{"id":19265,"date":"2013-11-15T09:15:21","date_gmt":"2013-11-15T08:15:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265"},"modified":"2013-11-15T09:45:17","modified_gmt":"2013-11-15T08:45:17","slug":"hinweise-des-tages-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h01\">Deutschland &ndash; Freund und Helfer der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h02\">Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h03\">Paul Krugman &ndash; Europe&rsquo;s Remarkable Achievement<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h04\">Sachverst&auml;ndigenrat &ndash; Jahresgutachten 2013\/14: Eine andere Meinung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h05\">German Trade Balance Isn&rsquo;t About Hard Work<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h06\">Arbeitsmarkt: Die M&auml;r vom Mindeslohn als Jobkiller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h07\">noch einmal: Neoliberales Zitierkartell &ndash; mit fragw&uuml;rdigen Zahlen gegen Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h08\">Freihandelsabkommen &ndash; Der gef&auml;hrliche Schutz von Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h09\">Das Urproblem der EZB wird erneut akut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h10\">Internethandel: Arbeitsagentur will Hartz-IV-Empf&auml;nger im Internet &uuml;berwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h11\">Hartz IV in der Familie: Jobcenter setzt Sch&uuml;ler unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h12\">7,25 Millionen Empf&auml;nger von sozialer Mindestsicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h13\">Betreuungsquote unter 3-j&auml;hriger Kinder in fast drei Viertel der ostdeutschen Kreise bei &uuml;ber 50 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h14\">Eon gewinnt und n&ouml;rgelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h15\">Wie die Deutsche Bahn die &Ouml;ffentlichkeit manipuliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h16\">Saudi-Arabien: Der Exodus setzt sich fort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h17\">Kirchenland in Junkerhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h18\">Pressevielfalt &ndash; das war einmal<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland &ndash; Freund und Helfer der USA<\/strong><br>\nOb Milit&auml;r oder Geheimdienst, ob verdeckt oder offen: F&uuml;r die US-Dienste hierzulande gibt es kaum Grenzen. Und Deutschland? Schaut zu. Oder fragt, wo es noch helfen kann. &Uuml;ber die Rolle der Bundesrepublik in Amerikas &ldquo;Kampf gegen den Terror&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDiese unheimliche Schattenarmee w&auml;chst Jahr f&uuml;r Jahr, auch oder gerade in Deutschland. Insgesamt hat die Bundesregierung 207 amerikanischen Firmen Sondergenehmigungen erteilt, damit diese auf deutschem Boden sensible Aufgaben f&uuml;r die US-Regierung &uuml;bernehmen k&ouml;nnen. Allein f&uuml;r geheimdienstliche Analysen haben die privaten Spionagedienstleister in den vergangenen f&uuml;nf Jahren 90,1 Millionen Dollar kassiert. Die meisten Vertr&auml;ge gehen an die der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbekannte &ldquo;SOS International&rdquo;. Die amerikanische Firma, einst von einer armenischen Einwandererin als kleines &Uuml;bersetzungsb&uuml;ro gegr&uuml;ndet, macht seit Jahren zweistellige Millionenums&auml;tze mit den deutschen Eins&auml;tzen. Ihre Mitarbeiter arbeiten, so steht es in der offiziellen Datenbank f&uuml;r US-Staatsauftr&auml;ge, beispielsweise als &ldquo;Intelligence Analyst&rdquo;, als &ldquo;Signal Intelligence Analyst&rdquo; oder &ldquo;Counter Intelligence Operations Planner&rdquo; f&uuml;r ihre Auftraggeber, also: die Geheimdienste. Sie sind Agenten auf Zeit.<br>\nDie genaue Zahl der Privatagenten in Deutschland lie&szlig; sich nicht genau ermitteln, aber, das immerhin geht aus den Unterlagen hervor, es sind mehrere Hundert. Aber anders als die meisten offiziellen Kollegen von CIA oder NSA werden die Mietspione nicht als Diplomaten oder konsularische Mitarbeiter bei den deutschen Beh&ouml;rden registriert.<br>\nDa dr&auml;ngen sich zwei Fragen auf: Wer k&ouml;nnte in Deutschland die privaten Agenten kontrollieren? Und wer will sie kontrollieren, wenn man schon die staatlichen gemeldeten Spione nicht wirklich im Blick beh&auml;lt? Die Bundesregierung, das ist sicher, hat l&auml;ngst keinen &Uuml;berblick mehr. Sie will ihn, das ist der Skandal, auch nicht haben. Nat&uuml;rlich dienen Botschaften oft auch als Nester f&uuml;r Spione, die manchmal wie die Elstern Sachen sammeln und wegtragen. Aber der Horchposten in der US-Botschaft mitten in Berlin, von dem aus mutma&szlig;lich auch Merkels Handy ausgesp&auml;ht wurde, ist schon eine Provokation, die in ihrer Dimension nur noch von dem heimlichen warmen Verst&auml;ndnis der deutschen Dienste &uuml;bertroffen wird. Ein netter Gastgeber stellt eben keine b&ouml;sen Fragen &ndash; und ignoriert Schmerzgrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimer-krieg-deutschland-freund-und-helfer-der-usa-1.1819101\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ein &ldquo;Geheimer Krieg&rdquo; von deutschem Boden<\/strong><br>\nVon Deutschland aus werden amerikanische Killer-Drohnen mitgesteuert. Das haben Journalisten des NDR und der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; aufgedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/geheimer_krieg\/geheimerkrieg101.html\">NDR<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Ein &ldquo;Geheimer Krieg&rdquo;<\/strong><br>\nIn gemeinsamen investigativen Recherchen haben der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; aufgedeckt, wie amerikanische Milit&auml;r- und Nachrichtendienst-Einheiten in Deutschland ein Drohnenprogramm aufgesetzt und Spionage betrieben haben. Damit steht fest: Folter, Entf&uuml;hrung und Kampfdrohnen-Eins&auml;tze wurden auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik organisiert.