{"id":19293,"date":"2013-11-19T09:24:52","date_gmt":"2013-11-19T08:24:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293"},"modified":"2015-11-09T13:58:08","modified_gmt":"2015-11-09T12:58:08","slug":"hinweise-des-tages-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h01\">Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h03\">Europa spart sich eine Agenda 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h04\">M&uuml;nchhausen-Check: Nahles und die Reichensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h05\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h06\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h07\">Warum Bitcoins so erfolgreich sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h08\">Paul Krugman: A Permanent Slump?  &ndash;  Eine Dauerkrise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h09\">Ausgequetscht &ndash; Finanzinvestor &uuml;bernimmt Heinz Ketchup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h10\">Dilemmata der R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h11\">Die Sch&ouml;nheit des Protests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h12\">Chinas Wanderarbeiter: Die Verlierer des Booms in China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h13\">Pressefreiheit in Bayern? Staatsgewalt gegen Lokalreporter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h14\">Wie ein Focus-Chefredakteur Barrierefreiheit l&auml;cherlich macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293#h15\">Kapitalismus ist die Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19293&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalitionsverhandlungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Union und SPD einigen sich auf Frauenquote<\/strong><br>\nUnion und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen auf eine Frauenquote geeinigt: Aufsichtsr&auml;te b&ouml;rsennotierter Unternehmen m&uuml;ssten ab 2016 einen weiblichen Anteil von mindestens 30 Prozent aufweisen, teilte die SPD-Unterh&auml;ndlerin in der zust&auml;ndigen Arbeitsgruppe, Manuela Schwesig, am fr&uuml;hen Montagmorgen in Berlin mit. Weiter heftig gestritten wird &uuml;ber das Betreuungsgeld sowie &uuml;ber die Finanzierung von Pflege und Krankenkassen.<br>\nNach dem Durchbruch bei der Frauenquote sprach Unions-Unterh&auml;ndlerin Annette Widmann-Mauz (CDU) von einer &bdquo;vern&uuml;nftigen Regelung im Sinne der Frauen&ldquo;. F&uuml;r Vorst&auml;nde und obere Managementebenen ist eine sogenannte gesetzliche Flexi-Quote vorgesehen. Die b&ouml;rsennotierten Unternehmen m&uuml;ssten demnach selbst &bdquo;verbindliche Zielgr&ouml;&szlig;en&ldquo; f&uuml;r einen h&ouml;heren Frauenanteil festlegen, teilten beide Unterh&auml;ndlerinnen mit. Schwesig sprach von einem &bdquo;wichtigen Signal, um die Aufstiegschancen von Frauen zu verbessern&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/30-prozent-in-aufsichtsraeten-union-und-spd-einigen-sich-auf-frauenquote_aid_1161386.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was f&uuml;r ein gewaltiger gesellschaftlicher Fortschritt: Aufsichtsr&auml;te b&ouml;rsennotierter Unternehmen m&uuml;ssten ab 2016 einen weiblichen Anteil von mindestens 30 Prozent aufweisen. Welche Interessen vertritt die SPD eigentlich noch? Dieses Thema ist doch ein reines Luxusproblem der Oberschicht. Den Frauen, die etwa f&uuml;r Hungerl&ouml;hne bei Lidl oder Netto an den Kassen sitzen hilft das ungeheuer. Das, was wirklich helfen w&uuml;rde ein echter Mindestlohn wird dagegen auf den St. Nimmerleinstag verschoben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB (Vorsicht: Ironie):<\/strong> Ein gro&szlig;er Tag f&uuml;r die deutschen Frauen! Auch meine Frau &ndash; von Beruf Krankenschwester &ndash; war gestern ganz aus dem H&auml;uschen. Endlich haben sie und ihre Kolleginnen eine &bdquo;echte&ldquo; Chance, in den Aufsichtsrat der privaten Krankenhausgesellschaft zu kommen, f&uuml;r die sie zu Jahr f&uuml;r Jahr schlechteren Arbeitsbedingungen t&auml;tig sind. Diese gro&szlig;artige zivilisatorische Errungenschaft l&auml;sst die ganzen Nullrunden, &Uuml;berstunden und die physische wie psychische &Uuml;berbelastung durch den Personalabbau glatt vergessen und d&uuml;rfte vor allem die j&uuml;ngeren und alleinerziehenden Kolleginnen, die Job und Kind nicht unter einen Hut bekommen, wahnsinnig freuen. Wer sagt denn, dass man unter dem Schlagwort &bdquo;Gleichberechtigung&ldquo; keine marktkonforme Politik betreiben k&ouml;nnte? Sch&ouml;n, dass die designierten Gro&szlig;koalition&auml;re sich auf diese wegweisend wichtige Reform zuerst einigen konnten.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14528\">Jens Berger &ndash; Quotensturm im Genderwasserglas<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Seehofer hat keine Angst vor Neuwahlen<\/strong><br>\nCSU-Chef Seehofer warnt die Sozialdemokraten vor &uuml;berzogenen Forderungen. Zwar wolle seine Partei die Koalition mit CDU und SPD &ndash; aber &ldquo;nicht um den Preis, dass unsere Kernaussagen besch&auml;digt werden&rdquo;.<br>\nIn der Schlussphase der Koalitionsgespr&auml;che in Berlin droht CSU-Chef Horst Seehofer der SPD indirekt mit Neuwahlen. Seine Partei werde nicht um jeden Preis in ein Regierungsb&uuml;ndnis mit CDU und SPD eintreten, sagte er nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung am Montag im CSU-Parteivorstand in M&uuml;nchen. Teilnehmern zufolge hatte er Neuwahlen als ein m&ouml;gliches Szenario genannt und erkl&auml;rt, dass ihm davor nicht bang sei.