{"id":19404,"date":"2013-11-27T09:07:17","date_gmt":"2013-11-27T08:07:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404"},"modified":"2013-11-27T09:07:17","modified_gmt":"2013-11-27T08:07:17","slug":"hinweise-des-tages-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h01\">Gro&szlig;e Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h02\">Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h03\">OECD: Rentenbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h04\">Datenreport<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h05\">Sinkende Inflation als Test der Notenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h06\">Managergeh&auml;lter: Erregung ohne Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h07\">Das Comeback der Philosophen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h08\">Dumpingl&ouml;hne im Briefgesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h09\">Interview mit Prof. Heiner Flassbeck &ndash; Das Ende der Massenarbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h10\">Unternehmerische Verantwortung &ndash; 160 Seiten Missst&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h11\">Babyboom &uuml;berfordert klammes Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h12\">Finanzplanung im L&auml;ndle &ndash; W&uuml;nschen war gestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h13\">Asyl: Berlin entlarvt die Hardliner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h14\">Europa: Wanderungssaldo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h15\">Die Diktatur wird gerade privatisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h16\">Neues Strafrecht in Afghanistan: Menschenrechtler f&uuml;rchten Wiedereinf&uuml;hrung der Steinigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h17\">Die Ausputzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404#h18\">Volker Pispers: &hellip;bis neulich!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19404&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Koalitionsverhandlungen von Union und SPD: Einigung bei Rente und Mindestlohn<\/strong><br>\nCDU, CSU und SPD sind sich nun bei mehreren Themenkomplexen einig. Ein Rentenpaket ist vereinbart, Vorratsdatenspeicherung und Pkw-Maut sollen kommen. Auch beim Mindestlohn gebe es eine Einigung, verlautet aus Verhandlungskreisen.\n<ul>\n<li>Beide Seiten sollen sich auf die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns ab 2015 geeinigt haben. Er soll bundesweit auf 8,50 Euro pro Stunde festgesetzt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen.<\/li>\n<li>Beide Seiten haben sich offenbar auch auf ein Rentenpaket verst&auml;ndigt. Bei der Rente mit 63 soll der abschlagfreie Zugang schrittweise an die Altersgrenze 65 herangef&uuml;hrt werden. Die Kosten f&uuml;r dieses Gesamtpaket waren zuvor mit mehr als 20 Milliarden Euro beziffert worden. Die Union pochte vor allem auf die M&uuml;tterrente und die SPD auf die Rente ab 63. Danach sollen die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren und eine Besserstellung &auml;lterer M&uuml;tter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, zum 1. Januar 2014 eingef&uuml;hrt werden. Finanziert w&uuml;rden die Kosten der h&ouml;heren M&uuml;tterente in H&ouml;he von etwa 6,5 Milliarden Euro j&auml;hrlich voraussichtlich aus Beitr&auml;gen der Rentenversicherung. <\/li>\n<li>Im Laufe des Dienstags verst&auml;ndigten sich die Spitzen von Union und SPD nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung au&szlig;erdem darauf, die lange umstrittene Vorratsdatenspeicherung einzuf&uuml;hren und eine EU-Richtlinie umzusetzen. Laut Vertragsentwurf vom Dienstag gab es nun eine Einigung. &ldquo;Dabei soll ein Zugriff auf die gespeicherten Daten nur bei schweren Straftaten und nach Genehmigung durch einen Richter erfolgen&rdquo;, hei&szlig;t es darin. Ebenfalls zugegriffen werden darf auf die Daten &ldquo;zur Abwehr akuter Gefahren f&uuml;r Leib und Leben&rdquo;. Deutsche Verbindungsdaten d&uuml;rfen aber nur auf Servern in Deutschland gespeichert werden, nach M&ouml;glichkeit h&ouml;chstens f&uuml;r drei Monate. Die EU-Richtlinie sieht bislang sechs Monate vor. <\/li>\n<li>Bei der Pkw-Vignette h&auml;tte sich &ndash; bliebe es bei diesem Entwurf &ndash; CSU-Chef Horst Seehofer durchgesetzt, zumindest auf dem Papier. Demnach will die Koalition einen &ldquo;angemessenen Beitrag der Halter von nicht in Deutschland zugelassenen Pkw erheben&rdquo;, dies aber unter erschwerten Bedingungen: Zum einen m&uuml;sse die Vignette mit europ&auml;ischem Recht in Einklang stehen, zum anderen d&uuml;rfe &ldquo;kein Fahrzeughalter in Deutschland st&auml;rker belastet&rdquo; werden. &Auml;hnliches hatte vorige Woche auch Kanzlerin Angela Merkel gefordert, nur ist beides zugleich schwer zu erreichen: Wenn jeder deutsche Autofahrer von den Kosten einer Vignette entlastet wird, d&uuml;rfte dies auf Widerstand in Br&uuml;ssel sto&szlig;en.<\/li>\n<li>Auch andere Streitfragen waren schon vor Beginn der Schlussrunde ausger&auml;umt worden. So findet sich ein von der SPD gefordertes Klimaschutzgesetz nicht mehr in dem Vertragsentwurf. Es h&auml;tte die deutschen Klimaziele verbindlich festgelegt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/koalitionsverhandlungen-von-union-und-spd-einigung-bei-rente-und-mindestlohn-1.1828662\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer wird was? Ein kompliziertes Mosaik<\/strong><br>\nUnter Schwarz-Rot w&uuml;rde Merkel Kanzlerin, Gabriel ihr Vize. &Uuml;ber die Ministerposten dagegen streiten die Verhandler noch. Union und SPD halten sich bedeckt, doch das Ringen um die Minister&auml;mter hat l&auml;ngst begonnen. Strategen aller drei Partner sitzen l&auml;ngst an Ministertableaus, &uuml;ber nichts wird in den Fluren der Parteizentralen lieber geredet als &uuml;ber die Karrierew&uuml;nsche der Beteiligten. Dieses Interesse ist berechtigt, der Erfolg in einer Koalition h&auml;ngt auch davon ab, die richtigen Themen &ndash; mithin: die strahlkr&auml;ftigen Jobs &ndash; zu besetzen. Die Kanzlerin, der die Verfassung die Richtlinienkompetenz zuschreibt, ist bei den Personalia weniger m&auml;chtig, als man denkt. Jede Partei entscheidet selbst &uuml;ber ihre Spitzenposten im Kabinett, entscheidend dabei sind das Gewicht der Interessenten, regionaler Proporz nach Landesverb&auml;nden, aber auch die Quotierung nach Mann und Frau. Eine Kabinettsaufstellung gleicht einem Mosaik, das diverse Bed&uuml;rfnisse und Eitelkeiten befriedigen muss. Zwei Regeln sind wichtig: Weil die Union die Kanzlerin stellt, hat der kleinere Partner &ndash; also die SPD &ndash; einen Freischuss: Sie darf ein wichtiges Ressort ihrer Wahl beanspruchen. Au&szlig;erdem gilt eine