<br>\nVon Stuttgart und Ramstein aus werden amerikanische Killer-Drohnen mitgesteuert und t&ouml;ten mutma&szlig;liche Terroristen &ndash; aber auch Zivilisten &ndash; in Afrika und im  Nahen Osten. Der Secret Service und das US-Heimatschutzministerium nehmen auf deutschen Flugh&auml;fen Verd&auml;chtige fest. Agenten forschen f&uuml;r die Amerikaner Asylbewerber aus, sammeln Informationen, die bei der Bestimmung von Drohnen-Zielen eine Rolle spielen k&ouml;nnen. Der  Aufbau geheimer Foltergef&auml;ngnisse wurde einem CIA-St&uuml;tzpunkt  in Frankfurt &uuml;bertragen. Eine amerikanische Geheimdienstfirma, die f&uuml;r die NSA t&auml;tig ist und Kidnapping-Fl&uuml;ge f&uuml;r die CIA plante, erh&auml;lt bis heute Millionenauftr&auml;ge von der deutschen Regierung. Finanziert werden die deutschen Beihilfen im Anti-Terror-Krieg mit Steuergeld. Das Fazit: Deutschland ist l&auml;ngst Bestandteil der amerikanischen Sicherheitsarchitektur geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2013\/geheimerkrieg129.html\">Panorama<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Koalitionsverhandlungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Offener Brief: Zukunftsinvestitionen solide und gerecht finanzieren<\/strong><br>\nlieber Sigmar, liebe Genossinnen und Genossen,<br>\nnach der Bundestagwahl hat die Suche nach einer tragf&auml;higen Regierungsmehrheit begonnen. Aus den Sondierungsgespr&auml;chen gibt es deutliche Hinweise, dass die SPD von ihrer Forderung, hohe Einkommen und Verm&ouml;gen k&uuml;nftig st&auml;rker zu besteuern, abr&uuml;cken k&ouml;nnte. Wir hielten dies f&uuml;r einen gro&szlig;en politischen Fehler. Richtig ist, h&ouml;here Steuern sind kein Selbstzweck. Sie dienen vielmehr der Finanzierung notwendiger staatlicher Ausgaben, auch wichtiger Zukunftsinvestitionen. Dabei sollten Steuererh&ouml;hungen<br>\nallerdings gerecht gestaltet werden: Wegen der starken Zunahme des privaten Reichtums, zahlreicher Steuergeschenke und der teuren Rettung privater Finanzverm&ouml;gen sollten jetzt hohe Einkommen und Verm&ouml;gen zur Finanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte herangezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Offener_Brief_Steuerdebatte_16_10_2013.pdf\">Sebastian Dullien, Rudolf Hickel, Dierk Hirschel, Gustav Horn und andere [PDF &ndash; 45 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD gibt bei Kampfdrohnen nach<\/strong><br>\nBei den Koalitionsverhandlungen hat sich die Arbeitsgruppe Au&szlig;enpolitik und Verteidigung als erste auf Ergebnisse geeinigt. Die SPD schlie&szlig;t den Kauf von Kampfdrohnen nicht mehr aus. In der Au&szlig;enpolitik bleibt es bei wolkigen Bekenntnissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/aussenpolitik104.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Koalitionsverhandlungen um Bildung: Was bringt Studierenden die Gro&szlig;e Koalition?<\/strong><br>\nSeit Wochen laufen die Koalitionsgespr&auml;che zwischen CDU\/CSU und SPD. Wie ist es dabei um das &ldquo;Prestigethema&rdquo; Bildung bestellt? Was k&ouml;nnen und d&uuml;rfen Studierende von einer m&ouml;glichen Gro&szlig;en Koalition erwarten? Dar&uuml;ber sprach Studis Online mit Andreas Keller, stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied f&uuml;r Hochschule und Forschung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-1585-koalitionsverhandlungen-bund2013.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel schiebt Entscheidung &uuml;ber Mindestlohn hinaus<\/strong><br>\nDas wichtigste Streitthema soll, wenn es nach der Kanzlerin geht, zuletzt entschieden werden. Spielraum daf&uuml;r gebe es nur, wenn die wirtschaftliche Lage sich bessere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-11\/mindestlohn-entscheidung-zuletzt\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unglaublich. Spielraum f&uuml;r einen Mindestlohn nur, wenn die die wirtschaftliche Lage sich bessert? Haben wir nicht seit Jahren unter der<br>\ntollsten Regierung aller Zeiten den allergr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsboom?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Noch ein sch&ouml;ner Leserkommentar zu dem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-11\/mindestlohn-entscheidung-zuletzt?commentstart=1#cid-3172025\">Artikel<\/a>:<\/strong> &ldquo;Klar doch. Bei einem Handelsbilanz&uuml;berschuss von 6,4% des BSP (zum Vergleich: China 2,3%) kann man sich einen Mindestlohn nicht leisten, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Ein Mindestlohn kann angedacht werden, wenn 200% aller Exporte weltweit aus Deutschland kommen, vorher nicht.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Europe&rsquo;s Remarkable Achievement<\/strong><br>\nAfter sort-of decent growth in the second quarter, Europe&rsquo;s austerity advocates rushed to proclaim that their policies were bearing fruit. After the latest numbers, which show growth stalling, not so much.<br>\nAnd bear in mind that we are now closing in on the 6th anniversary of the start of Europe&rsquo;s recession.<br>\nHere&rsquo;s what I find amazing. Compare industrial production with data from the 1930s, which can be found here. When I compare the Eurozone now with Europe then, I get this chart:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131115_02.gif\" alt=\"Industrial Production in Europe during two crisis\" title=\"Industrial Production in Europe during two crisis\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2013\/11\/14\/europes-remarkable-achievement\/?