<br>\nSeehofer best&auml;tigte der SZ am Montag: &ldquo;Erstens: Wir wollen eine stabile Regierung mit Angela Merkel. Zweitens: Wir wollen das in einer gro&szlig;en Koalition. Drittens: Wir wollen dies nicht um den Preis, dass unser politisches Profil und unsere Kernaussagen des Wahlkampfes besch&auml;digt oder zerst&ouml;rt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/csu-chef-zu-den-koalitionsverhandlungen-seehofer-hat-keine-angst-vor-neuwahlen-1.1821852\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Seehofer muss sich nicht sorgen, dass sein  &bdquo;politisches Profil&ldquo; und seine &bdquo;Kernaussagen des Wahlkampfes besch&auml;digt oder zerst&ouml;rt werden&rdquo;, dies mit ihrem politischen Profil und ihren Wahlkampfaussagen zu tun, ist ja die Rolle der SPD in den Koalitionsverhandlungen.<\/em><br>\n<em>Die Frage ist dabei ob man bez&uuml;glich Neuwahlen den Dingen nicht einfach ihren Gang lassen sollte? Sicher besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass bei Neuwahlen Merkel und die Union die absolute Mehrheit erringen, und dass die neoliberale Austerit&auml;tspolitk versch&auml;rft fortgesetzt wird, inklusive einer Agenda 2020. Es mag zynisch klingen aber vielleicht muss alles noch schlechter werden, damit es irgendwann besser wird? Damit die Menschen endlich begreifen, dass Mutti sie eigentlich verachtet und ausschlie&szlig;lich die Interessen der herrschenden Eliten vertritt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hessen: SPD l&auml;sst die Basis mitentscheiden<\/strong><br>\nDie Sondierungsgespr&auml;che in Hessen sind beendet. Die hessische SPD-F&uuml;hrung k&uuml;ndigt nach Beratungen des Parteirats an, dass die Basis mitentscheiden soll, mit wem die Partei Koalitionsverhandlungen aufnimmt. [&hellip;]<br>\nIn den Versammlungen soll es um die Frage gehen, ob die Sozialdemokraten f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition oder f&uuml;r ein rot-gr&uuml;n-rotes B&uuml;ndnis zur Verf&uuml;gung stehen oder ob sie in die Opposition gehen. Die theoretischen Optionen einer Ampelkoalition mit Gr&uuml;nen und FDP sowie einer rot-gr&uuml;nen Minderheitsregierung legte das SPD-Gremium zu den Akten. Eine Minderheitsregierung hielten weder die Gr&uuml;nen noch die SPD f&uuml;r w&uuml;nschenswert, sagte Sch&auml;fer-G&uuml;mbel. Eine Ampel scheitere daran, dass sie &bdquo;bisher&ldquo; von der FDP ausgeschlossen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/landtagswahl-in-hessen---hintergrund\/sondierung-in-hessen-spd-laesst-die-basis-mitentscheiden,23897238,25070656.html#\/votingDistricts-vote1-s99-wk029\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Subtext der Eliten zur NSA-Aff&auml;re<\/strong><br>\nEdward Snowden traf die mutige Entscheidung, sein altes Leben aufzugeben, um der Welt verdeutlichen zu k&ouml;nnen, wie unertr&auml;glich die Diskrepanz zwischen der von den USA propagierten und exportierten Freiheitsstory auf der einen Seite und des von ihnen zunehmend verwirklichten Anspruchs auf Total&uuml;berwachung der Handlungen und Gedanken der Menschen dieser Welt auf der anderen Seite geworden ist.<br>\nNun m&ouml;chte man ja eigentlich erwarten, dass eine rasch wachsende Anzahl von Menschen vermeintlich &bdquo;befreundeter&ldquo; L&auml;nder beg&auml;nne, die b&uuml;rgerlichen Falscherz&auml;hlungen von den real existierenden Demokratien westlicher Pr&auml;gung in Zweifel zu ziehen. Diese Erz&auml;hlungen, die ihnen nahe legen, dass sie sich in einem Staatswesen bef&auml;nden, dessen Aufgabe die Optimierung des Gemeinwohls oder gar die Gew&auml;hrleistung der Menschenw&uuml;rde sei. Diese Erz&auml;hlungen, die ihnen verk&uuml;nden, dass all jenes, was aus ihrer allt&auml;glichen Benutzeroberfl&auml;che von Supermarkteinkauf, B&uuml;rojob, Geburtstagsfeier und Autow&auml;sche heraus so seltsam beunruhigend wirken mag (z.B. der staaliche Aufbau rechtsterroristischer Strukturen, die massenhaften Drohnenmorde oder Panzerlieferungen an brutale Diktaturen1 ), doch nur ein notwendiges &Uuml;bel zur &bdquo;Landesverteidigung&ldquo; und &bdquo;Aufrechterhaltung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung&ldquo; sei. Ein &Uuml;bel, das sie doch einfach ausblenden m&ouml;gen, um es in die vertrauensvollen H&auml;nde der Optimierer des Gemeinwohls samt deren Hilfspersonals zu legen, die diese verantwortungsvolle Aufgabe f&uuml;r ihren &bdquo;Souver&auml;n&ldquo;, &bdquo;das Volk&ldquo;, mit stoischer Geisteshaltung &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=3622\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Beamte &uuml;berpr&uuml;fen Reisende in Deutschland<\/strong><br>\nAm Frankfurter Flughafen arbeitet nicht nur der Zoll. Auch der Secret Service und das US-Heimatschutzministeriums sind an deutschen Flug- und Seeh&auml;fen aktiv. Sie entscheiden, wer ins Flugzeug steigen darf, welcher Container auf welches Schiff geladen wird &ndash; und im Zweifel nehmen sie offenbar sogar Menschen fest.<br>\nDie US-Beamten tauchen meist ohne Vorank&uuml;ndigung auf. Pl&ouml;tzlich stehen sie neben den Stewardessen und zeigen auf jemanden: Dieser Fluggast solle lieber nicht an Bord gehen. Offiziell geben die M&auml;nner vom amerikanischen Grenzschutz an deutschen Flugh&auml;fen nur Tipps, wer gef&auml;hrlich ist. Faktisch entscheiden sie, wer nach Amerika fliegen darf und wer nicht. Sie sind Teil der Truppe von Agenten und Sicherheitsleuten, die in Deutschland dauerhaft stationiert sind.<br>\nNeben CIA und NSA operieren hierzulande mehr als 50 Mitarbeiter des Secret Service, des US-Heimatschutzministeriums, der US-Einwanderungs- und Transportbeh&ouml;rden. Sie genie&szlig;en diplomatische Immunit&auml;t und haben Befugnisse, die denen deutscher Polizisten und Z&ouml;llner nahekommen. Sie entscheiden, wer ins Flugzeug steigen darf, welcher Container auf welches Schiff geladen wird &ndash; und im Zweifel nehmen sie offenbar sogar Menschen fest. Wie im Fall Aleksandr S.