{"id":19371,"date":"2013-11-22T16:27:55","date_gmt":"2013-11-22T15:27:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371"},"modified":"2013-11-22T16:27:55","modified_gmt":"2013-11-22T15:27:55","slug":"hinweise-des-tages-ii-133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h01\">Hessen &ndash; CDU und Gr&uuml;ne wollen &uuml;ber Koalition verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h02\">Geheimer Krieg &ndash; Agenten der L&uuml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h04\">OECD: Regierungen k&uuml;rzen Gesundheitsausgaben in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h05\">Debatte Gl&uuml;cksforschung &ndash; Saldo des Wohlbefindens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h06\">Neoliberales Rollback<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h07\">&bdquo;Sparpolitik: Ende des Dogmas&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h08\">M&auml;rkte zittern vor m&ouml;glichem Negativzins der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h09\">Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin: Wandlungen im Deutschlandbild der Spanier von der Vereinigung bis zur Wirtschaftskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h10\">Unemployment is a Government Policy Choice<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h11\">Paul Krugman &ndash; Expanding Social Security<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h12\">Ungleiche Energiepreise in Europa und den USA: Quellen der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h13\">Koalitionsgespr&auml;che im Visier der Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h14\">Ohne russische Zustimmung kein Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h15\">Afrika gegen das Weltgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h16\">Entwicklungshilfe als Gesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h17\">Gregor Gysi &ndash; &raquo;Wir m&uuml;ssen beweisen, dass eine andere Welt m&ouml;glich ist&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h18\">Schleswig-Holstein will FH-Doktor: Angriff auf die Uniprivilegien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371#h19\">Zu guter Letzt: Minimum Wage kills jobs?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19371&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hessen &ndash; CDU und Gr&uuml;ne wollen &uuml;ber Koalition verhandeln<\/strong><br>\nNach zwei Monaten der Sondierungsgespr&auml;che zwischen allen Parteien will die Hessen-CDU offenbar an diesem Freitag den Gr&uuml;nen Koalitionsverhandlungen anbieten. Beim strittigen Thema Flughafenausbau sollen CDU-Regierungschef Volker Bouffier und der gr&uuml;nen Spitzenmann Tarek Al-Wazir einen Kompromiss f&uuml;r m&ouml;glich halten. Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel hat das Vorhaben inzwischen best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/cdu-und-gruene-wollen-ueber-koalition-verhandeln-aid-1.3835086\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da zeigt sich wieder, dass in der Debatte um rot-rot-gr&uuml;ne B&uuml;ndnisse bei der allgemeinen Fixierung auf SPD und Linke das wohl gr&ouml;&szlig;te Hindernis f&uuml;r eine solche Koalition vergessen wird. Die Gr&uuml;nen haben gute Chancen, die FDP als liberale Partei auch dauerhaft zu ersetzen. Der CDU geht dadurch in den L&auml;ndern und nach Merkels Abgang auch im Bund der traditionelle Koalitionspartner abhanden. Die CDU hat somit ein sehr gro&szlig;es Eigeninteresse, die Gr&uuml;nen ins b&uuml;rgerliche Lager zu ziehen. Selbst wenn SPD und Linke sich mittel- bis langfristig gegenseitig als potentielle Koalitionspartner anerkennen, fehlen zu einer rot-rot-gr&uuml;nen Koalitionsoption immer noch die Gr&uuml;nen. Die k&ouml;nnten dann &ndash; so wie fr&uuml;her die FDP &ndash; eine Rolle als K&ouml;nigsmacher in der politischen Mitte einnehmen. Es gibt nicht wenige f&uuml;hrende Politiker in den Reihen der Gr&uuml;nen, die eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition einer rot-rot-gr&uuml;nen vorziehen w&uuml;rden.<\/em> <\/p>\n<p>dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18804\">Jens Berger &ndash; Der gr&uuml;ne Faktor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Geheimer Krieg &ndash; Agenten der L&uuml;fte<\/strong><br>\nProstituierte, gepanschtes Kerosin und Verschleppungen von Gefangenen: Wenn ein fr&uuml;herer CIA-Pilot ins Plaudern kommt, h&ouml;rt man von dubiosen Geheimdienstaktionen. Wie die Amerikaner Flugh&auml;fen in Deutschland nutzen.<br>\nPiloten haben die Welt gesehen, sie kommen rum. Piloten, die f&uuml;r die CIA fliegen, haben mehr gesehen &ndash; auch den Schmutz in der Welt.