bundesrepublikanische Tradition. In den vergangenen Jahrzehnten achteten die Regierungspartner darauf, dass bestimmte Ressorts nicht in einer Hand liegen, um Machtkonzentrationen zu vermeiden. Bekam die Union beispielsweise traditionsgem&auml;&szlig; das Finanzministerium, so erhielt die FDP das Wirtschaftsressort. Das Innen- wurde durch das Justizministerium gekontert, das Ausw&auml;rtige Amt durch das Verteidigungsministerium. Es existieren also Spiegelressorts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F11%2F26%2Fa0078&amp;cHash=94b77d914abc953a3945dfb5257314b6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wer meint, Ministerposten w&uuml;rden auch nur im Ansatz nach Kompetenz vergeben, irrt. Neben dem Parteiproporz spielen auch noch der Regionalproporz die Zugeh&ouml;rigkeit zu einem bestimmten Parteifl&uuml;gel und nat&uuml;rlich das Geschlecht eine wichtige Rolle bei der Postenbesetzung. Man darf sich schon auf die eine oder andere skurrile Personalie &bdquo;freuen&ldquo;. Im letzten Kabinett war die Personalie &bdquo;Kristina Schr&ouml;der&ldquo; wohl die skurrilste &ndash; nach dem Abtritt von Franz-Josef Jung hatte die hessische CDU einen Blankoscheck im Kabinett. Und da die Quote auch noch erf&uuml;llt werden musste, wurde am Tag von Jungs R&uuml;cktritt Frau Schr&ouml;der vereidigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialdemokratische &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nFest steht: Mit der gro&szlig;en Koalition kommt auch die Vorratsdatenspeicherung. Die Anti-NSA-Spr&uuml;che der SPD im Wahlkampf waren Nebelkerzen.<br>\nUnion und SPD wollen in Deutschland die Vorratsdatenspeicherung einf&uuml;hren. Noch ist die Emp&ouml;rung &uuml;ber die gigantische Massen&uuml;berwachung des US-Geheimdienstes NSA &uuml;berall zu sp&uuml;ren, da zeigen die k&uuml;nftigen Regierungsparteien, dass sie daraus so gut wie keine Schlussfolgerungen ziehen wollen. Die Massenspeicherung aller Telefon- und Internet-Verbindungsdaten soll nun in Deutschland zum zweiten Mal beschlossen werden.<br>\nManche m&ouml;gen sich vor allem &uuml;ber die SPD wundern, die in den letzten Monaten einen veritablen Anti-&Uuml;berwachungs-Wahlkampf hingelegt hat. Sigmar Gabriel warf der Kanzlerin sogar einen Bruch ihres Amtseides vor, weil sie die Deutschen nicht genug vor der US-&Uuml;berwachung gesch&uuml;tzt habe.<br>\nAber offensichtlich ging es nur gegen US-&Uuml;berwachung und nicht gegen &Uuml;berwachung an sich. Wenn deutsche Telefon- und Internet-Firmen die Daten ihrer Kunden monatelang f&uuml;r polizeiliche Zwecke vorr&auml;tig halten m&uuml;ssen, dann haben die Sozialdemokraten nach wie vor kein Problem damit.<br>\nWirklich &uuml;berraschend ist das aber nicht. Die Vorratsdatenspeicherung war von Beginn an auch ein sozialdemokratisches Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Vorratsdatenspeicherung\/!128280\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium<\/strong><br>\n[&hellip;] 54. In diesem Zusammenhang verteidigen einige noch die &bdquo;&Uuml;berlauf&ldquo;-Theorien (trickle-down Theorie), die davon ausgehen, dass jedes vom freien Markt beg&uuml;nstigte Wirtschaftswachstum von sich aus eine gr&ouml;&szlig;ere Gleichheit und soziale Einbindung in der Welt hervorzurufen vermag. Diese Ansicht, die nie von den Fakten best&auml;tigt wurde, dr&uuml;ckt ein undifferenziertes, naives Vertrauen auf die G&uuml;te derer aus, die die wirtschaftliche Macht in H&auml;nden halten, wie auch auf die verg&ouml;tterten Mechanismen des herrschenden Wirtschaftssystems. Inzwischen warten die Ausgeschlossenen weiter. Um einen Lebensstil vertreten zu k&ouml;nnen, der die anderen ausschlie&szlig;t, oder um sich f&uuml;r dieses egoistische Ideal begeistern zu k&ouml;nnen, hat sich eine Globalisierung der Gleichg&uuml;ltigkeit entwickelt. Fast ohne es zu merken, werden wir unf&auml;hig, Mitleid zu empfinden gegen&uuml;ber dem schmerzvollen Aufschrei der anderen, wir weinen nicht mehr angesichts des Dramas der anderen, noch sind wir daran interessiert, uns um sie zu k&uuml;mmern, als sei all das eine uns fern liegende Verantwortung, die uns nichts angeht. Die Kultur des Wohlstands bet&auml;ubt uns, und wir verlieren die Ruhe, wenn der Markt etwas anbietet, was wir noch nicht gekauft haben, w&auml;hrend alle diese wegen fehlender M&ouml;glichkeiten unterdr&uuml;ckten Leben uns wie ein blo&szlig;es Schauspiel erscheinen, das uns in keiner Weise ersch&uuml;ttert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/holy_father\/francesco\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html\">Vatikan<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.G.:<\/strong> Was apostolische Schreiben betrifft, bin ich wahrlich kein Experte; aber die Kritik an der herrschenden Wirtschaftsideologie im Schreiben des Papstes Franziskus scheint mir doch auffallend konkret und klar, und daher lohnend f&uuml;r einen Punkt in den Hinweisen des Tages.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Franziskus will Kirche komplett reformieren<\/strong><br>\nIn dem 84 Seiten langen Dokument kritisiert der Papst die &ldquo;Tyrannei des Marktes&rdquo; und ruft die Kirche, aber auch die M&auml;chtigen der Welt auf, gegen Armut und Ungleichheit zu k&auml;mpfen. Das herrschende &ouml;konomische System sei &ldquo;in der Wurzel ungerecht&rdquo;, betonte er. &ldquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet&rdquo;, so seine unmissverst&auml;ndliche Einsch&auml;tzung. Es sei unglaublich, dass niemand sich dar&uuml;ber aufrege, wenn ein alter Mann auf der Stra&szlig;e erfriere, &ldquo;w&auml;hrend eine Baisse um zwei Punkte in der B&ouml;rse Schlagzeilen macht&rdquo;.<br>\nSch&auml;rfer als man es aus seinen Predigten und Briefen bisher kennt, kritisierte der Pontifex in seinem Mahnruf den G&ouml;tzendienst am Geld. Er forderte von Politikern, sie m&uuml;ssten ihren B&uuml;rgern &ldquo;eine w&uuml;rdige Arbeit, Bildung und Gesundheitsf&uuml;rsorge&rdquo; garantieren.<br>\nOffensive Kapitalismus-Kritik<br>\nDer Papst &uuml;bte sich in Kapitalismus-Kritik ganz in der Tradition der Befreiungstheologen. L&auml;ngst gehe es nicht mehr nur um das Ph&auml;nomen der Ausbeutung und der Unterdr&uuml;ckung, sondern um eine Kultur der Ausschlie&szlig;ung derer aus der Gesellschaft, die nicht genug leisten. &ldquo;Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die &lsquo;Wegwerfkultur&rsquo; eingef&uuml;hrt, die sogar gef&ouml;rdert wird.&rdquo;<br>\nHeftig protestierte der Papst auch gegen Verschwendung und ungerecht verteilte Mittel: &ldquo;Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, w&auml;hrend es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/evangelii-gaudium-papst-franziskus-veroeffentlicht-mahnruf-a-935721-druck.