{"id":19315,"date":"2013-11-20T09:18:09","date_gmt":"2013-11-20T08:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315"},"modified":"2013-11-20T09:18:09","modified_gmt":"2013-11-20T08:18:09","slug":"hinweise-des-tages-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h01\">Amerikas geheimer Krieg in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h03\">Fabian Fritzsche: Die Kosten der &Uuml;bersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h04\">VGR-Revision: Schwerter zu Pflugscharen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h05\">Ungleiche Wirkung der Krisenbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h06\">JP Morgan r&auml;umt regelm&auml;&szlig;ige T&auml;uschung ein und zahlt 13 Milliarden Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h07\">Neoliberaler Extremismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h08\">Studie: Arbeitnehmer wollen mehr Zeit statt Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h09\">Stephan Schulmeister: Common Nonsense und die Pensionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h10\">Werkvertr&auml;ge &ndash; von der Ausnahme zur Regel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h11\">Parteispaltung: Berlusconi zieht in Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h12\">Chile: Die breite linke Mehrheit fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h13\">Libanon: Kalte Zuflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h14\">Gaucks Welt &ndash; immer noch &ldquo;Neuling in der Marktwirtschaft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h15\">Gro&szlig;e Koalition auf Kosten Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315#h16\">zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Rituale<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19315&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Amerikas geheimer Krieg in Deutschland<\/strong><br>\nTop Secret Germany: Was treibt das US-Milit&auml;r in der Bundesrepublik? Die Vereinigten Staaten organisieren von hier aus Geheimoperationen in aller Welt, oft helfen Bundesbeh&ouml;rden dabei. Bei ihrem Treiben hinterlassen Amerikas Spione Spuren. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung hat sich zusammen mit dem NDR auf die Suche gemacht &ndash; und enth&uuml;llt eine schmutzige Kooperation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/stuetzpunkt-bundesrepublik-amerikas-geheimer-krieg-in-deutschland-1.1818850\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die SZ hat eine Dossier zum &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Geheimer_Krieg\">Geheimen Krieg<\/a>&rdquo; angelegt und NDR und SZ haben auf der speziell eingerichteten Seite &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.geheimerkrieg.de\/\">Geheimer Krieg<\/a>&ldquo; eine landkartenbasierte &Uuml;bersicht mit vielen zus&auml;tzlichen Informationen ins Netz gestellt.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;berwachungsstaat: Die geheuchelte Emp&ouml;rung der Bundesregierung<\/strong><br>\nEgon Bahr zur NSA-Aff&auml;re und einem m&ouml;glichen AntiSpy-Abkommen mit den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/extra\/interviews\/bahr_131107.php5\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie zu erwarten, richten sich Egon Bahrs &Uuml;berlegungen an sicherheitspolitischen Aspekten aus. Die USA seien ein unentbehrlicher Partner, Freund, den man derzeit schonen m&uuml;sse, weil die NSA Obama bzw. der Politik aus der Kontrolle entlaufen sei. Bahr scheint sich am Abh&ouml;ren durch Freund und Feind &uuml;berhaupt nicht zu st&ouml;ren. Es sei das gro&szlig;e Verdienst Obamas, dass die USA ihre internationale Politik mit ihren Partnern abstimmen w&uuml;rden. Das Versprechen der Regierung Obama &ndash; das Bahr hervorhebt -, keine Drohnenangriffe von deutschem Boden aus zu steuern, d&uuml;rfte