{"id":19500,"date":"2013-12-03T09:18:32","date_gmt":"2013-12-03T08:18:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500"},"modified":"2013-12-03T11:12:23","modified_gmt":"2013-12-03T10:12:23","slug":"hinweise-des-tages-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h01\">EU-Wettbewerbspakt: Geleaktes Dokument belegt Freibrief f&uuml;r Sozial- und Demokratieabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h02\">EU-US-Freihandelsabkommen: Von Transparenz keine Spur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h03\">SPD-Mitgliederentscheid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h04\">Schwarz-Gr&uuml;n in Hessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h05\">Warum das &ldquo;Euro-Internet&rdquo; keine L&ouml;sung ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h06\">Deutsche Arroganz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h07\">Troika-Vorgabe f&uuml;r Athen menschenrechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h08\">3.500 Banker holten ein Millionensal&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h09\">Norbert Bl&uuml;m: Lebensleistungsrente der gro&szlig;en Koalition &ndash; Himmelschreiende Ungerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h10\">The 40-Year Slump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h11\">Generation Prek&auml;r  &ndash; Der Fahrstuhl nach oben funktioniert nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h12\">Koalitionsvertrag: In Trippelschritten zu mehr Lobbykontrolle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h13\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h14\">Die Welt in Zahlen: Verf&uuml;hrerische Indikatoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h15\">Teilung in Syrien: Der zerbrochene Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500#h16\">Rezension: Torsten Mayerhauser, Eine Kritik der parasoziologischen Vernunft &ndash; Sozialkritik im Dienst neo-liberalistischen Denkens<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19500&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Wettbewerbspakt: Geleaktes Dokument belegt Freibrief f&uuml;r Sozial- und Demokratieabbau<\/strong><br>\nDer Pakt sieht vor, dass sich alle Staaten der Eurozone durch Vertr&auml;ge mit der EU-Kommission zu &ldquo;Strukturreformen&rdquo; verpflichten um ihre &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; zu verbessern. Ein vor dem Rat geleaktes EU-Dokument nennt erstmals explizit, was darunter zu verstehen ist: Einschnitte im Arbeitsmarkt, bei &ouml;ffentlichen Dienstleistungen, beim Pensionssystem und in der Ausbildung. Damit wird jene Krisenpolitik ausgeweitet und versch&auml;rft, die in den letzten Jahren in den S&uuml;deuropa gescheitert ist. Steigende Armut und Arbeitslosigkeit werden die soziale und politische Spaltung Europas weiter vertiefen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.at\/news\/detailansicht\/datum\/2013\/12\/02\/eu-wettbewerbspakt-geleaktes-dokument-belegt-freibrief-fuer-sozial-und-demokratieabbau.html\">attac &Ouml;sterreich<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/d9d11nr1b1damep\/131121%20Annotated%20Agenda%2026%20November%20Sherpa%20Meeting%20FINAL.pdf\">geleaktes Dokument [PDF &ndash; 289 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-US-Freihandelsabkommen: Von Transparenz keine Spur<\/strong><br>\nDie Lobby-kritische Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) hat j&uuml;ngst ein vertrauliches EU-Dokument ver&ouml;ffentlicht, in dem die EU-Kommission Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Koordination und die Inhalte der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit von EU und Mitgliedstaaten zum geplanten EU-USA-Freihandelsabkommen (TTIP) macht. Der Text wurde im November auf einem Treffen zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Kommission und Mitgliedstaaten diskutiert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1277\">annotazioni<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/corporateeurope.org\/trade\/2013\/11\/leaked-european-commission-pr-strategy-communicating-ttip\">Leaked European Commission PR strategy: &ldquo;Communicating on TTIP&rdquo; &ndash; CEO<\/a>\n<p><strong>dazu: Transatlantisches Freihandelsabkommen verhindern<\/strong><br>\nErgebnisse der Verhandlungen sickern &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; nur sehr d&uuml;rftig nach au&szlig;en. Die Folgen eines solchen Abkommens h&auml;tten jedoch fundamentale Auswirkungen auf unsere Verbraucherschutz- und Gesundheitsstandards, unsere Klima- und Umweltschutzauflagen, auf unsere Landwirtschaft sowie auf viele andere Bereiche.