{"id":19582,"date":"2013-12-09T09:05:08","date_gmt":"2013-12-09T08:05:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582"},"modified":"2015-11-09T14:07:51","modified_gmt":"2015-11-09T13:07:51","slug":"hinweise-des-tages-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h02\">Freihandelsabkommen von Bali &ndash; WTO wiederbelebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h03\">AK-Wertsch&ouml;pfungsbarometer &ndash; Trend 2012: Gewinnauszahlungen pro Besch&auml;ftigtem an Eigent&uuml;mer erreichen Rekordwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h04\">Koalitionsvertrag: Viele Menschen werden auch weiter aus dem Blechnapf fressen m&uuml;ssen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h05\">Mit Mindestlohn gegen Lohndumping?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h06\">Erpressen und auspressen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h07\">How to Exit Austerity, Without Exiting the Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h08\">Obama Gets Real  &ndash;  Obama wacht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h09\">Sparaxt im Duisburger Jobcenter sorgt f&uuml;r Unmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h10\">Zur Diskrepanz zwischen Zielen und Realit&auml;t in der EU am Beispiel des Europ&auml;ischen Sozialfonds (ESF)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h11\">Nicht Technologie, sondern Politik f&uuml;hrte zum Verschwinden von Jobs mit mittleren Einkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h12\">Marode Infrastruktur: Wer ist schuld am Schlaglochstau?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h13\">Der gespaltene Regenbogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h14\">Die Oligarchie der Ja-Sager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h15\">Audio-Tipp: Willy Brandt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sagt Nein, Genossen!<\/strong><br>\nWarum die SPD den Koalitionsvertrag ablehnen sollte &ndash; ein offener Brief eines Genossen<br>\nSeit diesem Donnerstag l&auml;uft die Abstimmung aller SPD-Mitglieder &uuml;ber den Koalitionsvertrag. Eine Zustimmung zu diesem Vertrag w&auml;re ein schwerer Fehler. Er w&auml;re schlecht f&uuml;r die Bundesrepublik wie f&uuml;r die SPD. [&hellip;]<br>\nDie SPD ist die Partei, die Freiheit und Solidarit&auml;t verbindet. Nicht nur nach meinem pers&ouml;nlichen Verst&auml;ndnis ist die SPD grunds&auml;tzlich eine Partei, die sich f&uuml;r den individuellen Anspruch auf ein selbstbestimmtes, gutes Leben einsetzt, die die Vielfalt der verschiedenen Lebensentw&uuml;rfe verteidigt, ohne den gesellschaftlichen Zusammenhalt daf&uuml;r zu opfern. An diesem Anspruch muss die Politik der SPD immer wieder gemessen werden &ndash; nach Innen wie nach Au&szlig;en.<br>\n&ldquo;Deutschlands Zukunft gestalten&rdquo;- &ouml;der geht&rsquo;s nicht<br>\nDer Koalitionsvertrag wird diesem Anspruch nicht gerecht. 185 Seiten dick ist dieser Koalitionsvertrag, 185 Seiten Allgemeinpl&auml;tze. Ein B&uuml;ndel aus faulen Kompromissen, schlecht und unpr&auml;zise formuliert, ein Dokument der Feigheit und der Ideenlosigkeit, ja: ein Offenbarungseid der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40525\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Juso-Chefin: Koalitionsvertrag kein gro&szlig;er Wurf<\/strong><br>\nDie frisch ins Amt gew&auml;hlte Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann bekr&auml;ftigt ihr Nein zum Koalitionsvertrag. Es fehlten zentrale Punkte, die dem SPD-Nachwuchs wichtig seien, sagt Ueckermann und betont: Die Ablehnung richte sich gegen das Vertragswerk, nicht gegen Personen.<br>\nJasper Barenberg: Die Stimmung bei den Sozialdemokraten scheint inzwischen ja pr&auml;chtig: Tief sitzende Vorbehalte gegen die Koalition mit der Union, davon ist kaum noch die Rede. Im Gegenteil, nach jeder Regionalkonferenz geben sich Parteichef Gabriel und die anderen f&uuml;hrenden Genossen noch mehr davon &uuml;berzeugt, dass die Mitglieder den ausgehandelten Koalitionsvertrag mit CDU und CSU mit gro&szlig;er Mehrheit guthei&szlig;en werden. Inzwischen haben fast 200.000 von ihnen abgestimmt und damit schon doppelt so viele wie n&ouml;tig, damit das Votum gilt. Beim nachwuchs sieht das Bild allerdings anders aus, viele Landesverb&auml;nde der Jusos lehnen den Koalitionsvertrag ab. Zu ihnen geh&ouml;rt auch Johanna Uekermann. Auf dem Bundeskongress der Jungsozialisten m&ouml;chte sie heute Sascha Vogt beerben, und im Gegensatz zum scheidenden Vorsitzenden spricht sie sich klar gegen Vertrag und Regierungsb&uuml;ndnis aus. Warum, das habe ich Johanna Uekermann vor dieser Sendung gefragt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-mitgliederentscheid-juso-chefin-koalitionsvertrag-kein.694.de.html?dram:article_id=271305\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Jetzt spricht ein Juso!