{"id":19423,"date":"2013-11-28T08:57:42","date_gmt":"2013-11-28T07:57:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423"},"modified":"2013-11-28T08:57:42","modified_gmt":"2013-11-28T07:57:42","slug":"hinweise-des-tages-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h01\">Koalitionsvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h02\">Gro&szlig;e Koalition bringt Rekordfieber zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h03\">Freihandelsfalle: Attac kritisiert Ja der Koalition&auml;re zu TTIP-Abkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h04\">Gute Laune bei den Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h05\">Nur das Angebot z&auml;hlt? Wie eine einseitige deutsche Wirtschaftspolitik Chancen vergeben hat und Europa schadet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h06\">NRW: Investieren statt sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h07\">Die tiefd&uuml;stere Analyse des Larry Summers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h08\">Service Learning: Studieren mit Engagement<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h09\">Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h10\">Datenreport 2013. Ein Sozialbericht f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h11\">Interview mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge zum Thema Altersarmut f&uuml;r Plusminus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h12\">Wege zur Integration &ndash; Anerkennung der Berufsabschl&uuml;sse von Zugewanderten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h13\">Swift-Abkommen: EU-Kommission will weiter Bankdaten in die USA schicken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423#h15\">Der Kommissar geht um<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19423&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Erfolgsbilanz der SPD<\/strong><br>\nDer SPD-Parteikonvent hatte der Verhandlungsgruppe 10 Punkte mit auf den Weg gegeben, die wir in den Koalitionsverhandlungen mit der Union durchsetzen sollten. Nach dieser Nacht k&ouml;nnen wir Dir sagen: das ist uns gelungen! Der Koalitionsvertrag enth&auml;lt u.a. folgende Punkte:\n<ul>\n<li>einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro ab 2015!<\/li>\n<li>mehr Tarifbindung und damit bessere Tarifl&ouml;hne!<\/li>\n<li>gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit und die Eind&auml;mmung von Leih- und Zeitarbeit und des Werksvertrags-Unwesens!<\/li>\n<li>die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren (mit Zeiten der Arbeitslosigkeit!); f&uuml;r &Auml;ltere beginnt der Ausstieg mit 63 Jahren, f&uuml;r J&uuml;ngere mit 64 bzw. 65 Jahren!<\/li>\n<li>eine Verbesserung der Renten f&uuml;r Erwerbsgeminderte, ein konkreter Fahrplan f&uuml;r die Angleichung der Renten in Ost und West sowie eine Mindestrente von rund 850 Euro f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte mit niedrigen Einkommen!<\/li>\n<li>mehr Gleichberechtigung von Frauen durch ein Entgeltgleichheitsgesetz und eine gesetzliche Quote in Aufsichtsr&auml;ten!<\/li>\n<li>eine sozial vertr&auml;gliche und bezahlbare Energiewende!<\/li>\n<li>6 Milliarden &euro; mehr f&uuml;r Kitas, Schulen und Hochschulen!<\/li>\n<li>5 Milliarden &euro; mehr pro Jahr f&uuml;r die Kommunen im Rahmen der Entlastung der Eingliederungshilfe!<\/li>\n<li>eine Mietpreisbremse und mehr Mittel f&uuml;r St&auml;dtebau!<\/li>\n<li>5 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die dringend ben&ouml;tigten Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur!<\/li>\n<li>4 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die bessere Pflege und mehr Pflegekr&auml;fte!<\/li>\n<li>die Abschaffung des &bdquo;Optionszwangs&rdquo; f&uuml;r in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder!<\/li>\n<li>die strikte Regulierung der Finanzm&auml;rkte und Banken!<\/li>\n<li>die Durchsetzung der Besteuerung der Finanzmarktspekulationen!<\/li>\n<li>die st&auml;rkere Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Initiativen f&uuml;r mehr Wachstum und Besch&auml;ftigung in Europa!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: SPD Mitgliederbrief (nicht im Netz)<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir werden auf das Kleingedruckte bei diesen &bdquo;Erfolgen&ldquo; noch n&auml;her eingehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stephan Hebel: Der Koalitionsvertrag &uuml;berzeugt nicht<\/strong><br>\nEin paar Beispiele:\n<ul>\n<li>Der gesetzliche Mindestlohn kommt. Aber genau da, wo er am notwendigsten sein d&uuml;rfte, kommt er bis 2017 nicht. Denn Tarifvertr&auml;ge, die die 8,50 Euro unterschreiten, sind bis dahin m&ouml;glich. Das gilt nat&uuml;rlich vor allem da, wo die Gewerkschaften zu schwach sind, um  ausk&ouml;mmliche Einkommen durchzusetzen. Genau f&uuml;r diese F&auml;lle sind gesetzliche Untergrenzen eigentlich gedacht.<\/li>\n<li>Eine der wichtigsten Kennziffern der Energiewende, der bis 2030 angestrebte Anteil der Erneuerbaren, liegt mit 55 bis 60 Prozent viel n&auml;her bei den bescheidenen Zielen der Union (50 bis 55) als bei denjenigen der SPD (75 Prozent).<\/li>\n<li>F&uuml;r Verbesserungen bei Ruhest&auml;ndlern, so begr&uuml;&szlig;enswert sie sein m&ouml;gen, pl&uuml;ndert die k&uuml;nftige Regierung auf geradezu skandal&ouml;se Weise die Kassen der Rentenversicherung, statt solche gesamtgesellschaftlichen Aufgaben mit Steuern zu bezahlen. Was nat&uuml;rlich nicht geht, wenn man sich weigert, Spitzenverdiener und Verm&ouml;gende etwas st&auml;rker zu belasten.<\/li>\n<li>Die zus&auml;tzlichen Milliarden, die die k&uuml;nftige Koalition ausgeben will, hat sie im Lauf der Nacht auf wundersame Weise &bdquo;verdient&ldquo;. Zauberk&uuml;nstler Wolfgang Sch&auml;uble hatte pl&ouml;tzlich mindestens sieben zus&auml;tzliche Milliarden, obwohl er ab 2015 keine Schulden mehr machen soll.<\/li>\n<li>Das CSU-Hobby &bdquo;Ausl&auml;nder-Maut&ldquo; wird rechtlich nur funktionieren, wenn die Kfz-Steuer der deutschen Fahrzeughalter umdeklariert wird zur Autobahngeb&uuml;hr. Damit geht dieses Geld direkt in den Verkehrswege-Bau und ist dem allgemeinen Haushalt zus&auml;tzlich entzogen.<\/li>\n<li>Vom dringend notwendigen Aufbruch in Europa &ndash; vom sinnvollen Schuldentilgungsfonds, den  die SPD gefordert hatte, von konsequenter Zusammenarbeit in der Sozial- und Wirtschaftspolitik, vom &bdquo;Marshallplan f&uuml;r Europa&ldquo; (Steinbr&uuml;ck) &ndash;  ist nichts mehr zu h&ouml;ren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl---hintergrund\/kommentar-zur-grossen-koalition-der-koalitionsvertrag-ueberzeugt-nicht,23998104,25438792.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gregor Gysi: Eine Koalition, die die soziale Spaltung im Land vertieft und lobbyh&ouml;rig ist<\/strong>\n<ul>\n<li>Mindestlohn soll erst 2015 und komplett fr&uuml;hestens 2017 kommen, die Ausnahmen f&uuml;r Tarifvertr&auml;ge mit niedrigen Mindestl&ouml;hnen treffen vor allem den Osten, aber auch den Westen und bedeuten, dass es in vielen Branchen und vor allem im Osten eben gerade keinen Mindestlohn von 8,50 Euro geben wird. Dass es eine erste Anpassung erst 2018 geben soll ist blanke Realit&auml;tsverweigerung. Danach wird der Mindestlohn 2017, wenn er dann wirklich f&uuml;r alle gelten soll, noch 8 Euro wert sein. So kann man Niedriglohn nicht bek&auml;mpfen.