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimer-krieg-us-beamte-ueberpruefen-reisende-in-deutschland-1.1820764\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das wird ja immer toller. Man kann nur wieder Jakob Augstein zitieren: Merkel  ist die Hausmeisterin Washingtons, das Deutschland offenbar nicht mehr Bedeutung einr&auml;umt als die eines Vasallenstaates. Nur um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, nat&uuml;rlich ist die Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands nicht erst seit Merkel eingeschr&auml;nkt, sie ist es seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik. Auch die Souver&auml;nit&auml;t anderer europ&auml;ischer L&auml;nder war oder ist den USA keinen Pfifferling wert. Beispiel Italien, dort hatte der CIA in den Zeiten des kalten Krieges und in Kooperation mit den alten faschistischen Eliten f&uuml;r den Fall einer parlamentarischen Mehrheit der Kommunisten, bereits fix und fertige Putschpl&auml;ne in der Schublade.<\/em><br>\n<em>Was Merkel aber vorzuwerfen ist, dass sie mit ihrer Politik einer Agenda 2010 f&uuml;r ganz Europa, die EU-Partnerstaaten gegen Deutschland aufbringt und so eine europ&auml;ische Solidarit&auml;t gegen die USA wirksam verhindert. Aber vielleicht ist genau das ihr Job?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa spart sich eine Agenda 2010<\/strong><br>\nNachdem sich die Gro&szlig;e Koalition in Berlin offenbar endg&uuml;ltig von Gemeinschaftsanleihen, den Eurobonds, verabschiedet hat, droht nun auch einer umstrittenen Initiative von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Aus: F&uuml;r die sogenannten Reformvertr&auml;ge, mit denen sich alle Eurol&auml;nder auf Strukturreformen nach dem Vorbild der Agenda 2010 verpflichten sollen, ist kein Geld da. Merkel hatte die neuartigen Vertr&auml;ge vor einem Jahr aus dem Hut gezaubert, um angeblich reformunwilligen Eurostaaten wie Frankreich oder Italien Beine zu machen. Frankreichs Staatspr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande hatte nach langem Z&ouml;gern zugestimmt, aber finanzielle Anreize gefordert. Zuletzt hatte der Sozialist daf&uuml;r eine gemeinsame Arbeitslosenkasse der 17 Eurol&auml;nder ins Gespr&auml;ch gebracht. EU-Kommission und Europaparlament setzten Expertengruppen ein, die das Projekt vorbereiten sollten. Doch nun kommt das Aus &ndash; zumindest vorl&auml;ufig: Wie Experten aus Kommission und Ministerrat &uuml;bereinstimmend berichten, ist die Arbeitslosenkasse in Br&uuml;ssel kein Thema mehr. Denn zum einen m&ouml;chte Merkel Frankreich und andere Eurol&auml;nder erst einmal dazu bringen, ihre Reformvertr&auml;ge durchzuwinken. Im Dezember wolle man sich auf die wichtigsten &ldquo;Features&rdquo; dieser Vertr&auml;ge einigen, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel. Zum anderen ist schlicht kein Geld da. Schon das EU-Budget f&uuml;r 2014 bis 2020, das das Europaparlament am heutigen Dienstag nach monatelangem Streit durchwinken will, ist auf Kante gen&auml;ht. Bisher ist offenbar kein EU-Staat bereit, Extrageld f&uuml;r einen Euro-Soli lockerzumachen. &ndash; Damit droht der Gro&szlig;en Koalition ihre erste Pleite in der Europapolitik. Im Europakapitel des vorl&auml;ufigen Koalitionsvertrags sprechen sich CDU\/CSU und SPD n&auml;mlich einhellig f&uuml;r Merkels Reformvertr&auml;ge aus. Nach den Krisenl&auml;ndern im S&uuml;den sollten nun alle Eurostaaten auf Sozialabbau und schrankenlosen Wettbewerb verpflichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F19%2Fa0070&amp;cHash=35866ca2f5d39a6de38987dbffe4f237\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es irritiert, dass die &ldquo;taz&rdquo; bereits jetzt so selbstverst&auml;ndlich von der Gro&szlig;en Koalition spricht. K&ouml;nnte es nicht sein, dass eine Mehrheit der SPD-Mitglieder in der Europafrage das Gefasel um Strukturreformen leid ist und zumindest konkrete Vorschl&auml;ge h&ouml;ren will. Geschweige denn, dass die von Deutschland und der Troika durchgesetzte extreme und unintelligente Sparpolitik von einer Mehrheit nicht nur als unsozial, sondern als wirkungslos bzw. als kontraproduktiv angesehen werden k&ouml;nnte. Manch einer w&uuml;rde vielleicht erfahren wollen, was f&uuml;r Reduzierung der Schuldenlast in den Krisenl&auml;ndern getan werden kann. Oder was daran ist, dass doch die Steuerzahler k&uuml;nftig f&uuml;r marode Banken einspringen sollen (Monitor vom 7.11.2013).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>M&uuml;nchhausen-Check: Nahles und die Reichensteuer<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles pl&auml;diert wieder f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Werden Deutschlands Reiche immer reicher, und zahlen sie zugleich immer weniger Steuern?<br>\nEin zentrales Thema des SPD-Wahlprogramms war die Forderung nach einer &ldquo;gerechten Steuerpolitik&rdquo;. Denn, so der Befund, nie seien weniger Menschen in Deutschland wohlhabender gewesen, und nie h&auml;tten diese &ldquo;geringere Beitr&auml;ge zum Gemeinwohl tragen m&uuml;ssen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nFern aller Fachsimpelei &uuml;ber Tarifverl&auml;ufe und Spitzensteuers&auml;tze erkennt man schnell: Wer viel verdient, zahlt in der Regel auch viel Steuern. Oder: Die Besserverdienenden tragen den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Last an der Einkommensteuer.<br>\nAber wie hat sich diese Last im Zeitablauf ver&auml;ndert?<br>\nEine andere Betrachtungsweise legt n&auml;mlich nahe, wie der Berliner Finanzwissenschaftler Giacomo Corneo meint, dass die Reichen wom&ouml;glich zu leicht davonkommen.<br>\nIn einer im &ldquo;German Economic Journal&rdquo; vom Mai 2013 ver&ouml;ffentlichten Studie haben Corneo, Stefan Bach (DIW) und Viktor Steiner (FU Berlin) die Entwicklung der Einkommensteuerbelastung verschiedener Einkommensgruppen empirisch analysiert.<br>\nDabei geht es nicht um die von der &Ouml;ffentlichkeit oft falsch verstandenen Spitzensteuers&auml;tze, sondern um die aus den Finanzamtsdaten errechneten tats&auml;chlich erhobenen Durchschnittssteuers&auml;tze.