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>OECD: Rentenbericht: H&ouml;heres Rentenalter und weniger Rente im gesamten OECD-Raum &ndash; Zuk&uuml;nftige Bez&uuml;ge f&uuml;r Geringverdiener in Deutschland besonders knapp<\/strong><br>\nWie sich der Lebensstandard &auml;ndert, wenn Menschen von der Arbeit in die Rente wechseln, errechnet die OECD mit so genannten Ersatzraten. Diese Raten geben an, welchen Teil der individuellen Eink&uuml;nfte Rentner aus der staatlichen oder privaten Kasse erhalten. In Deutschland liegen die Ersatzraten f&uuml;r Personen, die 2012 am Arbeitsmarkt gestartet sind und bis zum gesetzlichen Rentenalter Beitr&auml;ge zahlen, brutto bei 42 Prozent ihres durchschnittlichen monatlichen Einkommens. Bezieht man Steuern und Abgaben in die Kalkulation ein, kommen zuk&uuml;nftige Rentner je nach Verdienstklasse auf 55 bis 57 Prozent ihres Einkommens. Geringverdiener mit der H&auml;lfte des durchschnittlichen Einkommens werden in Deutschland netto noch rund 55 Prozent dieser Bez&uuml;ge erhalten &ndash; weniger als in allen anderen OECD-L&auml;ndern. Ersatzraten allein geben allerdings nur bedingt dar&uuml;ber Auskunft, ob Menschen im Ruhestand ein w&uuml;rdiges Leben f&uuml;hren k&ouml;nnen. Der Bericht besch&auml;ftigt sich erstmals mit drei weiteren Faktoren, die den Lebensstandard im Alter beeinflussen: Immobilienbesitz, Finanzverm&ouml;gen und staatliche Leistungen. Vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung profitiert in Deutschland mit 50 Prozent nur ein verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleiner Teil der Rentner, im OECD-Schnitt sind es 76 Prozent. Das Kapitalverm&ouml;gen l&auml;sst sich aufgrund mangelnder Daten weit weniger gut analysieren. Nach OECD-Berechnungen werden in Deutschland, genau wie im OECD-Schnitt, etwa 17 Prozent des Einkommens der &Uuml;ber-65-J&auml;hrigen aus Kapiteleink&uuml;nften (etwa privaten Renten und Lebensversicherungen) gespeist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/renten-2013.htm\">OECD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/docserver\/download\/8113221e.pdf?expires=1385491926&amp;id=id&amp;accname=guest&amp;checksum=DC46F09FD35ADE27C889A1F66A7ADA55\">Pensions at a Glance 2013: OECD and G20 Indicators<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon ein wenig seltsam, wenn die Leiterin der OECD-Abteilung f&uuml;r Sozialpolitik, Monika Queisser, bei der Vorstellung des Berichts in Berlin meint, die die bisherigen Reformen w&auml;ren richtig, andererseits m&uuml;ssten wir aufpassen, dass die langfristigen Folgen f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt und Altersarmut nicht aus dem Blick geraten. In Deutschland zum Beispiel werden die Rentenbez&uuml;ge f&uuml;r Menschen mit verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinem Gehalt gegen Mitte dieses Jahrhunderts so niedrig sein wie in kaum einem anderen OECD-Land.&ldquo; Da ist doch ganz offensichtlich etwas schief gelaufen. Dabei geht es nicht nur Menschen mit kleinem Gehalt. Ist es nicht skandal&ouml;s, dass alle Jungen, die heute zu arbeiten beginnen, am Ende ihres Erwerbslebens im besten Fall 42 Prozent ihres durchschnittlichen Bruttoeinkommens erwarten &ndash; in den Niederlanden sind es 89 Prozent. Muss denn f&uuml;r das reiche Deutschland Mexiko mit einem Drittel fr&uuml;heren Einkommens beispielgebend sein?  Dabei werden in den Prognosen &uuml;berhaupt nicht die nachhaltigen Folgen der Krise in den europ&auml;ischen Peripheriel&auml;ndern oder die Zunahme an gebrochenen Erwerbsbiographien auch in Kerneuropa bzw. Deutschland ber&uuml;cksichtigt. &Uuml;berhaupt Prognosen, der Datenreport 2013 zeigt auf, dass die Armutsgef&auml;hrdung bei &auml;lteren Deutschen bereits in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Den Aspekt Finanzverm&ouml;gen h&auml;tte man in der Presseerkl&auml;rung ruhig ganz weglassen k&ouml;nnen oder sollte dies eine Einladung an diverse Finanzinstitute sein. Die OECD r&auml;umt im Bericht selbst ein, dass das Finanzverm&ouml;gen stark auf das obere Ende der Einkommensverteilung konzentriert sei, und deshalb Auswirkungen auf die Altersarmut begrenzt seien.  Und, auch Wohneigent&uuml;mer  k&ouml;nnen unter Einkommensarmut  leiden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Pensions at a Glance 2013 (Renten auf einen Blick 2013)<\/strong><br>\nDer Bericht enth&auml;lt vergleichende Indikatoren zu den Rentensystemen der OECD-L&auml;nder und gro&szlig;er Schwellenl&auml;nder wie Argentinien, Brasilien, Indien oder Russland.<br>\nDie zwei thematischen Kapitel besch&auml;ftigen sich mit den Rentenreformen in der OECD innerhalb der vergangenen vier Jahre und mit der Rolle, die Immobilienbesitz, Finanzverm&ouml;gen und staatliche Leistungen f&uuml;r Rentner spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/publikationen\/pensions-at-a-glance.htm\">OECD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Datenreport<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehr Jobs, aber auch mehr Armut<\/strong><br>\n[&hellip;]Trotz wachsender Besch&auml;ftigtenzahl sind heute mehr Menschen von Armut bedroht. 2011 lag der Anteil armutsgef&auml;hrdeter Personen bei 16,1 % (2007: 15,2 %). Als arm galt 2011, wer weniger als 980 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung hatte. Bei den 55- bis 64-J&auml;hrigen stieg das Armutsrisiko innerhalb von vier Jahren deutlich an: von 17,7 % im Jahr 2007 auf 20,5 % im Jahr 2011. Unter den 18- bis 24-J&auml;hrigen galten 2011 bereits 20,7 % als armutsgef&auml;hrdet (2007: 20,2 %). Gleichzeitig hat die dauerhafte Armut zugenommen. Von den im Jahr 2011 armutsgef&auml;hrdeten Personen waren 40 % bereits in den letzten f&uuml;nf Jahren arm. 2000 betrug der Anteil der dauerhaft Armen 27 %.<br>\nDie sozial bedingten Unterschiede bei der Gesundheit haben in den letzten 20 Jahren zugenommen. Ein Beispiel: Mehr Frauen und M&auml;nner aus der niedrigsten Einkommensgruppe beurteilen heute ihren Gesundheitszustand als &ldquo;weniger gut&rdquo; oder &ldquo;schlecht&rdquo;. Bei Frauen und M&auml;nnern, die sehr gut verdienen, ist eine gegenl&auml;ufige Entwicklung zu sehen. Armut wirkt sich auch unmittelbar auf die Lebenserwartung aus. Die mittlere Lebenserwartung von M&auml;nnern der niedrigsten Einkommensgruppe liegt bei der Geburt fast elf Jahre unter der von M&auml;nnern der hohen Einkommensgruppe. Bei Frauen betr&auml;gt der Unterschied acht Jahre. Das zeigen Daten des Soziooekonomischen Panels.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/11\/PD13_400_p001.html;jsessionid=4E9DB4AC3AFC1E1A01D0B0E0F0C5492C.cae4\">Statistisches Bundesamt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/Datenreport\/Downloads\/Datenreport2013.pdf?