{"id":19568,"date":"2013-12-06T16:29:54","date_gmt":"2013-12-06T15:29:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568"},"modified":"2013-12-06T16:37:30","modified_gmt":"2013-12-06T15:37:30","slug":"hinweise-des-tages-ii-135","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h01\">Nelson Mandela &ndash; Der Ver&auml;nderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h02\">Die Vorratsdaten-Verr&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h03\">Wie ein Student Top-&Ouml;konomen aufbl&auml;ttert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h04\">Paul Krugman &ndash; Obama Gets Real<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h05\">Axel Troost &ndash; EU: Steuerflucht als Gesch&auml;ftsmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h06\">EU b&uuml;sst Banken mit 1,7 Milliarden Euro: Die UBS entgeht einer Rekordstrafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h07\">Journalisten-Bullshit-Bingo. Heute: Transparency International<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h08\">Ab einer Stunde gilt man bereits als erwerbst&auml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h09\">Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft &ndash; Sind wir nicht alle ein Bisschen Nazi?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h10\">Battle lost: austerity won.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h11\">Fu&szlig;ball-WM in Brasilien: Robocops treffen emp&ouml;rte B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h12\">Italien: Oberstes Gericht erkl&auml;rt Wahlgesetz f&uuml;r verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h13\">Franz&ouml;sische Experten: Arafat wurde nicht vergiftet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h14\">Europa verr&auml;t seine Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h15\">Ex und hopp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568#h16\">Parteien der Entt&auml;uschten droht der Untergang<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19568&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nelson Mandela &ndash; Der Ver&auml;nderer<\/strong><br>\nDer s&uuml;dafrikanische Pr&auml;sident, der einst als Terrorist bezeichnet wurde, war mehr als blo&szlig; eine historische Figur. Er hat den Kurs der Geschichte ge&auml;ndert [&hellip;]<br>\nMandela war eine transformative Figur. Ihn als &bdquo;historische Figur&ldquo; zu bezeichnen, w&uuml;rde ihm nicht gerecht. Einige Menschen machen Geschichte, weil sie irgendetwas zuerst erreicht haben &ndash; sie reihen sich lediglich ein in eine Folge anderer. Um wirklich etwas zu ver&auml;ndern, muss man planen, braucht man die Vision, den Kurs darzulegen und die F&auml;higkeiten, diesen dann umzusetzen. Es braucht den Mut der eigenen &Uuml;berzeugungen, die Bereitschaft, Opfer zu bringen, Leib und Leben zu riskieren und die Dinge beim Namen zu nennen. &bdquo;Historische Figuren&ldquo; werden sich k&uuml;nftig auf Nelson Mandela beziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/der-veraenderer\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Den einf&uuml;hlsamen Worten Jacksons ist nichts hinzuzuf&uuml;gen. Mit Nelson Mandela geht einer der ganz Gro&szlig;en von uns.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131209_02.jpg\" alt=\"Nelson Mandela\" title=\"Nelson Mandela\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Vorratsdaten-Verr&auml;ter<\/strong><br>\nWer, wo, was, mit wem? Ohne Vorratsdaten w&auml;ren wir schon l&auml;ngst alle tot. Mindestens. Mit immer mieseren Tricks und T&auml;uschungsman&ouml;vern versuchen CDU\/CSU und SPD die vom Bundesverfassungsgericht gekippte Vorratsdatenspeicherung wieder einzuf&uuml;hren.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131209_01.jpg\" alt=\"Die Vorratsdaten-Verr&auml;ter\" title=\"Die Vorratsdaten-Verr&auml;ter\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/gutjahr.biz\/2013\/12\/vorratsdaten\/\">gutjahrs blog<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Haben wir bislang falsch &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung diskutiert?