<\/li>\n<li>Keine Begrenzung der Managergeh&auml;lter<\/li>\n<li>Keine Steuergerechtigkeit<\/li>\n<li>R&uuml;ckstellungen der Atomkonzerne zur Bew&auml;ltigung des Ausstiegs bleiben in der Verf&uuml;gung der Konzerne, Verzicht auf ein verbindliches Klimaschutzgesetz, stattdessen nur Ziele<\/li>\n<li>Die Bedingungen f&uuml;r Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter werden nur kosmetisch verbessert, es bleibt moderne Sklavenarbeit<\/li>\n<li>Vorratsdatenspeicherung wird umgesetzt, sechs Monate sollen alle Daten gespeichert werden, das ist eine Einladung an die NSA, sich weiter zu bedienen, und ein unausgesprochener Generalverdacht gegen alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger<\/li>\n<li>Die ausdr&uuml;ckliche rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen mit der Ehe bleibt aus. Es gibt kein explizites Adoptionsrecht f&uuml;r eingetragene Partnerschaften. Statt politisch die notwendigen Schritte zu gehen, wartet die gro&szlig;e Koalition auf das Bundesverfassungsgericht<\/li>\n<li>Keine Volksentscheide auf Bundesebene<\/li>\n<li>Keinerlei &Auml;nderungen am sinkenden Rentenniveau und an der Rente erst ab 67 &ndash; Altersarmut nimmt weiter zu, wie auch die Zahlen des aktuellen Sozialreports gezeigt haben: zwar kommt die so genannte M&uuml;tterrente und auch die Besch&auml;ftigte mit 45 Beitragsjahren k&ouml;nnen vorerst mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen, aber ausgerechnet die ohnehin unzureichende Solidarrente kommt erst 2017 dauern und auch hier bekommt der Osten solange weniger, bis die Rentenwerte angeglichen sind. Nach heutigen Rentenwerten w&uuml;rde diese Lebensleistungsrente im Westen Brutto 844,20 Euro und Netto 756 Euro betragen, im Osten aber nur Brutto 772,20 brutto und netto noch 691 Euro. Das liegt kaum noch &uuml;ber der heutigen Grundsicherung und ist weit weg von den 980 Euro, die der aktuelle Sozialreport als Armutsrisikorente definiert.<\/li>\n<li>Bei der Krankenversicherung bezahlen einzig die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Kosten des medizinischen Fortschritts<\/li>\n<li>Halbherzige Mietpreisbremse<\/li>\n<li>Auch die soziale Ausgrenzung des Bildungssystems bleibt genauso bestehen wie die 16 Bildungssysteme in Deutschland<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/koalition-die-soziale-spaltung-land-vertieft-lobbyhoerig\/\">DIE LINKE im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Gr&uuml;nen: Gro&szlig;e Koalition vernachl&auml;ssigt Zukunftsaufgaben<\/strong><br>\n&bdquo;Die Gro&szlig;e Koalition will Deutschland visionslos verwalten&ldquo;, res&uuml;mierte Simone Peter bei ihrer Analyse des Koalitionsvertrages. Schwarz-Rot w&uuml;rde von der Substanz leben. Die gr&uuml;ne Bundesvorsitzende sprach deshalb von einer &bdquo;No-future-Koalition.&ldquo; Die zentralen Gestaltungsaufgaben w&uuml;rden nicht angegangen werden und die nachfolgenden Generationen im Stich gelassen. &bdquo;Es ist eine Gro&szlig;e Koalition des kleinsten gemeinsamen Nenners und der gro&szlig;en Unverbindlichkeit. Ein gro&szlig;e Linie sucht man vergeblich&ldquo;, so Peter. Das halbherzige Vorgehen von Schwarz-Rot w&uuml;rde sich in einer einzigen Zahl verdeutlichen: ganze 132 Pr&uuml;fauftr&auml;ge, mit denen Ma&szlig;nahmen erst einmal begutachtet werden, enth&auml;lt der neue Koalitionsvertrag. Auch der Blick auf die einzelnen Themen macht wenig Hoffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene.de\/partei\/grosse-koalition-vernachlaessigt-zukunftsaufgaben.html\">Die Gr&uuml;nen<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir werden k&uuml;nftig noch h&auml;ufiger auf Stimmen aus den kleinen Oppositionsparteien hinweisen (m&uuml;ssen), damit sie &uuml;berhaupt noch Geh&ouml;r finden. Man konnte heute schon erkennen, dass dies kleinen Parteien von den Leitmedien &uuml;berhaupt nicht oder bestenfalls am Rande zur Kenntnis genommen werden. Und das meist noch mit dem Unterton, die Oppositionsparteien m&uuml;ssten sich halt pflichtgem&auml;&szlig; eben auch noch melden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition behindert kosteng&uuml;nstige dezentrale Energiewende<\/strong><br>\nMit einem kleinen Einschub hat die Gro&szlig;e Koalition &uuml;ber Nacht den Ausbau der Windkraft an Land und damit die wichtigste und preiswerteste St&uuml;tze der Energiewende massiv behindert. Im Binnenland sollen nur noch Windkraftanlagen an absoluten Top-Standorten wirtschaftlich betrieben werden k&ouml;nnen (Referenzertragswert von 75-80 %). Damit w&uuml;rde mit der Windkraft an Land der Ausbau der preiswertesten erneuerbaren Energie weitgehend beendet. Der mindestens dreifach so teure Ausbau der Offshore-Windkraft soll stattdessen bis 2019 ohne Einschnitte bei der Verg&uuml;tung vorangetrieben werden. &ldquo;Diese kostentr&auml;chtige Ausrichtung ist v&ouml;llig absurd und steht im Widerspruch zu den Bekenntnissen im Koalitionsvertrag, dass die &ldquo;Kosten der Energiewende&rdquo; m&ouml;glichst gering ausfallen sollen&rdquo;, erkl&auml;ren die Mitglieder des deutschen EUROSOLAR-Vorstands Stephan Gr&uuml;ger und Dr. Fabio Longo&hellip;<br>\nIm Koalitionsvertrag steht w&ouml;rtlich: &ldquo;Wir werden die F&ouml;rders&auml;tze senken (insbesondere bei windstarken Standorten), um &Uuml;berf&ouml;rderungen abzubauen und gleichzeitig durch eine Weiterentwicklung des Referenzertragsmodells daf&uuml;r sorgen, dass bundesweit die guten Standorte mit einem Referenzwert von 75 bis 80 Prozent auch zuk&uuml;nftig wirtschaftlich genutzt werden k&ouml;nnen. (&hellip;)&rdquo;<br>\nDas bedeutet, dass k&uuml;nftig nur noch in absoluten Top-Lagen die Windkraft im Binnenland wirtschaftlich betrieben werden kann. Schon der Referenzwert von 60 % im alten EEG 2009 hat dazu gef&uuml;hrt, dass der Windkraftausbau in den s&uuml;ddeutschen Bundesl&auml;ndern komplett zum Erliegen gekommen ist. Der Wert von nun 75 % (!) w&uuml;rde den Ausbau in den s&uuml;d- und mitteldeutschen Bundesl&auml;ndern bis auf sehr wenige Top-Standorte beenden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pressebox.de\/pressemitteilung\/eurosolar-ev-europaeische-vereinigung-fuer-erneuerbare-energien\/Grosse-Koalition-behindert-kostenguenstige-dezentrale-Energiewende\/boxid\/643648\">Pressebox<\/a><\/li>\n<li><strong>GEW: &bdquo;In der Bildungspolitik nacharbeiten&ldquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bem&auml;ngelt fehlenden bildungspolitischen Gestaltungswillen im Koalitionsvertrag und fordert Nachbesserungen in der laufenden Wahlperiode&hellip;<br>\nUnion und SPD verzichten weitgehend auf eine gestaltende Rolle des Bundes in der Bildungspolitik. Inhaltliche Projekte sucht man vergebens&ldquo;. Weder sei ein Ganztagsschulprogramm verabredet worden, noch ein weiterer Ausbau der Schulsozialarbeit geplant. Selbst die zwischenzeitliche Verst&auml;ndigung auf eine BAf&ouml;G-Reform sei in letzter Minute gestrichen worden, bem&auml;ngelte Tepe. Zwar w&uuml;rden die L&auml;nder pauschal mit sechs Milliarden Euro entlastet, die strukturelle Unterfinanzierung des Bildungswesens werde das aber nicht beseitigen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nZu den konkreten Vereinbarungen des Koalitionsvertrages erkl&auml;rte die GEW-Vorsitzende: &bdquo;Die Grundfinanzierung der Hochschulen wird auf Zeit gesichert. Es wird aber einen neuen Anlauf f&uuml;r dauerhafte Regelungen unter Beteiligung des Bundes geben m&uuml;ssen. Zu den bildungspolitischen Lichtblicken im Koalitionsvertrag z&auml;hlt, dass der Bund verl&auml;ssliche Karrierewege f&uuml;r das wissenschaftliche Personal schaffen will. Auch bei den Themen Aus- und Weiterbildung und &Uuml;bergang von der Schule in den Beruf er&ouml;ffnet der Koalitionsvertrag Chancen&ldquo;. Es werde aber auf die konkrete Ausgestaltung ankommen, machte Tepe deutlich. Die Qualit&auml;t in den Kitas in den Blick zu nehmen, sei gleichfalls richtig, m&uuml;sse aber verbindlich sein. &bdquo;Der Bund wird nicht umhin kommen, ein Qualit&auml;tsgesetz f&uuml;r Kitas zu erlassen, wenn wir wirksame qualitative Standards im Hinblick auf Gruppengr&ouml;&szlig;en und Qualifizierung des Fachpersonals erreichen wollen&ldquo;, so Tepe. Auf Ablehnung st&ouml;&szlig;t bei der GEW weiterhin das Betreuungsgeld. &bdquo;Es ist bedauerlich, dass uns dadurch zwei Milliarden Euro j&auml;hrlich beim qualitativen Ausbau des Bildungswesens fehlen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_In_der_Bildungspolitik_nacharbeiten.html\">GEW<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die GEW sieht die Finanzierungszusagen m.E. viel zu optimistisch. Jens Berger hat in seinem gestrigen Beitrag schon auf den ungedeckten Scheck <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19418\">f&uuml;r die Zukunft hingewiesen<\/a>. Der angebliche Deckel f&uuml;r die &bdquo;Zukunftsinvestitionen&ldquo; soll unwidersprochen bei 23 Milliarden Euro liegen. Wohlgemerkt nicht pro Jahr sondern im Laufe der n&auml;chsten Jahre. Dieser Betrag steht aber nicht nur unter Finanzierungsvorbehalt sondern vor allem unter dem Vorbehalt, dass die Steuereinnahmen wachsen. Mit dem Beschluss, dass es ab 2015 keine Neuverschuldung mehr geben soll, geht die Gro&szlig;e Koalition sogar noch &uuml;ber die bisher vorgesehene &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; hinaus.