worden ist, siegt die ideologische Schule gegen&uuml;ber der pragmatischen ein weiteres Mal. &ndash; Der Mindestlohn stoppt die Spirale nach unten. Indem er die Schw&auml;chsten sch&uuml;tzt, hilft er auch den Zweitschw&auml;chsten. Da der niedrigste Lohn, der f&uuml;r den Hilfsarbeiter, &ouml;ffentlich ist, wird der Vorarbeiter mehr verlangen &ndash; und auch bekommen. So beeinflusst der Mindestlohn die Lohnstruktur im untersten Segment. Und &uuml;ber h&ouml;here Einkommen kann der richtig gesetzte Mindestlohn sogar Jobs schaffen und f&uuml;r Wachstum sorgen, was deutschen &Ouml;konomen nie einleuchten wird, aber durch Studien eindrucksvoll belegt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/leitartikel-der-mindestlohn-und-sein-preis-,10808020,24988326.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zun&auml;chst ein kleiner Hinweis: Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte am DIW geht davon aus, dass etwa ein Sechstel aller Arbeitnehmer in Gesamtdeutschland zu niedrigen L&ouml;hnen arbeiten, in Ostdeutschland ist es fast ein Viertel. Fast. &ndash; Generell w&auml;re zun&auml;chst einmal darauf hinzuweisen, das diejenigen, die in Ostdeutschland oder auch im Westen, mit einem Lohn von unter 8,50 Euro arbeiten m&uuml;ssen, mit Steuermitteln aufgefangen werden m&uuml;ssen, da diese L&ouml;hne nicht die Reproduktionskosten der Arbeit decken. Und warum kommt Heusinger nicht darauf, dass &uuml;ber die gestiegene Kaufkraft auch der teurere Friseur bezahlt werden kann, der sich wiederum mehr leisten kann usw. Nichts spricht gegen eine Expertenkommission, die die Regierung ber&auml;t, aber die Verantwortung f&uuml;r eine gesunde Volkswirtschaft sollte schon bei der Politik bleiben. Was sollen die Koryph&auml;en einer Mainstream-Wirtschaftswissenschaft in eine solchen Kommission, die noch an die Effizienz des reinen Marktes glauben, Arbeitgeber, die von den idyllischen Arbeitsbedingungen in den Schwellenl&auml;ndern tr&auml;umen und Arbeitnehmervertreter, die in Zeiten sprudelnder Gewinne keine Wirksamen Lohnerh&ouml;hungen durchzusetzen vermochten. &ndash; Wirklich seltsam ist, dass so ganz selbstverst&auml;ndlich &uuml;ber den Mindestlohn unter Produktivit&auml;tsgesichtspunkten diskutiert wird, aber die heutigen Spitzenl&ouml;hnen inne wohnende Produktivit&auml;t nicht einmal im Ansatz hinterfragt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Man m&uuml;sste die Arbeitszeiten streng kontrollieren<\/strong><br>\nKarl Brenke im Gespr&auml;ch mit Andr&eacute; Hattig. Selbst wenn die neue Regierung einen Mindestlohn gesetzlich festlegen w&uuml;rde, g&auml;be es f&uuml;r viele Betriebe und Branchen M&ouml;glichkeiten, den zu umgehen. &hellip; Eine M&ouml;glichkeit ist nat&uuml;rlich, dass man regul&auml;re Besch&auml;ftigung beispielsweise in Minijobs umwandelt. Aber eine andere M&ouml;glichkeit &ndash; und das ist sehr viel einfacher &ndash; ist, dass man &Uuml;berstunden nicht bezahlt. Wir haben jetzt schon das Ph&auml;nomen, dass von denjenigen Personen, die Lohn unter 8,50 Euro verdienen, ungef&auml;hr eine Million &Uuml;berstunden leistet, die nicht durch entsprechendes Geld oder durch Freizeit ausgeglichen werden. Das ist ein schwieriger Punkt. Und ein zweiter Punkt ist: Wir haben ungef&auml;hr eine weitere Million von Personen, die &uuml;berhaupt keine Arbeitszeitregelungen haben. Zum Teil h&auml;ngt das damit zusammen, dass der Arbeitgeber nat&uuml;rlich versucht, Kosten zu sparen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Jobs, wo das durchaus rational ist. Sehen Sie mal den Taxifahrer &ndash; der hat eine Umsatzbeteiligung, der hat keinen Stundenlohn. Oder der Zeitungsaustr&auml;ger &ndash; der wird bezahlt nach der Zahl der ausgetragenen Zeitungen