<\/strong><br>\nEs w&auml;re zumindest einen Versuch wert, auf einfach gestrickte Scheinargumente mit gleichwertigen Behauptungen zu antworten.<br>\nDer Ansatz von Richard Gutjahr, die Diskussion &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung endlich und ganz anschaulich auf das Niveau von Sigmar Gabriel und Hans-Peter Friedrich herunterzubrechen, k&ouml;nnte erfolgversprechend sein. Vielleicht haben die Gegner der Vorratsdatenspeicherung bislang schlicht den Fehler gemacht, sich zu stark mir Sachargumenten und b&uuml;rgerrechtlichen Bedenken aufzuhalten.<br>\nAber warum sollte man &uuml;berhaupt versuchen, jemandem, der bewusst unsachlich argumentiert, sachlich zu antworten?<br>\nDas argumentative Niveau der Bef&uuml;rworter der Vorratsdatenspeicherung l&auml;sst sich kaum besser umschreiben als durch Slogans wie &ldquo;Dieser Wal m&uuml;sste ohne Vorratsdatenspeicherung sterben &ndash; das ist zwar gelogen, aber wen interessiert schon die Wahrheit?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2013\/12\/haben-wir-bislang-falsch-ueber-die-vorratsdatenspeicherung-diskutiert.html\">Internet Law<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie ein Student Top-&Ouml;konomen aufbl&auml;ttert<\/strong><br>\nAls der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble am 6. September 2011 vor den Bundestag tritt, um f&uuml;r den Sparkurs seiner Regierung in Europa zu werben, gibt er seinen Argumenten einen wissenschaftlichen Anstrich: &ldquo;Man muss daran erinnern&rdquo;, ruft Sch&auml;uble den Abgeordneten entgegen, &ldquo;dass die US-&Ouml;konomen Reinhart und Rogoff vor kurzem in einer vielbeachteten Studie dargelegt haben, dass das Wirtschaftswachstum ab einem bestimmten Verschuldungsgrad ged&auml;mpft wird.&rdquo;<br>\nNur selten hat in den vergangenen Jahren eine &ouml;konomische Studie so viel Aufmerksamkeit erregt wie die 2010 erschienenen Berechnungen von Reinhart und Rogoff, die angeblich nachweisen, dass L&auml;nder mit einem &ouml;ffentlichen Schuldenstand jenseits der 90-Prozent-Marke in die Armut abgleiten. Die Studie ging um die Welt: Neben Sch&auml;uble und EU-W&auml;hrungskommissar Olli Rehn, der die beiden regelm&auml;&szlig;ig zitiert, beriefen sich die Republikaner im US-Wahlkampf 2012 auf Rogoff und Reinhart, um f&uuml;r einen schlanken Staat zu werben. Zu dieser Zeit begann ein Student in der kleinen Ostk&uuml;stenstadt Amherst nachzurechnen: [&hellip;]<br>\nHerndon: Rogoff meinte sogar, unsere Studie best&auml;tige seine Untersuchung. Das stimmt allerdings nicht. Der minimale negative Zusammenhang zwischen Wachstum und Schulden, den wir noch fanden, wenn man die Daten korrekt auswertet, ist statistisch nicht signifikant. Zudem sind zwischen 2000 und 2009 L&auml;nder mit einem Schuldenstand &uuml;ber 90 Prozent sogar st&auml;rker gewachsen als L&auml;nder mit einem Schuldenstand zwischen 60 und 90 Prozent. Das thematisierte Rogoff nicht. Die Kritik mit dem ideologischen Hintergrund ging &uuml;berhaupt ins Leere: Ich gebe gern zu, dass ich die Sparprogramme in Krisenzeiten f&uuml;r falsch halte. Aber das hat nur dazu gef&uuml;hrt, dass ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Wir haben statistische Analyse gemacht und keine politischen Thesen aufgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1385169111513\/Wie-ein-Student-Top-Oekonomen-aufblaettert\">derStandard.at<\/a>\n<p><strong>Zum Thema auf den NachDenkSeiten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16916\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Wenn die Klapperst&ouml;rche vor dem 1. April die Grenze zwischen Elsass und S&uuml;dpfalz &uuml;berfliegen, dann steigt die Geburtenrate in der S&uuml;dpfalz im Januar des folgenden Jahres um 10%<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16947\">Erik Jochem &ndash; Olli Rehn in Unterhosen &ndash; eine treffende und zum Lachen animierende Erg&auml;nzung zu den &ldquo;Klapperst&ouml;rchen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16972\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Weil Sch&auml;uble weiterhin trotzig an den Klapperstorch glaubt, kommen wir noch einmal auf die Scharlatanerie von