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen: Viele der Finanzierungsversprechen sind eigentlich schon l&auml;ngst vor dem Koalitionsvertrag gegeben worden, etwa aus Anlass der Verabschiedung des Fiskalpaktes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>fzs: Koalitionsvertrag ignoriert die studentische Lebensrealit&auml;t<\/strong><br>\n&ldquo;Die vorgesehen &Auml;nderungen zum BAf&ouml;G sind keine Reform, das ist ein Ref&ouml;rmchen,&rdquo; erkl&auml;rt Katharina Mahrt, Vorstand des fzs. &ldquo;Die Anpassungen der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge an die tats&auml;chlichen Lebensumst&auml;nde der Betroffenen und an das vor mehreren Studierendengenerationen eingef&uuml;hrte BA\/MA-System sind keine Erfolge, sondern Selbstverst&auml;ndlichkeiten in Anbetracht jahrelanger Ignoranz der Realit&auml;t. W&auml;hrend es generell begr&uuml;&szlig;enswert scheint, endlich tragf&auml;hige Optionen in Bezug auf ein Teilzeitstudium f&uuml;r Studierende mit Kindern zu erarbeiten, greift dieser Ansatz nicht weit genug. Es fehlt die angemessene Ber&uuml;cksichtigung etwa von Studierenden mit chronischen Erkrankungen und\/oder Beeintr&auml;chtigungen, zu pflegenden Angeh&ouml;rigen oder Nebenjob, die aufgrund der selektiven BAf&ouml;G-Regelungen keine M&ouml;glichkeit der Studienfinanzierung haben. Vor allem angesichts der im Entwurf allgemein thematisierten Zielsetzung der Entb&uuml;rokratisierung ist es unfassbar, dass dieses Ziel beim Thema BAf&ouml;G keine Erw&auml;hnung findet. Studierende und &Auml;mter stehen weiter unter der st&auml;ndigen, unn&ouml;tigen Belastung durch ausufernde Verwaltungsvorschriften und sinnlosen Nachweis-Stau. Eine zukunftsorientierte Reform m&uuml;sste eine Anpassung an die individuellen Lebensumst&auml;nde der Studierenden erm&ouml;glichen: Wir brauchen BAf&ouml;G endlich als elternunabh&auml;ngigen Vollzuschuss, damit die Aussicht auf Verschuldung nicht weiter Menschen von einem Studium abh&auml;lt. Der Gipfel der Realit&auml;tsverkennung ist jedoch die Absicht, am &ldquo;Deutschlandstipendium&rdquo; festzuhalten. Obwohl offensichtlich verstanden wurde, dass die eigentliche Zielsetzung, 8% der Studierenden zu f&ouml;rdern, illusorisch ist, wird dieses unsoziale Instrument der Elitenf&ouml;rderung nicht abgeschafft, sondern lediglich die Zielmarke auf 2% herabgesetzt. Statt hier weiterhin personelle und finanzielle Kapazit&auml;ten zu verschwenden, braucht es eine breitentaugliche Bildungsfinanzierung &ndash; eine Abschaffung des Deutschlandstipendiums w&auml;re die ehrliche Einsicht eines fehlgeschlagenen Konzepts&hellip;<br>\n&ldquo;Die einzige Investition in die Hochschulen, die der Koalitionsvertrag mit sich bringt, sind die f&uuml;nf Seiten Papier hohler Phrasen &uuml;ber angebliche Verbesserungen. In der Hochschulfinanzierung verpackt der Vertrag Altbekanntes in neue Phrasen,&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/presse\/312651.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><strong>Koalitionsvertrag und die Verwaltungskosten der Jobcenter &ndash; Haushaltswahrheit? \t<\/strong><br>\n&bdquo;Der Mitteleinsatz f&uuml;r die Eingliederung Arbeitssuchender wird um 1,4 Milliarden Euro angehoben.&ldquo; (Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, 18. Legislaturperiode, S. 89 unter der Zwischen&uuml;berschrift &bdquo;Priorit&auml;re Ma&szlig;nahmen&ldquo;; Arbeitsuchende dort mit &ldquo;ss&rdquo;)<br>\nImmerhin (ab 2014?): Aber ehrlicher und der Haushaltswahrheit n&auml;her kommend w&auml;re (wenn denn die Arbeitsuchenden im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) gemeint sind): Der Mitteleinsatz f&uuml;r den Bundesanteil an den steigenden &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (Haushaltsstelle 1101\/636 13) wird um 500 Millionen Euro angehoben, die Mittel f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung&ldquo; (Haushaltsstelle 1101\/685 11) um 900 Millionen Euro.<br>\nOder sollte es so sein, dass die Mittel f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung&ldquo; (von geplanten 3,903 Milliarden Euro) um 1,4 Milliarden Euro angehoben werden sollen und zudem die Mittel f&uuml;r den Bundesanteil an den &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (von geplanten 4,046 Milliarden Euro) auf den angemeldeten Bedarf der Jobcenter haushaltswahr veranschlagt (angehoben) werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/432-koalitionsvertrag-und-die-verwaltungskosten-der-jobcenter-haushaltswahrheit.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/li>\n<li><strong>Rentenkompromiss: Sargnagel f&uuml;r gesetzliche Rente<\/strong><br>\nLange gestritten, aber f&uuml;r die meisten Rentner nix erreicht &ndash; so muss man den Rentenkompromiss des Koalitionsvertrages bewerten. Schlimmer noch: es ist ein weiterer Sargnagel f&uuml;r die gesetzliche Rente.<br>\nDie so genannte M&uuml;tterrente, eine eindeutig versicherungsfremde Leistung, soll voll aus Beitragsmitteln finanziert werden. Damit wird die Stabilit&auml;t der Rente langfristig gef&auml;hrdet und Beitragserh&ouml;hungen sind programmiert. Gleiches gilt leider auch f&uuml;r die abschlagsfreie Rente ab 63. Diese ist keine soziale Wohltat, sondern ein Privileg f&uuml;r jene, die ohnehin &uuml;ber die h&ouml;chsten Renten verf&uuml;gen. Gleichzeitig mindert die Neuregelung den Spielraum f&uuml;r Leistungsverbesserungen zu Gunsten aller Versicherten. Im Klartext: Alle, die 45 Versicherungsjahre nicht erreichen, schauen in die R&ouml;hre. Ihnen werden ihre ohnehin niedrigeren Renten weiter gek&uuml;rzt! Keine Rede im Koalitionsvertrag von einer notwendigen Anhebung des Rentenniveaus f&uuml;r alle Rentenversicherten. Keine Rede von einer Streichung von Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel. Daf&uuml;r die Ank&uuml;ndigung einer Geringverdienerrente in H&ouml;he von 850 Euro. Ab 2017. Wom&ouml;glich auch aus Beitragsmitteln der Rentenkasse finanziert. Das w&auml;re dann nichts anderes als eine Subventionierung der staatlichen Grundsicherung zu Lasten der Rentenversicherten. Und der Anfang vom Ende einer armutsvermeidenden und beitragsgerechten Rentenversicherung.<br>\nQuelle: Newsletter Holger Balodis oder <a href=\"http:\/\/www.vorsorgeluege.de\">www.vorsorgeluege.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition bringt Rekordfieber zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Einigung der Berliner Koalition&auml;re auf einen fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn machte vor allem den Post-Aktion&auml;ren Freude: Denn viele Konkurrenten werden nach Einsch&auml;tzung von B&ouml;rsianern anders als die Deutsche Post davon betroffen sein. Nach Darstellung ihres Chefs Frank Appel zahlt die Post schon mehr. Die Aktien legten um 3,48 Prozent auf 25,71 Euro zu und notierten damit so hoch wie zuletzt Anfang Mai 2007. Zudem f&uuml;hrten sie die Dax-Gewinnerliste an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/marktberichte\/boerse-frankfurt-grosse-koalition-bringt-rekordfieber-zurueck\/9133748.