__blob=publicationFile\">Datenreport 2013 [PDF &ndash; 12.2 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Datenreport widerlegt die Politik<\/strong><br>\nDie Behauptung von Angela Merkel, sozial sei, was Arbeit schaffe, l&auml;sst sich nach den Ergebnissen des Datenreports 2013 widerlegen. Es kommt eben auch auf die Qualit&auml;t der Arbeit an und darauf, wie sie verteilt ist. [&hellip;]<br>\nDie Daten bringen zugleich auch eine Gewissheit ins Wanken, die eher von der Linken formuliert wird: Dass n&auml;mlich die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 zu einer rasanten Zunahme atypischer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse gef&uuml;hrt habe, ist offenbar ebenfalls nicht belegbar. Im Gegenteil: Laut Report kam der Anstieg der atypischen Besch&auml;ftigung nach mehr als einer Dekade im Jahr 2006 zum Stillstand und ging 2012 erstmals zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/kommentar-zum-datenreport-datenreport-widerlegt-die-politik,1473632,25433526.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Armut in Deutschland &ndash; Wehe, es erwischt einen<\/strong><br>\nEs gibt in Deutschland Anlass zur Sorge. Der Datenreport, den die Statistiker und Sozialexperten vorgelegt haben, zeigt, dass sich die Armut ausgerechnet in Europas st&auml;rkster Volkswirtschaft verh&auml;rtet. Damit darf sich keine Koalition mehr abfinden.Weltweit wird es bestaunt, das Jobwunder &ldquo;made in Germany&rdquo;. Doch nun best&auml;tigt der Sozialbericht des Statistischen Bundesamts quasi offiziell: Der Boom am Arbeitsmarkt hat Schattenseiten. Die k&uuml;nftige Regierung sollte die Analyse deshalb genauso sorgf&auml;ltig lesen wie das Gutachten der Wirtschaftsweisen, die vor Kurzem noch ein allzu sch&ouml;nes Bild vom Arbeitsmarkt zeichneten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/armut-in-deutschland-wehe-es-erwischt-einen-1.1828794\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sinkende Inflation als Test der Notenbanken<\/strong><br>\nSinkende Inflationszahlen deuten ein m&ouml;gliches Risiko einer Deflation an. In den USA ist der Index der Konsumg&uuml;terpreise auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten gefallen &ndash; abgesehen von den negativen Werten w&auml;hrend des H&ouml;hepunkts der Finanzkrise. Auch in der Euro-Zone und in Grossbritannien zeigt der Trend nach unten. Wichtige Rohstoff- und Edelmetallpreise sind unter Druck. In dem Prozess der Disinflation, der sich zu einer Deflation ausweiten k&ouml;nnte, hat Japan eine Schl&uuml;sselrolle. Die massive monet&auml;re Expansion schw&auml;cht die W&auml;hrung und f&uuml;hrt zu sinkenden Preisen von Exportg&uuml;tern, was andere asiatische Exportl&auml;nder unter Druck setzt und sie zu Schritten einer Schw&auml;chung der eigenen W&auml;hrung verleiten k&ouml;nnte. Da Notenbanken Deflation mehr als Inflation f&uuml;rchten, schliessen Marktbeobachter eine weitere monet&auml;re Lockerung nicht aus. Die rasch relativierte Meldung, die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) pr&uuml;fe einen Negativzins auf Depositeneinlagen von Banken, ist in Marktkreisen nicht unbeachtet geblieben. Mit dieser Massnahme w&uuml;rde die EZB Banken mit sanftem Druck nahelegen, &uuml;bersch&uuml;ssige Gelder nicht mehr bei ihr anzulegen, sondern sich st&auml;rker auf ihr zentrales Gesch&auml;ft, die Kreditvergabe, zu konzentrieren. Sollte ein negativer Einlagenzins tats&auml;chlich kommen, sei er nicht vor Abschluss der geplanten Bankenpr&uuml;fungen und Stresstests zu erwarten, sagt Valentin Marino von der Citigroup. Negative Zinsen seien umstritten und ihre Wirkung unsicher. Die Einlagen sind zwar seit Monaten stetig gefallen, aber beim derzeitigen Stand von 174 Mrd. &euro; w&uuml;rde ein Negativzins von 0,1% die Banken mit 174 Mio. &euro; belasten. Es k&ouml;nnte ein kontraproduktiver Prozess einsetzen, sollten die Banken ihr Deleveraging beschleunigen und die Vergabe von Krediten bremsen. Beobachter weisen auf negative Effekte einschliesslich St&ouml;rungen der Geld- und Repo-M&auml;rkte hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/sinkende-inflation-als-test-der-notenbanken-1.18191601\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zsolt Darvas und Silvia Merler lassen die &uuml;blichen &Uuml;berlegungen zu Negativzinsen weit hinter sich und stellen zun&auml;chst einmal fest, dass eine zentralisierte Geldpolitik f&uuml;r die gesamte Eurozone wird den &ouml;konomischen Realit&auml;ten in der Union nicht entspricht. Zwar w&uuml;rde die Wirtschaftslage in Irland, Spanien oder Griechenland negative Zinsen generell rechtfertigen, aber unter Bezugnahme auf die Taylor-Regel kommen sie <a href=\"http:\/\/www.bruegel.org\/nc\/blog\/detail\/article\/1151-15-percent-to-plus-4-percent-taylor-rule-interest-rates-for-euro-area-countries\/\">in ihrer Untersuchung<\/a> f&uuml;r einzelne L&auml;nder zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. In Griechenland w&auml;ren Zinsen von minus 14 Prozent &ouml;konomisch sinnvoll, in Spanien S&auml;tze von minus 3,6 Prozent und in Portugal minus 4,2 Prozent. F&uuml;r L&auml;nder wie &Ouml;sterreich und Deutschland sei die aktuelle Politik deutlich zu locker. F&uuml;r &Ouml;sterreich seien Leitzinsen von 3,5 Prozent, f&uuml;r Deutschland sogar vier Prozent angemessen. So bleiben Volkswirtschaften mit einer geschw&auml;chten Wirtschaftslage einer relativ straffen Geldpolitik ausgesetzt, w&auml;hrend Volkswirtschaften in einer besseren wirtschaftlichen Situation mit einer lockeren Geldpolitik beschenkt werden. Bez&uuml;glich der USA, deren Bundesstaaten auch mit solchen Schieflagen konfrontiert w&uuml;rden, seien die Kapazit&auml;ten f&uuml;r zwischenstaatliche Anpassungsprozesse, etwa die Arbeitskr&auml;ftemobilit&auml;t, viel besser. Zudem verf&uuml;gen die USA &uuml;ber ein signifikantes bundesstaatliches Budget, um &uuml;ber die Fiskalpolitik Ausgleich zu schaffen. &ndash; Interessant ist, dass inzwischen auch die USA, wie aus dem Sitzungsprotokoll der FED in der vergangenen Woche bekannt wurde, &uuml;ber einen negativen Einlagenzins nachdenkt. Die Aufregung bei den f&uuml;hrenden US-Banken ist gewaltig. Sie drohen, im Gegenzug f&uuml;r einen negativen Einlagenzinssatz die Einlagen von Unternehmen und Konsumenten ebenfalls mit einem Strafzins zu belasten. Wer&rsquo;s glaubt!. F&uuml;nf US-Topbanken haben nach einem Bericht der Financial Times schon damit gedroht, die Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.