allerdings gebrochen worden sein. Zurzeit geht die Bundesanwaltschaft dem Verdacht nach, dass von Stuttgart und Rammstein aus die gezielte T&ouml;tung von Terrorverd&auml;chtigen in Afrika vorbereitet werde. <\/em><br>\n<em>Bahr vergleicht die Kontrolle des Netzes und die M&ouml;glichkeit, mit Cyberattacken ein Land lahmlegen zu k&ouml;nnen, mit einem Nuklearkrieg. Diesem &ldquo;Kriegf&uuml;hren, ohne Krieg zu erkl&auml;ren&rdquo;, dieser &ldquo;Entartung der Wissenschaft&rdquo; m&uuml;sste mit einem globalen Vertrag, wie beim Chemiewaffenverbot, ein Ende bereitet werden, sonst w&uuml;rde man wieder in eine Welt gegenseitiger Abschreckung zur&uuml;ckfallen. So sch&ouml;n es w&auml;re, Bahrs Annahme, dass wie allen auf Physik und Chemie basierenden Erfindungen irgendwann auch in der &Uuml;berwachungstechnik bzw. im Cyberkrieg ein Patt erreicht werden k&ouml;nne, scheint wenigstens zurzeit ausgeschlossen. Die F&auml;higkeiten der USA sind anderen Gro&szlig;m&auml;chten &uuml;berlegen und werden st&auml;ndig erweitert. Leider besch&auml;ftigt sich Bahr mit der internen &Uuml;berwachung und Steuerung eines Landes nur am Rande. Schon allein aus diesen Gr&uuml;nden werden autorit&auml;re Regierungen nicht dieser &ldquo;Entartung der Wissenschaft&rdquo; abschw&ouml;ren. Und was im Lande entwickelt und  praktiziert wird, kann jederzeit auch au&szlig;er Landes realisiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hans-Christian Str&ouml;bele im Deutschen Bundestag zur NSA-Aff&auml;re<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=W6XLn1sBBDQ\">You Tube<\/a><\/li>\n<li><strong>Gysi zur NSA-&Uuml;berwachung: &bdquo;Ich bin dieses Duckm&auml;usertum sowas von leid&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_detailpage&amp;v=hp0FVvpfbFU\">You Tube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Die Kosten der &Uuml;bersch&uuml;sse<\/strong><br>\nEin Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Deutschland zwar seit jeher Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse aufweist, die weiter gefasste Leistungsbilanz, die z.B. auch Tourismus und &Uuml;berweisungen etwa von Gastarbeitern an das Ausland beinhaltet, war jedoch im Durchschnitt bis zur Euroeinf&uuml;hrung nahezu ausgeglichen. Erst mit der Einf&uuml;hrung des Euros und der damit fehlenden Aufwertungsm&ouml;glichkeit der eigenen W&auml;hrung, stiegen die &Uuml;bersch&uuml;sse deutlich an.Solange die exportierten G&uuml;ter bezahlt werden, ist ein &Uuml;berschuss nicht verschenkt, sondern f&uuml;hrt zu Verm&ouml;gensaufbau gegen&uuml;ber dem Ausland, wobei dieses Auslandsverm&ouml;gen vorwiegend in Form von Staats- und Unternehmensanleihen, Aktien und sonstigen Unternehmensbeteiligungen gehalten wird. W&auml;hrend das hohe Auslandsverm&ouml;gen Chinas insbesondere gegen&uuml;ber den USA allgemein bekannt ist, scheint das sehr hohe deutsche Auslandsverm&ouml;gen weitestgehend unbekannt zu sein. Nach Angaben des IWF betrug die sog. Nettoauslandsposition Deutschlands im zweiten Quartal 2013 gut 1,2 Bio. Euro. und war damit &auml;hnlich hoch wie die Chinas. Um diese 1,2 Bio. Euro &uuml;bersteigt also das Verm&ouml;gen von deutschen Haushalten, Unternehmen und Institutionen im Ausland das Verm&ouml;gen von Ausl&auml;ndern in Deutschland. Die daraus resultierenden Ertr&auml;ge (Zinsen, Dividenden etc.) sind eines der Hauptargumente der Bef&uuml;rworter von Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen. Die deutschen Leistungsbilanzsalden der Vergangenheit summieren sich jedoch auf &uuml;ber 1,6 Bio. Euro. Ob dieser durch Aufwertung der W&auml;hrung eintritt &ndash; was angesichts der &Uuml;bersch&uuml;sse vor allem innerhalb der Eurozone sowie der Stabilit&auml;t des EUR\/USD-Wechselkurses kaum dazu beigetragen haben d&uuml;rfte &ndash; oder durch echte Abschreibungen auf das Verm&ouml;gen geschieht, ist