<br>\nDer Pilot, der in einem Hotel in Osteuropa &uuml;ber seine Zeit in Deutschland und die Geheimfl&uuml;ge der CIA spricht, die in Frankfurt begannen, ist ein Veteran. Er wurde von der CIA ausgebildet und nicht von der Air Force wie die meisten Kollegen. Das muss vor vierzig Jahren gewesen sein. Er ist erfahren, und er hat sich gut gehalten: Anfang 60, gro&szlig;, schlank, l&auml;ssig, nur die Gesichtsz&uuml;ge sind ein bisschen w&auml;chsern. Er ist ein Kerl, der schon verdammt lange dabei ist und die Spielregeln kennt: keinen Namen, ansonsten ist alles frei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimer-krieg-agenten-der-luefte-1.1824796\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19352\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Ein seltsam schwaches Echo auf Recherchen &uuml;ber einen &uuml;blen Skandal: den geheimen Krieg<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chronik des NSA-Geheimdienstskandals &ndash; Aff&auml;re ohne Grenzen<\/strong><br>\nVom Tisch? Von wegen! Seit Juni 2013 werden dank des Whistleblowers Edward Snowden nahezu t&auml;glich neue Details &uuml;ber die Sp&auml;hpogramme des US-Geheimdiensts NSA und seiner Verb&uuml;ndeten bekannt. Egal ob Amerikaner oder Deutsche, Durchschnittsb&uuml;rger oder Kanzlerin: Alle sind betroffen. SZ.de dokumentiert die Medienberichte sowie die Reaktionen der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/chronik-des-nsa-geheimdienstskandals-affaere-ohne-grenzen-1.1807106\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Endlich reinen Wein einschenken<\/strong><br>\nDie US-Regierung versucht, den europ&auml;ischen Datenschutz zu verw&auml;ssern &ndash; denn um die Rechte nicht-amerikanischer B&uuml;rger scheren sie sich kaum. Zeit, &uuml;ber einen Umweg Druck aufzubauen.<br>\nDass US-Geheimdienste die Telefone verb&uuml;ndeter Staatschefs abh&ouml;ren, l&ouml;ste in Europa verst&auml;ndlicherweise einen Aufschrei aus. Viel schwerer wiegt jedoch, dass die US-Regierung Millionen Menschen abh&ouml;ren l&auml;sst, die sich nicht juristisch zur Wehr setzen k&ouml;nnen, weil ihnen die amerikanische Staatsb&uuml;rgerschaft fehlt. Die von Edward Snowden aufgedeckte massenhafte &Uuml;berwachung in Europa und dem Rest der Welt unterstreicht, wie wichtig ein internationaler Konsens dar&uuml;ber ist, dass Regierungen die Rechte von Menschen, die sich au&szlig;erhalb ihrer Staatsgrenzen befinden, nicht ignorieren d&uuml;rfen.<br>\nElektronische &Uuml;berwachung ist heute ein Kinderspiel. Mit einer einfachen Anfrage an den Mobilfunkanbieter k&ouml;nnen die Beh&ouml;rden den Lebenswandel einer Person rekonstruieren. Gleichzeitig sinken die Kosten f&uuml;r die Speicherung und Verarbeitung riesiger Datenmengen dramatisch. Schon jetzt beruht ein betr&auml;chtlicher Teil unseres Alltags auf digitaler Kommunikation &ndash; ein Trend, der sich weiter beschleunigen wird. Angesichts dessen sind z&uuml;gige Reformen n&ouml;tig, andernfalls drohen die Probleme aus dem Ruder zu laufen. Dabei geht es nicht nur um unsere Email-Konten und Handys, sondern auch um Kalender, Adressb&uuml;cher, Kontoausz&uuml;ge und Patientendaten. Denn Regierungen und Unternehmen k&ouml;nnen die Aufenthaltsorte, Kontakte und Mitteilungen einzelner Personen immer genauer mitverfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/kenneth-roth\/7627-massenueberwachung-und-der-globale-datenschutz#7627\">The European<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>OECD: Regierungen k&uuml;rzen Gesundheitsausgaben in der Krise<\/strong><br>\nIn elf von 33 L&auml;ndern der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind die Gesundheitsausgaben pro Kopf zwischen 2009 und 2011 gesunken. Den st&auml;rksten R&uuml;ckgang gab es in den L&auml;ndern, die von der Krise am meisten betroffen waren. Das stellt die OECD im aktuellen Gesundheitsbericht Health at a Glance 2013 fest. Diese Entwicklung mache es noch wichtiger, dass die L&auml;nder ihre Gesundheitssysteme leistungsf&auml;higer und bezahlbarer machen, hie&szlig; es aus der Organisation.<br>\nAm st&auml;rksten sanken dem Bericht zufolge die Gesundheitsausgaben in Griechenland (um 11,1 Prozent) und in Irland (um 6,6 Prozent). Ebenfalls zur&uuml;ck gingen sie unter anderem in Portugal, England, D&auml;nemark, Spanien, Italien und &Ouml;sterreich. In den USA kam es zu einer Verlangsamung der Wachstumsrate von 3,4 in der letzten Dekade auf 1,3 Prozent zwischen 2009 und 2011.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/56675\/OECD-Regierungen-kuerzen-Gesundheitsausgaben-in-der-Krise\">aerzteblatt.