<\/em><br>\n<em>Obiger Artikel verweist auch eine Rede von Larry Summers, der sich fragt, ob einkommensstarke L&auml;nder wie die USA in einer Phase der s&auml;kularen Stagnation erlebten und deshalb dauerhaft auf  eine lockere Geldpolitik angewiesen seien. &ldquo;Unzureichende Nachfrage sei der Normalzustand dieser L&auml;nder geworden, in dem Wachstum und Besch&auml;ftigung nur durch fortgesetzte Liquidit&auml;tszufuhr und tiefe Zinsen erreichbar seien. Trifft dies zu, steht eine nennenswerte Reorientierung der Geldpolitik nicht bevor.&rdquo; Die Rede von Summers ist <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=KYpVzBbQIX0\">hier<\/a> zu verfolgen. <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2013\/11\/16\/secular-stagnation-coalmines-bubbles-and-larry-summers\/?_r=0\">Hier<\/a> eine W&uuml;rdigung der Rede durch Paul Krugman.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Managergeh&auml;lter: Erregung ohne Folgen<\/strong><br>\nMehrmals im Jahr passiert es: In Deutschland bricht eine leidenschaftliche Debatte los, dass Manager viel zu viel verdienen. Doch politisch tut sich nichts. Diese folgenlose Erregungskultur zeigt sich jetzt wieder bei den Vereinbarungen von SPD und Union. Diese sehen nur vor, dass Aktiengesellschaften k&uuml;nftig offenlegen sollen, in welchem Verh&auml;ltnis die Managergeh&auml;lter zu den Durchschnittsgeh&auml;ltern stehen.  Ironischerweise hat genau Transparenz dazu gef&uuml;hrt, dass die Managergeh&auml;lter gestiegen sind. Denn seit jeder DAX-Chef wei&szlig;, was die Kollegen in den anderen Unternehmen erhalten, kann er ebenso hohe Geh&auml;lter fordern. Wer die Managergeh&auml;lter beschneiden will, muss staatliche Vorgaben machen und eindeutige H&ouml;chstgrenzen festlegen. Genau hier setzte die Volksabstimmung in der Schweiz an, die am Sonntag gescheitert ist. Die Schweizer W&auml;hler sind also genauso widerspr&uuml;chlich wie die Deutschen &ndash; was die eidgen&ouml;ssische Volksabstimmung so interessant macht f&uuml;r die Debatten hierzulande. Sie war ein offenes Versuchslabor, wie sich eine Mehrheit verf&uuml;hren l&auml;sst, gegen die eigenen Interessen zu stimmen. Die Schweizer Wirtschaftsverb&auml;nde warteten mit drei Schlagwortkategorien auf, die allesamt auf tiefsitzende &Auml;ngste und Vorurteile zielten: 1. Managergeh&auml;lter zu begrenzen, sei eine &ldquo;sozialistische Idee&rdquo; oder ein &ldquo;sozialistisches Abenteuer&rdquo;. 2. Die Deckelung sei eine &ldquo;Verstaatlichung des Arbeitsmarktes&rdquo; und ein &ldquo;Lohndiktat des Staates&rdquo;. 3. Wenn die Manager geknebelt w&uuml;rden, w&uuml;rden sich die gro&szlig;en Konzerne aus der Schweiz zur&uuml;ckziehen und ins Ausland abwandern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F26%2Fa0090&amp;cHash=98c2d42bd2e41a0e64b07f812a916604\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ulrike Herrmann entzaubert die Argumente der Schweizer Wirtschaftsverb&auml;nde l&auml;ssig. Sie kennt sie zur Gen&uuml;ge aus Deutschland. Andererseits darf man vielleicht hoffen, dass die Politisierung der Schweizer Bev&ouml;lkerung, vor allem der Jugend, in Sachen sozialer Gerechtigkeit Folgen hat. Die Mindestlohninitiative wird es zeigen. In der &ldquo;Abzocker&rdquo;-Initiative haben Gegner allerdings alle Gesch&uuml;tze aufgefahren, um den Abstimmungskampf zu gewinnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Ch. S.:<\/strong> Die Opposition gegen diese Initiative, also die Wirtschaftsverb&auml;nde, die eine Zustimmungsrate von anfangs beinahe 75% auf jetzt 41% dr&uuml;cken konnten, hatte eine Werbe- und Manipulationskampagne aufgefahren, die einen als Deutschen sprachlos zur&uuml;cklie&szlig; (schon weil wir bei uns ja keine politische Werbung zu konkreten Initiativen kennen). So waren beispielsweise auf allen gr&ouml;&szlig;eren Plakatw&auml;nden Anzeigen geschaltet, die 1:12 als &ldquo;Lohndiktat vom Staat&rdquo; verunglimpften. Besonders krass auch die SVP, die auf den sicherlich teuren, animierten Werbetafeln am Z&uuml;rcher Hauptbahnhof ernsthaft mit Hammer, Sichel und einer roten Faust, die die Schweiz zerschmettert, Werbung machte &ndash; und das wochenlang. Auch die besten Stellen in den Medien wurden von der Opposition gegen 1:12 aufgekauft. Gegen eine solche &Uuml;bermacht hatten die einzelnen Werbeanzeigen, die Sticker und die Mundpropaganda der Jusos keine Chance.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Comeback der Philosophen<\/strong><br>\nIngenieure und Wirtschaftsfachleute brauche das Land, wird allgemein verk&uuml;ndet. Wer so argumentiert, sollte sich mit den harten Fakten des amerikanischen Arbeitsmarktes besch&auml;ftigen. In der Schweiz d&uuml;rfte sich der Trend &auml;hnlich entwickeln. Gem&auml;ss dem f&uuml;hrenden &ouml;konomischen Magazin, der &laquo;Harvard Business Review&raquo;, sind seit dem Jahr 2000 in den USA 750&rsquo;000 Jobs im Informationssektor verloren gegangen. Nur in den klassischen Industriebetrieben war der Aderlass noch gr&ouml;sser. Bei den Hard- und Software-Ingenieuren sind gem&auml;ss HBR rund 100&rsquo;000 Arbeitspl&auml;tze verschwunden, im Telecombereich waren es 567&rsquo;000. Auch in verwandten Bereichen sieht es &uuml;bel aus: Im Telemarketing betrug der Arbeitsplatzabbau 44 Prozent, bei den Elektroingenieuren 37 Prozent und im Bereich des Desktoppublishing 39 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass die Bildungspolitik offensichtlich auf dem Holzweg ist. &laquo;In Washington geht man davon aus, dass die Studenten wie Maschinen funktionieren m&uuml;ssen&raquo;, stellt Edward Luce in der &laquo;Financial Times&raquo; fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/karriere\/Das-Comeback-der-Philosophen\/story\/10623472\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel verdient wohl eher ein Fragezeichen. Die Robotisierung unserer  Wirtschaft ist ein ernst zu nehmendes Problem. Ob aber die Geisteswissenschaften oder die Kunst einen Ausgleich f&uuml;r die verlorenen Arbeitspl&auml;tze schaffen k&ouml;nnen, bleibt fraglich. Die oben genannten Wachstumsraten z.B. von Dirigenten und Komponisten gehen statistisch von einem sehr niedrigen Niveau aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Dumpingl&ouml;hne im Briefgesch&auml;ft<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Politik noch &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns streitet, zeigt ein Blick ins umk&auml;mpfte Briefgesch&auml;ft, welch haarstr&auml;ubende Zust&auml;nde auf dem Arbeitsmarkt herrschen. Geringverdiener sortieren Briefe auf dem K&uuml;chentisch und fahren sie im Privatauto aus &ndash; f&uuml;r einen Stundenlohn von teilweise unter 5 Euro. Auch die Deutsche Post greift auf externe Dienstleister zur&uuml;ck. &Auml;rger mit der Postzustellung, meine Damen und Herren: Briefe, die den Empf&auml;nger nicht erreichen, Post, die versp&auml;tet ankommt oder an eine falsche Adresse abgeliefert wird? Kennen Sie? Dann sind Sie bei weitem keine Ausnahme. Das Internet ist inzwischen voll von Foren, in denen sich ver&auml;rgerte Postkunden beschweren. Doch die mangelnde Zuverl&auml;ssigkeit der Post hat am wenigsten mit den Briefzustellern selbst zu tun! Im Gegenteil: Sie sind die Leidtragenden des inzwischen nur noch profitorientierten Briefgesch&auml;fts und m&uuml;ssen f&uuml;r Dumpingl&ouml;hne schuften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-24-10-2013\/dumpingloehne-im-briefgeschaeft-.htm\/listall=on\/print=true.html\">Kontraste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Interview mit Prof. Heiner Flassbeck &ndash; Das Ende der Massenarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nSeit Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts haben wir Massenarbeitslosigkeit. Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker haben zu diesem Thema in 2007 ein Buch ver&ouml;ffentlicht, Das Ende der Massenarbeitslosigkeit &ndash; Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen. Wir haben mit Herrn Flassbeck dar&uuml;ber gesprochen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/aristoblog.de\/2013\/11\/interview-flassbeck-ende-massenarbeitslosigkeit\/\">aristo blog<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=m8xoUIOXZH0&amp;feature=player_embedded\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unternehmerische Verantwortung &ndash; 160 Seiten Missst&auml;nde<\/strong><br>\nTask-Force stellt fest: Die Papenburger Meyer-Werft hat &uuml;ber die prek&auml;re Lage ihrer Werkvertragsarbeiter gro&szlig;z&uuml;gig hinweggesehen. [&hellip;]<br>\nAuf 160 Seiten schildert das Expertengremium, beauftragt von der Werft in Abstimmung mit Niedersachsens Wirtschaftsministerium, die prek&auml;re Lage der meist osteurop&auml;ischen Arbeitskr&auml;fte: &Uuml;ber 12 Stunden h&auml;tten sich die Leihkr&auml;fte der 21 &uuml;berpr&uuml;ften Personaldienstleister in der Regel auf der Werft aufgehalten.<br>\n23,55 Stunden-Schichten<br>\nIm Einzelfall sogar bis zu 23,55 Stunden, eingesetzt in Doppelschichten, wie die Task Force schreibt, der Niedersachsens einstiger Justizminister Walter Remmers (CDU), die Meyer-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall angeh&ouml;ren.<br>\nWie solche Eins&auml;tze bezahlt wurden, bleibt unterdessen auch f&uuml;r das Gremium undurchsichtig: Es hatte nur unvollst&auml;ndige Lohnunterlagen vorliegen. Vertraglich festgehalten seien mit den Werkvertragsunternehmen meist die Konditionen der Herkunftsl&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Unternehmerische-Verantwortung\/!128276\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Babyboom &uuml;berfordert klammes Frankreich<\/strong><br>\nDer Babyboom kam nicht von allein. Der Staat gew&auml;hrte Familien zahlreiche F&ouml;rderungen, die Familienpolitik gilt als eine der gro&szlig;z&uuml;gigsten in ganz Europa. Zudem ist die Kinderbetreuung gut ausgebaut. Die Ausgaben f&uuml;r die Familienpolitik &ndash; alle Subventionen, Steuererleichterungen f&uuml;r Eltern und staatliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Wohnraum zusammengenommen &ndash; machen beinahe 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus, der h&ouml;chste Anteil unter den 34<br>\nIndustriel&auml;ndern, die Mitglied in der OECD sind. Im Schnitt liegt der Anteil bei 2,2 Prozent. [&hellip;]<br>\nFrankreichs Bev&ouml;lkerungszuwachs stellt den sozialistischen Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande vor eine Pr&uuml;fung, vielleicht die gr&ouml;&szlig;te seiner Amtszeit. Sein Ziel ist es, das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Das muss er mit seinem Wahlversprechen vereinen, dass er die jungen Menschen nicht zur&uuml;cklassen wird. [&hellip;]<br>\nAuf dem Spiel steht nichts Geringeres als Frankreichs Sozialsystem. Laut Analysten tr&auml;gt die hohe soziale F&uuml;rsorge des Staates zu der hohen Geburtenrate bei. Doch kann Frankreich weiterhin um einiges mehr als jedes andere westliche Land f&uuml;r sein Sozialsystem ausgeben, wenn dieses doch haupts&auml;chlich auf Schulden aufgebaut ist? [&hellip;]<br>\nBeim Nachbarn Deutschland schrumpft die Bev&ouml;lkerung, aber die Wirtschaft w&auml;chst<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424052702304011304579221471182982970.html\">Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Werden zu wenige Kinder geboren, ist das Sozialsystem angeblich nicht bezahlbar; werden mehr Kinder geboren, auch nicht&hellip; Die Neoliberale Journaille sollte ihre Argumente mal auf Vereinbarkeit mit der Logik &uuml;berpr&uuml;fen. Immerhin interessant das offene Eingest&auml;ndnis, da&szlig; Deutschland das Sozialsystem radikal einschr&auml;nkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Finanzplanung im L&auml;ndle &ndash; W&uuml;nschen war gestern<\/strong><br>\nDie Ministerien in Baden-W&uuml;rttemberg m&uuml;ssen k&uuml;nftig Sparvorschl&auml;ge machen, um der Schuldenbremse Gen&uuml;ge zu tun.<br>\nEs muss wie Weihnachten gewesen sein: Bisher durften die Ministerien in Baden-W&uuml;rttemberg vor Haushaltsverhandlungen W&uuml;nsche anmelden, f&uuml;r die sie gerne Geld ausgeben w&uuml;rden. Damit muss Schluss sein, meint Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne).<br>\nDamit das Land die gesetzlich vorgeschriebene Nullverschuldung in sieben Jahren schafft, m&uuml;ssen die Fachbereiche erstmals zu den Haushaltsverhandlungen Anfang 2014 statt ihrer W&uuml;nsche Vorschl&auml;ge f&uuml;r Einsparungen abgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Finanzplanung-im-Laendle\/!128261\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kretschmann exekutiert in neoliberal-konservativer H&auml;rte. Und das in einem der beiden reichsten Bundesl&auml;nder &ndash; nur, weil die R&uuml;cknahme der vielen Steuergeschenke an Unternehmen und reiche Privatpersonen sakrosankt sind. Wie sieht es dann wohl in den &auml;rmeren Bundesl&auml;ndern aus &ndash; Heulen und Z&auml;hneklappern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Asyl: Berlin entlarvt die Hardliner<\/strong><br>\nNa also, es geht doch: Berlin zeigt, welche M&ouml;glichkeiten ein Bundesland hat, Fl&uuml;chtlinge humaner zu behandeln als anderswo in Deutschland. Formal liegt die Zust&auml;ndigkeit zwar beim Bund und bei Europa. Aber auch L&auml;nder und Kommunen haben kleine Spielr&auml;ume, die einen gro&szlig;en Unterschied f&uuml;r die Betroffenen ausmachen. Berlin straft damit die Hardliner in anderen St&auml;dten L&uuml;gen: Die behaupten, solche Spielr&auml;ume g&auml;be es nicht. Nirgendwo zeigt sich das so deutlich wie bei der Unterkunft f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge, die