<br>\nDie Datenbasis bildeten die Einkommensteuerbescheide der Jahre 1992 bis 2005. Neuere Daten lagen noch nicht vor. Die Ergebnisse sind dennoch interessant: (&hellip;)<br>\nNach 2005 hat es zwei wichtige &Auml;nderungen gegebenen: Einmal wurde eine Erh&ouml;hung des Einkommensteuertarifs um drei Punkte wirksam, und zwar f&uuml;r zu versteuernde Einkommen &uuml;ber 250.000 Euro (Ledige) bzw. 500.000 Euro (Verheiratete). Hier betr&auml;gt der Spitzensteuersteuersatz nunmehr 45 Prozent. Zum anderen wurde die Belastung von Kapitalertr&auml;gen insgesamt deutlich gesenkt. Beide Ma&szlig;nahmen wirken in entgegengesetzte Richtungen. Daher gehen die Berliner Forscher nicht davon aus, dass sich das von ihnen erstellte Bild wesentlich ge&auml;ndert hat.<br>\nFazit: W&auml;hrend sich die Verm&ouml;gen im allerobersten Bereich konzentrieren, nahm dort die Einkommensteuerbelastung im Zeitverlauf &uuml;berdurchschnittlich ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/faktencheck-werden-deutschlands-reiche-immer-reicher-a-932863.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gratulation. W&auml;re nat&uuml;rlich sch&ouml;n, wenn der Spiegel im Hinterkopf behalten w&uuml;rde, dass eine Umverteilung bei Verm&ouml;gen und Einkommen stattgefunden hat und dass eine verbesserte Umverteilungswirkung unseres Steuer- und Abgabensystems anzustreben w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>IAQ widerspricht Sachverst&auml;ndigenrat: Gut gemachter Mindestlohn hilft<\/strong><br>\nOb ein Mindestlohn tats&auml;chlich der Besch&auml;ftigung schadet oder nicht, h&auml;ngt vom Umfeld ab. Er kann auch die Wirtschaft ankurbeln, weil Konsum und Produktivit&auml;t steigen. In Unternehmen mit guter Ausbildung und effizienter Arbeitsorganisation sind h&ouml;here Entgelte m&ouml;glich als in einem innovationschwachen Umfeld. &bdquo;Die Behauptung der Mehrheit des Sachverst&auml;ndigenrates, dass ein Mindestlohn meist der Besch&auml;ftigung schade, gibt den Stand der internationalen Forschung nicht angemessen wieder&ldquo;, kritisiert das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE).<br>\nNeuere Studien kommen &uuml;berwiegend zu dem Ergebnis, dass Mindestl&ouml;hne der Besch&auml;ftigung nicht schaden. Und einige &auml;ltere Studien, die negative Wirkungen auf die Besch&auml;ftigung signalisierten, konnten inzwischen mit verfeinerten Methoden widerlegt werden. Ideale Bedingungen scheinen in D&auml;nemark vorzuliegen, wo trotz eines  Mindestlohns von &uuml;ber 14 Euro pro Stunde die Besch&auml;ftigungsquote h&ouml;her liegt als in den USA oder Deutschland. &bdquo;In L&auml;ndern mit weniger innovativen Unternehmen und einem schlechteren Bildungsniveau k&ouml;nnte ein so hoher Mindestlohn allerdings zu Besch&auml;ftigungsverlusten f&uuml;hren&ldquo; r&auml;umen die IAQ-Forscher Prof. Dr. Gerhard Bosch und Dr. Claudia Weinkopf im aktuellen IAQ-Report ein. Ihre im Internet verf&uuml;gbare Publikation fasst u.a. die theoretische Debatte zu Mindestl&ouml;hnen, Ergebnisse von neueren empirischen Untersuchungen und von Evaluationen zu den deutschen Branchenmindestl&ouml;hnen zusammen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2013\/report2013-04.php\">IAQ Report<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131119_pm_iaq_gut_gemachter_mindestlohn_hilfh.pdf\">Pressemitteilung IAQ [PDF &ndash; 12 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Union und SPD finden Kommission f&uuml;r Mindestlohn<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales von Union und SPD hat sich nach Informationen der &ldquo;Welt&rdquo; auf die Gestalt der Kommission geeinigt, die den Mindestlohn in Deutschland festlegen soll. Demnach soll die Kommission aus je drei Gewerkschaftern und Arbeitergebervertretern zusammengesetzt sein. Dazu k&ouml;nnen die Gruppen je einen Wissenschaftler berufen, der beratende Funktion hat. Der Vorsitzende soll aus der Runde der sechs bestimmt werden. Kommt es zu keiner Einigung, entscheidet das Los. Wie die &ldquo;Welt&rdquo; aus Koalitionskreisen erfuhr, wollte die SPD urspr&uuml;nglich das Bundesarbeitsministerium mit der Entscheidung f&uuml;r einen Vorsitzenden betrauen. Dies lehnte die Union als Einmischung der Politik ab. Man verst&auml;ndigte sich dann auf die von der Union vorgeschlagene Los-L&ouml;sung. Die Union r&uuml;ckte ihrerseits von der Forderung nach einer gr&ouml;&szlig;eren Kommission ab. Sie wollte je sieben Mitglieder von Arbeitgebern und Gewerkschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article121991952\/Union-und-SPD-finden-Kommission-fuer-Mindestlohn.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun haben die Mitglieder der SPD endlich die M&ouml;glichkeit sich in einer Hauptsache ein Bild zu machen und vielleicht bereits zu entscheiden, ob sie diesen Kompromiss akzeptieren k&ouml;nnen. Sigmar Gabriel hatte gerade noch auf dem SPD-Parteitag in Leipzig  explizit einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro und die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft als Bedingungen f&uuml;r ein Regierungsb&uuml;ndnis genannt. Allerdings ist die Einstiegsh&ouml;he des Mindestlohns und der Einstiegstermin nach letzter Beschlusslage noch nicht gekl&auml;rt. Weiterhin soll der Einfluss der von Spartengewerkschaften etwa f&uuml;r Lokf&uuml;hrer oder Piloten eingeschr&auml;nkt werden (!). Union und SPD habe beschlossen, dass in jedem Betrieb nur ein Tarifvertrag gelten soll, was den W&uuml;nschen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Arbeitgeber entspricht (ein Thema f&uuml;r sich). Nat&uuml;rlich sind noch etliche Details zu regeln wie z.B. das Auslaufen alter Tarifvertr&auml;ge.