_r=0\">NYT<\/a><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>The Money Trap<\/strong><br>\nWhen Greece hit the skids almost four years ago, some analysts (myself included) thought that we might be seeing the beginning of the end for the euro, Europe&rsquo;s common currency. Others were more optimistic, believing that tough love &mdash; temporary aid tied to reform &mdash; would soon produce recovery. Both camps were wrong. What we actually got was a rolling crisis that never seems to reach any kind of resolution. Every time Europe seems ready to go over the edge, policy makers find a way to avoid complete disaster. But every time there are hints of true recovery, something else goes wrongShare your thoughts.<br>\nAnd here we go again. Not long ago, European officials were declaring that the Continent had turned the corner, that market confidence was returning and growth was resuming. But now there&rsquo;s a new source of concern, as the specter of deflation looms over much of Europe. And the debate over how to respond is turning seriously ugly.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/11\/15\/opinion\/krugman-the-money-trap.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss\">NYT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndigenrat &ndash; Jahresgutachten 2013\/14: Eine andere Meinung<\/strong><br>\n527.   Ein Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates, Peter Bofinger, vertritt zur Frage der Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns und zur Notwendigkeit weiterer Reformen am Arbeitsmarkt eine abweichende Meinung.<br>\n528.   Die Mehrheit des Rates sieht bei der Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen &bdquo;die gro&szlig;e Gefahr, dass Geringqualifizierte, Langzeitarbeitslose, Jugendliche oder Zweitverdiener aus dem Arbeitsmarkt gedr&auml;ngt werden&ldquo; (Ziffer 516). Die aktuelle Diskussion um die Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns in der Gr&ouml;&szlig;enordnung um 8,50 Euro erscheine gerade angesichts der letztlich uneindeutigen Evidenz zu seiner Wirkung mehr als leichtfertig. Die sch&auml;dlichen Effekte w&uuml;rden sich dabei aus der hohen Bindungswirkung ergeben, die daraus resultiere, dass Deutschland mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro einen Spitzenplatz hinsichtlich des Verh&auml;ltnisses von Mindestlohn zu Medianlohn einnehmen w&uuml;rde.<br>\n532.   Die Relation von Mindestlohn zu Medianlohn, der Kaitz-Index, l&auml;sst sich f&uuml;r Deutschland zum einen anhand der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) errechnen. Hier ergibt sich f&uuml;r das Jahr 2011 ein Median f&uuml;r den Bruttostundenlohn f&uuml;r Vollzeitbesch&auml;ftigte von 15,00 Euro (Brautzsch und Schultz, 2013). Zum anderen kann f&uuml;r den Median-lohn die Verdienststrukturerhebung herangezogen werden. Hier wird f&uuml;r das Jahr 2010 ein Median f&uuml;r den Bruttostundenlohn von 15,46 Euro in Preisen des Jahres 2005 ausgewiesen (Fitzenberger, 2012).<br>\nDie von der OECD errechneten Daten f&uuml;r das Verh&auml;ltnis von Mindestlohn zu Medianlohn in ihren Mitgliedstaaten stammen aus dem Jahr 2011. Wenn man den f&uuml;r das Jahr 2014 geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro im internationalen Vergleich angemessen einordnen will, muss man ihn &uuml;ber einen Zeitraum von 3 Jahren auf das Jahr 2011 zur&uuml;ckrechnen. Dazu wird unterstellt, dass sich der Mindestlohn &uuml;ber einen Zeitraum von drei Jahren genauso entwickelt h&auml;tte wie die Effektivl&ouml;hne. Zudem muss der auf Preisen des Jahres 2010 umgerechnete Wert aus der Verdienststrukturerhebung in gleicher Weise auf das Jahr 2011 hochgerechnet werden.<br>\nAus diesen Berechnungen ergibt sich, dass Deutschland mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro bei beiden unterschiedlich ermittelten Medianl&ouml;hnen keinesfalls auf einem internationalen Spitzenplatz liegen w&uuml;rde. Die aus der Verdienststrukturerhebung abgeleitete Relation von Mindestlohn zu Medianlohn ergibt f&uuml;r Deutschland vielmehr einen Platz im internationalen Mittelfeld (Schaubild 71).\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131115_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131115_01.gif\" alt=\"Kaitz-Index 2011\" title=\"Kaitz-Index 2011\"><\/a><\/p>\n<p>533.   Zu Recht wird in diesem Kapitel eine evidenzbasierte Politikberatung gefordert. Doch f&uuml;r die &bdquo;gro&szlig;e Gefahr&ldquo; negativer Besch&auml;ftigungseffekte eines Mindestlohns wird von der Mehrheit der Ratsmitglieder keine &uuml;berzeugende empirische Evidenz vorgelegt. Die Mehrheit stellt vielmehr selbst fest, dass die bisherigen Evaluationsergebnisse auf eher geringe Besch&auml;ftigungswirkungen eines Mindestlohns hin deuten. In der Tat lassen sich in der Literatur sehr viele Studien finden, die zu dem eindeutigen Ergebnis kommen, dass von Mindestl&ouml;hnen keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigung zu erwarten sind.<br>\n&minus; Studien, die im Jahr 2011 von renommierten Forschungsinstituten zu den Besch&auml;ftigungswirkungen branchenspezifischer Mindestl&ouml;hne f&uuml;r acht Branchen in Deutschland erstellt wurden, zeigen durchweg keine signifikanten negativen Besch&auml;ftigungseffekte (Bosch und Weinkopf, 2012).<br>\n&minus; F&uuml;r das Vereinigte K&ouml;nigreich stellt die &bdquo;Low Pay Commission&ldquo; in ihrem aktuellen Bericht fest, dass der fl&auml;chendeckende Mindestlohn seit seiner Einf&uuml;hrung im Jahr 2001 keine signifikanten negativen Besch&auml;ftigungseffekte gehabt habe (Department for Business, Innovation and Skills, 2013). Manning (2012) spricht sogar von einem &bdquo;durchschlagenden Erfolg&ldquo;.<br>\n&minus; Eine umfassende &Uuml;bersicht von aktuellen Studien (Schmitt, 2013) sowie Metastudien zu den Besch&auml;ftigungswirkungen von Mindestl&ouml;hnen in den Vereinigten Staaten (Doucouli-agos und Stanley, 2009; Belman und Wolfson, 2013) kommen ebenfalls zu dem Befund, dass sich keine signifikanten negativen Besch&auml;ftigungseffekte erkennen lassen.