<\/strong><br>\nIn unserem Interview stellt sich Munib Agha von den Jusos in Erlangen Fragen &uuml;ber die SPD, die (Un-)Verst&auml;ndlichkeit des Koalitionsvertrages, die Gro&szlig;e Koalition und spricht &uuml;ber die vermeintlichen Drohanrufe bei kritischen SPD-Mitgliedern.<br>\nMunib Agha ist 24 Jahre alt, in M&uuml;hldorf a. Inn in Oberbayern geboren und studiert seit 2008 Mathematik. In die SPD ist er 2009 eingetreten, seit 2011 ist Agha in Erlangen Vorsitzender der Jusos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/128446\/sf-interview-jetzt-spricht-ein-juso\">Der Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Anzeige in der BILD: Instinktlos und schlecht investiert<\/strong><br>\nDas Mitgliedervotum ist so gut wie zu Ende. Eigentlich wollte ich eine gr&ouml;&szlig;tenteils positive Zwischenbilanz ziehen.<br>\nDann schaltete der Parteivorstand eine ganzseitige Anzeige f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition. Ausgerechnet in der BILD.<br>\nEigentlich wollte ich meine Partei mal loben. Knapp 200.000 Mitglieder haben sich bis dato beim Mitgliedervotum beteiligt: Bei ca. 475.000 Gesamtmitgliedern ist damit das n&ouml;tige Quorum von 20 % locker genommen. Keine schlechte Beteiligungsquote angesichts des kurzen Abstimmungszeitraums. Und bis zum Abstimmungsende sind noch ein paar Tage Zeit, sodass die Wahlbeteiligung hoffentlich noch signifikant steigt. So weit, so gut.<br>\nDann aber kam der SPD-Parteivorstand in seiner unendlichen Weisheit auf die Idee, eine ganzseitige Anzeige in der Bildzeitung zu schalten: (&hellip;)<br>\nUnd ich frage mich: Wie instinktlos kann man eigentlich agieren? Die Partei tut sich extrem schwer mit der ungeliebten Gro&szlig;en Koalition, und der Parteivorstand platziert ausgerechnet bei Axel Springer eine ganzseitige Anzeige. Bei jenem Verlag, der zuletzt Wahlkampf gegen die SPD und Peer Steinbr&uuml;ck gemacht hat.<br>\nDie ersten Stra&szlig;enwahlk&auml;mpfer bedanken sich bereits: (&hellip;)<br>\nMan kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die BILD das denkbar schlechteste Werbeumfeld f&uuml;r eine SPD-Anzeige ist. Vor allem, wenn die Anzeige nicht im Wahlkampf, sondern wegen einer innerparteilichen Auseinandersetzung platziert wird.<br>\nStellt sich also die Frage, warum machen Sigmar Gabriel und Andrea Nahles ausgerechnet die BILD zur Botschafterin des Parteivorstands? Da gibt es Dutzende Regionalkonferenzen und eine vorw&auml;rts-Sonderausgabe, zum Zweck, Stimmung f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition zu machen. Selbst den Wahlunterlagen war noch GroKo-Werbung beigef&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/67832\/spd-anzeige-in-der-bild-instinktlos-und-schlecht-investiert\/\">Carta<\/a><\/li>\n<p><strong>Es wird Zeit f&uuml;r eine neue SPD<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag entspricht in der gro&szlig;en Linie dem Zeitgeist des Regierungshandelns seit 1999 und f&uuml;hrt diesen fort. Es besteht Konsens in den mehrheitsbildenden Parteien (SPD, Gr&uuml;ne, CDU\/CSU, FDP), dass die Hauptaufgabe einer Bundesregierung in der &raquo;Erhaltung der Stabilit&auml;t und Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands&laquo; liegt. Von diesem Fundament ausgehend kann ein sozialer und &ouml;kologischer Fortschritt erm&ouml;glicht werden. Das ist der Duktus des Koalitionsvertrages f&uuml;r die Jahre 2013-2017.<br>\nEin Politikwechsel findet nicht statt. Auch wenn die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten ist, ist die neoliberale Perspektive weit verbreitet und wird erneut im Koalitionsvertrag an vielen Stellen verankert.<br>\nDie Stabilit&auml;t und Wettbewerbsf&auml;higkeit &raquo;Deutschlands&laquo; ist der Rotationspunkt, an dem die Hoffnungen auf eine gute Zukunft aufgeh&auml;ngt werden. Alle Lebensbereiche (von Bildung bis Au&szlig;enpolitik) werden in Abh&auml;ngigkeit zu &raquo;Stabilit&auml;t&laquo; und &raquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&laquo; gebracht. Diese Pr&auml;gung wird zunehmend auf &raquo;Europa&laquo; ausgedehnt.<br>\nF&uuml;r ein &raquo;stabiles, wettbewerbsf&auml;higes Deutschland&laquo; (Europa) m&uuml;ssen sich andere Interessen unterordnen. In diesem Spannungsfeld findet sich die SPD wieder. Im Koalitionsvertrag wird der gro&szlig;en Einordnung nicht widersprochen, im Detail gibt es kleine, im Einzelfall beachtliche konkrete Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Menschen.