{"id":19389,"date":"2013-11-26T09:02:21","date_gmt":"2013-11-26T08:02:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389"},"modified":"2015-11-09T14:06:09","modified_gmt":"2015-11-09T13:06:09","slug":"hinweise-des-tages-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h01\">Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h03\">Bouffier fliegt Richtung Gr&uuml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h04\">Armee der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h05\">Finanzkrise 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h06\">Exportwahn &ndash;  Politikwechsel lohnt sich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h07\">Heist of the century: university corruption and the financial crisis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h08\">Volksinitiative &laquo;1:12 &ndash; F&uuml;r gerechte L&ouml;hne&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h09\">Paul Krugman: California, Here We Come?  &ndash;  Kalifornien, wir folgen Dir?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h10\">Der Suppenk&uuml;chenstaat w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h11\">&ldquo;Working Poor&rdquo;: Jeder zehnte Hauptverdiener von Armut bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h12\">Neuer Chef der IG-Metall &ndash; Der Erneuerer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h13\">Lehrlinge in Deutschland: Betriebe nutzen Azubis immer &ouml;fter als billige Arbeitskr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h14\">BILD, B.Z., Tagesspiegel &ndash; Geheim gehaltene Sensation &uuml;ber Berliner Jobcenter 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h15\">Helga Spindler: Hartz IV muss weg &ndash; was kommt danach?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h16\">Bahn f&uuml;rchtet Sperrung von 1400 Schrott-Br&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h17\">Deutsche Auftr&auml;ge f&uuml;r CSC: Dubioser Partner der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h18\">Peer Steinbr&uuml;ck auf SZ-F&uuml;hrungstreffen 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h19\">Durchbruch im Streit mit Teheran: Iran friert Teile des Atomprogramms ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389#h20\">So weit sind wir schon &ndash; Vorw&auml;rts zensiert Anzeige<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19389&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131126_koalitionsvertrag_stand_2411_20_00.pdf\">(Stand 24. 11. 20.00 Uhr) [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Schwarz-Rot-Maler<\/strong><br>\nZwei Wochen vor dem Mitgliederentscheid &uuml;ber den Koalitionsvertrag beginnt die Parteispitze, an der Basis um Zustimmung zu werben. Gabriel appelliert aber an die Vernunft, an Verantwortung. Wenn sich bei Koalitionsverhandlungen Verbesserungen f&uuml;r Millionen Menschen abzeichneten, d&uuml;rfe sich die SPD dem nicht verweigern. Voraussichtliche Erfolge der SPD seien zum Beispiel die Durchsetzung der Mietpreisbremse, die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft, die Solidarrente. &ldquo;Es geht um das Schicksal der Sozialdemokratie in den n&auml;chsten Jahren&rdquo;, sagt er. Ein Satz, schwer wie Blei. Gabriel will es so. Er will, dass jedes Mitglied die Schwere der Verantwortung sp&uuml;rt. Die Folgenschwere. Er macht im engeren Sinne gar keine Werbung f&uuml;r den Koalitionsvertrag. In der Wenn-dann-Rhetorik von Reklame folgt auf das Dann f&uuml;r gew&ouml;hnlich eine verlockende Versprechung. Gabriel sieht eher die sozialdemokratische Apokalypse vor sich, f&uuml;r die er die Ablehner der Koalition verantwortlich machen w&uuml;rde. &ldquo;Wenn die SPD Nein zur Gro&szlig;en Koalition sagt, dann verabschiedet sie sich von ihrem Volksparteicharakter.&rdquo; Einem jungen Zwischenrufer sagt er: &ldquo;Du wirst die SPD mit Ablehnung politisch und finanziell zugrunde richten.&rdquo; Eine Neuwahl und der damit verbundene Wahlkampf koste zu viel. Und: &ldquo;Wenn ein Vorsitzender in einer so wichtigen Frage aufl&auml;uft, muss jedem klar sein, was passiert.&rdquo; Gabriel stellt offenbar sein Amt zur Disposition. Er wirft alles in die Waagschale. Das wirkt eher verzweifelt als taktisch klug. Die Veranstaltung wird angespannter, der Ton gereizter. Bei manchen Fragen der Mitglieder wird Gabriel ungehalten. Warum es kein Linksb&uuml;ndnis gibt? &ldquo;Das ist keine sozialdemokratische Partei&rdquo;, poltert er. Auch eine Minderheitenregierung von Merkel sei v&ouml;llig unrealistisch, eher gebe es Wiederwahlen. &ldquo;Und wer glaubt, die SPD schneide dann besser ab, ist ein gro&szlig;er Optimist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F11%2F25%2Fa0083&amp;cHash=319aa668a650cff05ad478b15a6c966f\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grund geschieht hier etwas Ungeheuerliches: Die SPD-Basis soll die Gro&szlig;e Koalition akzeptieren, ohne dass sie die Koalitionsvereinbarung kennt. Was hei&szlig;t das? Gabriel &amp; Co werden schon daf&uuml;r sorgen, dass sozialdemokratische Kernvorstellungen umgesetzt werden &ndash; Hauptsache sie sind in der Regierung? Es ist doch keineswegs so, dass der Koalitionsvertrag auch nur im Ansatz fertig ist. Im Gegenteil, Union und SPD werden bis kommenden Mittwoch noch viele Streitpunkte kl&auml;ren m&uuml;ssen, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/koalitionsvertrag-ueberall-klammern-und-fragezeichen-1.1827694\">schreibt die SZ, der der Entwurf des Koalitionsvertrages vorliegt<\/a>. Selbst beim Mindestlohn, den die SPD-Spitze wie eine Monstranz vor sich her tr&auml;gt, als ob z.B. der Sinneswandel in Sachen Steuererh&ouml;hung oder die gedankliche Leere beim Thema Europa damit kompensiert werden k&ouml;nnten, m&ouml;chte die Union den Empf&auml;ngerkreis beschr&auml;nken und bestimmte Langzeitarbeitslose und Rentner herausnehmen.  