{"id":19376,"date":"2013-11-25T09:05:51","date_gmt":"2013-11-25T08:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376"},"modified":"2013-11-25T11:31:45","modified_gmt":"2013-11-25T10:31:45","slug":"hinweise-des-tages-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h02\">Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h03\">Eingest&uuml;rztes Einkaufszentrum in Riga:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h04\">Die R&uuml;ckkehr von Wikileaks: Ein transpazifisches Leck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h05\">Highnoon in der AfD?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h06\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h07\">Forscher: Agrarspekulation wohl doch lebensgef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h08\">Unter Null: Leben auf der Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h09\">Gesetz zur Tarifeinheit: Falsch verstandene Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h10\">Verteilungsspielraum: Sollte sich ein gesetzlicher Mindestlohn an der Tariflohnentwicklung orientieren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h11\">Detlef Wetzel nimmt die Flex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h12\">&Ouml;ko in die Produktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h13\">Syrien: Der Stellvertreterkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h14\">Aufkl&auml;ren und Zeichen setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h15\">Gl&uuml;ckwunsch Dirk M&uuml;ller &ndash; er entlarvt mit einer Frage die ganze Doppelz&uuml;ngigkeit der &ldquo;Europa-Politik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h16\">Sie nennen es Service, dabei ist es Torheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h17\">TV-Tipp: Ein &ldquo;Geheimer Krieg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376#h18\">Audio: Dieter Hildebrandt, Kabarettist (20.11.2013)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19376&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA Abh&ouml;raff&auml;re: Im Kern ein deutscher Regierungsskandal<\/strong><br>\nNach den Enth&uuml;llungen von Edward Snowden zu den Abh&ouml;rpraktiken amerikanischer und britischer Geheimdienste auf deutschem Boden, reagierte die Bundesregierung zun&auml;chst durch demonstrative zur Show gestellte Naivit&auml;t. Damit hat man sich dann &uuml;ber die Wahl gerettet. Doch nun kristallisieren sich die Geschehnisse mehr und mehr als ein deutscher Regierungsskandal heraus.<br>\nDie Hinweise auf den BND im Rahmen der Abh&ouml;raff&auml;re lassen eigentlich nur noch einen Schluss zu: Offenbar haben es unsere Schlapph&uuml;te &uuml;ber die Jahre erfolgreich geschafft, nach au&szlig;en hin Harmlosigkeit und Inkompetenz (Stichwort: &bdquo;Staatsvirus&ldquo;) nur vorzut&auml;uschen.<br>\nDa die Dienste aber letztlich von der Regierung oder dem Kanzleramt gesteuert werden, haben diese ebenfalls &uuml;ber lange Jahre versucht, um &bdquo;Liebe und Anerkennung&ldquo; (sprich Five Eyes-Zugang) bei unseren Alliierten zu buhlen.<br>\nDas ging wohl so weit, dass dabei der Eid auf das Wohl der Bundesrepublik in Vergessenheit geriet oder zumindest gegen die eigene Bev&ouml;lkerung neu interpretiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/13431\/nsa-abhoeraffaere-im-kern-ein-deutscher-regierungsskandal\/%20\">Spreezeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Web-Index 2013: Tim Berners-Lee warnt vor der Bedrohung der Demokratie<\/strong><br>\nHeute wurde der Web-Index 2013 ver&ouml;ffentlicht. In dieser &Uuml;bersicht, die im letzten Jahr zum ersten Mal von der World Wide Web Foundation herausgegeben wurde, ist abgetragen, wie das Internet sich in den 81 erfassten L&auml;ndern auf die Entwicklung der Menschenrechte auswirkt. Erfasst wurden dabei die folgenden Kategorien:\n<ul>\n<li>Universeller Zugang: Haben die L&auml;nder in eine f&uuml;r jeden zug&auml;ngliche Infrastruktur investiert und sich auch um Bildungsma&szlig;nahmen im selbstst&auml;ndigen Umgang mit dem Internet bem&uuml;ht?<br>\nAuf dem World Summit on the Information Society 2003 wurde in einem Plan of Action als Ziel festgelegt, dass 50% aller Menschen Zugang zu einer Internetverbindung haben sollten. In vielen L&auml;ndern ist dieser mittlerweile auch als Recht verankert, beispielsweise in Costa Rica, Frankreich, Estland und Mexiko. Dennoch ist das Ziel von einem Internetzugang f&uuml;r wenigstens die H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung noch lange nicht erreicht. Marokko konnte als einziges Entwicklungsland diese Schwelle &uuml;berwinden, w&auml;hrend in anderen afrikanischen L&auml;ndern nur ca. 20% der Einwohner Zugang zum Netz haben. Das liegt in &auml;rmeren Regionen zu gro&szlig;en Teilen an den unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohen Kosten und zeigt, wie wichtig Freifunkinitiativen und gemeinschaftlich betriebene Infrastrukturen f&uuml;r die Entwicklung des Zugangs zu Informationen sind. (&hellip;)<\/li>\n<li>Freiheit und Offenheit: Wie weit bekommen die B&uuml;rger freie Informationen, k&ouml;nnen sie ihre Meinung offen &auml;u&szlig;ern und sind sie vor Bedrohungen und der Verletzung ihrer Privatsph&auml;re im Internet gesch&uuml;tzt?<br>\n&Uuml;berwachung und Zensur sind die beiden ma&szlig;geblichsten Kontraindikatoren von Freiheit und Offenheit. In dieser Wertung besteht ein augenscheinlicher Unterschied zwischen reicheren und &auml;rmeren L&auml;ndern. Entwicklungsl&auml;nder, vor allem solche mit undemokratischen Herrschaftsstrukturen, neigen dazu, Internetinhalte zu zensieren und zu filtern. In reicheren Industrienationen ist die &Uuml;berwachung ein viel gr&ouml;&szlig;erer Faktor, das ist sp&auml;testens seit Edward Snowden jedem bewusst. Aber &Uuml;berwachung f&uuml;hrt zu Selbstzensur &ndash; siehe beispielsweise die PEN-Studie &ndash; und somit landet man an einem &auml;hnlichen Punkt.