Reinhart-Rogoff zur&uuml;ck: mit einer interessanten Krugman-Kolumne<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Obama Gets Real<\/strong><br>\nMuch of the media commentary on President Obama&rsquo;s big inequality speech was cynical. You know the drill: it&rsquo;s yet another &ldquo;reboot&rdquo; that will go nowhere; none of it will have any effect on policy, and so on. But before we talk about the speech&rsquo;s possible political impact or lack thereof, shouldn&rsquo;t we look at the substance? Was what the president said true? Was it new? If the answer to these questions is yes &mdash; and it is &mdash; then what he said deserves a serious hearing.<br>\nAnd once you realize that, you also realize that the speech may matter a lot more than the cynics imagine<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/12\/06\/opinion\/krugman-obama-gets-real.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=0\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Winston Churchill soll gesagt haben, &ldquo;Man kann sich darauf verlassen, dass Amerikaner immer das Richtige machen &ndash; nachdem sie alles andere versucht haben&rdquo;. Ob Churchill das tats&auml;chlich gesagt hat, sei dahingestellt. Es ist aber schon etwas dran.<br>\nOb Obama wirklich an dem Punkt gelangt ist, wo er das Richtige tut, wei&szlig; ich nicht &ndash; es ist durchaus denkbar, dass Krugman mit seinem Kommentar versucht, ihn dazu zu verleiten. M&ouml;ge er Erfolg haben, aber mit dem jetzigen Kongress, d&uuml;rfte nicht allzu viel passieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Axel Troost &ndash; EU: Steuerflucht als Gesch&auml;ftsmodell<\/strong><br>\nLange Zeit galt Steuerflucht als Kavaliersdelikt, das nicht ernsthaft verfolgt wurde. Mit der Anklage des Fu&szlig;ballfunktion&auml;rs Uli Hoene&szlig; r&uuml;ckt zwar derzeit die Steuerhinterziehung durch wohlhabende Privatpersonen wieder in den Fokus der Politik. Das Ausnutzen von Steuerschlupfl&ouml;chern durch Unternehmen und die damit verbundene Steuervermeidung werden jedoch noch immer als mehr oder weniger legitime Form der Wirtschaftsf&ouml;rderung angesehen. Dem will die EU nun endlich einen Riegel vorschieben. Doch schon jetzt ist absehbar, dass daraus nichts wird.<br>\nDer Schaden durch die Steuervermeidung ist gigantisch. Laut Europ&auml;ischem Parlament gehen &bdquo;in der EU pro Jahr sch&auml;tzungsweise eine Billion Euro durch Steuerbetrug, Steuerhinterziehung, Steuerumgehung und aggressive Steuerplanung verloren&ldquo;. Dies entspricht einer &bdquo;j&auml;hrliche[n] Kostenbelastung von ann&auml;hernd 2000 Euro pro EU-B&uuml;rger&ldquo;.[1] Groben Sch&auml;tzungen zufolge d&uuml;rften sich die Verluste durch die Nichtversteuerung von Unternehmensgewinnen in Deutschland auf das 20fache dessen belaufen, was der Fiskus durch die private Steuerhinterziehung in Steueroasen verliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/dezember\/eu-steuerflucht-als-geschaeftsmodell\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>The Corporate Tax Rate Debate: Lower Taxes on Corporate Profits Not Linked to Job Creation<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foreffectivegov.org\/files\/budget\/corp-tax-rate-debate.pdf\">Center for Effective Government [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU b&uuml;sst Banken mit 1,7 Milliarden Euro: Die UBS entgeht einer Rekordstrafe<\/strong><br>\nDer Skandal um die Manipulation wichtiger Referenzzinss&auml;tze hat nun auch massive kartellrechtliche Konsequenzen. Die EU-Kommission hat am Mittwoch Bussen in H&ouml;he von insgesamt 1,71 Mrd. &curren; gegen sechs Finanzinstitute verh&auml;ngt, die an Absprachen in diesem Bereich beteiligt waren. Die h&ouml;chste Summe entf&auml;llt mit 725 Mio. &curren; auf die Deutsche Bank, es folgen die franz&ouml;sische Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale mit 446 Mio. &curren; und die britische RBS mit 391 Mio. &curren;. Alles in allem werden mit dem Beschluss vom Mittwoch gar acht Finanzinstitute verurteilt. Doch der Schweizer UBS und der britischen Barclays wurde die Busse erlassen, weil sie als Kronzeugen