<br>\n534.   Es gibt also keine uneindeutige, sondern vielmehr eine eindeutige Evidenz, dass von Mindestl&ouml;hnen, wenn sie angemessen ausgestaltet sind, keine signifikanten Besch&auml;ftigungsverluste ausgehen.<br>\n535.   Nicht geteilt wird auch die Auffassung der Mehrheit des Rates, wonach noch weiterer Reformbedarf am Arbeitsmarkt bestehe. Wiederum wird f&uuml;r diese Forderung keine empirische Evidenz angef&uuml;hrt. Grunds&auml;tzlich zeigt sich der in diesem Kapitel herausgestellte interessante Befund, dass &bdquo;der deutsche Arbeitsmarkt (&hellip;) weiterhin mit zu den am st&auml;rksten regulierten der Welt&ldquo; z&auml;hlt (Ziffer 452). Gleichzeitig steht au&szlig;er Zweifel, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren und insbesondere in der starken Rezessionsphase des Jahres 2009 als ebenso dynamisch wie robust erwiesen hat. Offensichtlich ist die weithin geforderte hohe Flexibilit&auml;t des Arbeitsmarkts weder eine hinreichende noch eine notwendige Bedingung f&uuml;r eine gute Besch&auml;ftigungssituation. Hierf&uuml;r sprechen jedenfalls zahlreiche Studien und Metastudien, die keinen systematischen Zusammenhang zwischen dem Grad des K&uuml;ndigungsschutzes und der Arbeitslosigkeit oder der Besch&auml;ftigung finden (Bassanini und Duval, 2006; Skendinger, 2011, Can, 2013). Eine neuere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es selbst f&uuml;r den h&auml;ufig festgestellten negativen Einfluss auf die Besch&auml;ftigung junger Menschen keine Evidenz gebe (Noelke, 2011).<br>\n536.    Die Bedeutung der Einkommensverteilung nicht nur f&uuml;r den sozialen Konsens in einer Gesellschaft, sondern auch f&uuml;r ein nachhaltiges und damit gr&ouml;&szlig;ere Krisen vermeidendes Wirtschaftswachstum wird seit mehreren Jahren von zahlreichen &Ouml;konomen betont (Kum-hof und Ranci&egrave;re, 2010; Berg und Ostry, 2011; Piketty und Saiz, 2012). So gesehen ist eine Politik, die sich darum bem&uuml;ht, die wachsende Ungleichheit der Einkommensverteilung in Deutschland (Ziffern 692 ff.) zumindest teilweise zu korrigieren, alles andere als r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt. Sie ist vielmehr ein wichtiger Beitrag f&uuml;r ein stabiles Wachstum, das durch eine breit angelegte Konsumnachfrage gest&auml;rkt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201314\/dokumente\/JG13_VI.pdf\">Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung [PDF &ndash; 810 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allerorten in Talkrunden, Zeitungsartikeln, von Politikern wird mit der gr&ouml;&szlig;ten Selbstverst&auml;ndlichkeit behauptet, der Mindestlohn koste nur Jobs und sei des Teufels. Leider kommt dabei meist die Argumentation zu kurz. Und wenn, dann l&auml;uft sie h&auml;ufig auf eine Betrachtung hinaus, die f&uuml;r G&uuml;term&auml;rkte gelten mag, aber der Arbeitsmarkt ist kein G&uuml;termarkt. Aber zumindest kann man hier argumentativ dagegen halten. Meist aber kommt es zu gar keinen Argumenten. Es bleibt bei der reinen Behauptung. Eine beliebte Steigerung dieser Vorgehensweise ist die zus&auml;tzliche Behauptung, dass es keine &Ouml;konomen g&auml;be, die einen gesetzlichen Mindestlohn unterst&uuml;tzten. So z.B. Henning Krumrey (Wirtschaftswoche) im Presseclub vom letzten Sonntag &ndash; und meist sitzt nicht ein Gegenpart wie Stephan Hebel gegen&uuml;ber. Leider hat sich auch der gesch&auml;tzte Robert von Heusinger im Zeitblog &ldquo;Herdentrieb auf dieses Niveau begeben:&rdquo; Ich f&uuml;rchte, dass der Mindestlohn, der in der deutschen &Ouml;konomenzunft so gut wie keine Anh&auml;nger hat &hellip;. &rdquo; Was soll das? Traut Heusinger seinen Argumenten so wenig? Er tut doch seiner Argumentation keinen Gefallen, Leute wie Bofinger zu ignorieren. Und was soll die Einschr&auml;nkung &ldquo;deutsche &Ouml;konomenzunft&rdquo;? Es ist doch so, dass das Ausland die Erfahrung mit Mindestl&ouml;hnen hat. Und noch einmal grunds&auml;tzlich, ist es so unwahrscheinlich, dass ein gesetzlicher Mindestlohn die Binnennachfrage so st&auml;rkt, dass mehr Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden bzw. eine verst&auml;rkte Binnennachfrage einen eventuellen Jobabbau mehr als auff&auml;ngt.  &ndash; Im &Uuml;brigen sollte sich Heusinger beruhigen, ist doch sowieso davon auszugehen, dass im Mindestlohnkompromiss von Union und SPD das Einf&uuml;hrungsniveau unter 8,50 Euro ausfallen wird und\/oder zwischen Ost und West differenziert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>German Trade Balance Isn&rsquo;t About Hard Work<\/strong><br>\nApparently while I was on vacation there&rsquo;s been a resurgence of talk in the United States about the idea that Germany&rsquo;s large trade surplus is problematic for the global economy. As it happens, I was talking to a German guy about something totally unrelated today and yet eventually he wound up making some joke about how Germans are so hard working and that&rsquo;s how they get these exports that the American government thinks are so awful. [&hellip;]<br>\nThis is all total nonsense. For starters, Germans actually don&rsquo;t work that much. The average Germany workers puts in many fewer hours than the average Greek, Spanish, or Italian worker. This hard-working thing is just made up.<br>\nBut beyond that, it&rsquo;s irrelevant. [&hellip;]<br>\nA large share of the income Germans earn from exporting is deposited in German banks that then go out and lend the money to foreign banks and foreign governments. The proposal that Germany should reduce its trade surplus is not a proposal to export less stuff. It&rsquo;s a proposal to buy more foreign-made goods and services.