<\/li>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/web-index-2013-tim-berners-lee-warnt-vor-der-bedrohung-der-demokratie\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p><\/ul><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Koalitionsverhandlungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mitgliederentscheid: Grass r&auml;t SPD-Basis von Gro&szlig;er Koalition ab<\/strong><br>\nDie Koalitionsverhandlungen von Sozialdemokraten und Union sind in der Endphase &ndash; doch die SPD-Mitglieder k&ouml;nnen per Entscheid alles zu Fall bringen. Schriftsteller G&uuml;nter Grass ermutigt die Basis nun zu diesem Schritt: &ldquo;Ich kann nur raten, nicht in die Gro&szlig;e Koalition zu gehen.&rdquo;<br>\nMitten im Endspurt der Koalitionsverhandlungen meldet sich G&uuml;nter Grass zu Wort: Der Schriftsteller, seit Jahrzehnten Symphatisant der SPD, h&auml;lt nichts von einem Zusammengehen der Partei mit der Union auf Bundesebene. &ldquo;Ich kann der SPD und ihren Mitgliedern nur raten, nicht in diese Gro&szlig;e Koalition zu gehen&rdquo;, sagte er. [&hellip;]<br>\nGrass bef&uuml;rchtet jetzt, dass Union und SPD in einer Gro&szlig;en Koalition mehr oder weniger ihr politisches Gesicht verlieren k&ouml;nnten &ndash; &ldquo;ohne dass etwas wegweisend Neues dabei herauskommt&rdquo;. Auch drohe das politische System Schaden zu nehmen. Sein Vorschlag: eine Minderheitsregierung von CDU\/CSU, geduldet von SPD und Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/guenter-grass-spd-sollte-auf-grosse-koalition-verzichten-a-935229.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Schau, schau &ndash; pl&ouml;tzlich entdeckt G&uuml;nther Grass, dass die SPD auch ihr &bdquo;politisches Gesicht verlieren k&ouml;nnte&ldquo;. Da muss die Frage gestattet sein, wo G&uuml;nther Grass eigentlich in den letzten zw&ouml;lf Jahren war? Aber diese Frage ist falsch gestellt. Wir wissen ja, wo Grass war und wir wissen auch, welche Positionen er vertrat. Als es 2005 um eine Gro&szlig;e Koalition ging, riet Grass der SPD doch lieber eine <a href=\"http:\/\/www.fixmbr.de\/die-vergesslichkeit-des-gnter-grass\/\">Ampelkoalition mit der FDP zu bilden<\/a>. Seine Begr&uuml;ndung: Gerhard Schr&ouml;der h&auml;tte so viel Gutes f&uuml;r das Land getan, dass man nicht auf ihn verzichten k&ouml;nne und man mit der FDP ja sehr gut eine &bdquo;liberale Politik&ldquo; umsetzen k&ouml;nnte. Die Agenda 2010 verteidigte Grass auch sp&auml;ter noch mit Z&auml;hnen und Klauen. Vor zwei Jahren unterzeichnete er zusammen mit zahlreichen Arbeitgeber-Funktion&auml;ren sogar einen <a href=\"http:\/\/www.fixmbr.de\/die-vergesslichkeit-des-gnter-grass\/\">offenen Brief<\/a> , der die Hartz-Reformen als &bdquo;&uuml;berlebenswichtig&ldquo; verteidigte und weitere Reformen anmahnte. Noch heute verteidigt er Schr&ouml;der und die Agendapolitik und sieht in <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/literatur-nobelpreistraeger-grass-rechnet-mit-lafontaine-ab-1.1745249\">Oskare Lafontaine<\/a> den Grund (&ldquo;schmieriger Verrat&ldquo;) f&uuml;r die desolaten Wahlergebnisse der SPD. Und nun bekommt Grass Zweifel, dass die SPD in einer Gro&szlig;en Koalition ihr &bdquo;politisches Gesicht verlieren k&ouml;nnte&ldquo;? Wer Freunde wie Grass hat, braucht offenbar keine Feinde mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Widerstand gegen Gro&szlig;e Koalition w&auml;chst<\/strong><br>\nFrank-Walter Steinmeier soll offenbar Au&szlig;enminister in der kommenden Regierungskoalition werden. Nur: in welcher Koalition &uuml;berhaupt? Die SPD-Basis macht Berichten des &ldquo;Spiegel&rdquo; zufolge inzwischen offen Stimmung gegen Schwarz-Rot. Die Union ist sauer.<br>\nImmerhin eine Entscheidung ist also schon mal gefallen: Kommt die Gro&szlig;e Koalition zustande, soll Frank-Walter Steinmeier (SPD) Au&szlig;enminister werden. In den F&uuml;hrungen von SPD und Union gebe es daran keinen nennenswerten Zweifel mehr, berichtet der Spiegel. Auch Steinmeier selbst habe demnach gegen&uuml;ber Vertrauten durchblicken lassen, dass er sich auf eine R&uuml;ckkehr ins Ausw&auml;rtige Amt eingestellt habe. Dem Nachrichtenmagazin zufolge seien enge Mitarbeiter Steinmeiers bereits dabei Personal auszuw&auml;hlen. Die Rheinische Post berichtet, Steinmeier wolle die deutsche Au&szlig;enpolitik &ldquo;wahrnehmbarer und selbstbewusster&rdquo; gestalten.<br>\nDie Frage ist nur: Kommt die Gro&szlig;e Koalition &uuml;berhaupt zustande? Nach Spiegel-Recherchen in Ortsvereinen und Bezirksverb&auml;nden w&auml;chst wenige Tage vor Abschluss der Verhandlungen mit der Union in der SPD der Widerstand gegen ein schwarz-rotes B&uuml;ndnis. &ldquo;Bisher l&ouml;sen die Ergebnisse keine Begeisterung aus&rdquo;, zitiert das Magazin den Vorsitzenden des Arbeitnehmerfl&uuml;gels (AfA) Klaus Barthel, &ldquo;selbst diejenigen, die einer Gro&szlig;en Koalition aufgeschlossen gegen&uuml;berstanden, sind bisher entt&auml;uscht.&rdquo; SPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles zweifelt dem Bericht zufolge denn auch: &ldquo;Wir k&ouml;nnen noch nicht sagen, ob der Koalitionsvertrag zustande kommt.&rdquo; Und die designierte Juso-Chefin Johanna Uekermann, sagte dem Magazin zufolge: &ldquo;Meine derzeitige Einsch&auml;tzung ist, dass es keine Mehrheit der Jusos f&uuml;r ein Ja zum Koalitionsvertrag geben wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-vor-dem-mitgliederentscheid-widerstand-gegen-grosse-koalition-waechst-1.1825999\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Vielleicht h&ouml;rt die SPD-Spitze doch noch die Signale und macht dem miserablen Verlauf der Koalitionsverhandlungen, in dem bisher zahlreiche SPD-Positionen aufgeweicht wurden, endlich ein Ende.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Absichtserkl&auml;rungen, die das Gesetzgebungsverfahren ersetzen<\/strong><br>\nDie Koalitionsverhandlungen und die Sprache des Zeitgeistes, mit der sie beschrieben werden.