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.keepeek.com\/Digital-Asset-Management\/oecd\/social-issues-migration-health\/health-at-a-glance-2013_health_glance-2013-en#page1\">OECD-Studie &bdquo;Health at a Glance 2013&ldquo; (englisch\/PDF)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Debatte Gl&uuml;cksforschung &ndash; Saldo des Wohlbefindens<\/strong><br>\nDie Zufriedenheitsforschung zeigt, wie unrecht neoliberale &Ouml;konomen haben. Und wie dringend Therapieformen ver&auml;ndert werden m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nWas mit dem publikumswirksamen Etikett &bdquo;Gl&uuml;cksforschung&ldquo; vermarktet wird, ist eigentlich Zufriedenheitsforschung. Dabei geht es nicht um fl&uuml;chtiges Gl&uuml;ck am Tresen oder beim Fernsehschauen. Vielmehr werden die Menschen nach dem verstandesm&auml;&szlig;ig ermittelten momentanen &bdquo;Saldo&ldquo; ihres Wohlbefindens &bdquo;alles in allem&ldquo; im Leben befragt. Die Antworten liefern Ergebnisse, die die gro&szlig;e oder kleine Bedeutung von Lebensereignissen, die grunds&auml;tzlich auch beeinflussbar oder erlernbar sind, f&uuml;r das Individuum und damit auch f&uuml;r die Gesellschaft deutlich machen. Daraus lassen sich handfeste &ndash; &bdquo;evidenzbasierte&ldquo; &ndash; politische Schlussfolgerungen ziehen.<br>\nDass der Verlust des Arbeitsplatzes unzufrieden macht, nicht selten auch krank, ist weitgehend bekannt. Die Zufriedenheitsforschung zeigt dar&uuml;ber hinaus, dass auch viele ehemalige Arbeitslose noch Jahre sp&auml;ter in ihrer Unzufriedenheit verharren. Auch dass Erwerbslosigkeit f&uuml;r die meisten Betroffenen ein Zustand ist, in den sie unfreiwillig hineingeraten sind, ist f&uuml;r die meisten Menschen selbstverst&auml;ndlich. Nur nicht f&uuml;r die f&uuml;hrenden neoliberalen Chicago-&Ouml;konomen. Sie behaupten, dass Arbeitslosigkeit von Menschen mit hoher &bdquo;Freizeitpr&auml;ferenz&ldquo; gew&auml;hlt werde. Die These von der &bdquo;freiwilligen Arbeitslosigkeit&ldquo; war auch in der deutschen Volkswirtschaftslehre lange Zeit weit verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Gluecksforschung\/!127865\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neoliberales Rollback<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel kehrt langsam wieder Business as usual ein. Die Eurokrise scheint abgehakt, neue EU-Gesetze sind wegen der ablaufenden Legislatur kaum noch zu erwarten. Ohne die neue Regierung in Berlin l&auml;uft ohnehin nichts, oder? Irrtum! Br&uuml;ssel ist Schauplatz eines gigantischen Rollbacks.<br>\nIm Kalten Krieg bezeichnete &ldquo;Rollback&rdquo; den Versuch des Westens, den Einfluss der Sowjetunion zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und der westlichen &ldquo;Freiheit&rdquo; Bahn zu brechen.<br>\n&Auml;hnliches ist derzeit in der EU im Gange. Was fr&uuml;her die Sowjetunion war, ist heute der Sozialstaat, und was fr&uuml;her der Westen war, ist heute ein B&uuml;ndnis der Neoliberalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/neoliberales-rollback\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Sparpolitik: Ende des Dogmas&rdquo;<\/strong><br>\nLaut einer Studie von Jan in&rsquo;t Veld, &Ouml;konom bei der Europ&auml;ischen Kommission wirken sich die politischen Ma&szlig;nahmen der letzten Jahre, die zur Sanierungen der Haushalte in Europa angewandt wurden, negativ auf Wachstum und Besch&auml;ftigung aus.<br>\nSo habe Frankreich zwischen 2011 und 2013 zusammengenommen 4,8 % Wachstum eingeb&uuml;&szlig;t stellt Lib&eacute;ration fest, &bdquo;den traurigen Rekord beim R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung h&auml;lt Griechenland: w&auml;hrend dieser drei Jahre, hat die von Athen erzwungene Sparpolitik [das Land] 8,05 % Wachstum gekostet. Italien, Spanien und Portugal haben demzufolge 4,9 %, 5,4 % und 6,9 % entsprechend ihres Bruttoinlandsprodukts verloren. Selbst das kraftstrotzende Deutschland hat dabei Federn gelassen (2,61 %).