<br>\nVon der SPD wahrnehmbar bleibt: Sie unterst&uuml;tzt grunds&auml;tzlich einen deutschnational-neoliberal gepr&auml;gten Grundkurs und versucht dabei, soziale Einzelinteressen unterzubringen. Ein Gesamtkonzept, das Zusammenh&auml;nge erkennen l&auml;sst und erkl&auml;rt, ist nicht erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/es-wird-zeit-fuer-eine-neue-spd\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/p><\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen von Bali &ndash; WTO wiederbelebt<\/strong><br>\nDie 159 Staaten der WTO einigen sich auf eine weitere Liberalisierung des weltweiten Handels. Kritiker f&uuml;rchten, dass die Ungerechtigkeit w&auml;chst. [&hellip;]<br>\nDie Wiederbelebung der WTO gelang, indem man sich f&uuml;r Bali nur drei eng umgrenzte Themenbereiche herausgriff. Dazu z&auml;hlten erstens der Abbau b&uuml;rokratischer H&uuml;rden beim grenz&uuml;berschreitenden Handel; zweitens der &ndash; weitgehend unumstrittene &ndash; erleichterte Zugang der &auml;rmsten Staaten zu den M&auml;rkten der reichen L&auml;nder; und drittens einzelne agrarpolitische Aspekte wie Lebensmittelsubventionen in den Entwicklungsl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Freihandelsabkommen-von-Bali\/!129007\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Attac: Bali-Paket ist Desaster f&uuml;r eine gerechte Welthandelsordnung<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac bewertet die Verabschiedung des sogenannten Bali-Pakets bei der 9. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) als Desaster f&uuml;r eine gerechte Welthandelsordnung.<br>\nDas Ergebnis sei insbesondere hinsichtlich des Zollwesens eindeutig zum Vorteil der Staaten des Nordens. F&uuml;r die &auml;rmsten Entwicklungsl&auml;nder seien die Beschl&uuml;sse im Wesentlichen unverbindliche Absichtserkl&auml;rungen. Der Kompromiss bei den indischen Programmen f&uuml;r Nahrungsmittelsicherheit zeige aber, dass durch den Druck sozialer Bewegungen gravierende Angriffe der Welthandelsorganisation auf soziale Regulierungen zumindest punktuell abgewendet werden k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nDass es immerhin zu einem Kompromiss bei den indischen Programmen f&uuml;r Nahrungsmittelsicherheit gekommen ist, ist nach Ansicht von Attac ein Erfolg sozialer Bewegungen weltweit, aber insbesondere der indischen Organisationen, die sich f&uuml;r Ern&auml;hrungssicherheit einsetzen. Bei den Verhandlungen im Vorfeld in Genf hatte sich die indische Regierung bereits auf ein vierj&auml;hriges Klagemoratorium gegen ihr Ern&auml;hrungsprogramm eingelassen. Doch w&auml;hrend des Flugs der indischen Unterh&auml;ndler nach Bali erhob sich ein Proteststurm sozialer Bewegungen des Subkontinents. &ldquo;Erst unter dem Druck einer kritischen &Ouml;ffentlichkeit hat die Regierung Indiens zu ihrer Verteidigungshaltung ihrer Ern&auml;hrungssicherheitsprogramme gefunden&rdquo;, analysierte Alexis Passadakis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Melder\/Melder\/2013\/12\/Attac-Bali-Paket-ist-Desaster-fuer-Welthandelsordnung-52584.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>AK-Wertsch&ouml;pfungsbarometer &ndash; Trend 2012: Gewinnauszahlungen pro Besch&auml;ftigtem an Eigent&uuml;mer erreichen Rekordwert<\/strong><br>\nDie Mitarbeiter\/-innen haben mit ihrer Produktivit&auml;t wiederum wesentlich dazu beigetragen, dass viele &ouml;sterreichische Unternehmen zufriedenstellende Ergebnisse und eine hohe Rentabilit&auml;t des eingesetzten Eigenkapitals erzielen konnten.<br>\nGleichzeitig belasten aber satte Gewinnauszahlungen an die Eigent&uuml;mer\/-innen die Entwicklung der Unternehmen und Arbeitspl&auml;tze.<br>\nDas Ergebnis des Wertsch&ouml;pfungsbarometers 2012 zeigt, dass sich die Verteilungsschieflage verfestigt hat.<br>\nDie Unternehmen m&uuml;ssen in die Pflicht genommen werden, wieder einen gerechten Beitrag zum Gemeinwohl durch faire L&ouml;hne und Geh&auml;lter, &Uuml;berstundenabbau und Arbeitszeitverk&uuml;rzung mit Ausgleich bei Lohn und Personal zu leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.arbeiterkammer.at\/ooe\/presseunterlagen\/2013\/PKU_Wertschoepfungsbarometer_06122013.pdf\">Arbeiterkammer Ober&ouml;sterreich [PDF &ndash; 312 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag: Viele Menschen werden auch weiter aus dem Blechnapf fressen m&uuml;ssen&hellip;<\/strong><br>\n&hellip;weil ihnen der Koalitionsvertrag nicht Rechnung tr&auml;gt. &ldquo;Sie geht immer am Vormittag zur Tafel, wenn der Junge noch in der Schule ist&hellip;Das ist so peinlich. Das mag ich gar nicht erz&auml;hlen. Aber wenn dann mein Neffe kam und der war 8 Wochen hier, weil die Tagesmutter hat ein drittes Kind bekommen und dann war er drei Wochen hier zum essen und dann habe ich ganz oft Pfannkuchen gemacht. Das m&ouml;gen die gerne und das ist billig. Und bei Pfannkuchen, wei&szlig; ich halt, dass es g&uuml;nstig ist und dass er es mag, und dann gab es jedes zweite Mal Pfannkuchen&hellip;&rdquo; S&auml;tze aus dem gestern im Deutschlandfunk gesendeten Dossier &ldquo;Wer einmal aus dem Blechnapf frisst, &Uuml;ber Kinderarmut in Deutschland&rdquo;, von Dorothea Brummerloh. Wenn es nach dem Koalitionsvertrag geht, werden viele Menschen in Deutschland auch weiterhin aus dem Blechnapf fressen.