ausgepackt und damit die Untersuchungen &uuml;berhaupt erst erm&ouml;glicht haben. Damit vermieden sie Geldstrafen von 2,5 Mrd. &curren; (UBS) bzw. 690 Mio. &curren; (Barclays). Die Strafe f&uuml;r die UBS h&auml;tte alle bisherigen EU-Kartellbussen weit in den Schatten gestellt. Auch so stellt die Summe von 1,7 Mrd. &curren; einen Rekord dar. Schockierend sei nicht nur die Manipulation der Referenzzinss&auml;tze, sondern auch das abgestimmte Verhalten zwischen Banken, die eigentlich miteinander im Wettbewerb stehen sollten, erkl&auml;rte der EU-Wettbewerbskommissar Joaqu&iacute;n Almunia. &ndash; Im Einzelnen deckte die Kommission mehrere Kartelle in zwei Bereichen auf. Vier der Institute beteiligten sich an einem Kartell in Bezug auf Zinsderivate in Euro (EIRD-Kartell), das von September 2005 bis Mai 2008 dauerte. Sechs der acht Institute waren an einer oder mehreren bilateralen Absprachen in Bezug auf Zinsderivate in japanischen Yen beteiligt (YIRD-Kartelle).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/unternehmen\/rekordbussen-in-libor-skandal-1.18197859?extcid=Newsletter_05122013_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es besteht &uuml;berhaupt kein Grund zu glauben, dass jetzt den Finanzm&auml;rkten endlich Grenzen gesetzt werden. Ein Unsicherheitsfaktor wurde angegangen, viele bleiben bestehen. Ein wichtiges Momentum ist die traurige Tatsache, dass die Anreize der Banker, hohes Risiko zu gehen, nicht aus der Welt geschaffen werden. Sie erhalten Belohnungen f&uuml;r den gelungenen Risikoeinsatz, aber keinerlei Abz&uuml;ge f&uuml;r das Scheitern. Das Scheitern d&uuml;rfen dann die Steuerzahler, wie gehabt, tragen. Beschr&auml;nkungen der Bonuszahlungen werden z.B. mit monatlichen Gehaltszulagen (Allowances) <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/news\/articles\/SB10001424052702304655104579165380996892754\">umgangen<\/a> bzw. die Bonusregelungen durch die Gesetzgeber fallen schw&auml;chlich aus. &ldquo;Monitor&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2013\/1205\/banken.php5\">schreibt einleitend<\/a> zu seinem <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2013\/1205\/pdf\/banken.pdf\">Bericht [PDF &ndash; 70 KB]<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Trotz anhaltender Bankenkrise und Bescheidenheitsversprechen: Auch in den Chefetagen deutscher Banken w&auml;chst die Zahl der Million&auml;re und Spitzenverdiener weiter unverdrossen. Das hat eine Studie der neu gegr&uuml;ndeten European Banking Authority (EBA) jetzt eindrucksvoll nachgewiesen. Der Grund: Die Politik geht nur halbherzig vor. Mit den einflussreichen Herren des Finanzsektors will man es sich offenbar nicht verscherzen. Eine geplante europ&auml;ische Regelung, wenigstens die H&ouml;he der Boni zu beschr&auml;nken, bleibt auf halber Strecke stecken. Eine drastische Begrenzung, wie etwa Holland sie eingef&uuml;hrt hat, ist nicht geplant &ndash; auch in Deutschland nicht und auch nicht von der Gro&szlig;en Koalition. F&uuml;r den Steuerzahler kann das fatale Folgen haben. Noch immer sind in Deutschland viele Banken zu gro&szlig;, als dass man sie pleite gehen lassen kann. Am Ende w&uuml;rde der Steuerzahler wieder f&uuml;r &uuml;bertrieben Gehaltsexzesse einstehen m&uuml;ssen.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Journalisten-Bullshit-Bingo. Heute: Transparency International<\/strong><br>\nHeute ver&ouml;ffentlicht die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International ihren Jahresbericht, und man kann unbesorgt Wetten dar&uuml;ber abschlie&szlig;en, dass Griechenland dabei einmal mehr als &ldquo;das korrupteste Land der EU&rdquo; bezeichnet werden wird.