<br>\nHintergrundinformationen zum Freihandelsabkommen finden Sie hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/umweltinstitut.org\/freihandelsabkommen\/allgemeines\/freihandelsabkommen-verhindern-1144.html\">Umweltinstitut M&uuml;nchen e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD-Mitgliederentscheid<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Liebe Genossen,<\/strong><br>\njetzt seid Ihr also dran: Die Zukunft des Landes liegt in Euren H&auml;nden, und mal ganz ehrlich: Das f&uuml;hlt sich doch gut an, oder? Klar, bei m&auml;&szlig;igem Wahlergebnis war nicht viel mehr rauszuholen als ein Viertele. Und beim Mindestlohn (ok, nicht sofort fl&auml;chendeckend) und bei der doppelten Staatsb&uuml;rgerschaft (ok, nur f&uuml;r hier Geborene) habt Ihr Euch doch zu 100% durch gesetzt. Na ja, fast. Dass es mit der B&uuml;rgerversicherung nichts wird, das Betreuungsgeld bleibt und die Maut kommt &ndash; was soll&rsquo;s. Hauptsache mit der Kohle stimmt&rsquo;s bei der Energiewende &ndash; Klimaschutz war bei Euch ja sowieso eher ein Minderheitenthema. Und in Rente kann man jetzt auch ein klitzekleines bisschen fr&uuml;her gehen, wenn man sich davor nur anst&auml;ndig lang kaputt gearbeitet hat.<br>\nDas ist doch eine Superbilanz, &uuml;ber die Ihr da abstimmen d&uuml;rft &ndash; und au&szlig;erdem geht&rsquo;s doch gar nicht darum. Jetzt geht&rsquo;s ums Land und um die Partei. Staats- und Parteir&auml;son sind eins, denn wenn Ihr mit Nein stimmt, dann geht&rsquo;s beiden dreckig: F&uuml;hrungskrise, Staatskrise, Verfassungskrise &ndash; und am Ende gar Schwarz-Gr&uuml;n. Das darf nicht sein und deshalb: Augen zu und ab: dem schwarz-roten Morgenrot entgegen!<br>\nWar da was? Na ja, es h&auml;tte Alternativen gegeben, aber das ist lange her und au&szlig;erdem auch hier: F&uuml;hrungskrise, Staatskrise, Verfassungskrise&hellip; und am Ende &ndash; mon dieu! &ndash; eine rote Republik. Das kann niemand wollen, Ihr schon gar nicht. Deshalb: Zustimmen! Um des lieben Burgfriedens willen: Wir (er-)kennen keine Parteien mehr, nur noch Gro&szlig;koalition&auml;re!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/635894693116141?_fb_noscript=1\">Monitor via facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hat wirklich jemand bei normalen Verstand geglaubt die SPD-Mitglieder w&uuml;rden gegen den Koalitionsvertrag stimmen und damit ihre Parteif&uuml;hrung komplett desavouieren?<\/em><br>\n<em>Aber was soll man zur Gro&szlig;en Koalition noch sagen? Diese Gro&szlig;e Koalition ist eine gro&szlig;e Katastrophe f&uuml;r dieses Land, f&uuml;r seine B&uuml;rger, f&uuml;r die Demokratie und f&uuml;r die EU-Partnerstaaten. Damit ist Deutschland endg&uuml;ltig in der Postdemokratie angekommen. Wahlen, Mitgliederentscheide, Gewerkschaftstage sind nur noch die formale Kulisse, welche die jeweiligen F&uuml;hrungsriegen f&uuml;r ihre Legitimation ben&ouml;tigen.<\/em><br>\n<em>Was nun notwendig w&auml;re, ist eine, so abgenutzt der Begriff auch sein mag, au&szlig;erparlamentarische Opposition. Aber davon ist weit und breit nichts zu sehen, da es durch die neoliberalen &ldquo;Reformen&rdquo;, explizit der Agenda 2010, gelungen ist ein Klima der Angst in Deutschland zu verbreiten. Deshalb bleibt uns nur hier nochmals an alle Leser zu appellieren, f&uuml;r eine breite Aufmerksamkeit f&uuml;r die NachDenkSeiten, als eine der wenigen noch kritischen Stimmen, zu sorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leserzuschrift zur Mitgliederentscheid der SPD<\/strong><br>\nUnser Leser A.Z. schreibt uns: &bdquo;Da gibt es noch eine Begr&uuml;ndung, um gegen die &ldquo;Gro&szlig;e Koalition&rdquo; zu sein.<br>\nWer, wie ich heute  Mittag seine Wahlunterlagen durchsah, der\/die konnten  noch dazu gleich  einen Werbe-&rdquo;prospekt&rdquo; der Bef&uuml;rwortung und der Bef&uuml;rworter der &ldquo;Gro&szlig;en Koalition&rdquo; lesen, die der Wahlunterlage beigelegt ist.<br>\nSo was geht gar nicht! Dies verst&ouml;&szlig;t gegen fundamentale Grunds&auml;tze des demokratischen Umgangs miteinander. Die &ldquo;Arroganz der Macht&rdquo; verblendet, die Angst vor demokratischen freien und gleichen Wahlen scheint unseren Parteivorstand und die Funktion&auml;re unserer Partei von einfachen demokratischen Regeln abzuhalten. Die Rotz- und Hochn&auml;sigkeit, derer in unserer Partei, die &ndash; mal den Wahlkampfstand ausgenommen &ndash; man allenthalben gegen&uuml;ber dem einfachen Mitglied erleben darf, na ja, mag es menscheln, nein es ist dem System der &rdquo;Wir-haben-was-erreicht,-du-eigentlich-nicht!&ldquo; immanent. Wo sind die Gegenargumente? Wenn man schon kein Vertrauen zu den Parteimitgliedern hat, dann h&auml;tte man wenigstens eine Synopse machen m&uuml;ssen.  Diese Lebenshaltung ist mir Mahnung genug, nicht noch von der eigenen Partei vermerkelt zu werden. Braucht man nicht viel Weiteres dazu sagen. Das war f&uuml;r mich der letzte Tropfen mit Nein zu stimmen.&ldquo;<\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Slomkas Gabriel-Interview: Das ZDF und der kritische Journalismus<\/strong><br>\nIst Marietta Slomka nach ihrem Interview mit Sigmar Gabriel jetzt die Heldin der &ouml;ffentlich-rechtlichen Freiheit? Nein. Nicht jede unkundig-freche Frage ist kritischer Journalismus, und nicht jede patzige Antwort ein Zeichen f&uuml;r politische Unabh&auml;ngigkeit. [&hellip;]<br>\nSlomka sagte das im scharfen &ldquo;Ha! Erwischt!