<br>\nWir brauchen keine Regierung mehr, die Gesetzesvorlagen in den Bundestag einbringt. Es reicht ganz offenbar, dass sich zwei Parteien gegen&uuml;bersitzen und Pl&auml;ne in einem &ldquo;Vertrag&rdquo; diktieren. So kommt der Mindestlohn oder beispielsweise die Frauenquote, glaubt man dem Tenor fast aller Medien. Die beiden Sujets stehen aber erstmal nur in der Vereinbarung zwischen den Koalitionspartnern. Das hei&szlig;t, was im Koalitionsvertrag steht, scheint f&uuml;r die Journalisten unserer kleinen postdemokratischen Republik schon so gut wie bewilligt und eingef&uuml;hrt zu sein.<br>\nDiese Ausdrucksweise, die man den B&uuml;rgern nun medial verabreicht, ist sehr bedenklich. Sie ist nicht mehr inspiriert vom verfassungsbasierten demokratischen Prozedere, sondern hat sich einer Sprache bem&auml;chtigt, die Demokratie als Kulisse, als erhabene Dekoration behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/11\/absichtserklarungen-die-das.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r ein v&ouml;llig neues Crossover<\/strong><br>\nDie Wiederbelebung des linken Projekts<br>\nDer Ausgang der Bundestagswahl 2013 stellt eine betr&auml;chtliche politische Herausforderung dar: Die Union hat fast die absolute Mehrheit der Sitze errungen. Die SPD ist &ndash; trotz geringer Zugewinne &ndash; zu einer gegen&uuml;ber CDU\/CSU deutlich schw&auml;cheren Partei geworden; die Gr&uuml;nen haben &ndash; gegen alle Umfragetrends fast der gesamten letzten vier Jahre &ndash; ihren Aufstieg in die Liga der mittelgro&szlig;en Parteien klar verfehlt. Und auch die Linkspartei ist schlie&szlig;lich wieder unter die Zehn-Prozent-Marke gerutscht.<br>\nParteipolitisch stehen die Zeichen somit nicht auf Politikwechsel. Und auch gesellschaftlich tut sich in Deutschland wenig. Der Widerspruch zwischen den von linken, sozialen und &ouml;kologischen Kr&auml;ften behaupteten Handlungsnotwendigkeiten und der politischen Realit&auml;t ist nach der Bundestagswahl noch gr&ouml;&szlig;er geworden. Das Wahlergebnis ist deshalb auch eine intellektuelle Herausforderung. Oder wie Albrecht von Lucke in dieser Zeitschrift schrieb: &bdquo;Die gro&szlig;e Frage auf dem linken Fl&uuml;gel des Parteienspektrums lautet daher: Wie schafft man in den n&auml;chsten vier Jahren aus einer bisher blo&szlig; arithmetischen Mehrheit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n erst eine gesellschaftliche und dann auch eine politische Mehrheit?&ldquo;[1]<br>\nFast 30 Prozent der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind bei der Bundestagswahl wieder einmal den Wahlurnen ferngeblieben. 15 Prozent der W&auml;hler votierten f&uuml;r Parteien, die es nicht in den Bundestag schafften. Vor allem aber erhielt eine durch die Liberal-Konservativen integrierte &bdquo;Mitte&ldquo; eine beeindruckende Mehrheit der Stimmen. Sie reicht an das Ergebnis von 1990 heran: Damals erzielten CDU\/CSU und FDP fast 55 Prozent, SPD, Gr&uuml;ne und PDS hingegen nur 41 Prozent der Stimmen. Dieses Mal stimmten 51 Prozent der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler f&uuml;r CDU\/CSU, FDP und die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD). SPD, Gr&uuml;ne und Linkspartei blieben dagegen bei nur knapp 43 Prozent. Seit dem Spitzenergebnis von 1998 &ndash; damals kamen die letztgenannten zusammen auf fast 53 Prozent &ndash; ging es f&uuml;r diese Parteien, w&uuml;rde man sie als &bdquo;Lager&ldquo; betrachten, in der Summe abw&auml;rts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/november\/fuer-ein-voellig-neues-crossover\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ein bereits existierendes Crossover-Projekt, das sich genau diesen Fragestellungen widmet, ist das Institut Solidarische Moderne: &bdquo;Der Vorstand des Instituts ist Ausdruck seiner politischen und wissenschaftlichen Vielf&auml;ltigkeit. Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Parteien, aus Wissenschaft und Politik, koordinieren die Arbeit des ISM. Der Vorstand besteht aus f&uuml;nf SprecherInnen: Sven Giegold, Sabine Leidig, Dr. Anke Martiny, Dr. Thomas Seibert und Andrea Ypsilanti&ldquo;. Mehr Informationen <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/\">sind hier erh&auml;ltlich<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eingest&uuml;rztes Einkaufszentrum in Riga:<\/strong><br>\n&bdquo;Hinweise auf die Ungl&uuml;cksursache verdichten sich, offenbar wurde auf dem Dach schweres Baumaterial gelagert.&ldquo;<br>\n&bdquo;Nach Angaben des stellvertretenden B&uuml;rgermeisters Andris Ameriks kippten bei dem Ungl&uuml;ck gleich mehrere verst&auml;rkte Stahltr&auml;ger auf einmal um. Dies k&ouml;nne ein Hinweis auf eine falsche Berechnung der Last sein. Ameriks machte indirekt Haushaltsk&uuml;rzungen f&uuml;r mangelhafte Baukontrollen verantwortlich. In den vergangenen Jahren seien viele Beh&ouml;rden von K&uuml;rzungen infolge der Wirtschaftskrise betroffen gewesen, auch die Bauaufsicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/riga-baumaterial-koennte-supermarktunglueck-verursacht-haben-a-935228.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong>  In Zeiten der Deregulierung und der Schw&auml;bischen Hausfrauen ist auch die Bauaufsicht von K&uuml;rzungen betroffen. Die Folgen in Riga: &uuml;ber 50 Tote.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die R&uuml;ckkehr von Wikileaks: Ein transpazifisches Leck<\/strong><br>\nFreihandelsabkommen ausserhalb der Welthandelsorganisation sind im Trend. Das war vor f&uuml;nf Jahren so und das hat sich bis heute nicht ge&auml;ndert. Die meisten Verhandlungen erscheinen selten auf dem &ouml;ffentlichen News-Radar. Im Moment gibt es jedoch zwei grosse Projekte, die Schlagzeilen generieren und Opposition mobilisieren: Verhandlungen zu einem transatlantischen Abkommen zwischen der EU und den USA (hier schon verbloggt) und das sogenannte Transpazifische Partnerschaftsabkommen &uuml;ber das schon seit 2010 verhandelt wird.