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie schreibt das Handelsblatt zur Kritik der Arbeitgeberlobby vor allem an dem (windelweichen) Kompromiss zu den Mindestl&ouml;hnen in seinem Abendbriefing so nett: &bdquo;Der eine oder andere Vertreter der Wirtschaft muss an einem solchen Tag nat&uuml;rlich sehr laut klappern. Am Ende &uuml;berwiegt aber die Zufriedenheit dar&uuml;ber, dass Deutschland eine stabile Regierung bekommen wird.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandelsfalle: Attac kritisiert Ja der Koalition&auml;re zu TTIP-Abkommen<\/strong><br>\nWenige Tage vor Beginn der Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO in Bali und der dritten Runde f&uuml;r das Freihandelsabkommen EU-USA (TTIP) hat Attac Deutschland gemeinsam mit weiteren 49 zivilgesellschaftlichen europ&auml;ischen Organisationen [1] ein &ldquo;Alternatives EU-Handelsmandat&rdquo; [2] ver&ouml;ffentlicht. Die Organisationen entwerfen darin eine EU-Handels- und Investitionspolitik, die der Mehrheit der Menschen statt den Profitinteressen weniger dient und die Umwelt bewahrt. Zugleich kritisierte Attac scharf, dass sich SPD und CDU\/CSU in den Koalitionsverhandlungen f&uuml;r das Freihandelsabkommen mit den USA ausgesprochen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/presse\/detailansicht\/news\/europaeische-zivilgesellschaft-praesentiert-alternatives-eu-handelsmandat\/?cHash=d1555f38ccee5bec974ce725a1c61f2b\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gute Laune bei den Gewerkschaften<\/strong><br>\nDer Arbeitgeberpr&auml;sident begr&uuml;&szlig;te aber die &Uuml;bergangsfrist f&uuml;r geltende Tarifvertr&auml;ge: Derzeit gibt es mehr als 40 Vertr&auml;ge f&uuml;r diverse Wirtschaftsbereiche, die einen Mindestlohn von weniger als 8,50 Euro festschreiben. Solche Vertr&auml;ge d&uuml;rfen maximal bis Ende 2016 angewendet werden, ab Januar 2017 &bdquo;gilt das Mindestlohnniveau uneingeschr&auml;nkt&ldquo;, hei&szlig;t es im Koalitionsvertrag. Das wollen die Arbeitgeber verhindern. &bdquo;Bei der gesetzlichen Ausgestaltung des Mindestlohns wird es darauf ankommen, mehr Differenzierungen und Abweichungen vom Mindestlohn zu erm&ouml;glichen.&ldquo;<br>\nDie Weiterentwicklung des Mindestlohns durch eine Kommission entspricht im Wesentlichen den Vorstellungen der Arbeitgeber: Die sechs Kommissionsmitglieder werden je zur H&auml;lfte von Arbeitgebern und Gewerkschaften nominiert, im Vorsitz wechseln sie sich ab. Zwei Wissenschaftler geh&ouml;ren ebenfalls der Kommission an, aber ohne Stimmrecht. Darauf hatten die Arbeitgeber Wert gelegt. Erstmals zum 10. Juni 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2018 &uuml;berpr&uuml;ft die Kommission die H&ouml;he des Mindestlohns, der dann &uuml;ber eine Rechtsverordnung eingef&uuml;hrt wird. Fr&uuml;hestens 2018 wird es also eine Erh&ouml;hung des Mindestlohns geben.<br>\nF&uuml;r Verdi und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG) ist das ein &bdquo;Wermutstropfen&ldquo;. Doch alles in allem &bdquo;stimmt die Richtung&ldquo;, meinte die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger. Mit 8,50 Euro Stundenlohn ab 2015 w&uuml;rden die Einkommen &bdquo;von knapp einer Million geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten oder zwei Drittel aller Besch&auml;ftigten im Gastgewerbe sp&uuml;rbar verbessert&ldquo;, freute sich Rosenberger. &Uuml;berhaupt fielen die Reaktionen der wichtigsten Arbeitnehmervertreter freundlich aus&hellip;<br>\nDeutlich zufriedener zeigte sich DGB- Chef Michael Sommer, vor allem auch mit der eigenen Lobbyt&auml;tigkeit in den vergangenen Wochen. &bdquo;Wir sehen an einigen Stellen im Koalitionsvertrag die Fr&uuml;chte unserer Arbeit.&ldquo;..<br>\nTats&auml;chlich wird die Leiharbeit eingeschr&auml;nkt. K&uuml;nftig ist die Einsatzzeit des Leiharbeitnehmers auf 18 Monate beschr&auml;nkt &ndash; sofern es nicht andere tarifliche oder betriebliche Regelungen gibt. Dieser Punkt war Arbeitgeberpr&auml;sident Kramer wichtig: Die Begrenzung bei 18 Monaten sei &bdquo;vertretbar, weil l&auml;ngere Einsatzzeitr&auml;ume durch Betriebsvereinbarungen vereinbart werden k&ouml;nnen&ldquo;. Dass Leiharbeiter &bdquo;k&uuml;nftig sp&auml;testens nach neun Monaten hinsichtlich des Arbeitsentgeltes mit den Stammarbeitnehmern gleichgestellt werden&ldquo;, wie es im Koalitionsvertrag hei&szlig;t, st&ouml;rt die Arbeitgeber auch nicht. In vielen Bereichen seien mit Hilfe von Branchenzuschl&auml;gen &bdquo;die Zeitarbeitnehmer bereits weitgehend mit den Stammarbeitnehmern gleichgestellt&ldquo;. Zwar sei die M&ouml;glichkeit zu befristeten Arbeitsvertr&auml;gen &bdquo;erfreulicherweise&ldquo; nicht eingeschr&auml;nkt worden, doch trotzdem gebe es eine &bdquo;r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Einschr&auml;nkung der Flexibilit&auml;t des Arbeitsmarktes&ldquo;, sagte Kramer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/grosse-koalition-gute-laune-bei-den-gewerkschaften\/9138540.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal lassen sich die Gewerkschafen billig abspeisen. Laut Gabriel in der ARD ist der &bdquo;Kompromiss&ldquo; mit den Gewerkschaften abgestimmt. Die SPD hat ihr Ziel erreicht, die Gewerkschaftsspitzen sprechen sich f&uuml;r den Koalitionsvertrag und damit f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition aus. Sie haben offenbar seit der Ausrufung der &bdquo;Agenda 2010&ldquo; vor 10 Jahren nichts dazugelernt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nur das Angebot z&auml;hlt? Wie eine einseitige deutsche Wirtschaftspolitik Chancen vergeben hat und Europa schadet<\/strong><br>\nDie Wirtschaftspolitik in Deutschland war im vergangenen Jahrzehnt zu stark auf die Angebotsseite und zu wenig auf die Nachfrageseite ausgerichtet. Stagnierende L&ouml;hne und sinkende Beitragss&auml;tze haben zwar die Unternehmen entlastet, aber die deutsche Binnenwirtschaft stark belastet. Die Fiskalpolitik hat keinen Nachfrageimpuls gesetzt. Nachfrage kam vor allem aus dem Ausland, durch die Import&uuml;bersch&uuml;sse der Handelspartner. Deutschlands Wirtschaftsleistung lag damit lange unterhalb derjenigen anderer europ&auml;ischer L&auml;nder, was sich erst mit einer aktiveren Nachfragepolitik ab 2009 ge&auml;ndert hat.<br>\nMit Hilfe von Modellrechnungen werden alternative wirtschaftliche Szenarien berechnet: Es wird gezeigt, wie stark Deutschlands Wirtschaft beeintr&auml;chtigt worden w&auml;re, wenn unter anderem die heutigen Krisenl&auml;nder weniger importiert h&auml;tten; weiterhin wird gezeigt, dass sich Deutschlands Wirtschaft mit einer besseren Lohnentwicklung und einer anderen Sozial- und Fiskalpolitik besser entwickelt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_87_2013.pdf\">IMK Report 87, November 87 [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>NRW: Investieren statt sparen<\/strong><br>\nSchriftliche Stellungnahme f&uuml;r die Anh&ouml;rung des Haushalts- und Finanzausschusses am 7. November 2013 zum Gesetz &uuml;ber die Feststellung des Haushaltsplans des Landes Nordrhein-Westfalen f&uuml;r das Haushaltsjahr 2014 (Haushaltsgesetz 2013) sowie zum Gesetz &uuml;ber die Feststellung eines Nachtrags zum Haushaltsplan des Landes Nordrhein-Westfalen f&uuml;r das Jahr 2013(Nachtragshaushaltsgesetz 2013)<br>\nVon 2014 bis 2020 bleibt in Nordrhein-Westfalen Konsolidierungsbedarf von &uuml;ber zwei Milliarden Euro. Ohne zus&auml;tzliche Einnahmen ist die Konsolidierung schwierig, zumal der tats&auml;chliche Ausgabenbedarf h&ouml;her anzusetzen w&auml;re, als dies aktuell im Haushalt 2014 und in der mittelfristigen Finanzplanung der Fall ist, wollte man den Investitionsstau, der inzwischen allgemein beklagt wird, &uuml;berwinden. Dann m&uuml;ssten die Investitionen