letztlich irrelevant. Insbesondere zwischen 2006 und 2008 sowie jeweils im dritten Quartal 2010 und 2011 kam es zu gro&szlig;en Verlusten, trotz anhaltend hohem Leistungsbilanz&uuml;berschuss, sank laut IWF die Nettoauslandsposition. Diese 400 Mrd. stellen letztlich einen volkswirtschaftlichen Verlust f&uuml;r Deutschland dar, den eventuelle Vorteile anhaltend hoher &Uuml;bersch&uuml;sse kaum ausgleichen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/11\/18\/fabian-fritzsche-die-kosten-der-uberschusse\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Vereinfacht gesagt erh&ouml;hen andauernde Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse auch fortlaufend den Bestand an Forderungen gegen&uuml;ber den Handelspartnern. In gleichem Ma&szlig;e steigen jedoch auch deren Verbindlichkeiten, was die Wahrscheinlichkeit auf Zahlungsunf&auml;higkeit erh&ouml;ht und mithin die Werthaltigkeit unserer Auslandsforderungen zunehmend in Frage stellt. Im Ergebnis steigt der kumulierte Leistungsbilanzsaldo des &Uuml;berschusslandes Deutschland schneller als seine Nettoauslandsposition. Diese sich &ouml;ffnende Schere, dargestellt in der rechten Spalte der Tabelle, spiegelt dann die Gr&ouml;&szlig;enordnung des wirtschaftlichen Pyrrhussieges wider.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131120_hwt_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131120_hwt_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/11\/18\/fabian-fritzsche-die-kosten-der-uberschusse\/\">IWF via Wirtschaftswunder<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>VGR-Revision: Schwerter zu Pflugscharen<\/strong><br>\nIm September 2014 wurden die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen in Deutschland revidiert. Damit werden beispielsweise auch wie bereits jetzt in den USA  die F&amp;E-Aufwendungen nicht mehr als Vorleistungen behandelt, sondern als Investitionen verbucht und heben somit das Bruttoinlandsprodukt (BIP) an: &bdquo;Beides trifft auf die k&uuml;nftige Behandlung der Aufwendungen f&uuml;r Forschung und Entwicklung (FuE) zu, die bisher im Wesentlichen als Vorleistungen behandelt wurden und somit im Produktionsprozess &bdquo;untergingen&ldquo;. Mithin werden auch innerhalb der EU die Staatsschulden- und Staatsdefizitquoten im Verh&auml;ltnis zum BIP je nach H&ouml;he der F&amp;E-Aufwendungen der jeweiligen Mitgliedsl&auml;nder gesenkt werden. Das d&uuml;rfte die gebeutelten Finanzminister der EU freuen, da die im Maastricht-Vertrag vorgesehenen Schulden- und Defizitquoten nun zuk&uuml;nftig durch h&ouml;here FuE-Aufwendungen als Bestanteil des BIP gesenkt werden k&ouml;nnen. Nach den aktuellsten Zahlen lagen in Deutschland die F&amp;E zu BIP-Quote bei 2,88 Prozent, d.h. entsprechend wird das BIP im kommenden Jahr ex post f&uuml;r dieses und die folgenden Jahre in etwa steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2013\/11\/vgr-revision-schwerter-zu-pflugscharen\/\">Okonomenstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten bereits &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18165#h05\">die Neuberechnung des BIP berichtet<\/a>, aber &uuml;bersehen, dass die Neuberechnung &uuml;ber Kriegsf&uuml;hrung und Aufr&uuml;stung eine wichtige volkswirtschaftliche Kennziffer verbessert. Da k&ouml;nnen wir den Griechen nur empfehlen, auf keinen Fall bei der R&uuml;stung zu sparen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ungleiche Wirkung der Krisenbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nWarum die Euro-Zone nicht erfolgreicher gewesen ist mit ihren Rettungsbem&uuml;hungen, bleibt ein wichtiges Thema an den Finanzm&auml;rkten. Es gibt verschiedene Erkl&auml;rungen daf&uuml;r, dass die USA trotz einer sch&auml;rferen Straffung ihres Staatshaushaltes schneller gewachsen sind als die Euro-L&auml;nder, die das Zur&uuml;ckbinden der Staatshaushalte als besten