<br>\nWikileaks hat nun vor ein paar Tagen jenen, die zu Handelsthemen arbeiten, ein wundersch&ouml;nes Geschenk gemacht. Es ver&ouml;ffentlichte den (angeblich) aktuellen Verhandlungstext des Kapitels zu Geistigem Eigentum.1 Verhandlungstexte sind typischerweise durchsetzt mit eckigen Klammern (als bracketed text bezeichnet) die angeben, welche Textstellen von welchen Verhandlungspartnern vorgeschlagen wurden respektive von wem sie abgelehnt werden. Ein Geschenk, weil solche Verhandlungen oft von Geheimhaltung gepr&auml;gt sind. Es gibt oft gute Gr&uuml;nde f&uuml;r diese, aber wie immer, wird sie von den Regierungen auch missbraucht. Wie auch immer man dazu stehen mag, diese Geheimhaltung erschwert die Forschung zum Thema. Die genauen Positionen, die Verhandlungsstrategien und -dynamik k&ouml;nnen immer erst nachtr&auml;glich aus vereinzelten Puzzle-Teilen zusammengesetzt werden und bleiben darum oft sehr spekulativ.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scienceblogs.de\/zoonpolitikon\/2013\/11\/21\/die-rueckkehr-von-wikileaks-ein-transpazifisches-leck\/\">ScienceBlogs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Highnoon in der AfD?<\/strong><br>\nAm Monatsende finden verschiedene Landesparteitage statt, an denen es zu einem Shootout zwischen neoliberalen und nationalliberal-rechtspopulitischen Kr&auml;ften kommen wird. [&hellip;]<br>\nBeim Landesparteitag in Hessen kam es gestern zum Eklat. Auch hier spielen die Fl&uuml;gelk&auml;mpfe eine wichtige Rolle. Diese wurden in aller &Ouml;ffentlichkeit auf der Facebook-Seite der AfD Hessen ausgetragen. So setzte sich auf dort der Rechtspopulist Jens Eckleben (Hamburg) f&uuml;r die Wahl f&uuml;r den Rechtspopulisten Wolfgang H&uuml;bner (Frankfurt a.M.) ein.<br>\nDer bisherige Vorstand (der u.a. zuvor den Rechtsau&szlig;en H&uuml;bner aus dem Vorstand entfernt hatte) ist zun&auml;chst zur&uuml;ckgetreten, um sich dann mittels einer Gruppenwahl wiederw&auml;hlen zu lassen, was vor allem von der rechtspopulistischen Fraktion abgelehnt wurde. Zun&auml;chst traten 8-10 GegenkandidatInnen an, die dann aufgrund der Gruppenwahl die Wahl doch noch ablehnten. Als die Versammlungsleitung dann keine weiteren Kandidaturen zulie&szlig;, verlie&szlig;en nach unterschiedlichen Angaben 120-160 AfDlerInnen den Raum, wodurch die Versammlung nicht mehr stimmberechtigt war und die Versammlung ohne Ergebnis abgebrochen werden musste. Der Parteitag wird in drei Wochen wiederholt.<br>\nIn der Versammlungsleitung sa&szlig; &uuml;brigens die AfD-Sprecherin Frauke Petry, die an dem Tag eigentlich eine Rede bei der rechtspopulistischen Compact-Veranstaltung in Leipzig halten sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2013\/11\/21\/highnoon-in-der-afd\/\">Andreas Kemper<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &ldquo;Compact&rdquo;-Konferenz: Krude Thesen bei Homophoben-Veranstaltung<\/strong><br>\nThilo Sarrazin trat auf, Eva Herman meldete sich per Audiobotschaft: Bei einer Konferenz des rechtspopulistischen Blattes &ldquo;Compact&rdquo; wurden reichlich krude und homophobe Thesen verbreitet. Rund 500 Menschen demonstrierten gegen die absurde Veranstaltung. [&hellip;]<br>\nVia Audiobotschaft wandte Herman sich am Samstag mit sonorer Stimme an die Konferenzbesucher: &ldquo;L&auml;ngst steht die Familienpolitik hierzulande der von Margot Honecker in nichts nach&rdquo;, erkl&auml;rte sie. Hermans Positionen sind bekannt &ndash; aber nichts im Vergleich zu dem, was die &uuml;brigen Referenten zu bieten hatten. In letzter Minute abgesagt hatte die Sprecherin der Alternative f&uuml;r Deutschland, Frauke Petry. Man hatte ihr vermutlich erkl&auml;rt, wie unglaubw&uuml;rdig das Mantra wirkt, man werde auf keinen Fall mit Rechtspopulisten in Europa koalieren, wenn man gleichzeitig auf einer Veranstaltung auftaucht, auf der krude Thesen zu Demographie verbreitet werden, zur Vererbung, krankmachenden Kinderg&auml;rten oder Minderj&auml;hrigen, die durch Propaganda schwul werden. [&hellip;]<br>\nVeranstalter der Konferenz ist J&uuml;rgen Els&auml;sser, Chefredakteur des &ldquo;Compact&rdquo;-Magazins &ndash; in den Siebzigern noch Mitglied des kommunistischen Bundes, sp&auml;ter Lehrer und jahrelang Autor von &ldquo;Konkret&rdquo; und &ldquo;Freitag&rdquo;, heute Rechtspopulist und Verschw&ouml;rungstheoretiker, der auf Familie schw&ouml;rt und Europas Untergang herbeiredet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/compact-veranstaltung-krude-thesen-der-homosexuellenhasser-a-935310.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>700 Millionen Mehrkosten bei Hartz IV<\/strong><br>\nEigentlich plant der Bund f&uuml;r 2013 mit einem R&uuml;ckgang bei der Anzahl der Hartz IV-Empf&auml;nger. Jetzt zeigt sich jedoch, dass dies wohl zu optimistisch war. Zudem greift bei Neu-Arbeitslosen die Versicherung immer seltener, sodass sie gleich in die Bed&uuml;rftigkeit rutschen&hellip;<br>\nNach diesem Bericht hat das Ministerium die Zusatzausgabe mit &ldquo;der wenig g&uuml;nstigen Entwicklung der Zahl der Bedarfsgemeinschaften&rdquo; begr&uuml;ndet. Die Bundesregierung hatte bei der Haushaltsaufstellung erwartet, dass die Zahl der Hartz-IV- Haushalte wegen der guten Konjunktur weiter sinkt. Nach der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Ende Oktober lag sie jedoch immer noch bei rund 3,28 Millionen. Nach den bisherigen Haushaltspl&auml;nen sollte der Bund dieses Jahr rund 32 Milliarden Euro f&uuml;r Hartz IV ausgeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/700-Millionen-Mehrkosten-bei-Hartz-IV-article11781471.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Die vergebliche Suche nach dem faulen Arbeitslosen<\/strong><br>\nMit der neuen Bundesregierung wird Deutschland einen Mindestlohn bekommen. Die SPD will so ihr Versagen bei den Hartz-Reformen reparieren: Die selbsternannte Partei der kleinen Leute begann damals, Arbeitslose als Faulpelze zu diffamieren&hellip;<br>\nWarum hat die SPD den Mindestlohn damals vergessen? In den wirtschaftspolitischen Debatten Anfang der Nullerjahre kam die Lohnuntergrenze kaum vor, das zeigt eine neue Studie. In der erbittert gef&uuml;hrten Diskussion um den deutschen Arbeitsmarkt war der Mindestlohn ein blinder Fleck, w&auml;hrend sich SPD-Regierung und Unionsparteien in bemerkenswertem Gleichklang darauf konzentrierten, lieber die Arbeitslosen zu disziplinieren&hellip;<br>\nWenn bald doch noch der Mindestlohn kommt, dann ist das zwar f&uuml;r Niedrigl&ouml;hner ein Gewinn; die Folgen der Hartz-Gesetze werden gemildert. Doch der entstandene Vertrauensschaden in die SPD wird sich damit nicht beheben lassen.