<br>\nMore imported French cheese and Spanish wine. More vacations to Italy. On a policy level, you&rsquo;d put in place a deficit-financed VAT cut and then let German citizens decide what they want to buy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.slate.com\/blogs\/moneybox\/2013\/11\/14\/germany_s_trade_surplus_not_about_great_products_or_hard_work.html\">Slate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Die M&auml;r vom Mindeslohn als Jobkiller<\/strong><br>\nDie SPD will keinen Lohn in Deutschland unter 8,50 Euro je Stunde &ndash; und st&ouml;&szlig;t auf erbitterten Widerstand. Doch Mindestl&ouml;hne zerst&ouml;ren keine Jobs, zeigen Studien. Die meisten &Ouml;konomen ignorieren das.<br>\nls die Mehrheit der f&uuml;nf Wirtschaftsweisen k&uuml;rzlich davor warnten, einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro einzuf&uuml;hren, weil der viele Jobs zerst&ouml;ren w&uuml;rde, taten die &Ouml;konomen etwas, was in ihrer Zunft weit verbreitet ist. Sie verweigern sich der Wirklichkeit. Seit Jahren reden die Politiker &uuml;ber den Mindestlohn, und seit Jahren sagen die Wirtschaftswissenschaftler: &ldquo;Bringt nichts, gef&auml;hrdet Jobs, schadet der Wirtschaft.&rdquo; Nur belegen k&ouml;nnen sie ihre Behauptungen nicht. Denn viele Studien zeigen, dass Mindestl&ouml;hne kaum Arbeitspl&auml;tze zerst&ouml;ren.<br>\nIn den Vereinigten Staaten hat ein Team um den kalifornischen Professor Michael Reich die Folgen untersucht. Dort gilt ein bundesweiter Mindestlohn, den einzelne L&auml;nder und St&auml;dte durch eigene Mindestl&ouml;hne aufstocken. Was passiert nun, wenn eine Region die L&ouml;hne anhebt und der Nachbarbezirk nicht? Fallen dann Stellen weg, m&uuml;ssen Firmen schlie&szlig;en? Die Forscher werteten Daten von 1990 bis 2006 aus 66 Landkreisen aus und fanden &ndash; nichts. H&ouml;here Mindestl&ouml;hne &ldquo;f&uuml;hren nicht zu kurz- oder langfristigen Jobverlusten bei Niedriglohnt&auml;tigkeiten&rdquo;, schrieben sie. Britische Wissenschaftler kamen zu &auml;hnlichen Ergebnissen. Der Mindestlohn gilt dort seit 1997, aber einen Schaden haben die Oxford-&Ouml;konomen um Peter Dolton auch zehn Jahre sp&auml;ter nicht ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/arbeitsmarkt-die-maer-vom-mindeslohn-als-jobkiller-2071196.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19255\">Neoliberales Zitierkartell &ndash; mit fragw&uuml;rdigen Zahlen gegen Mindestl&ouml;hne<\/a><\/strong><br>\nunser Leser Andreas Heil schreibt uns via Facebook: \n<blockquote><p>&bdquo;Wirklich mal wieder eine tolle Arbeit von Patrick.<br>\nWas mich aber verwundert, ist, dass nicht f&uuml;r den Gegenbeleg auf Eurostat-Daten zur&uuml;ckgegriffen wird. Die messen zwar etwas anderes, als das was die mit vollem Recht angegriffenen Auftragsforscher behauptet haben, aber auf vergleichbarer Basis. Und danach w&uuml;rde der Mindestlohn in Deutschland schon weit h&ouml;her liegen m&uuml;ssen, als die vor l&auml;ngerer Zeit von SPD und DGB herausgegebene &ldquo;Hausnummer&rdquo; von 8,50 Euro. Danach w&auml;re ein aktueller Betrag irgendwo zwischen 9,30 und 9,80 angemessen.<br>\nWeiterhin wird die Wirkung des Mindestlohns vergessen, wenn man L&auml;nder mit und ohne vergleicht. Sinn und Ziel ist ja eine &ldquo;Stauchung&rdquo; des Lohngef&uuml;ges und diese Wirkung muss auch (wegen der exponentiellen Struktur des Lohngef&uuml;ges) den zum Vergleich herangezogenen Medianlohn anheben, wenn auch nicht drastisch.<br>\nUnd damit sind wir dann wieder bei den 10 Euro, die die Linke im Wahlkampf richtigerweise genannt hat.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>unser Leser M.S. schreibt uns:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Soweit das aus dem Artikel ersichtlich ist, gibt es noch einen weiteren wesentlichen Aspekt, der bei dem Vergleich mit dem Kaitz-Index der Mindestl&ouml;hne anderer L&auml;nder automatisch dazu f&uuml;hrt, dass von SPD, Gr&uuml;nen und Gewerkschaften geforderte niedrige Mindestlohn von 8,50 &euro;\/Std. k&uuml;nstlich hoch wirkt:<br>\nDer Vergleich erfolgt nur mit L&auml;ndern, wo es einen Mindestlohn gibt, d.h. alle dort legal vollzeit Arbteitenden erhalten mindestens den dort jeweils geltenden Mindestlohn. In Deutschland geht es aber gerade darum, den riesigen Niedriglohnsektor (etwas) austrocknen, der unter dem Mindestlohn liegt. Wenn man also einen Verlgeich mit L&auml;ndern anstellt, die einen Mindestlohn haben, dann m&uuml;sste man f&uuml;r Deutschland alle Vollzeit-L&ouml;hne, die f&uuml;r die Berechnung relevant sind und unter dem zuk&uuml;nftigen Mindestlohn liegen w&uuml;rden, auf den Mindestlohn &ldquo;hochrechnen&rdquo; und dann den Durchschnitt bzw. den Median berechnen, welche man f&uuml;r den Kaitz-Index braucht.<br>\nMacht man dies nicht, wovon in der betrachteten &ldquo;Studie&rdquo; wohl wahrscheinlich auszugehen ist, dann ist ein Vergleich mit dem Kaitz-Index von L&auml;ndern, die einen fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn haben, sinnlos, da der deutsche Wert durch die f&uuml;r unter 8,50 &euro;\/Std. arbeitenden Vollzeitarbeitnehmer k&uuml;nstlich hoch ausf&auml;llt. (Diese ziehen den Durchschnitts- und den Medianwert f&uuml;r Deutschland nach unten, wodurch 8,50 &euro;\/Std. &ldquo;pl&ouml;tzlich&rdquo; einen hohen prozentualen Anteil am Durchschnitts- bzw. Medianwert der Vollzeitbesch&auml;ftigten hat. Da dieser Effekt in L&auml;ndern mit einem fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn nicht auftritt, ist ein Vergleich irref&uuml;hrend.)&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen &ndash; Der gef&auml;hrliche Schutz von Investoren<\/strong><br>\nInvestor-Staats-Klagen sind eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Sie d&uuml;rfen nicht Teil des Freihandelsabkommens sein.