Weg zur &Uuml;berwindung der Krise und Genesung der Wirtschaft ansehen. Dario Perkins von der Londoner Lombard Street Research meint, dass in den USA das Trendwachstum h&ouml;her sei und deshalb der &laquo;Fiscal Drag&raquo; intensiver sein m&uuml;sse, bevor die Wirtschaft zu wachsen aufh&ouml;re. Auch d&uuml;rfte zumindest in letzter Zeit der Multiplikatoreffekt von &Auml;nderungen von Steuern und Staatsausgaben in den USA geringer sein als in der Euro-Zone. Ein weiterer Unterschied ist, dass in den USA die Straffung der Finanzpolitik erst eingeleitet wurde (Budget Control Act, Fiscal Cliff, Sequestration), nachdem der Bankensektor sich erholt und die Intensit&auml;t des Entschuldungsprozesses des Privatsektors nachzulassen begonnen hatte. In Europa seien dagegen die fiskalischen Z&uuml;gel bereits fr&uuml;her gestrafft worden und damit zu einem Zeitpunkt, als die Wirtschaft noch sehr geschw&auml;cht gewesen sei. Gleichzeitig habe in den Euro-L&auml;ndern die simultane Durchsetzung der Austerit&auml;tspolitik wegen der im Vergleich zu den USA engeren Aussenhandelsbeziehungen zu einer Sch&auml;digung der Wirtschaft und zu einer Spirale von Austerit&auml;t und Rezession beigetragen. Und schliesslich sei in den USA (wie in Grossbritannien) versucht worden, durch eine &auml;usserst aggressive Geldpolitik, das heisst eine umfangreiche quantitative Lockerung, die Schrumpfungseffekte der Sparpolitik zu mindern, w&auml;hrend insbesondere in den peripheren Euro-L&auml;ndern die effektiven monet&auml;ren Bedingungen sehr straff geblieben seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/ungleiche-wirkung-der-krisenbekaempfung-1.18187177\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es n&uuml;tzt uns wenig, wenn jetzt alle wissen, dass die EZB zu sp&auml;t und die simultane exzessive Austerit&auml;tskur sch&auml;dlich war &ndash; wenn diese Erkenntnis nicht die Regierungen, speziell die deutsche, erreichen. &ndash; Desweiteren wird John Hussman, Pr&auml;sident des John Hussman Investment Trust, zitiert, der meint, dass die US-Wirtschaft im Wesentlichen durch eine Lockerung der &ldquo;Mark-to-Market&rdquo;-Regeln im M&auml;rz 2009 gerettet wurde. Im Umkehrschluss w&uuml;rde dies hei&szlig;en, dass die im Herbst 2007 versch&auml;rften &ldquo;Mark-to-Market&rdquo;-Regeln (Bilanzierungsrichtlinie FAS 157)  die Finanzkrise  im Wesentlichen verursachte. Die marktnahe (Market-to-Market) Bewertung von Aktiva der Finanzinstitute zu einem Zeitpunkt, an dem sie  tiefer bewertet w&uuml;rden, f&uuml;hrten zu unrealisierten Buchverlusten, die mit teurem Eigenkapital unterlegt werden m&uuml;ssten, obwohl gar nicht an einen Verkauf w&auml;hrend der Krise zu denken sei. Dies f&uuml;hre zu einem Teufelskreis von  immer tieferen Bewertungen und neuen Wertberichtigungen und Verlusten, meinte Paul de Grauwe seinerzeit in einem Artikel der NZZ: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wissenschaft\/zunehmende_kritik_an_mark_to_market-regel_1.699112.html\">Zunehmende Kritik an &laquo;Mark to market&raquo;-Regel: Erh&ouml;hung der Volatilit&auml;t als unbeabsichtigte Konsequenz&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Tats&auml;chlich d&uuml;rfte wohl kaum die Erlaubnis zum erneuten Schummeln bei der Bewertung von Finanzaktiva die USA bzw. die Weltwirtschaft gerettet haben, sondern das koordinierte Vorgehen der Zentralbanken bei der Schaffung von Liquidit&auml;t und der Senkung der Leitzinsen plus diverser Konjunkturprogramme in diversen Volkswirtschaften. &ndash; Zu vermuten ist, dass die These John Hussmans stark interessengeleitet ist, in Voraussicht kommender Transparenzauflagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>JP Morgan r&auml;umt regelm&auml;&szlig;ige T&auml;uschung ein und zahlt 13 Milliarden Dollar<\/strong><br>\nWie erwartet zahlt JP Morgan wegen des Schwindels mit Hypotheken eine Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar. Laut Staatsanwaltschaft hat die amerikanische Bank Fehlverhalten einger&auml;umt. JP Morgan bestreitet das. [&hellip;]<br>\nJP Morgan habe im Rahmen der Einigung einger&auml;umt, die &Ouml;ffentlichkeit in gro&szlig;em Umfang hinters Licht gef&uuml;hrt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mit der Einigung sei nun die Rekordstrafe unter Dach und Fach.