<\/em><br>\n<em>Zur&uuml;ck zum Mindestlohn. In einer Sache besteht wohl Klarheit: Die Schaffung einer Kommission, die in der Folge j&auml;hrlich &uuml;ber die H&ouml;he des Mindestlohns entscheidet. Ursula von der Leyen musste keine gro&szlig;e &Uuml;berzeugungsarbeit leisten, da Andrea Nahles sich bereits f&uuml;r eine Kommission nach britischem Muster ausgesprochen hatte. Ob sich Frau Nahles dar&uuml;ber im Klaren ist, dass die Gewerkschaften es in der Auseinandersetzung mit den Arbeitgebern seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr geschafft haben, eine Lohnentwicklung entlang des Anstiegs der Produktivit&auml;t plus einer moderaten Inflation zu realisieren.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131119_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131119_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/05\/14\/das-jahr-1996\/\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/p>\n<p><em>Da die Arbeitgeber sich daran gew&ouml;hnt haben, den Produktivit&auml;tsfortschritt zu ihren Gunsten abzusch&ouml;pfen, d&uuml;rfte sich in der Mindestlohnkommission dauerhaft eine Pattsituation ergeben und das Los entscheiden. Wie l&auml;cherlich! Und wie bezeichnend f&uuml;r eine Politik, der der Kampf um den ausgeuferten Niedriglohnbereich herzlich egal ist. Hautsache man findet eine Kompromissformel.<\/em><br>\n<em>Warum das britische Modell so beispielhaft sein soll, erschlie&szlig;t sich dem normal Sterblichen allerdings nicht. <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/statistics_explained\/index.php?title=File:MW_as_%25_of_mean_January_2013-de.png&amp;filetimestamp=20130918145930\">Laut Eurostat<\/a> bewegt sich der  britische Mindestlohn als Anteil des Mittelwerts des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes auf den hinteren R&auml;ngen in Europa, vor allem im Vergleich zu den hoch entwickelten Volkswirtschaften. <\/em><\/p>\n<p><em>Betrachtet man die letzte Erh&ouml;hung im Oktober, so wurde der britische Mindestlohn um 1,9% angehoben. Die Inflationsrate lag allerdings bei 2,2%. Auch Deutschland l&auml;uft Gefahr, die realen Lebenshaltungskosten zu ignorieren. Oder sollen in die 8,50 Euro die Preissteigerungen bei Strom und Lebensmitteln bereits eingepreist sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP-Abkommen zwischen EU und USA:  Wie die Gentech-Lobby Freihandelsgespr&auml;che ausnutzt<\/strong><br>\nEssen ohne Gentechnik ist f&uuml;r Verbraucher in der EU leicht zu erkennen. Doch die Agrar-Konzerne versuchen, solche Regelungen in den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen auszuhebeln. Die Lobby ist Teil des diplomatischen Systems der USA &ndash; Verbrauchersch&uuml;tzer bleiben au&szlig;en vor. Industriekritische NGOs f&uuml;hlen sich bisher nicht richtig ernst genommen. Dagegen ist der US-Handelsvertreter (Office of the United States Trade Representative, USTR), der f&uuml;r Barack Obama verhandelt, ein zuverl&auml;ssiger Verb&uuml;ndeter der Agrarkonzerne. Sein Team nimmt deren Kritik gegen Europas Regeln f&uuml;r gentechnisch modifiziertes Essen mit in die Verhandlungen. &Uuml;ber ein intransparentes System von &ldquo;Beratern&rdquo; haben Lobbyisten zudem direkten Zugriff auf die Verhandlungsdokumente. Vor der &Ouml;ffentlichkeit werden sie geheim gehalten. So bleibt der aktuelle Stand im Dunkeln: Wird die EU ihre Zwangskennzeichnung gentechnisch ver&auml;nderter Lebensmittel fallenlassen &ndash; im Namen des Freihandels? Wohin bewegen sich die Verhandlungen? Verbrauchersch&uuml;tzerin St. Louis wei&szlig; es nicht. Von einem Treffen mit dem USTR berichtet sie: &ldquo;Wir haben sehr konkrete Fragen gestellt und sehr allgemeine Antworten bekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ttip-abkommen-zwischen-eu-und-usa-wie-die-gentech-lobby-freihandelsgespraeche-ausnutzt-1.1811693\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>USA und EU nicht handelseinig<\/strong><br>\nDie zweite Verhandlungsrunde zwischen der EU und den USA zu einem Freihandelsabkommen ist in Br&uuml;ssel abgeschlossen worden. Noch sind alle Fragen offen. Datenschutz wurde vorerst ausgeklammert.<br>\nOffiziell erf&auml;hrt man sowieso nichts, denn die Verhandlungen &uuml;ber die &ldquo;Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft&rdquo; (TTIP) laufen im Geheimen ab. Alle Unterlagen tragen einen Geheimstempel. In Europa werden die Papiere nur ausgew&auml;hlten Abgeordneten im Europ&auml;ischen Parlament zug&auml;nglich gemacht. In den USA haben rund 600 Personen Einsicht. Das sind Vertreter von Lobbygruppen, Wirtschaftsverb&auml;nden und Kongressabgeordnete, die vom Handelsbeauftragten regelm&auml;&szlig;ig konsultiert werden m&uuml;ssen. Globalisierungsgegner von der Gruppe Attac oder auch von Greenpeace kritisieren die Geheimniskr&auml;merei und fordern mehr Transparenz. Das Verhandlungsmandat, dem die EU-Kommission folgt, ist aber inzwischen anonym im Internet aufgetaucht. In Br&uuml;ssel haben die Unterh&auml;ndler einer Gruppe von 400 unterschiedlichen Interessenvertretern zugeh&ouml;rt. Deren Anregungen sollen in die Gespr&auml;che einflie&szlig;en. Wie und in welcher Form, ist vertraulich. Auch der Chef-Unterh&auml;ndler der Europ&auml;ischen Union, Ignacio Garcia Bercero, blieb vor der Presse zum Verlauf der Verhandlungen vage: &ldquo;Ich glaube, wir konnten einen weiteren Schritt machen. Wir haben Gemeinsamkeiten ausmachen k&ouml;nnen und werden uns in den folgenden Runden wirklich mit Texten besch&auml;ftigen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/usa-und-eu-nicht-handelseinig\/a-17230698\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist in der Tat zu fragen weshalb die Verhandlungen im Geheimen, jenseits jeder demokratischen Kontrolle, gef&uuml;hrt werden?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Attac fordert sofortigen Abbruch der Geheimverhandlungen<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac fordert einen sofortigen Abbruch der aktuell laufenden Verhandlungen &uuml;ber ein Freihandelsabkommen EU-USA. &bdquo;Diese geheimen Verhandlungen der EU-Kommission entmachten die Parlamente. Ohne Informationen und Einfluss sollen sie abwarten, was hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandelt wird. So wird Demokratie zur Farce&ldquo;, kritisiert Alexandra Strickner von Attac &Ouml;sterreich.