Was ist dann mit der von Sigmar Gabriel in das Spiel gebrachte Friseurin aus dem Erzgebirge, wenn sie als Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn ausgeschlossen bleibt. Dabei ist schon die Kommission, die in einer Pattsituation beim Mindestlohn auf das Los zur&uuml;ckgreifen soll, ein St&uuml;ck Absurdistan. Warum soll nicht gerade dann die Politik das letzte Wort haben? Was soll die Mietpreisbremse, wenn dar&uuml;ber Kommunen von Fall zu Fall entscheiden k&ouml;nnen? Niemand wei&szlig;, ob die Union akzeptieren wird, dass jeder, der 45 Beitragsjahre auf dem Buckel hat, ohne Abschl&auml;ge mit 63 Jahren in Rente gehen kann. Und da kommt der Parteivorsitzende, schwingt die ganz gro&szlig;e Keule von Niedergang der Volkspartei, vom Absturz bei Neuwahlen und diffamiert bereits jetzt, ohne den Koalitionsvertrag in trocknen T&uuml;chern zu haben, die Gegner einer gro&szlig;en Koalition als unverantwortlich. Was soll die Befragung, wenn f&uuml;r den Vorsitzenden schon feststeht, dass derjenige, der die Koalition ablehne, die SPD politisch und finanziell zugrunde richte. Mag sein, dass die Abstimmung &uuml;ber den Koalitionsvertrag parteipolitisch ein Fehler war &ndash; ich glaube das nicht. Aber jetzt, wo das Ergebnis dieser Abstimmung h&ouml;chst unsicher ist, die Ablehnung der Koalition in der Bev&ouml;lkerung zunimmt, ignoriert Gabriel die Wahlfreiheit der Partei, spricht ihr letztlich die F&auml;higkeit ab, zu erkennen, was Sozialdemokratie ist. Und konzentriert sich ganz auf die Machtteilhabe als alles entscheidenden Faktor zum Erhalt der Volkspartei. Ist Gabriel in dieser Situation schlicht &uuml;berfordert, am Ende seiner Nerven? Oder spricht er einfach mit mehreren Zungen, wenn er am Sonntag auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt verk&uuml;ndet: &ldquo;Wir werden jedenfalls nichts zustimmen im Koalitionsvertrag, bei dem die Gewerkschaften sagen, das ist nicht genug.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA-Strategiepapier &ndash; Mission absolute Absch&ouml;pfung<\/strong><br>\nAuf f&uuml;nf Seiten beschreiben die unbekannten Autoren die Pl&auml;ne, die auf der Erkenntnis einer rapiden Digitalisierung der Welt und einer sich stark ver&auml;ndernden Staaten-Architektur bis 2025 basieren. Beides h&auml;ngt miteinander zusammen: Das &ldquo;goldene Zeitalter der Sigint&rdquo;, also der automatischen Gewinnung elektronischer Signale, ist dieser Logik zufolge die gr&ouml;&szlig;te Chance und die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung der NSA. Denn was die USA kann, kann theoretisch auch jeder Gegner, und dieser Gegner ist im digitalen Raum nicht mehr an Nationen gebunden oder durch milit&auml;rische Macht identifzierbar. Schutz vor Cyber-Attacken und -Spionage ist deshalb ein zentrales Thema, gleichzeitig will die NSA bis 2016 die F&auml;higkeiten zur eigenen Informationsgewinnung noch einmal ausbauen.<br>\nWie die Geheimdienste sich daf&uuml;r r&uuml;sten m&ouml;chten, wirkt auf den ersten Blick &auml;u&szlig;erst beunruhigend: Der weltweite Verschl&uuml;sselungsmarkt soll &uuml;ber &ldquo;kommerzielle Beziehungen&rdquo;, den Ausbau der einigen Codeknacker-F&auml;higkeiten, aber auch &uuml;ber &ldquo;Human Intelligence&rdquo;, also Spionage beeinflusst werden. Von solchen gesch&auml;ftlichen Beziehungen, also geheimen Abkommen mit IT-Sicherheitsfirmen und Internetprovidern, berichtete der Guardian bereits im September. Das nun ver&ouml;ffentlichte Dokument legt nahe, dass die NSA die Verschl&uuml;sselungssysteme zur Not auch durch das Einschleusen von Spionen bei den Herstellern knacken m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/nsa-strategiepapier-mission-absolute-abschoepfung-1.1826499\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA soll 50.000 Computer-Netzwerke infiziert haben<\/strong><br>\nDer &Uuml;berwachungsskandal um den amerikanischen Geheimdienst NSA weitet sich aus. Laut Informationen der niederl&auml;ndischen Abendzeitung NRC Handelsblad hat die NSA als Teil ihrer &Uuml;berwachungst&auml;tigkeiten weltweit 50.000 Computer-Netzwerke infiziert. Das gehe aus einer Pr&auml;sentation hervor, die dem Dokumente-Bestand des Whistleblowers Edward Snowden entstammen und der Zeitung vorliegen.<br>\nDer Geheimdienst habe Schadsoftware in die Netzwerke eingespeist, um an sensible Informationen zu gelangen, schreibt die Zeitung. Der Fachbegriff f&uuml;r diese Art der &Uuml;berwachung lautet Computer Network Exploitation (CNE). Ausgef&uuml;hrt werden solche Attacken bei der NSA von einer Gruppe, der mehr als 1000 Hacker angeh&ouml;ren sollen und deren Abteilung den Namen Tailored Access Operations (TAO) tr&auml;gt.<br>\nDie Washington Post hatte im August &uuml;ber die Spezialeinheit berichtet. Damals war von 20.000 infizierten Netzwerken im Jahr 2008 die Rede. Offenbar hat die NSA ihre &Uuml;berwachungst&auml;tigkeiten mit dieser Technik in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/ueberwachungsskandal-nsa-soll-computer-netzwerke-infiziert-haben-1.1825860\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Paranoia grassiert im US-Sicherheitsstaat<\/strong><br>\nIn den Jahren nach dem Terror vom 11. September 2001 erfuhr der amerikanische Vize-Justizminister James Comey aus dem t&auml;glichen Lagebericht von einer neuen Gefahr: &ldquo;Drohung aus den Philippinen, die USA anzugreifen&rdquo;, stand da. Comey bat die Bundespolizei FBI um Einzelheiten. Er bekam eine E-Mail zu lesen, in der jemand geschrieben hatte: &ldquo;Liebes Amerika, ich werde Dich angreifen, wenn Du mir nicht 99999999999999999999 Dollar zahlst. MUHAHAHA.&rdquo;<br>\nDas FBI ermittelte eifrig den Absender und setzte die philippinische Polizei in Bewegung, die sich schlie&szlig;lich mit den Eltern des vermeintlichen Staatsfeindes unterhielt. &ldquo;Jedermann konnte erkennen, dass die Mail von einem 13-J&auml;hrigen stammte und nicht ernst gemeint war&rdquo;, hat Comey einmal erz&auml;hlt. Aber damals sei man eben der Maxime gefolgt, jeder Spur nachzugehen, und zwar wirklich jeder.