<br>\nJP Morgan wurden Gesetzesverst&ouml;&szlig;e beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten vorgeworfen, die von 2005 bis 2007 und damit aus Zeiten vor der Finanzkrise stammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/fruehaufsteher\/hypothekenbetrug-jp-morgan-raeumt-regelmaessige-taeuschung-ein-und-zahlt-13-milliarden-dollar-12671271.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neoliberaler Extremismus<\/strong><br>\nSind Europas rechte Rattenf&auml;nger die wahren politischen Krisenprofiteure? Die Eurokrise scheint tats&auml;chlich vor allem eine politische Entwicklung beschleunigt zu haben: den Aufstieg einer populistischen oder extremistischen Rechten, der sich in Wahlerfolgen wie erschreckend hohen Zustimmungswerten &auml;u&szlig;ert. Die Tendenz zur Ausbildung eines buchst&auml;blichen &bdquo;Extremismus der Mitte&ldquo; spiegelt sich auch in der Ideologie, die von diesen rechtsextremen oder rechtspopulistischen Bewegungen transportiert wird. Die Neue Rechte greift dabei auf Anschauungen, Wertvorstellungen und ideologische Versatzst&uuml;cke zur&uuml;ck, die im Mainstream der betroffenen Gesellschaften herrschen. Diese Mittelschichtideologie, deren Ausformung ma&szlig;geblich von der neoliberalen Hegemonie der vergangenen drei Jahrzehnte gepr&auml;gt wurde, wird in Reaktion auf die Krisendynamik zugespitzt und ins weltanschauliche Extrem getrieben. An erster Stelle steht das zugespitzte Konkurrenzdenken, das inzwischen nahezu alle Gesellschaftsbereiche erfasst hat. Der Neoliberalismus hat die Konkurrenzprinzipien bewusst auch innerhalb der Arbeiterschaft und unter den Lohnabh&auml;ngigen gef&ouml;rdert, um hierdurch das Solidarit&auml;tsprinzip auszuh&ouml;hlen und Gegenwehr zu minimieren. Inzwischen konkurrieren nicht nur die Belegschaften unterschiedlicher Konzerne gegeneinander, auch innerhalb der Unternehmen werden die einzelnen Standorte in ein Konkurrenzverh&auml;ltnis gedr&auml;ngt &ndash; etwa bei drohenden Betriebsschlie&szlig;ungen oder bei der Vergabe von Produktionsauftr&auml;gen. Hinzu kommen autorit&auml;re, breitpropagierte Praktiken individueller &bdquo;Selbstoptimierung&ldquo; mit denen Lohnabh&auml;ngige auf den individuellen Konkurrenzkampf im Betrieb geeicht werden. Neben der zunehmenden Konkurrenz auf betrieblicher Ebene etablierte sich noch das Standortdenken, bei dem die L&auml;nder zu blo&szlig;en &bdquo;Wirtschaftsstandorten&ldquo; verkamen, die in allseitiger Konkurrenz zueinanderstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++a91f8176-4d3a-11e3-81b0-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studie: Arbeitnehmer wollen mehr Zeit statt Geld<\/strong><br>\nDen Deutschen wird ihr Leben jenseits des Erwerbs immer wichtiger. 43 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland k&ouml;nnen es sich vorstellen, in Teilzeit zu arbeiten und daf&uuml;r auf Geld zu verzichten. Unter den F&uuml;hrungskr&auml;ften w&auml;re fast jeder Dritte dazu bereit, f&uuml;r mehr Freizeit auf Geld zu verzichten. Bei vielen Unternehmen sto&szlig;en diese W&uuml;nsche aber noch auf wenig Geh&ouml;r. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Personalberatung Rochus Mummert unter mehr als 1.000 Arbeitnehmern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/studie-arbeitnehmer-wollen-mehr-zeit-statt-geld\/9081278.