und nicht nach der Zeit, die er an Aufwand f&uuml;r das Austragen der Zeitungen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/2313820\/\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> An anderer Stelle verweist Karl Brenke darauf, dass eine betriebliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer eine starke Position zur Durchsetzung von Mindestl&ouml;hnen habe. Allerdings sei den SOEP-Daten zufolge lediglich knapp ein Drittel derjenigen Arbeitnehmer, die weniger als 8,50 Euro je Stunde verdienen, in einem Betrieb t&auml;tig, der einen Betriebsrat hat. Von den Arbeitnehmern, die mehr verdienen, h&auml;tten zwei Drittel eine solche Interessenvertretung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hundt im Interview: &laquo;Mindestlohn trifft die Schw&auml;chsten&raquo;<\/strong><br>\nDer scheidende Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt hat vor gravierenden Nachteilen eines gesetzlichen Mindestlohns gewarnt.<br>\n&laquo;Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn trifft vor allem die Schw&auml;chsten auf dem Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose, gering Qualifizierte und junge Menschen, die keine Ausbildung haben&raquo;, sagte Hundt.<br>\nDies zeige die deutlich h&ouml;here Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern mit gesetzlichem Mindestlohn. Die SPD verteidigte ihre Kernforderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Dies z&auml;hlt zu den Hauptstreitpunkten in den Koalitionsverhandlungen mit der Union.\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Eigentlich nichts Neues aus dieser Ecke. Es zeigt sich aber wieder einmal der Zynismus dieser Herren. Als ob Hundt das Schicksal von &bdquo;Langzeitarbeitslose, gering Qualifizierte und junge Menschen, die keine Ausbildung haben&ldquo;, jemals interessiert h&auml;tte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schweiz: Kantonaler Mindestlohn von 20 Franken<\/strong><br>\nDer Kanton Neuenburg k&ouml;nnte als erster Schweizer Kanton einen Mindestlohn einf&uuml;hren. Die Regierung schl&auml;gt als Untergrenze 20 Franken pro Stunde vor, was einem Bruttolohn von 3640 Franken pro Monat entspricht. Das Neuenburger Stimmvolk hatte sich im November 2011 f&uuml;r Mindestl&ouml;hne ausgesprochen. Eine parlamentarische Initiative aus den Reihen der Linksaussenpartei solidarit&eacute;S wurde damals mit einem Ja-Anteil von 54,6 Prozent angenommen. Die Umsetzungsvorlage soll im Februar ins Neuenburger Kantonsparlament kommen, sagte der Neuenburger Staatsrat Jean-Nat Karakash (sp.) am Montag vor den Medien. &ndash; In den Kantonen Genf und Waadt wurde das Anliegen hingegen abgelehnt. Im Kanton Jura wurde eine Initiative angenommen, die Mindestl&ouml;hne in den Branchen, welche keinen Gesamtarbeitsvertrag haben, vorschreibt. In den Kantonen Wallis und Tessin gelangen &auml;hnliche Vorlagen wie in Neuenburg in den kommenden Monaten zur Abstimmung. Auch auf Bundesebene gibt es eine Initiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, die einen Mindestlohn von 4000 Franken pro Monat bei 42 Arbeitsstunden pro Woche verlangt. &Uuml;ber diese befinden derzeit die eidgen&ouml;ssischen R&auml;te. Eine Volksabstimmung ist f&uuml;r 2014 vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/schweiz\/20-franken-pro-stunde-als-kantonaler-mindestlohn-in-neuenburg-staatsrat-1.18183341\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>UDE: Entwicklung des Arbeitslosengeldes untersucht &ndash; Oft zu wenig zum Leben<\/strong><br>\nDas Arbeitslosengeld reicht oft nicht zum Leben. Jeder f&uuml;nfte Mann und sogar rund 45 Prozent der Frauen mussten Ende 2011 mit weniger als 600 Euro im Monat auskommen. Sie liegen damit unter Hartz IV (Grundsicherung