<br>\nDer Spa&szlig; dabei ist, darauf zu achten, wer denn das Thema des Jahresberichtes einigerma&szlig;en realit&auml;tsgetreu wiedergeben kann. Denn TI ist naturgem&auml;&szlig; nicht in der Lage, echte Korruption zu messen (die meisten korrupten Menschen geben das in Befragungen nicht zu, oder, wie TI selbst schreibt: &ldquo;There is no meaningful way to assess absolute levels of corruption&rdquo;) und befragt stattdessen letztlich alle m&ouml;glichen Menschen und Gruppen, welches Land sie f&uuml;r besonders korrupt halten. Dadurch schneiden L&auml;nder, deren Korruption besonders im Fokus der Berichterstattung steht, quasi automatisch schlechter ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pantelouris.de\/2013\/12\/03\/journalisten-bullshit-bingo-heute-transparency-international\/\">Michael Pantelouris<\/a>\n<p>.. und der &bdquo;Beweis&ldquo;, das Michaelis Pantelouris Recht hat: <strong>Transparency-Ranking: Korruption in Krisenland Spanien nimmt drastisch zu<\/strong><br>\nSpitzenpolitiker nehmen Geld von Baumagnaten, gegen den Schwiegersohn des K&ouml;nigs wird ermittelt: Laut Transparency International ist die Korruption in Spanien auf dem Vormarsch. Im 177 Staaten umfassenden Index bleibt Griechenland Europas Schlusslicht, Deutschland r&uuml;ckt leicht nach vorne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/korruption-spanien-stuerzt-in-transparency-international-index-ab-a-936877.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ab einer Stunde gilt man bereits als erwerbst&auml;tig<\/strong><br>\nNiedrige Arbeitslosenquoten und hohe Erwerbst&auml;tigenquoten gelten im Allgemeinen als Zeichen f&uuml;r gut funktionierende Arbeitsm&auml;rkte. Sinkende Arbeitslosenquoten werden als Hinweise auf eine Arbeitsmarkterholung oder auch f&uuml;r eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik gesehen. Das trifft in vielen F&auml;llen auch zu, aber nicht immer bilden diese Kennzahlen die zu Grunde liegende Realit&auml;t so ab, wie man auf den ersten Blick vermutet und es sich w&uuml;nschen w&uuml;rde. Es gibt Situationen, in denen die vertrauten Konzepte falsche Eindr&uuml;cke wecken k&ouml;nnen  &ndash; dies ist vor allem in schweren Krisen und in schwach entwickelten Volkswirtschaften der Fall.<br>\nNach dem Labour-Force-Konzept (welches z.B. der EU-Arbeitskr&auml;fteerhebung zu Grunde liegt) soll die erwerbsaktive Bev&ouml;lkerung so vollst&auml;ndig wie m&ouml;glich erfasst werden, unabh&auml;ngig von der Art der Erwerbst&auml;tigkeit. Auch T&auml;tigkeiten mit sehr geringem Stundenausma&szlig; oder Gelegenheitsarbeiten sollen mitgez&auml;hlt werden. Der sich daraus ergebende sehr umfassende Begriff von Erwerbst&auml;tigkeit z&auml;hlt die Menschen ab einer Stunde Erwerbsarbeit pro Woche zu den Erwerbst&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ab-einer-stunde-gilt-man-bereits-als-erwerbstaetig\/\">Arbeit und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft &ndash; Sind wir nicht alle ein Bisschen Nazi?<\/strong><br>\nEs sind Zeitungskommentare, die ein &ldquo;Bulgarenproblem&rdquo; thematisieren wollen. Es sind Menschen, die sich unsicher f&uuml;hlen, weil um sie herum fremde Sprachen gesprochen werden oder &ldquo;die Asylanten&rdquo; kommen. Aber es sind auch diejenigen, die sich einfach aus dem Gef&uuml;hl heraus &uuml;ber die Vielfalt der Kulturen freuen, nur weil die Menschen um sie herum unterschiedlich aussehen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind keine Randerscheinungen. Diese stecken in jedem von uns, sagt Prof. Dr. Kurt M&ouml;ller von der Hochschule Esslingen. Um den inneren Nazi zu enttarnen, muss man auch die eigene Haltung stets auf&rsquo;s Neue &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rheinneckarblog.de\/05\/der-nazi-ist-in-uns-allen\/39486.html\">RHEINNECKARBLOG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Battle lost: austerity won.<\/strong><br>\nIt has been surprising to see how over the last five years some have been holding to their economic theories even if the facts kept proving them wrong (Yyperinflation? Confidence and austerity?). At the end, it seems that ideology dominates much of the macroeconomic analysis we see these days. But what is more surprising is how broad this phenomenon is and how the general economic commentary that one reads in the press cannot move away from those theories either.