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider besch&auml;ftigt sich der Artikel allzu sehr mit den Motiven der F&uuml;hrungskr&auml;fte und der Einbindung eben dieser in die Unternehmen, dabei sollte die Erforschung des allgemeine Trends viel wichtiger sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister: Common Nonsense und die Pensionen<\/strong><br>\nIn geballter Form fordern &ldquo;Experten&rdquo;: Das Pensionsantrittsalter muss schon jetzt schrittweise erh&ouml;ht werden, sonst droht ab 2028 eine wachsende Finanzierungsl&uuml;cke. Dass dadurch junge Menschen noch schwerer einen Job finden k&ouml;nnen, ist f&uuml;r den deutschen Experten Bert R&uuml;rup &ldquo;Quatsch&rdquo;. Das verf&uuml;gbare Arbeitsvolumen sei keine fixe Gr&ouml;&szlig;e. Das wollen wir uns am Beispiel von R&uuml;rups Heimat ansehen. Zwischen 1991 und 2012 ist das Arbeitsvolumen in Deutschland um 5,8 Prozent gesunken (das BIP stieg um 32, die Arbeitsproduktivit&auml;t aber um 40 Prozent). Dennoch stieg die Zahl der Besch&auml;ftigten um 5,4 Prozent, weil die Arbeitszeit pro Besch&auml;ftigten um 10,6 Prozent sank. Und wie erfolgte diese Umverteilung der Arbeitszeit? Junge und Frauen bekamen prek&auml;re Jobs, die Alten sa&szlig;en ihre Normaljobs aus. Das sch&ouml;nt die Arbeitslosenstatistik, gleichzeitig leben mittlerweile fast 20 Prozent an der Armutsgrenze &ndash; in Deutschland! Wenn nun die Alten, insbesondere auch die Frauen, l&auml;nger auf ihren Arbeitspl&auml;tzen sitzen bleiben, wird bei den Jungen der Stau verst&auml;rkt. In der Arbeitslosenstatistik sieht man das nicht, solange man die Jungen mit prek&auml;ren Jobs abspeisen kann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1381371254361\/Common-Nonsense-und-die-Pensionen\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Werkvertr&auml;ge &ndash; von der Ausnahme zur Regel<\/strong><br>\nKosten senken bei maximaler Flexibilisierung und minimalem Risiko &ndash; auf diese einfache Formel lassen sich die Vorteile f&uuml;r die Firmen beim Einsatz von Besch&auml;ftigten mit Werkvertrag bringen. Personal wird wie Ware eingekauft, teilweise im Internet ersteigert. Soziale Verantwortung f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestenfalls ausgelagert. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten bedeutet ein Arbeitsvertrag bei einem industriellen Dienstleister vor allem: deutlich niedrigeres Einkommen, h&ouml;here Arbeitszeiten und den weitgehenden Verzicht auf Sozialleistungen. Dazu kommt, dass diese Firmen in vielen F&auml;llen keine Betriebsr&auml;te haben. Empirische Erhebungen der IG Metall zeigen, dass die Einsatzschwerpunkte von Werkvertrags-Besch&auml;ftigten in den innovativen, exportstarken Industriebranchen liegen. Dazu z&auml;hlen zum Beispiel die Automobilindustrie &ndash; hier sowohl die Endhersteller als auch die Zulieferer, die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Werften sowie die Stahlindustrie. In einer Betriebsr&auml;tebefragung hat die IG Metall Strukturen und Entlohnung der Branchen analysiert. Demnach stehen in der Automobilindustrie den 763 000 Stammbesch&auml;ftigten 100 000 Leiharbeitskr&auml;fte und 250 000 Werkvertragsbesch&auml;ftigte gegen&uuml;ber. Das entspricht einem Verh&auml;ltnis von fast 2:1. In der Stahlindustrie stehen 19 000 Werkvertragsbesch&auml;ftigte und 2 100 Leiharbeiter gegen&uuml;ber 61 000 Festangestellten. Im Schiffbau arbeiten 16 800 Menschen fest, aber 2700 Menschen f&uuml;r Leih- und 6500 Menschen f&uuml;r Werkvertragsfirmen. Ebenso in der Luftfahrtindustrie: Dort geh&ouml;ren 72 400 Menschen zur Stammbelegschaft, aber 10 000 Menschen arbeiten als Leihbesch&auml;ftigte und weitere 10 000 Menschen sind &uuml;ber Werkvertrag besch&auml;ftigt. Das bedeutet f&uuml;r die gesamte Branche der Metall- und Elektroindustrie und die unmittelbar an die Wertsch&ouml;pfungskette angrenzenden Branchen: Fast ein Drittel der Besch&auml;ftigten arbeiten in Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/internet\/werkvertraege-von-der-ausnahme-zur-regel-12537.