&ldquo;<br>\nDie Zeitung vermutet:<br>\n&bdquo;Die Studie, erstellt von einem einzigen, renommierten &Ouml;konomen, tr&auml;gt den Titelkopf der Europ&auml;ischen Kommission und ist daher nicht allein auf ihren Verfasser zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Sie beweist, dass das Dogma der Sparpolitik in Br&uuml;ssel mehr und mehr br&ouml;ckelt, bevor es zusammenbricht. [&hellip;] Weil es an umfassenden Entwicklungsprojekten fehlt, belastet das Sparen derzeit die Wirtschaft und f&uuml;hrt zu Protesten und zum Erstarken von Populismus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/news-brief\/4340481-sparpolitik-ende-des-dogmas?xtor=RSS-18\">Lib&eacute;ration via Presseurop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Als kleine Randbemerkung. Der Artikel in der Lib&eacute;ration ist mit dem Satz &bdquo; Rigueur : m&ecirc;me &agrave; l&rsquo;UE, on n&rsquo;y cro&icirc;t plus&ldquo; &uuml;berschrieben. Was wir im Deutschen als &bdquo;Sparpolitik&ldquo; bezeichnen, wird im Franz&ouml;sischen als &bdquo;politique de rigueur&ldquo;, direkt &uuml;bersetzt hie&szlig;e dies &bdquo;Politik der H&auml;rte\/Strenge\/Unerbittlichkeit&ldquo; &uuml;bersetzt. Was f&uuml;r ein Unterschied zum positiv besetzten Begriff &bdquo;Sparen&ldquo;. Vielleicht liegt es ja auch an der Sprache, dass die &bdquo;Austerit&auml;tspolitik&ldquo; &ndash; um einmal einen neutralen Begriff zu verwenden &ndash; in Deutschland so viel Beifall erntet?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>M&auml;rkte zittern vor m&ouml;glichem Negativzins der EZB<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) erw&auml;gt offenbar erstmals in ihrer Geschichte ernsthaft einen negativen Zins, zumindest meldet dies die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die anonymen Quellen berichten demnach, der unter dem Leitzins liegende sogenannte Einlagesatz k&ouml;nnte sinken &ndash; von derzeit 0,0 Prozent auf -0,1 Prozent. Dies k&auml;me de facto einem Strafzins f&uuml;r jene Banken gleich, die Geld wegen der andauernden Vertrauenskrise im Finanzsektor lieber sicher bei der EZB parken anstatt Kredite an andere Institute oder Firmen und Haushalte zu vergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/banken-maerkte-zittern-vor-moeglichem-negativzins-der-ezb-1.1823751\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein etwas widerspr&uuml;chlicher Artikel. Da wird einerseits erz&auml;hlt, dass ein Negativzins erwogen wird. Andererseits wird auf Kreise des Euro-Systems hingewiesen, dass am Mittwoch vor unerw&uuml;nschten Nebenwirkungen gewarnt wurde. Inzwischen hat der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank, Mario Draghi, Spekulationen &uuml;ber einen negativen Zins in der Eurozone heruntergespielt. Das Thema sei zwar bekannterma&szlig;en auf der j&uuml;ngsten Sitzung zu den Zinsen angesprochen worden, und er habe dies schon auf der Pressekonferenz gesagt. &ldquo;Seitdem gibt es jedoch nichts Neues&rdquo;, betonte Draghi. Zum d&auml;nischen Beispiel sollte man erw&auml;hnen, dass es den D&auml;nen nicht um eine Ankurbelung der Kredite bzw. Deflation geht, sondern darum, ausl&auml;ndische Investoren abzuschrecken, ihr Geld in der D&auml;nenkrone anzulegen, um die Wechselkursparit&auml;t zum Euro zu halten. &Auml;hnlich die Schweiz in den Siebzigerjahren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Wer gew&ouml;hnt den Verantwortlichen bei den Zeitungen endlich einmal diese selten d&auml;mlichen &Uuml;berschriften ab? &bdquo;M&auml;rkte zittern&ldquo; &ndash; wie darf man sich das konkret vorstellen? Wie &bdquo;zittert&ldquo; ein Markt? Die SZ schreibt dazu Folgendes:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;An den Finanzm&auml;rkten sorgte der Bericht f&uuml;r Nervosit&auml;t und setzte den Euro deutlich unter Druck. Er fiel nach Bekanntwerden der Bloomberg-Meldung deutlich, auf ein Tagestief von 1,3453 Dollar.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das Sch&ouml;ne an einem &bdquo;Tagestief&ldquo; ist, dass es so etwas an jedem Tag gibt. Der vermeintliche Absturz des Euros durch die &bdquo;zitternden M&auml;rkte&ldquo; sieht im Dreimonats-Chart &uuml;brigens g&auml;nzlich unspektakul&auml;r aus:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131122_04.png\" alt=\"Der vermeintliche Absturz des Euros\" title=\"Der vermeintliche Absturz des Euros\"><\/p>\n<p><em>Zur Erkl&auml;rung &ndash; es geht um die winzig kleinen R&uuml;ckgang vom 20. November; also ganz rechts im Chart.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; m&ouml;chte ich an dieser Stelle noch einmal auf die herrliche Glosse <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!95632\/\">&bdquo;M&auml;rkte verschieben Untergang&ldquo;<\/a> von Deniz Y&uuml;cel verweisen. Dort kommen die &bdquo;zitternden M&auml;rkte&ldquo; nat&uuml;rlich auch vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin: Wandlungen im Deutschlandbild der Spanier von der Vereinigung bis zur Wirtschaftskrise<\/strong><br>\nDas Deutschlandbild der Spanier hat sich seit der Wirtschafts- und Finanzkrise fundamental gewandelt, stellt Holm-Detlev K&ouml;hler in seinem Essay fest. Viele Spanier machen den von Angela Merkel verordneten Sparkurs f&uuml;r die anhaltende Krise in ihrem Land verantwortlich. Nur durch tiefgreifende