<br>\nAllerdings scheint die Geschichte dieser E-Mail bis heute den Allgemeinzustand des amerikanischen Sicherheitsapparats zu beschreiben. Es ist ein Apparat, der sich vor mehr als einem Jahrzehnt vorgenommen hat, nie mehr etwas zu verpassen. Er hat Millionen Spuren verfolgt, wie belanglos auch immer. Er hortet Milliarden Daten, von welchen Unschuldigen auch immer. Er bricht seine Regeln und die Gesetze seiner Freunde, wo auch immer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimer-krieg-die-paranoia-grassiert-im-us-sicherheitsstaat-1.1825715\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bouffier fliegt Richtung Gr&uuml;ne<\/strong><br>\nRund zwei Monate nach der hessischen Landtagswahl haben CDU und Gr&uuml;ne ihre Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Die beiden Parteien wollen in den kommenden drei Wochen einen Vertrag aushandeln, wie CDU-Chef und Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier und der Gr&uuml;nen-Vorsitzende Tarek Al-Wazir am Montag nach dem ersten Treffen in Wiesbaden ank&uuml;ndigten. Dar&uuml;ber sollen am 21. Dezember Parteitage entscheiden. &hellip;<br>\nNach dem ersten Treffen sprach Bouffier von einem &bdquo;guter Anfang&rdquo;, jetzt gehe es &bdquo;mit Schwung an die Arbeit&ldquo;. Schwarz-gr&uuml;ne Verhandlungen seien &bdquo;ungew&ouml;hnlich&ldquo;, b&ouml;ten aber die Voraussetzung f&uuml;r &bdquo;stabile Verh&auml;ltnisse&ldquo;. Auch Gr&uuml;nen-Chef Al-Wazir zeigte sich zuversichtlich. &bdquo;Wir glauben, dass das gelingen kann&ldquo;, sagte Al-Wazir. Angesichts der Mehrheitsverh&auml;ltnisse im hessischen Landtag habe es aus Sicht der Gr&uuml;nen nur noch die Wahl zwischen einer gro&szlig;en Koalition aus CDU und SPD oder Verhandlungen zwischen CDU und Gr&uuml;nen gegeben. &bdquo;Wir haben uns vorgenommen, das mal zu versuchen&ldquo;, sagte der Gr&uuml;nen-Chef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Koalitionsverhandlungen-in-Hessen\/!128142\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass die Gr&uuml;nen sich gerade die hessische CDU, bekannt als einer der reaktion&auml;rsten Landesverb&auml;nde der CDU, f&uuml;r die Premiere einer schwarz-gr&uuml;nen Koalition in einem Fl&auml;chenland ausgesucht hat. spricht f&uuml;r sich. Der Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende Tarek Al-Wazir scheint dabei sehr geschmeidig zu sein. Im Landtagswahlkampf 2009 hatte die CDU ihn noch mit Spr&uuml;chen wie, &ldquo;Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen!&rdquo;, verunglimpft. Aber Sobald man an den Fleischt&ouml;pfen sitzt. sieht die Welt eben doch ganz anders aus. Joschka &bdquo;Moneymaker&ldquo; Fischer hat es ja vorgemacht. Und wie man h&ouml;rt, hat der Gr&uuml;nen-Vorsitzende Al-Wazir sich vor seiner Entscheidung f&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n der R&uuml;ckendeckung Joschka Fischers versichert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armee der Wissenschaft<\/strong><br>\nDas US-Verteidigungsministerium l&auml;sst an zahlreichen Hochschulen in Deutschland f&uuml;r den Krieg forschen. Die Unis berufen sich oft darauf, Grundlagenforschung zu betreiben. Doch die kann schnell in konkreter Wissenschaft im Dienste des Milit&auml;rs m&uuml;nden. Ist das moralisch vertretbar?<br>\nSeit dem Jahr 2000 hat das US-Verteidigungsministerium nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und der S&uuml;ddeutschen Zeitung Projekte an mindestens 22 deutschen Hochschulen und Forschungsinstituten unterst&uuml;tzt. Darunter sind auch Universit&auml;ten, die sich eigentlich zu ausschlie&szlig;lich friedlicher Forschung verpflichtet haben&hellip;<br>\nManche Projektbeschreibungen klingen beim ersten Lesen wenig milit&auml;risch, andere sind klar auf den Krieg zugeschnitten. So forschte die Fraunhofer-Gesellschaft f&uuml;r die US-Armee an Panzerglas und an Sprengk&ouml;pfen, die Uni Marburg an Mini-Drohnen. Der zivile Nutzen dieser Projekte d&uuml;rfte &uuml;berschaubar sein. Gleiches gilt f&uuml;r den M&uuml;nchner &Ouml;ko-Sprengstoff. Dieser, sagt Thomas Klap&ouml;tke, w&uuml;rde bestimmt &ldquo;zu 80 Prozent&rdquo; milit&auml;risch genutzt.<br>\nInsgesamt flossen seit 2000 mehr als zehn Millionen Dollar des US-Milit&auml;rs in deutsche Forschung. Allein ein Max-Planck-Institut, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Alfred-Wegener-Institut und ein Leibniz-Institut erhielten Mittel des Pentagon in H&ouml;he von zusammen 1,1 Millionen Dollar. Ihre Namen tauchen im &ldquo;Federal Procurement Data System&rdquo; auf: einer Datenbank, in der die USA alle Zuschl&auml;ge f&uuml;r Staatsauftr&auml;ge ver&ouml;ffentlichen, deren Volumen 3000 Dollar &uuml;bersteigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/deutsche-forschung-fuer-das-pentagon-armee-der-wissenschaft-1.1826789\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der erste Skandal ist, dass derartige Milit&auml;rforschung an staatlichen Hochschulen rein zuf&auml;llig &uuml;ber ausl&auml;ndische Quellen ans Tageslicht kommt. Da finanziert der Steuerzahler Personal und &bdquo;Werkb&auml;nke&ldquo; an den Hochschulen und erf&auml;hrt noch nicht einmal, was an diesen Hochschulen geforscht wird. Dual-Use hin oder her, die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger haben ein Recht darauf, zu wissen, was an den von ihnen (grund-)finanzierten Hochschulen (und auch &ouml;ffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen) geforscht wir und vor allem wer Auftraggeber f&uuml;r die Forschung ist.<\/em><br>\n<em>Der erste Schritt w&auml;re, dass die Hochschulen ihre Auftraggeber &ouml;ffentlich und die Forschungszwecke transparent machen m&uuml;ssten. Man kann nat&uuml;rlich die Auftraggeber immer noch vertuschen, aber immerhin. Der zielf&uuml;hrendere Schritt w&auml;re, dass die Hochschulforscher ihre Forschungsergebnisse &ouml;ffentlich machen m&uuml;ssten. Nur so lie&szlig;e sich Milit&auml;rforschung (einigerma&szlig;en) unter Kontrolle halten. Denn das w&auml;re dem Pentagon gewiss nicht so Recht gewesen, wenn es als Auftraggeber bekannt w&uuml;rde und die Forschungsergebnisse ver&ouml;ffentlicht werden m&uuml;ssten.<\/em><br>\n<em>Das Grunddilema ist jedoch: Da die Grundmittel f&uuml;r die Hochschulen seit Jahren stagnieren, sind die Hochschulforscher mehr und mehr auf Drittmittel (woher auch immer) angewiesen.  Drittmittel sorgen nicht mehr daf&uuml;r, dass man zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r die Forschung ausgeben kann, wie das fr&uuml;her einmal der Fall war, sie werden mehr und mehr zur Grundbedingung f&uuml;r Forschung &uuml;berhaupt.