<br>\nDie faulen Arbeitslosen als Massenph&auml;nomen blieben indes nur Phantome. 2011 untersuchten Leipziger Sozialwissenschaftler, ob der Druck der Hartz-Gesetze den Arbeitslosen nun derart Beine macht, dass sie schneller wieder in Lohn und Brot kommen. Das Ergebnis: Die Mehrzahl der Betroffenen war extrem kurz arbeitslos. Ungef&auml;hr genauso kurz wie fr&uuml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-debatte-wie-die-spd-arbeitslose-als-faul-diffamiert-hat-a-933238.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bilanz und Perspektive nach 10 Jahren &bdquo;Hartz-Gesetze&ldquo;<\/strong><br>\nProf. Dr. Gerhard B&auml;cker, IAQ der Universit&auml;t Duisburg-Essen, 23. Osnabr&uuml;cker Sozialkonferenz 09.11.2013<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kooperationsstelle-osnabrueck.de\/fileadmin\/user\/Aktivitaeten\/Sozialkonferenzen\/23._OSK\/Baecker_23.OSK.pptx.pdf\">Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabr&uuml;ck [PDF &ndash; 2.9 MB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Forscher: Agrarspekulation wohl doch lebensgef&auml;hrlich<\/strong><br>\nDer bekannteste Beleg f&uuml;r die angebliche Unsch&auml;dlichkeit der Finanzspekulation mit Nahrungsmitteln ist einer neuen Analyse zufolge mangelhaft. Der etwa von der Deutschen Bank zitierte Literatur&uuml;berblick des Wirtschaftsethikers Ingo Pies beruhe auf einer einseitigen Auswahl von Studien, schreibt der Bremer &Ouml;konom Hans-Heinrich Bass in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichtem Papier f&uuml;r die Verbraucherorganisation Foodwatch. Eine Forschergruppe um Professor Pies an der Universit&auml;t Halle-Wittenberg war 2012 in dem kritisierten &Uuml;berblick zu dem Schluss gekommen: Nach aktuellem Forschungsstand seien die Lebensmittelpreise nicht wegen der zunehmenden Finanzspekulation, sondern wegen der wachsenden Knappheit gestiegen. Pies st&uuml;tzt sich vor allem auf zehn Studien aus Fachzeitschriften, die ihre Artikel in einem &ldquo;Peer Review&rdquo;-Verfahren von unabh&auml;ngigen Gutachtern &uuml;berpr&uuml;fen lassen. Doch sechs dieser Texte stammen Volkswirt Bass zufolge von demselben Autorenteam um den US-Wissenschaftler Scott Irwin. Dieser habe aber nach eigenen Angaben f&uuml;r einen Anbieter von Rohstofffonds gearbeitet. &ldquo;Das nimmt seinen Schlussfolgerungen den Nimbus der Neutralit&auml;t&rdquo;, sagte Bass. &ndash; Auch den Inhalt der Studien verriss er. Als andere Wissenschaftler eine Berechnung von Irwin und Kollegen wiederholten, seien sie zum gegenteiligen Ergebnis gekommen: dass bestimmte Fonds sehr wohl die Weltmarktpreise von Nahrungsmitteln beeinflussen k&ouml;nnen. &ldquo;Es gibt den Beleg f&uuml;r die Unsch&auml;dlichkeit der finanzwirtschaftlichen Agrarspekulation nicht&rdquo;, folgerte Foodwatch-Chef Thilo Bode. Weil wegen der Gesch&auml;fte also m&ouml;glicherweise doch Menschen verhungerten, m&uuml;sse das Vorsorgeprinzip etwa aus dem EU-Recht angewandt und Spekulation eingeschr&auml;nkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F22%2Fa0080&amp;cHash=a25b7ca22be7af8a57b6af943a141ab1\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/uploads\/media\/2013-11-21_Bass_Finanzspekulation_und_Nahrungsmittelpreise_01.pdf\">Finanzspekulation und Nahrungsmittelpreise: Anmerkungen zum Stand der Forschung [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unter Null: Leben auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nDie meisten Bettler sind eine eigent&uuml;mliche Mischung aus zerst&ouml;rter Existenz und Z&auml;higkeit, aus Individualit&auml;t und L&uuml;gengeb&auml;uden, aus &Uuml;berlebenskunst und Tr&auml;gheit. Die Philosophen unter ihnen haben das Spiel durchschaut. Sie machen sich und uns nichts mehr vor. Ihre Geschichten sagen: &ldquo;Du landest schneller im Abseits, als du denkst.&rdquo; Auch im Sozialstaat Deutschland, dessen Obdachlose noch niemand gez&auml;hlt hat. Es gibt sch&auml;tzungsweise 300.000. &ndash; Bettler bedienen Vorurteile: Jetzt auch wieder vermehrt die Zigeuner! Die betteln bandenm&auml;&szlig;ig! Klar, arbeiten ist schwerer! Penner! S&auml;ufer! Aber wer redet schon mit den abgerissenen Gestalten? Wer sie fragt, erf&auml;hrt oft Dankbarkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/10\/18\/dlf_20131018_2009_5b8481aa.mp3\">Deutschlandradio&nbsp;[Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesetz zur Tarifeinheit: Falsch verstandene Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nEine der ersten Taten der Gro&szlig;en Koalition soll darin bestehen, das Streikrecht und das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Koalitionsfreiheit einzuschr&auml;nken. Wie die neuerdings wieder vermehrt auf Arbeitnehmerrechte bedachte Sozialdemokratie ihren Anh&auml;ngern das erkl&auml;ren wird, darauf darf man gespannt sein. Ein Gesetz zur Tarifeinheit ist ohne Zwang und Einschr&auml;nkung von Grundrechten nicht zu haben. Wenn man will, dass k&uuml;nftig nur noch die mitgliederst&auml;rkere Gewerkschaft im Betrieb Tarifvertr&auml;ge abschlie&szlig;en darf, muss man der anderen Gewerkschaft Rechte entziehen: das Recht, Tarifvertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en, indem man ihre Vertr&auml;ge nicht mehr anerkennt, oder das Recht, f&uuml;r solche Tarifvertr&auml;ge zu streiken. Damit ist klar: Es steht weitaus mehr auf dem Spiel als nur die Existenz von ein paar Berufsgewerkschaften, zu denen sich Menschen aus freien St&uuml;cken und mit gutem Recht &ndash; Stichwort Koalitionsfreiheit &ndash; zusammengeschlossen haben. Die DGB-Gewerkschaften geben angesichts dessen ein trauriges Bild ab. Wir sind f&uuml;r