&rdquo;-Ton. Und sp&auml;testens jetzt erinnert sie an Susanne Klickerklacker, das M&auml;dchen aus der &ldquo;Sesamstra&szlig;e&rdquo;, das uns den Unterschied zwischen nass und trocken erkl&auml;rt. Gabriel &uuml;bernimmt die Rolle des freundlichen Monsters, das ihr den Eimer Wasser &uuml;ber den Kopf kippt. [&hellip;]<br>\nDa war Gabriel echt genervt. Er erteilte der Journalistin noch ein bisschen Gemeinschaftskunde-Unterricht und bat dann beinahe flehend: &ldquo;Lassen Sie uns diesen Quatsch beenden.&rdquo; Aber sie lie&szlig; einfach nicht locker. Es war schrecklich.<br>\nNoch schrecklicher war, dass Slomka nachher daf&uuml;r gelobt wurde. &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; sprach f&uuml;r viele Medien, als sie die Kollegin bejubelte: &ldquo;Bohrende Fragen sind ihre Spezialit&auml;t.&rdquo; Zuh&ouml;ren offenbar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-das-interview-von-gabriel-und-slomka-a-936706.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn ich mich wiederhole. Das ZDF soll uns bitte ein kritisches Interview mit Merkel zeigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Protokollnotiz soll SPD k&ouml;dern<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag von Union und SPD ist eine tickende Zeitbombe f&uuml;r die gesetzlich Krankenversicherten. Denn die SPD stimmte der Forderung der Union zu, den Beitragssatz der Arbeitgeber bei 7,3 Prozent einzufrieren. Eine Regelung, die ein zu starkes Auseinanderdriften von Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil verhindert, wurde nicht vereinbart.<br>\nDamit m&uuml;ssen die Arbeitnehmer alle k&uuml;nftigen Kostensteigerungen in der Krankenversicherung selbst zahlen. Das ist problematisch f&uuml;r die SPD, hatte sie doch im Wahlkampf versprochen, Parit&auml;t herzustellen, also gleiche S&auml;tze f&uuml;r Arbeitnehmer und Arbeitgeber&hellip;<br>\nSPD-Unterh&auml;ndler Karl Lauterbach machte n&auml;mlich &ouml;ffentlich, dass es eine bislang unbekannte Nebenabsprache im Koalitionsvertrag gebe, eine &bdquo;Protokollnotiz&ldquo;: Beide Seiten seien sich nat&uuml;rlich einig, dass der Arbeitnehmeranteil gedeckelt werden m&uuml;sse. &Uuml;berschreite dieser einen bestimmten Prozentsatz, dann m&uuml;sse zum Ausgleich auch der Beitrag der Arbeitgeber angehoben werden, um eine &Uuml;berlastung der Besch&auml;ftigten zu vermeiden, betonte der SPD-Gesundheitsexperte&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl---hintergrund\/grosse-koalition-protokollnotiz-soll-spd-koedern,23998104,25473128.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schwarz-Gr&uuml;n in Hessen <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Grausamkeiten vorab<\/strong><br>\nNach einem Bericht der Zeitung &bdquo;Wiesbadener Kurier&ldquo; denken CDU und Gr&uuml;ne dar&uuml;ber nach, in der n&auml;chsten Legislaturperiode angesichts sinkender Sch&uuml;lerzahlen bis zu 3000 Lehrerstellen zu streichen. Zudem soll das erst im Januar auf Druck der FDP-Fraktion von der schwarz-gelben Landesregierung eingerichtete Landesschulamt wieder aufgel&ouml;st werden. Aus Kreisen der k&uuml;nftigen Koalition hie&szlig; es, dass die Zahl der wegfallenden Lehrerstellen &bdquo;zu hoch gegriffen&ldquo; sei. Um die Vorgaben der Schuldenbremse zu erf&uuml;llen und die stetig steigenden Pensionslasten zu schultern, rede man derzeit &uuml;ber mehr als 3000 Stellen, die in der gesamten Landesverwaltung eingespart werden m&uuml;ssten. Darunter allerdings auch etliche Lehrerstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/schwarz-gruen-in-hessen-grausamkeiten-vorab-12691658.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarz-gr&uuml;ne Koalition &ndash; Als Elvis in die Jahre kam<\/strong><br>\nAls ich h&ouml;rte, dass die hessischen Gr&uuml;nen mit Bouffier ins Bett steigen wollen, habe ich mich zun&auml;chst aufgeregt. Die Gr&uuml;nen wollten ja eigentlich den Wechsel. So stand es auf vielen Wahlplakaten. Nach einer Weile habe ich mir gedacht: Was ist denn schon passiert? Dieses Arrangement mag zwar f&uuml;r Sp&ouml;tter lustig sein, aber eine Z&auml;sur ist es ganz sicher nicht.<br>\nDer gr&uuml;ne Landesverband in Hessen hat ja immer schon suspekte Gestalten in seinen Reihen gehabt. An oberster Stelle Joschka Fischer oder Otto Schily. Tarek Al-Wazir ist nur die Fortf&uuml;hrung dieser Realos mit geschmeidigeren Mitteln. Besonders im hessischen Teil der Partei wurde der historische Richtungsstreit zwischen Fundis und Realos ausgetragen. Seitdem die &Ouml;kosozialisten ausgemerzt wurden, gelten die hessischen Gr&uuml;nen als Hochburg des Realotums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/12\/als-elvis-in-die-jahre-kam.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Joschka Fischers Video f&uuml;r BMW: Vom Weltpolitiker zum Werbeprofi<\/strong><br>\nJoschka Fischer, Gr&uuml;nen-Ikone, wirbt in einem Drei-Minuten-Clip f&uuml;r den Autohersteller. Fr&uuml;her war Fischer auf einem langen Lauf zu sich selbst, heute lobt er den kleinen BMW-Elektroflitzer f&uuml;r die kurzen Strecken in Berlin. Das Video tr&auml;gt den Titel: &ldquo;Joschka Fischer und sein neuer BMW i3: VIP Abholung im BMW Werk Leipzig&rdquo;.