<\/em><br>\n<em>Das ist so politisch erw&uuml;nscht: In der wettbewerbsgesteuerten Hochschule steuern die Einnahmen Dritter die Entwicklung der Forschung. Mit der sog. Exzellenzinitiative oder auch der leistungsorientierten (staatlichen) Mittelverteilung wird vor allem auf die H&ouml;he der Drittmitteleinwerbung abgestellt. Und da ist dann eben jedes Geld recht, egal woher es kommt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: NRW-Wissenschaftsministerium kritisiert Milit&auml;rforschung<\/strong><br>\nDas D&uuml;sseldorfer Ministerium habe keine Kenntnis &uuml;ber eine m&ouml;gliche Zusammenarbeit von Hochschulen mit dem US-Verteidigungsministerium. Die Hochschulen m&uuml;ssten solche Kooperationen nicht anmelden&hellip;<br>\nDas NRW-Wissenschaftsministerium verwies auf das geplante Hochschulzukunftsgesetz des Landes. Im Entwurf ist die Einf&uuml;hrung einer Zivilklausel f&uuml;r Universit&auml;ten vorgesehen. &ldquo;Die Hochschulen entwickeln ihren Beitrag zu einer nachhaltigen und friedlichen Welt. Sie sind friedlichen Zielen verpflichtet&rdquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nZudem sollen Hochschulen erstmals verpflichtet werden, &uuml;ber Forschungsmittel Rechenschaft abzulegen, die sie von Dritten bekommen, etwa von Unternehmen, Stiftungen oder der Europ&auml;ischen Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-11\/militaerforschung-nrw-wissenschaftsministerium\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In &sect; 3 Abs. 6 des Referentenentwurfs f&uuml;r ein neues Hochschulgesetz hei&szlig;t es in sch&ouml;nen Worten: &bdquo;Die Hochschulen entwickeln ihren Beitrag zu einer nachhaltigen und friedlichen Welt. Sie sind friedlichen Zielen verpflichtet&ldquo;. In der Begr&uuml;ndung hei&szlig;t es allerdings, dass damit nur festgeschrieben werde, &bdquo;was nach allgemeiner Anschauung als grundlegender ethischer Standard der Wissenschaft bereits derzeit anzusehen ist.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Der derzeitige Standard hat allerdings drei NRW-Hochschulen nicht daran gehindert, Forschungsauftr&auml;ge des Pentagons anzunehmen. Nicht einmal das Ministerium hat davon gewusst und die betreffenden Hochschulen haben selbstverst&auml;ndlich solche Informationen unter der Decke gehalten. Selbst wenn die Novelle des NRW-Hochschulgesetzes schon gelten w&uuml;rde, was w&auml;re damit gewonnen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzkrise 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hat Royal Bank of Scotland Kunden ausgenommen?<\/strong><br>\nGegen die krisengesch&uuml;ttelte Royal Bank of Scotland (RBS) sind neue schwere Vorw&uuml;rfe erhoben worden. Sie soll Mittelst&auml;ndler, die bei ihr Kredite genommen hatten, bewusst in die &Uuml;berschuldung getrieben &ndash; und sich dann deren Immobilienwerte zum Schleuderpreis unter den Nagel gerissen haben. Das berichtete die Sunday Times nach einer zweimonatigen Untersuchung.<br>\nDie Bank wies die Vorw&uuml;rfe umgehend zur&uuml;ck. Ihre Global Restructuring Group (GRG), zust&auml;ndig f&uuml;r Risikokredite, habe lediglich versucht, finanziell gef&auml;hrdete Firmen vor allem aus der Baubranche wieder auf die Beine zu stellen, sagte ein Sprecher. &ldquo;Nicht in allen F&auml;llen ist dies gelungen.&rdquo;<br>\nGro&szlig;britanniens Wirtschaftsminister Vince Cable &uuml;bergab den Fall den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden der Bankenaufsicht. Die Zeitung hatte sich bei der Recherche den Wirtschaftsfachmann Lawrence Tomlinson als unabh&auml;ngigen Berater genommen. Er sagte der Sunday Times: &ldquo;Es gibt eine riesige Menge an Hinweisen, die darauf hindeuten dass die RBS gesunde, gut gehende Betriebe in finanzielle Schwierigkeiten gest&uuml;rzt hat und dann sich ihre Werte zum Nutzen ihres eigenen Immobilien-Imperiums angeeignet hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/recherchen-der-sunday-times-royal-bank-of-scotland-soll-mittelstaendler-ausgenommen-haben-1.1826513\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein: &ndash; Finanzkrise ohne Folgen: R&uuml;ckkehr der Bankster<\/strong><br>\nIn der vergangenen Woche hat J&uuml;rgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, in Frankfurt auf einer Bankenkonferenz eine Rede gehalten. Solche Sitzungen finden immerzu statt, und Fitschen h&auml;lt immerzu irgendwelche Reden. Diese Ansprache aber hatte es sich in sich. Die &Ouml;ffentlichkeit nahm davon kaum Notiz. Ein Fehler. Fitschens Rede konnte einem den Atem rauben.<br>\nWer dachte, die Banker h&auml;tten aus der Finanzkrise irgendetwas gelernt, wurde hier eines Schlechteren belehrt. Der m&auml;chtigste Banker Deutschlands verwahrte sich gegen Eingriffe der Politik und verspottete ihre Bem&uuml;hungen, den Irrsinn der entgrenzten Finanzm&auml;rkte auch nur ein wenig einzugrenzen. Man sieht: Die Arroganz dieser Leute ist wieder da, wo sie vor der Krise war. Sie haben nichts gelernt &ndash; aber sie haben auch nichts zu bef&uuml;rchten. Die Politik versagt.<br>\n&ldquo;Unsinn&rdquo; &ndash; das Wort tauchte in Fitschens Rede immer wieder auf. Der Banker r&auml;umte damit so ziemlich jede Kritik ab, die nach der gro&szlig;en Krise an den internationalen Banken ge&uuml;bt wurde. Erinnern wir uns an den Schreck, den die &Ouml;ffentlichkeit seinerzeit bekam, als sie die Bedeutung von &ldquo;too big to fail&rdquo; lernte: Manche Banken waren so gro&szlig; geworden, dass der Staat es sich nicht leisten konnte, sie scheitern zu lassen. Seitdem werden Konsequenzen gefordert. Aber Fitschen sagt: &ldquo;Es wird Zeit, dass wir aufh&ouml;ren, diesen Unsinn st&auml;ndig zu wiederholen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-kolumne-rueckkehr-der-bankster-a-935435.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Tja, so ist das in der markkonformen Demokratie &agrave; la Merkel. Und die SPD hat nichts Besseres zu tun als dem ganzen Treiben in einer gro&szlig;en Koalition die notwendige Legitimation zu verschaffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkels Erz&auml;hlungen<\/strong><br>\nZu Merkels Erz&auml;hlungen geh&ouml;rt seit dem Beginn der Krise auch, die Finanzm&auml;rkte regulieren zu wollen &ndash; mit einer neuen Steuer. Die hat einen langen Namen (Finanztransaktionsteuer), aber was sie bewirken soll, l&auml;sst sich recht kurz erkl&auml;ren: Sie soll die Spekulanten z&auml;hmen, die Staatshaushalte sanieren, den Armen zugutekommen und Merkels Ruhm mehren. Ein bisschen viel auf einmal ist das, zum Teil widersprechen sich die Ziele auch, und ob die Steuer &uuml;berhaupt etwas bewirken w&uuml;rde, dar&uuml;ber streiten sich die Experten. Im Ausland verspotten sie die Steuer schon als fairy-tale tax, als M&auml;rchensteuer, weil sie so viele W&uuml;nsche erf&uuml;llen soll und wahrscheinlich nie in Kraft treten wird. Aber wie bei jedem M&auml;rchen verf&auml;ngt das Ganze, ungeachtet der Ungereimtheiten; die Rollen von Gut (Merkel) und B&ouml;se (Finanzm&auml;rkte) sind klar verteilt; und wie immer gibt es einen Haufen Naivlinge, die alles glauben &ndash; in diesem Fall sind es die Sozialdemokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/46\/finanztransaktionssteuer-merkel\">Die ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Exportwahn &ndash;  Politikwechsel lohnt sich!