die Tarifeinheit &ndash; aber gegen eine Einschr&auml;nkung des Streikrechts, hei&szlig;t es. Dass das eine ohne das andere nicht zu haben ist, wird verdr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F22%2Fa0099&amp;cHash=37d2f34bc7f41aed6e545c5727514c9c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Alle diejenigen, die darauf bauen, dass ein neues Gesetz vor dem Verfassungsgericht scheitern w&uuml;rde, sollten bedenken, dass SPD und Union um diese M&ouml;glichkeit wissen und sich bem&uuml;hen werden, eine &ldquo;sichere&rdquo; Form eines Tarifeinheitsgesetzes zu finden. Abgesehen davon kann auch das Grundgesetz ge&auml;ndert werden. In der Diskussion wird von den Gegnern zu sehr juristisch argumentiert. Es sollte mehr &uuml;ber Sinn und Zweck der Koalitionsfreiheit diskutiert werden. Es ist nicht einzusehen, warum gerade die SPD die Probleme der Arbeitgeber in dieser Frage l&ouml;sen soll. Hinzukommt, dass die &ldquo;viel beschworenen englischen Verh&auml;ltnisse&rdquo; ausgeblieben sind. Es ist auch sehr fragw&uuml;rdig, die 70er Jahre Englands auf die heutige Situation zu &uuml;bertragen. Nicht ganz zu verstehen ist der DGB (zumindest mehrheitlich), der anscheinend nicht sieht, dass Mehrheitsgewerkschaften durch Umstrukturierungen schnell in die Minderheit geraten k&ouml;nnen. Der DGB sollte seine Kr&auml;fte darauf konzentrieren, mehr Arbeiter und Angestellte zu &uuml;berzeugen, sich &uuml;berhaupt gewerkschaftlich zu organisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verteilungsspielraum: Sollte sich ein gesetzlicher Mindestlohn an der Tariflohnentwicklung orientieren?<\/strong><br>\nDie Entwicklung des Mindestlohns von der Entwicklung der Tarifl&ouml;hne abh&auml;ngig zu machen erscheint allein schon wegen dieser Entwicklung alles andere als empfehlenswert. Dar&uuml;ber hinaus ist es aber auch aus anderen &Uuml;berlegungen heraus weder sinnvoll, den Mindestlohn den Tarifl&ouml;hnen folgen zu lassen, noch den Mindestlohn durch eine Tarifkommission festlegen zu lassen. Jedenfalls solange nicht, solange die Arbeitnehmer durch die mit der Agenda 2010 durchgesetzten Arbeitsmarkt-&rdquo;Reformen&rdquo; gegen&uuml;ber der Arbeitgeberseite geschw&auml;cht sind. Vielmehr ist von einem gesetzlich festgelegten Mindestlohn, der sich nach der Produktivit&auml;tsentwicklung &ldquo;&uuml;ber alle Branchen&rdquo; plus dem Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank richtet, ein positiver Einfluss auf die Tarifl&ouml;hne zu erwarten &ndash; nicht umgekehrt. \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131125_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131125_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/11\/zitat-und-statistik-des-tagesarnim-schildtariflohnemindestlohnverteilungsspielraum-sollte-sich-ein-gesetzlicher-mindestlohn-an-der-tariflohnentwicklung-orientieren\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Detlef Wetzel nimmt die Flex<\/strong><br>\nDie IG Metall ist die gr&ouml;&szlig;te Industriegewerkschaft der Welt &ndash; an ihre Spitze soll nun Detlef Wetzel r&uuml;cken. Ein Mann, der schlechte Nachrichten nicht einfach hinnimmt. Diese Einstellung hat ihm Erfolge gebracht &ndash; und einige Gegner. (&hellip;)<br>\nDie IG Metall schrumpfte aber bereits, als Detlef Wetzel vor sechs Jahren in die Frankfurter Zentrale kam. Sie hatte damals 2,3 Millionen Mitglieder, vier Jahre zuvor waren es noch 2,5 Millionen gewesen. Wetzel und Huber &ndash; beide waren als Duo an die Spitze ger&uuml;ckt &ndash; legten den Funktion&auml;ren Berechnungen vor, dass die Gewerkschaft innerhalb von f&uuml;nf Jahren allein durch Pensionierungen jedes f&uuml;nfte berufst&auml;tige Mitglied verlieren werde. Und jedes zehnte Mitglied lieb&auml;ugelte sowieso mit dem Austritt. &ldquo;Um f&uuml;nf vor zw&ouml;lf reformiert sich&rsquo;s leichter als um zehn&rdquo;, sagt Detlef Wetzel. &ldquo;Und als Berthold Huber und ich hier anfingen, war es f&uuml;nf vor zw&ouml;lf.&rdquo;<br>\nEs ist dies eine Uhrzeit, zu der man mit leisen T&ouml;nen kaum weiterkommt. Der Vorsitzende einer anderen Gewerkschaft hat einmal gesagt, im internen Umgang seien Huber und Wetzel doch recht unterschiedliche Typen. &ldquo;Huber nimmt die Feile, Wetzel die Flex.&rdquo; Der Vergleich ist deshalb ein bisschen unfair, weil Wetzel als Zweiter Vorsitzender andere Aufgaben hatte als Huber, der Erste. Der war in der Republik unterwegs, k&uuml;mmerte sich um Tarife, die Rettung von Firmen und Arbeitspl&auml;tzen, um die Politik; da ist die Feile ein geeignetes Instrument.<br>\nWetzel hingegen musste in Frankfurt das Haus instand setzen; W&auml;nde einrei&szlig;en, Platz f&uuml;r neue Zimmer schaffen, um im Bild zu bleiben. Zwangsl&auml;ufig die grobe Arbeit. Wenn man ihm von dem Vergleich erz&auml;hlt, antwortet er ein paar Sekunden lang nicht. Seine Finger spielen mit dem Kugelschreiber, schlie&szlig;lich &auml;u&szlig;ert er: &ldquo;Das sagen Leute, die das Prinzip der Wahrheit und Klarheit nicht verstanden haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ig-metall-detlef-wetzel-nimmt-die-flex-1.1825983\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Keine Angst vor K&auml;lte<\/strong><br>\nAm Wochenende bekommt die IG Metall einen neuen Vorsitzenden. Nach sechs Jahren an der Spitze tritt Berthold Huber ab. In der Wirtschaft wird bef&uuml;rchtet, dass der Ton mit seinem Nachfolger Detlef Wetzel sch&auml;rfer werden k&ouml;nnte. Und auch andere Gewerkschaften haben neue Spitzenleute mit gro&szlig;en Forderungen.<br>\nAuch wenn es zuletzt wenig Anlass gab &ndash; &ouml;ffentliche Aktionen scheut Berthold Huber nicht. Da ist er durch und durch Gewerkschafter. Etwa als es bei Opel 2009 Spitz auf Knopf stand. Da hatte die IG Metall Ende Februar zu einem Aktionstag nach R&uuml;sselsheim gerufen. Ihr Vorsitzender Berthold Huber trat trotz der frischen Temperaturen nur im Jackett auf:<br>\n&ldquo;Keine Angst vor der K&auml;lte, liebe Kolleginnen und Kollegen. Die Besch&auml;ftigten von GM in Europe, in Europa, haben heute eine Botschaft: Opel darf nicht sterben, Kolleginnen und Kollegen. Und Opel wird nicht sterben.