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Parteispaltung: Berlusconi zieht in Opposition<\/strong><br>\nDie Mitte-Rechts-Bewegung des fr&uuml;heren italienischen Ministerpr&auml;sidenten Silvio Berlusconi ist im Streit um Namen und Regierungsbeteiligung zerbrochen. Dem krisengesch&uuml;ttelten Italien bleibt dennoch eine Regierungskrise erspart: Eine ausreichende Anzahl PdL-Abgeordneter bleibt der Koalitionsregierung von Ministerpr&auml;sident Enrico Letta treu. Berlusconi gab seiner konservativen Partei Volk der Freiheit (PdL) am Samstag bei einer Parteisitzung den alten Namen Forza Italia (FI) zur&uuml;ck. Die neue Forza Italia geht in die Opposition. Parallel gr&uuml;ndeten regierungstreue Abgeordnete und Minister um den bisherigen PdL-Chef und Vizepremier Angelino Alfano die Nuovo Centrodestra (Neue rechte Mitte). Ihr geh&ouml;ren 30 Senatoren und 27 Abgeordnete an &ndash; genug um der Koalition mit der gem&auml;&szlig;igt linken Demokratischen Partei (PD) Lettas eine Mehrheit zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/politik\/parteispaltung-berlusconi-zieht-in-opposition,15184890,25058726.html\">K&ouml;lnische Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chile: Die breite linke Mehrheit fehlt<\/strong><br>\nChile wird jetzt ein Monat der scharfen Polarisierung bevorstehen. Denn die Pr&auml;sidentschaft wird erst am 15. Dezember in einer Stichwahl entschieden, und dann werden sich die Sozialistin Michelle Bachelet und die Arbeitsministerin der derzeitigen Rechtsregierung, Evelyn Matthei, gegen&uuml;berstehen. Jetzt steht das eigentliche Erbe der Pinochet-Diktatur erneut zur Wahl. Unter Pinochet war der Sozialstaat abgeschafft und eine radikale Umverteilung von unten nach oben durchgesetzt worden. Politisch hat sich Chile weitgehend demokratisiert &ndash; doch das Wirtschaftsmodell der Diktatur ist noch immer unangetastet. Obwohl Chile eine lange Phase stabilen Wachstums hinter sich hat, sind Arm und Reich so weit auseinander wie in nur wenigen L&auml;ndern dieser Welt. Schon 2006 war Bachelet Pr&auml;sidentin geworden, indem sie versprochen hatte, f&uuml;r mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Doch aus der angek&uuml;ndigten Reformagenda wurde w&auml;hrend ihrer ersten Pr&auml;sidentschaft &ndash; fast &ndash; nichts. Bachelet hat vermocht, sich trotz ihrer entt&auml;uschenden ersten Amtszeit erneut als Reformerin zu pr&auml;sentieren. Gewinnt sie im Dezember die Stichwahl, wird das Ergebnis knapp sein. Sie wird nicht die &ldquo;Pr&auml;sidentin aller Chilenen&rdquo; sein. Wie viel sie dennoch ver&auml;ndern kann, wird zeigen, wie weit Chile auf dem Weg ist, die Diktatur wirklich hinter sich zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F19%2Fa0095&amp;cHash=60a98b68461937f77569dcba3e7ea1fb\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine relativ pessimistische Einsch&auml;tzung. Die Gegnerin, Evelyn Matthei, kam auf 25 Prozent der Stimmen. Der unabh&auml;ngige Mitte-links-Kandidat Marco Enr&iacute;quez-Onimani (11 Prozent) und Franco Parisi (10 Prozent) haben bereits verk&uuml;ndet, dass sie nicht f&uuml;r Matthei eintreten w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Libanon: Kalte Zuflucht<\/strong><br>\nEtwa eine Million Syrer leben zurzeit hier. Sie sind auf sich gestellt. &ldquo;Dieser Winter wird ein Desaster&rdquo;, sagt Nazim Salih, der B&uuml;rgermeister von Maridsch. In dem Ort nahe der Grenze kampieren etwa 10.000 syrische Fl&uuml;chtlinge, fast doppelt so viele wie im vergangenen Winter. Sie machen bereits ein Drittel der Bev&ouml;lkerung aus. Maridsch ist &uuml;berfordert &ndash; so wie ganz Libanon. Die Libanesen lehnen es vehement ab, neue Fl&uuml;chtlingslager zu errichten. Denn die meisten Pal&auml;stinenser, die vor &uuml;ber 60 Jahren kamen, leben bis heute in den Camps und wurden zu einem Staat im Staate. Viele Libanesen geben ihnen die Hauptschuld an Libanons langem und blutigem B&uuml;rgerkrieg. &ldquo;Der Nachteil ist, dass es so schwieriger ist, den Fl&uuml;chtlingen gezielt Hilfe zu bringen&rdquo;, sagt Bente Scheller, Leiterin des Regionalb&uuml;ros der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung in Beirut. &ldquo;Aber es hat auch den gro&szlig;en Vorteil, dass niemand verpflichtet ist, an einen bestimmten Ort zu gehen.