<\/strong><br>\nDeutschland steht wegen seiner Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse weltweit in der Kritik. Nun reagieren Bundesregierung und &ouml;konomische Zunft mit Emp&ouml;rung. Die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse g&auml;ben lediglich unsere Wettbewerbsf&auml;higkeit wieder, die auf eine vern&uuml;nftige Lohnentwicklung und die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind. Bescheidenheit soll sich von nun an das europ&auml;ische Ausland zu eigen machen, also nur so viel konsumieren, wie es sich leisten kann.<br>\nDas hei&szlig;t, nicht mehr importieren als exportieren und am besten sogar gegen&uuml;ber dem nichteurop&auml;ischen Ausland &Uuml;bersch&uuml;sse zu erzielen. Das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) hat in einer Studie untersucht, was eigentlich passiert w&auml;re, wenn die ausl&auml;ndischen Handelspartner von 1999 bis 2011 nur so viel aus Deutschland importiert h&auml;tten, wie es ihnen selbst gelang, G&uuml;ter und Dienstleistungen hierzulande abzusetzen, sich also nicht gegen&uuml;ber der deutschen Volkswirtschaft zu verschulden.<br>\nDas Ergebnis erschreckt: Zwar w&auml;ren die deutschen Exporte weiter angestiegen, letztlich h&auml;tten sie aber 20 Prozent unter dem tats&auml;chlich Erreichten gelegen. Damit h&auml;tte das Wirtschaftswachstum in diesem Zeitraum stagniert und die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland w&auml;re um f&uuml;nf Millionen in die H&ouml;he geschnellt! Dass es nicht so gekommen ist, lag vor allem daran, dass insbesondere unsere europ&auml;ischen Nachbarn im vergangenen Jahrzehnt nicht dem deutschen Vorbild gefolgt sind, die Staatsausgaben nicht zur&uuml;ckgefahren haben und das Lohnniveau mit Arbeitsmarktreformen und damit die Kaufkraft nicht nach unten gedr&uuml;ckt haben. Davon profitierte Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2760522e-55cc-11e3-8ccd-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heist of the century: university corruption and the financial crisis<\/strong><br>\nWhy was the response from US academic experts to the global financial crisis so muted? In the second extract from his book Inside Job, Charles Ferguson argues that corruption in universities is deeply entrenched.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/education\/2012\/may\/21\/heist-century-university-corruption\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Schlaglicht auf die &ldquo;Unabh&auml;ngigkeit&rdquo; von US-&Ouml;konomen. Ein Auszug aus Charles Fergusons Buch: Inside Job: The Financiers Who Pulled Off The Heist Of The Century.  Ferguson hat f&uuml;r seinen Film &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9Xyn3OnsH3o\">Inside Job<\/a>&ldquo;, der die Hintergr&uuml;nde der globalen Finanzkrise beleuchtet, den Oscar bekommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die NachDenkSeiten schreiben seit langem &uuml;ber ein &auml;hnliches Ph&auml;nomen in Deutschland, z.B. Bernd Raffelh&uuml;schen als &ldquo;Versicherungsvertreter mit Professorentitel&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Larry Summers ist eine durchaus kontroverse Pers&ouml;nlichkeit. Einerseits ist er in der Tat f&uuml;r diverse Fehlentscheidungen verantwortlich. Siehe dazu auch den Aufsatz von <a href=\"http:\/\/articles.latimes.com\/2013\/sep\/19\/opinion\/la-oe-galbraith-summers-yellen-federal-reserve-20130919\">James Galbraith zu Summers in der LA Times<\/a>. Ich habe James gefragt, warum er die R&uuml;ckkehr von Glass-Steagall f&uuml;r symbolisch h&auml;lt. Seine Antwort:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Basically, b\/c companies can always shift the risk they wish to take to other jurisdictions. I had not realized how little impact G-S had when it was enacted.  Only two companies were affected, one of them J.P. Morgan.  &ldquo;Bring back G-S&rdquo; is, I fear, a rallying cry for liberal rubes.<\/em><br>\n<em>Summers liked my piece, except he says he was far tougher on the banks than Geithner was. And Geithner, sadly, was Obama&rsquo;s man on this issue.<\/em><br>\n<em>I like Janet Yellen, but something tells me we&rsquo;d have been better off with LS, for the reasons hinted at in the op-ed.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Volksinitiative &laquo;1:12 &ndash; F&uuml;r gerechte L&ouml;hne&raquo;<\/strong><br>\nErgebnisse<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/portal\/de\/index\/themen\/17\/03\/blank\/key\/2013\/041.html\">Schweizerische Eidgenossenschaft<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auffallend ist, dass in den Zentren und vor allem in der italienischen Schweiz der Prozentsatz der Zustimmung f&uuml;r eine H&ouml;chstbegrenzung der L&ouml;hne am h&ouml;chsten ist. Selbst in der Bankenstadt Z&uuml;rich erreichte der Zustimmungsgrad &uuml;ber 41 Prozent. Die Ergebnisse sind f&uuml;r die Initiatoren von &bdquo;1 : 12&ldquo; sicherlich entt&auml;uschend, zumal im M&auml;rz &uuml;ber zwei Drittel f&uuml;r die Volksinitiative gestimmt h&auml;tten und noch vor kurzem ein Kopf an Kopf-Rennen prognostiziert wurde. <\/em><br>\n<em>In Deutschland sprechen nach einer Umfrage der Welt am Sonntag fast drei Viertel daf&uuml;r aus, Spitzenverdienern die Geh&auml;lter zu beschneiden.<\/em><br>\n<em>Dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19241\">auf den NachDenkSeiten<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman: California, Here We Come?  &ndash;  Kalifornien, wir folgen Dir?<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich war die Einf&uuml;hrung von Obamacare ein sagenhaftes Desaster.  