einschlie&szlig;lich Wohn- und Heizkosten: 671 Euro) und h&auml;tten Anspruch auf Aufstockung. Lediglich jeder zehnte kurzzeitig Erwerbslose hat jedoch 2012 davon Gebrauch gemacht. Das zeigen Berechnungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE) aus Daten der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit, die soeben im Internet-Portal Sozialpolitik-Aktuell ver&ouml;ffentlicht wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news560929\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Von Armut bedroht<\/strong><br>\nHartz IV-Empf&auml;nger bekommen immer weniger Geld, weil der Niedriglohnsektor immer weiter w&auml;chst. Eine gro&szlig;e Gefahr meint unsere Autorin.<br>\nWer wenig verdient, erh&auml;lt auch wenig Arbeitslosengeld, wenn er seinen Job verliert. In Deutschland bl&uuml;ht der Niedriglohnsektor, und viele Frauen haben nur eine Teilzeitstelle. Deshalb erhalten viele Erwerbslose nur ein sehr geringes Arbeitslosengeld. Eine kr&auml;ftigere Lohnentwicklung und mehr Vollzeitstellen w&uuml;rden auch Menschen helfen, die ihre Stelle verlieren. Es ginge ihnen finanziell besser und sie k&ouml;nnten mit mehr Ruhe eine neue Arbeit suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kommentar--von-armut-bedroht,1472780,25014286.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Streikrecht im Visier<\/strong><br>\nDie Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) l&auml;&szlig;t nicht locker. Der Unternehmerverband will die kommende Bundesregierung unbedingt dazu bringen, eine gesetzliche Einschr&auml;nkung des Streikrechts auf den Weg zu bringen. Davon jedenfalls berichtet der Marburger Bund (MB): &raquo;Derzeit l&auml;&szlig;t die BDA nichts unversucht, die Unterh&auml;ndler in der zust&auml;ndigen Koalitionsarbeitsgruppe &rsaquo;Arbeit und Soziales&lsaquo; massiv in ihrem Sinne zu beeinflussen&laquo;, hei&szlig;t es in einer Mitteilung der &Auml;rzteorganisation. Sie w&auml;re ebenso Opfer eines Antistreikgesetzes wie die Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL, die Pilotenvereinigung Cockpit, die Unabh&auml;ngige Flugbegleiter-Organisation (UFO) und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF). Letztlich aber w&uuml;rde eine gesetzliche Einschr&auml;nkung des Grundrechts auf Streik alle Besch&auml;ftigtenorganisationen treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/11-11\/019.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was kostet ein Beamter?<\/strong><br>\nDer Datenskandal um die Debeka erreicht jetzt die &Auml;mter. Die Staatsanwaltschaft Koblenz will wissen, ob Geld flie&szlig;en musste, damit Beamte Tausende Adressen an Mitarbeiter der privaten Krankenversicherung weitergaben.<br>\nDie Datenaff&auml;re bei Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter privater Krankenkasse Debeka k&ouml;nnte nun auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz leitete am Montag Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Bestechung, Bestechlichkeit und der Verletzung von Dienstgeheimnissen ein, wie die Beh&ouml;rde mitteilte. Sie richten sich sowohl gegen &ndash; namentlich bisher nicht bekannte &ndash; Mitarbeiter der Versicherung als auch gegen Mitarbeiter von Personalverwaltungen in staatlichen Beh&ouml;rden. Manifestiert sieht die Staatsanwaltschaft ihren Verdacht durch Strafanzeigen, die zum Teil anonym eingegangen seien, sowie durch Unterlagen, die die Debeka selbst freiwillig zur Verf&uuml;gung gestellt habe. (Az.: 2055 UJs 36395\/13)<br>\n&bdquo;Es besteht der Verdacht, dass Mitarbeiter der &ouml;ffentlichen Verwaltung, insbesondere der Personalverwaltungen Versicherungsvertretern der Debeka-Gruppe gegen Entgelt die Anschrift und weitere pers&ouml;nliche Daten der zur Einstellung in den &ouml;ffentlichen Dienst vorgesehenen Bewerber mitgeteilt haben&ldquo;, teilte die Staatsanwaltschaft mit. &bdquo;Diese Daten sollen von den Versicherungsvertretern dazu benutzt worden sein, den zur Einstellung in den &ouml;ffentlichen Dienst vorgesehenen Bewerbern den Abschluss einer Krankenversicherung und sonstigen Versicherungen anzutragen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/debeka-datenskandal-was-kostet-ein-beamter\/9059712.