<br>\nGibt man das Wort Armut in den Suchmodus des Koalitionsvertrags ein, findet es sich auf den 185 Seiten genau zehn Mal. Zum Vergleich: Wirtschaft hat 273 Treffer. Jene im Dossier angesprochene, oben zitierte Armut aber ist gar nicht Thema. Denn wenn im Koalitionsvertrag von Armut die Rede ist, und das ist sie noch dazu nur h&ouml;chst unverbindlich und oberfl&auml;chlich, ist es diese: Altersarmut, Bildungsarmut, Armut und Krankheit in Entwicklungsl&auml;ndern, Armutswanderung innerhalb der EU. Alles wichtige Themenfelder. Die verzweifelte Armut, die das Dossier des Deutschlandfunks so lebensnah einf&auml;ngt und wiedergibt, und die jener im Koalitionsvertrag angesprochenen Armut h&auml;ufig zugrunde liegt, wird aber &uuml;berhaupt nicht thematisiert, erst recht wird ihr nicht auf den Grund gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/12\/koalitionsvertrag-viele-menschen-werden-auch-weiter-aus-dem-blechnapf-fressen-mussen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mit Mindestlohn gegen Lohndumping?<\/strong><br>\nDer gesetzliche Mindestlohn soll jetzt kommen. Union und SPD wollen ihn ab 2015 einf&uuml;hren. Im Grundsatz ist dies ein sozialpolitischer Fortschritt. F&uuml;r rund sechs Millionen Betroffene, die heute zu Hungerl&ouml;hnen arbeiten m&uuml;ssen, sind auch 8,50 Euro eine Verbesserung.&#8232;Dies wird zu einer St&auml;rkung der Kaufkraft um 19 Milliarden Euro f&uuml;hren. Damit wird der nachfragewirksame Konsum jedoch lediglich um 0,9 Prozent erh&ouml;ht. Gesamtwirtschaftlich leistet der in Aussicht gestellte Mindestlohn nur einen geringen Beitrag zur St&auml;rkung der Binnennachfrage.<br>\nSeit 2000 sind die L&ouml;hne um mindestens elf Prozent zu wenig angestiegen; legt man den j&auml;hrlichen verteilungsneutralen Spielraum aus Preis- und Produktivit&auml;tssteigerungen als Ma&szlig;stab an. Mit dem jetzt geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro werden die L&ouml;hne aller Besch&auml;ftigen gerade einmal um etwas mehr als ein Prozent erh&ouml;ht. Das Lohndumping wird also nur marginal korrigiert.<br>\nPositiv ist, dass es bei der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns bislang keine regionalen Differenzierungen geben soll, auch keine nach Branchen oder Berufsgruppen. Jedoch sollen bis 2017 Tarifregelungen, die geringere Stundenl&ouml;hne als 8,50 Euro vorsehen, bestehen bleiben. Da-mit werden faktisch Gewerkschaftsmitglieder, die unter diese Tarifvertr&auml;ge fallen, schlechtergestellt als unorganisierte Besch&auml;ftige. Eigentlich sind gegenteilige Regelungen gewerkschaftliches Ziel. Der Schaden dieser etwas schr&auml;gen Vorgehensweise d&uuml;rfte jedoch begrenzt sein, da nach Sch&auml;tzungen aus Gewerkschaftskreisen h&ouml;chstens zehn Prozent der Besch&auml;ftigen mit weniger als 8,50 Euro hiervon betroffen sind.<br>\nDie Hauptkritik: Der Mindestlohn kommt viel zu sp&auml;t und der Betrag ist mehr als anachronistisch. Der DGB hat die Forderung von 8,50 Euro im Jahre 2010 aufgestellt. Diese Forderung h&auml;tte eigentlich jedes Jahr gem&auml;&szlig; dem verteilungsneutralen Spielraum von Preis- und Produktivit&auml;tssteigerung angepasst werden m&uuml;ssen. Dann l&auml;ge 2015 der gesetzliche Mindestlohn bei 9,70 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/mit-mindestlohn-gegen-lohndumping.html\">Michael Schlecht<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Solo-Selbst&auml;ndige: Hunderttausende haben nichts vom Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn kommt &ndash; doch viele werden davon nicht profitieren. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung leben schon jetzt 700.000 Solo-Selbst&auml;ndige von weniger als 8,50 Euro pro Stunde, zum Beispiel in der Pflege. Experten f&uuml;rchten, dass die Zahl bald massiv zunimmt. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r SPIEGEL ONLINE haben die Forscher nun berechnet, bei wie vielen Solo-Selbst&auml;ndigen der ab 2015 geplante Mindestlohn greifen w&uuml;rde, wenn diese Gruppe miteinbezogen w&uuml;rde. Die Zahlen sind alarmierend: 28 Prozent der Solo-Selbst&auml;ndigen hierzulande, also etwa 700.000, erzielten 2011 ein Brutto-Einkommen von weniger als 8,50 Euro in der Stunde. [&hellip;]<br>\nGewerkschafter Haake fordert gesetzliche Honoraruntergrenzen f&uuml;r Freiberufler, damit der Mindestlohn f&uuml;r Festangestellte nicht &ldquo;untertunnelt&rdquo; werde. Und auch Bayerns Ver.di-Chefin Luise Klemens will nicht weiter hinnehmen, dass Selbst&auml;ndige von einer Vollzeitt&auml;tigkeit nicht leben k&ouml;nnen. &ldquo;Eine ausk&ouml;mmliche Bezahlung, ob man sie nun &uuml;ber Mindestlohn, durch feste Mindestpreisverzeichnisse oder andere Ma&szlig;nahmen herstellt, muss im Zweifel durch gesetzliche Eingriffe sichergestellt werden&rdquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/solo-selbststaendige-viele-verdienen-weniger-als-den-mindestlohn-a-937340.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der gesetzliche Mindestlohn in leider sowieso nicht existenzsichernder H&ouml;he ist auch nicht die L&ouml;sung, sondern h&ouml;chstens der Anfang.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erpressen und auspressen<\/strong><br>\nAuch die j&uuml;ngsten Strafzahlungen in Milliardenh&ouml;he beeindrucken die Investmentbanken nicht. Doch Gegenwehr bleibt m&ouml;glich.