Nur, was f&uuml;r eine Art Desaster war es jetzt? Haben Fehler im Management die Einf&uuml;hrungsphase einer ansonsten grundsoliden Ma&szlig;nahme vermasselt? Oder war die Schlappe Beweis daf&uuml;r, dass der Affordable Care Act grunds&auml;tzlich nicht funktionieren kann?<br>\nWas die jeweilige Seite der Parteienkluft uns glauben machen will, ist bekannt. Die Obama-Administration l&auml;sst die &Ouml;ffentlichkeit wissen, alles werde demn&auml;chst in Ordnung gebracht, und sie mahnt die Demokraten im Kongress, die Nerven zu behalten. Die Republikaner andererseits erkl&auml;ren das Progamm zu einem hoffnungslosen Misserfolg, der verschrottet werden muss und ersetzt durch  &ndash;  na ja, ersetzen wollen sie das eigentlich &uuml;berhaupt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/11\/25\/opinion\/krugman-california-here-we-come.html?_r=0\">The New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Suppenk&uuml;chenstaat w&auml;chst<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterst&uuml;tzungszahlung die Anreize daf&uuml;r, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.&ldquo; (Bundeskanzler G. Schr&ouml;der vor dem World Economic Forum 2005 in Davos &uuml;ber die Hartz-IV-Gesetze.)<br>\n&bdquo;Ich fange einfach mal an&ldquo;, sagt Herr Butterwegge und wirkt total entspannt: &bdquo;Mit der Agenda 2010 leitete die rot-gr&uuml;ne Koalition unter Kanzler Gerhard Schr&ouml;der einen radikalen Kurswechsel ein, der die sogenannte Lissabon-Strategie im nationalen Rahmen umsetzte. Auf dem dortigen EU-Sondergipfel im M&auml;rz 2000 hatten die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten als &rsquo;strategisches Ziel&lsquo; f&uuml;r das Jahrzehnt beschlossen und verlautbart, &rsquo;die Union zum wettbewerbsf&auml;higsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen &ndash; einem Wirtschaftsraum, der f&auml;hig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitspl&auml;tzen und einem gr&ouml;&szlig;eren sozialen Zusammenhalt zu erzielen.&lsquo;<br>\nVon Beginn an wurde gelogen und besch&ouml;nigt, Hartz IV bzw. Arbeitslosengeld II, war nicht, wie das der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der so irref&uuml;hrend formulierte, &rsquo;eine Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe&lsquo;, da wurde nichts zusammengelegt, die Arbeitslosenhilfe wurde schlicht abgeschafft! Sp&auml;testens seit den sog. Hartz-Gesetzen f&uuml;r &rsquo;moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&lsquo; ist feststellbar, dass die etablierten Parteien die Interessen der Langzeitarbeitslosen, der Armen, der Geringverdiener immer weniger vertreten, sonst h&auml;tten sie nicht solche Gesetze gemacht, wie Zeitarbeit und Leiharbeit zu deregulieren, Mini- und Midi-Jobs einzuf&uuml;hren und damit einen breiten Niedriglohnsektor zu schaffen.<br>\nDie Prekarisierung der Lohnarbeit ist ja das Haupteinfallstor f&uuml;r Armut bei uns heute in der Bundesrepublik. Und aus dieser Erwerbsarmut wird automatisch Altersarmut. Altersarmut ist also das Ergebnis der Deregulierung des Arbeitsmarkts, der Demontage des Sozialstaats im Allgemeinen und der Demontage der gesetzlichen Rentenversicherung durch Teilprivatisierung der Altersvorsorge im Besonderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Armut-in-Deutschland\/!128075\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Working Poor&rdquo;: Jeder zehnte Hauptverdiener von Armut bedroht<\/strong><br>\nIn den vergangen Jahren ist in Deutschland jedoch auch die Quote der &ldquo;Working Poor&rdquo; deutlich gewachsen. Atypisch Besch&auml;ftigte wie Leiharbeiter tragen ein besonders hohes Armutsrisiko, allerdings stehen sie damit keineswegs allein. Von Arbeitsarmut sind auch Besch&auml;ftigte in so genannten Normalarbeitsverh&auml;ltnissen betroffen &ndash; je nach Branche sogar ein erheblicher Anteil. Das ergibt eine aktuelle Analyse von Dr. Eric Seils, Sozialforscher am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nDie von manchen &Ouml;konomen aufgestellte These, niedrige L&ouml;hne seien kein Problem, weil sie &uuml;berwiegend auf &ldquo;Zuverdiener&rdquo; entfallen, die ohnehin nur einen kleineren Beitrag zum Haushaltseinkommen leisteten, trifft nicht zu, zeigt Seils. Auf der Basis des Mikrozensus ergebe sich vielmehr, dass 2012 fast jeder zehnte Hauptverdiener (9,5 Prozent) von Armut bedroht war. Das hei&szlig;t, diesen Besch&auml;ftigten und ihren Familien stehen weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens zur Verf&uuml;gung &ndash; die g&auml;ngige wissenschaftliche Schwelle der &ldquo;Armutsgef&auml;hrdung&rdquo;. &ldquo;Die Zahlen legen nahe, dass Arbeitsarmut auch unter Familienern&auml;hrern und ihren Familien ein Problem ist&rdquo;, sagt der Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/41907_44790.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_10_2013.pdf\">Die Untersuchung im aktuellen WSI-Verteilungsbericht [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neuer Chef der IG-Metall &ndash; Der Erneuerer<\/strong><br>\nWetzel ist kein flammender Redner oder Kumpeltyp, er hat etwas K&uuml;hles, N&uuml;chternes an sich. Doch die IG Metall hat ihm einiges zu verdanken. Der 60-J&auml;hrige hat der beh&auml;bigen Gewerkschaft eine dringend ben&ouml;tigte Frischzellenkur verpasst. Er hat die Gewinnung neuer Mitglieder ins Zentrum gestellt und die Losung ausgegeben, die Organisation m&uuml;sse ihren Beitragszahlern mehr Service bieten und sie mehr mitreden lassen. &hellip;<br>\nWetzel hat daf&uuml;r an alten Gewohnheiten ger&uuml;ttelt. Er hat die Zentrale in Frankfurt verkleinert und Gelder f&uuml;r Projekte vor Ort in die Regionen und Bezirke verteilt. Er hat daf&uuml;r gek&auml;mpft, dass sich die IG Metall auf einige wenige Kampagnen konzentriert, &bdquo;nicht auf 35, da kann ja nichts bei herauskommen&ldquo;, sagt er.