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fatasmihov.blogspot.de\/2013\/12\/battle-lost-austerity-won.html\">Antonio Fatas<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fu&szlig;ball-WM in Brasilien: Robocops treffen emp&ouml;rte B&uuml;rger<\/strong><br>\nDie WM 2014 in Brasilien droht im Chaos zu versinken. Kritiker k&uuml;ndigen &ldquo;zumindest 64 Protestaktionen&rdquo; w&auml;hrend des Fu&szlig;ballfests an. Das Chaos sei nicht aufzuhalten, warnt Weltmeister und Volksheld Rom&aacute;rio. Die WM 2014 wird auf den Pr&uuml;fstand stellen, ob sich sportliche Weltereignisse einer Gastgebernation weiterhin ohne R&uuml;cksicht auf Kosten, soziale Probleme und Grundrechte aufb&uuml;rden lassen. Jogo bonito, sch&ouml;nes Spiel hei&szlig;t der Fu&szlig;ball in Brasilien, doch ist im Land des Rekord-Weltmeisters zu bef&uuml;rchten, dass die Party drumherum h&auml;sslich werden k&ouml;nnte. Bis zu 200.000 Menschen landesweit werden Experten zufolge sportbedingt aus ihren Lebensverh&auml;ltnissen gerissen, umgesiedelt oder enteignet. Der Kern des Protests aber richtet sich gegen die Milliardenausgaben f&uuml;r WM und Olympia 2016, die zu Lasten eines maroden Sozialsystems gehen: zu wenig Schulen, Kliniken, &Auml;rzte, daf&uuml;r korrupte Politiker und Sportfunktion&auml;re sowie eine mangelhafte, &uuml;berteuerte Infrastruktur &ndash; die von den Sportplanern gerne dreist als Argument bem&uuml;ht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/fussball-wm-in-brasilien-robocops-treffen-empoerte-buerger-1.1835855\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Italien: Oberstes Gericht erkl&auml;rt Wahlgesetz f&uuml;r verfassungswidrig<\/strong><br>\nDie Richter befanden sowohl das Verh&auml;ltniswahlrecht als auch das Fehlen von Parteilisten bei dem im Jahr 2005 eingef&uuml;hrten Wahlrecht f&uuml;r nicht verfassungskonform. Viele Italiener bezeichnen das Wahlrecht als &ldquo;Porcellum&rdquo;, als &ldquo;Schweinerei&rdquo;: Ein Mehrheitsbonus sieht vor, dass die st&auml;rkste Partei automatisch so viele der 630 Abgeordnetensitze erh&auml;lt, dass sie auf 55 Prozent kommt &ndash; das kann das Wahlergebnis unter Umst&auml;nden heftig verzerren. Der zweite gro&szlig;e Kritikpunkt ist, dass ein Parteichef s&auml;mtliche Kandidaten und ihre Listenpl&auml;tze bestimmen kann. Die Richter wollten das Urteil &ldquo;in den kommenden Wochen&rdquo; schriftlich erl&auml;utern, hie&szlig; es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Erst danach w&uuml;rden sich die m&ouml;glichen Konsequenzen herausstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/italien-oberstes-gericht-erklaert-wahlgesetz-fuer-verfassungswidrig-1.1835963\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Damit w&auml;ren die letzten Wahlen nicht verfassungsgem&auml;&szlig; abgelaufen. Gerade bei einem knappen Vorsprung der gr&ouml;&szlig;ten Partei wird das Wahlergebnis dadurch extrem verzerrt. Hinzukommt, dass es wegen der verschiedenen Ausz&auml;hlungsarten in Abgeordnetenhaus und Senat zu unterschiedlichen Mehrheiten kommen kann, und dies angesichts des Umstandes, dass Gesetze von beiden Kammern des Parlaments verabschiedet werden m&uuml;ssen. Kein Wunder, dass Regieren in Italien so schwierig ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Experten: Arafat wurde nicht vergiftet<\/strong><br>\nSuha Arafat wei&szlig; nicht mehr, was sie glauben soll. Sie sei von den &bdquo;Widerspr&uuml;chen sehr ersch&uuml;ttert&ldquo;, sagte die Witwe des Pal&auml;stinenserf&uuml;hrers am Dienstagabend. Zuvor hatten franz&ouml;sische Wissenschaftler laut Presseberichten ausgeschlossen, dass Jassir Arafat durch den radioaktiven Stoff  Polonium vergiftet worden sei. Das meldete der franz&ouml;sische Sender &bdquo;France Inter&ldquo;, der sich auf ungenannte Fachleute berief, die an der Untersuchung beteiligt sind. Arafat sei nach einer Infektion an Altersschw&auml;che gestorben, hie&szlig; es weiter in dem Bericht. Anfang November war f&uuml;r Suha Arafat noch alles klar. Es handele sich um &bdquo;das Verbrechen des Jahrhunderts&ldquo;, sagte sie, als sie den Untersuchungsbericht des Lausanner &bdquo;Institut de radiophysique&ldquo; erhielt. [&hellip;] Von einer unnat&uuml;rlichen Todesursache sind jedoch viele Pal&auml;stinenser &uuml;berzeugt. Nur Staaten, aber keine Einzelpersonen bes&auml;&szlig;en Polonium, sagten