deutlich ausgeweitet werden und nicht, wie aktuell geplant, tendenziell zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_4_2013\">IMK Polcy Brief, November 2013 [PDF &ndash; 321 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die tiefd&uuml;stere Analyse des Larry Summers<\/strong><br>\nDie Krise, die in den Jahren 2007 und 2008 die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds gebracht hat, k&ouml;nnte laut Summers nur eine besonders dramatische Episode in einem l&auml;nger w&auml;hrenden Trend sein, der sich mit dem Begriff der &laquo;s&auml;kul&auml;ren Stagnation&raquo; zusammenfassen l&auml;sst. Ausgangspunkt seiner Analyse sind die folgenden beiden Beobachtungen:<br>\nObwohl ein anf&auml;nglich schlimmerer Absturz der Weltwirtschaft als im Fall der Grossen Depression durch entschiedene politische Massnahmen aufgehalten werden konnte, hat sich die Lage in den USA und in anderen entwickelten Volkswirtschaften der Welt auch vier Jahre seit dem Ausbruch der Krise nicht in einem Ausmass gebessert, wie das zu erwarten gewesen w&auml;re. Die Besch&auml;ftigung hat seither praktisch stagniert, das Bruttoinlandprodukt ist weiter vom Potenzial entfernt als damals und die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor viel zu hoch.<br>\nNicht nur die wirtschaftliche Entwicklung nach der Krise war aussergew&ouml;hnlich, ebenso jene zuvor. Die Geldpolitik war auch im Vorfeld schon locker &ndash; einige machen sie sogar f&uuml;r die Blase an den Immobilienm&auml;rkten verantwortlich -, die Ausgaben eilten den Einkommen voraus und die Verschuldung der Privaten stieg stark an. Doch trotz all diesen Zutaten f&uuml;r eine deutliche &Uuml;berhitzung der Wirtschaft haben die &uuml;blichen Symptome gefehlt: Kein deutlicher Anstieg der Inflation war auszumachen, kein Unterschiessen unter die &laquo;nat&uuml;rliche&raquo; Arbeitslosigkeit (das heisst jener, die bei einer ausgelasteten Wirtschaft verbleibt) und keine &uuml;berm&auml;ssige Auslastung der &uuml;brigen Wirtschaftskapazit&auml;ten.<br>\nBeide Beobachtungen w&uuml;rden laut Summers durch eine &laquo;sekul&auml;re Stagnation&raquo; erkl&auml;rt &ndash; eine tieferliegende grundlegende Schw&auml;che, die nicht erst mit der Krise ihren Anfang genommen hat. Summers stellt bei seinen &Uuml;berlegungen den so genannten &laquo;nat&uuml;rlichen Gleichgewichtszinssatz&raquo; in den Mittelpunkt. Das ist jener Satz, der eine Vollbesch&auml;ftigung der Gesamtwirtschaft sicherstellt. Nur dann wird ausreichend investiert, um diese zu gew&auml;hrleisten. Selbst tiefe Leitzinsen wie vor der Krise w&auml;ren dann noch zu hoch, um Vollbesch&auml;ftigung sicherzustellen. Dann ist es kein Wunder, dass Exzesse wie durch private Verschuldung und Blasen auf Immobilienm&auml;rkten die Wirtschaft insgesamt nicht &uuml;berhitzt hat. Ohne Exzesse und Blasen w&auml;re aber die Arbeitslosigkeit zu hoch und die Wirtschaft zu wenig ausgelastet gewesen. Das w&uuml;rde auch die Entwicklung seit der Krise erkl&auml;ren. Denn genau diese anhaltende Wirtschaftsschw&auml;che zeigt sich seither. Obwohl die Leitzinsen sich bereits bei Null befinden, sind sie noch zu hoch, doch auf die notwendigen Negativraten k&ouml;nnen sie nicht gesenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33741\/die-tiefduestere-analyse-des-larry-summers\/\">Never Mind the Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bereits gestern wiesen die NachDenkSeiten auf die Rede von Summers und eine Reaktion von Paul Krugman hin. Markus Diem Meier verweist noch auf Kommentare von Martin Wolf (FT), Stephen King (Chef&ouml;konom von HSBC) und Gavyn Davies (einem vielfach vernetzten Makro&ouml;konomen). Nach seiner Zusammenfassung der Hauptthesen Summers begibt sich Diem Meier auf Ursachenerkl&auml;rung (r&auml;umt allerdings ein, dass hier keine Einigkeit besteht): &ldquo;Im Vordergrund als Faktor f&uuml;r die zu geringe Gesamtnachfrage stehen zu wenige Investitionen. Mit Blick auf Strukturprobleme (angebotsseitig) werden folgende Gr&uuml;nde genannt: ein einbrechendes Bev&ouml;lkerungswachstum, eine geringere Produktivit&auml;t und geringere produktiv nutzbare Innovationen sowie die Bonuskultur der Unternehmen, die dazu f&uuml;hrt, dass Manager immer weniger unternehmerische Wagnisse eingehen.&rdquo; &ndash; <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-us-wirtschaft-und-ihre-unerkannte-achillesferse\/\">Heiner Flassbeck<\/a> h&auml;lt der vom Summers in den Mittelpunkt gestellten Liquidit&auml;tsfalle entgegen: &ldquo;Doch die Diagnose ist immer noch falsch. Die Nachfrage l&auml;sst sich nicht beleben, weil die Einkommenserwartungen der Mehrheit der B&uuml;rger schlecht sind, und nicht etwa, weil sie viel liquide Mittel in der Kasse halten wollen. &hellip; In der Tat ist die Falle viel eher eine Lohnfalle als eine Liqidit&auml;tsfalle. Und genau an diesem Punkt wird aus der japanischen Geschichte eine allgemeinere Geschichte &uuml;ber die Gefahren allzu flexibler Arbeitsm&auml;rkte, die auf die Vereinigten Staaten nach der Krise von 2008 ebenso passt wie auf gro&szlig;e Teile Europas. Der Gang in diese Falle wird normalerweise von stark steigender Arbeitslosigkeit ausgel&ouml;st, die nichts zu tun hat mit speziellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt wie etwa zu stark gestiegenen L&ouml;hnen. Hohe Arbeitslosigkeit etwa als Folge einer Finanzkrise liefert das Umfeld f&uuml;r Druck auf L&ouml;hne und Masseneinkommen, auch wenn die L&ouml;hne und Einkommen schon vor Eintreten der Krise niedergedr&uuml;ckt waren. &hellip; die niedrigen L&ouml;hne dr&uuml;cken den privaten Verbrauch und der niedrige private Verbrauch verhindert, dass sich die Wirtschaft erholt trotz enormer Gewinne im Unternehmenssektor und verzweifelter Bem&uuml;hungen der Geldpolitik. Der einzige Ausweg, ohne dass man zu unkonventionellen Ma&szlig;nahmen wie Einkommenspolitik greift, w&auml;re, die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt direkt durch einen riesigen fiskalischen Stimulus zu verbessern &ndash; aber das funktioniert aus politischen Gr&uuml;nden nicht. &hellip; Ist in dieser Situation die Fiskalpolitik aus ideologischen Gr&uuml;nden auch blockiert, k&ouml;nnte man nur &uuml;ber direkte Intervention in den Arbeitsmarkt einen Durchbruch erzielen. Der ist aber ebenfalls aus ideologischen Gr&uuml;nden selbst bei sonst recht fortschrittlichen &Ouml;konomen tabu. Sie wollen nicht wahrhaben, dass der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit w&auml;hrend der Finanzkrise, also bei schon sehr niedrigen L&ouml;hnen, der klare Beweis daf&uuml;r war, dass der Arbeitsmarkt ein destabilisierendes Element f&uuml;r die modernen Wirtschaften ist, weil die sich immer weiter zugunsten der Arbeitgeber verschiebenden Machtverh&auml;ltnisse die Binnennachfrage systematisch schw&auml;chen und fr&uuml;her oder sp&auml;ter neue Arbeitslosigkeit erzeugen. &hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Service Learning: Studieren mit Engagement<\/strong><br>\nGerade an ostdeutschen Hochschulen wird dar&uuml;ber nachgedacht: Wie k&ouml;nnen mehr Studierende gelockt werden. Die Universit&auml;t Halle wirbt mit dem sogenannten &bdquo;Service Learning&ldquo; als eine Variante. Eine neue Lehrmethode, die Studierende au&szlig;erhalb der Vorlesungss&auml;le ausbildet. Um diese erfolgreich zu etablieren, m&uuml;ssen aber noch viele H&uuml;rden genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2013\/11\/25\/service-learning-studieren-engagieren\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Verk&uuml;ndung des Evangeliums in der Welt von heute:<br>\nEbenso wie das Gebot &bdquo;du sollst nicht t&ouml;ten&ldquo; eine deutliche Grenze setzt, um den Wert des menschlichen Lebens zu sichern, m&uuml;ssen wir heute ein &bdquo;Nein zu einer Wirtschaft der Ausschlie&szlig;ung und der Disparit&auml;t der Einkommen&ldquo; sagen. Diese Wirtschaft t&ouml;tet. Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Stra&szlig;e zu leben, erfriert, w&auml;hrend eine Baisse um zwei Punkte in der B&ouml;rse Schlagzeilen macht. Das ist Ausschlie&szlig;ung. Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, w&auml;hrend es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit. Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzf&auml;higkeit und nach dem Gesetz des St&auml;rkeren ab, wo der M&auml;chtigere den Schw&auml;cheren zunichte macht. Als Folge dieser Situation sehen sich gro&szlig;e Massen der Bev&ouml;lkerung ausgeschlossen und an den Rand gedr&auml;ngt: ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die &bdquo;Wegwerfkultur&ldquo; eingef&uuml;hrt, die sogar gef&ouml;rdert wird. Es geht nicht mehr einfach um das Ph&auml;nomen der Ausbeutung und der Unterdr&uuml;ckung, sondern um etwas Neues: Mit der<br>\nAusschlie&szlig;ung ist die Zugeh&ouml;rigkeit zu der Gesellschaft, in der man lebt, an ihrer Wurzel getroffen, denn durch sie befindet man sich nicht in der Unterschicht, am Rande oder geh&ouml;rt zu den Machtlosen, sondern man steht drau&szlig;en. Die Ausgeschlossenen sind nicht &bdquo;Ausgebeutete&ldquo;, sondern M&uuml;ll, &bdquo;Abfall&ldquo;.<br>\nIn diesem Zusammenhang verteidigen einige noch die &bdquo;&Uuml;berlauf&ldquo;-Theorien (trickle-down Theorie), die davon ausgehen, dass jedes vom freien Markt beg&uuml;nstigte Wirtschaftswachstum von sich aus eine gr&ouml;&szlig;ere Gleichheit und soziale Einbindung in der Welt hervorzurufen vermag. Diese Ansicht, die nie von den Fakten best&auml;tigt wurde, dr&uuml;ckt ein undifferenziertes, naives Vertrauen auf die G&uuml;te derer aus, die die wirtschaftliche Macht in H&auml;nden halten, wie auch auf die verg&ouml;tterten Mechanismen des herrschenden Wirtschaftssystems. Inzwischen warten die Ausgeschlossenen weiter. Um einen Lebensstil vertreten zu k&ouml;nnen, der die anderen ausschlie&szlig;t, oder um sich f&uuml;r dieses egoistische Ideal<br>\nbegeistern zu k&ouml;nnen, hat sich eine Globalisierung der Gleichg&uuml;ltigkeit entwickelt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131128_apostolisches_schreiben_evangelii_gaudium.pdf\">Apostolisches Schreiben vom 26. November [PDF &ndash; 647 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/holy_father\/francesco\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html\">Vatican<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dem Herausgeber des Handelsblatts, Gabor Steingart, f&auml;llt dazu in seinem Morning-Briefing nichts Besseres ein: &bdquo;Apropos Marx: Dessen Nachfolger hei&szlig;t nicht Oskar Lafontaine, sondern Franziskus und ist von Beruf Papst. Unter dem Titel &ldquo;Evangelii Gaudium&rdquo; nennt er das herrschende Wirtschaftssystem &ldquo;in der Wurzel ungerecht&rdquo;. Die Welt lebe in einer neuen Tyrannei des &ldquo;verg&ouml;tterten Marktes&rdquo;. Wenn an den Missst&auml;nden eine Nation unschuldig ist, dann Deutschland. Wir werden dem Papst nachher eine &Uuml;bersetzung von Ludwig Erhards Bestseller in den Vatikan schicken. Dessen Titel k&ouml;nnte Franziskus m&uuml;helos zum Motto der Weihnachtspredigt erheben: &ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Daran mag man erkennen, dass Sprachrohre des Neoliberalismus nur noch die &ndash; dazu noch falsch verstandenen &ndash; Parolen ihrer Vorbeter nachbeten, der Blick auf die Wirklichkeit aber ideologisch v&ouml;llig verstellt ist.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Diese Wirtschaft t&ouml;tet<\/strong><br>\nDie Kirche soll sich engagieren: Gegen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, Niedriglohn, Armutsverwaltung und den Ausschluss von Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/11-28\/045.php\">junge Welt<\/a>  <\/p>\n<p><strong>Dazu das Grundsatzreferat des neuen IG Metallvorsitzenden Detlef Wetzel<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat sicher noch nicht den &bdquo;gro&szlig;en Wurf&ldquo; ausgehandelt, den wir brauchen. Aber wir sind besser dran als mit der &bdquo;Agenda 2010&ldquo; der SPD aus dem Jahr 2003&hellip;Einheitsrente mit 67 &ndash; liebe Kolleginnen und Kollegen &ndash; Nein danke! Damit werden wir uns nie abfinden!&hellip;<br>\nJa, der Weg, den wir gehen m&uuml;ssen, ist klar. Denn immer noch befinden wir uns in einer Welt des Neoliberalismus. Und &bdquo;dieser Neoliberalismus ist unf&auml;hig, der Menschheit eine Zukunft in W&uuml;rde und Demokratie anzubieten.&ldquo; So war im Januar 2005 die gemeinsame Botschaft von &uuml;ber 150 000 Menschen auf dem Weltsozialforum in Porto Alegre.<br>\nDer Neoliberalismus hat keine Antworten auf die gro&szlig;en Menschheitsfragen: Nicht auf den Klimawandel, nicht auf die Globalisierung, nicht auf den demografischen Wandel, nicht auf die Internationalisierung der Finanzm&auml;rkte und er hat keine Antwort auf den technologischen Wandel.<br>\nDer Neoliberalismus ist moderne Herrschaftsideologie von wenigen &uuml;ber viele. Er ist die Blaupause f&uuml;r gnadenlose Dominanz der M&auml;rkte und die r&uuml;cksichtslose Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen.<br>\nAber: Warum hat sich diese Ideologie so stark in unserer Gesellschaft verankert?<br>\nIch glaube, weil seine marktschreierischen Versprechen Menschen schon verf&uuml;hren k&ouml;nnen. Es klingt so leicht: Leistung muss sich wieder lohnen, privat vor Staat, mehr Netto vom Brutto, Aufstieg durch Leistung. Und es suggeriert: Du kannst es schaffen, wenn Du es nur willst. Allein von Dir h&auml;ngt es ab.<br>\nKolleginnen und Kollegen, ich wundere mich nach wie vor, dass die Strahlkraft dieser S&auml;tze noch so gro&szlig; ist. Es h&auml;tte doch nach der Lehman Pleite 2008 klar sein m&uuml;ssen.<br>\nJa, es m&uuml;sste doch jedem klar sein, dass diese S&auml;tze hohle Phrasen sind.<br>\nEs m&uuml;sste doch klar sein, dass der Neoliberalismus ein Brandbeschleuniger des Schlechten ist. Nicht nur hier sondern weltweit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/internet\/docs_2013_11_25_Wetzel_Grundsatzreferat_c33934f22745426674c3561c019cc21f79827268.pdf\">IG Metall [PDF &ndash; 127 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Datenreport 2013. Ein Sozialbericht f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland<\/strong><br>\nZur Gesamtausgabe des Datenreports.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/publikationen\/datenreport\/datenreport-2013\">WZB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Interview mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge zum Thema Altersarmut f&uuml;r Plusminus<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131127_pm_interview_prof_butterwegge.pdf\">Interview Plusminus [PDF &ndash; 61 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mydrive.ch\/\">Video<\/a>\n<p><em>Einloggen als<\/em><br>\n<em>Benutzer: vmartin<\/em><br>\n<em>Passwort: vmartin<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wege zur Integration &ndash; Anerkennung der Berufsabschl&uuml;sse von Zugewanderten<\/strong><br>\nDie Anerkennung ausl&auml;ndischer Berufsabschl&uuml;sse von Zugewanderten ist ein wichtiger Integrationstreiber. F&uuml;hrt das Verfahren zum Erfolg, hilft es vielfach neue Arbeit zu finden und in Deutschland heimisch zu werden. Das zeigt das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE): Es hat untersucht, wie der seit 2012 bestehende Rechtsanspruch genutzt wird, die in der Heimat erworbenen Abschl&uuml;sse in Deutschland auf Gleichwertigkeit pr&uuml;fen zu lassen.