Reformen, in Spanien und innerhalb der EU, sei das &ldquo;europ&auml;ische Projekt&rdquo; noch zu retten, so K&ouml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/geschichte\/zeitgeschichte\/deutschlandarchiv\/172169\/vom-bescheidenen-wertarbeiter-zur-arroganten-chefin\">Bundeszentrale f&uuml;r politischen Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wegen des geschichtlichen Abrisses ein lesenswerter Aufsatz, der allerdings dazu tendiert, die deutsche Verantwortung in der Krise zu relativieren. Nat&uuml;rlich hat die  spanische Zentralbank (wie auch die EZB. die sich damit herausredet, dass Sie nicht die Aufgabe gehabt h&auml;tte, die Kapitalfl&uuml;ssen nach Spanien im Auge zu behalten) geschlafen und hat die spanische Politik, wohl selbst in einem korrupten Klientelsystem gefangen, die aberwitzigen Bauvorhaben der spanischen Kommunen nicht gestoppt, sondern eher unterst&uuml;tzt. Und nat&uuml;rlich konnte man  im Nachhinein die eigenen Fehler ganz wunderbar mit den Folgen der Austerit&auml;tspolitik vermischen und letztlich alles &ldquo;Se&ntilde;ora Merkel&rdquo; zuschreiben. Weiterhin hat Holm-Detlev K&ouml;hler nicht ganz unrecht, wenn er schreibt: &ldquo;Niemand zwingt die spanische Regierung (im Unterschied zu Griechenland) dazu, eine die Wirtschaft und Gesellschaft zerst&ouml;rende Sparpolitik zu betreiben, die eine Deflationsspirale in Gang gesetzt hat, die noch f&uuml;r lange Zeit eine wirtschaftliche Erholung ausschlie&szlig;t. Statt eine gezielte Wirtschaftsf&ouml;rderungspolitik mit Anreizen f&uuml;r mehr Forschung, Entwicklung und Innovation zu betreiben, statt eine umfassende Steuerreform mit dem Ziel einer gerechteren Einkommensverteilung anzusto&szlig;en und statt eine ebenso notwendige Verwaltungsreform f&uuml;r mehr Transparenz und Effizienz in die Wege zu leiten, folgt die spanische Regierung dem neoliberalen K&uuml;rzungs- und Deregulierungsdogma.&rdquo; Nur h&auml;tte Spanien selbst bei einem moderateren Austerit&auml;tskurs kaum die Unterst&uuml;tzung der EU erhalten, um z.B. seine Banken zu retten, da die st&auml;rkste Kraft in der Eurozone das Heil in einer krassen Austerit&auml;tspolitik propagierte. Traurig allerdings, dass die Krisenl&auml;nder sich nicht zusammentaten, um wenigstens eine Alternative zu diskutieren. Traurig auch, dass die EZB so sp&auml;t reagierte. Vielleicht w&auml;ren dann noch alternative Politiken m&ouml;glich gewesen. &ndash; &Auml;rgerlich ist, dass K&ouml;hler bei der Fehleraufz&auml;hlung Vicen&ccedil; Navarro heranzieht, den Titel dessen Aufsatzes ignorierend: &ldquo;Die deutsche Politik bedroht Europa&rdquo;. Darin enthalten sind auch folgende S&auml;tze: &ldquo;Eines der Opfer dieser Politik ist die deutsche Arbeiterklasse selbst, denn ihre L&ouml;hne sind in den vergangenen Jahren weit unter ihrem Produktivit&auml;tsniveau gehalten worden. Die Reformen der Regierung Schr&ouml;der und Merkel haben die Kaufkraft der deutschen Arbeiterklasse verringert und ein gro&szlig;es Problem bei der Binnennachfrage geschaffen. So wird der Export statt der Binnennachfrage zum Motor der deutschen Wirtschaft, was wiederum auf Kosten der Arbeiterklasse sowohl in Deutschland als auch in den anderen L&auml;ndern der Eurozone geht, denn die Rezession w&auml;re nicht entstanden, wenn die deutsche Binennnachfrage gestiegen w&auml;re, weil diese die ganze europ&auml;ische Wirtschaft angekurbelt h&auml;tte.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unemployment is a Government Policy Choice<\/strong><br>\nA common misconception is that if everybody was prepared to take awful enough jobs, unemployment would be eradicated automatically, at least eventually, irrespective of the government&rsquo;s fiscal stance. Embedded in this argument is a misconception that unemployment, overall, can be eliminated through lower wages or deteriorating working conditions. In a capitalist monetary economy, this is not true. To think otherwise is to succumb to a fallacy of composition. [&hellip;]<br>\nUnemployment is a government policy choice. It occurs when the government fails to maintain demand at a level sufficient to sustain full employment.<br>\nMerely redistributing existing income from workers to capitalists by lowering wages has no systematic effect on aggregate demand and employment. The lower wages mean workers are cheaper for firms to hire, but demand for consumption goods may be reduced. So is there more or less impetus for firms to undertake production of consumption goods? Is there more or less impetus for firms to undertake production of investment goods that will increase the capacity to produce consumption goods in the future? The answers to these questions are indeterminate. A mere redistribution of income (from wages to profits or vice versa) has no systematic effect on output and employment.