<br>\nUnd er hat seine Gewerkschaft gezwungen, sich mit der Leiharbeit auseinanderzusetzen. Das ist nicht nur den Arbeitgebern geh&ouml;rig aufgesto&szlig;en, sondern auch einigen Betriebsratsf&uuml;rsten, die diesen Konflikt scheuten. Bildeten die Leiharbeiter, die in der Krise 2009 zu Zehntausenden entlassen wurden, doch einen willkommenen Schutz f&uuml;r die Stammbelegschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neuer-Chef-der-IG-Metall\/!128131\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist zu hoffen, dass es Wetzel gelingt ,die m&auml;chtigen Betriebsr&auml;te der exportorientierten Gro&szlig;konzerne in ihre Schranken zu weisen. Gerade diese Regionalf&uuml;rsten haben meist nur den Fokus, die Privilegien der Stammbelegschaften in diesen Unternehmen zu sichern. Arbeitslose oder gar Hartz IV Bezieher tauchen in diesem Blickwinkel oft gar nicht mehr auf. Auch ist der Abstand dieser meist f&uuml;rstlich bezahlten Betriebsr&auml;te zum Management dieser Unternehmen oft viel zu klein bis gar nicht mehr vorhanden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lehrlinge in Deutschland: Betriebe nutzen Azubis immer &ouml;fter als billige Arbeitskr&auml;fte<\/strong><br>\nDer Vorfall bei Aldi S&uuml;d schreckte die &Ouml;ffentlichkeit auf: Missliebige Azubis sollen dort im Zentrallager Mahlberg mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt worden sein, wie der SPIEGEL k&uuml;rzlich berichtete. Sie waren angeblich frech geworden.<br>\nEs d&uuml;rfte sich um ein extremes Einzelbeispiel handeln, dennoch hat es die Linken-Fraktion im Bundestag auf den Plan gerufen. Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Partei, hat einen ausf&uuml;hrlichen Fragenkatalog zur Ausbildung an die Bundesregierung geschickt, mit dem Schwerpunkt Einzelhandel. Die Ergebnisse der Kleinen Anfrage, die SPIEGEL ONLINE vorliegen, erstaunen.<br>\nIm Detail: Im Zeitraum von 2000 bis 2007 (aktuellere Daten liegen nicht vor) stieg die Zeit, in der Auszubildende am Arbeitsplatz einfache Arbeitst&auml;tigkeiten ausf&uuml;hren mussten auf 47 Tage im Jahr &ndash; ein Plus von 25 Prozent. Dazu geh&ouml;rt im Einzelhandel etwa der Verkauf oder die Warenver&auml;umung. Die Anzahl der Tage mit Fachkr&auml;ftet&auml;tigkeiten stieg sogar um 64 Prozent auf insgesamt 53 Tage.<br>\nInsbesondere in den ersten beiden Lehrjahren haben die produktiven Einsatzzeiten deutlich zugenommen. Azubis, die eigentlich eine umfassende Berufsausbildung erwarten d&uuml;rfen, werden damit immer st&auml;rker in die Wertsch&ouml;pfung der Unternehmen eingebunden &ndash; und das von Anfang an. Der echte Lehranteil im Betrieb wird dabei offenbar zunehmend vernachl&auml;ssigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lehrlinge-betriebe-setzen-auf-azubis-als-billige-arbeitskraefte-a-935441.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>BILD, B.Z., Tagesspiegel &ndash; Geheim gehaltene Sensation &uuml;ber Berliner Jobcenter 2013<\/strong><br>\nBILD-Berlin, B.Z. und Tagesspiegel berichten am 22.\/23. November 2013 (online) &uuml;ber einen &bdquo;geheimes Papier&ldquo; (BILD), ein &bdquo;internes Papier&ldquo; (B.Z.) , einen &bdquo;Controllingbericht&ldquo; (Tagesspiegel) der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) &ndash; mit sensationellen Neuberechnungen (siehe unten): Die Prognose, dass in Berlin &bdquo;die Zahl der Hartz-IV-Bezieher &hellip; um 0,9 Prozent auf 383.819 Menschen&ldquo; steigen wird (B.Z.), ist eine bisher geheim gehaltene statistische Sensation.<br>\nDie Statistik der BA ermittelte im Berichtsmonat Juli 2013 folgende revidierte Daten f&uuml;r Berlin: In 319.011 sogenannten SGB II-Bedarfsgemeinschaften lebten 572.931 Menschen (Kinder und Erwachsene), darunter 420.525 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II-Beziehende: von diesen 420.525 erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten wurden 304.128 als arbeitsuchende und von diesen 304.128 wiederum &bdquo;lediglich&ldquo; 160.431 als arbeitslose erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte gez&auml;hlt)&hellip;<br>\nIm Juli 2012 wurden in den 12 Berliner Jobcentern insgesamt 422.471 und im Dezember 2012 insgesamt 414.628 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte gez&auml;hlt. Und nach vorl&auml;ufigen Hochrechnungen der Statistik der BA lebten im Oktober 2013 in Berlin 412.139 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte, 3.313 weniger als im Oktober 2012.<br>\nEin Anstieg &bdquo;auf 383.819&ldquo; in Berlin im Jahr 2013? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dieser &bdquo;Neuberechnung&ldquo; und diesem &bdquo;Controlling&ldquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/431-bild-bz-tagesspiegel-geheim-gehaltene-sensation-ueber-berliner-jobcenter-2013.html%20\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Helga Spindler: Hartz IV muss weg &ndash; was kommt danach?<\/strong><br>\n&Uuml;berarbeitetes Manuskript eines Vortrags.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/edit\/spindler\/spindler_hartz4_weg_2013.pdf\">Uni Duisburg-Essen [PDF &ndash; 436 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bahn f&uuml;rchtet Sperrung von 1400 Schrott-Br&uuml;cken<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn warnt vor einem Kollaps im Schienennetz. Grund sind 1400 Br&uuml;cken mit dringendem Sanierungsbedarf &ndash; schon eine einzige Sperrung k&ouml;nnte den Verkehr bundesweit aus dem Takt bringen.<br>\nDen Sanierungsstau bei der Bahn bezifferte Grube in der &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; auf inzwischen 30 Milliarden Euro. &ldquo;Allein ein Drittel unserer 3397 Stellwerke stammt noch aus Kaiserzeiten. Das Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren&rdquo;, sagte der Bahn-Chef.<br>\nGrube forderte zus&auml;tzliche Mittel vom Bund: Die Bahn brauche &ldquo;1,2 Milliarden Euro mehr pro Jahr f&uuml;r das bestehende Schienennetz&rdquo;, sagte er. Derzeit investieren Bund und Bahn rund drei Milliarden Euro ins Netz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article122189829\/Bahn-fuerchtet-Sperrung-von-1400-Schrott-Bruecken.