<br>\nDie zweite Verhandlungsrunde zum Freihandelsabkommen zwischen EU und USA hat gestern in Br&uuml;ssel begonnen. Bef&uuml;rworter bekommen funkelnde Augen, wenn sie von den riesigen Potenzialen des Abkommens schw&auml;rmen: mehr Jobs, mehr Wachstum und der gr&ouml;&szlig;te gemeinsame Markt der Welt. Kritiker &ndash; wie auch wir Gr&uuml;nen &ndash; warnen vor Hormonfleisch und Chlorh&uuml;hnchen und vor einer Absenkung &ouml;kologischer und sozialer Standards.<br>\nEin Thema wurde bisher kaum in der breiten &Ouml;ffentlichkeit diskutiert, obwohl es weitreichende Folgen f&uuml;r die Demokratie auf beiden Seiten des Atlantiks h&auml;tte: Sowohl die US-Regierung als auch die EU-Kommission wollen sogenannte Investor-Staats-Klagen m&ouml;glich machen und in dem Freihandels- und Investitionsabkommen verankern. Mit Hilfe dieses Mechanismus k&ouml;nnen ausl&auml;ndische Investoren nationale Gerichte umgehen und einen Staat vor einem internationalen Schiedsgericht verklagen, wenn sie sich in ihren Rechten verletzt sehen. Die Kommission behauptet, dies sei notwendig f&uuml;r den Schutz von europ&auml;ischen Unternehmen, die in den USA investieren. Doch was sind die Folgen von diesen Klagen und sind sie &uuml;berhaupt erforderlich f&uuml;r Investoren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/freihandelsabkommen-eu-und-usa-der-gefaehrliche-schutz-von-investoren,1472602,25005464.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Urproblem der EZB wird erneut akut<\/strong><br>\nF&uuml;r den angemessenen Leitzins gibt es unter &Ouml;konomen und Notenbankern eine beliebte einfache Formel: die Taylor-Regel. Sie zeigt, wo der Leitzins in Abh&auml;ngigkeit der vorherrschenden Konjunkturlage einer Volkswirtschaft sein muss, damit die Geldpolitik wieder zu einem konjunkturellen Ausgleich f&uuml;hrt. Je st&auml;rker die Inflation die Zielinflation einer Notenbank unterschreitet und je tiefer das konjunkuturelle Wachstum unter dem Normalwachstum (dem so genannten Potenzialwachstum) liegt, je tiefer muss der Leitzins sein und umgekehrt. Die Arbeitslosigkeit ist in der Regel indirekt ber&uuml;cksichtigt, da ein zu tiefes (konjunkturelles) Wachstum (im Vergleich zum Potenzialwachstum) mit einer hohen konjunkturellen Arbeitslosigkeit einhergeht. Angesichts der sinkenden Teuerung in der Eurozone und der hohen Inflation w&uuml;rde die Eurozone einen Leitzins von -2 Prozent ben&ouml;tigen, so die Schlussfolgerung des SG-Analysten Kit Juckes. Eine Leitzinssenkung der EZB um 0,25 Prozent sei daher kein &laquo;Game Changer&raquo;.<br>\nEine geringere Inflation t&ouml;nt auf den ersten Blick nach etwas Positivem. Ist es aber bei dieser raschen Abnahme und wegen den dahinterliegenden Gr&uuml;nden nicht. Denn beides ist ein Symptom der anhaltenden Wirtschaftskrise, was  sich besonders deutlich daran zeigt, dass die Inflation in den L&auml;ndern der Peripherie am schnellsten zur&uuml;ckgeht. Unterausgelastete Produktionskapazit&auml;ten senken den Preisdruck. Je st&auml;rker die Inflation abnimmt, je mehr steigen die Realzinsen &ndash; das heisst die kaufkraftbereinigten Zinsen (Nominalzinsen minus Inflation). Das hemmt Investitionen und &ndash; weil dadurch auch die Last der hohen privaten und &ouml;ffentlichen Verschuldung weiter zunimmt &ndash; auch alle anderen Ausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33641\/das-urproblem-der-ezb-wird-erneut-akut\/\">Never mind the markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist bezeichnend, dass selbst deutsche &Ouml;konomen die geringe Verzinsung der Sparguthaben f&uuml;r wichtiger halten als die drohende wirtschaftliche Stagnation. Oder wie sollte man das BIP-Wachstum der Eurozone um 0,1 Prozent oder dasjenige Deutschlands um 0,3 Prozent deuten? Man kann nat&uuml;rlich die bl&uuml;henden Landschaften der Zukunft predigen &ndash; bei entsprechenden Strukturreformen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Internethandel: Arbeitsagentur will Hartz-IV-Empf&auml;nger im Internet &uuml;berwachen<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) will durch eine Internet-Beobachtung m&ouml;gliche Nebeneink&uuml;nfte von Hartz-IV-Empf&auml;ngern aufsp&uuml;ren lassen. Ein Gesetzesvorschlag aus der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde sieht nach Angaben einer Sprecherin vor, im Netz nach Online-H&auml;ndlern zu fahnden, die Arbeitslosengeld II beziehen. Die Linkspartei protestierte gegen die Pl&auml;ne der Bundesagentur.<br>\nDie BA will den bestehenden Datenabgleich, etwa mit den f&uuml;r die Renten zust&auml;ndigen Stellen, auf das Internet ausweiten. Es gehe nicht darum, die Hartz-IV-Empf&auml;nger unter &ldquo;Generalverdacht&rdquo; zu stellen, sagte die Sprecherin. Vielmehr solle gegen m&ouml;glichen Leistungsmissbrauch vorgegangen werden. Hartz-IV-Empf&auml;nger m&uuml;ssen s&auml;mtliche Nebenverdienste angeben und bekommen ihre Leistungen daf&uuml;r unter Umst&auml;nden gek&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/internethandel-arbeitsagentur-will-hartz-iv-empfaenger-im-internet-ueberwachen,1473632,25031000.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da bleibt einen langsam die Spucke weg. Nach der Forderung, dass bei dreimaligen vers&auml;umen eines Termins im Jobcenter, die Leistungen vorl&auml;ufig eingestellt werden sollen, nun die Forderung nach einer Internet-Beobachtung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern. Mit dem Schwingen dieser argumentativen Keule sollte man vorsichtig sein, aber leider f&auml;llt einem nur noch der Begriff faschistoid ein, wenn man die Geisteshaltung, die in Bundesagentur herrscht umschreiben will.<br>\nUnd besonders originell: &ldquo;Umgesetzt werden soll die Internet-Fahndung demnach vom Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern, das bereits f&uuml;r die Finanz&auml;mter nach Steuers&uuml;ndern sucht.