<br>\nWenige Gro&szlig;banken beherrschen die Welt. Sie manipulieren die Zinsen, die Rohstoffpreise und die W&auml;hrungskurse, um ihre eigenen Gewinne zu maximieren. Die Aufsicht versucht zwar, die Banken zu kontrollieren, aber es ist eine Abwehrschlacht. Die Investmentbanken sind &uuml;berm&auml;chtig.  (&hellip;)<br>\nDas Vorgehen der Investmentbanken ist denkbar simpel: Allein die schiere Masse an Derivatkontrakten sorgt daf&uuml;r, dass die Kurse von Zinsen oder W&auml;hrungen extrem schwanken. Diese &bdquo;Volatilit&auml;t&ldquo; zwingt dann wiederum die normale Wirtschaft dazu, sich mit weiteren Derivaten gegen diese Schwankungen abzusichern. Die Investmentbanken sind also eine ganz besondere Branche: Sie k&ouml;nnen ihren Gewinn selbst erzeugen, indem sie die Gesellschaft erpressen und auspressen.<br>\nF&uuml;r die Investmentbanker lohnt sich dieses Gesch&auml;ft: In Europa erhalten 3.529 von ihnen Jahresgeh&auml;lter von mehr als einer Million Euro. Als Frage bleibt, wie lange die Europ&auml;er noch akzeptieren wollen, dass sich die Investmentbanken leistungsfrei bereichern. Dabei w&auml;re die Gegenwehr so einfach: Man m&uuml;sste nur vorschreiben, dass Derivate ein hohes Eigenkapital erfordern. Schon w&uuml;rde sich die Spekulation nicht mehr lohnen &ndash; und die Manipulation von Zinss&auml;tzen nat&uuml;rlich auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Bankenregulierung\/!128910\/\">taz.de<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Deftige Strafe f&uuml;r Ex-Investmentbanker<\/strong><br>\nEin ehemaliger Investmentbanker von Goldman Sachs ist in den USA wegen illegaler Milliardengesch&auml;fte verurteilt worden. Matthew Taylor muss in Gef&auml;ngnis &ndash; und Millionen von Dollar zahlen.<br>\nEin US-Gericht hat den ehemaligen Goldman-Sachs-Banker Matthew Taylor wegen nicht genehmigter Milliarden-Gesch&auml;fte zu neun Monaten Haft und einer Zahlung von 118 Millionen Dollar an seinen Ex-Arbeitgeber verurteilt. Taylor hatte seine Vorgesetzten angelogen und Transaktionen erfunden, um 2007 Futures-Gesch&auml;fte im Wert von 8,3 Milliarden Dollar zu verschleiern. Der heute 34-J&auml;hrige wurde kurz darauf entlassen und wechselte zun&auml;chst zu Morgan Stanley. Inzwischen hat der Vater zweier Kinder in Florida mit seiner Frau eine Poolreinigungs-Firma gegr&uuml;ndet. &ldquo;Wir haben versucht, uns ein neues Leben weit weg von der Wall Street aufzubauen&rdquo;, sagte Taylor dem Gericht. (&hellip;)<br>\nBundesbezirksrichter William Pauley kritisierte bei der Verk&uuml;ndung des Strafma&szlig;es Goldman Sachs und die Beh&ouml;rden scharf. Die Bank habe Taylors Vergehen vertuscht. Die Beh&ouml;rden h&auml;tten ihrerseits jahrelang auf Ermittlungen verzichtet, nur um sich schlie&szlig;lich in den Medien f&uuml;r die Anklage feiern zu lassen, sagte er. Der Fall sei ein Beispiel &ldquo;f&uuml;r alles, was an der Wall Street falsch ist wie auch bei den Aufsichtsbeh&ouml;rden, die die &Ouml;ffentlichkeit sch&uuml;tzen sollen&rdquo;. &Uuml;berhaupt sei alles daran traurig, sagte er Taylor: &ldquo;Die Reaktion ihres Arbeitgebers war traurig. Ihr Verhalten ist traurig. Das Verhalten der Regierung ist traurig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Wirtschaft\/d\/3955174\/deftige-strafe-fuer-ex-investmentbanker.html\">N24<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.B.:<\/strong> Und das ist nur einer. Man fragt sich, ob nicht ein Banker-Knast f&uuml;r die ganze Clique n&ouml;tig w&auml;re&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>How to Exit Austerity, Without Exiting the Euro<\/strong><br>\nFirst of all, if a government stops having its own currency, it doesn&rsquo;t just give up &lsquo;control over monetary policy&rsquo;&hellip;If a government does not have its own central bank on which it can draw cheques freely, its expenditures can be financed only by borrowing in the open market, in competition with businesses, and this may prove excessively expensive or even impossible, particularly under &lsquo;conditions of extreme urgency&rsquo;&hellip;The danger then is that the budgetary restraint to which governments are individually committed will impart a disinflationary bias that locks Europe as a whole into a depression it is powerless to lift.<br>\nSo wrote the late Wynne Godley in his August 1997 Observer article, &ldquo;Curried Emu&rdquo;. The design flaws in the euro were, in fact, that evident even before the launch &ndash; at least to those economists willing to take the career risk of employing heterodox economic analysis. Wynne&rsquo;s early and prescient diagnosis may have come closest to identifying the ultimate flaw in the design of the eurozone &ndash; a near theological conviction that relative price adjustments in unfettered markets are a sufficiently strong force to drive economies back onto full employment growth paths.