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da fragt man sich nur weshalb die Bahn dann Unsummen f&uuml;r die Expansion nach Russland oder in den Mittleren Osten &uuml;brig hat bzw. auch unter Grube das Ziel verfolgt einer der gr&ouml;&szlig;ten weltweit agierenden Logistikdienstleister zu werden? Nur als Beispiel hat die Bahn etwa vor drei Jahren den englische Verkehrskonzern Arriva f&uuml;r 2,7 Milliarden Euro erworben. Und jetzt fordert Grube mehr Geld vom Steuerzahler f&uuml;r die marode Bahninfrastruktur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutsche Auftr&auml;ge f&uuml;r CSC: Dubioser Partner der Regierung<\/strong><br>\nKann, darf, soll die Berliner Regierung mit jeder beliebigen Firma ins Gesch&auml;ft kommen? Sicher nicht &ndash; so viel ist einfach zu beantworten; daf&uuml;r gibt es unz&auml;hlige Regeln, fast alle besch&auml;ftigen sich mit formalen Dingen. Und was ist mit den moralischen? Sollte eine deutsche Bundesregierung beispielsweise Gesch&auml;fte mit einer Firma eingehen, die in Entf&uuml;hrungen, in Folterungen verwickelt ist? Sollten sich deutsche Ministerien etwa einen IT-Dienstleister teilen mit CIA, NSA und anderen amerikanischen Geheimdiensten, zumal wenn es um sensible Aufgaben geht, um Personalausweise, Waffenregister und die E-Mail-Sicherheit im Berliner Regierungsviertel? Recherchen von NDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung belegen, dass beides der Fall gewesen ist beziehungsweise noch immer ist. Es geht um Gesch&auml;ftsbeziehungen zu einer Firma namens Computer Sciences Corporation, kurz CSC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/deutsche-auftraege-fuer-csc-dubioser-partner-der-regierung-1.1820145\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Peer Steinbr&uuml;ck auf SZ-F&uuml;hrungstreffen 2013<\/strong><br>\nSteinbr&uuml;ck hat f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n gek&auml;mpft. Und ist dabei gescheitert. Mit schwachen 25,7 Prozent ist die SPD aus der Wahl herausgekommen. Ein Ergebnis, f&uuml;r das nicht wenige Steinbr&uuml;ck verantwortlich machen. Vortragshonorare, Kanzlergehalt, Stinkefinger im SZ-Magazin. Die Liste der Irritationen, die Steinbr&uuml;ck hinterlassen hat, ist lang.<br>\nKister fragt: &ldquo;Waren Sie der richtige Kandidat?&rdquo; Steinbr&uuml;ck z&ouml;gert nicht eine Sekunde: &ldquo;Selbstverst&auml;ndlich!&rdquo; Und setzt hinterher: &ldquo;Wer denn sonst, Herr Kister?&rdquo; Steinbr&uuml;ck grinst. Statt selbstkritischer Bemerkungen gibt er lieber den SPD-Funktion&auml;ren noch einen mit. [&hellip;]<br>\nDas erinnert doch wieder stark an den alten Steinbr&uuml;ck, der seine Parteifreunde auch schon mal als &ldquo;Heulsusen&rdquo; bezeichnete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/peer-steinbrueck-auf-sz-fuehrungstreffen-dann-muss-helmut-schmidt-nochmal-ran-1.1825084\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weshalb wird Steinbr&uuml;ck noch auf ein &bdquo;F&uuml;hrungstreffen&ldquo; eingeladen? Aber es ist bezeichnend, dass die ganzen Agenda-2010-Figuren v&ouml;llig uneinsichtig und kritikresistent sind. Selbst wenn man krachend gescheitert ist wie Steinbr&uuml;ck, f&uuml;hlt man sich immer noch berufen die Menschheit mit seinen Weisheiten zu begl&uuml;cken. Verwunderlich ist das nicht, wenn man weiterhin von den herrschenden Eliten und der Mainstreamjournaille so hofiert wird. Ebenso bezeichnend ist dann in welchen Ambiente Steinbr&uuml;ck Applaus erntet. &bdquo;Obwohl er hier im Adlon &ndash; dem Applaus nach zu urteilen &hellip;.&ldquo; Und was sollte so schlimm daran sein, wenn bei einer Ablehnung der gro&szlig;en Koalition durch die SPD-Basis endlich die ganzen Agenda 2010 Figuren abserviert w&uuml;rden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Durchbruch im Streit mit Teheran: Iran friert Teile des Atomprogramms ein<\/strong><br>\nIm jahrelangen Atomstreit mit Iran haben die Aussenminister der Vetom&auml;chte des Uno-Sicherheitsrates und Deutschlands (P5+1) in der Nacht auf Sonntag in Genf nach z&auml;hen Verhandlungen mit dem iranischen Aussenminister einen Durchbruch erzielt und die Vereinbarung eines &Uuml;bergangsabkommens mit einer Dauer von sechs Monaten zur Eind&auml;mmung und Kontrolle des iranischen Atomprogramms bekanntgeben k&ouml;nnen. F&uuml;r sein Entgegenkommen wird Iran eine Lockerung der Sanktionen zugesagt. Die sechs Monate sollen genutzt werden, um die Ausarbeitung eines definitiven Abkommens in Angriff zu nehmen, wie die Aussenminister der USA und Irans, Kerry und Zarif, an getrennten Pressekonferenzen mitteilten. In dem &Uuml;bergangsabkommen verpflichtet sich Iran die Urananreicherung auf unter 5 Prozent zu beschr&auml;nken, die Best&auml;nde an Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent zu neutralisieren und die technischen Einrichtungen, welche eine Anreicherung von mehr als 5 Prozent erlauben, abzubauen. Zudem hat sich Teheran verpflichtet, seine Kapazit&auml;ten zur Urananreicherung nicht auszubauen und keine neuen Zentrifugen einzusetzen. In den Anlagen von Natanz sollen etwa die H&auml;lfte der installierten Zentrifugen und in der Anlage von Fordo drei Viertel der Zentrifugen nicht gen&uuml;tzt werden. Zudem sollen die Arbeiten am Schwerwasserreaktor von Arak eingestellt und soll Inspektoren der IAEA t&auml;glich Zutritt zu den Atomanlagen von Natanz und Fordo und regelm&auml;ssiger Zutritt zu andern Einrichtungen zur Herstellungen von f&uuml;r das Atomprogramm notwendigen Teilen gew&auml;hrt werden. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen Iran nicht versch&auml;rft und gewisse Sanktionen gelockert werden. So sollen Sanktionen in den Bereichen Autoimport, Goldhandel und Petrochemie mit einem Gegenwert von etwa 1,5 Milliarden Dollar vor&uuml;bergehend aufgehoben werden. Zudem soll Iran erlaubt werden, 4,2 Milliarden Dollar an gesperrten Erl&ouml;sen aus Erd&ouml;lverk&auml;ufen zu repatriieren und weitere Mittel im Umfang von 400 Millionen Dollar f&uuml;r das Erziehungswesen zu n&uuml;tzen. Erlaubt werden soll zudem die Lieferung von Ersatzteilen f&uuml;r gewisse iranische Fluggesellschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/teheran-friert-teile-seines-atomprogramms-ein-1.18191552?extcid=Newsletter_25112013_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>So weit sind wir schon &ndash; Vorw&auml;rts zensiert Anzeige<\/strong><br>\nDie Anzeige des Solarenergief&ouml;rdervereins wurde vom Vorw&auml;rts zur&uuml;ckgewiesen &ndash; aber Vattenfall darf im Vorw&auml;rts (Dezember 2013, S. 25) ungeniert f&uuml;r die Braunkohle Reklame machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spd-mehr-demokratie-wagen.de\/?p=3655\">Mehr Demokratie wagen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19389"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19392,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19389\/revisions\/19392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}