&rdquo; Die Fahndung nach millionenschweren Steuerhinterziehern &agrave; la Hoene&szlig; muss da nat&uuml;rlich zur&uuml;cktreten. Diese, eindeutig Straftaten begehenden Herrschaften, sind nat&uuml;rlich als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft anzusehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV in der Familie: Jobcenter setzt Sch&uuml;ler unter Druck<\/strong><br>\nObwohl sie zur Schule gehen, werden zwei Kinder in Niedersachsen vom Jobcenter wiederholt zu Beratungen geladen &ndash; weil ihre Eltern Hartz IV bekommen. Erscheinen sie nicht, drohen Sanktionen. Und wer sein Zeugnis nicht zeigen will, macht sich verd&auml;chtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/kritik-an-jobcentern-kinder-von-hartz-iv-empfaengern-unter-druck-a-933418.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist der eine b&ouml;se Skandal. Der andere wird im Artikeltext beil&auml;ufig erw&auml;hnt: dass eine Familie mit zwei Kindern, in der beide Eltern<br>\nberufst&auml;tig sind, im Hartz-IV-Bezug lebt. &Uuml;berschl&auml;gig d&uuml;rfte der Alg-II-Anspruch einer solchen vierk&ouml;pfigen Familie knapp &uuml;ber 2.000 Euro liegen (bei 750 Euro Kosten\/Warmmiete f&uuml;r die Unterkunft). Die Familie hat jetzt zwei Nettol&ouml;hne der Eltern plus zweimal Kindergeld (je 184 Euro), d. h. die summierten Nettol&ouml;hne belaufen sich auf knapp 1.700 Euro, was 2 x 1.100 Euro brutto entspricht. Wir wissen nicht, ob die Eltern in Teilzeit t&auml;tig sind; angenommen, beide sind in Vollzeit t&auml;tig, ergibt das einen Stundenlohn von nur 7,30 Euro.<br>\nUm einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen zu haben und sich den beschriebenen entw&uuml;rdigenden Schikanen zu unterwerfen, werden die Eltern deutlich weniger als die genannten 7,30 Euro pro Stunde bekommen. Und dabei ist die Frau angeblich gesuchte Fachkraft, n&auml;mlich Altenpflegerin, und der Mann wird in der Landwirtschaft wohl kaum einen ruhigen B&uuml;rojob haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>7,25 Millionen Empf&auml;nger von sozialer Mindestsicherung<\/strong><br>\nZum Jahresende 2012 erhielten in Deutschland knapp 7,25 Millionen Menschen und damit 9,0 % der Bev&ouml;lkerung soziale Mindestsicherungsleistungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, blieb sowohl die Anzahl als auch der Anteil der Empf&auml;nger an der Gesamtbev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber dem Vorjahr fast unver&auml;ndert. Die Mindestsicherungsquote war in Ostdeutschland einschlie&szlig;lich Berlin mit 13,4 % deutlich h&ouml;her als im fr&uuml;heren Bundesgebiet mit 7,9 %. Am h&auml;ufigsten waren die Menschen in Berlin (19,5 %) und Bremen (16,7 %) auf soziale Mindestsicherungsleistungen angewiesen. Am geringsten war die Inanspruchnahme wie im Vorjahr in Bayern (4,4 %), Baden-W&uuml;rttemberg (5,0 %) und Rheinland-Pfalz (6,6 %).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/11\/PD13_383_221.html;jsessionid=F56DA0FA772FCA0D9E33903A91A7B139.cae3\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Betreuungsquote unter 3-j&auml;hriger Kinder in fast drei Viertel der ostdeutschen Kreise bei &uuml;ber 50 Prozent<\/strong><br>\nIn fast drei Viertel der ostdeutschen Kreise wurden zum Stichtag 1. M&auml;rz 2013 mehr als 50 % aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies in 55 der insgesamt 77 Landkreise und kreisfreien St&auml;dte in den neuen L&auml;ndern (einschlie&szlig;lich Berlin) der Fall. Dagegen wurde die 50 %-Marke in keinem westdeutschen Kreis erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/11\/PD13_384_225.html;jsessionid=F56DA0FA772FCA0D9E33903A91A7B139.cae3\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eon gewinnt und n&ouml;rgelt<\/strong><br>\nDie Kraftwerke des Konzerns Eon sind wegen der Energiewende immer weniger wert. Verrechnet man das, machte der Konzern von Januar bis September trotzdem noch einen Konzern&uuml;berschuss von 1,9 Milliarden Euro. Ohne den Effekt erwartet Eon 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro Gewinn 2013. Gleichzeitig will das Unternehmen Subventionen f&uuml;r seine Kohle- und Gaskraftwerke. Gern. Wir rufen zudem zu Spenden auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F14%2Fa0148&amp;cHash=a7cc946189b1a2ecd5ceca825e055483\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da hat sich das Kapital bei der Privatisierung der Versorger etwas mehr Profit erhofft. Das lohnt sich ja kaum! Aber keine Bange, Frau Kraft wird das schon richten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie die Deutsche Bahn die &Ouml;ffentlichkeit manipuliert<\/strong><br>\n[&hellip;] Doch nicht nur bei Stuttgart 21 spielte die Bahn mit verdeckten Karten. So flossen im Jahr 2007 stattliche 1,3 Millionen Euro in fingierte Leserbriefe, Meinungsumfragen und vorproduzierte Medienbeitr&auml;ge. Auf Online&shy;Foren wie spiegel.de oder tagesschau.de wurde in Diskussionsbeitr&auml;gen Stimmung f&uuml;r die Bahn gemacht. Das Ziel: die &ouml;ffentliche Meinung im Vorfeld des geplanten B&ouml;rsengangs und beim laufenden Tarifkonflikt mit den Lokf&uuml;hrern im Sinne des Konzerns beeinflussen. Dabei trat die Bahn nicht selbst in Erscheinung, sondern bezahlte PR&shy;Agenturen und Thinktanks, die als vermeintlich unabh&auml;ngige Dritte in die Debatte eingreifen sollten. 2009 flog der Schwindel auf. Bahnchef R&uuml;diger Grube, der das Amt gerade erst von dem &uuml;ber eine Bespitzelungsaff&auml;re gestolperten Hartmut Mehdorn &uuml;bernommen hatte, gab den Saubermann und distanzierte sich umgehend von solchen Methoden: &raquo;Diese Form der PR&shy;Ma&szlig;nahmen lehne ich entschieden ab.&laquo;<br>\nTatsache ist: Unter Grube wurde die Public&shy;Relations&shy;Abteilung der Bahn weiter kr&auml;ftig aufger&uuml;stet &ndash; auch und gerade bei Stuttgart 21.