<br>\nOtherwise, why would policymakers willingly agree to give up much of their discretion in using monetary policy, fiscal policy, and exchange rate policy tools that had conventionally been used to stabilize economic growth? One would only pitch the proposal of expansionary fiscal consolidation if one shared a near theological conviction in the stabilizing properties of markets left to their own devices.<br>\nThe failure of this neoliberal experiment is now all too obvious. Greece, for example, has traveled an economic trajectory over the last half decade that in many respects rivals that of the US in the Great Depression. While the immediate response of policymakers to such a failed live experiment might be to exit the euro, the short run costs of doing so can be very high. The sharp declines in newly introduced currencies on foreign exchange markets would be likely to sharply raise the cost of imported goods, and foreign investors would likely go on strike, at least until the currency had hit bottom. In the case of Greece, with fuel, food, and medicine making up a large share of the import bill, further economic disruption and destabilization would likely result from a choice to exit the eurozone. Exiting the euro does not appear to be an option &ndash; at least not one without a large risk of introducing further turmoil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neweconomicperspectives.org\/2013\/12\/exit-austerity-without-exiting-euro.html\">New Economic Perspectives<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Obama Gets Real &ndash; Obama wacht auf<\/strong><br>\nDie Medien haben Obamas Rede &uuml;ber die gro&szlig;e Ungleichheit weitgehend zynisch kommentiert. Man kennt die Masche: Noch ein &ldquo;Neustart&rdquo; , der im Nichts enden wird; Nichts davon wird die geringste Auswirkung auf die Politik haben, und so fort. Sollten wir uns aber nicht erst einmal auf den Inhalt der Rede konzentrieren, bevor wir uns mit den politischen Auswirkungen befassen, die sie denn  haben oder nicht haben mag? War das wahr, was der Pr&auml;sident gesagt hat? War das neu? Wenn die Antwort darauf ein Ja ist &ndash; und das ist sie &ndash; dann verdienen seine Worte ernsthafte Aufmerksamkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/12\/06\/opinion\/krugman-obama-gets-real.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sparaxt im Duisburger Jobcenter sorgt f&uuml;r Unmut<\/strong><br>\nUnzumutbare Wartezeiten f&uuml;r Arbeitslose, dazu Kitas, B&uuml;chereien und Parks, denen Aushilfsjobber gek&uuml;rzt werden &ndash; die zwei gr&ouml;&szlig;ten Streitpunkte sollen nun auch in Berlin auf die Agenda: Die SPD-Ratsfraktion ruft alle Duisburger Bundestagsabgeordneten auf, Sondermittel f&uuml;r die Jobcenter locker zu machen.<br>\nDie Taschen dieser Stadt haben viele L&ouml;cher, doch keines nervt die Duisburger so sehr wie die Mangelverwaltung im Jobcenter . Unzumutbare Wartezeiten f&uuml;r Arbeitslose, dazu Kitas, B&uuml;chereien und Parks, denen 1200 Aushilfsjobber zum Jahresanfang gek&uuml;rzt werden &ndash; die zwei gr&ouml;&szlig;ten Streitpunkte sollen nun auch in Berlin auf die Agenda: Die SPD-Ratsfraktion ruft alle Duisburger Bundestagsabgeordneten auf, Sondermittel aus dem Bundeshaushalt f&uuml;r die Jobcenter locker zu machen.<br>\nBei der Alzheimer Gesellschaft, die ohne F&ouml;rdermittel auskommt, verl&auml;sst man sich gern auf Langzeitarbeitslose beim Telefondienst: &bdquo;Gerade &Auml;ltere bringen die Reife mit, die es im Umgang mit Erkrankten und ihren Angeh&ouml;rigen braucht&ldquo;, so Vorsitzende Bettina Vootz. Doch wer soll das Telefon abnehmen, Kontakte herstellen, B&uuml;roarbeiten erledigen, wenn die vom Jobcenter gef&ouml;rderte Hilfe Ende Februar 2014 ersatzlos ausl&auml;uft? &bdquo;Wir wissen es noch nicht&ldquo;, sagt Vootz ratlos &ndash; und damit ist sie nicht allein. Von 1800 Gemeinwohl-Arbeitern bleiben aufgrund von Budgetk&uuml;rzungen nur 600 &uuml;brig. Sie werden in vielen gemeinn&uuml;tzigen Organisationen bitter fehlen. F&uuml;r Vootz eine kontraproduktive Entscheidung: &bdquo;Gerade die bei uns erfahrene Wertsch&auml;tzung st&auml;rkt viele Langzeitarbeitslose so sehr, dass sie irgendwann sogar im ersten Arbeitsmarkt wieder Fu&szlig; fassen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nBei der SPD-Abgeordneten B&auml;rbel Bas l&auml;uft der Lokalpolitiker offene T&uuml;ren ein: &bdquo;Viele fordern, man m&uuml;sse Langzeitarbeitslosen statt 1-Euro-Jobs vollwertige Arbeitspl&auml;tze beschaffen&ldquo;, sagt sie, &bdquo;aber in Duisburg zeigt ja die unver&auml;ndert hohe Langzeitarbeitslosigkeit, dass das nicht funktioniert.&ldquo; Sie ist zuversichtlich, dass sich durch den neuen Koalitionsvertrag die Option ergibt, &bdquo;Instrumente so zurechtzuschnitzen, dass zus&auml;tzliche Gelder in Duisburg ankommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/duisburg\/sparaxt-im-duisburger-jobcenter-sorgt-fuer-unmut-id8744653.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.W.:<\/strong> Ganz ungeniert gibt Frau Bas von der SPD zu Protokoll: &bdquo;Viele fordern, man m&uuml;sse Langzeitarbeitslosen statt 1-Euro-Jobs vollwertige Arbeitspl&auml;tze beschaffen&ldquo;, sagt sie, &bdquo;aber in Duisburg zeigt ja die unver&auml;ndert hohe Langzeitarbeitslosigkeit, dass das nicht funktioniert.