<br>\nBMW freut sich &uuml;ber das Lob eines &ldquo;Vertreters der gr&uuml;nen Welt&rdquo;. Auch Fischer freut sich. Zumindest erz&auml;hlt der Werksleiter, er habe beim Au&szlig;enminister a. D. das &ldquo;Leuchten in seinen Augen&rdquo; gesehen, als dieser seinen Wagen abgeholt habe.<br>\nNur die gr&uuml;nen Parteifreunde sch&auml;umen, mal wieder, vor Wut &uuml;ber ihren einstigen &Uuml;bervater. &ldquo;Joschka demontiert sich vor allem selbst. Idiotisch &amp; unn&ouml;tig. Und &auml;rgerlich&rdquo;, twittert Anja Schillhaneck, Abgeordnete in Berlin. Theresa Kalmer, Vorsitzende der Gr&uuml;nen Jugend, sagt: &ldquo;Es ist schade, dass sich Joschka in die erste Reihe f&uuml;r eine Firma stellt, die mit gr&uuml;ner Politik nichts zu tun hat.&rdquo; Fischer helfe BMW beim &ldquo;Greenwashing&rdquo;, also beim Etikettenschwindel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/joschka-fischers-video-fuer-bmw-vom-weltpolitiker-zum-werbeprofi-a-936787.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist richtig, bei seinem Bestreben sich die eigenen Taschen m&ouml;glichst prall zu f&uuml;llen geht Joschka &bdquo;Moneymaker&ldquo; Fischer &auml;u&szlig;erst konsequent und frei von jeden Skrupel vor. Warum Fischer daf&uuml;r aber Respekt geb&uuml;hrt, muss uns  Reinhold bei Gelegenheit doch genauer erl&auml;utern?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum das &ldquo;Euro-Internet&rdquo; keine L&ouml;sung ist<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Blogger Fefe [&hellip;]<br>\nHeise: Ich sprach jetzt aber auch von einem einheitlich europ&auml;ischen Datenschutz.<br>\nvon Leitner: Nat&uuml;rlich. Das sind immer die Gesetze, an die sich die normalen Leute halten m&uuml;ssen, aber die Geheimdienste sind ja &uuml;blicherweise ausgenommen von so was.<br>\nHeise: Ein anderes Stichwort in dem ganzen Zusammenhang ist ja das verlorene Vertrauen. Ich meine, f&uuml;r ein einheitliches europ&auml;isches, angeblich dann sichereres Internet m&uuml;sste ja das Vertrauen unter den europ&auml;ischen L&auml;ndern ein sehr gro&szlig;es sein, um das gemeinsam in Angriff zu nehmen.<br>\nvon Leitner: Ja. Das ist auch genau eines der Kernprobleme. Und der Teil, der daran offensichtlich ist, ist aus unserer Sicht, dass wir den Engl&auml;ndern nicht trauen k&ouml;nnen, denn da ist jetzt rausgekommen, dass die f&uuml;r die Amerikaner unter anderem uns ausspioniert haben, auch von ihrer Botschaft in Berlin aus. Aber andersherum ist das nat&uuml;rlich genauso. Der BND betreibt ein Programm, das hei&szlig;t Strategische Fernmeldeaufkl&auml;rung, und das ist genau dasselbe in Gr&uuml;n, nur halt auf andere L&auml;nder. Und wir haben nat&uuml;rlich ein Gesetz, was die einschr&auml;nkt, damit sie nicht deutsche B&uuml;rger abh&ouml;ren, aber da sind auch die anderen EU-B&uuml;rger nicht betroffen, also von der Ausnahme. Das hei&szlig;t, die d&uuml;rfen dann abgeh&ouml;rt werden. Es gibt also im Grunde, wenn man es jetzt aus Sicht eines Drittlandes, wie sagen wir Spanien sieht, gibt es eigentlich keinen Grund, warum die uns trauen sollten. Genauso wenig, wie wir ihnen in der EU trauen k&ouml;nnen. Und das ist nat&uuml;rlich keine Grundlage, auf der man so was aufbauen kann, eigentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/it-sicherheit-warum-das-euro-internet-keine-loesung-ist.954.de.html?dram%3Aarticle_id=270762\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Arroganz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hollande-Berater: &ldquo;Nicht Frankreich, Deutschland ist das kranke Kind Europas&rdquo;<\/strong><br>\nAttali: Frankreich befindet sich im Gegensatz zu Deutschland in einer guten Situation. Deutschland ist in einigen Punkten das kranke Kind Europas&hellip;<br>\nDie geringe deutsche Arbeitslosigkeit ist ein Witz, wenn Leute f&uuml;r f&uuml;nf Euro pro Stunde arbeiten. Das deutsche Bankensystem ist bankrott, weshalb die Regierung auch keine Kontrolle durch eine europ&auml;ische Instanz will. Deutschland ist ein veraltendes Land mit katastrophalen Grundschulen und sinkender Produktivit&auml;t, weil die meisten Exportprodukte gerade kopiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/jaques-attali-die-umfragewerte-fuer-praesident-hollande-spielen-keine-rolle_id_3441767.html\">Focus.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland als wirtschaftspolitischer Lehr- und Zuchtmeister Europas &ndash; eine gef&auml;hrliche Selbst&uuml;bersch&auml;tzung<\/strong><br>\nEine weitverbreitete Haltung hierzulande lautet in etwa so: Deutschland ist der wirtschaftspolitische Vorreiter in Europa&hellip; Durch Agenda 2010 und harte Sparpolitik mussten sie zwar eine Durststrecke aufsich nehmen, doch nun zahle sich der mutige Reformwille aus.