PLO-Vertreter, die bis zuletzt eine internationale Untersuchung des mysteri&ouml;sen Todes des Pal&auml;stinenserf&uuml;hrers forderten. Das w&uuml;rde Fragen nach sich ziehen, die f&uuml;r einige Pal&auml;stinenser unangenehm werden k&ouml;nnten: Sollte Arafat wirklich mit Polonium vergiftet worden sein, m&uuml;sste es pal&auml;stinensische Komplizen gegeben haben, die ihm das Polonium verabreichten. Wegen strenger Sicherheitsvorkehrungen hatten 2004 nur wenige Zugang zu Arafat &ndash; unter ihnen pal&auml;stinensische Politiker, die heute noch an der Macht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/franzoesische-experten-arafat-wurde-nicht-vergiftet-12693789.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zu ber&uuml;cksichtigen ist allerdings auch, dass bereits der <a href=\"https:\/\/s3.amazonaws.com\/s3.documentcloud.org\/documents\/815515\/expert-forensics-report-concerning-the-late.pdf\">Schweizer Bericht [PDF]<\/a> lange nicht so eindeutig ist, wie in einigen Meldungen kolportiert. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/moegliche-vergiftung-arafats-forscher-streiten-ueber-polonium-bericht-a-932378.html\">Der Spiegel<\/a> hat sich etwas intensiver mit der Diskussion um den Schweizer Bericht besch&auml;ftigt und verweist u.a. auf eine Folie auf der Pressekonferenz der Schweizer: &ldquo;K&ouml;nnen wir Polonium als Todesursache ausschlie&szlig;en? Nein&rdquo;, steht dort. Und direkt darunter: &ldquo;Sind wir sicher, dass Polonium den Tod verursachte? Nein.&rdquo; Im Bericht ziehen sie immerhin das Fazit, dass die Ergebnisse mit &ldquo;moderater&rdquo; Sicherheit f&uuml;r eine Polonium-Vergiftung sprechen. Der Spiegel: &ldquo;Das Problem: Die Halbwertzeit von Polonium-210 ist mit rund 138 Tagen relativ kurz. Da die Proben erst Jahre nach Arafats mutma&szlig;licher Vergiftung untersucht wurden, war von vornherein klar, dass nur ein winziger Bruchteil der urspr&uuml;nglichen Polonium-210-Menge &uuml;brig sein kann. Dass dieses Isotop wiederum zu Blei-206 zerf&auml;llt, erleichtert die Analyse nicht. Blei-206 ist stabil &ndash; und macht knapp ein Viertel des nat&uuml;rlich vorkommenden Bleis aus. Die &ldquo;Tochter&rdquo; von Polonium-210 liefert also kaum schl&uuml;ssige Antworten. Als einen der Schl&uuml;ssel f&uuml;r das Giftr&auml;tsel sehen die Schweizer allerdings die &ldquo;Gro&szlig;mutter&rdquo; von Polonium-210 an: Blei-210. Beide Isotope sind Teil der sogenannten Uran-Radium-Zerfallsreihe.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Die Argumentation beruht zu einem wesentlichen Teil auf den erh&ouml;hten Werten von Blei-210&rdquo;, sagt Clemens Walther vom Institut f&uuml;r Radio&ouml;kologie und Strahlenschutz von der Leibniz Universit&auml;t Hannover. Doch die Verh&auml;ltnisse von Blei-210 und Polonium-210 schwanken in den verschiedenen Gewebeproben stark. &ldquo;Das ist alles am Rand des statistisch Signifikanten &hellip; Aufgrund der Datenlage w&uuml;rde ich &uuml;berhaupt keine Aussage wagen&rdquo;, sagt Walther. Das ist keine Kritik an den Methoden der Schweizer. &ldquo;Die Arbeit der Kollegen ist grundsolide. Da wurde alles gemacht, was m&ouml;glich ist. Es war einfach zu sp&auml;t.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europa verr&auml;t seine Geschichte<\/strong><br>\nEuropas B&uuml;rokraten haben vergessen, dass auch von hier einmal Millionen Menschen vor Krieg und Verfolgung fl&uuml;chteten. Jeder Migrant, der sterben muss, ist eine weitere Anklage gegen die aktuelle europ&auml;ische Zuwanderungspolitik.<br>\nEs ist best&uuml;rzend zu lesen, dass eine Mutter und ihr Baby, noch verbunden durch die Nabelschnur, tot aus dem Meer gezogen werden. Doch die drakonischen Ma&szlig;nahmen, die Anfang Dezember in Kraft getreten sind, w&uuml;rde ich als den Gipfel des europ&auml;ischen Zynismus beschreiben. Eurosur genannt, wird das neue europ&auml;ische Grenz&uuml;berwachungssystem mit Drohnen und biometrischen Programmen gegen die illegalen Reisenden im Mittelmeerraum vorgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/fluechtlinge-gastbeitrag-europa-verraet-seine-geschichte,24931854,25529118.