<br>\nDa die deutschen Berufsordnungen sehr komplex und bundesweit rund 600 Organisationen und Einrichtungen f&uuml;r solche Verfahren zust&auml;ndig sind, ist eine kompetente, unabh&auml;ngige und kostenfreie Beratung unerl&auml;sslich. &bdquo;Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Anerkennungen transparenter, schneller und verl&auml;sslicher geworden sind. Die Problemangemessenheit hat sich verbessert&ldquo;, stellten die IAQ-Forscher Dr. Ulrich Mill, Dr. Martin Brussig und Lina Zink fest. Beratungen wurden ausgebaut und Anpassungsqualifizierungen entwickelt. Die zust&auml;ndigen Stellen zeigten auch mehr Flexibilit&auml;t, wenn es darum geht, Kompetenzen aus ausl&auml;ndischen Bildungsg&auml;ngen in das deutsche System zu &bdquo;&uuml;bersetzen&ldquo;.<br>\nF&uuml;r die Betroffenen hat der Rechtsanspruch Fortschritte gebracht, wie die Ergebnisse einer Online-Befragung zeigen: Fast alle, die die Beratung aufgesucht haben, messen der beruflichen Anerkennung eine hohe und sehr hohe Bedeutung bei. F&uuml;r etwa drei Viertel derjenigen, deren Abschl&uuml;sse mindestens teilweise anerkannt wurden, war das Ergebnis wichtig, um eine neue Arbeit zu finden. Die H&auml;lfte derjenigen mit einer beruflichen Anerkennung berichtete von besseren Entwicklungschancen. Bei mehr als einem Drittel stieg anschlie&szlig;end das  Einkommen.<br>\nDas Vorgehen hat also f&uuml;r viele, wenngleich bei weitem nicht f&uuml;r alle, die individuelle Arbeitsmarktlage und Marktperspektiven verbessert, meinen die IAQ-Forscher. &bdquo;Aber f&uuml;r nahezu alle von ihnen stellt die berufliche Anerkennung ein sichtbares Zeichen der Wertsch&auml;tzung in der Bundesrepublik Deutschland dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2013\/report2013-05.php\">IAQ Report<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Swift-Abkommen: EU-Kommission will weiter Bankdaten in die USA schicken<\/strong><br>\nDen Enth&uuml;llungen um die Sp&auml;hprogramme der NSA zum Trotz h&auml;lt die EU-Kommission am Swift-Abkommen zur Weitergabe pers&ouml;nlicher Daten von EU-B&uuml;rgern an US-&Uuml;berwacher fest. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m begr&uuml;ndet die Entscheidung so: Eine Pr&uuml;fung habe ergeben, dass die USA im Zuge der Terrorismusbek&auml;mpfung nicht gegen das Abkommen zur Weitergabe von Bankdaten versto&szlig;en h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/swift-abkommen-eu-kommission-will-weiter-bankdaten-an-die-usa-senden-a-935973.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was hei&szlig;t hier Weitergabe, die USA nutzen die Daten selbst. Jetzt geh&ouml;rt auch schon die Kommission zu denjenigen, die wissen, was die NSA mit diesen Daten macht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Allianz: Kundendaten in die USA<\/strong><br>\nDie Allianz-Versicherung will ihre Rechenzentren in fremde H&auml;nde geben. Als Betreiber steht nach taz-Informationen der amerikanische IT-Konzern IBM kurz vor dem Zuschlag. &ldquo;Wir wollen unsere derzeit mehr als 140 Rechenzentren weltweit in sechs regionalen Standorten zusammenf&uuml;hren&rdquo;, best&auml;tigte eine Sprecherin der Allianz in M&uuml;nchen. Dazu will der wohl finanzst&auml;rkste Versicherungskonzern der Welt die Bereiche Technologie und Rechenzentren in &ldquo;einem einheitlichen IT-Infrastrukturbetrieb&rdquo; b&uuml;ndeln. F&uuml;r den Betrieb der Rechenzentren d&uuml;rfte die in der Rechtsform einer Europ&auml;ischen Aktiengesellschaft (SE) gef&uuml;hrte Allianz SE &ldquo;eine langfristige, globale Partnerschaft&rdquo; eingehen. Der strategische Partner soll &uuml;ber gro&szlig;e Erfahrungen beim Aufbau und Betrieb globaler IT-Strukturen verf&uuml;gen. &ldquo;Dazu sind wir nun mit IBM in exklusive Verhandlungen getreten&rdquo;, teilte die Konzernsprecherin auf Anfrage mit. Die Verhandlungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Datensch&uuml;tzer in Deutschland sorgen sich schon heute um die Sicherheit der hochsensiblen Informationen, die R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Finanzen der Allianz-KundInnen zulassen &ndash; und warnen vor Sp&auml;hern etwa des US-Geheimdienstes NSA. &ldquo;Riskant und unverantwortlich&rdquo; sei es, die Daten von 78 Millionen Kunden weltweit einem US-Konzern anzuvertrauen, sagt Thilo Weichert, Landesbeauftragter f&uuml;r Datenschutz in Schleswig-Holstein. &ldquo;Es ist nach der augenblicklichen Rechtslage m&ouml;glicherweise sogar unzul&auml;ssig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F11%2F26%2Fa0074&amp;cHash=69826b9abb9810897f3eb1fcfacce6b5\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowden-Dokumente: NSA beobachtet Porno-Nutzung islamischer Zielpersonen<\/strong><br>\nWer &ouml;ffentlich den Dschihad predigt, aber privat gern Pornos sieht, macht sich angreifbar &ndash; das schreibt die NSA sinngem&auml;&szlig; in einem geheimen Dokument aus dem Fundus von Edward Snowden. Das Schriftst&uuml;ck stammt auf dem Oktober 2012, es geht darin um die Aussp&auml;hung sechs muslimischer M&auml;nner, die bei der NSA offenbar als islamistische Hassprediger gelten. Deshalb erfasst der Geheimdienst offenbar auch die Nutzung erotischer Inhalte im Netz. Zum Beispiel, wenn ein islamistischer Prediger &ldquo;sexuell freiz&uuml;giges Material&rdquo; im Netz ansehe oder wenn die entsprechenden M&auml;nner einen freiz&uuml;gigen und &uuml;berredenden Tonfall anschl&uuml;gen, &ldquo;wenn sie mit unerfahrenen jungen M&auml;dchen kommunizieren&rdquo;. Ein solches Verhalten kann laut den NSA-Unterlagen die Glaubw&uuml;rdigkeit und Reputation der Zielperson unterwandern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/snowden-dokument-nsa-beobachtet-porno-nutzung-islamischer-prediger-a-935898.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mancher mag es islamistischen Hasspredigern g&ouml;nnen, auf diese Weise entlarvt zu werden. Hauptsache es trifft die B&ouml;sen. Inzwischen wissen wir, dass jeder von uns irgendwo mit seinen Vorlieben, seinen Kontakten und seinen Gedanken, sofern sie in Mails oder Telefongespr&auml;chen ge&auml;u&szlig;ert wurden, abgespeichert ist &ndash; jederzeit abrufbar zur Profilerstellung. Es versteht sich, dass auch Politiker, den Machtmissbrauch der NSA eind&auml;mmen m&ouml;chte, ebenso nach seinem wunden Punkt ausgeforscht werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Mensch-Maschine: Wie privatisierte Geheimdienste die B&uuml;rgerrechte aushebeln<\/strong><br>\nDie &ldquo;New York Times&rdquo; ver&ouml;ffentlichte Ende November 2013 ein NSA-Dokument von 2012. &Uuml;berschrieben mit &ldquo;SIGINT Strategy&rdquo;, findet sich darin die globale Strategie der &Uuml;berwachungsapparate. Schon der erste Augenschein irritiert, das Papier beginnt mit &Uuml;berschriften wie &ldquo;Vision&rdquo;, &ldquo;Mission&rdquo; und &ldquo;Values&rdquo;. Das entspricht exakt den &uuml;blichen Begriffen, mit denen Konzerne sich vermeintliche Unternehmensphilosophien &uuml;berst&uuml;lpen. Und dann kommt ausgerechnet im Abschnitt &ldquo;Werte&rdquo; der Satz, der ersch&uuml;ttert, be&auml;ngstigt und so viel erkl&auml;rt: &ldquo;Unsere Kunden und Stakeholder k&ouml;nnen sich darauf verlassen, dass wir termingerecht Produkte und Services von h&ouml;chster Qualit&auml;t liefern&hellip;&rdquo; Moment. Kunden? Produkte und Services liefern? Seit wann hat ein Geheimdienst Kunden und Produkte? Das deutet nicht nur auf die untersch&auml;tzte Dimension der Wirtschaftsspionage hin. Viel schlimmer. Insbesondere in angels&auml;chsischen L&auml;ndern gibt es die Tradition, staatliche Aktivit&auml;ten als Profit Center zu begreifen. Oder sie gleich dazu zu machen, mit messbaren Folgen. Seit Beginn der aggressiven Privatisierung der US-Gef&auml;ngnisindustrie Anfang der siebziger Jahre hat sich die Zahl der Gefangenen in den USA von rund 300.000 auf 2,4 Millionen verachtfacht. Ja. Verachtfacht. Sicherheitsindustrielle Privatisierung f&uuml;hrt fast automatisch zur radikalen Aufbl&auml;hung, doppelt auf Kosten der Zivilgesellschaft: Sie bezahlt mit ihren Steuergeldern die Einschr&auml;nkung ihrer Freiheit. Der Sp&auml;hskandal ist auch die Folge einer entfesselten &Uuml;berwachungsindustrie. Dass die NSA sich in ihrem verst&ouml;renden Strategiepapier als eine Art Unternehmen betrachtet, ist keine Stilfrage, sondern essentieller Teil des Problems. Wie tiefgehend die Verschmelzung von Beh&ouml;rden und Unternehmen ist, l&auml;sst sich an Edward Snowden selbst erkennen, der Zugriff auf delikateste Dokumente und Instrumente hatte. Und doch war er seit 2009 nicht mehr im Staatsdienst, sondern Angestellter von Privatfirmen wie Dell und Booz Allen Hamilton.