<br>\nDaraus leitet sich f&uuml;r viele auch die Legitimation Deutschlands als Lehr- und Zuchtmeister f&uuml;r die Krisenstaaten im Euroraum ab, denen nun anscheinend mit gutem Recht &Auml;hnliches abverlangt wird&hellip;<br>\nNicht richtig ist, erstens, schon die positive Einsch&auml;tzung der Lage in Deutschland: Zwar steht die deutsche Wirtschaft relativ zu den europ&auml;ischen Partnerl&auml;ndern sehr gut da. Auch hat sich die Lage seit den Stagnationsjahren 2001 bis 2005 stark verbessert. Dennoch stagnierte die Wirtschaftsleistung auch hierzulande de facto fast zwei Jahre lang&hellip;<br>\nZweitens wird die brutale Austerit&auml;tspolitik in vielen Eurol&auml;ndern verharmlost. Den Staaten wurden in wenigen Jahren Ausgabenk&uuml;rzungen und Abgabenerh&ouml;hungen von &uuml;ber 10% des Bruttoinlandsproduktes abverlangt&hellip;<br>\nDrittens ignoriert die g&auml;ngige Erkl&auml;rung f&uuml;r die relativ positive Entwicklung in Deutschland die zentralen makro&ouml;konomischen Ursachen: Die deutsche Wirtschaft wies w&auml;hrend der schlechten Jahre keineswegs &uuml;berdurchschnittlich &bdquo;verkrustete&ldquo; Arbeitsm&auml;rkte auf, sondern wurde durch eine ungew&ouml;hnlich schwache Binnennachfrage aufgrund relativ hoher Realzinsen, einer ausgabenseitig restriktiven Finanzpolitik und einer extrem schwachen Lohnentwicklung ausgebremst&hellip;<br>\nDie gro&szlig;e Krise im Jahr 2009 wurde vor allem aufgrund von Kurzarbeit und flexiblen Arbeitszeitkonten so schnell &uuml;berwunden: Durch sie wurde der Einbruch in der Exportindustrie ohne Massenentlassungen &uuml;berbr&uuml;ckt, bis die Exporte wieder ansprangen&hellip;<br>\nEs handelte sich aber gerade nicht um &bdquo;Strukturreformen&ldquo;, sondern um eine antizyklische makro&ouml;konomische Politik. Und es ist gerade eine solche Politik, die den Krisenstaaten seit 2010 vor allem vonseiten der deutschen Regierung verwehrt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2013_08_kommentar.pdf\">WSI-Mitteilungen [PDF &ndash; 57 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Die nicht nachvollziehbare deutsche Ignoranz<\/strong><br>\nBertrand Groslambert, am 20.11.2013 in der Pariser Online-Zeitung Mediapart.fr erschienener Artikel<br>\nOriginaltitel: <a href=\"http:\/\/blogs.mediapart.fr\/blog\/bertrand-groslambert\/201113\/lincomprehensible-incomprehension-allemande\">L&rsquo;incompr&eacute;hensible incompr&eacute;hensiion allemande<\/a><br>\nWarum &bdquo;st&uuml;rzten sich&ldquo; Anfang der 2000er Jahre Spanier, Griechen, Iren oder Portugiesen auf deutsche Produkte?<br>\nIn dieser Zeit floss viel ausl&auml;ndisches Kapital, insbesondere auch deutsches Kapital, in diese L&auml;nder mit der Folge stark sinkender Zinss&auml;tze. Das billige Geld l&ouml;ste in den S&uuml;dl&auml;ndern einen Nachfrageboom aus, der insbesondere dem deutschen Export zugute kam.<br>\nWarum?<br>\nIn der Antwort liegt auch die besondere Verantwortung Deutschlands: weil im ersten Jahrzehnt der 2000er Jahre die deutsche Wirtschaftspolitik darauf ausgerichtet war, im Vergleich zu den Nachbarl&auml;ndern wettbewerbsf&auml;higer zu werden.<br>\nEntgegen landl&auml;ufiger Meinung beruhte die Verbesserung der deutschen Wettbewerbsf&auml;higkeit aber nicht prim&auml;r auf h&ouml;heren Produktivit&auml;tszuw&auml;chsen, sondern auf Einfrieren deutscher Reall&ouml;hne (statt an Produktivit&auml;tszuw&auml;chsen orientierten Reallohnerh&ouml;hungen), auf (finanzpolitischer) Schw&auml;chung des Binnenkonsums durch eine (3%-ige) Umsatzsteuer-Erh&ouml;hung und auf einer G&uuml;terpreis-Inflationsrate unterhalb des von der EZB vorgegebenen Ziels von 2%.<br>\nDeutschland bremste also politisch ganz bewusst seine eigene Binnennachfrage mit dem Ziel, Export&uuml;bersch&uuml;sse einzufahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131203_bertrand_groslambert.pdf\">&Uuml;bertragung von Gerhard Kilper [PDF &ndash; 31.2 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Troika-Vorgabe f&uuml;r Athen menschenrechtswidrig<\/strong><br>\nManche Verpflichtungen, die die EU-Institutionen Griechenland auferlegt haben, versto&szlig;en gegen die Menschenrechte, meint der Bremer Jurist Andreas Fischer-Lescano in einem Rechtsgutachten im Auftrag von AK, &Ouml;GB und Europ&auml;ischer Gewerkschaft. Da inzwischen die Grundrechtscharta Teil des EU-Rechts ist, versto&szlig;en sie seiner Ansicht nach damit auch gegen EU-Recht.<br>\nInsbesondere kritisiert Fischer-Lescano die Troika, die von EU-Kommission, EZB und IWF gebildet wird und die Sparma&szlig;nahmen mit Griechenland ausgehandelt hat. Die beiden EU-Institutionen seien an die Grundrechtecharta gebunden. Die Troika habe &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Eingriffe in das Arbeitsrecht und Sozialsystem Griechenlands&rdquo; verlangt. Durch die Vorgabe von Lohnsenkungen habe sie das Grundrecht auf Tariffreiheit verletzt, durch verschiedene Verpflichtungen die Menschenrechte auf Arbeit, Wohnen soziale Sicherheit und Eigentum. Mindestl&ouml;hne k&uuml;rzen, Verlagerung von Kollektivertragsverhandlungen auf die Betriebsebene, K&uuml;rzungen im Gesundheitssystem oder Reduktion des &ouml;ffentlichen Wohnbaus seien als Eingriffe nicht durch das Unionsrecht gedeckt. Au&szlig;erdem sei das EU-Parlament nicht ausreichend eingebunden worden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/eurokrise\/1492622\/Gutachter_TroikaVorgabe-fur-Athen-menschenrechtswidrig?