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/heteconomist.com\/unemployment-is-a-government-policy-choice\/\">heteconomist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Expanding Social Security<\/strong><br>\nFor many years there has been one overwhelming rule for people who wanted to be considered serious inside the Beltway. It was this: You must declare your willingness to cut Social Security in the name of &ldquo;entitlement reform.&rdquo; It wasn&rsquo;t really about the numbers, which never supported the notion that Social Security faced an acute crisis. It was instead a sort of declaration of identity, a way to show that you were an establishment guy, willing to impose pain (on other people, as usual) in the name of fiscal responsibility.<br>\nBut a funny thing has happened in the past year or so. Suddenly, we&rsquo;re hearing open discussion of the idea that Social Security should be expanded, not cut. Talk of Social Security expansion has even reached the Senate, with Tom Harkin introducing legislation that would increase benefits. A few days ago Senator Elizabeth Warren gave a stirring floor speech making the case for expanded benefits.<br>\nWhere is this coming from? One answer is that the fiscal scolds driving the cut-Social-Security orthodoxy have, deservedly, lost a lot of credibility over the past few years. (Giving the ludicrous Paul Ryan an award for fiscal responsibility? And where&rsquo;s my debt crisis?) Beyond that, America&rsquo;s overall retirement system is in big trouble. There&rsquo;s just one part of that system that&rsquo;s working well: Social Security. And this suggests that we should make that program stronger, not weaker.<br>\nBefore I get there, however, let me briefly take on two bad arguments for cutting Social Security that you still hear a lot.<br>\nOne is that we should raise the retirement age &mdash; currently 66, and scheduled to rise to 67 &mdash; because people are living longer. This sounds plausible until you look at exactly who is living longer. The rise in life expectancy, it turns out, is overwhelmingly a story about affluent, well-educated Americans. Those with lower incomes and less education have, at best, seen hardly any rise in life expectancy at age 65; in fact, those with less education have seen their life expectancy decline.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/11\/22\/opinion\/krugman-expanding-social-security.html\">NYT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ungleiche Energiepreise in Europa und den USA: Quellen der Angst<\/strong><br>\nIn den USA boomt die F&ouml;rderung von unkonventionellem &Ouml;l und Gas, das sogenannte Fracking. Weil die Energiepreise in den Vereinigten Staaten dadurch viel billiger sind, warnen Experten vor dem Ausbluten zentraler Industrien in Europa. Der Umbruch auf dem globalen Energiemarkt alarmiert inzwischen auch die Internationale Energieagentur (IEA). Der &Ouml;l- und Gasboom in den USA werde die Industrie in Europa hart treffen, warnt die in Paris ans&auml;ssige Organisation ihrem neuesten Weltenergie-Ausblick. &ldquo;Sie wird in den n&auml;chsten Jahren deutlich Marktanteile verlieren&rdquo;, sagte IEA-Chef&ouml;konom Fatih Birol. Der Grund: &ldquo;Substanziell h&ouml;here Strompreise als in vielen anderen Regionen.&rdquo; Besserung sei nicht in Sicht. &ldquo;Wir sehen nicht viele Gr&uuml;nde, dass sich der Preisunterschied in den n&auml;chsten 20 Jahren signifikant verkleinern kann&rdquo;, sagte Birol. Die gro&szlig;en Unterschiede bei den Energiepreisen dies- und jenseits des Atlantiks gehen nur zum Teil auf die Energiewende in Deutschland und auf Teile Europas zur&uuml;ck. Sie werden vor allem bestimmt von der wachsenden F&ouml;rderung von sogenanntem unkonventionellen &Ouml;l und Gas, das aus tiefen Gesteinsschichten gel&ouml;st wird. Der Boom dieser Technik macht die USA schon 2015 zum global f&uuml;hrenden &Ouml;lproduzenten &ndash; noch vor Saudi-Arabien und Russland. Vor allem energieintensive Branchen wie die Chemie-, Stahl-, Aluminium- oder die Eisenindustrie k&ouml;nnten zu Energiefl&uuml;chtlingen werden und Europa verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ungleiche-energiepreise-in-europa-und-den-usa-quellen-der-angst-1.1817190\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Umweltaspekte der Gas-und &Ouml;lf&ouml;rderung (Umweltverschmutzung, Treibhausgase) muss auf jeden Fall davon ausgegangen werden, dass &Ouml;l- und Gasreserven einmal aufgebraucht sein werden. Insofern setzt Deutschland eindeutig auf die die Zukunft dominierenden Technologien, ein Vorhaben, das durchgehalten die Wettbewerbsf&auml;higkeit st&auml;rken wird. In der kurzen Frist erhalten bereits heute energieintensive Unternehmen ausreichend Privilegien, die eine Verlagerung in die USA immer unwahrscheinlicher machen. Und wir sollten nicht vergessen: Laut Bundesumweltministerium liegt der durchschnittliche Kostenanteil aller Energiearten bei zwei Prozent des gesamten Bruttoproduktionswertes, also die Summe aller in Deutschland produzierten G&uuml;ter und Dienstleistungen. Materialkosten und Personal fallen sehr viel st&auml;rker ins Gewicht. Eine Reform der EEG-Umlage sollte daher nur noch jene Unternehmen von der Umlage befreien, die nachweislich im internationalen Wettbewerb stehen. Was die USA betrifft, weist eine <a href=\"http:\/\/www.duh.de\/uploads\/media\/DUH-Hintergrund_Energiewende_und_Strompreise_14-08-2014.pdf\">Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) [PDF &ndash; 4.4 MB]<\/a> daraufhin, dass die Strompreise nach dem Schiefergasboom im Trend zwar niedriger als in Deutschland l&auml;gen. Doch habe es wegen anziehender Erdgaspreise (!) zuletzt eine Trendwende gegeben. Auff&auml;llig seien in den USA aber auch die viel gr&ouml;&szlig;eren Preisausschl&auml;ge an den B&ouml;rsen im Vergleich zur europ&auml;ischen Stromb&ouml;rse in Leipzig. Zudem leiden die USA unter einer schlechten Netzstabilit&auml;t. Durchschnittlich kommt es pro Jahr zu acht Stunden Versorgungsunterbrechungen, w&auml;hrend dieser Wert in Deutschland bei 15 Minuten liegt. &ldquo;Insbesondere stromsensible Unternehmen sind in solchen F&auml;llen gezwungen, teure Back-up-Systeme zu installieren. Auch dies nicht unbedingt eine Empfehlung f&uuml;r Unternehmen, Deutschland wegen allenfalls moderater Einsparungen bei der Stromrechnung Richtung USA zu verlassen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Koalitionsgespr&auml;che im Visier der Lobbyisten<\/strong><br>\nWie die Lobbyisten Einfluss auf die Koalitionsverhandlungen nehmen<br>\nIn der Endphase der Koalitionsverhandlungen schl&auml;gt die Stunde der Lobbyisten. W&auml;hrend der Koalitionsverhandlungen soll sich die Vorarbeit der Interessensgruppen der letzten Jahre auszahlen. Nun zeigt sich, wer &uuml;ber die besten Kontakte verf&uuml;gt und sich am meisten Geh&ouml;r verschaffen kann. Die Koalitionsgespr&auml;che sind ein Lehrst&uuml;ck daf&uuml;r, wie sich im Lobbyerfolg gesellschaftliche Machtungleichgewichte widerspiegeln. Der Koalitionsvertrag wird am Ende ma&szlig;geblich von m&auml;chtigen Lobbygruppen beeinflusst sein. [&hellip;]<br>\nSind die Papiere erst einmal in der Hand der Lobbyisten, beginnt die Textarbeit. Hier werden Formulierungen gestrichen oder erg&auml;nzt. Oder man wendet sich gleich per Mail oder Telefon an die Verhandler der entsprechenden Arbeitsgruppen. Als der Vorschlag kursierte, dass 75 Prozent des deutschen Stroms bis zum Jahr 2030 aus erneuerbaren Energien stammen sollte, rief dies die gro&szlig;en Energiekonzerne auf den Plan. Der Spiegel (47\/2013) berichtet, dass der Vattenfall-Lobbyist und fr&uuml;here Energiereferent der SPD-Bundestagsfraktion Wolfgang Dirschauer eine Mail an die &ldquo;lieben Kollegen&rdquo; von der SPD verfasste. Als &ldquo;Wahnsinn&rdquo; h&auml;tte er darin die SPD-Vorstellungen bezeichnet und gefragt, ob es &ldquo;Opium geregnet&rdquo; h&auml;tte. Die 75 Prozent stehen mittlerweile wohl nicht mehr zur Diskussion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/11\/koalitionsgespraeche-im-visier-der-lobbyisten\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ohne russische Zustimmung kein Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland?<\/strong><br>\nCDU, CSU und SPD schieben den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland auf die lange Bank. &bdquo;Die Formulierung im Koalitionsvertrag ist eine Farce und ein Formelkompromiss. Deutschland versteckt sich hinter Russland und den USA. Ein selbstbewusstes Vertreten von deutschen Interessen ist hier nicht mehr zu erkennen&ldquo;, erkl&auml;rt Xanthe Hall, IPPNW-Abr&uuml;stungsreferentin und Sprecherin der Kampagne &bdquo;atomwaffenfrei.jetzt&ldquo;. Wie man es richtig macht, zeigte in dieser Woche das Parlament in den Niederlanden. Es beschloss am 19. November 2013 de facto, die &bdquo;nukleare Teilhabe&ldquo; auslaufen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/3471b15601\/ohne-russische-zustimmung-kein-abzug.