<br>\n&ldquo;Das scheinbar harmlose &lsquo;Anpassen von Standards&rsquo; ist die beste Gelegenheit f&uuml;r Konzernlobbys um Gesetze zum Schutz von KonsumentInnen, ArbeitnehmerInnen und Umwelt loszuwerden. Errungenschaften des VerbraucherInnen-, Gesundheits-, Klima- und Tierschutzes stehen genauso auf dem Pr&uuml;fstand wie das europ&auml;ische Arbeits- und Sozialrecht. Die versprochenen Wohlfahrtsgewinne entpuppen sich bei genauer Betrachtung als billige PR-Kampagne, um die wahren Interessen zu verschleiern&ldquo;, kritisiert Strickner.<br>\nDas Abkommen gef&auml;hrdet unter anderem die bisherigen &ndash; ohnehin unzureichenden &ndash; Bem&uuml;hungen Banken und Finanzm&auml;rkte st&auml;rker zu regulieren. Da sie als &bdquo;Handelshemmnisse&ldquo; gelten, k&ouml;nnten sie auf Druck der Finanzlobbys verhindert oder sogar r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Dies betrifft etwaig n&ouml;tige Kapitalverkehrskontrollen, eine angemessene Besteuerung des Finanzsektors oder effektive Antigeldw&auml;schevorschriften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.at\/news\/detailansicht\/datum\/2013\/11\/13\/freihandelsabkommen-eu-usa-attac-fordert-sofortigen-abbruch-der-geheimverhandlungen.html\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>A Global Ban on Left-Wing Politics<\/strong><br>\nThe purpose of the Transatlantic Trade and Investment Partnership is to remove the regulatory differences between the US and European nations. I mentioned it a couple of weeks ago. But I left out the most important issue: the remarkable ability it would grant big business to sue the living daylights out of governments which try to defend their citizens. It would allow a secretive panel of corporate lawyers to overrule the will of parliament and destroy our legal protections. Yet the defenders of our sovereignty say nothing.<br>\nThe mechanism is called investor-state dispute settlement. It&rsquo;s already being used in many parts of the world to kill regulations protecting people and the living planet.<br>\nThe Australian government, after massive debates in and out of parliament, decided that cigarettes should be sold in plain packets, marked only with shocking health warnings. The decision was validated by the Australian supreme court. But, using a trade agreement Australia struck with Hong Kong, the tobacco company Philip Morris has asked an offshore tribunal to award it a vast sum in compensation for the loss of what it calls its intellectual property.<br>\nDuring its financial crisis, and in response to public anger over rocketing charges, Argentina imposed a freeze on people&rsquo;s energy and water bills (does this sound familiar?). It was sued by the international utility companies whose vast bills had prompted the government to act. For this and other such crimes, it has been forced to pay out over a billion dollars in compensation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monbiot.com\/2013\/11\/04\/a-global-ban-on-left-wing-politics\/\">monbiot.com<\/a><\/li>\n<li><strong>A transatlantic corporate bill of rights<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.s2bnetwork.org\/fileadmin\/dateien\/downloads\/TTIPinvestment-oct2013.pdf\">Seattle to Brussels Network [PDF &ndash; 465 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Bitcoins so erfolgreich sind<\/strong><br>\nVon der Schmuddelecke ins Portfolio traditioneller Investoren: Bitcoins haben in den vergangenen Wochen deutlich an Wert zugelegt. Nun liegt der Kurs der virtuellen W&auml;hrung erstmals &uuml;ber 600 US-Dollar. Wo liegen die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Erfolg? [&hellip;]<br>\nDennoch &uuml;berrascht der aktuelle Anstieg des Bitcoin-Kurses. Am Montag war die W&auml;hrung erstmals mehr als 600 Dollar wert. Noch im Oktober hatte der Kurs unter 100 Dollar gelegen. Bei Euro oder Dollar finden &Ouml;konomen meist recht einfache Erkl&auml;rungen f&uuml;r Kursver&auml;nderungen. Neue Konjunkturdaten etwa, oder ein Eingriff der Notenbanken. Im Fall der Bitcoins ist das nicht so, hier hat keine Zentralbank Einfluss auf die Geldmenge. Die digitale W&auml;hrung wird in einem komplizierten technischen Verfahren hergestellt und an privaten Tauschb&ouml;rsen gehandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/virtuelle-waehrung-warum-bitcoins-so-erfolgreich-sind-1.1821462\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So, so, zwischen den Zeilen behauptet die SZ, &Ouml;konomen h&auml;tten keine Erkl&auml;rung f&uuml;r die blasenartige Kursentwicklung der Bitcoins. Damit tr&auml;gt die SZ genau zu dem Hype bei, der f&uuml;r die Spekulationsblase verantwortlich ist. Da Bitcoins &ndash; vereinfacht gesagt &ndash; nur in sehr, sehr geringem Ma&szlig;e gesch&ouml;pft werden k&ouml;nnen, ist die Menge konstant. Wenn immer mehr Spekulanten ihr Interesse an Bitcoins entdecken, steigt nach der simplen &ouml;konomischen Regel von Angebot und Nachfrage nat&uuml;rlich der Preis. Lustigerweise disqualifiziert dies Bitcoins f&uuml;r den eigentlich gedachten Zweck, ein alternatives universales Tauschmittel zu sein. Solange der Boom anh&auml;lt und der Preis fortw&auml;hrend steigt, hat niemand Interesse, seine Bitcoins loszuwerden &ndash; sei es durch Handel oder durch Verkauf. Dadurch sinkt wiederum das verf&uuml;gbare Angebot, was wiederum den Preis steigen l&auml;sst. Das Alles hat nichts Magisches oder Mystisches, sondern ist eine ganz klassische Finanzblase, wie es schon tausende gab. Und wie bei jeder Blase, bereichern sich diejenigen, die schon fr&uuml;h dabei waren an denen, die sp&auml;t einsteigen und schlussendlich beim Platzen der Blase die Verluste tragen. Von einer renommierten Zeitung wie der SZ h&auml;tte ich eigentlich erwartet, dass sie ihre Leser vor diesem Risiko warnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Paul Krugman: A Permanent Slump?  &ndash;  Eine Dauerkrise?<\/strong><br>\nWenn man etwas l&auml;nger mit W&auml;hrungspolitikern zusammen ist, h&ouml;rt man immer wieder das Wort &ldquo;Normalisierung&rdquo;. Die meisten, wenn auch nicht alle dieser Politiker sehen ein, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt f&uuml;r Sparma&szlig;nahmen ist, dass die Kreditbedingungen locker und die Zinsen niedrig bleiben m&uuml;ssen. Aber die Herren in den dunklen Anz&uuml;gen sehnen den Tag herbei, an dem sie wieder ihrer normalen Besch&auml;ftigung nachgehen k&ouml;nnen, n&auml;mlich die Bowle wegzuschnappen, immer wenn die Party gerade in Schwung kommt.<br>\nWas aber, wenn die Welt, so wie wir sie aus den letzten f&uuml;nf Jahren kennen, die neue Normalit&auml;t ist? Was, wenn krisen&auml;hnliche Bedingungen sich langfristig halten, und das nicht nur ein oder zwei Jahre lang, sondern auf Jahrzehnte hinaus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/11\/18\/opinion\/krugman-a-permanent-slump.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausgequetscht &ndash; Finanzinvestor &uuml;bernimmt Heinz Ketchup<\/strong><br>\nHeinz hat sich in den vergangenen Monaten zum Musterbeispiel entwickelt, was mit Unternehmen passiert, die von Finanzinvestoren &uuml;bernommen werden. Am Valentinstag, dem 14. Februar, hatte der legend&auml;re 83-j&auml;hrige Investor Warren Buffett gemeinsam mit der Private-Equity-Firma 3G Capital verk&uuml;ndet, dass er das 1869 gegr&uuml;ndete und seither stets unabh&auml;ngige Unternehmen &uuml;bernimmt.<br>\nBuffett und seine Firma Berkshire Hathaway ist f&uuml;r langfristig angelegte Investments bekannt, er trimmt seine zugekauften Firmen eher sanft auf Rendite. 3G dagegen, ein Finanzinvestor aus Brasilien, gilt als harter Sanierer. &hellip;<br>\n23,3 Milliarden Dollar &ndash; mehr als das Zwanzigfache des Jahresgewinns &ndash; haben Buffett und 3G f&uuml;r Heinz bezahlt und das Unternehmen von der B&ouml;rse genommen. Beide Investoren halten heute 50 Prozent der Anteile, allerdings hat Buffett den Brasilianern die F&uuml;hrung &uuml;berlassen, sie sind f&uuml;r das laufende Gesch&auml;ft zust&auml;ndig. Einen Teil des Kaufpreises tr&auml;gt Heinz selbst als Schuldenlast in H&ouml;he von 12,6 Milliarden Dollar. Jetzt muss der Ketchup-Konzern sparen, um die Gewinne zu steigern und den Kaufpreis hereinzuverdienen &ndash; so wie Management-Wechsel ist das eine sehr typische Konsequenz von &Uuml;bernahmen durch Finanzinvestoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/heinz-ketchup-nach-kauf-durch-finanzinvestoren-ausgequetscht-1.1821240\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dilemmata der R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nMit der Lieferung einer dreistelligen Zahl von Panzern an Indonesien best&auml;tigt der deutsche Rheinmetall-Konzern erneut ein hochumstrittenes R&uuml;stungsgesch&auml;ft. Der Deal wird kritisiert, weil der Einsatz der Panzer zur Repression im Innern nicht ausgeschlossen werden kann und die in Indonesien verbreitete Armut den Kauf von Kriegsger&auml;t nicht als vordringlich erscheinen l&auml;sst. Dennoch entspricht er voll und ganz der erkl&auml;rten Strategie von Rheinmetall, die vorsieht, die wegen der Haushaltsk&uuml;rzungen in den EU- und NATO-Staaten ausbleibenden Auftr&auml;ge durch Ausfuhren in L&auml;nder au&szlig;erhalb Europas zu kompensieren. Als Ziell&auml;nder werden vor allem die arabischen Diktaturen in Mittelost und Staaten der Asien-Pazifik-Region genannt. Rheinmetall berichtet, mehr als drei Viertel der Rekordauftr&auml;ge, die man in den ersten neun Monaten dieses Jahres habe verzeichnen k&ouml;nnen, seien von au&szlig;erhalb Europas gekommen. Experten warnen, der stark steigende Exportdruck f&uuml;hre zu langfristig h&ouml;chst riskanten Zugest&auml;ndnissen wie zur Preisgabe von Know-how an die Empf&auml;nger von Kriegsger&auml;t oder zum Aufbau von R&uuml;stungsfabriken in Staaten, die nicht als v&ouml;llig zuverl&auml;ssig gelten k&ouml;nnten. Das k&ouml;nne sich in Zukunft r&auml;chen. (&hellip;)<br>\nZwei Schwerpunkte lassen sich dabei deutlich erkennen: der Mittlere Osten und die Asien-Pazifik-Region. Im Mittleren Osten beliefert Rheinmetall &ndash; ganz wie zahlreiche weitere deutsche Waffenschmieden &ndash; vor allem die Diktaturen der Arabischen Halbinsel. Deren Erd&ouml;lreichtum gestattet teure K&auml;ufe; sie bilden zudem ein prowestliches Gegengewicht gegen Iran.[4] Die desolate Menschenrechtslage spielt f&uuml;r Berlin und die deutsche Industrie dabei keine Rolle. Dieses Jahr erhielt Rheinmetall unter anderem einen Auftrag aus Qatar im Wert von fast einer halben Milliarde Euro. In der Asien-Pazifik-Region bedienen deutsche R&uuml;stungskonzerne diejenigen Staaten, von denen Berlin hofft, sie gegen China in Stellung bringen zu k&ouml;nnen.[5] Neben dem aktuellen Indonesien-Deal hat Rheinmetall vor kurzem ein 1,1-Milliarden-Euro-Gesch&auml;ft mit Australien vereinbart. Das Land will von Rheinmetall insgesamt gut 2.500 gesch&uuml;tzte und ungesch&uuml;tzte mittlere und schwere Logistikfahrzeuge kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58736\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Sch&ouml;nheit des Protests<\/strong><br>\nDie chilenischen Studentenaufst&auml;nde wirken bis in kleine Fischerorte wie Puchuncav&iacute;. Das wird auch die Gewinnerin der Pr&auml;sidentschaftswahl am Sonntag besch&auml;ftigen.