seit einem Jahr in Berlin-Kreuzberg campieren: Am Sonntag sind sie in ein ehemaliges Seniorenwohnheim umgezogen. Seit Monaten hatten die Mehrheit der Fl&uuml;chtlinge aus dem Camp f&uuml;r eine solche menschenw&uuml;rdige Behandlung gek&auml;mpft. &ndash; In Berlin passiert also genau das, was der Senat in Hamburg f&uuml;r unm&ouml;glich erkl&auml;rt hat. Auch dort protestiert eine Gruppe von Lampedusa-Fl&uuml;chtlingen gegen ihre menschenunw&uuml;rdige Behandlung. Der von der SPD gestellte Senat unter F&uuml;hrung von Olaf Scholz reagierte im Fr&uuml;hjahr mit der Aussage: Nur wenn die Fl&uuml;chtlinge ihre Identit&auml;t offenlegen, d&uuml;rfe die Stadt sich um sie k&uuml;mmern. Doch geben die Fl&uuml;chtlinge ihre Identit&auml;t preis, dann droht ihnen die sofortige Abschiebung. Deshalb beantragen sie auch kein Asyl. Das wiederum f&uuml;hrt dazu, dass Hamburg diesen Menschen kein Dach &uuml;ber dem Kopf gibt, nichts zu essen und auch keine Medikamente. SPD-Innensenator Michael Neumann begr&uuml;ndet das so: &ldquo;Rechtsstaatliche Grunds&auml;tze sind nicht verhandelbar.&rdquo; Sein Sprecher erg&auml;nzt prompt, es gebe &ldquo;in der ganzen Welt keinen Rechtsstaat&rdquo;, in dem jemand staatliche Leistungen erhalte, &ldquo;der seine Identit&auml;t nicht preisgibt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F11%2F26%2Fa0089&amp;cHash=8bc3f9ca4bc20963d7f4689efc32da0e\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europa: Wanderungssaldo<\/strong><br>\nIn keine Region der Welt sind im Zeitraum 2000 bis 2010 so viele Menschen eingewandert wie nach Europa. Der Wanderungssaldo lag nach Angaben des Department of Economic and Social Affairs (UN\/DESA) bei 1,88 Millionen Personen pro Jahr in den Jahren 2000 bis 2005 und bei j&auml;hrlich 1,86 Millionen in den Jahren 2005 bis 2010. Auch f&uuml;r die Jahre bis 2060 nimmt das UN\/DESA einen positiven Wanderungssaldo von 930.000 Personen pro Jahr an. Der Wanderungssaldo bezieht sich dabei sowohl auf zu- bzw. abwandernde Personen, die im Ausland geboren sind, als auch auf einheimische Personen, die ihre Heimat verlassen oder in sie zur&uuml;ckkehren. In Europa waren im Zeitraum 2005 bis 2010 Russland und Spanien die beiden Staaten mit dem h&ouml;chsten positiven Wanderungssaldo (plus 451.000 bzw. 450.000 Personen pro Jahr). Darauf folgten laut UN\/DESA Italien (382.000), Gro&szlig;britannien (168.000) und Frankreich (104.000). Allerdings sind nicht alle europ&auml;ischen Staaten Einwanderungsl&auml;nder. Bezogen auf die EU sind die internationalen Wanderungsbewegungen von gro&szlig;er Bedeutung, da sie seit Anfang der 1990er-Jahre zur bedeutendsten Triebkraft des Bev&ouml;lkerungswachstums geworden sind. Zwischen 2001 und 2011 erh&ouml;hte sich der Bev&ouml;lkerungsstand der EU laut Eurostat um 20,0 Millionen. Davon entfielen 4,1 Millionen auf das nat&uuml;rliche Bev&ouml;lkerungswachstum und 15,9 Millionen auf den positiven Wanderungssaldo dieser Jahre. Damit hatte die Zuwanderung einen Anteil von 78,0 Prozent am gesamten Bev&ouml;lkerungswachstum im Zeitraum 2001 bis 2011. Hingegen haben sich in Rum&auml;nien, Bulgarien, Litauen, Lettland und Estland beide Faktoren negativ entwickelt und damit zu einem anhaltenden Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang gef&uuml;hrt. In Ungarn, Deutschland und Kroatien wurde der nat&uuml;rliche Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang durch Zuwanderung ged&auml;mpft aber nicht kompensiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/zahlen-und-fakten\/europa\/70531\/wanderungssaldo\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn die Versch&auml;rfung der Krise in der Eurozone und die grunds&auml;tzlich unbefriedigende Situation in der europ&auml;ischen Peripherie dazu beitragen mag, dass die Zuwanderung nach Deutschland h&ouml;her als in der Vergangenheit ausfallen mag, zeigt doch der Blick auf den j&auml;hrlichen Wanderungssaldo, dass Deutschland sich &uuml;ber wenig Zuwanderung viel aufregt.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131127_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/zahlen-und-fakten\/europa\/70531\/wanderungssaldo\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Diktatur wird gerade privatisiert<\/strong><br>\nDie neuen Technologien verbinden die Menschen weltweit und haben auch die Organisation von Umst&uuml;rzen in der arabischen Welt erleichtert. Allerdings sind sie nicht in H&auml;nden neutraler Einrichtungen, sondern werden von Unternehmen dazu benutzt, um s&auml;mtliche Daten ihrer Nutzer zu sammeln und kommerziell zu verwerten. Wir befinden uns in der &Auml;ra der Gro&szlig;datenverarbeitung, die von McKinsey als die &ldquo;n&auml;chste Grenzregion f&uuml;r Innovation, Wettbewerb und Produktivit&auml;t&rdquo; gepriesen wird. Damit werden die Grundsteine einer &ouml;konomischen Total-&Uuml;berwachung gelegt, an der sich auch Geheimdienste erfreuen. Dar&uuml;ber hat nun der Unternehmer und Publizist Roman Koidl, der kurze Zeit Online-Berater in Peer Steinbr&uuml;cks Kompetenzteam war, ein Buch geschrieben: Web Attack &ndash; Der Staat als Stalker. Herr Koidl, wie sieht das gro&szlig;e Stalking durch Big Data aus und was ist das essentielle Problem dabei? &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40298\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neues Strafrecht in Afghanistan: Menschenrechtler f&uuml;rchten Wiedereinf&uuml;hrung der Steinigung<\/strong><br>\nZw&ouml;lf Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes erw&auml;gt die afghanische Regierung nach einem Bericht von Menschenrechtlern die Wiedereinf&uuml;hrung von Steinigungen. Eine Arbeitsgruppe im Justizministerium habe die Bestrafung f&uuml;r &ldquo;moralische Verbrechen&rdquo; wie au&szlig;erehelichen Geschlechtsverkehr vorgeschlagen, teilte Human Rights Watch (HRW) mit. Pr&auml;sident Hamid Karsai m&uuml;sse den &ldquo;absolut schockierenden&rdquo; Vorsto&szlig; umgehend ablehnen. Sollte der Vorschlag zum Gesetz werden, m&uuml;ssten internationale Geldgeber ihre Unterst&uuml;tzung stoppen. Die Menschenrechtsorganisation mit Sitz in New York teilte mit, der Entwurf der entsprechenden Klausel f&uuml;r ein neues Strafgesetzbuch sehe die Todesstrafe durch Steinigung vor, wenn mindestens einer der Sexualpartner durch den Geschlechtsverkehr Ehebruch begehe. Wenn beide unverheiratet seien, solle die Strafe 100 Peitschenhiebe betragen. Die Strafen sollten &ndash; wie einst unter dem Taliban-Regime &ndash; &ouml;ffentlich vollstreckt werden. In der nordafghanischen Provinz Baghlan wurde ein junges P&auml;rchen wegen seiner au&szlig;erehelichen Beziehung vom Vater des M&auml;dchens get&ouml;tet. Baghlans Polizeisprecher Ahmad Dschawid Bascharat