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Afrika gegen das Weltgericht<\/strong><br>\nAfrikanische Staaten fordern Immunit&auml;t f&uuml;r amtierende Amtsinhaber. Damit stellen sie einen Grundpfeiler der internationalen Strafjustiz infrage.<br>\nAuf der Jahresversammlung der Mitgliedstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag hat am Donnerstagnachmittag eine au&szlig;erordentliche Debatte &uuml;ber die Abschaffung eines Grundpfeilers der internationalen Strafjustiz begonnen.<br>\nAuf Antrag Kenias, unterst&uuml;tzt von der afrikanischen Staatengruppe, soll die M&ouml;glichkeit der Strafverfolgung amtierender Staats- und Regierungschefs und ihrer Stellvertreter aus dem Rom-Statut gestrichen werden.<br>\nDer Streit &uuml;ber eine m&ouml;gliche Immunit&auml;t f&uuml;r amtierende Amtsinhaber hat sich zu einem Zankapfel zwischen Afrika und dem IStGH entwickelt. Das Den Haager Weltgericht hat in den elf Jahren seines Bestehens ausschlie&szlig;lich in Afrika gearbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Internationaler-Strafgerichtshof\/!127944\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der kenianische Pr&auml;sident Uhuru Kenyatta ist ein echter Unsympath und ein Verbrecher. Um an die Macht zu kommen, hat er einen &bdquo;Trick&ldquo; benutzt, der in der europ&auml;ischen Geschichte schon Tradition hat. Er machte die Minderheits-Ethnien f&uuml;r die desolate Lage des Landes verantwortlich und hetzte die Mehrheits-Ethnie auf sie. Im Ergebnis wurden rund 1.500 Menschen get&ouml;tet und rund 250.000 Menschen vertrieben. Nat&uuml;rlich geh&ouml;rt dieser Mann vor den Internationalen Strafgerichtshof. Problematisch ist jedoch, dass Kenyatta sich in &bdquo;bester&ldquo; Gesellschaft befindet. Die USA, Russland und Israel haben das R&ouml;mische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs zwar unterzeichnet aber nicht ratifiziert. Staaten wie China, Pakistan, Indien und die T&uuml;rkei haben das Statut noch nicht einmal unterzeichnet. Es ist vollkommen klar, dass Entwicklungsl&auml;nder dies als Zwei-Klassen-Justiz wahrnehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Entwicklungshilfe als Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nBei Phoenix \/ Tacheles diskutierten Heinrich Bedford-Strohm (Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern), Gudrun Kopp (Parlamentarische Staatssekret&auml;rin), Veye Tatah (Chefredakteurin Africa Positive) und Peter Heller (Dokumentarfilmer, u.a. &ldquo;S&uuml;&szlig;es Gift&rdquo;) mit Jan Dieckmann &uuml;ber das Thema &ldquo;Entwicklungshilfe abschaffen?&rdquo;.<br>\nAb Minute 15 werden interessante Fakten genannt, die die Frage aufwerfen: Ist Entwicklungshilfe ein Gesch&auml;ft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/entwicklungshilfe-als-geschaeft\/\">AussenGedanken<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gregor Gysi &ndash; &raquo;Wir m&uuml;ssen beweisen, dass eine andere Welt m&ouml;glich ist&laquo;<\/strong><br>\nGregor Gysi spricht im Interview mit KLAR, das wir vorab ver&ouml;ffentlichen, &uuml;ber die neue Rolle der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag und dar&uuml;ber, was von der neuen Regierung zu erwarten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/wir-muessen-beweisen-dass-andere-welt-moeglich-ist\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schleswig-Holstein will FH-Doktor: Angriff auf die Uniprivilegien?<\/strong><br>\nSollen Fachhochschulen demn&auml;chst auch den Doktortitel verleihen d&uuml;rfen? Schleswig-Holstein will als erstes Bundesland das exklusive Promotionsrecht der Universit&auml;ten kippen &ndash; notfalls im f&ouml;deralen Alleingang. Es gebe keine &ldquo;Forschung erster und zweiter Klasse&rdquo;, meint die zust&auml;ndige Ministerin und verlangt Gleichberechtigung. Die Unilobby bangt um ihre Privilegien und l&auml;uft Sturm gegen das Vorhaben. Eine Revolution w&auml;re der Schritt allerdings nicht, eher w&uuml;rde er den Status quo auf die H&ouml;he der Zeit bringen. Dass es so kommt, ist dennoch ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1587-fh-doktor.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Minimum Wage kills jobs?<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131122_03.jpg\" alt=\"Minimum Wage kills jobs?\" title=\"Minimum Wage kills jobs?\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1694&amp;story_id=645\">The Real News<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19371","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19371"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19375,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19371\/revisions\/19375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}