&rdquo;<br>\nEr k&ouml;nne laut sein, sagt er von sich. Aber meist ist er es nicht. Meist geh&ouml;rt er zu den Leisen, Nachdenklichen, Pr&auml;zisen. Da sucht er dann auch schon mal w&auml;hrend eines Vortrages einen Spickzettel, eine Unterlage, auf die er sich gerne beziehen m&ouml;chte. Dabei verlangsamt er den Redefluss und seine Entourage ist heilfroh, wenn er den Zettel endlich gefunden hat. Und gewiss in dieser unaufgeregten Art wird er an diesem Wochenende die IG Metall in die H&auml;nde seines Nachfolgers Detlef Wetzel &uuml;bergeben, in guter alter Tradition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gewerkschaften-keine-angst-vor-kaelte.724.de.html?dram:article_id=269879\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Neue Agenda<\/strong><br>\nAnders als sein Vorg&auml;nger steht der designierte IG-Metall-Chef Wetzel f&uuml;r Beteiligung und Konfliktf&auml;higkeit. Manchem Betriebsratsf&uuml;rsten d&uuml;rfte das nicht gefallen<br>\nBerthold Huber tritt ab. Beim am Sonntag beginnenden au&szlig;erordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt am Main wird der 63j&auml;hrige als Erster Vorsitzender vom bisherigen Vize Detlef Wetzel abgel&ouml;st. Kanzlerin Angela Merkel, die am Montag vormittag beim Kongre&szlig; erwartet wird, d&uuml;rfte voll des Lobes f&uuml;r den scheidenden Gewerkschaftschef sein. Hat sich die IG Metall unter seiner &Auml;gide doch ein geh&ouml;riges St&uuml;ck in Richtung IG Bergbau, Chemie, Energie bewegt, der konservativsten und streik&auml;rmsten Organisation im DGB. Sein Nachfolger Wetzel steht f&uuml;r einen etwas anderen Kurs, der sich in den von ihm initiierten Organisierungskampagnen manifestiert. Will er die Politik der IG Metall aber tats&auml;chlich konflikt- und beteiligungsorientierter machen, d&uuml;rfte das Auseinandersetzungen mit den Spitzen der Konzernbetriebsr&auml;te nach sich ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/11-23\/017.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;ko in die Produktion<\/strong><br>\nWie viel Staat ist n&ouml;tig, um Unternehmen zu effizienter Produktion zu bewegen, was regelt der Markt? Diese Diskussion wird 2014 sch&auml;rfer werden, weil die routinem&auml;&szlig;ige &Uuml;berarbeitung der Br&uuml;sseler &Ouml;kodesign-Richtlinie ansteht. Bislang hat sich die EU-Kommission auf den Stromverbrauch von Elektroger&auml;ten konzentriert; nun wird diskutiert, welche anderen f&uuml;r die Umwelt bedeutsamen Aspekte noch integriert werden sollen: M&ouml;glich w&auml;ren Materialeinsatz und Haltbarkeit oder wie leicht ein Produkt repariert werden kann. Oder Vorschriften, wie viel Recyclingmaterial in einer Bohrmaschine enthalten sein oder wie schnell ein Smartphone zerlegbar sein muss.  Bei vielen Produkten, etwa Handys oder Fernsehern, sei der Stromverbrauch bei der Nutzung nicht das Hauptproblem. Egal ob Energie, Metalle, Wasser &ndash; oft w&uuml;rden die meisten Ressourcen in der Herstellung verbraucht. &ldquo;Hier brauchen wir neue Kriterien&rdquo;, so Rolf Buschmann vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F21%2Fa0138&amp;cHash=410b88fc83a8d39a82f068a97dc2aa39\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Syrien: Der Stellvertreterkrieg<\/strong><br>\nDer Krieg in Syrien, der auf den Libanon &uuml;bergreift, ist zu einem Kampf zwischen Sunniten und Schiiten geworden &ndash; eine Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien, Katar und der T&uuml;rkei auf der einen und Iran, Irak und die Hisbollah auf der anderen Seite. Der uralte Konflikt zwischen den beiden wichtigsten islamischen Str&ouml;mungen wird in den Libanon hineingetragen. Das kleine Land war schon immer gut f&uuml;r Stellvertreterkriege. Doch der Aufstand in Syrien hat nicht als Glaubenskrieg begonnen. Am Anfang rebellierten Syrer gegen die Diktatur, f&uuml;r Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Der Glaube hat, wenn &uuml;berhaupt, nur eine Nebenrolle gespielt. Erst die Einmischung von au&szlig;en, vor allem von Saudi-Arabien und Iran, hat aus dem Konflikt einen Religionskrieg gemacht. Saudi-Arabien hat sicher nicht beabsichtigt, dass am Ende Al-Qaida-Brigaden durch Syrien ziehen. Eines der vorrangigsten Ziele al-Qaidas ist schlie&szlig;lich die Vernichtung der saudischen Monarchie. Doch die Saudis unterst&uuml;tzen islamistische Rebellen, die einen Gottesstaat wollen. Wo h&ouml;rt ein Islamist nach dem Gefallen der Golfstaaten auf? Und wo f&auml;ngt ein Salafist an? Die Grenzen sind flie&szlig;end. Ist der Geist erst einmal aus der Flasche, kann ihn niemand mehr kontrollieren. Die Saudis haben das in Kauf genommen. &ndash; Warum? Es geht um weit mehr als Religion. F&uuml;r alle Beteiligten geht es auch um ihre Stellung als Regionalm&auml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F23%2Fa0162&amp;cHash=f79365e11f8a58962e799b8da9d499ab\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aufkl&auml;ren und Zeichen setzen<\/strong><br>\nJunge Wissenschaftler starten eine Crowdfunding-Kampagne f&uuml;r eine unabh&auml;ngige Ausstellung &uuml;ber das Versagen des s&auml;chsischen Verfassungsschutzes. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die Probleme mit dem Verfassungsschutz fingen ja nicht erst mit dem NSU an&ldquo;, meint Vereinsmitglied Frank Schubert, und sie reichten bis zur Bespitzelungen von Anw&auml;lten und Journalisten in j&uuml;ngster Zeit.<br>\nFinanziert werden soll das Ausstellungsprojekt &uuml;ber die Crowdfunding-Plattform Startnext. &bdquo;Wir wollen das mal von unten versuchen&ldquo;, sagt Schubert. Mit der Ausstellung will der Verein nicht nur aufkl&auml;ren, sondern auch ein Zeichen setzen f&uuml;r eine selbstbewusste und unabh&auml;ngige Zivilgesellschaft. Wenn sich der Verfassungsschutz nicht abschaffen lie&szlig;e, solle es wenigstens mehr demokratische Kontrolle geben, so Schubert. Die besten Verfassungssch&uuml;tzer w&auml;ren ohnehin die B&uuml;rger.