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-privatisierte-geheimdienste-hebeln-buergerrechte-aus-a-935642.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Dazu: Angstunternehmer. Zur Karriere eines amerikanischen Rollenmodels<\/strong><br>\nJeder h&auml;tte es wissen k&ouml;nnen, und doch taten alle &uuml;berrascht, als ab Anfang Juni 2013 &uuml;ber die Sammelwut des amerikanischen Milit&auml;rgeheimdienstes National Security Agency (NSA) berichtet wurde. Es liegt in der Natur der Sache, dass in diesem Fall nur ein Bruchteil der Wahrheit aufgedeckt werden wird. Dennoch ergibt sich bereits ein klar konturiertes Bild. Die NSA will auf alle Kommunikationsdaten Zugriff haben &ndash; und sie verf&uuml;gt &uuml;ber die technischen Mittel, um im In- und Ausland herauszufinden, wer mit wem wie lange von wo aus telefoniert oder E-Mails ausgetauscht hat, wie und in welchem Umfang online Bankgesch&auml;fte get&auml;tigt, Urlaube gebucht oder Informationen zu diesem und jenem abgerufen wurden. Kurz: Es geht um das Speichern aller elektronischen Daten, die im Alltag anfallen &ndash; um Informationen zur Aufkl&auml;rung von Verbrechen, die noch nicht geschehen, ja noch nicht einmal geplant sind, und um Bewegungsprofile von Verd&auml;chtigen zu Zeiten, als diese sich noch gar nicht verd&auml;chtig gemacht hatten. Weil kein Geheimdienst dieser Welt Derartiges alleine bewerkstelligen kann, kooperiert die NSA mit Privatunternehmen wie dem Telefonanbieter Verizon, mit Internet-Gr&ouml;&szlig;en wie Google, Facebook, Microsoft, Yahoo und Apple. Und nicht zuletzt mit einer Vielzahl vergleichsweise unbekannter IT-Firmen, deren Hauptgesch&auml;ft in der Beschaffung und Bearbeitung einschl&auml;giger Informationen besteht. Auf diese Weise ist seit Herbst 2001 ein privater Spionagemarkt riesigen Ausma&szlig;es entstanden. Ungef&auml;hr 500000 Besch&auml;ftigte privater Anbieter erhielten staatlicherseits die h&ouml;chste Sicherheitsfreigabe und haben damit Zugriff auf alle Daten. Und die Profitmargen sind astronomisch. Wie alle Unternehmer haben auch diese ein doppeltes Interesse: dass mit ihrem Produkt ein Bed&uuml;rfnis befriedigt wird und dass dieses Bed&uuml;rfnis nicht versiegt. In anderen Worten: Wer Vorsorge gegen die Angst trifft, muss den &Auml;ngsten st&auml;ndig neue Nahrung geben, um nicht bankrott zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2013\/32-33\/Beilage\/004.html\">Aus Politik und Zeitgeschichte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein lesenswerter Versuch, die in der Geschichte der USA immer latent vorhandene &Uuml;bersteigerung von Sicherheitsbed&uuml;rfnissen bis hin zu Angstfantasien, &ldquo;oft ins Ma&szlig;lose &uuml;bersteigerten Diskurse &uuml;ber Bedrohung und Verletzlichkeit&rdquo; des Landes zu analysieren, die sich heute in einem &bdquo;nationalen Sicherheitsstaat&ldquo; niederschlagen und eine &lsquo;carte blanche&rsquo; f&uuml;r die im Sicherheitsgesch&auml;ft t&auml;tigen Beh&ouml;rden und Unternehmen ergeben &ndash; die nat&uuml;rlich an der Aufrechterhaltung des Ausnahmezustandes interessiert sind. &Auml;u&szlig;erst lehrreich auch f&uuml;r die Bundesrepublik. &ndash; Im &Uuml;brigen ist das Gewese um den Hochverrat von Manning oder Snowden angesichts von 500.000 privaten Anbietern, staatlicherseits mit der h&ouml;chsten Sicherheitsfreigabe ausgestattet, an Absurdit&auml;t kaum zu &uuml;berbieten. Es m&uuml;sste auch dem letzten US-Patrioten klar sein, dass alle Staaten oder mit gut Geld ausgestatteten Personen und Gruppen sich inzwischen Zugang zu f&uuml;r sie interessanten Informationen verschafft haben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Kommissar geht um<\/strong><br>\nEU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger fordert beim Redaktionsbesuch eine langsamere Gangart bei der Energiewende. Der schnelle Umstieg auf Erneuerbare sorge f&uuml;r h&ouml;here Strompreise und gef&auml;hrde Arbeitspl&auml;tze. Zudem m&uuml;sse das umstrittene Fracking hierzulande erprobt werden. Kontext widerspricht: Windkraft ist heute schon billiger als Kohle- und Atomstrom, wenn milliardenschwere Subventionen und Klimasch&auml;den mitberechnet werden. Und f&uuml;r sauberes Trinkwasser lohnt ein Fracking-Verbot allemal. Ein Faktencheck zeigt, dass Oettinger falsche Tatsachen behauptet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/139\/der-kommissar-geht-um-1858.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch in der aktuellen Ausgabe der Kontext:Wochenzeitung finden sich wieder interessante Beitr&auml;ge, u.a.:<\/em> <\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Abgefrackt:<\/strong> Wenn es nach dem Landesbergbauamt in Freiburg ginge, k&ouml;nnte die Firma Parkyn Energy weiter ihre Fracking-Pl&auml;ne verfolgen. Aber das Sagen hat das Umweltministerium in Stuttgart &ndash; und das pr&uuml;ft und pr&uuml;ft.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Voll auf Energiewende:<\/strong>&nbsp; W&auml;hrend die Gro&szlig;e Koalition Solar, Windkraft und Biogas ausbremsen will, steht die Region Ostw&uuml;rttemberg wie kaum eine andere Gegend in Deutschland unter erneuerbarem Strom.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Falsche Fuffziger:<\/strong> Das Leben ist gemein, sagt unser Wetterer Peter Grohmann. Da ist einer sein Leben lang frech und aufm&uuml;pfig wie Dieter Hildebrandt. Und bei seinem Tod schluchzen und trauern ausgerechnet die, die ihm zu Lebzeiten das Mikro abgedreht haben.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&bdquo;S 21 ist zu stoppen&ldquo;:<\/strong> Die Volksabstimmung &uuml;ber Stuttgart 21 war eindeutig. Das Bahnprojekt ist dennoch l&auml;ngst nicht in Stein gemei&szlig;elt, sagt der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi. In einem Gastbeitrag begr&uuml;ndet er, warum ein Ausstieg noch immer notwendig ist.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>6 Milliarden Euro plus:<\/strong> 4,2 Milliarden D-Mark hat Stuttgart 21 einmal kosten sollen. Zwanzig Jahre sp&auml;ter ist es mehr als das Dreifache. Jetzt macht der Bundesrechnungshof die Gleichung noch einmal auf. Eine Zusammenschau &uuml;ber Kosten, die steigen und steigen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Lost in Frustration:<\/strong> Die SPD ist mal wieder in N&ouml;ten. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Mehr Demokratie wagen&ldquo; hat die SPD-Spitze das Votum &uuml;ber einen m&ouml;glichen Koalitionsvertrag mit der Union an die Mitgliedschaft abgedr&uuml;ckt. Und die wird von ihrem Vorsitzenden m&auml;chtig unter Druck gesetzt.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Schonungslos aufarbeiten:<\/strong> Politische Justiz in unserem Land? Das neue gleichnamige Kontext-Buch, das kommende Woche erscheint, f&uuml;hrt Beispiele daf&uuml;r auf, dass es die gibt. Herta D&auml;ubler-Gmelin, Bundesjustizministerin a.D., gei&szlig;elt in ihrem Vorwort, dass sich Politik und Justiz wegducken.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ab morgen im Kiosk, am Samstag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19423","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19423"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19423\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19427,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19423\/revisions\/19427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}