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Musterknabe ersch&uuml;ttert Versicherungsbranche<\/strong><br>\nVersicherungsvertreter der Debeka waren jahrzehntelang schneller als andere. Sie hatten wertvolle Beamtenadressen gekauft. Das ist nicht erlaubt. Was der zweifelhafte Adressenhandel bedeutet und was sich &auml;ndern k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/debeka-skandal-musterknabe-erschuettert-versicherungsbranche\/9041692.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Opfer der Automatisierung<\/strong><br>\nEine k&uuml;rzlich als Working Paper der Oxford Martin School ver&ouml;ffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, das 47 Prozent aller Jobs in den USA sehr wahrscheinlich in naher Zukunft der Automatisierung zum Opfer fallen werden. Die Prognose beruht auf der Analyse der Merkmale von gegenw&auml;rtigen Arbeitsplatzbeschreibungen, die es wahrscheinlich machen, dass die betreffenden T&auml;tigkeiten in naher Zukunft von Robotern oder Computern &uuml;bernommen werden k&ouml;nnen. &ndash; McDonald&rsquo;s Europa hat dieses Fr&uuml;hjahr 7.000 Touchscreen-Computer bestellt, die nach und nach die Arbeit von Kassierern und Kassiererinnen &uuml;bernehmen sollen. Amazon gab 2012 die &Uuml;bernahme des auf die Herstellung von Lagerrobotern spezialisierten Unternehmens Kiva Systems bekannt, dessen Fabrikate bald wohl anstelle menschlicher Arbeitskr&auml;fte in den Warendepots des Versandh&auml;ndlers herumkurven werden. &Auml;hnlich Foxconn: Bereits 2011 k&uuml;ndigte der taiwanesische Technik-Gro&szlig;konzern an, in n&auml;chster Zukunft eine Million Roboter anzuschaffen, um damit Arbeitspl&auml;tze zu ersetzen. Nicht nur im Billiglohn-Bereich jedoch sind laut neuester Prognosen Jobs von der Automatisierung bedroht, sondern auch im Mittelstand. Buchhalter, Anw&auml;lte, Personalentwickler und Dozenten m&uuml;ssen sich Sorgen machen, wie Frank Rieger und Constanze Kurz aktuell in ihrem Buch &ldquo;Arbeitsfrei. Eine Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen werden&rdquo; zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40241\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Aber es wird kommen am Ende eine Zeit, in der die Menschen zu einer gro&szlig;en Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen werden und erbauen werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten werden wie lebende, vern&uuml;nftige Menschen und Tiere; dadurch aber werden viele Menschenh&auml;nde arbeitslos, und die Magen der armen, arbeitslosen Menschen werden voll Hungers werden&rdquo; schrieb um 1860 herum der Schriftsteller und christliche Mystiker, Jakob Lorber. So m&ouml;gen manche solche Nachrichten aufnehmen. Und niemand wird leugnen, dass der technische Fortschritt z.B. f&uuml;r viele chinesischen Arbeiter in der oben genannten Firma Foxconn (1,2 Millionen Besch&auml;ftigte in China) ein Fluch sein wird.  