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Es soll also nicht mal mehr versucht werden die Menschen in Arbeit zu bringen, wenn man sich ihrer Dienste auch zum Dumping-Preis bem&auml;chtigen kann. Es ist immer wieder erfrischend wenn ein\/e Politiker\/in ihre Gedanken mal ganz ungeschminkt &auml;u&szlig;ert. Wahrscheinlich war sich Frau Basgar nicht bewu&szlig;t, was sie da vom Stapel l&auml;sst. Frau Vootz von der Alzheimer Gesellschaft st&ouml;&szlig;t ins selbe Horn. Doch wer soll die Arbeiten erledigen wenn die ALGII-Zwangsabeiter\/innen nicht mehr zur Verf&uuml;gung stehen? &ndash; fragt der Artikel.<\/em><br>\n<em>Wie w&auml;re es mit Leuten die das hauptberuflich machen und mit einem anst&auml;ndigen Lohn am Monatsende nach Hause geschickt werden (&hellip;)?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zur Diskrepanz zwischen Zielen und Realit&auml;t in der EU am Beispiel des Europ&auml;ischen Sozialfonds (ESF)<\/strong><br>\nBesteht eine Diskrepanz zwischen sozialen Zielsetzungen der EU-2020-Strategie und des ESF auf der einen und der, dominant an wirtschaftlichen Priorit&auml;ten orientierten Ausrichtung der EU, die die reale Politik der Mitgliedsstaaten de facto bestimmt, auf der anderen Seite?<br>\nDie Absichtserkl&auml;rungen und Bem&uuml;hungen der EU um ein &bdquo;intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum&ldquo; und die f&uuml;r 2020 angestrebten Ziele lassen sich dahingehend deuten, dass damit auch die Konkretisierung der Zielsetzungen der sozialen Dimension auf der Agenda der EU und ihres wichtigsten F&ouml;rderinstruments, des ESF steht. Doch wie steht es um die realen Chancen einer Zielverwirklichung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/esf\/#more-4175\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nicht Technologie, sondern Politik f&uuml;hrte zum Verschwinden von Jobs mit mittleren Einkommen<\/strong><br>\nNicht zuletzt in den aktuellen Diskussionen um Niedrigl&ouml;hne und Mindestl&ouml;hne taucht bisweilen das Argument auf, dass die zunehmende Lohn-Ungleichheit auf technologischen Wandel zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei. Die Handlungsm&ouml;glichkeiten, so wird dann suggeriert, seien angesichts dieser nicht-politischen und kaum beeinflussbaren Ursache begrenzt. Wir ver&ouml;ffentlichen im Folgenden die deutsche &Uuml;bersetzung eines Artikels, der sich am Beispiel der USA kritisch mit diesem Argument auseinandersetzt und stattdessen &uuml;berzeugendere Ursachen der zunehmenden Lohn-Ungleichheit auff&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1278\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Marode Infrastruktur: Wer ist schuld am Schlaglochstau?<\/strong><br>\n[&hellip;] Im September 2010 bezweifelte die Kanzlerin die &ldquo;Zukunftsf&auml;higkeit&rdquo; der Deutschen. Gradmesser, so Angela Merkel damals, werde die kommende baden-w&uuml;rttembergische Landtagswahl sein. Sie sei zugleich ein Votum der B&uuml;rger &uuml;ber &ldquo;Stuttgart 21 und viele andere Projekte&rdquo;, die f&uuml;r die &ldquo;Zukunft dieses Landes&rdquo; st&uuml;nden. Die Musterl&auml;ndler lehnten diese Definition von Zukunft dankend ab und w&auml;hlten den ersten Gr&uuml;nen zum Ministerpr&auml;sidenten.<br>\nOb neue Bahnh&ouml;fe oder Flugh&auml;fen, ICE-Trassen oder Magnetschwebebahnen, Elbphilharmonien oder Olympische Spiele &ndash; immer wieder werden Entscheidungen &uuml;ber gro&szlig;e Infrastrukturprojekte zu Symbolen unserer Zukunfts(un)f&auml;higkeit stilisiert. Dabei vergessen wir: Alles, was gebaut wird, muss auch ausgebessert werden. Doch daf&uuml;r gibt es zu wenig Geld und so wuchs die Sanierungsl&uuml;cke von Jahr zu Jahr.<br>\nStattdessen floss der Gro&szlig;teil des Verkehrsetats in prestigetr&auml;chtige neue Gro&szlig;bauten: Autobahnen, ICE-Schnellfahrstrecken und Mega-H&auml;fen von oft zweifelhaftem volkswirtschaftlichem Nutzen. Die Folge: Das Schienennetz ist marode, Tausende Br&uuml;cken gelten als einsturzgef&auml;hrdet, auf den Stra&szlig;en geht die Fahrt nur langsam voran, von Schlagloch zu Schlagloch, von Stau zu Stau. Selbst der Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene k&uuml;nstliche Wasserstra&szlig;e der Welt, blieb im Fr&uuml;hjahr wegen defekter Schleusen teilweise gesperrt. Seit Jahrzehnten waren diese nur &ldquo;auf Verschlei&szlig;&rdquo; gefahren worden, best&auml;tigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).<br>\nDeutschland wird &ldquo;kaputtgespart&rdquo;, hie&szlig; es im SPIEGEL. Aber fehlt es wirklich an Geld? Oder wird dieses Geld nur f&uuml;r die falschen Projekte ausgegeben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/muenchhausen-check-misstaende-der-verkehrsinfrastrukturpolitik-a-937388.