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ex und hopp<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition &uuml;bt sich in gro&szlig;er Ignoranz. Drogenpolitik, geschweige denn progressive, findet im Koalitionsvertrag nicht statt &ndash; prost.<br>\n&bdquo;Rockerclubs bieten einen Deckmantel f&uuml;r vielf&auml;ltige Formen der Schwerkriminalit&auml;t, wie z. B. Menschenhandel und Drogengesch&auml;fte.&ldquo; Nur hier, auf Seite 145 des Koalitionsvertrags, erw&auml;hnen Union und SPD, dass es in diesem Land Drogen gibt. Ernsthaft?<br>\nDer Kontext ist aussagekr&auml;ftig: Drogengesch&auml;fte sind Schwerkriminalit&auml;t, stehen direkt neben Menschenhandel. Einmal werden in dem Vertrag noch Bet&auml;ubungsmittel erw&auml;hnt. Und zwar mit dem Hinweis, dass Asylsuchenden, die damit in Kontakt kommen, &bdquo;eine r&auml;umliche Beschr&auml;nkung des Aufenthalts&ldquo; auferlegt werden k&ouml;nne. Der Koalitionsvertrag liefert es schwarz auf wei&szlig;: Schwarz-Rot hat nicht nur keine Vision f&uuml;r die Drogenpolitik, sie ignorieren sie einfach, wie die drei Affen: nichts sehen, h&ouml;ren, sagen.<br>\nEs ist peinlich, im Jahr 2013 immer noch eine progressive Drogenpolitik fordern zu m&uuml;ssen. Seit Ewigkeiten tut hier eine Reform dringend not.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/sebastian-pfeffer\/7714-drogenpolitik-der-grossen-koalition-grosse-ignoranz#7714\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Parteien der Entt&auml;uschten droht der Untergang<\/strong><br>\nNicht nur bei den Piraten herrscht Chaos, auch Mitglieder der Alternative f&uuml;r Deutschland beschimpfen sich gegenseitig. Nach der Euphorie erster Wahlerfolge drohen beide Parteien am internem Machtkampf zugrunde zu gehen. [&hellip;]<br>\nDas passiert gerade bei der AfD. Dort tobt ein mit allen Haken, &Ouml;sen und Intrigen ausgefochtener Richtungs- und Machtkampf. Der F&uuml;hrung schwebt eine im Grunde liberal-konservative Partei vor, bei allem Widerstand gegen den Euro. Dagegen stehen starke Kr&auml;fte, die Euro-&Auml;ngste mit Islam- und Fremdenhass zu einem ziemlich unappetitlichen Gebr&auml;u vermischen. Rechtsliberal oder rechtsau&szlig;en? An diesem Streit k&ouml;nnte die Partei oder zumindest ihre W&auml;hlerschaft zerfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-bei-piraten-und-afd-parteien-der-enttaeuschten-droht-der-untergang-1.1836853\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der &bdquo;Untergang&ldquo; der AfD &uuml;berrascht nicht. Ich bezweifele im &Uuml;brigen, dass der &bdquo;F&uuml;hrung&ldquo; wirklich eine &bdquo;im Grunde liberal-konservative Partei vorschwebt&ldquo;, wie es die SZ formuliert. Wie wir schon mehrfach klargestellt haben, ist vor allem die &bdquo;F&uuml;hrung&ldquo; der AfD eine bunte Mischung aus neoliberalen Extremisten und erzkonservativen Ewiggestrigen, die offen mit dem rechten Rand flirten. Zum Gl&uuml;ck haben libert&auml;re (also &bdquo;ultra-neoliberale&ldquo;) Parteien hierzulande nahezu kein echtes W&auml;hlerpotential. Erzkonservative Parteien haben zwar ein W&auml;hlerpotential, f&uuml;rchten es aber wie der Teufel das Weihwasser, in die rechtspopulistische &bdquo;Schmuddelecke&ldquo; gedr&auml;ngt zu werden. Dies ist aber unvermeidlich, wenn man sich nicht von Anfang an klar und deutlich von &bdquo;Schmuddelkindern&ldquo; absetzt und distanziert. Die AfD hat dies nie getan und sich stattdessen &uuml;ber ihren Popularit&auml;tsschub, der vor allem von rechtspopulistischen Kr&auml;ften, wie dem PI-Blog, angesto&szlig;en wurde, sehr gefreut. Wer mit dem Feuer spielt, kann sich jedoch auch sehr schnell verbrennen und wer sich mit den &bdquo;Schmuddelkindern&ldquo; ins Bett legt, wird selbst dreckig. Deutschland hat gro&szlig;es Gl&uuml;ck, dass seine Rechtspopulisten so unglaublich d&auml;mlich sind.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19568"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19568\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19572,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19568\/revisions\/19572"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}