Genauso wenig ist zu leugnen, dass der technische Fortschritt ein Segen ist. Chancen best&uuml;nden, diesen aufzufangen, wenn bei Produktinnovationen und Prozessinnovationen &ndash; auch bei Dienstleistungen &ndash; die jobschaffenden Nachfrageeffekte gegen&uuml;ber den Einspareffekten &uuml;berwiegen w&uuml;rden, hat man noch vor kurzem argumentiert. Aber wenn auch geistige Arbeit automatisiert wird, wird die Zahl der Erwerbst&auml;tigen rapide zur&uuml;ckgehe. Und nat&uuml;rlich f&uuml;hrt das exzessive Profitstreben unserer &Ouml;konomie dazu, dass jedm&ouml;gliche vermessbare Arbeit automatisiert wird. Die Menschen, die sich in dieser automatisierten Welt bewegen, werden dann nur noch danach ausgetauscht, wie sie und wie lange sie im automatisierten Produktionsprozess funktionieren. Sie werden dabei immer unter Vollauslastung arbeiten m&uuml;ssen, die der Automat vorgibt. Wir n&auml;heren uns damit einer Aussage, die auch gegen Ende der 1850er formuliert wurde: &rdquo; In den Produktionsprozess des Kapitals aufgenommen, durchl&auml;uft das Arbeitsmittel aber verschiedne Metamorphosen, deren letzte die  M a s c h i n e  ist oder vielmehr ein  a u t o m a t i s c h e s   S y s t e m   d e r  M a s c h i n e r i e   (System der Maschinerie; das  a u t o m a t i s c h e   ist nur die vollendetste ad&auml;quateste Form derselben und verwandelt die Maschinerie erst in ein System), in Bewegung gesetzt durch einen Automaten, bewegende Kraft, die sich selbst bewegt; dieser Automat bestehend aus zahlreichen mechanischen und intellektuellen Organen, so da&szlig; die Arbeiter selbst nur als bewu&szlig;te Glieder desselben bestimmt sind.&rdquo; (Karl Marx,  Grundrisse&hellip; ). &ndash; Irgendwann wird die Zahl derer, die im Zuge der Automatisierung der Welt  &uuml;ber kein Einkommen verf&uuml;gen, so gestiegen sein, dass sich die Frage stellt, wie das Gemeinwesen finanziert wird. Dann werde die alten Modelle wie z.B. die Maschinensteuer aktualisiert werden wie sie sich z.B. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/automatisierungsdividende-fuer-alle-roboter-muessen-unsere-rente-sichern-11754772.html\">Frank Rieger mit der Vergesellschaftung der Automatisierungsdividende erhofft<\/a>: &ldquo;Mit der bisherigen Steuerphilosophie kann die n&auml;chste Automatisierungswelle daher den sozialen und finanziellen Zusammenbruch von Staat und Gesellschaft innerhalb weniger Jahre verursachen. &hellip; Die Alternative: ein schrittweiser, aber grundlegender Umbau der Sozial- und Steuersysteme hin zur indirekten Besteuerung von nichtmenschlicher Arbeit und damit zu einer Vergesellschaftung der Automatisierungsdividende. Wenn es gelingt, Deutschland kompatibel mit der n&auml;chsten Technologiewelle zu machen, wenn die Struktur unserer Steuer- und Sozialsysteme so gestaltet wird, dass mehr Automatisierung zu mehr realem, f&uuml;hl- und messbarem Wohlstand f&uuml;r alle im Lande f&uuml;hrt und dadurch der soziale Frieden langfristig erhalten bleibt, stellt dies einen Wettbewerbsvorteil von historischen Dimensionen dar. Sobald Automatisierung nicht mehr mit angezogener Handbremse &ndash; dem sprichw&ouml;rtlichen Heizer auf der Elektrolokomotive &ndash; stattfindet, weil automatisch alle von den Produktivit&auml;tsfortschritten profitieren, sind moderne Wunder m&ouml;glich.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Interessant w&auml;re zu einer derartigen Freisetzung von Arbeit ein Beitrag von Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker, die sich zwar nicht mit einer Vergesellschaftung der Automatisierungsdividende, aber mit dem &auml;hnlich gelagerten bedingungslosen Grundeinkommen besch&auml;ftigt haben und dieses ablehnen. Dieses Grundeinkommen zerst&ouml;re die &ouml;konomische Basis, aus der heraus es bezahlt werden soll.