sagte, ein au&szlig;ergerichtlicher Stammesrat habe beschlossen, dass der Junge und das M&auml;dchen sterben m&uuml;ssten. Der Vater des M&auml;dchens habe die beiden erschossen und sei geflohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/neues-strafrecht-in-afghanistan-menschenrechtler-fuerchten-wiedereinfuehrung-der-steinigung-1.1827768\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Westen wird deswegen wohl kaum seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die jetzige Regierung abbrechen. Unterh&auml;lt er doch auch gl&auml;nzende Beziehungen zu Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten und verhandelt gegenw&auml;rtig mit dem Iran &ndash; alles L&auml;nder, in denen gesteinigt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Saudi-Arabien ist Deutschlands bester Waffenkunde<\/strong><br>\nSaudi-Arabien war im vergangenen Jahr offenbar Hauptabnehmer deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter. Das berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf den R&uuml;stungsexportbericht, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll. 2012 wurden demnach Waffenexporte im Wert von 1,2 Milliarden Euro in den Golfstaat genehmigt, darunter Rohrwaffenrichtger&auml;te und Waffenzielger&auml;te, Ausr&uuml;stung zur Sicherung von Grenzen sowie Software f&uuml;r die Steuerung von Flugk&ouml;rpern. Offiziell wurden die Zahlen zun&auml;chst nicht best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/saudi-arabien-ist-deutschlands-bester-waffenkunde-a-934312.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Ausputzer<\/strong><br>\nDas neue Mildt&auml;tigenwesen: &raquo;B&uuml;rgersinn&laquo; und &raquo;Ehrenamt&laquo; sollen den Sozialstaat ersetzen. Die USA und Gro&szlig;britannien haben es vorgemacht, seit rund 20 Jahren macht Deutschland es nach: Weniger Staat, mehr Markt, weniger Sozialleistungen, daf&uuml;r mehr &raquo;Eigeninitiative&laquo; &ndash; nach diesem Muster wird die bundesdeutsche Gesellschaft umgekrempelt. Der Preis ist hoch: arm gemachte Kommunen, ein unterfinanziertes Bildungswesen, fehlende Krankenhausinvestitionen und Pflegeinfrastruktur, zu wenig Geld f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Personenverkehr und den Bau bezahlbarer Wohnungen f&uuml;r Mieter, darbende Kultureinrichtungen und ein wachsender Anteil verarmter Menschen. Die st&auml;ndige Einforderung von &raquo;b&uuml;rgerschaftlichem Engagement&laquo;, sprich: Ehrenamt und Gratisarbeit, ist Teil der neoliberalen Transformation der Gesellschaft. Denn nach dem Ende des bisherigen Sozialstaats gibt es viel zu tun: Armenspeisungen, wie man sie in Deutschland zuletzt 1929 kannte, Sponsoring von Kultur und Bildung durch Milliard&auml;re und Stiftungen, wie es die Rockefellers schon lange machen, Betreuung durch &raquo;Gr&uuml;ne Damen&laquo; und Lesementoren, Arbeit in Kleiderkammern und f&uuml;r Kindermittagstische in sozialen Brennpunkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/11-07\/022.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Macht der Million&auml;re<\/strong><br>\nIn vielen St&auml;dten sind die Kassen leer. Trotzdem m&uuml;ssen sie die Infrastruktur aufrechterhalten. Immer h&auml;ufiger sind es wohlhabende B&uuml;rger und Stiftungen, die diese Aufgabe &uuml;bernehmen. Die Autorin Gesine Enwaldt zeigt, was es bedeutet, wenn die Reichen reicher und die Armen &auml;rmer werden. Wie m&auml;chtig sind die Million&auml;re? Haben die Volksvertreter in den Rath&auml;usern &uuml;berhaupt noch etwas zu sagen? Wer bestimmt die Spielregeln in den St&auml;dten? Die Autorin begegnet Politikern, deren Macht schwindet und die immer abh&auml;ngiger werden von privaten Geldspenden der reichen B&uuml;rger. Finanzstarke Unternehmer oder Investoren scheinen mittlerweile ein leichtes Spiel mit den mittellosen Ratsherren zu haben. Die B&uuml;rgermeister stehen mit dem R&uuml;cken zur Wand und gehen aus Geldnot auch riskante Gesch&auml;fte ein &ndash; in der Hoffnung, Arbeitspl&auml;tze zu schaffen und damit die Kassen wieder zu f&uuml;llen. Der Film zeigt Menschen in verwahrlosten Wohnkomplexen, die versuchen ihre W&uuml;rde zu wahren. Und er zeigt Multimillion&auml;re in Luxusvillen, die ihre finanzielle Macht ausspielen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ndr-fernsehen\/45-min\/die-macht-der-millionaere?documentId=17256112\">NDR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6kqr82DnWg8\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Volker Pispers: &hellip;bis neulich!<\/strong><br>\nVolker Pispers will vorerst einen Schlussstrich ziehen unter das Kapitel &ldquo;Politisches Kabarett im Radio&rdquo;. Wenn jetzt bei den Koalitionsverhandlungen &uuml;ber Gesundheitspolitik, Rente, Energiewende, doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft, Steuern, Schuldenkrise und Bildungspolitik gestritten wird, bin ich st&auml;ndig in Versuchung alte Texte rauszukramen, weil ich immer seltener wei&szlig;, was ich denn zu all dem noch Neues sagen soll. In vielen F&auml;llen m&uuml;&szlig;te ich in den alten Texten nur ein paar Namen austauschen und alles w&auml;re mal wieder topaktuell. Auch gibt es Personen in der Politik die einfach nicht verschwinden wollen und alle paar Wochen um ein paar verbale Ohrfeigen betteln. Auf manchen Themen und Personen kaue ich schon so lange herum, da&szlig; der fade Geschmack &uuml;berm&auml;chtig geworden ist. Die n&auml;chsten acht Jahre sollte mal jemand zust&auml;ndig sein, der nicht schon 16 Jahre Kohl und sieben Jahre Schr&ouml;der in den Knochen stecken hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volkerpispers102.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann nur hoffen, dass Volker Pispers das &ldquo;Politische Kabarett&rdquo; nicht generell leid ist. Eine sch&ouml;pferische Pause sei ihm geg&ouml;nnt, obschon bei ihm anklingt, dass er die Nase voll hat, von den ewig gleichen Themen und Akteuren. Vielleicht gelingt ihm ja ein anderer Zugang zu diesen ewigen Themen, gerade in ihrer Ewigkeit. Da hat der K&uuml;nstler ganz andere M&ouml;glichkeiten als der einfache, wenn auch durchaus engagierte Aufschreiber\/Chronist des bundesrepublikanischen Ablaufs. &Uuml;brigens w&uuml;rde ich schon meinen, dass die Republik inklusive der Rolle der Akteure darin sich schleichend und deshalb so gef&auml;hrlich ver&auml;ndert, zum Schlechteren &ndash; ohne die Vergangenheit glorifizieren zu wollen. Denn der Keim des Heutigen liegt im Vergangenen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19404"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19408,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19404\/revisions\/19408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}