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der gespaltene Regenbogen<\/strong><br>\nS&uuml;dafrikas Ringen um ein geeintes Land<br>\nJacob Zuma will Nelson Mandela, die Ikone des Anti-Apartheid-Kampfes, nicht der Opposition &uuml;berlassen. &bdquo;Wir sollten uns nicht nur konzentrieren auf Madiba, den ersten Pr&auml;sidenten des demokratischen S&uuml;dafrika, der die ANC-Politik der Vers&ouml;hnung und Transformation umsetzte&ldquo;, sagte der s&uuml;dafrikanische Pr&auml;sident Mitte Juni, w&auml;hrend der fast 95 Jahre alte Mandela im Krankenhaus lag und alle um sein Leben bangten. &bdquo;Die Menschen sollten auch Madiba den Oberbefehlshaber des bewaffneten Kampfes, Madiba den Revolution&auml;r, Madiba den langj&auml;hrigen Gefangenen lieben.&ldquo;[1] &bdquo;Madiba&ldquo; ist der Clan-Name Mandelas &ndash; nach afrikanischer Tradition eine respektvolle Form der Anrede.<br>\nZuma will den bis zu seiner Verhaftung 1962 durchaus militanten Mandela als Leitfigur f&uuml;r die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) reklamieren. Denn die ehemalige Befreiungsbewegung ist nach fast 20 Jahren an der Macht zu einer nicht selten selbstgef&auml;lligen Mehrheitspartei geworden, der es an Attraktivit&auml;t f&uuml;r die jungen W&auml;hler zunehmend mangelt &ndash; und die Bev&ouml;lkerung ist sehr jung: 50 Prozent der 52 Millionen S&uuml;dafrikaner sind j&uuml;nger als 25 Jahre[2]. F&uuml;r sie ist das Apartheidsystem der Rassentrennung Geschichte, sie haben es nie selbst erlebt. Armut und Arbeitslosigkeit hingegen geh&ouml;ren zum Alltag und sch&uuml;ren den Unmut &uuml;ber die Regierenden. Der Kampf gegen die Apartheid ist l&auml;ngst in einen Kampf f&uuml;r ein gerechtes S&uuml;dafrika &uuml;bergegangen. Die Kluft zwischen den unterschiedlichen Hautfarben ist dabei &ndash; auch wenn sie nicht mehr so tief ist wie noch vor einigen Jahrzehnten &ndash; immer noch vorhanden und spiegelt sich vor allem in den sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten im Land wider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/august\/der-gespaltene-regenbogen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> W&auml;hrend die Welt um Mandela trauert, geschehen Verst&ouml;&szlig;e gegen Menschenrechte weltweit weiter, auch in den L&auml;ndern, deren Regierungseliten derzeit Trauer bekunden: Nur eben nicht im Muster &bdquo;schwarz gegen wei&szlig;&ldquo;, sondern in anderen Varianten, z. B. &bdquo;Arm gegen Reich&ldquo; oder &bdquo;Lohnabh&auml;ngige gegen Produktionsmittelbesitzer&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Oligarchie der Ja-Sager<\/strong><br>\nNachdem Slomka den SPD-Boss nach der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Mitgliederentscheid gefragt hatte, erteilte das ZDF tagsdrauf zwei Staatsrechtlern das Wort. Ja, best&auml;tigten sie, dieser Entscheid k&ouml;nnte tats&auml;chlich verfassungswidrig sein. Denn da entscheide eine Minderheit &uuml;ber die Zukunft aller im Lande. Also quasi oligarchische Zust&auml;nde?<br>\nDieselben Politologen glauben hingegen nicht, dass es in irgendeiner Weise verfassungswidrig ist, wenn eine Minderheit von Reichen &ndash; Krysmanski w&uuml;rde von den 0,01 Prozent sprechen &ndash; die Mehrheit nach ihrem Gefallen tanzen lassen. F&uuml;r sie ist es keiner Rede von Verfassungswidrigkeit wert, wenn diese Minderheit Lobbyisten instruiert, ihren politischen Funktionseliten Vorgaben diktiert, zum Schaden aller Deregulierung, Freihandel, Privatisierung und Sozialabbau erpresst. Dieselben Herren Politologen haben sch&ouml;n brav ihren Mund gehalten, als in den letzten Jahrzehnten Spitzensteuers&auml;tze und die K&ouml;rperschaftssteuer gesenkt wurden. Hat das etwa keine Minderheit von langer Hand geplant? Eine, die &uuml;berdies in Aussicht stellte, dass bei Zuwiderhandlung mit Konsequenzen zu rechnen sei. Wir stellen nicht mehr ein!, drohten sie. Oder: Wir entlassen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/12\/die-oligarchie-der-ja-sager.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Audio-Tipp: Willy Brandt<\/strong><br>\nDer Kanzler, die Genossen und der Agent Von Inge Braun und Helmut Huber (Produktion: RBB\/SR\/SWR 2003)<br>\nSendung am Mittwoch, 11.12. | 22.03 Uhr | SWR2<br>\nEr war der Kanzler der Entspannungspolitik, einer neuen Ostpolitik und hatte daf&uuml;r 1971 den Friedensnobelpreis erhalten. Umso h&auml;rter musste es ihn treffen, als am 24. April 1974 G&uuml;nter Guillaume, ein enger Mitarbeiter, als DDR-Spion enttarnt wurde. Keine zwei Wochen sp&auml;ter trat Willy Brandt zur&uuml;ck. Die Ereignisse der Tage dazwischen geh&ouml;ren zu den gro&szlig;en politischen Dramen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Feature versucht sie zu rekonstruieren und zeichnet damit zugleich ein Bild der Pers&ouml;nlichkeit Brandts, dessen 100. Geburtstags dieses Jahr gedacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/feature\/-\/id=659934\/nid=659934\/did=12327030\/1yohh7k\/index.html\">SWR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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