<\/em><\/p>\n<p><em>Um nicht ganz in einem Horrorszenario zu enden, sei auf die Arbeitszeitverk&uuml;rzung mit vollem Lohnausgleich bei Porsche verwiesen. Anscheinend hat man begriffen, dass die Zeit, unter der der Mensch unter andauernder Vollauslastung arbeiten kann, begrenzt ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>So blamierte Sonneborn die Deutsche Bank<\/strong><br>\nUnd es kommt doch auf den Sender an: Im Oktober lief in der ZDFneo-Sendung &bdquo;Sonneborn rettet die Welt&ldquo; ein Interview des Satirikers Martin Sonneborn mit einem Mitarbeiter der Deutschen Bank. Das Gespr&auml;ch mit einem Bank-Angeh&ouml;rigen ist bestes Anschauungsmaterial in Sachen Fremdsch&auml;men. Trotzdem sorgte das St&uuml;ck f&uuml;r keine gro&szlig;e Welle. Das &auml;nderte sich schlagartig, als am Freitag die &bdquo;heute show&ldquo; im ZDF-Hauptprogramm den Clip einfach recycelte. Seitdem lacht Deutschland &uuml;ber die Deutsche Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/so-blamierte-sonneborn-die-deutsch-bank\/2013\/11\/11.html?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">Meedia<\/a>\n<p><strong>Videoausschnitt von der &ldquo;Heute Show&rdquo;<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"465\" height=\"260\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/KupNYkt4Z34?rel=0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Q.:<\/strong> Liebes Nachdenkseiten-Team, das Sonneborn-Interview zeigt gut, wie die Kommunikation zwischen Deutscher Bank und Journalisten oft abl&auml;uft: Die Bank gibt die Spielregeln vor, und die Presse spielt mit &ndash; egal, wie sinnvoll die &Auml;u&szlig;erungen der Bank inhaltlich erscheinen m&ouml;gen.<\/em><br>\n<em>Beliebt sind nach meinem Wissen auch so genannte &ldquo;Off-the-Records&rdquo;-Informationen, die Pressesprecher oder PR-Berater der Bank an ausgew&auml;hlte Journalisten weitergeben. Diese werden zum Beispiel als Angaben &ldquo;aus Unternehmenskreisen&rdquo; oder &ldquo;aus dem Umfeld der Bank&rdquo; zitiert. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen (die nat&uuml;rlich oft dem Zweck dienen, die Bank in ein besseres Licht zu r&uuml;cken) wird von tagesaktuell arbeitenden Journalisten selten &uuml;berpr&uuml;ft &ndash; Hauptsache, es liegt irgend etwas vor, das man schreiben kann.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich kommuniziert nicht nur die Deutsche Bank mit Journalisten &ldquo;im Off&rdquo;. Und nat&uuml;rlich muss es weiterhin m&ouml;glich sein, sich anonym in der &Ouml;ffentlichkeit zu &auml;u&szlig;ern &ndash; so wie ich es hier auch mache. Wenn aber die Deutsche Bank ihre Botschaften auf diese Art verbreiten l&auml;sst (oft mit der Begr&uuml;ndung, dass sie als b&ouml;rsennotiertes Unternehmen ja offiziell nicht viel sagen d&uuml;rfe), f&auml;llt unter den Tisch, dass sie einen eindeutigen Interessenkonflikt hat. Wenn ein Journalist aus &ldquo;informierten Kreisen&rdquo; zitiert, mag das bei weniger informierten Lesern schlie&szlig;lich den Eindruck erwecken, dass die geheime Quelle besonders zuverl&auml;ssig sei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dokumentarfilm &ldquo;Master of the Universe&rdquo; &ndash; Im goldenen Turm<\/strong><br>\nMarc Bauder wollte eine Doku &uuml;ber die Finanzwelt drehen. Niemand wollte vor die Kamera, Banken verweigerten eine Drehgenehmigung. Dann traf er Rainer Voss. Der ehemalige Investmentbanker redet so saftig &uuml;ber die kalte Bankenwelt, dass man auch nach 90 Minuten nicht genug hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/dokumentarfilm-master-of-the-universe-im-goldenen-turm-1.1816044\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Klimakonferenz in Warschau<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131112_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19233","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19233"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19243,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19233\/revisions\/19243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}