<br>\nDie Spendenkampagne l&auml;uft noch bis zum 09. Dezember. Am Freitag waren mit etwa 3.000 Euro knapp 60 Prozent finanziert. Wenn alles gut geht, soll die Ausstellung schon ab Fr&uuml;hjahr 2014 in unterschiedlichen deutschen St&auml;dten gezeigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Crowfunding-fuer-VS-Ausstellung\/!128059\/\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gl&uuml;ckwunsch Dirk M&uuml;ller &ndash; er entlarvt mit einer Frage die ganze Doppelz&uuml;ngigkeit der &ldquo;Europa-Politik&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Heute hat der Deutschlandfunk-Moderator Dirk M&uuml;ller hierzu den Fraktionschef der Sozialdemokraten im europ&auml;ischen Parlament befragt. Swoboda ist ein h&auml;ufiger Gast beim Deutschlandfunk und uns nicht zum ersten Mal mit &auml;u&szlig;erst zwiesp&auml;ltigen Aussagen und Ans&auml;tzen aufgefallen (siehe hierzu hier).<br>\nGestern hat sich das ukrainische Parlament entschieden, sich vorerst nicht l&auml;nger der EU, sondern Russland weiter bzw. wieder anzun&auml;hern. Daf&uuml;r d&uuml;rfte nicht zuletzt der politische Druck mit verantwortlich zeichnen, den die EU in Bezug auf die Freilassung Timoschenkos gegen die ukrainische Regierung aufgebaut hat. (&hellip;)<br>\nDie journalistische Kr&ouml;nung aber ist nun diese Frage, auf die man als Zuh&ouml;rer f&ouml;rmlich gebrannt hat:<br>\n&ldquo;M&uuml;ller: Und ein europ&auml;isches Ultimatum im Falle Julia Timoschenko ist keine Erpressung?&rdquo;<br>\nSwoboda windet sich. M&uuml;ller noch einmal:<br>\n&ldquo;M&uuml;ller: Die Frage war ja, war das auch eine Art von Erpressung.<br>\nSwoboda: Da will ich nicht sagen, das war eine Erpressung. Es war eine der Bedingungen f&uuml;r den Beitritt, &uuml;bertrieben, sich auf die eine Frage zu konzentrieren&hellip;&rdquo;<br>\nMan atmet auf als Zuh&ouml;rer. Diese politische, mit zweierlei Ma&szlig; messende Lusche ist gestellt! Lesen Sie das ganze Interview. In meinen Augen ein Krimi und ein Beispiel f&uuml;r intelligenten, nicht h&ouml;rigen, selbstbewussten Journalismus. Es gibt sie anscheinend doch noch, die &ldquo;vierte Gewalt&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/11\/ukraineeuhannes-swobodadeutschlandfunk-gluckwunsch-dirk-muller-er-entlarvt-mit-einer-frage-die-ganze-doppelzungigkeit-der-europa-politik\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-eine-niederlage-fuer-die-eu.694.de.html?dram:article_id=269777\">&ldquo;Eine Niederlage f&uuml;r die EU&rdquo; &ndash; Hannes Swoboda im Gespr&auml;ch mit Dirk M&uuml;ller &ndash; Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sie nennen es Service, dabei ist es Torheit<\/strong><br>\nWas ist aus den Bollwerken europ&auml;ischer Bildung geworden? Bibliotheken strecken vor den IT-Konzernen die Waffen und geben Leserdaten massenhaft weiter. Eine gef&auml;hrliche Anbiederung. (&hellip;)<br>\nMan muss dar&uuml;ber aber versch&auml;rft nachdenken, auch im Bereich der Naturwissenschaften. Das Screening und die Auswertung von Leserprofilen sind dort mitnichten harmloser als im Bereich der Geisteswissenschaften. Was aus dieser Situation folgt, sollte sich von allein verstehen. Die Bibliotheken m&uuml;ssen, erstens, ihr Selbstverst&auml;ndnis als dezentrale Kultureinrichtungen, als Bollwerke europ&auml;ischer Bildung, wiedergewinnen und pflegen und dem &ndash; nicht zuletzt aus dem politischen Bereich kommenden &ndash; Druck zur Zentralisierung und technischen Erleichterung von Personendatenabgriffen widerstehen. Man muss nicht jedes Feature in seinen Webkatalog integrieren, blo&szlig; weil der Hausprogrammierer das schon immer einmal ausprobieren wollte.<br>\nDie Bibliotheken m&uuml;ssen, zweitens, ein Bewusstsein von der Labilit&auml;t der digitalen Infrastruktur entwickeln und auf analoge &bdquo;backups&ldquo; (wenn sie sich das derzeit schon nicht anders als so vorstellen k&ouml;nnen) f&uuml;r den Notfall (die aufmerksame, unbeobachtete Lekt&uuml;re) zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Mit ihnen erst bilden sie zudem mittel- und langfristig Eigentum und h&auml;ngen nicht am Tropf der Institutionen, die ihnen, ausnahmsweise (Nationallizenzen) die exorbitanten Lizenzgeb&uuml;hren zahlen. Denn dass &bdquo;digital&ldquo; nicht billiger f&uuml;r eine Bibliothek ist, sollte sich selbst in die letzten Hochburgen der eben durch die NSA und die GCHQ ihrer Naherwartung beraubten Erweckungsbewegung herumgesprochen haben. Wie bei der Berechnung der Kosten f&uuml;r Atomkraftwerke kam bislang ja immer nur die Jungfernfahrt (und nie die Wartung und die Folgekosten) in den Rechenansatz. Anders als dort muss sich die Vorstellung eines GAU im Bibliotheksbereich aber erst noch bilden. Aber da helfen uns schon, wie eben zu beobachten, die Onkels aus Amerika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/themen\/datenschutz-in-bibliotheken-sie-nennen-es-service-dabei-ist-es-torheit-12659003.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>TV-Tipp: Ein &ldquo;Geheimer Krieg&rdquo;<\/strong><br>\nDas Projekt &ldquo;Geheimer Krieg&rdquo; ist eine in Deutschland bisher einmalige medien&uuml;bergreifende Kooperation und ein Beispiel f&uuml;r modernen investigativen Journalismus. Sein H&ouml;hepunkt wird der Abend des 28. November im Ersten sein: es beginnt mit der monothematischen Panorama-Sendung um 21.45 Uhr, dann folgt um 22.45 Uhr die  Talkshow &ldquo;Beckmann&rdquo;, und anschlie&szlig;end wird die Dokumentation &ldquo;Schmutzige Kriege&rdquo; um 00.00 Uhr gesendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2013\/geheimerkrieg129.html\">Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Audio: Dieter Hildebrandt, Kabarettist (20.11.2013)<\/strong><br>\nDer Kabarettist Dieter Hildebrandt im Gespr&auml;ch mit Gabriele Gillen &ndash; Moderation: Gabriele Gillen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/podcasts\/wdr5\/tischgespraech120.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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