<br>\nDie chilenische Studentenbewegung hat 2011 mit ihren Protesten gegen das privatisierte Bildungssystem das Land aufger&uuml;ttelte. Sie tut es immer noch, erst Ende Oktober wieder, als Tausende in Santiago de Chile auf die Stra&szlig;e gingen. Doch um das ganze Ausma&szlig; dieser Ver&auml;nderung zu sp&uuml;ren, muss man in Kleinst&auml;dte wie Puchuncav&iacute; fahren. &hellip;<br>\nIn den entlegensten Winkeln des schmalen s&uuml;damerikanischen Landes w&auml;chst der Widerstand. Als ob er in zwei Generationen &uuml;berwintert hat, um auf die dritte &uuml;berzuspringen.<br>\nAuf eine Generation, die nicht in der Diktatur gro&szlig;geworden ist. Stolz sind viele &Auml;ltere auf Chiles Stra&szlig;en heute auf diese Jugend, auf ihre Sch&ouml;nheit. Nicht auf die offensichtliche der eloquenten Studentensprecherin und Kommunistin Camila Vallejo, die 2011 das Titelbild des Economist schm&uuml;ckte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F11%2F16%2Fa0178&amp;cHash=a38eaeeacb35b1f54fb25c16f31d2548\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Comandante Camila will ins Parlament<\/strong><br>\nChiles Studentenf&uuml;hrer haben mit ihrem Protest das Land wachger&uuml;ttelt. Jetzt streben sie in die Politik, allen voran die Kommunistin Camila Vallejo. Einen Erfolg k&ouml;nnen sie und ihre Mitstreiter bereits verbuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/wunderbar\/camila-vallejo-chiles-studentenfuehrer-streben-ins-parlament-a-933749.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chinas Wanderarbeiter: Die Verlierer des Booms in China<\/strong><br>\nMehr als 260 Millionen Wanderarbeiter schuften in den St&auml;dten der Volksrepublik China. Sie sind die Erschaffer des Booms &ndash; und seine Verlierer. Wegen des veralteten Meldesystems haben die Wanderarbeiter kaum Rechte.<br>\nAls China sich in den 1980ern auf Gehei&szlig; von Deng Xiaoping &ouml;ffnete, sahen viele Bauern, die von der Hand in den Mund lebten, ihre Chance. An der Ostk&uuml;ste des Landes entstanden Fabriken und St&auml;dte, wo die Arbeit nicht auszugehen schien. Chinas Appetit auf Arbeiter war uners&auml;ttlich wie auch der Wunsch der Menschen nach einem besseren Leben.<br>\nGef&auml;hrliche Jobs? Oft keine Vertr&auml;ge? Zerrissene Familien? Sie nahmen alles hin. Es gab ja bis zu 3000 Yuan im Monat, wenn man bis zum Umfallen schuftete, auf dem Bau, in Fabriken, bei Reichen zu Hause. Fast 250 Euro, f&uuml;r viele ein Verm&ouml;gen.<br>\nMehr als 15 Millionen Bauern waren 1987 auf Wanderschaft gegangen. Heute sind es mehr als 260 Millionen Menschen, wie Chinas Nationale Statistikbeh&ouml;rde f&uuml;r 2012 errechnete. Es ist ein Drittel der weltweiten Binnenmigration. Massen, die sich auf den Weg machen, mit Massen an Problemen f&uuml;r sich und den Staat. Doch Chinas Regierung wagt sich nur z&ouml;gerlich an Reformen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/china-wanderarbeiter-die-verlierer-des-booms-in-china,24931854,25053842.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pressefreiheit in Bayern? Staatsgewalt gegen Lokalreporter<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/quer\/131114-quer-pressefreiheit-100.html\">BR Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie ein Focus-Chefredakteur Barrierefreiheit l&auml;cherlich macht<\/strong><br>\nDer Angriff von &bdquo;Focus Money&ldquo;-Chefredakteur Frank P&ouml;psel auf den gr&uuml;nen Fraktionschef Anton Hofreiter ist menschenverachtend.<br>\nLeichte Sprache&ldquo; ist ein Beitrag zu Barrierefreiheit, den der neue Fraktionschef der Gr&uuml;nen, Dr. Anton Hofreiter, leistet &ndash; nicht jeder Politiker macht das&hellip;<br>\n&bdquo;Focus Money&ldquo;-Chefredakteur Frank P&ouml;psel hat sich &uuml;ber diesen Text lustig gemacht &ndash; und offenbart damit, dass auch viele Journalisten in ihrer eigenen Welt der Verachtung, Unwissenheit und trotzdem Besserwisserei leben; &bdquo;Sprache Sechs, Grammatik Sechs, Interpunktion Sechs&ldquo; lautet P&ouml;psels Urteil &uuml;ber Hofreiters Text. Nachzulesen im j&uuml;ngsten Editorial des Wirtschaftsmagazins aus dem Hause Burda.<br>\nNun hat Hofreiter geantwortet &ndash; ROLLINGPLANET dokumentiert seine ebenso engagierte wie souver&auml;ne Entgegnung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rollingplanet.net\/2013\/11\/12\/wie-ein-focus-chefredakteur-barrierefreiheit-laecherlich-macht\/\">Rollingplanet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kapitalismus ist die Krise<\/strong><br>\nMit scharfer Kritik an Banken und anderen Akteuren des Finanzsektors haben rund 35 Aktivisten am fr&uuml;hen Montagmorgen am Messegel&auml;nde die Proteste gegen die &bdquo;Euro Finance Week&ldquo; eingel&auml;utet. Weitere Protestaktionen sind geplant. Polizei und Veranstalter reagieren gelassen. [&hellip;]<br>\nAuf Transparenten waren Slogans wie &bdquo;Banken und Konzerne global besteuern&ldquo; oder &bdquo;Kapitalismus ist die Krise&ldquo; zu lesen. Bis Donnerstag tauschen sich auf dem weltgr&ouml;&szlig;ten Branchentreffen in Frankfurt hochrangige Vertreter von Banken, Versicherungen und Regierungen &uuml;ber die Lage an den internationalen Finanzm&auml;rkte aus &ndash; linke B&uuml;ndnisse wie Attac oder NoTroika wollen das nicht ohne Proteste geschehen lassen.<br>\nDie Aktionswoche, zu der sie bis Freitag aufrufen, stellt zugleich einen Auftakt f&uuml;r das Wochenende dar: Ab Freitag wollen mehr als 300 Aktivisten aus ganz Europa im alten Studierendenhaus am Unicampus Bockenheim die Blockupy-Proteste f&uuml;r 2014 vorbereiten. Das Blockupy-B&uuml;ndnis, das bereits zweimal Massenproteste in Frankfurt organisiert und sich dabei stets auf die Finanzwirtschaft konzentriert hat, will im n&auml;chsten Jahr unter anderem die Er&ouml;ffnung des neuen EZB-Geb&auml;udes st&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/euro-finance-week-proteste-kapitalismus-ist-die-krise,1472798,25071588.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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