&rdquo; Fl&uuml;chtlingslager sind oft wie Gef&auml;ngnisse, mit eigenen Regeln, Schmugglern und mafi&ouml;sen Strukturen. &hellip; Deshalb kommen alle Syrer, die etwas brauchen und nicht mehr weiterwissen, in Salihs B&uuml;ro im Erdgeschoss der Stadtverwaltung. Doch was immer er auch tut, es reicht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F11%2F19%2Fa0090&amp;cHash=3e86e3df699b36821fbdfe29c19d1e27\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Daf&uuml;r bauen wir mit viel Geld die Festung Europa aus. W&auml;re das Geld nicht als Hilfe f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge im Libanon, in Jordanien und der T&uuml;rkei nicht besser angelegt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gaucks Welt &ndash; immer noch &ldquo;Neuling in der Marktwirtschaft&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident &ndash; ich schreibe bewusst nicht unser Bundespr&auml;sident &ndash; hat heute auf dem Arbeitgebertag der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde eine Rede gehalten, in der er auf seine Zeit nach der Wiedervereinigung als &ldquo;Neuling in der Marktwirtschaft&rdquo; zur&uuml;ckblickt [&hellip;]<br>\nWas Gauck da so leutselig fabuliert, h&ouml;rt sich f&uuml;r jeden einigerma&szlig;en informierten Menschen nat&uuml;rlich an, als ob da jemand verkehrte Welt spielt. Leider sind nicht zuletzt wegen eines solchen Bundespr&auml;sidenten nicht so viele Menschen einigerma&szlig;en informiert, wie einigerma&szlig;en nicht informiert sind. Weder stellt Gauck kritisch heraus, was denn den &ldquo;konsequenten Modernisierungsprozess&rdquo; charakterisierte, noch hat der Bundespr&auml;sident (!) offenbar wahrgenommen, wie Deutschland vom Ausland wahrgenommen wird. Das schl&auml;gt sich unter anderem auch in diesem unglaublichen Satz nieder:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/11\/gaucks-welt-immer-noch-neuling-in-der-marktwirtschaft\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition auf Kosten Europas<\/strong><br>\nDie Koalitionsverhandlungen zwischen CDU\/CSU und SPD lassen in diesen Wochen Berlin als das Zentrum Europas erscheinen, sogar die EU-Hauptstadt Br&uuml;ssel steht da etwas im Schatten und verfolgt die europapolitischen Implikationen mit viel Spannung &ndash; und mit noch mehr Sorge. Denn in zwei Fragen laufen die Berliner Verhandlungen auf Ergebnisse zu, die die EU in wichtigen finanziellen Fragen ausbremsen. Sowohl bei der Frage, wie Banken gemeinsam beaufsichtigt und bei &uuml;bergro&szlig;en Schieflagen auch abgewickelt werden (Stichwort Bankenunion), als auch bei der Frage, wie Krisenl&auml;nder aus der Schuldenfalle kommen sollen, setzen die Koalition&auml;re offenbar auf national dominierte statt auf mutige europ&auml;ische L&ouml;sungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-grosse-koalition-auf-kosten-europas,1472602,25058332,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Rituale<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volkerpispers100.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19315","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19315"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19318,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19315\/revisions\/19318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}