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/eurokrise\/index.do\">Die Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>3.500 Banker holten ein Millionensal&auml;r<\/strong><br>\nDie Zahl der Einkommensmillion&auml;re in europ&auml;ischen Banken stieg letztes Jahr um &uuml;ber 10 Prozent. Am meisten Grossverdiener verzeichnete Grossbritannien.<br>\nWeil die europ&auml;ische Bankenaufsicht von den Grossbanken wissen will, wie viele Bankangestellte &uuml;ber 1 Million Euro verdienen, liegen nun aktuelle Daten der European Banking Authority (EBA) vor. Demnach kassierten letztes Jahr in Europa insgesamt 3.529 Banker mindestens 1 Million Euro. Das waren elf Prozent mehr als noch 2011.<br>\nW&auml;hrend bei vielen L&auml;ndern wie Bulgarien, Kroatien, Zypern oder auch Liechtenstein die Tabellen der EBA mit lauter Nullen gef&uuml;llt sind, sticht vor allem Grossbritannien heraus: &Uuml;ber drei Viertel der 3.530 Einkommensmillion&auml;re stammen aus dem Vereinten K&ouml;nigreich. Von den 2.714 Top-Verdienern dort arbeiteten 2.188 im Investmentbanking, 62 im Retailbanking, 198 im Asset Management sowie 266 in anderen Sparten.<br>\nDie erfolgreichsten Investmentbanker Grossbritanniens verdienten durchschnittlich 1,93 Millionen Euro. Im Retailbanking betrug das Durchschnittsgehalt der britischen High-Earners 1,6 Millionen Euro, im Asset Management 2,1 Millionen Euro und in den anderen Sparten 2 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finews.ch\/news\/banken\/13827-banker-europa-eba-bonus-obergrenze-grossbritannien-deutschland\">finews<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Norbert Bl&uuml;m: Lebensleistungsrente der gro&szlig;en Koalition &ndash; Himmelschreiende Ungerechtigkeit<\/strong><br>\nEine &ldquo;Lebensleistungsrente&rdquo; soll Altersarmut verhindern helfen, hei&szlig;t es im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Doch was unter diesem Begriff bisher diskutiert wurde, erweist sich als konfuses Rentenkuddelmuddel. Versicherung und F&uuml;rsorge sind zwei Paar Schuhe, und wer sie verwechselt, wird sozialpolitisch bald ins Stolpern kommen. Eine Versicherung ist auf Gegenseitigkeit aufgebaut, die F&uuml;rsorge auf Hilfe. Die Rentenversicherung folgt dem Prinzip Leistung f&uuml;r Gegenleistung, die F&uuml;rsorge bindet ihre Leistungen an Bed&uuml;rftigkeit. Jetzt ger&auml;t beides durcheinander.<br>\nDie Rentenversicherung ger&auml;t zunehmend in Gefahr, sich als allgemeines Sozialamt zu etablieren&hellip;<br>\nWenn ein Rentner nach lebenslanger Arbeit von seiner Rente nicht leben kann, dann ist das System &uuml;bergeschnappt. Es ist n&auml;mlich rentenpolitisch verr&uuml;ckt, wenn man mit Arbeit und Beitragszahlung nur so viel Rente bekommt wie ohne diese Arbeit Sozialhilfe. Die Arbeit lohnt sich rentenpolitisch nicht mehr. Mit der Riester-Rente wurde das Rentenniveau in die N&auml;he des Sozialhilfeniveaus bef&ouml;rdert. Die Rente, die auf Arbeit und Beitr&auml;gen basiert, und die Sozialhilfe, die an Bed&uuml;rftigkeit ankn&uuml;pft, n&auml;hern sich an&hellip;<br>\nDie Riester-Rente ist nicht die L&ouml;sung des Problems, sondern sein Grund. Das Niveau der gesetzlichen Rente wird infolge der Riester-Rente abgesenkt, obwohl die Riester-Rente keine Hilfe f&uuml;r Arbeitslose, Erwerbsunf&auml;hige, unstetig Besch&auml;ftigte bietet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/lebensleistungsrente-der-grossen-koalition-himmelschreiende-ungerechtigkeit-1.1832958\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>The 40-Year Slump<\/strong><br>\nFrom 1947 through1974, American workers brought home most of the wealth they produced. Since 1974, they have steadily lost power &ndash; and they&rsquo;re getting just a fraction of the wealth they produce today.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/prospect.org\/article\/40-year-slump\">The American Prospect<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.Z..:<\/strong> Ein hervorragender Artikel zu den Entwicklungen in der amerikanischen Arbeitswelt der letzten 40 Jahre, die sich in &auml;hnlicher Weise (Beispiel Zeitarbeit) auch hierzulande abgespielt haben beziehungsweise abspielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Generation Prek&auml;r  &ndash; Der Fahrstuhl nach oben funktioniert nicht<\/strong><br>\nEine Zunahme von prek&auml;ren Jobs k&ouml;nne man innerhalb der Altersgruppe der bis 24-J&auml;hrigen feststellen, meint Arbeitssoziologe Klaus D&ouml;rre. Etwa 23 bis 25 Prozent junger Menschen w&uuml;rden im Niedriglohnsektor arbeiten. Wer einmal arm ist, bleibe arm und habe nur die Hoffnung auf einen Aufstieg.