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ES21_Tunnelblick-41_s.pdf\">Tunnelblick [PDF &ndash; 310 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Saudi-Arabien: Der Exodus setzt sich fort<\/strong><br>\n33.353 Ausl&auml;nder sind laut saudischen Beh&ouml;rden bei einer gro&szlig;angelegten Beh&ouml;rdenaktion seit 4. November verhaftet worden, 14.304 davon wurden laut Gef&auml;ngnisbeh&ouml;rde bereits deportiert. Noch viel mehr sind untergetaucht oder aus Angst gefl&uuml;chtet.<br>\n&ldquo;Saudifizierung&rdquo; der Wirtschaft<br>\nDer Plan hinter den Razzien gegen Arbeitsmigranten ohne g&uuml;ltige Aufenthaltsgenehmigung ist wie berichtet die &ldquo;Saudifizierung&rdquo; der Wirtschaft des K&ouml;nigreiches. Die Zeitung Saudi Gazette schreibt von 150.000 freien Stellen allein im letzten Monat. Ob sie auch mit saudischen Arbeitnehmern besetzt werden k&ouml;nnen, ist jedoch zweifelhaft. Dieselbe Zeitung berichtet, dass die H&auml;lfte aller Baufirmen wegen Mangel an ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;ften schlie&szlig;en musste. Der Anteil an saudischen Arbeitskr&auml;ften im Bausektor ist in den letzten sieben Monaten &ndash; seitdem die neuen, strengeren Gesetze in Kraft sind &ndash; sogar gesunken. [&hellip;]<br>\nDiese Bedenken lassen die Beh&ouml;rden unbeeindruckt, die Verhaftungswelle geht unvermindert weiter. Nach den Krawallen vom Wochenende, bei denen zwei Personen starben, haben sich 17.000 &Auml;thiopier der saudischen Staatsmacht ergeben. In Mekka wurden Anfang der Woche 500 Afrikaner zusammengetrieben und festgenommen, nachdem sie mit ihren Familien aus Protest den Stra&szlig;enverkehr behinderten. Sie forderten ihre ordnungsgem&auml;&szlig;e Repatriierung in ihre Heimat. Den Tag zuvor forderten hunderte Philippiner, die mit ihren Frauen und Kindern in der Heiligen Stadt gestrandet waren, das gleiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1381372032380\/Saudi-Arabien-Der-Exodus-setzt-sich-fort\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.H.:<\/strong> Innerhalb von 10 Tagen 33.000 festgenommene Ausl&auml;nder, 14.000 deportierte Ausl&auml;nder! Ob hier bereits deutsche Panzer zum Einsatz kommen wird leider nicht erw&auml;hnt. Und weshalb deutsche Medien bisher nicht wahrnehmbar dar&uuml;ber berichteten ist auch kaum nachvollziehbar. Wo es sich bei Saudi-Arabien doch um einen wichtigen Partner und &bdquo;Garant f&uuml;r Stabilit&auml;t in der Region&ldquo; handelt&hellip; Ein Schelm wer B&ouml;ses dabei denkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kirchenland in Junkerhand<\/strong><br>\nEigentlich macht Landwirt Ralf Demmerle alles richtig. Der Bauer erreicht all das, was die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) schon 2003 in einem &ldquo;Diskussionsbeitrag&rdquo; genannten Papier von der EU-Agrarpolitik gefordert hat. Zum Beispiel die &ldquo;schonende Nutzung von Boden und Wasser&rdquo;, den &ldquo;verantwortlichen Umgang mit den Tieren&rdquo; und die &ldquo;Aufrechterhaltung einer an die l&auml;ndlichen R&auml;ume angepassten Siedlungsstruktur&rdquo;. Doch wenn Demmerle von der Kirche Land pachten will, damit er mehr als wie bisher nur zw&ouml;lf Schweine halten kann, l&auml;sst sie seinen 60-Hektar-Hof regelm&auml;&szlig;ig leer ausgehen &ndash; zugunsten riesiger Nachfolgebetriebe von DDR-Agrarfabriken mit 5.000 Hektar Fl&auml;che, die chemielastigen Ackerbau und Massentierhaltung betreiben, deren Schweine nie an die frische Luft kommen, sondern ihr kurzes Leben in engen Buchten mit Spaltenb&ouml;den fristen. &ldquo;Obwohl ich immer 40 bis 200 Prozent mehr als den orts&uuml;blichen Pachtpreis geboten habe&rdquo;, sagt Demmerle. &ldquo;Wir sind sehr entt&auml;uscht.&rdquo; Mehrere Biobauern haben bei der Recherche zu diesem Artikel von &auml;hnlichen Erfahrungen berichtet. &ndash; Beim Landeskirchenamt in Erfurt ist Referatsleiter Diethardt Brandt zust&auml;ndig f&uuml;r die Grundst&uuml;cksverwaltung. Biobetriebe zu bevorzugen sei bisher in der Landessynode nicht mehrheitsf&auml;hig gewesen. &Ouml;ko zu bevorzugen, hei&szlig;t es aus der Kirchenhierarchie, sei nicht fair gegen&uuml;ber den konventionellen Landwirten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F11%2F09%2Fa0170&amp;cHash=e933fa2c0d2e86e017c370dacdc0a04c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Inzwischen hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland einen Bonus f&uuml;r &Ouml;koh&ouml;fe bei der Vergabe von Land zur&uuml;ck gewiesen. Sie pr&auml;feriert <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F14%2Fa0149&amp;cHash=e046a801aeb18764cf842d6fae3cadac\">&ldquo;konventionelle Betriebe, die nachhaltig wirtschaften&rdquo;<\/a>. Das Wort &ldquo;nachhaltig&rdquo; hat sich allerdings zu einem sehr schwammigen Begriff entwickelt, der mit ein wenig Wortgeklingel fast alles erlaubt. &ndash; Die Diskrepanz zwischen Programm (Heiligkeit der Sch&ouml;pfung) und realer Umsetzung hat bei den Kirchen allm&auml;hlich Politikniveau. Fehlt nur noch einer der da sagt, Versprechen an der Realit&auml;t zu messen, sei unfair (M&uuml;ntefering).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pressevielfalt &ndash; das war einmal<\/strong><br>\nSp&auml;testens wenn Verlage an Erzkonkurrenten verkauft werden, geht die alte Vorstellung von Zeitungsmarkt und publizistischem Wettbewerb zu Ende. In die R&ouml;hre gucken die um Wahlm&ouml;glichkeiten gebrachten Leser\/innen &ndash; und von Meinungsvielfalt kann keine Rede mehr sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2013\/ausgabe-07\/gewerkschaft\/schwerpunkt\/seite-3\/A0\">ver.di Publik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19265","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19265"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19268,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19265\/revisions\/19268"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}