<br>\nSusanne F&uuml;hrer: Man k&ouml;nnte ja sagen, es geht uns prima hier. In Spanien und Portugal sind 50 Prozent der jungen Menschen arbeitslos, in Deutschland gibt es die Generation Y, die sich die Jobs aussuchen kann und dabei immer noch auf die Work-Life-Balance achtet.<br>\nD&ouml;rre: Im internationalen Vergleich mag das ja sogar ein bisschen stimmen. Aber es verstellt den Blick darauf, dass wir es doch mit einer stark gespaltenen Generation zu tun haben. Zun&auml;chst mal ist es so, dass die Mehrzahl der jungen Leute inzwischen nach der Berufsausbildung und nach dem Studium tats&auml;chlich in eine sogenannte atypische, nicht standardisierte Besch&auml;ftigung einm&uuml;ndet, also befristet, Teilzeitarbeit, geringf&uuml;gig, Leiharbeit, das sind die Formen. Oder auch eine Solo-Selbstst&auml;ndigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/generation-prekaer-der-fahrstuhl-nach-oben-funktioniert.954.de.html?dram:article_id=270818\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man beachte hier wieder die teilweise ideologisch ausgerichteten Fragen der Redakteurin.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag: In Trippelschritten zu mehr Lobbykontrolle?<\/strong><br>\nKleine Fortschritte bei Abgeordnetenbestechung und Seitenwechseln.<br>\nDie Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung war eins der gro&szlig;en Streitthemen der vergangenen Legislaturperiode, auch und gerade zwischen SPD und Union. Ohne eine Neuregelung der Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung kann Deutschland die UN-Konvention gegen Korruption nicht ratifizieren. Bisher hat die Union hier blockiert. Im Entwurf hei&szlig;t es nun: &ldquo;Wir werden die Strafbarkeit der Abgeordnetenbestechung neu regeln.&rdquo; Dass diese Formulierung damit (wahrscheinlich) in den Koalitionsvertrag eingeht, ist ein Erfolg. Damit wird es sehr schwer f&uuml;r die k&uuml;nftige Koalition, sch&auml;rfere Gesetze gegen Abgeordnetenbestechung weitere vier Jahre zu verschleppen&hellip;<br>\nKarenzzeiten f&uuml;r Spitzenpolitiker fordern wir schon seit langem&hellip; So hei&szlig;t es im Entwurf, man wolle &ldquo;um den Anschein von Interessenkonflikten zu vermeiden [&hellip;] f&uuml;r ausscheidende Kabinettsmitglieder, Parlamentarische Staatssekret&auml;re und politische Beamte eine angemessene Regelung&rdquo; anstreben. Nun kann man sich fragen, was &ldquo;angemessen&rdquo; konkret hei&szlig;t &ndash; wir h&auml;tten da einige Vorschl&auml;ge&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/11\/grosse-koalition-in-trippelschritten-zu-mehr-lobbykontrolle\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein breites antirussisches B&uuml;ndnis<\/strong><br>\nDie Bundesregierung befeuert die Demonstrationen des &ldquo;pro-europ&auml;ischen&rdquo; Protestb&uuml;ndnisses konservativer und extrem rechter Parteien in der Ukraine. Von den &ldquo;Pro-Europa-Kundgebungen&rdquo; in Kiew und in weiteren St&auml;dten des Landes gehe eine &ldquo;sehr klare Botschaft&rdquo; aus, erkl&auml;rt ein Regierungssprecher in Berlin: Es sei &ldquo;zu hoffen&rdquo;, dass der ukrainische Staatspr&auml;sident &ldquo;diese Botschaft wahrnimmt&rdquo;. Gemeint ist die Unterzeichnung des EU-Assoziierungsabkommens, der Kiew sich vergangene Woche trotz massiven deutschen Dr&auml;ngens verweigert hat. Das &ldquo;pro-europ&auml;ische&rdquo; B&uuml;ndnis in der Ukraine, auf das sich die Bundesrepublik schon seit Jahren st&uuml;tzt, um ihre Interessen in dem Land durchzusetzen, schlie&szlig;t nicht nur konservative Parteien, sondern auch Kr&auml;fte der extremen Rechten ein. Hintergrund ist deren St&auml;rke vor allem in der Westukraine, die sich in dem Kult um einstige NS-Kollaborateure manifestiert. Im nationalistischen Milieu, das er pr&auml;gt, ist derzeit insbesondere die Partei &ldquo;Swoboda&rdquo; fest verankert. Ihr Anf&uuml;hrer ruft in diesen Tagen in Kiew zu einer &ldquo;Revolution&rdquo; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58748\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die ausf&uuml;hrliche Berichterstattung der Mainstreampresse &uuml;ber die Proteste in der Ukraine ist in der Tat auff&auml;llig. &Uuml;ber Massenproteste gegen die, im wesentlichen von Deutschland durchgesetzte, Austerit&auml;tspolitik in den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern wird und wurde dagegen faktisch &uuml;berhaupt nicht berichtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schluss mit der Integrationskonkurrenz!<\/strong><br>\nWeshalb ein Show-Down mit Russland niemandem dient&hellip;<br>\nStatt nun das &ldquo;Scheitern von Vilnius&rdquo; zu beklagen, sollten die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Entscheidung analysiert werden  &ndash; auch um  daraus Konsequenzen f&uuml;r die k&uuml;nftige EU-Politik gegen&uuml;ber den &ouml;stlichen Nachbarn zu ziehen. Eins vorweg: Die ukrainische Entscheidung gegen das Assoziierungsabkommen bedeutet nicht den Beitritt zu der von Russland angef&uuml;hrten Zollunion mit Kasachstan und Belarus&hellip;<br>\nDie EU hat ihr Blatt &uuml;berreizt, als sie die Unterschrift erst verschob und dann an zu viele Bedingungen kn&uuml;pfte&hellip;<br>\nIn Frage steht, ob die Union noch glaubw&uuml;rdig f&uuml;r universell geltende Prinzipien streiten kann, wenn sie sich als ein parteiischer Akteur in die manchmal sehr tiefen Niederungen der ukrainischen Innenpolitik begibt.<br>\nDie Politisierung auch der europ&auml;ischen Handelspolitik in der &ldquo;Causa Tymoschenko&rdquo; war jedoch letztendlich nicht entscheidend f&uuml;r den ukrainischen R&uuml;ckzieher. Entscheidender ist die sehr fragile Wirtschaftslage der Ukraine: &Ouml;konomen gehen davon aus, dass aufgrund des hohen Leistungsbilanzdefizits der externe Finanzierungsbedarf 2014 zwischen zehn und 15 Milliarden US-Dollar betragen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/ukraine-schluss-mit-der-integrationskonkurrenz\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Welt in Zahlen: Verf&uuml;hrerische Indikatoren<\/strong><br>\nMit lokalem Wissen kommen wir nicht mehr weit. Das globale Wissen lassen wir uns am liebsten in Form vermessener Indikatoren in Rankings servieren. Indikatoren reduzieren die Qualit&auml;t einer Hochschule und die Korruption einer Verwaltung oder das Gesundheitswesen eines Staates auf eine Zahl. In der globalisierten Welt werden immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in solch verf&uuml;hrerisch einfache Zahlen gefasst. Woher sie kommen, fragen wir selten. &bdquo;Intellektuelle Bequemlichkeit&ldquo; nannte Joanna Pfaff-Czarnecka (Bielefeld) dies auf einem von ihr geleiteten Kolloquium zum Werk der Anthropologin und Menschrechtsforscherin Sally Engle Merry (New York), das in der vergangenen Woche am Bielefelder Zentrum f&uuml;r interdisziplin&auml;re Forschung stattfand. &ndash; Sally Engle Merry verfolgt die Effekte dieser Quantifizierung auf das Handeln von Regierungen weltweit. In Bielefeld konstatierte sie das Aufkommen einer regelrechten Indikatoren-Kultur. Denn seit auf globaler Ebene evidenzbasiert verwaltet wird, m&uuml;ssen alle Beteiligten mitspielen. Wer keine Zahlen liefert, steht auf internationaler B&uuml;hne am Pranger. Dass es so gut wie aussichtslos ist, Indikatoren zu finden, die f&uuml;r alle L&auml;nder taugen, ger&auml;t dabei leicht aus dem Blick. Wenn die Regierung eines Landes, das mit Unterern&auml;hrung zu k&auml;mpfen hat, berichten muss, was sie zur Reduktion der Fettleibigkeit bei Kindern unternommen hat, und in einem W&uuml;stenstaat, in dem kein Mensch auf die Idee k&auml;me, sich auf ein Fahrrad zu setzen, der Besitz eines Fahrrads als Ma&szlig; f&uuml;r erfolgreiche Entwicklung z&auml;hlt, sei das wenig hilfreich, um die Probleme dieser Staaten in den Blick zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/die-welt-in-zahlen-verfuehrerische-indikatoren-12670499.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Teilung in Syrien: Der zerbrochene Staat<\/strong><br>\nAssad-Getreue, Islamisten, Rebellen, Kurden &ndash; Syrien zerf&auml;llt zunehmend in verschiedene Herrschaftsbereiche. Vom Zentralstaat Assads bleibt nur wenig &uuml;brig. \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131203_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131203_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/buergerkrieg-in-syrien-die-teilung-des-landes-vertieft-sich-a-934610.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezension: Torsten Mayerhauser, Eine Kritik der parasoziologischen Vernunft<\/strong><br>\nSozialkritik im Dienst neo-liberalistischen Denkens<br>\nMayerhauser pl&auml;diert f&uuml;r eine Kritische Soziologie, die sich darin &uuml;bt, &bdquo;sich den Zumutungen und Vereinnahmungsversuchen etablierter Kr&auml;fte radikal zu entziehen und zu verweigern; sie gibt sich von sich aus einseitig, parteiisch; sie agiert partisanenhaft, weil sie sich einerseits auf ihrem eigenen Terrain bestens auskennt, und sie andererseits urpl&ouml;tzlich in Erscheinung tritt, um sich im n&auml;chsten Moment schon wieder unverhofft zur&uuml;ckzuziehen; sie sitzt somit absichtsvoll nicht in Talkshows, weil sie wei&szlig;, dass das Talkshow-Dispositiv Gegenstand ihrer Gesellschaftskritik sein muss; sie begibt sich nicht in die ratsuchenden H&auml;nde von Regierungsorganen, weil sie wei&szlig;, dass deren Praktiken und Techniken der Menschenf&uuml;hrung ihre Analysegegenst&auml;nde sind; sie versucht zugleich ihre dadurch errungene unabh&auml;ngige Aufkl&auml;rungsarbeit in andere Kan&auml;le als die herk&ouml;mmlichen Medienkan&auml;le einzuspeisen; sie zeigt Sympathien f&uuml;r widerspenstige Handlungen und Bewegungen, die das herrschende Welt-, Gesellschafts- und Menschenbild nicht mehr anerkennen wollen; die also anders denken wollen; die laut ausschreien: there are alternatives! Partisanen-Soziologie statt T&uuml;rsteher-Soziologie!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diss-duisburg.de\/2013\/11\/im-dienst-der-neoliberalistischen-gouvernementalitaet\/\">Duisburger Institut f&uuml;r Sprach- und Sozialforschung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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